Michael Haydn

Sarastro (15.06.2008, 01:08):
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dd/Michaelhaydn1.jpg

Michael Haydn (1737-1806) stand von jeher im Schatten seines berühmten älteren Bruders, und auch heute ist sein Werk wenig bekannt. Die Stationen seines Lebenswegs sind schnell skizziert:
Geboren 1737 in Rohrau in Niederösterreich (also wie Joseph Haydn)
Seit 1745(?) Sängerknabe in Wien (St. Stephan),
Seit 1757 Geiger und sodann bischöflicher Kapellmeister in dem damals unter habsburgischer Herrschaft stehenden (ungarischen) Großwardein (jetzt Oradea in Rumänien)
Seit 1763 Konzertmeister der Hofkapelle des Fürsterzbischofs zu Salzburg
Seit 1781 ebenda Hof- und Domorganist.
1806 in Salzburg gestorben und dort beigesetzt.
Er soll gesagt haben "Gebt mir Texte und verschafft mir die ermunternde fürstliche Hand, wie sie über meinem Bruder waltet, und ich will nicht hinter ihm bleiben" (zitiert nach: M. Korff, Konzertbuch Orchestermusik 1650-1800, Wiesbaden – Leipzig 1991, 412), und tatsächlich hatte er nicht die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten seines Bruders.
Michael Haydn schuf überwiegend, wie es seinen Aufgaben entsprach, Sakralmusik sowie Bühnenwerke, zum geringeren Teil aber auch Instrumentalmusik, wobei hier den (bisher bekannten, zwischen 1760 und 1789 komponierten) 41 Symphonien besondere Bedeutung zukommt.
In dem vorhin zitierten "Konzertbuch" liest man Folgendes (S. 413):
"Den Großen der Epoche ist das Werk Michael Haydns nicht vergleichbar; zu offensichtlich erscheint die Distanz zu jenen, deren Musik sich – als Ausdruck tiefster Innerlichkeit, dabei frei von jeglichem Auftrag – an den Zeitgenossen, den Menschen schlechthin wendet."
(als ob etwa die großen Werke Bachs oder Mozarts allesamt ohne Auftrag entstanden wären!!)
Wenig später gesteht der Autor dieses Abschnitts immerhin großzügig zu, daß
"bis heute eine Auswahl Haydnscher Instrumentalmusik vor(liegt), deren Wert unangefochten bleibt und deren Aufführung in den Konzert- und Rundfunkprogrammen, namentlich solchen leichteren, unterhaltsamen Charakters, jederzeit wünschenswert ist."
***
Ich möchte hier von zwei persönlichen Erfahrungen mit der Musik Michael Haydns berichten. Vor etwa einem Jahr hörte ich in einem Laden in eine CD mit Symphonien von Michael Haydn hinein (einige kannte ich schon von früher, diese aber eben nicht):

http://www.stadtbibliothek.graz.at/covers/1132091.gif

Ich war von dem, was ich da zu Gehör bekam – und wie erfrischend es gespielt wurde – so fasziniert, daß ich es sofort kaufen mußte. Diese "Grazer Symphonie" wurde um 1763 komponiert, klingt ganz anders als die zeitgleichen Werke des älteren Bruders, aber um nichts weniger vollkommen!

Zweites Erlebnis: Einige Zeit später bestellte ich mir die Symphonien Nr. 34-39 (mit Johannes Goritzki).
http://ecx.images-amazon.com/images/I/318ZG0EAMCL._SL500_AA130_.jpg

(das Bild ließ sich leider nicht vergrößern).
Diese Werke wurden im Jahr 1788 komponiert – dem Jahr, da Mozart seine drei großen letzten Symphonien schrieb! - , und im ersten Moment, als ich die Angaben auf der Rückseite der CD-Hülle las, war ich etwas enttäuscht. Das sollen vollwertige Symphonien sein, jede dreisätzig und nur mit ca. neun Minuten Spieldauer? Beim Anhören der Werke (etwa zwei kannte ich, wie ich mich erinnerte, von einer alten rumänischen Schallplatte, die ich aber seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört hatte) wurden nicht nur meine Bedenken zerstreut, sondern ich kam über weite Strecken aus heller Begeisterung nicht mehr heraus.

