Rachmaninov (04.01.2007, 12:28): Schostakowitsch's Erfolge mit seinen Klavierwerken, u.A. der 1. Klaviersonate waren eher überschaubar. Die Akzeptanz beim Publikum war gering und längere Zeit widmete sich Dimitri anderen musikalischen Gattungen. Seine vorherigen Werke für das Klavier (u.A. die erste Klaviersonate) wurden als "experimentell" bezeichnet.
Verwunderlich, da Schostakowitsch sich in seiner Jugend eher als Pianist sah und nicht als Komponist.
Bereits nach 13 Tagen nach Beendigung der Oper Lady Macbeth, die für Schostakowitsch den "Durchbruch", national sowie international darstellte, began Schostakowitsch, an der Arbeit an den 24 Präludien. Die Idee und die stilistischen Mittel der Prälidien op. 34 unterscheiden sich grundlegend von den vorherigen Werken von Dimitri Schostakowitsch für die Gattung der Klaviermusik. Rückgriffe auf Skrjabin, Rachmaninov und andere Komponisten sind zu erkennen und die Vielfalt der effektvollen Miniaturen ist enorm.
An "Unterhaltungsmusik" grenzend (As-Dur), teilweise grotesk und lyrisch (cis-Moll) zeigen sich die Präludien. Wie so oft offenbart Dimitri hier die "Bandbreite" seiner Fähigkeiten als Komponist und die Vielfall seiner Ausdrucksmöglichkeiten bzw. der Möglichkeiten Emotionen zum Ausdruck zu bringen.
Schostakowitsch, selber ja auch Pianist, präsentierte am 17.Januar 1933 die ersten 8 Präludien im großen Saal der Leningrader Philharmonie. Den gesamten Zyklus präsentierte er am 24. Mai in Moskau.
Nach Schostakowitsch nahmen auch zahlreiche andere Pianisten die Präludien, oder Teile, in ihr Repertoire auf. (u.A. der große Heinrich Neuhaus)
Mir liegen folgende (vollständige) Aufnahmen vor:
Konstantin Scherbakov - Naxos Tatiana Nikolayeva - Hyperion Elisso Wirssaladze - Classic Live Caroline Weichert - Accord
Besprechungen der mir vorliegenden Aufnahmen folgt im Laufe der kommenden Wochen.
Ganong (04.01.2007, 16:09): Lieber R. ,
grossartige , prägnante Einführung .
Die von Dir auxch erwähnte Interpretation durch Tatiana Nikolayeva dürfte wohl bis heute die Refernzaufnahme sein .
Es ist das Werk des komponisten , das mich am stärksten in den Bann gezogen hat .
Viele Grüsse ,
Frank
PS.: zur Bewertung auch NORMAN LEBRECHT in seiner Besprechung seiner Top 100 CDs aller zeiten . F.
Wotan (04.01.2007, 18:40): Hallo,
ich liebe die 24 Präludien und Fugen, obwohl mir Klaviermusik im großen und ganzen wenig Begeisterung weckt. Ich habe eine Einspielung von Ashkenazy (richtig geschrieben?), die mir gut gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, wie gut sie im Vergleich zu anderen ist.
MfG Wotan
Rachmaninov (04.01.2007, 20:27): Original von Wotan Hallo,
ich liebe die 24 Präludien und Fugen, obwohl mir Klaviermusik im großen und ganzen wenig Begeisterung weckt. Ich habe eine Einspielung von Ashkenazy (richtig geschrieben?), die mir gut gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, wie gut sie im Vergleich zu anderen ist.
MfG Wotan
@Wotan,
glaube Du hast im Eifer des Gefechtes op.34 mit den Preludes & Fuges op.87 verwechselt!
nikolaus (05.01.2007, 12:32): Original von Rachmaninov
@Wotan,
glaube Du hast im Eifer des Gefechtes op.34 mit den Preludes & Fuges op.87 verwechselt!
