Die jungen Pianisten - Wer ist "Top" wer ist "Flop"

Rachmaninov (22.03.2006, 22:46):
Hallo Forianer,

insgesamt bin ich der Ansicht, daß wie uns auch in unserer Zeit, über eine vielzahl junger hochmusikalischer Instrumentalisten erfreuen können.

So ist es sicherlich auch bei den Pianisten, so daß wir uns in unseren Betrachtungen und bei der Auswahl unserer Aufnahmen nicht nur mit einem fernen Blick in die Vergangenheit begnügen müssen.

In diesem Thread soll der Vorstellung und der Diskussion der Pianisten der jüngeren Generation dienen. Wobei ich als jung einmal ein ab 1970 geboren bezeichnen würde. Etwas "Toleranz" kann man ja "zur Not" geben :D
AcomA (22.03.2006, 23:10):
hallo Sergejewitsch,

ich habe einen jungen pianisten jahrgang 1971 im thread 'unbekannte tastengenies' vorgestellt, steven osborne !

aber aus aktuellem anlass würde ich den 1969 geborenen boris berezovsky anführen. er studierte in moskau, wurde 1987 vierter beim brüsseler königin-elisabeth-wettbewerb und sieger (erster platz) beim tschaikowsky-wettbewerb in moskau 1990. ich erlebte ihn live vor wenigen jahren in mülheim a.d.r.. er spielte prokofievs 7.sonate und alle 12 etudes d'execution transc. von liszt. physisch beeindruckend. aber er hatte insgesamt wohl keinen guten abend. die ausführungen waren zu lieblos und unmotiviert.

herausragend finde ich folgende platten:

rachmaninov - chopin-variationen, 1. sonate (teldec)
rachmaninov - konzerte nr.2 u. 3 (mirare)
chopin/godowsky - etüden/transkriptionen (auswahl) (warner)

http://images-eu.amazon.com/images/P/B000000SJS.03.MZZZZZZZ.jpg http://www.jpc.de/image/middle/front/0/9203150.jpg http://www.jpc.de/image/middle/front/0/2449294.jpg

bereszovsky fasziniert durch seine klanglich ausgerichtete fast meditative art des spiels. obwohl das spiel durchweg transparent gehalten ist, klingt die interpretation sehr warm. er versetzt sich gerne und für den hörer nachvollziehbar in einen ekstatischen zustand. seine manuellen fähigkeiten sind top.

im sommer wird er in essen auftreten. er spielt dann beethovens diabelli-variationen !

gruß, siamak :engel
Markus (23.03.2006, 01:09):
Mein junger Pianist, den ich hier erwähnen möchte, ist eine Pianistin:

http://www.promusica-hannover.de/media/redaktionell/Grimaud.jpg

Hélène Grimaud ist sicherlich eine in der letzten Zeit ziemlich hochgespuschte Künstlerin (den Marketingabteilungen der DG sei Dank), ich habe ihren Werdegang jedoch schon seit ihren ersten Platten mitverfolgt. Wer damals ihre mit 15 Jahren aufgenommene Rachmaninoff-Platte (Sonate Nr. 2, Études tableaux) aufmerksam anhörte, der konnte bereits das Talent ahnen, was in diesem schlanken Persönchen schlummerte.

Sie hat in den Jahren bis heute eine Reihe von kammermusikalischen und konzertanten Werken eingespielt und dabei viele namhafte Plattenfirmen kennengelernt. Zuletzt erschienen einige Aufnahmen, die ihre zunehmende musikalische Reife dokumentieren. Unter anderem sind dabei auch einige Aufnahmen, die sie bereits in früheren Jahren eingespielt hat, u. a. die 2. Rachmaninoff-Sonate sowie das nun deutlich souveräner und ausdrucksstärker dargebrachte Schumann-Klavierkonzert.

Aber auch einige Raritäten des Klavierrepertoires hat sie auf höchst interessante Art und Weise eingespielt: das 3. Bartokkonzert, das Credo von Pärt oder die Chorfantasie von Beethoven.

Kürzlich hätte ich fast ein Konzert von ihr im Baden-Badener Festspielhaus besucht. Unglücklicherweise ist die Pianisten kurz zuvor erkrankt.

Gruß,

Markus.
Rolf Scheiwiller (23.03.2006, 07:52):
Hallo Markus. Grimaud kenne ich auch schon etwa 16 Jahre. Und habe auch einige ihrer DENON Aufnahmen. Noch in der Originalausgabe.
So Ravel, Brahms, Rachmaninow mit Lopez-Cobos.
Da ich von Klavierinterpretationen nichts verstehe, kann ich logischerweise auch nichts negatives oder positives daran finden. Sie gefallen mir einfach!
Gruss.
Rolf.
Rachmaninov (23.03.2006, 08:16):
@Markus, Rolf,

die mittlerweile bei Brilliant erschienen frühen Aufnahmen von H. Grimaud besitze ich auch und die Aufnahme des 2. Rachmaninov Klavierkonzerts unter Ashkenazy.

Seit der enttäuschenden Erfahrung mit dem Rachmaninov-Konzert habe ich mich weitestgehend gar nicht mit ihr beschftigt. Dazu hat u.A. die gnadenlose Vermarktung durch die DG beigetragen.

Werde mir aber insb. die 2. Rachmaninov Sonate aus ihren frühen Jahren nocheinmal anhören.
Rachmaninov (23.03.2006, 20:24):
Y. Sudbin

1980 geboren in St. Petersburg
1987 Aufnahme an der Musikschule am Konservatorium seiner Heimatstadt
1990 Wechsel nach Berlin
Seit 1997 lebt er in London

Im Jahr 2004 hat Y. Sudbin bei BIS, das bekannt ist für ein sehr gutes Gespühr für gute junge Musiker (u.A. Gringolts), seine erste, von vielen sehr beachtete Aufnahme mit Scarlatti Sonaten vorgelet!
Diese Aufnahme höre ich immer wieder gerne (trotz starker Komkurenz bei mir im Regal!)



Einfach wunderbar wie Sudbin mit seinem warmen, gefühlvollen Spiel z.B. die Schönheit der Sonate K87 präsentiert.
Sehr positiv aus meiner Sicht auch die Tatsache, daß er im booklet der CD die Sonaten Scarlattis selber beschreibt. Dies sprich aus meiner Sicht klar für seine bewußte Auseinandersetzung.

Im Herbst 2005 veröffentlichte er sein zweites Album. Ohne vorher zu wissen welches Werk er einspielen würde war ich schon "heiss" auf seine Aufnahem. Als es dann noch Werke Rachmaninovs (u.A: 2. Klaviersonate) enthielt war ich natürlich "überglücklich"



Auch diese Aufnahme finde ich beachtlich und so wundert es nicht, daß der junge Pianist mittlerweile eien gute Resonanz erntet. U.A. für sein Wigmore Hall Auftritt am 11.02.2005, wobei man berücksichtigem muß, daß in London die besten Pianisten des Planeten regelmäßig da auftreten und man nicht ohneweiteres dort spielen DARF!
Rachmaninov (23.03.2006, 20:31):
@Alle,

wer einmal verstehen will was Siamak bzgl. Berezovsky meint sollte mal auf
in seinem browser folgendes eingeben:

video.google.com

dann in dem Feld neben search video den Namen Berezovsky.

Zur Belohnung kann man sich dann 6 min. ansehen und anhören wie er eins der schwierigsten Werke der Klavierliteratur spielt :down :down
Walter (23.03.2006, 21:59):
Original von Rachmaninov
Y. Sudbin

Diese Aufnahme höre ich immer wieder gerne (trotz starker Komkurenz bei mir im Regal!)



Bei Scarlatti habe ich noch keine starke Konkurenz für Sudbin gehört. Scarlatti gefällt mir von keinem so gut wie von Sudbin.

Walter
Cosima (23.03.2006, 22:06):
Was haltet Ihr eigentlich von Lars Vogt? Der ist Jahrgang 1970. Gehört habe ich noch nichts von ihm. Vogt hat zusammen mit dem Cellisten Truls Mork ein paar Sachen eingespielt, die gute Kritiken bekommen haben. Und kürzlich sind doch auch einige Mozart-Sonaten erschienen.

Gruß, Cosima
josquin (23.03.2006, 22:08):
Frage, ist Michael Endres noch jung, mit Mitte 40?

Er ist ein wunderbarer Mozart und Schubertinterpret, und quasi poissonverteilt, ein Deutscher :engel
Rachmaninov (23.03.2006, 22:11):
Original von josquin
Frage, ist Michael Endres noch jung, mit Mitte 40?

Er ist ein wunderbarer Mozart und Schubertinterpret, und quasi poissonverteilt, ein Deutscher :engel

du kennst dich mit statistik aus aber kannst nicht das rechnen ? :haha

1970 + 40 = 2010
2010 - 2006 = + 4

=> NÖ
josquin (23.03.2006, 22:23):
Original von Rachmaninov
Original von josquin
Frage, ist Michael Endres noch jung, mit Mitte 40?

Er ist ein wunderbarer Mozart und Schubertinterpret, und quasi poissonverteilt, ein Deutscher :engel

du kennst dich mit statistik aus aber kannst nicht das rechnen ? :haha

1970 + 40 = 2010
2010 - 2006 = + 4

=> NÖ

Ach, dann ist er ja noch jünger, bzw jung :D

Er gehört dazu! Mit 36 ist man defintiv jung :D
Mit knapp über 40 auch, Cosima =):engel

Gruß
Norbert
Cosima (23.03.2006, 22:29):
Original von josquin
Mit knapp über 40 auch, Cosima =):engel


:thanks

Ah, einer fiel mir eben noch ein: Nikolai Lugansky, geboren 1972.

Es gibt diese famose Aufnahme mit den Etudes-tableaux:

http://images-eu.amazon.com/images/P/B00007KRH5.03.LZZZZZZZ.jpg

Für mich einer der Top-Kandidaten. Oder wie steht es um seine anderen Aufnahmen? Ich suche übrigens immer noch nach einer Aufnahme des Op. 33 Nr. 5 als Alternative. Nicht einmal Richter spielt diese Etüde so kraftvoll und gleichzeitig so elegant wie Lugansky. Liebt Ihr die auch so sehr wie ich?

Gruß, Cosima
Rachmaninov (23.03.2006, 22:31):
Original von Cosima
Ich suche übrigens immer noch nach einer Aufnahme des Op. 33 Nr. 5 als Alternative.

Vladimir Ovchinnikov :times10
Cosima (23.03.2006, 22:52):
Original von Rachmaninov
Vladimir Ovchinnikov :times10

Ich habe gerade reingehört in die Aufnahme; das geht ja recht unproblematisch bei einem Stück, das eh nur knapp dreieinhalb Minuten lang ist. Aber ich meine nicht, dass Ovchinnikov das besser macht als Lugansky. Da werde ich wohl weiter suchen müssen, aber danke für den Tipp.

Gruß, Cosima
AcomA (23.03.2006, 22:54):
hallo,

Sergejewitsch gab das stichwort vladimir ovchinikov. ich werde hierzu, da er nicht mehr so jung ist, im 'unbekannten'-thread schreiben.

gruß, siamak :)
Rachmaninov (24.03.2006, 19:54):
Jetzt von mir auch eine Vorstellung einer jungen Pianistin - Naida Cole:

Die Kanadierin Naida Cole (Homepage und Booklet schweigen sich über ihr Alter aus :wink) schloß die Meitserklasse mit dem Ersteklasse Diplom im Alter von 13 Jahren ab.

Sie gewann unter anderen den Montral Piano Competition, Hamamatsu International Piano Competition und den Van Clibrun international Piano Competition.

Soweit mir bekannt ist sie derzeit Yamaha exklusiv Künstlerin. Herrlicher Klavierklang, insb. bei der französischen Klaviermusik erfreut das Ohr des Zuhörers ..........
Rachmaninov (24.03.2006, 20:30):
Wo hier bereits Lugansky angesprochen wurde. Bisher habe ich ihn "nur" mit Rachmaninov gehört, hatte aber gesehen, daß er Beethoven Sonaten aufgenommen hat, was wohl im Mozartjahr modern zu sein scheint :ignore

Kennt jemand diese Aufnahme?
Rachmaninov (26.03.2006, 12:32):
Was haltet ihr eigentlich von Leif ove Andsnes?

Weder sein Mozart, Haydn, Rachmaninov, Grieg (Lyrik Pieces) oder Schostakovitch haben mich bisher wirklich begeistert.
Irgendwie spricht mich sein Klavierton nicht an........bisher jedenfalls......und daher habe ich ihn zunächst etwas "beiseite" geschoben.

Seine viel gelobte Aufnahme mit dem Schumann/Grieg Konzerten habe ich mir damals nicht gekauft, das sie "copy control" als Hinweis hatte und ich mit solchen Aufnahmen bereits Probleme hatte!
AcomA (26.03.2006, 14:15):
hallo Cosima und Sergejewitsch,

zunächst zu lars vogt: live hörte ich ihn nie. ich kenne von ihm seine recht aktuelle einspielung der brahmsschen op. 117-119 (EMI) und des mozartschen quintetts für klavier und bläser (EMI). außerdem habe ich gestern in seine neue cd mit mozart-klaviersonaten hereingehört. vogt ist ein guter pianist, der dem internationalen standard genügt. das hört sich jetzt sehr bescheiden an, ist aber IMO nicht wenig. immerhin ist er schon recht lange bei EMI unter vertrag. die späten klavierstücke brahms' spielt er sorgfältig und makellos. der anschlag trägt. es fehlen die zwischentöne und die belcanto-qualität anderer meister. es klingt zu 'einstudiert'. im mozart-quintett beweist er, dass es sich um einen großartigen 'musiker' handelt. musizierfreude und blindes verständnis für die partner pur ! die aktuelle einspielung der mozartsonaten: c-dur KV 330 fehlt es an anschlagsvarianten und sonorer qualität (siehe pletnev !), den 'alla turca' aus der a-dur sonate KV 331 spielt er genauso rasant wie pletnev, wirklich sehr geläufig. aber schnell ist nicht immer das beste ! ich verweise auf horowitz, pogorelich, zacharias und vor allem badura-skoda, die machen viel mehr daraus. ganz bescheiden: ich mache auch mehr daraus :leb

leif ove andsnes: intellektuell und pianistisch absolute weltklasse. daran kommt man nicht vorbei. ich finde 'seine' haydn-konzerte, das schumann- und grieg-konzert superb. frisch, transparent, motorischer drive. seine einschränkung kommt in seiner aufnahme von werken janacecks zum ausdruck. es klingt zu transparent, kristallklar und vermittelt eine 'eiseskälte'. der folkloristische bezug z.b. bei 'auf verwachsenem pfade' kommt gar nicht zum vorschein ! deine kritik gegenüber seinem anschlag, Sergejewitsch, geht wohl in diese richtung.

gruß, siamak :)
Cosima (26.03.2006, 14:21):
Original von AcomA
ganz bescheiden: ich mache auch mehr daraus :leb


:D :D :D

Danke, Siamak, für die Hinweise auf Lars Vogt.

Gruß, Cosima
Rachmaninov (26.03.2006, 14:22):
Original von AcomA

es klingt zu transparent, kristallklar und vermittelt eine 'eiseskälte'. der folkloristische bezug z.b. bei 'auf verwachsenem pfade' kommt gar nicht zum vorschein ! deine kritik gegenüber seinem anschlag, Sergejewitsch, geht wohl in diese richtung.

gruß, siamak :)

Siamak,
das ist irgendwie mein "Problem" mit Leif ove Andsnes. Im grunde höre ich seine Klasse, aber sie ergrifet mich nicht, der emotionale Zugang fehlt mir bei ihm irgendwie. Dieses "ja", das ist es....
Jeremias (31.03.2006, 10:30):
Ich wollte gerade noch einmal etwas zu Naida Cole sagen. Ich habe sie vor ein paar Jahren mehr oder weniger zufällig und unfreiwillig live in Mannheim gesehen. Sie übernahm für die erkrankte Martha Argerich den Part in Mendelssohns Konzert fü Klavier, Violine und Streichorchester an der Seite von Gidon Kremer. Technisch absolut brilliant, perfekt mit Kremer abgestimmt, wunderbar in das Orchester integriert. Leider spielt sie nur sehr selten in Deutschland. Eine ihrer CDs, die ich noch separat vorstellen werde, gibt es derzeit kostengünstig bei Ebay.

http://cgi.ebay.de/Faure-Chabrier-Satie-Ravel-Naida-Cole_W0QQitemZ4856215876QQcategoryZ104602QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
Rachmaninov (01.04.2006, 09:42):
Hallo Klavierfreunde!

Mich würde eure Meinung zu Fazil Say interessieren.
Vor einigen Wochen hatte ich in seine neueste Aufnahme mit Beethoven Sobaten reingehört.



Für den Kauf hatte ich mich jedoch nicht entschieden. An dem Tag wollte ich eher "Neues" entdecken als eine weiter Aufnahme mit Beethoven Sonaten kaufen :D

Habe die Aufnahme sehr kraftvoll und sehr dynamisch in Erinnerung.

Von Fazil Say würde ich durchaus gerne mehr entdecken. Empfehlungen?

Bisher kenne ich "nur" die Aufnahme mit Werken von J.S.Bach.
AcomA (01.04.2006, 10:57):
hallo Sergejewitsch,

was ich bisher mit fazil say gehört habe, ist sehr originell und technisch auf hohem niveau interpretiert, die besagte bach-platte, dann sein mozart-recital (u.a. a-dur sonate und variationen über 'das franz. kinderlied') und seine gershwin-cd sowie die cd mit eigenen bearbeitungen und kompositionen (türkische themen).

gruß, siamak :)
Rachmaninov (04.04.2006, 11:31):
Denke es passt hier ganz gut hin:

Kennt jemand die EMI Serie Argerich presents über die man auf junge vielversprechende (?) Pianisten aufmerksam machen möchte?
Rachmaninov (05.04.2006, 16:47):
Genannt werden muß hier unbedingt auch Kyoko Tabe.

Ihre Aufnahme mit Werken von Debussy bei Chandos ist wirklich absoulut hörenswert.



Kennt sie jemand?
Rachmaninov (09.04.2006, 10:34):
Hallo,

vor ein paar Tagen habe ich mir nochmal die Aufnahme mit Werken von Bach & Liszt von Lisa de la Salle (Naive) angehört.



Die Aufnahme ist aus dem Jahr 2004 und zu diesem Zeitpunkt war de la Salle gerade 16 Jahre alt.
Mal die technische Seite außer acht gelassen. IMO hat sich de la Salle mit dem Programm nicht wirklich einen gefallen getan.
Im grunde alles sehr gefühlvoll gespielt, aber so die richtige Tiefe erreicht sich nicht. Mir fehlt auch in der Interpretation der Ursprung / Bezug zur Orgel.

Was haltet ihr so von ihr?
Walter (10.04.2006, 08:15):
Original von Rachmaninov
Genannt werden muß hier unbedingt auch Kyoko Tabe.

Ihre Aufnahme mit Werken von Debussy bei Chandos ist wirklich absoulut hörenswert.

Kennt sie jemand?

:beer Und wie! - so muss Chopin klingen - ausdruckstark, perfekt gespielt - Kyoko Tabe bekommt bei mir volle Punktzahl!

Walter
Rachmaninov (17.04.2006, 18:38):
Kann jemand etwas zu Claire Marie Le Guay berichten? Kennt jemand eine ihrer Aufnahmen?
nikolaus (17.04.2006, 23:24):
@ Rachmaninov,

sehr gelobt wurde eine Aufnahme Anderszewskis mit Werken von Szymanowski. Ich habe sowohl diese Aufnahme als auch ihn mal live mit einigen Stücken daraus erlebt. Pianistisch sehr faszinierend, die Musik Szymanowskis finde ich jedoch schwierig.

http://www.emiclassics.de/images/cover/150/0724354573026.jpg

Gruss, Nikolaus.
Rachmaninov (22.05.2006, 12:32):
Halolo,

kennt einer von euch Francesco Tristano Schlimé ?

R
Daniel Behrendt (27.05.2006, 08:50):
Zitat Nikolaus: Nicholas Angelich - wie konnte ich ihn vergessen

... Ja sehe ich genau so. Viele der in diesem Thread erwähnten Pianisten sind zwar noch verhältnissmäßig jung, aber schon voll etabliert. Angelich ist gerade auf dem Weg in die Weltspitze, man kann ihm noch beim "Wachsen" zuschauen - und kommt dabei nicht mehr aus dem Staunen heraus. Ich halte ihn für einen der musikalischsten und interessantesten Nachwuchspianisten, die ich in den letzten Jahren gehört habe. In Hannover war er mit folgendem Recital zu erleben - wahrhaft aufregend!

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 16. März 2006

Meister der Zeitlupe

Das war wirklich ein Klavierabend jenseits der üblichen Konzertroutine, den Nicholas Angelich seinen Zuhörern im Kleinen Sendesaal des NDRs bescherte. Im Zeitlupentempo schlendert er auf die Bühne, verbeugt sich ohne eine Miene zu verziehen, nimmt am Flügel Platz, entlässt die ersten scheuen Töne in den Saal und hält die Zeit an. Einfach so. Hexerei? Nein, eher die Gabe dieses in sich ruhenden Dichters und Denkers, seine Zuhörer ganz zu sich selbst kommen zu lassen.

Es ist schon kühn, ausgerechnet mit dem sonderbarsten Klavierwerk Joseph Haydns einzusteigen – mit dem gemütvollen „Papa Haydn“-Klischee haben die verschlossenen f-Moll-Variationen aus dessen Spätwerk wirklich nichts zu tun. Eher mit Zukunftsmusik. Erst recht, wenn Angelich sie mit betörendem Klangsinn so behutsam und geheimnisvoll abtönt, als wollte er sie in die unendlichen Weiten des späten Beethoven entführen.

Aber Angelich kann noch mehr: Schumanns wenig gespielte Fantasiestücke op. 12 gestaltet er mit unbändigem Freiheitsdrang. Nicht wie ein Revoluzzer, sondern wie ein Pianissimophilosoph. Die agogischen Freiheiten, die er sich nimmt, sind gewiss unverschämt. Unverschämt genial. Denn drastische Stauungen und jähe Beschleunigungen wirken nie willkürlich, sondern scheinen von einem unbestechlichen Instinkt für das richtige Tempo und Timing geleitet.

Wer Brahms’ Rhapsodien op. 79 und dessen vier Balladen op. 10 in der herben, vorwärts drängenden Kultaufnahme Glenn Goulds verinnerlicht hat, wird durch Angelichs sanft entschleunigte Alternative radikal umerzogen. Das Staunen über die Fülle der Farben und Stimmungen, die dieser Meister der Langsamkeit wie unter einer Hörlupe herauspräpariert, will einfach kein Ende nehmen – Hexerei? Naja, vielleicht ein bisschen.

LG
Daniel

Ach so - Nachzuhören ist das alles auf:
Brahms
Four Ballades op. 10, Two Rhapsodies op. 79, Variations on a Theme by Paganini op. 35
Virgin Classics 332628-2 (71' DDD)
Zelenka (15.06.2006, 15:41):
Bei classicstoday heute ein :times10 für den rumänischen Pianisten Herbert Schuch (Jahrgang 1979) und seine bei Oehms erschienene CD mit Schumanns Kreisleriana und Ravels Miroirs:

www.classicstoday.com/review.asp?ReviewNum=10060

Jeremias war in einer Besprechung eines Konzerts des Rumänen weniger begeistert ("Eure großen Konzerterlebniss").

Gruß,

Zelenka
Jeremias (19.06.2006, 00:24):
Diese CD habe ich auch, so bin ich auch auf ihn aufmerksam geworden. Gerade deswegen hatte ich ja die großen Erwartungen, die dann enttäuscht wurden....
Zelenka (19.06.2006, 12:17):
Original von Jeremias
Diese CD habe ich auch, so bin ich auch auf ihn aufmerksam geworden. Gerade deswegen hatte ich ja die großen Erwartungen, die dann enttäuscht wurden....

Den Link zur Rezension habe ich hauptsächlich hier hineingestellt, um den Namen Schuch auch hier im Top/Flop-Faden zu haben. Im Studio ist Schuch offenbar Top, auf der Bühne eher Flop. Soetwas ist vielleicht garnicht so selten.

Gruß,

Zelenka
meyer86 (21.06.2006, 22:44):
Hallo
Möchte sich jemand zu Lang Lang äussern?
Gruss meyer86
Rachmaninov (22.06.2006, 08:07):
@David,


ersteinmal hier ein herzliches Willkommen im Forum! :hello

Ich hatte schon gesehen, daß Du Lang Lang bei den "Top 5" Pianisten genannt hast.

Nun, ich keinen sein Rachmaninov Klavierkonzert #2 zwei das ich wirklich sehr schwach finde und die ebenfalls auf der Aufnahme befindliche Paganini Rhapsody ist IMO einfach nur grausig.
So was von seelenlos .......

Sorry, aber so empfinde ich die Aufnahme einfach.

Seine Aufnahme mit Mendelssohn + Tchaikovsky habe ich mir nach eine Hörprobe nicht gekauft da sie mich nicht überzeugte.

Aufgrund dieses Eindrucks plus Konzertübertragungen denke ich derzeit eher nicht daran mir seinen Schumann; Mozart oder Chopin anzuhören, da ich mir nicht vorstellen kann, daß er dies überzeugen spielen kann.

Was begeistert Dich denn an ihm?

R
nikolaus (27.07.2006, 21:55):
Original von Rachmaninov
Halolo,

kennt einer von euch Francesco Tristano Schlimé ?

R

Kennen wäre zuviel gesagt: ich habe ihne gerade im Radio mit Prokofievs Klavierkonzert Nr. 5 gehört (unter Pletnev mit dem Russischen Nationalorchester).
Er scheint ein sehr interessanter Pianist zu sein, der wohl auch eine eigene Jazz-Band hat. Pianistisch fand ich ihn sehr souverän in dem (in meinen Ohren) recht komplexen Klavierpart des Konzertes. Technisch hatte er keinerlei Schwierigkeiten. Man sollte ihn - glaube ich - im Auge behalten.

Nikolaus.
Gamaheh (31.07.2006, 18:24):
F.T. Schlimé am Freitag, 4. August, 15 Uhr auf France Musique (s. "Nicht verpassen").

Grüße,
Gamaheh
Cosima (13.08.2006, 10:43):
Original von Zelenka
Bei classicstoday heute ein :times10 für den rumänischen Pianisten Herbert Schuch (Jahrgang 1979) und seine bei Oehms erschienene CD mit Schumanns Kreisleriana und Ravels Miroirs:

www.classicstoday.com/review.asp?ReviewNum=10060

Jeremias war in einer Besprechung eines Konzerts des Rumänen weniger begeistert ("Eure großen Konzerterlebniss").


Der aktuellen FF liegt eine CD bei (Edition Klavier-Festival Ruhr). Herbert Schuch spielt Werke von Lachenmann, Schubert, Beethoven (Appassionata) und Schumann (Humoreske). Aufgrund der euphorischen Rezension hatte ich auch überlegt, mir die o.g. CD zuzulegen. Nachdem ich ihn aber nun auf der Beilagen-CD hörte, werde ich es sein lassen. Jeder möge sich ein eigenes Bild machen, aber mir gefällt überhaupt nicht, was ich da höre.

