Franz Schreker (1878-1934) - Musikalischer Erotomane

uhlmann (15.04.2013, 16:02):
http://www.schreker.org/neu/galerie/fotogalerie/images/1922%20ca.%20-%20Radierung.jpg

franz schreker war einer jener unzähligen komponisten, deren rezeption entscheidend von den nationalsozialisten geprägt war. erst seit ende der 70er-jahre – viel zu spät – beginnt sich sein werk wieder ins bewußtsein der musikliebhaber zu rücken. davor hat es das fallbeil der nazi-zensur praktisch ein halbes jahrhundert aus dem musikleben geschnitten.

in den 1910er und frühen 1920er jahren ist schreker hochverehrt als einer der führenden (opern)komponisten, erfolgreich wie nur richard strauss. die aufführungen seiner opern - u.a. ferne klang (1912), die gezeichneten (1918), der schatzgräber (1920) - sind sensationelle erfolge. doch strohfeuer brennen kurz: die späteren werke werden weniger positiv aufgenommen und die einsetzende nazi-propaganda brandmarkt schrekers musik als "entartet". unter politischem druck muss er die geplante uraufführung seiner oper christophorus zurückziehen und wird 1932 zum rücktritt von seinem amt als direktor der berliner musikhochschule gezwungen. er trägt sich mit auswanderungsgedanken, stirbt jedoch 1934 an einem schlaganfall.

das stigma "entartet" haftet fest: bis zum ende des zweiten weltkriegs wird schreker parktisch gar nicht mehr gespielt, und danach auch nur ganz vereinzelt – viel zu wenig für eine echte wiederentdeckung. diese beginnt ende der 1970er, etwa 1979 mit den gezeichneten in frankfurt unter michael gielen. seither sind schrekers opern wieder regelmäßige gäste auf den spielplänen auch großer häuser - natürlich nicht das tägliche repertoire, aber immerhin. dazu gibt es mittlerweile eine vielzahl an cd- und dvd-produktionen der opern, aber auch des symphonischen und liedrepertoires. ein lange jahre verschollener ist doch noch angekommen.

ich bin impressionist, expressionist, internationalist, futurist, musikalischer verist; jude und durch die macht des judentums emporgekommen, christ und von einer katholischen clique unter patronanz einer erzkatholischen wiener fürstin "gemacht" worden...
ich bin klangkünstler, klangphantast, klangzauberer, klangästhet und habe keine spur von melodie...
ich bin (leider) erotomane und wirke verderblich auf das deutsche publikum (die erotik ist augenscheinlich meine ureigenste erfindung, trotz figaro, don juan, carmen, tannhäuser, tristan, walküre, salome elektra, rosenkavalier usw.).
ich bin aber auch idealist (gott sei dank!), symboliker, stehe auf dem linkesten flügel der moderne (schönberg, debussy), stehe nicht ganz links, bin mit meiner musik harmlos, verwende dreiklänge, ja sogar noch den ganz trivialen verminderten septakkord, lehne mich an verdi, puccini, halevy und meyerbeer an; bin absolut eigenartig, ein spekulant auf die instinkte der masse; kinodramatiker; ein mensch, "der aus sehnsucht und morbidezza seine kräfte zieht"; schreibe ausschließlich homophon, meine partituren sind gleichzeitig kontrapunktische meisterwerke, …
ferner bin ich ein schlechter dichter, aber ein guter musiker, meine dichterische begabung ist allerdings weitaus bedeutender als meine musikalische, meine musik erwächst aus der dichtung, meine dichtung aus der musik...
was aber – um himmels willen – bin ich nicht? ich bin (noch) nicht übergeschnappt, nicht größenwahnsinnig, nicht verbittert, ich bin kein asket, kein stümper oder dilettant, und habe noch nie eine kritik geschrieben. (aus "mein charakterbild" berlin 1921)

meine musikdramatische idee?
ich habe eigentlich keine. ich schreibe planlos. was mir einfällt, ist da. nur – ich komme von der musik her. meine einfälle haben wenig "literarisches". geheimnisvoll-seelisches ringt nach musikalischem ausdruck. um dieses rankt sich eine äußere handlung, die die unwillkürlich schon in ihrer entstehung musikalische forum und gliederung in sich trägt. mit der vollendung der dichtung steht in großen umrissen der musikalische bau des werkes vor mir. (schreker 1919)

