Frank hatte es an einer anderen Stelle geschrieben
Was hast Du eigentlich von der Sendung insgesamt gehalten? Ich bin extra aufgeblieben, obwohl ich um 4.30h aufstehen muß. Ich war aus mehreren Gründen ziemlich enttäuscht.
Wer hat die Sendung gesehen?
Hat sie euch gefallen?
Was haltet ihr von den Preisträgern?
R
nubar (23.10.2006, 09:42): Hallöchen,
ich habe die SEndung nicht gesehen, kenne sie aber aus den anderen Jahren. IMO sollte man keine Erwartungen an das künstlerische Niveau stellen. Es handelt sich schlicht um eine Werbemaßnahme, um die aktuellen Sternchen der Klassik insbesondere aus dem Hause Universal zu puschen. Ich möchte damit nicht unterstellen, dass die Künstler nicht gute Leistungen erbracht haben, aber die Konkurrenz wird IMO ausgeblendet. Solange es Leute dazu bringt, sich mehr mit dieser Musikgattung zu beschäftigen, ist es mir recht, ich muss es mir ja nicht anschauen. Ich bezweifele aber, dass z.B. Vivaldi in Captain-Cook-Manier Anregung geben wird.
Grüße, nubar
LazarusLong (23.10.2006, 09:49): Original von Rachmaninov Hallo Forianer,
Frank hatte es an einer anderen Stelle geschrieben
Was hast Du eigentlich von der Sendung insgesamt gehalten? Ich bin extra aufgeblieben, obwohl ich um 4.30h aufstehen muß. Ich war aus mehreren Gründen ziemlich enttäuscht.
Wer hat die Sendung gesehen?
Hat sie euch gefallen?
Was haltet ihr von den Preisträgern?
R
Da ich hier zitiert werde, sollte ich vielleicht detaillierter darlegen, was mir nicht gefallen hat:
- Die Moderatorin mit ihren flachen Krimiwitzen. Warum nicht jemand, der von klassischer Musik etwas versteht und nicht unter Profilneurose leidet. Vorschlag: Götz Alzmann
- Die Auswahl der Stücke im Allgemeinen. Auf der einen Seite wird gejammert, daß die Jugend sich nicht mehr für Klassik interessiert, auf der anderen Seite sind die Stücke so ausgewählt, daß kein Anfänger länger als 2 Minuten zuhören wird. Die Botschaft an diesem Abend lautete: Wir sind etwas besonderes. Wir kännen auch mit Stücken etwas anfangen, mit denen Otto Normalverbraucher nichts anfangen kann.
- Sting: Rein subjektiv hätte ich diese Musik in unserem Pub eher erwartet als beim Echo.
- Vergewaltigung der 4 Jahreszeiten mit 4 Saxophonen und einem Klavier
- Mozart meets Cuba. Das war weder Fisch noch Fleisch. Von den angekündigten südamerikanischen Rhytmen habe ich nicht viel gehört (und ich bin in Südamerika aufgewachsen), das schwirrende Geräusch, das ich im Hintergrund zu vernehmen glaubte, war Mozart, der mit 500U/min im Grab rotierte, ansonsten klang das Ganze für mich nach einer mühevoll unter Kontrolle gehaltenen Jamsession mit grundlegendem, nur schwer erkennbarem, Mozartthema.
- Elisabeth Schwarzkopf. Wenn schon alle Geehrten etwas vortragen mussten, warum hat man dieser hervorragenden Sängerin nicht noch die 7 Minuten eingeräumt um eines der schönsten Mozartstücke zu Ende zu bringen? Nur weil Sie nicht mehr lebt, sollte man sie doch nicht in 1 Minute abhaken.
- Die junge Violistin, an deren Namen ich mich im Moment nicht erinnere. Klang das nicht ein bißchen schräg oder musste das so sein? Ich hatte das Gefühl, sie lag ab und zu ein wenig daneben? Aber wie gesagt, ich bin nur Konsument und kein Fachmann.
