Heike (11.03.2012, 17:00): aus einem anderen thread: Wir bräuchten einen Thread im Internen Bereich (z.B. analog zu "1000 mal gefreut" und "1000 mal geärgert), in dem wir so etwas sammeln, z.B. "1000 mal gelacht".
Somit also hier der Thread für all die Dinge, die für euch zum Totlachen waren - unendlich witzig, schrecklich skuril, vielleicht auch irgendwie ein wenig dümmlich-nervig und natürlich manchmal tragikkomisch......
Selbsterlebtes, Gehörtes, evt. auch Witze und Videos - aber richtig komisch muss es sein. Heike
Zefira (11.03.2012, 18:21): Dann mache ich den Anfang mit einer Szene aus dem Weltbild-Laden, letztes Jahr irgendwann im Dezember so beobachtet.
Vor dem CD-Regal: Alter Herr (normaler Gesprächston): "Wo ist die denn, bitte??" Seine Frau (flüsternd): "Was suchst du?" Alter Herr (erhobene Stimme): "Die CD!!" Seine Frau (flüsternd): "Welche denn?" Alter Herr (lauthals): "Na die von dem Sänger da! Dem Deutschen!!" Frau (haucht): "Welcher Sänger?" Alter Herr (röhrt): "Der Deutsche da! Der vor kurzem gestorben ist! Der Deutsche halt!" Frau (lautlos): "Wie hieß der denn?" Alter Herr (brüllt): "Weiß ich doch net! Der Deutsche halt! Neulich gestorben! Der Deutsche!!!" Verkäuferin (vorschlagend): "Rex Gildo?" Alter Herr (fanfarenartig): "Roy Black! Roy Black! ROY BLACK!!!" Frau (zaghaft): "Der ist vor zwanzig Jahren gestorben!" Alter Herr (Bassbariton beim Finale): "Aber der war GUT!!!!"
Heike (11.03.2012, 19:30): "Männer, die gern Süßes essen, haben einen guten Charakter"
http://www.youtube.com/watch?v=072LrlGvSq8
Billy Budd (11.03.2012, 19:50): Danke, liebe Heike, dass Du meinem hier geäußerten Vorschlag nachgekommen bist und diesen Thread erstellt hast. Meines Erachtens nach war er schon überflällig.
Bei dem Folgenden habe ich mich zwar nicht fast totgelacht, musste aber doch kräftig schmunzeln.
Im "Prolog" (das kostenlos zur freien Entnahme aufliegende Hausmagazin der Staatsoper, das sich auch hier im Netz findet), gibt es seit Herbst eine Rubrik namens "Am Stehplatz", in der ein ehemaliger Stehplatzbesucher über damalige Geschehnisse berichtet. In der aktuellen Ausgabe ist es Karl Löbl.
Ich zitiere zwei Ausschnitte (Quelle: Prolog, Wiener Staatsoper, März 2012, Seite 21):
Schauplatz Bühneneingang. Nach der ersten Aufführung von Wagners Tristan und Isolde seit Kriegsende. Ein paar Stehplatzbesucher warten auf die Künstler. Unter ihnen ein hochgewachsener junger Mann, noch keine 17 Jahre alt. Er ruft laut „Pfui!", als der Dirigent das Haus verlassen will. Gleich dahinter kommt die Sängerin der Isolde. Sie gibt dem Burschen eine schallende Ohrfeige. Das war am 29. Mai 1946. Der Dirigent war Josef Krips, die schlagfertige Dame Anny Konetzni, der geohrfeigte Stehplatzbesucher hieß Eberhard Waechter. Der hat dann zehn Jahre später in Tristan-Aufführungen der Staatsoper den Melot gesungen. Allerdings im Haus am Ring. Die Ohrfeige bekam er vor dem Bühnentürl des Theaters an der Wien, dem Notquartier der zerstörten Staatsoper. Nach Kriegsende frequentierten wir das Theater an der Wien. Die Zahl der Stehplätze, am Ring zirka 500, hatte sich auf zirka 70 reduziert. Das war viel zu wenig, und bei den besten Vorstellungen entwickelte sich ein perfektes System, auf Schleichwegen ins Haus zu gelangen. Manche von uns hatten daher oft keine Eintrittskarte. Man kannte einander, jeder hatte seinen Stammplatz (ich stand links oben auf der Galerie). Hier ist zu erkennen, dass sich die Gepflogenheiten am Stehplatz über die Jahre hinweg nicht geändert haben. Alle Stammbesucher kennen einander (Natürlich mögen sich nicht alle! :cool) und jeder hat seinen Stammplatz. Wir versuchen, uns gegenseitig "unsere" Plätze freizuhalten. Wir kennen auch weiterhin "Schleichwege", um - wenn es nötig ist - ohne Karte hineinzukommen. Billy :hello
Severina (11.03.2012, 23:17): Aus dem Stiffelio-Thread herübergebeamt:
Da ich heute eine Karte bei den Bundestheaterkassen abholen musste, packte ich die Gelegenheit beim Schopf und fragte nach einem Stiffelio-Programmheft. Man verwies mich an einen Herren, der die alten Programme verwaltet, und dann entspann sich folgender Dialog:
"Stivelio?? Sie meinen Fidelio??" "Nein, ich meine schon Stiffelio, von Verdi!" "Von Verdi gibt's keinen Stiffelio, das muss irgendein moderner Komponist sein!" "Doch, es gibt einen Stiffelio von Verdi, glauben Sie mir!" "Nein, das verwechseln Sie! Und wenn, wird so was Ausgefallenes bei uns nicht gespielt!" "Hören Sie, ich hab den Stiffelio von VERDI selbst an der Staatsoper gesehen, vor 20 Jahren mit Carreras, und 2009 war er wieder im Repertoire, mit José Cura." "Nein. Ich arbeite jetzt 8 Jahre da, das müsste ich wissen. Einen Stiffelio gibt's bei uns nicht!"
Der Wucht dieser Argumente musste ich mich schließlich beugen. Und wir verschwenden hier seit Tagen wertvolle Lebenszeit und zerbrechen uns den Kopf über eine Oper, die's gar nicht gibt! :rofl :rofl :rofl
lg Severina :hello
Billy Budd (23.03.2012, 14:59): Ich bin ja grundsätzlich kein zur Schadenfreude neigender Mensch, aber diesmal hat jemand einen herrlichen Bock geschossen. Bis vor kurzem stellte ich meine Berichte auch noch im Merker-Forum (Jetzt schreibe ich dort aus verschiedenen Gründen nicht mehr.) ein und hatte den Nicknamen "Gurnemanz" Gestern hat im Capriccio-Forum brunello folgendes geschrieben, das an (unseren) Streifenpeter gerichtet war: (Link) Natürlich will ich einen Bericht von Dir über die Tosca lesen (schon alleine deshalb, damit ich weiss, welchen Unsinn ein gewisser Gurnemanz im Forum des Online-Merker verzapft). Peter schrieb darauf einen Veriss - so wie neben mir auch "professionelle" Rezensenten. So einen Unsinn werde ich dann doch nicht verzapft haben ... Billy :hello
Karolus Minus (23.03.2012, 16:22): Und wo ist da der Bock??? Der Witz wäre es doch gewesen, wenn der "Unsinn" schreibende Gurnemanz und das "sehr geschätze Mitglied" ein und dieselbe Person wären, was ja offenbar nicht der Fall ist. So besteht der "Bock" doch nur darin, daß er von Deinen Kritiken offenbar nicht viel hält, was sein gutes Recht ist.
Im Übrigen ist es nicht die feine Art, sich per Link über jemanden aus einem anderen Forum lustig zu machen, der da mit Foto aufscheint und den man aufgrund seiner angegebenen Funktion auch noch leicht real identifizieren kann. KM
Solitaire (23.03.2012, 17:38): Hier mein liebster Tenorwitz, Achtung, es wird zotig:
Ein junger, schlanker, gutaussehender Tenor gibt im Opernhaus sein Debut. Wie es die Rolle erfordert trägt er ein mittelalterliches Wams und enge Beinkleider. Der junge Mann singt zum anbeten schön, nach seiner Arie steht das Opernhaus kopf und tobt. In der Loge wendet sich eine begeisterte Zuhörerin an ihre ebenso begeisterte 19jährige Tochter: „Mein Gott, was hat dieser junge Mann für ein herrliches Organ!“ „Und erst die Stimme Mama, die Stimme!!!“ :cool
Karolus Minus (23.03.2012, 19:08): :rofl heutzutage hätte so ein Tenor wahrscheinlich eine große gemeinde bei Facebook :wink So, und jetzt auf zur Arbeit :I
Billy Budd (24.03.2012, 17:12): Lieber Karolus, wenn man die Sache neutral und objektiv betrachtet, ist sie tatsächlich nicht sehr witzig; da stimme ich zu. Ich habe es nur lustig gefunden, dass sich der Schreiber offenbar den Bericht Peters ganz anders, als meinen erwartet hat. Da ist er enttäuscht worden, zumal Peter ja fast die gleiche Meinung, wie ich hatte. Ich habe auch nie behauptet, meine Berichte müssten jedem gefallen. Ich habe kein Problem damit, wenn sie jemand für schwachsinnig erklärt. Und: Wo steht denn, dass die auf dem Profilbild abgebildete Person tatsächlich dieser Schreiber ist? Wer zwingt jemanden, ein Bild von sich selbst als Avatar zu verwenden? Im Übrigen hat dieser Schreiber in einem anderen Forum mit dem gleichen Nick mehrmals mit seinem Realnamen gezeichnet. Billy :hello
Karolus Minus (25.03.2012, 04:51): Original von Zefira Dann mache ich den Anfang mit einer Szene aus dem Weltbild-Laden, letztes Jahr irgendwann im Dezember so beobachtet.
Vor dem CD-Regal: Alter Herr (normaler Gesprächston): "Wo ist die denn, bitte??" Seine Frau (flüsternd): "Was suchst du?" Alter Herr (erhobene Stimme): "Die CD!!" Seine Frau (flüsternd): "Welche denn?" Alter Herr (lauthals): "Na die von dem Sänger da! Dem Deutschen!!" Frau (haucht): "Welcher Sänger?" Alter Herr (röhrt): "Der Deutsche da! Der vor kurzem gestorben ist! Der Deutsche halt!" Frau (lautlos): "Wie hieß der denn?" Alter Herr (brüllt): "Weiß ich doch net! Der Deutsche halt! Neulich gestorben! Der Deutsche!!!" Verkäuferin (vorschlagend): "Rex Gildo?" Alter Herr (fanfarenartig): "Roy Black! Roy Black! ROY BLACK!!!" Frau (zaghaft): "Der ist vor zwanzig Jahren gestorben!" Alter Herr (Bassbariton beim Finale): "Aber der war GUT!!!!"
Liebe Zefira, da kann ich noch vier Geschichten beisteuern, die mir befreundete Platten-Verkäufer - Du siehst, etwas länger her - erzählt haben. 1.) Ich hätte gerne das Klavierkonzert 1 b von Tschaikowski - aber bitte auf deutsch! 2.) bitte einmal die Interventionen von J.S.Bach 2.) ein Ehepaar betritt den Laden und möchte Beethovens 5te Sinfonie, DIRIGIERT von Beethoven. Versuche, zu erklären, daß man damit leider nicht dienen könne, Unglauben auf der anderen Seite. Beim Abgang sagt er zu ihr "und jetzt gehen wir noch zu Karstadt" 4.) der Herr, der die 9te Symphonie von Dual wollte (das war eine Firma, die Plattenspieler herstellte. :hello
Heike (25.03.2012, 09:47): ein Ehepaar betritt den Laden und möchte Beethovens 5te Sinfonie, DIRIGIERT von Beethoven. Versuche, zu erklären, daß man damit leider nicht dienen könne, Unglauben auf der anderen Seite. Beim Abgang sagt er zu ihr "und jetzt gehen wir noch zu Karstadt" http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/43.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/45.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/43.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/8.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/45.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/8.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/43.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/43.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/8.gifhttp://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/45.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/43.gif
Jürgen (26.03.2012, 11:30): Original von Karolus Minus Liebe Zefira, da kann ich noch vier Geschichten beisteuern, die mir befreundete Platten-Verkäufer - Du siehst, etwas länger her - erzählt haben. 1.) Ich hätte gerne das Klavierkonzert 1 b von Tschaikowski - aber bitte auf deutsch! 2.) bitte einmal die Interventionen von J.S.Bach 2.) ein Ehepaar betritt den Laden und möchte Beethovens 5te Sinfonie, DIRIGIERT von Beethoven. Versuche, zu erklären, daß man damit leider nicht dienen könne, Unglauben auf der anderen Seite. Beim Abgang sagt er zu ihr "und jetzt gehen wir noch zu Karstadt" 4.) der Herr, der die 9te Symphonie von Dual wollte (das war eine Firma, die Plattenspieler herstellte. :hello
Hallo Karolus,
so ein Plattenverkäufer kann schon so manches erzählen. 1.-3. sind schon lustig.
Bei der Platte von Dual aber wäre ich vorsichtig, bevor ich mich totlache. Ich glaube mich erinnern zu können, schon mal eine LP von BASF gesehen zu haben. Definitiv gibt/gab es CDs von Denon, die hauptsächlich durch Hifi-Komponenten bekannt geworden sind. Es wäre also durchaus denkbar, dass Dual eine limitierte Lizenzpressung (vielleicht zu Demozwecken) unters Volk, wenn auch nicht auf den freien Markt, gebracht haben. Nichtsdestotrotz hätte er sie wohl nicht besorgen können.
Grüße Jürgen
Zefira (26.03.2012, 11:36): Das könnte stimmen. Ich habe zb eine Walküre von Schwarz Pharma :beer
Grüße von Zefira
Rideamus (26.03.2012, 12:31): Ich habe sogar ein paar LPn der BASF, u. a. eine ARIADNE AUF NAXOS, dirigert von Clemens Krauss, und Hugo Wolfs DER CORREGIDOR untr der Stabführung von Karl Elmendorff.
Trotzdem waren natürlich weder Dual von BASF je Komponisten, die Sinfonien verfasst haben.
Irgendwie erinnert mich das an einen Besucher in einem amerikanischen Schallplattenladen der 70er, der von dem wenig informierten Verkäufer in eine Drogerie geschickt wurde, weil der die TROJANS von Berlioz haben wollte (so heißt dort auch die bekannteste Marke für Kondome).
Auch Verkäufer können halt an ihre Grenzen stoßen. :W
:hello Rideamus
Karolus Minus (26.03.2012, 13:52): Lieber Rideamus, nicht nur Verkäufer können an ihre Grenzen stoßen sondern auch Tonträger-Produzenten selber. ich habe mir gerade von Hänssler eine Doppel-CD mit den frühen Wunderlich-Aufnahmen beim Europäischen Phonoclub zugelegt. Dort findet man für dem Beginn von CD 2 folgende Angabe:
Cavalleria rusticana (Pietro Mascagni) 1. Komm in die Gondel 2. Treu sein, das liegt mir nicht
Und jetzt überleg ich, ob das Stück nicht vielleicht doch die "Cavalleria veneziana" ist....
Karolus Minus (29.03.2012, 14:36): Als ich gerade das Met-Archiv wegen Vorstellungen mit Samuel Ramey durchstöberte, bin ich auf eine wundervolle Mitteilung gestoßen.
In der jetzigen Barbiere-Inszenierung kommt offenbar ein echter Esel vor, von dem die Intendanz der Meinung zu sein scheint, daß das Publikum einen gewissen Anspruch auf sein Erscheinen habe.
Jedenfalls ist an einem Abend unter der Besetzung zu lesen: "The donkey was unable to make the trip to New York due to inclement weather and hazardous driving conditions"
Billy Budd (06.06.2012, 15:35): Podiumsdiskussion Wiener Staatsoper 1968 - "Stehplatzbeschimpfung"
Billy :hello
Karolus Minus (06.06.2012, 17:10): Naja, auf den aktuellen Direktor wird am Stehplatz immer noch geschimpft - und Aktionen im Vorhinein gibt es ja auch noch, nicht gerade Reifen zerschneiden oder direkte Briefe an irgendwelche Künstler, aber zumindest mal eine anoym (nämlich nur mit Nickname) im Netz stehende Ankündigung, einen Sänger ausbuhen zu wollen, der erst in der nächsten Saison antritt... Insofern scheint sich in Wien wenig geändert zu haben...
Billy Budd (06.06.2012, 17:53): Jetzt mal ganz ehrlich: Was soll diese blöde Rückmeldung???
Ich habe diesen Link ohne weiteren Kommentar eingestellt, aber Du konntest es Dir natürlich nicht verkneifen, Abrechnung mit mir zu halten. Oder muss ich noch genauer ins Detail gehen?
Schade, dass es in diesem Forum keine Ignorier-Funktion gibt; denn die würde ich allzu gerne bei Beiträgen von Dir anwenden.
Billy :hello
Karolus Minus (06.06.2012, 18:30): Original von Billy Budd Jetzt mal ganz ehrlich: Was soll diese blöde Rückmeldung???
