Die großen Violinvirtuosen der fünfziger Jahre

Engelbert (23.06.2006, 05:39):
Ähnlich wie bei dem Thread über die Pianisten lohnt es sich festzustellen, welche Violinvirtuosen der fünfziger Jahre sich noch bis heute im kollektiven Bewusstsein des Musikhörers verankern konnten.

Die Violinkonzerte, die damals auf LP. veröffentlicht wurden, waren weniger als zehn. Die Solisten ein paar mehr. Der Sammler hatte nun die Entscheidung zu treffen, welches Wundertier mit welchem Konzert in seiner Kollektion vertreten sein sollte. Besitzen wollte er alle, aber keiner sollte doppelt sein. Die Kalkulation führte bei mir zu folgendem Resultat:

1. Beethoven mit Yehudi Menuhin (und Furtwängler) bei Emi
2. Mozart mit Zino Francescatti (und Bruno Walter) bei Phi
3. Paganini mit Ruggiero Ricci (bei Decca)
4. Mendelssohn mit Issac Stern (bei Phi-Fontana)
5. Bruch mit Wolfgang Schneiderhahn (bei DGG)
6. Brahms mit Henryk Czering (bei RCA)
7. Tschaikowsky mit David Oistrach bei (DGG)
8. Sibelius mit Jascha Heifetz bei (RCA)

und dann waren da noch die 4 Jahreszeiten, die man mit den I Musici
zu besetzen pflegte (bei Phi)

Mehr Violinkonzerte gab es nicht zu kaufen, somit gingen Igor Oistrach und Leonid Kogan leer aus oder man hätte in den Bereich der Violinsonaten ausweichen müssen, um die fehlenden Solisten zu bekommen.

Als dann das Label Eurodisk/Melodia auf den Markt kam und es das Violinlonzert von Khatchaturian mit David Oistach zu kaufen gab, wirkte das wie ein Donnerschlag.

:A

Die Veränderung der Marktsituation in dieser Dimension bezüglich Werkauswahl und Interpret war damals nicht vorstellbar.

Gruß
Engelbert
:engel
Landowski (23.06.2006, 14:13):
Original von Engelbert
Die Violinkonzerte, die damals auf LP. veröffentlicht wurden, waren weniger als zehn.

Na, da kann man ja froh sein, dass sich die Zeiten geändert haben. :down
Tag ein, Tag aus immer diese 10 Konzerte - puh, das wäre ja schrecklich.
Rachmaninov (23.06.2006, 15:01):
Original von Engelbert
Ähnlich wie bei dem Thread über die Pianisten lohnt es sich festzustellen, welche Violinvirtuosen der fünfziger Jahre sich noch bis heute im kollektiven Bewusstsein des Musikhörers verankern konnten.


@Engelbert,

da hast Du aber einen schönen Thread gestartet.

Die von Dir unten genannten Geiger kenne ich natürlich alle dem Namen nach. Auch wenn ich nicht von jedem auch wirklich eine Aufnahme besitze.


Die Violinkonzerte, die damals auf LP. veröffentlicht wurden, waren weniger als zehn. Die Solisten ein paar mehr. Der Sammler hatte nun die Entscheidung zu treffen, welches Wundertier mit welchem Konzert in seiner Kollektion vertreten sein sollte. Besitzen wollte er alle, aber keiner sollte doppelt sein. Die Kalkulation führte bei mir zu folgendem Resultat:


Über die Aussage bin ich verwundert.
Es gibt doch heute nahezu von jedem dieser Geiger reichlich Aufnahmen auf dem Markt! War das wirklich so ein begrenztes Angebot obwohl die Aufnahmen ja eigentlich bereits existierten?
Rachmaninov (04.07.2006, 16:04):
Original von Engelbert

3. Paganini mit Ruggiero Ricci (bei Decca)



@Engelbert,

ich meine mich zu erinnern, das R. Ricci die intensivsten Studien und Nachforschungen bzgl. der Violinenkonzerte Paganinis durchführte.