Die Stücke sind vom Satz her alles andere als langweilig und anspruchslos, man hört, daß sie deutlich später entstanden sind als die "Grazer Symphonie" (sie sind gewissermaßen "reifer"), und sie werden frisch, quirlig und lebendig musiziert. Am meisten von allen packte (und packt) mich aber vom Anfang bis zum letzten Takt der letzte Satz der 39. Symphonie (auf besagter CD also ganz am Schluß) mit seinem vorwärtsdrängenden Fugato, das so beginnt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/7c/MHaydnPerger31Fugato.png

Ich muß sagen, so etwas Erhebendes habe ich bei einem "Kleinmeister" selten gehört, und ich habe den höchsten Respekt vor Michael Haydns Tonkunst. Es liegt mir völlig fern, ihn jetzt womöglich auf Kosten seines Bruders in den Himmel heben zu wollen, es ist mir aber unbegreiflich, wieso solche herrliche Musik nicht öfters gespielt wird und nicht bekannter ist.

Eine andere Aufnahme mit früheren Symphonien, ebenfalls mit Goritzki, ist diese:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/516J39PF44L._SL500_AA240_.jpg

Die Stücke sind früher entstanden und insgesamt vielleicht nicht ganz so packend wie die vorher genannten, aber allemal sehr hörenswert!

Ich habe noch ein paar andere schöne Sachen von Michael Haydn, kenne aber längst nicht alles, was ich noch kennenlernen möchte (einiges nur vom Probehören). Vielleicht komme ich hier ja noch später zu einer Fortsetzung. Da gibt es wieder einmal viel zu entdecken – für alle!

Kann jemand von euch von eigenen (hoffentlich positiven ...) Erfahrungen mit Michael Haydn berichten?

Herzliche Grüße allerseits,
Sarastro
satie (15.06.2008, 01:31):
Original von Sarastro
Am meisten von allen packte (und packt) mich aber vom Anfang bis zum letzten Takt der letzte Satz der 39. Symphonie (auf besagter CD also ganz am Schluß) mit seinem vorwärtsdrängenden Fugato, das so beginnt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/7c/MHaydnPerger31Fugato.png



Lieber Sarastro,
herzlichen Dank für diesen neuen Thread. Ich gestehe, von Michael Haydn tatsächlich so gut wie gar nichts zu kennen. Ich werde diesen Thread nutzen, diese Lücke endlich mal zu schließen.
Eine Sache beschäftigt mich nur...ich hoffe, das wird nicht als Pedanterie aufgefasst...aber: das Notenbeispiel zeigt mir nirgends ein Fugato, allenfalls einen als stark variiert zu sehenden diminuierten Imitationssatz (und selbst das nur, wenn man all das hinein interpretiert). Kommt das Fugato später oder stehe ich hier auf dem Schlauch??

Herzlich,
S A T I E
Zelenka (15.06.2008, 08:02):
Lieber Sarastro:

Auch ich kann mich hier im wesentlichen nur für Deine Fadeneröffnung herzlich bedanken, Michael Haydn ist in meiner Sammlung kaum vertreten. Symphonien besitze ich überhaupt nicht. Was ich habe, ist ein Violinkonzert in B-Dur, sein zweites Trompetenkonzert und ein Concertino für das Horn, im vokalen Bereich eine einsame Marienarie.