Gruß, Cosima
Rachmaninov (13.08.2006, 10:47):
Original von Cosima


Ja, hatte ich inn der vorherigen Ausgabe gelesen! Da fällt mir auf, daß ja eine gewisse französische Zeitung das Thema bereits hatte :ignore
Jeremias (13.08.2006, 11:08):
@ Cosima: genau dieses Konzert war es, welches ich besucht habe! Vielleicht kann er sich im Studio mehr auf das Wesentliche konzentrieren als im Konzertsaal. Ich hatte das Gefühl, er wollte beides: Musizieren und brillieren und das ist gründlich daneben gegangen... denn DAS können nur ganz wenige!
Gamaheh (22.10.2006, 23:06):
Hallo liebe Forumisten,

hat jemand von Euch schon mal von dem Pianisten Iliya Rachkovsky gehört? Ich habe letztes Jahr sein Konzert von La Roque d'Anthéron aus dem Radio aufgenommen, er spielte Bach, Prokofiev und Schumann (Sinfonische Etüden), das klang mir alles sehr gut. Vor kurzem hörte ich im Radio leider nur das letzte Ende eines Konzerts und ärgerte mich, daß ich den größten Teil verpaßt hatte. Alles, was ich über ihn finden kann, ist, daß er aus Sibirien kommt und gerade mal zwanzig Jahre alt ist.
Weiß jemand mehr?

Grüße,
Gamaheh
cellodil (24.10.2006, 12:39):
Was mir noch zum Stichwort "junge Pianisten" eingefallen ist, das sind die spanischen Brüder

Victor (*1980) und Luis (*1983) del Valle

Habe keine Ahnung, ob es von den beiden irgendwelche Aufnahmen gibt. Habe sie dieses Frühjahr mit dem Konzert für zwei Klavier und Orchester Es-Dur, KV 365 gehört und fand das sehr vergnüglich, spannend und vital wie die beiden miteinander und mit dem Orchester musikalisch kommuniziert haben.

Grüße

Sabine
Rachmaninov (29.10.2006, 09:28):
In der Piano News 05/2006 gibt es einen Artikel "Entdeckungen junger Pianistinnen und Pianisten".

Insgesamt werden dort 5 Persönlichkeiten vorgestellt.

Eine sehr interessante Besprechung gibt es dort über den jungen Iren Finghin Collins, der derzeit das gesamte Solowerk Schumann's einspielt.

Hat jemand von ihm schon gehört?
Rachmaninov (31.10.2006, 20:13):
Der von M. Argerich geförderte Pianist Sergio Tiempo, den auch bereits Nikolaus hier im Thread "Was höre ich gerade jetzt" vorgestellt hat wird ebenfalls in der Piano News recht positiv besprochen.

Leider habe ich bereits zahlreiche Aufnahmen von Mussorgskys Zyklus "Bilder einer Ausstellung", so daß ich daher von einem Kauf absehen werde.



Mal gespannt welche Veröffentlichung mit Tiempo künftig geplant werden!
Rachmaninov (16.11.2006, 18:02):
beim Stöbern stieß ich eben auf diese Aufnahme



Dudana Mazmanishvili, Klavier
Bach:Englische Suite BWV 811
+Bach / Busoni: Chaconne aus der Bartita für Violine BWV 1004
+Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 12
+Rachmaninoff: Klaviersonate Nr. 2

Interessantes Programm!

Kennt einer die Dame?
ab (27.11.2006, 16:13):
Stieß heute auf folgende Rezension zu folgender CD mit Musik von Glass, Ravel, Messiaen, Satie.

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000EQIEJ4.01._AA240_SCLZZZZZZZ_V51158330_.jpg

Wer kennt den Piansiten Bruce Levingston? Wer kann etwas davon berichten? Von Glass kenne ich nämlich nur seine eigenen Klavier-Einspielungen.
Rachmaninov (21.12.2006, 10:43):
Eben hörte ich die bei Accord veröffentlichte Aufnahme von Rafal Blechacz erschienen beim Label Accord.



Rafal Blechacz gewann den 15th internationalen F. Chopin Wettbewerb

Dazu fand ich eben folgendes in der "Presse":



Samstag 22. Oktober 2005, 15:51 Uhr --

Warschau (dpa) - Der 20 Jahre alte polnische Pianist Rafal Blechacz hat den diesjährigen Internationalen Chopin-Wettbewerb gewonnen. Die Jury gab in der Nacht zu Samstag den Sieg des Studenten an der Musikakademie im nordpolnischen Bydgosz bei dem nur alle fünf Jahre veranstalteten Klavierwettbewerb bekannt.

Blechacz ist nach Krystian Zimmerman im Jahr 1975 der erste Pole, der den Wettbewerb für sich entscheiden konnte. In den vergangenen Jahren waren vor allem junge Pianisten aus Asien stark vertreten. Der Sieger erhielt ein Preisgeld in Höhe von 25 000 Dollar.

Blechacz überzeugte nicht nur die Wettbewerbsjury, sondern auch die Chopin-Gesellschaft und den polnischen Rundfunk, die eigene Preise unter den Wettbewerbsteilnehmern vergaben und Blechacz ebenfalls zum Sieger kürten.

Die Wettbewerbsjury entschied sich, in diesem Jahr keinen zweiten Preis zu vergeben, da der qualitative Abstand zwischen Blechacz und den übrigen zwölf Teilnehmern der Finalrunde zu groß sei. Den dritten Platz teilen sich die südkoreanischen Brüder Dong Hyek Lim und Dong Min Lim, den vierten Platz Takashi Yamamoto und Shohei Sekimoto aus Japan. Für den Wettbewerb hatten sich aus mehr als 250 Bewerbern 80 Nachwuchspianisten qualifiziert.


Die o.g. Aufnahme gefällt mir durchaus und läßt erkennen warum Blechacz derartiges vollbringen konnte.

Bin gespannt was noch von ihm zu hören sein wird!
Rachmaninov (19.01.2007, 16:35):
Ein Hinweis noch zu R. Blechacz.

Wie ich eben gelesen habe hat er einen Vetrag bei der DG unterschrieben.
Die erste Einspielung wird mit Werken von F. Chopin veröffentlicht.
Rachmaninov (28.01.2007, 11:09):
Forianer, Klaviermusikfreunde,

an dieser stelle möchte ich einmal auf die Pianistin Esther Budiardjo aufmerksam machen.

http://www.estherbudiardjo.com/img/esther.gif

Aus Zeitgründen verweise ich was ihren Werdegang angeht einfach auf ihre Biographie

Bisher sind von ihr 4 Aufnahmen erschienen unter dem Laber ProPiano.

Mendelssohn
Rondo Capriccioso, Fantasies, Songs without Words and Etudes

Godowsky: Java Suite
In addition to the suite, this disc contains three pieces by Tansman

Moszkowski
Vingt Petites Etudes and his transcription of Brahms's Hungarian Dances

Henselt Piano Works
Douze Études caractéristiques Op. 2, Douze Études de salon Op. 5,
Deux Nocturnes Op. 6, and 5 other pieces

Selber besitze ich davon die Godowsky und die Moszkowski / Brahms Aufnahme!

Nun, warum diese Vorstellung?

Esther Budiardjo hat eine faszinierende Spielweise. Ihr Klavierspiel ist ungemein farbig, voller Wärme und ihre Aufnahmen zeichnen sich durch eine unglaubliche Hingabe zu den aufgenommenen Werken aus. Da kommen Emotionen rüber, da hört man die Begeisterung der Pianistin für die eingespielten Werke! Gepaart mit einer kraftvollen Spielweise erinnert dies ungemein an die junge M. Argerich.
Dies ist ajedoch nicht alles. Technisch ohne Zweifel. So spielt sie fullminant auf bei der Java Suite von Godowsky und mit einer raffinesse die 20 kleinen Etüden von moszkowski.

Was eine Freunde so ein Klavierspiel!!!!

Die genaueren Vorstellungen der Aufnahmen erfolgen an geeigneter Stelle.
Rachmaninov (24.02.2007, 19:40):
Eben stöberte ich die Homepage von Yevgeny Sudbin.

Dort fand sich folgender Eintrag:

FEBRUARY 13-18, 2006
São Paulo, Brazil
Tchaikovsky: Piano Concerto No 1 (recording)
Medtner: Piano Concerto No 1 (recording)

und

AUGUST 20-23, 2006
Västerås, Sweden
Scriabin Recital (recording)
Sonatas Nos. 2, 5, 9

Naja, vielleicht kommt dann ja bald etwas davon als CD.
ab (28.02.2007, 22:36):
Heute Im Laden angehört: Lauma Skride spielt Fanny Mendelssohn-Hensel die Jahreszeiten (Sony)

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000LMPHYQ.01._SCTHUMBZZZ_AA90_.jpg

Anders als die Rezension hier aber würde ich weniger von einer "feinnervigen Interpretin" sprechen wollen, die "gefühlvoll" und mit "flexiblem Anschlag auf die schwankenden Stimmungen" eingeht. Sie hat wahrlich einen schönen Ton, etwas wenig Abwechslungsreich zwischen den einzelenen Stücken (nicht immernhalb) kommt mir indes ihre Herangehensweise vor. Dass sich dennoch keine Langweile einstellt, ist ihrem entschlossenem (fast wollte ich "markant" sagen, wenn nicht damit "kräftig" verbunden werden würde) Zugriff zu verdanken. Kennzeichnend ist sicher, dass sie oft ein Klangfeld zwischen zwei angeschlagenen Tönen erzeugt.
"Flexibler Anschlag" ist insofern richtig, als sie gelegentlich Läufe hinlegt, die federnd und abgehoben an diese moskauer Schule erinnert, der auch Mallikova oder Babayan angehören.

Alles in Allem eine durchaus erfreuliche Aufnahme fand ich.
ab (02.03.2007, 21:47):
Was ist eigentlich von Severin von Eckardstein zu halten. heute las ich eine geradezu überschwängliche Kritk, nämlich hier. Ist solches Lob gerechtfertigt?

http://magazin.klassik.com/records/covers/9600_400x400.jpg
Rachmaninov (03.03.2007, 14:17):
Original von ab
Was ist eigentlich von Severin von Eckardstein zu halten. heute las ich eine geradezu überschwängliche Kritk, nämlich hier. Ist solches Lob gerechtfertigt?


@ab,

aus eigener Hörerfahrung kann ich leider nicht berichten. Jeder weiß ich das seine Aufnahme mit Werken von Messiaen,Janacek und Prokofieff aus dem Jahr 2002 sehr positiv besprochen wurde.

Eventuell wird hier einer der Forianer, die regelm#ßig beim Festival zuhören berichten können!
Gamaheh (06.03.2007, 23:50):
Original von ab
Was ist eigentlich von Severin von Eckardstein zu halten.

Hallo ab,

ich hörte Eckardstein letztes Jahr in einem Konzert im hamburgischen Museum für Kunst und Gewerbe (eine kleine Angelegenheit für ca. 50 Zuhörer). Er spielte mit einer Geigerin namens Sophie Heinrich Mozart K. 454 und Prokofieff, Sonate für V u. K in f op.80. Sicher kann er Klavier spielen, aber auf eine Art, die besonders bei dem laut und monoton dröhnenden Prokofieff eine kaum bezähmbare Sehnsucht nach Schlaf in mir auslöste. Ich beginne zu glauben, was manche Leute über Kämmerling-Schüler sagen: daß sie alle gleich klingen und man ihrer in kurzer Zeit müde wird. Außerdem ließ er für meinen Geschmack zu sehr das Adelsprädikat heraushängen: blaß und blasé - aber das mag ein Vorurteil sein. Wie immer kann man alles so oder so sehen und sagen.

Grüße,
Gamaheh
ab (07.03.2007, 12:09):
Schon einma etwas von Mark Farago gehört? Dazu hier.

http://www.klassik-heute.de/covers/9/18076g.jpg
ab (16.03.2007, 16:02):
Was ist davon zu halten?

Bei dem 1968 geborenen Igor Kamenz handelt es sich um eine außergewöhnliche
Doppelbegabung. Schon im Kindesalter trat er als Dirigent mit Orchestern wie dem Bolschoi-Orchester oder dem Russischen Allunion Rundfunk-Orchester auf. Er ist langjähriger Schüler von Sergiu Celibidache und Vitaly Margulis. Nach 18 ersten Preisen bei internationalen Klavierwettbewerben begann er eine triumphale Pianistenkarriere, auf die er sich seither fast ausschließlich
konzentriert. Die FAZ bescheinigte ihm ein Spiel von „unglaublicher Schönheit“ und „extraterrestrischer Musikalität“, sowie „fast unbegreifliche Virtuosität“. Nach Einspielungen von Liszt und Rachmaninow stellt sich Igor Kamenz nun bei OehmsClassics mit einer Auswahl von Beethoven-Sonaten vor, darunter die „Grande Sonate“, op. 7, die „Mondschein“-Sonate und die „Appassionata“.

Ludwig van Beethoven
Piano Sonatas: No. 7 in D major op. 10/3
No. 14 in C-sharp minor op. 27/2 Sonata quasi una fanatasia “Moonlight”
No. 9 in E major op. 14/1 · No. 23 in F minor op. 57 “Appassionata”
Igor Kamenz, piano
Oehms

http://www.russischeschule.com/Kamenz.jpg
Jeremias (16.03.2007, 17:25):
Kamenz hab ich mal live gehört, er kann nur eines: Donnern! Und selbst das können andere besser, habe selten so viele falsche Noten in einem Konzert gehört.... der WDR war mit dem Fernsehen da, haben Leute interviewt in der Pause... mein Kommentar ist dann nicht gesendet worden... :D
ab (26.03.2007, 11:41):
Wer hat schon einmal Christian Seibert im Konzert gehört? Denn hier steht recht positives über seine Hindemith-CD bei CPO.

http://magazin.klassik.com/records/covers/9947_400x400.jpg
Rachmaninov (01.04.2007, 09:47):
Soeben höre ich zum wiederholtem male die neue Aufnahme von E. Sudbin.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9355461.jpg

Einfach fantastisch und absolut empfehlenswert! Was Sudbin z.B. im Tchaikovsky Konzert vollbrint ist einfach ein "Gedicht"!
Dramatisch kräftiger Anschlag, feinfühlig und voller Wärme wo gefordert.

Ohne Zweifel absolut sitze!!!!!!!1
Rachmaninov (17.04.2007, 09:30):
Forianer,

vor einigen Tagen kam bei mir die folgende Aufnahme an. Sie bestätigt mich darin das es sich immer wieder lohnt auch mal das Risiko einzugehen Aufnahmen lediglich auf Besprechungen hin zu bestellen.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7633117.jpg

Geboten wird:

Schubert: Wandererfantasie D. 760
Schubert / Liszt: Du bist die Ruh;Der Doppelgänger
Liszt: Klaviersonate h-moll

Der junge Pianist heisst David Fray und wurde am 24.Mai 1981 in Tarbes geboren.

Es gibt sicherlich Aufnahmen der Wandererfantasie und der h-moll Sonate, die "höher" einzuschätzen sind, aber es ist eine große Freude eine Aufnahme eines jungen Pianisten zu hören, bei dem es nicht so klingt als habe er diese "Meilensteine"eben einspielen müssen.

Sehr eigen aber daraus erkennt man das er eine Persönlichkeit hat und diese zeigt!
nikolaus (17.04.2007, 10:22):
Das klingt ja gut!

... aber es ist eine große Freude eine Aufnahme eines jungen Pianisten zu hören, bei dem es nicht so klingt als habe er diese "Meilensteine"eben einspielen müssen.

Das finde ich auch ungeheuer wichtig.
Ähnlich ergeht es mir mit Sergio Tiempo, der eine Aufnahme mit Mussorgskys Bilder einer Ausstelllung und Ravels Gaspard de la nuit vorgelegt hat; bisweilen etwas "exzentrisch", darüber mag man diskutieren, aber es klingt insgesamt sehr stimmig und eigenständig.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8227588.jpg

Nikolaus.
Rachmaninov (17.04.2007, 12:25):
Original von nikolaus
Ähnlich ergeht es mir mit Sergio Tiempo, der eine Aufnahme mit Mussorgskys Bilder einer Ausstelllung und Ravels Gaspard de la nuit vorgelegt hat; bisweilen etwas "exzentrisch", darüber mag man diskutieren, aber es klingt insgesamt sehr stimmig und eigenständig.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8227588.jpg

Nikolaus.

@Nikolaus,

Tiempo an sich hätte ich mir sicherlich gerne bereits angehört, aber eine weitere Aufnahme der "Bilder" reizt mich einfach nicht!

Mal gespannt was er demnächst veröffentlichen wird :wink
nikolaus (17.04.2007, 18:25):
Original von Rachmaninov

@Nikolaus,

Tiempo an sich hätte ich mir sicherlich gerne bereits angehört, aber eine weitere Aufnahme der "Bilder" reizt mich einfach nicht!



Das kann ich verstehen.
Ich habe übrigens auch aus diesem Grunde Tzimon Bartos Ravel-Aufnhahme Abstand genommen (das wäre meine bestimmt 7. Einspielung des Gaspard).
Außerdem habe ich bei Saturn mal reingehört, und mein erster, wenn auch sehr kurzer, Eindruck war, daß er zu gewollt anders spielt. Ich fand das zu irritierend.

Aber laß dich bitte nicht von mir beeinflussen. Es ist ja ganz subjektiv!!

Nikolaus.
ab (31.05.2007, 15:40):
Was ist denn von Nikolai Tokarew zu halten: Er spielt Klavierwerke von Bach, Schubert, Liszt Label: Sony Classical und wird hier höchstlich gelobt. Sehr verdächtig!

http://magazin.klassik.com/records/covers/10425_400x400.jpg
Rachmaninov (31.05.2007, 16:15):
Original von ab
Was ist denn von Nikolai Tokarew zu halten: Er spielt Klavierwerke von Bach, Schubert, Liszt Label: Sony Classical und wird hier höchstlich gelobt. Sehr verdächtig!


Wieso verdächtig?
ab (31.05.2007, 16:41):
Wer so die technische Meisterschaft lobt, vergisst oft, auf das Musikalische zu hören...
Rachmaninov (31.05.2007, 21:16):
Original von ab
Wer so die technische Meisterschaft lobt, vergisst oft, auf das Musikalische zu hören...

@ab,

dies mag sein!
Aber ich kann nur sagen, dass ich eben Kursanov: Scheherazade-Paraphrase nach Rimsky-Korssakoff mit ihm hörte vom Klavier-Festival Ruh aus dem Jahr 2005.

Und a hört man keine technische Meisterschaft als "Selbstzweck" sondern einen Pianisten mit Sinn für Klangfarben und starkem musikalischen Ausdruck.

Da ich immer wieder geneigt bin mir Aufnahmen junger Pianisten anzuhören werde ich die Aufnahme wahrscheinlich bestellen.

Will ja kein Klischee bedienen, aber die "russische" Schule halt!

:engel

Jedenfalls erscheint mir hier Sony / BMG ein besserer "Fang" gelungen als bei Denis Proshayev. (subjektives Bauchgefühl!)
ab (31.05.2007, 21:36):
Danke für den Tipp, werde es mir also anhören, sollte sie mir hier in der Provinz in Händen fallen. Genau solches suchen wir ja wohl immer....
Rachmaninov (31.05.2007, 21:47):
Original von ab
Danke für den Tipp, werde es mir also anhören, sollte sie mir hier in der Provinz in Händen fallen. Genau solches suchen wir ja wohl immer....

Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir ebenfalls sage, dass Jeremias mir (auf anderem wege als hier im Forum) das die Aufnahme richtig gut sein :hello
ab (31.05.2007, 21:58):
helfen tut mir natürlich nur mein eigenes Urteil ;-)
ab (05.06.2007, 10:08):
Original von Rachmaninov
Und a hört man keine technische Meisterschaft als "Selbstzweck" sondern einen Pianisten mit Sinn für Klangfarben und starkem musikalischen Ausdruck.

Da ich immer wieder geneigt bin mir Aufnahmen junger Pianisten anzuhören werde ich die Aufnahme wahrscheinlich bestellen.

Will ja kein Klischee bedienen, aber die "russische" Schule halt!

Zwei divergierende Rezensionen in einer Kritik zusammengefasst findet sich hier: solches sollte Schule machen!
Gamaheh (12.06.2007, 17:50):
Liebe Forenser,

gestern hörte ich eine MD, die ich irgendwann im Laufe des Jahres mal aus dem Radio aufgenommen habe, mit dem Pianisten Lev Vinocour (ich glaube, es war B4 "Pour le piano"). Er spielte aus den Jahreszeiten von Tschaikowsky und aus den Studien für den Pedalflügel von Schumann.
Soweit ich herausfinden konnte, ist er Mitte Dreißig und hat bereits den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhalten.
Kennt jemand von Euch diesen Pianisten und kann etwas zu ihm sagen?

Grüße,
Gamaheh
ab (13.06.2007, 11:47):
Original von Gamaheh
hat bereits den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhalten.


nie gehört aber hier und da gelesen.

Zu den Walzer-Transkriptionen auch hier.
Cosima (23.06.2007, 20:12):
Original von Rachmaninov
Jedenfalls erscheint mir hier Sony / BMG ein besserer "Fang" gelungen als bei Denis Proshayev. (subjektives Bauchgefühl!)

Es ging ja ursprünglich um Nikolai Tokarew, von dem ich noch nichts gehört habe, aber zu Denys Proshayev: Mir gefällt seine Rameau-Scheibe sehr gut. Er spielt klar, brillant und natürlich. 'Kein Blender' eben – wie der Artikel in der aktuellen Piano-News über diesen scheinbar sympathischen, jungen Pianisten auch sagte.

Ein Teil des Artikels kann hier nachgelesen werden:

http://www.pianonews.de/leseprobeaktuell30.htm

Gruß, Cosima
Rachmaninov (24.06.2007, 11:55):
Original von Cosima
Original von Rachmaninov
Jedenfalls erscheint mir hier Sony / BMG ein besserer "Fang" gelungen als bei Denis Proshayev. (subjektives Bauchgefühl!)

Es ging ja ursprünglich um Nikolai Tokarew, von dem ich noch nichts gehört habe, aber zu Denys Proshayev: Mir gefällt seine Rameau-Scheibe sehr gut. Er spielt klar, brillant und natürlich. 'Kein Blender' eben – wie der Artikel in der aktuellen Piano-News über diesen scheinbar sympathischen, jungen Pianisten auch sagte.

Gruß, Cosima

@Cosima,

wie zuvor geschrieben handelt es sich ja bei mir eher um ein Bauchgefühl!
So oft habe ich die Rameau Aufnahme von ihm dann noch nicht gehört. Aber die ersten Eindrücke waren nicht so positiv.
Werde ich allerdings dann nochmal intensiver anhören.
cellodil (24.06.2007, 12:19):
... wenn er auch nur scheinbar sympathisch ist...

Sorry, ich konnte mir das gerade einfach nicht verkneifen.

Asche auf mein wortklauberisches Haupt und
Grüße

Sabine
Cosima (24.06.2007, 13:15):
Original von cellodil
... wenn er auch nur scheinbar sympathisch ist...

Sorry, ich konnte mir das gerade einfach nicht verkneifen.



Wo ist das Problem?
cellodil (24.06.2007, 14:58):
Ich dachte, der Unterschied zwischen "scheinbar" und "anscheinend" sei geläufig... Wenn jemand etwas "scheinbar" ist, dann ist er das in Wirklichkeit gerade nicht...

Grüße

Sabine

P.S. Sorry, ist eine déformation profesionelle von mir. Ich musste nur schmunzeln und habe das nicht persönlich gemeint.
Cosima (24.06.2007, 16:00):
Jau, mein Fehler…

Vielen Dank für Deine charmanten Erläuterungen. Gut zu wissen, mit wem man es zu tun hat.
cellodil (25.06.2007, 13:00):
Original von Cosima
Gut zu wissen, mit wem man es zu tun hat.

Na dann... Warmly welcome.

Apropos: Bist Du eigentlich dieselbe Cosima, die hier schon geschrieben hat?

Liebe Grüße

Sabine
ab (04.07.2007, 11:46):
Schon etws von einem Jean-Francois Latour gehört? Dazu hier.
Rachmaninov (17.07.2007, 08:45):
Kennt einer von euch den Nigerianer Sodi Braide?

Hier gibt es eine sehr interessante Besprechung!
Cosima (27.07.2007, 22:10):
Ich hatte ab versprochen, etwas zu meinen Eindrücken bzgl. der Rachmaninov-CD (Études-Tableaux op. 33 und 39) von Rustem Hayroudinoff zu schreiben.

http://www.jpc.de/image/middle/front/0/8659237.jpg

Dies ist auf jeden Fall ein Pianist, von dem ich sehr gerne mehr hören möchte. Ich empfinde sein Klavierspiel als markant (mit Wiedererkennungswert), warm, voll und farbig. Er spielt leidenschaftlich, kraftvoll und mit Pranke (ich mag das), aber auch emotional und durchdacht. Ich höre ihn sehr gern, sein Klavierspiel hat etwas sehr Wohliges, vielleicht weil es auf mich sicher und bestimmt wirkt.

Meine Lieblings-Étude ist op. 33 Nr. 5. Hier bin ich sehr glücklich mit Hayroudinoffs Interpretation!

Interessant sollen seine Einspielungen der Rachmaninov-Préludes und des Dvorák-Klavierkonzertes sein. Nach diesen Aufnahmen werde ich mich auf jeden Fall umhören.

Gruß, Cosima
ab (28.07.2007, 11:08):
Danke!
Cosima (28.07.2007, 11:55):
Diese Rezension fand ich eben noch zu den Études tableaux (Gramophone 2/2007, Jeremy Nicholas):

A flair for Rachmaninov that makes this player stand out from the crowd

" Somehow I missed Rustem Hayroudinoff’s earlier Rachmaninov recordings (Preludes and the complete works for cello and piano), as well as his warmly received 2005 account of the Dvorák Concerto. On the evidence of his latest disc for Chandos, for whom he now records exclusively, they will be well worth acquiring. These are meticulously prepared and observed readings – if Rachmaninov asks for ppp legatissimo or sharply contrasted dynamics from one bar to the next, then Hayroudinoff takes the composer at his word, a courtesy to Rachmaninov not granted by every pianist.

But Hayroudinoff goes much further than mere accuracy. If he cannot quite equal the composer’s breathtaking nonchalance in the three he recorded (Op 33 Nos 2 & 7 in 1940, and Op 39 No 6 in 1925), he comes close. His rich tone and beefy attack serve him well in such passages as the ecstatic climax to the Op 39 E flat minor study (superbly paced and structured) and the pealing bells of Op 39 No 9; he sings with a touching simplicity in the C major and first of the A minor Op 39 studies. Temperamentally he is right inside the music. This is powerful Rachmaninov playing that transcends the artificial constraints of the recording studio."
Rachmaninov (28.09.2007, 13:31):
Heute las ich das Interview mit Tokarew in der Piano News.

Ein recht interessanter Typ, der einen sehr eigenen Kopf hat und seine sehr eigenen Ideen und Vorstellungen.

Seinen Schubert und Chopin fand ich dann doch sehr eigen beim hören der Hörproben!

Hat sich jemand schon mit ihm näher beschäftigt?
Rachmaninov (30.10.2007, 18:10):
Apropos junge Pianisten, hat einer mal Aufnahmen von Severin von Eckardstein gehört?

2002 veröffentlichte er diese Aufnahme

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6488185.jpg

2005 diese

http://www.severin-eckardstein.de/img/cd2_g.jpg

und jetzt aktuell diese Aufnahme

http://www.severin-eckardstein.de/img/cd5_g.jpg

Sieht nach einer ruhigen, kontinuierliche Entwicklung aus, jedenfalls Diskographisch!
nikolaus (30.10.2007, 22:18):
Original von Rachmaninov
Apropos junge Pianisten, hat einer mal Aufnahmen von Severin von Eckardstein gehört?

