Aufnahmequalität von Klassik-CD's

Rolf Scheiwiller (23.04.2006, 09:25):
Original von Eric
Ich möchte hier mal ein Thema ansprechen, das mich seit dem Kauf meines Kopfhörers beschäftigt, die Aufnahmequalität von Klassik-CD's.
Ich spreche hier bewußt von Aufnahmequalität, nicht zu verwechseln mit der Klangqualität, die meistens doch recht ansprechend ist.
Gerade klassische Musik ist aufgrund der häufigen Dynamiksprünge sehr "empfindlich" was die Aufnahmequalität betrifft.
Nicht als störend empfinde ich Atemgeräusche der Künstler, Griffgeräusche und solche Dinge, ich meine die Technik. Man hört die unterschiedlichsten Sachen: Schallplatten-Rauschen, Knacksen, Verzerrungen, Vibrationen...
Mich stören diese Unzulänglichkeiten in der Aufnahmetechnik bisweilen doch sehr, wie kommt Ihr damit zurecht? Gibt es Label die sich durch gute Aufnahmequalität auszeichnen oder findet man "schlechte Aufnahmen" überall? Was haltet Ihr von der Anregung, bei künftigen Beiträgen (z.B. was höre ich gerade jetzt), ein Wort zur Aufnahmequalität zu sagen?

Liebe Grüße, Eric :wink

Guten Morgen zusammen.

Es ist ganz normal, dass Du über KH auch Dinge hörst, die man sonst , wenn Standlautsprecher laufen, verschluckt werden. KH haben eben den grossen " Vorteil ", dass auch Fehler gnadenlos offenbar werden. Natürlich nur hochwertige.

An anderer Stelle kannst Du sehen , welche beiden KH ich verwende.

Ich würde nie auf KH verzichten.


Welchen besitzt Du ? Das würde mich interessieren. Danke.

Mit Richard bin ich der gleichen Meinung, dass EMI hinsichtlich der Aufnahmetechnik, und alles was dazugehört, nie an der Spitze war. Das hatte damals schon den Ehemann von Elisabeth Schwarzkopf, Walter Legge nicht gross interessiert.

Da war die DECCA schon immer innovativer. Gottlob !

Ich finde, dass das Label " Challenge " mit seinen SACD- Produktionen, und das holländische, von ehemaligen Philips - Ingenieuren gegründete SACD - Label " PentaTone " herausragende Aufnahmen bringt. Die SACD - Versionen klingen bei mir unerhört weiträumig und enorm transparent.
Oder die Eigenproduktionen des San Francisco S. O. unter MTT ! Mit Mahler.

Natürlich gibt es auch von den ganz normalen CDs viele erstklassige Einspielungen. Hab ja selber jede Menge . z. B. alle mit Montreal S. O. und Dutoit.
Rolf Scheiwiller (24.04.2006, 10:32):
Original von Eric
Hallo Rolf,

ich höre mit dem Beyerdynamic DT880 (Modell 2006), ich habe dazu schon einen Beitrag in die Technikecke geschrieben.
Wenn ich meine bescheidene Klassiksammlung in Bezug auf die Aufnahmequalität (nicht die Klangqualität) objektiv zu bewerten versuche, ergibt sich folgendes Bild:

1. RPO/RCA
2. DG
3. Hyperion/Naxos
4. CPO
5. EMI (tatsächlich auf dem letzten Platz..)

Natürlich rein subjektiv und ohne Wertung! :wink

Gruß, Eric

Guten Tag Eric.
Vom " Beyer " sagen einige meiner Bekannten, die ihn auch haben,dass er von den dynamischen Kopfhörern einer der Besten sei. Und ich hatte Gelegenheit, ihn stundenlang zu hören.
Eine Anschaffung für viele Jahre ist er ganz bestimmt !

Gruss.
Rolf.
Zelenka (24.04.2006, 11:39):
Original von Rachmaninov

Geräusche durch Atmen oder Griffe stören mich ebenfalls nicht, sie gehören einfach zur von Menschen gespielten Musik dazu.

Atmen stört sicher nicht weiter, wenn es nicht zu schwer wird. Anderes kann mehr stören, z.B. aufgeschreckte Spatzen in einer Aufnahme von Delius' "Brigg Fair" mit Andrew Davis (Teldec, in der Zelenka'schen Sammlung), wieder Spatzen in einer Aufnahme von Holsts "Planeten" auf dem billigen RPO-Label (längst ausgesondert), ein ankommender Lieferwagen auf der Aufnahme von Schuberts "Der Tod und das Mädchen"-Quartett (Boskovsky et al. auf Decca) etc. etc. Andere Mitglieder des Forums mögen noch bessere Beispiele parat haben. Vokalisieren und Mitsummen können dem Klassikliebhaber auch manchmal kräftig auf die Nerven gehen, Serkin und Brendel sind da z.B. notorische Übeltäter. Auf den Keks geht auch Ozawa in einer Aufnahme des 5. Beethovenschen Klavierkonzerts aus Montreal mit W. Kempff (Music & Arts). Ungeheuer störende Gesangseinlagen, die CD wäre ein eindeutiger Kandidat für die Mülltonne, wenn ich keinen Kempff-Kult treiben würde.

Gruß,

Zelenka
Zelenka (24.04.2006, 20:11):
Original von Eric
Original von Zelenka


..wieder Spatzen in einer Aufnahme von Holsts "Planeten" auf dem billigen RPO-Label (längst ausgesondert)..

Du wirst lachen, diese unglaublich günstige CD finde ich überaus gelungen (Hochpreisniveau)!

Musik: 10
Interpretation: 10
Aufnahme: 9
Klang: 10

An welcher Stelle hörst du denn die Spatzen..? :D

Gruß, Eric :wink

Lieber Eric:

Am Anfang von "Uranus". Die Aufnahme ist, da stimme ich Dir zu, ansonsten überhaupt nicht schlecht. Im Gegenteil!

