Das Album mit dem diese Gruppe ihren Durchbruch schafften.
Dr. Schön (03.01.2009, 14:18):
Das Album mit dem diese Gruppe ihren Durchbruch schafften.
Es ist ja auch ein wirklich nettes Album. Ich mag "La Grange" recht gerne. http://www.lavinya.net/phpBB2/images/smiles/smiley_rock.gif
thwinter12 (12.01.2009, 20:08): Ich wollte mal wieder was "lesen" :ignore, daher heute günstig zugegriffen...
Patrick Süskind "Das Parfum" Ungekürzte Lesung 8 CD / 582 Min. Gelesen von Hans Korte Diogenes Verlag 2006
...irgendwie fehlt mir jetzt schon seit Jahren die Lust am Lesen!? ?( Früher konnte ich davon nicht genug kriegen, aber heute - vielleicht zuviel Streß, zuwenig Zeit, zu faul!? ?( Aber egal, ich versuche es mal mit Hörbüchern...
Servas, Thomas
HenningKolf (12.01.2009, 20:20): @ Thomas
Musst Du beruflich oder privat viel Autofahren? Ich finde, auf der Autobahn lässt es sich mit Hilfe der Hörbücher bestens lesen (jedenfalls bei Richtgeschwindigkeit 130 reicht die Konzentration fürs Zuhören und fürs Fahren, so jedenfalls meine Erfahrungswerte)
Gruß Henning
daniel5993 (12.01.2009, 20:40): Schöner Thread, bis jetzt noch garnicht entdeckt. Heut hab ich mir dies geleistet. Vor dem Wochenende werd ich aber wohl kaum zum Lesen kommen...... :A
thwinter12 (12.01.2009, 21:05): Original von HenningKolf Musst Du beruflich oder privat viel Autofahren? Ich finde, auf der Autobahn lässt es sich mit Hilfe der Hörbücher bestens lesen (jedenfalls bei Richtgeschwindigkeit 130 reicht die Konzentration fürs Zuhören und fürs Fahren, so jedenfalls meine Erfahrungswerte) Hallo Henning,
um zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen, muss ich ca. 2 x 2 Stunden dorthin pendeln :( (1/2 Stunde Auto, 1 Stunde Bahn, 1/2 Stunde U-Bahn und dann das ganze wieder retour) - um 04:15 Uhr aufstehen und so gegen 19:30 heimkommen, aber zumindest die Stunde im Zug kann ich etwas mit Musik entspannen und nun versuche ich es auch mal mit Hörbüchern....
Servas, Thomas
Rachmaninov (13.01.2009, 19:39): Original von thwinter12 Original von HenningKolf Musst Du beruflich oder privat viel Autofahren? Ich finde, auf der Autobahn lässt es sich mit Hilfe der Hörbücher bestens lesen (jedenfalls bei Richtgeschwindigkeit 130 reicht die Konzentration fürs Zuhören und fürs Fahren, so jedenfalls meine Erfahrungswerte) Hallo Henning,
um zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen, muss ich ca. 2 x 2 Stunden dorthin pendeln :( (1/2 Stunde Auto, 1 Stunde Bahn, 1/2 Stunde U-Bahn und dann das ganze wieder retour) - um 04:15 Uhr aufstehen und so gegen 19:30 heimkommen, aber zumindest die Stunde im Zug kann ich etwas mit Musik entspannen und nun versuche ich es auch mal mit Hörbüchern....
Servas, Thomas
Ich denke gewisse Werke kann man sehr gut als Hörbuch erleben. Aber große Werke der Weltliteratur würde ich eher lesen wollen.
Cetay (inaktiv) (13.01.2009, 21:34): Weil beim Planeten die Suche nach der 2. Klaviersonate von Ives und Orchesterwerken von Boulez vergeblich war, habe ich in nicht-klassischen Gefilden die Wirtschaft angekurbelt.
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4012176612426.jpg Capital Dance Orchestra; Stampede
Ich bevorzuge beim Swing normalerweise die knisternden Auifnahmen der Originale, aber was hier geboten wird ist große Klasse. Alte Swing-Nummern mit Höchstgeschwindigkeit gespielt und mit brillianter Klangtechnik eingefangen.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ff2cYaFIL._SL500_AA240_.jpg Possession; Incarnation - The Songs of Robert Johnson
Johnson, der 1938 im Alter von 27 Jahren starb, gilt als Urvater des modernen Blues. Diese Tribut-CD wurde bereits 1981 aufgenommen, aber erst nach 27 Jahren veröffentlicht. Das Coverbild versinnbildlicht die Legende, er habe seine Seele an den Teufel verkauft und sei von diesem im Gegenzug in die Geheimnisse des Gitarrenspiels eingeweiht worden.
thwinter12 (14.01.2009, 21:35): Original von Dox Orkh Weil beim Planeten die Suche nach der 2. Klaviersonate von Ives vergeblich war Hallo Jochen,
ich bin seit dem Wochenende auch etwas im "Ives-Fieber". Habe einiges aus meinem Bestand auf den PC überspielt - u.a. auch diese hier (nur teilweise gehört, aber schon mal als vielversprechend eingestuft):
Charles Ives (1874-1954) "Piano Sonata No. 2 "Concord" etc." Steven Mayer 2002 Naxos 2004
Generell gefällt mir Ives' "modernere Seite" jetzt besser als noch vor einigen Jahren (man entwickelt sich beim Hören halt doch weiter :ignore) und ich werde dahingehend in nächster Zeit auch vermehrt Aufnahmen seiner Werke hören - natürlich wird dann in einem anderen Thread gepostet... :down
Naxos ist natürlich ein guter Tip, die stehen bei meinem Haus und Hof Dealer etwas abseits und werden von mir regelmäßig vergessen. Also bin ich noch mal losgezogen, allerdings war Ives auch hier Fehlanzeige. Man merkt fast von Woche zu Woche, wie immer mehr Randrepertoire aus den Regalen verschwindet. :(
Dafür habe ich in der Jazzabteilung folgende Unglaublichkeit gefunden:
Wer angesichts der vielen misslungenen Hendrix-Tribute auf dem Markt von vorne herein abwinkt, verpasst etwas. Hier agiert ein Power-Jazz-Trio, das erst gar nicht erst versucht Hendrix zu kopieren, sondern ihn im Geist der Tradition neu erfindet (Booklet). Das Ergebnis ist absolut eigenständig und schafft trotzdem die elektrisierende Intensität der Originale 1:1 nach. Verstärkt wird die Truppe durch die irre Stimmakrobatin Erika Stucky, die schon mit "normalem" Gesang eine unglaubliche emotionale Durchschlagskraft besitzt (laut meiner Tochter klingt sie etwas nach Amy Winehouse - ich ergänze: stimmt, aber mindestens um 3 Klassen besser). Darüberhinaus hat sie einige Kunststücke zum staunenden Ohrenreiben auf Lager. Eine intensive Abenteuereise, die ich jedem musikalischen Grenzgänger dick empfehlen will.
Jimi (19.01.2009, 22:14): Original von Dox Orkh Dafür habe ich in der Jazzabteilung folgende Unglaublichkeit gefunden:
Wer angesichts der vielen misslungenen Hendrix-Tribute auf dem Markt von vorne herein abwinkt, verpasst etwas. Hier agiert ein Power-Jazz-Trio, das erst gar nicht erst versucht Hendrix zu kopieren, sondern ihn im Geist der Tradition neu erfindet (Booklet). Das Ergebnis ist absolut eigenständig und schafft trotzdem die elektrisierende Intensität der Originale 1:1 nach.
Hallo Dox,
das klingt für mich recht interessant, denn ich bin auch der Ansicht dass der Versuch einer 1:1 Kopie von Hendrix wenig Sinn macht. Einen ähnlichen Ansatz wählt Nguyen Le auf dieser Cd die er sinnvollerweise "Celebrating Jimi Hendrix" und nicht "Tribute to ..." genannt hat:
Im Booklet steht :"I play his music with the same freedom and dedication as a jazzman will play a standard...".
Ich finde dass er noch etwas jazziger als Doran/Stucky(soweit ich das von dem wenigen beurteilen kann was ich bei jpc und youtube gefunden habe) an die ganze Sache rangeht. Allerdings, "seine" Sängerinnen fand ich bei den Hendrixstücken zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Wie auch immer, er bleibt auf jeden Fall unverkennbar Nguyen Le(meine Frau kommt gerade rein und fragt prompt "he, welche Nguyen Le Cd ist das?" und nicht etwa "he wer spielt da Jimi Hendrix?"). Für Hendrix Puristen die keinen Jazz mögen könnte das ganze etwas schwer zu verdauen sein, ich finds gut, allerdings gefallen mir andere Nguyen Le Aufnahmen doch noch etwas besser. Die Cd von Doran/Stucky werde ich mir auf jeden Fall mal anhören wenn ich sie in die Finger bekomme.
:hello Jimi
Cetay (inaktiv) (23.01.2009, 08:44): Original von Jimi
Die Cd von Doran/Stucky werde ich mir auf jeden Fall mal anhören wenn ich sie in die Finger bekomme.
