ich habe im Threadtitel bewußt nicht Klavierkonzerte Nr.1 - 3 geschrieben, denn auch das fantastische Klavierkonzert für 2Klaviere, Schlagzeug und Orchester, sowie die Phaposoy op.1 gehören dazu.
Erstmal möchte ich erwähnen, dass die Bartok - Klavierkonzerte eine sehr sehr lohnende Entdeckung sind und das es wirklich zahlreiche Aufnahmen gibt, die wirklich fast alle auf ihre Art mehr oder weniger überzeugen. Zum richtigen Verständnis war bei mir ein langer Weg erforderlich.
Meine erste Begegnung mit dem Klavierkonzert Nr.1 - 3 war die DG-Doppel- LP der Anda/Fricsay-Aufnahme Ende der 70erJahre. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht soweit, die Konzerte richtig zu verstehen. Ich fand ganz interessant was ich da hörte (keinesfalls langweilig), aber die Doppel-LP blieb erstmal mehrere Jahre im Schrank.
Erst ca.mitte der 80er Jahre hatte ich wieder Lust mich mal intensiv mit der Materie Bartok auseinanderzusetzen und jetzt war auch die CD mittlerweile eingeführt !! :beer Den Anlaß für mein wiederentdecktes Interesse an den Bartok-Klavierkonzerte hat das Konzert für 2Klaviere,Schlagzeug und Orchester gegeben, das ich zuerst in einer amerikanischen CBS-LP (heute auch auf SONY-CD) mit Artur Gold und Robert Fizdale / NewYorker PH / Bernstein gekauft hatte, das mich von Anfang an begeistert hatte. Nun wollte ich die Klavierkonzerte auch richtig kennen lernen.
:) Meine CD-Aufnahme mit Pollini / Chicago SO / Abbado auf DG von den Klavierkonzerten Nr.1 und 2 hat mich dann ebenfalls bis aufs äußerste begeistert und ich möchte diese Version als eine der besten Aufnahmen überhaupt bezeichnen. Auch die folkloristischen Elemente werden von Pollini/Abbado sehr schön herausgestellt.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4305268.jpg DG, DDD, Damals hatte die CD noch das DG-Cover mit dem großen DG-Symbol und ohne Strawinsky. Ein referenzwürdige Aufnahme !
:) Eine weitere Vergleichsinterpretation der Bartok-Klavierkonzerte mußte her. Es war die Ashkenazy-Aufnahme mit dem CSO / Solti (Decca), die auch das Konzert für 2Klaviere und Schlagzeug (in der Version ohne Orchester) enthält. Auch diese mit wiederum neuem, anderen Interpretationsansatz hat mich mehr als begeistert. Ich weiß, gerade die Ashkenazy/Solti-Interpretation ist sehr umstritten. Solti und Ashkenazy sind sich allerdings sehr einig in der Auffassung die brutissmen des Werkes besonders stark herauszustellen, aber ich finde gerade das macht die Aufnahme so spannend und interessant.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7134254.jpg Decca, DDD, Diese CD gibt es jetzt in dieser Kopplung ohne das Konzert für 2Klaviere, Schlagzeug, wie bei mir als Doppel-CD.
:) Die o.g. SONY-Doppel-CD mit der Superaufnahme des Konzertes für 2Klaviere und Orchester enthält auch die Aufnahme der Klavierkonzertes Nr.1-3 mit Entremont/NewYorkerPH/Bernstein. Würde man alle anderen genannten Aufnahmen nicht kennen, so könnte man zufrieden sein, aber da Ashkenazy wesentlich zupackender, Pollini wesentlich präziser und schöner und Anda so klassisch perfekt spielen, muß man diese Aufnahme einfach abhaken - hinzu kommt noch eine Klangquaität, die den Genannten nachsteht.
