Grieg: Klavierkonzert in a-moll op. 16

daniel5993 (09.09.2007, 12:02):
Hallo allezusammen! :hello

Edvard Grieg

Geboren: 15. Juni 1843 in Bergen (Norwegen)
Gestorben: 4. September 1907

http://www.nndb.com/people/870/000024798/grieg-1890.jpg

Klavierkonzert in A-Moll op.16

Ich besitze vier Einspielungen dieses wunderbaren Konzertes!

Geza Anda/Rafael Kubelik (1964, DGG)
Stehphen Bishop/Colin Davis (Philips)
Claudio Arrau/Christoph von Dohnanyi (1963, Philips)
Julius Katchen/Istvan Kertesz (IPO)

Ich liebe dieses Klavierkonzert sehr, es ist etwas ganz besonderes! Es geht musikalisch in andere Richtungen, anders als Mozart Beethoven....! Es ist für mich so anders, das ich es als "Dvoraks Neunte" unter den Klavierkonzerten bezeichnen würde!

Am gelungensten finde ich ohne Frage das von Anda/Kubelik! Stürmisch und sehr klar dargestellt (gespielt).
Arrau/Dohnanyi ist z.B in Satz 1 weit langsamer als Geza Anda es spielt! Am Anfang hats mich gestört, aber im Nachhinein fand ich es doch wunderbar, zumal es da trotzdem nicht langweilig wird! Auch diese langsame Einspielung macht freude!
Stehphen Bishop spielt es stürmisch und bewegend, ähnlich wie Geza Anda! Bei Katchen/Kertesz ist das Konzert viel zu weit von den Mikrophonen weg aufgenommen worden! Ich habe beim hören das Gefühl, als plätschert das Konzert nur so dahin! Eine nicht allzusehr empfehlenswerte Aufnahme!



Liebt Ihr dieses Klavierkonzert auch so sehr?
Was habt Ihr für Lieblingsaufnahmen? Und warum?

Gruß
Daniel
:beer
Zelenka (09.09.2007, 12:30):
Lieber Daniel:

Schönen Dank für Deine Fadeneröffnung, die allerdings eigentlich in die "Instrumentalmusik" gehört und nicht in das Klavierforum.

Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es ist leider viel zu oft zu hören. Unter meinen Aufnahmen ist diese vielleicht noch die erträglichste:

Michelangeli, New Philharmonia O, Frühbeck de Burgos BBC Legends BBCL40432

Aber ich kann hier nur meinen Respekt vor der schieren Leistung der Ausführenden bekunden.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (09.09.2007, 13:14):
Hallo Zelenka!



Schönen Dank für Deine Fadeneröffnung, die allerdings eigentlich in die "Instrumentalmusik" gehört und nicht in das Klavierforum.



Du hast recht! Ich denke, das Rachmaninov das ändern wird! Hab Ihn aber seit ca 5 Tagen nicht mehr im Forum gesehen! Wo er wohl ist?

Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es leider viel zu oft zu hören. Unter meinen Aufnahmen ist diese vielleicht noch die erträglichste:

WIe verschieden doch die interessen sind!
Ich hätte gedacht, dass dieses Konzert eher ein Stück ist, dass von allen geliebt wird, wie etwa die kleine Nachtmusik! Besonders wegen der "besonderen" Melodienvielfalt.

Gruß
Daniel
Zelenka (09.09.2007, 13:54):
Original von daniel5993
Hallo Zelenka!



Schönen Dank für Deine Fadeneröffnung, die allerdings eigentlich in die "Instrumentalmusik" gehört und nicht in das Klavierforum.



Du hast recht! Ich denke, das Rachmaninov das ändern wird! Hab Ihn aber seit ca 5 Tagen nicht mehr im Forum gesehen! Wo er wohl ist?

Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es leider viel zu oft zu hören. Unter meinen Aufnahmen ist diese vielleicht noch die erträglichste:

WIe verschieden doch die interessen sind!
Ich hätte gedacht, dass dieses Konzert eher ein Stück ist, dass von allen geliebt wird, wie etwa die kleine Nachtmusik! Besonders wegen der "besonderen" Melodienvielfalt.

Gruß
Daniel

Lieber Daniel:

Vielleicht schaut ja mal gelegentlich ein Administrator oder Moderator vorbei, der diesen Faden in die "Instrumentalmusik" verschiebt. Es macht ansonsten ja nichts weiter.

Melodienvielfalt ist leider nicht alles, und vielleicht sagen mir die hier verwendeten Melodien einfach nichts. Auch sonst, etwa in Griegs Werk für Solo-Klavier, geht es mir ab und an ein wenig zu treuherzig zu, aber Probleme wie im Falle des Konzerts habe ich damit nicht. Und die kleine Nachtmusik habe ich seit Kindheitstagen einfach zu oft gehört.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (09.09.2007, 14:22):
Und die kleine Nachtmusik habe ich seit Kindheitstagen einfach zu oft gehört

Hallo Zelenka!

Das geht mir genauso! Und ich glaube, noch einem Haufen anderer Klassikhörer geht das ebenso! Auch Stücke, wie den Bolero. oder die Violinromanze von Beethoven haben solch einen Status! Aber deswegen verliert die Musik nicht an Wert!

Gruß
Daniel
:beer
Cosima (09.09.2007, 14:34):
Hallo allerseits,

als so fürchterlich kitschig empfinde ich das Klavierkonzert gar nicht. Die BBC-Aufnahme mit Michelangeli ist schon etwas ganz Besonderes. ABM einmal ganz anders, richtiggehend entfesselt. Meine liebste Aufnahme derzeit.

Ansonsten habe ich noch zweimal Géza Anda und einmal Sviatoslav Richter. Und vor der Michelangeli-Aufnahme habe ich wohl am häufigsten zu Radu Lupu und dem LSO unter André Previn gegriffen.

Gruß, Cosima :)
nikolaus (09.09.2007, 17:58):
Original von Cosima
Hallo allerseits,

als so fürchterlich kitschig empfinde ich das Klavierkonzert gar nicht. Die BBC-Aufnahme mit Michelangeli ist schon etwas ganz Besonderes. ABM einmal ganz anders, richtiggehend entfesselt. Meine liebste Aufnahme derzeit.

Ansonsten habe ich noch zweimal Géza Anda und einmal Sviatoslav Richter. Und vor der Michelangeli-Aufnahme habe ich wohl am häufigsten zu Radu Lupu und dem LSO unter André Previn gegriffen.

Gruß, Cosima :)

Also, ich oute mich mal:
Auch ich finde das Grieg-Konzert nicht soooo kitschig, wenn auch etwas schwer verdaulich, weshalb ich es eher selten hören. Ausserdem besitze ich nur eine Aufnahme mit Leif Ove Andsnes.
Live habe ich das Konzert beim Progetto Martha Argerich in Lugano gehört. Gespielt hat es Polina Leschenko, eine junge Pianistin, die hör- u. sichtbar viel Spaß dabei hatte. Sie spielte es sehr frei - fast schon improvisatorisch, hatte ich den Eindruck. Es wirkte daher sehr "luftig-leicht", was dem Konzert sehr gut bekam (kein Kitsch u. sehr gut verdaulich :wink).

:hello Nikolaus.
satie (09.09.2007, 19:49):
Original von Zelenka
Lieber Daniel:

Schönen Dank für Deine Fadeneröffnung, die allerdings eigentlich in die "Instrumentalmusik" gehört und nicht in das Klavierforum.

Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es ist leider viel zu oft zu hören. Unter meinen Aufnahmen ist diese vielleicht noch die erträglichste:

Michelangeli, New Philharmonia O, Frühbeck de Burgos BBC Legends BBCL40432

Aber ich kann hier nur meinen Respekt vor der schieren Leistung der Ausführenden bekunden.

Gruß, Zelenka

Lieber Zelenka,
dann scheine auch ich zur Minorität zu gehören... Das Problem des Grieg-Konzertes ist meiner Meinung nach auch, dass es sich so stark an das Schumann-Konzert anlehnt (welches ich seltsamerweise auch nicht so gerne höre - auch wenn ich selber nicht sagen kann, warum). Das Paukenglissando am Anfang von Griegs Konzert etwa hat keinerlei Bedeutung für die Komposition. Das stört mich als Komponisten ungemein. Es ist eine relativ markante Setzung, die aber nichts setzt. Das ist nur ein Beispiel.
Aber es gibt bei Grieg so einiges an Kitsch, auch in den lyrischen Stücken (zum Beispiel das Stück "Erotik", bei welchem mir der Titel zudem nicht begreiflich ist..aber das ist ein anderes Thema). Persönlich finde ich "Aus Holbergs Zeit" besonders kitschig und misslungen. Das Klavierkonzert ist IMO nicht so schlecht wie obiges Werk, es ist mir aber nicht eigenständig genug.
Sicherlich aber ein besonderer Fall von Geschmackssache. Der späte Grieg ist interessant, weil er dann schon zum Impressionismus weist. Auch gefallen mir Griegs geliebte Quinten sehr (damit hat er eine ziemllich antiromantische Satztechnik entwickelt, die dann eben mehr in Richtung Debussy weist, allerdings noch mit einem romantischen Harmoniedenken).

Herzlichst,
S A T I E
Zelenka (09.09.2007, 20:07):
Original von Satie

Lieber Zelenka,
dann scheine auch ich zur Minorität zu gehören... Das Problem des Grieg-Konzertes ist meiner Meinung nach auch, dass es sich so stark an das Schumann-Konzert anlehnt (welches ich seltsamerweise auch nicht so gerne höre - auch wenn ich selber nicht sagen kann, warum). Das Paukenglissando am Anfang von Griegs Konzert etwa hat keinerlei Bedeutung für die Komposition. Das stört mich als Komponisten ungemein. Es ist eine relativ markante Setzung, die aber nichts setzt. Das ist nur ein Beispiel.
Aber es gibt bei Grieg so einiges an Kitsch, auch in den lyrischen Stücken (zum Beispiel das Stück "Erotik", bei welchem mir der Titel zudem nicht begreiflich ist..aber das ist ein anderes Thema). Persönlich finde ich "Aus Holbergs Zeit" besonders kitschig und misslungen. Das Klavierkonzert ist IMO nicht so schlecht wie obiges Werk, es ist mir aber nicht eigenständig genug.
Sicherlich aber ein besonderer Fall von Geschmackssache. Der späte Grieg ist interessant, weil er dann schon zum Impressionismus weist. Auch gefallen mir Griegs geliebte Quinten sehr (damit hat er eine ziemllich antiromantische Satztechnik entwickelt, die dann eben mehr in Richtung Debussy weist, allerdings noch mit einem romantischen Harmoniedenken).

Herzlichst,
S A T I E

Lieber Satie:

Ich hatte ein wenig gehofft, daß ich mit meiner Haltung zu Griegs Konzert doch nicht ganz allein stehe! Bei Schumanns Konzert, das mir sehr am Herzen liegt, sehe ich wenigstens Neuerungen formaler Art, etwa was den Dialog des Solisten mit dem Orchester und mit einzelnen Instrumentalgruppen angeht.

Zu "Aus Holbergs Zeit": Wenn ich mich recht erinnere, war das Stück eine Auftragskomposition zu einem bestimmten Anlaß, man sollte da wohl nicht so streng sein. Aber eigentlich ist es ein fürchterliches Machwerk, da hast Du recht.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (09.09.2007, 20:23):
Hallo Satie!

Persönlich finde ich "Aus Holbergs Zeit" besonders kitschig und misslungen.

Für mich ist die Holberg Suite ein Traum! Der innbegriff des schönen!
Immer wieder reißt mich diese Musik mit!
Ich liebe es wohl kitschig, das weiß ich aber erst seit heute! Und dank euch!

Gruß
Daniel
:beer
Nordolf (09.09.2007, 20:45):
Hallo,

ich mag das Klavierkonzert ebenfalls ohne Wenn und Aber. Es ist wunderbare Musik voller Melancholie, Verträumtheit und Farbenfülle. Grieg beweist außerdem seinen melodischen Einfallsreichtum.

Nach formalen Prinzipien würde ich persönlich bei diesem Werk nicht urteilen wollen. Schließlich interessierten Grieg von vornherein nicht so sehr ausgefeilte Strukturen. Vielmehr ging es ihm darum, eine frei angelegte "Fantasie für Klavier und Orchester" zu erschaffen. Und das ist ihm hervorragend gelungen.

Herzliche Grüsse!
Jörg
Cosima (09.09.2007, 22:15):
Original von Zelenka
Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es ist leider viel zu oft zu hören.

Lieber Zelenka,

vorhin fiel mir noch ein, dass Grieg gut befreundet mit Tschaikowskij war. Nun wird mir einiges klar… :D

(Die Holberg-Suite kenne ich gar nicht, stelle ich eben fest.)

Gruß, Cosima
daniel5993 (09.09.2007, 23:09):
Hallo Cosima

(Die Holberg-Suite kenne ich gar nicht, stelle ich eben fest.)


Die Holberg Suite ist ein Hochgenuss!
Von den Aufnahmen die ich bisher gehört habe, war Karajans die Beste!
Ich weiß ja nicht wie du zu Karajan stehst, aber die Aufnahme hats in sich!

https://www.jpc.de/image/w183/front/0/5093031.jpg

Nur als Tipp!

Gruß
Daniel
Walter (10.09.2007, 07:33):
Original von Zelenka

Zu "Aus Holbergs Zeit": Wenn ich mich recht erinnere, war das Stück eine Auftragskomposition zu einem bestimmten Anlaß, man sollte da wohl nicht so streng sein. Aber eigentlich ist es ein fürchterliches Machwerk, da hast Du recht.

Gruß, Zelenka

Angeblich konnte Grieg dieses Stück auch nicht leiden!

Ich gehöre aber zu den Ignoranten, denen die Suiten gut ins Ohr gehen! - Mir gefällts!

:leb
daniel5993 (10.09.2007, 07:53):
Guten Morgen Walter!

Angeblich konnte Grieg dieses Stück auch nicht leiden!

Warum komponiert er so etwas dann? Zumindest muss er es einmal sehr geliebt haben! Es ist doch seine "Handschrift"! Da stellt er sich doch selbst mit in Frage! Ein bisschen jedenfalls!

Mir gefällt das Stück auch sehr!


Gruß
Daniel
:beer
Rachmaninov (10.09.2007, 09:41):
@Forianer,

interessant zu lesen, daß das Konzert nicht bei allen gleich beliebt ist!
Ich höre es eher selten, sicher wegen dem gewissen "Kitsch-Faktor", der durchaus nicht weg zu diskutieren sein mag.

In meinem Besitz befinden sich die Aufnahmen

Arrau
Anda
und
Andsnes

Da ich das Konzert nicht so oft höre habe ich keinen richtigen Favoriten.