Das Teil hat ein extremes Suchtpotential. Ich weiß nicht wie oft ich mir die CD schon angehört habe, ohne dass der Drang sie immer und immer wieder aufzulegen auch nur ein wenig nachlassen würde. Bei Klassik-CDs passiert mir das in diesem Ausmaß so gut wie nie, außer bei Glenn Gould, aber der ist ja auch eher ein Popmusiker. :P
Heute kam aus Übersee folgende Delikatesse eingeflogen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51oqwIBEYtL._SL500_AA240_.jpg Suns of Arqa; Through the Gate We Go
Hinter dem Projekt steckt Bassist Michael Wadada, der seit 30 Jahren seine Vison verfolgt, die untergegange Zivilisation der Suns of Arqa in Form eines musikalischen Kollektivs wiederauferstehen zu lassen. Dazu werden Elemente des sublimen indischen Raga mit archaischem Piobaireachd- and Nyabinghi-Getrommel, das heute in der Verkleidung des Dub-Reggea weiterlebt, kombiniert und in ein zeitgenössisches (sprich: technoides Remix-) Soundgewand gepackt. Man mag bei dieser Beschreibung zunächst an tumben Worldbeat denken, bei dem sinnlos "ehtnische" Versatzstücke mit Bum-Bum unterlegt werden. Aber Wadada hebt sich durch seine Sensibilität und Integrität turmhoch von dieser Szene ab.
satie (23.01.2009, 18:59): Ein viel zu früh verstorbener:
Schon allein wegen "Nessun Dorma" musste es sein. Dagegen ist Paul Potts wirklich ein Sch... Noch nie gehört? Da habt ihr was verpasst! Wunderbare Blasmusik-Akkorde mit dem "echten" Puccini, und darüber die schönen Geräusche ala Art Ensemble of Chicago "als Melodie", dann aber auch richtig inbrünstig kantables Singen, ab der Mitte dann alles als Impro mit einem undefinierbaren pseudo-latin-Beat, am Ende noch als slow waltz. Genial. DAS ist meiner Meinung nach ein künstlerischer Umgang mit solchen Sachen. Dazu gehört mehr Mumm als sich mit schiefem Gebiss vor die Kamera zu stellen...
Übrigens: bei Amazon würde ich sie nicht kaufen, da kriegt man sie nicht mehr unter 50 (!) Euro. Bei iTunes für 8,99 war es ein wahres Schnäppchen...
Cetay (inaktiv) (07.02.2009, 07:44): Gestern neu zu meiner Sammlung gestossen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41crBzamGvL._SL500_AA240_.jpg Tok Tok Tok; Reach Out and Sway Your Booty
Soul-Funk-Jazz mit klasse Sängerin und extrem spielfreudiger Band. Selten wird die Live-Magie so gut auf CD eingefangen.
Jürgen (09.02.2009, 08:58): Original von Satie ... Schon allein wegen "Nessun Dorma" musste es sein. Dagegen ist Paul Potts wirklich ein Sch...
...
Dazu gehört mehr Mumm als sich mit schiefem Gebiss vor die Kamera zu stellen... ...
Vorsicht Satie,
zum einen glaube ich, dass sehr wohl Mumm dazu gehört, sich vor solch eine Casting Kamera zu stellen. Die Gefahr, von einem englischen "Bohlen" öffentlich hingerichtet zu werden, ist ja schon ziemlich groß. Er hätte sich daraufhin ein halbes Jahr nicht mehr in die Fußgängerzohne trauen dürfen, aus Angst ausgelacht zu werden.
Zum anderen war gerade sein schiefes Gebiss ein Symptom seiner damaligen angespannten finanziellen Lage. Ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn jemand die Möglichkeit hat, in den nächsten paar Jahren mehr Geld zu verdienen, als er mit seinem bisherigen Job (nein, heute muss man wohl sagen mit mehreren Jobs) bis zur Rente je verdienen wird.
Es ist nicht die Aufgabe eines Herrn Potts oder Rieu (man kann sicherlich noch einige hinzufügen), darüber nachzudenken, wer Nessun Dorma besser singen kann, sondern die Aufgabe des Konzertbesuchers, CD-Käufers oder TV-Glotzers. Wenn die das nicht machen, müssen sie auch die Zeche zahlen. Da wir das nicht machen müssen (ich gehe einfach mal davon aus, dass niemand hier eine Pott-CD im Regal hat oder seine Konzerte besucht hat), sehe ich zumindest für mich keine Notwendigkeit, mich aufzuregen oder über Paul Pott herzuziehen.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (12.02.2009, 10:12): Dass ich mich im "normalen" Forum gerade etwas rar mache, liegt daran, dass meine Freizeit Job-bedingt noch um einiges weniger geworden ist (ich klage nicht, schließlich hält mir keiner eine Pistole an den Kopf) und ich deswegen noch wählerischer geworden bin, welcher Musik ich meine Zeit widme. Und wenn es nur für ein Paar Hör-Stunden in der Woche reicht, dann können Mendelssohn und Hadyn meinetwegen auch ihren 1111. Geburtstag feiern; ich ziehe dann doch Musik vor, die (mir) etwas zu sagen hat, auch wenn der Weg auf dem sie das tut, höchst ungewöhnlich ist und bei schätzungsweise 99,99% aller Musikfreunde nur ein verständnisloses, wenn nicht sogar mitleidiges (ob des vermeintlichen Geisteszustandes des Konsumenten) Kopfschütteln auslösen dürfte. Wie auch immer, diese Scheibe, die ich mir vorgestern gekauft habe, hat mir auf Anhieb eines intensivsten und aufrüttelntsten und Hörerlebnise aller Zeiten verschafft:
Das Album definierte ein neues Musik-Gerne, den Drone, der zwar aus historischen Gründen in der Metal-Ecke steckt, aber meiner Meinung nach der Klassischen Avantgarde näher steht - zumindest ist er ebenso abwegig, elitär und intellektuell überfrachtet, wie vieles, das unter dem Banner der "Neuen Musik" firmiert. Konsequenterweise hat diese Bewegung sogar einen mehrseitigen Artikel in der NY-Times bekommen - man darf also dazu stehen. :cool
Cetay (inaktiv) (21.02.2009, 08:29): Ich war mal wieder ausgiebig einkaufen. Die Verzweiflungstat eines Einzelnen, um den freien Fall in die wirtschaftliche Depression aufzuhalten.
Die Entdeckung der Langsamkeit geht weiter: http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0808720007428.jpghttp://www.jpc.de/image/w183/front/0/4015698585025.jpg Earth; Hibernaculum Bohren & The Glub of Gore; Geisterfaut
Dann noch eines dieser Alben, das man nur durch zufälliges herumstöbern finden kann und dann fassungslos feststellt, wieviel echte Individual-Kunst unentdeckt und un(an)erkannt bleibt.
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0644918020820.jpg Scout Niblett; This Fool Can Die Now
Nachdem ich von Eva Mattes' Lesung von Jane Austens Verstand und Gefühl sehr begeistert war und Stolz und Vorurteil im Moment nicht lieferbar (oder nur gänzlich überteuert antiquarisch zu haben) ist, habe ich mir heute Jane Eyre bestellt. Ist wohl - im Gegensatz zu den beiden Austen-Büchern - eingekürzt, dafür aber mit Elgar-Musik... Mal gespannt...
Heike (26.02.2009, 22:31): Da bin ich neugierig auf deinen Bericht, das steht nämlich auch auf meiner Hörbuch- Wunschliste! Heike
Cetay (inaktiv) (31.03.2009, 14:57): http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0730003112027.jpg Henrik Schwarz / Àme / Dixon; The Grandfather Paradox
Das Großvater-Paradoxon ist ein Gedankenexpriment aus der Theorie der Zeitreisen. Was passiert, wenn jemand in der Zeit zurück reist und seinen Großvater ermordet? Das Paradoxon entsteht dadurch, dass der Zeitreisende ohne die Existenz seines Vaters, der wegen des Todes des Großvaters nicht geboren wird, selbst nicht geboren werden kann und damit auch keine Zeitreise unternehmen kann um den Großvater zu ermorden.
Die Protagonisten auf dieser CD unternehmen eine Zeitreise zu den Wurzeln des Minimal Techno (eine Variante des traditionellen Techno, die sich durch minimalistische Arrangements auszeichnet und derzeit eine Hochphase erlebt). Die Wurzeln werden nicht nur bei den Pionieren der frühen 90er sondern auch in der Musique Concrète, der Klassischen Minimal Music und bestimmten Spielarten des Jazz gefunden. Die Originale werden einem mal mehr, mal weniger behutsamen Remix unterzogen und ineinander übergeblendet, so dass ein kontinuierliches 70-minütiges Stück entsteht. In gewissem Sinne verändert man durch diese "Ermordung" der Originale tatsächlich die Gegenwart, denn man hört die aktuellen Werke des Genres fortan mit neuen Ohren. Das macht die Scheibe neben der soghaft-hypnotischen Wirkung auch zu einem echten intellektuellen Vergnügen. Und auch beim Hören der zum Teil 50 Jahre alten Vorläufer-Nummern (u.a. Electric Counterpoint von Steve Reich), die in unbearbeiteter Form auf CD 2 vorhanden sind, stellt sich so mancher Aha-Effekt ein.
Rachmaninov (31.03.2009, 19:09): Original von Dox Orkh Das Großvater-Paradoxon ist ein Gedankenexpriment aus der Theorie der Zeitreisen. Was passiert, wenn jemand in der Zeit zurück reist und seinen Großvater ermordet? Das Paradoxon entsteht dadurch, dass der Zeitreisende ohne die Existenz seines Vaters, der wegen des Todes des Großvaters nicht geboren wird, selbst nicht geboren werden kann und damit auch keine Zeitreise unternehmen kann um den Großvater zu ermorden. .