Bei diesem "Werdegang" habe ich auch immer wieder mal die Anda/Fricsay-Aufnahme(DG), die ich als klassische Aufnahme bezeichnen möchte, mit den vorgenannten verglichen. Anda bietet einen ganz anderen Interpretationsansatz, der mir persönlich nicht so liegt wie Ashkenazy´s oder Pollini´s wesentlich härtere Sicht der Klavierkonzerte. Die meisten Bartok-Anhänger favorisieren diese Anda - Aufnahme und halten diese für die Beste. Vielleicht liegt es bei mir auch daran, das mein erster Kontakt mit den Klavierkonzerten und dieser Aufnahme damals kein Erfolg waren.
:times10 Die Klavierkonzerte ist so interessant komponiert, das mir bisher jede Aufnahme auf ihre Art eine große Wertschätzung für das Werk bedeuten. Das sind Werke die mir sehr am Herzen liegen - von meinem Lieblingskomponisten Bartok.
Rachmaninov (06.12.2007, 07:41): Original von teleton Bei diesem "Werdegang" habe ich auch immer wieder mal die Anda/Fricsay-Aufnahme(DG), die ich als klassische Aufnahme bezeichnen möchte, mit den vorgenannten verglichen. Anda bietet einen ganz anderen Interpretationsansatz, der mir persönlich nicht so liegt wie Ashkenazy´s oder Pollini´s wesentlich härtere Sicht der Klavierkonzerte. Die meisten Bartok-Anhänger favorisieren diese Anda - Aufnahme und halten diese für die Beste. Vielleicht liegt es bei mir auch daran, das mein erster Kontakt mit den Klavierkonzerten und dieser Aufnahme damals kein Erfolg waren.
:times10 Die Klavierkonzerte ist so interessant komponiert, das mir bisher jede Aufnahme auf ihre Art eine große Wertschätzung für das Werk bedeuten. Das sind Werke die mir sehr am Herzen liegen - von meinem Lieblingskomponisten Bartok.
@teleton,
ich muss gestehen lediglich die von Dir genannte Anda Aufnahme im Regal stehen zu haben. Obwohl ich Fricsay sehr schätze konnte ich mich bis heute für diese Konzerte nicht sonderlich begeistern. Dies gilt wohl für Bartok im allgemeinen. Wahrscheinlich werde ich ihn irgendwann für mich entdecken, ist aber noch nicht passiert....
BTW, kennst Du die Aufnahme mit Zimerman, Andsnes, Grumaud und Boulez
teleton (06.12.2007, 08:27): Hallo Rachmaninv,
bei mir war es auch so, wie ich bereits erwähnte: Meine erste Begegnung mit dem Klavierkonzert Nr.1 - 3 war die DG-Doppel- LP der Anda/Fricsay-Aufnahme Ende der 70erJahre. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht soweit, die Konzerte richtig zu verstehen. Ich fand ganz interessant was ich da hörte (keinesfalls langweilig), aber die Doppel-LP blieb erstmal mehrere Jahre im Schrank. Heute ist Bartok (und Schostakowitsch) mein Lieblingskomponist !
Leider werde ich wohl nie zur allgemein hochgeschätzten Anda/Fricsay - Aufnahme(DG) finden, da mir Pollini, Ashkenazy, Entremont einfach mehr liegen. Der Interpretationsunterschied zwischen diesen zu Anda ist erheblich, ja frapant. Ich weis nicht wieso, aber in diesen erstgehörten Aufnahmen sprechen mich die Werke einfach nicht an.
Die Boulez-Aufnahmen mit den drei unterschiedlichen Pianisten für alle 3 Konzerte kenne ich nicht. Sie ist einerseits sehr umstritten und wird andererseits hochgelobt. :beer Mir reicht Pollini und Ashkenazy, da ich mir kaum vorstellen kann und will, dass diese noch zu toppen wären.
ich habe im Threadtitel bewußt nicht Klavierkonzerte Nr.1 - 3 geschrieben, denn auch das fantastische Klavierkonzert für 2Klaviere, Schlagzeug und Orchester, sowie die Phaposoy op.1 gehören dazu.