Interessanterweise nannte Rachmaninov es ja "das schönste aller Klavierkonzerte" (soweit ich mich richtig erinnere!)

Gruß

P.S.: Natürlich ist es ein Instrumentalkonzert und daher habe ich der Thread verschoben!
Zelenka (10.09.2007, 12:59):
Original von Cosima
Original von Zelenka
Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es ist leider viel zu oft zu hören.

Lieber Zelenka,

vorhin fiel mir noch ein, dass Grieg gut befreundet mit Tschaikowskij war. Nun wird mir einiges klar… :D

(Die Holberg-Suite kenne ich gar nicht, stelle ich eben fest.)

Gruß, Cosima

Liebe Cosima:

Du bist da auf der richtigen Fährte ...

Gruß, Zelenka
satie (10.09.2007, 15:51):
Original von daniel5993
Guten Morgen Walter!

Angeblich konnte Grieg dieses Stück auch nicht leiden!

Warum komponiert er so etwas dann? Zumindest muss er es einmal sehr geliebt haben! Es ist doch seine "Handschrift"! Da stellt er sich doch selbst mit in Frage! Ein bisschen jedenfalls!

Mir gefällt das Stück auch sehr!


Gruß
Daniel
:beer

Nun, es war ein Auftrag, verbunden mit einigem öffentlichem Interesse. Grieg musste auch was zu beißen haben und ein Dach über dem Kopf. Beispiele dieser Art von Stücken gibt es hunderte, so etwa Scaramouche von Milhaud (dieses ebenfalls eines seiner beliebtesten Stücke!). Hast Du noch nie etwas gemacht, was Du aus diversen Gründen tun musstest, obwohl Du nicht unbedingt begeistert davon warst? Damit stellt man sich doch nicht gleich in Frage, es sei denn, man arbeitet nur so...

Herzliche Grüße,
S A T I E
daniel5993 (10.09.2007, 18:58):
Original von Satie
Original von daniel5993
Guten Morgen Walter!

Angeblich konnte Grieg dieses Stück auch nicht leiden!

Warum komponiert er so etwas dann? Zumindest muss er es einmal sehr geliebt haben! Es ist doch seine "Handschrift"! Da stellt er sich doch selbst mit in Frage! Ein bisschen jedenfalls!

Mir gefällt das Stück auch sehr!


Gruß
Daniel
:beer

Nun, es war ein Auftrag, verbunden mit einigem öffentlichem Interesse. Grieg musste auch was zu beißen haben und ein Dach über dem Kopf. Beispiele dieser Art von Stücken gibt es hunderte, so etwa Scaramouche von Milhaud (dieses ebenfalls eines seiner beliebtesten Stücke!). Hast Du noch nie etwas gemacht, was Du aus diversen Gründen tun musstest, obwohl Du nicht unbedingt begeistert davon warst? Damit stellt man sich doch nicht gleich in Frage, es sei denn, man arbeitet nur so...

Herzliche Grüße,
S A T I E

Hallo Satie!

Daran habe ich nicht gedacht!
Ging es Grieg denn schlecht? Aber so richtig kann ich das immernoch nicht glauben! Selbst wenn man nicht mit dem Auftrag zufrieden ist, den man bekommt! Man führt Ihn doch auch auf seine Weise aus, damit meine ich zu seiner Zufriedenheit! Niemand komponiert Musik nur für die anderen, ein bisschen eigener Wille ist doch darin! Z.B Beethoven, hätte doch nichts gegen seine eigene Vorstellung komponiert! Obwohl, wenns ums täglich Brot geht, würde wohl doch jeder Komponist zuerst so komponieren, dass es Ihm die Komposition Brot einbringt!
Aber ich kenne ja Griegs Lebensumstände nicht!
Ich kann mich erinnern, dass auch Mozart mehrere seiner Klavierkonzerte extra nicht so komponiert hat, wie er es gerne haben wollte! Nein, er hat es soo komponiert, wie die Hörer es haben wollten! "Musik, die auch das Volk versteht"! Besonders in der Zeit, in denen er das Geld besonders brauchte! Wenn ich mich recht erinnere, waren es diese drei Klavierkonzerte, die direkt aufeinander folgen! KV 451, 452, 453

Gruß
Daniel
satie (10.09.2007, 23:03):
Original von daniel5993


Hallo Satie!

Daran habe ich nicht gedacht!
Ging es Grieg denn schlecht? Aber so richtig kann ich das immernoch nicht glauben! Selbst wenn man nicht mit dem Auftrag zufrieden ist, den man bekommt! Man führt Ihn doch auch auf seine Weise aus, damit meine ich zu seiner Zufriedenheit! Niemand komponiert Musik nur für die anderen, ein bisschen eigener Wille ist doch darin! Z.B Beethoven, hätte doch nichts gegen seine eigene Vorstellung komponiert! Obwohl, wenns ums täglich Brot geht, würde wohl doch jeder Komponist zuerst so komponieren, dass es Ihm die Komposition Brot einbringt!
Aber ich kenne ja Griegs Lebensumstände nicht!
Ich kann mich erinnern, dass auch Mozart mehrere seiner Klavierkonzerte extra nicht so komponiert hat, wie er es gerne haben wollte! Nein, er hat es soo komponiert, wie die Hörer es haben wollten! "Musik, die auch das Volk versteht"! Besonders in der Zeit, in denen er das Geld besonders brauchte! Wenn ich mich recht erinnere, waren es diese drei Klavierkonzerte, die direkt aufeinander folgen! KV 451, 452, 453

Gruß
Daniel

Lieber Daniel,
ob es Grieg finanziell gut oder schlecht ging, kann ich nicht sagen, weil ich mich damit nie beschäftigt habe. Aber es muss einem nicht schlecht gehen, nur weil man Aufträge annimmt. Ich muss immer wieder darauf hinweisen, dass Musiker und Komponist manchmal eben auch einfach nur Berufe sind wie andere auch. Das wird total romantisiert. Auch Komponisten haben mitunter null Bock, was zu schreiben und müssen trotzdem. Und so ohne viel Inspiration werden das zwar Stücke, die trotzdem solide sind und natürlich auch die Handschrift des Künstlers tragen, aber ihnen fehlt eben etwas, was in anderen Stücken da ist.
Für Haydn etwa war der handwerkliche Aspekt sehr wichtig, und er sagte etwa einmal zu irgend einer Fürstin, die seine Fantasia C-Dur einmal wieder auf dem Klavier hören wollte: "Was wollns denn so an alten Schmarrn hörn?". Und das, obwohl das Stück die ganze Originalität des Komponisten bestens zeigt. Aber ihm gefiel es halt zumindest nicht mehr. Oder aber es war nur Koketterie, auch das wäre möglich.
Komponisten, die Geld verdient haben, waren stets auf Aufträge angewiesen (oder sie komponierten einfach im Rahmen ihrer Kapellmeister- oder Organistenstelle oder was auch immer). Damals gabs ja noch keine GemA, die ihnen eine Vergütung für die Aufführungen gezahlt hätte. Oder aber sie hatten Mäzene, die ihnen sehr viel Geld gaben, dafür mussten sie aber dann auch jede noch so intime Sonate diesen Leuten widmen, ob es ihnen passte oder nicht. Und nicht immer ist die Motivation in erster Linie künstlerisch. Das hat aber nichts oder fast nichts mit irgend einer persönlichen Armut zu tun. Den meisten ging es durchaus ganz gut. Mozart etwa ist nur an seiner Spielsucht zugrunde gegangen. Er soll beim Billard auf einen einzigen Stoß einen Betrag gewettet haben, der das Jahreseinkommen seines Vaters überstieg. Er hat natürlich verloren. Aber er konnte es bezahlen! Doch dazu müsste ein Mozartmythen-Thread her...

