GESAMTAUFNAHMEN von Mozarts Klavierkonzerten

Rolf Scheiwiller (13.04.2006, 09:52):
Guten Tag zusammen.

Nach dem Thread der Gesamtaufnahmen von Mozarts Klaviersonaten soll hier ein neuer Thread betr. seiner Klavierkonzerte gestartet werden.

Wir wissen, dass seine Klavierkonzerte ungleich mehr gespielt werden als seine Kompositionen für Piano solo. Und das ist gut so !

Ich liebe einige von seinen über zwanzig Konzerten ganz besonders. Da ist das Konzert in A - Dur. KV 488. Das allererste Klavierkonzert das ich je von ihm hörte und kennenlernte. Die Aufnahme mit Annie Fischer und Sir Adrian Boult auf EMI von ca. 1960 geht mir nie wieder aus dem Gedächtnis. Damals auf LP gekauft. Oder KV 467, auch mit Annie Fischer unter W. Sawallisch. EMI.

Oder KV 503 mit Klemperer und Barenboim. Auch eine nostalgische Erinnerung an LP - Zeiten.




Aber hier geht es um GESAMTAUFNAHMEN von Pianisten der Vergangenheit und Heute.

Ich selber besitze die folgenden :

Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker ( FAST eine Gesamtaufnahme ) TELDEC

Murray Perahia und das English Chamber Orchestra SONY

Geza Anda und die Camerata Academica Salzburg DGG

Christian Zacharias mit diversen Dirigenten ( Zinman, Vonk ) EMI

Malcolm Bilson ( Hammerklavier ) und J. E. Gardiner DG ARCHIV

( Mozarts Klavierkonzerte mit Hammerklavier ist schon sehr eigenartig. Manchmal richtig ein Gezirpe. Kein Volumen. Würd ich nicht mehr anschaffen ! )

Auch würde ich nie mehr Einspielungen kaufen, auf denen der Pianist gleichzeitig das Orchester leitet. Von dirigieren im eigentlichen Sinn kann man hier gar nicht reden. Nicht jedes Orchester spielt so fehlerlos wie in den Aufnahmen mit Barenboim.



Nun bitte zeigt Eure favorisierten Gesamteinspielungen dieser unvergänglichen Schöpfungen.


Viele von uns hier im Forum wird das sehr interessieren.

Gruss.

Rolf.
Rachmaninov (13.04.2006, 10:24):
Rolf,

sehr interessantes Thema.
Passt ideal zu den Themen Mozart's Sound und den Klaviersonaten.

Da ich nicht alle Klavierkonzerte Mozarts kenne frage ich mich seit einiger Zeit
ob ich da nicht etwas verpasse und welche besonders lohnenswert sind.
Was letztendlich auch bedeutet, lohnt eine Gesamtaufnahme oder lieber gezielte
Einzeleinspielungen?

Was mich bei der Besprechung der Gesamtaufnahmen sehr interessiert ist auch die
Aufteilung der Konzerte über die CD's hinweg.
Es gibt nichts grausigeres als ein Konzert, daß auf 2 CD's aufgeteilt wird um
etwas Platz zu sparen.

in freudiger Erwartung :hello

R
Carola (13.04.2006, 11:55):
Ich besitze seit einigen Wochen die Gesamtaufnahme mit Daniel Barenboim, Berliner Philharmoniker, die ich mir hauptsächlich wegen des Preises von inzwischen nur noch knapp 23 Euro geholt habe.


http://images-eu.amazon.com/images/P/B0007PHAYM.03.LZZZZZZZ.jpg


Außerdem kannte ich Barenboim von älteren Kammermusikaufnahmen mit du Pré und Zukermann und fand ihn da sehr gut. Daran gemessen und auch an meinen Einzelaufnahmen mit Pires oder auch Uchida gemessen, finde ich Barenboims Spiel enttäuschend. Hauptsächlich merke ich es daran, dass mich regelmäßig ein Gefühl der Langeweile beschleicht, wenn ich zuhöre - was definitiv weder an Mozart noch an den Berliner Philharmonikern liegt. Barenboim spielt für meine Ohren den Klavierpart zu wenig nuanciert, irgendwie lapidar, als wenn mir die Musik "vor die Füße geschmissen" wird.

@ Rolf: Mir war bisher neu, dass diese Gesamtaufnahme nicht vollständig ist. Was genau fehlt?

fragt Carola
Rolf Scheiwiller (13.04.2006, 13:32):
Tag Carola.
Wenn Dir die Interpretation Barenboims nicht so gefällt, hat das einen gerade für ihn, sehr einfachen Grund. Er wurde ein totaler Routinier. Viele seiner Aufnahmen ersaufen in der glatten Routine.

Und Pianist im Hauptberuf , das war er vor Jahrzehnten.
Aber es gibt gottlob viele gute Einspielungen.

Mit Robert Casadesus hab ich auch einige. Und der Rumänin Clara Haskil.

Leider nur ein paar.

Gruss.
R.

PS. Die Barenboim Klav. Konzerte hab ich dazumal jede einzeln kaufen müssen. Gab noch keinen Schuber.Schöne Aufmachung. Aber wie fast alles bei uns immer Vollpreis.Zwei CDs fehlen mir.
Ganong (13.04.2006, 17:32):
Lieber Rolf ,
es soll eine Gesamtaufnahme der Konzert emit Walter Gieseking geben bzw. gegeben haben (LP ; EMI ) . ich habe sie nie gesehen oder gehört .
Persönlich habe ich keine GA der Konzerte .
Sir Clifford Curzon , einer der grössten "Mozartians" hat sehr viel der Konzerte aufgenommen , wobei mir das KV 491 den tiefsten Eindruck macht .
Die Aufnahmnen mit den Damen Hskil , MOnique Haas ( KV 488 ; DGG ) , Annie Fischer und dem sicherlich aussergeöhnlichen KV 503 durch Martha Argerich ( Amsterdam ; Live ; EMI ) sind für mich herausragende Dokumente .
Du hast eine Pianisten erwähnt , den ich in einem Thread über "Das Mozartjahr 2006 - eine Nachlese " besonders hervorheben würde : Robert Casadeus . ich mag viele seiner Aufnahmen nicht , weil er mi roft zu mathematisch , zu penibel akademisch spielt . Aber seine Mozart - Konzerte ( Sony ) lohnen wirkluich , angehört zu werden . Szell beschleunigt in den Schlussätzen als biege er in die Zielkurve ein , aber insgesamt sind die Aufnahmen sehr ausgewogen . Und auch technisch wirklich gut .
Grüsse , Frank
Daniel Behrendt (14.04.2006, 11:49):
Liebe Forianer,

Von mir hoch geschätzte Leute wie Curzon, Casadesus, Haskil, Moravec und ABM scheiden in diesem Thread ja quasi aus, weil sie keine Mozart-GA's vorgelegt haben – und viele der Einzeleinspielungen ziehe ich den GA’
letztlich vor.

Eine GA, die hier noch nicht erwähnt wurde, ist jene mit Vladimir Ashkenazy, der in den 70er Jahren wirklich noch ein toller, musikalisch durchweg überzeugender Pianist war - Seine Mozartkonzerte finden kaum Beachtung - schade!

Geza Anda steht seit ewigen Zeiten auf meinem Einkafszettel.

Von Barenboim habe ich beide Aufnahmen. Jede hat etwas für sich. Heutzutage ist sein spiel vielleicht eine Spur massiver, aber auch freier und tonschöner. Was in den Aufnahmen mitunter holperig, metrisch ungenau klingt, wirkt im Konzert durchweg überzeugend - Barenboim der Live-Künstler schlechthin, ist nicht unbedingt "phonogen"...

Perahia überzeugt durch seine pianistische Geschliffenheit und sein Stilgefühl – dennoch langweilt er mich sonderbarerweise...

Von Zacharias habe ich nur 2 Scheiben - die finde ich allerdings ziemlich überzeugend.

Uchida/Tate agieren schön und stilsicher, aber dennoch ein wenig zu glatt und fluffig - es hat offenbar seine Gründe, warum Uchida die Konzerte derzeit ein weiters Mal einspielt (sie wird inzwischen noch vertieftere einsichten gewonnen haben). Man kann wohl davo ausgehen, dass sie ihre alten Aufnahmen bei weitem übertreffen wird.

Und: Die herbstlich-pralle, volltönende Einspielung mit Brendel/Marriner ist zu Recht ein Klassiker!

LG!
Daniel
Ganong (14.04.2006, 13:41):
Lieber Daniel ,
mit welchem Dirigenten und welchem Orchester spielt Frau Uchida die Konzert eerneut ein ?
Grüsse , Frank
Daniel Behrendt (14.04.2006, 19:08):
Lieber Frank,

Zitat Frank: mit welchem Dirigenten und welchem Orchester spielt Frau Uchida die Konzert eerneut ein ?

Zugegeben, ich weiß es nicht aus erster Hand. Ein Freund erzählte mir neulich davon (aber eigentlich hat alles, was er sagt, Hand und Fuß)

Uchida spielt die Mozart-Konzerte demnach mit dem Cleveland-Orchestra und dirigiert selbst. Ich habe gerade mal nachrecherchiert: Uschi war in Cleveland Aritist in Residence und hat die Mozart-Konzerte dort tatsächlich gemacht. Gut möglich also, dass sie aufgezeichnet wurden (oder noch werden) und demnächst erscheinen. Beschwören will ich's allerdings nicht! Ich stöbere aber noch weiter im Netz, vielleicht findet sich was Stichhaltiges.