Erstmal möchte ich erwähnen, dass die Bartok - Klavierkonzerte eine sehr sehr lohnende Entdeckung sind und das es wirklich zahlreiche Aufnahmen gibt, die wirklich fast alle auf ihre Art mehr oder weniger überzeugen. Zum richtigen Verständnis war bei mir ein langer Weg erforderlich.
Meine erste Begegnung mit dem Klavierkonzert Nr.1 - 3 war die DG-Doppel- LP der Anda/Fricsay-Aufnahme Ende der 70erJahre. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht soweit, die Konzerte richtig zu verstehen. Ich fand ganz interessant was ich da hörte (keinesfalls langweilig), aber die Doppel-LP blieb erstmal mehrere Jahre im Schrank.
Erst ca.mitte der 80er Jahre hatte ich wieder Lust mich mal intensiv mit der Materie Bartok auseinanderzusetzen und jetzt war auch die CD mittlerweile eingeführt !! :beer Den Anlaß für mein wiederentdecktes Interesse an den Bartok-Klavierkonzerte hat das Konzert für 2Klaviere,Schlagzeug und Orchester gegeben, das ich zuerst in einer amerikanischen CBS-LP (heute auch auf SONY-CD) mit Artur Gold und Robert Fizdale / NewYorker PH / Bernstein gekauft hatte, das mich von Anfang an begeistert hatte. Nun wollte ich die Klavierkonzerte auch richtig kennen lernen.
:) Meine CD-Aufnahme mit Pollini / Chicago SO / Abbado auf DG von den Klavierkonzerten Nr.1 und 2 hat mich dann ebenfalls bis aufs äußerste begeistert und ich möchte diese Version als eine der besten Aufnahmen überhaupt bezeichnen. Auch die folkloristischen Elemente werden von Pollini/Abbado sehr schön herausgestellt.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4305268.jpg DG, DDD, Damals hatte die CD noch das DG-Cover mit dem großen DG-Symbol und ohne Strawinsky. Ein referenzwürdige Aufnahme !
:) Eine weitere Vergleichsinterpretation der Bartok-Klavierkonzerte mußte her. Es war die Ashkenazy-Aufnahme mit dem CSO / Solti (Decca), die auch das Konzert für 2Klaviere und Schlagzeug (in der Version ohne Orchester) enthält. Auch diese mit wiederum neuem, anderen Interpretationsansatz hat mich mehr als begeistert. Ich weiß, gerade die Ashkenazy/Solti-Interpretation ist sehr umstritten. Solti und Ashkenazy sind sich allerdings sehr einig in der Auffassung die brutissmen des Werkes besonders stark herauszustellen, aber ich finde gerade das macht die Aufnahme so spannend und interessant.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7134254.jpg Decca, DDD, Diese CD gibt es jetzt in dieser Kopplung ohne das Konzert für 2Klaviere, Schlagzeug, wie bei mir als Doppel-CD.
:) Die o.g. SONY-Doppel-CD mit der Superaufnahme des Konzertes für 2Klaviere und Orchester enthält auch die Aufnahme der Klavierkonzertes Nr.1-3 mit Entremont/NewYorkerPH/Bernstein. Würde man alle anderen genannten Aufnahmen nicht kennen, so könnte man zufrieden sein, aber da Ashkenazy wesentlich zupackender, Pollini wesentlich präziser und schöner und Anda so klassisch perfekt spielen, muß man diese Aufnahme einfach abhaken - hinzu kommt noch eine Klangquaität, die den Genannten nachsteht.
Bei diesem "Werdegang" habe ich auch immer wieder mal die Anda/Fricsay-Aufnahme(DG), die ich als klassische Aufnahme bezeichnen möchte, mit den vorgenannten verglichen. Anda bietet einen ganz anderen Interpretationsansatz, der mir persönlich nicht so liegt wie Ashkenazy´s oder Pollini´s wesentlich härtere Sicht der Klavierkonzerte. Die meisten Bartok-Anhänger favorisieren diese Anda - Aufnahme und halten diese für die Beste. Vielleicht liegt es bei mir auch daran, das mein erster Kontakt mit den Klavierkonzerten und dieser Aufnahme damals kein Erfolg waren.