- Bryn Terfel, Cecilia Bartoli, Rene Fleming: Hier bin ich als bekennender Fan voreingenommen, trotzdem hätte ich mir für eine Sendung die fast in der besten Sendezeit läuft, etwas populärere Beiträge gewünscht, um evtl. das Interesse der Jugend bzw. Nichtklassikfans zu wecken. (Kommentar einer Freundin aus Berlin, mit der ich heute morgen telefoniert habe: Das war mir zu heftig, ich habe nach einer halben Stunde ausgeschaltet). Für die "gehobenere", nicht so populäre, Klassik gibt es schließlich auch den Theaterkanal und andere Spartensender.
So, genug gemeckert, ich muß wieder an die Arbeit. Bin gespannt auf Eure Meinungen und Kritiken (auch an meinen Ansichten). Nur keine falsche Zurückhaltung.
:cool
Rachmaninov (23.10.2006, 10:22): Original von LazarusLong - Die Moderatorin mit ihren flachen Krimiwitzen. Warum nicht jemand, der von klassischer Musik etwas versteht und nicht unter Profilneurose leidet. Vorschlag: Götz Alzmann
G. Alzmann wäre sicherlich einer, der so einen Abend leiten könnte was Inhalte und Kompetenz angeht aber für dieses Publikum wohl eher nicht so die richtige Wahl! Wenn auch mir persönlich das durchaus gefallen würde :wink
- Sting: Rein subjektiv hätte ich diese Musik in unserem Pub eher erwartet als beim Echo.
Ja, stimmt!
- Mozart meets Cuba. Das war weder Fisch noch Fleisch.
Empfand ich auch so! Durchaus können 2 verschiedene Musikrichtungen beide viel Freude bereiten, d.h. nicht zwingend, daß die Verbindung beider gut sein muß.
- Die junge Violistin, an deren Namen ich mich im Moment nicht erinnere. Klang das nicht ein bißchen schräg oder musste das so sein? Ich hatte das Gefühl, sie lag ab und zu ein wenig daneben? Aber wie gesagt, ich bin nur Konsument und kein Fachmann.
Den Teil habe ich verpasst! Wie war ihr Name?
LazarusLong (23.10.2006, 10:49): \ rachmaninov
Baiba Skride?
Gruss
Frank
sound67 (23.10.2006, 11:07): Die übliche Werbeveranstaltung für Klassik-Dummies, mit "Leistungen" haben diese Preise überhaupt nichts zu tun.
Warum wurde nicht "Dauerwerbesendung" links oben eingeblendet? :D
Gruß, Thomas
LazarusLong (23.10.2006, 11:23): Original von sound67 Die übliche Werbeveranstaltung für Klassik-Dummies, mit "Leistungen" haben diese Preise überhaupt nichts zu tun.
Warum wurde nicht "Dauerwerbesendung" links oben eingeblendet? :D
Gruß, Thomas
Hallo Thomas,
Bist Du da nicht ein bißchen pauschal? Höre ich da nicht ein gerüttelt Maß Arroganz? Nach meiner Einschätzung gehöre ich auch zu den Klassik-Dummies. Ich höre was mir gefällt,kann aber nicht wissenschaftlich fundiert sagen warum mir ein bestimmtes Stück zusagt. Ich würde aber Leute, die meinen Geschmack nicht teilen, nicht als Dummies bezeichnen. Ausserdem habe ich auch in diesem Forum schon öfter die Beschwerde gelesen, daß man die Jugend nicht mehr für Klassik begeistern kann. Eine "§einfach gestrickte" Sendung, mit Stücken die aus Film und Werbung einen hohen Wiedererkennungswert besitzen und so beim "Neuhörer" einén AHA - Effekt ausläsen, wäre wohl deiner Meinung nach für Dummies, meiner Meinung nach aber ein guter Einstieg um die Klassik etwas populärer zu machen. Letztendlich würde wohl die ganze Klassikszene davon profitieren.
Suum cuique
Frank
sound67 (23.10.2006, 11:57): Bist Du da nicht ein bißchen pauschal? Höre ich da nicht ein gerüttelt Maß Arroganz?
Klar. :D
Nach meiner Einschätzung gehöre ich auch zu den Klassik-Dummies. Ich höre was mir gefällt,kann aber nicht wissenschaftlich fundiert sagen warum mir ein bestimmtes Stück zusagt. Ich würde aber Leute, die meinen Geschmack nicht teilen, nicht als Dummies bezeichnen.