Ich habe diesen Link ohne weiteren Kommentar eingestellt, aber Du konntest es Dir natürlich nicht verkneifen, Abrechnung mit mir zu halten. Oder muss ich noch genauer ins Detail gehen?
Schade, dass es in diesem Forum keine Ignorier-Funktion gibt; denn die würde ich allzu gerne bei Beiträgen von Dir anwenden.
Billy :hello
Ich habe auf Parallelen zwischen damals und heute hingewiesen, weiter nichts - ohne irgendwelche Namensnennungen - wenn Du Dir den Schuh direkt anziehst....
Aber Du kannst mich ansonsten gern ignorieren, tu ich bei Dir ja auch weitestgehend...
Billy Budd (06.06.2012, 18:32): Wir ignorieren uns in Hinkuft.
Severina (07.06.2012, 00:10): Original von Karolus Minus Naja, auf den aktuellen Direktor wird am Stehplatz immer noch geschimpft - und Aktionen im Vorhinein gibt es ja auch noch, nicht gerade Reifen zerschneiden oder direkte Briefe an irgendwelche Künstler, aber zumindest mal eine anoym (nämlich nur mit Nickname) im Netz stehende Ankündigung, einen Sänger ausbuhen zu wollen, der erst in der nächsten Saison antritt... Insofern scheint sich in Wien wenig geändert zu haben...
Nun, gottlob nicht nur am Stehplatz, es gibt in allen Preiskategorien Menschen, die ihr Hörvermögen nicht gänzlich eingebüßt haben. "Aktionen im Vorhinein" gibt es tatsächlich immer noch, wenn z.B. in einem gewissen Forum schon Wochen vor einer PR Stimmung gegen die Inszenierung gemacht wird (Die noch kein Mensch kennt, aber der Name des Regisseurs genügt natürlich völlig für eine präventive Erregung...) und die Leute ziemlich unverblümt aufgefordert werden, sich einen solchen Mist nicht gefallen zu lassen. (Und dann z. B. beim "Macbeth"prompt bereits nach zehn Minuten gezischt wird.....) Aber sakrosankt sind nur die Sänger, während Regisseure prinzipiell vogelfrei sind.
Was sich zu meinem Erstaunen offensichtlich auch nicht geändert hat, dass die so genannten Kulturberichterstatter treu zum jeweiligen Direktor stehen. Das hatte ich anders in Erinnerung, aber Erinnerung verklärt bekanntlich.
Interessanter Link, der auf jeden Fall zeigt, wie vergleichsweise harmlos es heute auf dem Stehplatz (und nicht nur dort!) zugeht. Wer sich über die paar lächerlichen Buhs alteriert, die ohnehin im obligaten Jubel (Wann gibt's den an der WSO nicht? So mies kann eine Vorstellung gar nicht sein...) untergehen, hat nie die Buhorkane erlebt, mit denen früher Sänger von der Bühne gefegt wurden.
Lustiges Detail am Rande: Gegen welchen Regisseur empörte sich anno 1968 die Stehplatzcamarilla?? Gegen Otto Schenk, der heute als Ikone der Werktreue, des Guten und Schönen gefeiert wird :J. Tja, was lernen wir daraus? (Ich fürchte, nichts....)
lg Severina :hello
Holger (07.06.2012, 07:26): Hallo,
mein gestriges Posting zum Thema "Schostakowitsch und Fußball"
wäre in diesem Thread wohl sehr viel besser untergebracht. Nur hatte ich dessen Existenz gestern nicht bemerkt, sorry! :down
Auf der Festplatte besitze ich den in Rede stehenden Ausschnitt als MP3, so daß man sich jegliches Scrollen und Anhören anderer Beiträge erspart, aber hier läßt sich dergleichen bekanntlich nicht hochladen. Wer Interesse hat, möge mir eine Mail schicken (Addy siehe Profil)!
Liebe Grüße
Holger
Billy Budd (07.06.2012, 11:24): Liebe Severina, ich kann alles unterstreichen, was Du da schreibst! Billy :hello
Billy Budd (13.06.2012, 15:04): "Don Carlos" ist angesetzt. Als Elisabeth wird Adrianne Pieczonka aufgeboten und als Eboli ist Béatrice Uria-Monzon angesetzt. Ein Freund von mir, der den Inhalt der Oper kaum kennt, liest sich vor der Vorstellung den von mir gekauften Besetzungszettel durch:
"Ah, Pieczonka! Das ist sehr gut! Und die andere? Naja, wer'ma schon auseinand' halten: Pieczonka und Nicht-Pieczonka"
Billy :hello
Heike (02.07.2012, 19:47): Das fand ich so lustig, den muss ich weitererzählen:
Meine 100jährige Oma sagte heute zu meiner Schwester (die seit >20 Jahren in wilder Ehe lebt): "Das steht fest: Ich sterbe erst, wenn ihr geheiratet habt!"
Heike
P.s. die Hochzeit ist nicht geplant
Severina (02.07.2012, 20:10): :roflDas ist dann ja eigentlich ein Hochzeitsverbot, denn wer will denn schon seine Oma ins Grab bringen!! Köstlich! :rofl lg Sevi :hello
Zdenka Waldner (02.07.2012, 21:13): Im März habe ich La traviata (eine produktion vom salzburger landestheater, allerdings im haus für mozert) gesehen. Wie immer wirds vor der vorstellung dunkel, die zuschauer stellen langsam das reden ein und warten auf den dirigenten. er kommt, stellt sich an sein pult und konzentriert sich noch einen moment. es ist völlig still, bis sich plötzlich im publikum jemand in voller lautstärke schnäuzt. der ganze saal fängt an zu lachen und der dirigent dreht sich grinsend um und hält den daumen hoch xD
lg zdenka
Billy Budd (02.07.2012, 22:11): Immerhin besser, als hätte er sich während dem wirklich schönen Vorspiel geschnäuzt! :D Wer war denn der Dirigent? Billy :hello
Zefira (02.07.2012, 23:01): Es gibt schon lustige Dirigenten. Ich war mal bei einer Aufführung von Haydns Schöpfung, wo bei dieser Textstelle
Dein Will' ist mir Gesetz. So hat's der Herr bestimmt, Und dir gehorchen bringt Mir Freude, Glück und Ruhm.
... eine ganz leichte, aber merkliche Unruhe im Publikum entstand. Der Dirigent drehte sich daraufhin um und nickte ein paarmal mit sehr ernsthafter Miene in Richtung Zuschauerraum. Gott sei Dank war das Publikum diszipliniert genug, die Aufführung nicht zu zerlachen.
Grüße von zefira
Solitaire (03.07.2012, 10:27): Die Schöpfung hat ohnehin so einige Textstellen über die man nicht näher nachdenken darf :ignore Ich hatte neulich im Chor das große Vergnügen, sie mitsingen zu dürfen und konnte mir an selbiger Stelle ein "Hört, hört!" auch nur schwer verkneifen. :D Aber es ist und bleibt tolle Musik :down
Heike (03.07.2012, 11:24): Dazu gibt es auch nen Thread, also zu den Texten sakraler Chorwerke: Aber die Texte! Die religiösen Grundlagen geistlicher Musik Heike
Zdenka Waldner (04.07.2012, 14:39): Original von Billy Budd Immerhin besser, als hätte er sich während dem wirklich schönen Vorspiel geschnäuzt! :D Wer war denn der Dirigent? Billy :hello
Der Dirigent war Leo Hussain :)
ja, vermutlich hat er sogar deswegen noch ein wenig gewartet, dass ihm dann später keiner reinhustet/schnäuzt ;)
LG Zdenka
Billy Budd (04.07.2012, 14:56): Danke für die Info; von dem habe ich noch gar nichts gehört. Billy :hello
Zdenka Waldner (17.07.2012, 22:06): Der ist Chefdirigent am Salzburger Landestheater.
Zdenka Waldner (17.07.2012, 22:08): Es ist diesmal kein lustiges Erlbenis oder Zitat, sondern ein kleiner Musikerwitz, der mir auf einer Chorreise in Venedig erzählt wurde und den ich seither heiß liebe:
Welcher Fisch furzt einen Halbton tiefer als die andern?
Der Barsch, der hat ein b vorm A
Manche werden sagen, er ist doof, aber ich find ihn einfach nur süß :wink :rofl
da hätt ich auch noch was beizusteuern: http://www.youtube.com/watch?v=gwvqdXR3XnI
lg zdenka
Hyacinth (19.07.2012, 23:10): Uaaah!!! Deins ist noch schlimmer :D Dagegen ist ja Malena Ernmans populare Version von Un "bel di verdremo" ( http://www.youtube.com/watch?v=fObDLicJIA8 ) Musik in meinen Ohren. Malena Ernman kann aber wenigstens klassisch singen und das sehr gut.
Hyacinth :hello
Zdenka Waldner (20.07.2012, 07:42): Original von Hyacinth Malena Ernman kann aber wenigstens klassisch singen und das sehr gut.
Hyacinth :hello
ja, aber alles andere...puh, das hält man auf nüchternen magen kaum ein paar sekunden aus! guten morgen :D zdenka
Hyacinth (20.07.2012, 16:43): Ja, ich freu mich auch eher auf "La Donna del Lago" am ThadW oder "Il Barbiere di Sevilla" in Stockholm..
http://mission.pushexp.com/en/bonus%201/
:rofl
Da bin ich ja gespannt, was drauf ist... Gregorianische Choräle? :J
Zdenka Waldner (20.07.2012, 18:17): haha vom foto her kommts hin, ich hab mich fast etwas bedroht gefühlt :haha aber ehrlich gesagt hab ich keinen dunst, warum sie das macht bzw was sie damit bezwecken will! vielleicht hab ich was überlesen, aber ich blick grade überhaupt nicht durch^^ naja, es ist lustig^^
Hyacinth (20.07.2012, 18:37): Ihr neues Album heißt "Mission" und ebenso gibt es eine Mission im Internet, wo man durch kleine Videos, die man anschaut, wo Passwörter versteckt sind, durch die Passwörter dann immer mehr Infos zum Album kriegt. Das ist eben das Geheimnis: Was ist auf dem Album mit dem seltsamen Cover drauf? Ist halt so ein PR-Spiel, ganz lustig, find ich, weil vorher noch nie wer auf so eine Idee gekommen ist. :J
www.deccaclassics.com/mission Da kann man sich mit dem Facebook-Account registrieren.
Hyacinth :hello
Zdenka Waldner (20.07.2012, 18:39): ah ok^^
jap das hab ich schon gemacht!
stimmt, das ist mal eine coole idee :D ich werds mitverfolgen.
haha aber mit dieser glatze erkennt man sie fast gar nicht! ich will auch mal so eine glatze bei irgendeiner produktion haben! :D :D
zdenka
Hyacinth (20.07.2012, 18:42): Ja, es ist orginell. Typisch Bartoli. Unauffällig eine CD rausbringen geht nicht :D Immerhin hat sie vom Foto her eine Steigerung zu "Sacrificium" hingekriegt. Dachte nicht, dass das geht.. :rofl
Zdenka Waldner (21.07.2012, 00:51): hahaha du hast recht!
aber dieser keksmensch auf den ideos ist echt der beste! "Oh...biscuits!" "Oh, signing cards! i'll take one of those, thank you very much..." xD
aber sehr mysteriös mit dem revolver^^
Hyacinth (21.07.2012, 12:23): Ja, und dann das Bild mit Donna Leon. Also entweder, jemand hat Donna Leon mit viel Koloraturen vertont, oder es ist Händel..
Heike (21.07.2012, 12:29): Das ist tatsächlich lustig und interessant mit der neuen "Mission" der Bartoli, aber ich würde vorschlagen, das hier im Bartoli-Thread weiter zu diskutieren, weil es dazu bestimmt mehr zu sagen gibt! Heike
Zdenka Waldner (08.08.2012, 22:54): hahahaha einfach herrlich! so unglaublich schön gesellschaftskritisch! so und nicht anders ist es ja wirklich oft! und das alles mit diesem herllichen bayrisch. wie ich es liebe :D
aber bevor ich OT werde, steuere ich auch noch schnell einen link bei:
http://www.elisabethkulman.com/fun-stuff/
lg Zdenka
Hyacinth (17.08.2012, 22:19): Das ist mal eine authentische Barcarolle: http://www.youtube.com/watch?v=Cno_7GNGhdk
Hyacinth :hello
Karolus Minus (18.08.2012, 16:51): Original von Hyacinth Das ist mal eine authentische Barcarolle: http://www.youtube.com/watch?v=Cno_7GNGhdk
Hyacinth :hello
Viiiiel Wasser!! Die Damen haben jedenfalls Humor (und Frau Larsson ist ja auch nicht irgendwer....
Hier noch was ohne Wasser, dafür mit Insekt http://www.youtube.com/watch?v=sbQwQetKm2g
daß die Schweden offenbar auch früher nicht so bierernst waren, läßt sich noch wundervoll hier feststellen http://www.youtube.com/watch?v=t6fb36z5upc
Viel Spaß Karolus Minus
Ingrid (18.08.2012, 18:13): Original von Karolus Minus Original von Hyacinth Das ist mal eine authentische Barcarolle: http://www.youtube.com/watch?v=Cno_7GNGhdk
Hyacinth :hello
Viiiiel Wasser!! Die Damen haben jedenfalls Humor (und Frau Larsson ist ja auch nicht irgendwer....
Hier noch was ohne Wasser, dafür mit Insekt http://www.youtube.com/watch?v=sbQwQetKm2g
daß die Schweden offenbar auch früher nicht so bierernst waren, läßt sich noch wundervoll hier feststellen http://www.youtube.com/watch?v=t6fb36z5upc
Viel Spaß Karolus Minus
Alle drei Links wirkten sehr erfrischend bei dieser Hitze. Herzlichsten Dank! Das hat mir sehr gut getan :rofl
Hyacinth (19.08.2012, 23:11): Ich wusste nicht, dass es menschliche Stimmen gibt, die den Hummelflug singen können und dann auch noch so, dass es nicht in den Ohren wehtut :J
Der Klarinettist ist aber auch eine Wucht :down
Hyacinth :hello
Karolus Minus (19.08.2012, 23:13): Original von Hyacinth Ich wusste nicht, dass es menschliche Stimmen gibt, die den Hummelflug singen können und dann auch noch so, dass es nicht in den Ohren wehtut :J
Der Klarinettist ist aber auch eine Wucht :down
Hyacinth :hello
Der Klarinettist ist ja auch Herr Fröst... ich glaub, wen besseres bekommst Du im Moment nicht, ich hab ihn auch schon live gehört. Lg Karolus Minus
Hyacinth (19.08.2012, 23:21): Danke für die Info, kenne mich bei Klarinettisten (und Instrumentalisten generell) nicht so aus.
Hyacinth :hello
Karolus Minus (19.08.2012, 23:35): Original von Hyacinth Danke für die Info, kenne mich bei Klarinettisten (und Instrumentalisten generell) nicht so aus.
Heike (29.12.2012, 20:22): Gezettelt in Berlin. Fotostrecke mit Leserbildern. http://www.tagesspiegel.de/berlin/gezettelte-botschaften-schicken-sie-uns-ihre-leserbilder/2167096.html (auf das Foto klicken und dann weiter ....)
Hyacinth (29.12.2012, 23:43): Danke, Heike! "Irre sind menschlich" :rofl :rofl
Hyacinth (30.12.2012, 22:50): ..und ich anscheinend zu den hier angesprochenen Kindern :wink
Hyacinth :hello
Heike (30.12.2012, 23:46): @Hyacinth (Auflösung) http://1.bp.blogspot.com/-NttU2vTEnhk/T0gIoSZAUAI/AAAAAAAAApw/0dJd2iwuBWo/s1600/IMG_0278.jpg (bzw. die harmlosere Variante von Bandsalat)
Hyacinth (30.12.2012, 23:51): Danke für die Erleuchtung! Ich kann mich in der Tat an einige kaputte Kasetten in meiner Kindheit erinnern, war aber damals nicht so schlau, zu einem Bleistift zu greifen :D
Billy Budd (31.12.2012, 18:23): Rettet die Kinder: Claudia Schmied reitet wieder Ich habe mir diesen Text gestern Abend durchgelesen und musste sehr lachen. Auch beim nochmaligen Lesen war es nicht anders. Aber eigentlich ist das ja nicht zum Lachen, sondern zum Weinen.
(Und auch alle anderen Artikel, die man auf dieser Site findet, sind vollkommen richtig!) Billy :hello
Heike (31.12.2012, 22:16): Billy, tröste dich, zum Thema "Geschlechtergerechte Sprache" können wir in D auch was zum Lachen beisteuern:
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat vor kurzem in einem Interview mit der Zeitung "ZEIT" erklärt, der Artikel bei der Redewendung "der liebe Gott" sei eigentlich egal, man könne genauso gut auch "das Gott" sagen.