Wow, jetzt verstehe ich auch die zurück in die Zukunft Filme :haha
Cetay (inaktiv) (01.04.2009, 08:34): Original von Rachmaninov Original von Dox Orkh Das Großvater-Paradoxon ist ein Gedankenexpriment aus der Theorie der Zeitreisen. Was passiert, wenn jemand in der Zeit zurück reist und seinen Großvater ermordet? Das Paradoxon entsteht dadurch, dass der Zeitreisende ohne die Existenz seines Vaters, der wegen des Todes des Großvaters nicht geboren wird, selbst nicht geboren werden kann und damit auch keine Zeitreise unternehmen kann um den Großvater zu ermorden. .
Wow, jetzt verstehe ich auch die zurück in die Zukunft Filme :haha
Dann kannst du dich ja an die irrste aller Zeitreisegeschichten wagen: Robert Heinleins All you Zombies. Gelesen ist die Zusammenfassung in 2 Minuten, bis sie ins letzte Detail verstanden ist, kann allerdings etwas dauern.
Jürgen (01.04.2009, 12:50): Original von Dox Orkh Dann kannst du dich ja an die irrste aller Zeitreisegeschichten wagen: Robert Heinleins All you Zombies. Gelesen ist die Zusammenfassung in 2 Minuten, bis sie ins letzte Detail verstanden ist, kann allerdings etwas dauern.
Super Story, nur die Stelle mit der Geschlechtsumwandlung kommt in dieser Kurzdarstellung etwas ruckelig daher.
cellodil (09.05.2009, 21:40): War heute für die längeren Autofahrten, die ich in nächster Zeit vor mir habe, im Hörbuchkaufrausch bei 2001 und anderswo:
nikolaus (20.05.2009, 20:07): Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51efG6vb4uL._SS500_.jpg
Was ist das denn?
Neugierig, Nikolaus.
Rachmaninov (20.05.2009, 20:22): Original von nikolaus Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51efG6vb4uL._SS500_.jpg
Was ist das denn?
Neugierig, Nikolaus.
ist ja erstmal bestellt!
nikolaus (20.05.2009, 21:57): Original von Rachmaninov Original von nikolaus Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51efG6vb4uL._SS500_.jpg
Was ist das denn?
Neugierig, Nikolaus.
ist ja erstmal bestellt!
O.k. aber wenn Du sie hast... :wink
Jürgen (22.05.2009, 08:00): Original von Rachmaninov Original von nikolaus Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51efG6vb4uL._SS500_.jpg
Was ist das denn?
Neugierig, Nikolaus.
ist ja erstmal bestellt!
Klar, so schnell kommt die Lieferung auch wieder nicht.
Aber Du kannst vorab sicherlich schon mal klassifizieren, ob es sich hierbei um: Deine neue Schlafzimmertapete Das Hörbuch des neuesten Romans von Rissanen (gelesen auf französisch, mit finnischen Untertiteln :wink) Oder schlicht um eine Musik-CD einer bestimmten Stilrichtung handelt.
Das Cover spiegelt den musikalischen Inhalt wieder und der passt wiederum zu meiner momentanen Gemütslage.
Rachmaninov (23.06.2009, 20:19): Original von Dox Orkh http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Z5rGvTcYL._SS500_.jpg Amesoeurs; s/t
Das Cover spiegelt den musikalischen Inhalt wieder und der passt wiederum zu meiner momentanen Gemütslage.
:I
Cetay (inaktiv) (26.07.2009, 16:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51emS8O41kL._SL500_AA240_.jpg Two 4 One; Warrel Dane - Praises to the War & Jeff Loomis - Zero Order Phase
Warrel Dane hinter dem Mikrofon und Jeff Loomis an den Gitarrensaiten gehören im ihrem Fach zum absolut Besten, das die Rockmusik zu bieten hat. Allerdings ist der Tech-Thrash, den sie mit ihrer gemeinsamen Band Nevermore anbieten, schon ziemlich grenzwertig. Auf den jeweiligen Soloalben lassen sie es ruhiger und breitenwirksamer angehen und nun kommt uns das Label entgegen, indem sie das ganze als Doppelpack anbietet. Da kann ich nicht nein sagen.
Cetay (inaktiv) (13.10.2009, 10:35): Gestern war ich mal wieder auf Streifzug. Nicht im Netz, sondern in einem "richtigen" Laden. Beim Gang durch die Jazz-Regale hat mir ein buntes Cover zugezwinkert und in meinem Kopf war ein deutliches "kauf mich" zu vernehmen. Da mir der Name der Combo völlig unbekannt war und auch etwas suspekt klingt, habe ich die CD vorsichtshalber zum Schnipselhören unter den Scanner gehalten. Ummittelbar danach konnte man einen Mann mittleren Alters mit einer verklärten, diebisch-idiotischen Miene beobachten, der mit zitternden Händen und halb auf Zehenspitzen schleichend, scheinbar einen gerade gehobenen, sehr zerbrechlichen Schatz in Sicherheit brachte...
http://ecx.images-amazon.com/images/I/519rj7OLIZL._SL500_AA240_.jpg Andromeda Mega Express Orchestra; Take off
Das ist der absolute Wahnsinn. Jazz trifft auf Klassische Avantgarde, Swing auf Soundscapes, Zappas Low Budget Orchestra konzertiert mit Sun Ra, Freie Collagen münden in Ligeti'sche Klangflächen... Schon wieder so eine Stilzitat-Combo, die so um das Einreissen von allen Genregrenzen bemüht ist, dass es entspreched klingt, nämlich bemüht? Die sich zwar originell und vielfältig anhört, einem aber kaum mehr als ein "na und" abringt? Etwas, das man nie zuvor gehört hat, aber auch kaum mehr als einmal hören will?
WEIT GEFEHLT! Was das 20-köpfige Ensemble (5x Holz, 3x Blech, 7 Streicher, Harfe, Vibraphon, Gitarre, Bass, Drums) abliefert, ist absolut kohärent und konsistent. Die Stilelemente bleiben einzeln wahrnehmbar und verschmelzen gleichzeitig zu etwas völlig Neuem und Eigenständigem. Das Ganze wirkt so dermaßen frisch, unverbraucht und spielfreudig, dass es mir die Freudentränen in die Augen treibt. Entscheidend ist aber die schiere Inspiration, die mich schon nach den ersten Sekunden in den Bann zieht und über die ganze Stunde -mit einer schier überquellenden Fülle an genialen musikalischen Einfällen- nicht mehr los läßt. Hier entfaltet sich ein stimmiges, visionäres Kunstwerk, das zum ungläubigen Staunen einlädt und dabei allerbeste Unterhaltung bietet. Atemberaubendes, ganz großes Ohrenkino! :down
Cetay (inaktiv) (29.10.2009, 22:51): Obwohl angeblich schon vorgestern erschienen, steht die neue Mustonen CD immer noch nicht in den Regalen. In drei Läden habe ich heute nur Achselzucken geerntet. :( Zur Überbrückung der Wartezeit gibt es Free Jazz:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/415stD-KegL._AA240_.jpg Albert Ayler; Slug's Saloon (beide Volumina auf einer Doppel-CD)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51C7FBZ27SL._SL500_AA240_.jpg Tony Oxley; The Enchanted Messenger (4 Perkussionisten, 4 Streicher, 3 Bläser, 2 Elektroniker und der Stimmakrobat Phil Minton)
Cetay (inaktiv) (25.11.2009, 09:06): Das Jazz-Thermometer steht bei mir weiter über 40°C. Es wurde höchste Zeit, einige essentielle Lücken zu schließen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51vWbskXlbL._SL500_AA240_.jpg Duke Ellington (Klavier), Charles Mingus (Bass), Max Roach (Schlagzeug); Money Jungle (1962)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Lm9wq22-L._SL500_AA240_.jpg Art Blakey's Jazz Messengers with Thelonious Monk (1957)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41KJP6YWJFL._SL500_AA240_.jpg Count Basie Orchestra; The Atomic Mr. Basie (1957)
Das HDV-Trio oder das berühmte Esbjorn Svensson Trio (E.S.T.) haben dem scheinbar zu Tode gespielten Jazz-Klaviertio wieder neues Leben eingehaucht, in dem sie einfach den Rahmen gesprengt haben. Das Genie von Iyer besteht dagegen darin, dass er das Genre von innen heraus radikal erneuert. Bei soviel diszipliniertem Einfallsreichtum bleibt mir die Spucke weg.
Peter Brixius (06.01.2010, 11:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YILgMRLvL._SS500_.jpg
Diese CD ist im Rahmen eines Zounds-Abo in der audiophilen Gold-Version bei mir auf dem Tisch gelandet. Der Name war mir vollkommen unbekannt und ich sah auch nicht erst ins Booklet, sondern legte die Scheibe in den CD-Player. Was da dann in den nächsten Minuten losfetzte und -groovte ("Something different") war doch klar CHICAGO - und begeisternd. Noch bin ich nicht durch die CD durch (ich wollte auch nicht meine Nachbarn wecken), aber die Version des Allman-Stückes "Dreams" ist umwerfend.
Inzwischen weiß ich, dass Danny Seraphine im Mittelpunkt dieses All-Star-Projekts steckt, das durch seine Geschlossenheit und Vielfältigkeit glänzt.
