Khatchaturian: Violionkonzert D-Moll (1940)

teleton (10.10.2007, 12:24):
Hallo Khatchaturian-Freunde,

wenn man eine LP vom Khatchaturian: Violinkonzert d-moll (1940) besitzt, mit David Oistrach, dem das Konzert, genau wie beide Schostakowitsch-Violinkonzerte, gewidtmet ist; der das Konzert fantastisch interpretiert; und der Dirigent der Komponist selber ist; mit einem famosen den russischen Klang voll unterstützenden Orchester - der Moskau Pilharmonie; braucht man dann noch eine andere Aufnahme ???

Ich war froh diese Referenzinterpretation später auch auf CD zu bekommen - leider war es eine HarmoniaMundi-CD, die schlecht remastert war und klanglich der LP eindeutig nachstand.

Wie froh war ich die Eurodisc-CD zu bekommen, die sauber remastert ist.
Die CD sieht so aus (ist aber nicht das richtige Bild):
http://ec1.images-amazon.com/images/I/41AVQAY9E6L._AA115_.gif
D.Oistrach, Moskauer PH, Aram Khatchaturian
Eurodisc, 60er-Jahre, ADD

In der Zwischenzeit hatte ich einige CD´s von geliebten Khatchaturian-Violinkonzert gekauft und wieder abgesetzt - im Prinzip hat mir nur eine davon wirklich gut gefallen (habe ich auch behalten), die auch den russischen Ton trifft:
Perlmann / Israel PO / Metha (EMI).

:beer Diesen Beitrag habe ich auch deshalb geschrieben, weil eine Forianer aus Insbruck gerade diese Oistrach-Eurodisc-CD in einem anderen Thread (bei den Schostakowitsch-Vio) als klanglich schlecht abgetan hatte, was ich nun gar nicht nachvollziehn kann. Das eine 60er-Jahre-Aufnahme natürlich keine DDD-Qualitäten aufweisen kann ist klar, aber das Wunder Oistrach und das fantastische Orchesterspiel unter Khatchaturian macht diese wenig störenden Differenzen wieder voll wett, finde ich. Der Violinklang ist wunderbar auf dieser Eurodisc-CD.
HenningKolf (10.10.2007, 17:04):
Dieses Werk habe ich noch gar nicht in meiner Sammlung!

Hab mich mal ein bißchen umgetan im Netz, aber es gibt wohl kaum eine Quelle für die Oistrach-Aufnahme. Dann wird es wohl demnächst mal irgendwann Perlman/Mehta werden

Gruß
Henning
Zelenka (10.10.2007, 17:28):
Wäre nicht Oistrakh mit dem Philharmonia O unter dem Komponisten die beste Lösung, wenn man an den Kauf einer Aufnahme des Konzerts denkt?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/516YCNPB58L._AA240_.jpg

Die Aufnahme ist auch ohne Schwierigkeiten erhältlich ...

Eine Alternative wäre Kogan unter Monteux (RCA Living Stereo).

Gruß, Zelenka
Rachmaninov (10.10.2007, 17:51):
Forianer,

ich habe das Konzert erst relativ spät kennengelernt aber ich schätze es durchaus sehr. Unglaubliches Feuer und Leidernschaft.

Bisher kenne ich folgende Aufnahmen:

die der älteren Generation:

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/4558480.jpg
David Oistrach, Philharmonia Orchestra, Aram Khachaturian

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7036493.jpg
Ebenfalls mit dem Komponisten am Pult

http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/61nkoJeNrAL._AA240_.jpg
Pierre Monteux

die der neueren Generation:

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/1314858.jpg
Julia Fischer, Russian National Orchestra,
Kreizberg

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7838711.jpg
Sergey Khachatryan, Sinfonia Varsovia, Krivine


Ich bevorzuge hier ganz eindeutig bisher die Aufnahmen mit L. Kogan. Sein glühender Geigenton passt für mich ideal zum Konzert. Dazu brilliant gespielt. BTW die Pierre Monteux Aufnahme gibt es für 6+3 € via Amazon.de Händler derzeit.
HenningKolf (10.10.2007, 19:58):
Original von Zelenka
Wäre nicht Oistrakh mit dem Philharmonia O unter dem Komponisten die beste Lösung, wenn man an den Kauf einer Aufnahme des Konzerts denkt?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/516YCNPB58L._AA240_.jpg

Die Aufnahme ist auch ohne Schwierigkeiten erhältlich ...

Eine Alternative wäre Kogan unter Monteux (RCA Living Stereo).