Gruß, Zelenka
Carola (15.06.2008, 09:11):
Lieber Sarastro,

auch ich kenne bisher nur ein Werk vom Salzburger Haydn und zwar das Requiem in dieser Aufnahme:


http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4260034865365.jpg

Mich hat dieses Werk vor allem deshalb interessiert, weil es Mozarts Requiem beeinflusst haben soll. Soweit ich weiß, waren die beiden auch befreundet. Michael Haydn war der Nachfolger Mozarts in Salzburg, wenn ich mich recht erinnere. Aber da weißt Du sicher mehr.

Es grüßt Euch Carola
Poztupimi (15.06.2008, 11:36):
Lieber Sarastro,

ich muß zugeben, Michael Haydn spielt nur eine sehr kleine Rolle in meiner Sammlung. Neben einem Violinkonzert auf einer CD mit Baiba Skride (Konzert für Violine und Orchester B-Dur, Perger 53) besitze ich zwei CDs mit Vokalwerken, die ich zwar schon eine Weile nicht mehr gehört habe, die es aber nach meiner Erinnerung Wert sind, hier genannt zu wwerden - und von von mir unbedingt, wenn ich wieder zuhause bin, gehört zu werden. Es sind diese beiden:

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/4009350833548.jpg
Deutsche Messe (sowie weitere Vokalwerke von W. A. Mozart und L. Mozart)
Wiener Kammerchor / Johannes Prinz
Carus 83.354

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0034571175102.jpg
Missa pro defuncto archiepiscopo Sigismundo - Messe für Soli, Chor und Orchester c-moll /
Missa in honorem Sanctae Ursulae
Carolyn Sampson, Hilary Summers, James Gilchrist, Peter Harvey /
Choir of The King's Consort, The King's Consort / Robert King
hyperion CDA67510

Die von Dir genannten Werke werde ich – wie so Vieles, was in diesem Forum genannt wird – auf meine immer länger werdende Liste "unbedingt reinhören" setzen.

Viele Grüße,
Wolfgang
Sarastro (15.06.2008, 12:09):
Lieber Satie,
natürlich fasse ich Deine Frage nicht als Pedanterie auf, freue mich vielmehr über die Rückmeldung! Das Finale der Symphonie Nr. 39 ist tatsächlich ein Fugato, auch wenn das Notenbeispiel das nicht hervortreten läßt, da der Einsatz des Fugenthemas (d.h. die Oberstimme des Notenbeispiels) in den anderen Stimmen darin nicht mehr enthalten ist (ich habe leider keine Partitur davon; die Anfangstakte hatte ich hier gefunden:
http://en.wikipedia.org/wiki/Symphony_No._39_(Michael_Haydn) )

Ich hatte übrigens vergessen, auf den nützlichen, mit Notenbeispielen und diskographischen Hinweisen versehenen Michael-Haydn-Katalog des Wiener Musikverlags Doblinger hinzuweisen (kann man sich bequem als pdf-Datei herunterladen):
http://www.doblinger-musikverlag.at/dyn/kataloge/ekat_ekat_M._Haydn_Prospekt_1.pdf

Vom Finale dieser Symphonie ist da aber leider kein Partiturausschnitt abgebildet.

@Carola und Poztupimi
Liebe Carola, lieber Wolfgang,
von Michael Haydns Sakralmusik kenne ich wiederum bisher leider - wie ich gestehen muß - überhaupt nichts (was wohl einfach mit meinem alles in allem größeren Interesse für Instrumentalmusik zusammenhängt, aber an sich bin ich auch für Sakralmusik durchaus aufgeschlossen und empfänglich; des Bruders "Schöpfung" rangiert in meiner Wertschätzung ganz weit oben). Hier besteht bei mir noch großer Nachholbedarf.
Deine, Carola, Ergänzung, daß Michael Haydn im fürsterzbischöflichen Dienst in Salzburg Mozarts Nachfolger wurde, ist völlig richtig; eine Folge von Mozarts Zerwürfnis mit dem gestrengen Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo.