Oh, verflixt, habe mich da auch vertan und wollte eigentlich schon über meine Aufnahme (op. 87) mit Keith Jarrett schreiben... :ignore Und ich muß gestehen, daß es wohl nicht das erste Mal ist... :A
@ Rachmaninov: Es wäre nett, wenn du die beiden Werke op. 34 und op. 87 kurz gegenüberstellen könntest.
:thanks Nikolaus.
Rachmaninov (05.01.2007, 13:28): Original von nikolaus @ Rachmaninov: Es wäre nett, wenn du die beiden Werke op. 34 und op. 87 kurz gegenüberstellen könntest.
:thanks Nikolaus.
@nikoluas,
danke für die Blumen! Wenn ich auf op.87 eingehen werde versuche ich Deine Anregung aufzugreifen :engel
Rachmaninov (05.01.2007, 23:45): Original von Rachmaninov Konstantin Scherbakov - Naxos Tatiana Nikolayeva - Hyperion Elisso Wirssaladze - Classic Live Caroline Weichert - Accord
Kurzer Zwichenbericht:
Alle 4 Aufnahmen haben mir, nachdem ich sie nun in recht kurzer Zeit alle hörte, recht gut gefallen! Mir scheinen alle auf hohem Niveau! :D
AcomA (06.01.2007, 12:59): hallo,
vielen dank an Sergejewitsch für diesen thread. ich wurde schon während der schulzeit mit einem guten teil der präludien op. 34 konfrontiert. ich hörte eine auswahl mit lazar berman. auch heute noch gehören bermans interpretationen zum besten, was ich kenne ! der sonore anschlag und die einbindung seiner virtuosität führen zum idealen verbund von klang und struktur. die stücke wurden damals auf einer DG-platte mit mussorgskys bilder einer ausstellung gekoppelt.
interessant und pianistisch furios ist die platte von olli mustonen, welcher den gesamten zyklus mit den preludes von alkan kombinierte. mustonens manierismen hielten sich dabei noch ziemlich im hintergrund.
hervorragend ist auch die bei einem italienischen label erschienene einspielung des zyklus von anna mallikova.
mein favorit ist hier konstantin scherbakov, der die präludien mit den aphorismen und der 1. sonate präsentierte. auch hier hört man die synthese von klang und struktur bestens. insgesamt ergibt sich eine eher kühlere variante im vergl. zu berman.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9244101.jpg
gruß, siamak :engel
Wotan (06.01.2007, 18:47): Da muss ich mich entschuldigen, da hab ich mich wirklich vertan. Es gibt ja auch noch 24 Präludien ohne die Fugen :W die 24 Präludien hab ich auch, aber mit denen hab ich mich noch nicht intensiv genug beschäftigt, um ein gewichtiges Urteil abgeben zu können.
MfG Wotan
Rachmaninov (11.01.2007, 18:34): Wer einmal die Möglichkeit hat die Aufnahme der Präludien op.34 von Caroline Weichert zu hören sollte dies tuen.
Ein sehr gelungene Einspielung bei der Wichert insb. die lyrischen und eher langsamen Präludien gut gelingen und mit farbigem Ton wiedergibt.
Bei den "schwungvollen" und temporeichen Präludien würde ich mir etwas mehr "Wagemut" wünschen! :tongue:
Hoffe die restlichen Werke von Schostakowitsch auf dieser Gesamteinspielung der Klavierwerke solo sind auf ähnlichem Niveau.
Rachmaninov (13.01.2007, 21:21): Original von Ganong Die von Dir auxch erwähnte Interpretation durch Tatiana Nikolayeva dürfte wohl bis heute die Refernzaufnahme sein .
@Frank,
Tatiana Nikolayeva spielt in der tat die Preludes op.34 vorzüglich. Viel Raffinesse, gespühr für die Struktur und Formen, Feingefühl.