Gruß, Zelenka


Guter Tipp, hat amazon zwar nicht auch Suchanfrage Oistrach bzw. Oistrakh ausgeworfen, aber jetzt habe ich diese beiden genannten CDs - Kogan auch - gefunden. DANKE!

Henning
teleton (11.10.2007, 07:38):
Original von Zelenka
Wäre nicht Oistrakh mit dem Philharmonia O unter dem Komponisten die beste Lösung, wenn man an den Kauf einer Aufnahme des Konzerts denkt?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/516YCNPB58L._AA240_.jpg

Die Aufnahme ist auch ohne Schwierigkeiten erhältlich ...

Eine Alternative wäre Kogan unter Monteux (RCA Living Stereo).

Gruß, Zelenka

Hallo Zelenka, Henning und Rachmaninov,

die EMI-Oistrach-Aufnahme ist natürlich interpretatorisch genau so wertvoll, wie die von mir genannte rein russische Eurodiisc-Aufnahme, ich möchte aber darauf aufmerksam machen das es sich bei EMI um eine MONO-Aufnahme handelt !
:leb Die von mir genannten Aufnahmen mit Oistrach und Perlmann sind alle in Stereo und einer brauchbaren Klangqualität.
Kogan ist ganz richtig auch eine Alternative.
Rachmaninov (11.10.2007, 08:16):
Original von teleton
Kogan ist ganz richtig auch eine Alternative.

IMO ist Kogan keine Alternative, sondern eine Top-Wahl!

:engel
Rachmaninov (25.10.2007, 12:55):
Gestern hörte ich nochmals die Aufnahme des Khachaturian VK. Als Solist sein Landsman S. Khatchtryan.

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7838711.jpg
Sergey Khachatryan, Sinfonia Varsovia, Krivine

Für mich ist Khactryan ein beeindruckender Geiger, und zu recht Sibelius und QE Sieger geworden.
Blitzsauber gespielt und ein sehr schöner Geigenton, die Sinfonia Varsvia unter Krivine geht aber bei weiter noch so beherzt an den Orchesterpart wie es der Komponist selber als Dokument u.A. mit Kogan hinterlassen hat.
EIne recht ordentliche Aufnahme, der aber der glühende Ton Kogan fehlt und vor allem die Glut im Orchester.
Gut, aber nicht in der absoluten Nähe zur Referenz!
Nordolf (25.10.2007, 17:09):
Hallo Rachmaninov!

Ich würde Deine Einschätzung in jedem Punkt unterschreiben.

Khatchaturians Konzert wirkt einfach am besten, wenn man es mit einem Maximum an Wildheit spielt, wie es Kogan und der Komponist selber getan haben. Deren Monoaufnahme ist auch klanglich völlig akzeptabel.

In der vorliegenden Aufnahme wird mehr Zurückhaltung geübt, was dem Konzert etwas die Power entzieht. Schön und sorgfältig eingespielt klingt sie trotzdem - deswegen höre ich sie hinundwieder gerne.
Bei dem Sibelius auf dieser CD stimmt allerdings alles - offenbar liegt Khachatryan/Krivine die melancholische Stimmung dieses Werkes mehr als Khatachturians rasende Folklore. Hier versteht es auch das Orchester - wenn es sein muss - mal ordentlich zuzupacken.

Herzliche Grüsse!
Jörg
Rachmaninov (26.10.2007, 20:17):
Original von Nordolf
Hallo Rachmaninov!

Ich würde Deine Einschätzung in jedem Punkt unterschreiben.

Khatchaturians Konzert wirkt einfach am besten, wenn man es mit einem Maximum an Wildheit spielt, wie es Kogan und der Komponist selber getan haben. Deren Monoaufnahme ist auch klanglich völlig akzeptabel.



Dies zweite von mir angesprochene Kogan-Aufnahme ist ebenfalls "wild"
BTW, ich finde KOgan's Geigenklang einfach ideal für das Konzert.


In der vorliegenden Aufnahme wird mehr Zurückhaltung geübt, was dem Konzert etwas die Power entzieht. Schön und sorgfältig eingespielt klingt sie trotzdem - deswegen höre ich sie hinundwieder gerne.


Ja, eine ander Sichtweise, nicht ohne Reiz! Vor allem wegen dem jungen Geiger!


Bei dem Sibelius auf dieser CD stimmt allerdings alles - offenbar liegt Khachatryan/Krivine die melancholische Stimmung dieses Werkes mehr als Khatachturians rasende Folklore. Hier versteht es auch das Orchester - wenn es sein muss - mal ordentlich zuzupacken.