Herzlich,
S A T I E
Cosima (15.09.2007, 15:56):
Off-topic:

Die Holberg-Suite habe ich heute zum ersten Mal gehört (Oslo Camerata, Stephan Barratt-Due). Ich habe keine Ahnung, ob dies eine gute oder schlechte Interpretation ist. Ich bin aber sicher, dass ich dies auch nicht herauszufinden gedenke.

Man mag darüber streiten, wo die Grenze zum Kitsch anfängt oder ob es kitschige Musik überhaupt gibt. Aber ich meine, dass mit der Holberg-Suite diese Grenze überschritten ist. Ich kann dieses Werk jedenfalls nicht leiden.

Gruß, Cosima :engel
Zelenka (15.09.2007, 17:50):
Original von Cosima
Off-topic:

Die Holberg-Suite habe ich heute zum ersten Mal gehört (Oslo Camerata, Stephan Barratt-Due). Ich habe keine Ahnung, ob dies eine gute oder schlechte Interpretation ist. Ich bin aber sicher, dass ich dies auch nicht herauszufinden gedenke.

Man mag darüber streiten, wo die Grenze zum Kitsch anfängt oder ob es kitschige Musik überhaupt gibt. Aber ich meine, dass mit der Holberg-Suite diese Grenze überschritten ist. Ich kann dieses Werk jedenfalls nicht leiden.

Gruß, Cosima :engel


:beer

Die Interpretation der Oslo Camerata ist wohl nicht die schlechteste ... Es ist einfach hoffnungslos mit der Holberg-Suite.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (28.10.2007, 16:19):
Wenn ich Vorstellen darf, der Hammer des Grieg - Klavierkonzerts!
Früher auf LP und jetzt endlich auf CD in meinem Regal.

Perfektion - Schlagkraft, es passt einfach alles!
Mitreißender als meine anderen 4 Aufnahmen!
Ich dachte, das darf ich euch doch nicht verheimlichen. :wink
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/1083277.jpg

Stephen Kovacevich - Bishop
BBC Symphony Orchestra
Sir Colin Davis
1971
:times10
karajan (28.10.2007, 21:23):
Also mir ist es egal ob Auftragskomposition oder aus Liebe entstanden. Mir gefällt die Holberg Suite ganz besonders. Viele Gute Kompositionen waren Auftragskompositionen. Z.B das Requiem von Mozart ua.
Die Aufnahme unter Karajan ist einfach schön.
karajan (28.10.2007, 21:29):
Original von daniel5993
Wenn ich Vorstellen darf, der Hammer des Grieg - Klavierkonzerts!
Früher auf LP und jetzt endlich auf CD in meinem Regal.

Perfektion - Schlagkraft, es passt einfach alles!
Mitreißender als meine anderen 4 Aufnahmen!
Ich dachte, das darf ich euch doch nicht verheimlichen. :wink


Stephen Kovacevich - Bishop
BBC Symphony Orchestra
Sir Colin Davis
1971
:times10

Hallo Daniel!

Einmal im Jahr wenn es sein muss lege ich das Klavierkonzert von Grieg in Player. Also Geschmacksache aber besonders schön?( finde ich es nicht. Grieg hat schönere Werke komponiert.

Gruß Karajan
daniel5993 (28.10.2007, 21:48):
Original von karajan
Original von daniel5993
Wenn ich Vorstellen darf, der Hammer des Grieg - Klavierkonzerts!
Früher auf LP und jetzt endlich auf CD in meinem Regal.

Perfektion - Schlagkraft, es passt einfach alles!
Mitreißender als meine anderen 4 Aufnahmen!
Ich dachte, das darf ich euch doch nicht verheimlichen. :wink


Stephen Kovacevich - Bishop
BBC Symphony Orchestra
Sir Colin Davis
1971
:times10

Hallo Daniel!

Einmal im Jahr wenn es sein muss lege ich das Klavierkonzert von Grieg in Player. Also Geschmacksache aber besonders schön?( finde ich es nicht. Grieg hat schönere Werke komponiert.

Gruß Karajan

Bei mir wird jede CD mit dem Grieg Klavierkonzert regelmäßig schwindelig gespielt, sodass Sie beim nächsten reinlegen noch immer nicht klar im Kopf und erholt vom letzten mal ist :wink

Gruß
Daniel
Nordolf (28.10.2007, 23:51):
Hallo liebe Grieg-Freunde!

Während beim Schumann-Konzert für mich Richter/Matacic und Arrau/Dohnanyi im Vordergrund stehen, ist mein Favourit bei Grieg ganz klar die Aufnahme von Radu Lupu und dem LSO unter Andre Previn.

Die Klangfarbe des Orchesters hat die typische üppige LSO-Wärme. Lupu spielt mit Herz und Vervé - innig und kräftig zugleich. Er nimmt das Konzert als freie Fantasie, ohne Strenge, mit lockerer Hand - so wollte Grieg es ja auch verstanden wissen. Diese Verspieltheit trägt zur Entfaltung der ganzen Farbenpalette dieser Komposition bei.
Der Klang des Pianos wirkt kräftig und vollmundig - die DECCA-Technik dürfte daran nicht unschuldig sein.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41GJ5E5KS9L._SS500_.jpg

Herzliche Grüsse!
Jörg
daniel5993 (09.09.2007, 12:02):
Hallo allezusammen! :hello

Edvard Grieg

Geboren: 15. Juni 1843 in Bergen (Norwegen)
Gestorben: 4. September 1907

http://www.nndb.com/people/870/000024798/grieg-1890.jpg

Klavierkonzert in A-Moll op.16

Ich besitze vier Einspielungen dieses wunderbaren Konzertes!

Geza Anda/Rafael Kubelik (1964, DGG)
Stehphen Bishop/Colin Davis (Philips)
Claudio Arrau/Christoph von Dohnanyi (1963, Philips)
Julius Katchen/Istvan Kertesz (IPO)

Ich liebe dieses Klavierkonzert sehr, es ist etwas ganz besonderes! Es geht musikalisch in andere Richtungen, anders als Mozart Beethoven....! Es ist für mich so anders, das ich es als "Dvoraks Neunte" unter den Klavierkonzerten bezeichnen würde!

Am gelungensten finde ich ohne Frage das von Anda/Kubelik! Stürmisch und sehr klar dargestellt (gespielt).
Arrau/Dohnanyi ist z.B in Satz 1 weit langsamer als Geza Anda es spielt! Am Anfang hats mich gestört, aber im Nachhinein fand ich es doch wunderbar, zumal es da trotzdem nicht langweilig wird! Auch diese langsame Einspielung macht freude!
Stehphen Bishop spielt es stürmisch und bewegend, ähnlich wie Geza Anda! Bei Katchen/Kertesz ist das Konzert viel zu weit von den Mikrophonen weg aufgenommen worden! Ich habe beim hören das Gefühl, als plätschert das Konzert nur so dahin! Eine nicht allzusehr empfehlenswerte Aufnahme!



Liebt Ihr dieses Klavierkonzert auch so sehr?
Was habt Ihr für Lieblingsaufnahmen? Und warum?