Eine wahrhaft großartige Aufnahme. Der sehr gute Klang der aufnahme vergrößert die Freude an dieser Spitzeneinspielung.
Denke man mit Recht behaupten Tatiana Nikolayeva versteht dieses Werk von Schostakowitsch.
Die Aufnahme muss unbedingt im Falle einer Anschaffung in Betracht gezogen werden!!!!!
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6482507.jpg
:times10
ab (14.01.2007, 00:43): Nicht zu vergessen die Bearbeitung für Violine und Klavier von Tsyganov!
Von Kogan gibts da eine herrliche Aufnahme mit dem Komponisten am Klavier von Nr. 10, 15, 16, und 24 (Russian treasure), wie ich sehe inzwischen auch als Video bei EMI (auch auf youtube). http://ec1.images-amazon.com/images/P/B00006ALS0.03._AA240_SCLZZZZZZZ_.jpg
Auch gibts eine CD mit allen der 19 transkribierten Préludes, gespielt von Mikhail Bezverkhny & Timur Sergeyenya, piano, nämlich bei Norther flowers
http://www.nflowers.ru/img/cd/21_c.jpg.
Deine_Lust (15.01.2007, 12:46): ich habe Klavier gespielet Praludie und Fuge (a-moll) im Konzert vor kurzem. Diese Musik ist phantastisch! Und obgleich ich verfasse die Musik, aber meine Musik ganz nicht solche. Sein Schaffen ist ganze Epoche.
Rachmaninov (21.02.2007, 14:32): Original von Deine_Lust ich habe Klavier gespielet Praludie und Fuge (a-moll) im Konzert vor kurzem. Diese Musik ist phantastisch! Und obgleich ich verfasse die Musik, aber meine Musik ganz nicht solche. Sein Schaffen ist ganze Epoche.
Ja, sein Schaffen ist epochal!
Gruß nach Russland :D
Rachmaninov (24.02.2007, 13:30): Elisso Wirssaladze spielt die Presludes op.34 eher sportiv, sehr extravagenat und mit einem gewissen mut zum Risiko. Dadurch gelingt ihr eine ungemein spannende wenn auch eigene Einspielung, die ihren Reiz aus eben diesen genannten Eigenschaften zieht.
Sicherlich beruht diese Spielweise auch auf der Tatsache, daß es sich um einen Livemitschnitt aus dem Verdi Konservatorium Mailand handelt!
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4216380.jpg
Rachmaninov (30.03.2007, 15:01): Original von AcomA mein favorit ist hier konstantin scherbakov, der die präludien mit den aphorismen und der 1. sonate präsentierte. auch hier hört man die synthese von klang und struktur bestens. insgesamt ergibt sich eine eher kühlere variante im vergl. zu berman.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9244101.jpg
@Siamak,
die Aufnahme Scherbakov gefällt mir durchaus ebenfalls gut! Sie ist ganz sicher ein preisliches Highlight, aber nicht nur das.
Wie von Dir beschrieben sehr strukturiert und eher kühler gespielt. Aber dies hat auch seinen Reiz. Obwohl es stellenweise auch etwas brav klingt. Fast so wie bei einem Schüler, der sich nicht so recht traut.
Interpretation: 8 Klang: 8
Ganong (30.03.2007, 19:36): Liebe Forianer ,
er sie aus Frankreich bekommen kan , der sollte sich die Aufnahme mitAna Malikova besorgen .
Keine ausgetretenen Pfade , sondern ganz natürliches Interpretieren im SInne einer notente4xtgetreuen Wiedergabe .
Viele Grüsse ,
Frank
ab (31.03.2007, 12:25): Original von Ganong Liebe Forianer ,
er sie aus Frankreich bekommen kan , der sollte sich die Aufnahme mitAna Malikova besorgen .
wieso Frankreich? Real Sound ist ein italienisches Label hier.
bei Anna Malikova ist es mir nicht nur einmal so ergangen , dass deutsche Anbieter ( Anbieter über amazon.de dann nicht liefern konnten .