Für mich sind es Wundertüten, die beiden Abos bei Zounds, denn ich hörte deutlich weniger Rock, seit meine Zeit so knapp wurde, dass ich mich doch für den Schwerpunkt Klassik entschieden habe. Und so weiß ich wenig von der Entwicklung der letzten Jahre. Bei dieser CD ist es ein déjà-vu im besten Sinne, da bin ich sofort wieder zu Hause.
Und jetzt freu ich mich schon auf den Track 12 "I'm a Man" , wo sich u.a. Sheila E., Alex Acuna und Keith Emerson dazu gesellen. Was schrieb die Kritik?
glasklarer Sound, fette Bläsersätze, eine trickreiche Rhythmussektion, scharfe Gitarreneinsätze und eine wuchtige Orgel
genau
Liebe Grüße Peter
Jürgen (06.01.2010, 15:45): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YILgMRLvL._SL500_SS75_.jpg
Wirklich nicht schlecht, diese Platte. Ich bin ja ein Chicago-Fan von I - VII. Habe mir gerade die Schnipsel angehört und stelle fest, dass die meisten Covers sehr dicht am Original sind, nur viel sauberer.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (23.01.2010, 06:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YmkD5GsSL._SL500_AA240_.jpg OM; God is Good
Eine der interessantsten Bands in dieser ExistenZ hört auf den Namen OM. Auf ihren ersten Alben waren sie lediglich mit Gesang, E-Bass und Schlagzeug unterwegs und schufen minimalistisch-repetitive Klanglandschaften an der Grenze zum Drone, verbunden mit einem betont apathischen Mantra-artigen Gesang. Auf ihrer neuen CD gestatten Sie nun erstmalig auch anderem Instrumentarium etwas Raum. Eine Tambura, die oft bei indischen Ragas für den stehenden Grundton sorgt, und Flötenklänge sollen für etwas weniger Monotonie sorgen. Weil die soghafte Wirkung der Musik von OM bislang zum guten Teil von den ausschließlich tiefen Klängen lebte, bin ich gespannt, wie sich diese Weiterentwicklung auswirkt.
Cetay (inaktiv) (05.02.2010, 08:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5126T0IsDlL._SL500_AA240_.jpg Fire! - Mats Gustafsson (Bariton Sax), Johan Berthling (Bass, Gitarre, B3), Andreas Werlin (Schlagzeug); You Liked Me 5 Minutes Ago. Was ist das Beste, das einem Liebhaber von Free-Jazz, Drone und Post-Rock passieren kann? Dass es jetzt eine Combo gibt, die diese Genres fusioniert und das auch noch richtig gut macht. :down
Cetay (inaktiv) (07.02.2010, 11:49): http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0620675158327.jpg Set Fire to the Flames; Telegraphs in Negative / Mouths Trapped In Static
Schade, dass der gute alte John Cage nicht mehr erleben durfte, wie tiefgehend seine Ideen in der Rock-Subkultur Niederschlag gefunden haben. Ein improvisierendes Kollektiv, 5 Tage lang in eine abgelegene Hütte zurückgezogen: Geräusche, "richtige" Instrumente, Klangexperimente, "richtige" Musik, draußen zwitschern Vögel, ein Kommen und Gehen, Türen knarren, Schritte... Dann ab mit dem ganzen Material in den Häcksler, alle mögliche Manipulationen vornehmen und am Computer wieder neu zusammenfügen und fertig ist eines der verstörensten Alben des neuen Jahrtausends. Das Ergebnis klingt wie ein Soundtrack zur aktuellen Lage der Welt - nicht deskriptiv oder plakativ, sondern ganz im Sinne von Beethovens höherer Offenbarung jenseits von Weisheit und Philosophie.
Passend zur Weltuntergangsstimmung nach der heutigen Betriebsversammlung. Nur jeder vierte Arbeitsplatz bleibt erhalten. X(
Rachmaninov (24.02.2010, 07:45): Original von Cetay http://www.jpc.de/image/w600/front/0/5024545567922.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/610d-KEOZXL._SL500_AA240_.jpg
Passend zur Weltuntergangsstimmung nach der heutigen Betriebsversammlung. Nur jeder vierte Arbeitsplatz bleibt erhalten. X(
Cetay (inaktiv) (29.03.2010, 10:01): Kein Scherz, auch wenn es im Forenumfeld ähnlich deplaziert wirkt wie Tony Marshall. Eben bestellt:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0020286123880.jpg Rise and Fall; Our Circle is Vicious http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0020286110323.jpg Shipwreck AD; Abyss
Hardcore Punk, der so hart gespielt wird, dass er nach Heavy Metal klingt. Bei diesen beiden Alben ist die unfassbar hasserfüllte Zerstörungswut mit einem Schuss Intelligenz versehen.
@Richard: Wie ist dein Eindruck zur neuen Bonamassa?
Rachmaninov (06.04.2010, 13:18): von meinem Geld, dass der Osterhase mir brachte:
thwinter12 (21.08.2010, 11:36): Am Donnerstag zufällig auf Ö1 gehört:
Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Junge Frau mit großem Ton: Céline Bonacina
"Way of Life" nennt die junge französische Bartitonsaxofonistin Céline Bonacina ihr soeben erschienenes Album, in dessen Rahmen sie sich als zupackende, vitale Improvisatorin mit unnachahmlich erdigem, knarrend-sonorem Sound vorstellt. Als Gast wirkt der vietnamesisch-französische Gitarrist Nguyên Lê mit.
Hier die passende CD:
Céline Bonacina Trio "Way of Life" ACT, 2010
Hier einige Soundschnipsel: Amazon
Klingt IMO sehr vielversprechend (und betrifft ein "musikalisches Gebiet" das noch weites Neuland für mich darstellt)! Kennt die Scheibe schon jemand? Servas, :hello Thomas
Cetay (inaktiv) (08.09.2010, 22:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sSxoFNzRL._SL500_AA300_.jpg Wie man mit Jazz die Herzen der Frauen gewinnt; Joseph von Westphalen
Es ist kaum zu vermuten, dass sich hinter dem selten dämlichen Titel eine Raritätensammlung verbirgt, nach der sich jeder Oldtime-Jazz Aficionado die Finger lecken dürfte. Bei der Auswahl spielten kanonische Erwägungen keine Rolle, lediglich der Geschmack des über eine riesige Plattensammlung verfügenden Autors und der seiner Romanfiguren (sic!) entschieden über die Aufnahme. Eine wahre Fundgrube mit einigen bekannten Klassikern, lange vergeblich gesuchten Legenden und bislang völlig unbekannten Juwelen aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Diese Compilation gab es früher schon mal in drei Teilen und erzielte zwischenzeitlich auf dem Zweitmarkt alptraumhafte Preise. Jetzt wurde die ganze Serie in einer schön aufgemachten Box wieder aufgelegt. Ich habe die 7CDs am Stück verschlungen und bin schier ausgeflippt. :leb
mcgillroy (09.09.2010, 15:41): interesant das hier zu sehen. irgend jemand auch auf last.fm unterwegs?
Cetay (inaktiv) (13.09.2010, 09:07): Original von mcgillroy interesant das hier zu sehen. irgend jemand auch auf last.fm unterwegs? Nicht mehr. Seit die ß-Version am Start ist, macht es keinen Spass.
Am Freitag en passant eingesteckt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41u3dsdNxDL._SS400_.jpg The Field; Yesterday and Today
Auf dem Cover ausgewiesen als Mix aus Sohegaze, Krautrock, Disco und Techno. Für so unmögliche Stilmixe bin ich immer zu haben.
Jürgen (01.10.2010, 10:53): Eigentlich war es nicht heute oder gestern und eigentlich habe ich die CDs nicht gekauft. Dennoch ist es wohl der richtige Faden.
Bei einem Spaziergang im Sommer lief ich an einem Stapel Sperrmüll vorbei. Ich blieb stehen, weil sich darunter ein Karton mit CDs befand. Von der Größe etwa zwei Schuhkartons entsprechend, also ungefähr 100 CDs, nahm ich ihn kurzentschlossen mit.
Erst letzte Woche habe ich eine grobe Sichtung des Materials vorgenommen. Überraschenderweise waren gut die Hälfte der CDs in gutem Zustand, insbesondere im Jazzbereich wohl 0-1 mal gespielt. Ganz übel beschädigte habe ich entsorgt, es waren aber ganz wenige.
Was weder meine Familie noch ich haben wollte, spendierte ich der Musikbücherei.
Für mich verblieben 2 CDs der Serie Blues Collection: http://www.postimage.org/aV28SMk0.jpghttp://i43.tinypic.com/5fnfit.jpg John Lee Hooker und Sonny Boy Williamson II
Und einiges aus dem Lager des Jazz oder mit dem Jazz verwandt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41D7ol43BhL._SL500_AA300_.jpg Tony Guerrero: Another Day Another Dream Etwas weichgespült, aber zum halb Hinhören geeignet.
Tim Berne's caos totale: Nice View Kein Image gefunden, ist wohl im Netz Niemandem bekannt und klingt auch sehr experimentell :B
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51itObGCbXL._SL500_AA300_.jpg Joey Calderazzo: To know one Piano/Drums/Bass et al. netter Kaffeehaus-Jazz.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51U8p42vbHL._SL500_AA280_.jpg Miles Davis: Evolution Of A Genius (1945-58) (3 CDs) Die Jahresangabe auf dem Cover weicht etwas ab, ich habe aber kein 100%ig passendes Bild gefunden. Davon abgesehen stimmt das Cover jedoch. Gehört habe ich die CDs noch nicht
La Bande A Badault: En Vacances au Soleil (kein Image gefunden) Geht ein wenig in Richtung Jazzrock. Das Eingangsstück erinnerte mich irgendwie an den Sound Chaser.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/3136bcK5dlL._SL500_AA300_.jpg Martin Mayer: Jazz M'en Fou Hier wird immerhin in einem Stück Satie zitiert.
