Rachmaninov (05.04.2006, 18:31): Der italienische Komponist Domeniko Scarlatti (*26.10.1685;+23.07.1757) und Sohn von Alessandro Scarlatti schuff, wahrscheinlich in den letzten 20 Jahren seines Lebens, im Rahmen seiner Tätigkeit am portugisischen, später spanischen Hof, meist zu Übungszwecken für Maria Barbara ca. 555 Sonaten für das Cembalo.
Der im gleichen Jahr wie J.S.Bach und Händel geborenen Scarlatti schuff mit diesen Werken etwas das man wohl als eine einzigartige Arbeit bezeichnen kann. Etwas Einzigartiges das nichts vergleichbares in seiner Zeit findet.
Aus diesem Umstand heraus läßt sich auch die ein wenig irreführende Bezeichnung "echte, glückliche Missgeburten" verstehen.
Scarlatti selber veröffentlichte zu seinen Lebzeiten lediglich 30 seiner Sonaten als "30 Essercizi per Gravicembalo"
Soweit ich diese Sonaten kenne muß ich feststellen, daß keine einer anderen sonderlich ähnlich klingt. Dies ist sicherlich auch durch die zahlreichen unterschiedlichen Kompositionstechniken gegeben.
Chopin lies seine Schülerinnen die Sonaten aufführen und Franz Liszt sowie C. Schumann nahmen sie mit in ihre Programme auf.
Obwohl die damaligen Cembali lediglich über 4 Oktaven verfügten komponierte Scarlatti einige, die über 5 Oktaven gingen...... Vielleicht hatte er ja schon eine Vision vor Augen :wink
Das wir uns heute über zahlreiche Aufnahmen mit Scarlatti Sonaten erfreuen können verdanken wir wohl V. Horowitz, der die Sonaten in sein Programm aufnahmen und somit den Weg dieser Sonaten in die Programme zahlreichen Pianisten ebnete.
nikolaus (05.04.2006, 20:37): Ja, Scarlattis Sonaten sind lauter kleine Schmuckstücke für jede Gelegenheit und Laune. Für mich ist das geniale Musik. Alle kenne ich zwar nicht, aber die, die Pogorelich und Sudbin eingespielt haben. Beide spielen sie fantastisch. (Auch Martha Argerich spielt zumindest eine als Zugabe :wink).
Nikolaus
Rachmaninov (05.04.2006, 20:50): @Nikolaus,
natürlich kenne ich auch nicht alle 555 Sonaten.
Sowohl die von die genante Pogorelich Aufnahme sowie die Aufnahme von Y. Sudbin gehören für mich in die Spitzenliga der Scarlatti-Interpretationen!
Zu meinen liebsten Sonaten zählen K466 und K87. Aber sind sie nicht alle so schön :wink
nikolaus (05.04.2006, 22:12): K466 und K87 sind wirklich wunderschön - so schön melancholisch. Sie gehören auch zu meinen Favoriten, aber wie du richtig bemerkst: alle sind toll und abwechslungsreich, und das ist auch irgendwie das faszinierende!
Rachmaninov (05.04.2006, 22:13): Original von nikolaus K466 und K87 sind wirklich wunderschön - so schön melancholisch. Sie gehören auch zu meinen Favoriten, aber wie du richtig bemerkst: alle sind toll und abwechslungsreich, und das ist auch irgendwie das faszinierende!
Das ist ein Teil der Faszination! Der andere Teil ist die Tatsache, daß sie alle doch irgendwie ganz unterschiedlich sind :down
Rolf Scheiwiller (06.04.2006, 16:27): Original von Rachmaninov Original von nikolaus K466 und K87 sind wirklich wunderschön - so schön melancholisch. Sie gehören auch zu meinen Favoriten, aber wie du richtig bemerkst: alle sind toll und abwechslungsreich, und das ist auch irgendwie das faszinierende!
Das ist ein Teil der Faszination! Der andere Teil ist die Tatsache, daß sie alle doch irgendwie ganz unterschiedlich sind :down
@ Rachmaninov. Dieser Meinung bin ich auch. Obwohl ich noch nie Einspielungen mit Klavier hatte. Jedoch Boxen mit Scott Ross und Rafael Puyana. Etwa 80 Sonaten mit diversen Cembali.. R.
erstmalig hörte ich als mittelstufenschüler scarlatti-sonaten bei einer rundfunkübertragung mit einem 'bananenradio', einem werbeartikel, den mein vater von einem pharmareferenten bekam. es spielte ralph kirkpatrick in echternach auf einem renovierten originalcembalo. zu dem zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass er alle sonaten kannte und katalogisierte. bei ihm holte sich horowitz für seine interpretationen auch rat. jedenfalls war diese darbietung so gewaltig und virtuos, dass ich den rest des konzertes mit einem cassettenrecorder mitschnitt. diese unscheinbare mc existiert immer noch. IMO der einzige, der diese intensität annähernd auf dem flügel erreichte, war horowitz. auf der unten abgebildeten cd sind außer den damals von CBS veröffentlichten sonaten (u.a. die K 466) noch die übrigen, der insgesamt 18 eingespielten sonaten (1964). gerade im f-moll K 466 zeigt horowitz sein phrasierungsvermögen im sinne des belcanto ! und unvergessen sind die sonaten K 87, 135, 380, die er in seinen letzten jahren u.a. während seines moskauer recitals zelebrierte.
die palette an klangfarben und pianistischem handwerk ist groß. mittlerweile ist anerkannt, dass domenico scarlatti viele folkloristische (andalusien) hinweise in seinen werken bietet. christian zacharias hat dazu einen sehr schönen film erstellt ! und damit ist einer der großartigen scarlattidarsteller der posthorowitzschen periode genannt. seine doppel-cd für EMI aus ende der 70er und den 80er jahren mit über 30 sonaten (u.a. auch die K 466) gehört IMO zu den gelungendsten nachfolgeinterpretationen. da gibt es dann die raffinierten einspielungen michail pletnevs (doppel-cd, virgin) und ivo pogorelichs (wurde ja oben von Sergejewitsch erläutert), welche anschlagsdelikatesse der allerhöchsten kategorie anbieten.
desweiteren überzeugen zwei scheiben aus der naxos-reihe nicht nur pianistisch, sondern sind auch zusätzlich interessant, da sie bis auf insgesamt 2-3 sonaten (beide platten zusammengefasst) nur unbekannte, dass heisst sonaten, welche horowitz, zacharias, pletnev, und pogorelich nicht einspielten, präsentieren. die aufnahmen mit evgeny zarafiants (vol. 6) und konstantin scherbakov (vol. 7).
abschließend möchte ich noch auf einen live-mitschnitt des späten emil gilels aus 1984 mit einer auswahl von sieben sonaten (herrliches singen, u.a. auch die K 466) und der platte alexis weissenbergs mit einer auswahl von sonaten bei der DG aus den 80er jahren (nicht filigran aber temperamentvoll-virtuos in richtung kirkpatrick/horowitz) hinweisen.
Zelenka (07.04.2006, 12:41): Ich war schon ganz beunruhigt, daß ich das Gilels-Recital nicht haben könnte, aber es ist offenbar dasselbe, das ich in einer Pressung von Ermitage besitze.
Gruß,
Zelenka
Ganong (07.04.2006, 15:22): Lieber Siamak , lieber Richard , die von Dir , Siamak , abgebildete Aufnahmen von Gilels sind herausragende Dokumente . die von Di r, Richard , erwähnte "Vision" ( wie bei J S Bach ) erfüllt auf dem grossen Steinwax am überzeugensten Alexis Weissenberg ( DG / Universal ) . Grüsse , Frank
Carola (07.04.2006, 23:43): Es gibt doch jetzt diese neue Gesamtaufnahme mit Scott Ross.
Übrigens hat Harald Schmidt die in einer seiner letzten Sendungen "besprochen".
Mit Gruß von Carola
AcomA (07.04.2006, 23:48): liebe Carola,
die besprechung harald schmidts habe ich auch gesehen ! :rofl
gruß, siamak :)
Ganong (08.04.2006, 11:39): liebe carola , lieber Siamak , ich gestehe es : Auch ich habe den bekennenden unmusikalischen Harald Schmidt mit dieser nicht mals witzigen "besprechung" gesehen . Manuel Andrack, der so schöne Bücher verfasst hat , und so eine Art Eckermann von Sch,midt ist , hat im Gegensatz zu seinem oft verwirrt erscheinenden "Chef" aus Nürtingen ( liegt bei Stuttgart ) jedenfalls jeden Einsatz perfekt hinbekommen . Grüsse , Frank PS.: Laut einer Mitteilung in einer überregionalen Zeitung sind die Aufnahmen mit Scott Ross ein renner ! F.
Rachmaninov (12.04.2006, 15:26): Siamak,
mittlerweile gibt es die Zacharias Box in einer Box zusammen mit Vol.I und Vol.II für, wie ich meiner, recht günstige 17 €.
Für das Geld erhält man fast 50 dieser wunderbaren Sonaten für einen durchaus attraktiven Preis.
Zacharias spielt vorzüglich und die Aufnahme kann man wirklich empfehlen.
Auch wenn ich auf die einsame Insel eher Pogorelich oder Sudbin mitnehmen würde, da mir deren "warme" Rangehensweise irrsinnig gut gefällt bei den Sonaten
R
Cosima (26.04.2006, 22:11): In dieser Reihenfolge höre ich meine Scarlatti-Interpreten am liebsten:
Pogorelich Pletnev Sudbin Haskil Andjaparidze Tipo
Damit kenne ich erst ca. 100 verschiedene Sonaten. Alles Weitere wurde bereits gesagt. Wer zu spät kommt, den bestraft das Forum.
Gruß, Cosima :)
nikolaus (26.04.2006, 22:19): Hallo Carola,
wer spricht den von bestrafen?! Schön, daß es hier einen neuen Beitrag gibt. Ich muß - Schande über mich - zugeben, daß ich Andjaparidze nicht kenne. Da ich Scarlatti sehr mag, würde mich dieser Pianist interessieren!
Gruß, Nikolaus.
Cosima (26.04.2006, 22:39): Erstens: Cosima, nicht Carola. :wink
Zweitens: Ich denke, dass man mit den drei Erstgenannten besser bedient ist. Aber Andjaparidze ist auf Naxos erhältlich, was das Risiko minimiert.
Gruß, Cosima :)
Rachmaninov (27.04.2006, 18:35): Original von Cosima Pogorelich Pletnev Sudbin Haskil Andjaparidze Tipo
@Cosima,
Tipo liegt bei mir ebenfalls auf dem letzten Platz. Die Aufnahme finde ich als wirklich "schwach" und meine Erinnerung daran verhindert sogar jegliches Gefühl meine Eindrücke zu überprüfen. :D
Rachmaninov (27.04.2006, 18:56): "Natürlich" hat auch N. Demidenko eine Aufnahme mit Scarlatti Sonaten eingespielt die 2005 durch AGPL auf den Markt kam.
Bei sehr wenigen Aufnahmen ist mir auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich klar was ich davon halten soll.
Das Cover der CD würde ich als sehr passend bezeichnen.
Demidenko's Spiel wirkt sehr gradlinig und mag sicherlich jeden der eine Einspielung wie die von Ivo Pogorelich im Ohr hat doch ein wenig schrecken und erschaudern lassen.
Sein Anschlag und seine Rangehensweise verstehe ich als "Nachahmung" des Cembaloklanges und der Spieltechnik dort auf das moderne Klavier.
Sicherlich eine Aufnahme mit höchsten spieltechnischem Niveau und feinster Anschlagkunst, aber sicherlich nicht "Jedermanns" Geschmack da sie doch letztendlich etwas "akademisch" klingt ......
Interpretation: ?? Klang: 8
Gruß
Zelenka (27.04.2006, 18:56): Dies ist natürlich ein Klavierforum, und kein Cembaloforum, aber immerhin ist die "neue" alte Gesamtaufnahme von Scott Ross am Cembalo hier erwähnt worden. Dann sollten wohl auch die Teileinspieluingen von Andreas Staier (Deutsche Harmonia Mundi/Teldec) und Pierre Hantai (Mirare) erwähnt werden, beide ungeheuer einfallsreiche und lebhafte Scarlatti-Spieler. Und im Cembalo-Bereich ist da auch noch Ralph Kirkpatrick zu nennen (DG), monotoner und monochromer sicherlich, der Erfinder der Kirkpatrick-Nummern zur Nummerierung der Sonaten und einst Berater von Horowitz. Was das Klavier angeht, denke ich noch an die hier nicht genannte Anne Queffélec auf Erato.
Gruß,
Zelenka
Karsten (03.05.2006, 00:43): Original von Zelenka Ich war schon ganz beunruhigt, daß ich das Gilels-Recital nicht haben könnte, aber es ist offenbar dasselbe, das ich in einer Pressung von Ermitage besitze.