Gruß,

Zelenka
Zelenka (25.04.2006, 12:48):
Original von Zelenka
Original von Eric
Original von Zelenka


..wieder Spatzen in einer Aufnahme von Holsts "Planeten" auf dem billigen RPO-Label (längst ausgesondert)..

Du wirst lachen, diese unglaublich günstige CD finde ich überaus gelungen (Hochpreisniveau)!

Musik: 10
Interpretation: 10
Aufnahme: 9
Klang: 10

An welcher Stelle hörst du denn die Spatzen..? :D

Gruß, Eric :wink

Lieber Eric:

Am Anfang von "Uranus". Die Aufnahme ist, da stimme ich Dir zu, ansonsten überhaupt nicht schlecht. Im Gegenteil!

Gruß,

Zelenka

Um möglichen Mißverständnissen vorzubeugen: Ich habe eine 1994 erschienene Aufnahme unter der Leitung von Vernon Handley gemeint. Sie ist immer schon billig gewesen, und derzeit kann man die Spatzen sogar für EUR 4.99 auf SACD hören.

Gruß,

Zelenka
Eric (25.04.2006, 20:14):
Hallo Zelenka,

ich habe die Spatzen tatsächlich gehört! Ich muß jedoch sagen, sie fügen sich recht gut ins Klangbild.. :D
Nein im Ernst, es stört mich nicht wirklich, da habe ich schon schlimmeres gehört z.B. übersteuerte Aufnahmen/Verzerrungen.

Gruß, Eric :wink
Zelenka (25.04.2006, 20:28):
Original von Eric
Hallo Zelenka,

ich habe die Spatzen tatsächlich gehört! Ich muß jedoch sagen, sie fügen sich recht gut ins Klangbild.. :D
Nein im Ernst, es stört mich nicht wirklich, da habe ich schon schlimmeres gehört z.B. übersteuerte Aufnahmen/Verzerrungen.

Gruß, Eric :wink

Ja, die Spatzen sind eher putzig :J.

Gruß,

Zelenka
martin (25.04.2006, 20:38):
Die Spatzen ( ob es aber wirklich Spatzen sind, kann ich als Nichtornithologe nicht beurteilen) habe ich auf der Holst CD (RPO, Handley) auch gehört. Aber eine Klassescheibe und superbilig ! Allerdings braucht man dann schon Kopfhörer, über Boxen würde ich meinen Nachbarn diese Lautstärke nicht zumuten. :rofl

Gruß Martin
Eric (25.04.2006, 21:25):
Original von Carola
Davon abgesehen: Wie unterscheidet Ihr denn solche Finessen wie Aufnahme- und Klangqualität? Ich meine nicht nur in der Definition, sondern beim Hören selbst. Kann man den Unterschied wirklich hören? Woran?




Hallo Carola,

mit Klangqualität meine ich schlicht die Qualität der Musikwiedergabe. Die Aufnahmequalität beschreibt meines Erachtens nach alles was durch die Aufnahmetechnik entsteht und zu hören ist z. B. Rauschen, Knacksen, Verzerrungen sowie andere Nebengeräusche, die nicht dem Musiksignal entspringen.
Ich muss allerdings ehrlich bemerken, dass ich diese Dinge auch erst höre, seit dem ich meinen Kopfhörer habe. Das Dumme ist nur, das ich mich dafür nicht besonders "anstrengen" muss.. :D


Liebe Grüße, Eric :hello
martin (26.04.2006, 00:26):
Original von Eric

Die Aufnahmequalität beschreibt meines Erachtens nach alles was durch die Aufnahmetechnik entsteht und zu hören ist z. B. Rauschen, Knacksen, Verzerrungen sowie andere Nebengeräusche, die nicht dem Musiksignal entspringen.
Ich muss allerdings ehrlich bemerken, dass ich diese Dinge auch erst höre, seit dem ich meinen Kopfhörer habe. Das Dumme ist nur, das ich mich dafür nicht besonders "anstrengen" muss.


Mein Gott Eric,

was hörst Du denn da alles? Rauschen hat sich spätestens seit der Einführung der CD erledigt. Knacksen? Entsteht doch nur, wenn man seine CDs nicht richtig pflegt. Verzerrungen? Also das verstehe ich überhaupt nicht. Das klingt wirklich als ob Du nur Aufnahmen aus den frühen 20ern hörst.

Ich gebe im übrigen Richard ( Rachmaninov) recht, entscheidend sind heute nicht mehr die technischen Faktoren ( jede Dorfkapelle arbeitet da heutzutage da mit technischen Möglichkeiten, die für Furtwängler pure Science Fiction gewesen sein müssen), sondern: Wie sind die Mikrophone ( unter besonderer Berücksichtigung des Aufnahmeorts) aufgestellt. Manche Aufnahmen klingen nämlich doch ganz anders als andere und das liegt an diesen Faktoren.

Wenn es um Aufnahmetechnik geht, würden mich ganz andere Dinge interessieren: Nämlich wie sah der Fortschritt der technischen Innovation im vergangenen Jahrhundert aus? Abgesehen von Mono, Stereo, Digital weiß man da so gut wie nichts. Ist da meinetwegen mal im Jahre 1934 ein zu jener Zeit besonders revolutionäres Aufnahmeequipment auf den Mark gekommen und wurde von der und der Firma eingesetzt? Von diesen Dingen weiß ich überhaupt nichts, ich weiß überhaupt nichts darüber, was denn das eigentlich für Geräte waren, die dann und dann zum Einsatz kamen. Also das würde mich schon mal interessieren. Vielleicht gibt es ja ein Buch darüber.
Tangua (26.04.2006, 11:42):
was hörst Du denn da alles? Rauschen hat sich spätestens seit der Einführung der CD erledigt. Knacksen? Entsteht doch nur, wenn man seine CDs nicht richtig pflegt. Verzerrungen? Also das verstehe ich überhaupt nicht.