Ich bin diesbezüglich , wenn ich nicht in Frankreich bin , sehr skeptisch geworden . Auch gerade gegenüber "caiman" ( USA ; Florida ) . Deren Kapazitäten scheinen schon lange mehr als überlastet zu sein .
Ich weiche daher , wenn dies sein muss , sehr gerne auf kleiner , wesentlich schnellere Anbieter auch aus Graz aus .
Dannoch . Danke für Deinen Hinweis und ein erholsamens Wochenende !
Frank
Rachmaninov (04.01.2007, 12:28): Schostakowitsch's Erfolge mit seinen Klavierwerken, u.A. der 1. Klaviersonate waren eher überschaubar. Die Akzeptanz beim Publikum war gering und längere Zeit widmete sich Dimitri anderen musikalischen Gattungen. Seine vorherigen Werke für das Klavier (u.A. die erste Klaviersonate) wurden als "experimentell" bezeichnet.
Verwunderlich, da Schostakowitsch sich in seiner Jugend eher als Pianist sah und nicht als Komponist.
Bereits nach 13 Tagen nach Beendigung der Oper Lady Macbeth, die für Schostakowitsch den "Durchbruch", national sowie international darstellte, began Schostakowitsch, an der Arbeit an den 24 Präludien. Die Idee und die stilistischen Mittel der Prälidien op. 34 unterscheiden sich grundlegend von den vorherigen Werken von Dimitri Schostakowitsch für die Gattung der Klaviermusik. Rückgriffe auf Skrjabin, Rachmaninov und andere Komponisten sind zu erkennen und die Vielfalt der effektvollen Miniaturen ist enorm.
An "Unterhaltungsmusik" grenzend (As-Dur), teilweise grotesk und lyrisch (cis-Moll) zeigen sich die Präludien. Wie so oft offenbart Dimitri hier die "Bandbreite" seiner Fähigkeiten als Komponist und die Vielfall seiner Ausdrucksmöglichkeiten bzw. der Möglichkeiten Emotionen zum Ausdruck zu bringen.
Schostakowitsch, selber ja auch Pianist, präsentierte am 17.Januar 1933 die ersten 8 Präludien im großen Saal der Leningrader Philharmonie. Den gesamten Zyklus präsentierte er am 24. Mai in Moskau.
Nach Schostakowitsch nahmen auch zahlreiche andere Pianisten die Präludien, oder Teile, in ihr Repertoire auf. (u.A. der große Heinrich Neuhaus)
Mir liegen folgende (vollständige) Aufnahmen vor:
Konstantin Scherbakov - Naxos Tatiana Nikolayeva - Hyperion Elisso Wirssaladze - Classic Live Caroline Weichert - Accord
Besprechungen der mir vorliegenden Aufnahmen folgt im Laufe der kommenden Wochen.
Ganong (04.01.2007, 16:09): Lieber R. ,
grossartige , prägnante Einführung .
Die von Dir auxch erwähnte Interpretation durch Tatiana Nikolayeva dürfte wohl bis heute die Refernzaufnahme sein .
Es ist das Werk des komponisten , das mich am stärksten in den Bann gezogen hat .
Viele Grüsse ,
Frank
PS.: zur Bewertung auch NORMAN LEBRECHT in seiner Besprechung seiner Top 100 CDs aller zeiten . F.
Wotan (04.01.2007, 18:40): Hallo,
ich liebe die 24 Präludien und Fugen, obwohl mir Klaviermusik im großen und ganzen wenig Begeisterung weckt. Ich habe eine Einspielung von Ashkenazy (richtig geschrieben?), die mir gut gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, wie gut sie im Vergleich zu anderen ist.