:times10 Die Klavierkonzerte ist so interessant komponiert, das mir bisher jede Aufnahme auf ihre Art eine große Wertschätzung für das Werk bedeuten. Das sind Werke die mir sehr am Herzen liegen - von meinem Lieblingskomponisten Bartok.
Rachmaninov (06.12.2007, 07:41): Original von teleton Bei diesem "Werdegang" habe ich auch immer wieder mal die Anda/Fricsay-Aufnahme(DG), die ich als klassische Aufnahme bezeichnen möchte, mit den vorgenannten verglichen. Anda bietet einen ganz anderen Interpretationsansatz, der mir persönlich nicht so liegt wie Ashkenazy´s oder Pollini´s wesentlich härtere Sicht der Klavierkonzerte. Die meisten Bartok-Anhänger favorisieren diese Anda - Aufnahme und halten diese für die Beste. Vielleicht liegt es bei mir auch daran, das mein erster Kontakt mit den Klavierkonzerten und dieser Aufnahme damals kein Erfolg waren.
:times10 Die Klavierkonzerte ist so interessant komponiert, das mir bisher jede Aufnahme auf ihre Art eine große Wertschätzung für das Werk bedeuten. Das sind Werke die mir sehr am Herzen liegen - von meinem Lieblingskomponisten Bartok.
@teleton,
ich muss gestehen lediglich die von Dir genannte Anda Aufnahme im Regal stehen zu haben. Obwohl ich Fricsay sehr schätze konnte ich mich bis heute für diese Konzerte nicht sonderlich begeistern. Dies gilt wohl für Bartok im allgemeinen. Wahrscheinlich werde ich ihn irgendwann für mich entdecken, ist aber noch nicht passiert....
BTW, kennst Du die Aufnahme mit Zimerman, Andsnes, Grumaud und Boulez
teleton (06.12.2007, 08:27): Hallo Rachmaninv,
bei mir war es auch so, wie ich bereits erwähnte: Meine erste Begegnung mit dem Klavierkonzert Nr.1 - 3 war die DG-Doppel- LP der Anda/Fricsay-Aufnahme Ende der 70erJahre. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht soweit, die Konzerte richtig zu verstehen. Ich fand ganz interessant was ich da hörte (keinesfalls langweilig), aber die Doppel-LP blieb erstmal mehrere Jahre im Schrank. Heute ist Bartok (und Schostakowitsch) mein Lieblingskomponist !
Leider werde ich wohl nie zur allgemein hochgeschätzten Anda/Fricsay - Aufnahme(DG) finden, da mir Pollini, Ashkenazy, Entremont einfach mehr liegen. Der Interpretationsunterschied zwischen diesen zu Anda ist erheblich, ja frapant. Ich weis nicht wieso, aber in diesen erstgehörten Aufnahmen sprechen mich die Werke einfach nicht an.
Die Boulez-Aufnahmen mit den drei unterschiedlichen Pianisten für alle 3 Konzerte kenne ich nicht. Sie ist einerseits sehr umstritten und wird andererseits hochgelobt. :beer Mir reicht Pollini und Ashkenazy, da ich mir kaum vorstellen kann und will, dass diese noch zu toppen wären.
Leif Erikson (07.07.2008, 10:46): Hallo,
ich besitze die beiden Klavierkonzerte auf Naxos mit Jenö Jando und dem Budapest SO unter A. Ligeti und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Nachdem ich diesen thread entdeckt hatte, habe ich einige Hörbeispiele gehört und bin bei dieser Aufnahme hängengeblieben, die ich spektakulär finde:
Kocsis, Budapest PO, Lehel (Klavierkonzerte)
Hat sie jemand und kann sie empfehlen ?
Gruß Leif
Dr. Schön (17.09.2008, 21:37): Original von teleton Die Boulez-Aufnahmen mit den drei unterschiedlichen Pianisten für alle 3 Konzerte kenne ich nicht. Sie ist einerseits sehr umstritten und wird andererseits hochgelobt.