LG!
Daniel

PS: Habe tatsächlich einen Hinweis gefunden - aus einem Interview mit Mitsuko Uchida bei

http://www.iclassics.com/featureArticle?contentId=201

What are some upcoming recording projects listeners can look forward to?
I plan to record all of Mozart's Piano Concertos with the Cleveland Orchestra between the autumn of 2002 and 2007. It was a dream of mine to do this specific project with this orchestra, because I know the Mozart recordings of George Szell and I thought his accompaniments were unbelievable. These will be recorded in the newly renovated Severance Hall. I like to conduct, but only from the keyboard.
Rolf Scheiwiller (15.04.2006, 07:17):
Guten Tag zusammen.
Noch eine, damals in den 60er Jahren entstandene Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte soll hier erwähnt werden. Es handelt sich um die Aufnahmen der damals hochberühmten Pianistin Ingrid Haebler ! Verschiedene Dirigenten. Ich glaube das London S. O.
Dieser Name fiel mir erst vor kurzem wieder ein.
Ich kann mich noch gut an diese LP - Einspielungen erinnern.

Haebler war DIE Koryphäe wenn es um Mozart ging. Um Haebler kam man nicht herum ! Sie hatte viele Gegner. Aber noch viel mehr die sie fast vergötterten.
Ich habe nie ihre Gesamtaufnahmen der Klavierkonzerte und der Sonaten besessen. Auch nicht als CD.

Hat sie eigentlich auch andere Komponisten gespielt ? Ich glaube sehr wenige.

Sie war eine der exklusivsten der Exklusivkünstler der PHILIPS damals. Philips hatte mit ihr ein Riesengeschäft gemacht.

Gruss.
R.
fohlenfanatiker (31.05.2006, 22:49):
Ich denke dass man mit Brendel/Marriner sehr gut bedient ist, wenngleich die GA noch immer recht teuer ist. Ansonsten besitze ich auch nur viele "Einzelstücke". Von Geza Anda habe ich nr. 17, 21, 24-27. Sie sind sicher nicht schlecht, auch aufnahmetechnisch ansprechend. Aber ich find sie teilweise hektisch und "gedrungen" wobei es mir schwer fällt, dies näher zu erklären.
Die Einschätzung von Frank bzgl. Casadesus teile ich voll und ganz. Diese Aufnahmen gehören sicher zum besten was ich kenne.
ab (01.06.2006, 00:33):
Die von Jos van Immerseel und Anima Eterna bei Channel Classics ist sehr höresnwert, wer etwas auf Alten Instrumenten mit Hammerklavier hören möchte!
ab (01.06.2006, 00:35):
Original von Daniel Behrendt
Uchida/Tate agieren schön und stilsicher, aber dennoch ein wenig zu glatt und fluffig - es hat offenbar seine Gründe, warum Uchida die Konzerte derzeit ein weiters Mal einspielt (sie wird inzwischen noch vertieftere einsichten gewonnen haben).

Ich denke, bei diesen Aufnhamen liegt das Problem nicht an der Solistin, sondern am überhaupt nicht harmonisierenden Dirigenten. Ich finde sie völlig daneben (in beiderlei Wortsinn)!
embe (01.06.2006, 09:30):
Hallo,
also ich mag die Ashkenazy Aufnahmen in ihrer Gesamtheit.
Wo es mir nicht so passt such ich eben Alternativen.
Die Jugendwerke reichen mir mit Ashkenazy vollkommen,
die späteren Werke hab ich allesamt in mehreren Alternativen. :wink

So sieht das Cover heute aus, meins ist anders da Erstausgabe der CDs.

http://images-eu.amazon.com/images/P/B0000041KA.03.LZZZZZZZ.jpg


Gruß
embe
Rachmaninov (03.07.2006, 14:47):
Vor einiger Zeit hatte ich mir die Zacharias Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte Mozarts gekauft aufgfrund der Empfehlung bei den Artikeln "aus der internationalen Presse"



Soweit ich die Aufnahmen bisher gehört habe bin ich doch recht zufrieden mit dem Kauf und bereuhe ihn ganz sicher nicht!
Insb. für den "Schnäppchenpreis" :D

@Carola,

sind Deine Eindrücke auch so positiv?
Carola (03.07.2006, 15:30):
Die letzten drei Konzerte habe ich noch nicht angehört, aber bisher gefällt mir die Box sehr gut.

Im Verleich zu der Gesamtaufnahme mit Barenboim spielt Zacharias viel nuancenreicher, viel beweglicher und lebendiger, da, wo es stimmig ist, auch viel inniger.

Vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass Zacharias mit insgesamt sechs Orchestern die Klavierkonzerte aufgenommen hat.

- Radio-Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks/David Zinman
- Radio-Symphonieorchester Stuttagart/Sir Neville Marriner
- Staatskapelle Dresden/David Zinman
- Radio-Symphonieorchester Hamburg/Günter Wand
- English Chamber Orchestra/David Zinman
- Polnisches Kammerorchester/Jerzy Maksymiuk

Ich empfinde das nicht als Nachteil. Bis auf das Polnische Kammerorchester, da ist die Klangqualtität nicht gut. Es klingt, wie frühe digitale Aufnahmen manchmal klingen. Aber das betrifft nur vier von insgesamt 21 Konzerten und dann auch noch die frühen.

Fazit: Solange es keine Gesamtaufnahme mit Pires gibt, bleibt Zacharias für mich die erste Wahl.

Mit Gruß von Carola
daniel5993 (03.05.2007, 14:26):
Hallo :hello,

Ich beschäftige mich schon länger intensiv und mit Freude, mit den Klavierkonzerten Mozarts und insbesondere den Gesamtausgaben!
Ein Meisterwerk nach dem anderen reiht sich da auf! Aber ich glaube ich muss hier keinem erst erzählen, wie genial Mozarts Klaviermusik ist!
Ich habe mich bei Mozart mit 3 Interpreten auseinandergesetzt!
Alfred Brendel, Geza Anda und Daniel Barenboim! Bei 2 und 3 jeweils mit der GA. Ein bisschen auch mit Ashkenazy und Svjatoslav Richter!

Mein Fazit ist, erstmal, das Barenboim den dritten Platz belegt, weil keine Freude beim hören seiner interpretationen auftaucht (nicht bei allen, aber im Gesamten berechnet). Andere können Ihm gegenüber einfach einen mitreißen! Teilweise auch einfach ohne genug Ausdruck gespielt!

Brendel kenne ich von 8 Klaviekonzerten, meist die berühmteren und dieser bringt wirklich Freude mit! Große Ausdruckskraft.

Geza Anda, schneidet unter meiner Beobachtung am Besten ab!
Sehr fröhlich gespielt, machmal aber auch mit einer echt Nachdenklichen Note darin, welche ich sehr sehr zu schätzen weiß!
So kommt mir Mozart am nächsten und es ist wirklich eine Freude, Anda zuzuhören :engel :down! Obwohl die Aufnahmen mitte der Sechziger Jahre entstanden sind, ist die Aufnahmequalität echt super!

Von Vladimir Ashkenazy habe ich 2 Konzerte (KV451,KV452). Stürrmischer als die anderen gespielt, auf jeden Fall, aber auch schön anzuhören!

Von Svjatoslav Richter gespielt, habe ich das 20ste Klavierkonzert und dies ist wirklich eine der schönsten Interpretationen, welche meine Sammlung schmücken :down.

Gruß
daniel :beer
Jeremias (04.05.2007, 00:03):
Ich tue mir mit Gesamtaufnahmen immer etwas schwer und da machen die Mozart'schen Klakos keine Ausnahme. Ich habe selber Barenboim und Buchbinder und bin mit keiner der beiden zufrieden. Von daher habe ich mir nach und nach einige Einzelausgaben zugelegt. Also, tief beeindruckt bin ich nach wie vor von Rudolf Serkin bei der DG. Er ist ein großer Altmeister und spielt seine ganze Erfahrung aus! Dann gefällt mir Perahia sehr gut mit dem English Chamber Orchestra. Sehr filigran! Anderszewski ist ebenfalls einer meiner Favoriten, sehr viel Spielfreude! Und dann gibt es noch Fazil say, den man in so gar keine Schublade stecken kann. Ein wenig draufgängerisch aber unglaublich frisch!
daniel5993 (04.05.2007, 11:08):
Hallo,

möchte gerne meinen vorangegangenen Beitrag vervollständigen!
Habe noch mehrere Klavierkonzerte von Christian Zacharias auf CD und deswegen habe ich die das letzt mal vergessen zu erwähnen. Diese Aufnahmen sind wie Geza Anda und Alfred Brendel, empfehlenswert! Zacharias bringt ebenfalls Freude mit rüber, gut gelungene Aufnahmen!

Gruß
daniel
daniel5993 (14.07.2007, 09:49):
Guten Morgen Karajan!


http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/41SY29VDD9L._AA240_.jpg


Ich habe schon weiter oben über Mozarts Klavierkonzerte geschrieben! Ich bevorzuge Mozarts Klavierkonzerte unter Geza Anda. Da ich wie du weist Mozarts Musik sehr liebe, habe ich mich auch länger damit beschäftigt! Dieser wäre mein Tipp!