Gruß,
Zelenka
Ja, die Ermitage und die AURA-Pressung sind inhaltlich identisch!
Engelbert (03.05.2006, 06:00): Das ist der Titel einer Komödie, die seinerzeit in Hamburg auf der Reeperbahn in englischer Sprache zur Aufführung gebracht wurde. Das Stück war sehr erfolgreich und ich habe mich gewundern, dass Scarlatti sich zum Verschaukeln überhaupt eignet. :rofl :rofl :rofl Es geht darum, dass Domenico zu seinem Geburtstag die beiden Komponisten Händel und Bach eingeladen hat. Gegenseitig können sich die drei nicht ausstehen, tun aber äußerst freundlich zueinander.
Das Publikum wird in das Spiel mit einbezogen, bekommt sogar nach der Pause ein Papierhütchen geschenkt. Zunächst werden die Gäste begrüßt wie die Großherzogin von Wuppertal und der Kurfürst von Eppendorf. Dann geht das "Wadenbeißeln" unter den drei Komponisten los. Zur Geburtstagsfeier möchte jeder eine seiner Kompositionen beisteuern. Händel gewinnt und studiert erfolgreich mit dem Theaterpublikum den Schlusschor aus dem Messias ein. Alle Zuschauer machten mit, klappte wunderbar.
Die Theatergruppe verstand es, das Publikum mitzureißen. Während der Pause ging das Theaterstück weiter. Der extrem korpulente Scarlatti lief in Perücke und Brokatmantel mit einem Kassettenrecorder im Foyer herum und spielte seine Cembalo-Sonaten ab. Er stellte sich an den Ausschank trank Sekt und feierte mit dem Publikum "seinen Geburtstag." :beer Das ist der einzige Bezug, den ich jemals zu Domenico Scarlatti hatte.
Engelbert :engel
Rachmaninov (03.05.2006, 08:38): Original von Engelbert
Es geht darum, dass Domenico zu seinem Geburtstag die beiden Komponisten Händel und Bach eingeladen hat. Gegenseitig können sich die drei nicht ausstehen, tun aber äußerst freundlich zueinander.
Es ist wohl belegt, daß Händel und Scarlatti wohl einen "Wettstreit" auf dem Cembalo ausgetragen haben. Offiziell war es ein Unendschieden, eine wohl übliches Ergebnis in der damaligen Zeit. Inoffiziell gewann jeder Händel :cool
Jack Bristow (03.05.2006, 09:00): Original von Rachmaninov Original von Engelbert
Es geht darum, dass Domenico zu seinem Geburtstag die beiden Komponisten Händel und Bach eingeladen hat. Gegenseitig können sich die drei nicht ausstehen, tun aber äußerst freundlich zueinander.
Es ist wohl belegt, daß Händel und Scarlatti wohl einen "Wettstreit" auf dem Cembalo ausgetragen haben. Offiziell war es ein Unendschieden, eine wohl übliches Ergebnis in der damaligen Zeit. Inoffiziell gewann jeder Händel :cool
Die mir bekannte Version der Geschichte läßt Händel auf der Orgel und Scarlatti auf dem Cembalo siegen. :beer Es gibt noch mehr solche Anekdoten: Scarlatti soll in einem Nebenraum extrem virtuoses Cembalo-Spiel gehört und daraufhin ausgerufen haben: "Wenn das nicht der Teufel selber ist, so muß es wohl dieser Sachse sein!" Die beiden waren zu Händels Zeit in Italien (ca. 1706-09) wohl so etwas wie "Jungstars". Scarlatti senior war ja einer der wichtigsten Komponisten der vorherigen Generation und übte recht großen Einfluß auf den jungen Händel aus.
viele Grüße
J. Bristow
Rachmaninov (03.05.2006, 09:50): Original von Jack Bristow
Die mir bekannte Version der Geschichte läßt Händel auf der Orgel und Scarlatti auf dem Cembalo siegen. :beer
Italien halt, am Ende sogar zwei Sieger :rofl
ab (13.05.2006, 13:57): Meine beiden Lieblingsaufnahmen von Scarlatti sind zum einen der Aura- (Ermitage-) Konzertmitschnitt der 7 Sonaten von Emil Gilels. (Dieselben Sonaten spielte er übrigens auch beim BBC-Legends Mitschnitt, nur dort ziemlich enttäuschend leblos-steril.) Zum andern bin ich zufällig in München beim Beck' am Eck über folgendes gestolpert: http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000007TRE.01._AA130_SCMZZZZZZZ_.jpg Sergei Babayan beim Label propiano.com. Das ist eine jener seltenen CDs, in die man kurz hinein hört, sofort zuschlägt und dann aber auch ständig in heavy rotations immer und immer wieder laufen lassen könnten, ohne dass sie einem jemals zuviel werden könnten. Wunderbar! (Der Verkäufer meinte übrigens zu mir, der Pianist sehe auf dem Cover so aus wie der Arzt einer Vorabendprogramm-Serie, die seit Jahren erfolgreich im deutschen Fernsehen liefe und bei vielen Jugendlichen geradezu als „Kult“ gelte.)
Ganong (15.05.2006, 18:58): Lieber ab ,
ich freue mich ganz besonders , dass Du jetzt hier mit Deinen fundierten beiträgen , aus denen ich im letzten jahr viel gelernt habe , vertreten bist !
Ich bin sicher , dass wir hier eine Fortführung unserer fruchtbaren Diskussionen haben werden ganz im Sinne Deines untern stehenden satzes !
Beste Grüsse , Frank
ab (16.05.2006, 10:12): Lieber Frank,
danke für diese Begrüßungsworte! Dein dort ausgedrückter Inhalt hat mich bewogen, hier Mitglied zu werden.
Wo, übrigens, bleibt ein Beitrag über Schumanns Sonate Nr.1 Fis-Moll, Op.11?
Herzlich,
Rachmaninov (05.07.2006, 14:01): Eben hörte ich mir nochmals die erste CD aus der doppel CD mit Alain PLanes an. Er spielt ein Pianoforte Johann Schantz aus dem Jahre 1795.
Auch wenn dies sicherlich autentischer ist als das heute moderne Klavier so kann mich diese Aufnahme weder von Planes Spile her noch durch den Klang des historischen Instruments reizen.
Rachmaninov (09.08.2006, 20:39): Vor einiger Zeit schrieb ich:
Tipo liegt bei mir ebenfalls auf dem letzten Platz. Die Aufnahme finde ich als wirklich "schwach" und meine Erinnerung daran verhindert sogar jegliches Gefühl meine Eindrücke zu überprüfen. :D
Nun, eben habe ich nochmals kurz in die Aufnahme reingehört.
Maria Tipos Spiel empfinde ich, de Sudbin und Pogorelich im Ohr hat, als völlig uninspiriert und völlig "farblos".
Muß und kann ich mir wahrlich nicht lange anhören :ignore
Carola (10.08.2006, 22:58): Und was ist hiermit?
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5907337.jpg
Kennt diese Aufnahme jemand?
fragt Carola
Rachmaninov (11.08.2006, 07:59): Original von Carola Und was ist hiermit?
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5907337.jpg
Kennt diese Aufnahme jemand?
fragt Carola
@Carola,
in der Originals Ausgabe wird die Aufnahme am 28.08.06 erscheinen! Werde mir sie dann direkt kaufe und berichten.
ab (11.08.2006, 13:03): Original von Carola
Kennt diese Aufnahme jemand?
Ich habe sie zuhause: Typischer Schiff mit blechern-kühlem Anschlag, seltsamem Impulsrhythmus, der vermutlich der ungarischen Sprache geschuldet ist und raschem, schlanken Dahinlaufen. Da würde ich allemal die Zacharias-Aunfnahmen
und die von Pletnev vorziehen aber sogar auch die plastische von Benjamin Frith Vol. V. bei Naxos.
Mein Vavorit nannte ich ja bereits oben: Babayan bei pro piano
AcomA (11.08.2006, 13:09): lieber ab,
ich muss jetzt für andras schiff ein gutes wort einlegen ! von blechern kann IMO keine rede sein. schiff spielt auch die scarlatti-sonaten im tänzerischen rhythmus und singt wunderbar in den lyrischen momenten ! eine sehr gute alternative.
gruß, siamak
ab (11.08.2006, 13:14): Original von AcomA lieber ab,
ich muss jetzt für andras schiff ein gutes wort einlegen ! von blechern kann IMO keine rede sein.
Ich meine nicht, dass er blechnern spielt, sondern dass sein Klang auf mich stets blechern-kühl wirkt (etwa im Gegensatz zu "silbrig".) Sowohl das Tänzerische als auch das Sängerische trifft zu.
ab (24.11.2006, 16:30): Gerade lese ich eine Rezension über eine mir unbekannte Piansitin: Joanna Leach: 16 Scarlatti Sonaten. http://www.jpc.de/image/middle/front/0/1702901.jpg Kennt jemand diese Piansitin oder gar diese Aufnahme und kann darüber etwas berichten?
Danke!
Jeremias (05.12.2006, 14:01): Hier wird irgendwie immer nur auf die Interpretationen am Klavier Bezug genommen. Was ist mit dem Cembalo? Habt bzw. hört Ihr auch solche Aufnahmen? Mir geht dieses "Gezirpe" leider nach einiger Zeit immer gewaltig auf die Nerven ?(
ab (05.12.2006, 14:27): Original von Jeremias Was ist mit dem Cembalo? Habt bzw. hört Ihr auch solche Aufnahmen? Mir geht dieses "Gezirpe" leider nach einiger Zeit immer gewaltig auf die Nerven ?(
Mir häufig auch (ähnlich wie bei Orgelsolomusik); scheint aber doch auch eine Frage der Interpretationsqualität zu sein, dann ganz verallgemeinern kann ich es dann doch nicht.
Rachmaninov (19.12.2006, 16:05): Typisch Andras Schiff möchte man bei dieser Einspielung wohl sagen bzw. schreiben.
Ganz manierlich im Ausdruck, ganz im "Dienste" des Werks, sauberes klares Klavierspiel und soweit ganz nett.
Mir fehlt hier aber, wie oft bei ihm, das Gestallten, das Individuelle! Sicher eine schöne Aufnahme, die aber irgendwie doch "bieder" daher kommt ....
Da ziehe ich Pogorelich oder Sudbin klar vor!
Gamaheh (20.12.2006, 22:30): Original von Jeremias Hier wird irgendwie immer nur auf die Interpretationen am Klavier Bezug genommen.
Wie wäre es zur Abwechslung mit der Geige? Vor ein paar Tagen bekam ich die von dem albanischen Geiger Tedi Papavrami transkribierten und gespielten 12 Sonaten mit der Post. Sie klingen, als wären sie für die Geige geschrieben, auch wenn man sie vom Klavier kennt - super!
nun habe ich diese cd auch seit etwa zwei wochen. ich hörte einige dieser scarlatti-sonaten (K 175, 513, 402, 403, 144, 115, 116, 474, 475, 449, 450, 544, 545, 516, 517) schon als schüler mit andras schiff im rundfunk. es waren live-aufzeichnungen. diese interpretationen haben mir schon damals zugesagt.
es sind typische andras-schiff-interpretationen. die betonung des tänzerischen elementes, das singen ohne signifikanten pedaleinsatz, quasi die beschränkung auf die cembalo-dimension, lassen diese sonaten aufblühen. mit dieser cd gehört schiff in die erste reihe mit z.b. horowitz, pogorelich, pletnev und zacharias.
gruß, siamak :engel
Rachmaninov (05.04.2006, 18:31): Der italienische Komponist Domeniko Scarlatti (*26.10.1685;+23.07.1757) und Sohn von Alessandro Scarlatti schuff, wahrscheinlich in den letzten 20 Jahren seines Lebens, im Rahmen seiner Tätigkeit am portugisischen, später spanischen Hof, meist zu Übungszwecken für Maria Barbara ca. 555 Sonaten für das Cembalo.
Der im gleichen Jahr wie J.S.Bach und Händel geborenen Scarlatti schuff mit diesen Werken etwas das man wohl als eine einzigartige Arbeit bezeichnen kann. Etwas Einzigartiges das nichts vergleichbares in seiner Zeit findet.
Aus diesem Umstand heraus läßt sich auch die ein wenig irreführende Bezeichnung "echte, glückliche Missgeburten" verstehen.
Scarlatti selber veröffentlichte zu seinen Lebzeiten lediglich 30 seiner Sonaten als "30 Essercizi per Gravicembalo"
Soweit ich diese Sonaten kenne muß ich feststellen, daß keine einer anderen sonderlich ähnlich klingt. Dies ist sicherlich auch durch die zahlreichen unterschiedlichen Kompositionstechniken gegeben.
Chopin lies seine Schülerinnen die Sonaten aufführen und Franz Liszt sowie C. Schumann nahmen sie mit in ihre Programme auf.
