Ernest Ansermet

Falstaff (28.04.2017, 23:46):
Ernest Ansermet (1883-1969)

Ernest Ansermets Name, der bei Mottl, Nikisch und Weingarten studierte, ist in seiner Frühzeit untrennbar mit Namen wie Stravinsky, Cocteau, Djagilew, Massine, Picasso oder Satie verbunden. Später ist es dann v.a. das von ihm 1940 gegründete Orchestre de la Suisse Romande, das er 27 Jahre lang leitete und mit dem er quasi unzählige Aufnahmen machte.

1912 lernte er Igro Stravinsky kennen mit dem ihn dann eine tiefe künstlerische Freundschaft verband. 1915 traf er dann Sergej Dhiagilew und dadurch zum Chef des 'Ballets Russes'. In den folgenden Jahren leitete er dann Uraufführungen Stravinskys, Saties, de Fallas oder Prokofievs.

Auch in seiner Schweizer Zeit setzte er sich weiterhin für Komponisten der 'gemäßigten' Moderne wie Honegger, Martin oder Britten ein. Schon früh entdeckte er dabei die Bedeutung des Mediums Schallplatte, so dass er relativ früh, nach dem II.WK einen Plattenvertrag mit Decca einging. Dies und seine rege Aufnahmetätigkeit für das Radio führten dazu, dass gut 1000 Aufnahmen von ihm existieren.

Bedeutend war auch die Gründung der Luzerner Festspiele 1938. Er selber, Gilbert Gravina, der Schwiegersohn Richard Wagners und Toscanini dirigierten dort z.B. in der ersten Saison.

In dieser wirklich fantastischen Box finden sich die frühen, grandiosen Ansermet-Aufnahmen vom 'Sacre' und von 'Petruschka'.



:hello Falstaff
Falstaff (28.04.2017, 23:48):
Ein Muss in meinen Augen (Ohren) ist auch diese Aufnahme:



:hello Falstaff