was ich erstrebe? ich weiß es nicht genau, aber es dünkt mich, die oper, oder das musikdrama in einer art reinkultur. eine überbrückung des leidigen zwiespalts, der der das problematische der kunstform oper überhaupt ausmacht. eine art "verismus", wenn man so will... (schreker 1919)

klänge – welch arg missbrauchtes, vielgeschmähtes wort! nur ein klang – nur klänge! wüßten die nörgler, welche ausdrucksmöglichkeiten, welch unerhörten stimmungszauber ein klang, ein akkord in sich bergen kann!...
der reine klang, ohne jede motivische beigabe, ist, mit vorsicht gebraucht, eines der wesentlichen musikdramatischen ausdrucksmittel, ein stimmungsbehelf ohnegleichen, der mehr und mehr auch von dichtern des wortes (gerhard hauptmann, paul claudel u.a.) in entscheidenden augenblicken des dramas verlangt wird. ihn übertrifft an wirkung vielleicht nur – die stille... (schreker 1919, alle zitate aus dem beiheft zu der ferne klang, wiener staatsoper 1991)

meine persönliche einschätzung zu schrekers musik: sie ist ein kind ihrer zeit – vom ersten ton an genau dort (und nur dort) einzuordnen. spätromantisch überschwänglich, expressiv über die maßen, sinnlich, geradezu erotisch manchmal, dabei auch zerbrechlich und fragil. überbordender und klanglich orientierter als richard strauss – errinnert mich eher an debussy, den frühen schönberg oder v.a. zemlinsky.

die charakteristika der musik sind imo exemplarisch in den vorspielen zu seinen opern vorhanden (zu den gezeichneten etwa) – imo der ideale einstieg in schrekers musik (zb. naxos cd mit ouvertüren). als operneinstieg empfehle ich den fernen klang oder die gezeichneten – imo die beiden besten opern schrekers.

quellen im internet:
schreker foundation (sehr umfangreich): http://www.schreker.org
wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schreker
Maurice inaktiv (15.04.2013, 16:27):
Super,danke für die tolle Würdigung und Aufnahme Franz Schrekers hier im Forum!!

Da habe ich mich gerade über Zemlinsky ausgelassen,da schreibt hier jemand was über Schreker.Die beiden Schicksale liegen ja nahe beieinander.

Danke,Kollege Uhlmann!!

Meine Sammlung hat auch hier ein paar schöne Einspielungen zur Hand,die möchte ich nicht vorenthalten,da Du leider keine Einspielungen empfohlen hast.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qiIJL-%2BYL._SL500_AA300_.jpg

Die Ouvertüren werden brauchbar hier von Edgar Seipenbusch eingespielt auf Naxos,Original Marco Polo.Seine Zemlinsky-CD war dagegen erheblich schlechter ausgefallen.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51C0EgOFipL._SL500_AA300_.jpg

Hier die "Romantsiche Suite" und das Vorspiel zu "Memnon",auch hier wieder Naxos (Original Marco Polo),mit dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester unter Uwe Mund.

Auch wenn hier weder das Orchester noch der Dirigent auf dem Markt groß verbreitet sind,ist diese Aufnahme wirklich sehr gut geworden.Leider folgte keine weitere CD mehr unter diesem bewährten Team.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51S2ULxFAuL._SL500_AA300_.jpg

Hier erneut der sehr umtriebige James Conlon mit seinem Gürzenich-Orchester aus Köln auf EMI.Auch hier werden die beiden Oben erwähnten Werke gespielt.zusätzlich noch das "Inermezzo,op.8","Vorspiel zu einem Drama".

Zu den Opern kann ich nicht viel beitragen,sorry.

VG,Maurice
uhlmann (15.04.2013, 17:08):
Original von Maurice André
...,da Du leider keine Einspielungen empfohlen hast.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qiIJL-%2BYL._SL500_AA300_.jpg

doch, diese cd habe ich kurz erwähnt. sie ist imo ein guter einstieg, allerdings sind das sicher keine aufnahmen ersten ranges.

sehr empfehlenswert sind imo die opern bei cpo - besonders das spielwerk und die prinzessin. sind aufnahmen aus der deutschen "provinz" (kiel), sehr gut dirigiert und auch gut gesungen.