Gruß
Daniel
:beer
Zelenka (09.09.2007, 12:30):
Lieber Daniel:

Schönen Dank für Deine Fadeneröffnung, die allerdings eigentlich in die "Instrumentalmusik" gehört und nicht in das Klavierforum.

Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es ist leider viel zu oft zu hören. Unter meinen Aufnahmen ist diese vielleicht noch die erträglichste:

Michelangeli, New Philharmonia O, Frühbeck de Burgos BBC Legends BBCL40432

Aber ich kann hier nur meinen Respekt vor der schieren Leistung der Ausführenden bekunden.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (09.09.2007, 13:14):
Hallo Zelenka!



Schönen Dank für Deine Fadeneröffnung, die allerdings eigentlich in die "Instrumentalmusik" gehört und nicht in das Klavierforum.



Du hast recht! Ich denke, das Rachmaninov das ändern wird! Hab Ihn aber seit ca 5 Tagen nicht mehr im Forum gesehen! Wo er wohl ist?

Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es leider viel zu oft zu hören. Unter meinen Aufnahmen ist diese vielleicht noch die erträglichste:

WIe verschieden doch die interessen sind!
Ich hätte gedacht, dass dieses Konzert eher ein Stück ist, dass von allen geliebt wird, wie etwa die kleine Nachtmusik! Besonders wegen der "besonderen" Melodienvielfalt.

Gruß
Daniel
Zelenka (09.09.2007, 13:54):
Original von daniel5993
Hallo Zelenka!



Schönen Dank für Deine Fadeneröffnung, die allerdings eigentlich in die "Instrumentalmusik" gehört und nicht in das Klavierforum.



Du hast recht! Ich denke, das Rachmaninov das ändern wird! Hab Ihn aber seit ca 5 Tagen nicht mehr im Forum gesehen! Wo er wohl ist?

Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es leider viel zu oft zu hören. Unter meinen Aufnahmen ist diese vielleicht noch die erträglichste:

WIe verschieden doch die interessen sind!
Ich hätte gedacht, dass dieses Konzert eher ein Stück ist, dass von allen geliebt wird, wie etwa die kleine Nachtmusik! Besonders wegen der "besonderen" Melodienvielfalt.

Gruß
Daniel

Lieber Daniel:

Vielleicht schaut ja mal gelegentlich ein Administrator oder Moderator vorbei, der diesen Faden in die "Instrumentalmusik" verschiebt. Es macht ansonsten ja nichts weiter.

Melodienvielfalt ist leider nicht alles, und vielleicht sagen mir die hier verwendeten Melodien einfach nichts. Auch sonst, etwa in Griegs Werk für Solo-Klavier, geht es mir ab und an ein wenig zu treuherzig zu, aber Probleme wie im Falle des Konzerts habe ich damit nicht. Und die kleine Nachtmusik habe ich seit Kindheitstagen einfach zu oft gehört.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (09.09.2007, 14:22):
Und die kleine Nachtmusik habe ich seit Kindheitstagen einfach zu oft gehört

Hallo Zelenka!

Das geht mir genauso! Und ich glaube, noch einem Haufen anderer Klassikhörer geht das ebenso! Auch Stücke, wie den Bolero. oder die Violinromanze von Beethoven haben solch einen Status! Aber deswegen verliert die Musik nicht an Wert!

Gruß
Daniel
:beer
Cosima (09.09.2007, 14:34):
Hallo allerseits,

als so fürchterlich kitschig empfinde ich das Klavierkonzert gar nicht. Die BBC-Aufnahme mit Michelangeli ist schon etwas ganz Besonderes. ABM einmal ganz anders, richtiggehend entfesselt. Meine liebste Aufnahme derzeit.

Ansonsten habe ich noch zweimal Géza Anda und einmal Sviatoslav Richter. Und vor der Michelangeli-Aufnahme habe ich wohl am häufigsten zu Radu Lupu und dem LSO unter André Previn gegriffen.

Gruß, Cosima :)
nikolaus (09.09.2007, 17:58):
Original von Cosima
Hallo allerseits,

als so fürchterlich kitschig empfinde ich das Klavierkonzert gar nicht. Die BBC-Aufnahme mit Michelangeli ist schon etwas ganz Besonderes. ABM einmal ganz anders, richtiggehend entfesselt. Meine liebste Aufnahme derzeit.

Ansonsten habe ich noch zweimal Géza Anda und einmal Sviatoslav Richter. Und vor der Michelangeli-Aufnahme habe ich wohl am häufigsten zu Radu Lupu und dem LSO unter André Previn gegriffen.

Gruß, Cosima :)

Also, ich oute mich mal:
Auch ich finde das Grieg-Konzert nicht soooo kitschig, wenn auch etwas schwer verdaulich, weshalb ich es eher selten hören. Ausserdem besitze ich nur eine Aufnahme mit Leif Ove Andsnes.
Live habe ich das Konzert beim Progetto Martha Argerich in Lugano gehört. Gespielt hat es Polina Leschenko, eine junge Pianistin, die hör- u. sichtbar viel Spaß dabei hatte. Sie spielte es sehr frei - fast schon improvisatorisch, hatte ich den Eindruck. Es wirkte daher sehr "luftig-leicht", was dem Konzert sehr gut bekam (kein Kitsch u. sehr gut verdaulich :wink).

:hello Nikolaus.
satie (09.09.2007, 19:49):
Original von Zelenka
Lieber Daniel:

Schönen Dank für Deine Fadeneröffnung, die allerdings eigentlich in die "Instrumentalmusik" gehört und nicht in das Klavierforum.

Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es ist leider viel zu oft zu hören. Unter meinen Aufnahmen ist diese vielleicht noch die erträglichste:

Michelangeli, New Philharmonia O, Frühbeck de Burgos BBC Legends BBCL40432

Aber ich kann hier nur meinen Respekt vor der schieren Leistung der Ausführenden bekunden.

Gruß, Zelenka

Lieber Zelenka,
dann scheine auch ich zur Minorität zu gehören... Das Problem des Grieg-Konzertes ist meiner Meinung nach auch, dass es sich so stark an das Schumann-Konzert anlehnt (welches ich seltsamerweise auch nicht so gerne höre - auch wenn ich selber nicht sagen kann, warum). Das Paukenglissando am Anfang von Griegs Konzert etwa hat keinerlei Bedeutung für die Komposition. Das stört mich als Komponisten ungemein. Es ist eine relativ markante Setzung, die aber nichts setzt. Das ist nur ein Beispiel.
Aber es gibt bei Grieg so einiges an Kitsch, auch in den lyrischen Stücken (zum Beispiel das Stück "Erotik", bei welchem mir der Titel zudem nicht begreiflich ist..aber das ist ein anderes Thema). Persönlich finde ich "Aus Holbergs Zeit" besonders kitschig und misslungen. Das Klavierkonzert ist IMO nicht so schlecht wie obiges Werk, es ist mir aber nicht eigenständig genug.
Sicherlich aber ein besonderer Fall von Geschmackssache. Der späte Grieg ist interessant, weil er dann schon zum Impressionismus weist. Auch gefallen mir Griegs geliebte Quinten sehr (damit hat er eine ziemllich antiromantische Satztechnik entwickelt, die dann eben mehr in Richtung Debussy weist, allerdings noch mit einem romantischen Harmoniedenken).