:rofl
Billy Budd (31.12.2012, 22:21): :rofl :rofl :rofl
Fairy Queen (01.01.2013, 13:48): Das kann man ja froh sein, in einem Land zu leben wo es "das Gott" niemals geben kann, weil es ein sächliches Promomen gar nciht erst gibt sondern nur le und la. Oder in einem wo es nur "The" für Alle gibt. Das ist wahre Demokratie, die selbst Gott mit einschliesst. :D Aber in der Sache finde ich das, was die dt. Ministerin da sagt, schon richtig. Solange man Gott personalisiert, wie das in diversen Religionen nun mal der Fall ist, kann man nicht einfach ein Geschlecht vorschreiben, wie das leider in diversen Religionen mit entsprechend negativen bis katastrophalen Folgen immer noch getan wird. Der menschliche Geist ist wahrscheinlich zu klein oder zu sehr von jahrtausende alten Traditionen geprägt um sich ein göttliches Prinzip jenseits der Geschlechter vorzustellen. Auch wenn "das Gott" natürlich unmöglich klingt....... vor der Sprache muss wohl erstmal das Denken geändert werden. F.Q.
Heike (01.01.2013, 13:59): Lieber Fairy, aber es hießt nunmal "Vater unser ...." - insofern finde ich "Das Gott" rein sprachlich wirklich zum Lachen. Heike
Fairy Queen (01.01.2013, 18:09): Liebe Heike ich wusste nicht, dass sich "das Gott" auf das "Vater unser" bezogen hat. "Das Unser, das du bist im Himmel" kann man tatsächlich schlecht beten..... :D Aber von der lächerlichen Sprache abgesehen: solange es keine andere Sprache gibt, um die Dinge besser auszudrücken, was soll man da machen? Ich zumindest sehe nicht die geringste Veranlassung, an eine männlcihe göttliche Instanz zu glauben und zu ihr zu beten. Wenn man schon ein personalisiertes Gottesbild hat: entweder ist Gott Mann und Frau und alles was dazwischen und jenseits davon und unseres Vorstellungsvermögens ist, oder gar nichts. Ein Gott der nur Mann ist, ist jedenfalls kein Gott sondern eine Erfindung bzw Projektion der Männer.
F.Q.
Hyacinth (03.01.2013, 23:05): Eine Dame heute nach der Zauberflöte neben mir bei der Garderobe zu ihrer Begleitung: "Weißt du, diese Pamina, das ist ja gar kein Sopran, die ist ein Mezzo. Dafür war das schon toll!" Ja, klar, Anita Hartig hat sich ja aus ihrem üblichen Fach - Micaela, Musetta, Mimi und Fiordiligi - nur einen kleinen Ausflug ins Sopranfach geleistet! Alle Achtung! :J :J Spaß beiseite, Hartig hat zwar eine etwas dunklere und schon dramatischere Stimme als man es von Paminas so gewohnt ist, aber auch wenn sie eh "nur" ein Sopran ist, der eine Sopranpartie gesungen hat war ihre Leistung beachtlich.
Dieselbe obengenannte Dame zwei Sekunden später: "Also wenn man die Königin der Nacht singen kann, kann man ja alles mit Koloraturen singen!" Nope. Ich möchte wissen, wie viele Königinnen der Nacht eine Zerbinetta hinkriegen. Oder eine Cenerentola. Mezzo-Partie, na und? Hat ja schließlich Koloraturen :rofl
lg, Hyacinth :hello
Heike (06.01.2013, 00:15): Die erste Episode ist zwar überhaupt nicht lustig, die betroffene Frau tat mir ganz ehrlich leid, aber die Fortsetzung war dann wirklich zum totlachen!
Also: In der Nähe der Berliner Philharmonie gibt es am Hyatt Hotel einen langgezogenen Brunnen (der, wo die Keith Haring Boxer drin stehen). Der Gehweg daneben ist nur einen guten Meter schmal. Heut abend im Dunkeln fiel eine Frau da ein paar Meter vor mir komplett ins Wasser, ich glaube, sie ist ausgerutscht, ich hab es nur aus dem Augenwinkel gesehen. Jedenfalls ist sie voll reingefallen, kein Vergnügen, im Winter patschnass zu sein. Das ist natürlich gar nicht lustig.
Was ich aber total zu Lachen fand, ihr Mann (der neben ihr lief) ist ihr SOFORT ohne mit der Wimper zu zucken in voller Montur hinterher gesprungen und war dann auch klatschnass - und das, obwohl das Wasser schätzungsweise nur knietief ist. Das hat der arme Mann aber wohl nicht gewusst ...
Ich weiß, es ist gemein, aber es war einfach zum Schreien komisch, als der Mann hinterhersprang. Das sind jedenfalls noch echte Kavaliere!
Es ist nichts passiert, beide sind gleich rausgeklettert und weitergelaufen ... ich hoffe, sie sind schnell ins Hotel zum Umziehen gegangen/ oder gefahren und können inzwischen ebenso drüber lachen, es waren Touristen. Heike
nikolaus (23.01.2013, 22:48): Zum wiederholte Male musste ich in der Kölner Philharmonie schmunzeln, als ich folgendes Gespräch von offensichtlichen Abonnenten (nichts dagegen!) hörte:
x: So, was gibt's denn heute?
y: David Fray.
x: Ach ja? Nee, den kenne ich nicht. Was spielt der denn?
y: Bach.
x: Ah ja... Ist aber schön voll heute, nicht? (Anm.: in der etwa zur Hälfte gefüllten Philharmonie)
Nikolaus :J
Allegra (15.03.2013, 18:58): Ich kann zumindest ein eigenes Erlebnis beisteuern, dass viele Jahre zurückliegt. In Hamburg wurde "Lohengrin" gegeben, Peter Hofmann in der Titelrolle, Leonie Rysanek als Elsa. An die weitere Besetzung kann ich mich leider nicht erinnern.
Mehrere viel zu hohe Stufen führten zum Ufer des Flusses, wohin der Schwan Lohengrin gebracht hatte, und diese Stufen mussten auch fleissig weiter benutzt werden. Laufend stolperten die Sänger hinauf oder hinunter, sehr zur Erheiterung des Dirigenten ...
Dann kam die Szene, als Telramund Lohengrin mit dem Schwert bedrohen und singen sollte: "Dein Leben liegt in meiner Hand!" Im selben Moment brach das Schwert am Heft ab und fiel klappernd zu Boden. Lohengrin/Hofmann starrte für Sekunden sprachlos darauf, warf sich geistesgegenwärtig zu Boden und Elsa/Rysanek musste bei aller Dramatik einen Lachanfall unterdrücken. Wir haben nach der Vorstellung mit ihr noch Tränen gelacht ... :D
Hyacinth (17.04.2013, 23:37): Gäbe es einen Thread "1000 Mal ziemlich gewundert" würde der Beitrag eher dorthin passen.
Beim Bühnentürl der Wiener Staatsoper geht es bekanntermaßen kurios zu; wenn man dort nicht regelmäßig zu Gast ist hat es einen gewissen Unterhaltungswert, wie manche Leute jeden Geiger von Links zu kennen scheinen, Dirigenten Pralinen in die Hand drücken oder sie, wenn sie kehrt machen und auf der anderen Seite der Staatsoper hinausgehen, als "Flasche!" bezeichnen. Bei manchen ist es auch üblich, über Sänger zu schimpfen, wenn diese sich nicht beim Kostüm ausziehen beeilen, und wenn sie dann endlich die zahlreichen Fotos signieren sie mit einem Redeschwall der Euphorie zu beglücken.
Aber der heutige Abend zeigt, es gibt auch reichlich merkwürdige Sänger! Ich nenne keine Namen (wer es unbedingt wissen will, kann mir eine PN schreiben), auf jeden Fall betrachtete ich verwirrt die Unterschrift eines Hauptrollen-Darstellers, der sich während er auf meinem Abendspielzettel ziemlich lang gekritzelt hatte mit oben erwähnten "Bühnentürl-Wächterinnen" unterhalten hatte. Zuerst las ich etwas, was wie "Jesus Lopes-Cobos" aussieht - kann nicht sein. Aber das Wort Jesus war klar zu entziffern. Schließlich gelang ich zur verblüffenden Einsicht, dass der Mensch mir doch tatsächlich auf meinem Abendspielzettel mitgeteilt hatte "Jesus loves you". Darunter war sein Name - nicht wirklich zu erkennen. Auch wenn mich diese neuartige Unterschrift sehr amüsierte, leicht befremdlich finde ich es doch. Wie kommt dieser Mensch bitte dazu? (Nicht dass ich etwas dagegen hätte, von Jesus geliebt zu werden - das weiß ich selber, dazu benötige ich sicher nicht Opernsänger, egal wie schön sie singen.) Ist jemandem von euch so etwas in der Art schon einmal passiert? Also Sänger, die das eigentliche Kuriosum am Bühnentürl sind?? :rofl :rofl
Eine erfreuliche und ebenso verblüffende Begebenheit gab es auch noch, als George Petean (Posa) beim Autogramm schreiben fragte "Singen Sie auch?". Ich antwortete nicht, in der Meinung, er habe wen anderen gemeint. Doch als ich ihm dankte wiederholte er seine Frage. Ich bejahte, betonte aber, dass ich erst am Anfang stehe. "Sehr schön, machen Sie nur weiter!" Ich muss zugeben, dass ich mich ein bisschen geschmeichelt fühlte, da man es mir anscheinend ja schon ansieht... :J :cool
lg, Hyacinth :hello
Zefira (18.04.2013, 00:31): Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass ein Sänger/Musiker/Dirigent von seinen Fans etwas geschenkt bekommt. Persönlich habe ich nur ganz wenige Male um Autogramme angestanden (das letzte Mal bei Alberto Manguel, aber der ist Schriftsteller). Ich war aber mal dabei, wie meine Tochter und ihre Freundin Herrn Villazón am Bühnenausgang erwartet haben. Das war kurz nach Erscheinen seiner Händel-CD. Die Freundin meiner Tochter hat ihm Schokolade geschenkt, extra für diesen Anlass gekauft und liebevoll verpackt - Schokolade mit Chili, weil sie wohl meinte, das müsse einem Mexikaner munden :D Und sie war nicht die einzige, die Herrn Villazón mit einem Päckchen in der Hand erwartete. Ich bezweifle jedoch, dass er das alles isst. Sonst wäre er nicht so schmächtig.
Grüße von Zefira
ps. Man könnte an diesem Punkt fiese Überlegungen zb zu Frau Netrebkos Figur anstellen. Je mehr Fans, desto mehr Kilos. :ignore
Maurice inaktiv (18.04.2013, 01:39): Und sie war nicht die einzige, die Herrn Villazón mit einem Päckchen in der Hand erwartete. Ich bezweifle jedoch, dass er das alles isst. Sonst wäre er nicht so schmächtig.
ich könnte jetzt mit böser Zunge sagen,dass aber vielleicht genau DAS sein Stimmproblem hat ausgelöst.....
Unter dem Motto "Wer Chili gegessen hat,at zwar Feuer unter dem Allerwertesten,aber eben keine Stimme mehr!"......
Im Ernst : Manche "Fans" können es auch übertreiben.Bei aller Wertschätzung,es handelt sich letztendlich um völlig "normale" (bei manchen allerdings mit starker Anzweifelung meinerseits) Menschen,die sich nicht den ganzen Kram ins Hotel oder zuhause hinstellen können und werden.Ausnahmen bestätigen die Regel.
Mir ist das einfach zu Kult dann...Muss nicht sein.Ein Autogramm sich zu holen,ist irgendwie noch zu verstehen,z.B. auf der erworbenen CD,aber ganze Huldigungsaktionen durchzuführen finde ich kindisch,sorry.
Spontane Sachen sind dann was Anderes....
VG,Maurice
Hyacinth (18.04.2013, 07:30): Zwar empfand ich diesmal die Bühnentürl-Steher nicht als das eigentlich Kuriose gestern Abend - Auch wenn sie harmlos sind, belustigt und verwundert es mich doch immer wieder. Ich habe gar nichts dagegen, wenn man jemandem Schokolade schenkt - bin nur der Meinung, dass ein Sänger sich vielleicht mehr über nette, zutreffende Worte über seine musikalische Leistung freut. Die Tatsache, dass man Schokolade schenkt oder jeden Abend dort steht stört mich nicht, ich finde es nur absurd, wenn man anfängt unterschwellige Bemerkungen macht, weil ein Sänger 20 Minuten nach Vorstellungsende immer noch nicht draußen ist, dann schon den Portier belagert und schließlich, wenn der Sänger nun auftaucht, sich im an die Brust schmeißt und lobhudelt, was das Zeug hält. Aber vielleicht ist das einfach nicht meine Mentalität.. :J
lg, Hyacinth :hello
Zefira (18.04.2013, 08:51): Ich denke, ein bisschen Chilischokolade ist noch harmlos gegen das, womit David Garrett am Bühnenausgang von seinen Fans beworfen wird ...
Ich sehe sehr, sehr wenige Berühmtheiten jemals persönlich. Für jemanden, der viel in die Oper geht, ist das vermutlich was anderes, aber ich habe nur wenig Gelegenheit dazu. Und wenn ich dann jemanden, den ich seit Jahren aus Fernsehen und Zeitungen kenne, im reallife gegenüberstehe, ist meine erste Reaktion i.d.R. ein erstauntes "Den gibt es ja wirklich." Aber die Chance, von mir als Held verehrt zu werden, ist damit unwiederbringlich dahin. Mit anderen Worten, ich könnte mir vorstellen, einem Sänger, den ich seit langem verehre, aber nie persönlich getroffen habe, einen Schal zu stricken und per Post zu schicken, wenn ich in der Zeitung lese, er sei erkältet . Aber ihm den Schal hinter der Bühne persönlich zu überreichen, wäre für mich ein Unding. Er ist ja nicht mein Geliebter ...
Ist schwer zu erklären. Ich sollte eine Geschichte darüber schreiben ...
Grüße von Zefira
Maurice inaktiv (18.04.2013, 10:17): Ich denke, ein bisschen Chilischokolade ist noch harmlos gegen das, womit David Garrett am Bühnenausgang von seinen Fans beworfen wird .
Die zu Herrn G. ins Konzert gehen,wissen von der Musik,die er spielt,vermutlich noch weniger als die meisten Opernbesucher Ahnung von Oper haben.....
Ich schließe dabei grundsätzlich die hier im Forum tätigen Opernliebhaber aus,was diese Aussage angeht!!!!!
Nun,Ich kann ja jene Fans verstehen,die sich WIRKLICH freuen,ihren Star live zu sehen,die wissen dann aber auch durchaus einzuschätzen,dass diese Leute nach ihren Auftritten schlicht und ergreifend müde und ausgelaugt sind,vermutlich Hunger haben und im Grunde einfach nur den Abend in Ruhe beenden möchten.
Zum Teil habe ich das früher auch nicht immer so recht verstanden,aber wenn man selbst älter wird,sieht man die Dinge mit anderen Augen als Jahre zuvor als euphorischer Jüngling.
Deshalb haben jene Künstler auch meine absolute Hochachtung,wenn sie dann nach den Konzerten sich Zeit für ihre Fangemeinde nehmen und Autogramme schreiben oder ein paar persönliche Worte wechseln.
Es ist ein zweischneidiges Schwert,wenn man in der Öffentlichkeit steht,aber ein Recht auf Privatleben haben diese Menschen auch.
Ich sehe das bei mir so : sehe ich Leute im Publikum,die ich kenne,freut es mich,dass sie da sind.Hier unterhält man sich in der Regel in der Pause oder nach dem Auftritt auch gerne.Es gibt aber auch leider Leute,die es schaffen,einem dabei tierische auf den Senkel zu gehen.Das empfinde ich dann mehr als nur nervig und verschwinde dann gerne auf einen Platz,wo man dann halbwegs seine Ruhe hat.
Es liegt aber auch am Auftritt selbst.Geht alles locker über die Bühne,ist man natürlich auch viel entspannter in der Pause oder nach dem Konzert.
VG,Maurice
Allegra (18.04.2013, 22:14): Original von Zefira Ich denke, ein bisschen Chilischokolade ist noch harmlos gegen das, womit David Garrett am Bühnenausgang von seinen Fans beworfen wird ...
Ich sehe sehr, sehr wenige Berühmtheiten jemals persönlich. Für jemanden, der viel in die Oper geht, ist das vermutlich was anderes, aber ich habe nur wenig Gelegenheit dazu. Und wenn ich dann jemanden, den ich seit Jahren aus Fernsehen und Zeitungen kenne, im reallife gegenüberstehe, ist meine erste Reaktion i.d.R. ein erstauntes "Den gibt es ja wirklich." Aber die Chance, von mir als Held verehrt zu werden, ist damit unwiederbringlich dahin. Mit anderen Worten, ich könnte mir vorstellen, einem Sänger, den ich seit langem verehre, aber nie persönlich getroffen habe, einen Schal zu stricken und per Post zu schicken, wenn ich in der Zeitung lese, er sei erkältet . Aber ihm den Schal hinter der Bühne persönlich zu überreichen, wäre für mich ein Unding. Er ist ja nicht mein Geliebter ...