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203995820.jpghttp://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203990320.jpg
http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203764723.jpghttp://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203982424.jpg

bei den bekannten opern sieht es eher düster aus. gerd albrecht hat einiges eingespielt, allerdings teilweise gekürzt und momentan wohl schwer erhältlich.

den fernen klang gibts von naxos (halasz, oper hagen), die aufnahme ist aber höchst mittelmäßig.
immerhin wurden zagroseks gezeichnete kürzlich in neuer serie wieder aufgelegt:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Vo6av77xL._SL500_AA300_.jpg

einen sehr guten live-mitschnitt der gezeichneten aus san francisco unter james conlon gibts auf todopera (das ist summa sumarum die beste aufnahme des stücks, die ich kenne). und der operalia-blog bietet ein paar schreker-mitschnitte aus holland.

schön finde ich die chandos-serie von orchesterwerken mit dem bbc philharmonic unter vassili sinaisky:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wgYhgj0VL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61LF%2BSaBI2L._SL500_AA300_.jpg
Billy Budd (15.04.2013, 17:29):
Auch von mir vielen Dank für die längst überfällige Eröffnung eines Threads dieses so unterschätzten Komponisten!
Billy :hello
Maurice inaktiv (15.04.2013, 17:41):
doch, diese cd habe ich kurz erwähnt. sie ist imo ein guter einstieg, allerdings sind das sicher keine aufnahmen ersten ranges.

Betr.: Ouvertüren/Seipenbusch auf Naxos:

Das habe ich ja auch so geschrieben.

Etwas überrascht bin ich,dass du "Den Fernen Klang" von Naxos/Marco Polo so schlecht bewertest.Ich bin,wie gesagt,kein Opernfan,aber diese Aufnahme wird überall empfohlen.

Verzeihe mir aber bitte meine in dieser Hinsicht rein theoretische Antwort,da ich praktisch dazu absolut nichts sagen kann.

Danke,Kollege Uhlmann,für die Chandos-Aufnahmen.Auf die bin ich überhaupt nicht gekommen gerade....Man wird alt... :D

VG,Maurice
palestrina (15.04.2013, 18:48):
Hallo Lieber Uhlmann , dir gebührt mein Dank für die Thread Eröffnung !

Meine erste Begegnung mit F. Schreker begann am 20.1.79 mit der Premieren Aufführung
von den Gezeichneten in FFM , in der Regie von Hans Neuenfels und dem Dirigenten
Michael Gielen . Damals ein Skandal ,wie schon am 25.4.1918 am gleichen Ort, die
Uraufführung .
Hierzu der Kommentar von Adorno , geschrieben 1959:
Um die Premiere der GEZEICHNETEN , 1918, lagert ein Gefühl des Skandaloesen.
Man stellte sich etwas riesenhaft Wogendes , Unmaesiges vor, auch etwas Schreckhaftes,
wie es vom Wort Naturalismus und vom Namen des Komponisten ausging, schockierend
erotische Vorgänge . Selbst wenn den Ohren (Adorno war damals 14 Jahre alt) des
14 jähriger Knaben nicht all das sich erfüllte , das ganze viel leichter zu apperzipieren war,
als die Begierde des nach Ungeheuerlichem ihm vorgegaukelt hatte, so ist doch zuweilen
das Gerücht , das von einem Kunstwerk ausstrahlt , näher an ihm selber als die präzise
Analyse!
Zitat Ende.
Ich war damals so überwältigt ,das ich sagen kann , so etwas hatte ich bis da, noch
nicht auf der Bühne gehört und gesehen !
Die Uraufführung der folgenden Opern in Frankfurt a.Main:
Der ferne Klang 18.8.12
Das Spielwerk und die Prinzessin 1913 in Frankfurt u. Wien
Die Gezeichneten 25.4.1918
Der Schatzgraeber 21.1.1920
Zur Discographie :
Die Gezeichneten in einer Live-Montage von 1990 aus dem Concertgebow Amsterdam
Gab's gibt's?! Von Marco Polo ganz hervorragend interpretiert:
mit William Cochran als Alviano (wie schon in FFM )
Adorno : Charles von Tassel
Vitelozzo Tamare : Siegmund Cowan
Carlotta : Marilyn Schmiege
Nardi: Wout Oosterkamp
Edo de Wart Cond.
1988 gab es in Düsseldorf eine sensationelle Inszenierung von Günter Krämer
ML.Heinz Wallat
Mit einer überzeugenden Carlotta von Trudeliese Schmidt und wieder William Cochran
Als Alviano
In dieser Produktion stimmte alles.