Ist das Dein Ernst? Du hast auf einer CD noch nie Rauschen, Rauschfahnen gehört? Du Glücklicher!!! Selbst viele Digital-Aufnahmen rauschen doch, von den analogen, auf CD gebannten mal ganz zu schweigen. Und auch das leise Digital-Rausch kann bei Klaviermusik z.B. ganz schön stören, erst recht wenn man weiß, dass es eigentlich nicht sein müsste!!!
martin (26.04.2006, 12:42):
Lieber Tangua,

nein, ich höre so etwas nicht und ich achte auch nicht darauf. Als ich neulich Dream of Gerontius von Elgar mit Barbirolli hörte, da ist mir allerdings schon ein Rauschen aufgefallen. Die Aufnahme ist aus den frühen 60ern, das Werk hat noch eine ziemlich große Dynamik, kein Wunder, das es rauscht. Stört mich aber nicht sonderlich. Schnabels Beethovens Klaviersonaten höre ich auch sehr gerne, obwohl die sogar von 1932 - 1935 aufgenommen sind. Da sind dann allerdings schon Klangverzerrungen, selbst Bandlaufschwankungen zu hören.

Also bei Digitalaufnahmen ist mir noch nie ein Rauschen aufgefallen. Ich habe aber auch noch nie darauf geachtet. Das werde ich auch in Zukunft nicht tun. Ich habe im übrigen auch keine Spitzenmusikanlage, vielleicht macht auch das etwas aus.
Rachmaninov (26.04.2006, 18:30):
@Martin,

ein klassisches Beispiel für "schlechte" Aufnahme Qualität ist Verdis Requiem mit C.M Giulini bei EMI. Dort gibt es ganz eindeutig übersteuerte Stellen!

Sehr kritisch bzgl. der Aufnahmequalität ist auch der Aufnahmeort.
Insb. bei Violine oder Klaviersolo sehr entscheident.

Gruß
Jack Bristow (26.04.2006, 22:27):
Vielleicht wäre es gut, wenn Eric einige konkrete CDs, mit derne Klangqualität er nicht zufrieden ist, nenne; ich höre z.Zt. häufig am Rechner, zwar kein High-End, aber über recht ordentliche Aktiv-Monitore, die nicht sehr beschönigend sind. Gerade läuft Brahms 2. Konzert mit Rubinstein (1958), da nehme ich mit ca. 1,20 m Hörabstand kein Rauschen bewußt als störend wahr (obwohl die ganz gewiß rauscht). Auf einer guten Anlage nimmt man beim Abspielen über Boxen auch bei älterne Aufnahmen das Rauschen meist nicht wahr, es verschwindet "im Raum". Anlagen, die die Aufmerksamkeit des Hörers auf Nebengeräusche lenken, sind m.E. nicht gut.

viele Grüße

J. Bristow
Zelenka (27.04.2006, 19:15):
Flakfeuer (oder das was als solches interpretiert wird) kann auch zuweilen den Hörgenuß beeinträchtigen, wie in einer Stereoaufnahme (!) vom 23. Januar 1945 im Reichssender Berlin. Walter Gieseking spielte dort das 5. Klavierkonzert von Beethoven unter Artur Rother. Im übrigen eine sehr ansprechende Aufnahme. Sie ist gekoppelt mit einer Einspielung des ersten Konzerts unter Kubelik (ursprünglich EMI) bei Music & Arts. Notorisch sind auch die Scherzkekse, die Anfang der 50er Kracher losließen, als der alte Toscanini seine letzten Konzerte in London in der Royal Albert Hall gab (Brahms-Symphonien), zu hören bei Testament.

Merkwürdig, fiel mir ein, weil heute abend im Forum u.a. Giesekings Debussy in verschiedenen Versionen gehört wurde.

Gruß,

Zelenka
Cosima (27.04.2006, 19:42):
Original von Zelenka
Flakfeuer (oder das was als solches interpretiert wird) kann auch zuweilen den Hörgenuß beeinträchtigen,

:D Sehr hübsch formuliert. :D

Solange Flakfeuer nichts anderes als den Hörgenuss beeinträchtigt, geht es ja noch.

Auf der Pollini-CD mit den Davidsbündlern, die ansonsten klangtechnisch sehr gut ist, habe ich das Gefühl, als ob an drei Stellen im Hintergrund jemand ein Feuerzeug entzündet. Vielleicht musste Pollini zwischendurch eine Zigarette rauchen?

Ansonsten bin ich in Sachen Klangqualität nicht zimperlich.

Gruß, Cosima
Zelenka (27.04.2006, 20:02):
Original von Cosima
Original von Zelenka
Flakfeuer (oder das was als solches interpretiert wird) kann auch zuweilen den Hörgenuß beeinträchtigen,

:D Sehr hübsch formuliert. :D

Solange Flakfeuer nichts anderes als den Hörgenuss beeinträchtigt, geht es ja noch.

Auf der Pollini-CD mit den Davidsbündlern, die ansonsten klangtechnisch sehr gut ist, habe ich das Gefühl, als ob an drei Stellen im Hintergrund jemand ein Feuerzeug entzündet. Vielleicht musste Pollini zwischendurch eine Zigarette rauchen?

Ansonsten bin ich in Sachen Klangqualität nicht zimperlich.

Gruß, Cosima

Ich wahrscheinlich auch nicht, sonst würde ich keinen Gieseking aus den 30ern hören wollen. Aber wenn man Aufnahmen per Kopfhörer hört, was ich häufiger tue und tun muß, dann kann es quälend werden, und auch das Flakfeuer stört dann mehr als sonst.

Kann mir gar nicht vorstellen, daß der Pollini raucht.

Gruß,

Zelenka
Rachmaninov (27.04.2006, 20:07):
Original von Zelenka
Kann mir gar nicht vorstellen, daß der Pollini raucht.