Macht dies der Reiz der Ricci Aufnahmen aus?
Zelenka (05.07.2006, 12:35):
Nicht weit von mir weg (10m) stehen saemtliche Bielefelder Kataloge seit 1955 (zu Anfang noch "Die Langspielplatte"). Leider gibt es kein Kuenstlerregister, der Aufwand waere zu gross, um Engelbert Punkt fuer Punkt zu ergaenzen ...

Arbeitsscheu,

Zelenka
Engelbert (06.07.2006, 08:39):
Lieber Zelenka,

wenn Du in die Besenkammer hinabsteigst, findest Du bei den Violinvirtuosen noch Michael Rabin. Wen ich allerdings vergessen habe, ist Christian Ferras, der bei Decca auf 25 cm das Brahms-Violinkonzert
mit den Wiener Philharmonikern (unter Schurcht oder Krips) eingespielt hat. Seine Glanzzeit hatte Ferras in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre bei DGG mit Brahms und Sibelius

Was es noch gab, ist das Violinkonzert von Glasunov mit Heifetz. Mein Ordnungsfimmel ließ damals nicht zu, unterschiedliche Komponisten
auf einer Platte zu haben, hielt das Glasunov-Konzert auch nicht für begehrenswert.

Wichtigere Sachen wie Elgar, Saint-Saens und Prokofieff sind mir nicht
in Erinnerung. Dvorak kam später mit Supraphon und Khatchaturian mit Melodia.

Was man aber zurechnen muss, sind das Doppelkonzert von Brahms und das Tripelkonzert von Beethoven. Mit Oistrach werden gewiss Aufnahmen vorhanden gewesen sein.

Nun verstehe ich nicht, lieber Zelenka, warum Du mit dem Bielefelder Katalog der damaligen Zeit nicht zurechtkommst. Wenn Du weitere Virtuosen nachweisen willst, schlägst Du Beethoven oder Brahms auf und wenn Du Violinkonzerte, von denen Du meist, dass sie hätten vorhanden sein müssen, vorstellen willst, siehst Du unter dem Komponisten nach.

Ich weiß auch nicht, welchen Sinn es bringen soll, Lücken in meiner Aufzählung nachzuspüren. Die Prominenz habe ich aufgelistet und die begehrenswerten Violonkonzerte ebenfalls. Oder habe ich etwa behauptet, dass Oistrach nur ein einziges Violinkonzert eingespielt hat?

Sobald Du zu Saturn gehst und in die Regale schaust, findest Du von den von mir genannten Virtuosen - angereichert und remastert - sämtliche Einspielungen versammelt, die der Künstler in dem genannten Zeitraum gemacht hat. Wenn Du nun acht Boxen an die Reihe stellst, hast Du alle zur damaligen Zeit populären Werke doppelt und dreifach. Was hattest Du also an meinem Leitfaden auszusetzen?

?(

Bei den Violoncello-Konzerten sah die Sache noch prekärer aus. Es gab
Dvorak und Schumann, ferner Haydn und Boccherini. Philipps hatte die Licenz für Casals, Piatgorsky war bei RCA, Fournier bei DGG, Tortellier bei Emi und Hölscher bei Decca.

Beu Schumann war die Entscheidung klar. Das 25cm Cover mit Casals, Löwenzahn und Gänseblümchen von Philipps. Den Dvorak die gute technische Qualität von DGG mit Fournier oder weniger gut, da etwas ältere, von RCA mit Piatgorsky. Ich glaube sogar, dass Decca keine Einspielung des Dvorak-Cellokonzertes anzubieten hatte. Haydn mit Fournier, Jacqueline du Pres (Pré) kam erst später. Boccherini nicht in Starbesetzung aber gut mit Tibor de Machula bei Phi.

Alles besserte sich zu Ende der sechziger Jahre und erreichte ihren ersten Höhepunkt in den 70ern.

Gruß
Engelbert
:engel
Zelenka (06.07.2006, 11:27):
Lieber Engelbert:

Wie gesagt, ich will garnicht weiter recherchieren ... Das Ganze war milde komisch gemeint von mir, weil ich auch im Moment nicht weit entfernt von den kompletten Jahrgaengen des Bielefelder Katalogs sitze. Ich wil nichts mehr aussetzen. Wirklich nicht.