Und dann noch die Aufnahme , stark gekürzt , von den Salzburger Festspielen .
Allerdings ganz gut gesungen , vor allem Kenneth Riegel , der ein sehr guter
Charraktertenor wurde!
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4011790584225.jpg

Dann gibt es noch eine verhältnismässig neue GA von IIRRELOHE !
Sehr zu empfehlen !
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0760623168760.jpg

Und ein Buch sei noch zu erwähnen (ich glaube leider nur noch Antiquarisch ?)
Franz Schrekers Buehnenwerke
Eine Biographie in Selbstzeugnissen und Analysen seiner Opern
PFAU Verlag
Autor Magali Zibaso
Eine sehr gute Einführung !

LG palestrina

Beim Urwaldfluss sind noch Cover div. GA zu finden , mit Gerd Albrecht, aber ich bekomme das nicht gebacken !
Mit den J.. geht das ohne Probleme!
uhlmann (15.04.2013, 19:19):
Original von palestrina
Zur Discographie :
Die Gezeichneten in einer Live-Montage von 1990 aus dem Concertgebow Amsterdam
Gab's gibt's?! Von Marco Polo ganz hervorragend interpretiert:
mit William Cochran als Alviano (wie schon in FFM )
Adorno : Charles von Tassel
Vitelozzo Tamare : Siegmund Cowan
Carlotta : Marilyn Schmiege
Nardi: Wout Oosterkamp
Edo de Wart Cond.

die marco polo aufnahme der gezeichneten habe ich auch. finde sie ganz großartig dirigiert, und (bis auf eine entscheidende ausnahme) gut gesungen. diese ausnahme allerdings verleidet mir das ganze doch erheblich: william cochran als alviano ist imo abolut unerträglich. unfassbar, dass ein ausgebildeter sänger die töne von ganz unten bis ganz oben (besonders schlimm oben) so pressen muß. klar, die partie ist nicht leicht, aber so ein schrei-gesang?

hab mal wo gelesen, dass cochran ein sehr guter und bühnenpräsenter schauspieler-sänger (gewesen) sein soll. auf cd und nur mit seiner "stimme" (wenn man dieses organ so nennen will) ist er für mich ein absolutes no-go. halte ihn auch in kontarskys stuttgarter soldaten (b.a. zimmermann) kaum aus.

die neue irrelohe klingt interessant - muß ich mir mal besorgen.
es gab mal eine unter peter gülke, die wohl gerade nicht verfügbar ist.

schade ist es, dass sich bis heute eigentlich keiner der "großen" dirigenten um schreker angenommen hat. so eine klangorgie unter thielemann würde ich schon gerne mal hören.
uhlmann (15.04.2013, 19:40):
Original von Maurice André
Etwas überrascht bin ich,dass du "Den Fernen Klang" von Naxos/Marco Polo so schlecht bewertest.Ich bin,wie gesagt,kein Opernfan,aber diese Aufnahme wird überall empfohlen.

dass diese aufnahme überall empfohlen wird, liegt wohl weniger an ihrer klasse als an der tatsache, dass sie die einzige ständig verfügbare ist.

sie ist auch nicht soooo schlecht, gutes mittelmaß eben.
michael halasz dirigiert solide ein bemüht spielendes orchester. könnte schlechter sein, allerdings - wie ich etwa bei gerd albrecht 1991 in wien erleben durfte - auch viel intensiver, inniger, wuchtiger und spannender. thomas harper ist imo in ordnung, hat vielleicht eine etwas dünne stimme. elena grigorescu (grete) hat gröbere probleme in der deutschen diktion - klingt stellenweise sehr bemüht und fast "heruntergelesen".
dieser ferne klang ist besser als keiner - aber richtig gut ist er imo nicht.
Maurice inaktiv (15.04.2013, 19:49):
Ich möchte aber bezweifeln,dass Herr Thielemann sich mit Mahler,Schreker oder von Zemlinsky beschäftigen wird.Warum,möchte ich mal unkommentiert lassen,vielleicht geschehen ja Zeichen und Wunder....

Man könnte dann aber auch dabei gleich Komponisten wie Emil Nikolaus von Reznicek,Joseph Marx,Max von Schillings,Walter Braunfels,Richard Wetz,Hans Pfitzner,Siegfried Wagner oder auch Paul Hindemith erwähnen.