2002 veröffentlichte er diese Aufnahme

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6488185.jpg

2005 diese

http://www.severin-eckardstein.de/img/cd2_g.jpg

und jetzt aktuell diese Aufnahme

http://www.severin-eckardstein.de/img/cd5_g.jpg

Sieht nach einer ruhigen, kontinuierliche Entwicklung aus, jedenfalls Diskographisch!

Soweit ich mich erinnere, wurden die Aufnahmen sehr positiv bewertet. Leider ist er mir total aus dem Blickfeld geraten, so daß ich ihn bisher nicht bewußt gehört habe; gut, daß du ihn hier erwähnst!!

Gruß, Nikolaus.
Gamaheh (16.11.2007, 13:05):
Original von Rachmaninov
Apropos junge Pianisten, hat einer mal Aufnahmen von Severin von Eckardstein gehört?


Aufnahmen nicht, aber live schon mal (allerdings nicht alleine, sondern mit einer Geigerin) - da hat er mir gar nicht gefallen (ich habe hier irgendwo schon mal darüber geschrieben).

Grüße,
Gamaheh
Rachmaninov (28.11.2007, 07:43):
Original von Gamaheh
Original von Rachmaninov
Apropos junge Pianisten, hat einer mal Aufnahmen von Severin von Eckardstein gehört?


Aufnahmen nicht, aber live schon mal (allerdings nicht alleine, sondern mit einer Geigerin) - da hat er mir gar nicht gefallen (ich habe hier irgendwo schon mal darüber geschrieben).

Grüße,
Gamaheh

Glaube ich habe noch eine Aufnahme vom Klavierfestival Essen mit ihm.
Werde ich mal suchen, da mich ggf. seine Medtner Aufnahme reizen könnte!
ab (20.12.2007, 14:15):
Polina Leschenko, schon hier im Forum unter den großen Konzerten des Jahres genannt, hat nun eine Liszt CD aufgenommen, die hier sehr gelobt wird. Zurecht?

http://magazin.klassik.com/records/covers/11557_400x400.jpg

(Sie scheint eine selbstbewusste Fau zu sein, davon zeugt schon die angenehme Covergestaltung ohne die üblichen übermäßigen körperlichen Verkaufsreize: Weniger ist mehr!)

POLINA LESCHENKO

Polina Leschenko wurde 1981 in St Petersburg in eine Musikerfamilie geboren und erhielt bereits als Sechsjährige von ihrem Vater Klavierunterricht.
Zwei Jahre später hatte sie ihren ersten öffentlichen Auftritt-Mozarts Klavierkonzert Nr.21- mit den Leningrader Symphonikern.Sie studierte mit Vitali Margoulis, Pavel Gililov, Alexandre Rabinovitch-Barakovsky und Christopher Elton.
Im Alter von 16 Jahren bekam sie das Diplom mit Auszeichnung a, Königlichen Konservatorium in Brüssel. Sie ist in vielen der großen europäischen Konzertsäle aufgetreten, wie dem Barbican Center in London, Salle Gaveau, Paris und der Sala Verdi in Milan. Sie konzertierte bei den Fêtes musicales de Biarritz, dem Chopin Festival in Polen, dem Villars Festival in der Schweiz und dem Festival International de Piano de La Roque d’Anthéron.

Neben solistischen Auftritten pflegt sie die Kammermusik, so mit Christian Poltéra, Giorgia Tomassi, Mischa Maisky, Mark Drobinsky, Ivry Gitlis, Renaud Capuçon and Gautier Capuçon.

Das künstlerische Komitee der European Concert Hall Organisation (ECHO) hat Polina Leschenko und Christina Poltéra als Rising Star Kandidaten des Palais des Beaux Arts/Brüssel und des Concertgebouw /Amsterdam für die Saison 2006/07 ausgewählt.

Auf Anregung von Martha Argerich entstand ihre Debut-CD mit Werken von Liszt,Chopin, Rachmanninov und Brahms.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21M6WHKAQFL._AA115_.jpg
nikolaus (21.12.2007, 17:05):
Original von ab
Polina Leschenko, schon hier im Forum unter den großen Konzerten des Jahres genannt, hat nun eine Liszt CD aufgenommen, die hier sehr gelobt wird. Zurecht?

http://magazin.klassik.com/records/covers/11557_400x400.jpg



Weiss ich NOCH nicht, aber sie steht auf meiner Wunschliste (die CD meine ich natürlich)

Ich werde berichten, sobald ich mir einen Eindruck verschafft habe.

Nikolaus.
Rachmaninov (07.01.2008, 03:48):
@Nikolaus,

eben laß ich den Artikel zu Leschenko in der Piano News und ich hoffe hier bald etwas zu der o.g. Aufnahme von Dir zu lesen.

Sie scheint, wie Martha, sehr spontan zu sein, klingt sehr positiv soweit.... :hello
nikolaus (07.01.2008, 10:56):
Original von Rachmaninov
@Nikolaus,

eben laß ich den Artikel zu Leschenko in der Piano News und ich hoffe hier bald etwas zu der o.g. Aufnahme von Dir zu lesen.

Sie scheint, wie Martha, sehr spontan zu sein, klingt sehr positiv soweit.... :hello

Ja, sie steht noch auf meiner Liste...

BTW: Du hattest wohl eine schlaflose Nacht?! :(
Rachmaninov (22.03.2006, 22:46):
Hallo Forianer,

insgesamt bin ich der Ansicht, daß wie uns auch in unserer Zeit, über eine vielzahl junger hochmusikalischer Instrumentalisten erfreuen können.

So ist es sicherlich auch bei den Pianisten, so daß wir uns in unseren Betrachtungen und bei der Auswahl unserer Aufnahmen nicht nur mit einem fernen Blick in die Vergangenheit begnügen müssen.

In diesem Thread soll der Vorstellung und der Diskussion der Pianisten der jüngeren Generation dienen. Wobei ich als jung einmal ein ab 1970 geboren bezeichnen würde. Etwas "Toleranz" kann man ja "zur Not" geben :D
AcomA (22.03.2006, 23:10):
hallo Sergejewitsch,

ich habe einen jungen pianisten jahrgang 1971 im thread 'unbekannte tastengenies' vorgestellt, steven osborne !

aber aus aktuellem anlass würde ich den 1969 geborenen boris berezovsky anführen. er studierte in moskau, wurde 1987 vierter beim brüsseler königin-elisabeth-wettbewerb und sieger (erster platz) beim tschaikowsky-wettbewerb in moskau 1990. ich erlebte ihn live vor wenigen jahren in mülheim a.d.r.. er spielte prokofievs 7.sonate und alle 12 etudes d'execution transc. von liszt. physisch beeindruckend. aber er hatte insgesamt wohl keinen guten abend. die ausführungen waren zu lieblos und unmotiviert.

herausragend finde ich folgende platten:

rachmaninov - chopin-variationen, 1. sonate (teldec)
rachmaninov - konzerte nr.2 u. 3 (mirare)
chopin/godowsky - etüden/transkriptionen (auswahl) (warner)

http://images-eu.amazon.com/images/P/B000000SJS.03.MZZZZZZZ.jpg http://www.jpc.de/image/middle/front/0/9203150.jpg http://www.jpc.de/image/middle/front/0/2449294.jpg

bereszovsky fasziniert durch seine klanglich ausgerichtete fast meditative art des spiels. obwohl das spiel durchweg transparent gehalten ist, klingt die interpretation sehr warm. er versetzt sich gerne und für den hörer nachvollziehbar in einen ekstatischen zustand. seine manuellen fähigkeiten sind top.

im sommer wird er in essen auftreten. er spielt dann beethovens diabelli-variationen !

gruß, siamak :engel
Rachmaninov (26.03.2006, 12:32):
Was haltet ihr eigentlich von Leif ove Andsnes?

Weder sein Mozart, Haydn, Rachmaninov, Grieg (Lyrik Pieces) oder Schostakovitch haben mich bisher wirklich begeistert.
Irgendwie spricht mich sein Klavierton nicht an........bisher jedenfalls......und daher habe ich ihn zunächst etwas "beiseite" geschoben.

Seine viel gelobte Aufnahme mit dem Schumann/Grieg Konzerten habe ich mir damals nicht gekauft, das sie "copy control" als Hinweis hatte und ich mit solchen Aufnahmen bereits Probleme hatte!
AcomA (26.03.2006, 14:15):
hallo Cosima und Sergejewitsch,

zunächst zu lars vogt: live hörte ich ihn nie. ich kenne von ihm seine recht aktuelle einspielung der brahmsschen op. 117-119 (EMI) und des mozartschen quintetts für klavier und bläser (EMI). außerdem habe ich gestern in seine neue cd mit mozart-klaviersonaten hereingehört. vogt ist ein guter pianist, der dem internationalen standard genügt. das hört sich jetzt sehr bescheiden an, ist aber IMO nicht wenig. immerhin ist er schon recht lange bei EMI unter vertrag. die späten klavierstücke brahms' spielt er sorgfältig und makellos. der anschlag trägt. es fehlen die zwischentöne und die belcanto-qualität anderer meister. es klingt zu 'einstudiert'. im mozart-quintett beweist er, dass es sich um einen großartigen 'musiker' handelt. musizierfreude und blindes verständnis für die partner pur ! die aktuelle einspielung der mozartsonaten: c-dur KV 330 fehlt es an anschlagsvarianten und sonorer qualität (siehe pletnev !), den 'alla turca' aus der a-dur sonate KV 331 spielt er genauso rasant wie pletnev, wirklich sehr geläufig. aber schnell ist nicht immer das beste ! ich verweise auf horowitz, pogorelich, zacharias und vor allem badura-skoda, die machen viel mehr daraus. ganz bescheiden: ich mache auch mehr daraus :leb

leif ove andsnes: intellektuell und pianistisch absolute weltklasse. daran kommt man nicht vorbei. ich finde 'seine' haydn-konzerte, das schumann- und grieg-konzert superb. frisch, transparent, motorischer drive. seine einschränkung kommt in seiner aufnahme von werken janacecks zum ausdruck. es klingt zu transparent, kristallklar und vermittelt eine 'eiseskälte'. der folkloristische bezug z.b. bei 'auf verwachsenem pfade' kommt gar nicht zum vorschein ! deine kritik gegenüber seinem anschlag, Sergejewitsch, geht wohl in diese richtung.

gruß, siamak :)
Cosima (26.03.2006, 14:21):
Original von AcomA
ganz bescheiden: ich mache auch mehr daraus :leb


:D :D :D

Danke, Siamak, für die Hinweise auf Lars Vogt.

Gruß, Cosima
Rachmaninov (26.03.2006, 14:22):
Original von AcomA

es klingt zu transparent, kristallklar und vermittelt eine 'eiseskälte'. der folkloristische bezug z.b. bei 'auf verwachsenem pfade' kommt gar nicht zum vorschein ! deine kritik gegenüber seinem anschlag, Sergejewitsch, geht wohl in diese richtung.

gruß, siamak :)

Siamak,
das ist irgendwie mein "Problem" mit Leif ove Andsnes. Im grunde höre ich seine Klasse, aber sie ergrifet mich nicht, der emotionale Zugang fehlt mir bei ihm irgendwie. Dieses "ja", das ist es....
Jeremias (31.03.2006, 10:30):
Ich wollte gerade noch einmal etwas zu Naida Cole sagen. Ich habe sie vor ein paar Jahren mehr oder weniger zufällig und unfreiwillig live in Mannheim gesehen. Sie übernahm für die erkrankte Martha Argerich den Part in Mendelssohns Konzert fü Klavier, Violine und Streichorchester an der Seite von Gidon Kremer. Technisch absolut brilliant, perfekt mit Kremer abgestimmt, wunderbar in das Orchester integriert. Leider spielt sie nur sehr selten in Deutschland. Eine ihrer CDs, die ich noch separat vorstellen werde, gibt es derzeit kostengünstig bei Ebay.

http://cgi.ebay.de/Faure-Chabrier-Satie-Ravel-Naida-Cole_W0QQitemZ4856215876QQcategoryZ104602QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
Rachmaninov (01.04.2006, 09:42):
Hallo Klavierfreunde!

Mich würde eure Meinung zu Fazil Say interessieren.
Vor einigen Wochen hatte ich in seine neueste Aufnahme mit Beethoven Sobaten reingehört.



Für den Kauf hatte ich mich jedoch nicht entschieden. An dem Tag wollte ich eher "Neues" entdecken als eine weiter Aufnahme mit Beethoven Sonaten kaufen :D

Habe die Aufnahme sehr kraftvoll und sehr dynamisch in Erinnerung.

Von Fazil Say würde ich durchaus gerne mehr entdecken. Empfehlungen?

Bisher kenne ich "nur" die Aufnahme mit Werken von J.S.Bach.
AcomA (01.04.2006, 10:57):
hallo Sergejewitsch,

was ich bisher mit fazil say gehört habe, ist sehr originell und technisch auf hohem niveau interpretiert, die besagte bach-platte, dann sein mozart-recital (u.a. a-dur sonate und variationen über 'das franz. kinderlied') und seine gershwin-cd sowie die cd mit eigenen bearbeitungen und kompositionen (türkische themen).

gruß, siamak :)
Rachmaninov (04.04.2006, 11:31):
Denke es passt hier ganz gut hin:

Kennt jemand die EMI Serie Argerich presents über die man auf junge vielversprechende (?) Pianisten aufmerksam machen möchte?
Rachmaninov (05.04.2006, 16:47):
Genannt werden muß hier unbedingt auch Kyoko Tabe.

Ihre Aufnahme mit Werken von Debussy bei Chandos ist wirklich absoulut hörenswert.



Kennt sie jemand?
Rachmaninov (09.04.2006, 10:34):
Hallo,

vor ein paar Tagen habe ich mir nochmal die Aufnahme mit Werken von Bach & Liszt von Lisa de la Salle (Naive) angehört.



Die Aufnahme ist aus dem Jahr 2004 und zu diesem Zeitpunkt war de la Salle gerade 16 Jahre alt.
Mal die technische Seite außer acht gelassen. IMO hat sich de la Salle mit dem Programm nicht wirklich einen gefallen getan.
Im grunde alles sehr gefühlvoll gespielt, aber so die richtige Tiefe erreicht sich nicht. Mir fehlt auch in der Interpretation der Ursprung / Bezug zur Orgel.

Was haltet ihr so von ihr?
Walter (10.04.2006, 08:15):
Original von Rachmaninov
Genannt werden muß hier unbedingt auch Kyoko Tabe.

Ihre Aufnahme mit Werken von Debussy bei Chandos ist wirklich absoulut hörenswert.

Kennt sie jemand?

:beer Und wie! - so muss Chopin klingen - ausdruckstark, perfekt gespielt - Kyoko Tabe bekommt bei mir volle Punktzahl!

Walter
Rachmaninov (13.04.2006, 22:36):
Muß zu meiner Schande gestehen, daß ich von Piotr Anderszewski bisher noch keine Aufnahme gehört habe.
Bisher habe ich mich halt bei meinen Entdeckungstouren nicht auf ihn konzentriert bzw. er hat bisher nicht mein Interesse geweckt.

Gibt es eine "muss man gehört haben" Aufnahme dieses Pianisten?

Was zeichnet ihn aus?
Jeremias (17.04.2006, 19:03):
Ja, ich habe ihre CD mit den Liszt-Konzerten. Technisch hervorragend, ungemeine Spielfreude und gerade in den ruhigen Passagen des 2. Konzertes weiss sie zu brillieren mit einem warmen Ton
Rachmaninov (17.04.2006, 19:04):
Original von Jeremias
Ja, ich habe ihre CD mit den Liszt-Konzerten. Technisch hervorragend, ungemeine Spielfreude und gerade in den ruhigen Passagen des 2. Konzertes weiss sie zu brillieren mit einem warmen Ton

Danke für die Info.

Ebentuell werde ich mir die Liszt Aufnahme demnächst einmal kaufen oder eventuell die Schumann-Aufnahme :cool
nikolaus (20.04.2006, 21:46):
Nicholas Angelich

- wie konnte ich ihn vergessen :down.
Ich habe gerade seine Interpretation von Liszts Années de Pèlerinage gehört: sehr stimmungsvoll und poetisch.
Letztes Jahr erlebte ich ihn live mit einem Recital in Lugano: er spielte u.a. Beethovens Waldsteinsonate, danach war ich so beschwingt, dass ich das Thema des Schlußsatzes als Ohrwurm vor mich hinsummend am Luganer See entlangschlenderte :leb - das werde ich nicht vergessen!!

Nikolaus
Rachmaninov (22.05.2006, 12:32):
Halolo,

kennt einer von euch Francesco Tristano Schlimé ?

R
Daniel Behrendt (27.05.2006, 08:50):
Zitat Nikolaus: Nicholas Angelich - wie konnte ich ihn vergessen

... Ja sehe ich genau so. Viele der in diesem Thread erwähnten Pianisten sind zwar noch verhältnissmäßig jung, aber schon voll etabliert. Angelich ist gerade auf dem Weg in die Weltspitze, man kann ihm noch beim "Wachsen" zuschauen - und kommt dabei nicht mehr aus dem Staunen heraus. Ich halte ihn für einen der musikalischsten und interessantesten Nachwuchspianisten, die ich in den letzten Jahren gehört habe. In Hannover war er mit folgendem Recital zu erleben - wahrhaft aufregend!

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 16. März 2006

Meister der Zeitlupe

Das war wirklich ein Klavierabend jenseits der üblichen Konzertroutine, den Nicholas Angelich seinen Zuhörern im Kleinen Sendesaal des NDRs bescherte. Im Zeitlupentempo schlendert er auf die Bühne, verbeugt sich ohne eine Miene zu verziehen, nimmt am Flügel Platz, entlässt die ersten scheuen Töne in den Saal und hält die Zeit an. Einfach so. Hexerei? Nein, eher die Gabe dieses in sich ruhenden Dichters und Denkers, seine Zuhörer ganz zu sich selbst kommen zu lassen.

Es ist schon kühn, ausgerechnet mit dem sonderbarsten Klavierwerk Joseph Haydns einzusteigen – mit dem gemütvollen „Papa Haydn“-Klischee haben die verschlossenen f-Moll-Variationen aus dessen Spätwerk wirklich nichts zu tun. Eher mit Zukunftsmusik. Erst recht, wenn Angelich sie mit betörendem Klangsinn so behutsam und geheimnisvoll abtönt, als wollte er sie in die unendlichen Weiten des späten Beethoven entführen.

Aber Angelich kann noch mehr: Schumanns wenig gespielte Fantasiestücke op. 12 gestaltet er mit unbändigem Freiheitsdrang. Nicht wie ein Revoluzzer, sondern wie ein Pianissimophilosoph. Die agogischen Freiheiten, die er sich nimmt, sind gewiss unverschämt. Unverschämt genial. Denn drastische Stauungen und jähe Beschleunigungen wirken nie willkürlich, sondern scheinen von einem unbestechlichen Instinkt für das richtige Tempo und Timing geleitet.

Wer Brahms’ Rhapsodien op. 79 und dessen vier Balladen op. 10 in der herben, vorwärts drängenden Kultaufnahme Glenn Goulds verinnerlicht hat, wird durch Angelichs sanft entschleunigte Alternative radikal umerzogen. Das Staunen über die Fülle der Farben und Stimmungen, die dieser Meister der Langsamkeit wie unter einer Hörlupe herauspräpariert, will einfach kein Ende nehmen – Hexerei? Naja, vielleicht ein bisschen.

LG
Daniel

Ach so - Nachzuhören ist das alles auf:
Brahms
Four Ballades op. 10, Two Rhapsodies op. 79, Variations on a Theme by Paganini op. 35
Virgin Classics 332628-2 (71' DDD)
Zelenka (15.06.2006, 15:41):
Bei classicstoday heute ein :times10 für den rumänischen Pianisten Herbert Schuch (Jahrgang 1979) und seine bei Oehms erschienene CD mit Schumanns Kreisleriana und Ravels Miroirs:

www.classicstoday.com/review.asp?ReviewNum=10060

Jeremias war in einer Besprechung eines Konzerts des Rumänen weniger begeistert ("Eure großen Konzerterlebniss").

Gruß,

Zelenka
Jeremias (19.06.2006, 00:24):
Diese CD habe ich auch, so bin ich auch auf ihn aufmerksam geworden. Gerade deswegen hatte ich ja die großen Erwartungen, die dann enttäuscht wurden....
Zelenka (19.06.2006, 12:17):
Original von Jeremias
Diese CD habe ich auch, so bin ich auch auf ihn aufmerksam geworden. Gerade deswegen hatte ich ja die großen Erwartungen, die dann enttäuscht wurden....

Den Link zur Rezension habe ich hauptsächlich hier hineingestellt, um den Namen Schuch auch hier im Top/Flop-Faden zu haben. Im Studio ist Schuch offenbar Top, auf der Bühne eher Flop. Soetwas ist vielleicht garnicht so selten.

Gruß,

Zelenka
meyer86 (21.06.2006, 22:44):
Hallo
Möchte sich jemand zu Lang Lang äussern?
Gruss meyer86
Rachmaninov (22.06.2006, 08:07):
@David,


ersteinmal hier ein herzliches Willkommen im Forum! :hello

Ich hatte schon gesehen, daß Du Lang Lang bei den "Top 5" Pianisten genannt hast.

Nun, ich keinen sein Rachmaninov Klavierkonzert #2 zwei das ich wirklich sehr schwach finde und die ebenfalls auf der Aufnahme befindliche Paganini Rhapsody ist IMO einfach nur grausig.
So was von seelenlos .......

Sorry, aber so empfinde ich die Aufnahme einfach.

Seine Aufnahme mit Mendelssohn + Tchaikovsky habe ich mir nach eine Hörprobe nicht gekauft da sie mich nicht überzeugte.

Aufgrund dieses Eindrucks plus Konzertübertragungen denke ich derzeit eher nicht daran mir seinen Schumann; Mozart oder Chopin anzuhören, da ich mir nicht vorstellen kann, daß er dies überzeugen spielen kann.

Was begeistert Dich denn an ihm?

R
nikolaus (27.07.2006, 21:55):
Original von Rachmaninov
Halolo,

kennt einer von euch Francesco Tristano Schlimé ?

R

Kennen wäre zuviel gesagt: ich habe ihne gerade im Radio mit Prokofievs Klavierkonzert Nr. 5 gehört (unter Pletnev mit dem Russischen Nationalorchester).
Er scheint ein sehr interessanter Pianist zu sein, der wohl auch eine eigene Jazz-Band hat. Pianistisch fand ich ihn sehr souverän in dem (in meinen Ohren) recht komplexen Klavierpart des Konzertes. Technisch hatte er keinerlei Schwierigkeiten. Man sollte ihn - glaube ich - im Auge behalten.

Nikolaus.
Gamaheh (31.07.2006, 18:24):
F.T. Schlimé am Freitag, 4. August, 15 Uhr auf France Musique (s. "Nicht verpassen").

Grüße,
Gamaheh
Cosima (13.08.2006, 10:43):
Original von Zelenka
Bei classicstoday heute ein :times10 für den rumänischen Pianisten Herbert Schuch (Jahrgang 1979) und seine bei Oehms erschienene CD mit Schumanns Kreisleriana und Ravels Miroirs:

www.classicstoday.com/review.asp?ReviewNum=10060

Jeremias war in einer Besprechung eines Konzerts des Rumänen weniger begeistert ("Eure großen Konzerterlebniss").


Der aktuellen FF liegt eine CD bei (Edition Klavier-Festival Ruhr). Herbert Schuch spielt Werke von Lachenmann, Schubert, Beethoven (Appassionata) und Schumann (Humoreske). Aufgrund der euphorischen Rezension hatte ich auch überlegt, mir die o.g. CD zuzulegen. Nachdem ich ihn aber nun auf der Beilagen-CD hörte, werde ich es sein lassen. Jeder möge sich ein eigenes Bild machen, aber mir gefällt überhaupt nicht, was ich da höre.

Gruß, Cosima
Rachmaninov (13.08.2006, 10:47):
Original von Cosima


Ja, hatte ich inn der vorherigen Ausgabe gelesen! Da fällt mir auf, daß ja eine gewisse französische Zeitung das Thema bereits hatte :ignore
Jeremias (13.08.2006, 11:08):
@ Cosima: genau dieses Konzert war es, welches ich besucht habe! Vielleicht kann er sich im Studio mehr auf das Wesentliche konzentrieren als im Konzertsaal. Ich hatte das Gefühl, er wollte beides: Musizieren und brillieren und das ist gründlich daneben gegangen... denn DAS können nur ganz wenige!
Gamaheh (22.10.2006, 23:06):
Hallo liebe Forumisten,

hat jemand von Euch schon mal von dem Pianisten Iliya Rachkovsky gehört? Ich habe letztes Jahr sein Konzert von La Roque d'Anthéron aus dem Radio aufgenommen, er spielte Bach, Prokofiev und Schumann (Sinfonische Etüden), das klang mir alles sehr gut. Vor kurzem hörte ich im Radio leider nur das letzte Ende eines Konzerts und ärgerte mich, daß ich den größten Teil verpaßt hatte. Alles, was ich über ihn finden kann, ist, daß er aus Sibirien kommt und gerade mal zwanzig Jahre alt ist.
Weiß jemand mehr?

Grüße,
Gamaheh
cellodil (24.10.2006, 12:39):
Was mir noch zum Stichwort "junge Pianisten" eingefallen ist, das sind die spanischen Brüder

Victor (*1980) und Luis (*1983) del Valle

Habe keine Ahnung, ob es von den beiden irgendwelche Aufnahmen gibt. Habe sie dieses Frühjahr mit dem Konzert für zwei Klavier und Orchester Es-Dur, KV 365 gehört und fand das sehr vergnüglich, spannend und vital wie die beiden miteinander und mit dem Orchester musikalisch kommuniziert haben.

Grüße

Sabine
Rachmaninov (29.10.2006, 09:28):
In der Piano News 05/2006 gibt es einen Artikel "Entdeckungen junger Pianistinnen und Pianisten".

Insgesamt werden dort 5 Persönlichkeiten vorgestellt.

Eine sehr interessante Besprechung gibt es dort über den jungen Iren Finghin Collins, der derzeit das gesamte Solowerk Schumann's einspielt.

Hat jemand von ihm schon gehört?
Rachmaninov (31.10.2006, 20:13):
Der von M. Argerich geförderte Pianist Sergio Tiempo, den auch bereits Nikolaus hier im Thread "Was höre ich gerade jetzt" vorgestellt hat wird ebenfalls in der Piano News recht positiv besprochen.

Leider habe ich bereits zahlreiche Aufnahmen von Mussorgskys Zyklus "Bilder einer Ausstellung", so daß ich daher von einem Kauf absehen werde.



Mal gespannt welche Veröffentlichung mit Tiempo künftig geplant werden!
Rachmaninov (16.11.2006, 18:02):
beim Stöbern stieß ich eben auf diese Aufnahme



Dudana Mazmanishvili, Klavier
Bach:Englische Suite BWV 811
+Bach / Busoni: Chaconne aus der Bartita für Violine BWV 1004
+Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 12
+Rachmaninoff: Klaviersonate Nr. 2

Interessantes Programm!

Kennt einer die Dame?
ab (27.11.2006, 16:13):
Stieß heute auf folgende Rezension zu folgender CD mit Musik von Glass, Ravel, Messiaen, Satie.

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000EQIEJ4.01._AA240_SCLZZZZZZZ_V51158330_.jpg

Wer kennt den Piansiten Bruce Levingston? Wer kann etwas davon berichten? Von Glass kenne ich nämlich nur seine eigenen Klavier-Einspielungen.
Rachmaninov (21.12.2006, 10:43):
Eben hörte ich die bei Accord veröffentlichte Aufnahme von Rafal Blechacz erschienen beim Label Accord.