Obwohl die damaligen Cembali lediglich über 4 Oktaven verfügten komponierte Scarlatti einige, die über 5 Oktaven gingen...... Vielleicht hatte er ja schon eine Vision vor Augen :wink
Das wir uns heute über zahlreiche Aufnahmen mit Scarlatti Sonaten erfreuen können verdanken wir wohl V. Horowitz, der die Sonaten in sein Programm aufnahmen und somit den Weg dieser Sonaten in die Programme zahlreichen Pianisten ebnete.
nikolaus (05.04.2006, 20:37): Ja, Scarlattis Sonaten sind lauter kleine Schmuckstücke für jede Gelegenheit und Laune. Für mich ist das geniale Musik. Alle kenne ich zwar nicht, aber die, die Pogorelich und Sudbin eingespielt haben. Beide spielen sie fantastisch. (Auch Martha Argerich spielt zumindest eine als Zugabe :wink).
Nikolaus
Rachmaninov (05.04.2006, 20:50): @Nikolaus,
natürlich kenne ich auch nicht alle 555 Sonaten.
Sowohl die von die genante Pogorelich Aufnahme sowie die Aufnahme von Y. Sudbin gehören für mich in die Spitzenliga der Scarlatti-Interpretationen!
Zu meinen liebsten Sonaten zählen K466 und K87. Aber sind sie nicht alle so schön :wink
nikolaus (05.04.2006, 22:12): K466 und K87 sind wirklich wunderschön - so schön melancholisch. Sie gehören auch zu meinen Favoriten, aber wie du richtig bemerkst: alle sind toll und abwechslungsreich, und das ist auch irgendwie das faszinierende!
Rachmaninov (05.04.2006, 22:13): Original von nikolaus K466 und K87 sind wirklich wunderschön - so schön melancholisch. Sie gehören auch zu meinen Favoriten, aber wie du richtig bemerkst: alle sind toll und abwechslungsreich, und das ist auch irgendwie das faszinierende!
Das ist ein Teil der Faszination! Der andere Teil ist die Tatsache, daß sie alle doch irgendwie ganz unterschiedlich sind :down
Rolf Scheiwiller (06.04.2006, 16:27): Original von Rachmaninov Original von nikolaus K466 und K87 sind wirklich wunderschön - so schön melancholisch. Sie gehören auch zu meinen Favoriten, aber wie du richtig bemerkst: alle sind toll und abwechslungsreich, und das ist auch irgendwie das faszinierende!
Das ist ein Teil der Faszination! Der andere Teil ist die Tatsache, daß sie alle doch irgendwie ganz unterschiedlich sind :down
@ Rachmaninov. Dieser Meinung bin ich auch. Obwohl ich noch nie Einspielungen mit Klavier hatte. Jedoch Boxen mit Scott Ross und Rafael Puyana. Etwa 80 Sonaten mit diversen Cembali.. R.
erstmalig hörte ich als mittelstufenschüler scarlatti-sonaten bei einer rundfunkübertragung mit einem 'bananenradio', einem werbeartikel, den mein vater von einem pharmareferenten bekam. es spielte ralph kirkpatrick in echternach auf einem renovierten originalcembalo. zu dem zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass er alle sonaten kannte und katalogisierte. bei ihm holte sich horowitz für seine interpretationen auch rat. jedenfalls war diese darbietung so gewaltig und virtuos, dass ich den rest des konzertes mit einem cassettenrecorder mitschnitt. diese unscheinbare mc existiert immer noch. IMO der einzige, der diese intensität annähernd auf dem flügel erreichte, war horowitz. auf der unten abgebildeten cd sind außer den damals von CBS veröffentlichten sonaten (u.a. die K 466) noch die übrigen, der insgesamt 18 eingespielten sonaten (1964). gerade im f-moll K 466 zeigt horowitz sein phrasierungsvermögen im sinne des belcanto ! und unvergessen sind die sonaten K 87, 135, 380, die er in seinen letzten jahren u.a. während seines moskauer recitals zelebrierte.
die palette an klangfarben und pianistischem handwerk ist groß. mittlerweile ist anerkannt, dass domenico scarlatti viele folkloristische (andalusien) hinweise in seinen werken bietet. christian zacharias hat dazu einen sehr schönen film erstellt ! und damit ist einer der großartigen scarlattidarsteller der posthorowitzschen periode genannt. seine doppel-cd für EMI aus ende der 70er und den 80er jahren mit über 30 sonaten (u.a. auch die K 466) gehört IMO zu den gelungendsten nachfolgeinterpretationen. da gibt es dann die raffinierten einspielungen michail pletnevs (doppel-cd, virgin) und ivo pogorelichs (wurde ja oben von Sergejewitsch erläutert), welche anschlagsdelikatesse der allerhöchsten kategorie anbieten.
desweiteren überzeugen zwei scheiben aus der naxos-reihe nicht nur pianistisch, sondern sind auch zusätzlich interessant, da sie bis auf insgesamt 2-3 sonaten (beide platten zusammengefasst) nur unbekannte, dass heisst sonaten, welche horowitz, zacharias, pletnev, und pogorelich nicht einspielten, präsentieren. die aufnahmen mit evgeny zarafiants (vol. 6) und konstantin scherbakov (vol. 7).
abschließend möchte ich noch auf einen live-mitschnitt des späten emil gilels aus 1984 mit einer auswahl von sieben sonaten (herrliches singen, u.a. auch die K 466) und der platte alexis weissenbergs mit einer auswahl von sonaten bei der DG aus den 80er jahren (nicht filigran aber temperamentvoll-virtuos in richtung kirkpatrick/horowitz) hinweisen.
Zelenka (07.04.2006, 12:41): Ich war schon ganz beunruhigt, daß ich das Gilels-Recital nicht haben könnte, aber es ist offenbar dasselbe, das ich in einer Pressung von Ermitage besitze.
Gruß,
Zelenka
Ganong (07.04.2006, 15:22): Lieber Siamak , lieber Richard , die von Dir , Siamak , abgebildete Aufnahmen von Gilels sind herausragende Dokumente . die von Di r, Richard , erwähnte "Vision" ( wie bei J S Bach ) erfüllt auf dem grossen Steinwax am überzeugensten Alexis Weissenberg ( DG / Universal ) . Grüsse , Frank
Carola (07.04.2006, 23:43): Es gibt doch jetzt diese neue Gesamtaufnahme mit Scott Ross.
Übrigens hat Harald Schmidt die in einer seiner letzten Sendungen "besprochen".
Mit Gruß von Carola
AcomA (07.04.2006, 23:48): liebe Carola,
die besprechung harald schmidts habe ich auch gesehen ! :rofl
gruß, siamak :)
Ganong (08.04.2006, 11:39): liebe carola , lieber Siamak , ich gestehe es : Auch ich habe den bekennenden unmusikalischen Harald Schmidt mit dieser nicht mals witzigen "besprechung" gesehen . Manuel Andrack, der so schöne Bücher verfasst hat , und so eine Art Eckermann von Sch,midt ist , hat im Gegensatz zu seinem oft verwirrt erscheinenden "Chef" aus Nürtingen ( liegt bei Stuttgart ) jedenfalls jeden Einsatz perfekt hinbekommen . Grüsse , Frank PS.: Laut einer Mitteilung in einer überregionalen Zeitung sind die Aufnahmen mit Scott Ross ein renner ! F.
Rachmaninov (12.04.2006, 15:26): Siamak,
mittlerweile gibt es die Zacharias Box in einer Box zusammen mit Vol.I und Vol.II für, wie ich meiner, recht günstige 17 €.
Für das Geld erhält man fast 50 dieser wunderbaren Sonaten für einen durchaus attraktiven Preis.
Zacharias spielt vorzüglich und die Aufnahme kann man wirklich empfehlen.
Auch wenn ich auf die einsame Insel eher Pogorelich oder Sudbin mitnehmen würde, da mir deren "warme" Rangehensweise irrsinnig gut gefällt bei den Sonaten
R
Cosima (26.04.2006, 22:11): In dieser Reihenfolge höre ich meine Scarlatti-Interpreten am liebsten:
Pogorelich Pletnev Sudbin Haskil Andjaparidze Tipo
Damit kenne ich erst ca. 100 verschiedene Sonaten. Alles Weitere wurde bereits gesagt. Wer zu spät kommt, den bestraft das Forum.
Gruß, Cosima :)
nikolaus (26.04.2006, 22:19): Hallo Carola,
wer spricht den von bestrafen?! Schön, daß es hier einen neuen Beitrag gibt. Ich muß - Schande über mich - zugeben, daß ich Andjaparidze nicht kenne. Da ich Scarlatti sehr mag, würde mich dieser Pianist interessieren!
Gruß, Nikolaus.
Cosima (26.04.2006, 22:39): Erstens: Cosima, nicht Carola. :wink
Zweitens: Ich denke, dass man mit den drei Erstgenannten besser bedient ist. Aber Andjaparidze ist auf Naxos erhältlich, was das Risiko minimiert.
Gruß, Cosima :)
Rachmaninov (27.04.2006, 18:35): Original von Cosima Pogorelich Pletnev Sudbin Haskil Andjaparidze Tipo
@Cosima,
Tipo liegt bei mir ebenfalls auf dem letzten Platz. Die Aufnahme finde ich als wirklich "schwach" und meine Erinnerung daran verhindert sogar jegliches Gefühl meine Eindrücke zu überprüfen. :D
Rachmaninov (27.04.2006, 18:56): "Natürlich" hat auch N. Demidenko eine Aufnahme mit Scarlatti Sonaten eingespielt die 2005 durch AGPL auf den Markt kam.
Bei sehr wenigen Aufnahmen ist mir auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich klar was ich davon halten soll.
Das Cover der CD würde ich als sehr passend bezeichnen.
Demidenko's Spiel wirkt sehr gradlinig und mag sicherlich jeden der eine Einspielung wie die von Ivo Pogorelich im Ohr hat doch ein wenig schrecken und erschaudern lassen.
Sein Anschlag und seine Rangehensweise verstehe ich als "Nachahmung" des Cembaloklanges und der Spieltechnik dort auf das moderne Klavier.
Sicherlich eine Aufnahme mit höchsten spieltechnischem Niveau und feinster Anschlagkunst, aber sicherlich nicht "Jedermanns" Geschmack da sie doch letztendlich etwas "akademisch" klingt ......
Interpretation: ?? Klang: 8
Gruß
Zelenka (27.04.2006, 18:56): Dies ist natürlich ein Klavierforum, und kein Cembaloforum, aber immerhin ist die "neue" alte Gesamtaufnahme von Scott Ross am Cembalo hier erwähnt worden. Dann sollten wohl auch die Teileinspieluingen von Andreas Staier (Deutsche Harmonia Mundi/Teldec) und Pierre Hantai (Mirare) erwähnt werden, beide ungeheuer einfallsreiche und lebhafte Scarlatti-Spieler. Und im Cembalo-Bereich ist da auch noch Ralph Kirkpatrick zu nennen (DG), monotoner und monochromer sicherlich, der Erfinder der Kirkpatrick-Nummern zur Nummerierung der Sonaten und einst Berater von Horowitz. Was das Klavier angeht, denke ich noch an die hier nicht genannte Anne Queffélec auf Erato.
Gruß,
Zelenka
Karsten (03.05.2006, 00:43): Original von Zelenka Ich war schon ganz beunruhigt, daß ich das Gilels-Recital nicht haben könnte, aber es ist offenbar dasselbe, das ich in einer Pressung von Ermitage besitze.
Gruß,
Zelenka
Ja, die Ermitage und die AURA-Pressung sind inhaltlich identisch!
Engelbert (03.05.2006, 06:00): Das ist der Titel einer Komödie, die seinerzeit in Hamburg auf der Reeperbahn in englischer Sprache zur Aufführung gebracht wurde. Das Stück war sehr erfolgreich und ich habe mich gewundern, dass Scarlatti sich zum Verschaukeln überhaupt eignet. :rofl :rofl :rofl Es geht darum, dass Domenico zu seinem Geburtstag die beiden Komponisten Händel und Bach eingeladen hat. Gegenseitig können sich die drei nicht ausstehen, tun aber äußerst freundlich zueinander.
Das Publikum wird in das Spiel mit einbezogen, bekommt sogar nach der Pause ein Papierhütchen geschenkt. Zunächst werden die Gäste begrüßt wie die Großherzogin von Wuppertal und der Kurfürst von Eppendorf. Dann geht das "Wadenbeißeln" unter den drei Komponisten los. Zur Geburtstagsfeier möchte jeder eine seiner Kompositionen beisteuern. Händel gewinnt und studiert erfolgreich mit dem Theaterpublikum den Schlusschor aus dem Messias ein. Alle Zuschauer machten mit, klappte wunderbar.