MfG Wotan
Rachmaninov (04.01.2007, 20:27): Original von Wotan Hallo,
ich liebe die 24 Präludien und Fugen, obwohl mir Klaviermusik im großen und ganzen wenig Begeisterung weckt. Ich habe eine Einspielung von Ashkenazy (richtig geschrieben?), die mir gut gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, wie gut sie im Vergleich zu anderen ist.
MfG Wotan
@Wotan,
glaube Du hast im Eifer des Gefechtes op.34 mit den Preludes & Fuges op.87 verwechselt!
nikolaus (05.01.2007, 12:32): Original von Rachmaninov
@Wotan,
glaube Du hast im Eifer des Gefechtes op.34 mit den Preludes & Fuges op.87 verwechselt!
Oh, verflixt, habe mich da auch vertan und wollte eigentlich schon über meine Aufnahme (op. 87) mit Keith Jarrett schreiben... :ignore Und ich muß gestehen, daß es wohl nicht das erste Mal ist... :A
@ Rachmaninov: Es wäre nett, wenn du die beiden Werke op. 34 und op. 87 kurz gegenüberstellen könntest.
:thanks Nikolaus.
Rachmaninov (05.01.2007, 13:28): Original von nikolaus @ Rachmaninov: Es wäre nett, wenn du die beiden Werke op. 34 und op. 87 kurz gegenüberstellen könntest.
:thanks Nikolaus.
@nikoluas,
danke für die Blumen! Wenn ich auf op.87 eingehen werde versuche ich Deine Anregung aufzugreifen :engel
Rachmaninov (05.01.2007, 23:45): Original von Rachmaninov Konstantin Scherbakov - Naxos Tatiana Nikolayeva - Hyperion Elisso Wirssaladze - Classic Live Caroline Weichert - Accord
Kurzer Zwichenbericht:
Alle 4 Aufnahmen haben mir, nachdem ich sie nun in recht kurzer Zeit alle hörte, recht gut gefallen! Mir scheinen alle auf hohem Niveau! :D
AcomA (06.01.2007, 12:59): hallo,
vielen dank an Sergejewitsch für diesen thread. ich wurde schon während der schulzeit mit einem guten teil der präludien op. 34 konfrontiert. ich hörte eine auswahl mit lazar berman. auch heute noch gehören bermans interpretationen zum besten, was ich kenne ! der sonore anschlag und die einbindung seiner virtuosität führen zum idealen verbund von klang und struktur. die stücke wurden damals auf einer DG-platte mit mussorgskys bilder einer ausstellung gekoppelt.
interessant und pianistisch furios ist die platte von olli mustonen, welcher den gesamten zyklus mit den preludes von alkan kombinierte. mustonens manierismen hielten sich dabei noch ziemlich im hintergrund.
hervorragend ist auch die bei einem italienischen label erschienene einspielung des zyklus von anna mallikova.
mein favorit ist hier konstantin scherbakov, der die präludien mit den aphorismen und der 1. sonate präsentierte. auch hier hört man die synthese von klang und struktur bestens. insgesamt ergibt sich eine eher kühlere variante im vergl. zu berman.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9244101.jpg
gruß, siamak :engel
Wotan (06.01.2007, 18:47): Da muss ich mich entschuldigen, da hab ich mich wirklich vertan. Es gibt ja auch noch 24 Präludien ohne die Fugen :W die 24 Präludien hab ich auch, aber mit denen hab ich mich noch nicht intensiv genug beschäftigt, um ein gewichtiges Urteil abgeben zu können.
MfG Wotan
Rachmaninov (11.01.2007, 18:34): Wer einmal die Möglichkeit hat die Aufnahme der Präludien op.34 von Caroline Weichert zu hören sollte dies tuen.
Ein sehr gelungene Einspielung bei der Wichert insb. die lyrischen und eher langsamen Präludien gut gelingen und mit farbigem Ton wiedergibt.
Bei den "schwungvollen" und temporeichen Präludien würde ich mir etwas mehr "Wagemut" wünschen! :tongue:
Hoffe die restlichen Werke von Schostakowitsch auf dieser Gesamteinspielung der Klavierwerke solo sind auf ähnlichem Niveau.