Herzliche Grüße,
Sarastro
Sarastro (15.06.2008, 12:24):
Lieber Zelenka,
das B-Dur-Violinkonzert kenne ich auch, ich habe es in einer - allerdings schon lange nicht mehr gehörten - LP mit Thomas Zehetmair und dem Franz Liszt Kammerorchester Budapest. Soviel ich mich erinnere, hinterließ die Aufnahme aber auf mich bei weitem nicht den Eindruck wie die Symphonien. Wohl kein Wunder, denn auch wenn ich natürlich keinem bedingungslosen optimistischen Fortschrittsglauben huldige (also nach dem Motto, je früher komponiert, desto schlechter, und umgekehrt), so muß man in diesem Falle das sehr frühe Entstehungsdatum jenes B-Dur-Konzerts (zwischen 1757 und 1763) eben doch berücksichtigen.

Herzliche Grüße,
Sarastro
Zelenka (15.06.2008, 12:35):
Original von Sarastro
Lieber Zelenka,
das B-Dur-Violinkonzert kenne ich auch, ich habe es in einer - allerdings schon lange nicht mehr gehörten - LP mit Thomas Zehetmair und dem Franz Liszt Kammerorchester Budapest. Soviel ich mich erinnere, hinterließ die Aufnahme aber auf mich bei weitem nicht den Eindruck wie die Symphonien. Wohl kein Wunder, denn auch wenn ich natürlich keinem bedingungslosen optimistischen Fortschrittsglauben huldige (also nach dem Motto, je früher komponiert, desto schlechter, und umgekehrt), so muß man in diesem Falle das sehr frühe Entstehungsdatum jenes B-Dur-Konzerts (zwischen 1757 und 1763) eben doch berücksichtigen.

Herzliche Grüße,
Sarastro

Lieber Sarastro:

Da besitzen wir offenbar dieselbe Zehetmair- Einspielung in bestem Klang, ich habe sie allerdings auf CD. Ich habe das Konzert seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört, aber es hat, auch wenn es ein Frühwerk ist, einen insgesamt durchaus positiven Eindruck gemacht. Es plätschert vielleicht ein wenig harmlos aus am Ende.

Herzlichen Dank für den interessanten Link zum Verlag Doblinger!

Gruß, Zelenka
Manfred (15.10.2008, 21:45):
Auf dieser nur noch gebraucht erhältlichen CD

http://ecx.images-amazon.com/images/I/613W9FHB1JL._SL500_AA240_.gif

sind vier Sinfonien Michael Haydns aufgenommen: Perger 12, 1, 11 und 6. Das Franz Liszt Chamber Orchestra unter der Leitung von János Rolla musiziert diese Sinfonien schlank, virtuos und mit hörbarer Spielfreude. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1985 und war damals bei Teldec erschienen.

Viele Grüße,
Manfred
Wooster (15.10.2008, 23:13):
Original von Manfred
Auf dieser nur noch gebraucht erhältlichen CD

http://ecx.images-amazon.com/images/I/613W9FHB1JL._SL500_AA240_.gif

sind vier Sinfonien Michael Haydns aufgenommen: Perger 12, 1, 11 und 6. Das Franz Liszt Chamber Orchestra unter der Leitung von János Rolla musiziert diese Sinfonien schlank, virtuos und mit hörbarer Spielfreude. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1985 und war damals bei Teldec erschienen.


Ja, die besitze ich auch schon lange; sehr hübsch und ein Beispiel für das mitunter ziemlich schräge Coverdesign bei Teldec in den 80er Jahren. (Derselbe Gestalter war anscheinend auch für die ersten Auflagen von Inbals Bruckner-Zyklus verantwortlich, da sind ein paar völlig surrealistische dabei).

Gibts eigentlich eine Einspielung von einigen Sinfonien Michael Haydns auf alten Instrumenten?

Wooster
Sarastro (16.10.2008, 01:38):
Original von Wooster

Gibts eigentlich eine Einspielung von einigen Sinfonien Michael Haydns auf alten Instrumenten?