Ist schwer zu erklären. Ich sollte eine Geschichte darüber schreiben ...
Grüße von Zefira
Ich versteh dich voll und ganz!! :hello
Ich habe ein einziges Mal einem Sänger Rosen geschenkt - rote, wohlgemerkt. :D Das war Peter Hofmann und ich war zarte, äh, 16? Er war sehr freundlich, hat sie entgegengenommen, sich bedankt und Kindchen schwebte im 7. Himmel.
Heute habe ich nicht das Bedürfnis, einer Berühmtheit welcher Couleur auch immer persönlich zu begegnen, nur um ihm (oder auch ihr) zu lobhudeln und mich peinlich zu benehmen. Und dieses Anbiedern finde ich durchaus peinlich. Hin und wieder ergibt es sich in der Bekanntschaft, tatsächlich jemanden privat kennenzulernen - DAS bedeutet dann aber meist einen vernünftigen Austausch und nette Gespräche. Das kann ich umso mehr genießen.
Zefira (19.04.2013, 09:02): Heute habe ich nicht das Bedürfnis, einer Berühmtheit welcher Couleur auch immer persönlich zu begegnen, nur um ihm (oder auch ihr) zu lobhudeln und mich peinlich zu benehmen.
Dazu habe ich auch eine nette Geschichte: In einer internationalen Strick-Community habe ich Bekanntschaft geschlossen mit einer Amerikanerin, die einen bestimmten (klassischen) Sänger sehr schätzt, den ich auch sehr schätze :beer
Sie hatte im Forum erwähnt, dass sie (erstmalig) zu einem Konzert mit ihm wolle, deshalb hatte ich sie gebeten, mir hinterher einen kleinen Bericht zu schicken. Was sie auch netterweise tat:
In diesem Bericht stand, sie habe "backstage" für ein Autogramm Schlange stehen müssen. Und als sie am Kopf der Schlange angelangt war und den Sänger begrüßen wollte, sei sie vor Aufregung in Tränen ausgebrochen! Sie brachte kein Wort heraus, ihr Mann musste sie zur Seite ziehen, es sei fürchterlich peinlich gewesen und sie hätte sich dann wieder am Ende der Schlange angestellt ... :haha
Merke: mit Pokerface bekommt man sein Autogramm schneller!
Grüße von Zefira
Severina (19.04.2013, 11:56): Nun ja, in meinen ganz enthusiastischen Opernzeiten, die schon etliche Jahrzehnte zurückliegen (Die Zeit, als mich meine Eltern fragten, ob sie meine Post auf den Stehplatz nachschicken lassen sollten :wink), gehörte auch für mich der 4. (oder 6.) Akt, sprich das Bühnentürl, zu einem Opernabend dazu. Allerdings war ich auch damals immer auf Distanz bedacht, also existiert kein einziges dieser albernen "Ich und der große Star"- Fotos mit meiner Wenigkeit, ich habe auch nie irgendwem irgendetwas geschenkt und vor allem habe ich immer die Privatsphäre der Künstler strikt beachtet. Damit meine ich, dass ich es OK fand, am BT um ein Autogramm zu bitten oder die eine und andere Frage zu stellen, danach aber waren die Sänger für mich tabu. Nie im Leben wäre es mir eingefallen, einen auf der Straße oder gar in einem Lokal anzusprechen. Das finde ich nämlich wirklich völlig inakzeptabel, und ich bewundere jeden Künstler, der da noch freundlich reagiert - ich an seiner Stelle würde ausrasten. Auf der Bühne (und meinetwegen beim BT) "gehört" ein Künstler seinem Publikum, danach ist er Privatperson, und das sollte auch respektiert werden.
Natürlich habe ich in meinen BT-Zeiten viel Lustiges, Kurioses und Verrücktes erlebt. Da Hyanzinth nach eher unüblichem Künstlerverhalten fragt, möchte ich eine wirklich nette Episode beisteuern: Es war nach einem "Attila", als Foresto debutierte der junge, bei uns damals völlig unbekannte Bulgare Kaludi Kaludoff. Ich glaube, es war einer seiner ersten Auftritte im Westen (Es war lange vor dem Fall des Eisernen Vorhangs) und er war schier überwältigt von der Begeisterung des Wiener Publikums, das ihm ebenso zujubelte (Völlig zu Recht übrigens!) wie den Großen, Ghiaurov, Cappuccilli und Maria Chiara. Kaludoff kam lange nicht heraus, Ghiaurov & Co schon längst weg, das Heer der Autogrammesammler war inzwischen auf ein kleines Häuflein zusammengeschmolzen, und als er endlich erschien, konnte er es überhaupt nicht fassen, dass wir tatsächlich auf IHN gewartet hatten. Er umarmte uns einzeln, dann zückte er eine Polaroidkamera und fotografierte UNS, einzeln und in Gruppen, betrachtete die Abzüge mit strahlendem Gesicht und wiederholte immer wieder andächtig: "My Fans!!" Schließlich zeigte er uns Bilder von seiner ganzen Familie, einschließlich dem Hund, und bläute uns nachdrücklich sein Geburtsdatum ein. Wir fanden dann später mühsam heraus - ja, ohne Internet war das damals mehr als mühsam! - wo er zu seinem Geburtstag gerade gastierte und schrieben ihm Geburtstagskarten an das Opernhaus. Kaludi freute sich wie verrückt darüber, schrieb prompt zurück, wie stolz seine ganze Familie auf ihn wäre, weil er im "famoso Wien" (Auch die BT-Konversation erfolgte in einem lustigen Kauderwelsch aus verschiedenen Sprachen) so viele Fans besäße.
Mir ist diese Episode deshalb immer noch in Erinnerung, weil ich nie davor und nie danach eine derart rührend ehrliche, beinahe kindliche Freude eines Sängers über ein bisschen Zuwendung am BT erlebt habe.
lg Severina :hello
Solitaire (19.04.2013, 13:05): Was für eine wunderhübsche Geschichte! :) Ich hatte neulich in "Nabucco" schwer zu kämpfen: in unserem kleinen Theater lief eine dieser typischen Tourneeproduktionen. Musikalisch ganz in Ordnung (wobei Chor und Solisten besser waren als das Gastorchester, das klang manchmal doch arg nach Augsburger Puppenkiste :ignore), szenisch gab es gutes, altes 70er Jahre Stehtheater mit üppiger Bühnenkulisse. Wer's mag. Zaccharias war ein noch junger, recht guter Sänger in üblicher Gewandung, aber es haperte an der für jüdische Propheten vorgeschriebenen Barttracht, daher hat man ihm einen künstlichen Bart umgehängt. Der war an den Ohren festgemacht und zwar NUR an den Ohren und schlackerte den ganzen Abend um sein Gesicht. Das hat man gesehen. Auch in den hinteren Rängen. Der Bart hat mir den halben Abend versaut, denn mir ging ständig Monty Python durch den Kopf: "Bärte! Falsche Bärte!" :D
Zefira (19.04.2013, 13:10): Vielen Dank für diese reizende Geschichte, das muss ein wirklich sympathischer Künstler sein!
Ich war mal mit meinem Mann zusammen in einer Kurklinik, in der viele Diabetespatienten zu Gast waren. Darunter auch ein bayrischer Schauspieler, den ich selbst nicht kannte (ich habe das später nachgegoogelt, er spielt in einer Vorabendserie die Hauptrolle). Er pflegte nachmittags mit extrem abweisender Miene im Gartencafé zu sitzen, trank das eine oder andere Bier, rauchte und starrte finster vor sich hin. Eine Frau, die mit uns am Tisch saß, warnte uns (ungefragt) davor, ihn anzusprechen: er könne da "sehr wütend" werden. Angeblich drohte ihm wegen schwerer Diabetes die Amputation eines Fußes.
Das war im vorletzten Jahr, und er spielt immer noch mit beiden Füßen in der Serie mit, also hat es wohl Entwarnung gegeben. Aber ich habe nie zuvor einen Menschen gesehen, der es fertigbrachte, derart explosiv dreinzuschauen! Ich hätte mich im Leben nicht getraut, ihn anzusprechen, und wenn ich sein größter Fan gewesen wäre ...
lG Zefira
Allegra (19.04.2013, 15:29): Severina - ein wirklich berührende Geschichte! :)
Ich habe mehrere Künstler erlebt, die trotz ihrer Berühmtheit doch sehr bescheiden waren und sich über Kleinigkeiten unheimlich freuten. So damals auch Leonie Rysanek, die ich das große Glück hatte, persönlich näher kennenlernen zu dürfen. Ich hatte mich damals sehr intensiv mit Parsival/Parzival auseinandergesetzt, Arbeiten darüber geschrieben und dann eine Version dieser Studienarbeit (handschriftlich!) ihr übergeben. Sie hat sich so irre gefreut darüber, daß ihr Mann diese Arbeit auch heute noch hütet wie einen Schatz.
Ein anderes Beispiel für das, was in Künstlern so vorgeht, ist von Klaus-Peter Seibel, einem Dirigenten, der damals viel in Hamburg dirigiert hatte. Ich hatte meine damals noch sehr kleine Tochter mitgenommen, sie war ca. sechs, und kommentierte das Geschehen auf der Bühne (Ballett Romeo und Julia) lautstark. Das Publikum war erstaunlicherweise nicht verärgert, sondern nötigte die kleine Prinzessin in die erste Reihe, wo hinter dem Dirigenten noch ein Platz frei war. Nun wollte sie ihre Schwester mitnehmen, während bereits das Licht ausging für den nächsten Akt, und argumentierte ein weiteres Mal lautstark durch den Saal. Der Dirigent wartete bereits im Orchestergraben auf seinen Einsatz, signalisierte dann aber "Licht wieder an!" - Kinder setzen, er drehte sich um, begrüße beide persönlich und dann durfte es endlich losgehen. Im Anschluss erzählte er uns, "Ich spiele nur für Euch!"
Derjenige, der sich hin und wieder etwas daneben benahm und auf seiner Berühmtheit herumritt, war Bonisolli. Er konnte eine der Damen, die einst den Fanclub "Amici di Bonisolli" gegründet hatten und ihm laufend hinterherreisten, nicht ausstehen - und zeigte ihr das sogar von der Bühne herab ...
Hyacinth (19.04.2013, 16:00): Danke für die Geschichte, Severina! Wirklich eine schöne Begegnung muss das gewesen sein - da soll mal einer sagen, das Publikum ist den Sängern gleichgültig!
Ich glaube schon, dass die meisten sich über jedes ehrlich gemeinte Kompliment freuen. Andererseits verstehe ich natürlich, wenn man manchmal einfach nur nach hause möchte und da stehen dann schon wieder dieselben und quatschen einen voll. Ich bin auch kein Bühnentürl-Geher - nur, wenn mir Vorstellungen sehr gut gefallen oder wenn Sänger singen, die ich persönlich kenne (was aber auch nicht heißt, dass ich ihnen meine Lebensgeschichte erzähle).
Ein schönes Erlebnis am Bühnentürl hatte ich ebenfalls einmal, bei den Salzburger Festspielen 2011 (Le Nozze di Figaro), wo ich eigentlich nicht vorhatte hinzufahren, weil ich gearbeitet habe. Einen Tag vor der Premiere schaffte ich es eine Karte zu organisieren und als ich dann nach der wunderbaren Vorstellung völlig überraschend am Bühnentürl stand, konnte Genia Kühmeier - die eben dachte, ich würde nicht kommen können - ihren Augen kaum trauen. Ihr erstauntes, erfreutes Gesicht habe ich bis heute nicht vergessen :)
Auch hat mich einmal ein Komponist ganz glücklich angeschrieben, weil ich die einzige gewesen sei, die seine Werke erfasst hätte und er hat mir für meine positive Kritik gedankt - was mir fast schon unangenehm war, war ja nur meine Meinung. :wink
Ach ist das süß, Allegra! Das erinnert mich - passt jetzt nicht wirklich dazu - an ein Erlebnis am Ostermontag in der Kirche, wo der Priester zu einem kleinen Mädchen mit Stoffhasen sagte "Gott segne dich und deine Hasen". Ich finde es wunderbar, wenn Erwachsene (und so wichtige wie Dirigenten noch dazu) Kinder in ihre "seriöse, reife Welt" miteinbinden wollen. Kinder brauchen nicht unbedingt alles "kindgerecht" oder vereinfacht, man muss nur auf sie zugehen und sie genauso wie die Erwachsenen behandeln.
Menschen auf der Straße anzusprechen ist überhaupt nicht meines! Muss man damit angeben, dass man den Menschen kennt, oder was? Ich fände das wirklich unheimlich, wenn ich wüsste, auf der Straße kennen mich ganz sicher einige Leute...
lg, Hyacinth
Severina (19.04.2013, 16:06): Original von Allegra
Derjenige, der sich hin und wieder etwas daneben benahm und auf seiner Berühmtheit herumritt, war Bonisolli. Er konnte eine der Damen, die einst den Fanclub "Amici di Bonisolli" gegründet hatten und ihm laufend hinterherreisten, nicht ausstehen - und zeigte ihr das sogar von der Bühne herab ...
Hin und wieder? Ich schätze mal, mit Bonisolli-Eskapaden auf und abseits der Bühne könten wir einen eigenen Thread füllen :rofl! Er zählte wohl zu den wenigen Sängern, die tödlich beleidigt waren, wenn man sie auf der Straße NICHT erkannte und ansprach. Manchmal lief er so lange die Kärntnerstraße (Für Nicht-Wiener: die Straße, die hinter der Oper beginnt und Richtung Stephansplatz führt, also Wiens Touristenmeile Nr.1) auf und ab, bis ihn ENDLICH jemand um ein Autogramm bat. Rein zufällig hatte er natürlich immer einen Packen Autogrammkarten dabei :rofl
Allerdings gehören die weiblichen Mitglieder diverser Fanclubs in der Tat oft einer ganz speziellen Spezies an, für die's gute Nerven braucht. Früher war der Carreras-Fanclub diesbezüglich besonders berüchtigt, und in Zürich dopen sich meine am Opernhaus beschäftigten Freunde schon im Voraus mit Valium, wenn die Wiener Villazón-Fans im Anrollen sind. (Nicht alle natürlich, aber einige sind schon sehr - speziell. Eindeutigere Adjektiva verkneife ich mir im www :wink)
Die Geschichte mit Deinen beiden Töchtern ist aber auch herzerwärmend - großartig, wie der Dirigent auf sie eingegangen ist!
lg Severina :hello
Allegra (19.04.2013, 20:39): Original von Severina Hin und wieder? Ich drück mich lieber zurückhaltend aus ... :D
Allerdings gehören die weiblichen Mitglieder diverser Fanclubs in der Tat oft einer ganz speziellen Spezies an, für die's gute Nerven braucht. Früher war der Carreras-Fanclub diesbezüglich besonders berüchtigt, und in Zürich dopen sich meine am Opernhaus beschäftigten Freunde schon im Voraus mit Valium, wenn die Wiener Villazón-Fans im Anrollen sind. (Nicht alle natürlich, aber einige sind schon sehr - speziell. Eindeutigere Adjektiva verkneife ich mir im www :wink)
Ooooh ja, diese Damen waren wirklich speziell. :wink Überhaupt scheinen (manche) Frauen angesichts (mancher) Männer irgendwie hemmungslos zu werden. :rofl
Solitaire (20.04.2013, 16:19): Bodo Wartke erklärt die Zwölftonmusik :down :down :down :rofl :rofl :rofl
Zefira (20.04.2013, 17:08): Bodo Wartke ist klasse! Ich mag am meisten Da musst du durch . :leb
Solitaire (20.04.2013, 17:50): Jaaa, Bodo Wartke ist ein genialer Wortdrechsler :) Sehr gelacht habe ich seinerzeit über das hier. :cool Wurde damals auch von den Wise Guys sehr genial gecovert.
Heike (08.05.2013, 09:39): Absurde Hinweisschilder Schilda ist überall http://www.handelsblatt.com/auto/nachrichten/absurde-hinweisschilder-schilda-ist-ueberall/8078500.html
Billy Budd (02.06.2013, 21:58): Bei uns in Österreich wird derzeit im Zuge der Lehrerdiensrecht-Debatte ernsthaft darüber verhandelt, an Schulen den Administrator (!!) abzuschaffen!
Das ist der endgültige Knieschuss, denn das beweist wohl am besten, dass unsere Bildungs- und Kulturministerin (die auch für den unfähigen Staatsoperndirektor verantwortlich ist) absolut keine Ahnung von Schule hat.
Meine Schule ist nicht sonderlich groß (derzeit 28 Klassen), aber auch hier bräche ohne Administrator das totale Chaos aus. Wer sorgt denn zum Beispiel für eine (sinnvolle) Zuteilung von Supplierstunden bei Lehrer-Abwesenheiten??
Ich will ja eigentlich Lehrer werden, aber sollte dieses neue Dienstrecht kommen, muss ich mir das noch sehr gut überlegen.