Und schließlich etwas Folklore:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41NCCXGR8DL._SL500_AA300_.jpg Los Malaguenos: Flamenco
Zuletzt etwas schwer zu kategorisierendes:
Gong & Klang: A different Experience of Sound Auch hier kein Bild, es hat aber mal einer versucht die CD für viel Geld zuverkaufen.
Nur und ausschließlich auf Vinyl erhältich. Damit sind die letzten Zweifel am Projekt Plattenspieler beseitigt. :W
nikolaus (10.10.2010, 10:49): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51XU-6fetbL._SL500_AA300_.jpg Sunn 0))); Domkirke
Nur und ausschließlich auf Vinyl erhältich. Damit sind die letzten Zweifel am Projekt Plattenspieler beseitigt. :W
Was ist das? Aus Dänemark? Schon alleine das Cover ist toll!
Nikolaus
Cetay (inaktiv) (10.10.2010, 12:37): Original von nikolaus Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51XU-6fetbL._SL500_AA300_.jpg Sunn 0))); Domkirke
Nur und ausschließlich auf Vinyl erhältich. Damit sind die letzten Zweifel am Projekt Plattenspieler beseitigt. :W
Was ist das? Aus Dänemark? Schon alleine das Cover ist toll!
Nikolaus
Sunn 0))) ist eine US-Amerikanische Band des Drone Doom, einer Musik, die auf sehr tiefen, übersteuerten, quasi-statischen Klängen basiert. Die Aufnahmen wurden in einer Kathedrale in Bergen/Norwegen während des Borealis Festival für zeitgenössische Musik, Geräusch und Klangkunst in 2007 gemacht. Einen kurzen Ausschnitt kann man auf YT hören. Das Cover stammt von Tanya Stene, einer Berühmheit in der Szene. Außerhalb ist sie nicht ganz unumstritten, hat sie doch für auch für den bekennenden Rassisten und verurteilten Mörder Varg Vickers gearbeitet. Das Ergebnis kann sich freilich sehen lassen:
Cetay (inaktiv) (22.12.2010, 12:37): Viel Freude damit! George Benson (kaum zu glauben, wenn man nur die Fahrstuhlmusik kennt, die er heute macht) und die Seelenverwandten Desmond/Mulligan sind die fettesten Überraschungen. Wer bei Wynton Marsalis allein wegen seines Erfolges und seiner Popularität auf künsterlische Flachheit schließt, wird hier eindrucksvoll widerlegt. Und die erst kürzlich wiederveröffentliche Mingus-Scheibe steht auf einer Höhe mit seinen bekannteren. Dann ist da noch das Debut von Jaco Pastorius und, und, und... :times10
Ich habe mein Medienbudget nochmal erweitert und neben jeder Menge Lesestoff (ich könnte im Urlaub jeden Tag ein neues Buch lesen) noch das erworben:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61hVM0eBunL._SL500_AA300_.jpg Heaven and Hell; Radio City Music Hall Live 2007
Das Durchschnittsalter der Band lag zum Zeitpunkt des Konzertes bei 57,5 Jahren, ich bin also keineswegs zu alt für diese Musik. :P
Cetay (inaktiv) (01.01.2011, 12:39): Gestern gekauft und heute bereits 6 mal hintereinander gehört. Solche CDs begegnen mir selten im Leben. http://ecx.images-amazon.com/images/I/41luIoD3JDL._SL500_AA300_.jpg Motörhead; The Wörld Is Yours
Eine neue Motörhead-CD zu kaufen, ist etwa so sinnvoll, wie sich eine weitere CD mit Violinkonzerten von Vivaldi anzuschaffen. Man weiß von vorneherin was man bekommt, zwar ohne böse Überraschungen, aber dafür mit dem Gefühl, alles schon mal irgendwie gehört zu haben, um dann beim genauen Hinhören festzustellen, dass hier und da doch die eine oder andere Originalität zu finden ist. Motörhead waren vor 35 Jahren mit ihrer Melange aus Punk-infiziertem Rock 'n' Roll und Hard-Rock eine der Stil-bildenden Combos für den Heavy Metal und haben sich seither keinen Millimeter weiterentwickelt und sich einen Dreck um Moden und Trends geschert, einschließlich dem Konsens, dass man in einem gewissen Alter "vernünftig" werden sollte. Mastermind Lemmy zeigte zeitlebens allen, die ihn für museumsreif erklärten, den Stinkefinger und zog unbeirrt von kommerziellen Flops sein Ding durch. Lieber treue Fans als viele. Und während andere auf die Barrikaden gehen, weil sie nicht mit 65 in Rente dürfen, haut er in diesem Alter sein bis dato bestes Album raus. Er macht rein gar nichts anders als auf den 20 Alben zuvor, lediglich alles einen winzigen Tick besser. Um nochmal den Vivaldi-Vergleich zu bemühen: The Wörld is Yours ist das Pendant zu den Vier Jahreszeiten.
Cetay (inaktiv) (06.03.2011, 11:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61mt8KObTcL._SL500_AA300_.jpg Dio at Donington UK: Live 1983 and 1987
Der Tod des wohl besten Sängers des Hardrock-Fachs war im letzen Jahr selbst den Einheitsmedien von Spiegel bis Tageschau Meldungen wert. Wenn nach dem Dahinscheiden pötzlich bislang unveröffentliche Live-Dokumente auftauchen, liegt geldschneidende Leichenfeldderei nahe. Bei Live at Donignton kann man aber unbesorgt sein. Dieses Album wurde vom Maestro persönlich produziert und die Herausgabe war schon zu seinen Lebzeiten geplant. Und es lohnt sich schon allein für die beste Version der Hymne Neon Knights.
Cetay (inaktiv) (10.03.2011, 09:01): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61vARtCFXHL._SL500_AA300_.jpg Heaven and Hell; Neon Nights - Live at Wacken - 30 Years of Heaven & Hell
Ich bin weiter im Dio-Fieber und habe mir nun auch den letzten offiziellen Mitschnitt vor seinem Tod besorgt.
Die Setlist unterscheidet sich nur wenig von der weiter oben gezeigten Radio City Music Hall Aufnahme, aber es sind 2 Jahre vergangen und das macht bei dem fortgeschrittenen Alter -Dio war bei diesem Auftritt 67!- dann doch einen hörbaren Unterschied. Dennoch ist das eine runde Sache, denn es gilt, was alle großen Sänger in allen Genres auszeichnet. Auch oder gerade wenn sie durch Alter und Verschleiß den Grundlagen ihres Handwerks beraubt wurden, faszinieren sie ungebrochen.
Cetay (inaktiv) (22.06.2011, 12:12): Ich kann (was hören, kaufen oder kommentieren angeht) zur Zeit ausschließlich im internen Bereich beitragen. Gerade hat es mir Agoria angetan. Der Franzose entwicklet sich so nach und nach zur neuen Gallionsfigur der Elektronikszene, weil er es schafft, Tanzflächenbesucher, Heimhörer und akademische Kopfmusikliebhaber simultan zu versorgen.
Bei seinem DJ-Mix für Fabric erweist er sich wieder mal als Meister des Editings (Zerlegen, Berarbeiten, Neumontieren, Zusammenschneiden und Übereinanderschichten). Kurz vor Schluss dieses furiosen Mixes schichtet er 7 Tracks übereinander und überführt das völlig nathlos in eine Ella Fitzgerald Nummer. Obwohl das Set nur aus bereits bestehenden (eigenen und fremden) Stücken zusammenmontiert wurde, wirkt es wie eine dramaturgisch ausgefeilte Komposition aus einem Guß. Das ist große (leider in "unseren" Kreisen manchmal gnadenlos unterschätzte) DJ-Kunst.
Cetay (inaktiv) (24.06.2011, 09:03): Ich bleibe im Jenseits :cool
In der letzten Woche hatte ich frei und das schrie nach einem Besuch in der Stadt. Beim intuitiven Herausziehen und Reinhören habe ich soviel interessanten Stoff gefunden, dass ich am liebsten den ganzen Laden gekauft hätte. Am Schluss beließ ich es schweren Herzens bei dreien, unter anderem dieser hier :
Der Sonic Youth Gitarrist mal wieder auf Solopfaden. Nicht so geräuschvoll wie mit seiner Band; auf Demolished Thoughts kommen nur "akustische" Instrumente und kein Schlagzeug zum Einsatz. Folk-orienterte Singer/Songwriter Musik, die durch einen leichten experimentellen Einschlag (vor allem durch ungewohnte Gitarenstimmung) immer interessant bleibt, mit einer Stimme, die etwas an Lou Reed erinnert. In der FAZ wurde das als Album des Monats besprochen. Sollte es noch so etwas wie Gerechtigkeit geben?