Gruß
Daniel
AcomA (14.07.2007, 11:29):
hallo,

auch ich habe mich bisher immer gegen gesamtaufnahmen dieser werke entschieden. dennoch bin ich davon überzeugt, dass die gesamtaufnahmen von geza anda und christian zacharias sehr gute wahl sind. ich kenne mehrere einzelaufnahmen aus diesen projekten.

gruß, siamak :)
karajan (16.07.2007, 00:56):
Original von daniel5993
Guten Morgen Karajan!





Ich habe schon weiter oben über Mozarts Klavierkonzerte geschrieben! Ich bevorzuge Mozarts Klavierkonzerte unter Geza Anda. Da ich wie du weist Mozarts Musik sehr liebe, habe ich mich auch länger damit beschäftigt! Dieser wäre mein Tipp!

Gruß
Daniel

Hallo Daniel

Diese Gesamtaufnahme werde ich mir schonmal zulegen
Gruß Andy
Amadé (18.07.2007, 10:46):
Hallo Rolf und interessierte Forianerinnen und Forianer,

hier einmal eine Übersicht aller bisher erschienen Gesamtaufnahmen der Mozartschen KLavierkonzerte. Laut Zählung sind es 27, bei Nr.1 bis 4 handelt es sich nicht um originäre Mozart-Eingebungen sondern um Bearbeitungen von KLavierwerken von F.Raupach, L.Honauer, G.Eckard, J.Schobert sowie C.Ph.E.Bach. Viele Gesamteinspielungen lassen diese kleinen Konzerte außer acht. Dann gibt es noch 3 Konzerte nach Klavierwerken von Johann Christian Bach KV 107 Nr.1-3, die in keiner Gesamteinspielung berücksichtigt werden. Auch die Konzerte für 3 (2) Klaviere F-dur KV 242 und für 2 KLaviere Es-dur KV 365 fehlen hier und da.

Gesamteinspielungen:
- Ingrid Haebler, Londonier Sinfonie-Orchester, Capella academica Wien, verschiedene Dir., Philips
- Geza Anda, KLavier und Ltg. Camerata academica Salzburg, DGG, außer: KV 242 und 365
- Daniel Barenboim, Klavier und Ltg. Englisch Chamber Orchestra, EMI, außer: KV 242 und 365
- Annerose Schmidt, Dresdner Philharm. Masur VEB Deut.Schallpl/Berlin Classics, außer: KV 242 und 365
- Vladimir Ashkenazy, KLavier und Ltg, Philharmonia Orchestra, Decca
- Alfred Brendel, Academy of St.Martin-in-the-Fields, Marriner, Philips, außer: Nr.1-4
- Murray Perahia, Klavier und Ltg. Englisch Chamber Orchestra, CBS/Sony , außer: KV 242 und 365
- Christian Zacharias, verschiedene Orchester und Dirigenten, EMI, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Karl Engel, Mozarteum Orchester Salzburg, Hager, Teldec
- Andras Schiff, Camerata academica Salzburg, Vegh, Decca, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Daniel Barenboim, Klavier und Ltg., Berliner Philharmoniker, Teldec, außer: Nr.1-4
- Maria Joao Pires, Gulbenkian Orchester, Guschelbauer, Erato, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Malcolm Bilson, Hammerflügel, English Baroque Soloists, Gardiner, DGA, außer: Nr.1-4
- Mitsuko Uchida, English Chamber Orchestra, Tate, Philips, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Rudolf Buchbinder, Klavier und Ltg, Wiener Symphoniker, live, Calig,außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Jos van Immerseel, Klavier und Ltg., Anima Eterna, Channel classics, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Matthias Kirschnereit, Bamberger Symphoniker, Frank Beermann, Arte Nova, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Carmen Piazzini, ST.Petersburger Solisten, Gantvarg, vollständig:???
- Jöne Jando, Concentus Hungaricus, versch.Dirigenten, Naxos, vollständig:???
- Viviana Sofronitzki, Musicae antiquae Collegium Varsoviense, Karolak, Pro Musica

Von Christian Zacharias, Mitsuko Uchida und Jeremy Menuhin sind Neuaufnahmen zu erwarten.

Walter Gieseking und Rudolf Serkin haben keine Gesamtaufnahmen hinterlassen.
In einem Beiblatt (Label Westminster) eines Schlallplatten-Katalogs (DGG?) waren Anfang der 60er Jahre sämtliche Mozartkonzerte mit Clara Haskil und dem Winthertur Symphonie-Orchester, Dir.Henry Swoboda, angekündigt (Haskil war kurz zuvor gestorben). Mir ist jedoch bisher keine der Aufnahmen je begegnet, außer KV 466, die 2001 auf einer CD mit 11 Scarlatti-Sonaten bei Westminster/Universal veröffentlicht wurden.

Grüße Amadé
karajan (18.07.2007, 13:53):
Original von Amadé
Hallo Rolf und interessierte Forianerinnen und Forianer,

hier einmal eine Übersicht aller bisher erschienen Gesamtaufnahmen der Mozartschen KLavierkonzerte. Laut Zählung sind es 27, bei Nr.1 bis 4 handelt es sich nicht um originäre Mozart-Eingebungen sondern um Bearbeitungen von KLavierwerken von F.Raupach, L.Honauer, G.Eckard, J.Schobert sowie C.Ph.E.Bach. Viele Gesamteinspielungen lassen diese kleinen Konzerte außer acht. Dann gibt es noch 3 Konzerte nach Klavierwerken von Johann Christian Bach KV 107 Nr.1-3, die in keiner Gesamteinspielung berücksichtigt werden. Auch die Konzerte für 3 (2) Klaviere F-dur KV 242 und für 2 KLaviere Es-dur KV 365 fehlen hier und da.

Gesamteinspielungen:
- Ingrid Haebler, Londonier Sinfonie-Orchester, Capella academica Wien, verschiedene Dir., Philips
- Geza Anda, KLavier und Ltg. Camerata academica Salzburg, DGG, außer: KV 242 und 365
- Daniel Barenboim, Klavier und Ltg. Englisch Chamber Orchestra, EMI, außer: KV 242 und 365
- Annerose Schmidt, Dresdner Philharm. Masur VEB Deut.Schallpl/Berlin Classics, außer: KV 242 und 365
- Vladimir Ashkenazy, KLavier und Ltg, Philharmonia Orchestra, Decca
- Alfred Brendel, Academy of St.Martin-in-the-Fields, Marriner, Philips, außer: Nr.1-4
- Murray Perahia, Klavier und Ltg. Englisch Chamber Orchestra, CBS/Sony , außer: KV 242 und 365
- Christian Zacharias, verschiedene Orchester und Dirigenten, EMI, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Karl Engel, Mozarteum Orchester Salzburg, Hager, Teldec
- Andras Schiff, Camerata academica Salzburg, Vegh, Decca, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Daniel Barenboim, Klavier und Ltg., Berliner Philharmoniker, Teldec, außer: Nr.1-4
- Maria Joao Pires, Gulbenkian Orchester, Guschelbauer, Erato, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Malcolm Bilson, Hammerflügel, English Baroque Soloists, Gardiner, DGA, außer: Nr.1-4
- Mitsuko Uchida, English Chamber Orchestra, Tate, Philips, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Rudolf Buchbinder, Klavier und Ltg, Wiener Symphoniker, live, Calig,außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Jos van Immerseel, Klavier und Ltg., Anima Eterna, Channel classics, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Matthias Kirschnereit, Bamberger Symphoniker, Frank Beermann, Arte Nova, außer: Nr.1-4 u. KV 242 und 365
- Carmen Piazzini, ST.Petersburger Solisten, Gantvarg, vollständig:???
- Jöne Jando, Concentus Hungaricus, versch.Dirigenten, Naxos, vollständig:???
- Viviana Sofronitzki, Musicae antiquae Collegium Varsoviense, Karolak, Pro Musica

Von Christian Zacharias, Mitsuko Uchida und Jeremy Menuhin sind Neuaufnahmen zu erwarten.

Walter Gieseking und Rudolf Serkin haben keine Gesamtaufnahmen hinterlassen.
In einem Beiblatt (Label Westminster) eines Schlallplatten-Katalogs (DGG?) waren Anfang der 60er Jahre sämtliche Mozartkonzerte mit Clara Haskil und dem Winthertur Symphonie-Orchester, Dir.Henry Swoboda, angekündigt (Haskil war kurz zuvor gestorben). Mir ist jedoch bisher keine der Aufnahmen je begegnet, außer KV 466, die 2001 auf einer CD mit 11 Scarlatti-Sonaten bei Westminster/Universal veröffentlicht wurden.

Grüße Amadé

Hallo Amade

Frage hast du alle Einspielungen auf CD oder LP.

Wie ist die Aufnahme mit Barenboim von EMI mit dem English Chamber Orchestra?

Gruß Andreas
Amadé (18.07.2007, 15:51):
Hallo Karajan,

ich besitze nicht: Piazzini, Jandö und Sofronitzki, die anderen habe ich außer Anda alle auf CD. Allerdings gibt es auch bei mir Lücken: von Haebler, Brendel, Pires, Uchida und Zacharias sind nicht alle Konzerte vorhanden.

zu Barenboim:
Die Berliner Aufnahme klingt zwar runder und in der Regel klangschöner als die Londoner, sie ist jedoch längst nicht so spontan, so aufmerksam, auf Details eingehend gespielt, die Läufe perlen in London einfach besser, in Berlin herrschte mehr Routine. Bei der Personalunion Pianist-Dirigent habe ich jedoch Vorbehalte, selten entstehen restlos zufriedenstellende Aufnahmen, insgesamt am besten glückt es bei Perahia, ich hörte, dass er die längste Vorbereitungs- und Probenzeit benötigte.