Er hat, wenn ich richtig rechne, mit 15 den Sibelius Wettbewerb gewonnen, den QE in Brüssel und nicht ohne Grund wir er von der ASM Stiftung unterstützt.
teleton (10.10.2007, 12:24):
Hallo Khatchaturian-Freunde,

wenn man eine LP vom Khatchaturian: Violinkonzert d-moll (1940) besitzt, mit David Oistrach, dem das Konzert, genau wie beide Schostakowitsch-Violinkonzerte, gewidtmet ist; der das Konzert fantastisch interpretiert; und der Dirigent der Komponist selber ist; mit einem famosen den russischen Klang voll unterstützenden Orchester - der Moskau Pilharmonie; braucht man dann noch eine andere Aufnahme ???

Ich war froh diese Referenzinterpretation später auch auf CD zu bekommen - leider war es eine HarmoniaMundi-CD, die schlecht remastert war und klanglich der LP eindeutig nachstand.

Wie froh war ich die Eurodisc-CD zu bekommen, die sauber remastert ist.
Die CD sieht so aus (ist aber nicht das richtige Bild):
http://ec1.images-amazon.com/images/I/41AVQAY9E6L._AA115_.gif
D.Oistrach, Moskauer PH, Aram Khatchaturian
Eurodisc, 60er-Jahre, ADD

In der Zwischenzeit hatte ich einige CD´s von geliebten Khatchaturian-Violinkonzert gekauft und wieder abgesetzt - im Prinzip hat mir nur eine davon wirklich gut gefallen (habe ich auch behalten), die auch den russischen Ton trifft:
Perlmann / Israel PO / Metha (EMI).

:beer Diesen Beitrag habe ich auch deshalb geschrieben, weil eine Forianer aus Insbruck gerade diese Oistrach-Eurodisc-CD in einem anderen Thread (bei den Schostakowitsch-Vio) als klanglich schlecht abgetan hatte, was ich nun gar nicht nachvollziehn kann. Das eine 60er-Jahre-Aufnahme natürlich keine DDD-Qualitäten aufweisen kann ist klar, aber das Wunder Oistrach und das fantastische Orchesterspiel unter Khatchaturian macht diese wenig störenden Differenzen wieder voll wett, finde ich. Der Violinklang ist wunderbar auf dieser Eurodisc-CD.
HenningKolf (10.10.2007, 17:04):
Dieses Werk habe ich noch gar nicht in meiner Sammlung!

Hab mich mal ein bißchen umgetan im Netz, aber es gibt wohl kaum eine Quelle für die Oistrach-Aufnahme. Dann wird es wohl demnächst mal irgendwann Perlman/Mehta werden

Gruß
Henning
Zelenka (10.10.2007, 17:28):
Wäre nicht Oistrakh mit dem Philharmonia O unter dem Komponisten die beste Lösung, wenn man an den Kauf einer Aufnahme des Konzerts denkt?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/516YCNPB58L._AA240_.jpg

Die Aufnahme ist auch ohne Schwierigkeiten erhältlich ...

Eine Alternative wäre Kogan unter Monteux (RCA Living Stereo).

Gruß, Zelenka
Rachmaninov (10.10.2007, 17:51):
Forianer,

ich habe das Konzert erst relativ spät kennengelernt aber ich schätze es durchaus sehr. Unglaubliches Feuer und Leidernschaft.

Bisher kenne ich folgende Aufnahmen:

die der älteren Generation:

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/4558480.jpg
David Oistrach, Philharmonia Orchestra, Aram Khachaturian

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7036493.jpg
Ebenfalls mit dem Komponisten am Pult

http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/61nkoJeNrAL._AA240_.jpg
Pierre Monteux

die der neueren Generation:

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/1314858.jpg
Julia Fischer, Russian National Orchestra,
Kreizberg

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7838711.jpg
Sergey Khachatryan, Sinfonia Varsovia, Krivine


Ich bevorzuge hier ganz eindeutig bisher die Aufnahmen mit L. Kogan. Sein glühender Geigenton passt für mich ideal zum Konzert. Dazu brilliant gespielt. BTW die Pierre Monteux Aufnahme gibt es für 6+3 € via Amazon.de Händler derzeit.
HenningKolf (10.10.2007, 19:58):
Original von Zelenka
Wäre nicht Oistrakh mit dem Philharmonia O unter dem Komponisten die beste Lösung, wenn man an den Kauf einer Aufnahme des Konzerts denkt?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/516YCNPB58L._AA240_.jpg

Die Aufnahme ist auch ohne Schwierigkeiten erhältlich ...