Sicher,Hindemith ist manchmal zu hören,aber doch auch viel zu selten.

Weitere Namen wären Ferruccio Busoni,Othmar Schoeck oder Franz Schmidt (der so langsam aus dem Dornröschenschlaf erwacht) und Hans Rott (immerhin mit einigen hervorragenden Einspielungen vertreten),um weitere Komponisten dieser Zeitspanne nicht zu vergessen.

Im Grunde müsste man für alle eine eigene Seite eröffnen....

VG,Maurice
Andréjo (15.04.2013, 20:32):
Danke an den Threadersteller und die bisher Beteiligten für ihre interessanten Informationen. Da bekommt man Appetit! :cool

Auf CD ist mir Franz Schreker nur über die oben erwähnte Naxos-Scheibe mit den Ouvertüren bekannt - die erscheint mir klangtechnisch und wohl auch interpretatorisch ein wenig verwaschen. Im Radio habe ich ihn sicher auch schon anderweitig gehört. Gibt es da nicht auch noch ein weiteres recht geläufiges Orchesterwerk quasi sinfonischen Zuschnitts? :B

Schon sehr lange kenne ich das Vorspiel zu einem Drama, hatte es einst auch auf Kassette mitgeschnitten. Es dürfte mit der Ouverture zu den Gezeichneten identisch sein beziehungsweise das gleiche Material verwenden ?( - ich lasse mich hier gerne belehren, da ich im Moment nicht so die Zeit und Zugangsmöglichkeit habe, das rasch aufzuklären.

Es mag sein, dass ich noch mehr finde, wenn ich suche. :wink Auch als eher wenig bewanderter Opernhörer werde ich mir über kurz oder lang auch mal eines seiner Bühnenwerke zu Gemüte führen. Der raffiniert-süffige Stil dieses Klangmagiers des Fin de Siécle wird mich da gewiss überzeugen - schließlich liebe ich auch Korngolds Die tote Stadt.

:helloWolfgang
Andréjo (15.04.2013, 20:41):
Gibt es da nicht auch noch ein weiteres recht geläufiges Orchesterwerk quasi sinfonischen Zuschnitts?

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Uhzpg5AdL._SL500_AA300_.jpg

Das war's, genau! Habe ich auch schon öfters gehört - in dieser Aufnahme und im Rundfunk. In der Tat erotomanische Orchestermusik ersten Ranges!

:downWolfgang
Maurice inaktiv (15.04.2013, 20:47):
Es mag sein, dass ich noch mehr finde, wenn ich suche

Ich kann Dir einfach nur mal empfehlen,Dich bei den Conlon-CDs zu bedienen.Das betrifft auch die von Zemlinsky-Aufnahmen,die sind nicht teuer,geben aber einen guten Überblick über die beiden Komponisten.

Alternativ dazu die Chailly-Einspielungen,die aber etwas teurer zu erwerben sind dann.

VG,Maurice
Andréjo (15.04.2013, 20:57):
Danke, Maurice, auch für diesen Tipp!

:beerWolfgang
palestrina (15.04.2013, 21:02):
Die Geschmaecker sind halt verschieden !
Ich kann das nicht ganz nachvollziehen , deine Kritik in Ehren , aber sooooo schlecht, wie Du das
beschreibst , nein . Unerträglich, Schrei-Gesang nochmals Nein !
Das hat er nicht verdient, denn er wahr ein AUSGEZEICHNETER Singschauspieler !
Ich habe ihn unzählige male in der Partie erlebt , und in vielen anderen .

LG palestrina
Maurice inaktiv (15.04.2013, 21:50):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/81Xnbp3NOcL._AA1500_.jpg

Ich habe mir gerade mal diese Doppel-CD bestellt....Franz Schreker : Orchester und Chorwerke.WDR-SO Köln,Peter Gülke Dirigent.Erstaunlicherweise von Brilliant Classics.

Mal schauen,wie die geworden sind.Oder kennt die Aufnahmen hier jemand aus dem Forum?

VG,Maurice
Billy Budd (01.09.2013, 11:39):
Demnächst (am 12. September) ist der Schatzgräber in Linz zum ersten Mal nach dem 2. Weltkrieg wieder in Österreich szenisch zu erleben.
Ich bin natürlich dort und freue mich schon sehr.
Billy :hello