Rafal Blechacz gewann den 15th internationalen F. Chopin Wettbewerb

Dazu fand ich eben folgendes in der "Presse":



Samstag 22. Oktober 2005, 15:51 Uhr --

Warschau (dpa) - Der 20 Jahre alte polnische Pianist Rafal Blechacz hat den diesjährigen Internationalen Chopin-Wettbewerb gewonnen. Die Jury gab in der Nacht zu Samstag den Sieg des Studenten an der Musikakademie im nordpolnischen Bydgosz bei dem nur alle fünf Jahre veranstalteten Klavierwettbewerb bekannt.

Blechacz ist nach Krystian Zimmerman im Jahr 1975 der erste Pole, der den Wettbewerb für sich entscheiden konnte. In den vergangenen Jahren waren vor allem junge Pianisten aus Asien stark vertreten. Der Sieger erhielt ein Preisgeld in Höhe von 25 000 Dollar.

Blechacz überzeugte nicht nur die Wettbewerbsjury, sondern auch die Chopin-Gesellschaft und den polnischen Rundfunk, die eigene Preise unter den Wettbewerbsteilnehmern vergaben und Blechacz ebenfalls zum Sieger kürten.

Die Wettbewerbsjury entschied sich, in diesem Jahr keinen zweiten Preis zu vergeben, da der qualitative Abstand zwischen Blechacz und den übrigen zwölf Teilnehmern der Finalrunde zu groß sei. Den dritten Platz teilen sich die südkoreanischen Brüder Dong Hyek Lim und Dong Min Lim, den vierten Platz Takashi Yamamoto und Shohei Sekimoto aus Japan. Für den Wettbewerb hatten sich aus mehr als 250 Bewerbern 80 Nachwuchspianisten qualifiziert.


Die o.g. Aufnahme gefällt mir durchaus und läßt erkennen warum Blechacz derartiges vollbringen konnte.

Bin gespannt was noch von ihm zu hören sein wird!
Rachmaninov (19.01.2007, 16:35):
Ein Hinweis noch zu R. Blechacz.

Wie ich eben gelesen habe hat er einen Vetrag bei der DG unterschrieben.
Die erste Einspielung wird mit Werken von F. Chopin veröffentlicht.
Rachmaninov (28.01.2007, 11:09):
Forianer, Klaviermusikfreunde,

an dieser stelle möchte ich einmal auf die Pianistin Esther Budiardjo aufmerksam machen.

http://www.estherbudiardjo.com/img/esther.gif

Aus Zeitgründen verweise ich was ihren Werdegang angeht einfach auf ihre Biographie

Bisher sind von ihr 4 Aufnahmen erschienen unter dem Laber ProPiano.

Mendelssohn
Rondo Capriccioso, Fantasies, Songs without Words and Etudes

Godowsky: Java Suite
In addition to the suite, this disc contains three pieces by Tansman

Moszkowski
Vingt Petites Etudes and his transcription of Brahms's Hungarian Dances

Henselt Piano Works
Douze Études caractéristiques Op. 2, Douze Études de salon Op. 5,
Deux Nocturnes Op. 6, and 5 other pieces

Selber besitze ich davon die Godowsky und die Moszkowski / Brahms Aufnahme!

Nun, warum diese Vorstellung?

Esther Budiardjo hat eine faszinierende Spielweise. Ihr Klavierspiel ist ungemein farbig, voller Wärme und ihre Aufnahmen zeichnen sich durch eine unglaubliche Hingabe zu den aufgenommenen Werken aus. Da kommen Emotionen rüber, da hört man die Begeisterung der Pianistin für die eingespielten Werke! Gepaart mit einer kraftvollen Spielweise erinnert dies ungemein an die junge M. Argerich.
Dies ist ajedoch nicht alles. Technisch ohne Zweifel. So spielt sie fullminant auf bei der Java Suite von Godowsky und mit einer raffinesse die 20 kleinen Etüden von moszkowski.

Was eine Freunde so ein Klavierspiel!!!!

Die genaueren Vorstellungen der Aufnahmen erfolgen an geeigneter Stelle.
Rachmaninov (24.02.2007, 19:40):
Eben stöberte ich die Homepage von Yevgeny Sudbin.

Dort fand sich folgender Eintrag:

FEBRUARY 13-18, 2006
São Paulo, Brazil
Tchaikovsky: Piano Concerto No 1 (recording)
Medtner: Piano Concerto No 1 (recording)

und

AUGUST 20-23, 2006
Västerås, Sweden
Scriabin Recital (recording)
Sonatas Nos. 2, 5, 9

Naja, vielleicht kommt dann ja bald etwas davon als CD.
ab (28.02.2007, 22:36):
Heute Im Laden angehört: Lauma Skride spielt Fanny Mendelssohn-Hensel die Jahreszeiten (Sony)

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000LMPHYQ.01._SCTHUMBZZZ_AA90_.jpg

Anders als die Rezension hier aber würde ich weniger von einer "feinnervigen Interpretin" sprechen wollen, die "gefühlvoll" und mit "flexiblem Anschlag auf die schwankenden Stimmungen" eingeht. Sie hat wahrlich einen schönen Ton, etwas wenig Abwechslungsreich zwischen den einzelenen Stücken (nicht immernhalb) kommt mir indes ihre Herangehensweise vor. Dass sich dennoch keine Langweile einstellt, ist ihrem entschlossenem (fast wollte ich "markant" sagen, wenn nicht damit "kräftig" verbunden werden würde) Zugriff zu verdanken. Kennzeichnend ist sicher, dass sie oft ein Klangfeld zwischen zwei angeschlagenen Tönen erzeugt.
"Flexibler Anschlag" ist insofern richtig, als sie gelegentlich Läufe hinlegt, die federnd und abgehoben an diese moskauer Schule erinnert, der auch Mallikova oder Babayan angehören.

Alles in Allem eine durchaus erfreuliche Aufnahme fand ich.
ab (02.03.2007, 21:47):
Was ist eigentlich von Severin von Eckardstein zu halten. heute las ich eine geradezu überschwängliche Kritk, nämlich hier. Ist solches Lob gerechtfertigt?

http://magazin.klassik.com/records/covers/9600_400x400.jpg
Rachmaninov (03.03.2007, 14:17):
Original von ab
Was ist eigentlich von Severin von Eckardstein zu halten. heute las ich eine geradezu überschwängliche Kritk, nämlich hier. Ist solches Lob gerechtfertigt?


@ab,

aus eigener Hörerfahrung kann ich leider nicht berichten. Jeder weiß ich das seine Aufnahme mit Werken von Messiaen,Janacek und Prokofieff aus dem Jahr 2002 sehr positiv besprochen wurde.

Eventuell wird hier einer der Forianer, die regelm#ßig beim Festival zuhören berichten können!
Gamaheh (06.03.2007, 23:50):
Original von ab
Was ist eigentlich von Severin von Eckardstein zu halten.

Hallo ab,

ich hörte Eckardstein letztes Jahr in einem Konzert im hamburgischen Museum für Kunst und Gewerbe (eine kleine Angelegenheit für ca. 50 Zuhörer). Er spielte mit einer Geigerin namens Sophie Heinrich Mozart K. 454 und Prokofieff, Sonate für V u. K in f op.80. Sicher kann er Klavier spielen, aber auf eine Art, die besonders bei dem laut und monoton dröhnenden Prokofieff eine kaum bezähmbare Sehnsucht nach Schlaf in mir auslöste. Ich beginne zu glauben, was manche Leute über Kämmerling-Schüler sagen: daß sie alle gleich klingen und man ihrer in kurzer Zeit müde wird. Außerdem ließ er für meinen Geschmack zu sehr das Adelsprädikat heraushängen: blaß und blasé - aber das mag ein Vorurteil sein. Wie immer kann man alles so oder so sehen und sagen.

Grüße,
Gamaheh
ab (07.03.2007, 12:09):
Schon einma etwas von Mark Farago gehört? Dazu hier.

http://www.klassik-heute.de/covers/9/18076g.jpg
ab (16.03.2007, 16:02):
Was ist davon zu halten?

Bei dem 1968 geborenen Igor Kamenz handelt es sich um eine außergewöhnliche
Doppelbegabung. Schon im Kindesalter trat er als Dirigent mit Orchestern wie dem Bolschoi-Orchester oder dem Russischen Allunion Rundfunk-Orchester auf. Er ist langjähriger Schüler von Sergiu Celibidache und Vitaly Margulis. Nach 18 ersten Preisen bei internationalen Klavierwettbewerben begann er eine triumphale Pianistenkarriere, auf die er sich seither fast ausschließlich
konzentriert. Die FAZ bescheinigte ihm ein Spiel von „unglaublicher Schönheit“ und „extraterrestrischer Musikalität“, sowie „fast unbegreifliche Virtuosität“. Nach Einspielungen von Liszt und Rachmaninow stellt sich Igor Kamenz nun bei OehmsClassics mit einer Auswahl von Beethoven-Sonaten vor, darunter die „Grande Sonate“, op. 7, die „Mondschein“-Sonate und die „Appassionata“.

Ludwig van Beethoven
Piano Sonatas: No. 7 in D major op. 10/3
No. 14 in C-sharp minor op. 27/2 Sonata quasi una fanatasia “Moonlight”
No. 9 in E major op. 14/1 · No. 23 in F minor op. 57 “Appassionata”
Igor Kamenz, piano
Oehms

http://www.russischeschule.com/Kamenz.jpg
Jeremias (16.03.2007, 17:25):
Kamenz hab ich mal live gehört, er kann nur eines: Donnern! Und selbst das können andere besser, habe selten so viele falsche Noten in einem Konzert gehört.... der WDR war mit dem Fernsehen da, haben Leute interviewt in der Pause... mein Kommentar ist dann nicht gesendet worden... :D
ab (26.03.2007, 11:41):
Wer hat schon einmal Christian Seibert im Konzert gehört? Denn hier steht recht positives über seine Hindemith-CD bei CPO.

http://magazin.klassik.com/records/covers/9947_400x400.jpg
Rachmaninov (01.04.2007, 09:47):
Soeben höre ich zum wiederholtem male die neue Aufnahme von E. Sudbin.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9355461.jpg

Einfach fantastisch und absolut empfehlenswert! Was Sudbin z.B. im Tchaikovsky Konzert vollbrint ist einfach ein "Gedicht"!
Dramatisch kräftiger Anschlag, feinfühlig und voller Wärme wo gefordert.

Ohne Zweifel absolut sitze!!!!!!!1
Rachmaninov (17.04.2007, 09:30):
Forianer,

vor einigen Tagen kam bei mir die folgende Aufnahme an. Sie bestätigt mich darin das es sich immer wieder lohnt auch mal das Risiko einzugehen Aufnahmen lediglich auf Besprechungen hin zu bestellen.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7633117.jpg

Geboten wird:

Schubert: Wandererfantasie D. 760
Schubert / Liszt: Du bist die Ruh;Der Doppelgänger
Liszt: Klaviersonate h-moll

Der junge Pianist heisst David Fray und wurde am 24.Mai 1981 in Tarbes geboren.

Es gibt sicherlich Aufnahmen der Wandererfantasie und der h-moll Sonate, die "höher" einzuschätzen sind, aber es ist eine große Freude eine Aufnahme eines jungen Pianisten zu hören, bei dem es nicht so klingt als habe er diese "Meilensteine"eben einspielen müssen.

Sehr eigen aber daraus erkennt man das er eine Persönlichkeit hat und diese zeigt!
nikolaus (17.04.2007, 10:22):
Das klingt ja gut!

... aber es ist eine große Freude eine Aufnahme eines jungen Pianisten zu hören, bei dem es nicht so klingt als habe er diese "Meilensteine"eben einspielen müssen.

Das finde ich auch ungeheuer wichtig.
Ähnlich ergeht es mir mit Sergio Tiempo, der eine Aufnahme mit Mussorgskys Bilder einer Ausstelllung und Ravels Gaspard de la nuit vorgelegt hat; bisweilen etwas "exzentrisch", darüber mag man diskutieren, aber es klingt insgesamt sehr stimmig und eigenständig.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8227588.jpg

Nikolaus.
Rachmaninov (17.04.2007, 12:25):
Original von nikolaus
Ähnlich ergeht es mir mit Sergio Tiempo, der eine Aufnahme mit Mussorgskys Bilder einer Ausstelllung und Ravels Gaspard de la nuit vorgelegt hat; bisweilen etwas "exzentrisch", darüber mag man diskutieren, aber es klingt insgesamt sehr stimmig und eigenständig.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8227588.jpg

Nikolaus.

@Nikolaus,

Tiempo an sich hätte ich mir sicherlich gerne bereits angehört, aber eine weitere Aufnahme der "Bilder" reizt mich einfach nicht!

Mal gespannt was er demnächst veröffentlichen wird :wink
nikolaus (17.04.2007, 18:25):
Original von Rachmaninov

@Nikolaus,

Tiempo an sich hätte ich mir sicherlich gerne bereits angehört, aber eine weitere Aufnahme der "Bilder" reizt mich einfach nicht!



Das kann ich verstehen.
Ich habe übrigens auch aus diesem Grunde Tzimon Bartos Ravel-Aufnhahme Abstand genommen (das wäre meine bestimmt 7. Einspielung des Gaspard).
Außerdem habe ich bei Saturn mal reingehört, und mein erster, wenn auch sehr kurzer, Eindruck war, daß er zu gewollt anders spielt. Ich fand das zu irritierend.

Aber laß dich bitte nicht von mir beeinflussen. Es ist ja ganz subjektiv!!

Nikolaus.
ab (31.05.2007, 15:40):
Was ist denn von Nikolai Tokarew zu halten: Er spielt Klavierwerke von Bach, Schubert, Liszt Label: Sony Classical und wird hier höchstlich gelobt. Sehr verdächtig!

http://magazin.klassik.com/records/covers/10425_400x400.jpg
Rachmaninov (31.05.2007, 16:15):
Original von ab
Was ist denn von Nikolai Tokarew zu halten: Er spielt Klavierwerke von Bach, Schubert, Liszt Label: Sony Classical und wird hier höchstlich gelobt. Sehr verdächtig!


Wieso verdächtig?
ab (31.05.2007, 16:41):
Wer so die technische Meisterschaft lobt, vergisst oft, auf das Musikalische zu hören...
Rachmaninov (31.05.2007, 21:16):
Original von ab
Wer so die technische Meisterschaft lobt, vergisst oft, auf das Musikalische zu hören...

@ab,

dies mag sein!
Aber ich kann nur sagen, dass ich eben Kursanov: Scheherazade-Paraphrase nach Rimsky-Korssakoff mit ihm hörte vom Klavier-Festival Ruh aus dem Jahr 2005.

Und a hört man keine technische Meisterschaft als "Selbstzweck" sondern einen Pianisten mit Sinn für Klangfarben und starkem musikalischen Ausdruck.

Da ich immer wieder geneigt bin mir Aufnahmen junger Pianisten anzuhören werde ich die Aufnahme wahrscheinlich bestellen.

Will ja kein Klischee bedienen, aber die "russische" Schule halt!

:engel

Jedenfalls erscheint mir hier Sony / BMG ein besserer "Fang" gelungen als bei Denis Proshayev. (subjektives Bauchgefühl!)
ab (31.05.2007, 21:36):
Danke für den Tipp, werde es mir also anhören, sollte sie mir hier in der Provinz in Händen fallen. Genau solches suchen wir ja wohl immer....
Rachmaninov (31.05.2007, 21:47):
Original von ab
Danke für den Tipp, werde es mir also anhören, sollte sie mir hier in der Provinz in Händen fallen. Genau solches suchen wir ja wohl immer....

Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir ebenfalls sage, dass Jeremias mir (auf anderem wege als hier im Forum) das die Aufnahme richtig gut sein :hello
ab (31.05.2007, 21:58):
helfen tut mir natürlich nur mein eigenes Urteil ;-)
ab (05.06.2007, 10:08):
Original von Rachmaninov
Und a hört man keine technische Meisterschaft als "Selbstzweck" sondern einen Pianisten mit Sinn für Klangfarben und starkem musikalischen Ausdruck.

Da ich immer wieder geneigt bin mir Aufnahmen junger Pianisten anzuhören werde ich die Aufnahme wahrscheinlich bestellen.

Will ja kein Klischee bedienen, aber die "russische" Schule halt!

Zwei divergierende Rezensionen in einer Kritik zusammengefasst findet sich hier: solches sollte Schule machen!
Gamaheh (12.06.2007, 17:50):
Liebe Forenser,

gestern hörte ich eine MD, die ich irgendwann im Laufe des Jahres mal aus dem Radio aufgenommen habe, mit dem Pianisten Lev Vinocour (ich glaube, es war B4 "Pour le piano"). Er spielte aus den Jahreszeiten von Tschaikowsky und aus den Studien für den Pedalflügel von Schumann.
Soweit ich herausfinden konnte, ist er Mitte Dreißig und hat bereits den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhalten.
Kennt jemand von Euch diesen Pianisten und kann etwas zu ihm sagen?

Grüße,
Gamaheh
ab (13.06.2007, 11:47):
Original von Gamaheh
hat bereits den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhalten.


nie gehört aber hier und da gelesen.

Zu den Walzer-Transkriptionen auch hier.
Cosima (23.06.2007, 20:12):
Original von Rachmaninov
Jedenfalls erscheint mir hier Sony / BMG ein besserer "Fang" gelungen als bei Denis Proshayev. (subjektives Bauchgefühl!)

Es ging ja ursprünglich um Nikolai Tokarew, von dem ich noch nichts gehört habe, aber zu Denys Proshayev: Mir gefällt seine Rameau-Scheibe sehr gut. Er spielt klar, brillant und natürlich. 'Kein Blender' eben – wie der Artikel in der aktuellen Piano-News über diesen scheinbar sympathischen, jungen Pianisten auch sagte.

Ein Teil des Artikels kann hier nachgelesen werden:

http://www.pianonews.de/leseprobeaktuell30.htm

Gruß, Cosima
Rachmaninov (24.06.2007, 11:55):
Original von Cosima
Original von Rachmaninov
Jedenfalls erscheint mir hier Sony / BMG ein besserer "Fang" gelungen als bei Denis Proshayev. (subjektives Bauchgefühl!)

Es ging ja ursprünglich um Nikolai Tokarew, von dem ich noch nichts gehört habe, aber zu Denys Proshayev: Mir gefällt seine Rameau-Scheibe sehr gut. Er spielt klar, brillant und natürlich. 'Kein Blender' eben – wie der Artikel in der aktuellen Piano-News über diesen scheinbar sympathischen, jungen Pianisten auch sagte.

Gruß, Cosima

@Cosima,

wie zuvor geschrieben handelt es sich ja bei mir eher um ein Bauchgefühl!
So oft habe ich die Rameau Aufnahme von ihm dann noch nicht gehört. Aber die ersten Eindrücke waren nicht so positiv.
Werde ich allerdings dann nochmal intensiver anhören.
cellodil (24.06.2007, 12:19):
... wenn er auch nur scheinbar sympathisch ist...

Sorry, ich konnte mir das gerade einfach nicht verkneifen.

Asche auf mein wortklauberisches Haupt und
Grüße

Sabine
Cosima (24.06.2007, 13:15):
Original von cellodil
... wenn er auch nur scheinbar sympathisch ist...

Sorry, ich konnte mir das gerade einfach nicht verkneifen.



Wo ist das Problem?
cellodil (24.06.2007, 14:58):
Ich dachte, der Unterschied zwischen "scheinbar" und "anscheinend" sei geläufig... Wenn jemand etwas "scheinbar" ist, dann ist er das in Wirklichkeit gerade nicht...

Grüße

Sabine

P.S. Sorry, ist eine déformation profesionelle von mir. Ich musste nur schmunzeln und habe das nicht persönlich gemeint.
Cosima (24.06.2007, 16:00):
Jau, mein Fehler…

Vielen Dank für Deine charmanten Erläuterungen. Gut zu wissen, mit wem man es zu tun hat.
cellodil (25.06.2007, 13:00):
Original von Cosima
Gut zu wissen, mit wem man es zu tun hat.

Na dann... Warmly welcome.

Apropos: Bist Du eigentlich dieselbe Cosima, die hier schon geschrieben hat?

Liebe Grüße

Sabine
ab (04.07.2007, 11:46):
Schon etws von einem Jean-Francois Latour gehört? Dazu hier.
Rachmaninov (17.07.2007, 08:45):
Kennt einer von euch den Nigerianer Sodi Braide?

Hier gibt es eine sehr interessante Besprechung!
Cosima (27.07.2007, 22:10):
Ich hatte ab versprochen, etwas zu meinen Eindrücken bzgl. der Rachmaninov-CD (Études-Tableaux op. 33 und 39) von Rustem Hayroudinoff zu schreiben.

http://www.jpc.de/image/middle/front/0/8659237.jpg

Dies ist auf jeden Fall ein Pianist, von dem ich sehr gerne mehr hören möchte. Ich empfinde sein Klavierspiel als markant (mit Wiedererkennungswert), warm, voll und farbig. Er spielt leidenschaftlich, kraftvoll und mit Pranke (ich mag das), aber auch emotional und durchdacht. Ich höre ihn sehr gern, sein Klavierspiel hat etwas sehr Wohliges, vielleicht weil es auf mich sicher und bestimmt wirkt.

Meine Lieblings-Étude ist op. 33 Nr. 5. Hier bin ich sehr glücklich mit Hayroudinoffs Interpretation!

Interessant sollen seine Einspielungen der Rachmaninov-Préludes und des Dvorák-Klavierkonzertes sein. Nach diesen Aufnahmen werde ich mich auf jeden Fall umhören.

Gruß, Cosima
ab (28.07.2007, 11:08):
Danke!
Cosima (28.07.2007, 11:55):
Diese Rezension fand ich eben noch zu den Études tableaux (Gramophone 2/2007, Jeremy Nicholas):

A flair for Rachmaninov that makes this player stand out from the crowd

" Somehow I missed Rustem Hayroudinoff’s earlier Rachmaninov recordings (Preludes and the complete works for cello and piano), as well as his warmly received 2005 account of the Dvorák Concerto. On the evidence of his latest disc for Chandos, for whom he now records exclusively, they will be well worth acquiring. These are meticulously prepared and observed readings – if Rachmaninov asks for ppp legatissimo or sharply contrasted dynamics from one bar to the next, then Hayroudinoff takes the composer at his word, a courtesy to Rachmaninov not granted by every pianist.

But Hayroudinoff goes much further than mere accuracy. If he cannot quite equal the composer’s breathtaking nonchalance in the three he recorded (Op 33 Nos 2 & 7 in 1940, and Op 39 No 6 in 1925), he comes close. His rich tone and beefy attack serve him well in such passages as the ecstatic climax to the Op 39 E flat minor study (superbly paced and structured) and the pealing bells of Op 39 No 9; he sings with a touching simplicity in the C major and first of the A minor Op 39 studies. Temperamentally he is right inside the music. This is powerful Rachmaninov playing that transcends the artificial constraints of the recording studio."
Rachmaninov (28.09.2007, 13:31):
Heute las ich das Interview mit Tokarew in der Piano News.

Ein recht interessanter Typ, der einen sehr eigenen Kopf hat und seine sehr eigenen Ideen und Vorstellungen.

Seinen Schubert und Chopin fand ich dann doch sehr eigen beim hören der Hörproben!

Hat sich jemand schon mit ihm näher beschäftigt?
Rachmaninov (30.10.2007, 18:10):
Apropos junge Pianisten, hat einer mal Aufnahmen von Severin von Eckardstein gehört?

2002 veröffentlichte er diese Aufnahme

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6488185.jpg

2005 diese

http://www.severin-eckardstein.de/img/cd2_g.jpg

und jetzt aktuell diese Aufnahme

http://www.severin-eckardstein.de/img/cd5_g.jpg

Sieht nach einer ruhigen, kontinuierliche Entwicklung aus, jedenfalls Diskographisch!
nikolaus (30.10.2007, 22:18):
Original von Rachmaninov
Apropos junge Pianisten, hat einer mal Aufnahmen von Severin von Eckardstein gehört?

2002 veröffentlichte er diese Aufnahme

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6488185.jpg

2005 diese

http://www.severin-eckardstein.de/img/cd2_g.jpg

und jetzt aktuell diese Aufnahme

http://www.severin-eckardstein.de/img/cd5_g.jpg

Sieht nach einer ruhigen, kontinuierliche Entwicklung aus, jedenfalls Diskographisch!

Soweit ich mich erinnere, wurden die Aufnahmen sehr positiv bewertet. Leider ist er mir total aus dem Blickfeld geraten, so daß ich ihn bisher nicht bewußt gehört habe; gut, daß du ihn hier erwähnst!!

Gruß, Nikolaus.
Gamaheh (16.11.2007, 13:05):
Original von Rachmaninov
Apropos junge Pianisten, hat einer mal Aufnahmen von Severin von Eckardstein gehört?


Aufnahmen nicht, aber live schon mal (allerdings nicht alleine, sondern mit einer Geigerin) - da hat er mir gar nicht gefallen (ich habe hier irgendwo schon mal darüber geschrieben).

Grüße,
Gamaheh
Rachmaninov (28.11.2007, 07:43):
Original von Gamaheh
Original von Rachmaninov
Apropos junge Pianisten, hat einer mal Aufnahmen von Severin von Eckardstein gehört?


Aufnahmen nicht, aber live schon mal (allerdings nicht alleine, sondern mit einer Geigerin) - da hat er mir gar nicht gefallen (ich habe hier irgendwo schon mal darüber geschrieben).

Grüße,
Gamaheh

Glaube ich habe noch eine Aufnahme vom Klavierfestival Essen mit ihm.
Werde ich mal suchen, da mich ggf. seine Medtner Aufnahme reizen könnte!
ab (20.12.2007, 14:15):
Polina Leschenko, schon hier im Forum unter den großen Konzerten des Jahres genannt, hat nun eine Liszt CD aufgenommen, die hier sehr gelobt wird. Zurecht?

http://magazin.klassik.com/records/covers/11557_400x400.jpg

(Sie scheint eine selbstbewusste Fau zu sein, davon zeugt schon die angenehme Covergestaltung ohne die üblichen übermäßigen körperlichen Verkaufsreize: Weniger ist mehr!)

POLINA LESCHENKO

Polina Leschenko wurde 1981 in St Petersburg in eine Musikerfamilie geboren und erhielt bereits als Sechsjährige von ihrem Vater Klavierunterricht.
Zwei Jahre später hatte sie ihren ersten öffentlichen Auftritt-Mozarts Klavierkonzert Nr.21- mit den Leningrader Symphonikern.Sie studierte mit Vitali Margoulis, Pavel Gililov, Alexandre Rabinovitch-Barakovsky und Christopher Elton.
Im Alter von 16 Jahren bekam sie das Diplom mit Auszeichnung a, Königlichen Konservatorium in Brüssel. Sie ist in vielen der großen europäischen Konzertsäle aufgetreten, wie dem Barbican Center in London, Salle Gaveau, Paris und der Sala Verdi in Milan. Sie konzertierte bei den Fêtes musicales de Biarritz, dem Chopin Festival in Polen, dem Villars Festival in der Schweiz und dem Festival International de Piano de La Roque d’Anthéron.

Neben solistischen Auftritten pflegt sie die Kammermusik, so mit Christian Poltéra, Giorgia Tomassi, Mischa Maisky, Mark Drobinsky, Ivry Gitlis, Renaud Capuçon and Gautier Capuçon.

Das künstlerische Komitee der European Concert Hall Organisation (ECHO) hat Polina Leschenko und Christina Poltéra als Rising Star Kandidaten des Palais des Beaux Arts/Brüssel und des Concertgebouw /Amsterdam für die Saison 2006/07 ausgewählt.