Eine Alternative wäre Kogan unter Monteux (RCA Living Stereo).

Gruß, Zelenka


Guter Tipp, hat amazon zwar nicht auch Suchanfrage Oistrach bzw. Oistrakh ausgeworfen, aber jetzt habe ich diese beiden genannten CDs - Kogan auch - gefunden. DANKE!

Henning
teleton (11.10.2007, 07:38):
Original von Zelenka
Wäre nicht Oistrakh mit dem Philharmonia O unter dem Komponisten die beste Lösung, wenn man an den Kauf einer Aufnahme des Konzerts denkt?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/516YCNPB58L._AA240_.jpg

Die Aufnahme ist auch ohne Schwierigkeiten erhältlich ...

Eine Alternative wäre Kogan unter Monteux (RCA Living Stereo).

Gruß, Zelenka

Hallo Zelenka, Henning und Rachmaninov,

die EMI-Oistrach-Aufnahme ist natürlich interpretatorisch genau so wertvoll, wie die von mir genannte rein russische Eurodiisc-Aufnahme, ich möchte aber darauf aufmerksam machen das es sich bei EMI um eine MONO-Aufnahme handelt !
:leb Die von mir genannten Aufnahmen mit Oistrach und Perlmann sind alle in Stereo und einer brauchbaren Klangqualität.
Kogan ist ganz richtig auch eine Alternative.
Rachmaninov (11.10.2007, 08:16):
Original von teleton
Kogan ist ganz richtig auch eine Alternative.

IMO ist Kogan keine Alternative, sondern eine Top-Wahl!

:engel
Rachmaninov (25.10.2007, 12:55):
Gestern hörte ich nochmals die Aufnahme des Khachaturian VK. Als Solist sein Landsman S. Khatchtryan.

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7838711.jpg
Sergey Khachatryan, Sinfonia Varsovia, Krivine

Für mich ist Khactryan ein beeindruckender Geiger, und zu recht Sibelius und QE Sieger geworden.
Blitzsauber gespielt und ein sehr schöner Geigenton, die Sinfonia Varsvia unter Krivine geht aber bei weiter noch so beherzt an den Orchesterpart wie es der Komponist selber als Dokument u.A. mit Kogan hinterlassen hat.
EIne recht ordentliche Aufnahme, der aber der glühende Ton Kogan fehlt und vor allem die Glut im Orchester.
Gut, aber nicht in der absoluten Nähe zur Referenz!
Nordolf (25.10.2007, 17:09):
Hallo Rachmaninov!

Ich würde Deine Einschätzung in jedem Punkt unterschreiben.

Khatchaturians Konzert wirkt einfach am besten, wenn man es mit einem Maximum an Wildheit spielt, wie es Kogan und der Komponist selber getan haben. Deren Monoaufnahme ist auch klanglich völlig akzeptabel.

In der vorliegenden Aufnahme wird mehr Zurückhaltung geübt, was dem Konzert etwas die Power entzieht. Schön und sorgfältig eingespielt klingt sie trotzdem - deswegen höre ich sie hinundwieder gerne.
Bei dem Sibelius auf dieser CD stimmt allerdings alles - offenbar liegt Khachatryan/Krivine die melancholische Stimmung dieses Werkes mehr als Khatachturians rasende Folklore. Hier versteht es auch das Orchester - wenn es sein muss - mal ordentlich zuzupacken.

Herzliche Grüsse!
Jörg
Rachmaninov (26.10.2007, 20:17):
Original von Nordolf
Hallo Rachmaninov!

Ich würde Deine Einschätzung in jedem Punkt unterschreiben.

Khatchaturians Konzert wirkt einfach am besten, wenn man es mit einem Maximum an Wildheit spielt, wie es Kogan und der Komponist selber getan haben. Deren Monoaufnahme ist auch klanglich völlig akzeptabel.



Dies zweite von mir angesprochene Kogan-Aufnahme ist ebenfalls "wild"
BTW, ich finde KOgan's Geigenklang einfach ideal für das Konzert.


In der vorliegenden Aufnahme wird mehr Zurückhaltung geübt, was dem Konzert etwas die Power entzieht. Schön und sorgfältig eingespielt klingt sie trotzdem - deswegen höre ich sie hinundwieder gerne.