Rachmaninov (13.01.2007, 21:21): Original von Ganong Die von Dir auxch erwähnte Interpretation durch Tatiana Nikolayeva dürfte wohl bis heute die Refernzaufnahme sein .
@Frank,
Tatiana Nikolayeva spielt in der tat die Preludes op.34 vorzüglich. Viel Raffinesse, gespühr für die Struktur und Formen, Feingefühl.
Eine wahrhaft großartige Aufnahme. Der sehr gute Klang der aufnahme vergrößert die Freude an dieser Spitzeneinspielung.
Denke man mit Recht behaupten Tatiana Nikolayeva versteht dieses Werk von Schostakowitsch.
Die Aufnahme muss unbedingt im Falle einer Anschaffung in Betracht gezogen werden!!!!!
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6482507.jpg
:times10
ab (14.01.2007, 00:43): Nicht zu vergessen die Bearbeitung für Violine und Klavier von Tsyganov!
Von Kogan gibts da eine herrliche Aufnahme mit dem Komponisten am Klavier von Nr. 10, 15, 16, und 24 (Russian treasure), wie ich sehe inzwischen auch als Video bei EMI (auch auf youtube). http://ec1.images-amazon.com/images/P/B00006ALS0.03._AA240_SCLZZZZZZZ_.jpg
Auch gibts eine CD mit allen der 19 transkribierten Préludes, gespielt von Mikhail Bezverkhny & Timur Sergeyenya, piano, nämlich bei Norther flowers
http://www.nflowers.ru/img/cd/21_c.jpg.
Deine_Lust (15.01.2007, 12:46): ich habe Klavier gespielet Praludie und Fuge (a-moll) im Konzert vor kurzem. Diese Musik ist phantastisch! Und obgleich ich verfasse die Musik, aber meine Musik ganz nicht solche. Sein Schaffen ist ganze Epoche.
Rachmaninov (21.02.2007, 14:32): Original von Deine_Lust ich habe Klavier gespielet Praludie und Fuge (a-moll) im Konzert vor kurzem. Diese Musik ist phantastisch! Und obgleich ich verfasse die Musik, aber meine Musik ganz nicht solche. Sein Schaffen ist ganze Epoche.
Ja, sein Schaffen ist epochal!
Gruß nach Russland :D
Rachmaninov (24.02.2007, 13:30): Elisso Wirssaladze spielt die Presludes op.34 eher sportiv, sehr extravagenat und mit einem gewissen mut zum Risiko. Dadurch gelingt ihr eine ungemein spannende wenn auch eigene Einspielung, die ihren Reiz aus eben diesen genannten Eigenschaften zieht.
Sicherlich beruht diese Spielweise auch auf der Tatsache, daß es sich um einen Livemitschnitt aus dem Verdi Konservatorium Mailand handelt!
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4216380.jpg
Rachmaninov (30.03.2007, 15:01): Original von AcomA mein favorit ist hier konstantin scherbakov, der die präludien mit den aphorismen und der 1. sonate präsentierte. auch hier hört man die synthese von klang und struktur bestens. insgesamt ergibt sich eine eher kühlere variante im vergl. zu berman.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9244101.jpg
@Siamak,
die Aufnahme Scherbakov gefällt mir durchaus ebenfalls gut! Sie ist ganz sicher ein preisliches Highlight, aber nicht nur das.
Wie von Dir beschrieben sehr strukturiert und eher kühler gespielt. Aber dies hat auch seinen Reiz. Obwohl es stellenweise auch etwas brav klingt. Fast so wie bei einem Schüler, der sich nicht so recht traut.
Interpretation: 8 Klang: 8
Ganong (30.03.2007, 19:36): Liebe Forianer ,
er sie aus Frankreich bekommen kan , der sollte sich die Aufnahme mitAna Malikova besorgen .