Grüße Amadé
Cosima (18.07.2007, 16:27):
Original von Amadé
Von Christian Zacharias, ... sind Neuaufnahmen zu erwarten.


Weißt Du Details? Wann denn? Und welche Konzerte? Ich mag ja Christian Zacharias' Mozart sehr gerne hören.

Gruß, Cosima
Amadé (18.07.2007, 18:44):
Hallo Cosima,

bei MDG sind bisher erschienen Vol.1 KV 482 und 595 und Vol.2 KV 271 und 413, außerdem zusammen mit der Prager-Sinfonie und Rondo und Arie KV 505 das Konzert Nr.25 KV 503.

Gruß Bernd
karajan (18.07.2007, 20:22):
Original von Amadé
Hallo Karajan,

ich besitze nicht: Piazzini, Jandö und Sofronitzki, die anderen habe ich außer Anda alle auf CD. Allerdings gibt es auch bei mir Lücken: von Haebler, Brendel, Pires, Uchida und Zacharias sind nicht alle Konzerte vorhanden.

zu Barenboim:
Die Berliner Aufnahme klingt zwar runder und in der Regel klangschöner als die Londoner, sie ist jedoch längst nicht so spontan, so aufmerksam, auf Details eingehend gespielt, die Läufe perlen in London einfach besser, in Berlin herrschte mehr Routine. Bei der Personalunion Pianist-Dirigent habe ich jedoch Vorbehalte, selten entstehen restlos zufriedenstellende Aufnahmen, insgesamt am besten glückt es bei Perahia, ich hörte, dass er die längste Vorbereitungs- und Probenzeit benötigte.

Grüße Amadé

Hallo Amade,
danke für deine Stellungnahme ich schwanke noch zwischen Barenboim und Anda. Ist die Londoner-Aufnahme vom Klang her in Ordnung ohne großes Rauschen?

Gruß Andreas
daniel5993 (18.07.2007, 21:20):
Hallo Andreas!

Bevor du dich für Barenboim, "englisch chamber orchester" entscheidest, lege ich dir auch noch Christian Zacharias bei den Klavierkonzerten ans Herz! Den sehe ich mit Anda und Brendel an der Spitze! Ich habe die GA von Barenboim, kenne aber nur die wichtigsten Klavierkonzerte daraus, 466, 488, 451, 414! Und diese reißen mich nicht mit! Da gibt es wirklich bessere! Auch Pollini, S. Richter sind klasse, haben aber leider keine GA gemacht!


Gruß
Daniel :tongue:
Amadé (18.07.2007, 21:32):
Hallo Karajan,

die Londoner Aufnahme mit Barenboim ist klanglich in Ordnung. Wie Daniel schon andeutete sollte man auch Zacharias in Erwägung ziehen, mir gefallen seine Mozart-Konzerte insgesamt besser als Barenboim und er brauchte sich nur ums Klavier zu kümmern. Die Zacharias-Box gibt es augenblicklich bei Amazon-Marketplace incl Porto für~ 30 € (EMI-France).

Gruß Amadé
Rachmaninov (18.07.2007, 21:34):
Original von Amadé
Hallo Karajan,

die Londoner Aufnahme mit Barenboim ist klanglich in Ordnung. Wie Daniel schon andeutete sollte man auch Zacharias in Erwägung ziehen, mir gefallen seine Mozart-Konzerte insgesamt besser als Barenboim und er brauchte sich nur ums Klavier zu kümmern. Die Zacharias-Box gibt es augenblicklich bei Amazon-Marketplace incl Porto für~ 30 € (EMI-France).

Gruß Amadé

Vorsicht, wenn die Lieferung nicht aus der EU kommt kann Z O L L fällig werden!
karajan (18.07.2007, 22:42):
Original von Amadé
Hallo Karajan,

die Londoner Aufnahme mit Barenboim ist klanglich in Ordnung. Wie Daniel schon andeutete sollte man auch Zacharias in Erwägung ziehen, mir gefallen seine Mozart-Konzerte insgesamt besser als Barenboim und er brauchte sich nur ums Klavier zu kümmern. Die Zacharias-Box gibt es augenblicklich bei Amazon-Marketplace incl Porto für~ 30 € (EMI-France).

Gruß Amadé

Hallo Amadé
wie bewertest du die 2 folgenden Boxen



und diese


Da gibt es noch eine dritte aber da kann ich den Dirigenten nicht ausstehen. Auch wenn der Pianist sehr gut ist!

Gruß Andreas
Poztupimi (18.07.2007, 23:13):
Original von karajan

Da gibt es noch eine dritte aber da kann ich den Dirigenten nicht ausstehen. Auch wenn der Pianist sehr gut ist!

Gruß Andreas

Das ist mir jetzt eine wenig zu pauschal, kannst Du daß konkretisieren? Ist er Dir einfach menschlich unsympatisch oder kennst Du auch Aufnahmen mit ihm, die Dich in Deiner Ablehnung bestärken? ?(

Wolfgang
karajan (18.07.2007, 23:44):
Original von Poztupimi
Original von karajan

Da gibt es noch eine dritte aber da kann ich den Dirigenten nicht ausstehen. Auch wenn der Pianist sehr gut ist!

Gruß Andreas

Das ist mir jetzt eine wenig zu pauschal, kannst Du daß konkretisieren? Ist er Dir einfach menschlich unsympatisch oder kennst Du auch Aufnahmen mit ihm, die Dich in Deiner Ablehnung bestärken? ?(

Wolfgang

Hallo Poztupimi

Wenn ich Musik höre egal ob Klassik-oder andere Richtungen muß der Künstler mir gefallen. Sandor Végh habe ich schon des öfteren auf Classica gesehen bei Konzertmitschnitten in Salzburg. Erstens kann ich ihm beim Dirigieren nicht zusehen, ja du hast recht er ist mir menschlich unsympatisch. Zweitens hat mir die Interpretation von ihm mir nicht zugesagt. Es waren Konzerte mit Mozartsymphonien kann dir aber nicht mehr genau sagen welche habe ich mir nicht gemerkt.Er wirkte meiner Meinung nach auf die Musiker nervös-die Musik geriet aus der Bahn. Selbst als Zuschauer wurde man nervös und ungeduldig. Das hatte mich so geprägt das ich mir keine Aufnahmen von ihm zugelegt habe und ich das auch in Zukunft nicht werde. Tut mir leid ist halt so.
Genauso geht mir das bei N.Harnoncourt,ich denke noch an das letzte Neujahrskonzert aus Wien
unter seiner Leitung für mich eine Katastrophe ich habe damals ausgeschaltet.
Gruß Andreas
Poztupimi (19.07.2007, 00:20):
Original von karajan

Hallo Poztupimi

Wenn ich Musik höre egal ob Klassik-oder andere Richtungen muß der Künstler mir gefallen. Sandor Végh habe ich schon des öfteren auf Classica gesehen bei Konzertmitschnitten in Salzburg. Erstens kann ich ihm beim Dirigieren nicht zusehen, ja du hast recht er ist mir menschlich unsympatisch. Zweitens hat mir die Interpretation von ihm mir nicht zugesagt. Es waren Konzerte mit Mozartsymphonien kann dir aber nicht mehr genau sagen welche habe ich mir nicht gemerkt.Er wirkte meiner Meinung nach auf die Musiker nervös-die Musik geriet aus der Bahn. Selbst als Zuschauer wurde man nervös und ungeduldig. Das hatte mich so geprägt das ich mir keine Aufnahmen von ihm zugelegt habe und ich das auch in Zukunft nicht werde. Tut mir leid ist halt so.
Genauso geht mir das bei N.Harnoncourt,ich denke noch an das letzte Neujahrskonzert aus Wien
unter seiner Leitung für mich eine Katastrophe ich habe damals ausgeschaltet.
Gruß Andreas

Hallo Andreas,

es muß Dir ja nicht leid tun, wenn Dir sein Dirigat aus - für auch andere - nachvollziehbaren Gründen nicht zusagt. Für mich sehe ich allerdings darin keinen Hinderungsgrund, mir nicht wenigstens mal eine Aufnahme von ihm vergleichend anzuhören. Was - wie ich zugeben muß - immer dann ein Problem ist, wenn man dazu mangels Fachgeschäft in erreichbarer Nähe keine Möglichkeit hat. Seine Aufnahmen der Schubert-Symphonien habe ich nicht in so schlechter Erinnerung, seine Einspielung der Sonaten und Partiten von Bach hat mir dann beim Wiederhören vor einigen Wochen nicht mehr gefallen (wobei ich sagen muß, dies war die einzige Aufnahme, die ich mir seinerzeit als Schüler zu LP-Zeiten leisten konnte).

Grüße,
Wolfgang
Amadé (19.07.2007, 09:41):
Beide Aufnahmen-Serien können mich nicht befriedigen. Es wird oft ziemlich hölzern und auch pauschal musiziert, gerade die Mozart-Konzerte sind wahre Juwelen, die müssen leuchten und funkeln, das vermisse ich weitgehend.