Ich mag diese Aufnahme sehr gerne, so ich mein absolutes Ideal auch noch nicht gefunden habe. Die Eigentümlichkeit und die exaltierte Frische, die ich an den ersten beiden Konzerten sehr mag, kommt schön rüber. Vielleicht wäre mir nur ein Pianist etwas lieber gewesen.
Sehr gut, wenn auch etwas zu direkt/rabiat, finde ich das Gespann Pollini/Abbado. Im Detail und im Tempo ist das eine sehr eindrucksvolle Einspielung.
Im Regal, aber kaum gehört, habe ich noch die CD mit Stephen Kovacevich und Sir Colin Davis.
Was das Kennenlernen und auch später nie mit warm werden betrifft, geht es mir bei Anda/Fricsay wie teleton.
Das "Konzert für 2 Klaviere, Schlagzeug und Orchester" steht schon sehr lange auf meiner Liste, aber ich kenne es leider noch immer nicht.
Das dritte Klavierkonzert mag ich einfach gar nicht.
Dr. Schön
teleton (18.09.2008, 11:34): Hallo Dr. Schön,
Zitat Dr.Schön: Das "Konzert für 2 Klaviere, Schlagzeug und Orchester" steht schon sehr lange auf meiner Liste, aber ich kenne es leider noch immer nicht. Manchmal kann man wirklich nicht verstehen, warum geniale Meisterwerke nur am Rande stehen und nicht gerade häufig gespielt werden.
Dazu gehört auf jeden Fall das Konzert für 2Klaviere, Schlagzeug und Orchester, das auch in der Fassung ohne Orchester (nur mit Schlagzeug) vorliegt. Den Orchesterpart übernehen dann die Klaviere noch zusätzlich. Beide Fassungen sind gleich interessant.
Von der Orchesterfassung empfehle ich die im Eingangsbeitrag genannte Aufnahme mit Bernstein/New Yorker PH und Artur Gold und Robert Fizdale an den Klavieren:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/417VRY02E8L._SL500_AA240_.jpg SONY, 70er, 2CD, ADD und von der Fassung ohne Orchester die Ashkenazy-Aufnahme mit Georg Solti am 2.Klavier (Decca). Diese ist bei mir mit den KK unter Ashkenazy/Solti in einer 2CD-Box gekoppelt.
Wie ich gerade bei amazon feststellen muß, ist die Ashkenazy-Aufnahme derzeit nicht greifbar und die Bernstein-Aufnahme für einen Megapreis von ca.52.-Euro. Ein Jammer, da auch die anderen unter Bernstein´s Leitung enthaltenen Bartok-Werke höchst hörenswert sind. Das VC Nr.2 mit Isaac Stern habe ich niemals besser und tiefgehender gehört.
Bei mir rangiert das Konzert für 2 Klaviere, Schlagzeug und Orchester noch vor den Klavierkonzerten Nr.1-3. Das hängt aber auch damit zusammen, das ich es gleich von Anfang an schätze, noch bevor ich Zugang zu den anderen KK fand.
:thanks Interessant, das neben Rachmaninov auch Du zur Anda/Fricsay-Aufnahme der KK keinen rechten Zugang gefunden hast - da stehe ich nun wirklich nicht alleine da !
kreisler (14.03.2009, 23:11): Ich höre gerade das 3. Klavierkonzert (siehe "Was höre ich gerade-Thread")
Vor etwa zwei Jahren habe ich eine Zeit lang sehr sehr viel Bartok (besonders Klavierwerke, aber auch das Konzert für Orchester oder die Streichquartette) angehört. Irgendwas faszinierte mich an dieser Musik, aber ich weiß nicht was. Denn irgendwann hab ich mit Bartok wieder gänzlich aufgehört und fand ihn plötzlich furchtbar uninteressant, fast langweilig; Einzig das 3. Klavierkonzert ist mir etwas im Gedächtnis geblieben. Ich hatte es früher öfter mit der Anda/Fricsay Aufnahme gehört und später einmal im Konzert. Ich hielt es immer für ein großartiges Werk, aber wenn ich es dann anhörte, konnte es mich trotzdem nicht wirklich begeistern. So geht es mir aber mit vielem von Bartok.
