Berühmte und ihr Tod : lohnt sich eine späte Analyse ?

Ganong (12.05.2007, 19:00):
Liebe Forumsmitglieder ,

ich habe sehr lange gezögert , in dem von Siamak und mir gestaltetetenn Beitrag zu Robert Schumann , auxch nur eine Silbe über auch nur eine seine theorertisch möglichen Krankeiten und gar über einer seiner möglichen Todesursachen zu schreiben .

Der eine Grund ist , dass ich der Meinung bin , dass wir über Schumanns Klaviermusik vor allem schreiben sollten .

Ferner , dass es heute unter Vorliegen aller bekannten Fakten , von den wissenschaftstheoretischen Überlegungen ganz abgesehen , ohnehin praktisch nicht möglich ist , , zu einer einhelligen ("consensus omnium" ) Lösung zu kommen .

Mir gerade in die Hand gekommene aktuelle , international anerkannte US-amerikanische Forschungsliteratur mehrere Fachgebiete ( Stand : 2007 ) hat mich darin erneut bestärkt .

Es haben bis zu den Publikationen durch Herrn Professor H. H. Franken , jethzt Freiburg i. Br. , aus meiner Sicht bis auf eine Publikation durch die französische Nervenärztin Mlle. C. Pascal ( geschrieben vor rund 100 Jahren ) alle Arbeiten allenfalls eine Bedeutung für irrgeleitete Dogmatiker , wie denn mit Robert Schumanns Krankheiten und Leiden , seinem Leben u ndseinem Sterben ebenso umzugehen sei wie mit seiner Frau Clara Schumann - Wieck u d seinen Kindern . Hier spielt nur Felix eine Ausnahme , der höchstwahrscheinlich der Sohn von Johannes Brahms gewesen ist ( dies lässt sich unter anderem mit Hilfe eines geburtshillich - gynäkologischen Lehrbuches auch leicht errechnen ) .

Auch die Rolle die etwaa Johannes Brahms in der Schumann - Ehe und später als Begleiter von Clara u d deren Kindern gespielt haben mag ist eigentlich wenig schlüssig nach Durchsicht des zur Verfügung stehenden , gesicherten Materialies . Die Rolle von Brahms und Joseph Joachim bei der Frage , wie das d-Mol-Violinkonzert von Schumann zu bewerten ist , bleibt eine reine Sachfrage , soweit es das Werk als solches angeht . Was die Irrwege des Werkes anbelangt , so hat Walter Tydecks diese ganz eigenartige Entwicklung klar herausgearbeitet ( s. dessen Homepage ) .

Kein Zweifel kann bestehen , dass die "Gesänge der Frühe" oder die"Geistervariationen" , wozu Walter Tydecks durchaus sehr lesenswerte Ausführungen aufgrund seiner Analysen genmacht hat ) s.:dessen homepage ) , nicht im Entferntesten an die musikalische Qualkioztät von Schumanns Opus 1 "Abegg-Variationen" bis etwa zu dem "Faschingsschwank aus Wien" auch nur annäherrnd heranreichen . Bei diesen beiden >KOmpositionen ist eine schwere inhaltliche Entleerung gegenüber den Frühwerken festzuhalten .

Was denkt Ihr zu dieser Thematik ?

Mit vielen Grüssen ,

Frank
satie (12.05.2007, 21:29):
Lieber Frank,
einige Fragen:
a) was bitte ist hier genau die Thematik? Zwar haben wir eine Überschrift, doch ist der Inhalt des Beitrags mir nicht ganz nachzuvollziehen nach Deiner Einleitung.
b) was bedeuten "geburtshillich" und "Qualkioztät"?
c) ist die Schreibweise "KOmpositionen" ironisch gemeint (K.O.-Komposition?) ?

Danke für nähere Erläuterungen

S A T I E
satie (12.05.2007, 22:36):
Doch noch einmal zurück zum Thema: Berühmte und ihr Tod:

Einige Dinge sind da doch sehr interessant und aufschlussreich, etwa wie Mozart sich damals erschoss und so ein Confiseur auf die Idee mit der Mozartkugel kam oder wie Beethoven an einer Bleivergiftung starb als er von einem Cowboy im Duell besiegt wurde. Das ist doch alles sehr faszinierend und erlaubt viele Rückschlüsse auf das kompositorische Schaffen. Dass Alkan vom Talmud erschlagen wurde beleuchtet seine Kompositionen ebenso neu wie die Tatsache, dass Lully sich den Fuss mit dem Taktstampfer zermatscht hat. Und überhaupt: Haydn ist stinknormal abgegangen, deshalb finden wir ja auch seine Musik nicht so cool wie die von Mozart. Puccini hat sich so zugekokst, dass seine Nase zerfressen war und er halt so abgekratzt ist, na sonst würden wir La Boheme doch niemals verstehen können! Wie also kann denn die Frage gestellt werden, ob die Analyse hier etwas bringt oder nicht? Nicht die Frage nach kompositorischen Finessen oder Personalstil interessieren, sondern einzig und allein wie jemand denn nun wann in welches Gras gebissen hat. Und so viele Mythen kursieren da immer noch! Angeblich ist Webern versehentlich von einem Soldaten erschossen worden. Ja habt ihr denn schon mal Mucke von dem gehört? Da kann das kein Versehen gewesen sein! Und da ham die doch heute noch was von, die Komponisten! Verkauft sich doch alles gleich driemal so gut, wenn einer nicht im Altersheim eingepennt ist, sondern irgendne üble Seuche hatte, so wie Schubert oder -mann die Syphilis etwa, na das spricht doch Bände und die Musik erzählt doch garantiert davon. Besonders cool sind natürlich solche, die dann auch noch wiedergeboren werden, wie etwa Johann Strauss sich logischerweise Icordo, den Gemahl von Uriella als Hülle ausgesucht hat. Hat der Icordo selber im TV gesagt, er sei die Wiedergeburt vom Walzerkönig, und er schreibe auch so ne schmissigen Stücke. Ich glaub das dem ja sofort, nicht wahr, da kenn ich ja ganz andere Sachen, und überhaupt. Dem Haydn haben sie ja sogar den Kopf geklaut, als er unter der Erde lag (wahrscheinlich wollten sie den dann klonen, ist aber bloss Bruckner bei rausgekommen, leider). Also ich bin der Meinung, genau die Geschichten aus der Gruft, die sind es, die uns die alten Knaben so sympathisch machen. Die Musik, naja, ok, die hörn wir uns denn halt auch noch an...

S A T I E
Ganong (13.05.2007, 17:28):
Lieber Nils - "Satie" ,

es muss heissen :


geburtshilflich ( geht aber aus dem Zusammenhang eindeutig hervor ) u n d


Qualität ( geht ebenfalls aus denmm Zusamenhang hervor ) .

Dein umfrangreicherer Beitrag ist keine substantiierte Stellungnahme . Ich nehme daher dazu keine Stellung .

Frank
Ganong (12.05.2007, 19:00):
Liebe Forumsmitglieder ,

ich habe sehr lange gezögert , in dem von Siamak und mir gestaltetetenn Beitrag zu Robert Schumann , auxch nur eine Silbe über auch nur eine seine theorertisch möglichen Krankeiten und gar über einer seiner möglichen Todesursachen zu schreiben .

Der eine Grund ist , dass ich der Meinung bin , dass wir über Schumanns Klaviermusik vor allem schreiben sollten .

Ferner , dass es heute unter Vorliegen aller bekannten Fakten , von den wissenschaftstheoretischen Überlegungen ganz abgesehen , ohnehin praktisch nicht möglich ist , , zu einer einhelligen ("consensus omnium" ) Lösung zu kommen .

Mir gerade in die Hand gekommene aktuelle , international anerkannte US-amerikanische Forschungsliteratur mehrere Fachgebiete ( Stand : 2007 ) hat mich darin erneut bestärkt .

Es haben bis zu den Publikationen durch Herrn Professor H. H. Franken , jethzt Freiburg i. Br. , aus meiner Sicht bis auf eine Publikation durch die französische Nervenärztin Mlle. C. Pascal ( geschrieben vor rund 100 Jahren ) alle Arbeiten allenfalls eine Bedeutung für irrgeleitete Dogmatiker , wie denn mit Robert Schumanns Krankheiten und Leiden , seinem Leben u ndseinem Sterben ebenso umzugehen sei wie mit seiner Frau Clara Schumann - Wieck u d seinen Kindern . Hier spielt nur Felix eine Ausnahme , der höchstwahrscheinlich der Sohn von Johannes Brahms gewesen ist ( dies lässt sich unter anderem mit Hilfe eines geburtshillich - gynäkologischen Lehrbuches auch leicht errechnen ) .

Auch die Rolle die etwaa Johannes Brahms in der Schumann - Ehe und später als Begleiter von Clara u d deren Kindern gespielt haben mag ist eigentlich wenig schlüssig nach Durchsicht des zur Verfügung stehenden , gesicherten Materialies . Die Rolle von Brahms und Joseph Joachim bei der Frage , wie das d-Mol-Violinkonzert von Schumann zu bewerten ist , bleibt eine reine Sachfrage , soweit es das Werk als solches angeht . Was die Irrwege des Werkes anbelangt , so hat Walter Tydecks diese ganz eigenartige Entwicklung klar herausgearbeitet ( s. dessen Homepage ) .