Cetay (inaktiv) (24.06.2011, 10:41): Mit dabei auch:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/418e8c6JEKL._SL500_AA300_.jpg Ulver; War of the Roses
Ulver ist eine hochinteressante Band, die als Extrem-Metal Outfit begann und dann praktisch mit jedem Album den Stil wechselte und ihre Wurzeln vollkommen hinter sich ließ - und trotzdem ihre Fangemeinde behalten konnte. Das neueste Album zeigt ein breites Spektrum: Dark Wave, Psychedelic Rock, Electronica/Ambient. Es ist z.T. regelrecht poppig, dann wieder sehr experimentell und avantgardistisch. Gerade das gefällt mir außerordentlich, wie scheinbar konventionellen Songs langsam der Boden entzogen wird und man sich in amorphen Klanglandschaften wiederfindet. Leider fällt das Schlussstück, dessen Länge ein Drittel der Laufzeit ausmacht, deutlich ab; hier gibt es mir zu viel der Art von Geschwurbel, die das Ambient Genre in Verruf gebracht hat. Daher bleibt trotz vieler großer Momente ein zwiespältiger Eindruck zurück.
Cetay (inaktiv) (24.06.2011, 11:53): Zu guter Letzt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21O-lu1mG7L._SL500_AA300_.jpg Alcest; Le Secret
Alcest ist die Speerspitze einer Bewegung, für die sich nach und nach der Genrebegriff Blackgaze einbürgert. Dieses Kunstwort setzt sich zusammen aus Black Metal und Shoegaze. Auf der einen Seite steht die anti-virtuose, dissonante, betont roh (Lo-fi) produzierte Spielart des Extrem-Metal mit sägenden Gitarrentremolos nahe am weissen Rauschen, Maschinengewehr-artigen Schlagzeugattacken und Krächz-Kreischgesang. Auf der anderen Seite die verträumte Welt der Schuhstarrer (der Name rührt daher, dass die Protagonisten dieses Stils bei Bühnenauftritten meist ihr Arsenal an Effektgeräten auf dem Boden im Auge haben), die aus 60er Jahre Psychedelic Rock, Geräuschkunst und Minimalismus (sprich dem endlosen Herumreiten auf wenigen Akkorden) ein eigenständiges Genre hervorbrachten.
Die edle Aufmachung des leinengebundenen Digibooks mit betörenden Fotos ist wirksamer als jeder Kopierschutz. In einem langen Einführungstext fabuliert Alcest von verschiedenen Ebenen der Realität, von immateriellen Welten und von Neuem Bewußtsein. Dieses spirituelle Modethema ist in der Musikwelt gerade groß angesagt -selbst Hip-Hopper und Reißbrettpopstars faseln schon davon-, aber nachdem ich Le Secret gehört habe, nehme ich Alcest voll und ganz ab, dass er seine Kunst als "Souvenirs d'un Autre Monde" empfindet. Die Suggestivkraft dieser Musik ist einfach unwiderstehlich.
soulman (13.08.2011, 22:22): Cool. Ist auch ihr bestes Album geblieben. John Lee Hooker staub trocken in den Texanischen Sand transferiert. Bin erst seit gestern hier im Forum. Musste aber etwas verblüfft feststellen, dass viele hier vorgeben, was sie nicht alles wissen und im selben Atemzug muss man lesen, dass die von einer remasterten CD sprechen, z.B. von einer Aufnahme von 1962.
Im Bereich Rock hat man diesen Schmarren bereits hinter sich gelassen und beginnt, coole Mono-LPs (die Anfang der 1970er auf Stereo Fake neu aufgelegt wurden) wieder mit original Schneidstichel neu zu pressen - gleiches im Jazz. Und hier lese ich nur von CDs. Gerade im Klassikbereich sind ja die Aufnahmen von den 1950 und 1960 wirklich toll (Decca LXT, RCA red seal, alte Columbia) und erzielen auch zum Teil Wahnsinns-Preise - z.B. Johanna Martzy, Mischa Elmann.
Von all dem lese ich hier nichts. Entweder sind die Mitglieder noch sehr jung oder haben sie damals alle LPs gegen die CDs getauscht.
Cetay (inaktiv) (28.09.2011, 22:43): Ich gehe mal wieder fremd. Diesmal mit feinen Mixturen aus Jazz und Geräuschkunst.
Vladislav Delay ist eines der vielen Pseudonyme des umtriebigen Finnen Sasu Ripatti, der die Elektronikszene sowohl in der kommerziellen als auch in der avantgardistischen Sparte aufmischt. Für diese Scheibe hat der gelernte Jazzschlagzeuger sein Drumkit aus der Ecke geholt und sich zwei Mitstreiter mit Kontrabass und Bassklarinette/Sopransaxofon geholt. Dass es trotzdem kaum nach Jazz sondern noch geräuschvoller und avantgardistischer als Ripattis extremste Projekte klingt, liegt am vierten Mann, Mika Vaino, der mit möderischem Brummen, Dröhnen und weissem Rauschen die Szenerie klar dominiert.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41J7jYDLp3L._SL500_AA240_.jpg Peter Evans; Ghosts
Ich zitiere CD Baby: an insane and mind-bending stew of scrambled bebop, disjointed unison rhythms, 20th century nostalgia and hallucinatory live electronics. Yes! :cool
Cetay (inaktiv) (30.09.2011, 09:11): Weiter in Kauflaune:
Bin ich eigentlich -außer gelegentlich Richard- der einzige, der nicht-klassische CDs kauft oder gibt es sonst nur keine(r) zu, bzw. hat kein Mitteilungsbedürfnis, weil es eh niemanden interessiert? :D
Jürgen (30.09.2011, 09:45): Bei mir ist es so, dass ich schon einiges habe, gelegentlich etwas höre, aber so gut wie nie etwas hinzukaufe.
Wenn ich aber in der Bücherei über etwas Interessantes stolpere, dann leihe ich es mir aus.
Grüße Jürgen
Rachmaninov (30.09.2011, 11:00): Original von Cetay Bin ich eigentlich -außer gelegentlich Richard- der einzige, der nicht-klassische CDs kauft oder gibt es sonst nur keine(r) zu, bzw. hat kein Mitteilungsbedürfnis, weil es eh niemanden interessiert? :D
Also ich kaufe gelegentlich, traue mich aber bisher nicht Deinen Empfehlungen zu folgen. Du bestreitest ja durchaus einen Weg zur "Dunklen Seite" ;-)
Ich bin eher Blues lastig unterweg. Daher meine neueste Wunsch CD:
Cetay (inaktiv) (30.09.2011, 17:07): Original von Rachmaninov Also ich kaufe gelegentlich, traue mich aber bisher nicht Deinen Empfehlungen zu folgen. Du bestreitest ja durchaus einen Weg zur "Dunklen Seite" ;-)
Ich habe mal etwas zurückgeblättert und in der Tat könnte man diesen -natürlich völlig falschen- Eindruck bekommen. :J
Rachmaninov (30.09.2011, 18:32): Original von Cetay Original von Rachmaninov Also ich kaufe gelegentlich, traue mich aber bisher nicht Deinen Empfehlungen zu folgen. Du bestreitest ja durchaus einen Weg zur "Dunklen Seite" ;-)
Ich habe mal etwas zurückgeblättert und in der Tat könnte man diesen -natürlich völlig falschen- Eindruck bekommen. :J
Cetay (inaktiv) (18.03.2012, 22:21): http://www.jpc.de/image/w220/front/0/4250459980101.jpg Martin Ehlers Trio feat. Herb Geller; Fatum
Laut den großen Onlinehändlern erscheint die erst am 30.03; der Dealer meines Vertrauens hatte sie am Samstag schon da. Das war eine teure Angelegenheit, denn beim Ausfahren aus dem Parkhaus bin ich kräftig mit einem Taxi kollidiert. Das gab 35€ Verwarnungsgeld. X(
artemis (19.03.2012, 19:39): Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yhTsoTM4L._SS400_.jpg
Für meine Frau. Aber durchaus gute Scheibe!
verrät's Du uns auch, wer das ist? Und was heißt hier, Für meine Frau - ABER durchaus gute Scheibe??? ?(
LG - artemis
Rachmaninov (19.03.2012, 19:49): Original von artemis Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yhTsoTM4L._SS400_.jpg
Für meine Frau. Aber durchaus gute Scheibe!
verrät's Du uns auch, wer das ist? Und was heißt hier, Für meine Frau - ABER durchaus gute Scheibe??? ?(
LG - artemis
Ed Sheeren Album: + Der Kommentar heißt: Für meine Frau gekauft, nicht meine Musik aber dennoch gut!
Cetay (inaktiv) (24.03.2012, 18:15): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61UUuzSt4yL._SL500_AA300_.jpg All Pigs Must Die; God is War
Bandname und Titel geben einen Fingerzeig auf die stilistische Ausrichtung. Dieser tonnenschwere Punk/Metal-Hybrid ist eine mit unfassbarer Wut verabreichte akustische Tracht Prügel.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41TS9-niCFL._SL500_AA300_.jpg John Zorn; Elegy
Das geht fast schon als zeitgenössische Klassik durch. Streckenweise klingt es nach Neuer Kammermusik, aber die collagenhaft eingesetzten Samples und Klangeffekte lassen das eher als imaginäre Filmmusik mit stark surrealistischer Schlagseite wirken.
Cetay (inaktiv) (04.04.2012, 06:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/415xZMEv7zL._SL500_AA300_.jpg Return to Forever; Die Columbia Alben
Die Krux dieses 5-er Packs ist, dass hier das vollständige Live 77 Konzert auf 3CDs drauf ist. Die unter dem Titel Live The Complete Concert erschienene Doppel-CD ist eine Mogelpackung, da hat man zwei Stücke gegenüber der 4LP-Version kräftig zusammengeschnitten. Ob ganz vollständig oder nicht, für mich ist dieses Konzert das -mir bekannte- Beste, das die (Latin-)Jazz-Rock-Fusion hervorgebracht hat.
