Besonders interessant ist das Mitwirken der hervorragenden Sopranistin Magda Olivero. Ich kenne nur ihre frühen Aufnahmen von ca. 1940. Sie ist 1910 geboren und debütierte schon 1933 und war erstmalig an der Met mit 65 als Tosca !!! Ihre Stimme soll noch überraschend frisch gewirkt haben.
Trotzdem möchte ich mir die Manon Lescaut Aufnahme auf jeden Fall erst mal anhören(man weis ja nie).
Viele Grüße
Jimi
Ps. Welche andere Einspielung von Manon Lescaut ich habe kannst du dir bestimmt denken. :)
Engelbert (06.05.2006, 19:57): Hallo Frank,
Als behehrenswerteste Einspielung finde ich die unter Riccardo Muti. Es singen der Argentinier José Cura und die Ukrainerin Maria Guleghina. Eine opulentere Einspielung mit aktuellen Künstlern kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Es ist allerdings eine Hochpreis-CD
Die Naxos-Einspielung mit der Maltesierin Miriam Gauci dürfte allerdings auch vorzüglich sein.
Beide Sängerinnen sind auch auf DVD vertreten. Wenn man einen DVD-Player hat, käme noch die Einspielung mit der Kiri te Kanava infrage.
Die Auswahl an Manos Lescauts ist reichlich. Die Freni singt gut, die Caballe ist gut. Die CD mit der Olivero dürfte aus den fünfziger Jahren sein.
Ich selbst habe die Manon Lescaut in der Staatsoper life erlebt, als Eva Marton noch zur Hausbesetzung gehörte. Das Finale ist offenbar sehr anstrengend zu singen. Die Eva war schweißgebadet, als sie den Applaus entgegennahm und konnte nur noch danke... danke... hauchen.
Gruß Engelbert
Ganong (08.05.2006, 18:42): Lieber Jimi ,
ich habe mich entschieden für :
Maria Callas ! Grüsse , Frank
Jürgen (09.05.2006, 07:27): Hallo Frank,
ich kenne nur diese Gesamtaufnahme, und die gefällt mir sehr gut:
nachdem Giuseppe Sinopoli in den Foren durchgängig "zerpflückt" wird , meine Frage : Wie hörst Du sein Dirigat ?
Grüsse , Frank
Jürgen (09.05.2006, 15:36): Hallo Frank,
bei Manon Lescaut fehlen mir die Vergleichsaufnahmen.
Seinen Tannhäuser stufe ich recht hoch ein, fast so gut wie Solti. Ich störe mich aber auch nicht an Domingos Akzent.
Seine Mahler 6 ist sehr langsam (Andante fast 20 Min, Finale 34), fast zum Mitschreiben. Von daher ist sie recht interessant, man bekommt viele Details mit. Sinopoli setzt aber dabei keine Akzente, so daß alles ein wenig dahin plätschert, er bleibt im Vergleich zu Bernstein sehr blass.
Das Andante aus Mahler 10 gefällt mir schon besser. Mit 32 Minuten auch sehr langsam, schafft er es hier über die ganze Zeit den Spannungsbogen zu halten. Hier geht das Herz noch richtig mit.
Ich habe noch Bruckner 4 auf Eterna. Höre ich nicht oft. Und wenn, dann das Scherzo. So weit ich mich erinnere, habe ich nichts daran auszusetzen. Zum Vergleichen habe ich aber auch nur die Urfassung, und die ist ja ganz anders.
Also zerpflücken muß ich ihn nicht, aber nach Wallhall taugt er mir auch nicht.
Grüße Jürgen
Jimi (12.05.2006, 21:40): Hallo Frank,
ich konnte mir heute die oben von mir erwähnte Liveaufnahme mit Domingo und Oliviero anhören.
Nach den Angaben im Booklet wurde sie im Juli 1970 in Verona aufgenommen. Domingo singt überzeugend, Magda Oliviero gefällt mir auf Ihren alten Aufnahmen besser, allerdings ist die Klangqualität der 1970er Aufnahme so mäßig, das man ihre Stimme nur schlecht beurteilen kann. Vor allem deswegen kann ich die Aufnahme nicht empfehlen.
Viele Grüße
Jimi
P.S. Viel Spaß mit der Callasaufnahme, IMO insgesamt vielleicht die beste Interpretin der Manon auf Platte.
Ganong (15.05.2006, 18:41): Vielen Dank für die Hinweise , lieber Jimi .
Bei der Manonn von Massenet habe ich noch mehr Probleme . es gibt bei der DGG preisgünstig die Aufnahme aus 1981 mit Carrereas als er noch voll bei Stimme war und Sir Colin davis als Diriegent . Die gute F. van Stade singt die Protagonistin .
Grüsse , Frank
ab (16.05.2006, 22:29): Welches Dirigat haltet ihr eigentlich bei dieser Oper, gleichgültig wer immer auch singt, am überzeugendsten?
Besonders interessant ist das Mitwirken der hervorragenden Sopranistin Magda Olivero. Ich kenne nur ihre frühen Aufnahmen von ca. 1940. Sie ist 1910 geboren und debütierte schon 1933 und war erstmalig an der Met mit 65 als Tosca !!! Ihre Stimme soll noch überraschend frisch gewirkt haben.
Trotzdem möchte ich mir die Manon Lescaut Aufnahme auf jeden Fall erst mal anhören(man weis ja nie).