Ja, eine ander Sichtweise, nicht ohne Reiz! Vor allem wegen dem jungen Geiger!


Bei dem Sibelius auf dieser CD stimmt allerdings alles - offenbar liegt Khachatryan/Krivine die melancholische Stimmung dieses Werkes mehr als Khatachturians rasende Folklore. Hier versteht es auch das Orchester - wenn es sein muss - mal ordentlich zuzupacken.


Er hat, wenn ich richtig rechne, mit 15 den Sibelius Wettbewerb gewonnen, den QE in Brüssel und nicht ohne Grund wir er von der ASM Stiftung unterstützt.
Nicolas_Aine (29.05.2009, 21:24):
Original von Rachmaninov
Forianer,

ich habe das Konzert erst relativ spät kennengelernt aber ich schätze es durchaus sehr. Unglaubliches Feuer und Leidernschaft.

Bisher kenne ich folgende Aufnahmen:

die der älteren Generation:


http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7036493.jpg
Ebenfalls mit dem Komponisten am Pult



Ich bevorzuge hier ganz eindeutig bisher die Aufnahmen mit L. Kogan. Sein glühender Geigenton passt für mich ideal zum Konzert. Dazu brilliant gespielt. BTW die Pierre Monteux Aufnahme gibt es für 6+3 € via Amazon.de Händler derzeit.

ich besitze die gleiche Box, und außerdem habe ich noch diese Aufnahme:
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028944825220.jpg
Ruggiero Ricci
Fistoulari, Anatole
London PO.

Ricci spielt zwar auch sehr wild und furios, allerdings finde ich seinen Ton zu hart, dieses Problem habe ich auch mit seiner Dvorak Aufnahme. Deswegen bevorzuge ich auch die Kogan Aufnahme, meiner Meinung nach eine der besten, wenn nicht die beste Aufnahme in dieser Box.



Original von Rachmaninov

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/1314858.jpg
Julia Fischer, Russian National Orchestra,
Kreizberg



wie ist die hier?
Rachmaninov (30.05.2009, 10:21):
Original von Nicolas_Aine


Original von Rachmaninov

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/1314858.jpg
Julia Fischer, Russian National Orchestra,
Kreizberg



wie ist die hier?

Länger niocht mehr gehört, aber IMHO Fischer's beste Aufnahme bisher und wenn ich mich recht erinnere eine durchaus hörenswerte Aufnahme des VK!
Cetay (inaktiv) (01.06.2009, 14:21):
Eine sehr interessanter Interpretationsvergleich ist in der Zeitschrift ADK (Armenisch-Deutsche Korrespondenz) Heft 140 nachzulesen. Besprochen wurden:
Ruben Agaronyan; Armenian TV and Radio Symphony Orchestra, Rafael Mangasaryan
Arabella Steinbacher; City of Birmingham Symphony Orchestra, Sakari Oramo
Julia Fischer; Russian National Orchestra, Yakov Kreizberg
Catherine Manoukian; Armenian Philharmonic Orchestra, Eduard Topchjan
Aus dem Text gehen Manoukian/Topchjan als klare Sieger vor Steinbacher/Oramo hervor. Fischer/Kreizberg fallen vor allem wegen der Orchesterleistung etwas ab und bei Agaronyan/Mangasaryan mag den Rezensenten auch der Solist nicht vollständig zu überzeugen.

Ich selbst habe die Prager Live-Aufnahme mit David Oistrach und Rafael Kubelik aus dem Jahre 1947 in meiner Sammmlung. Der Klang ist mies, dafür ist Oistrach hier technisch noch auf höchster Höhe und spielt das Finale eine Minute schneller als es ihm bei den späteren Aufnahmen -mit dem Komponisten am Pult- noch möglich war. (Das hab ich mal in einer Radiosendung so gehört; es kann aber auch sein, dass er das Finale später mit Abgeklärtheit und Reife bewußt langsamer gespielt hat.)

http://ecx.images-amazon.com/images/I/21JDP153Q5L._SL500_AA130_.jpg
Khatchaturian; Violinkonzert; Oistrach/Kubelik (+ Klavierkonzert; Oborin/Mravinsky)
ab (02.06.2009, 10:10):
Mich erstaunt, dass die damals sehr berühmte Aufnahme mit Henryk Szeryng noch nicht genannt wurde, von Antal Dorati dirigiert.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41X49EBQCCL._SL500_AA240_.jpg
teleton (06.06.2009, 10:14):
Hallo Khatchaturain-Freunde,

im letzten jpc-Courier fand sich die brandneue Einspielung des
Khatchaturain - Violinkonzert (1940)