Was hat das damit zu tun, dass ein Daniel Barenboim als "Dirigent des Jahres" ausgezeichnet wird, obwohl er seit Jahren nichts besonderes gemacht hat? Nur, weil er ein Botschafter der Völkerverständigung zwischen Israel und den Arabern ist/sein will? Das hat doch nichts mit künstlerischem Format zu tun? Dann sollte man Barenboim lieber feierlich zum Botschafter der Klassik auf Lebenszeit ernennen, und endlich Dirigenten, die mehr Können, mehr Wagmeut, mehr Konsistenz besitzen auszeichnen.
Oder eine Cecilia Bartoli als "Sängerin des Jahres", die zwar nett aussieht und ein hübsches Stimmchen hat, aber eben nur ein Stimmchen - und deshalb nur ein minimales Repertoire? Im Gegensatz zu vielen hochtalentierten Sängerinnen, die sich in allen möglichen Rollen beweisen, durch alle Epochen hindurch, und ständig.
Ausserdem habe ich auch in diesem Forum schon öfter die Beschwerde gelesen, daß man die Jugend nicht mehr für Klassik begeistern kann. Eine "§einfach gestrickte" Sendung, mit Stücken die aus Film und Werbung einen hohen Wiedererkennungswert besitzen und so beim "Neuhörer" einén AHA - Effekt ausläsen, wäre wohl deiner Meinung nach für Dummies, meiner Meinung nach aber ein guter Einstieg um die Klassik etwas populärer zu machen. Letztendlich würde wohl die ganze Klassikszene davon profitieren.
Kaum. Es ist durch nichts bewiesen, dass man durch Verdummung Leute auch für komplexere Sachen gewinnen kann. Wer ein Album mit den drei Ex-Tenören gekauft hat hat danach keine Britten-Oper erworben. Es kommt auf die Neugier des Neulings an - und die wird nicht durch olle Kamellen geweckt. Neugier hat man in sich, oder eben nicht.
Gruß, Thomas
LazarusLong (23.10.2006, 12:42): @Thomas
Wer redet hier von Verdummung, wenn man Interessierten zeigt, daß klassische Musik durchaus auch in Ihrem täglichen Erfahrungshorizont vorkommt. Wenn man einem 16jährigen zeigt, daß die Melodie aus der Choco Crossies Werbung in Wirklichkeit la donna e mobile heisst und dieser sich, nachdem er sich mit mir eine Pavarotti Version des selben Liedes angehört hat, seinen ersten Klassiksampler gekauft hat, so kann ich hier doch wohl von einem ersten Einstieg in die Klassik sprechen. Ich hätte natürlich auch ein gewisses elitäres Wunschdenken zum Ausdruck bringen können und sagen, daß ich mich mit solcher Trivia nicht abgebe. Ist aber ehrlich gesagt nicht mein Ding. Deine Meinung über Cecila Bartoli in allen Ehren, aber hier kommt wohl eher Dein ganz persönlicher Geschmack in Sachen Frauen zum Tragen als eine objektive Bewertung Ihrer Fähigkeiten. Und was spricht eigentlich gegen ein begrenztes Repertoire? In jedem Beruf heutzutage ist eine gewisse Spezialisierung gefordert. Generalisten die allles können, aber nichts richtig braucht man heute doch nur noch in der Politik.
Versuchs doch mal ein bißchen entspannter zu sehen oder liegt Dir wirklich daran, daß die Klassik einer kleine Pseudoelite vorbehalten bleibt?
Frank aka Klassik-Dummie
sound67 (23.10.2006, 13:08): Klassik war immer eine Sache für ein Minderheitenpublikum - jahrzehntelange Bemühungen um Musikerziehung und "Jugendkonzerte" haben daran nicht geändert. Oder wie es mein Uni-Prof einmal formuliert hat: Große Kunst ist immer nur etwas für wenige. Das ist nun mal so.
Und eine Sängerin, die sich nur deshalb spezialisieren muss, weil ihre Stimme für Romantik, klass. Moderne etc. einfach nicht reicht, kann kaum Sängerin des Jahres sein -oder höchstens eines Jahres.