Partituren 3/2006 schrieb:

....... Zugleich bleibt der Kettenraucher aber doch ........ :cool
Zelenka (27.04.2006, 20:12):
Original von Rachmaninov
Original von Zelenka
Kann mir gar nicht vorstellen, daß der Pollini raucht.


Partituren 3/2006 schrieb:

....... Zugleich bleibt der Kettenraucher aber doch ........ :cool

Ich bin sprachlos! Der Pollini ist ja einer!

Gruß,

Zelenka
Cosima (27.04.2006, 20:12):
Original von Rachmaninov
Original von Zelenka
Kann mir gar nicht vorstellen, daß der Pollini raucht.


Partituren 3/2006 schrieb:

....... Zugleich bleibt der Kettenraucher aber doch ........ :cool

:D

Wahrscheinlich stimmt dann mein Höreindruck doch und jemand hat ihm während der Aufnahme rasch eine Ziggi in den Mund geschoben. :P
Rachmaninov (27.04.2006, 20:33):
@Eric,

um nochmal auf Dein anfängliches Thema genauer einzugehen.
Also ich aknn mir das sehr gut vorstellen. Die Aufnahmequalität und Störgeräusche bei CD Produktionen stören mich durchaus auch bereits beim Hören über die Lautsprecher.

SO gibt es z.B. auf der Aufnahme der Bach VK mit Hilary Hahn beim Konzert für Violine und Oboe irgendein "Knacken". Keine Ahnung ob durch ein Instrument oder wodurch verursacht.
Es gibt Tage da merke ich es gar nicht, aber an anderen könnte ich dadurch wahnsinnig werden.

?( :I
Eric (27.04.2006, 20:47):
Original von Ganong
Im Zweifelsfall gilt der Satz "Eine herausragende Aufnahme hat vor der technisch besseren immer den Vorrang" . Richard hat dies im April 2005 an anderer Stelle anhand der Sofronitzkyaufnahmen beschrieben .


Dem kann ich mich nur anschließen, letztendlich entscheidet die Musik/Interpretation und lässt uns über Schwächen in der Aufnahmetechnik hinwegsehen.
Eine gutes Beispiel dafür sind die Lemminkäinen Legends von Sibelius (EMI). Trotzdem freue ich mich immer, wenn ich eine gute Aufnahme erwische.
Schließlich hört man immer nur das, was auf dem Tonträger gespeichert ist, inklusive aller Nebengeräusche...

Gruß, Eric :wink
Eric (27.04.2006, 20:57):
Original von Zelenka
Ich bin sprachlos! Der Pollini ist ja einer!


lol :rofl

Gruß, Eric
Eric (28.04.2006, 21:08):
Da wir hier über die Aufnahmequalität von Klassik-CD's sprechen, wäre es natürlich auch schön, wenn wir nun auch einige hervorragend aufgenommene Tonträger herausstellen könnten.

Ich besitze dessen zwei, diese CD's lassen was die Aufnahmequalität betrifft, fast keine Wünsche offen:


http://www.jpc.de/image/cover/front/0/1455491.jpg

Klang: 10
Aufnahme: 9.5


http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8657798.jpg


Klang: 10
Aufnahme: 9.5


Bin mal gespannt, welche "Schätze" in Eurem CD-Regal schlummern.. :wink


Lieben Gruß, Eric
Rachmaninov (28.04.2006, 21:42):
@Eric,

hatte ich doch richtig erkannt, daß Dein "Bild" ein Ausschnitt aus dem Cover einer Sibelius Einspielung von Segerstam ist :leb

Ein nicht nur musikalischer sondern auch audiophiler Hochgenuss ist diese Aufnahme aus den DECCA Studios Buenos Aires.
Die Aufnahme hatte ich mir mehrfach von Walter geliehen und mittlerweile bestellt.

GRANDIOSES Erlebnis :down :down
Eric (29.04.2006, 18:30):
Original von Rachmaninov
@Eric,

hatte ich doch richtig erkannt, daß Dein "Bild" ein Ausschnitt aus dem Cover einer Sibelius Einspielung von Segerstam ist :leb


Du hast ganz recht, dieses Werk hat mich auch wirklich berührt! :beer

Gruß, Eric
Eric (13.05.2006, 23:28):
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4921923.jpg

Klang: 10
Aufnahme: 9.5

Gruß, Eric :wink
Rachmaninov (13.01.2007, 18:49):
In den letzten Tagen hörte ich wieder einige CD's von Label, die wirklich sehr viel Wert auf die Aufnahmequalität legen.

Natürlich hat die Interpretation für mich den Vorrang aber es ist schon erstaunlich wie eine richtig gut gemachte Aufnahme, die einen mit brilliantem Klang und Räumlichkeit verwöhnt doch einfach irre viel Spaß bereitet.
Rachmaninov (21.02.2007, 06:50):
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5849111.jpg

gestern hörte ich die 7. Sinfonie von Schostakowitsch in der Aufnahme mit Kitajenko gehört.

Es ist einfach eine Freude eine derart exelent aufgenommene Einspielung zu hören.
Die Pauken im ersten Satz kommen so bedrohlich über. So prägnant erschienen sie mir bisher noch nie. Wie Artellerietreffen unterlegten sie das Invasionsthema...
LazarusLong (27.02.2007, 14:54):
Wenn ihr Probleme mit Rauschen habt, dann versucht doch erstmal den Anlagen das Rauschen auszutreiben.
Je Gerät eine Gehäuseschraube blankmachen, Gehäuse an der Stelle natürlich auch, mit 10mm Erdungsband die Gehäuse verbinden und das ganze erden. Kann unter Umständen insbesondere bei preiwerteren Anlagen Wunder wirken. (Natürlich nur bei Metallgehäusen, Plastik wäre dann etwas aufwendiger).