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0747313098873.jpg
mit Nicollas Keckert, Vio / RPO, Jose Serebrier
Naxos, April 2008, DDD

Die CD habe ich auch wegen der mir noch fehlenden Concert - Rhapsody für Violine und Orchester (1961), die knapp 26Minuten dauert, mitbestellt.
* Diese Neuaufnahme übertrifft in allen Punkten eine weitere Naxos - CD mit Martin/Kuchar mit der gleichen Werkkopplung bei weitem.
Keckert und Serebrier gestalten das Violinkonzert sehr detailreich und schmissig. Trotz einiger Einschränkungen später eine sehr gute Aufnahme.
Die NAXOS-CD sollte 2-3dB lauter als andere CD´s gehört werden, damit sich der TOP-Klang voll entfalten kann (die CD ist etwas moderat aufgenommen).

Aber ...
Wie bei Serebrier in zahlreichen Aufnmahmen üblich bleibt er immer auf dem Teppich, ohne zu Übertreibungen zu neigen und liefert ein detailreiches Dokument (außer bei seinen eigenen Sinfonien (auch auf NAXOS - da geht er "ab wie Harry")). Damit wird die Interpretation allerdings etwas zu sachlich und die Emotionen bleiben auf der Strecke.
Negativ: Mit dem Schluß des Werkes im 3.Satz kann Serebrier nicht viel anfangen und läßt das Orchester laufen, ohne die Finalspannung aufzubauen; der Solist kann daher auch nicht richtig mitziehen.

Die NAXOS-CD ist aber auch wegen der Concert-Rhapsody (1961), die es in keiner besseren Aufnahme gibt, eine Kaufempfehlung.
Die Concert-Rhapsodie ist dem Geiger Leonid Kogan gewidtmet und gehört zu dem Trio der weiteren Concert-Rhapsodien für Klavier und Orchester und Cello und Orchester aus den 60er-jahren, für die Khatchaturin den Staatspreis der UDSSR erhielt.



** Meine Lieblingsaufnahme des Violinkonzertes des Widmungsträgers Oistrach/Khatchaturian (Eurodisc), die ich als Vergleich nach vielen Jahren anschließend hörte zeigte, welche Emotionen dieses Werk dann tatsächlich noch hat ... welche Ausdrucksstärke möglich ist.
Trotz des detailreichen Klanges bei Naxos mit Serebrier legt die Eurodisc-CD viele Facetten frei, die bei Keckert/Serebrier und den meisten anderen Aufnahmen untergehen.
:engel Die Eurodisc-CD ist trotz des Alters der Melodiya-Aufnahme sehr gut remastert (es gab klanglich schlechtere Kopplungen auf LP und CD). Khatchaturian ist eine feuriger Dirigent, der seinem Werk bestmögliches angedeihen läßt ohne Details zu überspielen - einfach Klasse. Wer könnte es auch besser als David Oistrach ?
Rachmaninov (25.03.2012, 10:19):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41qIYExydJL._SL500_AA300_.jpg

Mikhail Simonyan - Kristjan Järvi - LSO

Entgegen der teilweise sehr positiven Beschprechungen kann mich die Aufnahme zur wenig begeistern.

Der Klang ist sicherlich sehr gut, die Instrumente sehr sauber eingefangen ABER das klingt für mich nicht mehr natürlich, keien räumlicher Eindruck wie im Monzert. Dort hört man auch nicht immer jedes Instrument, das gerade eine entsprechende Solopassage hat derart extrem präsent und vordergründig heraus.
Das macht beim ersten hören einen guten Eindruck wirkt auf mich jedoch nach und nach eher inhomogen und unnätürlich.
Dazu unterstützt diese Aufnahmetechnik noch sehr das auf Effekt getrimmte dirigat. Dem schließt sich Simonyan auch an. Dabei geht IMHO die gesamtheitliche Wirkung des Werkes zu Lasten der Detailierung verloren. Da fehlt der Tiefgang. Darüber hinaus ist Simonyans-Spiel zwar stellenweise recht schnell, aber nicht immer sauber.

Da gibt es doch genügen Alternativen: Kogan, Khachatryan, Fischer, Oistrach

I: 7/10
K: 8/10
Cantus Arcticus (27.03.2012, 08:21):
Ich kann nur mit dieser Aufnahme aufwarten, die ich wieder einmal hervornehmen werde:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KN0NHZG0L._SS500_.jpg

Gruss :hello
Stefan