Billy :hello
Hyacinth (02.06.2013, 22:38): Lieber Billy,
da gebe ich dir völlig Recht - die, die über Bildungsreformen entscheiden, haben keine Ahnung wie die Praxis aussieht (ich sag nur "Zentralmatura"!). Es reden also Blinde von der Farbe.. :S Ich will auch Lehrerin werden, wenn ich die mündliche Matura nächste Woche bestehe - was anzunehmen ist :wink Ich denke mir dann immer, wenn ich über solche Dinge genauer nachdenke und drauf und dran bin mich aufzuregen: Von außen kann man schon gar nichts ändern. Vielleicht ist alles nicht so heiß gegessen wie gekocht. Und wenn es im Endeffekt so bleibt, haben wir zwei gegenüber älteren Kollegen den erheblichen Vorteil, dass wir es nicht anders gewohnt sind.
lg, Hyacinth :hello
Billy Budd (02.06.2013, 22:54): Ja, ich stimme Dir auch völlig zu! Die Zentralmatura ist ja ein völliger Witz - in Wahrheit weiß niemand, wie die ausschauen soll. Beispielsweise hat eine Freundin meiner Familie, die als Mathematiklehrerin im Burgenland arbeitet, unlängst meinen Bruder und mich gefragt, ob wir ihr die "kompetenzorientierten" Schularbeiten schicken können, weil ihre Kollegen und sie keine Ahnung haben, wie sie die zusammenstellen sollen.
In Wahrheit wird es nämlich durch die Neue Matura nicht einfacher, sondern viel schwieriger: Durch den Wegfall der Literatur in Deutsch kann man sich nicht mehr gscheit darauf vorbereiten und dank dervorgegebenen Wortanzahl (an die ich mich aber nie halte, auch wenn mir das gute Noten kostet) hat man weniger Möglichkeiten, sich auszudrücken.
Das Abschaffen der Spezialgebiete und Fächerübergreifenden ist ja auch Schwachsinn - dann muss jeder eine "Vorwissenschaftliche Arbeit" schreiben. Irgendwann werden die Themen ausgehen und wie die Zuteilung der Betreuungslehrer funktioniert, steht noch in den Sternen.
Ich bin einmal ganz egositisch und hoffe, dass erst die mit der neuen Lehrerausbildung (ich krieg wahrscheinlich grad noch die alte) das neue Dienstrecht bekommen.
Hier gibts übrigens zwei sehr gute Internetseiten: Link Link. Billy :hello
satie (03.06.2013, 10:25): Original von Hyacinth Ich will auch Lehrerin werden, wenn ich die mündliche Matura nächste Woche bestehe - was anzunehmen ist :wink
Na, dann drücke ich mal ganz doll die Daumen. Ich hoffe, es ist ok, wenn es nur meine eigenen sind, denn die meisten Leute reagieren immer so komisch, wenn man Ihnen auf die Daumen drückt. Da sind mir schon böse Überraschungen passiert! Das ist wie bei der Ampel. Da steht immer drauf "Fußgänger drücken", aber wenn ich mir dann so eine Fußgängerin schnappe und umarme, dann bekomme ich immer eine Ohrfeige. Versteh einer diese Welt...
S A T IrritiErt
Hyacinth (03.06.2013, 12:12): Danke für diesen Kommentar, Satie! Der passt wahrlich in diesen Thread :rofl :rofl
Und natürlich vielen Dank fürs eigene-Daumen-drücken! :thanks
lg, Hyacinth :hello
palestrina (03.06.2013, 15:55): Hallo Satie, super Idee ! Auf Ohrfeigen habe ich zwar keine Lust, aber probieren würde ich das auch mal gerne !
LG palestrina
Hyacinth (06.06.2013, 09:59): Nikolaus Harnoncourt bei "Willkommen Österreich" (ORF1):
Moderator (Stermann oder Grissemann, ich verwechsle die zwei immer): "Die Kritiken sind ja hymnisch." Harnoncourt: "Aber die Kritiker sind blöd!" :rofl :rofl :rofl
Den ganzen Beitrag gibt's hier: http://tvthek.orf.at/programs/1309549-Willkommen-Oesterreich/episodes/6054789-Willkommen-Oesterreich/6067085-Begruessung
lg, Hyacinth :hello
Allegra (07.06.2013, 17:47): @Billy Bud und Hyacinth: Irgendwie ist es ja "beruhigend" zu hören, dass die Schullandschaft bei unseren Nachbarn ähnlich im Brunnen liegt wie bei uns ... Wenn wir dann in Europa untergehen, dann doch wenigstens gemeinsam. :leb
P.S. Aber was bitte sind "Supplierstunden"?? :D
Hyacinth (07.06.2013, 18:33): Ich glaube ja auch, dass es in Ländern mit scheinbar perfekten Bildungssystemen wie z.B. Schweden nicht das Wahre ist: Die Kinder werden von Schulbeginn auf die PISA-Ziele vorbereitet. Ob man damit eigenständiges Denken und Handeln beibringt? Das ist ja der Unterschied von künstlicher und menschlicher Intelligenz: Menschen sollten mehr können, als Fakten und Muster ausspucken, die man vorher in sie hineingefüllt hat.
lg, Hyacinth :hello
Billy Budd (08.06.2013, 00:28): Original von Allegra Aber was bitte sind "Supplierstunden"?? :D Wenn ein Lehrer nicht da ist (was natürlich sowohl geplant (Fortbildung), als auch ungeplant (Krankheit) vorkommen kann), muss dafür gesorgt werden, dass jemand zur Stelle ist, der ihn vertritt, also die Stunde suppliert. Wenn es eine Randstunde ist, fällt sie üblicherweise aus, aber das muss natürlich auch kommuniziert werden. (ich erklär sonst nie die Herkunft von irgendwelchen Wörtern, aber das Verbum "supplieren" kommt vom lateinischen "suppleo", was unter anderem "ergänzen", "vertreten" heißt)
Wenn Du hier auf "Stundenplanänderungen" klickst, findest Du den aktuellen Supplierplan. Für heute (eigentlich gestern) schaut der zum Beispiel so aus (und ich rede hier von einer kleinen Schule!):
Fach Fach vertr. Klasse(n) Stunde Entfall normal Vertretung Lehrer Raum Vertr. von (Lehrer) Text 1B 4 M D Jedek E14 PLAN 1B 5 - 6 x BSW
PLAN 1B 7 x BMP
PLAN 2C 6 E D Flamisch E15 BUDE 3A 5 RE Appinger REV GESC 3B 2 E Pechmann 225 BUDE 3B 4 M M Horvath EDV1 HORV Raum?nderung 4C 3 M M Rudischer 110 PLAN 4C 6 Poimer-Stadler EDV1 =0 5A, 5C 1 L L Weithofer 326 WEIT 5A, 5B, 5C, 5D 6 x RE
GESC 5B 5 GWK E Meier 319 Mo-3.6. / 3 JURE 6A 1 ME GWK Jurek 212 Fr-7.6. / 6 RAMM 6A 6 GWK ME Rammel MES Fr-7.6. / 1 JURE 6C 6 x PH
LANG 7A, 7B, 7C, 7D 3 x RE
GESC 7B 1 D D Appinger EDV2 APPI Raum?nderung HB1 8 - 9 x BB
Billy Budd (08.06.2013, 00:30): Original von Hyacinth Ich glaube ja auch, dass es in Ländern mit scheinbar perfekten Bildungssystemen wie z.B. Schweden nicht das Wahre ist: Die Kinder werden von Schulbeginn auf die PISA-Ziele vorbereitet. Ob man damit eigenständiges Denken und Handeln beibringt? Das ist ja der Unterschied von künstlicher und menschlicher Intelligenz: Menschen sollten mehr können, als Fakten und Muster ausspucken, die man vorher in sie hineingefüllt hat.
lg, Hyacinth :hello Ja, so ist es!! Es wird ja der Öffentlichkeit auch verschwiegen, dass unsere Gymnasien durchschnittlich besser abgeschnitten haben, als die tollen Gesamtschulen in Nordeuropa. Und ausgerechnet diese Schulform wollen diese Idioten abschaffen. *kopfschüttel* Billy :hello
Hyacinth (08.06.2013, 18:21): Ich finde es sowieso fragwürdig, wenn die Bildung zu sehr politisiert wird - Direktoren müssen das richtige Parteibuch haben, usw. Natürlich kann der Staat nicht von Philosophen geführt werden, aber manchmal ist es schon (in Kunst u. Kultur- wie in Bildungsfragen) zum Sp***en, dass darüber Leute diskutieren und entscheiden, die absolut unqualifiziert sind und keine Ahnung haben.
Apropos Gymnasien: Ich frage mich wirklich, was dieser "Kommunismus" im Schulsystem soll. Ich bin alles andere als rechts orientiert, aber es geht in meinen Kopf nicht hinein, dass manche allen Ernstes glauben, die Gesellschaft würde gescheiter, wenn alle in derselben Schule sitzen würden. Chancengleichheit, ja, auf jeden Fall, aber natürlich ebenso jeden nach seinen Fähigkeiten, Stärken und Möglichkeiten fördern. Als Noch-Schülerin eines Gymnasiums, dass sehr auf seinen guten Ruf wert legt und den Leistungsgedanken im Slogan betont (von uns immer mit "Wir sind Elite!" parodiert) bin ich mitnichten der Meinung, dass es Elite-Schulen für die "Intelligenten" geben sollte und den Rest für den "Plebs" wie man im Wienerischen so schön sagt. Aber es ist Unfug, Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten über einen Kamm zu scheren. Das unterfordert und langweilt die, die sich leichter tun und demotiviert Kinder mit Lernschwächen. Es darf in Österreich kein Schulsystem in den USA entstehen, wo die Eltern sich die Schule für ihr Kind nicht aussuchen können, es in die nächstliegende öffentliche Schule geht und es sich nur wenige leisten können, individuell ausgesuchte Privatschulen zu bezahlen, die dann aber nicht vom Staat kontrolliert werden.
lg, Hyacinth :hello
Billy Budd (08.06.2013, 20:33): Du hast die Problematik sehr gut auf den Punkt gebracht!
So, wie es jetzt ist, steht jedem Kind mit halbwegs guten Leistungen der Weg ins Gymnasium offen. Gäbe es nur Gesamtschulen, würden viele gut situierte Eltern ihre Kinder in eine Privatschule schicken. Dann hätten begabte Kinder, deren Eltern über wenig Geld verfügen, das Nachsehen. So schauts aus; ich versteh nicht, warum das in die Köpfe von vielen Leuten nicht hineinwill.
In der Volksschulklasse meines Bruders gab es ein Mädchen, dass gegen Ende der Vierten nicht in der Lage war, 20 und 20 zu addieren. Jetzt soll mir einer der Gesamtschul-Befürworter erklären, wie die beiden auch die nächsten vier Jahre auf dem gleichen Niveau lernen hätten sollen!
Der erste schwere Fehler war aus meiner Sicht die Abschaffung der Aufnahmeprüfung ins Gymnasium. Das hatte zur Folge, dass die Hauptschulen gewaltig an Niveau verloren (ich kenne eine, die seit ein paar Jahren Mühe hat, überhaupt eine Klasse pro Jahrgang zammzukriegen!), weil dort großteils nur mehr Ausländer (nicht abschätzig gemeint) hingehen. Gleichzeitig sinken die Ansprüche des Gymnasiums stark, was sich nahezu überall, aber am drastischsten an den standardisierten Mathematik-, und Englisch-Matura-Aufgaben zeigt. Wenn man dann bei der Matura Aufgaben wie "Kreuze die Funktionen an, die eine Exponentialfunktion darstellen!" kommen, würde ich mich ziemlich verarscht fühlen. Im Endeffekt werden dann gerade in Mathematik die fleißigen Schüler einen Nachteil haben, weil man solche Kreuzlaufgaben, die auch Fallen enthalten, die man beim flüssigen Lesen leicht übersehen kann, eben im Gegensatz zu einer Kurvendiskussion nicht richtig vorbereiten kann.
Meine Englisch-Lehrerin (von der der treffende Ausspruch: "Wenn Du mich fragst, ist diese ganze Zentralmatura - so, wie sie jetzt ist - eine Missgeburt." stammt) hat letzte Woche gesagt, sie dürfe uns eigentlich gar kein Wissen beibringen, sondern müsse uns "Kompetenzen" vermitteln. Damit wird der Unterricht aber viel langweiliger.
Ich kenne keine Berufsgruppe, auf die in den Medien permanent hingedroschen wird, wie auf die Lehrer. Nein, ich fordere nicht (wie glaube ich Erich Kästner), dass Lehrer die bestbezahlten Arbeitnehmer sein müssten, sondern bin nur entzetzt über Lügen, die wohl aus Dummheit verbreitet werden.
Wer glaubt, die Arbeit für den Unterricht sei am Vormittag erledigt und am Wochenende und in den Ferien sei nichts zu tun, täuscht sich nämlich gewaltig. Zum Vergleich mit dem englischen Schulsystem: Ich glaube (kann mich aber auch täuschen), dass die dort um 9 anfangen und um 15 Schluss machen. Das ist doch weniger Unterricht als bei uns!
Jetzt ist es so, dass der Großteil der Lehrer auch hin und wieder Unterrichtsmaterialien aus seiner eigenen Tasche bezahlt. Frustrierte Menschen werden das sicher nicht tun, wie sie auch sicher keine schulischen Aktivitäten unentgeltlich organisieren werden. Beispielsweise war gestern bei uns die "Nacht der Kunst", deren Organisation für alle Mitwirkenden (Elternverein, Lehrer, Schüler) ein riesiger Aufwand war, aber vielen im Endeffekt als schönes Erlebnis in Erinnerung bleiben wird. Solche schönen Veranstaltungen, die unter anderem die Möglichkeit bieten, selbst etwas beitragen zu können und auch pensionierte Lehrer wieder zu sehen, würden dann eben wegfallen, was wirklich unbegreiflich schade wäre! Billy :hello
--
P.S.: Diesen Ausschnitt aus einem sehr treffenden Artikel habe ich gerade gelesen: Dass sich Experten in der Debatte um eine gemeinsame Schule stets nur auf das Paradebeispiel Finnland berufen, ärgert Schmid. Und will nun Gegenbeispiele bringen: So hätten vor allem jene Länder, die derzeit „wirtschaftlich untergehen“ – allen voran Griechenland und Portugal –, die Gesamtschule eingeführt und seien damit gescheitert. Doch auch das Beispiel Großbritanniens zeige, wohin die „Eintopfschule“ führe, so Schmid: „All jene, die es sich irgendwie leisten können, schicken ihre Kinder dort in Privatschulen. Viele britische Familien verarmen, nur damit ihre Kinder eine gute Bildung erhalten.“ So weit dürfe es in Österreich nicht kommen: „Die Wahl für eine gute Schule muss allen offenstehen.“
Davon, dass die AHS-Langform in Österreich gar nicht abgeschafft werden soll, lässt sich Schmid nicht beirren. Denn: Durch den Ausbau der Neuen Mittelschulen würden die Gymnasien „systematisch ausgehungert. Es werden wahnsinnige Beträge in die Neue Mittelschule gepumpt, um ein bewährtes System zu vernichten“. Quelle.
Severina (08.06.2013, 21:58): Zu Hyacinths und Billys Beiträgen kann ich nur sagen: Bravo! Es ist eigentlich beschämend für die "Experten", dass sie auf diese völlig logischen und nahe liegenden Argumente nicht kommen. Natürlich muss Chancengleichheit gewährleistet sein, dürfen nie die Lohnzettel der Eltern ausschlaggebend sein, welche (öffentliche!)Schule ein Kind besuchen kann, aber das darf keine Nivellierung nach unten bedeuten. Ganz besonders freut es mich, dass Ihr Euch nicht am üblichen, besonders von den Medien so genüsslich betriebenen Lehrer-Bashing beteilgt, sondern auch dazu eine sehr kritische Einstellung habt. Schwarze Schafe gibt es in jedem Berufsstand, aber wohl in keinem werden sie zur Norm gemacht wie im Lehrberuf. Man sollte die Zeitungsschmierfinken, die immer so flockig vom Halbtagsjob der Lehrer reden, einmal fragen, was sie eigentlich so den ganzen Tag treiben: Ihr Artikel ist doch in einer Stunde hingekritzelt, und dann liegen sie für den Rest des Tages auf der faulen Haut, oder was?? Ach so, Recherchen etc..... Aber Lehrer müssen nichts recherchieren etc., denen legt eine gute Fee die Vorbereitungen aufs Nachtkasterl, oder was??
lg Severina :hello
Billy Budd (08.06.2013, 22:52): Danke für Deinen Beitrag! Das, was wir schreiben, ist ja auch die Meinung von jedem, der ein bissl Ahnung hat.