LazarusLong (24.10.2006, 07:16): Original von sound67 Klassik war immer eine Sache für ein Minderheitenpublikum - jahrzehntelange Bemühungen um Musikerziehung und "Jugendkonzerte" haben daran nicht geändert. Oder wie es mein Uni-Prof einmal formuliert hat: Große Kunst ist immer nur etwas für wenige. Das ist nun mal so.
Und eine Sängerin, die sich nur deshalb spezialisieren muss, weil ihre Stimme für Romantik, klass. Moderne etc. einfach nicht reicht, kann kaum Sängerin des Jahres sein -oder höchstens eines Jahres.
Einigen wir uns doch darauf, daß wir uns nicht einig werden. :wink
Aber Du hast mich neugierig gemacht. Wenn Du c.Bartoli für ein "Stimmchen" hältst, gib mir doch mal ein paar Namen, nach denen ich mich Deiner Meinung nach umschauen sollte. Wenn es Dir nicht zu viel Mühe macht, mit CD-Empfehlungen, die auf dem heutigen Markt noch erhältlich sind.
Ich danke Dir schon mal für Deine Mühe
Gruss
Frank
LazarusLong (24.10.2006, 07:20): @rachmaninov
Ich hatte Dich nach Deiner Meinung zu dieser Veranstaltung gefragt. Anderen einen Knochen hinschmeißen, sich danach entspannt zurücklehnen und dasa Gemetzel zu beobachten, wird Dich vor einer Antwort aber nicht retten.
:haha
Frank
Rachmaninov (24.10.2006, 07:59): Die Veranstalltung insgesamt sehe ich ähnlich als eine Art Werbesendung der großen Label(s).
Die Moderation war sicherlich keine klasse Leistung aber für den Rahmen denke ich okay.
Hope als Instrumentalist auszuzeichnen bedeutet ja nicht gerade die schlechteste alle Möglichkeiten.
Allerdings bezweifel ich das es den gewünschten Effekt hat und neue "Klassikliebhaber" generiert!
Dazu ist sicherlich ein anderes Format nötig bzw. ein anderes "Aha-Erlebniss"
Rachmaninov (23.10.2006, 08:45): Hallo Forianer,
Frank hatte es an einer anderen Stelle geschrieben
Was hast Du eigentlich von der Sendung insgesamt gehalten? Ich bin extra aufgeblieben, obwohl ich um 4.30h aufstehen muß. Ich war aus mehreren Gründen ziemlich enttäuscht.
Wer hat die Sendung gesehen?
Hat sie euch gefallen?
Was haltet ihr von den Preisträgern?
R
nubar (23.10.2006, 09:42): Hallöchen,
ich habe die SEndung nicht gesehen, kenne sie aber aus den anderen Jahren. IMO sollte man keine Erwartungen an das künstlerische Niveau stellen. Es handelt sich schlicht um eine Werbemaßnahme, um die aktuellen Sternchen der Klassik insbesondere aus dem Hause Universal zu puschen. Ich möchte damit nicht unterstellen, dass die Künstler nicht gute Leistungen erbracht haben, aber die Konkurrenz wird IMO ausgeblendet. Solange es Leute dazu bringt, sich mehr mit dieser Musikgattung zu beschäftigen, ist es mir recht, ich muss es mir ja nicht anschauen. Ich bezweifele aber, dass z.B. Vivaldi in Captain-Cook-Manier Anregung geben wird.
Grüße, nubar
LazarusLong (23.10.2006, 09:49): Original von Rachmaninov Hallo Forianer,
Frank hatte es an einer anderen Stelle geschrieben
Was hast Du eigentlich von der Sendung insgesamt gehalten? Ich bin extra aufgeblieben, obwohl ich um 4.30h aufstehen muß. Ich war aus mehreren Gründen ziemlich enttäuscht.
Wer hat die Sendung gesehen?
Hat sie euch gefallen?
Was haltet ihr von den Preisträgern?