Gruß Amadé
karajan (19.07.2007, 12:33):
Original von Amadé
Beide Aufnahmen-Serien können mich nicht befriedigen. Es wird oft ziemlich hölzern und auch pauschal musiziert, gerade die Mozart-Konzerte sind wahre Juwelen, die müssen leuchten und funkeln, das vermisse ich weitgehend.

Gruß Amadé

Danke für deine Aussage

Grüße von der Ostsee
Andreas
Amadé (19.07.2007, 15:36):
@Karajan

Hallo Andreas,

Die Gesamtaufnahme mit Derek Han und dem Philharmonia Orchestra dirigiert von Paul Freeman, erschienen bei Brilliant hatte ich in meiner Übersicht vergessen.:down Die Konzerte Nr.1-4 sind dabei, bei KV 242 und 365 muss ich passen.

Übrigens hat Dein Hausgott HvK auch 3 Mozart-Klavierkonzerte begleitet:
Nr.23 A-dur KV 488 und Nr.24 c-moll KV 491 mit Walter Gieseking, Philharmonia Orchestra
Nr.21 C-dur mit Dinu Lipatti, Festspielorchester Luzern live.
Alle Aufnahmen sind oder waren bei EMI auch auf CD erhältlich. VIelleicht hast Du sie, mir gefallen alle drei. Karajan ging damals mehr als später (so ab 1964) auf die Musik ein und unterstützte bei Konzerten den jeweiligen Solisten. Später war das nicht immer so. Ein Beispiel voller Selbstherrlichkeit des Dirigenten ist das Doppelkonzert a-moll op.102 von Brahms mit Mutter und Meneses, total missglückt. Mutter spielt den im übrigen vorzüglichen Cellisten glatt - dank der auf den Star fixierten Aufnahmetechnik - an die Wand, dieses Machwerk bekam aber Karajans Segen.

Na ja....
Gruß Bernd
Cosima (19.07.2007, 17:37):
Original von Amadé
bei MDG sind bisher erschienen Vol.1 KV 482 und 595 und Vol.2 KV 271 und 413, außerdem zusammen mit der Prager-Sinfonie und Rondo und Arie KV 505 das Konzert Nr.25 KV 503.


Hallo Bernd,

bei 'MDG' fiel mir wieder ein, dass ich Vol. 1 längst besitze. Ich kam nicht gleich drauf, weil Du von Neuaufnahmen sprachst. Vol. 1 ist ja bereits aus 2003.

Mir gefällt die CD übrigens ausgesprochen gut!

Gruß, Cosima
karajan (19.07.2007, 22:22):
Original von Amadé
@Karajan

Hallo Andreas,

Die Gesamtaufnahme mit Derek Han und dem Philharmonia Orchestra dirigiert von Paul Freeman, erschienen bei Brilliant hatte ich in meiner Übersicht vergessen.:down Die Konzerte Nr.1-4 sind dabei, bei KV 242 und 365 muss ich passen.

Übrigens hat Dein Hausgott HvK auch 3 Mozart-Klavierkonzerte begleitet:
Nr.23 A-dur KV 488 und Nr.24 c-moll KV 491 mit Walter Gieseking, Philharmonia Orchestra
Nr.21 C-dur mit Dinu Lipatti, Festspielorchester Luzern live.
Alle Aufnahmen sind oder waren bei EMI auch auf CD erhältlich. VIelleicht hast Du sie, mir gefallen alle drei. Karajan ging damals mehr als später (so ab 1964) auf die Musik ein und unterstützte bei Konzerten den jeweiligen Solisten. Später war das nicht immer so. Ein Beispiel voller Selbstherrlichkeit des Dirigenten ist das Doppelkonzert a-moll op.102 von Brahms mit Mutter und Meneses, total missglückt. Mutter spielt den im übrigen vorzüglichen Cellisten glatt - dank der auf den Star fixierten Aufnahmetechnik - an die Wand, dieses Machwerk bekam aber Karajans Segen.

Na ja....
Gruß Bernd

Hallo Bernd

Ja die Karajan Mozartaufnahmen habe ich natürlich, musste gerade schmunzeln über den"Hausgott"
Werde den kauf einer GA erstmal zurückstellen. So unsicher war ich noch nie!

Gruß Andreas
Amadé (20.07.2007, 22:03):
@Karajan

Hallo Andreas,
man muss sich nicht unbedingt eine Gesamtaufnahme zulegen, das heißt dann womöglich, auf andere CDs, die vielleicht besser sind, zu verzichten. Die Manie mit den Gesamtaufnahmen setzte mit den 9 Beethoven-Sinfonien mit Karajan 1963 ein. Karajan hatte mit dem Philharmonia Orchester für Columbia auch schon alle 9 produziert, aber nach und nach, nicht als Gesamtausgabe.

Falls bei Dir Interesse besteht, gelungene Einzel-CDs mit Mozartkonzerten ins Kalkül zu ziehen, könnte ich Dir hier einige auflisten, lass es mich nur wissen.

Gruß BErnd
karajan (21.07.2007, 16:50):
Original von Amadé
@Karajan

Hallo Andreas,
man muss sich nicht unbedingt eine Gesamtaufnahme zulegen, das heißt dann womöglich, auf andere CDs, die vielleicht besser sind, zu verzichten. Die Manie mit den Gesamtaufnahmen setzte mit den 9 Beethoven-Sinfonien mit Karajan 1963 ein. Karajan hatte mit dem Philharmonia Orchester für Columbia auch schon alle 9 produziert, aber nach und nach, nicht als Gesamtausgabe.

Falls bei Dir Interesse besteht, gelungene Einzel-CDs mit Mozartkonzerten ins Kalkül zu ziehen, könnte ich Dir hier einige auflisten, lass es mich nur wissen.

Gruß BErnd


Hallo Bernd

Einen schönen Samstag und Sonntag wünsche ich dir. Na klar besteht Interesse für gelungene Einzel-CDs. Die Liste würde mich interessieren!

Gruß Andreas
Rachmaninov (21.07.2007, 16:56):
Original von karajan
Original von Amadé
@Karajan

Hallo Andreas,
man muss sich nicht unbedingt eine Gesamtaufnahme zulegen, das heißt dann womöglich, auf andere CDs, die vielleicht besser sind, zu verzichten. Die Manie mit den Gesamtaufnahmen setzte mit den 9 Beethoven-Sinfonien mit Karajan 1963 ein. Karajan hatte mit dem Philharmonia Orchester für Columbia auch schon alle 9 produziert, aber nach und nach, nicht als Gesamtausgabe.

Falls bei Dir Interesse besteht, gelungene Einzel-CDs mit Mozartkonzerten ins Kalkül zu ziehen, könnte ich Dir hier einige auflisten, lass es mich nur wissen.

Gruß BErnd


Hallo Bernd

Einen schönen Samstag und Sonntag wünsche ich dir. Na klar besteht Interesse für gelungene Einzel-CDs. Die Liste würde mich interessieren!

Gruß Andreas

Hier geht es zum passenden Thread
daniel5993 (14.01.2008, 21:52):
Guten Abend,

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/0028946951026.jpg
Konzerte Nr. 1-6, 8,9, 11-27
Geza Anda, Camerata Academica Salzburg, Anda
Label: DGG , ADD, 61-70

Habe mich zwar schon zu Andas Mozart geäußert, möchte aber jetzt noch einmal meine Eindrücke über diese GA schildern, nachdem ich Brendel, Gulda, Zacharias, Ashkenazy und viele Andere zum Vergleich hörte.

Das bemerkenswerte ist dieser starke Kontrast, zwischen einer oft aufkommenden, unbendigen Heiterkeit in Mozarts Klavierkonzerten und den ruhigen, nachdenklichen langsamen Sätzen, welche eine unerhört geniale und erdrückende Tiefe zeigen. Diesen angesprochenen Kontrast bringt für meine Ohren der Herr Anda am Besten rüber, am schönsten. Anda verzaubert den Hörer.

Konstante Weltklasse zeigt sich mir über die Gesamte GA Anda's hinweg. Hab mir viele Empfehlungen anderer gekauft, viele Einzel CD's und Einzelplatten, da es so in etwa hieß "Hände weg von Gesamtaufnahmen" und obwohl Brendel, Barenboim und Gulda meinen Anfang in Sachen Mozarts Klavierkonzerte geprägt haben, muss ich hier doch sagen, dass nicht diese beiden Pianisten, welche mir Mozarts Klavierkonzerte nahebrachten, meine Lieblinge sind, sondern der Mozart Anda's, welchen ich erst später kennenlernte (Durch lobenswerte Worte aus den Hififorum). Nach dieser Entdeckungsreise bin ich zu einem Entschluss gekommen, dass man sich diese ewige Suche mit Einzelaufnahmen ruhig sparen kann, wenn man glaubt, dass dort mehr zu finden ist. Nach vielen Vergleichen mit Friedrich Gulda und Alfred Brendel (welche ebenfalls zur Spitze gehören) kann man wirklich von dieser bereits oben genannten Konstanten Weltklasse Geza Andas sprechen!