Beste Gruesse,

Zelenka
Zelenka (06.07.2006, 12:17):
Original von Engelbert
Lieber Zelenka,

Wen ich allerdings vergessen habe, ist Christian Ferras, der bei Decca auf 25 cm das Brahms-Violinkonzert mit den Wiener Philharmonikern (unter Schurcht oder Krips) eingespielt hat. Seine Glanzzeit hatte Ferras in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre bei DGG mit Brahms und Sibelius


Gruß
Engelbert
:engel

Schuricht war der Dirigent fuer Ferras.

Gruss,

Zelenka
Zelenka (06.07.2006, 12:28):
1960 lt. Bielefelder Katalog lieferbar, wenn man das Brahms-Konzert kaufen wollte:

Ferras/VPO/Schuricht (Decca)
Francescatti/Philadelphia O/Ormandy (Philips)
Grumiaux/Concertgebouw/van Beinum (Philips)
Heifetz/Chicago SO/Reiner (RCA)
Menuhin/Festspiel-O Luzern/Furtwaengler (Electrola)
Menuhin/BPO/Kempe (Electrola)
Milstein/Pittsburgh SO/Steinberg (Capitol)
Morini/LPO/Rodzinski (Heliodor)
Oistrakh/Saechs. Staatskapelle/Konwitschny (DG)
Oistrakh/Staatl. Sinfonie-O der UdSSR/Kondrashin (Telefunken)
Schneiderhan/BPO/van Kempen (DG)
Stern/RPO/Beecham (Philips)
Szeryng/LSO/Monteux (RCA)

Gruss,

Zelenka
Engelbert (06.07.2006, 20:22):
@Zelenka

Artur Grumiaux (Belgier) und Zino Francescatti (Italiener) sind in jedem Fall wichtig.

Der Name Morini sagt mir nichts. Über das Label Heliodor wurden damals
von der DGG ältere Einspielungen verscherbelt.

Arthur Grumiaux war bevorzugter Partner von Clara Haskil und beide dürften Mozart-Sonaten in Fülle eingespielt haben.

Von Franzescatti, halte ich es für denkbar, dass die Rhapsodie Espagnol von Lalo bei Phi editiert wurde.

:engel
Zelenka (07.07.2006, 12:24):
Original von Engelbert
@Zelenka

Artur Grumiaux (Belgier) und Zino Francescatti (Italiener) sind in jedem Fall wichtig.

Der Name Morini sagt mir nichts. Über das Label Heliodor wurden damals
von der DGG ältere Einspielungen verscherbelt.

Arthur Grumiaux war bevorzugter Partner von Clara Haskil und beide dürften Mozart-Sonaten in Fülle eingespielt haben.

Von Franzescatti, halte ich es für denkbar, dass die Rhapsodie Espagnol von Lalo bei Phi editiert wurde.

:engel

Lieber Engelbert:

Mit dem Ausschnitt aus dem Bielefelder Katalog wollte ich illustrieren, wie begrenzt eben das Angebot fuer den Sammler was (und wie gluecklich wir uns heutzutage preisen koennen). - Das Lalo-Stueck gab es im August 1960 mit Elman, Heifetz, Gimpel (nie gehoert), Grumiaux und Kogan, auch wieder ein duerftiges Angebot verglichen mit heute.

Gruss,

Zelenka
Cosima (11.07.2006, 07:20):
Original von Engelbert
5. Fauchhahn Williams: Die aufsteigende Lerche


Hallo Engelbert,

zwei Fragen beschäftigen mich:

1) Ist der Fauchhahn eine neue, von Dir entdeckte Gattung? :)
2) Warum ist die Liste der Messiaen-Vögel nicht ordentlich von 1-12 sortiert?

Gruß, Cosima
Engelbert (11.07.2006, 10:46):
Original von Rachmaninov
@Engelbert,

warum setzt Du das nicht in den passenden Thread zum Thema?