R
Da ich hier zitiert werde, sollte ich vielleicht detaillierter darlegen, was mir nicht gefallen hat:
- Die Moderatorin mit ihren flachen Krimiwitzen. Warum nicht jemand, der von klassischer Musik etwas versteht und nicht unter Profilneurose leidet. Vorschlag: Götz Alzmann
- Die Auswahl der Stücke im Allgemeinen. Auf der einen Seite wird gejammert, daß die Jugend sich nicht mehr für Klassik interessiert, auf der anderen Seite sind die Stücke so ausgewählt, daß kein Anfänger länger als 2 Minuten zuhören wird. Die Botschaft an diesem Abend lautete: Wir sind etwas besonderes. Wir kännen auch mit Stücken etwas anfangen, mit denen Otto Normalverbraucher nichts anfangen kann.
- Sting: Rein subjektiv hätte ich diese Musik in unserem Pub eher erwartet als beim Echo.
- Vergewaltigung der 4 Jahreszeiten mit 4 Saxophonen und einem Klavier
- Mozart meets Cuba. Das war weder Fisch noch Fleisch. Von den angekündigten südamerikanischen Rhytmen habe ich nicht viel gehört (und ich bin in Südamerika aufgewachsen), das schwirrende Geräusch, das ich im Hintergrund zu vernehmen glaubte, war Mozart, der mit 500U/min im Grab rotierte, ansonsten klang das Ganze für mich nach einer mühevoll unter Kontrolle gehaltenen Jamsession mit grundlegendem, nur schwer erkennbarem, Mozartthema.
- Elisabeth Schwarzkopf. Wenn schon alle Geehrten etwas vortragen mussten, warum hat man dieser hervorragenden Sängerin nicht noch die 7 Minuten eingeräumt um eines der schönsten Mozartstücke zu Ende zu bringen? Nur weil Sie nicht mehr lebt, sollte man sie doch nicht in 1 Minute abhaken.
- Die junge Violistin, an deren Namen ich mich im Moment nicht erinnere. Klang das nicht ein bißchen schräg oder musste das so sein? Ich hatte das Gefühl, sie lag ab und zu ein wenig daneben? Aber wie gesagt, ich bin nur Konsument und kein Fachmann.
- Bryn Terfel, Cecilia Bartoli, Rene Fleming: Hier bin ich als bekennender Fan voreingenommen, trotzdem hätte ich mir für eine Sendung die fast in der besten Sendezeit läuft, etwas populärere Beiträge gewünscht, um evtl. das Interesse der Jugend bzw. Nichtklassikfans zu wecken. (Kommentar einer Freundin aus Berlin, mit der ich heute morgen telefoniert habe: Das war mir zu heftig, ich habe nach einer halben Stunde ausgeschaltet). Für die "gehobenere", nicht so populäre, Klassik gibt es schließlich auch den Theaterkanal und andere Spartensender.
So, genug gemeckert, ich muß wieder an die Arbeit. Bin gespannt auf Eure Meinungen und Kritiken (auch an meinen Ansichten). Nur keine falsche Zurückhaltung.
:cool
Rachmaninov (23.10.2006, 10:22): Original von LazarusLong - Die Moderatorin mit ihren flachen Krimiwitzen. Warum nicht jemand, der von klassischer Musik etwas versteht und nicht unter Profilneurose leidet. Vorschlag: Götz Alzmann
G. Alzmann wäre sicherlich einer, der so einen Abend leiten könnte was Inhalte und Kompetenz angeht aber für dieses Publikum wohl eher nicht so die richtige Wahl! Wenn auch mir persönlich das durchaus gefallen würde :wink
- Sting: Rein subjektiv hätte ich diese Musik in unserem Pub eher erwartet als beim Echo.
Ja, stimmt!
- Mozart meets Cuba. Das war weder Fisch noch Fleisch.
Empfand ich auch so! Durchaus können 2 verschiedene Musikrichtungen beide viel Freude bereiten, d.h. nicht zwingend, daß die Verbindung beider gut sein muß.
- Die junge Violistin, an deren Namen ich mich im Moment nicht erinnere. Klang das nicht ein bißchen schräg oder musste das so sein? Ich hatte das Gefühl, sie lag ab und zu ein wenig daneben? Aber wie gesagt, ich bin nur Konsument und kein Fachmann.
Den Teil habe ich verpasst! Wie war ihr Name?
LazarusLong (23.10.2006, 10:49): \ rachmaninov
Baiba Skride?