Auf Anregung von Martha Argerich entstand ihre Debut-CD mit Werken von Liszt,Chopin, Rachmanninov und Brahms.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21M6WHKAQFL._AA115_.jpg
nikolaus (21.12.2007, 17:05):
Original von ab
Polina Leschenko, schon hier im Forum unter den großen Konzerten des Jahres genannt, hat nun eine Liszt CD aufgenommen, die hier sehr gelobt wird. Zurecht?

http://magazin.klassik.com/records/covers/11557_400x400.jpg



Weiss ich NOCH nicht, aber sie steht auf meiner Wunschliste (die CD meine ich natürlich)

Ich werde berichten, sobald ich mir einen Eindruck verschafft habe.

Nikolaus.
Rachmaninov (07.01.2008, 03:48):
@Nikolaus,

eben laß ich den Artikel zu Leschenko in der Piano News und ich hoffe hier bald etwas zu der o.g. Aufnahme von Dir zu lesen.

Sie scheint, wie Martha, sehr spontan zu sein, klingt sehr positiv soweit.... :hello
nikolaus (07.01.2008, 10:56):
Original von Rachmaninov
@Nikolaus,

eben laß ich den Artikel zu Leschenko in der Piano News und ich hoffe hier bald etwas zu der o.g. Aufnahme von Dir zu lesen.

Sie scheint, wie Martha, sehr spontan zu sein, klingt sehr positiv soweit.... :hello

Ja, sie steht noch auf meiner Liste...

BTW: Du hattest wohl eine schlaflose Nacht?! :(
ab (29.02.2008, 11:12):
Ich las in dieser Rezeinsion, dass der Amerikaner Mark Anderson eine zauberhaft atmosphärische Aufnahme mit Musik von Brahms bei Nimbus Records, 1997 eingespielt haben soll. Wer kennt diesen Pianisten aus Konzert oder von Aufnahme? Wer kann etwas zu ihm berichten?
:thanks
Gamaheh (16.04.2008, 17:41):
Original von Gamaheh
hat jemand von Euch schon mal von dem Pianisten Iliya Rachkovsky gehört?

Hier ein kleines Video, das Euch zugleich einen Eindruck von dem Pariser Gewächshaus gibt, das ich so gerne zu Konzerten besuche (s. "Gestern im Konzert").

Grüße,
Gamaheh
ab (29.04.2008, 13:43):
Herbert Schuch hat eine neue CD mit Musik von Schubert und Lachenmann bei Oehms vorgelegt, hier in höchsten Tönen gelobt. Hat er sich wirklich so weiter entwickelt?
Rachmaninov (29.04.2008, 16:01):
Original von ab
Herbert Schuch hat eine neue CD mit Musik von Schubert und Lachenmann bei Oehms vorgelegt, hier in höchsten Tönen gelobt. Hat er sich wirklich so weiter entwickelt?

Wenn ich mich recht erinnere kam sie in der aktuellen Piano News auch gut raus, aber nicht "so" gut wie hier...

Lese ich nach!
ab (01.06.2008, 13:03):
Kann von euch jemand etwas über den niederländische Hammerflügel - Spezialist Arthur Schoonderwoerd berichten, sei es von Aufnahmen oder von Konzerteindrücken?
Zelenka (01.06.2008, 15:21):
Original von ab
Kann von euch jemand etwas über den niederländische Hammerflügel - Spezialist Arthur Schoonderwoerd berichten, sei es von Aufnahmen oder von Konzerteindrücken?

Original von Rachmaninov
In diesem Thread soll der Vorstellung und der Diskussion der Pianisten der jüngeren Generation dienen. Wobei ich als jung einmal ein ab 1970 geboren bezeichnen würde. Etwas "Toleranz" kann man ja "zur Not" geben :D

Vor über zwei Jahren hat Rachmaninov 1970 als das Grenzjahr für alte und neue Pianisten definiert. Schoonderwoerd wurde 1966 geboren, und ich bin in diesem Fall geneigt, sehr intolerant zu sein. Schoonderwoerd ist mir zum ersten und einzigen Mal im Zusammenhang mit meiner Besprechung des 4. Beethoven-Klavierkonzerts begegnet. Sch. hat eine HIP-Aufnahme desselben vorgelegt (zusammen mit dem 5.), die mir aus verschiedenen Gründen gar nicht zusagte. Für die nächste Zukunft ist übrigens eine Fortsetzung seines aus meiner Sicht wenig segensreichen Treibens bei Alpha angekündigt (vielleicht auch schon erschienen), nämlich die Konzerte 3 und 6 .

Der Fairness halber sei noch darauf hingewiesen, daß es im Wiener Forum eine Fangemeinde dieses Pianisten gibt, die ihm auch nachreist und die Reisen auch dokumentiert. Dort ist mehr zu lesen.

Gruß, Zelenka
Amadé (01.06.2008, 20:22):
Lieber ab,

leider kenne ich noch nicht die Verlinkung innerhalb unseres Forums, deshalb dieser Hinweis:
Instrumentalmusik-Thread Beethoven 4. KLavierkonzert, mein Beitrag vom 10.04.08. Da habe ich was zu Arthur Schoonderwoerd geschrieben.

Gruß Amadé
ab (02.06.2008, 10:45):
Danke!
Sorry, ich wusste nicht sein Alter.
Und mit der Suchfunktion konnte ich in unserem Forum nichts finden.
Auch konnte ich keine Homepage von ihm entdecken.
Werde mal im Wiener Forum nachforschen, ob dort substanzielles zu lesen ist.
ab (05.06.2008, 10:10):
Kann von euch jemand etwas über den Russen Sergey Koudriakov (*1978) berichten, sei es von Aufnahmen oder von Konzerteindrücken?

http://www.musikkollegium.ch/typo3temp/pics/9d5c4ff7e1.jpg

Einen knappen Lebenslauf gibts hier auf der Webseite des Züricher Concours Géza Anda, den er 2006 gewann.

Neu ist gerade bei Audite eine Schubert-CD herausgekommen. Dazu eine wohlwollende Rezension hier. Freunde markigen russischen Spiels dürften durchaus ihre Freude damit haben.
ab (10.06.2008, 21:37):
Wer von euch hat schon einmal etwas von Natasa Veljkovic, in Wien lebende und lehrende Serbin, gehört, die hier hymnisch mit ihrem romantischen Programm rezensiert wird?

http://www.politika.co.yu:8080/uploads/rubrike/33509/i/1/Natasa%20Veljkovic.jpg
Rachmaninov (10.07.2008, 20:42):
Hat eigentlich einer bereits eine aufnahme von markus groh gehört?

Immerhin: 1st prize Queen Elisabeth Competition of Belgium, Brussels Gewinner.

Seine neue Brahms Aufnahme wir in der Piano News jedenfalls sehr gelobt.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/5100pzNxs8L._SS500_.jpg
ab (10.07.2008, 22:39):
Ich entsinne mich einer Brahms Cellosonaten-Aufnahme von Groh, die er mit Alban Gerhardt bei Harmonia Mundi gemacht hat. Ich entsinne mich vieler Noten, aber weniger Musik, große Spielfreude mit heute üblicher Durcharbeitung. Sie war recht gerühmt; mir hats nicht gefallen. Damals habe ich aber noch mehr aufs Cello gehört...

Leider ist mir nie die Aufnahme der Cellosonaten mit Claudio Bohorquez in Händen gefallen (Berlin Classics). Dort wurden beide so sehr gelobt, dass ich sie mir sehr gerne anhören wollte. :I
Rachmaninov (29.09.2008, 09:18):
In der aktuellen Piano News ist ein sehr interessanter Artikel von Markus Grohe, der dort mittels "Tagebuch" einen Einblick in sein Musikerleben gibt.
Sehr interessant zu lesen wie doch der Arbietstag eines Musikers ist.

Scheint mir persönlich ein sehr netter lockerer Mensch zu sein.

Vielleicht gönne ich mir bald mal seine aktuelle Aufnahme.

Derzeit ist er wohl mit einem sehr interessanten Liszt Programm auf Tour: Annees de Pelerinage
Amadé (07.10.2008, 11:09):
Liebe Forianer,

gestern Abend hört ich diese CD mit dem jungen russischen Pianisten Sergey Koudriakov, auf den schon ab weiter oben hinwies:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4022143925466.jpg

Hut ab! Diesen jungen Mann sollte man im Auge behalten.

GRuß Amadé
Rachmaninov (07.10.2008, 12:17):
Original von Amadé
Liebe Forianer,

gestern Abend hört ich diese CD mit dem jungen russischen Pianisten Sergey Koudriakov, auf den schon ab weiter oben hinwies:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4022143925466.jpg

Hut ab! Diesen jungen Mann sollte man im Auge behalten.

GRuß Amadé

Was zeichnet sein Spiel aus?
Rachmaninov (07.10.2008, 15:01):
dies hier ließt sich das interessant!
Amadé (08.10.2008, 20:39):
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4022143925466.jpg

Sergei Koudriakov trifft den Charakter der Sätze genau: der Anschlag ist leicht und locker, wo geboten auch kräftig und bestimmt, ohne keineswegs forciert zu klingen, dynamische Gegensätze werden nicht nivelliert sondern gut herausgearbeitet, ein flüssiges Legato-Spiel (Terzenketten!!) besticht, klangliche Schattierungen lassen immer wieder staunen. Aber das bieten andere junge Pianisten ebenso, die gerade das Wettbewerbskarrussel mit Erfolg hinter sich gelassen haben.
Was mich am meisten für Koudriakov einnimmt, ist der genaue Aufriss der eingespielten Werke, er hat eine Vorstellung von der Musik und kann sie umsetzen. Was wollen wir mehr?

Gruß Amadé
ab (09.10.2008, 00:17):
Heute ist mir ein Album im Laden in Händen gefallen:
Simone Dinnerstein. The Berlin Concert
Klavierwerke von J.S. Bach, Lasser und Beethoven
Telarc

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0089408071522.jpg

Diese junge Amerikanerin ist hier im Forum ja bereits genannt worden wegen ihres Debuts mit den Goldbergvariationen. Diese Platte soll sich enorm verkauft haben. Im Booklet ist zu lesen, dass es sich bei ihr um eine Pianstin handeln soll, die Beethoven auf eine Weise spielt, die sie mit den allergrößten Namen der Diskographie in Verbindung bringt.

Bei solchen Worten bin ich eher negativ voreingenommen. Die CD im Laden hineingetan und einen Bach gehört, der sehr präsent gespielt war. Mich hats eher kalt glassen, "amerikanischer Klang" meine ich bei mir, vordergründig, kräftig, direkt, sozusagen "männlich" gespielt. Auch bei den Variationen über ein Bach-Stück des blutjungen Komponisten Philip Lasser verblüffte mich eher deshalb, weil es deutlich näher Bach steht als der Musik der letzten 100 Jahre.

Aber dann die letzte Beethoven-Sonate Op. 111 hat mich wirklich überzeugt wie schon lange keine mehr! Technische Schwierigkeiten scheint es bei ihr keine zu geben. Sie kann sich auch die langsamen Tempi wirklich leisten. War in Grammophone zu ihrer Goldbergvariationen-Aufnahmen noch zu lesen, dass man eine vorzügliche Pianistin bei der Arbeit hören würde, eher als beim Spiel, so ist das bei diesem Konzert sicher nicht zu sagen: da wirkt alles musiziert. Was mir besonders gefallen hat, sind die gewissen Freiheiten agogischer und klanglicher Art, die sie sich erlaubt, um dafür die Struktur in ihrer Aufeinaderfolge zu Gehör zu bringen. Das wirkte weder gekünstelt noch technisch auf mich.

Ich freue mich schon auf ein nächstes Wiederhören, um zu überprüfen, ob dieser postive Eindruck auch noch beim zweiten Hören standhalten wird. Womöglich werde ich dann doch noch zuschlagen müssen...

Habt ihr diese Aufnahme schon gehört? Wie ist euer Eindruck?

:hello
Cosima (09.10.2008, 18:50):
Original von ab
Mich hats eher kalt glassen, "amerikanischer Klang" meine ich bei mir,

Das war auch mein Eindruck, als seinerzeit die Goldberg-Variationen im Radio vorgestellt wurden. Mir gefiel die Aufnahme jedenfalls überhaupt nicht.

Zu dem Berlin-Konzert und op. 111 habe ich gestern zufällig im Rondo-Magazin etwas gelesen. Der Rezensent lobte den Rest der Aufnahme, meinte aber gerade bzgl. der Beethoven-Sonate, dass es Dinnerstein an "Souveränität und rhythmischem Biss" fehlen würde.

Gruß, Cosima
Leif Erikson (12.10.2008, 22:25):
Ich bin begeistert von Saleem Abboud Ashkar. Er ist mit einem live-Mitschnitt vom Klavierfestival Ruhr auf der Beilage - CD des neuen Fonoforum zu hören.

Das Programm ist:

Bach, Schubert, Schönberg und Brahms

Ich werde die Augen offenhalten um seine nächste CD nicht zu verpassen.


Gruß, Leif.
Rachmaninov (13.10.2008, 18:03):
Original von HenningKolf
Original von Rachmaninov
http://ecx.images-amazon.com/images/I/5100pzNxs8L._SL500_AA240_.jpg


und, wirklich so gut wie man überall liest?

@Henning,

ich antworte mal hier, da es hier besser "paßt".

Ich denke, diese Aufnahme ist sehr gelungen und verdient zurecht eine positive Besprechung.
Warum beantworte ich zu einem späteren Zeitpunkt.

Sollte der Queen Elizabeth Sieger mal irgendwann Liszt - Annees de Pelerinage als Gesamtaufnahme vorlegen (er ist ja mit einem teil auf Tour), dann kaufe ich mir diese Aufnahme wohl....

BTW, die Werke hat Sokolov ja gar nicht eingespielt.
kreisler (10.02.2009, 23:59):
Ich war gerade in einem Konzert, in dem, unter anderem, die Pianistin Alice Sara Ott
die Paganini-Variationen von Rachmaninov spielte. Auf das Konzert bin ich durch meine Mutter, die Ott schon früher bei einem Musik-Jugendfestival am Bodensee gehört hatte, als sie noch nicht berühmt war.
Durch eine Tournee in Japan wurde sie dort anscheinend schlagartig bekannt, und fängt nun acuh an in Europa Konzerte zu geben.
Ihr Spiel war sicher bemerkenswert (sonst würde ich sie hier ja nicht erwähnen) und von einer, auch für heutige Verhältnisse, atemberaubende Technik. Jedoch neigt sie etwas dazu, für meinen Geschmack zu virtuos zu spielen.
CD hat sie bis jetzt nur eine herausgebracht, und zwar mit Liszt-Etüden, die werde ich mir aber sicherlich nicht kaufen, weil ich die Kompositionen nicht besonders mag (eben "zu virtuos" :D).
Trotzdem ist Ott sicher eine Erwähnung in diesem Thread wert!
Vielleicht kennt ja jemand doch noch mehr von ihr?
Würde mich interessieren. Die Paganini-Variationen haben mir sehr gefallen,

kreisler
Rachmaninov (16.03.2009, 11:37):
Aus dem Konzert Thread:

Original von Jeremias
Ich hatte heute einen Konzertmarathon, zuerst das Kammerorchesterbasel mit dem 17. KlaKo von Mozart und der 5. Sinfonie von Mendelssohn. Solist war Dejan Lazic, es dirigierte D. Stern. Sehr guter Pianist, sehr filigran, es hat ihm Spaß gemacht zuzuhören. Mein größtes Mozart-Erlebnis seit P. Anderszewski vor vielen Jahren.

Heute Abend dann Rafal Blechacz..... hierzu morgen mehr. Soviel vorab: Auf so einen Pianisten hat die Musikwelt mind. 30 Jahre gewartet... musikalisch m.E. höher einzuschätzen als Sokolov!

Morgen mehr dazu....

Ich muss sagen was ich bisher von ihm gehört habe finde ich auch sehr gut.

Wie sehen andere Forianer diesen jungen Polen, der von C. Zimerman gefördert wird/wurde?
ab (22.03.2009, 23:51):
Kommenden Monate wird bei uns Boris Giltburg gastieren.

Boris Giltburg wurde 1984 in Moskau geboren. Mit fünf Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht bei seiner Mutter. Von Kindheit an lebt er in Tel Aviv, wo er seitdem bei Arie Vardi studiert. Er wurde bei internationalen Wettbewerben mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, namentlich in Santander, wo er 2002 für seine Interpretation von Bartóks drittem Klavierkonzert mit dem London Symphony Orchestra unter Rafael Frühbeck de Burgos den ersten Preis sowie den Premio de público Sony gewann. 2006 erschien bei EMI classics seine Debüt-CD mit Solowerken von Mussorgsky, Prokofieff und Skriabin.

Das Programm bei uns scheint eher für einen Tastendonnerer zu sprechen:

johann sebastian bach/ferruccio busoni: toccata und fuge d-moll
johannes brahms: intermezzi op. 117/2, op. 118/2, op. 119/2
edward grieg: klaviersonate e-moll op. 7
franz liszt: klaviersonate h-moll

Wer hat ihn schon im Konzert erlebt, wer kennt Aufnahmen mit ihm?

Danke!
Rachmaninov (23.03.2009, 21:10):
Original von ab
Kommenden Monate wird bei uns Boris Giltburg gastieren.

Boris Giltburg wurde 1984 in Moskau geboren. Mit fünf Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht bei seiner Mutter. Von Kindheit an lebt er in Tel Aviv, wo er seitdem bei Arie Vardi studiert. Er wurde bei internationalen Wettbewerben mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, namentlich in Santander, wo er 2002 für seine Interpretation von Bartóks drittem Klavierkonzert mit dem London Symphony Orchestra unter Rafael Frühbeck de Burgos den ersten Preis sowie den Premio de público Sony gewann. 2006 erschien bei EMI classics seine Debüt-CD mit Solowerken von Mussorgsky, Prokofieff und Skriabin.

Das Programm bei uns scheint eher für einen Tastendonnerer zu sprechen:

johann sebastian bach/ferruccio busoni: toccata und fuge d-moll
johannes brahms: intermezzi op. 117/2, op. 118/2, op. 119/2
edward grieg: klaviersonate e-moll op. 7
franz liszt: klaviersonate h-moll

Wer hat ihn schon im Konzert erlebt, wer kennt Aufnahmen mit ihm?

Danke!

@ab,

bin sicher den Namen irgendwo bereits gelesen zu haben, kann ihn aber leider nicht zuordnen.
hoffe auf deinen bericht!
ab (24.03.2009, 12:05):
Original von Rachmaninov
Original von ab
Kommenden Monate wird bei uns Boris Giltburg gastieren.
Wer hat ihn schon im Konzert erlebt, wer kennt Aufnahmen mit ihm?

Danke!

@ab,

bin sicher den Namen irgendwo bereits gelesen zu haben, kann ihn aber leider nicht zuordnen.
hoffe auf deinen bericht!

Vermutlich genau hier :W
Rachmaninov (01.04.2009, 22:04):
Original von kreisler
Ich war gerade in einem Konzert, in dem, unter anderem, die Pianistin Alice Sara Ott
die Paganini-Variationen von Rachmaninov spielte. Auf das Konzert bin ich durch meine Mutter, die Ott schon früher bei einem Musik-Jugendfestival am Bodensee gehört hatte, als sie noch nicht berühmt war.
Durch eine Tournee in Japan wurde sie dort anscheinend schlagartig bekannt, und fängt nun acuh an in Europa Konzerte zu geben.
Ihr Spiel war sicher bemerkenswert (sonst würde ich sie hier ja nicht erwähnen) und von einer, auch für heutige Verhältnisse, atemberaubende Technik. Jedoch neigt sie etwas dazu, für meinen Geschmack zu virtuos zu spielen.
CD hat sie bis jetzt nur eine herausgebracht, und zwar mit Liszt-Etüden, die werde ich mir aber sicherlich nicht kaufen, weil ich die Kompositionen nicht besonders mag (eben "zu virtuos" :D).
Trotzdem ist Ott sicher eine Erwähnung in diesem Thread wert!
Vielleicht kennt ja jemand doch noch mehr von ihr?
Würde mich interessieren. Die Paganini-Variationen haben mir sehr gefallen,

kreisler

Ihre kommende Aufnahme der Liszt-12 Etudes d'Execution Transcendente wird sicherlich einiges an Können einfordern!
ab (17.04.2009, 10:08):
Und eine neue CD von Herbert Schuch, diesmal mit Musik von Schumann, Ravel, Holliger und Scriabin, und wiederum hier in höchsten Tönen gelobt.

Wer von euch hat diesen Piansiten bereits im Konzert oder auf CD gehört?

http://www.klassik-heute.de/covers/9/19206g.jpg

Bei uns wird er im Mai beim neu gegründeten Festival der Beethoven-Tage 2009 zu hören sein :)

Joseph Haydn
· Sonate h-Moll Hob.XVI:32
Ludwig van Beethoven
· Sonate Nr. 5 c-Moll op. 10 Nr.1
· Sonate Nr. 32 c-Moll op. 111

und drei Tage später auch mit Orchester:
Ludwig van Beethoven
· Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19
Gamaheh (17.04.2009, 19:17):
Lieber Kreisler, lieber ab,

hier habe ich Gelegenheit, zwei auf einen Schlag zu beantworten, denn sowohl Alice Sara Ott als auch Herbert Schuch habe ich im Sommer 2007 in demselben Konzert des SHMF gehört, s. hier im Faden "Gestern im Konzert". Ich habe dort nichts weiter dazu geschrieben, weil die Zeit zu kurz war, um sich wirklich eine Meinung zu bilden, aber keinen von beiden fand ich schlecht, während auch keiner von beiden mein Favorit unter den sechs Pianisten war. Mein Eindruck von Alice Sara Ott deckt sich allerdings anscheinend mit dem von Kreisler.

Beste Grüße,
Gamaheh
ab (05.05.2009, 14:23):
Hat jemand von euch bereits Kirill Gerstein, den jungen russischen Piansten im Konzert erlebt oder erfreut sich an seiner Aufnahme bei Oehms?

Kommende Saison wir der bei uns mit Bartóks 3. Klavierkonzert gastieren, nämlich mit der NDR Radiophilharmonie Hannover unter Eivind Gullberg Jensen.
ab (05.05.2009, 14:24):
Original von Rachmaninov
Original von ab
Kommenden Monate wird bei uns Boris Giltburg gastieren.


@ab,

bin sicher den Namen irgendwo bereits gelesen zu haben, kann ihn aber leider nicht zuordnen.
hoffe auf deinen bericht!

der Bericht findet sich hier.
Rachmaninov (04.07.2009, 09:27):
Original von kreisler
Ich war gerade in einem Konzert, in dem, unter anderem, die Pianistin Alice Sara Ott
die Paganini-Variationen von Rachmaninov spielte. Auf das Konzert bin ich durch meine Mutter, die Ott schon früher bei einem Musik-Jugendfestival am Bodensee gehört hatte, als sie noch nicht berühmt war.
Durch eine Tournee in Japan wurde sie dort anscheinend schlagartig bekannt, und fängt nun acuh an in Europa Konzerte zu geben.
Ihr Spiel war sicher bemerkenswert (sonst würde ich sie hier ja nicht erwähnen) und von einer, auch für heutige Verhältnisse, atemberaubende Technik. Jedoch neigt sie etwas dazu, für meinen Geschmack zu virtuos zu spielen.
CD hat sie bis jetzt nur eine herausgebracht, und zwar mit Liszt-Etüden, die werde ich mir aber sicherlich nicht kaufen, weil ich die Kompositionen nicht besonders mag (eben "zu virtuos" :D).
Trotzdem ist Ott sicher eine Erwähnung in diesem Thread wert!
Vielleicht kennt ja jemand doch noch mehr von ihr?
Würde mich interessieren. Die Paganini-Variationen haben mir sehr gefallen,

kreisler

Alice Sara Ott's Aufnahme der Etudes d'execution tranbsendente bekommt eine richtig gute bewertung seiten C. Dürer - seinerzeichens chefedakteur der Piano News- und das mit diesem schwierigen programm. respekt.
hat einer die aufnahme bereits gehört?
Rachmaninov (23.09.2009, 11:46):
Hallo,

in der aktuellen Ausgabe der Piano News wurde die CD von Anna Vinnitskaya zur CD des Doppelmonats.


Auf der Aufnahme spielt sie u.A.:

Rachmaninov: 2. Sonate
Medtner: Sonata Reminiscenza
Prokofiev: 7. Sonate

Der Sieg bei einem Wettbewerb sagt für mich nicht unbedingt etwas, aber den Queen-Elisabeth-Wettbewerb zu gewinnen im Jahr 2007 ist sicherlich schon eine gewisse Auszeichnung.

Hat jemand Sie bereits gehört?
ab (07.10.2009, 10:48):
kennt jemand von euch den 17jährigen Piansiten Kit Armstrong ?

Alfred Brendel sagte in einem Interview über Kit Armstrong: „Eigentlich wollte ich nie etwas mit Nachwuchsarbeit zu tun haben. Aber als ich Kit zum ersten Mal Klavier spielen hörte, wußte ich: Für diesen Menschen muß ich mir Zeit nehmen. Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so sensibel ist, der sich so konzentrieren, der sich so leicht erinnern kann. Ich halte ihn für außerhalb jeder Norm begabt: als Komponist, Pianist und Mathematiker. Die Kontrolle seiner Finger, das Gedächtnis, die Schnelligkeit der Auffassungsgabe sind phänomenal. Als Bach-Spieler gehört er bereits zu den besten.“ (SZ-Magazin)
Rachmaninov (21.03.2010, 11:59):
Hallo,

nachdem ich mir eben nochmals ganz in Ruhe die Aufnahme aus dem Jahr 2007 von Alice Sara Ott angehört habe, wo sie Beethoven's "Appassionata" soielt muss ich gestehen, dass ich von ihrem Spiel doch recht angetan bin.

Wunderschöne Farben, kraftvolle Dynamik, eine packende Darbietung.

Das nehem ich diese Aufnahme

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947783626.jpg

Mal auf meinen Wunschzettel auf!
Frank1970 (21.03.2010, 22:15):
Original von ab
kennt jemand von euch den 17jährigen Piansiten

Noch nicht wirklich - höre ihn aber übermorgen im Leverkusener Erholungshaus...

Viele Grüße
Frank
Gamaheh (22.03.2010, 23:56):
Ich habe Kit Armstrong vor einem Jahr oder so bei Bechstein gehört und sicher im Faden "Gestern im Konzert" darüber berichtet. Abgesehen davon, daß es natürlich immer aufsehenerregend ist, wenn ein knapp Siebzehnjähriger (der aussieht wie ein Vierzehnjähriger) so spielt, war ich nicht so überwältigt - er ist sicher kein Kissin; aber Brendel weiß es sicher besser... Bin aber gespannt, Franks Eindruck zu lesen.

Grüße,
Gamaheh
Gamaheh (09.04.2010, 23:22):
Der gerade 23jährige Jean-Frédéric Neuburger, der hier schon gelegentlich erwähnt wurde (hauptsächlich von mir), ist sicherlich kein Flop. Er hat bereits mit 16 Chopins Etuden eingespielt und seither diverse Platten. Zusätzlich zu seinen vielen Engagements weltweit ist er seit dem letzten Jahr Professor für Klavierbegleitung (!) am Pariser Konservatorium und in der nächsten Saison "Rising Star" der ECHO; in diesem Rahmen wird er in Deutschland in Baden-Baden, Köln und - erfreulicherweise - in Hamburg auftreten. Möglicherweise wird er dabei auch eigene Kompositionen spielen. Hier kann man ihn bei der Folle Journée de Nantes 2008 (wenn ich nicht irre) mit Bachs Englischer Suite n.2 in vier Videos sehen. Ein sich zu Merkender !