...weil es an den vorangegangenen Artikel wie ein Dominostein angeschlossen werden sollte. Ich bin aber einverstanden, wenn der Beitrag nachträglich verschoben wird, damit die Inhalte sich zusammen fügen

Gruß
Engelbert
Engelbert (23.06.2006, 05:39):
Ähnlich wie bei dem Thread über die Pianisten lohnt es sich festzustellen, welche Violinvirtuosen der fünfziger Jahre sich noch bis heute im kollektiven Bewusstsein des Musikhörers verankern konnten.

Die Violinkonzerte, die damals auf LP. veröffentlicht wurden, waren weniger als zehn. Die Solisten ein paar mehr. Der Sammler hatte nun die Entscheidung zu treffen, welches Wundertier mit welchem Konzert in seiner Kollektion vertreten sein sollte. Besitzen wollte er alle, aber keiner sollte doppelt sein. Die Kalkulation führte bei mir zu folgendem Resultat:

1. Beethoven mit Yehudi Menuhin (und Furtwängler) bei Emi
2. Mozart mit Zino Francescatti (und Bruno Walter) bei Phi
3. Paganini mit Ruggiero Ricci (bei Decca)
4. Mendelssohn mit Issac Stern (bei Phi-Fontana)
5. Bruch mit Wolfgang Schneiderhahn (bei DGG)
6. Brahms mit Henryk Czering (bei RCA)
7. Tschaikowsky mit David Oistrach bei (DGG)
8. Sibelius mit Jascha Heifetz bei (RCA)

und dann waren da noch die 4 Jahreszeiten, die man mit den I Musici
zu besetzen pflegte (bei Phi)

Mehr Violinkonzerte gab es nicht zu kaufen, somit gingen Igor Oistrach und Leonid Kogan leer aus oder man hätte in den Bereich der Violinsonaten ausweichen müssen, um die fehlenden Solisten zu bekommen.

Als dann das Label Eurodisk/Melodia auf den Markt kam und es das Violinlonzert von Khatchaturian mit David Oistach zu kaufen gab, wirkte das wie ein Donnerschlag.

:A

Die Veränderung der Marktsituation in dieser Dimension bezüglich Werkauswahl und Interpret war damals nicht vorstellbar.

Gruß
Engelbert
:engel
Landowski (23.06.2006, 14:13):
Original von Engelbert
Die Violinkonzerte, die damals auf LP. veröffentlicht wurden, waren weniger als zehn.

Na, da kann man ja froh sein, dass sich die Zeiten geändert haben. :down
Tag ein, Tag aus immer diese 10 Konzerte - puh, das wäre ja schrecklich.
Rachmaninov (23.06.2006, 15:01):
Original von Engelbert
Ähnlich wie bei dem Thread über die Pianisten lohnt es sich festzustellen, welche Violinvirtuosen der fünfziger Jahre sich noch bis heute im kollektiven Bewusstsein des Musikhörers verankern konnten.


@Engelbert,

da hast Du aber einen schönen Thread gestartet.

Die von Dir unten genannten Geiger kenne ich natürlich alle dem Namen nach. Auch wenn ich nicht von jedem auch wirklich eine Aufnahme besitze.


Die Violinkonzerte, die damals auf LP. veröffentlicht wurden, waren weniger als zehn. Die Solisten ein paar mehr. Der Sammler hatte nun die Entscheidung zu treffen, welches Wundertier mit welchem Konzert in seiner Kollektion vertreten sein sollte. Besitzen wollte er alle, aber keiner sollte doppelt sein. Die Kalkulation führte bei mir zu folgendem Resultat:


Über die Aussage bin ich verwundert.
Es gibt doch heute nahezu von jedem dieser Geiger reichlich Aufnahmen auf dem Markt! War das wirklich so ein begrenztes Angebot obwohl die Aufnahmen ja eigentlich bereits existierten?
Rachmaninov (04.07.2006, 16:04):
Original von Engelbert

3. Paganini mit Ruggiero Ricci (bei Decca)



@Engelbert,

ich meine mich zu erinnern, das R. Ricci die intensivsten Studien und Nachforschungen bzgl. der Violinenkonzerte Paganinis durchführte.