Herzlichst,
S A T I E
Zelenka (09.09.2007, 20:07):
Original von Satie

Lieber Zelenka,
dann scheine auch ich zur Minorität zu gehören... Das Problem des Grieg-Konzertes ist meiner Meinung nach auch, dass es sich so stark an das Schumann-Konzert anlehnt (welches ich seltsamerweise auch nicht so gerne höre - auch wenn ich selber nicht sagen kann, warum). Das Paukenglissando am Anfang von Griegs Konzert etwa hat keinerlei Bedeutung für die Komposition. Das stört mich als Komponisten ungemein. Es ist eine relativ markante Setzung, die aber nichts setzt. Das ist nur ein Beispiel.
Aber es gibt bei Grieg so einiges an Kitsch, auch in den lyrischen Stücken (zum Beispiel das Stück "Erotik", bei welchem mir der Titel zudem nicht begreiflich ist..aber das ist ein anderes Thema). Persönlich finde ich "Aus Holbergs Zeit" besonders kitschig und misslungen. Das Klavierkonzert ist IMO nicht so schlecht wie obiges Werk, es ist mir aber nicht eigenständig genug.
Sicherlich aber ein besonderer Fall von Geschmackssache. Der späte Grieg ist interessant, weil er dann schon zum Impressionismus weist. Auch gefallen mir Griegs geliebte Quinten sehr (damit hat er eine ziemllich antiromantische Satztechnik entwickelt, die dann eben mehr in Richtung Debussy weist, allerdings noch mit einem romantischen Harmoniedenken).

Herzlichst,
S A T I E

Lieber Satie:

Ich hatte ein wenig gehofft, daß ich mit meiner Haltung zu Griegs Konzert doch nicht ganz allein stehe! Bei Schumanns Konzert, das mir sehr am Herzen liegt, sehe ich wenigstens Neuerungen formaler Art, etwa was den Dialog des Solisten mit dem Orchester und mit einzelnen Instrumentalgruppen angeht.

Zu "Aus Holbergs Zeit": Wenn ich mich recht erinnere, war das Stück eine Auftragskomposition zu einem bestimmten Anlaß, man sollte da wohl nicht so streng sein. Aber eigentlich ist es ein fürchterliches Machwerk, da hast Du recht.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (09.09.2007, 20:23):
Hallo Satie!

Persönlich finde ich "Aus Holbergs Zeit" besonders kitschig und misslungen.

Für mich ist die Holberg Suite ein Traum! Der innbegriff des schönen!
Immer wieder reißt mich diese Musik mit!
Ich liebe es wohl kitschig, das weiß ich aber erst seit heute! Und dank euch!

Gruß
Daniel
:beer
Nordolf (09.09.2007, 20:45):
Hallo,

ich mag das Klavierkonzert ebenfalls ohne Wenn und Aber. Es ist wunderbare Musik voller Melancholie, Verträumtheit und Farbenfülle. Grieg beweist außerdem seinen melodischen Einfallsreichtum.

Nach formalen Prinzipien würde ich persönlich bei diesem Werk nicht urteilen wollen. Schließlich interessierten Grieg von vornherein nicht so sehr ausgefeilte Strukturen. Vielmehr ging es ihm darum, eine frei angelegte "Fantasie für Klavier und Orchester" zu erschaffen. Und das ist ihm hervorragend gelungen.

Herzliche Grüsse!
Jörg
Cosima (09.09.2007, 22:15):
Original von Zelenka
Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es ist leider viel zu oft zu hören.

Lieber Zelenka,

vorhin fiel mir noch ein, dass Grieg gut befreundet mit Tschaikowskij war. Nun wird mir einiges klar… :D

(Die Holberg-Suite kenne ich gar nicht, stelle ich eben fest.)

Gruß, Cosima
daniel5993 (09.09.2007, 23:09):
Hallo Cosima

(Die Holberg-Suite kenne ich gar nicht, stelle ich eben fest.)


Die Holberg Suite ist ein Hochgenuss!
Von den Aufnahmen die ich bisher gehört habe, war Karajans die Beste!
Ich weiß ja nicht wie du zu Karajan stehst, aber die Aufnahme hats in sich!

https://www.jpc.de/image/w183/front/0/5093031.jpg

Nur als Tipp!

Gruß
Daniel
Walter (10.09.2007, 07:33):
Original von Zelenka

Zu "Aus Holbergs Zeit": Wenn ich mich recht erinnere, war das Stück eine Auftragskomposition zu einem bestimmten Anlaß, man sollte da wohl nicht so streng sein. Aber eigentlich ist es ein fürchterliches Machwerk, da hast Du recht.

Gruß, Zelenka

Angeblich konnte Grieg dieses Stück auch nicht leiden!

Ich gehöre aber zu den Ignoranten, denen die Suiten gut ins Ohr gehen! - Mir gefällts!

:leb
daniel5993 (10.09.2007, 07:53):
Guten Morgen Walter!

Angeblich konnte Grieg dieses Stück auch nicht leiden!

Warum komponiert er so etwas dann? Zumindest muss er es einmal sehr geliebt haben! Es ist doch seine "Handschrift"! Da stellt er sich doch selbst mit in Frage! Ein bisschen jedenfalls!

Mir gefällt das Stück auch sehr!


Gruß
Daniel
:beer
Rachmaninov (10.09.2007, 09:41):
@Forianer,

interessant zu lesen, daß das Konzert nicht bei allen gleich beliebt ist!
Ich höre es eher selten, sicher wegen dem gewissen "Kitsch-Faktor", der durchaus nicht weg zu diskutieren sein mag.

In meinem Besitz befinden sich die Aufnahmen

Arrau
Anda
und
Andsnes

Da ich das Konzert nicht so oft höre habe ich keinen richtigen Favoriten.

Interessanterweise nannte Rachmaninov es ja "das schönste aller Klavierkonzerte" (soweit ich mich richtig erinnere!)

Gruß

P.S.: Natürlich ist es ein Instrumentalkonzert und daher habe ich der Thread verschoben!
Zelenka (10.09.2007, 12:59):
Original von Cosima
Original von Zelenka
Ich gehöre wahrscheinlich zu einer verschwindend kleinen Minderheit, die das Grieg-Konzert aus vollem Herzen haßt. Ich empfinde es als puren Kitsch, und es ist leider viel zu oft zu hören.

Lieber Zelenka,

vorhin fiel mir noch ein, dass Grieg gut befreundet mit Tschaikowskij war. Nun wird mir einiges klar… :D

(Die Holberg-Suite kenne ich gar nicht, stelle ich eben fest.)

Gruß, Cosima

Liebe Cosima:

Du bist da auf der richtigen Fährte ...

Gruß, Zelenka
satie (10.09.2007, 15:51):
Original von daniel5993
Guten Morgen Walter!

Angeblich konnte Grieg dieses Stück auch nicht leiden!

Warum komponiert er so etwas dann? Zumindest muss er es einmal sehr geliebt haben! Es ist doch seine "Handschrift"! Da stellt er sich doch selbst mit in Frage! Ein bisschen jedenfalls!

Mir gefällt das Stück auch sehr!


Gruß
Daniel
:beer

Nun, es war ein Auftrag, verbunden mit einigem öffentlichem Interesse. Grieg musste auch was zu beißen haben und ein Dach über dem Kopf. Beispiele dieser Art von Stücken gibt es hunderte, so etwa Scaramouche von Milhaud (dieses ebenfalls eines seiner beliebtesten Stücke!). Hast Du noch nie etwas gemacht, was Du aus diversen Gründen tun musstest, obwohl Du nicht unbedingt begeistert davon warst? Damit stellt man sich doch nicht gleich in Frage, es sei denn, man arbeitet nur so...