Grüße,
Gamaheh
Gamaheh (12.04.2010, 22:46):
Seht euch das mal an !

Grüße,
Gamaheh
Heike (17.04.2010, 15:49):
Vorhin im Radio gehört: Klavierstunde mit Alice Sara Ott.
Sie spielte zuerst einen Chopin- Walzer und dann eine sehr gelungene Appassionata von Beethoven. Ich war ganz überrascht, weil von einer so jungen Dame habe ich bisher diese Sonate quasi noch nie gut gehört.
Danach kam noch Liszt, aber leider auch Besuch, so dass ich nicht mehr zuhören konnte.

Jetzt freu ich mich um so mehr auf nächsten Freitag, wo ich sie live sehen werde.
Heike
rosa (25.05.2010, 20:09):
Original von Leif Erikson
Ich bin begeistert von Saleem Abboud Ashkar. Er ist mit einem live-Mitschnitt vom Klavierfestival Ruhr auf der Beilage - CD des neuen Fonoforum zu hören.

Das Programm ist:

Bach, Schubert, Schönberg und Brahms

Ich werde die Augen offenhalten um seine nächste CD nicht zu verpassen.


Gruß, Leif.



Der kommt nach Düsseldorf und spielt an Schumanns Geburtstag 8.6.2010 das Klavierkonzert. Bin gespannt! Es dirigiert Eschenbach und es spielt das Düsseldorfer Orchester.
Leachim (26.05.2010, 15:13):
Original von Heike
Vorhin im Radio gehört: Klavierstunde mit Alice Sara Ott.
.........
Heike

Ich finde diese junge deutsch/japanische Pianistin besonders gut, weil sie Zartheit und Robustheit den Tasten gleichermaßen gutentlockt, eine traumhafte Technik hat und ich persönlich finde sie eine Ausnahmepianistin.

Michael
Heike (16.08.2010, 08:24):
Andrei Korobeinikov (Russland) - auch ein ganz junger Pianist (geb. 1986), der mir (neben Claire Huangci) gestern beim Young Euro Classic Klavierfestival sehr positiv auffiel. Sehr versunken in die Musik (Recital Mozart, Schubert, Chopin, Frankstein), sehr poetisch, mit schönem Sinn für Rhythmik und Dynamik. Die einsam- langsamen Passagen in der Wandererphantasie hat er grandios gespielt!
Heike
ab (23.11.2010, 23:16):
Kennt wer von euch den Pianisten Marino Formenti?

Er wird diese Woche bei uns konzertieren unter dem Titel »Kurtág’s Ghosts«.
Wir werden hören: Werke von György Kurtág, György Ligeti, Béla Bartók, Modest Mussorgski, Robert Schumann, Ludwig van Beethoven, Domenico Scarlatti, Guillaume de Machaut und anderen

Das nenn' ich mir ein Programm!

»Ekstatisches Spiel« und »traumwandlerische Hingabe«. Der in Italien geborene Pianist hat sich als einer der interessantesten Interpreten seiner Generation erwiesen, besonders durch seinen Blick auf moderne und zeitgenössische Musik und dank seiner schöpferischen, kühnen Programmierung. Bei Publikum und Presse für sein »ekstatisches Spiel« und die »traumwandlerische Hingabe« gefeiert, konstatierte ihm die Los Angeles Times anlässlich eines Konzertzyklus im Los Angeles County Museum of Art: »a Glenn Gould for the 21st Century ... mesmeric, shamanistic, unforgettable ... he is in short a phenomenon«.

2004 debütierte Marino Formenti im Lincoln Center in New York mit einem eigenen Zyklus (»Piano Trips«) in der Great Performers Series. Ähnliche Zyklen hat er auch u. a. in Wien, Los Angeles und San Francisco präsentiert. Der Pianist musiziert u. a. mit dem Cleveland Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Gustav Mahler Chamber Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Orchestre Philarmonique de Radio France unter Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Kent Nagano, Esa-Pekka Salonen, Daniel Harding, Gustavo Dudamel, Sylvain Cambreling und Ingo Metzmacher. Bis 2008 war er außerdem Mitglied des Klangforum Wien.

Marino Formenti arbeitete mit einigen der bedeutendsten lebenden Komponistinnen und Komponisten wie Helmut Lachenmann, György Kurtág, Salvatore Sciarrino, Olga Neuwirth und Beat Furrer zusammen. Er wurde 2009 mit dem Belmont-Preis der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet. Ebenso ist Marino Formenti als Dirigent erfolgreich und war u. a. Gast der Wiener Festwochen, bei Wien Modern, dem Ravenna Festival, in der Mailander Scala und der Pariser Cité de la Musique.
ab (01.12.2010, 14:43):
Im Radio erstmals Clemens Zeilinger gehört. In diesem Monat werden zwei CDs erscheinen, keine Ahnung bei welchem Label, mit Aufnahmen Schuberts und Beethovens, wohl Live mitgeschnitten bei seiene GA-Zyklen aus dem Linzert Brucknerhaus.

Die Auschnitte (hier bis Wochenende nachzuhören) habe ich teils sehr gerne gehört. Endlich einmal wieder ein paar Sätze Schubert (leider nicht alles) etwas mehr abseits des Mainstreams und mit eigenem Willen.
:hello
ab (01.12.2010, 14:46):
Original von ab
Kennt wer von euch den Pianisten Marino Formenti?

Er wird diese Woche bei uns konzertieren unter dem Titel »Kurtág’s Ghosts«.
Wir werden hören: Werke von György Kurtág, György Ligeti, Béla Bartók, Modest Mussorgski, Robert Schumann, Ludwig van Beethoven, Domenico Scarlatti, Guillaume de Machaut und anderen

Das nenn' ich mir ein Programm!

»Ekstatisches Spiel« und »traumwandlerische Hingabe«. Der in Italien geborene Pianist hat sich als einer der interessantesten Interpreten seiner Generation erwiesen, besonders durch seinen Blick auf moderne und zeitgenössische Musik und dank seiner schöpferischen, kühnen Programmierung. Bei Publikum und Presse für sein »ekstatisches Spiel« und die »traumwandlerische Hingabe« gefeiert, konstatierte ihm die Los Angeles Times anlässlich eines Konzertzyklus im Los Angeles County Museum of Art: »a Glenn Gould for the 21st Century ... mesmeric, shamanistic, unforgettable ... he is in short a phenomenon«.

2004 debütierte Marino Formenti im Lincoln Center in New York mit einem eigenen Zyklus (»Piano Trips«) in der Great Performers Series. Ähnliche Zyklen hat er auch u. a. in Wien, Los Angeles und San Francisco präsentiert. Der Pianist musiziert u. a. mit dem Cleveland Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Gustav Mahler Chamber Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Orchestre Philarmonique de Radio France unter Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Kent Nagano, Esa-Pekka Salonen, Daniel Harding, Gustavo Dudamel, Sylvain Cambreling und Ingo Metzmacher. Bis 2008 war er außerdem Mitglied des Klangforum Wien.

Marino Formenti arbeitete mit einigen der bedeutendsten lebenden Komponistinnen und Komponisten wie Helmut Lachenmann, György Kurtág, Salvatore Sciarrino, Olga Neuwirth und Beat Furrer zusammen. Er wurde 2009 mit dem Belmont-Preis der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet. Ebenso ist Marino Formenti als Dirigent erfolgreich und war u. a. Gast der Wiener Festwochen, bei Wien Modern, dem Ravenna Festival, in der Mailander Scala und der Pariser Cité de la Musique.


Es gibt sie noch: die ganz besonderen Erlebnisse!
Ein unglaublich beeindruckender Abend! Sehr empfehlenswert! Hört euch das an! In unserer Tageszeitung war folgendes zu lesen.
pianoplayer (15.01.2011, 20:38):
Original von Heike
Andrei Korobeinikov (Russland) - auch ein ganz junger Pianist

Ja-ja, Andrei Korobeinikov (www.korobeinikov.com) ist ein superpianist! Besonders gefällt mir sein Beethoven CD. http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Ludwig-van-Beethoven-Klaviersonaten-Nr-17-24-30/hnum/1112915.

Am 21.10.2010 spielte er erfolgreich in Hamburg.
pianoplayer (16.01.2011, 13:39):
http://www.youtube.com/watch?v=kF_1oO9J9Yk

A. Korobeinikov spielt op 106 von Beethoven
Rachmaninov (16.01.2011, 17:19):
Original von pianoplayer
Original von Heike
Andrei Korobeinikov (Russland) - auch ein ganz junger Pianist

Ja-ja, Andrei Korobeinikov (www.korobeinikov.com) ist ein superpianist! Besonders gefällt mir sein Beethoven CD. http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Ludwig-van-Beethoven-Klaviersonaten-Nr-17-24-30/hnum/1112915.

Am 21.10.2010 spielte er erfolgreich in Hamburg.

Hallo,

willkommen pianoplayer.

Begründest Du auch deine Einschätzungen?
pianoplayer (17.01.2011, 22:16):
Original von Rachmaninov
Original von pianoplayer
Original von Heike
Andrei Korobeinikov (Russland) - auch ein ganz junger Pianist

Ja-ja, Andrei Korobeinikov (www.korobeinikov.com) ist ein superpianist! Besonders gefällt mir sein Beethoven CD. http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Ludwig-van-Beethoven-Klaviersonaten-Nr-17-24-30/hnum/1112915.

Am 21.10.2010 spielte er erfolgreich in Hamburg.

Hallo,

willkommen pianoplayer.

Begründest Du auch deine Einschätzungen?

Ja,gern.

Ich habe über seine Beethoven CD geschrieben... Also, für mich ist das die beste Aufnahme (mit Beethovens Musik) der letzten 3-5 Jahren. Obwohl Andrei erst 24 Jahre alt ist, ist er bereits ein grosser Meister.
Andrei konzentriert sich unglaublich auf die Musik und spielt sehr klar. Seine Musik ist sehr ausdruckstark und einfühlsam. Ich habe das Gefühl, dass er ein Medium zwischen Beethovens Musik und den Zuhörern ist.
In Hamburg spielte er der 2 Konzert von Saint-Saens. Das Publikum war begeistert und sehr angetan.
Gamaheh (02.02.2011, 00:32):
Siehe hier !

Grüße,
Gamaheh
Heike (23.06.2011, 23:17):
Gestern hab ich beim Berliner Klavierfieber-Festival Denis Kozhukhin gesehen (ihr erinnert euch, er hatte im letzten Jahr beim Concours Reine Elisabeth gewonnen, einige von uns hatten im Netz mitgehört)

Es war insgesamt ein sehr schönes Recital mit einem tollen Programm:

Paul Hindemith - Sonate Nr. 3
Sören Nils Eichberg - Nofretete, Auftragswerk für Klavierfieber, Uraufführung (inspiriert durch die Büste der "Nofretete", Neues Museum, Museumsinsel Berlin)
Sergej Prokofjew - Sonate Nr. 5
Modest Petrowitsch Mussorgski - Bilder einer Ausstellung

Mir hat er sehr gut gefallen. Er interpretierte originell und technisch brilliant. Die Prokofjev-Sonate war unglaublich raffiniert gespielt; zwar schnell, aber nicht nur runtergespielt, sondern wahrlich gekonnt "erzählt". Auch bei den Bildern haben mir insbesondere die Promenaden imponiert, ausgesprochen detailreich und spannend, fast witzig. Meisterhaft auch "Das alte Schloss", da hab ich gedacht, dass ich das live noch nie so intensiv gespürt habe. Zu kritisieren wäre, dass er mitunter ein wenig schlampig mit dem Pedal spielte, vielleicht unkonzentriert? Jedenfalls ein junges Talent mit origineller Spielweise und feeling.
Heike
nikolaus (24.06.2011, 00:18):
Dieser junge Pianist scheint seinen Weg zu machen, jedenfalls ist er ordentlich beschäftigt.

Am 17.6. habe ich Denis Kozhukhin beim Progetto Martha Argerich in Lugano gehört.

Es war ein reiner Rachmaninov-Abend:

Sonate Nr. 1 d-moll op. 28

Trio Nr. 2 d-moll op. 9 ("Trio élégiaque") - zusammen mit Renaud Capuçon (Violine) und Yan Levionnois (Cello)


Ich kann mich nicht erinnern, die 1. Sonate jemals gehört zu haben (bekannter ist - glaube ich - die 2.). Sie ist ein umgangreiches, komplexes Werk von fast 45 Minuten. Wie er sie gemeistert hat, hat mich wirklich ungeheuer beeindruckt.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Sonate bei all ihrem Reichtum an Melodien und Motiven schnell in Einzelteile zerfällt, wenn der Pianist nicht den Überblick behält.
Kozhukhin hat das fabelhaft gemacht, ich konnte mich einfach in die Musik fallen lassen, er hat mich richtig mitgenommen in die Rachmaninovs "Welt".
Das Trio beeindruckte dann mit einem homogenen Klang und einem perfekt abgestimmten Zusammenspiel in einer von allen dreien sehr gefühlvollen, glühenden Interpretation.

Nikolaus.
Jeremias (07.03.2012, 17:20):
Ich hatte am vergangenen Montag das Vergnügen dank einer Freikarte den jungen Pianisten Igor Levit zusammen mit den Düsseldorfer Sinfonikern unter Andre Boreyko mit Beethovens 5. Konzert zu hören.

Erste Unterweisung im Klavierspiel erhielt Levit im Alter von drei Jahren durch seine Mutter Elena Levit, eine Schülerin von Berta Marantz (1907–1998), die bei Heinrich Neuhaus studiert hatte.Nach einem Jahr konzertierte er mit dem Philharmonischen Orchester seiner Geburtsstadt Nischni. 1995 übersiedelte seine jüdische Familie von Russland nach Hannover, der deutschen Pianistenhochburg. Levit studierte 1999–2000 am Mozarteum Salzburg bei Hans Leygraf und 2000–2010 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke.

Seit 2000 konzertiert Levit in Europa, USA und Israel. Klavierkonzerte spielte er mit dem English Chamber Orchestra, der NDR Radiophilharmonie Hannover, den Nürnberger Symphonikern, den Stuttgarter Philharmonikern und dem Israel Philharmonic Orchestra. Kammermusik macht er mit Mischa Maisky, Sergei Alexandrowitsch Krylow, Kim Kashkashian, Gavriel Lipkind, Daniel Müller-Schott. Mit Maxim Vengerov und Alisa Weilerstein spielt Levit im Klaviertrio.

Seit 2003 ist Levit Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und seit 2005 Stipendiat der Villa Musica. Ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben ermöglichte ihm 2009 die Teilnahme am Meisterkurs bei Yoheved Kaplinsky an der Juilliard School in New York City.

Eleonore Büning bescheinigte ihm in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, schon vor dem Examen „einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ zu sein. Im Oktober 2011 strahlte 3sat den 45-minütigen Dokumentarfilm Igor Levit – mein Liszt über den Pianisten und seine Vorliebe für die Musik Franz Liszts aus.

Im Jahr 2005 gewann er den 2. Preis beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv.

Ich muss sagen, ich hatte schon viel von ihm gehört und entsprechend hohe Erwartungen. Das Konzert gestaltete er wunderbar, er fand einen tollen Dialog mit dem Orchester, drehte sich immer wieder um in seinen Pausen und ging richtig mit der Musik mit. Das Konzert kam mir selten so kurzweilig vor wie an dem Abend! Tosender Applaus, mit Spannung wurde die Zugabe erwartet. Es war Isolde's Liebestod in der Bearbeitung von Franz Liszt. Es glänzte, funkelte und er zauberte Klänge, die ich selbst bei einem Sokolov neulich nicht in derartiger Schönheit vernommen habe!

Fazit: Einer der ganz großen kommenden Pianisten mit seinen gerade einmal 24 Jahren!
Rachmaninov (07.03.2012, 19:36):
@Jeremias,

bisher taucht er diskografisch erst einmal bei Naxos auf.

Mal gespannt was folgt. Viele hoch begabte haben nie einen Plattenvertrag bekommen!


Eine große Erschütterung

03.05.2010 · Igor Levit hat noch nicht einmal sein Examen, doch auch ohne diese Noten ist jetzt schon klar: Dieser junge Mann hat nicht nur das Zeug, einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts zu werden. Er ist es schon.
Quelle: FAZ
Rachmaninov (18.03.2012, 19:42):
Immerhin auf dem Cover der PN

http://www.pianonews.de/images/stories/2012/cover_02_2012.jpg
ab (11.04.2012, 23:23):
Eine erst 21-jährigen österreichisch-armenischen Pianistin wird diese Woche bei uns debützieren. Von ihr schon einmal etwas gehört?

Nareh Arghamanyan Klavier

Muzio Clementi Sonate fis-Moll op. 25/5
Johannes Brahms Sechs Klavierstücke op. 118
Sergej Rachmaninow Variationen d-Moll über ein Thema von Corelli op. 42
Peter I. Tschaikowsky Pas de deux aus der Nussknacker-Suite (Bearbeitung für Klavier solo von Mikhail Pletnev)
Milij Balakirew Islamej / Fantasie orientale
Heike (02.06.2012, 00:04):
Ich habe heute im kleinen Saal des Berliner Konzerthauses den mir bisher völlig unbekannten 19 jährigen Benjamin Grosvenor gehört, mit einem sehr anspruchsvollen Programm:

BACH Partita Nr. 4
CHOPIN Sonate Nr. 3
SKRJABIN Sonate Nr. 2
RACHMANINOW Lilacs; Etude-Tableau Op.39/5; Polka de W.R.
RAVEL Gaspard de la Nuit

Als er mit dem Bach anfing, dachte ich bei den ersten Takten "aua, was wird das denn...". Aber das hat sich sehr schnell geändert.

Der junge Mann, der außerlich ganz unauffällig daherkam, kann nicht nur sehr sehr virtuos und gefühlt mühelos auch die schwierigsten Sachen spielen, der hat auch einen ganz zauberhaften, differenzierten Klang aus diesem Flügel hervorgebracht, das ist mir direkt aufgefallen. Vor allem Ravel und Scrjabin war toll; das funkelte brilliant und perlte mit Leichtigkeit dahin und dann blitzte mal hier und da was auf, klasse. Also dieses impressionistische Spiel mit den Stimmungen, das war super gemacht. Aber auch in den lyrischen Passagen bei Bach und Chopin hat er mir sehr gut gefallen, das war weder romantisch verkitscht noch langweilig, sondern klar und innig. Zudem hat er einige sehr spannende Sachen gestaltet, was die Phrasierungen und Akzentuierungen angeht. Ich mochte das nicht immer, aber es war zumindest absolut nicht mainstream und auch keineswegs nur auf Effekt aus.

Also da werde ich mal beobachten, was aus dem Jüngling wird.
Heike
Karolus Minus (02.06.2012, 01:30):
Zu Benjamin Grosvenor:
bei Youtube ist einiges z.T. noch aus Nachwuchswettbewerben zu finden.
Bei den Proms im letzten Jahr hat er nicht nur eines der Liszt-Konzerte gespielt sondern auch das Klavierkonzert von Britten, also nicht nur ein Pianist für Gängiges.
Heike (02.06.2012, 08:38):
Ich fürchte nur, dass man bei youtube die Klangzaubereien nicht gut nachvollziehen kann.
Heike
Karolus Minus (02.06.2012, 11:10):
Original von Heike
Ich fürchte nur, dass man bei youtube die Klangzaubereien nicht gut nachvollziehen kann.
Heike

Aufnahme und Saal sind so oder so unterschiedlich, egal, wie gut der Sound ist.

Die Variante andersherum hatte ich Mitte Mai bei Khatia Buniatishvili, die mit Liszt, Chopin und Stravinski den für den großen Steinway schlichweg ohnehin zu kleinen kl. Saal der Hamburger Musikhalle zum klirren brachte - und mit der Methode, alles irgend so schnell wie technisch möglich zu spielen, auch noch die Musik darüber vergaß. Ich kannte ein paar recht interessante Konzertmitschnitte der jungen Dame und war schwer enttäuscht.
Heike (02.06.2012, 13:22):
Das kenne ich und habe ich gerade letzte Woche bei Steven Hough beschrieben. der kleine Saal des Berliner Konzerthauses ist problematisch für einen Steinway, wenn man zuviel Kraft hat oder den Fuß nicht vom Pedal kriegt - aber es kann auch hinreißend klingen, wie Tharaud und Grosvenor bewiesen haben.

Nächstes Jahr beim Klavierfestival gibt es übrigens auch wieder 4 gute Pianisten:
Sudbin :engel, Paul Lewis (auf den ich live auch total neugierig bin), Hamelin und nochmal Grosvenor.
Heike
Jeremias (07.06.2012, 10:31):
Ich weiss gar nicht, ob wir ihn schon genannt haben:

Rafal Blechacz

gehört in die Liste der jungen Elite definitiv mit dazu! Dies beginnt mit der Programmauswahl und endet mit der letzten Note eines Konzertes... welch ein begnadeter junger Musiker, was für ein Künstler! Einen sagenhaft schönen Anschlag, eine Klangkultur wie die eines Zimerman (sein Mentor), virtuos wie Pollini und bescheiden wie kein anderer....
Heike (07.06.2012, 16:52):
Für Blechacz kann ich Jeremias' Eindruck bestätigen - sowohl live hat er mir sehr gut gefallen und auch die CD, die ich habe (Chopin Preludes), ist große Klasse.
Heike
sahrapa92 (08.07.2012, 14:32):
in polen ist er eine legende, reist mit der bahn mit seinem flügel von ort zu ort.
sehr angenehmer mensch, versteht sich eher als musiker denn als pianist.
aufmerksam auf ihn geworden bin ich durch eine sendung auf arte, in der er die diabellivariationen spielte.
dann später (TV arte) in einem klavierabend, wo er sich an schumanns humoreske wagte, mit argem lampenfieber, wie er davor klagte. immerhin, er widersteht der versuchung, die schummelversion zu spielen (stück "hastig") dadurch ist das tempo etwas langsam geraten.
er ist halt kein virtuose, eher ein poet am klavier, überaus sympahisch und hörenswert.
gruss
sahra
nikolaus (09.07.2012, 21:14):
Kennt jemand die erst 19jährige italienische Pianistin Beatrice Rana?

Bei medici.tv kann man z.Z. den Mitschnitt eines Recitals in Reims hören und sehen.

Sie spielte dort:

M.Clementi: Sonate op. 40 Nr. 2
A.Scriabin: Sonata-Fantasia Nr. 2 gis-moll op. 19
F.Chopin: 24 Preludes op. 28

Ich bin ganz begeistert: so ein zartes, introvertiertes und doch ausdrucksstarkes Klavierspiel, das mich bei all seiner Bedächtigkeit ungemein gefangen nimmt. Toll!

Sie hat wohl letztes Jahr als jüngste Teilnehmerin seit Bestehen den Montreal Klavierwettbewerb gewonnen.

Nikolaus.
nikolaus (09.07.2012, 21:16):
Original von sahrapa92
in polen ist er eine legende, reist mit der bahn mit seinem flügel von ort zu ort.
sehr angenehmer mensch, versteht sich eher als musiker denn als pianist.
aufmerksam auf ihn geworden bin ich durch eine sendung auf arte, in der er die diabellivariationen spielte.
dann später (TV arte) in einem klavierabend, wo er sich an schumanns humoreske wagte, mit argem lampenfieber, wie er davor klagte. immerhin, er widersteht der versuchung, die schummelversion zu spielen (stück "hastig") dadurch ist das tempo etwas langsam geraten.
er ist halt kein virtuose, eher ein poet am klavier, überaus sympahisch und hörenswert.
gruss
sahra

Ich schätze ihn sehr!
Sein Chopin, Beethoven und vor allem der live Mitschnitt des Carnegie-Recitals sind klasse!

Nikolaus.
nikolaus (29.07.2012, 10:28):
In Verbier gab gestern Daniil Trifonov ein Recital mit Debussy und Chopin.

Ich habe kurz in das live-streaming auf medici.tv reingeschaut und war sofort gefesselt.

Trifonov, Gewinner des Tschaikovsky-Wettbewerbs 2011, scheint ein extrem virtuoser, dabei aber filigraner und poetischer Pianist zu sein.

Ich bin gespannt auf das ganze Recital, das hoffentlich bald auf medici.tv verfügbar ist.

Nikolaus.
AcomA (12.09.2012, 22:41):
Lieber Nikolaus,

mich sprach auf einem Symposium ein altbekannter Kollege und guter Amateurpianist an. Er erlebte Daniil Trifonov live in Duesseldorf mit einem Recital. Er war immer noch elektrisiert ! Er soll eine Sonoritaet und Pianistik und echtes Musikertum vereint dargeboten haben, wie er es kaum in seinem Leben hoerte. Ich habe mir gestern eine CD gekauft: Tschaikowskys 1. Klavierkonzert (mit dem Mariinsky-Orchester unter Gergiev) und mehrere Schubert-Liszt Lieder sowie Chopins Barcarolle. Ich kann alles bestaetigen, ungeheuerlich, schon alleine der Klang !

LG, Siamak
nikolaus (12.09.2012, 23:08):
Lieber Siamak!

Danke sehr für Deine Einschätzung.

Hoffen wir, dass er dauerhaft für Furore sorgen wird. Zuzutrauen ist es ihm!

Übrigens gibt er am 10. Mai 2013 in Hamburg ein Solo-Recital, s. hier!

LG, Nikolaus.
sahrapa92 (29.10.2012, 03:08):
er btrachtet sich selbst mehr als musiker denn als pianisten.
sehr sympathisch, etwas spinnert, reist er mit seinem flügel mit der bahn durch polen, wo er sehr populär ist. stark beeindruckt hat er mich mit den diabellivariationen, die er in einer TV-sendung spielte.
ich habe auch den mitschnitt eines konzertes, wo er schumanns humoreske spielte, nicht entfernt so virtuos wie einst richter, aber sehr poetisch.
ich glaube, das prädikat virtuose würde er als krasse beleidigung empfinden.
er ist ein ernstzunehmender musiker, es lohnt sich, seinem spiel zu lauschen.
sahra
Heike (03.11.2012, 12:18):
Igor Levit

Den habe ich letzte Woche in Berlin gesehen, mein begeisterter Bericht siehe hier (Klick)
Wie ich heute in der Zeitung las, ist er soeben bei Sony exklusiv unter Vertrag genommen worden und wird im nächsten Jahr da eine Solo-Beethoven- CD rausbringen. Ich hoffe sehr, dass Sony ihn nicht durch ihre aggressive Vermarktungsstrategie verheizen wird (bisher hatte ich noch keinerlei Star-Allüren bemerkt, ich hoffe das bleibt auch so).

Heike
ab (06.12.2012, 19:47):
Heute bin ich, diesmal durch den Oehms-Newsletter, wieder einmal auf den Namen Alexander Schimpf gestoßen. Er hat den Deutschen Musikwettbewerbs mit dem ersten Preis verlassen (eine Auszeichnung, die zuvor 14 Jahre lang kein Pianist erhalten hatte), den Wiener Beethoven-Klavierwettbewerb sowie den Klavierwettbewerb in Cleveland gewonnen.

Auf youtube gibts die Aufzeichnung des Klavierwettbewerbs in Cleveland zu hören und sehen.

Mir scheint, Schimpf macht seinen Namen keine Ehre :D
Er scheint mir Topp! Gerne würde ich ihm einmal im Konzert erleben...
:hello
nikolaus (16.12.2012, 21:21):
Letzte Woche habe ich Piotr Anderszewski live in der Kölner Philharmonie erlebt:

Programm:

J.S.Bach: Englische Suite Nr. 3 g-moll BWV 808

J.S.Bach: Französische Suite Nr. 5 G-Gur BWV 816
--

L.Janácek: Auf verwachsenem Pfade II

R.Schumann: Fantasie C-Dur op. 17

Zugaben: Bach, Schumann


Nach diesem seltsam guten Recital gehört Anderszewski für mich endgültig zu den interessantesten und auch eigenwilligsten Pianisten derzeit.