Macht dies der Reiz der Ricci Aufnahmen aus?
Zelenka (05.07.2006, 12:35):
Nicht weit von mir weg (10m) stehen saemtliche Bielefelder Kataloge seit 1955 (zu Anfang noch "Die Langspielplatte"). Leider gibt es kein Kuenstlerregister, der Aufwand waere zu gross, um Engelbert Punkt fuer Punkt zu ergaenzen ...

Arbeitsscheu,

Zelenka
Engelbert (06.07.2006, 08:39):
Lieber Zelenka,

wenn Du in die Besenkammer hinabsteigst, findest Du bei den Violinvirtuosen noch Michael Rabin. Wen ich allerdings vergessen habe, ist Christian Ferras, der bei Decca auf 25 cm das Brahms-Violinkonzert
mit den Wiener Philharmonikern (unter Schurcht oder Krips) eingespielt hat. Seine Glanzzeit hatte Ferras in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre bei DGG mit Brahms und Sibelius

Was es noch gab, ist das Violinkonzert von Glasunov mit Heifetz. Mein Ordnungsfimmel ließ damals nicht zu, unterschiedliche Komponisten
auf einer Platte zu haben, hielt das Glasunov-Konzert auch nicht für begehrenswert.

Wichtigere Sachen wie Elgar, Saint-Saens und Prokofieff sind mir nicht
in Erinnerung. Dvorak kam später mit Supraphon und Khatchaturian mit Melodia.

Was man aber zurechnen muss, sind das Doppelkonzert von Brahms und das Tripelkonzert von Beethoven. Mit Oistrach werden gewiss Aufnahmen vorhanden gewesen sein.

Nun verstehe ich nicht, lieber Zelenka, warum Du mit dem Bielefelder Katalog der damaligen Zeit nicht zurechtkommst. Wenn Du weitere Virtuosen nachweisen willst, schlägst Du Beethoven oder Brahms auf und wenn Du Violinkonzerte, von denen Du meist, dass sie hätten vorhanden sein müssen, vorstellen willst, siehst Du unter dem Komponisten nach.

Ich weiß auch nicht, welchen Sinn es bringen soll, Lücken in meiner Aufzählung nachzuspüren. Die Prominenz habe ich aufgelistet und die begehrenswerten Violonkonzerte ebenfalls. Oder habe ich etwa behauptet, dass Oistrach nur ein einziges Violinkonzert eingespielt hat?

Sobald Du zu Saturn gehst und in die Regale schaust, findest Du von den von mir genannten Virtuosen - angereichert und remastert - sämtliche Einspielungen versammelt, die der Künstler in dem genannten Zeitraum gemacht hat. Wenn Du nun acht Boxen an die Reihe stellst, hast Du alle zur damaligen Zeit populären Werke doppelt und dreifach. Was hattest Du also an meinem Leitfaden auszusetzen?

?(

Bei den Violoncello-Konzerten sah die Sache noch prekärer aus. Es gab
Dvorak und Schumann, ferner Haydn und Boccherini. Philipps hatte die Licenz für Casals, Piatgorsky war bei RCA, Fournier bei DGG, Tortellier bei Emi und Hölscher bei Decca.

Beu Schumann war die Entscheidung klar. Das 25cm Cover mit Casals, Löwenzahn und Gänseblümchen von Philipps. Den Dvorak die gute technische Qualität von DGG mit Fournier oder weniger gut, da etwas ältere, von RCA mit Piatgorsky. Ich glaube sogar, dass Decca keine Einspielung des Dvorak-Cellokonzertes anzubieten hatte. Haydn mit Fournier, Jacqueline du Pres (Pré) kam erst später. Boccherini nicht in Starbesetzung aber gut mit Tibor de Machula bei Phi.

Alles besserte sich zu Ende der sechziger Jahre und erreichte ihren ersten Höhepunkt in den 70ern.

Gruß
Engelbert
:engel
Zelenka (06.07.2006, 11:27):
Lieber Engelbert:

Wie gesagt, ich will garnicht weiter recherchieren ... Das Ganze war milde komisch gemeint von mir, weil ich auch im Moment nicht weit entfernt von den kompletten Jahrgaengen des Bielefelder Katalogs sitze. Ich wil nichts mehr aussetzen. Wirklich nicht.