Die Theatergruppe verstand es, das Publikum mitzureißen. Während der Pause ging das Theaterstück weiter. Der extrem korpulente Scarlatti lief in Perücke und Brokatmantel mit einem Kassettenrecorder im Foyer herum und spielte seine Cembalo-Sonaten ab. Er stellte sich an den Ausschank trank Sekt und feierte mit dem Publikum "seinen Geburtstag." :beer Das ist der einzige Bezug, den ich jemals zu Domenico Scarlatti hatte.
Engelbert :engel
Rachmaninov (03.05.2006, 08:38): Original von Engelbert
Es geht darum, dass Domenico zu seinem Geburtstag die beiden Komponisten Händel und Bach eingeladen hat. Gegenseitig können sich die drei nicht ausstehen, tun aber äußerst freundlich zueinander.
Es ist wohl belegt, daß Händel und Scarlatti wohl einen "Wettstreit" auf dem Cembalo ausgetragen haben. Offiziell war es ein Unendschieden, eine wohl übliches Ergebnis in der damaligen Zeit. Inoffiziell gewann jeder Händel :cool
Jack Bristow (03.05.2006, 09:00): Original von Rachmaninov Original von Engelbert
Es geht darum, dass Domenico zu seinem Geburtstag die beiden Komponisten Händel und Bach eingeladen hat. Gegenseitig können sich die drei nicht ausstehen, tun aber äußerst freundlich zueinander.
Es ist wohl belegt, daß Händel und Scarlatti wohl einen "Wettstreit" auf dem Cembalo ausgetragen haben. Offiziell war es ein Unendschieden, eine wohl übliches Ergebnis in der damaligen Zeit. Inoffiziell gewann jeder Händel :cool
Die mir bekannte Version der Geschichte läßt Händel auf der Orgel und Scarlatti auf dem Cembalo siegen. :beer Es gibt noch mehr solche Anekdoten: Scarlatti soll in einem Nebenraum extrem virtuoses Cembalo-Spiel gehört und daraufhin ausgerufen haben: "Wenn das nicht der Teufel selber ist, so muß es wohl dieser Sachse sein!" Die beiden waren zu Händels Zeit in Italien (ca. 1706-09) wohl so etwas wie "Jungstars". Scarlatti senior war ja einer der wichtigsten Komponisten der vorherigen Generation und übte recht großen Einfluß auf den jungen Händel aus.
viele Grüße
J. Bristow
Rachmaninov (03.05.2006, 09:50): Original von Jack Bristow
Die mir bekannte Version der Geschichte läßt Händel auf der Orgel und Scarlatti auf dem Cembalo siegen. :beer
Italien halt, am Ende sogar zwei Sieger :rofl
ab (13.05.2006, 13:57): Meine beiden Lieblingsaufnahmen von Scarlatti sind zum einen der Aura- (Ermitage-) Konzertmitschnitt der 7 Sonaten von Emil Gilels. (Dieselben Sonaten spielte er übrigens auch beim BBC-Legends Mitschnitt, nur dort ziemlich enttäuschend leblos-steril.) Zum andern bin ich zufällig in München beim Beck' am Eck über folgendes gestolpert: http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000007TRE.01._AA130_SCMZZZZZZZ_.jpg Sergei Babayan beim Label propiano.com. Das ist eine jener seltenen CDs, in die man kurz hinein hört, sofort zuschlägt und dann aber auch ständig in heavy rotations immer und immer wieder laufen lassen könnten, ohne dass sie einem jemals zuviel werden könnten. Wunderbar! (Der Verkäufer meinte übrigens zu mir, der Pianist sehe auf dem Cover so aus wie der Arzt einer Vorabendprogramm-Serie, die seit Jahren erfolgreich im deutschen Fernsehen liefe und bei vielen Jugendlichen geradezu als „Kult“ gelte.)
Ganong (15.05.2006, 18:58): Lieber ab ,
ich freue mich ganz besonders , dass Du jetzt hier mit Deinen fundierten beiträgen , aus denen ich im letzten jahr viel gelernt habe , vertreten bist !
Ich bin sicher , dass wir hier eine Fortführung unserer fruchtbaren Diskussionen haben werden ganz im Sinne Deines untern stehenden satzes !
Beste Grüsse , Frank
ab (16.05.2006, 10:12): Lieber Frank,
danke für diese Begrüßungsworte! Dein dort ausgedrückter Inhalt hat mich bewogen, hier Mitglied zu werden.
Wo, übrigens, bleibt ein Beitrag über Schumanns Sonate Nr.1 Fis-Moll, Op.11?
Herzlich,
Rachmaninov (05.07.2006, 14:01): Eben hörte ich mir nochmals die erste CD aus der doppel CD mit Alain PLanes an. Er spielt ein Pianoforte Johann Schantz aus dem Jahre 1795.
Auch wenn dies sicherlich autentischer ist als das heute moderne Klavier so kann mich diese Aufnahme weder von Planes Spile her noch durch den Klang des historischen Instruments reizen.
Rachmaninov (09.08.2006, 20:39): Vor einiger Zeit schrieb ich:
Tipo liegt bei mir ebenfalls auf dem letzten Platz. Die Aufnahme finde ich als wirklich "schwach" und meine Erinnerung daran verhindert sogar jegliches Gefühl meine Eindrücke zu überprüfen. :D
Nun, eben habe ich nochmals kurz in die Aufnahme reingehört.
Maria Tipos Spiel empfinde ich, de Sudbin und Pogorelich im Ohr hat, als völlig uninspiriert und völlig "farblos".
Muß und kann ich mir wahrlich nicht lange anhören :ignore
Carola (10.08.2006, 22:58): Und was ist hiermit?
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5907337.jpg
Kennt diese Aufnahme jemand?
fragt Carola
Rachmaninov (11.08.2006, 07:59): Original von Carola Und was ist hiermit?
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5907337.jpg
Kennt diese Aufnahme jemand?
fragt Carola
@Carola,
in der Originals Ausgabe wird die Aufnahme am 28.08.06 erscheinen! Werde mir sie dann direkt kaufe und berichten.
ab (11.08.2006, 13:03): Original von Carola
Kennt diese Aufnahme jemand?
Ich habe sie zuhause: Typischer Schiff mit blechern-kühlem Anschlag, seltsamem Impulsrhythmus, der vermutlich der ungarischen Sprache geschuldet ist und raschem, schlanken Dahinlaufen. Da würde ich allemal die Zacharias-Aunfnahmen
und die von Pletnev vorziehen aber sogar auch die plastische von Benjamin Frith Vol. V. bei Naxos.
Mein Vavorit nannte ich ja bereits oben: Babayan bei pro piano
AcomA (11.08.2006, 13:09): lieber ab,
ich muss jetzt für andras schiff ein gutes wort einlegen ! von blechern kann IMO keine rede sein. schiff spielt auch die scarlatti-sonaten im tänzerischen rhythmus und singt wunderbar in den lyrischen momenten ! eine sehr gute alternative.
gruß, siamak
ab (11.08.2006, 13:14): Original von AcomA lieber ab,
ich muss jetzt für andras schiff ein gutes wort einlegen ! von blechern kann IMO keine rede sein.
Ich meine nicht, dass er blechnern spielt, sondern dass sein Klang auf mich stets blechern-kühl wirkt (etwa im Gegensatz zu "silbrig".) Sowohl das Tänzerische als auch das Sängerische trifft zu.
ab (24.11.2006, 16:30): Gerade lese ich eine Rezension über eine mir unbekannte Piansitin: Joanna Leach: 16 Scarlatti Sonaten. http://www.jpc.de/image/middle/front/0/1702901.jpg Kennt jemand diese Piansitin oder gar diese Aufnahme und kann darüber etwas berichten?
Danke!
Jeremias (05.12.2006, 14:01): Hier wird irgendwie immer nur auf die Interpretationen am Klavier Bezug genommen. Was ist mit dem Cembalo? Habt bzw. hört Ihr auch solche Aufnahmen? Mir geht dieses "Gezirpe" leider nach einiger Zeit immer gewaltig auf die Nerven ?(
ab (05.12.2006, 14:27): Original von Jeremias Was ist mit dem Cembalo? Habt bzw. hört Ihr auch solche Aufnahmen? Mir geht dieses "Gezirpe" leider nach einiger Zeit immer gewaltig auf die Nerven ?(
Mir häufig auch (ähnlich wie bei Orgelsolomusik); scheint aber doch auch eine Frage der Interpretationsqualität zu sein, dann ganz verallgemeinern kann ich es dann doch nicht.
Rachmaninov (19.12.2006, 16:05): Typisch Andras Schiff möchte man bei dieser Einspielung wohl sagen bzw. schreiben.
Ganz manierlich im Ausdruck, ganz im "Dienste" des Werks, sauberes klares Klavierspiel und soweit ganz nett.
Mir fehlt hier aber, wie oft bei ihm, das Gestallten, das Individuelle! Sicher eine schöne Aufnahme, die aber irgendwie doch "bieder" daher kommt ....
Da ziehe ich Pogorelich oder Sudbin klar vor!
Gamaheh (20.12.2006, 22:30): Original von Jeremias Hier wird irgendwie immer nur auf die Interpretationen am Klavier Bezug genommen.
Wie wäre es zur Abwechslung mit der Geige? Vor ein paar Tagen bekam ich die von dem albanischen Geiger Tedi Papavrami transkribierten und gespielten 12 Sonaten mit der Post. Sie klingen, als wären sie für die Geige geschrieben, auch wenn man sie vom Klavier kennt - super!
nun habe ich diese cd auch seit etwa zwei wochen. ich hörte einige dieser scarlatti-sonaten (K 175, 513, 402, 403, 144, 115, 116, 474, 475, 449, 450, 544, 545, 516, 517) schon als schüler mit andras schiff im rundfunk. es waren live-aufzeichnungen. diese interpretationen haben mir schon damals zugesagt.
es sind typische andras-schiff-interpretationen. die betonung des tänzerischen elementes, das singen ohne signifikanten pedaleinsatz, quasi die beschränkung auf die cembalo-dimension, lassen diese sonaten aufblühen. mit dieser cd gehört schiff in die erste reihe mit z.b. horowitz, pogorelich, pletnev und zacharias.
gruß, siamak :engel
Rachmaninov (20.08.2008, 22:00): Gerade hörte ich nochmals Sveinung Bjelland 's Aufnahme mit Mendelssohn und einigen Scarlatti Sonaten.
Also, ich mag die Scarlatti Sonaten auf 2 Arten gerne hören. Aber nicht so wie Hjelland sie spielt. Sein Ansatz überzeugt mich nicht. Er ist, wenn man das mal z.B. mit Pogorelich vergleicht, einfach arm an Klangfarbe. Dies wird besonders deutlich bei der eher melancholischen Sonate K87. Auch was die Spannung und den Fluß angeht, empfinde ich andere Aufnahmen überzeugender. Pogorelich oder Sudbin, mit dem man seinen Ansatz eher vergleichen könnte als z.B. mit einem Demidenko oder Zacharias überzeugen hier mehr.
Der Funke will nicht überspringen....
Heike (25.11.2009, 22:55): Gibt es eigentlich seit dem letzten Sommer was hörenswertes Neues in Sachen Scarlatti + Flügel?
Ich höre die Sonaten soooo gerne und würde mich freuen, wenn es weitere gute Aufnahmen gäbe Heike
nikolaus (25.11.2009, 23:48): @ Heike
Bei aeon ist vor einiger Zeit diese erschienen und gut besprochen:
Satie gefiel sie nicht so gut, siehe hier. In den Soundschnipseln konnte sie mich damals auch nicht so überzeugen, dass ich sie haben musste. Interessant erscheint sie mir aber sicherlich, also höre doch einfach mal rein...
Gruß, Nikolaus.
Heike (26.11.2009, 08:13): Danke für den Hinweis, da werde ich mall reinhören, wenn ich mal wieder bei Dussmann bin! Heike
ab (26.11.2009, 12:25): Ich fand Cavé auch enttäuschend. Besser schon sagte mir Marcela Roggeri bei Transart zu. Bei Naxos sind sie inzwischen bereits bei Vol. 11 angelangt, es spielt Gottlieb Wallisch (aus dem jpc irrtümlich einen -fisch gemacht haben). Ich habe sie noch nicht gehört.
Was ich aber sehr zum Anhören empfehle, ist Racha Arodaky bei ZigZag. Von ihr habe ich eine sehr beeindruckende Scriabin-CD und die subtilen Scarlatti-Soundschnitzel hören sich so an, dass sie einen Platz zumindest neben der von mir so oft gepriesenen von Sergei Babayan (Pro Piano) erklimmern können, gleich hinter den 7 Sonaten, die Emil Gilels in Locarno live gespielt hat (derzeit nur in einer Documents-Box greifbar)
Heike (26.11.2009, 18:30): danke ab! Wenn ich mir vorstelle, wie viele von diesen Sonaten ich noch nie gehört habe ..... Also auch das kommt auf die Anhörliste. Heike
ab (26.11.2009, 18:35): leider sind fast immer dieselben Sonaten zu hören X(
Heike (26.11.2009, 18:37): ja und die mag ich fast alle- also wenn ich mir vorstelle, was man da alles verpasst ..... Woran liegt das eigentlich, dass die anderen so selten eingespielt werden? So viel schlechter oder anspruchsloser werden sie doch nicht sein? Heike
ab (26.11.2009, 18:46): Weniger bekannt sind sie und vielleicht möchte man dem Publikum bekanntes liefern. Womöglich aber liegt das auch an den greifbaren Noten, wo halt dasselbe Zeugs zusammengestellt ist.
bislang waren eigentlich sehr wenig Scarlatti-Aufnahmen greifbar, das ändert sich erst die letzten Jahre. Die Russen scheinen sie immer auf dem Programm gehabt zu haben. :hello
Wooster (26.11.2009, 19:20): Zacharias müßte immerhin 40 oder mehr verschiedene eingespielt haben. Ich weiß auch nicht, ob die ca. 20, die immer wieder gespielt werden, deshalb gespielt werden, weil Pianisten wirklich einen größeren Teil der über 500 vorher durchsehen und entscheiden, daß diese nun die besten sind, oder ob sich eine mehr oder minder zufällig Auswahl fortpflanzt...
Ich mag Scarlatti zwar, aber doch nicht in dem Maße, daß ich mir Scott Ross' Komplettbox angeschafft hätte...
:hello
Wooster
Heike (26.11.2009, 19:25): Leider mag ich das Cembalo ganz und gar nicht, mich stört ungemein, dass fast jegliche Lautstärkevariation unmöglich ist und dieser gleichförmige Klang geht mit nach einiger Zeit einfach nur auf die Nerven! Aber Zacharias kommt auch auf die Anhörliste! Heike
ab (26.11.2009, 19:54): Original von Hebre Aber Zacharias kommt auch auf die Anhörliste! Heike
die einen mögen die früheren bei der EMI lieber (49 Stück billig in einer Dreierbox), die anderen die bei mdg. Mir schien es, zu den ersteren zu gehören. Ich konnte mich nie entscheiden ob mir Zacharias oder aber Pletnevs Doppel-CD ber Virgin besser gefiel. Alle beide habe ich mir dann letztlich nicht gekauft, genauso wenig wie die vom hoch gelobten Horowitz. Die von András Schiff (Decca) höre ich nie. Auch mit Sudbin (BIS), viel hier im Forum erwähnt, kann ich mich nicht recht anfreuden. Alain Planes (hmf) könnte interesant sein, wohl weil er auf einem Erard Flügel spielen dürfte (?), der völlig anders klingt. Zu Progorelich habe ich keine Meinung gebildet.
:hello
Heike (26.11.2009, 19:58): Zu Progorelich habe ich keine Meinung gebildet. Ivo der Exzentriker hat mich überhaupt damals auf den Scarlatti-Geschmack gebracht - ich war vom ersten Hören an absolut hingerissen und bin es bis heute.
Ich habe die CD inzwischen auch schon mehrmals verschenkt und die ist immer extrem gut angekommen, seltsamerweise sowohl bei absoluten Klavierfreaks als auch bei Klassik-Sampler-Hörern.
Heike
Amadé (28.11.2009, 21:14): Original von ab leider sind fast immer dieselben Sonaten zu hören
Liebe Forianer,
ich habe meine Sammlung von Scarlatti-Sonaten einmal durchgeforstet, folgende Interpreten geben sich dort ein Stelldichein: Chr.Zacharias mit 29 Sonaten, gefolgt von A.Schiff, R. Kirkpatrick, I.Pogorelich und W.Horowitz und C.Haskil (Westminster), die jeweils eine ganze Scheibe abliefern. Dann folgen E.Gilels, A.Benedetti-Michelangeli, R.Casadesus und M.Perahia mit mehreren Sonaten. D.Lipatti und G.Gould sind mit 3 Sonaten vertreten, W.Gieseking, M.Hess, Y.Li mit nur 2, Solomon, G.Cziffra, L.Fleisher und Pletnjew mit jeweils nur einer! Insgesamt kommen 93 ! Werke zusammen, gespielt von 19 Pianisten, auf 555 Sonaten bezogen sind das ganze 16,76 %, nicht gerade berauschend. Von allen Pianisten am häufigsten aufgeführt wurde die Sonate K.380 = L.23 E-dur A-dur, insgesamt zehnmal (doppelt oder mehrmals von einem Interpreten aufgenommene Sonaten wurden nur einmal gezählt).
Die Sonate K.9 = L.413 d-moll ist fünfmal eingespielt. Viermal wurden aufgenommen: K.247 = L.256 cis-moll K.322 = L.483 A-dur K.87 = L.33 h-moll K.27 = L.449 h-moll
Von 19 Sonaten sind jeweils 2 Interpreten verzeichnet.
Grüße Amadé
Heike (28.11.2009, 22:43): Interessant, danke, dass du dir die Mühe gemacht hast! Ich versteh es trotzdem nicht, warum da so ein riesiger Teil noch quasi brach liegt, das ist doch wahrlich keine schlechte Musik! Heike
Amadé (29.11.2009, 00:01): Da fällt mir Strawinskys Diktum über Vivaldis (Violin-)Konzerte ein, dass er ein Konzert mehrere hundertmale komponiert habe. Vielleicht lässt sich dieses cum grano salis auch auf Scarlatti übertragen.
Gruß Amadé
Heike (29.11.2009, 10:02): Mmmm, bei denen, die ich kenne, lässt es sich jedenfalls nicht übertragen. Heike
Wooster (29.11.2009, 10:28): Ich habe gerade nicht die Nerven, eine ähnliche Analyse bei meinen CDs zu machen. Allerdings finde ich, angesichts der Tatsache, daß es sich oft nur um einzelne Sonaten als "Zugaben" gehandelt hat, die Ausbeute von 93 unterschiedlichen gar nicht so schlecht.
Ein flüchtiger Blick auf meine CDs zeigt, daß der Überlapp bei denen, von denen ich je drei CDs besitze Zacharias (EMI, 49 Sonaten) und Staier (dhm u. Teldec 52 Sonaten) gar nicht so groß ist. Naturgemäß finden sich bei den 1-CD-Recitals (Pogorelich, Queffelec, Horowitz) mehr von den von Amadé herausgearbeiteten üblichen Verdächtigen.
Wooster
thwinter12 (29.11.2009, 11:37): Ja, ja, der liebe Scarlatti und seine Sonaten! Ich oute mich was das angeht hier mal als kompletten Freak, denn vor etwa 2-3 Monaten startete ich folgendes (zugegeben, vielleicht etwas krankes) Projekt:
Ich begann nämlich in meine Musikdatenbank alle Interpretationen der Sonaten, die ich besitze, nach Kirkpatrick-Nummerierung sortiert zu überspielen. K011 ist bis dato der Spitzenreiter mit 9 verschiedenen Aufnahmen – dicht gefolgt von K009 mit 8 Stück; mittlerweile bin ich bei K031 angelangt (also noch 524 Sonaten - puh!). :ignore
Was passiert aber nun damit? Wie Ihr ja wisst bin ich Pendler, der jeden Tag insgesamt etwas mehr als 4 Stunden in die Arbeit zurücklegt, und da kann es dann schon mal vorkommen, dass ich mir sporadisch eben genau eine Sonate in x-Interpretationen mitnehme und einige Male durchhöre. Bei soviel Zeit in den Öffis kommt man wahrscheinlich auf solche verrückten Ideen – ich finde es aber auch irgendwie beruhigend und die Vergleiche zwischen den Interpreten sind ausgesprochen interessant! :D
Aber, liebe Heike, wen ich Dir absolut als nächsten Scarlatti-Interpreten empfehlen würde ist Christian Zacharias! Genauer gesagt die Tripel-CD-Box von EMI (die spätere Aufnahme bei MDG kenne ich noch nicht). Für weniger als EUR 15,- bekommst Du hier fast 10% von Scarlattis Sonatenschaffen und vieles davon wurde bis dato selten bis gar nicht von anderen Interpreten am Klavier eingespielt.
Bei Zacharias' Aufnahme finde ich weiters sehr interessant, dass er teilweise bewusst Sonatenpaare spielt und dabei ein gewisser „Spannungsaufbau“ auch zwischen zwei Sonaten erzeugt wird (ich meine gelesen zu haben, dass dies von Scarlatti, Soler & Co. beim Komponieren sogar teilweise beabsichtigt war, aber von den heutigen Interpreten meist vernachlässigt wird!?). Im Speziellen sei hier auf die Sonaten K516 und K517 am Ende der 1. CD hingewiesen: was für eine Steigerung!
Zacharias differenziert im Anschlag sicherlich nicht so feinfühlig wie Pogorelich, aber er spielt derart herzerfrischend und ausdrucksstark, dass ich wirklich nicht wüsste, wen von den beiden ich vorziehen würde... :wink
Servas, Thomas
Amadé (29.11.2009, 17:03): Danke thwinter für den Hinweis auf die Paar-Zusammenstellung bei Zacharias.
Auf Kirkpatricks LP mit 18 Sonaten, auf dem ursprünglichen Cembalo gespielt, ist dies zum Prinzip erhoben. Kirkpatrick, der Scarlattis Sonaten neu ordnete, die bisher unbekannte publizierte und eine neue Nummerierung vornahm, Princton 1953, begründete dies auch auf seinem Hüllentext (LP DGA 2533 072, Aufn. 1970), aus dem ich zitiere: Von den 555 Sonaten, die von Scarlatti erhalten sind, hat er fast 400, vor allen die letzten, paarweise angelegt. Bei solchen Paaren steht die eine Sonate gelegentlich in Moll und die andere in Dur, doch haben beide stets dieselbe Tonika. Sie verhalten sich kontrastierend oder ergänzend zueinander. Bei Sonaten, die sich ergänzen, liegt die Einheitlichkeit im Stil, im Instrumentalcharakter oder im harmonischen Gefüge. Bei den kontrastierenden Paaren folgt oft ein schneller Satz auf einen langsamen. Ein durchweg ruhig gehaltener, einfacher Satz dient gelegentlich als Introduktion zu einem differenzierter ausgearbeiteten Teil. Umgekehrt kann jedoch auch auf einen komplexen und dicht gefügten ein einfacher, leichter Satz folgen - etwa ein Menuett, das dann als eine Art Nachtanz fungiert.
Damit wäre er dann näher bei den Sonaten-Komponisten Haydn, Mozart und vor allem Beethoven als z.B. die Bach-Söhne oder deren andere Zeitgenossen.
Gruß Amadé
satie (29.11.2009, 19:05): Original von Amadé Danke thwinter für den Hinweis auf die Paar-Zusammenstellung bei Zacharias.
Auf Kirkpatricks LP mit 18 Sonaten, auf dem ursprünglichen Cembalo gespielt, ist dies zum Prinzip erhoben. Kirkpatrick, der Scarlattis Sonaten neu ordnete, die bisher unbekannte publizierte und eine neue Nummerierung vornahm, Princton 1953, begründete dies auch auf seinem Hüllentext (LP DGA 2533 072, Aufn. 1970), aus dem ich zitiere: Von den 555 Sonaten, die von Scarlatti erhalten sind, hat er fast 400, vor allen die letzten, paarweise angelegt. Bei solchen Paaren steht die eine Sonate gelegentlich in Moll und die andere in Dur, doch haben beide stets dieselbe Tonika. Sie verhalten sich kontrastierend oder ergänzend zueinander. Bei Sonaten, die sich ergänzen, liegt die Einheitlichkeit im Stil, im Instrumentalcharakter oder im harmonischen Gefüge. Bei den kontrastierenden Paaren folgt oft ein schneller Satz auf einen langsamen. Ein durchweg ruhig gehaltener, einfacher Satz dient gelegentlich als Introduktion zu einem differenzierter ausgearbeiteten Teil. Umgekehrt kann jedoch auch auf einen komplexen und dicht gefügten ein einfacher, leichter Satz folgen - etwa ein Menuett, das dann als eine Art Nachtanz fungiert.
Damit wäre er dann näher bei den Sonaten-Komponisten Haydn, Mozart und vor allem Beethoven als z.B. die Bach-Söhne oder deren andere Zeitgenossen.
Gruß Amadé
Allerdings sind das vollkommen willkürliche Zusammenstellungen von Kirkpatrick, die er immerhin aber nur privat vorgenommen hat, für die eigenen Aufnahmen.