Seinen Bach höre ich wirklich sehr gerne. Er spielt ihn sehr rhythmisch, tänzerisch und pointiert.
Der zweite Teil des Recitals war dann für mich sehr spannend weil überraschend bis irritierend.
Von Janáceks "Auf verwachsenem Pfad" kenne ich nur Teil I. So wie Anderszewski Teil II spielte, hätte ich nicht an Janácek gedacht. Das erinnerte mich stellenweise an Debussy. Auf jeden Fall war es sehr "atmosphärisch".
Irritiert hat mich seine Interpretation der Fantasie von Schumann. Ich kenne sie eher emotional aufgeladen und "rauschhaft". Anderszewski dagegen spielt sie phasenweise extrem zurückgenommen sowohl in Tempo als auch Lautstärke. Zunächst dachte ich, das kann nicht funktionieren, das muss auseinanderfallen. Doch am Ende war ich sprachlos, fast verstört, so sehr hat er mich mit dieser Interpretation in Bann gezogen.

Seine Interpretationen würde ich als architektonisch extrem komplizierte, Gebäude beschreiben, die er einerseits dekonstruiert, indem er Schicht für Schicht freilegt und gleichzeitig neu entstehen lässt, fein ziseliert und luzide oder massiv, je nachdem.
Den Zuhörer fordert er dadurch natürlich, und in Köln hat das ganz gut funktioniert. Trotz der riesigen Philharmonie, die vielleicht gerade zur Hälfte gefüllt war, gab es Momente er "knisternden" Spannung (natürlich unterbrochen von den üblichen Hustenattacken und Handy-Geklingel...).

Spannend ist es für mich jetzt, seine Einspielungen, die ich besitze (Bach, Chopin, Mozart, Beethoven, sein Carnegie-Hall-Recital...), zu hören: da entdecke ich soviel neues!

Nikolaus.
Heike (18.12.2012, 23:36):
Lieber Nikolaus,
ich kann dich sooo gut verstehen, denn ich komme gerade von einem Soloabend mit Anderszewski aus dem Kammermusiksaal. Er spielte Bach, mir fehlen die richtigen Worte, um das zu beschreiben (vielleicht mache ich morgen mal einen Thread zu ihm, es wird Zeit).

Der absolute Wahnsinn war jedoch die 2. Zugabe, nach einem Stück aus Schumanns Waldszenen spielte er die C Dur Fantasie, sensationell, sowas habe ich noch nie gehört, irre! Die war ja bei dir regulär im Programm ....
Heike
nikolaus (18.12.2012, 23:49):
Liebe Heike,

es freut mich ungemein, dass Du auch einen so tollen Abend mit ihm hattest!
Was hat er denn von Bach gespielt?

Nikolaus
Heike (18.12.2012, 23:53):
Er spielte
Englische Suiten 3 und 6
Französische Suite Nr. 5
Italienisches Konzert

Morgen mehr
Heike
Jeremias (06.01.2013, 23:48):
Ein Sensationelles Debüt der jungen Pianistin Danae Dörken, gebürtige Wuppertalerin:

http://www.klassik-heute.com/covers/10/20639g.jpg

Der Rezensent auf Klassik-heute.com hat sich regelrecht überschlagen mit Lobeshymnen:

"Was tun, wenn man von der Musik allein nicht nur vollkommen gefangen genommen wird, sondern wenn einem deren Interpretation geradezu den Boden unter den Füßen wegzieht? So ergeht es mir mit diesem außergewöhnlichen CD-Debüt einer jungen, aus Wuppertal stammenden Pianistin. Um nichts Prunk- oder Glanzvolles, kein Beifall heischendes Virtuosenfutter handelt es sich; vielmehr hat sich die einundzwanzigjährige Danae Dörken für Klavierwerke von Leos Janácek entschieden, die nichts weniger darstellen als autobiographische Bekenntniswerke von größtenteils introvertierter und schmerzvoller Haltung, als das In-Töne-Fassen von Erinnerungen und Sehnsüchten, als das Verarbeiten von politischem Zeitgeschehen und bisweilen beunruhigenden persönlichen Traumata. Außergewöhnlich ist aber nicht allein die Repertoireauswahl. Wirklich außergewöhnlich erscheint mir die Kunst Danae Dörkens, ihre musikalische und interpretatorische Intelligenz.

Der Zyklus Auf verwachsenem Pfade vermittelt den Eindruck, als seien diese pentatonisch und kirchentonal eingefärbten, teils leidvollen Erinnerungsbilder an Janáceks früh verstorbene Tochter Olga die der Künstlerin selbst. Melancholie, Bitterkeit, Raues und Beängstigendes, Schönheit, Zärtliches und Tröstendes – all das wird perfekt abgebildet, ebenso noch so feine wie abrupte Stimmungswechsel. Gleiches gilt für die zum Gedenken an einen in Brünn am 1. Oktober 1905 während einer politischen Kundgebung getöteten Arbeiter entstandene Sonate 1.X.1905, mit deren Niederschrift Janácek noch am Tag des Geschehens selbst begonnen hatte. Diese düstere Totenklage mit ihrem teilweise schroffen Klaviersatz, ihrer schwebend wirkenden Klanglichkeit und ihren schneidenden Fanfarenmotiven breitet die Pianistin in nie erlahmender Spannung aus. Nichts wirkt überzogen, nichts glatt gebügelt. Ich kann einfach nicht anders, als Danae Dörken eine feinfühlig durchdachte Ausdruckskunst von enormer Tiefe und Kraft zu bescheinigen, die unwillkürlich in ihren Bann zieht. Damit will ich es bewenden lassen, denn jeder Versuch, das bisher Gesagte anhand einzelner Beispiele oder kleiner Details (beispielsweise in Sachen dynamischer oder artikulatorischer Gestaltung) verdeutlichen zu wollen, würde dem Hörerlebnis nicht gerecht werden; schlimmer noch, es würde das Hörerlebnis zerreden und seiner Faszination berauben.

Nur noch soviel: Abgerundet wird das Programm von einem noch deutlich der klassisch-romantischen Klangwelt verpflichteten Variationssatz aus Janáceks Studienzeit. Und von einer kurz vor Janáceks Tod entstanden Miniatur mit dem Titel Eine Erinnerung. Würde man dieses Kleinod am Ende eines Klavierabends von Danae Dörken in eben dieser Interpretation hören, wie sie einem auf der vorliegenden CD begegnet, so würde das Publikum wohl sekundenlang wie hypnotisiert in absoluter Stille verharren, bevor die ersten Zuhörer zu applaudieren wagten. "

Ich selber kenne Danae seit ihrem 10. Lebensjahr, ebenso wie ihre kleine Schwester. Auch wenn ich beide schon länger nicht gesehen habe, so sind wir immer in Kontakt geblieben. Sie hat bei Kämmerling studiert und wird seit seinem Tode von Lars Vogt betreut. Ich kenne sie seit ihrer Kindheit als Vollblutmusikerin mit einem unglaublichen Perfektionismus. Ich empfehle Euch den Namen zu merken! Man wird noch viel von ihr hören... soeben schrieb sie mir, dass sie in der nächsten Ausgabe von "Crescendo" ein Interview geben werde....
uliwer (23.02.2013, 14:08):
Die "Beschallung" in den Klassik-Abteilungen von Kaufhäusern ist für mich üblicherweise ein Grund, die gerade abgespielte CD nicht zu kaufen. Doch neulich ließ mich der der Klavierklang bei einigen Liszt-Bearbreitungen von Schubert-Liedern aufhorchen: wer spielt da?

Alexander Krichel - nie von ihm gehört. Das Cover-Foto auf einer gerade herausgekommenen Sony-CD, die sich "Frühlingsnacht" nennt, entspricht dem mittlerweile bei jungen Interpreten üblichen Stil, den man auch in Modemagazinen sieht, allerdings noch deutlich kitschiger.

Das Repertoire sieht dagegen anders aus: Liszt-Bearbeitungen von Schumann, Mendelssohn und Schubert, Originalwerke von Mendelssohn, aber auch Clara Schumann, Fanny Mendelssohn und Weber.

Beim Stöbern entdeckte ich dann noch: Alexander Krichel "Insights" von Telos, 2011 aufgenommen. Selber Cover-Stil, zum Titel der CD sag ich mal nichts. Diesmal ein reines Liszt-Programm: Die h-moll Ballade, Petrarca-Sonette, Venezia e Napoli und die Dante-Sonate.
Ich habe mir dann beide Platten gekauft.

Seither höre ich Krichel rauf und runter und versuche zu vergleichen: mit Arrau, Bolet, Horowitz, Sudbin und Kempff bei Liszt. Mit Perahia in den Variations serieuses von Mendelssohn oder wieder mit Bolet bei den Liszt-Bearbeitungen - und (fast) jedesmal gefällt mir Krichel besser. Die Ausnahme wäre Kempff in den Petrarca-Sonetten, der deutlicher "spricht" und damit besser spüren lässt, dass hier Verse vertont sind, wärend Krichel "singt" (aber die Liszt-Platte von Kempff ist eben auch eine Jahrhundertaufnahme). Oder im Lied ohne Worte op. 53,3 spielt Krichel ganz gewiss kein "Presto agitato" sondern irgendein Andante con moto...

Aber z.B. die Variations sérieuses: Perahia huscht über die rasanten Stellen, bei Krichel ist das viel artikulierter, kantiger, rhytmischer - bei gleichem Tempo.

Was hat es nun auf sich mit diesem Krichel? Bin ich frühes Opfer der langsam einsetzenden Vermarktung dieses "Wunderjünglings" oder ist das wirklich jemand, der aufhorchen lässt?
Andréjo (17.03.2013, 20:38):
Weiter oben war bereits von Igor Levit die Rede.

Ich besitze bislang keine Konserve mit seiner Musik, habe aber vor einigen Wochen im Rundfunk eine Konzertübertragung gehört, bei der er vor beziehungsweise nach der Pause die Variationen The people united can never be defeated von Rzewski und die Hammerklaviersonate op. 106 von Beethoven gespielt hat. Das ist nun wirklich ein Programm sondergleichen. Seine Interpretationen erschienen mir nicht nur lupenrein und äußerst kraftvoll, sondern wie aus einem Guss. In keinem Augenblick hatte ich überdies das Gefühl, dass mir jemand vornehmlich seine Virtuosität präsentieren wolle.

Meine Hochachtung!

:beerWolfgang
Andréjo (18.03.2013, 12:21):
Correctio ??

Es ist einige Monate her und ich tendiere dazu, meinen obigen Beitrag zu korrigieren - bin mir aber nicht absolut sicher. Ich hatte zu ähnlicher Zeit einen weiteren Klavierabend im Rundfunk gehört, bei dem wahrscheinlich die Hammerklaviersonate dargeboten wurde.

Igor Levit spielte im zweiten Teil wohl eher die Diabelli-Variationen von Beethoven. Dramaturgisch absolut überzeugend - und keinen Deut einfacher zu bewerkstelligen.

:engelWolfgang
Jeremias (18.03.2013, 13:00):
Ich habe Levit schon live gehört und werde ihn auch beim Auftaktkonzert zum diesjährigen ruhrfestival mit Tschaikowsky erleben :engel
Jeremias (23.03.2013, 17:35):
Absolut top:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/417c68H3w3L._SL500_AA300_.jpg

Technisch brilliant aber mit ihren knapp über 20 Jahren eine unglaubliche, ganz ganz selten gehörte musikalische Reife....
Andréjo (03.11.2013, 13:43):
Ich kopiere meinen Beitrag aus dem Nachbarforum. Vielleicht mag sich hier noch der eine oder andere weitere Kenner und Liebhaber melden.

Igor Levit - ein zukünftiger Jahrhundertpianist?Der 1987 geborene russisch-deutsche Pianist Igor Levit scheint sich würdevoll einzuordnen in die kleine Schar sehr junger und hoch begabter Pianisten, zu denen man eine Lise de la Salle, einen Kit Armstrong, eine Yuja Wang und manch andere rechnen darf. Mit Mammutprogrammen von extremer Schwierigkeit hat er auf sich aufmerksam gemacht. Er gilt als zurückhaltend im Wesen, aber dennoch selbstbewusst - im besseren Sinne des Wortes. Offensichtlich zieht es ihn nicht so sehr zu Rachmaninows Elefanten oder Prokofieffs Tigern, sondern gleich zur Trias, nein, zum Quintett der letzten Beethoven-Sonaten. Als neuer Jahrhundertpianist wurde er bereits tituliert. Schade, dass das Jahrhundert noch so lang sein wird ... :wacko:

Dies ist bislang die erste (und meines Wissens einzige) (Doppel-)CD, welche er ganz allein bestritten hat:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51pILWfBURL._SY450__PJautoripBadge,BottomRight,4,-40_OU11__.jpg

Ich habe mir die Scheibe nicht zugelegt, zögere auch sehr, es zu tun. Die Kritiken bei Amazon sind vorwiegend voll des Lobes, eine erst unlängst erschienene Besprechung beim Rondo-Magazin schlägt einen anderen Ton an:

"http://www.rondomagazin.de/kritiken.php?kritiken_id=8494"

Warum habe ich den Thread eröffnet? (Vielleicht auch wegen Yuja Wang, die mich aufgrund des Parallel-Threads zu reizen beginnt ??)

Der wahre Grund ist, dass ich ein wenig ratlos bin und an anderen Meinungen interessiert.

Ich kenne Levit nur vom Rundfunk - und in erster Linie durch zwei Konzertübertragungen (einmal live, heute wohl nicht).

Vor etlichen Monaten zog mich das angekündigte Programm zu diesem offensichtlichen jungen Genie. Vor der Pause der Übertragung standen die zwar mittlerweile nicht mehr unbekannten, aber gewiss nicht zum pianistischen Alltag gehörenden Variationen über das Lied The People United Will Never Be Defeated von Frederic Rzewski - das heißt, eine runde Stunde technisch und musikalisch äußerst anspruchsvoller Musik. Nach der Pause standen Beethovens Diabelli-Variationen auf dem Programm. Soweit ich mich erinnere, hat Levit dieses gnadenlose Programm virtuos, kraftvoll und in jeder Hinsicht homogen bewältigt und mich in nicht geringes Erstaunen versetzt.

Vorhin hörte ich im Hessischen Rundfunk die Aufzeichnung eines nicht ganz so anstrengenden, im Übrigen keineswegs uninteressanten Programms aus London. Im Mittelpunkt standen Beethovens op. 109 - also auch eines der Werke, die er für seine erste Platte eingespielt hat - und zuletzt Prokofieffs berühmte Sonate, Nr. 7, op. 83. Dazwischen spielte der seit Langem in Deutschland ansässige Pianist Liedbearbeitungen nach Schubert.

Was soll man sagen? Ich war ziemlich enttäuscht. Gegen den weichen Klang, den Levit anzustreben scheint, wäre nichts einzuwenden, wenn dies nicht mit mangelnder dynamischer Abstufung einherginge, von manchen meines Erachtens unmotivierten Sforzandi ganz abgesehen. Beethoven werden hier manche Zähne gezogen. Von Gestaltungskraft würde ich nicht sprechen wollen. Das Ergebnis hat mich gelangweilt.

Auch Prokofieff erscheint zu gleichförmig, ohne Biss, im ersten Satz nicht einmal sonderlich virtuos. Das berühmte Precipitato wird schnell genug angegangen, Spannung entsteht nicht wirklich, und am Ende hatte ich angesichts des Blicks in die Noten das Gefühl, dass Levit den Zuhörern das nötige Futter für den begeisterten Applaus liefern wollte, ohne den Text allzu ernst zu nehmen. Gut - ein Unterschied zur Vergewaltigung dieser Sonate durch unseren überlangen Chinesen besteht schon.

:wink: Wolfgang
Florestan (03.11.2013, 16:45):
Also, meine Liste der jungen "Überflieger" würde ganz anders ausschauen. Auf gar keinen Fall wäre da Lise de La Salle oder Yuja Wang mit von der Partie, die ich für vollkommen überschätzt halte, und die mich noch in keiner Weise irgendwie überzeugt haben.
Igor Levit ist da schon ein anderes Kaliber. Ich kenne leider nicht sehr viel von ihm, und als er im Frühjahr in Hamburg spielte war das Konzert im Nu ausverkauft. Ein guter Freund von mir hat ihn aber mit dem beschriebenen Programm gehört, und war völlig aus dem Häuschen, obwohl er sonst eher zurückhaltend ist. Aber man freut sich ja, wenn einer mal was seltenes spielt. Aber wer zum Teufel hat ihm geraten die späten Beethoven Sonaten einzuspielen? Dazu braucht man m.E. etwas mehr Reife und Erfahrung, und dann gibt es bereits so viele Top Einspielungen, das ich kein Bedürfnis nach einer weiteren Einspielung habe.
Die nachwachsende Generation junger Pianisten hat ja das Problem Agenten und Veranstalter zu finden die ihnen Auftritte ermöglichen. Wenn sie dann bei einem der sog. Major Labels (synonym für größte Langeweile bei der Programmgestaltung) landen, werden sie gnadenlos vermarktet. Das am meisten abschreckende Beispiel ist hier für mich Katja Buniatishvili. Sie müssen dann Programme spielen die fast ausschließlich aus dem sattsam bekannten Kanon der Klavierliteratur kommen. Demzufolge ist die Konkurrenz natürlich sehr groß, und da sieht dann manch hoffnungsvoller Spross schnell ziemlich alt aus.
Allerdings sind natürlich auch etliche wahre Talente dabei, wie z.B. Alice Sara Ott, die sich aber meines Erachtens unter dem Diktat ihrer Plattenfirmen nicht entfalten können. Es geht eben dabei nur um maximale Aufmerksamkeit. Als Vielhörer öden mich diese ewig gleichen Programme nur noch an.
Aber jenseits dieser ausgetretenen Pfade blüht so manche Blume. Beim Label Hyperion, dem nach meiner Meinung interessantesten Label überhaupt, finden sich eine Reihe junger und nicht mehr ganz so junger Pianisten, die zeigen, wie es auch gehen kann. Stellvertretend möchte ich da Steven Osborne und Danny Driver nennen.
Oder kennt jemand Laurent Wagschal? Ein phantastischer Pianist, der u.a. Werke von Gabriel Pierné, Maurice Emmanuel, Paul Dukas und Florent Schmitt eingespielt hat.
Mein Rat wäre, das Geld lieber für interessantere Aufnahmen auszugeben, und wenn es schon ein aktueller Beethoven sein soll, dann würde ich eher zu Michael Korstick greifen.

Florestan
Gamaheh (03.11.2013, 19:30):
Lieber Florestan

wir sind ja glücklicherweise alle unterschiedlich und haben daher unterschiedliche Sensibilitäten und Geschmäcker.

Ich habe zum Besipiel offenbar völlig andere Vorlieben als Du. Das liegt wahrscheinlich daran, daß ich nichts von Musik verstehe.

Für Igor Levit hätte ich mit Leichtigkeit noch eine Karte an der Abendkasse bekommen können, aber nicht dort, wo ich sitzen wollte, und somit bin ich wieder nach Hause gegangen. Offensichtlich lag mir nicht genug daran, ihn zu hören. Der Grund ist vermutlich, daß er schon vor ein paar Jahren zum "Jahrhundertpianisten" ausgerufen wurde (als das Jahrhundert gerade begonnen hatte), und da ich derartige Hyperbole zutiefst ablehne, hat mich das (ungerechterweise, ich gebe es zu) negativ beeinflußt.

Zu Andrejo möchte ich in diesem Zusammenhang bemerken, daß ich bei Aufnahmen immer etwas skeptisch bin, da zumindest ich mir nicht zutraue richtig zu beurteilen, welchen Einfluß die Technik hat.

Alice Sara Ott, als ich sie hörte, hat mich gar nicht überzeugt, und von Laurent Wagschal, den ich vor einigen Jahren in Paris gehört habe, erinnere ich nur den Namen. Steven Osborne finde ich ganz und gar unbemerkenswert (ich habe ihn mehrmals live gehört), und Michael Korstick ist für mich die Apotheose der Langweile.

Für mich ist der einzige, der unter allen jungen Pianisten ohne jeden Zweifel weit hervosticht, Daniil Trifonov. Ich bin davon überzeugt, daß er ein genialer Musiker ist, der einzige, der möglicherweise den eigentlich systemisch unmöglich gewordenen Ruhm eines Hofmann, Rubinstein oder Horowitz erlangen kann. Zugegebenermaßen kann es etwas anstrengend sein, ihm zuzusehen, aber nachdem ich mich davon überzeugt habe, daß er absolut authentisch ist und nichts davon histrionisch, kann ich auch das. Ein bißchen schade allerdings, daß er bei der DG gelandet ist, aber auch dafür gibt es sicher gute Gründe. Ein Musiker, wie es sie eigentlich nicht mehr gibt ...

Daneben kann ich seine beiden Rivalen vom Rubinstein Wettbewerb durchaus schätzen, das sind Boris Giltburg und Ilya Rachkovsky.

Wenn es um die Beethoven-Sonaten geht, so würde ich in erster Linie warhscheinlich Mauricio Kagel (glaube ich, war es) Recht geben, der vorschlug, mal einige Jahre völlig zu vergessen, daß es Beethoven jemals gegeben hat, um ihn dann neu zu entdecken. Korstick brauche ich da sicher nicht, eher schon Schiff oder - noch eher - Brautigam. Irgendwann demnächst spielt Afanasiev in Oldenburg die Mondschein-Sonate und die Pathetique !! Nicht gerade sehr originell als Programm, aber wenn ich von jemandem etwas Originelles erwarte, dann von Afanasiev (kann mich aber natürlich auch irren).

Grundsätzlich finde ich es nicht per se verdienstvoll, unbekanntes Repertoire zu spielen, wenn es nicht interessant ist. Man darf hier auch nicht vergessen, daß Leute, die dies tun, sich dem Vergleich mit anderen Interpretationen entziehen. Standard-Repertoire kann auch sehr interessant sein, wenn jemand wirklich etwas Neues zu sagen hat (was natürlich leider selten der Fall ist).

Beste Grüße,
Gamaheh
Rachmaninov (03.11.2013, 19:39):
Original von Gamaheh
Für mich ist der einzige, der unter allen jungen Pianisten ohne jeden Zweifel weit hervosticht, Daniil Trifonov. Ich bin davon überzeugt, daß er ein genialer Musiker ist, der einzige, der möglicherweise den eigentlich systemisch unmöglich gewordenen Ruhm eines Hofmann, Rubinstein oder Horowitz erlangen kann. Zugegebenermaßen kann es etwas anstrengend sein, ihm zuzusehen, aber nachdem ich mich davon überzeugt habe, daß er absolut authentisch ist und nichts davon histrionisch, kann ich auch das. Ein bißchen schade allerdings, daß er bei der DG gelandet ist, aber auch dafür gibt es sicher gute Gründe. Ein Musiker, wie es sie eigentlich nicht mehr gibt ...

Beste Grüße,
Gamaheh

Interessant.

Bisher läßt mich seine Carnegie Recital Aufnahme kalt.
Klingt technisch meisterhaft, aber ........... irgendwie eben nur so (bisher).
Heike (03.11.2013, 20:04):
Daniil Trifonov:
Bisher läßt mich seine Carnegie Recital Aufnahme kalt.

Ich kannte ihn bisher nicht und hab mir eben via Simfy mal die h moll Sonate angehört - mich hats sofort begeistert, weil originell, bissig und mutig - wenn man bedenkt, dass das live ist, Respekt!
Der ist im Januar in Berlin, danke für den Hinweis, ich werde hingehen.
Heike
Florestan (03.11.2013, 21:12):
Liebe Gamaheh

Nun ja, wer austeilt muss auch einstecken können. Damit habe ich kein Problem. In der Tat sind die jeweiligen Präferenzen in Punkto Musik und ausführendem Künstler mitunter sehr unterschiedlich. Ich erwarte auch nicht dass jemand meinen Standpunkt teilt. Aber auf ein Pianisten-Bashing, nach dem Motto schlägst Du meinen Pianisten schlag ich Deinen, werde ich mich nicht einlassen.
Für mich ist ein entscheidendes Kriterium, dass ich durch eine Leistung überrascht werde. Sei es in Form einer besonderen Interpretation oder mit einem Werk welches ich noch nicht oder noch nicht gut kenne. Insofern ist der Vorschlag, Beethoven (oder auch andere) mal für eine Zeit zu vergessen ganz brauchbar. Wenn jemand ein Programm mit den bekannten „Schlachtrössern“ der Beethoven-Sonaten spielt gehe ich grundsätzlich nicht hin, egal wer es spielt (nicht mal Korstick). Mich langweilt eben das ständige Einerlei an Programmen. Und wenn dann Trifonov, den ich ebenfalls für genial halte, die h-Moll Sonate von Liszt spielt würde ich mir 2 Mal überlegen ob ich hingehe. Schließlich hat dieser Komponist noch wesentlich mehr zu bieten. Und Trifonov könnte doch wahrscheinlich alles spielen, und das Publikum käme trotzdem. Diese Chance, mit einem spannenden Repertoire jenseits des Mainstream das Publikum zu erreichen und zu überraschen, vergeben all die jungen Stars sehr leichtfertig. Aber vielleicht ist es auch nur Bequemlichkeit, denn mit Chopin oder Rachmaninov bekommt man den Saal ja auch voll. Was mich stört ist der mangelnde Mut junger Pianisten, auch mal die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Und beim Standardrepertoire erliegen sie häufig der Versuchung das Stück (oder sich selber) interessant zu machen, indem sie bei der Interpretation übertreiben. So etwas nenne ich den „Pogorelic – Effekt“.
Der italienische Pianist Marco Rapetti stellt auf seiner Homepage Programmvorschläge vor, die in etwa das beschreiben was mir vorschwebt. Interessante Kombinationen, die durchaus auch Standards enthalten dürfen, aber Vielfältigkeit bieten.
Andererseits wenn ich ein Werk höre welches ich auswendig kenne und schon x Mal durchgelesen habe, bin ich auch besonders kritisch. Und dann fällt schon mal einer der jungen Helden „durchs Rost“. Andererseits muss man feststellen, dass gegenwärtig auf einem sehr hohen Niveau gespielt wird. Demzufolge ist der Unterschied in der Rezeption häufig auf rein subjektive Merkmale zurückzuführen. Ich versuche das insofern zu kompensieren, indem ich den Notentext heranziehe. Aber der persönliche Höreindruck ist schon entscheidend. Aber offenbar auch der optische. Manch Pianist wird in erster Linie dadurch wahrgenommen, wie er sich auf der Bühne präsentiert. Diejenigen die kontrolliert sind und ohne große Gesten auskommen, können da offenbar in der Gunst des Publikums häufig nicht mithalten.
Ich hörte vor einiger Zeit den Pianisten Havard Gimse, der ein sehr stiller und introvertierter Mensch ist. Manche mögen ihn für langweilig halten. Er wirkte vollkommen unprätentiös, aber was er musikalisch gestaltete war geradezu atemberaubend.

Herzliche Grüße
Florestan
nikolaus (18.12.2013, 23:41):
Original von nikolaus
Kennt jemand die erst 19jährige italienische Pianistin Beatrice Rana?

Bei medici.tv kann man z.Z. den Mitschnitt eines Recitals in Reims hören und sehen.