Original von Severina Schwarze Schafe gibt es in jedem Berufsstand, aber wohl in keinem werden sie zur Norm gemacht wie im Lehrberuf. Ja, das stimmt natürlich. Ich kenne mittlerweile fast jeden Lehrer an meiner Schule (derzeit gibts genau 75) und da ist genau einer dabei, der zu diesen schwarzen Schafen zählt (er unterrichtet Geographie und Turnen, da ist das nicht so schlimm). Fast alle anderen machen ausgezeichnete Arbeit.
Betreffend Lehrermangel, der sich in den nächsten Jahren noch verschlimmern wird: Ursprünglich hatten wir drei Physiklehrer (eine jetzt bald 60-jährige, einen rund 55-jährigen und eine rund 35-jährige). Ab dem Schuljahr 2010/11 ging die 35-jährige in Mutterschutz, was zur Folge hatte, dass einem Quereinsteiger (ein gekündigter Siemens-Arbeiter), der vorher nie mit Jugendlichen zu tun hatte, eine volle Lehrverpflichtung anvertraut wurde. Ich hatte ihn nie, wohl aber mein Bruder, der mir erzählt hat, dass es dort in den Stunden furchtbar zuging, er sich überhaupt nicht durchsetzen konnte, es total laut war, man nichts lerne, etc. Damals war er in der Dritten (da beginnen Schüler in der Regel erst, sich unmöglich zu benehmen) und es ist mir zu Ohren gekommen, dass es in den Oberstufenklassen noch viel schlimmer zugegangen sein soll, weil der Lehrer die Klasse überhaupt nicht im Griff hatte. Jetzt tut er mir leid, weil er ja nichts dafür konnte, dass er es nicht besser gemacht hat. Jedenfalls war er dann ab April 2011 im Krankenstand und ward nie wieder gesehen. Für das Schuljahr 2011/12 wurde irgendein Student geholt, der ein paar Klassen unterrichtet hat und die in Karenz befindliche Lehrerin hat schon jetzt zwei Klassen übernommen (mittlerweile hat sie vier). Der Student ist aber nur bis Sommer 2012 geblieben, weshalb von September bis Dezember 2012 die 60-jährige 1 1/2 Lehrverpflichtungen übernehmen musste (ich beneide sie wirklich nicht: sie ist auch noch Klassenvorstand einer sehr schwierigen Klasse (aus der haben sich zwei zum Beispiel während der Amerika-Reise mit Drogen erwischen lassen und die müssen regelmäßig nicht nur Schularbeiten, sondern auch Tests in Lerngegenständen (!) wiederholen, weil über die Hälfte der Schüler Fünfer hat) und hat auch sonst noch genug zu tun). Weil das nicht auf Dauer funktionieren kann, haben wir seit ein paar Monaten eine sehr junge Physik-Lehrerin, die ein paar Unterstufen-Klassen unterrichtet, aber es ist nicht sicher, ob sie ab Herbst noch da ist. Weil die Physik-Lehrer fast nur Physik unterrichten können, weil es zu wenig Lehrer für das Fach gibt, muss der Mathematik/Physik-Wahlpflichtgegenstand dran glauben, den ich nächstes Jahr sehr gerne besucht hätte.
Das war jetzt nur ein Beispiel für Physik; auch sonst gibt es genug Probleme: Eine Lehrerin für Deutsch und Geschichte ist im Februar 2013 in Mutterschutz gegangen, aber weil niemand da war, der sie ersetzen konnte, müssen andere Lehrer Überstunden machen, dass sichs irgendwie ausgeht (dass die Qualität des Unterrichtes darunter leidet, worunter letzten Endes die Schüler leiden, liegt ja wohl auf der Hand). Ab Herbst verlässt auch ein Lehrer für Deutsch und Psychologie/Philosophie die Schule (warum weiß ich nicht und ich darf auch nicht sagen, wer es ist), und wer seine Klassen übernimmt (eine, die nächstes Jahr, maturieren wird, ist darunter), steht noch in den Sternen.
Eine Lehrerin (Mitte 50) rät auch den Schülern regelmäßig davon ab, Lehrer zu werden (genutzt hats bei mir leider nix ... :wink ), wo ich sie auch irgendwie verstehen kann.
Rund 1/3 der Lehrer meiner Schule wird in den nächsten 10-15 Jahren in Pension gehen und ich bin mir sicher, dass man nicht alles nachbesetzen wird können.
Ich könnte da noch mehr schreiben und insgesamt ist das nicht mehr zum "Totlachen". :A Billy :hello
Hyacinth (09.06.2013, 00:20): Ich versuche chronologisch richtig zu antworten :J
zu Billy's 1. Beitrag nach meinem: Danke für die Bestätigung! Meine Lehrer sprechen das Wort "Kompetenzen" ebenfalls nur mit Verachtung aus. Wenn es bei einer Matura deshalb schwer ist, weil die Schüler die Angabenformate nicht verstehen - die sich oft widersprechen - und nicht der Stoff die Hürde zur Reife ist, läuft etwas gewaltig schief. Noch dazu kam es in der Vergangenheit schon mehrmals vor, dass Angaben des für die Aufgabenstellung beauftragten Instituts fehlerhaft sind.
@Severina: Freilich kenne ich auch unter den Lehrern ein paar, die sich ein lockeres Leben machen. Andererseits: So viel verdienen gerade junge Lehrer nicht. Wer diesen Job nur des Geldes wegen macht, ist ziemlich dumm und könnte es sich einfacher machen. Mein Berufswunsch (AHS-Lehrerin für Deutsch und Französisch) hat sich im letzten Jahr vor allem auch deshalb immer mehr verfestigt, weil ich mich glücklich schätzen kann, täglich mit fast nur überaus fähigen, talentierten Lehrern und obendrein sehr offenen, sympathischen Menschen zu tun habe (denn das ist für mich sehr wichtig).
zu Billy's 2. Beitrag: Auch unsere Schule wird dieses Lehrerproblem in 10-15 Jahren erreichen, weil allein von meinen Lehrern ca. 3/4 zwischen Ende vierzig und Ende fünfzig sind. Es gibt immer wieder Zeiten, wo es von manchen Fächern zu viel gibt (Englisch angeblich), aber im Grunde wird bald ein Lehrermangel herrschen. Um nocheinmal zum pekuniären Aspekt zurückzukommen: Nicht nur Unterrichtsmaterialien (in Sprachen zb Literatur) müssen die Lehrer sich selbst zahlen, auch Fortbildungen (wenn sie etwas bringen sollen). Lehrer werden gezwungen unterm Jahr auf mehr oder weniger sinnvolle Fortbildungen zu gehen, die meisten sind sowieso nur über die Zentralmatura, und wenn Sprachlehrer (zb Französisch-Lehrer) eine Fortbildung in Unterrichtssprache wollen (was dann wirklich etwas bringt), können sie sich die schön selbst im Sommer zahlen und hoffen, dass sie ein Stipendium bekommen - so ein Kurs kostet schon mal 1-2 Monatsgehälter. Ärzte (nichts gegen Ärzte) werden zu Kongressen in ganz Europa verstreut eingeladen - nur so als Denkanstoß.
lg, Hyacinth :hello
Severina (09.06.2013, 00:51): Klar wird es in den nächsten Jahren massive Nachwuchsprobleme im Lehrberuf geben, aber diese Probleme sind hausgemacht. Welcher junge Mensch, der nicht Euren bewundernswerten Idealismus aufbringt, wählt schon freiwillig einen Beruf, der nicht sonderlich toll bezahlt ist, enorme Belastungen mit sich bringt und mit einem derart negativen Image behaftet ist? Lehrer sind heute die Sündenböcke, Ihnen wird alles aufgeladen, was in unserer Gesellschaft schief läuft, denn dass es in erster Lnie immer noch die Eltern sind, die für die Erziehung und Vermittlung von Werten zuständig sind und erst in zweiter Linie die Schule, findet kaum mehr allgemeinen Konsens.
Billys Beispiel von der Schwierigkeit, einen guten Physiklehrer zu finden, ist typisch: Das Physikstudium dauert lange und ist schwierig (verglichen mit Geschichte z.B.), wer es erfolgreich beendet, dem stehen in der Privatwirtschaft meist Tür und Tor offen. (Das gleiche gilt für Mathematik und Chemie) Und der soll sich dann um einen Bruchteil des möglichen Verdienstes in einer Schule herumärgern und auch noch der medial unterstützten Hetze der Neidgesellschaft aussetzen, für die er nur einen lachhaften Halbtagsjob mit 3 Monaten Ferien hat, also eigentlich ein besserer Sozialschmarotzer ist? Wie gesagt, dazu gehört eine große Portion Idealismus! Die meisten Chemie- und Physiklehrer wechseln nach ein paar frustrierenden Schuljahren in die Privatwirtschaft, weil sie sich sagen: Wenn schon Stress, dann wenigstens einen gut bezahlten!
Aber damit will ich Euch jetzt natürlich nicht entmutigen oder gar abraten, diesen wunderbaren Beruf zu ergreifen!
lg Severina :hello
Billy Budd (09.06.2013, 01:10): Es freut mich, dass wir drei hier ganz einer Meinung sind! :beer
wo es von manchen Fächern zu viel gibt (Englisch angeblich) Dass Englisch überbesetzt sein soll, kann auch ich nicht ganz glauben (laut Stellenausschreibung sind bei uns Englisch-Stunden frei), aber es stimmt schon, dass viele junge Lehrer Englisch unterrichten.
Vielleicht ist es ein Vorteil, dass ich Fächer unterrichten will, für die es im Vergleich noch weniger Lehrer gibt (Latein, Griechisch und noch ein drittes Fach: Ich ziehe Mathematik, Deutsch, Geschichte und Psycholohie/Philosophie in die engere Wahl).
weil allein von meinen Lehrern ca. 3/4 zwischen Ende vierzig und Ende fünfzig sind. Wenn ich genau überlege, ist nur meine Mathelehrerin 29 (bei ihr weiß ich es genau), mein Turnlehrer auch in dem Alter, aber der Rest auch mindestens Ende 40. (Nebenbei: Ich finde eh, dass man zwischen 50 und 60 im besten Lehreralter ist: Man ist schon lang genug beschäftigt, um viel Erfahrung einerseits in der Vermittlung des Stoffes, andererseits im Umgang mit Schülern zu haben, hat aber üblicherweise noch genügend Energie. Meine Lieblingslehrer sind auch alle 2. Hälfte 50)
Mein Berufswunsch (AHS-Lehrerin für Deutsch und Französisch) hat sich im letzten Jahr vor allem auch deshalb immer mehr verfestigt, weil ich mich glücklich schätzen kann, täglich mit fast nur überaus fähigen, talentierten Lehrern und obendrein sehr offenen, sympathischen Menschen zu tun habe (denn das ist für mich sehr wichtig) Bitte versteh mich nicht falsch; ich will Dir von nichts abraten, aber ich glaube nicht, dass es an allen Schulen so harmonisch zugeht. Aber das wirst Du schon schaffen! Billy :hello
Allegra (09.06.2013, 19:18): Original von Billy Budd
Wenn ein Lehrer nicht da ist (was natürlich sowohl geplant (Fortbildung), als auch ungeplant (Krankheit) vorkommen kann), muss dafür gesorgt werden, dass jemand zur Stelle ist, der ihn vertritt, also die Stunde suppliert. Wenn es eine Randstunde ist, fällt sie üblicherweise aus, aber das muss natürlich auch kommuniziert werden. (ich erklär sonst nie die Herkunft von irgendwelchen Wörtern, aber das Verbum "supplieren" kommt vom lateinischen "suppleo", was unter anderem "ergänzen", "vertreten" heißt)
Danke dafür! :D Ich finde es nämlich immer wieder sehr interessant, wie sich das Deutsch hier und da unterscheidet. Es hat mich einst zur Verzweiflung getrieben, daß ich ein Rezept nicht nachkochen konnte, weil ich nirgendwo eine Erklärung dafür fand, was ein "Paradeiser" sein soll. Und die Beschreibung, wie damit zu verfahren sei, war auch nicht hilfreich. Heute bin ich nach meiner Zeit in Bayern und damit größerer Nähe zu Österreich schlauer. :P Bei uns sind die Supplierstunden Vertretungsstunden bzw. der Vertretungsplan.
Billy Budd (09.06.2013, 20:40): :beer Aber ich finde es auch schön, dass jedes Land auch seine kleinen Eigenheiten in der Sprache hat (andere Beispiele: Erdapfel-Kartoffel, Marmelade-Konfitüre, der Zwiebel-die Zwiebel, Faschiertes-Hackfleisch). Billy :hello
Hyacinth (09.06.2013, 22:21): Gerade bei den Junglehrern wirkt es für mich auch so, als würden viele lebende Fremdsprachen und Lernfächer wie Geschichte oder Geografie machen, kaum jemand dagegen Latein. Bei uns an der Schule haben wir sicher keinen Latein-Lehrer unter 45... Da triffst du mit deiner Fächerwahl sicher ins Schwarze, Billy!
Klar wird es in den nächsten Jahren massive Nachwuchsprobleme im Lehrberuf geben, aber diese Probleme sind hausgemacht. Welcher junge Mensch, der nicht Euren bewundernswerten Idealismus aufbringt, wählt schon freiwillig einen Beruf, der nicht sonderlich toll bezahlt ist, enorme Belastungen mit sich bringt und mit einem derart negativen Image behaftet ist? Lehrer sind heute die Sündenböcke, Ihnen wird alles aufgeladen, was in unserer Gesellschaft schief läuft, denn dass es in erster Lnie immer noch die Eltern sind, die für die Erziehung und Vermittlung von Werten zuständig sind und erst in zweiter Linie die Schule, findet kaum mehr allgemeinen Konsens.
Danke für die Bestärkung, Severina! :D Ich habe nämlich schon öfters die Reaktion erlebt: "Was? Bist du dir sicher? Das willst du dir antun?" Auch meine Mutter musste sich an den Gedanken erst gewöhnen. Du triffst den Nagel auf den Kopf, allerdings kann man ja Menschen (manchmal leider) nicht vorschreiben, wie sie ihre Kinder erziehen zu haben. Das, was der Staat ändern kann, ist das Schulsystem, aber das ist eine uferlose Problematik.
Wenn ich genau überlege, ist nur meine Mathelehrerin 29 (bei ihr weiß ich es genau), mein Turnlehrer auch in dem Alter, aber der Rest auch mindestens Ende 40. (Nebenbei: Ich finde eh, dass man zwischen 50 und 60 im besten Lehreralter ist: Man ist schon lang genug beschäftigt, um viel Erfahrung einerseits in der Vermittlung des Stoffes, andererseits im Umgang mit Schülern zu haben, hat aber üblicherweise noch genügend Energie. Meine Lieblingslehrer sind auch alle 2. Hälfte 50)
Ich habe eine Bio-Lehrerin Ende 20, die damals noch studiert hat, wie sie an die Schule gekommen ist (sie ist sehr lieb, bietet für Oberstufenklassen aber überhaupt keine Autorität), meine Französisch-Lehrerin ist Mitte 30 und der meiner Lehrer ist mindestens 50. Ich finde, dass beides seine guten Seiten hat. Es gibt auch Leute, die vor nicht allzu langer Zeit studiert haben, noch nicht vergessen haben, dass sie auch einmal jung waren und die Generationen von Klassen immer mit demselben Lehrstoff "beglücken" (kommt aufs Fach an) . Ich habe einen Geo-Lehrer Mitte 50, der allein für unsere Semestervorbereitung (Wirtschatfskrise) 24 Bücher liest, um uns das aktuellste Wissen mitzuteilen. Außerdem verbessert er jede Stunde 3mal unser fachlich mediokeres und inaktuelles Lehrbuch, weil er sich ständig informiert. Meine Französisch-Lehrerin hat dagegen viele Themen anhand von Filmen mit uns aufgearbeitet - nicht, dass ich so ein Fan davon bin, es kommt eben darauf an, wie man es macht (mein Geschichte-Lehrer bei jedem neuen Thema: "Wir machen als nächstes XY. Nächstes Mal bring ich einen Film mit."). Außerdem hat sie mit uns Literatur gelesen - unser alter Lehrer hat uns permanent gesagt, dass wir für all das zu blöd seien.
Bitte versteh mich nicht falsch; ich will Dir von nichts abraten, aber ich glaube nicht, dass es an allen Schulen so harmonisch zugeht. Aber das wirst Du schon schaffen!
Ja, Billy, das weiß ich. Auch sind vermutlich unsere Schüler sehr, sehr harmlos gegen manch andere, aber diese Lehrer haben mich dazu ermutigt, diesen wichtigen, wunderbaren Beruf zu ergreifen, mit dem man so viel machen kann, wenn man will. Und ich denke mir bei jedem Lehrer, der eher einen anderen Beruf ergreifen hätte sollen: Ich will's mal besser machen!
Es hat mich einst zur Verzweiflung getrieben, daß ich ein Rezept nicht nachkochen konnte, weil ich nirgendwo eine Erklärung dafür fand, was ein "Paradeiser" sein soll.