Gruss
Frank
sound67 (23.10.2006, 11:07): Die übliche Werbeveranstaltung für Klassik-Dummies, mit "Leistungen" haben diese Preise überhaupt nichts zu tun.
Warum wurde nicht "Dauerwerbesendung" links oben eingeblendet? :D
Gruß, Thomas
LazarusLong (23.10.2006, 11:23): Original von sound67 Die übliche Werbeveranstaltung für Klassik-Dummies, mit "Leistungen" haben diese Preise überhaupt nichts zu tun.
Warum wurde nicht "Dauerwerbesendung" links oben eingeblendet? :D
Gruß, Thomas
Hallo Thomas,
Bist Du da nicht ein bißchen pauschal? Höre ich da nicht ein gerüttelt Maß Arroganz? Nach meiner Einschätzung gehöre ich auch zu den Klassik-Dummies. Ich höre was mir gefällt,kann aber nicht wissenschaftlich fundiert sagen warum mir ein bestimmtes Stück zusagt. Ich würde aber Leute, die meinen Geschmack nicht teilen, nicht als Dummies bezeichnen. Ausserdem habe ich auch in diesem Forum schon öfter die Beschwerde gelesen, daß man die Jugend nicht mehr für Klassik begeistern kann. Eine "§einfach gestrickte" Sendung, mit Stücken die aus Film und Werbung einen hohen Wiedererkennungswert besitzen und so beim "Neuhörer" einén AHA - Effekt ausläsen, wäre wohl deiner Meinung nach für Dummies, meiner Meinung nach aber ein guter Einstieg um die Klassik etwas populärer zu machen. Letztendlich würde wohl die ganze Klassikszene davon profitieren.
Suum cuique
Frank
sound67 (23.10.2006, 11:57): Bist Du da nicht ein bißchen pauschal? Höre ich da nicht ein gerüttelt Maß Arroganz?
Klar. :D
Nach meiner Einschätzung gehöre ich auch zu den Klassik-Dummies. Ich höre was mir gefällt,kann aber nicht wissenschaftlich fundiert sagen warum mir ein bestimmtes Stück zusagt. Ich würde aber Leute, die meinen Geschmack nicht teilen, nicht als Dummies bezeichnen.
Was hat das damit zu tun, dass ein Daniel Barenboim als "Dirigent des Jahres" ausgezeichnet wird, obwohl er seit Jahren nichts besonderes gemacht hat? Nur, weil er ein Botschafter der Völkerverständigung zwischen Israel und den Arabern ist/sein will? Das hat doch nichts mit künstlerischem Format zu tun? Dann sollte man Barenboim lieber feierlich zum Botschafter der Klassik auf Lebenszeit ernennen, und endlich Dirigenten, die mehr Können, mehr Wagmeut, mehr Konsistenz besitzen auszeichnen.
Oder eine Cecilia Bartoli als "Sängerin des Jahres", die zwar nett aussieht und ein hübsches Stimmchen hat, aber eben nur ein Stimmchen - und deshalb nur ein minimales Repertoire? Im Gegensatz zu vielen hochtalentierten Sängerinnen, die sich in allen möglichen Rollen beweisen, durch alle Epochen hindurch, und ständig.
Ausserdem habe ich auch in diesem Forum schon öfter die Beschwerde gelesen, daß man die Jugend nicht mehr für Klassik begeistern kann. Eine "§einfach gestrickte" Sendung, mit Stücken die aus Film und Werbung einen hohen Wiedererkennungswert besitzen und so beim "Neuhörer" einén AHA - Effekt ausläsen, wäre wohl deiner Meinung nach für Dummies, meiner Meinung nach aber ein guter Einstieg um die Klassik etwas populärer zu machen. Letztendlich würde wohl die ganze Klassikszene davon profitieren.
Kaum. Es ist durch nichts bewiesen, dass man durch Verdummung Leute auch für komplexere Sachen gewinnen kann. Wer ein Album mit den drei Ex-Tenören gekauft hat hat danach keine Britten-Oper erworben. Es kommt auf die Neugier des Neulings an - und die wird nicht durch olle Kamellen geweckt. Neugier hat man in sich, oder eben nicht.