Vielleicht ist es ja allgemein bekannt, trotzdem kann man ja den Unterschied zwischen dem Longo-Verzeichnis und dem Kirkpatrick-Verzeichnis noch einmal aufzeigen: Kirkpatrick versuchte, das Longo-Verzeichnis zu ersetzen durch ein chronologisches, allerdings ist es, wenn ich mich recht entsinne, nur nach dem Erscheinungsdatum, bzw. der auf den vorliegenden Manuskripten befindlichen Daten chronologisch, also nicht in Hinsicht der Entstehung. Das ist letztlich ziemlich wurscht, Hauptsache, man hat die Dinger besser geordnet als bei Longo, der meinte, man müsse die Sonaten zu netten Suiten arrangieren und natürlich auch noch ein bisschen verbessern, weil da steht ja nie ein Crescendo oder so drin. Kunststück... Gut, Longo wusste es halt nicht besser, und man darf froh sein, dass Kirkpatrick sich die Mühe noch einmal gemacht hat.
Weniger bekannt ist Pestellis Verzeichnis, welches die Sonaten stliistisch ordnet, was vor allem interpretatorisch praktisch sein dürfte (beispielsweise gibt es Sonaten im spanischen Idiom und solche im italienischen o.ä.).
Komponiert wurde die Sonaten allerdings keinesfalls in solcherlei Gruppierungen. Chronologisch ist am ehesten das Verzeichnis von Kirkpatrick. Man lässt sich einfach durch den Begriff der Sonate viel zu sehr aufs Glatteis führen. Nichts desto trotz wird ein Interpret in der Regel eine Gruppe von Sonaten aufführen wollen, allein schon wegen ihrer Kürze. Und wenn man da tonartlich zusammenpassende nimmt oder eine gewisse Dramaturgie einfließen lassen will, ist das natürlich nur legitim.
Herzlich, S A T I E
Heike (29.11.2009, 19:07): Überzeugt! Also ich finde das mit den Paaren so interessant, dass ich mir jetzt die Zacharias-Box bestellt habe - Lieferzeit aber 3-5 Wochen :-( Vorfreude schönste Freude ....
Arodaky, Babayan und Cavé werde ich demnächst bei Dussman mal anhören, da komme ich sicher noch vor Weihnachten öfter hin. Heike
ab (29.11.2009, 20:13): Original von Hebre Arodaky, Babayan und Cavé werde ich demnächst bei Dussman mal anhören, da komme ich sicher noch vor Weihnachten öfter hin. Heike
Na, dann viel Glück, das Babayan auch vorhanden ist. Sonst danach fragen und zum Anhören unverbindlich bestellen lassen. Arodaky dürfte eher vor Ort sein.
:hello
ab (29.11.2009, 20:38): Ich wollte auch noch darauf hinweisen, dass Fabio Grasso 14 der Sonaten aufgenommen hat (EUTERP 4767195). Diese CD ist in mehreren Hinsichten beachtlich. Zum einen findet sich darauf jene einzigen bloß fünf Stücke dieses großen Oevres, bei dene es sich um Fugen handelt. Die letzte davon ähnelt sehr der letzten Fuge aus dem ersten Band von Bachs WTK! Grassos Spiel ist zum anderen jene Interpretation Scarlattis (aller wenigen mir bekannten), die mir am bachähnlichsten klingt mit entsprechender typischer Schwere im Ausdruck, wo Scarlatti doch in der Regel sehr in Leichtigkeit interpretiert wird. Drittens finde ich sie beachtlich, weil mir scheint, dass Grasso es schafft, das Klavier extrem cembaloähnlich in puncto Flexibilität und Dynamik zu behandeln (das meine ich durchaus im postiven Sinne also nicht im Sinne einer farbeingeschränkten Nähmaschinenregelmäßigkeit) - außergewöhnlich authentisch sozusagen.
thwinter12 (29.11.2009, 20:46): Noch eine kleine Ergänzung betreffend der "Sonatenpaare": Gilbert Rowland, welcher eine Gesamtaufnahme der Cembalosonaten von Antonio Soler auf Naxos vorgelegt hat, schreibt in seinen Booklettexten zu dessen Sonaten:
Manche Sonaten, sowohl die einsätzigen als auch die viersätzigen aus der Zeit um 1780, kommen der Musiksprache der Wiener Klassik sehr nahe. Neueste Forschungen haben gezeigt, dass viele der einsätzigen Sonaten als Sonatenpaare gedacht waren, wie es auch bei Scarlatti der Fall ist. Inwieweit Kirkpatrick & Co. diesem Umstand korrekt oder willkürlich bei ihrer Katalogisierung schon damals Rechnung getragen haben (neueste Forschungen!), entzieht sich meiner Kenntnis. Ich frage mich nur, weshalb solche vom Komponisten gewollte Paarungen - wenn es sie denn wirklich gab - überhaupt "verlorengingen"? ?(
Interessant wären sie allemal!
Servas, Thomas
Heike (04.12.2009, 08:32): Jürgen hat woanders geschrieben: Michelangelis Spiel war wunderbar aber die Stücke haben mich nicht berührt. Ich fand Michelangelis Spiel zwar technisch äußerst gekonnt, aber viel zu kühl und distanziert. Das hörte sich stellenweise an wie Klavierübungen. Zudem fehlte mir die Brillianz im Klang, dieser glitzernde Zauber, den z.B. Pogorelich in die Melodien legt. Hätte ich Scarlatti mit Michelangeli kennen gelernt, wäre ich sicher kein Freund dieser Sonaten geworden. Also wir sind uns einig, das hat mir auch nicht so gut gefallen, wenn auch aus anderem Grund. Heike
ab (04.12.2009, 09:09): Mich würde interessieren, was ihr von der gesanglich-strengen Einspielung jener sieben Sonaten (K. 27, 29, 206, 212, 247, 491, 537 ) haltet, die Murray Perahia 1996 zusammen mit zwei Händel-Suiten bei Sony herausgebracht hat!
Heike (04.12.2009, 09:16): Hallo ab, diese Prahia CD habe ich auch - aber etwas länger nicht gehört. Sobald ich sie in Ruhe wieder angehört habe, melde ich mich dazu (muss jetzt erstmal arbeiten). Heike
Heike (04.12.2009, 15:02): Also, nach nochmaligem hören: Perahia und Scarlatti - das passt wunderbar! Ich finde die CD sehr gelungen. Das klingt einfach, und ich finde es auch gar nicht so streng, sondern sehr lebendig. Bei ihm finde ich auch diese ganz klaren, blitzenden und fast jubelnden Klänge wieder, die Scarlatti meiner Meinung nach braucht und die ich auch bei Pogorelich so mag. Bei Ivo kommt noch die absolut subtile Rhythmus- und Tempogestaltung hinzu, das diese alte Musik so unglaublich modern wirken lässt. Aber auch Perahia überzeugt mich sehr und der Händel auf der CD ist ebenso sehr gelungen, also ich würde sie uneingeschränkt empfehlen. Heike
Armin70 (14.12.2009, 05:18): Auch ich bin ein großer Fan von Domenico Scarlattis Klaviersonaten. Ich bevorzuge die Aufnahmen, die auf einem modernen Klavier gespielt werden. Zu meinen Aufnahmen gehören die bereits genannten Aufnahmen von Andras Schiff und Ivo Pogorelich.
Übrigens sah ich vor wenigen Monaten bei Arte.liveweb.tv einen Konzertmittschnitt von Yuja Wang, wo sie u. a. auch einige Klaviersonaten von Scarlatti spielte (K 427, K 87, K 380 und K 455). Das machte Lust nach mehr.
Auch wenn das jetzt vielleicht nicht in die Sparte "Klaviermusik" aber trotzdem zu Domenico Scarlatti gehört, so möchte ich dennoch auf die 12 Concerti Grossi von Charles Avison (1709 - 1770) hinweisen. Avison bearbeitete einige Sonaten von Scarlatti 1744 für Streicher und Basso Continou.
Im folgenden bearbeitete Avison folgende Sonaten von Scarlatti:
1.Concerto Grosso A-Dur: Sonaten: K 91a, K 24, K 91d, K 26
2. Concerto Grosso G-Dur: Sonaten: K 91c, K 13, K 4, K 2
3. Concerto Grossso d-moll: Sonaten: K 89, K 37, K 38, K 1
4. Concerto Grosso a-moll: Sonaten: K 12, K 3, Largo unbekannt, K 36
5. Concerto Grosso d-moll: Sonaten: Largo unbekannt, K 11, K 41, K 5
6. Concerto Grosso D-Dur: Sonaten: Largo unbekannt, K 29, K 89, K 21
7. Concerto Grosso g-moll: Sonaten: K 88a, K 19, K 88d, K 17
8. Concerto Grosso e-moll: Sonaten: K 81a, K 20, K 81d, K 15
9. Concerto Grosso C-Dur: Sonaten: Largo unbekannt, K 31, Sicilliana unbekannt, K 7
10. Concerto Grosso D-Dur: Sonaten: Grazioso unbekannt, K 10, Adagio unbekannt, K 9
11. Concerto Grosso G-Dur: Sonaten: Con Affetto unbekannt, K 28, K 25, K 6
12. Concerto Grosso D-Dur: Sonaten: Grave/Largo unbekannt, K 23, Lentemente unbekannt, K 33
Jede Kirkpatrick-Nummer steht für einen Satz. Bei einigen Sätzen ist man sich jedoch nicht sicher, welche Sonaten von Scarlatti Avison als Quelle dienten.
Empfehlen kann ich folgende Aufnahme:
Wer schon viele Aufnahmen von Scarlattis Sonaten auf Cembalo, Klavier, Gitarre, Orgel etc. (sogar Akkordeon hab ich gesehen) oder sogar alle Sonaten besitzt, ist dies vielleicht eine interessante Alternative.
MfG
ab (21.12.2009, 20:52): Alexis Weissenberg hat einst bei der Deutschen Grammophon einige Scarlatti Sonaten aufgenommen. Diese CD scheint aber derzeit nicht erhältlich zu sein, oder? Droben schien folgendes gewesen zu sein: 1. Sonata for keyboard in G minor, K. 450 (L. 338) 'Burlesca' 2. Sonata for keyboard in E major, K. 531 (L. 430) 3. Sonata for keyboard in C sharp minor, K. 247 (L. 256) 4. Sonata for keyboard in A minor, K. 109 (L. 138) 5. Sonata for keyboard in F major, K. 107 (L. 474) 6. Sonata for keyboard in C major, K. 132 (L. 457) 7. Sonata for keyboard in E flat major, K. 193 (L. 142) 8. Sonata for keyboard in F minor, K. 481 (L. 187) 9. Sonata for keyboard in F minor, K. 184 (L. 189) 10. Sonata for keyboard in B minor, K. 87 (L. 33) 11. Sonata for keyboard in E minor, K. 233 (L. 467) 12. Sonata for keyboard in B flat major, K. 544 (L. 497) 13. Sonata for keyboard in G major, K. 13 (L. 486) 14. Sonata for keyboard in E major, K. 20 (L. 375) 'Capriccio' 15. Sonata for keyboard in G minor, K. 8 (L. 488) ('Bucolic')
Gibt es auch Scarlatti-Aufnahmen bei der EMI von ihm?
Danke!
:hello
Armin70 (21.12.2009, 21:56): Hallo ab,
ich habe mal herumgestöbert:
Die DG-Aufnahme ist im offiziellen Katalog der DG tatsächlich nicht mehr vertreten. Bei amazon.com ist sie aber noch erhältlich:
amazon_dg
oder als Lizenz-Aufnahme bei Arkivmusic:
arkivmusic
Bei EMI scheint Weissenberg keinen Scarlatti aufgenommen zu haben. Jedenfalls habe ich im offiziellen EMI-Katalog nichts gefunden.
Gruß Armin
ab (21.12.2009, 22:01): viel zu teuer!
Wer weiß womöglich bringt noch die EMI in der neuen Icon-Serie ein Weissenberg-GA heraus?
satie (22.12.2009, 06:27): Gerade eben habe ich gesehen, dass die Gesamtaufnahme der Sonaten mit Pieter-Jan Belder für schlappe 30,97 Euro bei Amazon zu kriegen ist. Da werde ich wohl zuschlagen müssen... Wer eine günstige und durchaus empfehlenswerte GA auf dem Cembalo möchte, der sollte nicht zögern. Die GA mit Scott Ross kostet leider immer noch über hundert Euro. Existieren überhaupt noch mehr Gesamtaufnahmen?
Herzlich, S A T I E
thwinter12 (22.12.2009, 21:30): Original von Satie Existieren überhaupt noch mehr Gesamtaufnahmen? Durchaus! Durchaus! Der Cembalist Richard Lester hat in den Jahren 2000 - 2005 diese "Großtat" gewagt und die Veröffentlichung fand in 7 Folgen bei Nimbus Records statt:
...
Genauere Infos gibt's unter http://www.the-scarlatti-experience.fsnet.co.uk/indexb.htm .