Naja, wo ich jetzt jedenfalls diese CD bei mir gefunden habe (eigentlich wollte ich den Mahler anhören) fesselt mich das Konzert doch sehr. Ich finde es ist voller Erfindungsreichtum und in diesem Fall sagt mir auch der etwas weniger radikale Stil zu. Soll heißen: So langsam komme ich auf den Geschmack!:D Die Aufnahme gefällt mir auch sehr gut, man merk, dass es "Live" ist und beide Ungar sind :)
Bevor ich jetzt aber auch sagen kann, dass das die Anda/Fricsay Platte daran schuld ist, das mir die Konzerte bis jetzt nur sehr teilweise gefallen haben, muss ich sie mir umbedingt mal wieder anhören! Denn eigentlich schätze ich sonst sowohl Anda, als auch Fricsay sehr!
lg kreisler
teleton (17.03.2009, 10:23): Hallo Kreisler,
zu Bartok habe ich ein ganz anderes Verhältnis als Du - er gehört zu meinen Lieblingskomponisten.
Mich würde interessieren, welche Eindrücke Du zu den weiteren KK hast. Wie man Bartok allerdings fastzinierend finden kann und später wieder "ganz furchtbar" ist mir schleierhaft. Bei mir war es umgekehrt und ich fand erst spät zu den Klavierkonzerten - aber nicht mit der Anda/Fricsay-Aufnahme.
* Ich möchte nochmal betonen, das das Konzert für 2Klaviere, Schlagzeug und Orchester, das ich zwei Beiträge höher 08/2008 in der fabelhaften Bernstein-Aufnahme abbildete ein ganz heißer TIPP ist. Dieses Konzert steht für mich klar vor den KK. Wie Bartok im ersten Satz die Athmosphäre aus dem Nichts aufbaut und welche Entladungen dann passieren, ist meisterhaft. Es gehört zu den besten KK des 20.Jahrhunderts und ist leider, wie viele andere Werke unterschätzt. *Die Sonate für 2Klaviere und Schlagzeug ist das gleiche Werk ohne Orchester und IMO genauso interessant. Besonders dann, wenn sie von Ashkenazy und Solti an den Klavieren gefetzt wird (Decca).
kreisler (17.03.2009, 15:29): Original von teleton Hallo Kreisler,
zu Bartok habe ich ein ganz anderes Verhältnis als Du - er gehört zu meinen Lieblingskomponisten.
Mich würde interessieren, welche Eindrücke Du zu den weiteren KK hast. Wie man Bartok allerdings fastzinierend finden kann und später wieder "ganz furchtbar" ist mir schleierhaft.
Ich muss gestehen, dass ich seit dem letzten Beitrag noch nicht dazugekommen bin mir die anderen KK mal wieder anzuhören.
Mich hat er wohl unter anderem auch deswegen so fasziniert, weil ich zu der Zeit anfing mit Komponieren (als mit etwas "modernerem Komponieren") und da hat mir besonders sein Radikalität aber überhaupt seine Tonsprache sehr zugesagt, und ich kann nicht leugnen, dass er mir damals als Vorbild gedient hatte. Dass wurde ich aber so vollkommen von den Klassikern (die ich bis dahin nur vereinzelt kannte) von Schostakowitsch und von Mahler in ihren Bann gezogen, dass ich Bartok fast vergas und ihn dann aber auch etwas langweilig fand. Mitlerweile komponiere ich auch (wen ich dazu komme) überhaupt nicht mehr in diese Richtung...
*** Ich möchte nochmal betonen, das das Konzert für 2Klaviere, Schlagzeug und Orchester, das ich zwei Beiträge höher 08/2008 in der fabelhaften Bernstein-Aufnahme abbildete ein ganz heißer TIPP ist.
Sehe gerade, dass ich zwar nicht die Bernstein-Aufnahme habe, aber dafür diese: