Meine 10 CDs des Jahres 2006 - Neu und wiederentdeckt

Ganong (17.11.2006, 15:06):
Liebe Forianer ,

da das Jahr sich dem Ende entgegenneigt , habe ich mich möglichst ohne jedes Vor-Urteil jingesetzt und meine 10 CDs des jahres 2006 und einige zur Klassischen Musik gehörenden Werke der Literatur beigefügt .

Wie gesagt : es ist natürlich auch eine Frage der persönlichen Meinung , des persönlichen Geschmackes und wie , da wir das Thema ausführlich hier im Forum diskutiert haben , auch eine Frage , wie wir Werke aus schöpfungsästhetischer und wirkungsästhetischer Sicht hören und im Kontext mit der Entstehungsgeschichte persönlich rezipiert haben .

1. Alexis Weissenberg / C M Giulini / London Symphony Orchestra :
Johannes Brahms : Klavierkonzert Nr. 1 , d-Moll , Opus 15

D i e Referenzaufnahme des Werkes zusammen mit denen durch Lazar Berman / Erich Leinsdorf und Claudio Arrau / Carlo Maria Giulini
Label : EMI TOSHIBA Japan 8 amazon.de )

2. Alexis Weissenberg . Transcriptions of Works by J S Bach

Schon nach der Erstveröffentlichung der LP , die 1972 / 1973 in der Pariser Salle Wagram aufgenommen worden ist , haben diese Interpretationen einen Kultstatus erreicht und ihn damals seinerszeit über Nacht auch in Laienkreiesen berühmt gemacht - zurecht . Gleichzeitig wurde die Kunst der Transkription mit beispielhaften Interpretationen wiederbelebt .

U. a. : Jesus bleibet meine Freude ; Chaconne aus der Partita für Violine solo , BWV 1004 oder dem Praeludium in h - Moll .

Label : EMI TOSHIBA Japan ( amazon.de )

3. Wilhelm Kempff : Schumann & Brahms . The complete 1950s solo recordings ( 5 CDs ) *
Eine der bedeutensten Aufnahmen mehrerer Werke Robert Schumanns ( opp. 2 , 13 - Spätfassung aus 1852 - , Kreisleriana , C - Dur - fantasie , der "Arabeske" sowie herausragende Interpretationen von Kompositionen von Johannes Brahms wie dessen schwieriger "Händel-Variationen" , der 3. Klaviersonate mit dem endgültigen Finale , das in der Brahms - Literatur eine Zentralbedeutung bekommen hat sowie des gesamten Spätwerkes für Klavier solo .

Label : DGG / Universal

4. Wilhelm Kempff : Brahms und Robert Schumann - Livemitschnitt - :

Brahms' dritte Klaviersonate , Opus 5 , in einer verdichteten Atmosphäre gespielt wie Johannes Brahms und joseph Joachim sie in Leipzig während der Fertigstellung , besonders auch des Finalsatzes , empfunden haben werden wie die Quellen belegen und zuvor robert Schumann die Sonate zusammen mit Johannes Brahms auch unter besonderer Berücksichtigung des Finales erarbeitet haben (Quelle: Matthias Kornemann , 2006 ) ; Schumann : "Papillons" in einer der herrlichsten Aufnahmen , die ich überhaupt kenne . zu diesm Spiel kempffs hat Alfred Brendel in einem Booklet alles gesagt . Sowie der Fantasie in C - Dur , Opus 17 , in einer der passioniertesten Wiedergaben .

Livemitschnitt ; London November 3 , 1969

Label : BBC Legends

5. Alexis Weissenberg : Robert Schumann
"Kinderszenen" , Opus 15 . Die eindringlichste Deutung der Schumannschen Gedankenwelt aus dem Rückblick eines Erwachsenen . Hier wird geträumt und nicht gebrübelt !

"Abegg-Variationen" , Opus 1 . Schumanns musikalische Visitenkarte in einer technisch makellosen , völlig pathosfreien schumannverpflichtetetn Interpretation . Vgl. meinen Beitag zu dem Werk hier im Forum .
"Arabeske" , Opus 18 . So behutsam gespielt wie Schumann selbst sich dies in seinen Mitteilungen gewünscht hat ( vgl. meinen beitrag zu der "Arabeske" hier im Forum ) .

Label : EMI TOSHIBA Japan

6. Wilhelm Kempff : Rundfunkaufnahmen 1945 - 1956
*

Kempff ist hier zu hören mit allen den ganz persönlichen herausragende Eigenschaften , die Alfred Brendel ihm in seinem Textbeitrag der reihe "Great Pinaists of the 20th Century" attestiert hat , so dass Wilhelm Kempff für alle zeiten zu den Grossen gehören wird .

hervorzuheben sind :
J S Bach : Chromatische Fantasie und Fuge , BWV 903 , wegen der einzigartigen Kunst , Fugen wiederzugeben . W A Mozart :"Unser dummer Pöbel meint" ( KV 455 9 und ein bezaubernd gespieltes Nocturne von Gabriel Fauré , das selbst eine Marguerite Lond oder eine Yvonne Lefébure nicht sinnlicher hätten spielen können .

Label : KOCH International , 1994

7. L van Beethoven : Violinkonzert , D - Dur , Opus 61

In diesem Jahr habe ich mich in ganz besonderer Weise mit diesem in der gesamten Musikliteratur herausragenden Werk eingehend beschäftigt . Dabei bin ich auf folgend e 5 Aufnahmen gestossen , die ich für besonders hörenswert halt e:
a: H Szerng / O Klemprer / Philh. Orchestra London ( Live )

b: D Oistrach / K Kondrashin / Moskauer Philharmoniker ( Live )

c: D Oistrach / S Ehrling / Stockholm Festival Orchester

d: S Accardo / C M Giulini / Orchestra Filarmonica della Scala

e: V Mullove / J E Gardiner / Orchestre Révolutionnaire et Romantique
- mit den Kadenzen von Ottavio Dantone im 1. & 3. Satz -

Simon Mulligan , piano , & Hana Kotková , violin :

G Enesco . violinsonate , Opus 25

G Enesco : Impression d' enfance pour violon et piano , Opus 28

L Janacek : Violin - Sonate .

herausragende Interpretationen aller drei Werke durch Hana Kotková und den britischen Pianisten Simon Mulligan , einem Schüler Brendel , Perahias und Weissenbergs . Muuligan hat bereits in Aufnahmen mit Daniel Hope , violin , bewiesen , dass er ein aussergwöhnlich einfühlsamer und kompetenter Pianist auch in der kammermusik ist .

Label : FORLANE , 1997

Maria Yudina , piano : L van Beethoven :

Klaviersonaten As - Dur , Opus 26 , und c - Moll , Opus 111 .

Maria Yudina bestätigt auch bei diesen beethovenaufnahmen ihren ganz aussergewöhnlichen Rang als desen Interpretin . All eihre Aufnahmen des beethovenschen Sonatenkosmos kommt derselbe herausragende Rang zu wie den Aufnahmen durch Annie Fischer .

Label : Vista vera ; 2005

10. Verdi : Otello ( Livemitschnitt ) :

M Del Monaco , T gobbi ; G Tucci ; A Erde

Livemitschnitt aus Tokyo 1959

Zwei der bedeutensten Interpreten ihrere Rollen , Del Monaco und Gobbi , in einer kaum erreichten Interpretation ( Vergleich : carlos Kleiber in der Mailänder Scala mit P Dómingo ) . Gabriela Tucci , dieleider unterbewertete italienische Sopranisten überbietet sich selbst auf der Opernbühne . Albert Erede , wer ihn öfters erlebt hat weiss um sein Können wie um seine etwas skurile Persönlichkeit , dirigiert aussergewöhnlich packend und doch sensibel zugleich ( Vgl.: Eredes "Il Trovatore" mit Del Monaco und R tebaldi ; DECCA )

Ich danke ZELENKA für seine sehr hilfreichen Erläuterungen und Höranstösse , seine tiefgründigen Diskussionsbeiträge und ebenso , dass er mir die mit *** gekennzeichneten Aufnahmen frendlicherweise besorgen konnte und dediziert hat .


Nicht in diese Liste aufgenommen habe ich die Interpretation des d-Moll-Klavierkonzertes durch Vladmir Horowitz mit Bruno Walter als Dirigent un dem Concertgebouw Orkest , Livemitschnitt 1936 aus Amsterdam , weil im Maestoso - Kopfsatz schon in der erhaltenen ursprünglichen Aufzeichnung ausgerechnet in der Mitte des ersten Satzes vier Minuten fehlen . Horowitz hatte um diee Zeit bekanntlich seinen grossen Durchbruch mit der Aufnahme der h-Moll-Sonate von Liszt , Schumanns "Toccata" , Opus 7 , u.a.m. erreicht . Es ist interesant zu hören wie Horowitz seine berühmten Bässe einsatzt , wie sensibel sein Anschlag aber auch sein kann . Die Technik der Aufnahm eist sicherlich schwach . Die CD dennoch nicht nur für Horowitz - Verehrer interessant .


Sachbuch des Jahres - U. Tadday (Hrsg.) Schumann Handbuch :

Aussergewöhnlich umfangreiche mit sehr viel zugänglicher Literatur ausgestatetes , drucktechnisch perfektes Sachbuch zu den Werken un düber das Leben von Robert Schumann , Clara Schumann Wieck und deren Kindern sowie dem grossen Kreis um die Familie Schumann .

Dies gilt explizit auch dann , wenn ich persönlich mit Einzelpunkten nicht übereinstimme .

Der vieljährigen Schumann - Forscherin Frau Dr. I. Knechtges - Obrecht , Mitglied der Robert - Schumann - Gesellschaft Düsseldorf e. V. , danke ich für mehrere Diskussionsbeiträge in jüngster Zeit herzlich .

Zitrone des Jahres :
Matthias Kornemann - Joahnnes Brahms ; 2006

Schlechthin die einsame Spitze eines schlechten Sachbuches . der frühere RONDO - Mitarbeiter scheitert an seinem Vorhaben , über den jungen Johannes Brahms ein neues , wesentlich korrigiertes Bild vom frühen Johannes Brahms zu entwerfen . Er begeht dieselben Fehler wie die von ihm amngegriffenen Autoren Kalbeck und Koss . Kornemann fährt leider fort seine eigenen Spekulatiionen auszubreiten oder seine Vermutungen , zum Teil aus voyeuristischem Focus dann z. T. ambivalent oder nicht zu Ende gedacht als gesichertes Wissen darzustellen . Sein Schreibstil ist geschraubt . Ohne eigens Hintergrundwissen kann dieses Buch der vertanen Möglichkeiten nicht empfohlen werden .

Viele Grüsse ,

F r a n k
Jeremias (17.11.2006, 17:25):
Verdammt, so einen Thread wollte ich auch starten! Ich würde aber noch gerne weitere Kategorien dazu nehmen:

- Künstler/in des Jahres
- Newcomer des Jahres
- Flop des Jahres
Rachmaninov (18.11.2006, 10:35):
@Frank,

ein schöner Thread.

Gestern stöberte ich mal durch den Thread mit den Neuanschaffungen und habe mir mal so meine EInkäufe 2006 angesehen.

Meine Top 10 werde ich hier nach und nach vorstellen.

#1



Eine Empfehlung hier aus dem Forum, oder genauer durch Nikolaus.

Die Aufnahme nehme ich in meine Top 10 der 2006 Einkäufe auf, da Tzimon Barto die Klavierwerke Rameau's so was von sensibel, feinfühlig und fein spielt.
Außerdem war (und ist) dies meine erste Aufnahme Barto's, der durch sein muskulösem Erscheinen gar nicht vermuten läßt, daß er derart anmutig spielen kann.

:times10
nikolaus (18.11.2006, 13:54):
Wahrlich ein schöner thread.
Ich werde in mich gehen und nach und nach antworten.

Anfangen will ich mit den Neuerwerbungen, die mir viel bedeuten. Dazu zählen (keine Rangfolge):

1. Von Rachmaninov schon erwähnt: Tzimon Barto und seine Rameau-Aufnahme.

2. Krystian Zimerman, Klavierkonzert Nr. 1 von J.Brahms

3. die Schubert-CD von Isabelle Faust und Alexander Melnikov.

to be continued...

Nikolaus.
Ganong (18.11.2006, 14:49):
Liber R. ,

lieber Nikolaus ,

die Aufnahme von T Barto mit Werken Rameaus kannte und kenn ich bis heute leider nicht .

Ich hatte früher hioer schon auf Einzelwerke von Rameau hingewisen . Ich mag seine Musik sehr !

Also : dank für den Hinweis .

Grüsse ,

Frank
nikolaus (18.11.2006, 15:32):
Auch wichtig:

- G.Kremer, Sonaten und Partiten von Bach.

- und immer wieder: Martha Argerich mit Tchaikovsky, 1. Klavierkonzert und Rachmaninov, 3. Klavierkonzert

...
Ganong (18.11.2006, 16:01):
Lieber Jeremias ,

in aller Zurückhaltung möchte ich an eine Tatsache erinnern und darauf hinweisen , dass die Beiträge ja noch nicht abgeschlossen sind :

Beste Musikreihe in allen mir bekannten deutschsprachigen Foren ist :

Siamak Asgari & Frank G. Bechyna :

Robert Schumann - Werke für Klavier solo ( 2006 ) .

Grüsse ,

Frank

PS.: Eigentlich scheint es problematisch auf eine gemeinsame Leistung in einem Klassik - Forum wie Veröffentlichungen in Fachzeitschriften hinzuweisen .

Aber die Selbsbeweihräucherung in dem "Wiener Forum " und an anderen Stellen durch fessen "Chef" fordert es geradezu heraus , die F a k t e n klarzustellen .

Es gibt meines Wissens , das professionelle Forum der Universal - Group ausdrücklich eingeschlossen , kein Klavierforum von solch einer Güte .

Ich danke ausdrücklich allen , die durch ihre Diskussionsbeiträge dieses Niveau ermöglicht haben und das-Klassikforum.de auf dem Gebiet Klaviermusik zum herausragenden Teil aller Foren mitzugestalten . Meinen ganz besonderen Dank an Z e l e n k a , der mir wertvolle und wichtige Tondokumente grosszügig in die Hand gegeben hat , hab eich in meinem Einführumngstext bereits ausgedrückt . Er sei aber nochmals ausdrücklich erwähnt .

F.
cellodil (19.11.2006, 06:27):
Original von Ganong
Lieber Jeremias ,

in aller Zurückhaltung möchte ich an eine Tatsache erinnern und darauf hinweisen , dass die Beiträge ja noch nicht abgeschlossen sind :

Beste Musikreihe in allen mir bekannten deutschsprachigen Foren ist :

Siamak Asgari & Frank G. Bechyna :

Robert Schumann - Werke für Klavier solo ( 2006 ) .

Grüsse ,

Frank

PS.: Eigentlich scheint es problematisch auf eine gemeinsame Leistung in einem Klassik - Forum wie Veröffentlichungen in Fachzeitschriften hinzuweisen .

Aber die Selbsbeweihräucherung in dem "Wiener Forum " und an anderen Stellen durch fessen "Chef" fordert es geradezu heraus , die F a k t e n klarzustellen .

Es gibt meines Wissens , das professionelle Forum der Universal - Group ausdrücklich eingeschlossen , kein Klavierforum von solch einer Güte .

Ich danke ausdrücklich allen , die durch ihre Diskussionsbeiträge dieses Niveau ermöglicht haben und das-Klassikforum.de auf dem Gebiet Klaviermusik zum herausragenden Teil aller Foren mitzugestalten . Meinen ganz besonderen Dank an Z e l e n k a , der mir wertvolle und wichtige Tondokumente grosszügig in die Hand gegeben hat , hab eich in meinem Einführumngstext bereits ausgedrückt . Er sei aber nochmals ausdrücklich erwähnt .

F.

@Ganong

Das meinst Du doch nicht ernst, oder?

Grüße

Sabine
cellodil (19.11.2006, 06:44):
Auch ich möchte und kann meine persönlichen "Greatest Hits 2006" nicht mal eben schnell auf einen Schwung aus dem Ärmel schütteln.

Für mich war 2006 - oh, Zufall! - wirklich ein Mozart-Jahr. Habe vieles wieder- und manches auch neu entdeckt (vor allem aus dem Frühwerk).

Auf der Liste meiner liebsten Neuerwerbungen 2006 steht deshalb auf Platz 1 auch eine Mozart-Einspielung:

Robert Levin
Mozart: Piano Sonatas Vol. I
K. 279, K. 280 & K. 281 on Fortepiano

Bei dieser Aufnahme (und in den Konzerten mit Levin, die ich dieses Jahr gehört habe) hatte ich das Gefühl, zum ersten Mal Mozart wirklich zu hören. Der amerikanische Pianist und Musikwissenschaftler Robert Levin ist für mich auch eine der interessantesten und faszinierendsten zeitgenössischen Künstlerpersönlichkeiten, denen ich 2006 begegnen durfte. Ein kluger Interpret mit Witz und Geist - und auch mit einer guten Portion Entertainer-Qualität.

Grüße

Sabine
Rachmaninov (19.11.2006, 10:15):
Als zweite Aufnahme möchte ich hier, auch wie bereits durch Nikolaus, die Aufnahme von Isabell Faust mit Alexander Melnikov nennen.



Schuberts Kammermusik gefällt mir grundsätzlich sehr gut, aber hier in der aufnahme dieser beiden macht das hören einen derartigen Spaß, da kommt so viel Freude auf.......... ein Genuß

:times10
cellodil (19.11.2006, 10:51):
Auch bei mir ist eine Schubert-Kammermusik-CD auf dem zweiten Platz. Und zwar:

Franz Schubert
String Quintet C-Dur, D 956, op. posth. 163 und String Quartet Es-Dur, D 87, op. posth. 125 No. 1
mit dem Vogler Quartett und Daniel Müller-Schott
(Hänssler, 2006)

Das C-Dur-Quintett gehört zu meinen Schubert-Kammermusik-Lieblingsstücken. Die Live-Aufnahme mit dem Vogler-Quartett und Müller-Schott gefällt mir, weil ich sie sehr vital und lebendig finde - und das nicht nur, weil ich das Stück dieses Jahr genau mit dieser Besetzung (noch ein bisschen besser) im Konzert gehört habe.

Grüße

Sabine
Walter (19.11.2006, 13:58):
Nikolaus hat mich drauf gebracht:

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B0009LNQV0.03._AA240_SCLZZZZZZZ_.jpg

:times10

überhaupt gibt mir Frau Argerich dieses Jahr viele schöne Stunden!
sound67 (19.11.2006, 14:15):
Hier einige meiner "Favoriten" aus diesem Jahr:


Sibelius:Violinkonzert op. 47
+Walton:Violinkonzert
Akiko Suwanai, Birmingham SO, Oramo
Sound:stereo & multichannel (Hybrid)

Absolut brillante Interpretation des Sibelius-Konzerts. Die vielleicht bestklingende (SA)CD, die ich je gehört habe.


Edward Elgar: Violinkonzert; Campoli, LPO/ Boult (Belart)

2nd Hand in London gekauft, meine nunmehr liebste Aufnahme dieses schönen Konzerts.


Alexander Newski-Kantate op. 78
+Skythische Suite op. 20
Finnie, Scottish National Orch.,Järvi (Chandos)

Ebenfalls eine "absolut best performance" eines Lieblingswerks, der Newsky-Kantate.


Symphonische Dichtungen
In the Faery Hills;The Garden of Fand;November Woods;
Sinfonietta
BBC PO, Vernon Handley

Besonders gelungene Einspielung einiger schöner Tondichtungen von Arnold Bax.


Songs of the Fleet op. 117 für Bariton, Chor & Orchester
+Songs of the Sea op. 91 für Bariton, Chor & Orchester;
The Revenge: A Ballad of the Fleet op. 24 für Chor &
Orchester
Gerald Finley (Bariton),BBC National Orchestra Wales,
Richard Hickox

Hätte nicht gedacht, dass mir diese Werke so gut gefallen.

Gruß, Thomas
sound67 (19.11.2006, 14:28):
Noch zwei:


Symphonien Nr. 4 & 7
Royal Scottisch National Orchestra, Jose Serebrier

Schöne russische Spätromantik, die öfter gespielt (und gehört) werden sollte.


Walton, William (1902-1983)
Cellokonzert op. 68
+Elgar:Cellokonzert op. 85
Daniel Müller-Schott, Oslo PO, Andre Previn

Eine gute Ergänzung für jeden, der DuPrés Aufnahme des Elgar-Konzerts sein eigen ennent. Wesentlich flüssiger, weniger forciert. Toll!

Gruß, Thomas
Ganong (19.11.2006, 18:09):
Liebe Sabine ,

es bleibt unklar , was Du genau meinst .

Aber wir leben in einer globalisierten , auch musikalischen Welt .

Darin überschütten sich nicht nur die ( schwachen ) Grosskonzerne der Musikbranche ständig mit neuien Lobhudelein , sondern es wimmelt von Selbstbeweihräucherungen ( zu 9 vieler Künstler im Rahmen ihrer PR - Aktionen . Die sog. Musi-fachzeitungen sind voll davon wie manche Foren .

Als : Warum sollte ich , davon bin ich wirklich überzeugt , die beste Serie , die ich in einem Forum kenne , nicht besonders hervorheben ?

es ist ganz einfach , das wir unsere Leistungen sehr wohl im vergleich präsentieren können !

Wir leben nicht in Studierzimmerchen von Klavierlehrerfräleins und verstecken uns hinter Fremdleistungen .

In diesem Sinne viele Grüsse ,

Frank
sound67 (19.11.2006, 18:34):
Wir wissen alle, welches "Wiener Forum" gemeint ist. Selbstbeweihräucherung ist da noch ein zu schwacher Ausdruck.

Selbstgerechtigkeit ist auch einer, der passt. :ignore

Gruß, Thomas
Rachmaninov (19.11.2006, 20:02):
Meine dritte Aufnahme, die ich als top ten nennen möchte ist die Gesamtaufnahme der Schostakowitshc Sinfonien von B. Haitink



Würde ich mich für eine Gesamtaufnahme entscheiden müssen, so wäre diese hier wahrscheinlich meine erste Wahl!

:engel
Walter (19.11.2006, 20:11):
mal wieder zum Thema:

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000007QCK.01._AA240_SCLZZZZZZZ_V37084740_.jpg

und da Thomas schon die Sibelius CD hatte noch diese

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B00005Q671.03._AA240_SCLZZZZZZZ_.jpg

und die auch noch:

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000FGGKTE.01._AA240_SCLZZZZZZZ_V65400203_.jpg

http://ec2.images-amazon.com/images/P/B00005J726.01._AA240_SCLZZZZZZZ_V40272779_.jpg

Gruss
cellodil (19.11.2006, 20:31):
Original von sound67
Wir wissen alle, welches "Wiener Forum" gemeint ist. Selbstbeweihräucherung ist da noch ein zu schwacher Ausdruck.

Selbstgerechtigkeit ist auch einer, der passt. :ignore

Gruß, Thomas

... wohl nur fast alle....

Trotzdem: Wenn ich an anderer Stelle "Selbstbeweihräucherung" oder "Selbstgerechtigkeit" finde, wieso mache ich's dann selbst? Verstehe ich nicht. Auch nicht, was das mit "Klavierlehrerfräuleins" zu tun hat (zumal es seit etwa 25 Jahren gar keine "Fräuleins" mehr gibt).

Es rätselt mich... ?(

Grüße

Sabine
satie (19.11.2006, 22:32):
Original von cellodil

Es rätselt mich... ?(


Mich auch!
Wo es doch gerade mein Handbuch für den Klassikliebhaber ist, welches an erster Stelle gerühmt werden muss! Es stellt umfassend alles über Musik dar, was es überhaupt gibt. Mehr muss und kann niemand wissen! Der Weihrauch gehört also mir, ja, mir GANZ ALLEIN!!!!! Wers nicht glaubt, soll endlich die vernachlässigte Pflichtlektüre aus meiner Hand lesen. Wen schert denn da ein lumpiger Versuch über Schumann??? Also wirklich...


S A T I E
Ganong (20.11.2006, 17:23):
...bahnt sich da ein / kleines ) Drama um die Dramaturgin an ?

Und "Fräuleins gibt es seit 25 Jahren " nicht mehr . Auf welcher Untersuchung beruht denn diese f a l s c h e Behautung .

ich hatte von "Klavierlehrerfräuleins" geschrieben .

Erst lesen , dann antworten .
Frank
Ganong (20.11.2006, 17:27):
Lieber Anonymus ( ungleich Satie ) ,

Dein Handbuch ist wirklich verdienstvoll . Für Sabine , die daraus vielleicht ein mehrszeneiges Drama inszenziert um ihren und Deinen Kulturbetrieb .

Ich wünsche Euch viel Erfolg .

Nachträglich ernenne ich Euch beiden selbstverständlich zum am weitesten unterschätzten Forum - Paar des Jahres .

Nichts für ungut !

Gruss ,

Frank
Rachmaninov (20.11.2006, 19:32):
@An Alle,

ich habe derzeit weder Zeit noch Lust auf "Streß"!
satie (20.11.2006, 21:18):
Original von Rachmaninov
@An Alle,

ich habe derzeit weder Zeit noch Lust auf "Streß"!

Na dann wollen wir Dir mal lieber keinen bereiten! Oder hatte jemand die Absicht??

S A T I E
Rachmaninov (20.11.2006, 21:39):
Original von Satie
Original von Rachmaninov
@An Alle,

ich habe derzeit weder Zeit noch Lust auf "Streß"!

Na dann wollen wir Dir mal lieber keinen bereiten! Oder hatte jemand die Absicht??

S A T I E

reine prävention! :engel
cellodil (20.11.2006, 22:00):
Ich kehre jetzt einfach mal wieder zum ursprünglichen Thema zurück (falls Frank die Diskussion über Fräuleins, etc. fortsetzen will oder wissen möchte, was Dramaturgen eigentlich machen, können wir ja irgendwo eine entsprechende Ecke eröffnen) und stelle meine Nummer 3 auf der Liste meiner Lieblingsneuerwerbungen 2006 vor.

Robert Schumann Werke für Violoncello und Klavier
mit Daniel Müller Schott und Robert Kulek
(Orfeo, 2004)

Keine Neuerscheinung (auf dem Cover hat Müller-Schott auch noch seine Pferdeschwanz-Frisur), aber eine Neuerwerbung, die mir ausgesprochen gut gefallen hat und von der ich wochenweise gar nicht genug bekommen konnte. Für mich atmet hier jeder Ton eine enorme Spielfreude. Klavier und Cello gehen eine gelungene und ausgewogene Partnerschaft ein. Sehr gut fand ich die "5 Stücke im Volkston für Violoncell und Pianoforte" op. 102 und die "Fantasiestücke" op. 73: Ausdrucksvoll, intensiv, aber nicht schwülstig.

Grüße

Sabine
Ganong (21.11.2006, 14:52):
Liebe Sabine ,

ist alles wieder gut . Und wenn es um interesante , neue Hinweise zu der Musik Robert Schumanns und neue Interpretationen geht , so bin ich , wie Du ja weisst , immer dabei .

In diesem Sinne danke ich Dir für Dein e Ausführungen !
Vile Grüsse ,

Frank

PS.:

Ganz seriöse gemient : mich würde schon interessieren zu erfahren , ws eine praktizierend eDramaturgin in der heute so schwierigen Thetare- und Opernzeit auch für Probleme zu bewältigen hat .Danke .
F.
Ganong (21.11.2006, 16:25):
Liebe Forianer ,

nachfolgend gebe ich hier den Text eines der besten , umfangreichst gebildeten , tiesinnigsten Musikkenners , die ich in 40 Jahren eigenem intensiven Befassen mit klassischer Musik kenengelernt habe wieder , den dieeer mir per E-Mail geschrieben hat . Die Aufnahmen , die darin genannt werden haben , soweit ich sie kenne , alle , eine ganz aussergewöhnliche interpretatorische Bedeutung und meiner Meinung nach gehören einige von Ihnen sicherlich in eine Liste "Meine defintiven 100 CDs und Interpreten" wie ich solch eine Liste selbst 2004 in einer Korresponden z mit Norman Lebrecht , London , begonnen habe : Z e l e n k a .

ZELENKA hat mir eben eine Liste seiner TOP 10 CDs des Jahres zukommen lassen :

In der Rüchschau ist 2006 vielleicht eher éin enttäuschneder Jahrgang gewesen , was die veröffentlichten Neuaufnahmen angeht . Mit einiger Mühe habe ich vier CDs in meine TOP 10 aufnahmen können . Anders liess bei aller Perfektion im einzelnen am Ende dann doch Wünsche offen wie kürzlich die Paganini / Spohr - Einspielung von Hilary Hahn . Andererseits ist das Jahr noch nicht ganz an sein Ende gelangt , eine bestellte Neuaufnahme von Mahlers zweiter Symphonie durch Ivan Fischer mit seine hauptsächlichen ungarischen Kräften mag z. B. noch ein Lichtblick werden . Auf meine ersten sechs Plätzen rangieren Wiederveröffentlichungen . In fünf Fällen handelt es sich um wertvolles Material aus den Archiven von EMI , das uns die deutsche Niederlassung dieses Unternehmens in fast skandalöser Manier leider vorenthält . Sehr viel scheint man den deutschen Klassikfreunden nicht zuzutrauen . Die vorgestellten Aufnahmen sind natürlich über die üblichen Internet - Kanäle beschaffbar .

1. YVES NAT : Ses Enregistrements 1930 - 1956 ( EMI , 15 CDs )
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Diese veröffentlichung aus Anlass des 50. Todestages des Pianisten ist für mich das Ereignis des Jahres . Di eBox enthält , klanglich neubearbeitet , u.a. seine vollständigen Beethovensonaten-Zyklus , der zu den besten Gesamteinspielungen überhaupt zu rechnen ist , seine Schumann und einen überaus hörenswerten Brahms .

2. Wilhelm Kempff : Mozart , Klaviersonaten KV 310 ud 331 , Fantasien KN 397 und 475 ( DG Originals )

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Vielleicht die wichtigste Wiederveröffentlichung zu noch laufenden Moazart - Jahr , ein beseeltes , nicht-objektives Spiel , das seinesgleichen sucht .

3. Les Rarissimes de Marcelle Meyer , Rameau , Rossini ( EMI , 2 CDs )

Stpendes Ramau - Spiel auf dem modernen Flügel .

4. Les rarissimes de Yvonne Lefébure , Bach , Mozart ( Klavierkonzert No 20 unter Furtwängler ) , Beethoven ( Klaviersonaten Nos 30 und 31 , Diabelli - Varioationen ) ( EMI , 2 CDs )

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Nach Wilhelm Kempff gehörten Yvonne Lefébure die Diabelli-Variationen , er hat mit dieser Ansicht wohl bis heute recht . In den Beethovensonaten ein ausserordentlich zupackendes , vorwärtsdrängendes Spiel .

5. Les Rarissimes de Magda Tagiaferro , Falla , Granados , Albéniz , Nilla - Lobos , Mompou , Debussy , Chopin , Schumann ( Klaviersonat eNo. 1 ) ( EMI , 2 CDs )

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Farbenreiches , idiomatisches Spiel der berühmten brasiklianischen Pianistein .

6. Alexis Weissenberg , Bach-Transkriptionen ( EMI Toshiba ) ( ( Mit einem herzlichen Dank an Frank (Ganong ) für das Bekanntmachen mit dieser Aufnahme ! )

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Ein Bach - Spiel , das ungeheure technische Sicherheit und geistige Durchdringung verrät .

7. Isabelle Faust, Alexander Melnikov , Schubert , Violinsonaten D 574 , Rondo op. 70 , Fantasie D 934 ( Harmonia Mundi ) ( mit herzlichem Dank an Cosima ! )

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Kongeniales Zusamenspiel , teils hochvirtuos , in Répertoire , das man selten zu hören bekommt .

8. Dabiel Sepec , Andreas Steier , Beethoven , Violinsonaten Nos. 4 und 7 etc. ( Harmonia Mundi ) ( Mit herzlichemm Dank an Cosima ! )

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Lebhaftes Spiel auf Originalinstrumenten . Beethovens Geige z. B.

9. Ex Cathedra , Jeffrey Skidmore , Lateinamerinaische Musik des Barock ( vol 2 ) (Hyperion)

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Das Ensemble aus Birmingham glänzt mitlateinamerikanischem Elan .

10. Solisten , Ensemble Matheus , Jean-Christophe Spinosi ( Naive , 3 CDs )

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Um wenigstens eine Opernneuerscheinung zu nennen , die mir dieses Jahr viel Freude gemacht hat .
Ganong (21.11.2006, 17:14):
Vorab : Ich antworte hier nicht mir selbst , sondern Zelenka , einem von mir aussordentlich geschätzten Kenner der Klassischen Musik und von Humanitas erfüllten , dies ist selten genug , Menschen .

Diese , seine TOP 10 des Jahres 2006 beinhalten eine Reihe von echten Überraschungen , ja Sensationen !

Yves Nat : Im Rahmen unseres Robert - Schumann - Zykluses hatte ich dessen berühmten Interpretationen bereits erwähnt . dass nat darüberhinaus mit seine 32 Klaviersonaten einen meilenstein nicht nur in der Beethoveninterpretation weit über Frankreich hinaus gelegt hatte , ist hinreichend bekannt . Yves Nat war einer der Meisterschüler von Alfred C o r t o t gewesn . Zu keinem Zeitpunkt , wen n wir Nats Schumann oder etwa seine Deutung der Beethovensonate Opuas 109 ( Cortot bei dem label NIMBUS ) vergleichen haben wir auch nur einen Moment den Eindruck , dass Nat den grossen Cortot zu kopieren versucht . Nat blieb zeitlebens ein sehr freier Geist im Dienste der vonihm gespielten Werke .

Wilhelm Kempff ist nicht erst seit Alfred Brendels oder Bryce Morrisons ausführlichen Darstekllungen eine der begnadesten Pianisten überhaupt .

Wer Kempff in seine späten Jahren noch in Solokonzerten erleben durfte , wird den Eindruck nie verlieren , dass er einer der Künstler war , der auch ganz aus dem Augenblick heraus geradezu frei , völlig gelöst spielen konnte wie kaum ein anderer Pianist vor ihm .
Persönlich hab eich an diese Jahre 1969 bis 1974 dankbarste Erinnerungen .

Marcelle Meyer dürft e eine der markantsten Pianistinnen aus der "französischen" Schule gewesen sein . Ihre Aufnahmen von Werken R a m e a u s bleiben singuläre Wiedergaben . Einzelne Werke haben gleichrangige Interpretationen . Niemand , ausser vielleicht Marguerite Long und Yvonne Lefébure , haben mehr Rameau gespielt als diese aussergwöhnliche Frau .

Die Wiederntdeckungdurch Zelenka hier ist wie die Neuentdeckung eines bleibenden Schatzes von ungemeiner Leuchtkraft und Intimität zugleich .

Yvonne Lefébure . dass sie eine der prägensten Pianistinne überhaupt war und geblieben ist , bedarf keiner Frage . Si ehat das musikalische Leben in Frankreich in einer Weise geprägt , dass wi rhier wieder feststellen müssen , mit welcher gesitigen Kraft sie die grossen , späten Werke Beethovens ebenso gespielt hat wie einen weit über die romantisierenden Bachinterpreten Rosalyn Tureck und Glenn Gould hinausgehenden Bach . Ihr Spiel beui J S Bachs Werken lässt uns an eine Vision für die Zukunft denken und nicht an willkürliche Augenblicksaufnahmen , darin , wen auch auf verschiedene Weise ähnlich Samuil F e i n b e r g und Alexis W e i s s e n -
b e r g .

Magda Tagliaferro , wieder eine Schülerin Alfre Cortots , hat in ihrer zu kurzen Karriere , die in Brasilien endete , Grosses geleistet . Die sist auf diesen CDs zu hören . In ihrem Schumann gelingt es ihr , in der Klaviersonat eopus 11 nicht nur die Introduktion mit einem Spannungsaufbau zu beginnen , sondern auch den gesmaten Spannungsaufbau in der vielleicht wichtigsten Schumansonate mit lateinischer Klarheit und Schumannschem geist zu erfüllen . Grosses Spiel auch bei der sog. spanischen Musik , woran Arthur Rubinstein nicht ohne Bewunderung innehielt .

Alexis Weissenbergs Klavierspiel wurd enicht erst seit der berühmten Aussage vn Vladmir Horowitz als "das Klavierspiel von morgen" bezeichnet . Di eBach - Transkriptionen hab eich in meine eigenen TOP 10 des jahres 2006 aufgenommen . Ich darf daher auf meine Begründung verweisen .

Isabelle Faust u.a. . Diese Aufnajhme wurde in jüngster Zeit nicht ohne Grund als hervorregandes gemeinsames Musizieren im besten Sinne hervorgehoben .

Zelnekas Auswahl in den Nummern 8 bis 10 ist mi rnicht so bekannt , dass ich sie kommentieren könnte .

Lieber Zelenka ,

ich danke Dir aufrichtig , dass Du nach wie vor so intensiven Anteil an dem Forum nimmst . Auch diese Ausführungen von Di rzeigen mir , mit welcher profunden Sachkenntnis Du Deine "mitteiklungen" schreibst , aus denen ich i m m e r etwas bi sjetzt wiederentdecken konnte , dazzugelernt habe .

Ich hoffe s e h r , dass Du bald wieder hier im Forum vertreten sein wirst !

Herliche Grüsse ,

Dein

F r a n k
sound67 (21.11.2006, 19:26):
Original von Ganong
Vorab : Ich antworte hier nicht mir selbst , sondern Zelenka , einem von mir aussordentlich geschätzten Kenner der Klassischen Musik und von Humanitas erfüllten , dies ist selten genug , Menschen .

Großer Gott. :ignore

nachfolgend gebe ich hier den Text eines der besten , umfangreichst gebildeten , tiesinnigsten Musikkenners , die ich in 40 Jahren eigenem intensiven Befassen mit klassischer Musik kenengelernt habe wieder , den dieeer mir per E-Mail geschrieben hat .

Und einem, da Du ja scheinbar nur Superlative verstehst, umstrittensten seiner Zunft.
Gamaheh (21.11.2006, 20:31):
Zelenka ist Norman Lebrecht?
Rachmaninov (21.11.2006, 20:40):
Meine 4 Nominierung ist die Aufnahme des 1. Klavierkonzerts von Brahms mit Zimerman unter Rattle und den Berlinern



Details dazu im passenden Thread
cellodil (21.11.2006, 23:25):
Meine Wiederentdeckung 2006 war die Interpretation der C-Dur-Suite von Bach mit Yo-Yo Ma.

Deshalb bei mir auf Platz 4:

Yo-Yo Ma
Inspired by Bach

Konnte gar nicht mehr verstehen, warum die Aufnahme so lange in der Verbannungskiste war. Die Einspielung (nicht nur der C-Dur-Suite, die - abgesehen von dieser Aufnahme - übrigens nicht unbedingt meine Lieblingssuite ist) hat doch weit mehr zu bieten als die große technische Perfektion des Cello-Superstars....

Grüße

Sabine
sound67 (22.11.2006, 10:24):
Und hier die "Zitrone" des Jahres (nicht gekauft, aber gehört):




Warum nimmt man die 5.(!) Symphonie eines 15(!)-jährigen auf, mit einem der bekanntesten Orchester Europas unter einem arrivierten internationalen Dirigenten. Oder ein Streichquintett desselben mit einem der besten Namen im Streichquartett "Who's Who"?

Weil die Tonschöpfungen des Bubis so genial sind? Kaum. Weil damit 'ne schnelle Mark im immer schneller werdenden Plattengeschäft zu machen ist? Das überzeugt schon eher.

Es ist sicher recht beachtlich, dass ein Fünfzehnjähriger ein professionell wirkendes Orchesterwerk in einem, allerdings konservativ tonalen, Idiom des 20. Jahrhunderts schreiben kann. Aber anhören muss man es nicht: keimlos, ohne thematische Substanz, konventionell inder Entwicklung, belanglos. Es gibt doch schon einen Ozean an gesichtsloser neoromantischer Musik - muss man da noch Wasser draufschütten???

Geld stinkt nicht, werden sich die Musiker des LSO, ehedem bekannt als "teuerste Hure im Musikgeschäft" (ein Titel, den inzwischen aber irgendein x-beliebiger Teenie-Hüpfer aus R&B oder HipHop übernommen haben dürfte), gedacht haben. Stimmt. Aber besonders gut duften tut es in diesem Fall auch nicht.

Gruß, Thomas
ab (22.11.2006, 11:52):
Das Jahr 2006 hat für mich kaum CD-Meriten gehabt.

Dankbar bin ich jedenfalls für die späte Entdeckung von Rachmaniovs Klavierkonzert Nr. 3 von Horowitz & Rainer, sowie Furtwänglers großer C-Dur Sinfonie Schuberts aber auch Karajans DG-Debussy aus den 60ern.

Dankbar bin ich Brilliant Classics für so mache Box, insbesondere die Russischen Archive.

Wirklich tiefes Erleben hat mir die bereits öfters angedeutete, inzwischen bereits wieder vergriffenen Box mit historischen Debussy-Aufnahmen geschenkt: Die Violinsonate mit Alfred Dubois und Marcel Maas, von 1936, die Cellosonate mit Maurice Maréchal & Robert Casadesus von 1929 und die phantastischen Interpretationen der dort enthaltenen Lieder, von denen weder die grandiose Sängerin, noch der Piansit genannt sind. (Documents 221884-350) - aber auch die Schubert-CD mit Britten&Richter (ebenfalls durch Frank darauf aufmerksam gemacht worden).

Eine Entdeckung war immer wieder dieses Jahr der Griechisch/Österreichisches Cellist Friedrich Kleinhapl aus Graz (mit dem Piansiten Andreas Woyke), den ich mir wünsche, ihn bald im Konzert erleben zu können.

Dankbar bin ich Frank (neben so vielen schönen Hinweisen und anregenden Beiträgen) insbesondere für den Hinweis auf Francescattisund Beethoven- Violinkonzert, das ich sonst nie angehört hätte.

Sonst zehre ich noch von den letzten Jahren: das Hagen Quartett mit Beethoven auf CD und im Konzert, das Busch Quartett mit Beethoven, weiter Aufnahmen mit dem Piansiten Esteban Sanchez, die Beethoven Klavierkonzerte mit Afanassiev & Soudant. Oder der Debussy mit Jean-Rodophe Kars.

Nicht zu vergessen die umwerfend phantastischen Konzerterlebnisse mit dem Minguet Quartett sowie mit dem Pianisten Grigori Sokolov. Aber auch das Beglückende Konezrt mit Andrew Manze. Unvergesslich auch: Monteverdis Orféo bei den Innsbrucker Festwochen vor zwei Jahren mit René Jacobs, der mich zutiefst erschüttert hat.
:down
ab (22.11.2006, 12:01):
:( :(

Bitte schimpft nicht über Klassikforen: Ich habe daraus viele wichtige Anregungen bekommen! Und bitte, bitte, sprecht über Musik oder Beiträge darüber, verliert aber keine Worte über Personen, die sie verfassen oder verwalten. Denkt euch diesbezüglich lieber euren eigenen Teil!

Danke! Danke!
Ganong (22.11.2006, 15:24):
Ich bitte um möglichst genaue und substantiierte Präzisierung Deiner Aussage über Zelenka .

Frank

frank-bechyna@web.de

oder natürlich hier !
Ganong (22.11.2006, 15:26):
Liebe(r) Gamameh ,

nein , ZELENKA ist nicht Norman Lebrecht . Mr. Lebrecht kenne ich seit mehreren Jahren aus anderem Grunde als einem Forum .

Frank
Ganong (22.11.2006, 15:29):
Lieber R. ,

da es eine aus meiner Sicht sehr viel packendere frühere Aufnahme des Konzerte smit K. Zimerman gibt , die vergleichend auch im entsprechenden Thread leider n i c h t besprochen worden ist , bitte ich Dich , falls Du diese frühe Aufnahme haben solltest , kurz zu sagen , was Dich an diser DGG - Aufnahme mit Rattle mehr überzeugt . Danke .

Grüsse ,

Frank
Ganong (22.11.2006, 15:47):
Lieber ab ,

einmal mehr Dank für Deine interessanten Hinweis e. Der Reihe nach :

1. Beethoven - Violinkonzert :

In meiner Zusammenstellung f e h l t jede der verschiedenen Aufnahmen mit Zino Francescatti . Dies liegt nur daran , dass sie natürlich in meinem Dauerbestand der Interpretationen dieses Konzertes ist ( wie die mit B. Huberman , J Heifetz , H. Szeryng , Kogan ) .
Meine unter Francescattis verschiedenen Aufnahmen bevorzugt eist die mit dem viel zu früh verstorbenen Thomas Schippers als Dirigent .

Meiner Erinnerung nach gab es im österreichischen TV auch die Sendung mit I. Perlman über die "grössten geiger" . Darin kam Francescatti neben D Oistrach , J Heifetz , Elman und Rabin unter Perlmans "Top 5 Dirigenten" vor .

Diese Sendung enthielt auch den kurzen Hinweis über die problematiken der Aufnahmen mit D. Oistarch durch politische Repressionen . Ganz schlimm .

2. Hagen - Quartett :

Dein wohl ganz bevorzugtes Kammermusik - Ensemble . Sehr nachvollziehbar .

ich darf nochmals auf "mein" frühes Juilliard Struing Quartet hinweisen .

Es wird , auch von mir selbst , leider wegen der ständigen Präsenz vergessen , darauf hinzuweisen , dass es Liveaufnahmen einer späteren Zusammenstellung des J S Q gibt , die von einigen kammermusikfachleuten sogar bevorzugt werden .

Die SONY BMG sollte a l l e Beethoven-Interpretationen des J S Q , gleich inwelcher Besetzung , wiederveröffentlichen !

3. Arpeggionbe - Sonate :

Ich habe Deine früheren Anmerkungen zu Ausführungen nachgelsen und Deine eigene Besprechung des Werkes . Uneingeschränkt muss ich Dir nochmals rechtgeben bzgl. der sachlichen Interpretation bzw. der ( mir dann doch s e h r viel näher liegenden "romatischen" Deutung ) .

4. Kosten für CDs

Du hast dies hier im Forum einmal angesprochen . Ich finde , dass ( jedenfalls in Deutschland ) die preise immer ,mehr in die Höhe gehen . Die interpretatorischen Leistungen dagegen nicht .

U n d : Viele Aufnahmen , die Referzcharkter haben / hatten , werden "vom Markt genommen" . Schlimm und sehr traurig !

Die EMI und die frühere , selbständige RCA ( die war absolut top ! ) nachdem si evon der farblosen Güterslogher BMG geschluckt worden ist und dann in die SONY BMG aufzugehen gehen da mit einem schlechten Trauerzug voran !

Di eDGG pflegt eindeutig ihre alten Schätze unendlich besser . Zu der Freude des Musikliebhabers !


Viele Grüsse nach Inssbruck ,

Frank
Ganong (22.11.2006, 15:52):
Lieber ab ,

Du wirst Dich vielleicht daran erinnern , dass Deine und meine TOP 10 der DGG etc. einmal kommentiert wurden :"Man kann nicht über Musik schreiben" .

Es gibt in der reihe der UTB Taschenbücher einen schmalen ( und kostengünstigen Band ) , in dem im Rahmen des Musikstudiums vorgeschrieben wird , über Musik zu schreiben 7 schreiben können zu m ü s s e n ! Dies in Ergänzung zu dem Satz von Eric Rohmer .

Ansonsten sollte man tatsächlich über Musik(eindrücke ) schreiben . Wenn Personen etc. gemeint sind , so sollte man unbedingt die Quellen angeben , auf die man Bezug nimmt .

Ein wenig "Schmäh" darfs gelegentlich schon sein .

Viele Grüsse ,

Frank
ab (22.11.2006, 16:31):
Original von Ganong


Ein wenig "Schmäh" darfs gelegentlich schon sein .

freilich, ich möchte nur nicht, dass es hier so zugeht wie im dereinst im KlassikAkzenteForum. Da ist es mir nur um meine Zeit und den DatenTrafic schade.. ;-)
Ganong (22.11.2006, 16:47):
Lieber ab ,

das Ziel gewisser leut eum eine Hauptperson mit einigen Nebengöttern war es nach dem Scheitern des Ideologiechefs im KlassikAkzenteForum , diees zu zerstören und möglichst viele Mitglieer von dort in das eigen Forum zu verblenden .

Der Chefstratege hat das erste m. E. geschafft . N i c h t geschafft hat er , bi sheut enicht ! , dass ihm die Leut ehinterhergelaufen sind .

Zu Deiner und meiner Zeit im KAF hatten Du und ich ( sowie drei inzwischen nicht mehr in Foren vertretene Musikfreunde ) die mit Abstand höchsten "Zuschaltquoten" .

Der Ausdruck "Schmäh" mag unglücklich sein : also zurückgenommen , aber ein wenig FRotzelei darf sein . Tut auch mal gut .

Alles Gut e,

Frank
sound67 (22.11.2006, 17:20):
Du hast dies hier im Forum einmal angesprochen . Ich finde , dass ( jedenfalls in Deutschland ) die preise immer ,mehr in die Höhe gehen . Die interpretatorischen Leistungen dagegen nicht .

Aussagewert: Null.
Ganong (24.11.2006, 14:44):
Liebe Forianer ,

zurück zur Musik !

Absolu empfehlenswert sind fpolgende Aufnahmen :
Yvonne Lefébure , Piano :

A. J S Bach : trannskriptionen ; bes. die Partita Nr. 1 u n d

B. J S bach : partita für Klavier solo Nr. 6 , sowie L van Beethoven : Klaviersonaten opp. 109 - 111 .

Sehr gute Klanbgqualität , exzellente Booklets ( selten genug ) ! und sorgfältigste Notierung der jeweiligen Nummern der STEINWAY - Flügel .

Pianiten / Pianistinnen notieren sich diese Nummern sehr häufig bei aussergwöhnlich guten Instrumenten .

Grüsse ,

Frank
ab (24.11.2006, 15:32):
Original von sound67
Du hast dies hier im Forum einmal angesprochen . Ich finde , dass ( jedenfalls in Deutschland ) die preise immer ,mehr in die Höhe gehen . Die interpretatorischen Leistungen dagegen nicht .

Aussagewert: Null.

Aussagewert hoch, finde ich; nur aber zur Hälfte richtig: So wie ich das überblicke, werde CDs eher billiger, z.b. Warner verschärbelt Aufnahmen bereits nach kürzester Zeit um ein Drittel des Einführungspreises, Sony scheint es bereits zu Beginn um einige Euros billiger zu geben als die anderen, gelegnetlich bekommt man Doppel- oder Bonus-CDs zum einfachen Preis, Billiglabels haben Zuwachs bekommen (z.B. Oehms) und ganze Boxen kommen günstigst heraus, selbst die DG verkauft nun alte Bestände billiger ab.

Da kann man sich nicht bekalgen, es sei denn, man kauft im s.g. kleinen Fachhandel, wo die Preise schon auf über 20 EUR für eine Scheibe gestiegen sind.

Zustimmen muss ich indes der Aussage, dass die interpretatorischen Leistungen derzeit hinterm Berg halten. Zwei erfreuliche Ausnahmen scheint mir die Alte-Musik-Branche zu sein - aber auch die der zeitgenössischen Musik.
ab (24.11.2006, 15:39):
Original von Ganong


Wilhelm Kempff : Schumann & Brahms . The complete 1950s solo recordings ( 5 CDs ) ***
Eine der bedeutensten Aufnahmen mehrerer Werke Robert Schumanns ( opp. 2 , 13 - Spätfassung aus 1852 - , Kreisleriana , C - Dur - fantasie , der "Arabeske" sowie herausragende Interpretationen von Kompositionen von Johannes Brahms wie dessen schwieriger "Händel-Variationen" , der 3. Klaviersonate mit dem endgültigen Finale , das in der Brahms - Literatur eine Zentralbedeutung bekommen hat sowie des gesamten Spätwerkes für Klavier solo .

Label : DGG / Universal

Lieber Frank, ich kenne nur die späteren Stereo-Aufnahmen (die mich nicht so begeistert haben); schätzt Du diese früheren Aufnahmen mehr?
sound67 (24.11.2006, 17:06):
Original von ab
Original von sound67
Du hast dies hier im Forum einmal angesprochen . Ich finde , dass ( jedenfalls in Deutschland ) die preise immer ,mehr in die Höhe gehen . Die interpretatorischen Leistungen dagegen nicht .

Aussagewert: Null.

Aussagewert hoch, finde ich; nur aber zur Hälfte richtig:

Eher: zu beiden Hälften falsch.

Das Angebot an hochklassigen CDs im Bugdet-Breich ist größer geworden als je zuvor (durch hochwertige Neuaufnahmen Marke Naxos/Brillant bzw. günstige Wiederauflagen von Referenzeinspielungen), und der Standard der Interpretationen dabei keineswegs gesunken (das ist allerdings ein Irrglaube der "Historical Performance"-Fetischisten).

Gruß, Thomas
ab (24.11.2006, 17:48):
Original von sound67
der Standard der Interpretationen ist dabei keineswegs gesunken (das ist allerdings ein Irrglaube der "Historical Performance"-Fetischisten).


Der spieltechnische Standard wohl sicher nicht , wohl aber jener der Musikalität!

Das ist kein Irrglaube, sondern etwas rein hörbares. Mit Historical performance hat das schon gar nicht zu tun: Es gibt auch in der Alten-Musik-Branche wie überall sowohl musikalische Interpreten als auch leblose "Zombis".
ab (24.11.2006, 17:58):
Von Francescattis Beethoven sprachst Du nicht im Zusammenhang Deiner Topp-Aufzählungen, sondern im Zusammenhang mit dem Hinweis auf ein klassische Interpretation im Gegesatz zu romantischen. Damals aber fehlte noch Dein Hinweis auf das Dirigat von Schippers. (Danke dafür!) Ich hörte bislang nur jene mit B.Walter.

Was die Juilliards betrifft, so fehlen leider noch viele Wiederveröffentlichungen Selbiges gilt für die LaSalles noch im viel größeren Maße mit Ihrem Einsatz für das 20. Jahrhundert. Auch würde ich mich vermutlich noch über so machen Mono-Aufnahme des Quartetto Italiano freuen.
Die Schätze des Trio di Trieste - das Trio-Dependant zum Juilliard String Quartet in Sachen subjektiver Gefühlsausdruck - hat ja die DG inzwischen wieder zum Glück wieder zugänglich gemacht. Das Gleiche gilt dank Chandos für die ganz frühen Aufnahmen des Borodin Quartets (Tschaikowsikij!!!).
sound67 (24.11.2006, 18:00):
Original von ab
Original von sound67
der Standard der Interpretationen ist dabei keineswegs gesunken (das ist allerdings ein Irrglaube der "Historical Performance"-Fetischisten).


Der spieltechnische Standard wohl sicher nicht , wohl aber jener der Musikalität!

Woran zu belegen? Die Interpretation eines Schostakowitsch-Violinkonzerts mit dem jungen Sergey Khachatryan steht Oistrakh bspw. in nichts nach. Weder in der Technik (eher im Gegenteil) noch in der ebenso vielbeschworenen "Musikalität, wobei der Begriff eigentlich ziemlich nichtssagend ist. Heute sind die Musiker eher intellektueller als früher ...

Und das gilt für etliche Solisten, Orchester, Chöre, Dirigenten ...

Das ist kein Irrglaube, sondern etwas rein hörbares. Mit Historical performance hat das schon gar nicht zu tun: Es gibt auch in der Alten-Musik-Branche wie überall sowohl musikalische Interpreten als auch leblose "Zombis".

Sorry, sollte heissen: Historic Performance - also alte Aufnahmen derselben Musik.

Gruß, Thomas
cellodil (24.11.2006, 18:03):
Original von ab
Der spieltechnische Standard wohl sicher nicht durch die neuen Algorithmen - auch wenn andererseits dadurch die Mängel bei der Micropositionierun immer ohrfälliger werden)], wohl aber jener der Musikalität!

Lieber ab,

könntest Du mir vielleicht erklären, was das heißt? Vielleicht am besten ganz einfach - für an Ursachenforschung für Ohrfälligkeiten interessierte Laien?

Danke und Grüße

Sabine
ab (24.11.2006, 18:26):
Original von sound67

Woran zu belegen? Die Interpretation eines Schostakowitsch-Violinkonzerts mit dem jungen Sergey Khachatryan

...aus einem Ei schlüpft noch kein ganzer Hennenstall...
sound67 (24.11.2006, 18:28):
Original von ab
Original von sound67

Woran zu belegen? Die Interpretation eines Schostakowitsch-Violinkonzerts mit dem jungen Sergey Khachatryan

...aus einem Ei schlüpft noch kein ganzer Hennenstall...

Billig. Aber charakteristisch für die "früher war alles besser" Fanatiker.

Gil Shaham, Hilary Hahn, Daniel Müller-Schott, Julia Fischer, Arabella Steinbacher, Robert McDuffie, Maxim Vengerov Nikolai Znajder, etc.pp. Alles herausragende Musiker, um mal nur bei den Streichern zu bleiben.
ab (24.11.2006, 18:36):
Höre Dir Digitalaufnahmen aus den frühen 80er an und vergleiche den dünnen, typischen, verzerrten Klang mit heutigen Topp-Aufnahme mit 96kHz Qualität. Hier sind Wärme, Natürlichkeit, Räumlichkeit und vor allem die ganze Mikrodynamik (also jene kleinsten Feinheiten in Dynamikunterschieden, welche die Musikalität zum Hören bringt) gegeben, dort aber tendentiell tote Konserve.

Ich kenn mich da so gut wie gar nicht technisch aus, daher nur rudimentär: Der Grund dafür liegt in Rechenprogrammen (denen bestimmte Algorithmen zugrunde liegen), welche die durch das Micro gelieferte analogen Signal digital bearbeiten. Solche Algorithmen spielen etwa eine Rolle dabei, die ganzen 24 bit, in denen heute am Computer gearbeitet wird, dann wieder auf jene Bit-Anzahl, die ein CD-, SACD-oder ein DVD-Player lesen kann, herunterzukompremieren. Je besser dieser Algoritmus, desto besser dann auch der Klang.

Was die Positionierung der Micros im Raum betrifft, so höre Dir etwa die interpretatorisch höchst empfehlenswerte Schostakowitsch CD (Cellosonate + Violasonten-Bearbeitung) mit dem griechisch/österreischischen Cellisten Freidrich Kleinhappl an: Das klingt (trotz 96 kHz- Aufnahme) so, also ob das Cello und ds Klavier in unterschiedlichen Räumen spielen würden. (Womöglich aber auch ein reiner Abmischfehler?) Ein großer Wermutstropfen, dennoch musikalisch höchst empfehlenswert...
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4765530.jpg

Ps, Kleinhappls Brahms-CD (die ich nicht kenne, jedoch habe ich beide mit Brahms im Radio gehört und war sehr angetan), enthält auch Liedbearbeitungen.
cellodil (25.11.2006, 14:04):
Bei mir folgt auf Platz 5 meine derzeitige Lieblings-CD:

J.S. Bach, The 6 Cello Suites
Antonio Meneses
(Avie, 2004)

Auch keine Neuerscheinung, aber eine Neuerwerbung, die mich sehr begeistert. Die Suiten gehören ja (wer hätte es gedacht?) zu meinen Lieblingswerken. Meneses Interpretation empfinde ich als sehr feinsinnig und differenziert. Er spielt die Suiten ausdrucksvoll und intensiv, ohne dabei jemals plakativ, vordergründig oder effekthascherisch zu sein.

Grüße

Sabine
Rachmaninov (01.12.2006, 19:39):
#5



Alleine die Schumann Sonate :down
Rachmaninov (05.12.2006, 08:33):
meine sechste hier zu nennende Aufnahme ist die des jungen Sergey Khachatryan mit dem Orchestra National de France unter Kurt Masur.



Genauere Begründung werde ich bald im passenden Thread geben.

:D
Ganong (07.12.2006, 17:57):
Lieber ab ,

insgeamt würde ich die von mir genannten Aufnahmen leicht vorziehen .

Ein TIP(P) : Schumanns "Papillons" mit kempff in der Reihe BBC Legends . das ist absolu überragendstes Klavierspiel . ( plus Brahsm - Sonate Nr. 3 u nd Schumanns Opus 17 ) . Herrlich !

...für den , der heimlich lauschet !

Beste Grüsse ,

Frank
Ganong (17.11.2006, 15:06):
Liebe Forianer ,

da das Jahr sich dem Ende entgegenneigt , habe ich mich möglichst ohne jedes Vor-Urteil jingesetzt und meine 10 CDs des jahres 2006 und einige zur Klassischen Musik gehörenden Werke der Literatur beigefügt .

Wie gesagt : es ist natürlich auch eine Frage der persönlichen Meinung , des persönlichen Geschmackes und wie , da wir das Thema ausführlich hier im Forum diskutiert haben , auch eine Frage , wie wir Werke aus schöpfungsästhetischer und wirkungsästhetischer Sicht hören und im Kontext mit der Entstehungsgeschichte persönlich rezipiert haben .

1. Alexis Weissenberg / C M Giulini / London Symphony Orchestra :
Johannes Brahms : Klavierkonzert Nr. 1 , d-Moll , Opus 15

D i e Referenzaufnahme des Werkes zusammen mit denen durch Lazar Berman / Erich Leinsdorf und Claudio Arrau / Carlo Maria Giulini
Label : EMI TOSHIBA Japan 8 amazon.de )

2. Alexis Weissenberg . Transcriptions of Works by J S Bach

Schon nach der Erstveröffentlichung der LP , die 1972 / 1973 in der Pariser Salle Wagram aufgenommen worden ist , haben diese Interpretationen einen Kultstatus erreicht und ihn damals seinerszeit über Nacht auch in Laienkreiesen berühmt gemacht - zurecht . Gleichzeitig wurde die Kunst der Transkription mit beispielhaften Interpretationen wiederbelebt .

U. a. : Jesus bleibet meine Freude ; Chaconne aus der Partita für Violine solo , BWV 1004 oder dem Praeludium in h - Moll .

Label : EMI TOSHIBA Japan ( amazon.de )

3. Wilhelm Kempff : Schumann & Brahms . The complete 1950s solo recordings ( 5 CDs ) *
Eine der bedeutensten Aufnahmen mehrerer Werke Robert Schumanns ( opp. 2 , 13 - Spätfassung aus 1852 - , Kreisleriana , C - Dur - fantasie , der "Arabeske" sowie herausragende Interpretationen von Kompositionen von Johannes Brahms wie dessen schwieriger "Händel-Variationen" , der 3. Klaviersonate mit dem endgültigen Finale , das in der Brahms - Literatur eine Zentralbedeutung bekommen hat sowie des gesamten Spätwerkes für Klavier solo .

Label : DGG / Universal

4. Wilhelm Kempff : Brahms und Robert Schumann - Livemitschnitt - :

Brahms' dritte Klaviersonate , Opus 5 , in einer verdichteten Atmosphäre gespielt wie Johannes Brahms und joseph Joachim sie in Leipzig während der Fertigstellung , besonders auch des Finalsatzes , empfunden haben werden wie die Quellen belegen und zuvor robert Schumann die Sonate zusammen mit Johannes Brahms auch unter besonderer Berücksichtigung des Finales erarbeitet haben (Quelle: Matthias Kornemann , 2006 ) ; Schumann : "Papillons" in einer der herrlichsten Aufnahmen , die ich überhaupt kenne . zu diesm Spiel kempffs hat Alfred Brendel in einem Booklet alles gesagt . Sowie der Fantasie in C - Dur , Opus 17 , in einer der passioniertesten Wiedergaben .

Livemitschnitt ; London November 3 , 1969

Label : BBC Legends

5. Alexis Weissenberg : Robert Schumann
"Kinderszenen" , Opus 15 . Die eindringlichste Deutung der Schumannschen Gedankenwelt aus dem Rückblick eines Erwachsenen . Hier wird geträumt und nicht gebrübelt !

"Abegg-Variationen" , Opus 1 . Schumanns musikalische Visitenkarte in einer technisch makellosen , völlig pathosfreien schumannverpflichtetetn Interpretation . Vgl. meinen Beitag zu dem Werk hier im Forum .
"Arabeske" , Opus 18 . So behutsam gespielt wie Schumann selbst sich dies in seinen Mitteilungen gewünscht hat ( vgl. meinen beitrag zu der "Arabeske" hier im Forum ) .

Label : EMI TOSHIBA Japan

6. Wilhelm Kempff : Rundfunkaufnahmen 1945 - 1956
*

Kempff ist hier zu hören mit allen den ganz persönlichen herausragende Eigenschaften , die Alfred Brendel ihm in seinem Textbeitrag der reihe "Great Pinaists of the 20th Century" attestiert hat , so dass Wilhelm Kempff für alle zeiten zu den Grossen gehören wird .

hervorzuheben sind :
J S Bach : Chromatische Fantasie und Fuge , BWV 903 , wegen der einzigartigen Kunst , Fugen wiederzugeben . W A Mozart :"Unser dummer Pöbel meint" ( KV 455 9 und ein bezaubernd gespieltes Nocturne von Gabriel Fauré , das selbst eine Marguerite Lond oder eine Yvonne Lefébure nicht sinnlicher hätten spielen können .

Label : KOCH International , 1994

7. L van Beethoven : Violinkonzert , D - Dur , Opus 61

In diesem Jahr habe ich mich in ganz besonderer Weise mit diesem in der gesamten Musikliteratur herausragenden Werk eingehend beschäftigt . Dabei bin ich auf folgend e 5 Aufnahmen gestossen , die ich für besonders hörenswert halt e:
a: H Szerng / O Klemprer / Philh. Orchestra London ( Live )

b: D Oistrach / K Kondrashin / Moskauer Philharmoniker ( Live )

c: D Oistrach / S Ehrling / Stockholm Festival Orchester

d: S Accardo / C M Giulini / Orchestra Filarmonica della Scala

e: V Mullove / J E Gardiner / Orchestre Révolutionnaire et Romantique
- mit den Kadenzen von Ottavio Dantone im 1. & 3. Satz -

Simon Mulligan , piano , & Hana Kotková , violin :

G Enesco . violinsonate , Opus 25

G Enesco : Impression d' enfance pour violon et piano , Opus 28

L Janacek : Violin - Sonate .

herausragende Interpretationen aller drei Werke durch Hana Kotková und den britischen Pianisten Simon Mulligan , einem Schüler Brendel , Perahias und Weissenbergs . Muuligan hat bereits in Aufnahmen mit Daniel Hope , violin , bewiesen , dass er ein aussergwöhnlich einfühlsamer und kompetenter Pianist auch in der kammermusik ist .

Label : FORLANE , 1997

Maria Yudina , piano : L van Beethoven :

Klaviersonaten As - Dur , Opus 26 , und c - Moll , Opus 111 .

Maria Yudina bestätigt auch bei diesen beethovenaufnahmen ihren ganz aussergewöhnlichen Rang als desen Interpretin . All eihre Aufnahmen des beethovenschen Sonatenkosmos kommt derselbe herausragende Rang zu wie den Aufnahmen durch Annie Fischer .

Label : Vista vera ; 2005

10. Verdi : Otello ( Livemitschnitt ) :

M Del Monaco , T gobbi ; G Tucci ; A Erde

Livemitschnitt aus Tokyo 1959

Zwei der bedeutensten Interpreten ihrere Rollen , Del Monaco und Gobbi , in einer kaum erreichten Interpretation ( Vergleich : carlos Kleiber in der Mailänder Scala mit P Dómingo ) . Gabriela Tucci , dieleider unterbewertete italienische Sopranisten überbietet sich selbst auf der Opernbühne . Albert Erede , wer ihn öfters erlebt hat weiss um sein Können wie um seine etwas skurile Persönlichkeit , dirigiert aussergewöhnlich packend und doch sensibel zugleich ( Vgl.: Eredes "Il Trovatore" mit Del Monaco und R tebaldi ; DECCA )

Ich danke ZELENKA für seine sehr hilfreichen Erläuterungen und Höranstösse , seine tiefgründigen Diskussionsbeiträge und ebenso , dass er mir die mit *** gekennzeichneten Aufnahmen frendlicherweise besorgen konnte und dediziert hat .


Nicht in diese Liste aufgenommen habe ich die Interpretation des d-Moll-Klavierkonzertes durch Vladmir Horowitz mit Bruno Walter als Dirigent un dem Concertgebouw Orkest , Livemitschnitt 1936 aus Amsterdam , weil im Maestoso - Kopfsatz schon in der erhaltenen ursprünglichen Aufzeichnung ausgerechnet in der Mitte des ersten Satzes vier Minuten fehlen . Horowitz hatte um diee Zeit bekanntlich seinen grossen Durchbruch mit der Aufnahme der h-Moll-Sonate von Liszt , Schumanns "Toccata" , Opus 7 , u.a.m. erreicht . Es ist interesant zu hören wie Horowitz seine berühmten Bässe einsatzt , wie sensibel sein Anschlag aber auch sein kann . Die Technik der Aufnahm eist sicherlich schwach . Die CD dennoch nicht nur für Horowitz - Verehrer interessant .


Sachbuch des Jahres - U. Tadday (Hrsg.) Schumann Handbuch :

Aussergewöhnlich umfangreiche mit sehr viel zugänglicher Literatur ausgestatetes , drucktechnisch perfektes Sachbuch zu den Werken un düber das Leben von Robert Schumann , Clara Schumann Wieck und deren Kindern sowie dem grossen Kreis um die Familie Schumann .

Dies gilt explizit auch dann , wenn ich persönlich mit Einzelpunkten nicht übereinstimme .

Der vieljährigen Schumann - Forscherin Frau Dr. I. Knechtges - Obrecht , Mitglied der Robert - Schumann - Gesellschaft Düsseldorf e. V. , danke ich für mehrere Diskussionsbeiträge in jüngster Zeit herzlich .

Zitrone des Jahres :
Matthias Kornemann - Joahnnes Brahms ; 2006

Schlechthin die einsame Spitze eines schlechten Sachbuches . der frühere RONDO - Mitarbeiter scheitert an seinem Vorhaben , über den jungen Johannes Brahms ein neues , wesentlich korrigiertes Bild vom frühen Johannes Brahms zu entwerfen . Er begeht dieselben Fehler wie die von ihm amngegriffenen Autoren Kalbeck und Koss . Kornemann fährt leider fort seine eigenen Spekulatiionen auszubreiten oder seine Vermutungen , zum Teil aus voyeuristischem Focus dann z. T. ambivalent oder nicht zu Ende gedacht als gesichertes Wissen darzustellen . Sein Schreibstil ist geschraubt . Ohne eigens Hintergrundwissen kann dieses Buch der vertanen Möglichkeiten nicht empfohlen werden .

Viele Grüsse ,

F r a n k
Jeremias (17.11.2006, 17:25):
Verdammt, so einen Thread wollte ich auch starten! Ich würde aber noch gerne weitere Kategorien dazu nehmen:

- Künstler/in des Jahres
- Newcomer des Jahres
- Flop des Jahres
Rachmaninov (18.11.2006, 10:35):
@Frank,

ein schöner Thread.

Gestern stöberte ich mal durch den Thread mit den Neuanschaffungen und habe mir mal so meine EInkäufe 2006 angesehen.

Meine Top 10 werde ich hier nach und nach vorstellen.

#1



Eine Empfehlung hier aus dem Forum, oder genauer durch Nikolaus.

Die Aufnahme nehme ich in meine Top 10 der 2006 Einkäufe auf, da Tzimon Barto die Klavierwerke Rameau's so was von sensibel, feinfühlig und fein spielt.
Außerdem war (und ist) dies meine erste Aufnahme Barto's, der durch sein muskulösem Erscheinen gar nicht vermuten läßt, daß er derart anmutig spielen kann.

:times10
nikolaus (18.11.2006, 13:54):
Wahrlich ein schöner thread.
Ich werde in mich gehen und nach und nach antworten.

Anfangen will ich mit den Neuerwerbungen, die mir viel bedeuten. Dazu zählen (keine Rangfolge):

1. Von Rachmaninov schon erwähnt: Tzimon Barto und seine Rameau-Aufnahme.

2. Krystian Zimerman, Klavierkonzert Nr. 1 von J.Brahms

3. die Schubert-CD von Isabelle Faust und Alexander Melnikov.

to be continued...

Nikolaus.
Ganong (18.11.2006, 14:49):
Liber R. ,

lieber Nikolaus ,

die Aufnahme von T Barto mit Werken Rameaus kannte und kenn ich bis heute leider nicht .

Ich hatte früher hioer schon auf Einzelwerke von Rameau hingewisen . Ich mag seine Musik sehr !

Also : dank für den Hinweis .

Grüsse ,

Frank
nikolaus (18.11.2006, 15:32):
Auch wichtig:

- G.Kremer, Sonaten und Partiten von Bach.

- und immer wieder: Martha Argerich mit Tchaikovsky, 1. Klavierkonzert und Rachmaninov, 3. Klavierkonzert

...
Ganong (18.11.2006, 16:01):
Lieber Jeremias ,

in aller Zurückhaltung möchte ich an eine Tatsache erinnern und darauf hinweisen , dass die Beiträge ja noch nicht abgeschlossen sind :

Beste Musikreihe in allen mir bekannten deutschsprachigen Foren ist :

Siamak Asgari & Frank G. Bechyna :

Robert Schumann - Werke für Klavier solo ( 2006 ) .

Grüsse ,

Frank

PS.: Eigentlich scheint es problematisch auf eine gemeinsame Leistung in einem Klassik - Forum wie Veröffentlichungen in Fachzeitschriften hinzuweisen .

Aber die Selbsbeweihräucherung in dem "Wiener Forum " und an anderen Stellen durch fessen "Chef" fordert es geradezu heraus , die F a k t e n klarzustellen .

Es gibt meines Wissens , das professionelle Forum der Universal - Group ausdrücklich eingeschlossen , kein Klavierforum von solch einer Güte .

Ich danke ausdrücklich allen , die durch ihre Diskussionsbeiträge dieses Niveau ermöglicht haben und das-Klassikforum.de auf dem Gebiet Klaviermusik zum herausragenden Teil aller Foren mitzugestalten . Meinen ganz besonderen Dank an Z e l e n k a , der mir wertvolle und wichtige Tondokumente grosszügig in die Hand gegeben hat , hab eich in meinem Einführumngstext bereits ausgedrückt . Er sei aber nochmals ausdrücklich erwähnt .

F.
cellodil (19.11.2006, 06:27):
Original von Ganong
Lieber Jeremias ,

in aller Zurückhaltung möchte ich an eine Tatsache erinnern und darauf hinweisen , dass die Beiträge ja noch nicht abgeschlossen sind :

Beste Musikreihe in allen mir bekannten deutschsprachigen Foren ist :

Siamak Asgari & Frank G. Bechyna :

Robert Schumann - Werke für Klavier solo ( 2006 ) .

Grüsse ,

Frank

PS.: Eigentlich scheint es problematisch auf eine gemeinsame Leistung in einem Klassik - Forum wie Veröffentlichungen in Fachzeitschriften hinzuweisen .

Aber die Selbsbeweihräucherung in dem "Wiener Forum " und an anderen Stellen durch fessen "Chef" fordert es geradezu heraus , die F a k t e n klarzustellen .

Es gibt meines Wissens , das professionelle Forum der Universal - Group ausdrücklich eingeschlossen , kein Klavierforum von solch einer Güte .

Ich danke ausdrücklich allen , die durch ihre Diskussionsbeiträge dieses Niveau ermöglicht haben und das-Klassikforum.de auf dem Gebiet Klaviermusik zum herausragenden Teil aller Foren mitzugestalten . Meinen ganz besonderen Dank an Z e l e n k a , der mir wertvolle und wichtige Tondokumente grosszügig in die Hand gegeben hat , hab eich in meinem Einführumngstext bereits ausgedrückt . Er sei aber nochmals ausdrücklich erwähnt .

F.

@Ganong

Das meinst Du doch nicht ernst, oder?

Grüße

Sabine
cellodil (19.11.2006, 06:44):
Auch ich möchte und kann meine persönlichen "Greatest Hits 2006" nicht mal eben schnell auf einen Schwung aus dem Ärmel schütteln.

Für mich war 2006 - oh, Zufall! - wirklich ein Mozart-Jahr. Habe vieles wieder- und manches auch neu entdeckt (vor allem aus dem Frühwerk).

Auf der Liste meiner liebsten Neuerwerbungen 2006 steht deshalb auf Platz 1 auch eine Mozart-Einspielung:

Robert Levin
Mozart: Piano Sonatas Vol. I
K. 279, K. 280 & K. 281 on Fortepiano

Bei dieser Aufnahme (und in den Konzerten mit Levin, die ich dieses Jahr gehört habe) hatte ich das Gefühl, zum ersten Mal Mozart wirklich zu hören. Der amerikanische Pianist und Musikwissenschaftler Robert Levin ist für mich auch eine der interessantesten und faszinierendsten zeitgenössischen Künstlerpersönlichkeiten, denen ich 2006 begegnen durfte. Ein kluger Interpret mit Witz und Geist - und auch mit einer guten Portion Entertainer-Qualität.

Grüße

Sabine
Rachmaninov (19.11.2006, 10:15):
Als zweite Aufnahme möchte ich hier, auch wie bereits durch Nikolaus, die Aufnahme von Isabell Faust mit Alexander Melnikov nennen.



Schuberts Kammermusik gefällt mir grundsätzlich sehr gut, aber hier in der aufnahme dieser beiden macht das hören einen derartigen Spaß, da kommt so viel Freude auf.......... ein Genuß

:times10
cellodil (19.11.2006, 10:51):
Auch bei mir ist eine Schubert-Kammermusik-CD auf dem zweiten Platz. Und zwar:

Franz Schubert
String Quintet C-Dur, D 956, op. posth. 163 und String Quartet Es-Dur, D 87, op. posth. 125 No. 1
mit dem Vogler Quartett und Daniel Müller-Schott
(Hänssler, 2006)

Das C-Dur-Quintett gehört zu meinen Schubert-Kammermusik-Lieblingsstücken. Die Live-Aufnahme mit dem Vogler-Quartett und Müller-Schott gefällt mir, weil ich sie sehr vital und lebendig finde - und das nicht nur, weil ich das Stück dieses Jahr genau mit dieser Besetzung (noch ein bisschen besser) im Konzert gehört habe.

Grüße

Sabine
Walter (19.11.2006, 13:58):
Nikolaus hat mich drauf gebracht:

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B0009LNQV0.03._AA240_SCLZZZZZZZ_.jpg

:times10

überhaupt gibt mir Frau Argerich dieses Jahr viele schöne Stunden!
sound67 (19.11.2006, 14:15):
Hier einige meiner "Favoriten" aus diesem Jahr:


Sibelius:Violinkonzert op. 47
+Walton:Violinkonzert
Akiko Suwanai, Birmingham SO, Oramo
Sound:stereo & multichannel (Hybrid)

Absolut brillante Interpretation des Sibelius-Konzerts. Die vielleicht bestklingende (SA)CD, die ich je gehört habe.


Edward Elgar: Violinkonzert; Campoli, LPO/ Boult (Belart)

2nd Hand in London gekauft, meine nunmehr liebste Aufnahme dieses schönen Konzerts.


Alexander Newski-Kantate op. 78
+Skythische Suite op. 20
Finnie, Scottish National Orch.,Järvi (Chandos)

Ebenfalls eine "absolut best performance" eines Lieblingswerks, der Newsky-Kantate.


Symphonische Dichtungen
In the Faery Hills;The Garden of Fand;November Woods;
Sinfonietta
BBC PO, Vernon Handley

Besonders gelungene Einspielung einiger schöner Tondichtungen von Arnold Bax.


Songs of the Fleet op. 117 für Bariton, Chor & Orchester
+Songs of the Sea op. 91 für Bariton, Chor & Orchester;
The Revenge: A Ballad of the Fleet op. 24 für Chor &
Orchester
Gerald Finley (Bariton),BBC National Orchestra Wales,
Richard Hickox

Hätte nicht gedacht, dass mir diese Werke so gut gefallen.

Gruß, Thomas
sound67 (19.11.2006, 14:28):
Noch zwei:


Symphonien Nr. 4 & 7
Royal Scottisch National Orchestra, Jose Serebrier

Schöne russische Spätromantik, die öfter gespielt (und gehört) werden sollte.


Walton, William (1902-1983)
Cellokonzert op. 68
+Elgar:Cellokonzert op. 85
Daniel Müller-Schott, Oslo PO, Andre Previn

Eine gute Ergänzung für jeden, der DuPrés Aufnahme des Elgar-Konzerts sein eigen ennent. Wesentlich flüssiger, weniger forciert. Toll!

Gruß, Thomas
Ganong (19.11.2006, 18:09):
Liebe Sabine ,

es bleibt unklar , was Du genau meinst .

Aber wir leben in einer globalisierten , auch musikalischen Welt .

Darin überschütten sich nicht nur die ( schwachen ) Grosskonzerne der Musikbranche ständig mit neuien Lobhudelein , sondern es wimmelt von Selbstbeweihräucherungen ( zu 9 vieler Künstler im Rahmen ihrer PR - Aktionen . Die sog. Musi-fachzeitungen sind voll davon wie manche Foren .

Als : Warum sollte ich , davon bin ich wirklich überzeugt , die beste Serie , die ich in einem Forum kenne , nicht besonders hervorheben ?

es ist ganz einfach , das wir unsere Leistungen sehr wohl im vergleich präsentieren können !

Wir leben nicht in Studierzimmerchen von Klavierlehrerfräleins und verstecken uns hinter Fremdleistungen .

In diesem Sinne viele Grüsse ,

Frank
sound67 (19.11.2006, 18:34):
Wir wissen alle, welches "Wiener Forum" gemeint ist. Selbstbeweihräucherung ist da noch ein zu schwacher Ausdruck.

Selbstgerechtigkeit ist auch einer, der passt. :ignore

Gruß, Thomas
Rachmaninov (19.11.2006, 20:02):
Meine dritte Aufnahme, die ich als top ten nennen möchte ist die Gesamtaufnahme der Schostakowitshc Sinfonien von B. Haitink



Würde ich mich für eine Gesamtaufnahme entscheiden müssen, so wäre diese hier wahrscheinlich meine erste Wahl!

:engel
Walter (19.11.2006, 20:11):
mal wieder zum Thema:

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000007QCK.01._AA240_SCLZZZZZZZ_V37084740_.jpg

und da Thomas schon die Sibelius CD hatte noch diese

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B00005Q671.03._AA240_SCLZZZZZZZ_.jpg

und die auch noch:

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000FGGKTE.01._AA240_SCLZZZZZZZ_V65400203_.jpg

http://ec2.images-amazon.com/images/P/B00005J726.01._AA240_SCLZZZZZZZ_V40272779_.jpg

Gruss
cellodil (19.11.2006, 20:31):
Original von sound67
Wir wissen alle, welches "Wiener Forum" gemeint ist. Selbstbeweihräucherung ist da noch ein zu schwacher Ausdruck.

Selbstgerechtigkeit ist auch einer, der passt. :ignore

Gruß, Thomas

... wohl nur fast alle....

Trotzdem: Wenn ich an anderer Stelle "Selbstbeweihräucherung" oder "Selbstgerechtigkeit" finde, wieso mache ich's dann selbst? Verstehe ich nicht. Auch nicht, was das mit "Klavierlehrerfräuleins" zu tun hat (zumal es seit etwa 25 Jahren gar keine "Fräuleins" mehr gibt).

Es rätselt mich... ?(

Grüße

Sabine
satie (19.11.2006, 22:32):
Original von cellodil

Es rätselt mich... ?(


Mich auch!
Wo es doch gerade mein Handbuch für den Klassikliebhaber ist, welches an erster Stelle gerühmt werden muss! Es stellt umfassend alles über Musik dar, was es überhaupt gibt. Mehr muss und kann niemand wissen! Der Weihrauch gehört also mir, ja, mir GANZ ALLEIN!!!!! Wers nicht glaubt, soll endlich die vernachlässigte Pflichtlektüre aus meiner Hand lesen. Wen schert denn da ein lumpiger Versuch über Schumann??? Also wirklich...


S A T I E
Ganong (20.11.2006, 17:23):
...bahnt sich da ein / kleines ) Drama um die Dramaturgin an ?

Und "Fräuleins gibt es seit 25 Jahren " nicht mehr . Auf welcher Untersuchung beruht denn diese f a l s c h e Behautung .

ich hatte von "Klavierlehrerfräuleins" geschrieben .

Erst lesen , dann antworten .
Frank
Ganong (20.11.2006, 17:27):
Lieber Anonymus ( ungleich Satie ) ,

Dein Handbuch ist wirklich verdienstvoll . Für Sabine , die daraus vielleicht ein mehrszeneiges Drama inszenziert um ihren und Deinen Kulturbetrieb .

Ich wünsche Euch viel Erfolg .

Nachträglich ernenne ich Euch beiden selbstverständlich zum am weitesten unterschätzten Forum - Paar des Jahres .

Nichts für ungut !

Gruss ,

Frank
Rachmaninov (20.11.2006, 19:32):
@An Alle,

ich habe derzeit weder Zeit noch Lust auf "Streß"!
satie (20.11.2006, 21:18):
Original von Rachmaninov
@An Alle,

ich habe derzeit weder Zeit noch Lust auf "Streß"!

Na dann wollen wir Dir mal lieber keinen bereiten! Oder hatte jemand die Absicht??

S A T I E
Rachmaninov (20.11.2006, 21:39):
Original von Satie
Original von Rachmaninov
@An Alle,

ich habe derzeit weder Zeit noch Lust auf "Streß"!

Na dann wollen wir Dir mal lieber keinen bereiten! Oder hatte jemand die Absicht??

S A T I E

reine prävention! :engel
cellodil (20.11.2006, 22:00):
Ich kehre jetzt einfach mal wieder zum ursprünglichen Thema zurück (falls Frank die Diskussion über Fräuleins, etc. fortsetzen will oder wissen möchte, was Dramaturgen eigentlich machen, können wir ja irgendwo eine entsprechende Ecke eröffnen) und stelle meine Nummer 3 auf der Liste meiner Lieblingsneuerwerbungen 2006 vor.

Robert Schumann Werke für Violoncello und Klavier
mit Daniel Müller Schott und Robert Kulek
(Orfeo, 2004)

Keine Neuerscheinung (auf dem Cover hat Müller-Schott auch noch seine Pferdeschwanz-Frisur), aber eine Neuerwerbung, die mir ausgesprochen gut gefallen hat und von der ich wochenweise gar nicht genug bekommen konnte. Für mich atmet hier jeder Ton eine enorme Spielfreude. Klavier und Cello gehen eine gelungene und ausgewogene Partnerschaft ein. Sehr gut fand ich die "5 Stücke im Volkston für Violoncell und Pianoforte" op. 102 und die "Fantasiestücke" op. 73: Ausdrucksvoll, intensiv, aber nicht schwülstig.

Grüße

Sabine
Ganong (21.11.2006, 14:52):
Liebe Sabine ,

ist alles wieder gut . Und wenn es um interesante , neue Hinweise zu der Musik Robert Schumanns und neue Interpretationen geht , so bin ich , wie Du ja weisst , immer dabei .

In diesem Sinne danke ich Dir für Dein e Ausführungen !
Vile Grüsse ,

Frank

PS.:

Ganz seriöse gemient : mich würde schon interessieren zu erfahren , ws eine praktizierend eDramaturgin in der heute so schwierigen Thetare- und Opernzeit auch für Probleme zu bewältigen hat .Danke .
F.
Ganong (21.11.2006, 16:25):
Liebe Forianer ,

nachfolgend gebe ich hier den Text eines der besten , umfangreichst gebildeten , tiesinnigsten Musikkenners , die ich in 40 Jahren eigenem intensiven Befassen mit klassischer Musik kenengelernt habe wieder , den dieeer mir per E-Mail geschrieben hat . Die Aufnahmen , die darin genannt werden haben , soweit ich sie kenne , alle , eine ganz aussergewöhnliche interpretatorische Bedeutung und meiner Meinung nach gehören einige von Ihnen sicherlich in eine Liste "Meine defintiven 100 CDs und Interpreten" wie ich solch eine Liste selbst 2004 in einer Korresponden z mit Norman Lebrecht , London , begonnen habe : Z e l e n k a .

ZELENKA hat mir eben eine Liste seiner TOP 10 CDs des Jahres zukommen lassen :

In der Rüchschau ist 2006 vielleicht eher éin enttäuschneder Jahrgang gewesen , was die veröffentlichten Neuaufnahmen angeht . Mit einiger Mühe habe ich vier CDs in meine TOP 10 aufnahmen können . Anders liess bei aller Perfektion im einzelnen am Ende dann doch Wünsche offen wie kürzlich die Paganini / Spohr - Einspielung von Hilary Hahn . Andererseits ist das Jahr noch nicht ganz an sein Ende gelangt , eine bestellte Neuaufnahme von Mahlers zweiter Symphonie durch Ivan Fischer mit seine hauptsächlichen ungarischen Kräften mag z. B. noch ein Lichtblick werden . Auf meine ersten sechs Plätzen rangieren Wiederveröffentlichungen . In fünf Fällen handelt es sich um wertvolles Material aus den Archiven von EMI , das uns die deutsche Niederlassung dieses Unternehmens in fast skandalöser Manier leider vorenthält . Sehr viel scheint man den deutschen Klassikfreunden nicht zuzutrauen . Die vorgestellten Aufnahmen sind natürlich über die üblichen Internet - Kanäle beschaffbar .

1. YVES NAT : Ses Enregistrements 1930 - 1956 ( EMI , 15 CDs )
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Diese veröffentlichung aus Anlass des 50. Todestages des Pianisten ist für mich das Ereignis des Jahres . Di eBox enthält , klanglich neubearbeitet , u.a. seine vollständigen Beethovensonaten-Zyklus , der zu den besten Gesamteinspielungen überhaupt zu rechnen ist , seine Schumann und einen überaus hörenswerten Brahms .

2. Wilhelm Kempff : Mozart , Klaviersonaten KV 310 ud 331 , Fantasien KN 397 und 475 ( DG Originals )

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Vielleicht die wichtigste Wiederveröffentlichung zu noch laufenden Moazart - Jahr , ein beseeltes , nicht-objektives Spiel , das seinesgleichen sucht .

3. Les Rarissimes de Marcelle Meyer , Rameau , Rossini ( EMI , 2 CDs )

Stpendes Ramau - Spiel auf dem modernen Flügel .

4. Les rarissimes de Yvonne Lefébure , Bach , Mozart ( Klavierkonzert No 20 unter Furtwängler ) , Beethoven ( Klaviersonaten Nos 30 und 31 , Diabelli - Varioationen ) ( EMI , 2 CDs )

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Nach Wilhelm Kempff gehörten Yvonne Lefébure die Diabelli-Variationen , er hat mit dieser Ansicht wohl bis heute recht . In den Beethovensonaten ein ausserordentlich zupackendes , vorwärtsdrängendes Spiel .

5. Les Rarissimes de Magda Tagiaferro , Falla , Granados , Albéniz , Nilla - Lobos , Mompou , Debussy , Chopin , Schumann ( Klaviersonat eNo. 1 ) ( EMI , 2 CDs )

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Farbenreiches , idiomatisches Spiel der berühmten brasiklianischen Pianistein .

6. Alexis Weissenberg , Bach-Transkriptionen ( EMI Toshiba ) ( ( Mit einem herzlichen Dank an Frank (Ganong ) für das Bekanntmachen mit dieser Aufnahme ! )

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Ein Bach - Spiel , das ungeheure technische Sicherheit und geistige Durchdringung verrät .

7. Isabelle Faust, Alexander Melnikov , Schubert , Violinsonaten D 574 , Rondo op. 70 , Fantasie D 934 ( Harmonia Mundi ) ( mit herzlichem Dank an Cosima ! )

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Kongeniales Zusamenspiel , teils hochvirtuos , in Répertoire , das man selten zu hören bekommt .

8. Dabiel Sepec , Andreas Steier , Beethoven , Violinsonaten Nos. 4 und 7 etc. ( Harmonia Mundi ) ( Mit herzlichemm Dank an Cosima ! )

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Lebhaftes Spiel auf Originalinstrumenten . Beethovens Geige z. B.

9. Ex Cathedra , Jeffrey Skidmore , Lateinamerinaische Musik des Barock ( vol 2 ) (Hyperion)

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Das Ensemble aus Birmingham glänzt mitlateinamerikanischem Elan .

10. Solisten , Ensemble Matheus , Jean-Christophe Spinosi ( Naive , 3 CDs )

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Um wenigstens eine Opernneuerscheinung zu nennen , die mir dieses Jahr viel Freude gemacht hat .
Ganong (21.11.2006, 17:14):
Vorab : Ich antworte hier nicht mir selbst , sondern Zelenka , einem von mir aussordentlich geschätzten Kenner der Klassischen Musik und von Humanitas erfüllten , dies ist selten genug , Menschen .

Diese , seine TOP 10 des Jahres 2006 beinhalten eine Reihe von echten Überraschungen , ja Sensationen !

Yves Nat : Im Rahmen unseres Robert - Schumann - Zykluses hatte ich dessen berühmten Interpretationen bereits erwähnt . dass nat darüberhinaus mit seine 32 Klaviersonaten einen meilenstein nicht nur in der Beethoveninterpretation weit über Frankreich hinaus gelegt hatte , ist hinreichend bekannt . Yves Nat war einer der Meisterschüler von Alfred C o r t o t gewesn . Zu keinem Zeitpunkt , wen n wir Nats Schumann oder etwa seine Deutung der Beethovensonate Opuas 109 ( Cortot bei dem label NIMBUS ) vergleichen haben wir auch nur einen Moment den Eindruck , dass Nat den grossen Cortot zu kopieren versucht . Nat blieb zeitlebens ein sehr freier Geist im Dienste der vonihm gespielten Werke .

Wilhelm Kempff ist nicht erst seit Alfred Brendels oder Bryce Morrisons ausführlichen Darstekllungen eine der begnadesten Pianisten überhaupt .

Wer Kempff in seine späten Jahren noch in Solokonzerten erleben durfte , wird den Eindruck nie verlieren , dass er einer der Künstler war , der auch ganz aus dem Augenblick heraus geradezu frei , völlig gelöst spielen konnte wie kaum ein anderer Pianist vor ihm .
Persönlich hab eich an diese Jahre 1969 bis 1974 dankbarste Erinnerungen .

Marcelle Meyer dürft e eine der markantsten Pianistinnen aus der "französischen" Schule gewesen sein . Ihre Aufnahmen von Werken R a m e a u s bleiben singuläre Wiedergaben . Einzelne Werke haben gleichrangige Interpretationen . Niemand , ausser vielleicht Marguerite Long und Yvonne Lefébure , haben mehr Rameau gespielt als diese aussergwöhnliche Frau .

Die Wiederntdeckungdurch Zelenka hier ist wie die Neuentdeckung eines bleibenden Schatzes von ungemeiner Leuchtkraft und Intimität zugleich .

Yvonne Lefébure . dass sie eine der prägensten Pianistinne überhaupt war und geblieben ist , bedarf keiner Frage . Si ehat das musikalische Leben in Frankreich in einer Weise geprägt , dass wi rhier wieder feststellen müssen , mit welcher gesitigen Kraft sie die grossen , späten Werke Beethovens ebenso gespielt hat wie einen weit über die romantisierenden Bachinterpreten Rosalyn Tureck und Glenn Gould hinausgehenden Bach . Ihr Spiel beui J S Bachs Werken lässt uns an eine Vision für die Zukunft denken und nicht an willkürliche Augenblicksaufnahmen , darin , wen auch auf verschiedene Weise ähnlich Samuil F e i n b e r g und Alexis W e i s s e n -
b e r g .

Magda Tagliaferro , wieder eine Schülerin Alfre Cortots , hat in ihrer zu kurzen Karriere , die in Brasilien endete , Grosses geleistet . Die sist auf diesen CDs zu hören . In ihrem Schumann gelingt es ihr , in der Klaviersonat eopus 11 nicht nur die Introduktion mit einem Spannungsaufbau zu beginnen , sondern auch den gesmaten Spannungsaufbau in der vielleicht wichtigsten Schumansonate mit lateinischer Klarheit und Schumannschem geist zu erfüllen . Grosses Spiel auch bei der sog. spanischen Musik , woran Arthur Rubinstein nicht ohne Bewunderung innehielt .

Alexis Weissenbergs Klavierspiel wurd enicht erst seit der berühmten Aussage vn Vladmir Horowitz als "das Klavierspiel von morgen" bezeichnet . Di eBach - Transkriptionen hab eich in meine eigenen TOP 10 des jahres 2006 aufgenommen . Ich darf daher auf meine Begründung verweisen .

Isabelle Faust u.a. . Diese Aufnajhme wurde in jüngster Zeit nicht ohne Grund als hervorregandes gemeinsames Musizieren im besten Sinne hervorgehoben .

Zelnekas Auswahl in den Nummern 8 bis 10 ist mi rnicht so bekannt , dass ich sie kommentieren könnte .

Lieber Zelenka ,

ich danke Dir aufrichtig , dass Du nach wie vor so intensiven Anteil an dem Forum nimmst . Auch diese Ausführungen von Di rzeigen mir , mit welcher profunden Sachkenntnis Du Deine "mitteiklungen" schreibst , aus denen ich i m m e r etwas bi sjetzt wiederentdecken konnte , dazzugelernt habe .

Ich hoffe s e h r , dass Du bald wieder hier im Forum vertreten sein wirst !

Herliche Grüsse ,

Dein

F r a n k
sound67 (21.11.2006, 19:26):
Original von Ganong
Vorab : Ich antworte hier nicht mir selbst , sondern Zelenka , einem von mir aussordentlich geschätzten Kenner der Klassischen Musik und von Humanitas erfüllten , dies ist selten genug , Menschen .

Großer Gott. :ignore

nachfolgend gebe ich hier den Text eines der besten , umfangreichst gebildeten , tiesinnigsten Musikkenners , die ich in 40 Jahren eigenem intensiven Befassen mit klassischer Musik kenengelernt habe wieder , den dieeer mir per E-Mail geschrieben hat .

Und einem, da Du ja scheinbar nur Superlative verstehst, umstrittensten seiner Zunft.
Gamaheh (21.11.2006, 20:31):
Zelenka ist Norman Lebrecht?
Rachmaninov (21.11.2006, 20:40):
Meine 4 Nominierung ist die Aufnahme des 1. Klavierkonzerts von Brahms mit Zimerman unter Rattle und den Berlinern



Details dazu im passenden Thread
cellodil (21.11.2006, 23:25):
Meine Wiederentdeckung 2006 war die Interpretation der C-Dur-Suite von Bach mit Yo-Yo Ma.

Deshalb bei mir auf Platz 4:

Yo-Yo Ma
Inspired by Bach

Konnte gar nicht mehr verstehen, warum die Aufnahme so lange in der Verbannungskiste war. Die Einspielung (nicht nur der C-Dur-Suite, die - abgesehen von dieser Aufnahme - übrigens nicht unbedingt meine Lieblingssuite ist) hat doch weit mehr zu bieten als die große technische Perfektion des Cello-Superstars....

Grüße

Sabine
sound67 (22.11.2006, 10:24):
Und hier die "Zitrone" des Jahres (nicht gekauft, aber gehört):




Warum nimmt man die 5.(!) Symphonie eines 15(!)-jährigen auf, mit einem der bekanntesten Orchester Europas unter einem arrivierten internationalen Dirigenten. Oder ein Streichquintett desselben mit einem der besten Namen im Streichquartett "Who's Who"?

Weil die Tonschöpfungen des Bubis so genial sind? Kaum. Weil damit 'ne schnelle Mark im immer schneller werdenden Plattengeschäft zu machen ist? Das überzeugt schon eher.

Es ist sicher recht beachtlich, dass ein Fünfzehnjähriger ein professionell wirkendes Orchesterwerk in einem, allerdings konservativ tonalen, Idiom des 20. Jahrhunderts schreiben kann. Aber anhören muss man es nicht: keimlos, ohne thematische Substanz, konventionell inder Entwicklung, belanglos. Es gibt doch schon einen Ozean an gesichtsloser neoromantischer Musik - muss man da noch Wasser draufschütten???

Geld stinkt nicht, werden sich die Musiker des LSO, ehedem bekannt als "teuerste Hure im Musikgeschäft" (ein Titel, den inzwischen aber irgendein x-beliebiger Teenie-Hüpfer aus R&B oder HipHop übernommen haben dürfte), gedacht haben. Stimmt. Aber besonders gut duften tut es in diesem Fall auch nicht.

Gruß, Thomas
ab (22.11.2006, 11:52):
Das Jahr 2006 hat für mich kaum CD-Meriten gehabt.

Dankbar bin ich jedenfalls für die späte Entdeckung von Rachmaniovs Klavierkonzert Nr. 3 von Horowitz & Rainer, sowie Furtwänglers großer C-Dur Sinfonie Schuberts aber auch Karajans DG-Debussy aus den 60ern.

Dankbar bin ich Brilliant Classics für so mache Box, insbesondere die Russischen Archive.

Wirklich tiefes Erleben hat mir die bereits öfters angedeutete, inzwischen bereits wieder vergriffenen Box mit historischen Debussy-Aufnahmen geschenkt: Die Violinsonate mit Alfred Dubois und Marcel Maas, von 1936, die Cellosonate mit Maurice Maréchal & Robert Casadesus von 1929 und die phantastischen Interpretationen der dort enthaltenen Lieder, von denen weder die grandiose Sängerin, noch der Piansit genannt sind. (Documents 221884-350) - aber auch die Schubert-CD mit Britten&Richter (ebenfalls durch Frank darauf aufmerksam gemacht worden).

Eine Entdeckung war immer wieder dieses Jahr der Griechisch/Österreichisches Cellist Friedrich Kleinhapl aus Graz (mit dem Piansiten Andreas Woyke), den ich mir wünsche, ihn bald im Konzert erleben zu können.

Dankbar bin ich Frank (neben so vielen schönen Hinweisen und anregenden Beiträgen) insbesondere für den Hinweis auf Francescattisund Beethoven- Violinkonzert, das ich sonst nie angehört hätte.

Sonst zehre ich noch von den letzten Jahren: das Hagen Quartett mit Beethoven auf CD und im Konzert, das Busch Quartett mit Beethoven, weiter Aufnahmen mit dem Piansiten Esteban Sanchez, die Beethoven Klavierkonzerte mit Afanassiev & Soudant. Oder der Debussy mit Jean-Rodophe Kars.

Nicht zu vergessen die umwerfend phantastischen Konzerterlebnisse mit dem Minguet Quartett sowie mit dem Pianisten Grigori Sokolov. Aber auch das Beglückende Konezrt mit Andrew Manze. Unvergesslich auch: Monteverdis Orféo bei den Innsbrucker Festwochen vor zwei Jahren mit René Jacobs, der mich zutiefst erschüttert hat.
:down
ab (22.11.2006, 12:01):
:( :(

Bitte schimpft nicht über Klassikforen: Ich habe daraus viele wichtige Anregungen bekommen! Und bitte, bitte, sprecht über Musik oder Beiträge darüber, verliert aber keine Worte über Personen, die sie verfassen oder verwalten. Denkt euch diesbezüglich lieber euren eigenen Teil!

Danke! Danke!
Ganong (22.11.2006, 15:24):
Ich bitte um möglichst genaue und substantiierte Präzisierung Deiner Aussage über Zelenka .

Frank

frank-bechyna@web.de

oder natürlich hier !
Ganong (22.11.2006, 15:26):
Liebe(r) Gamameh ,

nein , ZELENKA ist nicht Norman Lebrecht . Mr. Lebrecht kenne ich seit mehreren Jahren aus anderem Grunde als einem Forum .

Frank
Ganong (22.11.2006, 15:29):
Lieber R. ,

da es eine aus meiner Sicht sehr viel packendere frühere Aufnahme des Konzerte smit K. Zimerman gibt , die vergleichend auch im entsprechenden Thread leider n i c h t besprochen worden ist , bitte ich Dich , falls Du diese frühe Aufnahme haben solltest , kurz zu sagen , was Dich an diser DGG - Aufnahme mit Rattle mehr überzeugt . Danke .

Grüsse ,

Frank
Ganong (22.11.2006, 15:47):
Lieber ab ,

einmal mehr Dank für Deine interessanten Hinweis e. Der Reihe nach :

1. Beethoven - Violinkonzert :

In meiner Zusammenstellung f e h l t jede der verschiedenen Aufnahmen mit Zino Francescatti . Dies liegt nur daran , dass sie natürlich in meinem Dauerbestand der Interpretationen dieses Konzertes ist ( wie die mit B. Huberman , J Heifetz , H. Szeryng , Kogan ) .
Meine unter Francescattis verschiedenen Aufnahmen bevorzugt eist die mit dem viel zu früh verstorbenen Thomas Schippers als Dirigent .

Meiner Erinnerung nach gab es im österreichischen TV auch die Sendung mit I. Perlman über die "grössten geiger" . Darin kam Francescatti neben D Oistrach , J Heifetz , Elman und Rabin unter Perlmans "Top 5 Dirigenten" vor .

Diese Sendung enthielt auch den kurzen Hinweis über die problematiken der Aufnahmen mit D. Oistarch durch politische Repressionen . Ganz schlimm .

2. Hagen - Quartett :

Dein wohl ganz bevorzugtes Kammermusik - Ensemble . Sehr nachvollziehbar .

ich darf nochmals auf "mein" frühes Juilliard Struing Quartet hinweisen .