Monetär ist sie jedoch die Teuerste derzeit am Markt befindliche Edition. Ich kenne sie (noch) nicht, habe aber folgende Rezensionen auf die Schnelle im WWW entdeckt:
MusicWeb International: Vol. 3 + Vol. 7
Classical Net: Vol. 1 + Vol. 2
Original von Satie Gerade eben habe ich gesehen, dass die Gesamtaufnahme der Sonaten mit Pieter-Jan Belder für schlappe 30,97 Euro bei Amazon zu kriegen ist. Da werde ich wohl zuschlagen müssen... Wer eine günstige und durchaus empfehlenswerte GA auf dem Cembalo möchte, der sollte nicht zögern. Die GA mit Scott Ross kostet leider immer noch über hundert Euro. Hier bei Amazon UK gibt es die Ross-Box für grade mal £66,98. Man ziehe die EUR 30,97 ab ... um so viel mehr ist das doch dann nicht!? :wink
An Scott Ross führt nämlich meiner Meinung nach bei Scarlatti kein Weg vorbei! Ich besitze selbst die Belder-Box und habe zwar noch nicht alle Sonaten gehört, aber beschwöre hiermit hoch und heilig, dass Ross bei ALLEN Sonaten "die Nase vorn hat". Es ist einfach ein Genuß ihm zuzuhören. Er packt mich jedes Mal aufs neue und man spürt bei jeder Sonate mit welcher Freude aber auch Ernsthaftigkeit er an die Sache geht. Belder hingegen ist da IMO nur "Mittelmaß"!
Das Booklet fällt bei Ross mit 255 Seiten in Englisch und Französisch geradezu üppig aus. Fast jede Sonate wird hier mit ein paar Worten und ab und zu auch Notenbeispielen beschrieben. Bei Belder sind es grade mal magere 27 und sehr allgemein gehaltene Seiten.
Daher mein abschließender Aufruf: Bitte, investiert doch einfach ein paar "Kröten" mehr! Wenn schon eine Gesamtaufnahme, dann die von Scott Ross... :down
Servas, Thomas
satie (23.12.2009, 06:29): Naja, so pauschal würde ich Ross den Vorzug nicht geben. Bei vielen Sonaten nehmen er und Belder sich nicht viel. Allerdings ist die Ross-Aufnahme von den Cembali und dem Klang her besser, und unterm Strich ist es schon die bessere Interpretation. Trotzdem: wer eine GA will, damit er einfach alle Sonaten hat, vernünftig eingespielt auf dem Cembalo, der sollte zugreifen, weils ein Schnäppchen ist. Ich persönlich brauche GAs vor allem, weil ich möglichst komplette Oeuvres, auch für Arbeitszwecke, abrufbar haben will. Bei Scarlatti sind etliche Sonaten dabei, die man getrost unter den Tisch fallen lassen kann, undman fährt glaube ich bei diesem Komponisten besser mit verschiedenen Interpretationen der selben, ausgewählten Sonaten. Lester scheint auch nicht uninteressant, ist aber tatsächlich ein sehr teurer Spaß. Und ich würde Ross dann doch vorziehen. Danke jedenfalls für den Hinweis!
Herzlich, S A T I E
thwinter12 (06.01.2010, 11:56): Eine vielleicht etwas skurrile Scarlatti – Homepage findet sich unter http://scarlattidaily.blogspot.com/
Der Schreiber, advancedpoetx, hat hier im Dezember 2006 begonnen, sich jeden Tag eine Scarlatti–Sonate in verschiedenen Interpretationen anzuhören und seine Gedanken dazu niederzuschreiben. Natürlich ist dieses „Projekt“ schon längst abgeschlossen, doch musste ich mit Freude feststellen, dass dieser "Verrückte" seit einiger Zeit wieder schreibt und von neuem begonnen hat. :D
Das Herausragende an dieser Homepage ist, dass hier rund um diese tägliche Beschäftigung mit Scarlattis Sonaten eine enorme Fülle von Zusatzinformationen über den Komponisten und sein Werk zusammengetragen wurde: Links zu anderen Websites, Publikationen, CD-Einspielungen, Rezensionen, Veranstaltungen etc.
Ich habe schon einige Zeit dort verbracht und „geschmökert“ – macht Spaß! :wink
Servas, Thomas
Heike (06.01.2010, 16:48): Oh da gibts ja viel zu lesen, das ist ja eine Fundgrube, die mir sicher Spaß machen wird. Genau wie Scarlattis Musik :-) Wie schreibt der Blogger dort: "Scarlatti a day, keeps the sorrows away." :times10 Heike
Armin70 (07.01.2010, 07:33): Es gibt noch eine andere interessante Internet-Seite, wo man sich alle Scarlatti-Sonaten zumindest ausschnittsweise, eingespielt von John Sankey, anhören und downloaden kann. Die Qualität kann sich sicherlich nicht mit den besten CD-Aufnahmen messen aber wer mal wirklich alle Sonaten auf die Schnelle kennenlernen möchte, für den ist das evtl. ganz interessant.
Scarlatti1
bzw. hier:
Scarlatti2 (Da sind die gleichen Aufnahmen zu hören wie bei "Scarlatti1" aber diese Internetseite ist etwas übersichtlicher gestaltet).
oder hier:
Scarlatti3
Gruß Armin
Heike (29.01.2010, 21:43): Eine vielleicht etwas skurrile Scarlatti – Homepage findet sich unter http://scarlattidaily.blogspot.com/
Ich lese jetzt dieses blog seit einigen Wochen mit - und habe meine wahre Freude daran. Und höre - so vorhanden - die entsprechende Sonate hier dann mit (oder suche sie, was manchmal dank Armins Links auch gelingt). Nochmal tausend Dank für diesen Tipp, das macht richtig Spaß! Heike
Rachmaninov (25.03.2010, 12:02): Original von Heike Ich starte den Tag mit Scarlatti und Pletnev:
Darin sind zwei super CD, die es bei Amazon zum Schleuderpreis von nur 6,97 Euro gibt, wie ich gerade beim Bild einstellen sehe. Also wer noch nichts von Scarlatti kennt, für den wäre das ein schöner Einstieg. Heike
Das ist eine der besten Scarlatti Aufnahmen überhaupt und eine der besten Pletnev CD's noch dazu. :beer
Heike (25.03.2010, 12:41): Wir sind ganz einer Meinung :beer Heike
Heike (24.04.2010, 08:30):
Scarlatti auf dem Cembalo - ich bin ja kein großer Freund dieses Instruments, aber diese Aufnahme hat was! Das Instrument klingt nicht langweilig zitherhaft, und Ross spielt mit ganz viel Power und Seele. Tolle CD! Heike
ab (31.05.2010, 20:40): Leider nur vier Sonaten :I hat der Dänische Pianist Nikolaj Koppel für EMI Denmark aufgenommen: sonata k. 20 in e-major" sonata k. 208 in a-major sonata k. 9 in d-minor sonata k. 1 in d-minor
Herrlich jugendlich, freudig und mit ungewöhnlich leuchtendem Ton, ruhend, ruhig, natürlich atmend und beseelt. Ein wahres Vergnügen, wie ich finde! (Der Rest gefällt mir nicht minder.)
nikolaus (31.05.2010, 20:47): Kannst Du mehr über den Pianisten sagen (ist das sein Debut?)?
Was spielt er denn von Bartok? (Ich nehme an, es ist die gleiche Aufnahme, die Du im "Was höre ich gerade..." Faden gezeigt hast).
:thanks Nikolaus
ab (31.05.2010, 21:03): Ich bin heute durch Zufall über seinen Namen gestolpert. Nicht einmal eine eigenen Webseite hat er. Bei uns scheint es das Zeugs nur als mp3-Download zu geben oder es kann über Frankreich als Livestream angehört werden. Zu kaufen scheint es das nur im Norden zu geben.
Nein, es ist nicht sein Debut, ganze drei CDs hat er an unseren Ohren vorbei bei EMI Dänemark veröffentlicht. Ich habe nur folgendes auf englisch gefunden:
Nikolaj Koppel (born 1969) began piano studies with his grandfather Herman D. Koppel, continuing at The Royal Danish Academy of Music until 1997. After his debut, Nikolaj Koppel toured in Europe, in the USA and Australia, but in 2000 interrupted his career in favour of journalism. In 2005, he was appointed Music Director of the Tivoli Gardens in Copenhagen. Nikolaj Koppel has released 3 CDs on EMI, one of them being Brahms Concerto for Piano and Orchestra No. 1 with the Danish National Symphony Orchestra conducted by Thomas Dausgaard.
Die heute gehörte Ausgabe ist eine Doppel-CD, auf der ein Großteil der drei CDs noch einmal draufgetan wurde.
Auf der abgebildeten CD ist Bartoks op. 14 ist droben wie die Balladen von Brahms, sehr langsam aber wie völlig zwingend gespielt, und Chopins cis-moll Prélude.
Mir geht da das Herz auf! Hör' es Dir unbedingt an! :hello
nikolaus (31.05.2010, 21:08): Danke! Das klingt interessant!
Nikolaus
ab (31.05.2010, 21:30): Ich muss mich zurückhalten, weil ich stark die Neigung verspüre, zu schwärmen anzufangen. Aber nur zweimal an einem Tag angehört - und dann auch noch datenreduziert -, traue ich mich nicht so recht, weil womöglich ich ja nur heute besonders empfänglich bin. Aber Koppel ist der erste, bei dem ich (der sonst derartige Vergleich per se meidet) sogar an Gilels bzgl. Ruhe, sowie Räumlichkeit und Farbe des Klangs denken muss. Seine erlesene Phrasierung allerdings bei den Balladen scheint mir sogar interessanter zu sein. (Natürlich hat er nichts von Gilels Kraft oder seiner Voluminösität, Koppel hat eher einen schlank wirkenden Ton.) Vielleicht aber sagt das alles mehr über meinen Geschmack als über seine Qualität aus... Hätte ich diese CD heute in einem Laden in Hände gehalten, hätte ich sie mir jedenfalls sofort mitgenommen, wo ich es mir sonst jedesmal mindestens dreimal überlege, und wiederholt zum Wiederhören zurückkehre. Ich bin ja kein Sammler, sondern kaufe mir nur solches, was ich auch als wertvoll zum vielfachen Hören erachte. :hello
Leachim (31.05.2010, 21:58): Wer sprach hier von Pogorelich als tollem Scarlattiinterpreten? http://www.youtube.com/watch?v=wpu8V1WaYEM
Rachmaninov (01.06.2010, 07:39): Original von Leachim Wer sprach hier von Pogorelich als tollem Scarlattiinterpreten? http://www.youtube.com/watch?v=wpu8V1WaYEM
Leachim (01.06.2010, 09:38): Weil man hier meines Erachtens noch in seiner Bestform hören kann, denke ich.
ab (01.06.2010, 12:11): Zwei Sonaten spielt Yuja Wang auf ihrer neuen CD Transformation, DG Sonata in E, K.380 Sonata in f minor (Andante moderato) K.466
Meinem Dafürhalten (nach einmaligem Anhören) nach kommt mir beim K.380 die Linienführung links irgendwie beiläufig monoton vor, was mir stark den freudigen Ausdruck rechts wieder zu mindern scheint. Die agogische Gestaltung beim K.466 kommt mir durchaus geschmackvoll vor. Dennoch habe ich oft den Eindruck, dass impulsiver angeschlagene Töne nicht immer recht eingebunden sind in den Gesamtverlauf. Auf mich wirkt die Spannung des sehr langsamen Tempos nicht getragen. Wenn sie stärker anschlägt, hält sie auch nicht den weichen Klang bei. (Alles drei aber kann wohl auch am datenreduzierten Sound liegen.) Irgendetwas stört mich an ihrem Triller, vielleicht, weil ich nicht den Schwerpunkt in der Gesamtlinie erkennen kann und mir auch einzelne Töne (oft der Beginn wie abgebremst und dann nach hinten hin anschwellend, vermutlich aus Technikgründen, statt aus bewusster Gestaltung?) herauszustechen scheinen, was mir Unruhe zu verbreiten scheint. Mir persönlich werden zuwenig die harmonischen Wechsel verdeutlicht und von Mittellienen höre ich gar nichts. Besonders atmosphärisch finde ich es eigentlich auch nicht. Wie hört ihr das?
ab (01.06.2010, 12:14): Original von Leachim Weil man hier meines Erachtens noch in seiner Bestform hören kann, denke ich.