Frank
Eric (23.04.2006, 00:27):
Ich möchte hier mal ein Thema ansprechen, das mich seit dem Kauf meines Kopfhörers beschäftigt, die Aufnahmequalität von Klassik-CD's.
Ich spreche hier bewußt von Aufnahmequalität, nicht zu verwechseln mit der Klangqualität, die meistens doch recht ansprechend ist.
Gerade klassische Musik ist aufgrund der häufigen Dynamiksprünge sehr "empfindlich" was die Aufnahmequalität betrifft.
Nicht als störend empfinde ich Atemgeräusche der Künstler, Griffgeräusche und solche Dinge, ich meine die Technik. Man hört die unterschiedlichsten Sachen: Schallplatten-Rauschen, Knacksen, Verzerrungen, Vibrationen...
Mich stören diese Unzulänglichkeiten in der Aufnahmetechnik bisweilen doch sehr, wie kommt Ihr damit zurecht? Gibt es Label die sich durch gute Aufnahmequalität auszeichnen oder findet man "schlechte Aufnahmen" überall? Was haltet Ihr von der Anregung, bei künftigen Beiträgen (z.B. was höre ich gerade jetzt), ein Wort zur Aufnahmequalität zu sagen?

Liebe Grüße, Eric :wink
Rachmaninov (23.04.2006, 00:35):
@Eric,

ein sehr schönen und wie ich meine sehr wichtiges Thema.

Geräusche durch Atmen oder Griffe stören mich ebenfalls nicht, sie gehören einfach zur von Menschen gespielten Musik dazu.

Aber insgesamt empfinde ich die Aufnahmequalität als ein sehr wichtiges Kriterium. So gibt es Aufnahmen wo nach meinem Geschmack viel zu deutlich zu hören ist das die Microphone sehr nah an den Interpreten angeordnet sind.
Das klingt dann für mich etwas unnatürlich. So etwas kommt leider oft bei Kammermusikaufnahmen vor.

Andere Beispiele gibt es bei Aufnahmen von Konzerten. Oft geht der Solist einfach "unter". Hier hat sicherlich auch der Ort der Aufnahme und seine Klangeigenschaft einen erheblichen Anteil.

Zu den Labels. Ja, ich finde es gibt Labels, die tendenziell meinem persönlichen Klangempfinden näher kommen und welche bei denen ist oft was die Aufnahmequalität angeht weniger zufrieden bin.
Von EMI fällt mir spontan keine wirklich überzeugende Aufnahme ein.
Dafür würde ich aber behaupten das BIS, Decca und RCA ganz tolle Aufnahmen bereits produziert haben was die Aufnahmequalität angeht!
Ganong (23.04.2006, 16:48):
Lieber Rolf ,
ich stimme Dir und Richard absolut zu , dass die EMI ganz hörbar technische Finessen n i e intereessiert haben . Das beste Beispiel für mich sind alle Callas - Aufnahmen der EMi in den mehreren remasterden versionen . Nachzulesen in allen Einzelheiten in den beiden Aufsätzen von Dr. E. Seltzky ( 2000 und 2002 ) . Bitte über Google suchen .
Mich wundert dies um so mehr als ein im besten Klangfetischist wie Karjan bei EMi sehr viele , und vielleicht seine bedeutensten Aufnahmen , aufgenommen hat .
Im Zweifelsfall gilt der Satz " Eine herausragende Aufanhem hat vor der technische besseren immer den Vorrang" . Richard hat dies im April 2005 an anderer Stelle anhand der Sofronitzkyaufnahmen beschrieben .
Ob die SACD-Aufnahmen nicht nur mehr Geld in die Kassen der Plattenfirmen bringen soll , ist j anicht unumstritten .
Dass TOSHIBA - EMi in Japan wesentlich bessere Leistungen gebracht hat ,, bweiseisen alle 2005 durch sie überarbeiteten früheren LPs von Alexis Weissenberg ( Mozart , Brahms , Rachmaninov ; Beethoven ) .
Viele Grüsse , Frank
Eric (23.04.2006, 21:49):
Hallo Rolf,

ich höre mit dem Beyerdynamic DT880 (Modell 2006), ich habe dazu schon einen Beitrag in die Technikecke geschrieben.
Wenn ich meine bescheidene Klassiksammlung in Bezug auf die Aufnahmequalität (nicht die Klangqualität) objektiv zu bewerten versuche, ergibt sich folgendes Bild:

1. RPO/RCA
2. DG
3. Hyperion/Naxos
4. CPO
5. EMI (tatsächlich auf dem letzten Platz..)

Natürlich rein subjektiv und ohne Wertung! :wink

Gruß, Eric
Carola (23.04.2006, 23:07):
Ich finde, die CD´s von Chandos klingen außergewöhnlich gut.

Allerdings versuche ich, in diesem Punkt nicht zu empfindlich zu sein, schließlich geht es in erster Linie um die Musik selbst, nicht um die Technik. Wenn ich daran denke, wie entzückt Hans Castorp im wunderbaren Kapitel "Fülle des Wohllauts" aus Thomas Manns Zauberberg der Musik zuhört, die aus einen Grammophon kam - besonders gut wird das für unsere Ansprüche nicht geklungen haben. Brendel schreibt in diesem Zusammenhang irgendwo von unseren heutzutage "schnell beleidigten Ohren", vielleicht auch verwöhnten Ohren?

Davon abgesehen: Wie unterscheidet Ihr denn solche Finessen wie Aufnahme- und Klangqualität? Ich meine nicht nur in der Definition, sondern beim Hören selbst. Kann man den Unterschied wirklich hören? Woran?

So weit so ketzerisch von Carola
Eric (24.04.2006, 19:45):
Original von Zelenka


..wieder Spatzen in einer Aufnahme von Holsts "Planeten" auf dem billigen RPO-Label (längst ausgesondert)..

Du wirst lachen, diese unglaublich günstige CD finde ich überaus gelungen (Hochpreisniveau)!