Gruß, Thomas
LazarusLong (23.10.2006, 12:42): @Thomas
Wer redet hier von Verdummung, wenn man Interessierten zeigt, daß klassische Musik durchaus auch in Ihrem täglichen Erfahrungshorizont vorkommt. Wenn man einem 16jährigen zeigt, daß die Melodie aus der Choco Crossies Werbung in Wirklichkeit la donna e mobile heisst und dieser sich, nachdem er sich mit mir eine Pavarotti Version des selben Liedes angehört hat, seinen ersten Klassiksampler gekauft hat, so kann ich hier doch wohl von einem ersten Einstieg in die Klassik sprechen. Ich hätte natürlich auch ein gewisses elitäres Wunschdenken zum Ausdruck bringen können und sagen, daß ich mich mit solcher Trivia nicht abgebe. Ist aber ehrlich gesagt nicht mein Ding. Deine Meinung über Cecila Bartoli in allen Ehren, aber hier kommt wohl eher Dein ganz persönlicher Geschmack in Sachen Frauen zum Tragen als eine objektive Bewertung Ihrer Fähigkeiten. Und was spricht eigentlich gegen ein begrenztes Repertoire? In jedem Beruf heutzutage ist eine gewisse Spezialisierung gefordert. Generalisten die allles können, aber nichts richtig braucht man heute doch nur noch in der Politik.
Versuchs doch mal ein bißchen entspannter zu sehen oder liegt Dir wirklich daran, daß die Klassik einer kleine Pseudoelite vorbehalten bleibt?
Frank aka Klassik-Dummie
sound67 (23.10.2006, 13:08): Klassik war immer eine Sache für ein Minderheitenpublikum - jahrzehntelange Bemühungen um Musikerziehung und "Jugendkonzerte" haben daran nicht geändert. Oder wie es mein Uni-Prof einmal formuliert hat: Große Kunst ist immer nur etwas für wenige. Das ist nun mal so.
Und eine Sängerin, die sich nur deshalb spezialisieren muss, weil ihre Stimme für Romantik, klass. Moderne etc. einfach nicht reicht, kann kaum Sängerin des Jahres sein -oder höchstens eines Jahres.
LazarusLong (24.10.2006, 07:16): Original von sound67 Klassik war immer eine Sache für ein Minderheitenpublikum - jahrzehntelange Bemühungen um Musikerziehung und "Jugendkonzerte" haben daran nicht geändert. Oder wie es mein Uni-Prof einmal formuliert hat: Große Kunst ist immer nur etwas für wenige. Das ist nun mal so.
Und eine Sängerin, die sich nur deshalb spezialisieren muss, weil ihre Stimme für Romantik, klass. Moderne etc. einfach nicht reicht, kann kaum Sängerin des Jahres sein -oder höchstens eines Jahres.
Einigen wir uns doch darauf, daß wir uns nicht einig werden. :wink
Aber Du hast mich neugierig gemacht. Wenn Du c.Bartoli für ein "Stimmchen" hältst, gib mir doch mal ein paar Namen, nach denen ich mich Deiner Meinung nach umschauen sollte. Wenn es Dir nicht zu viel Mühe macht, mit CD-Empfehlungen, die auf dem heutigen Markt noch erhältlich sind.
Ich danke Dir schon mal für Deine Mühe
Gruss
Frank
LazarusLong (24.10.2006, 07:20): @rachmaninov
Ich hatte Dich nach Deiner Meinung zu dieser Veranstaltung gefragt. Anderen einen Knochen hinschmeißen, sich danach entspannt zurücklehnen und dasa Gemetzel zu beobachten, wird Dich vor einer Antwort aber nicht retten.
:haha
Frank
Rachmaninov (24.10.2006, 07:59): Die Veranstalltung insgesamt sehe ich ähnlich als eine Art Werbesendung der großen Label(s).
Die Moderation war sicherlich keine klasse Leistung aber für den Rahmen denke ich okay.
Hope als Instrumentalist auszuzeichnen bedeutet ja nicht gerade die schlechteste alle Möglichkeiten.
Allerdings bezweifel ich das es den gewünschten Effekt hat und neue "Klassikliebhaber" generiert!
Dazu ist sicherlich ein anderes Format nötig bzw. ein anderes "Aha-Erlebniss"