Rachmaninov (09.04.2012, 15:24): nachdem ich beide Scheinben x-mal auf Simfy hörte
Cetay (inaktiv) (10.04.2012, 06:59): Original von Rachmaninov nachdem ich beide Scheinben x-mal auf Simfy hörte
So viel zur Theorie, das kostenfreie Livestreaming würde die Labels ruinieren. :D Ich kaufe auch keinen Deut weniger, seit es diese Option gibt. Gestern gehört und gleich bestellt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/516h5ZMHxoL._SL500_AA300_.jpg Ian Gillan Band; Live in Tokyo 1978
Das ist zwar ein Bootleg mit miesem Sound und schlecht ausbalancierter Abmischung. Aber die Band zeigt hier in ihrer Anfangsphase eine Spiel- und Experimentierfreude, von der man auf den späteren offiziellen Mitschnitten (Live at the BBC 79/80) kaum noch etwas zu hören bekommt.
Rachmaninov (10.04.2012, 07:44): Original von Cetay Original von Rachmaninov nachdem ich beide Scheinben x-mal auf Simfy hörte
So viel zur Theorie, das kostenfreie Livestreaming würde die Labels ruinieren. :D Ich kaufe auch keinen Deut weniger, seit es diese Option gibt.
Ich kaufe siet der Option auch weniger, aber sehr gute Scheiben, bei denen ich merke ich höre sie immer wieder mag ich dann doch als CD haben statt als 192 er Stream.
Dennoch sind die Euronen IMHO bei Simfy gut angelegt, da man sich den Schrott aus dem Haus hält.
Leider sind 2-3 Scheiben dort nicht online, die ich zu gerne hören würde.
Cetay (inaktiv) (02.05.2013, 21:37): Ich habe mir mal wieder einen physischen Tonträger geleistet:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51tMAiJjFTL._SL500_AA240_.jpg And You Will Know Us By The Trail Of Dead; Lost Songs (Limited Edition)
Ein 180-seitiges Booklet (gebunden, die CDs stecken in Hüllen auf der Innenseite des Festeinbands) ist ein Wort. Wo solcherlei Gegenwert geboten wird, kann man den Tod der CD noch etwas hinauszögern, aber es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Während ich einsam am Wühlen war, verirrte sich ein junges Pärchen in die CD-Ecke. O-Ton des Mannes: "Was willst du mit CDs, hast du keinen Computer?"
Neben viel Gewicht und Text wird natürlich auch Musik geboten und was für welche. Die Band mit dem langen Namen macht Musik, bei der man sich fragt, ob es dafür überhaupt eine Zielgruppe gibt. Die Frage stellt zumindest mal sicher, dass man es mit authentischer Musik zu tun hat. Der schon rein theoretisch unmögliche Stilmix aus Post-Rock (die kunstvoll-artifiziell-intellektuelle Spielart der U-Musik) und Punk (der das Unvollkomme und Dreckige betont und jegliche Verkopftheit ablehnt) wird so gnadenlos lärmend dargeboten, dass das Hitpotential, das in jeder der 12 Nummern steckt, garantiert nicht ausgereizt wird. So liebe ich das. Im Zeitalter, in dem es nur noch um das schnelle Geld zu gehen scheint, gibt es zu dieser Scheibe noch ein kleines Schmankerl zu berichten. Für das letzte Album gab es von den Fans Schelte, weil die Titel mit bis zu 16 Minuten zu lang geraten waren. Dumm nur, dass die Band das neue Werk eigentlich als eine zusammenhängende Suite, die das ganze Album füllen sollte, präsentieren wollte. Also hat man sich dafür entschieden, die Songs einzeln zu bringen und auf der Bonus-CD den ursprünglichen Plan verwirklicht. Fans zufriedengestellt und künstlerische Integrität gewahrt: Da kann sich mancher Klassik-Stern etwas abgucken.
Meine erste Aufnahme, die ich als download erworben habe!
Cetay (inaktiv) (11.08.2013, 09:22): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yqRfRQIEL._SL500_AA240_.jpg The Wrong Object; After the Exhibition
:times10 :times10
Eben bestellt, obwohl umsonst als Livestream zu hören. Wenn eine Band es schafft, bei mir so einzuschlagen und eine Platte zu machen, die unter den Zig sehr guten, interessanten, innovativen, erregenden, emotional packenden und den Intellekt befriedigenden Platten, die seit ein paar Jahren wieder und fast schon inflationär herauskommen, noch herauszuragen, dann muss das einfach unterstützt werden. Zumal das bei einem unabhängigen Label (Moonjune Records) erschienen ist und die Chance besteht, dass die Band einen gerechten Anteil davon sieht. Wenn es beim Namen des Labels klingeln sollte: Richtig, sie sind nach einem Soft Machine Titel benannt und unterstützen Musik in deren Geist. Ein evolutionäres, progressives Musik-Kontinuum mit Jazz am einen und Rock am anderen Ende und sich ständig ausdehnenden Grenzen, die alles von Progressive Rock bis Ethno-Jazz und von experimenteller Avantgarde bis Fusion beinhalten.
teleton (30.03.2015, 12:21): Die Rippingtons stehen bei mir für den Smooth-Jazz seit einigen Jahren an der Spitze. Bei groovigen Sounds kann man so richtig schön im Klang baden.
Im laufe der Zeit habe ich feststellen müssen, dass die ersten Rippingtons-Alben (~ 1989-1992) von Russ Freeman musikalischer und ansprechender/packender rüber kommen als die Späteren. Bei den Alben ab 1995 finden sich neben sehr guten Stücken einige die mehr als Geplänkel rüberkommen.
Ich hatte in den 90er-Jahren meine erste CD von einem Kollegen als Empfehlung bekommen: es war die CD Rippingtons: Curves Ahed (1991) . Als NewAge-Fan lag es nah, mir diese CD zu empfehlen. Eines der besten und spannensten Rippingtons-Alben mit rhythmischer Klasse ! Natürlich habe ich im Bereich Smooth Jazz auch im Umfeld nach weiterem brauchbarem gesucht, aber verdammt wenig bis gar nichts gefunden - sondern eher Dinge , die mir eher zu "langweilig"waren. Zum Beispiel bei Chuck Loeb gab es einige wenige gute Stücke, aber im grossen und ganzen war mir bei ihm "zu wenig los".
Built to Last (2012) ist in der Kritik recht schlecht weg gekommen, obwohl ich eineige Stücke gar nicht so übel finde, weil diese an den geschätzten New Age-bereich angelehnt sind. Das Album habe ich nur als Download. TOPAZ (1999), als grosse Ausnahme, denn das war ein grosser Wurf mit mexikanischem Flair und Panflöte.
Inzwischen sind bei mit die Alben Life in the Tropics (2000) und Brave New Wold (1996) hinzugekommen: Beide beinhalten einige gute Stücke. Von 11 Stücken würde ich je CD 5 mit sehr gut-gut beurteilen ! Ich vergebe in den Textheften entsprechende Noten, damit ich beim nächsten Auflegen gleich die Richtigen Stücke auswählen kann - das erspart Zeit und Frust über schwächere "Filler".
Überdurchschnittlich stark ist eines der früheren Alben - Kilimanjaro (1989): Hier habe ich nur zwei der 9Pieces die Note 3 vergeben. Alles andere sehe ich als 1 - 2.
Schade, das Russ Freeman so unbekannt ist. Im Freundeskreis haben die Rippingstons grossen Anklang gefunden und ich musste so manches Album "ausleihen".
:hello Wer kennt von Euch Klassikforianern die Rippingtons ?
Cetay (inaktiv) (30.03.2015, 17:31): Mir waren die Rippingtons bislang gar kein Begriff. Da ich früher recht viel Smooth Jazz gehört habe, lies ich mich von der Besprechung dazu verleiten, mir Kilimanjaro anzuhören.