Kein Zweifel kann bestehen , dass die "Gesänge der Frühe" oder die"Geistervariationen" , wozu Walter Tydecks durchaus sehr lesenswerte Ausführungen aufgrund seiner Analysen genmacht hat ) s.:dessen homepage ) , nicht im Entferntesten an die musikalische Qualkioztät von Schumanns Opus 1 "Abegg-Variationen" bis etwa zu dem "Faschingsschwank aus Wien" auch nur annäherrnd heranreichen . Bei diesen beiden >KOmpositionen ist eine schwere inhaltliche Entleerung gegenüber den Frühwerken festzuhalten .

Was denkt Ihr zu dieser Thematik ?

Mit vielen Grüssen ,

Frank
satie (12.05.2007, 21:29):
Lieber Frank,
einige Fragen:
a) was bitte ist hier genau die Thematik? Zwar haben wir eine Überschrift, doch ist der Inhalt des Beitrags mir nicht ganz nachzuvollziehen nach Deiner Einleitung.
b) was bedeuten "geburtshillich" und "Qualkioztät"?
c) ist die Schreibweise "KOmpositionen" ironisch gemeint (K.O.-Komposition?) ?

Danke für nähere Erläuterungen

S A T I E
satie (12.05.2007, 22:36):
Doch noch einmal zurück zum Thema: Berühmte und ihr Tod:

Einige Dinge sind da doch sehr interessant und aufschlussreich, etwa wie Mozart sich damals erschoss und so ein Confiseur auf die Idee mit der Mozartkugel kam oder wie Beethoven an einer Bleivergiftung starb als er von einem Cowboy im Duell besiegt wurde. Das ist doch alles sehr faszinierend und erlaubt viele Rückschlüsse auf das kompositorische Schaffen. Dass Alkan vom Talmud erschlagen wurde beleuchtet seine Kompositionen ebenso neu wie die Tatsache, dass Lully sich den Fuss mit dem Taktstampfer zermatscht hat. Und überhaupt: Haydn ist stinknormal abgegangen, deshalb finden wir ja auch seine Musik nicht so cool wie die von Mozart. Puccini hat sich so zugekokst, dass seine Nase zerfressen war und er halt so abgekratzt ist, na sonst würden wir La Boheme doch niemals verstehen können! Wie also kann denn die Frage gestellt werden, ob die Analyse hier etwas bringt oder nicht? Nicht die Frage nach kompositorischen Finessen oder Personalstil interessieren, sondern einzig und allein wie jemand denn nun wann in welches Gras gebissen hat. Und so viele Mythen kursieren da immer noch! Angeblich ist Webern versehentlich von einem Soldaten erschossen worden. Ja habt ihr denn schon mal Mucke von dem gehört? Da kann das kein Versehen gewesen sein! Und da ham die doch heute noch was von, die Komponisten! Verkauft sich doch alles gleich driemal so gut, wenn einer nicht im Altersheim eingepennt ist, sondern irgendne üble Seuche hatte, so wie Schubert oder -mann die Syphilis etwa, na das spricht doch Bände und die Musik erzählt doch garantiert davon. Besonders cool sind natürlich solche, die dann auch noch wiedergeboren werden, wie etwa Johann Strauss sich logischerweise Icordo, den Gemahl von Uriella als Hülle ausgesucht hat. Hat der Icordo selber im TV gesagt, er sei die Wiedergeburt vom Walzerkönig, und er schreibe auch so ne schmissigen Stücke. Ich glaub das dem ja sofort, nicht wahr, da kenn ich ja ganz andere Sachen, und überhaupt. Dem Haydn haben sie ja sogar den Kopf geklaut, als er unter der Erde lag (wahrscheinlich wollten sie den dann klonen, ist aber bloss Bruckner bei rausgekommen, leider). Also ich bin der Meinung, genau die Geschichten aus der Gruft, die sind es, die uns die alten Knaben so sympathisch machen. Die Musik, naja, ok, die hörn wir uns denn halt auch noch an...

S A T I E
Ganong (13.05.2007, 17:28):
Lieber Nils - "Satie" ,

es muss heissen :


geburtshilflich ( geht aber aus dem Zusammenhang eindeutig hervor ) u n d


Qualität ( geht ebenfalls aus denmm Zusamenhang hervor ) .

Dein umfrangreicherer Beitrag ist keine substantiierte Stellungnahme . Ich nehme daher dazu keine Stellung .

Frank