Musik: 10
Interpretation: 10
Aufnahme: 9
Klang: 10

An welcher Stelle hörst du denn die Spatzen..? :D

Gruß, Eric :wink
Zelenka (25.04.2006, 12:48):
Original von Zelenka
Original von Eric
Original von Zelenka


..wieder Spatzen in einer Aufnahme von Holsts "Planeten" auf dem billigen RPO-Label (längst ausgesondert)..

Du wirst lachen, diese unglaublich günstige CD finde ich überaus gelungen (Hochpreisniveau)!

Musik: 10
Interpretation: 10
Aufnahme: 9
Klang: 10

An welcher Stelle hörst du denn die Spatzen..? :D

Gruß, Eric :wink

Lieber Eric:

Am Anfang von "Uranus". Die Aufnahme ist, da stimme ich Dir zu, ansonsten überhaupt nicht schlecht. Im Gegenteil!

Gruß,

Zelenka

Um möglichen Mißverständnissen vorzubeugen: Ich habe eine 1994 erschienene Aufnahme unter der Leitung von Vernon Handley gemeint. Sie ist immer schon billig gewesen, und derzeit kann man die Spatzen sogar für EUR 4.99 auf SACD hören.

Gruß,

Zelenka
Eric (25.04.2006, 20:14):
Hallo Zelenka,

ich habe die Spatzen tatsächlich gehört! Ich muß jedoch sagen, sie fügen sich recht gut ins Klangbild.. :D
Nein im Ernst, es stört mich nicht wirklich, da habe ich schon schlimmeres gehört z.B. übersteuerte Aufnahmen/Verzerrungen.

Gruß, Eric :wink
Zelenka (25.04.2006, 20:28):
Original von Eric
Hallo Zelenka,

ich habe die Spatzen tatsächlich gehört! Ich muß jedoch sagen, sie fügen sich recht gut ins Klangbild.. :D
Nein im Ernst, es stört mich nicht wirklich, da habe ich schon schlimmeres gehört z.B. übersteuerte Aufnahmen/Verzerrungen.

Gruß, Eric :wink

Ja, die Spatzen sind eher putzig :J.

Gruß,

Zelenka
martin (25.04.2006, 20:38):
Die Spatzen ( ob es aber wirklich Spatzen sind, kann ich als Nichtornithologe nicht beurteilen) habe ich auf der Holst CD (RPO, Handley) auch gehört. Aber eine Klassescheibe und superbilig ! Allerdings braucht man dann schon Kopfhörer, über Boxen würde ich meinen Nachbarn diese Lautstärke nicht zumuten. :rofl

Gruß Martin
Eric (25.04.2006, 21:25):
Original von Carola
Davon abgesehen: Wie unterscheidet Ihr denn solche Finessen wie Aufnahme- und Klangqualität? Ich meine nicht nur in der Definition, sondern beim Hören selbst. Kann man den Unterschied wirklich hören? Woran?




Hallo Carola,

mit Klangqualität meine ich schlicht die Qualität der Musikwiedergabe. Die Aufnahmequalität beschreibt meines Erachtens nach alles was durch die Aufnahmetechnik entsteht und zu hören ist z. B. Rauschen, Knacksen, Verzerrungen sowie andere Nebengeräusche, die nicht dem Musiksignal entspringen.
Ich muss allerdings ehrlich bemerken, dass ich diese Dinge auch erst höre, seit dem ich meinen Kopfhörer habe. Das Dumme ist nur, das ich mich dafür nicht besonders "anstrengen" muss.. :D


Liebe Grüße, Eric :hello
martin (26.04.2006, 00:26):
Original von Eric

Die Aufnahmequalität beschreibt meines Erachtens nach alles was durch die Aufnahmetechnik entsteht und zu hören ist z. B. Rauschen, Knacksen, Verzerrungen sowie andere Nebengeräusche, die nicht dem Musiksignal entspringen.
Ich muss allerdings ehrlich bemerken, dass ich diese Dinge auch erst höre, seit dem ich meinen Kopfhörer habe. Das Dumme ist nur, das ich mich dafür nicht besonders "anstrengen" muss.


Mein Gott Eric,

was hörst Du denn da alles? Rauschen hat sich spätestens seit der Einführung der CD erledigt. Knacksen? Entsteht doch nur, wenn man seine CDs nicht richtig pflegt. Verzerrungen? Also das verstehe ich überhaupt nicht. Das klingt wirklich als ob Du nur Aufnahmen aus den frühen 20ern hörst.

Ich gebe im übrigen Richard ( Rachmaninov) recht, entscheidend sind heute nicht mehr die technischen Faktoren ( jede Dorfkapelle arbeitet da heutzutage da mit technischen Möglichkeiten, die für Furtwängler pure Science Fiction gewesen sein müssen), sondern: Wie sind die Mikrophone ( unter besonderer Berücksichtigung des Aufnahmeorts) aufgestellt. Manche Aufnahmen klingen nämlich doch ganz anders als andere und das liegt an diesen Faktoren.

Wenn es um Aufnahmetechnik geht, würden mich ganz andere Dinge interessieren: Nämlich wie sah der Fortschritt der technischen Innovation im vergangenen Jahrhundert aus? Abgesehen von Mono, Stereo, Digital weiß man da so gut wie nichts. Ist da meinetwegen mal im Jahre 1934 ein zu jener Zeit besonders revolutionäres Aufnahmeequipment auf den Mark gekommen und wurde von der und der Firma eingesetzt? Von diesen Dingen weiß ich überhaupt nichts, ich weiß überhaupt nichts darüber, was denn das eigentlich für Geräte waren, die dann und dann zum Einsatz kamen. Also das würde mich schon mal interessieren. Vielleicht gibt es ja ein Buch darüber.
Tangua (26.04.2006, 11:42):
was hörst Du denn da alles? Rauschen hat sich spätestens seit der Einführung der CD erledigt. Knacksen? Entsteht doch nur, wenn man seine CDs nicht richtig pflegt. Verzerrungen? Also das verstehe ich überhaupt nicht.

