Anton Bruckner- 7. Symphonie

Jan Van Karajan (10.11.2020, 13:25):
Meine lieben Musikfreunde,
Kein Faden über die 7. Bruckner. Das muss doch dringend geändert werden :) . Habe auf Anregung Sfantus auf YouTube in die Siebte mit Sergiu Celibidache reingehört und bin begeistert. Er und Wand sind wirklich Meisterinterpreten dieses Stückes. Auch eine Aufnahme unter Furtwängler ist mir in Erinnerung, die ich auch als beeindruckend empfunden habe. Demnächst kommt auch noch Karajan dran. Bin im Moment ohnehin ganz vernarrt in Bruckner und höre mich durch das Netz und meine Privatbestände. Zum musikalischen Aufbau dieser Musik mag ich nicht so viel schreiben, das ist absolut nicht meine Liga ;) .
Was haltet ihr von dieser Symphonie?
Musikalische Grüße
Jan
Andréjo (10.11.2020, 16:45):
Lieber Jan,

lange nicht mehr gehört, davor des Öfteren. Sie ist wohl eine der effektvollsten Sinfonien des Meisters, vielleicht auch, weil sie (der Sekundärliteratur zufolge = für mich ein paar Konzertführer wie der sehr niveauvolle von Csampai/ Holland, Booklets und ein bisschen Internet) noch nicht die formale Vollendung der Achten aufweist, also auch weniger komplex sein dürfte. Markante Melodik auf jeden Fall. Im zweiten Satz wäre da der berühmte Beckenschlag, an dem sich manche Geister scheiden. Um Bruckner in seiner ganzen Größe und seinem unverwechselbaren Stil kennenzulernen, ohne sich zu überfordern, ist diese Musik bestens geeignet - eher als die Nummern acht oder fünf oder sechs oder die frühen Werke, wie ich meine, und gleichauf mit der Nummer vier. Die Neunte ist ja ein Torso (oder eben doch keiner ...) und andere Sinfonien tragen die Problematik der verschiedenen Versionen - gut, die Vierte auch,

Ich habe sie wahrscheinlich gleich nach der Vierten kennengelernt, als ich über vierzig Jahre jünger war. Ich denke, diese beiden werden wohl auch am häufigsten gespielt. Keine Ahnung, wer da wann gespielt hat; es war sicherlich im Rundfunk und ich habe damals gerne auf Band mitgeschnitten.

Es grüßt,

Wolfgang
Jan Van Karajan (10.11.2020, 16:52):
Hallo Wolfgang,
Auch mich fasziniert die Melodik der Symphonie. Bei Bruckner waren sie und die Neunte mit Günter Wand der zündende Funke, die Achte habe ich nur ungefähr drei Mal gehört bis jetzt. Sperrig, mächtig, aber doch zugleich so schrecklich faszinierend. Celibidache verwendet tatsächlich den Beckenschlag, Wand nicht. Kann mich nicht entscheiden, was mir besser gefällt :) .
Wahrscheinlich hat meine Reise noch einen langen Weg :D
Grüße
Jan
Maurice inaktiv (12.11.2020, 17:10):
Es gibt weitere Einspielungen, die man sich mal anhören sollte:

Herbert von Karajans mit den Wiener Philharmonikern. Ebenfalls mit den Wienern hat N.Harnoncourt eine ausgezeichnete Aufnahme vorgelegt.
Jan Van Karajan (12.11.2020, 17:23):
Karajan steht tatsächlich schon auf meinem Zettel :D . An Harnoncourt mit Bruckner habe ich bis jetzt noch gar nicht gedacht. Ist aber bestimmt interessant. Danke für die Anregung.
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (12.11.2020, 17:28):
An Harnoncourt mit Bruckner habe ich bis jetzt noch gar nicht gedacht. Ist aber bestimmt interessant. Danke für die Anregung.
Kein Thema. Immer wieder gerne.
Maurice inaktiv (12.11.2020, 17:31):
Auch auf eigenen Pfaden sind Mario Venzago (CPO) und Ivor Bolton (Oehms) gegangen. Doch ich will Dich damit nicht erschlagen.
Jan Van Karajan (12.11.2020, 17:34):
Ich bin immer offen dafür, neues zu lernen. Deswegen bin ich ja hier :)