Es wird , auch von mir selbst , leider wegen der ständigen Präsenz vergessen , darauf hinzuweisen , dass es Liveaufnahmen einer späteren Zusammenstellung des J S Q gibt , die von einigen kammermusikfachleuten sogar bevorzugt werden .

Die SONY BMG sollte a l l e Beethoven-Interpretationen des J S Q , gleich inwelcher Besetzung , wiederveröffentlichen !

3. Arpeggionbe - Sonate :

Ich habe Deine früheren Anmerkungen zu Ausführungen nachgelsen und Deine eigene Besprechung des Werkes . Uneingeschränkt muss ich Dir nochmals rechtgeben bzgl. der sachlichen Interpretation bzw. der ( mir dann doch s e h r viel näher liegenden "romatischen" Deutung ) .

4. Kosten für CDs

Du hast dies hier im Forum einmal angesprochen . Ich finde , dass ( jedenfalls in Deutschland ) die preise immer ,mehr in die Höhe gehen . Die interpretatorischen Leistungen dagegen nicht .

U n d : Viele Aufnahmen , die Referzcharkter haben / hatten , werden "vom Markt genommen" . Schlimm und sehr traurig !

Die EMI und die frühere , selbständige RCA ( die war absolut top ! ) nachdem si evon der farblosen Güterslogher BMG geschluckt worden ist und dann in die SONY BMG aufzugehen gehen da mit einem schlechten Trauerzug voran !

Di eDGG pflegt eindeutig ihre alten Schätze unendlich besser . Zu der Freude des Musikliebhabers !


Viele Grüsse nach Inssbruck ,

Frank
Ganong (22.11.2006, 15:52):
Lieber ab ,

Du wirst Dich vielleicht daran erinnern , dass Deine und meine TOP 10 der DGG etc. einmal kommentiert wurden :"Man kann nicht über Musik schreiben" .

Es gibt in der reihe der UTB Taschenbücher einen schmalen ( und kostengünstigen Band ) , in dem im Rahmen des Musikstudiums vorgeschrieben wird , über Musik zu schreiben 7 schreiben können zu m ü s s e n ! Dies in Ergänzung zu dem Satz von Eric Rohmer .

Ansonsten sollte man tatsächlich über Musik(eindrücke ) schreiben . Wenn Personen etc. gemeint sind , so sollte man unbedingt die Quellen angeben , auf die man Bezug nimmt .

Ein wenig "Schmäh" darfs gelegentlich schon sein .

Viele Grüsse ,

Frank
ab (22.11.2006, 16:31):
Original von Ganong


Ein wenig "Schmäh" darfs gelegentlich schon sein .

freilich, ich möchte nur nicht, dass es hier so zugeht wie im dereinst im KlassikAkzenteForum. Da ist es mir nur um meine Zeit und den DatenTrafic schade.. ;-)
Ganong (22.11.2006, 16:47):
Lieber ab ,

das Ziel gewisser leut eum eine Hauptperson mit einigen Nebengöttern war es nach dem Scheitern des Ideologiechefs im KlassikAkzenteForum , diees zu zerstören und möglichst viele Mitglieer von dort in das eigen Forum zu verblenden .

Der Chefstratege hat das erste m. E. geschafft . N i c h t geschafft hat er , bi sheut enicht ! , dass ihm die Leut ehinterhergelaufen sind .

Zu Deiner und meiner Zeit im KAF hatten Du und ich ( sowie drei inzwischen nicht mehr in Foren vertretene Musikfreunde ) die mit Abstand höchsten "Zuschaltquoten" .

Der Ausdruck "Schmäh" mag unglücklich sein : also zurückgenommen , aber ein wenig FRotzelei darf sein . Tut auch mal gut .

Alles Gut e,

Frank
sound67 (22.11.2006, 17:20):
Du hast dies hier im Forum einmal angesprochen . Ich finde , dass ( jedenfalls in Deutschland ) die preise immer ,mehr in die Höhe gehen . Die interpretatorischen Leistungen dagegen nicht .

Aussagewert: Null.
Ganong (24.11.2006, 14:44):
Liebe Forianer ,

zurück zur Musik !

Absolu empfehlenswert sind fpolgende Aufnahmen :
Yvonne Lefébure , Piano :

A. J S Bach : trannskriptionen ; bes. die Partita Nr. 1 u n d

B. J S bach : partita für Klavier solo Nr. 6 , sowie L van Beethoven : Klaviersonaten opp. 109 - 111 .

Sehr gute Klanbgqualität , exzellente Booklets ( selten genug ) ! und sorgfältigste Notierung der jeweiligen Nummern der STEINWAY - Flügel .

Pianiten / Pianistinnen notieren sich diese Nummern sehr häufig bei aussergwöhnlich guten Instrumenten .

Grüsse ,

Frank
ab (24.11.2006, 15:32):
Original von sound67
Du hast dies hier im Forum einmal angesprochen . Ich finde , dass ( jedenfalls in Deutschland ) die preise immer ,mehr in die Höhe gehen . Die interpretatorischen Leistungen dagegen nicht .

Aussagewert: Null.

Aussagewert hoch, finde ich; nur aber zur Hälfte richtig: So wie ich das überblicke, werde CDs eher billiger, z.b. Warner verschärbelt Aufnahmen bereits nach kürzester Zeit um ein Drittel des Einführungspreises, Sony scheint es bereits zu Beginn um einige Euros billiger zu geben als die anderen, gelegnetlich bekommt man Doppel- oder Bonus-CDs zum einfachen Preis, Billiglabels haben Zuwachs bekommen (z.B. Oehms) und ganze Boxen kommen günstigst heraus, selbst die DG verkauft nun alte Bestände billiger ab.

Da kann man sich nicht bekalgen, es sei denn, man kauft im s.g. kleinen Fachhandel, wo die Preise schon auf über 20 EUR für eine Scheibe gestiegen sind.

Zustimmen muss ich indes der Aussage, dass die interpretatorischen Leistungen derzeit hinterm Berg halten. Zwei erfreuliche Ausnahmen scheint mir die Alte-Musik-Branche zu sein - aber auch die der zeitgenössischen Musik.
ab (24.11.2006, 15:39):
Original von Ganong


Wilhelm Kempff : Schumann & Brahms . The complete 1950s solo recordings ( 5 CDs ) ***
Eine der bedeutensten Aufnahmen mehrerer Werke Robert Schumanns ( opp. 2 , 13 - Spätfassung aus 1852 - , Kreisleriana , C - Dur - fantasie , der "Arabeske" sowie herausragende Interpretationen von Kompositionen von Johannes Brahms wie dessen schwieriger "Händel-Variationen" , der 3. Klaviersonate mit dem endgültigen Finale , das in der Brahms - Literatur eine Zentralbedeutung bekommen hat sowie des gesamten Spätwerkes für Klavier solo .

Label : DGG / Universal

Lieber Frank, ich kenne nur die späteren Stereo-Aufnahmen (die mich nicht so begeistert haben); schätzt Du diese früheren Aufnahmen mehr?
sound67 (24.11.2006, 17:06):
Original von ab
Original von sound67
Du hast dies hier im Forum einmal angesprochen . Ich finde , dass ( jedenfalls in Deutschland ) die preise immer ,mehr in die Höhe gehen . Die interpretatorischen Leistungen dagegen nicht .

Aussagewert: Null.

Aussagewert hoch, finde ich; nur aber zur Hälfte richtig:

Eher: zu beiden Hälften falsch.

Das Angebot an hochklassigen CDs im Bugdet-Breich ist größer geworden als je zuvor (durch hochwertige Neuaufnahmen Marke Naxos/Brillant bzw. günstige Wiederauflagen von Referenzeinspielungen), und der Standard der Interpretationen dabei keineswegs gesunken (das ist allerdings ein Irrglaube der "Historical Performance"-Fetischisten).

Gruß, Thomas
ab (24.11.2006, 17:48):
Original von sound67
der Standard der Interpretationen ist dabei keineswegs gesunken (das ist allerdings ein Irrglaube der "Historical Performance"-Fetischisten).


Der spieltechnische Standard wohl sicher nicht , wohl aber jener der Musikalität!

Das ist kein Irrglaube, sondern etwas rein hörbares. Mit Historical performance hat das schon gar nicht zu tun: Es gibt auch in der Alten-Musik-Branche wie überall sowohl musikalische Interpreten als auch leblose "Zombis".
ab (24.11.2006, 17:58):
Von Francescattis Beethoven sprachst Du nicht im Zusammenhang Deiner Topp-Aufzählungen, sondern im Zusammenhang mit dem Hinweis auf ein klassische Interpretation im Gegesatz zu romantischen. Damals aber fehlte noch Dein Hinweis auf das Dirigat von Schippers. (Danke dafür!) Ich hörte bislang nur jene mit B.Walter.

Was die Juilliards betrifft, so fehlen leider noch viele Wiederveröffentlichungen Selbiges gilt für die LaSalles noch im viel größeren Maße mit Ihrem Einsatz für das 20. Jahrhundert. Auch würde ich mich vermutlich noch über so machen Mono-Aufnahme des Quartetto Italiano freuen.
Die Schätze des Trio di Trieste - das Trio-Dependant zum Juilliard String Quartet in Sachen subjektiver Gefühlsausdruck - hat ja die DG inzwischen wieder zum Glück wieder zugänglich gemacht. Das Gleiche gilt dank Chandos für die ganz frühen Aufnahmen des Borodin Quartets (Tschaikowsikij!!!).
sound67 (24.11.2006, 18:00):
Original von ab
Original von sound67
der Standard der Interpretationen ist dabei keineswegs gesunken (das ist allerdings ein Irrglaube der "Historical Performance"-Fetischisten).


Der spieltechnische Standard wohl sicher nicht , wohl aber jener der Musikalität!

Woran zu belegen? Die Interpretation eines Schostakowitsch-Violinkonzerts mit dem jungen Sergey Khachatryan steht Oistrakh bspw. in nichts nach. Weder in der Technik (eher im Gegenteil) noch in der ebenso vielbeschworenen "Musikalität, wobei der Begriff eigentlich ziemlich nichtssagend ist. Heute sind die Musiker eher intellektueller als früher ...

Und das gilt für etliche Solisten, Orchester, Chöre, Dirigenten ...

Das ist kein Irrglaube, sondern etwas rein hörbares. Mit Historical performance hat das schon gar nicht zu tun: Es gibt auch in der Alten-Musik-Branche wie überall sowohl musikalische Interpreten als auch leblose "Zombis".

Sorry, sollte heissen: Historic Performance - also alte Aufnahmen derselben Musik.

Gruß, Thomas
cellodil (24.11.2006, 18:03):
Original von ab
Der spieltechnische Standard wohl sicher nicht durch die neuen Algorithmen - auch wenn andererseits dadurch die Mängel bei der Micropositionierun immer ohrfälliger werden)], wohl aber jener der Musikalität!

Lieber ab,

könntest Du mir vielleicht erklären, was das heißt? Vielleicht am besten ganz einfach - für an Ursachenforschung für Ohrfälligkeiten interessierte Laien?

Danke und Grüße

Sabine
ab (24.11.2006, 18:26):
Original von sound67

Woran zu belegen? Die Interpretation eines Schostakowitsch-Violinkonzerts mit dem jungen Sergey Khachatryan

...aus einem Ei schlüpft noch kein ganzer Hennenstall...
sound67 (24.11.2006, 18:28):
Original von ab
Original von sound67

Woran zu belegen? Die Interpretation eines Schostakowitsch-Violinkonzerts mit dem jungen Sergey Khachatryan

...aus einem Ei schlüpft noch kein ganzer Hennenstall...

Billig. Aber charakteristisch für die "früher war alles besser" Fanatiker.

Gil Shaham, Hilary Hahn, Daniel Müller-Schott, Julia Fischer, Arabella Steinbacher, Robert McDuffie, Maxim Vengerov Nikolai Znajder, etc.pp. Alles herausragende Musiker, um mal nur bei den Streichern zu bleiben.
ab (24.11.2006, 18:36):
Höre Dir Digitalaufnahmen aus den frühen 80er an und vergleiche den dünnen, typischen, verzerrten Klang mit heutigen Topp-Aufnahme mit 96kHz Qualität. Hier sind Wärme, Natürlichkeit, Räumlichkeit und vor allem die ganze Mikrodynamik (also jene kleinsten Feinheiten in Dynamikunterschieden, welche die Musikalität zum Hören bringt) gegeben, dort aber tendentiell tote Konserve.

Ich kenn mich da so gut wie gar nicht technisch aus, daher nur rudimentär: Der Grund dafür liegt in Rechenprogrammen (denen bestimmte Algorithmen zugrunde liegen), welche die durch das Micro gelieferte analogen Signal digital bearbeiten. Solche Algorithmen spielen etwa eine Rolle dabei, die ganzen 24 bit, in denen heute am Computer gearbeitet wird, dann wieder auf jene Bit-Anzahl, die ein CD-, SACD-oder ein DVD-Player lesen kann, herunterzukompremieren. Je besser dieser Algoritmus, desto besser dann auch der Klang.

Was die Positionierung der Micros im Raum betrifft, so höre Dir etwa die interpretatorisch höchst empfehlenswerte Schostakowitsch CD (Cellosonate + Violasonten-Bearbeitung) mit dem griechisch/österreischischen Cellisten Freidrich Kleinhappl an: Das klingt (trotz 96 kHz- Aufnahme) so, also ob das Cello und ds Klavier in unterschiedlichen Räumen spielen würden. (Womöglich aber auch ein reiner Abmischfehler?) Ein großer Wermutstropfen, dennoch musikalisch höchst empfehlenswert...
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4765530.jpg

Ps, Kleinhappls Brahms-CD (die ich nicht kenne, jedoch habe ich beide mit Brahms im Radio gehört und war sehr angetan), enthält auch Liedbearbeitungen.
cellodil (25.11.2006, 14:04):
Bei mir folgt auf Platz 5 meine derzeitige Lieblings-CD:

J.S. Bach, The 6 Cello Suites
Antonio Meneses
(Avie, 2004)

Auch keine Neuerscheinung, aber eine Neuerwerbung, die mich sehr begeistert. Die Suiten gehören ja (wer hätte es gedacht?) zu meinen Lieblingswerken. Meneses Interpretation empfinde ich als sehr feinsinnig und differenziert. Er spielt die Suiten ausdrucksvoll und intensiv, ohne dabei jemals plakativ, vordergründig oder effekthascherisch zu sein.

Grüße

Sabine
Rachmaninov (01.12.2006, 19:39):
#5



Alleine die Schumann Sonate :down
Rachmaninov (05.12.2006, 08:33):
meine sechste hier zu nennende Aufnahme ist die des jungen Sergey Khachatryan mit dem Orchestra National de France unter Kurt Masur.



Genauere Begründung werde ich bald im passenden Thread geben.

:D
Ganong (07.12.2006, 17:57):
Lieber ab ,

insgeamt würde ich die von mir genannten Aufnahmen leicht vorziehen .

Ein TIP(P) : Schumanns "Papillons" mit kempff in der Reihe BBC Legends . das ist absolu überragendstes Klavierspiel . ( plus Brahsm - Sonate Nr. 3 u nd Schumanns Opus 17 ) . Herrlich !

...für den , der heimlich lauschet !

Beste Grüsse ,

Frank