Ist das Dein Ernst? Du hast auf einer CD noch nie Rauschen, Rauschfahnen gehört? Du Glücklicher!!! Selbst viele Digital-Aufnahmen rauschen doch, von den analogen, auf CD gebannten mal ganz zu schweigen. Und auch das leise Digital-Rausch kann bei Klaviermusik z.B. ganz schön stören, erst recht wenn man weiß, dass es eigentlich nicht sein müsste!!!
martin (26.04.2006, 12:42):
Lieber Tangua,

nein, ich höre so etwas nicht und ich achte auch nicht darauf. Als ich neulich Dream of Gerontius von Elgar mit Barbirolli hörte, da ist mir allerdings schon ein Rauschen aufgefallen. Die Aufnahme ist aus den frühen 60ern, das Werk hat noch eine ziemlich große Dynamik, kein Wunder, das es rauscht. Stört mich aber nicht sonderlich. Schnabels Beethovens Klaviersonaten höre ich auch sehr gerne, obwohl die sogar von 1932 - 1935 aufgenommen sind. Da sind dann allerdings schon Klangverzerrungen, selbst Bandlaufschwankungen zu hören.

Also bei Digitalaufnahmen ist mir noch nie ein Rauschen aufgefallen. Ich habe aber auch noch nie darauf geachtet. Das werde ich auch in Zukunft nicht tun. Ich habe im übrigen auch keine Spitzenmusikanlage, vielleicht macht auch das etwas aus.
Rachmaninov (26.04.2006, 18:30):
@Martin,

ein klassisches Beispiel für "schlechte" Aufnahme Qualität ist Verdis Requiem mit C.M Giulini bei EMI. Dort gibt es ganz eindeutig übersteuerte Stellen!

Sehr kritisch bzgl. der Aufnahmequalität ist auch der Aufnahmeort.
Insb. bei Violine oder Klaviersolo sehr entscheident.

Gruß
Jack Bristow (26.04.2006, 22:27):
Vielleicht wäre es gut, wenn Eric einige konkrete CDs, mit derne Klangqualität er nicht zufrieden ist, nenne; ich höre z.Zt. häufig am Rechner, zwar kein High-End, aber über recht ordentliche Aktiv-Monitore, die nicht sehr beschönigend sind. Gerade läuft Brahms 2. Konzert mit Rubinstein (1958), da nehme ich mit ca. 1,20 m Hörabstand kein Rauschen bewußt als störend wahr (obwohl die ganz gewiß rauscht). Auf einer guten Anlage nimmt man beim Abspielen über Boxen auch bei älterne Aufnahmen das Rauschen meist nicht wahr, es verschwindet "im Raum". Anlagen, die die Aufmerksamkeit des Hörers auf Nebengeräusche lenken, sind m.E. nicht gut.

viele Grüße

J. Bristow
Zelenka (27.04.2006, 19:15):
Flakfeuer (oder das was als solches interpretiert wird) kann auch zuweilen den Hörgenuß beeinträchtigen, wie in einer Stereoaufnahme (!) vom 23. Januar 1945 im Reichssender Berlin. Walter Gieseking spielte dort das 5. Klavierkonzert von Beethoven unter Artur Rother. Im übrigen eine sehr ansprechende Aufnahme. Sie ist gekoppelt mit einer Einspielung des ersten Konzerts unter Kubelik (ursprünglich EMI) bei Music & Arts. Notorisch sind auch die Scherzkekse, die Anfang der 50er Kracher losließen, als der alte Toscanini seine letzten Konzerte in London in der Royal Albert Hall gab (Brahms-Symphonien), zu hören bei Testament.

Merkwürdig, fiel mir ein, weil heute abend im Forum u.a. Giesekings Debussy in verschiedenen Versionen gehört wurde.

Gruß,

Zelenka
Cosima (27.04.2006, 19:42):
Original von Zelenka
Flakfeuer (oder das was als solches interpretiert wird) kann auch zuweilen den Hörgenuß beeinträchtigen,

:D Sehr hübsch formuliert. :D

Solange Flakfeuer nichts anderes als den Hörgenuss beeinträchtigt, geht es ja noch.

Auf der Pollini-CD mit den Davidsbündlern, die ansonsten klangtechnisch sehr gut ist, habe ich das Gefühl, als ob an drei Stellen im Hintergrund jemand ein Feuerzeug entzündet. Vielleicht musste Pollini zwischendurch eine Zigarette rauchen?

Ansonsten bin ich in Sachen Klangqualität nicht zimperlich.

Gruß, Cosima
Zelenka (27.04.2006, 20:02):
Original von Cosima
Original von Zelenka
Flakfeuer (oder das was als solches interpretiert wird) kann auch zuweilen den Hörgenuß beeinträchtigen,

:D Sehr hübsch formuliert. :D

Solange Flakfeuer nichts anderes als den Hörgenuss beeinträchtigt, geht es ja noch.

Auf der Pollini-CD mit den Davidsbündlern, die ansonsten klangtechnisch sehr gut ist, habe ich das Gefühl, als ob an drei Stellen im Hintergrund jemand ein Feuerzeug entzündet. Vielleicht musste Pollini zwischendurch eine Zigarette rauchen?

Ansonsten bin ich in Sachen Klangqualität nicht zimperlich.

Gruß, Cosima

Ich wahrscheinlich auch nicht, sonst würde ich keinen Gieseking aus den 30ern hören wollen. Aber wenn man Aufnahmen per Kopfhörer hört, was ich häufiger tue und tun muß, dann kann es quälend werden, und auch das Flakfeuer stört dann mehr als sonst.

Kann mir gar nicht vorstellen, daß der Pollini raucht.