Mozart stand immer im Mittelpunkt seines Interesses. Die GA Geza Andas, der Klavierkonzerte Mozarts wurde über 10 Jahre hinweg eingespielt, wobei er den neben dem KlavierPart, auch den Part des Dirigenten übernahm. In diesen vielen Jahren, konnte er sich ohne alle Klavierkonzerte unter einen Hut zu stecken (Alle mit einer gewissen Gleichheit zu spielen), sich jedem Konzert einzeln und mit neuer Kraft nähern. Manch einer beeugt dieses "Doppelspiel" (Dirigent + Solist) skeptisch, aber funktioniert doch! Während dieser Zeit hat sich Anda fast ausschließlich mit Mozart beschäftigt und man höre nur was draus geworden ist. Ein spritziger, dynamischer Mozart, welcher Heiterkeit und Laune vermittelt und dennoch, in den Ruhigen Sätzen durch Fingerspitzengefühl und Wärme besticht. Einfach Herrlich! Geza Anda hats geschafft einen Zeitlosen Mozart zu spielen, welcher auch Heut noch Hoch geschätzt wird! Und das zurecht!


"Der Mozart, den Anda sich und uns erarbeitet hat, ist ein Mozart von inniger Süße, sorgfältig hergestellter Klangrelation und solistischer Bescheidenheit."
(Joachim Kaiser über Géza Anda)


Gramophone 6 / 90: "Selbst in den Konzerten Nr. 1-4 (1767), in denen er Werke anderer Komponisten bearbeitete, kommt auf Anhieb die typische Mozart'sche Frische und Spontaneität zutage. Die räumliche, hervorragend ausbalancierte Aufnahme stellt das Wechselspiel zwischen Klavier und Orchester ausgezeichnet dar."


Penguin Guide: "Aufnahmen mit einem exzellenten Gespür für den Mozart-Stil."

:down :down :down
:engel :engel


Gruß
Daniel
thwinter12 (14.02.2009, 13:42):
Original von Daniel Behrendt
Lieber Frank,

Zitat Frank: mit welchem Dirigenten und welchem Orchester spielt Frau Uchida die Konzert eerneut ein ?

Zugegeben, ich weiß es nicht aus erster Hand. Ein Freund erzählte mir neulich davon (aber eigentlich hat alles, was er sagt, Hand und Fuß)

Uchida spielt die Mozart-Konzerte demnach mit dem Cleveland-Orchestra und dirigiert selbst. Ich habe gerade mal nachrecherchiert: Uschi war in Cleveland Aritist in Residence und hat die Mozart-Konzerte dort tatsächlich gemacht. Gut möglich also, dass sie aufgezeichnet wurden (oder noch werden) und demnächst erscheinen. Beschwören will ich's allerdings nicht! Ich stöbere aber noch weiter im Netz, vielleicht findet sich was Stichhaltiges.

LG!
Daniel

PS: Habe tatsächlich einen Hinweis gefunden - aus einem Interview mit Mitsuko Uchida bei

http://www.iclassics.com/featureArticle?contentId=201

What are some upcoming recording projects listeners can look forward to?
I plan to record all of Mozart's Piano Concertos with the Cleveland Orchestra between the autumn of 2002 and 2007. It was a dream of mine to do this specific project with this orchestra, because I know the Mozart recordings of George Szell and I thought his accompaniments were unbelievable. These will be recorded in the newly renovated Severance Hall. I like to conduct, but only from the keyboard.
Hallo allen,

weiß jemand von Euch zum o.a. Projekt genaueres? Hat es eine solche Aufnahme überhaupt gegeben bzw. wenn ja, wann wird sie veröffentlicht?

Servas,
Thomas
Hosenrolle1 (01.01.2017, 20:22):
Im Eroica-Forum wurde diese recht neue Box von 2014 vorgestellt, die sämtliche Fortepiano-Konzerte Mozarts auf period instruments bietet:



Leider gibt es nicht für alle Tracks Hörproben bei jpc. Hat die jemand? Gibt es auch ein Booklet dazu, etwa mit Interviews?
Mir gefällt auf jeden Fall die Aufmachung, sieht eigentlich wie eine übliche Aufnahme auf, also nicht "speziell" anders.
Auf jeden Fall wollte ich einmal darauf aufmerksam machen.




LG,
Hosenrolle1
satie (01.01.2017, 20:30):
Das ist tatsächlich meine Lieblingseinspielung!
Nach dem Booklet muss ich schauen, wenn ich zu Hause bin.
Hosenrolle1 (01.01.2017, 20:43):
Danke für´s Schauen :) Da bin ich mal gespannt ...

Wieso ist das deine Lieblingseinspielung?
Mir gefällt die Hörprobe des Andantino von KV 271 besonders gut, sehr durchhörbar, düster, und trotzdem schön, auch wenn die Hörproben leider ziemlich arg komprimiert sind.

(Ich bin immer verwirrt, wenn es um Begriffe wie "Fortepiano", "Piano", "Clavier", "Klavier" oder "Pianoforte" geht. Heißen Mozarts Klavierkonzerte nun ganz korrekt "Fortepiano-Konzerte", oder ist "Klavierkonzerte" auch richtig?)



LG,
Hosenrolle1
satie (01.01.2017, 23:03):
Warum Lieblingseinspielung: sie ist definitiv historisch informiert (inkl. Originalinstrumente), ausgesprochen lebendig und unverkrampft musiziert, mit einem sehr klangschönen Fortepiano (bzw. bei den ganz frühen Beispielen ein sehr schönes Cembalo). Klanglich sehr ausgewogen auch. Dass ein paar Dinge vielleicht nicht auf dem neuesten Stand sind (etwa der Beiname des 9. Konzerts, das hier immer noch "Jeunehomme" und nicht richtig "Jenami" genannt wird), kümmert mich kaum.

Booklet: Jawohl, es gibt eines, zwar nicht mit Interviews, aber sehr wohl mit einer guten Einführung zur Entstehung wie auch zur Frage Cembalo/Klaviers, einigen Infos zu den verwendeten Tasteninstrumente der Aufnahme. Durchaus ordentlich.

Bezeichnung: Mozart schreibt Klaviers oder Clavier, und das ist wohl auch der neutralste Begriff, aber alle genannten wären richtig. Klavierkonzert ist quasi der bis heute gültige Standardbegriff.
Hosenrolle1 (01.01.2017, 23:10):
Na das klingt ja nicht schlecht :)
Auf JPC wird die Aufnahme auch gelobt, auch wegen der Aufnahmequalität. Wie gesagt, die Hörproben klingen leider stark komprimiert, da kann ich natürlich nichts zur tatsächlichen Qualität sagen. Schreiben Sie nur etwas zum Klavier, oder auch zu anderen Instrumenten, Stichwort Darmsaiten?

Wie haben sie denn die CDs eingepackt?



LG,
Hosenrolle1
satie (02.01.2017, 00:45):
Nein, aber das hört man, und das ist selbstverständlich so, dass da Darmsaiten drauf sind. Bei den Spezialensembles wirst Du das nicht anders antreffen. Das ganze Ensemble ist abgebildet, da sieht man schön die alten Instrumente.
Die Box ist aus Karton, die einzelnen CDs sind in Papphüllen.
Hosenrolle1 (02.01.2017, 01:25):
Wenn da schon etwas zum verwendeten Instrument steht und die künstlerische Entscheidung begründet wird ist das m.E. schon viel wert :)
Hoffentlich hast du noch viel Freude damit :)



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (05.01.2017, 19:23):
@Satie:


Im Eroica-Forum wurde diese recht neue Box von 2014 vorgestellt, die sämtliche Fortepiano-Konzerte Mozarts auf period instruments bietet:



Leider gibt es nicht für alle Tracks Hörproben bei jpc. Hat die jemand? Gibt es auch ein Booklet dazu, etwa mit Interviews?
Mir gefällt auf jeden Fall die Aufmachung, sieht eigentlich wie eine übliche Aufnahme auf, also nicht "speziell" anders.
Auf jeden Fall wollte ich einmal darauf aufmerksam machen.




LG,
Hosenrolle1
Im Eroica-Forum habe ich eine interessante Rezension zu dieser Aufnahme gelesen, zu finden hier: http://www.eroica-klassikforum.de/index.php?page=Thread&postID=52409#post52409

Darin schreibt der Rezensent u.a.:
Im zweiten Satz zeigt sich die wahre Kunst des Interpreten oder der Interpretin: die linke Clavierhand ist im Original teilweise nicht ausgefüllt - die meisten Interpreten folgen einem ordentlichen, aber wenig originellen Ausführungsvorschlag des Verlegers Johann André von 1794: stilecht, aber ohne Inspiration. Insbesondere in den Takten 1-8 und den jeweiligen Parallelstellen ist die linke Hand sehr mozartuntypisch ausgeführt worden. Sofronitsky übernimmt dies leider sang- und (im wahrsten Wortsinn) klanglos. Sie erkennt aber sofort, daß eine monotone Wiederholung des Themas, das insgesamt vier mal quasi eins-zu-eins wiederholt wird, der Sache nicht guttut und ziert entsprechend jedes Mal anders aus.
Steht dazu auch etwas im Booklet? Wie hast du diese Stellen empfunden?


Auch wird dieser Punkt bemängelt:
Sofronitsky bespielt einen leider belederten Hammerflügel nach Anton Walter (Paul McNulty) und ignoriert gemeinsam mit dem Orchester sämtliche Vorschläge - ihr mozartisches Spiel aber gefällt mir.
Wieso "leider" wird nicht erklärt, interessant fände ich das schon.