Sie spielte dort:

M.Clementi: Sonate op. 40 Nr. 2
A.Scriabin: Sonata-Fantasia Nr. 2 gis-moll op. 19
F.Chopin: 24 Preludes op. 28

Ich bin ganz begeistert: so ein zartes, introvertiertes und doch ausdrucksstarkes Klavierspiel, das mich bei all seiner Bedächtigkeit ungemein gefangen nimmt. Toll!

Sie hat wohl letztes Jahr als jüngste Teilnehmerin seit Bestehen den Montreal Klavierwettbewerb gewonnen.

Nikolaus.

Dieses Jahr hat sie zudem die Silbermedaille beim van Cliburn Wettbewerb gewonnen.
Es gibt eine Veröffentlichung davon, hier geradezu überschwänglich gelobt…
Auf youtube habe ich zudem hervorragende Interpretationen von Prokofievs 2. und 3. Klavierkonzert gehört.
Wirklich klasse!

Nikolaus.
Gamaheh (02.01.2014, 00:56):
Lieber Florestan,

hierauf wollte ich immer noch antworten, konnte es aber auf die Schnelle nicht mehr wiederfinden (das neue System verstehe ich nicht so gut); aber nunmehr : heureka !

Original von FlorestanAber auf ein Pianisten-Bashing, nach dem Motto schlägst Du meinen Pianisten schlag ich Deinen, werde ich mich nicht einlassen.
Nichts läge mir ferner als eine pugilistische Auseinandersetzung auf dem Rücken von harmlosen Pianisten ! Es ist nur offenbar so, daß wir ganz gegensätzliche Vorlieben haben, was sicherlich daran liegt, daß wir ganz unterschiedliche Kriterien haben. Hoffen wir, daß dies zu fruchtbaren Diskussionen Anlaß ist !

Für mich ist ein entscheidendes Kriterium, dass ich durch eine Leistung überrascht werde.
Und in der Tat für mich auch (vorzugsweise positiv). Und das Entscheidende an den Klassikern (nicht im musikalischen, sondern im Sinne von T.S. Eliot) ist, daß sie immer wieder neu interpretiert werden können, daß jede Generation sie für sich neu entdecken kann, daß sie eben nicht altern, wenn man sie sich zueigen macht. Leider traut sich das kaum jemand, weil da immer die Elementarschullehrer mit ihren Partitionen im Publikum sitzen und mit einem fetten vorwurfsvollen Finger jede falsche Note aufspießen, die nicht urtextgetreu wiedergegeben wird. Die Angst vor den falschen Noten ist meiner Meinung nach ein Grund dafür, daß viele Konzerte so langweilig sind - nicht das ständig sich wiederholende Repertoire, denn schließlich sind es die Klassiker, an denen sich jeder messen muß. Was natürlich nicht heißt, daß sie nicht nebenbei auch noch anderes spielen können, aber das ist eine andere Geschichte (s.u.).

Mich langweilt eben das ständige Einerlei an Programmen. Und wenn dann Trifonov, den ich ebenfalls für genial halte, die h-Moll Sonate von Liszt spielt würde ich mir 2 Mal überlegen ob ich hingehe. Schließlich hat dieser Komponist noch wesentlich mehr zu bieten. Und Trifonov könnte doch wahrscheinlich alles spielen, und das Publikum käme trotzdem.
Sicher, Trifonov könnte wahrscheinlich Alle meine Entchen mit zwei Fingern spielen, und das Publikum wäre begeistert (ich auch). Zu Deinen folgenden Ausführungen möchte ich zu bedenken geben:

Du bist Dir wahrscheinlich bewußt, daß die Art von Programm, die Du Dir wünschst, nur ein kleines Publikum anziehen würde. Du wirst aber zugeben, daß ein professioneller Musiker (sagen wir: Pianist) - wie schon der Name sagt - idealerweise seinen Lebensunterhalt - sei es schlecht oder recht - von seiner Konzerttätigkeit bestreiten wollen würde, daß er also erwartet, daß ein Konzertveranstalter ihm eine Gage zahlt. Der Veranstalter seinerseits ist in den seltensten Fällen ein Philanthrop mit Privatvermögen, sondern häufig ein Impresario (also ein Unternehmer, der seinerseits von seinen Unternehmungen leben möchte) oder zumindest ein Verein von Musikfreunden, die immerhin kein Geld zu verlieren haben. Miithin muß ein (freiwillig) zahlendes Publikum in angemessener Größe gefunden werden.

Du wirst zugeben, daß es bei Deinen Programmvorstellungen schwierig sein wird, ein solches Publikum zu finden. Da heißt es: Sparen und selber veranstalten !

2. Wie Du weißt, ist Trifonov bei der DG unter Exklusiv-Vertrag. Die DG ist kein Verein von Mäzenen und Idealisten, und für die ist ein Musiker eine Aktie: Wenn sie nicht im Wert steigt, wird sie abgestoßen. Es heißt also, sich wertsteigernd zu verhalten, also Konzerte mit vollem Haus zu geben, von denen - dank der Presse - jeder weiß, damit sich die Platten verkaufen.

Diese Chance, mit einem spannenden Repertoire jenseits des Mainstream das Publikum zu erreichen und zu überraschen, vergeben all die jungen Stars sehr leichtfertig. Aber vielleicht ist es auch nur Bequemlichkeit, denn mit Chopin oder Rachmaninov bekommt man den Saal ja auch voll.
Für diie weitaus überwiegende Zahl der Konzertbesucher ist ein Programm jenseits des Mainstream nicht spannend, d.h. es wird nicht besucht und bringt keine Einnahmen. Um beim Beispiel Trifonov zu bleiben: Er ist 22 Jahre alt (oder so) und noch nicht in der Position, selbst zu entscheiden, was er spielen will. Er wird engagiert wie ein Tanzbär, dem Publikum das zu geben, was es will. Darüberhinaus hat er eine Geschichte von Wettbewerbssiegen, also auch -teilnahmen, bei denen in erster Linie Standardrepertoire verlangt wird. Sicher könnte er alles spielen, was er will, aber da sollte man ihn fragen, ob er wirklich alles spielen will. Es ist ja nicht nur das Publikum - häufig sind es auch die Musiker, die überhaupt keinen Sinn darin sehen, irgendwelche Sachen zu spielen, nur weil sie abseits des Mainstream sind, auch wenn das ihr einziges Verdienst ist (zumal sie wissen, daß sie das selten werden wiederholen können).

Und hier würde ich Dich nun fragen, warum Du dem "abseitigen" Repertoire den Vorzug gibst:

a. weil das mal was anderes ist;
b. weil Du es interessant findest;
c. weil Du es für unterschätzt hältst und der Meinung bist, daß es einen Platz im Standard-Repertoire verdient;
d. weil Du es für musikalisch wertvoll hältst.
e. weil Dich das Standard-Repertoire langweilt.

Der italienische Pianist Marco Rapetti stellt auf seiner Homepage Programmvorschläge vor, die in etwa das beschreiben was mir vorschwebt. Interessante Kombinationen, die durchaus auch Standards enthalten dürfen, aber Vielfältigkeit bieten.
Ich habe mir das mal angesehen, und in der Tat finde ich solche Programme auch interessant - die Italiener können sowas gut. Allerdings kenne ich Marco Rapetti nicht, und wirklich interessant würde ich das nur finden, wenn auch der Pianist einen interessante Persönlichkeit hätte.

Demzufolge ist der Unterschied in der Rezeption häufig auf rein subjektive Merkmale zurückzuführen.
Ästhetik ist subjektiv. Eine alte Frage, da gibt es ein Szene in Wilhelm Müllers "Rom, Römer, Römerinnen", die mich fasziniert hat, apropos des Apoll von Belvedere - allein, ich glaube es nicht !

Manch Pianist wird in erster Linie dadurch wahrgenommen, wie er sich auf der Bühne präsentiert. Diejenigen die kontrolliert sind und ohne große Gesten auskommen, können da offenbar in der Gunst des Publikums häufig nicht mithalten.
Wir hatten da mal einen Faden "Das Auge hört mit". Es ist so, was willst Du machen ? Andere Dinge spielen da auch hinein - sonst mußt Du Dir eine Konserve anhören, und manch einer versteht selbtst dort, sich über die Musik zu stellen. Selbst bei einem Pianisten wie Francesco Libetta, der sich gar keine Mätzchen leistet, wirkt allein die Selbstkontrolle, die Konzentration, die sich dem Zuhörer mitteilt. Hierzu ein Zitat aus einem seichten Abenteuer-Roman (Raffles von E.W. Hornung), der diesen Eindruck für mich - mutatis mutandis - treffend darstellt:

"One had not to be a cricketer oneself to appreciate his perfect command of pitch and break, his beautifully easy action, which never varied with the varying pace, his great ball on the leg-stump—his dropping head-ball—in a word, the infinite ingenuity of that versatile attack. It was no mere exhibition of athletic prowess, it was an intellectual treat . It was not that Raffles took many wickets for few runs; he was too fine a bowler to mind being hit; and time was short, and the wicket good. What I admired, and what I remember, was the combination of resource and cunning, of patience and precision, of head-work and handiwork, which made every over an artistic whole."

Nocturne Grüße
Gamaheh
Florestan (02.01.2014, 21:30):
Liebe Gamaheh

Vielen Dank für Deine Erwiderung, auf welche ich meinerseits eingehen möchte (wenn Du Dir schon die Nächte um die Ohren schlägst um zu antworten, um diese Zeit liege ich normalerweise im Bett).
Mir hat das burschikose Niedermachen der von mir genannten Pianisten gar nicht gefallen. Steven Osborne, der international anerkannt ist, und bei amazon.uk fast ausschließlich fünf Sterne Bewertungen erhalten hat (es sind nicht nur Deppen, die da rezensieren, sondern auch etliche ernst zu nehmende Personen). Diese Reputation muss sich ein Trifonov erst noch erarbeiten. Gleiches gilt für Korstick, dessen Darstellung der h-moll Sonate von Liszt der von Trifonov in mehrfacher Hinsicht überlegen ist, z.B. weil der Mann zum einen keine technischen Probleme kennt, und zum anderen die größere Erfahrung hat. Auch er international anerkannt, also kein unbeschriebenes Blatt, dem ich als treuer Fan unter wenigen zugeneigt bin.
Für eine ernsthafte Auseinandersetzung sollte als Mindeststandard die Leistung eines Musikers respektiert werden, jenseits von persönlichen Vorlieben oder Abneigungen.

Zum Thema „Jenseits des Mainstream“ habe ich ein neues Thema aufgemacht, da es hier eher unpassend wäre.

LG Florestan
Jeremias (03.01.2014, 14:05):
Ich melde mich nach einiger Zeit hier auch mal wieder zu Wort:

Trifonov: Live ein absolutes Erlebnis, Carnegie Hall habe ich reingehört, überzeugt mich nicht so sehr. Aber was er live darbietet, das ist absolute Extraklasse:

Beatrice Rana: Halte ich für DIE Sensation 2013 beim Van Cliburn Wettbewerb, hätte den 1. Preis verdient gehabt. Dank Facebook kann ich ihre Karriere etwas mitverfolgen ;)

Im Dezember gehört: Nareh Arghamanyan, was eine Poetin am Klavier! Sie hat Töne gezaubert von denen ich sie bei Rachmaninoff noch nie hörte! Ihr Tanz der Zuckerfee in der Bearbeitung Pletnev war sagenhaft! Absolut Top!

Yuja Wang: Chopin beim Abschlusskonzert des Ruhrfestivals, ganz ganz große Spitzenklasse, ihr Tschaikowsky unter Honeck beim Beethovenfest ebenfalls

entdeckt: Hisako Kawamura, Siegerin Councours Clara Haskil, 2. Preis ARD Wettbewerb, endlich ist ihre Schumann / Chopin CD bei RCA auch hier erschienen... was eine Pianistin! Solch eine Musikalität seltenst erlebt, hatte das Vergnügen sie endlich auch privat kennenzulernen, ihren Mann kenne ich seit 15 Jahren ;)

Igor Levit: absolut überbewertet, sein Tschaikowsky beim Ruhrfestival allenfalls Mittelklasse und viele Unsicherheiten und falsche Töne überlagert...
AcomA (03.01.2014, 17:49):
Hallo,

ich danke allen fuer ihre Einschätzungen. Ich Weißbücher, wie man 'jung' definiert ! Von jedem Pianisten, der eine komplette konservatoriumsausbildung absolviert hat, erwarte ich 'Höchstleistungen: es ist ihr Beruf und sie werden daran gemessen, hallo. Dementsprechend wird es Hunderte 20-28-Jaehrige geben, die wunderbar Klavier spielen. Nicht alle, sondern nur zwei Haende voll werden die Moeglichkeit Erlangen, ueber längere Zeit ein internationales Publikum zu erreichen. Von diesen wiederum wird es nur wenige geben, welche ein Leben lang auf Platte und in den großen Saelen der Welt permanent in Erscheinung treten. Trifonov hat auch IMO dieses Potential, von dem was ich gehoert habe, aber auch Rafal Blechacz, der nur wenige Jahre aelter ist.

LG, Siamak
Jeremias (04.01.2014, 13:33):
Nur die wenigsten schaffen es Karriere zu machen. Aber es bedarf auch zahlreicher Dozenten, Korrepetitoren, Kammermusiker etc. aus dieser Masse. es werden keinesfalls nur "Weltklasse"-Pianisten ausgebildet, das ist doch eher die Ausnahme. Von wem Du allerdings entsprechendes erwarten darfst das sind die Preisträger der Wettbewerbe!

Apropos: Blechacz gehört für mich seit Jahren zur absoluten Spitze! Im Gegensatz zu Ingolf Wunder, einmal gesehen, absolut grottige Darbietung! Lustlos, langweilig, viele Fehler, technisch schwach....
AcomA (04.01.2014, 14:14):
Lieber Jeremias,

absolut Deiner Meinung !

LG, Siamak
Florestan (04.01.2014, 15:53):
Ich sehe das genauso wi AcomA, bei mir gibt es auch keinen Altersbonus. Wer aufs Podium tritt sollte absolut Top sein, denn dazu gibt es zu viel Konkurrenz.
Ich halte auch gar nichts von Starkult, und für mich gibt es nicht den einen herausragenden Musiker. In der Liga eines Trifonov spielen momentan nach meiner Einschätzung etliche Dutzend (alle Altersklassen, aber auch etliche jüngere). Es sind ja meist persönliche Präferenzen die einen dazu bringen einzelne Musiker in den Himmel zu loben.
Gerade höre ich die auch von Jeremias genannte Beatrice Rana mit dem g-moll Konzert von Prokoffiev (auf youtube kann man einiges mit ihr hören, alles herausragend). Eine absolut überzeugende Darstellung. Die junge Dame kommt ohne Theatralik aus, macht einen absolut souveränen Eindruck und spielt dieses schwierige Werk mit einer Natürlichkeit, das ich spontan den Eindruck gewinne, man müsse es so spielen und nicht anders. Sie hat zweifellos noch eine vielversprechende Zukunft vor sich. Hoffentlich kann ich sie bald mal live erleben, da wär mir sogar das Programm egal.

Florestan
Cetay (inaktiv) (04.01.2014, 18:32):
Au Weia! Wenn ich hier lese, was für ein ein verkniffenes Publikum mich erwartet hätte, bin ich echt froh, dass es mit meiner Pianistenlaufbahn nichts geworden ist. :cool
Florestan (04.01.2014, 20:50):
Wer für zahlendes Publikum spielt muss auch eine Gegenleistung bringen. Wem dazu der Ehrgeiz fehlt oder im Wettbewerb nicht bestehen kann ist hier fehl am Platze. Eine künstlerische Leistung kann schon erwartet werden. Der Beruf des Pianisten ist kein "easy living", das sollte jeder wissen der sich darauf einlässt. Das sehen aber auch alle Pianisten die ich persönlich kenne, oder mich über sie genauer kundig gemacht habe genauso. Trotzdem sind das natürlich keine Automaten, und somit sollte das Publikum auch über manche Dinge hinweghören können, wenn die Leistung ansonsten in Ordnung ist. Wichtig ist das der jeweilige Pianist etwas auszusagen hat, und eine Persönlichkeit ist. Als geübter Hörer erkennt man das aber schnell.
Ich bin nicht verkniffen sondern lediglich anspruchsvoll. Mittelmaß gibt es genug. Mir ist die Zeit zu schade mich damit auseinanderzusetzen.

Florestan
Jeremias (04.01.2014, 22:06):
Wie gut dass ich am liebsten Konzerte ohne Eintritt und ohne Gage spiele ;) daher auch am 22.2. in München Eintritt frei ;)
Florestan (17.01.2014, 19:29):
Original von Jeremias

Beatrice Rana: Halte ich für DIE Sensation 2013 beim Van Cliburn Wettbewerb, hätte den 1. Preis verdient gehabt. Dank Facebook kann ich ihre Karriere etwas mitverfolgen ;)



Ich kann dem nur zustimmen und habe mir Ihre letzte CD mal besorgt.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/81zp9LZku5L._SL1500_.jpg

Schumann: Sinf. Variationen op.13
Ravel: Gaspard de la nuit
Bartok: Im Freien

Da sind zwar alles Stücke drauf, die ich bereits in maßstabsetzenden Aufnahmen habe, aber Frau Rana hat eine Art zu spielen, die mir sehr gefällt. Sie ist ein rechtes Kraftpaket, und geht z.B. die Sinfonischen Etuden sehr forsch an (gefühlt ist sie doppelt so schnell wie z.B. Kempf). Neben einer absolut souveränen Technik, die eigentlich bei jedem obligatorisch sein sollte, verfügt sie über eine große Bandbreite was die musikalische Darstellung anbelangt.
Die haarigen Akkord-Repetitionen bei der "Ondine" kommen bei ihr sehr präzise herüber. Sie neigt im Gegensatz zu vielen ihrer Alterskollegen nicht zu unnötigen Übertreibungen, was ihrem Spiel zusätzlich eine große Natürlichkeit verleiht. Für mich ist diese junge Dame nicht nur die Entdeckung des Jahres 2013, sondern ich sage ihr auch eine große Zukunft voraus. Der gute Eindruck wird noch verstärkt, wenn man sich ihren Auftritt beim Van Cliburn Festival anschaut. Sie braucht keine Mätzchen a la Lang Lang, sondern überzeugt allein durch Ihre Präsenz und Spielweise.

Vielen Dank für den Hinweis Jeremias!

Flöorestan
Heike (21.01.2014, 23:45):
Ich danke euch auf Knien, dass ihr mich auf Daniil Trifonovs Berliner Konzert gebracht habt - ich komme gerade zurück (Strawinsky, Debussy, Ravel, Schumann) und bin völlig hingerissen von so viel Zartheit und Zauberkraft.
AcomA (27.11.2016, 00:52):
Liebe Cosima,

von Lukas Geniusas kenne ich nur eine CD: alle Rach-Preludes live in Moskau von PianoClassics. Er erinnert sehr an den jüngeren Richter !

Yuja Wang hörte ich erstmals auf CD mit den Brahmsschen Violinsonaten zusammen mit Leonidas Kavakos (Decca). Das hat mich sofort in den Bann gezogen. Dann Rach 3 und Proko 2 mit Dudamel und seinem Simon Bolivar Orchester. Und schließlich Strawinskys Petroushka sowie Brahms Paganini-Variationen und Ravels La Valse, alles Aufnahmen der DG.

Debargue habe ich nie gehört, interessanterweise auch ein Lucas :wink

:rolleyes:

LG Siamak
Nikolaus (27.11.2016, 20:39):
Lucas Debargue habe ich im Tschaikowsky-Wettbewerb verfolgt. Dort hat er mich sehr begeistert, wenn es nach mit gegangen wäre, wäre er sogar unter den ersten dreien gewesen.
Mich hat er durch sein Spiel und sein Auftreten sehr berührt. Für mich war er einer der wenigen Individualisten im Wettbewerb (ähnlich auch Genusias), weniger technisch orientiert, und ich hatte immer den Eindruck, er bewege sich nahe am "Abgrund".

Seine Aufnahmen kenne ich bisher nicht; ob sie meinen Wettbewerbs-Eindruck bestätigen, wage ich zu bezweifeln (deshalb traue ich mich nicht, sie anzuhören), ist vielleicht aber auch zu viel verlangt.

Auf jeden Fall halte ich ihm für beachtenswert!

Nikolaus.
Cosima (28.11.2016, 20:54):
Vielen Dank, lieber Siamak, für Deine Hinweise. Ich habe mir einige Sachen von Geniušas auf Youtube angehört. Die h-Moll Sonate von Liszt fand ich sogar sehr interessant. Und in der Tat erinnerte sie mich an manchen Stellen entfernt an Richter. Dann hörte ich ein paar Chopin-Etüden... war unentschlossen und hörte deshalb direkt im Vergleich Trifonov. Die Ernüchterung war doch recht groß, denn ich meine, dass Trifonov in einer anderen Liga spielt. Gegen dessen wundervoll delikates Klavierspiel empfand ich Geniušas als doch etwas farblos und ein wenig hölzern. Damit tue ich ihm vielleicht unrecht, ich müsste mehr von ihm hören...

Was Debargue angeht, so stimme ich dem zu, was Nikolaus geschrieben hat. Im Wettbewerb fand ich Debargue großartig, auch weil er sich wohltuend abhob mit seinem sehr individuellen Klavierspiel, das aufhorchen ließ. Später verglich ich seine 1. Aufnahme mit anderen Interpretationen und denke nun, dass der Hype um ihn in musikalischer und auch technischer Hinsicht übertrieben ist. Er ist halt ein Typ mit einem interessanten Werdegang - so etwas lässt sich auch immer gut vermarkten. Ich überlege noch, ob ich mir seine 2. CD zulegen werde.

LG, Cosima

P.S.: Ich sah eben, dass ein paar Beiträge vorher - Nr. 281 - jemand über Alexander Krichel schrieb.
Ich kopiere deshalb meinen Text hierher:

Unter den jungen Pianisten konnte ich kürzlich Alexander Krichel (Jahrgang 1989, geb. in Hamburg) mit dem 1. Tschaikowsky-Klavierkonzert live erleben. Ich war so angetan von ihm, dass ich mir anschließend seine Liszt-Solo-Scheibe und das 2. Rach-Konzert zulegte. Sein Liszt gefällt mir nach wie vor recht gut (Krichel betont eher die poetische Seite als die virtuose), der Rachmaninoff konnte mich nicht überzeugen (zu weich, zu gefällig, zu harmlos insgesamt). Allerdings ist hier die Konkurrenz auch enorm stark und groß.
AcomA (28.11.2016, 23:30):
Liebe Cosima,

ich hoffe, Du nimmst mir es nicht übel, wenn ich schreibe, dass Sviatoslav Richter kein begnadeter Chopin-Interpret war. Die wenigen Chopin-Etüden, welche er für die Platte einspielte, klangen IMO auch etwas hölzern. :B

LG Siamak
Cosima (29.11.2016, 17:22):
Lieber Siamak,

wie könnte ich Dir etwas übel nehmen .... zumal Du absolut Recht hast, was Richter/Chopin angeht. ;)

LG, Cosima
Nikolaus (30.11.2016, 20:10):
Wen es interessiert:

Daniil Trifonov spielt am 8. Dezember in der Carnegie-Hall in New York.
Das Programm ist , wie ich finde, umfangreich: Schumann Kinderszenen, Toccata und Kreisleriana, Shostakovich ausgewählte Präludien und Fugen op. 87, Stravinsky Petruschka.

Es gibt einen live-stream bei medici.tv

Nikolaus.
Stroz (25.12.2018, 14:43):
insgesamt bin ich der Ansicht, daß wie uns auch in unserer Zeit, über eine vielzahl junger hochmusikalischer Instrumentalisten erfreuen können.
Da kann ich mich dir auf jeden Fall anschliessen!
Bin absolut deiner Meinung,kann daher auch nicht sagen das einer ein "Flop" ist.
Vielleicht braucht er nur noch etwas Zeit ...und wie mann so schön sagt,Übung macht den Meister ;)

Hoffe das die "Übung" auch aus mir nen Meister machen wird ;) Hab' mir neulich ein Keyboard gekauft für das ich mich dank diesem Ratgeber hier https://piano-test.de/kaufberatung/keyboard-kaufen-darauf-kommt-es-an/ viel leichter entscheiden konnte.Bin nun fleissig am üben,und ich muss sagen,das es schon ganz gut klappt.Wenn es so weiter geht,dann werde ich noch zu nem "hochmusikalischer Instrumentalisten" ;) ...
Finde es toll,wenn ich sehe das einer ein Instrument spielt,egal was für eins es ist.

LG
Cosima (18.01.2022, 21:15):
In diesem Thread soll der Vorstellung und der Diskussion der Pianisten der jüngeren Generation dienen. Wobei ich als jung einmal ein ab 1970 geboren bezeichnen würde. Etwas "Toleranz" kann man ja "zur Not" geben :D
Das war seinerzeit die Vorgabe. Die könnte man updaten, aber „jüngere Generation“ ist ja eh irgendwie relativ.
Na klar, das ist eigentlich sinnlos, solch eine Liste zu erstellen, aber der Thread fiel mir ins Auge und ich hatte gerade Zeit ;) :

Piotr Anderszewski (4. April 1969) Das ist so knapp, der darf mit rein. :)

Rafał Blechacz (30. Juni 1985)

Gergely Bogányi (4. Januar 1974)

Bertrand Chamayou (23. März 1981)

Christopher Hinterhuber (28. Juni 1973)

Alexandre Kantorow (20. Mai 1997)

Jewgeni Kissin (10. Oktober 1971)

Nikolai Lwowitsch Luganski (26. April 1972)

Vincenzo Maltempo (2. Juli 1985)

Joseph Moog (26. Dezember 1987)

Steven Osborne (1971)

Roberto Prosseda (7. Mai 1975)

Sandro Russo (keine Altersangabe zu finden, müsste aber passen :rolleyes: )

Jewgeni Sudbin (1980)

Daniil Trifonow (5. März 1991)

Víkingur Ólafsson (14. Februar 1984)
Leonardo (19.01.2022, 11:09):
Nicht nur für mich absolut top ist der russisch-israelische Pianist

Boris Giltburg

Geboren am 21. Juni 1984 in Moskau (37 Jahre)
Cosima (19.01.2022, 18:36):
Nicht nur für mich absolut top ist der russisch-israelische Pianist

Boris Giltburg

Geboren am 21. Juni 1984 in Moskau (37 Jahre)
Ja, Boris Giltburg gehörte auf jeden Fall in eine „Top-Liste“. Ich besass mal recht viele Aufnahmen von ihm, habe ihn auch zweimal live erlebt, was wirklich tolle Erlebnisse waren. Ähnliches gilt für Igor Levit (geb. 1987), der natürlich ein großartiger Künstler ist.

Gleichwohl ist das immer auch eine subjektive Angelegenheit. :)

Es gibt auch viele andere große Pianisten, deren Klavierspiel mir nicht liegt; dazu gehören zum Beispiel Rubinstein, Cortot und (bei vielen Komponisten) auch Horowitz.
Leonardo (19.01.2022, 20:06):
Natürlich ist das immer auch eine subjektive Angelegenheit. Das versteht sich doch von selber.

Mit Herrn Levit kann ich persönlich nichts anfangen. Dazu hat sicher auch ein Liveerlebnis mit einer sehr schlechten und völlig verhetzten Mondscheinsonate beigetragen. Bei Shostakovich soll er aber besser sein.

Giltburg habe ich leider noch nie live gehört. Vielleicht passiert das ja irgendwann einmal. Ich hoffe es sehr.

L.
Joe Dvorak (13.08.2022, 03:18):
Falscher Faden - keine Ahnung wie ich hier hineingeraten bin.