In drei Tagen
Freitag, 04. Juni 2010, 19:30
ist Progorelich wieder im Radio bei seinem jüngsten Konzert in Wien anzuhören, wie hier draufhingewiesen.
ab (30.06.2010, 14:05): Auf dem Cembalo gibts eine Neuaufnahme zu verzeichnen: Der französische Cembalist Bertrand Cuiller hat 12 Sonaten, gepaart mit dem Fandago von Soler, zusammengestellt und für Alpha auf CD gebannt:
1. Sonate für Cembalo C-Dur K 420 (L S. 2) 2. Sonate für Cembalo f-moll K 462 3. Sonate für Cembalo C-Dur K 132 (L 457) 4. Sonate für Cembalo A-Dur K 65 5. Fandango en modo derico 6. Sonate für Cembalo G-Dur K 144 7. Sonate für Cembalo D-Dur K 119 (L 415) 8. Sonate für Cembalo g-moll K 426 9. Sonate für Cembalo c-moll K 115 10. Sonate für Cembalo E-Dur K 206 (L 257) 11. Sonate für Cembalo fis-moll K 25 (L 481) 12. Sonate für Cembalo Es-Dur K 475 13. Sonate für Cembalo g-moll K 30 (L 499) "Katzenfuge"
Die Aufnahme ist, wie es für Cembali üblich geworden ist, unglaublich plastisch, füllig und direkt. Hier höre ich gerne zu (auch wenn ich nicht derart erstaunt lausche wie jüngst dem Radio, als Andreas Steier die Goldbergvariationen spielte)!
ab (25.08.2010, 16:29): Original von ab Zwei Sonaten spielt Yuja Wang auf ihrer neuen CD Transformation, DG Sonata in E, K.380 Sonata in f minor (Andante moderato) K.466
Meinem Dafürhalten (nach einmaligem Anhören) nach kommt mir beim K.380 die Linienführung links irgendwie beiläufig monoton vor, was mir stark den freudigen Ausdruck rechts wieder zu mindern scheint. Die agogische Gestaltung beim K.466 kommt mir durchaus geschmackvoll vor. Dennoch habe ich oft den Eindruck, dass impulsiver angeschlagene Töne nicht immer recht eingebunden sind in den Gesamtverlauf. Auf mich wirkt die Spannung des sehr langsamen Tempos nicht getragen. Wenn sie stärker anschlägt, hält sie auch nicht den weichen Klang bei. (Alles drei aber kann wohl auch am datenreduzierten Sound liegen.) Irgendetwas stört mich an ihrem Triller, vielleicht, weil ich nicht den Schwerpunkt in der Gesamtlinie erkennen kann und mir auch einzelne Töne (oft der Beginn wie abgebremst und dann nach hinten hin anschwellend, vermutlich aus Technikgründen, statt aus bewusster Gestaltung?) herauszustechen scheinen, was mir Unruhe zu verbreiten scheint. Mir persönlich werden zuwenig die harmonischen Wechsel verdeutlicht und von Mittellienen höre ich gar nichts. Besonders atmosphärisch finde ich es eigentlich auch nicht. Wie hört ihr das?
Thomas Gehrig hört das wohl etwas ähnlich, wie hier zu lesen.
ab (08.09.2010, 09:14): Original von ab Auf dem Cembalo gibts eine Neuaufnahme zu verzeichnen: Der französische Cembalist Bertrand Cuiller hat 12 Sonaten, gepaart mit dem Fandago von Soler, zusammengestellt und für Alpha auf CD gebannt:
Domenico Scarlatti: Piano Sonatas Fou Ts'Ong 2003 Meridian Records
01. Sonata K32 in D Minor: Sonata K32 in D Minor 1:26 02. Sonata K164 in D: Sonata K164 in D 2:56 03. Sonata K484 in D: Sonata K484 in D 1:17 04. Sonata K318 in F#: Sonata K318 in F# 1:53 05. Sonata K500 in A: Sonata K500 in A 2:00 06. Sonata K474 in E Flat: Sonata K474 in E Flat 2:48 07. Sonata K550 in B Flat: Sonata K550 in B Flat 2:27 08. Sonata K208 in A: Sonata K208 in A 1:54 09. Sonata K107 in F: Sonata K107 in F 2:14 10. Sonata K380 in E: Sonata K380 in E 2:33 11. Sonata K531 in E: Sonata K531 in E 1:31 12. Sonata K210 in G: Sonata K210 in G 2:39 13. Sonata K461 in C: Sonata K461 in C 1:34 14. Sonata K304 in G: Sonata K304 in G 1:39 15. Sonata K99 in C Minor: Sonata K99 in C Minor 3:14 16. Sonata K540 in F: Sonata K540 in F 2:00 17. Sonata K162 in E: Sonata K162 in E 3:04 18. Sonata K163 in E: Sonata K163 in E 0:52 19. Sonata K246 in C# Minor: Sonata K246 in C# Minor 2:06 20. Sonata K247 in C# Minor: Sonata K247 in C# Minor 2:33 21. Sonata K378 in F: Sonata K378 in F 1:32 22. Sonata K379 in F: Sonata K379 in F 1:38 23. Sonata K213 in D Minor: Sonata K213 in D Minor 3:29 24. Sonata K443 in D: Sonata K443 in D 2:39 25. Sonata K262 in B: Sonata K262 in B 2:17 26. Sonata K215 in E: Sonata K215 in E 2:36 27. Sonata K158 in C Minor: Sonata K158 in C Minor 3:09 28. Sonata K193 in E Flat: Sonata K193 in E Flat 2:11 29. Sonata K481 in F Minor: Sonata K481 in F Minor 3:08 30. Sonata K513 in C: Sonata K513 in C 2:42 31. Sonata K394 in E Minor: Sonata K394 in E Minor 3:04 32. Sonata K95 in C: Sonata K95 in C 2:07
Rachmaninov (05.11.2010, 12:11): Original von ab Kennt das wer?
Domenico Scarlatti: Piano Sonatas Fou Ts'Ong 2003 Meridian Records
Leider nein! Wollte ich immer mal ergattern, ist mir jedoch nie geglückt!
Amadé (05.11.2010, 16:59): Interessiert mich auch sehr, von dem in den 70ern bekannteren Fou ts' Ong (damals bei Iramac vertreten) besitze ich nicht eine einzige Platte. :down
Gruß Amadé
satie (06.11.2010, 07:54): Original von ab Kennt das wer?
Domenico Scarlatti: Piano Sonatas Fou Ts'Ong 2003 Meridian Records
Ja, aber ich mag die Aufnahme nicht. Zwar ist Fou Ts'Ong einer meiner liebsten Pianisten, aber sicherlich nicht für dieses Repertoire. Sicher: ich finde sowieso, Scarlatti gehört auf dem Cembalo gespielt und nicht auf dem Steinway, aber auch da finde ich andere besser. Fou Ts'Ong ist ein poetischer Interpret, und das schätze ich bei Chopin und vor allem Debussy. Die Pedalexzesse bei Scarlattis langsamen Sonaten sind mir unerträglich, und die schnellen schätze ich beispielsweise bei Maria Tipos humorvoller Sichtweise mehr. Und wo es um Poesie geht ist mir z.B. Clara Haskil in diesem Fall näher. Aber wie gesagt: im Grunde finde ich alles, was ich bisher auf dem modernen Klavier engespielt gehört habe einfach nicht besonders.
Herzlich, S A T I E
ab (09.11.2010, 21:56): den Soundschnitzel zufolge bezwingend andere Phrasierungen und ungewöhnlich erdiges Scarlatti-Spiel.
Scarlatti: 11 Klaviersonaten Nikolai Petrov Melodiya , ADD, 1963/73
Petrov hat eine ganz vorzügliche Schubert D.960er Sonate aufgenommen! :down
4 wunderbare CDs habe ich mir da unlängst bestellt :-) Zacharias spielt spannend, das sind quasi richtige kleine Inszenierungen: lebendig und aufregend. Da macht das Zuhören Spaß.
Die letzte CD ist wirklich witzig: +"Scarlatti x 20" - Seit 1973 spielt Zacharias immer wieder Scarlattis Sonate G-Dur K. 55 als Zugabe. 20 Versionen sind auf dieser Aufnahme zu hören. Lustige Sache irgendwie und andererseits lädt es total dazu ein, die minimalen Unterschiede zu entdecken.
Heike
ab (24.11.2010, 22:38): ah, endlich wieder am Markt; und dann auch noch so preisgünstig :)
ab (02.12.2010, 10:23): Erscheint diesen Monat:
Klaviersonaten K. 8, 12, 25, 32, 40, 43, 56, 59, 69, 70, 83, 85, 95, 99, Alice Ader FugaLibera
Auf mich wirkt es unruhig, ungelenk und enervierend. Abstoßend wie das Cover.
ab (02.12.2010, 10:34): Die Edition sämtlicher Scarlatti-Sonaten bei Naxos auf modernen Instrumenten und mit verschiedenen Interpreten ist inzwischen bis zu Band 13 gediehen.
Igendwie habe ich das bloß bis Vol 6 mitverfolgt. Daher meine Frage: Was davon ist eigentlich empfehlenswert?
Vol 1 - Eteri Andjaparidze Vol 2 - Michael Lewin Vol 3 - Jenö Jando Vol 4 - Beatrice Long Vol 5 - Benjamin Frith Vol 6 - Evgeny Zarafiants Vol 7 - Konstantin Scherbakov Vol 8 - Soyeon Lee Vol 9 - Francesco Nicolosi Vol 10 - Colleen Lee Vol 11 - Gottlieb Wallfisch Vol 12 - Gerda Struhdal Vol 13 - Chu-Fang Huang
Im Radio höre ich gestern einen Ausschnitt: Unglaubliche Spannung zurch extrem kontrollierte Zurücknahme. Mir reibt das am Herzen, statt mich zu erfüllen.
Keyboard Sonata K239 in F minor Keyboard Sonata K208 in A major Keyboard Sonata K72 in C major Keyboard Sonata K8 in G minor Keyboard Sonata K29 in D major Keyboard Sonata K132 in C major Keyboard Sonata K430 in D major Keyboard Sonata K20 in E major Keyboard Sonata K481 in F minor Keyboard Sonata K514 in C major Keyboard Sonata K64 in D minor Keyboard Sonata K32 in D minor Keyboard Sonata K141 in D minor Keyboard Sonata K472 in B flat major Keyboard Sonata K3 in A minor Keyboard Sonata K380 in E major Keyboard Sonata K431 in G major Keyboard Sonata K9 in D minor
Rachmaninov (10.02.2011, 11:39): Original von ab Im Radio höre ich gestern einen Ausschnitt: Unglaubliche Spannung zurch extrem kontrollierte Zurücknahme. Mir reibt das am Herzen, statt mich zu erfüllen.
Klingt für mich nicht als würdest Du diese Aufnahme empfehlen. Oder interpretiere ich falsch?
ab (10.02.2011, 14:57): Original von Rachmaninov Original von ab Im Radio hörte ich gestern einen Ausschnitt: Unglaubliche Spannung durch extrem kontrollierte Zurücknahme. Mir reibt das am Herzen, statt mich zu erfüllen.
Klingt für mich nicht als würdest Du diese Aufnahme empfehlen. Oder interpretiere ich falsch?
Ich finde sein Spiel ganz vorzüglich! Ich kann nur nicht abschätzen, ob ich es schaffen könnte, seine Art der Musikalität warmer Eisenskälte auch zu lieben.
Ich höre gerade einen Live-Stream und bin schon sehr fasziniert!
Heike (27.03.2011, 10:33): Tasten- und Kartenspieler Scarlatti Hier auf br-klassik kann man sich anhören, warum der spielsüchtige Scarlatti so viele Sonaten geschrieben haben soll :-) Heike
Heute habe ich auch nochmals Tharauds Scarlatti Aufnahme gehört. Alles gilt wohl überlegt, jeder Anschlag, jede Steigerung und Phrasierung. Fulminant gespielt, sicherlich mit großem technischen können ....
ABER mein Herz erreicht es nicht. Das ist für mich zu aufgesetzt, zu unemotional......
Amadé (04.03.2012, 19:53): Im September werde ich ihn u.a. mit 10 Scarlatti-Sonaten hören, ich freue mich schon darauf.
:leb
Cetay (inaktiv) (21.10.2019, 11:16): Scarlatti soll gesagt haben, ein Genie wie er brauche sich nicht an zu Regeln halten. Bei so viel gesundem Selbstbewusstsein ist der Wahnsinn oft nicht weit. Und wo Wahnsinn ist, lauert mystische Einsicht. Es braucht eine wahnsinnige Interpretin, um das zu transportieren. Hier ist sie, lest selbst. Endlich mal ein Begleittext mit Substanz. Ebenso dissoziiert wie das klingende Ergebnis. Der Wahnsinn! Hier stimmt die sonst jedem oberflächlichen Spektakel nachgeschmissene Floskel mal. Das ist kein warmer, tänzerischer Belcanto. Das ist kalte Architektur. Anschlagskultur? Ähm, das ist für Cembalo geschrieben. Nein, dieser Scarlatti kommt dir mit solchem Mumpitz keinen Millimeter entgegen. Du musst ganz allein in die Zone. Au weia, sie hat mich schon angesteckt. Kein Wunder bei diesen Augen...