Herzliche Grüße,
S A T I E
daniel5993 (10.09.2007, 18:58):
Original von Satie
Original von daniel5993
Guten Morgen Walter!

Angeblich konnte Grieg dieses Stück auch nicht leiden!

Warum komponiert er so etwas dann? Zumindest muss er es einmal sehr geliebt haben! Es ist doch seine "Handschrift"! Da stellt er sich doch selbst mit in Frage! Ein bisschen jedenfalls!

Mir gefällt das Stück auch sehr!


Gruß
Daniel
:beer

Nun, es war ein Auftrag, verbunden mit einigem öffentlichem Interesse. Grieg musste auch was zu beißen haben und ein Dach über dem Kopf. Beispiele dieser Art von Stücken gibt es hunderte, so etwa Scaramouche von Milhaud (dieses ebenfalls eines seiner beliebtesten Stücke!). Hast Du noch nie etwas gemacht, was Du aus diversen Gründen tun musstest, obwohl Du nicht unbedingt begeistert davon warst? Damit stellt man sich doch nicht gleich in Frage, es sei denn, man arbeitet nur so...

Herzliche Grüße,
S A T I E

Hallo Satie!

Daran habe ich nicht gedacht!
Ging es Grieg denn schlecht? Aber so richtig kann ich das immernoch nicht glauben! Selbst wenn man nicht mit dem Auftrag zufrieden ist, den man bekommt! Man führt Ihn doch auch auf seine Weise aus, damit meine ich zu seiner Zufriedenheit! Niemand komponiert Musik nur für die anderen, ein bisschen eigener Wille ist doch darin! Z.B Beethoven, hätte doch nichts gegen seine eigene Vorstellung komponiert! Obwohl, wenns ums täglich Brot geht, würde wohl doch jeder Komponist zuerst so komponieren, dass es Ihm die Komposition Brot einbringt!
Aber ich kenne ja Griegs Lebensumstände nicht!
Ich kann mich erinnern, dass auch Mozart mehrere seiner Klavierkonzerte extra nicht so komponiert hat, wie er es gerne haben wollte! Nein, er hat es soo komponiert, wie die Hörer es haben wollten! "Musik, die auch das Volk versteht"! Besonders in der Zeit, in denen er das Geld besonders brauchte! Wenn ich mich recht erinnere, waren es diese drei Klavierkonzerte, die direkt aufeinander folgen! KV 451, 452, 453

Gruß
Daniel
satie (10.09.2007, 23:03):
Original von daniel5993


Hallo Satie!

Daran habe ich nicht gedacht!
Ging es Grieg denn schlecht? Aber so richtig kann ich das immernoch nicht glauben! Selbst wenn man nicht mit dem Auftrag zufrieden ist, den man bekommt! Man führt Ihn doch auch auf seine Weise aus, damit meine ich zu seiner Zufriedenheit! Niemand komponiert Musik nur für die anderen, ein bisschen eigener Wille ist doch darin! Z.B Beethoven, hätte doch nichts gegen seine eigene Vorstellung komponiert! Obwohl, wenns ums täglich Brot geht, würde wohl doch jeder Komponist zuerst so komponieren, dass es Ihm die Komposition Brot einbringt!
Aber ich kenne ja Griegs Lebensumstände nicht!
Ich kann mich erinnern, dass auch Mozart mehrere seiner Klavierkonzerte extra nicht so komponiert hat, wie er es gerne haben wollte! Nein, er hat es soo komponiert, wie die Hörer es haben wollten! "Musik, die auch das Volk versteht"! Besonders in der Zeit, in denen er das Geld besonders brauchte! Wenn ich mich recht erinnere, waren es diese drei Klavierkonzerte, die direkt aufeinander folgen! KV 451, 452, 453

Gruß
Daniel

Lieber Daniel,
ob es Grieg finanziell gut oder schlecht ging, kann ich nicht sagen, weil ich mich damit nie beschäftigt habe. Aber es muss einem nicht schlecht gehen, nur weil man Aufträge annimmt. Ich muss immer wieder darauf hinweisen, dass Musiker und Komponist manchmal eben auch einfach nur Berufe sind wie andere auch. Das wird total romantisiert. Auch Komponisten haben mitunter null Bock, was zu schreiben und müssen trotzdem. Und so ohne viel Inspiration werden das zwar Stücke, die trotzdem solide sind und natürlich auch die Handschrift des Künstlers tragen, aber ihnen fehlt eben etwas, was in anderen Stücken da ist.
Für Haydn etwa war der handwerkliche Aspekt sehr wichtig, und er sagte etwa einmal zu irgend einer Fürstin, die seine Fantasia C-Dur einmal wieder auf dem Klavier hören wollte: "Was wollns denn so an alten Schmarrn hörn?". Und das, obwohl das Stück die ganze Originalität des Komponisten bestens zeigt. Aber ihm gefiel es halt zumindest nicht mehr. Oder aber es war nur Koketterie, auch das wäre möglich.
Komponisten, die Geld verdient haben, waren stets auf Aufträge angewiesen (oder sie komponierten einfach im Rahmen ihrer Kapellmeister- oder Organistenstelle oder was auch immer). Damals gabs ja noch keine GemA, die ihnen eine Vergütung für die Aufführungen gezahlt hätte. Oder aber sie hatten Mäzene, die ihnen sehr viel Geld gaben, dafür mussten sie aber dann auch jede noch so intime Sonate diesen Leuten widmen, ob es ihnen passte oder nicht. Und nicht immer ist die Motivation in erster Linie künstlerisch. Das hat aber nichts oder fast nichts mit irgend einer persönlichen Armut zu tun. Den meisten ging es durchaus ganz gut. Mozart etwa ist nur an seiner Spielsucht zugrunde gegangen. Er soll beim Billard auf einen einzigen Stoß einen Betrag gewettet haben, der das Jahreseinkommen seines Vaters überstieg. Er hat natürlich verloren. Aber er konnte es bezahlen! Doch dazu müsste ein Mozartmythen-Thread her...

Herzlich,
S A T I E
Cosima (15.09.2007, 15:56):
Off-topic:

Die Holberg-Suite habe ich heute zum ersten Mal gehört (Oslo Camerata, Stephan Barratt-Due). Ich habe keine Ahnung, ob dies eine gute oder schlechte Interpretation ist. Ich bin aber sicher, dass ich dies auch nicht herauszufinden gedenke.

Man mag darüber streiten, wo die Grenze zum Kitsch anfängt oder ob es kitschige Musik überhaupt gibt. Aber ich meine, dass mit der Holberg-Suite diese Grenze überschritten ist. Ich kann dieses Werk jedenfalls nicht leiden.

Gruß, Cosima :engel
Zelenka (15.09.2007, 17:50):
Original von Cosima
Off-topic:

Die Holberg-Suite habe ich heute zum ersten Mal gehört (Oslo Camerata, Stephan Barratt-Due). Ich habe keine Ahnung, ob dies eine gute oder schlechte Interpretation ist. Ich bin aber sicher, dass ich dies auch nicht herauszufinden gedenke.

Man mag darüber streiten, wo die Grenze zum Kitsch anfängt oder ob es kitschige Musik überhaupt gibt. Aber ich meine, dass mit der Holberg-Suite diese Grenze überschritten ist. Ich kann dieses Werk jedenfalls nicht leiden.