Das nächste Mal einfach im Forum nachfragen, Allegra, dann kann dir sicher einer von uns Ösis erklären, was ein "Paradeiser" ist :wink
@ Billy: Heißt es in Österreich "der Zwiebel"? Ich sage immer "die"... :J
lg, Hyacinth :hello
Billy Budd (09.06.2013, 23:59): Du triffst den Nagel auf den Kopf, allerdings kann man ja Menschen (manchmal leider) nicht vorschreiben, wie sie ihre Kinder erziehen zu haben. Das, was der Staat ändern kann, ist das Schulsystem, aber das ist eine uferlose Problematik. Ja, ich bin überzeugt, dass Leseförderung schon im Elternhaus beginnen muss ("Wenn die Eltern nie eine Zeitung in der Hand haben und nur den Knopf für den Fernseher kennen: Ja, woher sollen die Kinder dann lesen lernen?", hat meine Musiklehrerin (2. Hälfte 50) mal gesagt).
Gerade bei den Junglehrern wirkt es für mich auch so, als würden viele lebende Fremdsprachen und Lernfächer wie Geschichte oder Geografie machen Ja, bei uns ist das auch so. Bei uns an der Schule haben wir sicher keinen Latein-Lehrer unter 45... Da triffst du mit deiner Fächerwahl sicher ins Schwarze, Billy! Wir haben eine, die 2. Hälfte 50 ist (+Griechisch, Psychologie/Philosophie), zwei Mittfünfziger (+Griechisch, + Turnen), eine, die fast 50 ist (+Englisch), eine, die Mitte 30 ist (+Religion) und eine, die noch Praktikantin ist (+Italienisch und ich glaube auch Englisch). Eine Mitschülerin von mir will später unbedingt was mit Latein machen, wofür sie auch das Lehramt in Betracht zieht.
Ich persönlich bin überhaupt kein Fan von Filmen (die kann man sich doch zu Hause auch anschauen, das muss man nicht in der Unterrichtszeit tun) und mir geht es auch auf die Nerven, wenn meine Geschichtelehrerin (Mitte 50; hin und wieder will sie wahrscheinlich besonders modern wirken) meint: "Nehmt Eure Sachen, wir gehen in den EDV-Saal!". Unten muss dann jeder selber im Internet irgendwelche Informationen über ein bestimmtes Thema heraussuchen und später vergleichen wir das dann. Ich halte das für eine totale Zeitverschwendung. Auch Gruppenarbeiten mag ich nicht (noch dazu, wenn es bei Gruppen-Referaten eine Gesamtbewertung gibt).
Es gibt auch Leute, die vor nicht allzu langer Zeit studiert haben, noch nicht vergessen haben, dass sie auch einmal jung waren und die Generationen von Klassen immer mit demselben Lehrstoff "beglücken" (kommt aufs Fach an) . Wie meinst Du das? Ich verstehe schon, dass sich in Fächern wie Geographie immer wieder was ändert, aber in den meisten bleibt der Stoff ja gleich. Wenn ein Mathematik-Lehrer immer das Gleiche macht, ist daran ja nichts auszusetzen, oder?
Ich habe auch beobachtet, dass Lehrer, die viel Erfahrung haben, meistens auch lustiger als junge Kollegen sind, weil sie genau spüren, wann es angebracht ist, zu lachen und wissen, wie sie wieder die Zügel in die Hand bekommen.
Außerdem hat sie mit uns Literatur gelesen - unser alter Lehrer hat uns permanent gesagt, dass wir für all das zu blöd seien. War das nicht der, der schon total frustiert war (von dem hast Du mir mal erzählt)? Gut, in solchen Situationen kann ich es auch verstehen, wenn er seinen Ärger auf die Schüler loslässt, aber trotzdem finde ich, dass man in allen Sprachen möglichst viel Literatur lesen sollte. Und dazu zu blöd wird man nach drei Jahren Französisch wahrscheinlich nicht sein.
Heißt es in Österreich "der Zwiebel"? Ich sage immer "die"... :J Ich sag immer "der" und war sicher, dass das die österreichische Variante ist, aber offensichtlich ist bei uns auch beides üblich - wusste ich gar nicht. Billy :hello
Hyacinth (10.06.2013, 22:50): Ich persönlich bin überhaupt kein Fan von Filmen (die kann man sich doch zu Hause auch anschauen, das muss man nicht in der Unterrichtszeit tun) und mir geht es auch auf die Nerven, wenn meine Geschichtelehrerin (Mitte 50; hin und wieder will sie wahrscheinlich besonders modern wirken) meint: "Nehmt Eure Sachen, wir gehen in den EDV-Saal!". Unten muss dann jeder selber im Internet irgendwelche Informationen über ein bestimmtes Thema heraussuchen und später vergleichen wir das dann. Ich halte das für eine totale Zeitverschwendung. Auch Gruppenarbeiten mag ich nicht (noch dazu, wenn es bei Gruppen-Referaten eine Gesamtbewertung gibt).
Ich bin normalerweise auch kein Fan von Filmen, aber es ist besser, wenn man sich in 2, 3 Stunden einen Film als Klasse anschaut und dann zusammen darüber spricht und ein Thema generell erläutert, als wenn ein Lehrer (mein alter Französisch-Lehrer zb) stundenlange Vorträge hält und obendrein die Schüler seinen Launen ausliefert. Mein Geschichtelehrer hat mit uns vor allem im der 8. fast nur Filme geschaut. Bei mir bleibt viel mehr hängen, wenn man zb den Verlauf des 1. WKs anhand von Karten und Bildern und nicht anhand eines Filmes bespricht.
Gruppenarbeiten sind eine schwierige Sache: Einerseits ist es pädagogisch wertvoll, da Schüler lernen müssen, zusammenzuarbeiten, andererseits bleibt die Arbeit immer an denselben hängen. Gesamtbewertungen gabs bei uns zum Glück nie...
Wie meinst Du das? Ich verstehe schon, dass sich in Fächern wie Geographie immer wieder was ändert, aber in den meisten bleibt der Stoff ja gleich. Wenn ein Mathematik-Lehrer immer das Gleiche macht, ist daran ja nichts auszusetzen, oder?
Ich habe ja auch nicht Mathe gemeint - siehe "kommt aufs Fach an" :wink Der letzte Aspekt ist also aufs Fach bezogen. Ich finde es toll und wichtig, wenn Sprachenlehrer lesen und auch gegenwärtiges mit den Schülern behandeln - meine Deutschlehrerin hat immer wieder neue Texte mit aktuellem Bezug in den Stoff mit rein genommen, dagegen haben wir eine Deutschlehrerin an der Schule, die meint "Du musst nur zwei Geburtsdaten wissen: Deines und das von Goethe". Alle ihre Klassen sind mit Goethe traumatisiert - nicht falsch verstehen, ich liebe Goethe sehr.
War das nicht der, der schon total frustiert war (von dem hast Du mir mal erzählt)? Gut, in solchen Situationen kann ich es auch verstehen, wenn er seinen Ärger auf die Schüler loslässt, aber trotzdem finde ich, dass man in allen Sprachen möglichst viel Literatur lesen sollte. Und dazu zu blöd wird man nach drei Jahren Französisch wahrscheinlich nicht sein.
Ja, das war der, der uns angeschrien hat, wenn wir die Tafeln nicht gelöscht haben, immer seine überflüssigen Witzchen gerissen hat und freundlich gesagt unausgeglichen war. Er hat wirklich was auf dem Kasten gehabt, aber als Lehrer war er manchmal schwer zum aushalten und gelernt hat man auch nicht so viel - siehe weiter oben. Er hat meiner jetzigen Lehrerin nicht gesagt, welchen Stoff wir hatten, bevor er in Frühpension gegangen ist, nur, als sie gefragt hat, ob wir Filme geschaut hätten oder etwas in der Art: "Versuch das mit denen nicht, die sind zu blöd dazu." Da würd ich mich auch bedanken, wenn ich eine achte Klasse übernehmen darf...
Ich weiß nicht, wie es auf Österreichisch heißt, ich sag immer "die" :wink
lg, Hyacinth :hello
Billy Budd (10.06.2013, 23:17): Ok, da kann ich Dir zustimmen!
Ich finde, es kommt darauf an, wie ein Lehrer Vorträge hält. Wir haben zum Beispiel einen, der Mathematik und Physik studiert hat, aber erst später die Ausbildung für Ethik gemacht hat. Weil ich in Religion gehe, habe ich ihn nicht, aber alle erzählen, dass er sich für Ethik überhaupt nicht interessiert, in den Stunden deshalb nicht wirklich geistig anwesend ist und oft irgendwelche unlustigen Witze, die gar nicht dazupassen, erzählt. Natürlich langweilen sich da alle. Umgekehrt gibt es eine Lehrerin (die übrigens ein ehemaliger Opernfan ist), die auch mit neuen Medien auch auf Kriegsfuß steht, aber dafür durch ihrer Redegewandtheit fast alle fesselt (sie kann über ihre Fächer ganz begeisternd reden und hat auch ein Buch über antike Philosophie geschrieben), sodass kaum jemand nicht aufpasst.
Ich halte es für sehr wichtig, die Filme, die man zeigt, auch nachzubesprechen. Nur irgendeinen reinzuschmeißen, damit man nicht reden braucht, ist auf jeden Fall eine schlechte Idee.
Mein ehemaliger Mathe-Lehrer (ich hatte ihn nur bis zur Zweiten, als er mit 63 in Pension ging) hat gemeint: "Rechnen kann man nur allein", wo er ja auch völlig Recht hat.
Gesamtbewertungen bei Gruppenarbeiten sind wirklich ungerecht, weil die Guten von den Schlechten hinuntergedrückt werden und die Schlechten aber dank der Guten besser dastehen.
Ein Goethe-Fan werde ich wohl nicht mehr werden :wink (meine Lieblingsschriftsteller sind übrigens Zweig, Hesse und Borchert), allerdings kenne ich von ihm auch noch zu wenig. Wir lesen im Deutsch-Unterricht zwar nicht wirklich viele (in diesem Schuljahr: Ausschnitte aus dem Nibelungenlied, "Hamlet, "Siddhartha", "Mutter Courage und ihre Kinder", "Nathan der Weise", "Andorra" und "Die neuen Leiden des jungen W.") Bücher, behandeln die aber sehr ausführlich. Zusätzlich muss jeder ein Referat halten (sie hat uns eine Liste von 26 Büchern vorgelegt, von der sich jeder eines aussuchen musste; bei mir war es "Die Wand"), was ich da für eine sehr gute Idee halte, weil man so auch Bücher kennenlernt, die man aus Zeitmangel nicht im Klassenverband gemeinsam lesen kann.
Wie hat man ihn denn in Frühpension gehen lassen? Billy :hello
Hyacinth (15.08.2013, 20:26): Heute genügt es anscheinend nicht mehr, normal im Studio eine CD zu produzieren, in Interviews davon zu erzählen oder durch Plakate Werbung dafür zu machen. Nachdem Cecilia Bartoli letztes Jahr eine Art Schnitzeljagd im Internet veranstaltet hat - nicht einmal das Thema oder Komponist der CD (http://www.youtube.com/watch?v=iAuwsUToKmw) waren bekannt - benutzt Joyce DiDonato die Medien Twitter und Youtube, um ihre Fans in den Kreationsprozess ihres neuen Best Offs "ReJOYCE!" einzubinden.
Dieses Video (http://www.youtube.com/watch?v=IJdLe9rDQts&feature=youtu.be) mit allerlei begeisterten Videobotschaften (vor Veröffentlichung der CD natürlich) ist nur eines von vielen.
Mal schauen, ob die CD dann diesem Medienwirbel gerecht wird.. :J
Agravain (02.11.2013, 12:33): Original von Heike Listen: http://2.bp.blogspot.com/-16-2Ew3eYlI/UkMIrWu2o4I/AAAAAAAABAw/LC4MoTAcM94/s1600/auslisten_sa%CC%88tze+bis+12+jahre.png
Hihihi! "Bravo gibt es erst ab 16!" Hihihi.
Im Vorfeld der Weihnachtsaison finde ich auch dies recht schön: http://www.workupload.com/file/f7WGEx7O
Billy Budd (11.03.2014, 23:53): Original von Heike http://3.bp.blogspot.com/-wyjNpG-F9Uw/Uxc5Bjj23yI/AAAAAAAABFY/8VxWMolMX3A/s1600/Bildschirmfoto+2014-03-05+um+15.44.46.png Haha ... :D :D
Hosenrolle1 (15.12.2015, 22:34): Grade einen Dirigentenwitz gehört.
Ein Dirigent ist mit einem Orchester total verkracht bei den Proben, es herrscht angespannte Stimmung. Da haut der Pauker mitten in die Stille auf seine Pauke, der Dirigent erschreckt sich und ruft "Ok, wer war das!?".
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (21.02.2016, 23:25): Weiß jetzt nicht, ob ich den schon erzählt habe, aber ok:
Kommt ein junger Mann in die Garderobe von Karajan und fragt ihn um ein Autogramm. Karajan gibt es ihm, der Mann geht wieder. 2 Minuten später kommt er noch einmal, fragt erneut um ein Autogramm. Karajan gibt es ihm wieder eines, diesmal mißmutiger.
Kurz darauf kommt er wieder herein, möchte nochmal eines, worauf es Karajan reicht: "Junger Mann, warum brauchen Sie 3 Autogramme von mir?" - "Ich sammle Autogramme, und für 3 Karajans bekomme ich einen Bernstein".
LG, Hosenrolle1
Zefira (22.02.2016, 09:29): Aus dem reichen Fundus der Bratscherwitze: Orchester kommt nach dem Urlaub zum ersten Mal wieder zusammen. Bratscher zum Konzertmeister, stolz: "Im Urlaub hab ich Sechzehntel geübt!" Konzertmeister nickt gutmütig. Bratscher: "Soll ich dir eines vorspielen?"
Hosenrolle1 (06.05.2016, 02:59): Heute habe ich einen Leserbrief nebst Antwort gelesen, und zwar in der Zeitschrift "DVD Vision", Ausgabe 10/2006, also 10 Jahre alt.
Damals war die Blu-ray noch neu, und es gab den Formatkrieg HD DVD - Blu-ray.
Der Leserbrief zeigt vor allem, dass der Schreiber nicht viel Ahnung von der Materie hatte, wenn er etwa meint:
Meine DVD-Sammlung umfasst im Moment rund 1.500 Titel, deren Bildqualität ich recht gut beurteilen kann. (...) Ich frage mich deshalb, wozu ich Blue-ray Discs brauche. Muss ich Grießeln, Doppelkonturen, Unschärfen, Verunreinigungen etc. in perfekter Schärfe genießen können?
Dass solche Dinge wie Doppelkonturen vor allem daher kommen, dass die Speicherkapazität einer DVD nicht so hoch ist wie bei einer Blu-ray sei hier nur am Rande erwähnt.
Witzig ist aber nun die Antwort der Zeitschrift, die noch auf dem Cover damit wirbt, ein "kompetentes Testmagazin für maximalen Filmspaß" zu sein:
Sie haben durchaus Recht, dass man für ältere Filme getrost auf HD (in welcher Form auch immer) verzichten kann.
Na gut, schauen wir einmal, worauf man bei älteren Filmen verzichten kann.
Zuerst Ben Hur, 50er Jahre:
Zurück zur noch älteren Mumie aus den frühen 30ern:
Noch weiter zurück in die frühen 20er Jahre, mit Nosferatu:
Und noch früher, ungefähr 1919-1920, Das Kabinett des Dr. Caligari:
Und zum Abschluss noch einmal die Aussage:
Sie haben durchaus Recht, dass man für ältere Filme getrost auf HD (in welcher Form auch immer) verzichten kann.
Das war mir einen Lacher wert :D
LG, Hosenrolle1
Zefira (13.05.2016, 12:12): Aus der Wiki-Diskussionsseite unter dem Artikel über Triskaidekaphobie:
Arnold Schönberg litt an Triskaidekaphobie, weil er im Alter von 76 Jahren an einem Freitag den 13., 13 Minuten vor Mitternacht, starb? Wie will er das im Voraus gewusst haben?
Der Artikel selbst wurde wohl geändert; es steht jetzt nur noch da, dass Schönberg Angst vor der 13 hatte (womöglich hat er deshalb die Zwölftonmusik erfunden :beer ).
Hosenrolle1 (16.05.2016, 16:44): Ich höre mir gerade wieder einen Clip von AC/DC an, "High Voltage", und zwar von dem Konzertfilm von 1979. Der Sound ist ein Hammer, man hört die Verstärker surren, und die ganze Performance ist einfach nur pure Energie, anders kann man das nicht beschreiben.
Lachen musste ich aber über die Beschreibung, die nur allzu typisch für die heutige Zeit ist:
Although the band is still in their '70s minimalist era with few stage effects and pyrotechnics, the live performance is considered one of the best and most energetic of their career.
"Although"!
Obwohl es keine Pyrotechnik gibt, sieht man diese live performance als eine der Besten und energiereichsten an! Als ob eine Show nur wirklich perfekt und energiegeladen sein kann, wenn es viele Effekte und Feuerwerk gibt!