LG,
Hosenrolle1
Abendroth (07.01.2017, 22:40):

Barenboims erste Gesamtaufnahme mit den Mozart Klavierkonzerten gibt es jetzt besonders günstig. Sie ist und bleibt für mich eine der besten Gesamtaufnahmen.

In der Kombination Ushida (Klavier & Leitung) mit dem Clevelandorchester sind bisher 10 Konzerte erschienen (9,17,18,19,20,21,23,24,25,27).
EinTon (09.01.2017, 18:53):
Im Eroica-Forum wurde diese recht neue Box von 2014 vorgestellt, die sämtliche Fortepiano-Konzerte Mozarts auf period instruments bietet:

https://media1.jpc.de/image/w600/front/0/8711801102979.jpg

Leider gibt es nicht für alle Tracks Hörproben bei jpc. Hat die jemand? Gibt es auch ein Booklet dazu, etwa mit Interviews?
Mir gefällt auf jeden Fall die Aufmachung, sieht eigentlich wie eine übliche Aufnahme auf, also nicht "speziell" anders.
Auf jeden Fall wollte ich einmal darauf aufmerksam machen.




LG,
Hosenrolle1


Hinweis: Bei einem allseits bekannten Videoportal kann man aus dieser Box *ziemlich viel* probehören...

Allerdings gefiel sie diese Interpretation (allerdings nur vom flüchtigen Reinhören her geurteilt) nicht so gut wie die ebenfalls HIPpe von Immerseel/Anima Aeterna, aus der ich einige Konzerte auf dem Rechner habe, zB:

https://open.spotify.com/track/1z6GRBuMr7VsTciVtguEBC

Gruß,

Normann
Hosenrolle1 (09.01.2017, 18:59):
Wonach hast du da gesucht? Ich habe bei verschiedenen Sachen "Vivarte" zu den Suchbegriffen hinzugefügt, und "Sony", aber bisher nichts gefunden.


LG,
Hosenrolle1
EinTon (09.01.2017, 19:09):
Interpretin + Komponist (nur die Nachnamen)....
Hosenrolle1 (09.01.2017, 19:15):
Woher weißt du dann, ob das die Aufnahmen aus DIESER Box sind?



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (09.01.2017, 19:52):
Ergänzung: in der JPC Beschreibung steht zwar, was auf den einzelnen Discs drauf ist (im Gegensatz zu Amazon), aber nicht, welche Künstler die jeweiligen Werke spielen :(



LG,
Hosenrolle1
EinTon (09.01.2017, 19:55):
Woher weißt du dann, ob das die Aufnahmen aus DIESER Box sind?

LG,
Hosenrolle1


Weil der Dirigent und das Orchester auch dieselben sind... (es sei denn es gäbe 2 Gesamtaufnahmen mit exakt identischen Interpreten, aber das halte ich für eher unwahrscheinlich ;) )
Cetay (29.01.2022, 04:09):
Cyprien Katsaris hat mit der Salzburger Kammerphilharmonie unter der Stabfuehrung von Yoon Kuk Lee alle Konzerte eingespielt. Es handelt sich um Liveaufnahmen, die Ende des letzten Jahrtausends im Mozarteum entstanden und spaeter von Katsaris' eigenem Label Piano21 herausgebracht wurden. Daraus wurde eine voll-vollstaendige Gesamtaufnahme, d. h. es sind sowohl die Nummern 1-4, als auch die Konzerte fuer zwei und drei Klaviere enthalten. Etwas verwirrend ist, dass es zwei Auflagen gibt -eine mit dunklen und eine mit hellen Covern-, bei denen die Werkkopplungen pro Album unterschiedlich sind. Wer beabsichtigt, das systematisch durchzuhoeren, haelt sich besser an die weisse Serie, denn die ist chronologisch. Auf CD scheint nur Vol. 4 (mit No. 21, K. 467 & No. 16, K. 451) aus der schwarzen Serie verfuegbar zu sein.



Ich habe mir die Nos. 20 & 21 angehoert und war sehr zufrieden. Vor allem das Orchesterspiel ueberrascht. Da werden in den Ecksaetzen mit langem Atem ordentliche Energien entfaltet und hier und da unerwartete -nicht schroffe- Akzente gesetzt. Der Pianist spielt unspektakulaer, fluessig und luftig und wenn es mal energetischer wird, dann passiert das ohne Pranke. Die eigenen Kadenzen sind ein Verkaufspunkt, deshalb gibt es die bei beiden Konzerten als Doppelpack. In den Schlussapplaus hinein ertoent nochmals die Orchesterueberleitung in die Kadenz des ersten Satzes und es wird eine alternative, deutlich lisztigere Version geboten - anschliessend gibt es das gleiche Prozedere fuer den dritten Satz.
Das Klangbild ist hell und transparent, die Balance zwischen Solist und Orchester stimmig.
Andréjo (25.03.2025, 00:01):


Beziehen möchte ich mich hier auf die riesige Vergleichsarbeit unseren neuen Kollegen Moderato assai zu Mozarts letztem Konzert, KV 595. Alles in allem, ist das Ergebnis bewundernswert im Hinblick auf den allgemeinen Hintergrund zu dieser Musik, in seiner Ausführlichkeit und Genauigkeit der Beobachtung.

Das Projekt möchte ich kurz verlinken: https://www.klassik-kompass.de/enescu-rumaenische-rhapsodie-nr-1. Die Adresse, von mir hier zufällig auf Enescus Komposition bezogen, was irrelevant ist, findet sich an anderem Ort und ist jetzt noch relativ aktuell zu finden, aber das wird sich auf Dauer wohl ändern.

Etwa sieben Gesamtaufnahmen der Mozart-Konzerte kenne ich. Hier nur kurz und zunächst zu Derek Han.

Er wird weiter oben bereits von Amadé deutlich kritisiert; von Moderato assai erhält er vier von fünf Punkten.

Das ist sicher kein Spitzenergebnis mehr im Sinne eines Punktesystems, bei dem man mit der Hälfte des Erreichbaren kurz vor dem Durchfallen steht. Leider muss ich aber gestehen, dass ich auch nicht mehr als 2-3 geben möchte, allenfalls 3 wegen der Klangqualität. Denn diese Einspielung erfüllt für mich kaum mehr als die technische Beherrschung der Materie. Sie erscheint undifferenziert und einförmig, erzeugt (bei mir) eine merkwürdige Langeweile, eine Unlust, dem Geschehen konzentriert zu folgen. Vielleicht kann man von einer interpretatorischen Neutralität sprechen? Aber ist das nicht eher ein Todesurteil?

In einem anderen Forum wurde die Einspielung erst vor Kurzem als quasi makellos gelobt, was mich einigermaßen verwundert. Oder doch nicht - eben weil sie in einem schlechten Sinn makellos ist?

Der Amazon-Rezensent, der auch nur drei von fünf Punkten geben möchte, formuliert hingegen die Problematik für mich nachvollziehbar.

:hello Wolfgang
Maurice inaktiv (25.03.2025, 05:46):
Etwa sieben Gesamtaufnahmen der Mozart-Konzerte kenne ich. Hier nur kurz und zunächst zu Derek Han.

Er wird weiter oben bereits von Amadé deutlich kritisiert; von Moderato assai erhält er vier von fünf Punkten.

Das ist sicher kein Spitzenergebnis mehr im Sinne eines Punktesystems, bei dem man mit der Hälfte des Erreichbaren kurz vor dem Durchfallen steht. Leider muss ich aber gestehen, dass ich auch nicht mehr als 2-3 geben möchte, allenfalls 3 wegen der Klangqualität. Denn diese Einspielung erfüllt für mich kaum mehr als die technische Beherrschung der Materie. Sie erscheint undifferenziert und einförmig, erzeugt (bei mir) eine merkwürdige Langeweile, eine Unlust, dem Geschehen konzentriert zu folgen. Vielleicht kann man von einer interpretatorischen Neutralität sprechen? Aber ist das nicht eher ein Todesurteil?

In einem anderen Forum wurde die Einspielung erst vor Kurzem als quasi makellos gelobt, was mich einigermaßen verwundert. Oder doch nicht - eben weil sie in einem schlechten Sinn makellos ist?
Ich denke mal, diese Einspielungen wurden unter einem gewissen Zeitdruck gemacht, also blieb keine Zeit MUSIK einzuspielen, sondern halt eben nur "neutrales Klimpern", um es mal ganz böse zu formulieren. Daher erscheint mir "makellos" der vielleicht am nächsten liegende Begriff dafür. Sowas fällt halt besonders auf, wenn die Einspielungen technisch hervorragend eingefangen wurden. Es tritt bei Han eine völlig normale Routine ein, damit er möglichst zügig mit den ganzen Konzerten "durch" ist. Auch dürfte die Begleitung dann entsprechend "neutral" gehalten sein, denn nur so lässt sich sowas dann auch zeitnah umsetzen.

