Bitte wachküssen! - Hilfestellung bei der Eroberung neuer Werke

cellodil (13.03.2007, 08:04):
Ihr Lieben,

ich weiß nicht, ob es Euch auch so geht... Aber ich finde zu manchen Werken keinen so rechten Zugang. Und ich hatte mir überlegt, ob vielleicht durch Austausch oder zusätzliche Informationen die ersten Hürden leichter zu nehmen wären.

Mein aktuelles Beispiel:

Höre gerade öfter Tout un Monde Lointain (Concerto for cello and orchestra) von Henri Dutilleux, weil ich es demnächst im Konzert hören werde.

Ich finde die Musik ganz ansprechend, tue mich aber mit dem Werk trotzdem nicht leicht. Wenn ich es höre, dann verliere ich mich in Bildassoziationen, die die Musik und die Komposition in meinem Kopf völlig überlagern. Die Musik verführt mich sozusagen dazu. So weit, so gut. Aber trotzdem würde ich gerne doch auch eine Art von Zugang zu der Komposition finden, statt mich nur mit inneren Bilderwelten zu vergnügen und sie so an mir vorbeiwabern zu lassen. Ich finde bislang keinen rechten "Aufhänger" oder Einstieg. Deshalb kam mir die Idee, Euch zu fragen, ob jemand die Komposition kennt und mir vielleicht irgendeine Hilfestellung geben könnte.

Herzliche Grüße

Sabine
nikolaus (13.03.2007, 10:03):
Liebe Sabine!

Ich kenne das Werk zwar nicht, möchte mich aber trotzdem zu Wort melden:

Die Fähigkeit, Musik direkt mit Bildern assoziieren zu können, ist doch eine wahnsinnig tolle Eigenschaft (um die ich dich beneide!).
Eigentlich kannst du dir doch damit selber helfen. Sind es immer die gleichen Bilder, die du assoziierst, oder erscheinen sie dir "wahllos"? Vielleicht hilft es, sie aufzuschreiben und zu vergleichen.

Oder suchst du tatsächlich einen mehr intellektuellen statt emotionalen Zugang? Dann hilft es vielleicht, die Form der Komposition zu ergründen (wie auch immer...).

Aber eigentlich finde ich, daß du die Musik schon verstanden hast, wenn sie in dir diese Bilder auslöst. (Der Komponist wäre doch bestimmt begeistert, oder?)

Ziemlich wirr, was ich so von mir gebe, aber ich kann offenbar nicht mehr klar denken (hatte Nachtdienst mit nur einer Stunde Ruhe), also laß' ich es für heute sein.

Müde Grüße, Nikolaus.
cellodil (13.03.2007, 15:05):
Lieber Nikolaus,

Danke für die (übrigens gar nicht wirre, sondern für mich sehr klärende und hilfreiche) Antwort. Ich glaube, Du hast recht. Auf jeden Fall haben mich Deine Zeilen wieder ein bisschen auf den Boden gebracht. Vielleicht sollte ich einfach akzeptieren, dass bei dieser Komposition meine innere Bilderwelt die dominierende Rolle spielt (es sind übrigens nicht völlig identische, aber doch sehr, sehr ähnliche Bilder). Und vielleicht erschließt sich mir das Werk ja nächste Woche beim Konzert dann auch doch noch einmal neu und anders.

Hoffe, dass Du an diesem Frühlingstag doch noch ein bisschen Ausgleich für Deinen anstrengenden Nachtdienst finden kannst.

Herzliche Grüße und :thanks

Sabine
cellodil (13.03.2007, 08:04):
Ihr Lieben,

ich weiß nicht, ob es Euch auch so geht... Aber ich finde zu manchen Werken keinen so rechten Zugang. Und ich hatte mir überlegt, ob vielleicht durch Austausch oder zusätzliche Informationen die ersten Hürden leichter zu nehmen wären.

Mein aktuelles Beispiel:

Höre gerade öfter Tout un Monde Lointain (Concerto for cello and orchestra) von Henri Dutilleux, weil ich es demnächst im Konzert hören werde.

Ich finde die Musik ganz ansprechend, tue mich aber mit dem Werk trotzdem nicht leicht. Wenn ich es höre, dann verliere ich mich in Bildassoziationen, die die Musik und die Komposition in meinem Kopf völlig überlagern. Die Musik verführt mich sozusagen dazu. So weit, so gut. Aber trotzdem würde ich gerne doch auch eine Art von Zugang zu der Komposition finden, statt mich nur mit inneren Bilderwelten zu vergnügen und sie so an mir vorbeiwabern zu lassen. Ich finde bislang keinen rechten "Aufhänger" oder Einstieg. Deshalb kam mir die Idee, Euch zu fragen, ob jemand die Komposition kennt und mir vielleicht irgendeine Hilfestellung geben könnte.

Herzliche Grüße

Sabine
nikolaus (13.03.2007, 10:03):
Liebe Sabine!

Ich kenne das Werk zwar nicht, möchte mich aber trotzdem zu Wort melden:

Die Fähigkeit, Musik direkt mit Bildern assoziieren zu können, ist doch eine wahnsinnig tolle Eigenschaft (um die ich dich beneide!).
Eigentlich kannst du dir doch damit selber helfen. Sind es immer die gleichen Bilder, die du assoziierst, oder erscheinen sie dir "wahllos"? Vielleicht hilft es, sie aufzuschreiben und zu vergleichen.

Oder suchst du tatsächlich einen mehr intellektuellen statt emotionalen Zugang? Dann hilft es vielleicht, die Form der Komposition zu ergründen (wie auch immer...).

Aber eigentlich finde ich, daß du die Musik schon verstanden hast, wenn sie in dir diese Bilder auslöst. (Der Komponist wäre doch bestimmt begeistert, oder?)

Ziemlich wirr, was ich so von mir gebe, aber ich kann offenbar nicht mehr klar denken (hatte Nachtdienst mit nur einer Stunde Ruhe), also laß' ich es für heute sein.

Müde Grüße, Nikolaus.
cellodil (13.03.2007, 15:05):
Lieber Nikolaus,

Danke für die (übrigens gar nicht wirre, sondern für mich sehr klärende und hilfreiche) Antwort. Ich glaube, Du hast recht. Auf jeden Fall haben mich Deine Zeilen wieder ein bisschen auf den Boden gebracht. Vielleicht sollte ich einfach akzeptieren, dass bei dieser Komposition meine innere Bilderwelt die dominierende Rolle spielt (es sind übrigens nicht völlig identische, aber doch sehr, sehr ähnliche Bilder). Und vielleicht erschließt sich mir das Werk ja nächste Woche beim Konzert dann auch doch noch einmal neu und anders.

Hoffe, dass Du an diesem Frühlingstag doch noch ein bisschen Ausgleich für Deinen anstrengenden Nachtdienst finden kannst.

Herzliche Grüße und :thanks

Sabine