Es dauert ungefähr 15 Sekunden bis anhand dieser gläsernen Keyboardsounds erkannt ist, dass es sich um Smooth Jazz der reinsten Sorte handelt - dazu der typische Groove und diese unvergleichlichen "Dudel"-Melodien (nicht negativ gemeint, aber mir fällt kein besseres Wort ein). Die üblichen Genre-definierenden Ingredienzien also, aber entscheidend ist, was daraus gemacht wird. Und das gefällt mir hier recht gut, weil immer wieder Ausflüge in etwas anspruchsvollere Fusion-Gefilde unternommen werden, die verhindern, dass das zu flach bleibt. Sehr gelungen finde ich den Fluss des Albums mit dem Titelsong -metaphorisch passend- als absoluten Höhepunkt genau in der Mitte platziert. Benoten und Titel streichen ist da direkt kontraproduktiv... So richtig weltbewegend ist das in meinen Ohren nicht, aber es hat mich zumindest soweit gepackt, dass ich mal wieder meine Favoriten aus dieser Ecke einlegen werde:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41VN566FV7L._SL500_AA325_.jpg Eric Marienthal; One Touch
http://ecx.images-amazon.com/images/I/5117uFDSaxL._SL500_AA325_.jpg David Benoit; Letter to Evan
Cetay (inaktiv) (30.03.2015, 18:11): Das hätte ich beinahe vergessen: Das allerbeste Smooth-Jazz Album, das ich kenne, ist Soft Machines Land of Cockayne. Dass man von diesem Album fast nur schlechte bis vernichtende Kritiken liest, liegt nicht daran, dass es ein schlechtes Smooth-Jazz Album wäre, sondern dass die Gruppe früher sehr anspruchsvolle Progressive-Fusion gemacht hat und die Anhänger dieser Musik dem Smooth-Jazz als solches nichts abgewinnen können. Genre-bezogen steht das für mich einzigartig da ... und ganz teletonophil gibt es reichlich Borderlining zum New Age.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51pO2UjrpeL._SL500_AA325_.jpg Soft Machine; Land of Cockayne
Cetay (inaktiv) (30.11.2015, 16:42):
The Collectable King Crimson, Volume One: Live in Mainz 1974 & Live in Asbury Park 1974
King Crimson, beziehungsweise Meistergeist Robert Fripp ist die letzte Bastion, die sich gegen die freie Download-Kultur stellt. Auf den einschlägigen Streamingportalen gibt es nichts und auch beim Prime-Angebot vom großen Online-Buchhändler geht man leer aus. Normalerweise mache ich um solche Künstler einen Bogen -wir leben im 21. Jhd. und da will ich probehören bevor ich kaufe- aber hier mache ich eine Ausnahme. Ich habe über dieses Asbury Park Konzert von 1974 einfach zu viel Gutes gehört, als dass ich länger darauf verzichten wollte.
Cetay (inaktiv) (05.05.2016, 19:22): Nach dreieinhalb Wochen auf Postkutsche und Floß von Royal Mail gestern endlich zugestellt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61JKcGeSGKL._SL500_AA325_.jpg Off The Record: The Complete 1923 Jazz Band Recordings by King Oliver
Die historische Bedeutung dieser Aufnahmen kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Der junge Louis Armstrong spielt hier in der Band von King Oliver seine ersten Soli, mit denen er das Gesicht des Jazz für immer veränderte. Er brachte eine makellose Technik, eine zuvor ungehörte rhythmische Geschmeidigkeit, sowie das Verbinden und Verdrehen von Noten nach dem Vorbild der europäischen Kunstmusik in die Kollektivimprovisationen über ein Konglomerat aus Südstaaten-Kirchenmusik, afrikanischen Rhythmen, Ragtime, Blue Notes, Marsch- und Zirkusmusik. Manche Forscher glauben, dass der Jazz ohne Armstrong die lokale Volksmusik von New Orleans geblieben wäre, anstatt seinen Siegeszug um den gesamten Globus anzutreten und in einem stetigen Austausch auch die Populärmusik maßgeblich zu beeinflussen. Weltstars wie beispielsweise Frank Sinatra betonten, dass sie ohne Armstrong nicht existieren würden. Die Sessions wurden noch vor der Einführung der elektrischen Aufnahmetechnik eingespielt und sind damit nichts für audiophile Gemüter. Die oben gezeigte Neuauflage aus dem Jahr 2006 darf aber als ein Wunder der Restaurationskunst bezeichnet werden. Die Gratwanderung zwischen Rausch- und Knacks-Unterdrückung auf der einen und der Bewahrung der Integrität des Originals auf der anderen Seite ist hier exemplarisch gelungen. Dafür hat man sich auf die Suche nach möglichst gut erhaltenen Schellacks gemacht und die Möglichkeiten der Entzerrung von Frequenzgang und Tempo mit viel Fingerspitzengefühl eingesetzt. Das Ergebnis ist sensationell. So klar und durchsichtig, ohne dass es künstlich wirkt und in den Ohren drückt, gab es diesen musikalischen Schatz noch nie zu hören. Die muffigen und jaulenden Transfers meiner alten Jazz Gallery Ausgabe dürfen in den Ruhestand.
:times10 für die Musik, :times10 für den Repertoirewert und :times10 für den Transfer. Definitiv auf der Insel-Liste.
Cetay (inaktiv) (20.10.2016, 08:16): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61vARtCFXHL._SL500_AA300_.jpg Heaven and Hell; Neon Nights - Live at Wacken - 30 Years of Heaven & Hell
Ronnie James Dio war einer der besten Sänger im harten Fach. Hier beim letzten offiziellen Mitschnitt vor seinem Tod hört man ihm die 67 Lenze deutlich an. Dennoch ist das eine große Sache. Für Dio gilt, was alle großen Sänger -zumindest außerhalb der Klassik- auszeichnet. Auch wenn sie durch Alter und Verschleiß den Grundlagen ihres Handwerks fast vollständig beraubt wurden, faszinieren sie ungebrochen - wenn nicht noch mehr. :down
Cetay (inaktiv) (07.08.2017, 18:24): Ich habe heute eine großzügigen Griff ins Kreditkartenfach getan, um ein interessantes Projekt aus meiner Landeshauptstadt zu unterstützen. Der Haufen nennt sich Art Against Agony und ist sowohl eine Band als auch ein internationales Künstlerkollektiv und nach eigenem Selbstverständnis contemporary aesthetics applied to music, photography, videography and performance arts. Sie treten mit Masken und unter Pseudonymen auf und der Webdesigner/Photograph, der Sounddesigner und andere "Techniker" gehören so selbstverständlich dazu, wie der Pianist, der Gitarrist (der Ideology als zweites Instrument angibt) und andere Musiker. Neben Musik gibt es Photographien (die einem möglicherweise eine flüchtige Einsicht in das Ding an sich geben sollen), Videos und kurze philosophische Texte. Konzept, Bilder und Philosophie bestechen durch ihre Einfachheit. Da wird nicht geschwurbelt, sondern die Dinge so gesehen, wie sie sind. Das Kollektiv bevormundet uns auch nicht mit Anleitungen, wie die Punkte zu verbinden sind - das bleibt uns als aktiven und wachen Rezipienten selbst überlassen. Aus der musikalischen Sektion habe ich auf Bandcamp* zum von mir selbst bestimmten Preis eine EP erworben. Hier wird die zeitgenössische Ästhetik auf so unterschiedliche Stilarten wie Jazz, Elektronik und Metal angewandt und -rein instrumental- zu einem stimmigen Ganzen verwoben. Andere Combos machen das auch - aber die hier machen es so, dass ich es mehr als einmal hören will.
Art Against Agony; Russian Tales
*Wer sich über die immer weitere Konzentration bei den Plattenfirmen und die fortschreitende Kommerzialisierung auch und gerade im Klassikbereich mokiert, sollte sich hier mal umhören. Bandcamp ist eine Plattform, auf der sich Künstler ohne Förderung aber auch ohne Bevormundung von Labels selbst vermarkten können. Und die wird mittlerweile auch von Komponisten und jungen Interpreten aus der Klassikszene mehr und mehr genutzt. Der einzige Nachteil ist, dass man sich für das Qualitätsurteil auf sich selbst verlassen muss - der Rezensent vom Fono Forum oder von Classics Today wird einem die Kaufentscheidung nicht abnehmen, dafür kann man sich alles erst mal meist in voller Länge strömend anhören, bevor man sich für den Kauf (als Download in verschiedenen Auflösungen oder als CD) entscheidet. Und beim Obolus heißt die Devise meist: Name Your Price.
Guenther (09.08.2017, 15:26): Interessante Plattform, da werde ich mal stöbern.
Danke für den Tip.
Cetay (inaktiv) (20.04.2018, 21:47): Frisch aus den Niederlanden eingetroffen:
Cteater; Eat Ct or Die
Das muss man sich mal geben. Da ziehen sich viele Beamte tagtäglich Musik, Filme und Spiele rein, um zu entscheiden, ob gegen irgendwelche Paragraphen verstoßen wird, dann zieht die Staatgewalt los, um alles zu beschlagnahmen. Das kostet richtig Steuergeld, hindert mich aber nicht daran, das im Ausland zu bestellen -in keinem anderen demokratischen Land gibt es eine solche Zensurbehörde- und ich mache mich noch nicht mal strafbar, weil in D nur der Verkauf, nicht aber der Besitz verboten ist. Absurd, oder?
Ein saucooles Porngrind-Album ist das, mit einem Sample von Monty Brogans Monolog aus dem Film The 25th Day in fast voller Länge als Höhepunkt. Hate Speech vom Allerfeinsten. Heute ginge man als Privatmensch dafür in den Bau.
Cetay (inaktiv) (09.06.2018, 10:05):
Hal Galper; Now Hear This Terumasa Hino (Trompete, Flügelhorn), Hal Galper (Klavier), Cecil McBee (Kontrabass), Tony Williams (Schlagzeug)
Zwischenzeitlich vergriffen und nur zu alptraumhaften Preisen zu haben, ist die jetzt wieder verfügbar und wurde sofort bestellt. :leb Galper war seinerzeit ein Geheimtip. Diese Platte und sein anderer, noch besserer Reißer Reach Out (mit den Brecker Brothers) gehören für mich zum Allergrößten, das die Fusion-Welle der 70er hervorgebracht hat. Galper hat mit seinen Gruppen die Ideen aufgegriffen, aber ganz auf elektrische Instrumente verzichtet. Sein kraftvolles, an McCoy Tyner erinnerndes Spiel groovt wie die Sau und die Mitstreiter sind exzellent. Galper hob sich auch kompositorisch von vielen Zeitgenossen ab. Hingerotzte Themen, die lediglich als Vorwand für virtuoses Soloschaulaufen dienen, waren seine Sache nicht. Das hat Substanz.