Übrigens ein Umstand, den man auch durchaus auf Einspielungen weitaus bekanntere Interpreten anwenden könnte. Auch bei Karajan oder Barenboim gibt es solche Einspielungen, die man auch als "lieblos heruntergenudelt" beschreiben würde - oder eben als "makellos". :D :D :D

Soweit ich es weiß, hat Han auch auf einem modernen Instrument gespielt, wie auch etwa Kirschnereit. Aber welch ein Unterschied in den Interpretationen und auch in der Begleitung, übrigens mit dem gleichen Dirigenten, aber einem weitaus besseren Orchester. Daran kann man vielleicht erahnen, warum eben Han im Grunde abzuhaken ist.
Moderato assai (25.03.2025, 11:56):
Da ich schon freundlicherweise zitiert werde :) , hier der richtige Link:

https://www.klassik-kompass.de/mozart/mozart-27-klavierkonzert-b-dur-kv-595

Leider habe ich erst eines der wunderbaren Klavierkonzerte Mozarts genauer betrachtet. Daher kann ich nicht behaupten, dass das Ergebnis auf die anderen Klavierkonzerte übertragbar wäre. Es liegen jedoch die üblichen Verdächtigen vorne. Amadé ist mitunter "strenger" als ich, was jedoch völlig in Ordnung ist. Wir nutzen dasselbe Bewertungssystem.
Amadé (25.03.2025, 12:00):
Hallo Moderato assai,

willkommen in unserem kleinen Forum.

Hallo Maurice,

ich muss Dich korregieren, Han und KIrschnereit sind mit zwei verschiedenen Dirigenten unterwegs: bei Han begleitet Paul Freeman, bei KIrschnereit Frank Beermann.

Liebe Grüße
Amadé :I
Andréjo (25.03.2025, 12:31):
Der Beitrag von Maurice gefällt mir sehr - deshalb bekommt er auch kein Sternchen, sondern eine Antwort. ;) :)

Freilich habe ich mir als Mittelfranke den Kirschnereit zugelegt und werde auch mal bei Moderato assai nachlesen. Der Pianist hat ein glückliches Händchen für Verzierungen und einen Stil, der weder sonderlich akademisch noch zu romantisch sich präsentiert. Das Orchester - das ich sehr schätze - ist halt doch recht groß und wirkt dann - für meinen Geschmack! - ein ganz klein wenig ... genau ... romantisch - ein ganz klein wenig! Das mag, wie vom Kollegen bemerkt, schon an einer milden Unterbelichtung der Bläser liegen. Aber unter den zeitgenössischen Einspielungen ist das bestimmt eine hochstehende. Brendels erste Einspielung, die es bei Vox gibt in der Brendel-Box, finde ich da noch einmal saftiger - und das soll jetzt kein Kompliment sein.

Gulda - keine Integrale, die es wohl auch nicht gibt - hat mich sehr überzeugt. Von den HIP-Formationen ziehe ich Sofronitzky dem Immerseel vor - aber beide sind wahrlich nicht schlecht. Sofronitzky hat das bessere historische Instrument, meine ich. Wegen der Holzbläser lohnen sich aber gewiss beide.

Bei den älteren Namen oder bei Barenboim müsste ich erst wieder nachsehen und/ oder nachhören.

Man kann wie Meister Moderato assai alles viel genauer darstellen, klar, aber ich will mich jetzt nicht einen Tag lang vorbereiten, vielleicht acht Mal KV 595 hören und dann schreiben. Oder schauen wir ein ander Mal bei schlechtem Wetter vielleicht. Vielleicht, eher nicht.

Bleibt noch Arthur Schoonderwoerd, mit dem ich mich schon unterhalten habe, weil er manchmal bei uns in der Nähe gastiert. Der hat KV 595 nicht mehr oder - das wäre pfiffiger - noch nicht eingespielt. Irgendwo habe ich gelesen, dass es wohl nur an der Firma fehlt. Der ist natürlich ein hochinteressanter Fall und da sage ich jetzt nichts oder erst mal nichts. :D :)

@ Moderato assai: Mach doch mal KV 271 ... :) Und kennst Du die folgende Einspielung? (Kleines Pardon, falls ich sie in Deiner Sammlung übersehen habe):



EDIT: Freilich kennst Du sie und findest sie so hervorragend wie ich.

:beer Wolfgang
Moderato assai (25.03.2025, 15:24):
Amadé ist mitunter "strenger" als ich, was jedoch völlig in Ordnung ist. Wir nutzen dasselbe Bewertungssystem.
Selbstverständlich kann Herr Han oder das Philharmonia Orchestra KV 595 auch eine wenig besser gespielt haben als ein anderes Konzert der Reihe.
Moderato assai: Mach doch mal KV 271 ... Und kennst Du die folgende Einspielung? (Kleines Pardon, falls ich sie in Deiner Sammlung übersehen habe):



EDIT: Freilich kennst Du sie und findest sie so hervorragend wie ich.
KV 271 wurde von Amadé bereits gesichtet und die Diskographie entsprechend geordnet.
Siehe unter:

https://www.klassik-prisma.de/KV%20271.htm

Da erübrigt sich eine weitere Kontaktaufnahme durch meine Wenigkeit. Es kommt allerdings ein weiteres Klavierkonzert in Frage, das sich noch nicht in Amadés Portfolio befindet.

Die Aufnahme von 595 mit Andreas Staier steht an einer ziemlich prädestinierten Stelle in der 5-Sterne-Kategorie, historisch informiert und mit historischem Instrumentarium. Ja, ich war auch angetan von ihr.
Maurice inaktiv (25.03.2025, 15:58):
ich muss Dich korregieren, Han und KIrschnereit sind mit zwei verschiedenen Dirigenten unterwegs: bei Han begleitet Paul Freeman, bei KIrschnereit Frank Beermann.
Stimmt. :beer Das kommt davon, wenn man zu Uhrzeiten schreibt, die doppelte Aufmerksamkeit erfordern. Du hast natürlich völlig recht.
Andréjo (25.03.2025, 18:07):
KV 271 wurde von Amadé bereits gesichtet und die Diskographie entsprechend geordnet.
Das stimmt allerdings und das hätte ich auch im Hinterkopf haben können, denn ich habe Amadés Seite schon oft benutzt ... und liebäugle mit seinem Beethoven-Buch ... Brahms ist weniger wichtig für mich.

Ich mache jetzt einfach einen Vorschlag, also einfach so, weil es unter den von Amadé nicht diskutierten Konzerten quasi mein liebstes ist ... ;) :

Das wäre KV 482.

Du musst das jetzt aber nicht aus Protest einfach nicht machen. :D

:hello Wolfgang
Moderato assai (26.03.2025, 12:18):
Lieber Wolfgang,

KV 482 ist eigentlich eine ausgezeichnete Idee und Deine Entscheidungshilfe wäre mir sehr willkommen, aber von diesem Konzert habe ich nicht so sehr viele Einspielungen aus denen ich schöpfen könnte. Es fehlen zudem die besonderen Namen, von denen man sich außergwöhnliche Gestaltungen erhoffen könnte, darunter, z.B. Curzon, Haskil, Rubinstein, Kempf, Gould oder Lars Vogt.

Als Alternative ist mir jedoch KV 491 in den Sinn gekommen. Von dem habe ich doppelt so viele Einspielungen verfügbar (ca. 70) und da sind auch die vermissten Namen mit dabei. Haskil 2 oder 3x, Curzon 2x, Gould, Rubinstein und auch Kempf und Lars Vogt. Sogar Justus Frantz oder Lang Lang wären da mit von der Partie und das will doch schon was heißen. Und eine Menge Einspielungen, die man gar nicht so auf dem Schirm hat und die für Überraschungen gut sein könnten. Und dann der Spreu, der im Laufe der Jahre eben auch mit anfällt. Wäre schön, wenn der mal fehlen würde. Meine eigenen Rundfunkmitschnitte habe ich noch gar nicht gesichtet. Ich meine aber, da wäre dann auch Frau Buniatishvili dabei, an die erinnere ich mich.

Da hätte ich wieder 3 Monate zu tun, wie letztens beim 2. Chopin-Konzert. Und im Sommer ist die Konkurrenz von Garten und Wald erheblich größer als im Winter, als Chopin dran war.

Aber zuerst muss (und will) ich jedoch noch den bereits begonnenen Vergleich zur Diskographie von Samuel Barbers Violinkonzert beenden. Und eigentlich hatte ich danach mal wieder ein Cellokonzert im Visier. Die sind in meinem (gegenüber Amadé immer noch schmächtigen Portfolio) denkbar unterrepräsentiert. Aber mit 491 schon gleich nach Barber zu beginnen kann nur ein großes Vergnügen sein. Da warten sicher wieder Perlen auf mich.

Was hälst Du von dem Projekt? Ich will mich für den freundlichen Empfang in diesem Forum auch ein bisschen erkenntlich zeigen.
Andréjo (26.03.2025, 12:36):
Auch KV 491 finde ich natürlich eine hervorragende Idee, werter Kollege!

Für die Moll-Konzerte habe ich einst ein wenig länger gebraucht, aber das hat sich natürlich längst geändert.

Und lass Dir Zeit! Wir haben hier ja keine Hektik.

:) Wolfgang
Joe Dvorak (17.05.2025, 04:43):
Wer es – so wie ich – noch nicht mitbekommen hat: Die auf der ersten HIP-Welle geplante und nach 17 Konzerten wegen Vertragsende mit dem Label abgebrochene Gesamteinspielung mit Robert Levin und der AAM wurde vor zwei Jahren wieder aufgenommen und mittlerweile fertiggestellt. Da Christopher Hogwood aus nachvollziehbaren Gründen für das Dirigat nicht mehr zur Verfügung stand, sprang Laurence Cummings ein. Bei den großen Konzerten Nr. 21, 24, 25 und 27 übernahm Richard Egarr die Leitung. Levin spielt die Chris Maene Kopie eines 1795 Walter, die Kadenzen sind improvisiert.