Beste Gruesse,

Zelenka
Zelenka (06.07.2006, 12:17):
Original von Engelbert
Lieber Zelenka,

Wen ich allerdings vergessen habe, ist Christian Ferras, der bei Decca auf 25 cm das Brahms-Violinkonzert mit den Wiener Philharmonikern (unter Schurcht oder Krips) eingespielt hat. Seine Glanzzeit hatte Ferras in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre bei DGG mit Brahms und Sibelius


Gruß
Engelbert
:engel

Schuricht war der Dirigent fuer Ferras.

Gruss,

Zelenka
Zelenka (06.07.2006, 12:28):
1960 lt. Bielefelder Katalog lieferbar, wenn man das Brahms-Konzert kaufen wollte:

Ferras/VPO/Schuricht (Decca)
Francescatti/Philadelphia O/Ormandy (Philips)
Grumiaux/Concertgebouw/van Beinum (Philips)
Heifetz/Chicago SO/Reiner (RCA)
Menuhin/Festspiel-O Luzern/Furtwaengler (Electrola)
Menuhin/BPO/Kempe (Electrola)
Milstein/Pittsburgh SO/Steinberg (Capitol)
Morini/LPO/Rodzinski (Heliodor)
Oistrakh/Saechs. Staatskapelle/Konwitschny (DG)
Oistrakh/Staatl. Sinfonie-O der UdSSR/Kondrashin (Telefunken)
Schneiderhan/BPO/van Kempen (DG)
Stern/RPO/Beecham (Philips)
Szeryng/LSO/Monteux (RCA)

Gruss,

Zelenka
Engelbert (06.07.2006, 20:22):
@Zelenka

Artur Grumiaux (Belgier) und Zino Francescatti (Italiener) sind in jedem Fall wichtig.

Der Name Morini sagt mir nichts. Über das Label Heliodor wurden damals
von der DGG ältere Einspielungen verscherbelt.

Arthur Grumiaux war bevorzugter Partner von Clara Haskil und beide dürften Mozart-Sonaten in Fülle eingespielt haben.

Von Franzescatti, halte ich es für denkbar, dass die Rhapsodie Espagnol von Lalo bei Phi editiert wurde.

:engel
Zelenka (07.07.2006, 12:24):
Original von Engelbert
@Zelenka

Artur Grumiaux (Belgier) und Zino Francescatti (Italiener) sind in jedem Fall wichtig.

Der Name Morini sagt mir nichts. Über das Label Heliodor wurden damals
von der DGG ältere Einspielungen verscherbelt.

Arthur Grumiaux war bevorzugter Partner von Clara Haskil und beide dürften Mozart-Sonaten in Fülle eingespielt haben.

Von Franzescatti, halte ich es für denkbar, dass die Rhapsodie Espagnol von Lalo bei Phi editiert wurde.

:engel

Lieber Engelbert:

Mit dem Ausschnitt aus dem Bielefelder Katalog wollte ich illustrieren, wie begrenzt eben das Angebot fuer den Sammler was (und wie gluecklich wir uns heutzutage preisen koennen). - Das Lalo-Stueck gab es im August 1960 mit Elman, Heifetz, Gimpel (nie gehoert), Grumiaux und Kogan, auch wieder ein duerftiges Angebot verglichen mit heute.

Gruss,

Zelenka
Cosima (11.07.2006, 07:20):
Original von Engelbert
5. Fauchhahn Williams: Die aufsteigende Lerche


Hallo Engelbert,

zwei Fragen beschäftigen mich:

1) Ist der Fauchhahn eine neue, von Dir entdeckte Gattung? :)
2) Warum ist die Liste der Messiaen-Vögel nicht ordentlich von 1-12 sortiert?

Gruß, Cosima
Engelbert (11.07.2006, 10:46):
Original von Rachmaninov
@Engelbert,

warum setzt Du das nicht in den passenden Thread zum Thema?


...weil es an den vorangegangenen Artikel wie ein Dominostein angeschlossen werden sollte. Ich bin aber einverstanden, wenn der Beitrag nachträglich verschoben wird, damit die Inhalte sich zusammen fügen

Gruß
Engelbert