Viele Grüße
Jimi
Ps. Welche andere Einspielung von Manon Lescaut ich habe kannst du dir bestimmt denken. :)
Engelbert (06.05.2006, 19:57): Hallo Frank,
Als behehrenswerteste Einspielung finde ich die unter Riccardo Muti. Es singen der Argentinier José Cura und die Ukrainerin Maria Guleghina. Eine opulentere Einspielung mit aktuellen Künstlern kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Es ist allerdings eine Hochpreis-CD
Die Naxos-Einspielung mit der Maltesierin Miriam Gauci dürfte allerdings auch vorzüglich sein.
Beide Sängerinnen sind auch auf DVD vertreten. Wenn man einen DVD-Player hat, käme noch die Einspielung mit der Kiri te Kanava infrage.
Die Auswahl an Manos Lescauts ist reichlich. Die Freni singt gut, die Caballe ist gut. Die CD mit der Olivero dürfte aus den fünfziger Jahren sein.
Ich selbst habe die Manon Lescaut in der Staatsoper life erlebt, als Eva Marton noch zur Hausbesetzung gehörte. Das Finale ist offenbar sehr anstrengend zu singen. Die Eva war schweißgebadet, als sie den Applaus entgegennahm und konnte nur noch danke... danke... hauchen.
Gruß Engelbert
Ganong (08.05.2006, 18:42): Lieber Jimi ,
ich habe mich entschieden für :
Maria Callas ! Grüsse , Frank
Jürgen (09.05.2006, 07:27): Hallo Frank,
ich kenne nur diese Gesamtaufnahme, und die gefällt mir sehr gut:
nachdem Giuseppe Sinopoli in den Foren durchgängig "zerpflückt" wird , meine Frage : Wie hörst Du sein Dirigat ?
Grüsse , Frank
Jürgen (09.05.2006, 15:36): Hallo Frank,
bei Manon Lescaut fehlen mir die Vergleichsaufnahmen.
Seinen Tannhäuser stufe ich recht hoch ein, fast so gut wie Solti. Ich störe mich aber auch nicht an Domingos Akzent.
Seine Mahler 6 ist sehr langsam (Andante fast 20 Min, Finale 34), fast zum Mitschreiben. Von daher ist sie recht interessant, man bekommt viele Details mit. Sinopoli setzt aber dabei keine Akzente, so daß alles ein wenig dahin plätschert, er bleibt im Vergleich zu Bernstein sehr blass.
Das Andante aus Mahler 10 gefällt mir schon besser. Mit 32 Minuten auch sehr langsam, schafft er es hier über die ganze Zeit den Spannungsbogen zu halten. Hier geht das Herz noch richtig mit.
Ich habe noch Bruckner 4 auf Eterna. Höre ich nicht oft. Und wenn, dann das Scherzo. So weit ich mich erinnere, habe ich nichts daran auszusetzen. Zum Vergleichen habe ich aber auch nur die Urfassung, und die ist ja ganz anders.
Also zerpflücken muß ich ihn nicht, aber nach Wallhall taugt er mir auch nicht.
Grüße Jürgen
Jimi (12.05.2006, 21:40): Hallo Frank,
ich konnte mir heute die oben von mir erwähnte Liveaufnahme mit Domingo und Oliviero anhören.
Nach den Angaben im Booklet wurde sie im Juli 1970 in Verona aufgenommen. Domingo singt überzeugend, Magda Oliviero gefällt mir auf Ihren alten Aufnahmen besser, allerdings ist die Klangqualität der 1970er Aufnahme so mäßig, das man ihre Stimme nur schlecht beurteilen kann. Vor allem deswegen kann ich die Aufnahme nicht empfehlen.
Viele Grüße
Jimi
P.S. Viel Spaß mit der Callasaufnahme, IMO insgesamt vielleicht die beste Interpretin der Manon auf Platte.
Ganong (15.05.2006, 18:41): Vielen Dank für die Hinweise , lieber Jimi .
Bei der Manonn von Massenet habe ich noch mehr Probleme . es gibt bei der DGG preisgünstig die Aufnahme aus 1981 mit Carrereas als er noch voll bei Stimme war und Sir Colin davis als Diriegent . Die gute F. van Stade singt die Protagonistin .
Grüsse , Frank
ab (16.05.2006, 22:29): Welches Dirigat haltet ihr eigentlich bei dieser Oper, gleichgültig wer immer auch singt, am überzeugendsten?
thwinter12 (14.11.2009, 19:51): Original von thwinter12 aus "Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2009 ?" (14.11.2009)
Giacomo Puccini (1858-1924) "The Definitive Collection" Decca 2008 (CD 10 - 11: "Manon Lescaut" (Freni, Pavarotti, Croft etc. / James Levine 1992)) Zum ersten Mal Puccini … und schon beim Lesen des Librettos hat mich die Handlung nicht gerade vom Hocker gerissen. :ignore
Ich glaube vom Inhalt her ist mir da Wagner doch näher. Nichtsdestotrotz fand ich Puccinis Musik selbst sehr unterhaltsam und spritzig. Pavarotti und Freni scheinen mir nahezu perfekt im Gesang (ich bin schon sehr gespannt auf ihre "La Bohème"). Auch in ihrem damaligen Alter nehme ich ihnen die dargebotenen Rollen gänzlich ab und als Partner gefallen mir die Beiden ausgesprochen gut.
Unterm Strich reicht mir jedoch erstmal eine Aufnahme von „Manon Lescaut“. Eventuell möchte ich noch schauen/hören, ob mich Massenets Oper inhaltlich mehr überzeugt... :wink
Servas, Thomas P.S.: …ich meine gelesen zu haben, dass ab hier mit Levines Dirigat so gar keine Freude hatte. Wieso eigentlich? :hello