Gruß,

Zelenka
Rachmaninov (27.04.2006, 20:07):
Original von Zelenka
Kann mir gar nicht vorstellen, daß der Pollini raucht.


Partituren 3/2006 schrieb:

....... Zugleich bleibt der Kettenraucher aber doch ........ :cool
Zelenka (27.04.2006, 20:12):
Original von Rachmaninov
Original von Zelenka
Kann mir gar nicht vorstellen, daß der Pollini raucht.


Partituren 3/2006 schrieb:

....... Zugleich bleibt der Kettenraucher aber doch ........ :cool

Ich bin sprachlos! Der Pollini ist ja einer!

Gruß,

Zelenka
Cosima (27.04.2006, 20:12):
Original von Rachmaninov
Original von Zelenka
Kann mir gar nicht vorstellen, daß der Pollini raucht.


Partituren 3/2006 schrieb:

....... Zugleich bleibt der Kettenraucher aber doch ........ :cool

:D

Wahrscheinlich stimmt dann mein Höreindruck doch und jemand hat ihm während der Aufnahme rasch eine Ziggi in den Mund geschoben. :P
Rachmaninov (27.04.2006, 20:33):
@Eric,

um nochmal auf Dein anfängliches Thema genauer einzugehen.
Also ich aknn mir das sehr gut vorstellen. Die Aufnahmequalität und Störgeräusche bei CD Produktionen stören mich durchaus auch bereits beim Hören über die Lautsprecher.

SO gibt es z.B. auf der Aufnahme der Bach VK mit Hilary Hahn beim Konzert für Violine und Oboe irgendein "Knacken". Keine Ahnung ob durch ein Instrument oder wodurch verursacht.
Es gibt Tage da merke ich es gar nicht, aber an anderen könnte ich dadurch wahnsinnig werden.

?( :I
Eric (27.04.2006, 20:47):
Original von Ganong
Im Zweifelsfall gilt der Satz "Eine herausragende Aufnahme hat vor der technisch besseren immer den Vorrang" . Richard hat dies im April 2005 an anderer Stelle anhand der Sofronitzkyaufnahmen beschrieben .


Dem kann ich mich nur anschließen, letztendlich entscheidet die Musik/Interpretation und lässt uns über Schwächen in der Aufnahmetechnik hinwegsehen.
Eine gutes Beispiel dafür sind die Lemminkäinen Legends von Sibelius (EMI). Trotzdem freue ich mich immer, wenn ich eine gute Aufnahme erwische.
Schließlich hört man immer nur das, was auf dem Tonträger gespeichert ist, inklusive aller Nebengeräusche...

Gruß, Eric :wink
Eric (27.04.2006, 20:57):
Original von Zelenka
Ich bin sprachlos! Der Pollini ist ja einer!


lol :rofl

Gruß, Eric
Eric (28.04.2006, 21:08):
Da wir hier über die Aufnahmequalität von Klassik-CD's sprechen, wäre es natürlich auch schön, wenn wir nun auch einige hervorragend aufgenommene Tonträger herausstellen könnten.

Ich besitze dessen zwei, diese CD's lassen was die Aufnahmequalität betrifft, fast keine Wünsche offen:


http://www.jpc.de/image/cover/front/0/1455491.jpg

Klang: 10
Aufnahme: 9.5


http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8657798.jpg


Klang: 10
Aufnahme: 9.5


Bin mal gespannt, welche "Schätze" in Eurem CD-Regal schlummern.. :wink


Lieben Gruß, Eric
Rachmaninov (28.04.2006, 21:42):
@Eric,

hatte ich doch richtig erkannt, daß Dein "Bild" ein Ausschnitt aus dem Cover einer Sibelius Einspielung von Segerstam ist :leb

Ein nicht nur musikalischer sondern auch audiophiler Hochgenuss ist diese Aufnahme aus den DECCA Studios Buenos Aires.
Die Aufnahme hatte ich mir mehrfach von Walter geliehen und mittlerweile bestellt.

GRANDIOSES Erlebnis :down :down
Eric (29.04.2006, 18:30):
Original von Rachmaninov
@Eric,

hatte ich doch richtig erkannt, daß Dein "Bild" ein Ausschnitt aus dem Cover einer Sibelius Einspielung von Segerstam ist :leb


Du hast ganz recht, dieses Werk hat mich auch wirklich berührt! :beer

Gruß, Eric
Eric (13.05.2006, 23:28):
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4921923.jpg

Klang: 10
Aufnahme: 9.5

Gruß, Eric :wink
Rachmaninov (13.01.2007, 18:49):
In den letzten Tagen hörte ich wieder einige CD's von Label, die wirklich sehr viel Wert auf die Aufnahmequalität legen.

Natürlich hat die Interpretation für mich den Vorrang aber es ist schon erstaunlich wie eine richtig gut gemachte Aufnahme, die einen mit brilliantem Klang und Räumlichkeit verwöhnt doch einfach irre viel Spaß bereitet.
Rachmaninov (21.02.2007, 06:50):
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5849111.jpg

gestern hörte ich die 7. Sinfonie von Schostakowitsch in der Aufnahme mit Kitajenko gehört.

Es ist einfach eine Freude eine derart exelent aufgenommene Einspielung zu hören.
Die Pauken im ersten Satz kommen so bedrohlich über. So prägnant erschienen sie mir bisher noch nie. Wie Artellerietreffen unterlegten sie das Invasionsthema...
LazarusLong (27.02.2007, 14:54):
Wenn ihr Probleme mit Rauschen habt, dann versucht doch erstmal den Anlagen das Rauschen auszutreiben.
Je Gerät eine Gehäuseschraube blankmachen, Gehäuse an der Stelle natürlich auch, mit 10mm Erdungsband die Gehäuse verbinden und das ganze erden. Kann unter Umständen insbesondere bei preiwerteren Anlagen Wunder wirken. (Natürlich nur bei Metallgehäusen, Plastik wäre dann etwas aufwendiger).

Frank