Noch besser: 70s minimalist era ... ja, sehr minimalistisch, dass eine Band auf einer Bühne steht und ein paar Scheinwerfer darauf leuchten :D :D
Diese Beschreibung KANN nur auf junge Leute von heute zugeschnitten sein, die so etwas gar nicht mehr kennen und lieber Feuerwerk sehen wollen.
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (31.05.2016, 23:13): Gerade sehe ich ein Interview mit dem Opernsänger Alfred Sramek.
https://www.youtube.com/watch?v=BJ5zuUcJu3M
Befragt zu dem Michael Jackson-Denkmal, das in seiner Heimatstadt Mistelbach steht, meint er höchst diplomatisch:
"Schei.ß Michael Jackson, interessiert doch ka Sau, heast!"
:D
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (02.06.2016, 07:54): Ja, es ist wirklich zum Lachen, wenn ein Künstler, der es auf seinem Gebiet in die dritte Reihe geschafft hat, über die Nummer Eins aus einem anderen Sektor herzieht. Ich interessiere mich weder für Opernsänger noch für Popgesangs- & Tanzentertainer, aber während ich das Werk von Jackson wenigstens in Grundzügen kenne, habe ich den Namen dieses arroganten Opernschnösels schon wieder vergessen, während ich diesen Text schreibe.
Hosenrolle1 (02.06.2016, 11:30): Aus Wikipedia:
Im Alter von 23 Jahren wurde er vom damaligen Direktor Rudolf Gamsjäger an die Staatsoper geholt, wo er als Meister und Kapellsänger in Palestrina debütierte. Seit 1. Februar 1975 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.
Von 1978 bis 1985 trat er bei den Salzburger Festspielen auf, 1982 gastierte er bei den Bregenzer Festspielen. 1981 wirkte er in der Uraufführung der Oper Baal von Friedrich Cerha mit, 2002 sang er in der Rolles des Sargtischlers und des Teufels in der Uraufführung von Cerhas Oper Der Riese vom Steinfeld. Zu seinen Paraderollen zählt der Bartolo in Rossinis Barbier von Sevilla, in der er über 170 Mal zu sehen war. Außerdem spielte er jeweils über 100-mal den Benoit in La Bohème und den Mesner in Tosca. Insgesamt spielte er im Haus am Ring rund 100 Partien in über 2500 Vorstellungen.
1989 wurde er mit dem Titel Österreichischer Kammersänger ausgezeichnet.
Im Mai 2014 wurde er zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt und erhielt den Ehrenring der Wiener Staatsoper.
Er sang auch unter Karajan und anderen großen Dirigenten, Leonard Bernstein zählte zu seinen Freunden. Dass er nicht auf den Mund gefallen ist und sagt, was er denkt zählt zu seinen Eigenschaften, die auch in dem Buch "Das Schwarze sind die Noten" von Rupert Schöttle beschrieben werden. Er war nie einer, der nach unten tritt und nach oben hin buckelt, auch mit namhaften Dirigenten, die ihm auf die Nerven gingen, war er alles andere als diplomatisch.
In erster Linie regte sich Sramek darüber auf, dass man Geld ausgibt für den Bau einer Michael Jackson-Statue auf dem Hauptplatz in Mistelbach - was nun wirklich niemand braucht.
Im Übrigen gab es auch Dirigenten, die noch wesentlich wüster waren in ihren Beschimpfungen. Hans Knappertsbusch nannte eine französische Opernsängerin während einer Probe "französische Sch**ßziege" (ebenfalls aus dem o.g. Buch), einen Dirigentenkollegen nannte er "Sau". Ist das nun mehr in Ordnung, weil Knappertsbusch berühmt und namhaft ist?
LG, Hosenrolle1
Zefira (02.06.2016, 11:53): Hm, wieso "dass man Geld ausgibt"? Das Geld stammt ja aus einer Privatinitiative, nicht aus öffentlichen Mitteln. Wofür die Leute ihr Geld ausgeben, ist doch Privatsache.
Es gibt so viele Anhänger und die haben in Mistelbach einen Pilgerort, den ersten im deutschsprachigen Raum“, sagt Martina Kainz vor mehr als drei Jahren. Soviel zu "was niemand braucht". Lasst sie doch pilgern, wenn sie wollen.
Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2583864/
Hosenrolle1 (02.06.2016, 13:10): Wie auch immer, ich fand Srameks direkte Art sehr witzig. Darum geht es hier.
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (24.06.2016, 12:29): Gerade noch über Alfred Sramek geschrieben, lese ich heute, dass er im Alter von 65 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben ist :(
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (16.09.2016, 05:44): Es gibt ja im TV diese Sendung, die sich "100 Meisterwerke der Klassik" oder so nennt. Ein sehr interessantes Format, in dem Gemälde alter Meister ausführlich gezeigt werden, gespickt mit Beschreibungen und Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis.
Nun habe ich auf YouTube eine Parodie auf diese Sendungen gesehen: https://www.youtube.com/watch?v=TXC6SRL748k
Es geht um "Das Bahnhofsklo". Anfangs dachte ich, dass das eine schlecht gemachte Parodie sein wird, die ordinär und billig daherkommt, aber nichts dergleichen. Die Musik, der Sprecher, der Tonfall und der Text erinnern stark an das Original (das man idealerweise kennen sollte).
Natürlich ist das Thema ein Blödsinn, aber halt gut gemacht :)
Vielleicht gefällt es noch jemandem?
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (03.10.2016, 16:02):
Kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich Leute, die knapp 8 Euro bezahlen, um ein abgefilmtes Kaminfeuer anzusehen.
Und das ganze in HD ... fehlt eigentlich nur mehr ein Audiokommentar!
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (17.11.2016, 17:48): Wegen der "Rain Man"-Diskussion in einem anderen Thread habe ich mich an dieses Video erinnert. In der amerikanischen Talk Show mit James Corden spielen Schauspieler gemeinsam mit Corden bekannte Szenen ihrer bisherigen Filme im Schnellverfahren nach. Nun eines mit Tom Cruise, wo auch Rain Man vorkommt (und eine Überraschung bei "Jerry Maguire"):
https://www.youtube.com/watch?v=ytEgqN-BdKA
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (17.11.2016, 17:53): Allerdings war das mit Tom Hanks ein bisschen lustiger:
(Einfach das kurze Gelaber am Anfang überspringen)
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (18.12.2016, 17:02): Gerade habe ich eine "Rezension" im "merker" gelesen, zu einer aktuellen Aufführung der HUG-Inszenierung in der Wr. Volksoper. (hier)
Darin schreibt die Autorin E.H. doch tatsächlich folgendes: Warum bei einer sehr früh beginnenden Vorstellung keine Kinderarbeit geleistet wird bleibt mir unverständlich
Vorschlag, die Ouvertüre bebildern, mit erzählenden Stücken
Vorschlag, ca. 4 – 5 Jährige auch nach der Ouvertüre einlassen
Vorschlag die Ouvertüre bei Nachmittagsvorstellung mit hohen Kinderbesuch streichen.
Die Übersetzungsanlage mit deutschen Text hilft allen, die schon etwas lesen können, die Kleineren bleiben da wieder auf der Strecke, da sollte doch jeder Protagonist gut verständlich sein.
Wenigstens wird das Dirigat sehr detailliert beschrieben: souverän und nicht musikalisch aufdringlich
Wie hat der Hänsel gesungen? musikalisch effektvoll Alles klar . :rofl :rofl
Das ist zu komisch, um sich darüber zu ärgern.
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (17.01.2017, 15:39): Ein verborgenes Talent!
https://www.youtube.com/watch?v=qdJp5-g69go
LG, Hosenrolle1
satie (17.01.2017, 16:02): :rofl
Hosenrolle1 (05.02.2017, 19:38):
LG, Hosenrolle1
Zefira (06.02.2017, 17:08): "wegen dem schönen rothen frok welcher mich ganz grausam im herzen kitzelt, bittete ich halt recht sehr mir recht sagen zu lassen wo man ihn bekommt, und wie theuer… denn so einen frok muß ich haben, damit es der Mühe werthe ist die knöpfe darauf zusetzen, mit welchen ich schon lange in meinen gedanken schwanger gehe." :leb
Keith M. C. (09.02.2017, 10:42): Hallo,
ich lese relativ regelmäßig tumben Trump-Twitter-Trash, weiß aber nicht ob man lachen oder heulen sollte.
Bis dann.
Zefira (10.02.2017, 19:02): Zum Totlachen wohl kaum, aber immerhin zum Schmunzeln. Kann mir denn jemand sagen, ob das gezeigte Notenbild so wirklich existiert? Was könnte das für ein Mörderstück sein?
satie (10.02.2017, 19:26): Ja, das ist eine Passage aus dem dritten Klavierkonzert von Rachmaninov! So relaxing...
Zefira (10.02.2017, 19:39): Danke für die Auskunft! (Ich denke beim Hören dieses Konzerts immer, die ersten zwei, drei Takte könnte ich auch lernen ... mit sehr viel Üben ...)
satie (10.02.2017, 19:47): Hehe, ja, der Anfang ist tatsächlich so harmlos, den könnte ein Anfänger bald spielen. Aber dann...!
EinTon (10.02.2017, 21:38): Was könnte das für ein Mörderstück sein?
Wieso, ist doch ganz einfach ;)
Wie wär's stattdessen hiermit?:
8)
satie (10.02.2017, 22:11): Da fällt mir das berühmte "Kinderstück" von Z. Yvar Bromskloss ein. Er schreibt dazu:
"Dieses Stück stammt aus meiner spätseriell-spektralistischen Phase. Hier ging es darum, einmal ein einfaches, leicht verständliches, auch für Anfänger auf dem Instrument zu bewältigendes Werk zu komponieren, welches trotz allen pädagogischen Anspruchs eine hohe Poetik und tiefen Gehalt aufweist. Zugrunde liegt hier das alte deutsche Volkslied “Van de Chardoffelkhäver kummt”. Die simple Melodie ist durch das gesamte Stück hindurch immer wieder in Tropen, Spiegelungen, transformierter Gestalt wahrnehmbar, so dass auch kleinere Kinder der Struktur spontan folgen können. Auch war es wichtig, eine möglichst einfache Form der Notation zu finden."
Auch seine anderen Kompositionen lohnen einen Blick: http://zy.bromskloss.de/?page_id=11
Zefira (10.02.2017, 22:38): Klasse. Die Vierundsechzigstel mit den Fermaten drunter sind gar göttlich ... :down ... und die Vortragszeichen "fpmfp" .... Spannend auch die Frage, wie das Fortissimo in den letzten drei Takten zu spielen ist, mit dem superpianissimo im Bass.
ps. Übrigens verstehe ich jetzt auch die Bedeutung der Frisur an der rechten Person in dem Cartoon. Die soll wohl an den jungen David Helfgott in "Shine" erinnern.
satie (10.02.2017, 23:10): Sehr schön sind auch die Kompositionen von John Stump: https://prestonparish.wordpress.com/tag/who-is-john-stump/
EinTon (11.02.2017, 00:04): Das von mir gepostete Stück kann man übrigens hier anhören, es ist von Michael Edward Edgerton, einem Komponisten der New Complexity:
https://www.youtube.com/watch?v=dqITFM2kN5o
klingt zugegebenermaßen stärker als ich dachte!
MFG,
Normann
Hosenrolle1 (20.03.2017, 19:06): Gerade die Harald Schmidt Show-Folge 916 gesehen, wo ein Stimmbildner der Domspatzen zu Gast ist und mit Schmidt Stimmübungen macht. Zunächst sagt er ihm, er solle aufrecht da stehen und die Arme in die Höhe strecken, um sich locker zu machen. Folgender Dialog während dieser Aktion:
Schmidt: Machen das auch noch Profisänger die schon an der Oper sind? Trainer: Man muss sich immer aufwärmen vor dem Sport. Schmidt: Dieser fette Pavarotti macht doch sowas nicht mehr vorher. Der knödelt doch einfach los und kassiert ab, oder?
:D
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (13.04.2017, 22:14): Jim Pandzko mit seinem Hit "Menschen Leben Tanzen Welt" endlich zu kaufen!
Witzig manche Rezensionen darauf, etwa:
Jim Pandzko zeigt in seinem Debut wie er wirklich ist: verletzlich und trotzdem stark, ernst und doch frohmütig: einfach real! Immer wenn ich diesen Song höre, weiß ich, es geht weiter, auch wenn es schwer ist und ich bin nicht allein: Jim Pandzko fühlt genauso wie ich.
Wie kann man mir nur sooooo aus dem Herz und aus der Seele sprechen? Schon im Video wird auch aus dem Blick von Jim deutlich, wie real und wahrhaftig seine Empfindungen in Worte gefasst wurden. Da bekomm ich Gänsehaut! Vielleicht auch international sein Durchbruch? Echo 2018 ist mehr als nur verdient! Ich habe den Song heute zum ersten Mal gehört und die Welt stand einen Moment still. Der Künstler hat mit diesem wirklich tiefgründigen Song so viele Gefühle verarbeitet. Klare Kaufempfehlung. Ein neuer Stern am Pop-Himmel. Danke Danke Danke!
Aber ich muss schon sagen, Textstellen wie:
An alle da draußen: Anders sein ist gut Alle Wege führen nach Rom Wir trampen nach Alaska Barfuß durch den Regen
oder auch:
Was man nicht im Kopf hat Das hat man in den Beinen Perfekter Halt für’s Haar Wer schön sein will muss leiden Leg einfach mal die Zweifel ab
sind einfach bewegend ^^
Toi toi toi für den Echo 2018!
LG, Hosenrolle1
Nicolas_Aine (07.09.2017, 22:37): eine Amazon Rezension zu L. Mozarts Violinschule:
Wenn ich die Möglichkeit hätte, keinen Stern zu geben, würde ich es tun. Auf der Suche nach einem Heft, in dem ich die Kniffe finden könnte, die ich vor zig Jahren mal gelernt und längst vergessen habe, ließ ich mich dazu verleiten, diesen Produkt zu kaufen. Was nicht in der Beschreibung stand: Es handelt sich um kein Werk, welches man dazu benutzen könnte, um etwas zu lernen; es ist lediglich nur ein Nachdruck eines alten Werkes, in unleserlicher alten Schrift. Ich bin nur zu faul, um es zurück zu schicken.
satie (07.09.2017, 23:01): :rofl
Guenther (08.09.2017, 17:55): Mein Gott! :D
(Aber wieso unleserlich, ich finde, das liest sich gut!)
;)
Andréjo (21.05.2020, 12:52): Ja, Meister Marcie, das ist, um einen meiner ehemaligen Kollegen zu zitieren, in der Tat "hinterkünftig".
:D Wolfgang
Sfantu (01.12.2020, 22:40): Köstlich! In Algebra zwar ein Eigentor. Aber in Geschmacksfragen mit sicherem Instinkt. Hoffentlich 'n musisches Gymnasium.
Jan Van Karajan (14.12.2020, 22:48): Diesen kleinen Dialog hörte ich neulich in einer von mir geliebten Sitcom. Vielleicht errät ja jemand, welche es ist :D . A: In der Philharmonie wird heute Abend Beethoven gespielt. B zu C: Bevor du ja sagst: Das ist nicht der Film mit dem großen Hund. Herrlich :D . Grüße Jan :hello
Sfantu (24.09.2021, 17:37): Harald Schmidt lieferte in seiner Karriere den lebenden Beweis für die Nichtigkeit des alten Spießer-Spruches "Lange Haare, kurzer Verstand" - wurde er doch über die Jahre mit immer kürzerem Haistyle und immer braverem Outfit kontinuierlich substanzärmer, belangloser, ja austauschbar. Zwar hat sicher das Eine mit dem Anderen nichts zu tun - mir kam anläßlich dieses einfältigen Spruches halt Schmidt als prominentes Gegenbeispiel in den Sinn. Wie auch immer - ich erinnere mich an eine Pointe aus einer Show in den Neunzigern (glaube ich) - das war also vermutlich bei Schmidteinander oder sogar davor. Damals war er noch zu intelligentem, brillant verfeinertem Humor fähig. Und ja - sein Haar war halt lang.
Er wies auf die Gefahr hin, man solle zwei namensähnliche prominente Schwaben niemals verwechseln: den Kabarettisten Matthias Richling und den Dirigenten Helmuth Rilling. Darauf persiflierte er beide kurz in vollendeter Performance: Richling ahmte er in dessen typisch clownesker, Manier und allerlei bedeutungslosen, klamaukhaften Lautäußerungen nach, Rilling, indem er mit fast schnerzverzerrter, angestrengt konzentrierter Mine mit den Händen präzises, knappes, chorleitertypisches Taktschlagen mimte. Dann sagte er sinngemäß .
Bei Verwechslung kann es nämlich passieren, daß man in Erwartung eines vergnüglichen Kabarett-Abends sich in der vierten Stunde Matthäus-Passion angenervt fragt, wann denn wohl endlich der erste Lacher kommt.