Keine ausgetretenen Pfade , sondern ganz natürliches Interpretieren im SInne einer notente4xtgetreuen Wiedergabe .
Viele Grüsse ,
Frank
ab (31.03.2007, 12:25): Original von Ganong Liebe Forianer ,
er sie aus Frankreich bekommen kan , der sollte sich die Aufnahme mitAna Malikova besorgen .
wieso Frankreich? Real Sound ist ein italienisches Label hier.
bei Anna Malikova ist es mir nicht nur einmal so ergangen , dass deutsche Anbieter ( Anbieter über amazon.de dann nicht liefern konnten .
Ich bin diesbezüglich , wenn ich nicht in Frankreich bin , sehr skeptisch geworden . Auch gerade gegenüber "caiman" ( USA ; Florida ) . Deren Kapazitäten scheinen schon lange mehr als überlastet zu sein .
Ich weiche daher , wenn dies sein muss , sehr gerne auf kleiner , wesentlich schnellere Anbieter auch aus Graz aus .
Dannoch . Danke für Deinen Hinweis und ein erholsamens Wochenende !
Frank
Rachmaninov (12.07.2009, 19:57): Original von AcomA
interessant und pianistisch furios ist die platte von olli mustonen, welcher den gesamten zyklus mit den preludes von alkan kombinierte. mustonens manierismen hielten sich dabei noch ziemlich im hintergrund.
Gerade höre ich op.34 in der von AcomA beschriebenen Aufnahme mit O. Mustonen.
Brilliante Einspielung, voller Raffinessen, sehr durchdacht und spannend. Nahzu Manirissmen frei und ein Beweis dafür welch Potential eigentlich in Mustonen schlummert(e)....
Eine grandiose Aufnahme, ein Leckerbissen!
AcomA (12.07.2009, 23:19): lieber Sergejewitsch,
ja, eine tolle Platte, u.a. auch wegen der Alkan-preludes.
gruß, siamak
Rachmaninov (13.07.2009, 07:28): Original von AcomA lieber Sergejewitsch,
ja, eine tolle Platte, u.a. auch wegen der Alkan-preludes.
gruß, siamak
@Siamak,
schön von Dir zu lesen.
Auf die Alkan Preludes gehe ich noch ein.
Alkan ist völlig unterschätzt und einfach nur genial!
Was für ein Abwechslungsreichtum des jungen Pianisten! Das sind diese so seltenen Überraschungen, wo man eine bestimmte Erwartung nach technischer Ausgefeiltheit bei musikalischer Langweile erwartet - und dann vor dem dritten Ton schon sich verblüfft umorientieren muss
Cetay (inaktiv) (27.12.2013, 16:22): Ich zitiere ein wenig aus dem Verkaufstext des Labels, weil mir die hier beworbene Neuerscheinung sehr viel Freude macht:
Die 24 Präludien entstanden in einer kreativen Hochphase Schostakowitschs. Er benötigte nur etwas mehr als zwei Monate, bis er sie im März 1932 fertig gestellt hatte. In ihnen blitzen immer wieder komische und satirische Elemente auf. Wer genau hinhört, kann Einflüsse von Komponisten wie Haydn, Chopin, Prokofjew und Strawinski erkennen – ebenso wie Elemente aus Zigeunerromanzen, Gaunerliedern und Schlagern aus den 1920’er und frühen 1930’er Jahren. Die erst kürzlich veröffentlichte Fassung für Streichorchester von Grigory Korchmar ist die erste Transskription aller 24 Präludien. Mit dieser Aufnahme hat das dogma chamber orchestra also musikalische Pionierarbeit geleistet. (BERTHOLD records)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51WNIkeE78L._SL500_AA240_.jpg Dmitri Shostakovich; 24 Präludien op. 34 - Fassung für Streichorchester von Grigory Korchmar (1990); Dogma Kammerorchester