Gruß, Cosima :engel


:beer

Die Interpretation der Oslo Camerata ist wohl nicht die schlechteste ... Es ist einfach hoffnungslos mit der Holberg-Suite.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (28.10.2007, 16:19):
Wenn ich Vorstellen darf, der Hammer des Grieg - Klavierkonzerts!
Früher auf LP und jetzt endlich auf CD in meinem Regal.

Perfektion - Schlagkraft, es passt einfach alles!
Mitreißender als meine anderen 4 Aufnahmen!
Ich dachte, das darf ich euch doch nicht verheimlichen. :wink
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/1083277.jpg

Stephen Kovacevich - Bishop
BBC Symphony Orchestra
Sir Colin Davis
1971
:times10
karajan (28.10.2007, 21:23):
Also mir ist es egal ob Auftragskomposition oder aus Liebe entstanden. Mir gefällt die Holberg Suite ganz besonders. Viele Gute Kompositionen waren Auftragskompositionen. Z.B das Requiem von Mozart ua.
Die Aufnahme unter Karajan ist einfach schön.
karajan (28.10.2007, 21:29):
Original von daniel5993
Wenn ich Vorstellen darf, der Hammer des Grieg - Klavierkonzerts!
Früher auf LP und jetzt endlich auf CD in meinem Regal.

Perfektion - Schlagkraft, es passt einfach alles!
Mitreißender als meine anderen 4 Aufnahmen!
Ich dachte, das darf ich euch doch nicht verheimlichen. :wink


Stephen Kovacevich - Bishop
BBC Symphony Orchestra
Sir Colin Davis
1971
:times10

Hallo Daniel!

Einmal im Jahr wenn es sein muss lege ich das Klavierkonzert von Grieg in Player. Also Geschmacksache aber besonders schön?( finde ich es nicht. Grieg hat schönere Werke komponiert.

Gruß Karajan
daniel5993 (28.10.2007, 21:48):
Original von karajan
Original von daniel5993
Wenn ich Vorstellen darf, der Hammer des Grieg - Klavierkonzerts!
Früher auf LP und jetzt endlich auf CD in meinem Regal.

Perfektion - Schlagkraft, es passt einfach alles!
Mitreißender als meine anderen 4 Aufnahmen!
Ich dachte, das darf ich euch doch nicht verheimlichen. :wink


Stephen Kovacevich - Bishop
BBC Symphony Orchestra
Sir Colin Davis
1971
:times10

Hallo Daniel!

Einmal im Jahr wenn es sein muss lege ich das Klavierkonzert von Grieg in Player. Also Geschmacksache aber besonders schön?( finde ich es nicht. Grieg hat schönere Werke komponiert.

Gruß Karajan

Bei mir wird jede CD mit dem Grieg Klavierkonzert regelmäßig schwindelig gespielt, sodass Sie beim nächsten reinlegen noch immer nicht klar im Kopf und erholt vom letzten mal ist :wink

Gruß
Daniel
Nordolf (28.10.2007, 23:51):
Hallo liebe Grieg-Freunde!

Während beim Schumann-Konzert für mich Richter/Matacic und Arrau/Dohnanyi im Vordergrund stehen, ist mein Favourit bei Grieg ganz klar die Aufnahme von Radu Lupu und dem LSO unter Andre Previn.

Die Klangfarbe des Orchesters hat die typische üppige LSO-Wärme. Lupu spielt mit Herz und Vervé - innig und kräftig zugleich. Er nimmt das Konzert als freie Fantasie, ohne Strenge, mit lockerer Hand - so wollte Grieg es ja auch verstanden wissen. Diese Verspieltheit trägt zur Entfaltung der ganzen Farbenpalette dieser Komposition bei.
Der Klang des Pianos wirkt kräftig und vollmundig - die DECCA-Technik dürfte daran nicht unschuldig sein.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41GJ5E5KS9L._SS500_.jpg

Herzliche Grüsse!
Jörg
jünter (14.10.2008, 18:56):
Für mich ist die Holberg Suite ein Traum! Der innbegriff des schönen! Immer wieder reißt mich diese Musik mit! Ich liebe es wohl kitschig, das weiß ich aber erst seit heute! Und dank euch!

Dieser Tage ist die Marriner/ASMF-Aufnahme

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947026228.jpg

bei mir eingetrudelt: Einfach nur wunderschööööön (gilt auch für die Serenaden von Dvorak und Tschaikowsky)!

:beer lieber Daniel, es lebe der Kitsch!

Schöne Grüße, jünter
daniel5993 (14.10.2008, 19:41):
Original von jünter

:beer lieber Daniel, es lebe der Kitsch!

Schöne Grüße, jünter

Darauf trinke ich mit dir!
http://smiliestation.de/smileys/Party/126.gif

Grüße
Daniel
nikolaus (24.09.2009, 16:08):
Hier gibt es den Beginn des Konzertes mit Martha Argerich, ein Mitschnitt von 1968 mit dem Norrköping Symphony Orchestra...

Wenn man das hört, meint man wirklich, sie ist es; aber ob es echt ist?
Hier wird es tatsächlich in der Diskographie erwähnt.

Aber Zweifel bleiben...

Nikolaus.
jünter (24.09.2009, 19:45):
Kürzlich neu erschienen und mit bisher sehr guter Presse:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/61pWdzUitzL._SL500_AA240_.jpg

Nikolai Tokarev, Luzern SO, Olari Elts

Kennt schon jemand die Aufmahme?
teleton (28.09.2009, 13:48):
Hallo Grieg - Freunde,

ich bin etwas überrascht, dass drei wirkliche Spitzenaufnahmen hier in diesem Faden unerwähnt geblieben sind:

1. Zimmerman / Karajan
Es wird zwar Karajan´s TOP-Aufnahmen der Holberg-Suite angesprochen, aber die Spitzenaufnahme mit Zimmenrman wird nicht genannt.
Pianistisch ausgefeilt, orchestral perfekt und in bester DDD-Klangqualität -kann es noch besser sein ? Ich kenne keine Zimmerman-Aufnahme, die schlecht ist !

http://ecx.images-amazon.com/images/I/61AVHT4RD5L._SL500_AA240_.gif
DG, 1982, DDD


2. Fleisher / Szell
Meine ewige Lieblingsaufnahme des Grieg - KK, das ich nie als Kitsch angesehen habe und ansehen werde. Seltsam was man hier im Zusammenhang über das Grieg-KK über Kitsch lesen muß !
Orchestral und pianistisch ebenfalls große Klasse, nur Klangtechnisch nicht so natürlich wegen des Aufnahmedatums 1958.

Ich habe jetzt nur dieses Cover gefunden - meine CBS-CD ist aus der Serie masterworks porträt.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61yw6VbyevL._SL500_AA240_.jpg
CBS, 1958, AAD


3. *** Entremont / Ormandy
Bei dieser Aufnahme ist besonders die spritzige Orchesterbegleitung hervorzuheben, die unter Ormandy so richtigen Hörspaß verspricht. Das ein Entremont nicht ganmz so perfekt ist wie Zimmerman und Fleisher ist bei diesem Klangschmaus bei Grieg fast vernachlassigbar. Die Klangqaulität ist für die ebenfalls 1958er-Aufnahme ganz gut und sogar besser als bei Fleisher.
OT: Das auf der CBS-CD enthaltene Sait-Saens-KK Nr.2 ist die absolute Spitzenaufnahme des Konzerts, was diese alte CBS-CD unverzichtbar macht.

Abgebildet ist das Cover der neueren SONY-CD-Ausgabe:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/4188W2H538L._SL500_AA240_.jpg
SONY, CBS 1958, ADD