Ich kenne nur diese (oben noch nicht genannte) CD, die allerdings keine Symphonien enthält:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203923021.jpg

Divertimenti
Salzburger Hofmusik
Wolfgang Brunner (Aufnahme aus dem Jahr 1993)

Die Instrumente sind überwiegend aus dem 18. Jahrhundert, ein Teil ist nachgebaut.
Gespielt werden:
Divertimento C-Dur für Violine, Cello und Basso continuo (Perger 99, trotz der hohen Nummer ein Frühwerk)
Variationen C-Dur für Klavier (Perger 132)
Divertimento Es-Dur für Viola, Cello und zwei Bässe
Divertimento D-Dur für 2 Violinen, Viola und Basso continuo (Perger 93)

Das Thema der Variationen hat M. Haydn auch in einer Symphonie verwendet.
Sehr originell mit der hervorstechenden, sehr sorgfältigen Behandlung der Bässe ist das dreisätzige Es-Dur-Divertimento.
Ein reifes, schönes Werk (1782 entstanden) ist das fünfsätzige D-Dur-Divertimento.
GIbt´s, wie ich sehe, nach wie vor sehr günstig bei jpc.

Grüße,
Sarastro
Manfred (16.10.2008, 07:32):
Ebenfalls bei cpo gibt es eine Box mit den Sinfonien Nr. 1-12, 15, 16, 18 sowie 25-28:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203959129.jpg

Das Slovak Chamber Orchestra (Leitung: Bohdan Warchal) musiziert sehr lebendig, für meinen Geschmack aber manchmal etwas zu "fett" und mit zuviel Vibrato. Nichtsdestotrotz ist diese Box eine preiswerte Möglichkeit, weitere Sinfonien von Michael Haydn kennenzulernen.

Ich kenne auch keine Aufnahme von Sinfonien Michael Haydns auf historischen Instrumenten, da gäbe es für die entsprechenden Ensembles noch einiges zu tun.

Viele Grüße,
Manfred
Sarastro (19.07.2009, 15:39):
Hörenswert ist auch die Einspielung von fünf Michael-Haydn-Symphonien mit den London Mozart Players unter Matthias Bamert aus dem Jahr 1996 (Chandos):

http://ecx.images-amazon.com/images/I/61PVSNG1PVL._SS400_.jpg

P(erger) 6 A-Dur; P 9 B-Dur; P 16 G-Dur; P 26 Es-Dur; P 32 F-Dur

Zur dreisätzigen G-Dur-Symphonie schrieb Mozart eine 40 Takte lange langsame Einleitung (die aber nicht mit aufgenommen wurde), so daß das ganze Werk lange als Komposition Mozarts galt (KV 444 bzw. 425a).

Auch in der oben schon erwähnten Einspielung von Goritzki ("Symphonies 34-39" = Perger 26-31) enthalten ist die spritzige kleine ebenfalls dreisätzige Es-Dur-Symphonie mit einem als Fugato gearbeiteten Finale (diese Technik ist, wie schon erwähnt, in M. Haydns Symphonien öfters anzutreffen). Bei Goritzki wird sie nach meinem Empfinden vergleichweise sogar mit noch mehr Verve vorgetragen.

Die Chandos-CD, die ich erst kürzlich erworben habe, hat dazu beigetragen, meine Bekanntschaft mit dem Werk des vernachlässigten "kleinen Bruders" weiter zu vertiefen.

Schöne Grüße,
Sarastro
Maurice inaktiv (03.04.2013, 03:39):
Ich kann die PO-CDs sehr empfehlen,allerdings bin ich bei Aufnahmen um Bohdan Warchal immer etwas skeptisch,weil er mMn nicht mehr so wirklich "zeitgemäß" spielen lässt,was ja bereits erwähnt wurde hier.

Die Chandos-Aufnahme ist da schon ein anderes Kaliber,da Bamert sich generell um diese Epoche mit den LMP sehr bemüht hat,und eine mit Sicherheit sehr große Erfahrung mit der Musik um 1800 gesammelt hat.

Es gibt noch folgende empfehlenswerte Einspielungen,die ich aber teilweise selbst er erwerben möchte,doch darüber gelesen habe :

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203713721.jpg

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203951321.jpg

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203982325.jpg

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0000006706391.jpg

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0710357519024.jpg

Ich möchte auch auf das sehr anspruchsvolle Michael Haydn-Trompetenkonzert hinweisen,was hier hervorragend eingespielt wurde.Hier mit einer "modernen" Trompete :

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YMahLLACL._SL500_AA300_.jpg

Hier mit der Naturtrompete,eingespielt vom vermutlich besten Trompeter,den es in dieser Hinsicht zur Zeit gibt:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51zfHw6RtIL._SL500_AA300_.jpg

Es ist übrigens wesentlich anspruchsvoller als das bekanntere Trompetenkonzert seines Bruders Joseph.

VG,Maurice
Cantus Arcticus (03.04.2013, 08:28):
Original von Maurice André
Ich kann die PO-CDs sehr empfehlen,allerdings bin ich bei Aufnahmen um Bohdan Warchal immer etwas skeptisch,weil er mMn nicht mehr so wirklich "zeitgemäß" spielen lässt,was ja bereits erwähnt wurde hier.

Die Chandos-Aufnahme ist da schon ein anderes Kaliber,da Bamert sich generell um diese Epoche mit den LMP sehr bemüht hat,und eine mit Sicherheit sehr große Erfahrung mit der Musik um 1800 gesammelt hat.

Es gibt noch folgende empfehlenswerte Einspielungen,die ich aber teilweise selbst er erwerben möchte,doch darüber gelesen habe :

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203713721.jpg

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203951321.jpg

http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0761203982325.jpg
......

VG,Maurice

Hallo Maurice
Die CPO Einspielungen Frank Beermans kann ich empfehlen. Die Deutsche Kammerakademie Neuss ist hier wirklich auf sehr hohem Niveau anzutreffen.

Ein anderes Label mit einigen Werken Michael Haydns ist Regis, die Bournemouth Sinfonietta unter Harold Faberman haben einige Werke schon eingespielt. Ich habe diese zu Spottpreisen erstanden. Der absolut sinnlos hohe Preis, der auf Amazon teils verlangt wird ($385.77) ist in keinster Art und Weise gerechtfertigt.

...die spinnen, die Amazonier... (frei nach Asterix und Obelix)

Grüsse: hello
Stefan
Maurice inaktiv (03.04.2013, 12:56):
Bei den Faberman-Einspielungen liegen die Preise in der Tat weit auseinander.Die hier sind aber bezahlbar :

http://ecx.images-amazon.com/images/I/81QmCJuqz8L._AA1500_.jpg

Sinfonien 7,11 und 13 , Bournemuth Sinfonietta....

Regishttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BlctGpHSL._SL500_AA300_.jpg

Diese hier sind auch bezahlbar.Sinfonien 10,11,20 - Warsaw Sinfonietta unter Wojciech Czepiel auf Arts.

Diese ebenfalls unter Faberman.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/81wULL88DbL._AA1500_.jpg

Hier gibts die Sinfonien 4,9,15 und 44 ,ebefalls Regis
Cantus Arcticus (05.04.2013, 13:25):
Original von Maurice André
Bei den Faberman-Einspielungen liegen die Preise in der Tat weit auseinander.Die hier sind aber bezahlbar :

http://ecx.images-amazon.com/images/I/81QmCJuqz8L._AA1500_.jpg

Sinfonien 7,11 und 13 , Bournemuth Sinfonietta....
.....
http://ecx.images-amazon.com/images/I/81wULL88DbL._AA1500_.jpg

Hier gibts die Sinfonien 4,9,15 und 44 ,ebefalls Regis

Stimmt, die beiden habe ich auch.

Gruss :hello
Stefan