ab (21.05.2006, 17:41): Drei Violinsonaten hat Grieg komponiert. Erstaunlicherweise sind überdurchschnittlich viele der Einspielungen, die vorliegen, durchaus passabel.
Meine Lieblihngsaufnahme stammt von Dmitry Sitkovetsky! (Orfeo) Liegt es daran, dass seine Mutter, Bella Davidovich, ihn begleitet? Hier wird eine warme Einheitlichkeit erreicht, die selten ist. Anders als bei allen anderen Griegsonatenaufnahmen schafft es Sitkovetsky auch in der berühmten dritten Sonate, die geforderte Kraft aufzubringen, dass die Spannung gehalten wird. Ich halte dies nicht nur für seine schönste, sondern auch für seine beste Aufnahme. Hier kommt er dem nahe, was seinem früh verstorbenen Vater, Julian, an Ruhm nachgesagt wird. (Ich habe bislang im Konzertsaal noch keine Geige gehört, die stärker getragen hätte als seine Stradivari.)Welche gefällt auch am besten? Und warum?
Cosima (21.05.2006, 18:12): Hallo ab,
ich kenne nur die 3. Violinsonate und zwar mit Jascha Heifetz/ Emanuel Bay (1936). Ich liebe diese Violinsonate sehr, und als ich sie mir seinerzeit zulegte, konnte ich nicht genug davon bekommen. Ich wollte mich schon längst nach einer weiteren Aufnahme bzw. nach den anderen beiden Sonaten umgesehen haben.
Es handelt sich bei op. 45 um eine sehr romantische Violinsonate; sie ist geprägt durch folkloristische Elemente. 1887 wurde sie, mit Grieg selber am Klavier, uraufgeführt und zählte zu seinen eigenen Lieblingskompositionen. Die häufigen Themenwechsel innerhalb des Werkes sind für mich sehr reizvoll; das verbindende Element scheint das sich in Abwandlungen wiederholende Eingangsthema zu sein, das sofort sehr eingängig ist. Heifetz spielt großartig, mit glühender Eiseskälte, voller Energie und Kraft. Die Klangqualität ist erwartungsgemäß miserabel.
Gruß, Cosima
ab (21.05.2006, 17:41): Drei Violinsonaten hat Grieg komponiert. Erstaunlicherweise sind überdurchschnittlich viele der Einspielungen, die vorliegen, durchaus passabel.
Meine Lieblihngsaufnahme stammt von Dmitry Sitkovetsky! (Orfeo) Liegt es daran, dass seine Mutter, Bella Davidovich, ihn begleitet? Hier wird eine warme Einheitlichkeit erreicht, die selten ist. Anders als bei allen anderen Griegsonatenaufnahmen schafft es Sitkovetsky auch in der berühmten dritten Sonate, die geforderte Kraft aufzubringen, dass die Spannung gehalten wird. Ich halte dies nicht nur für seine schönste, sondern auch für seine beste Aufnahme. Hier kommt er dem nahe, was seinem früh verstorbenen Vater, Julian, an Ruhm nachgesagt wird. (Ich habe bislang im Konzertsaal noch keine Geige gehört, die stärker getragen hätte als seine Stradivari.)Welche gefällt auch am besten? Und warum?
Cosima (21.05.2006, 18:12): Hallo ab,
ich kenne nur die 3. Violinsonate und zwar mit Jascha Heifetz/ Emanuel Bay (1936). Ich liebe diese Violinsonate sehr, und als ich sie mir seinerzeit zulegte, konnte ich nicht genug davon bekommen. Ich wollte mich schon längst nach einer weiteren Aufnahme bzw. nach den anderen beiden Sonaten umgesehen haben.
Es handelt sich bei op. 45 um eine sehr romantische Violinsonate; sie ist geprägt durch folkloristische Elemente. 1887 wurde sie, mit Grieg selber am Klavier, uraufgeführt und zählte zu seinen eigenen Lieblingskompositionen. Die häufigen Themenwechsel innerhalb des Werkes sind für mich sehr reizvoll; das verbindende Element scheint das sich in Abwandlungen wiederholende Eingangsthema zu sein, das sofort sehr eingängig ist. Heifetz spielt großartig, mit glühender Eiseskälte, voller Energie und Kraft. Die Klangqualität ist erwartungsgemäß miserabel.