Mischa Maisky - der letzte einer großen Tradition?

Jeremias (29.01.2008, 07:53):
Ich wundere mich, dass es hier noch gar keinen Thread zu Mischa Maisky gibt, zumal er soeben seinen 60. Geburtstag feiern durfte!

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/8/86/Maisky_Bach_Suites.jpeg/200px-Maisky_Bach_Suites.jpeg

Mischa Maisky wurde am 10.01.1948 in Riga geboren. Seinen ersten Cellounterricht erhielt er mit 8 Jahren. Mit 14 Jahren wechselte er in die Meisterklasse von Rostropovich. 1970 wurde er zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt, da seine Schwester nach Israel ins Exil gegangen war. Im Winter 1972 konnte er dann auch nach Israel auswandern und verlegte seinen Wohnsitz daraufhin nach Brüssel. 1973 gewann er die Gaspar Cassadó International Cello Competition in Florenz. Im gleichen Jahr gab er sein Debüt in der Carnegie Hall mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von William Steinberg. Nach dem Konzert schenkte ihm ein anonymer Bewunderer ein Montagnana-Cello aus dem Jahre 1720. Auf Vermittlung von Rostropovich wurde Maisky 1974 Meisterschüler von Gregor Piatigorsky. Er ist damit der einzige Cellist, der sowohl bei ihm als auch bei Rostropovich Unterricht hatte.

Große musikalische Freundschaften verbinden ihn u.a. mit Leonard Bernstein, Gidon Kremer und natürlich Martha Argerich.

Einige seiner Aufnahmen:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41K2FM4MFNL._AA240_.jpg

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41G5Y45BQ5L._AA240_.jpg

http://ecx.images-amazon.com/images/I/413SFYKEY8L._AA240_.jpg

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41D8M0KC54L._AA240_.jpg

http://ecx.images-amazon.com/images/I/516W6V340VL._AA240_.jpg

http://ecx.images-amazon.com/images/I/61540A747JL._AA240_.gif

http://ecx.images-amazon.com/images/I/61B9MR0TTXL._AA240_.gif
cellodil (29.01.2008, 08:41):
Lieber Jeremias,

Du hast die Überschrift zu diesem Thread ja mit einem Fragezeichen versehen... Trotzdem möchte ich mal nachfragen, wieso Du glaubst, dass Maisky der letzte einer "großen Tradition" sein könnte? Das klingt so ein bisschen nach "endangered species"...

Was ist, wenn Du dabei an Rostropovich-Schüler gedacht hattest, denn - zum Beispiel - mit Natalia Gutman (die ich sehr eindrucksvoll im letzten Herbst mit Saint-Saens gehört hatte) oder David Geringas?

Und: Worin besteht Deiner Meinung nach diese "große Tradition"?

Ich persönlich würde Maisky nicht in die Reihe der Ausnahmekünstler vom Schlage Rostropovichs einreihen wollen. Da würde ich - von den lebenden Cellisten - allenfalls Yo-Yo Ma (zu dem es hier bisher gleichfalls noch keinen Thread gibt) hinsortieren.

Herzliche Grüße

Sabine
daniel5993 (29.01.2008, 23:12):
Guten Abend Jeremias,

http://ecx.images-amazon.com/images/I/516W6V340VL._AA240_.jpg

Eine CD, welche du oben schon angesprochen hast, gehört zu meinen absoluten Lieblingen! Brahms Doppelkonzert (Maisky/Kremer/Bernstein)!
Einfach nur Mitreißend!


http://www.jpc.de/image/w300/front/0/0028944557428.jpg

Schumanns und Dvoraks Cellokonzerte mit Maisky sind bereits auf dem Weg zu mir. Dazu komm ich dann später. Diese beiden Konzerte gibts zur Zeit sehr Günstig bei JPC, 7,99.

Gruß
Daniel
Gerion (30.01.2008, 08:28):
@Daniel: Freu Dich auf die Schumann/Dvorak-Aufnahme- ich habe sie seit langem und bin jedesmal begeistert, wenn ich sie höre. :)
Jeremias (29.01.2008, 07:53):
Ich wundere mich, dass es hier noch gar keinen Thread zu Mischa Maisky gibt, zumal er soeben seinen 60. Geburtstag feiern durfte!

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/8/86/Maisky_Bach_Suites.jpeg/200px-Maisky_Bach_Suites.jpeg

Mischa Maisky wurde am 10.01.1948 in Riga geboren. Seinen ersten Cellounterricht erhielt er mit 8 Jahren. Mit 14 Jahren wechselte er in die Meisterklasse von Rostropovich. 1970 wurde er zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt, da seine Schwester nach Israel ins Exil gegangen war. Im Winter 1972 konnte er dann auch nach Israel auswandern und verlegte seinen Wohnsitz daraufhin nach Brüssel. 1973 gewann er die Gaspar Cassadó International Cello Competition in Florenz. Im gleichen Jahr gab er sein Debüt in der Carnegie Hall mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von William Steinberg. Nach dem Konzert schenkte ihm ein anonymer Bewunderer ein Montagnana-Cello aus dem Jahre 1720. Auf Vermittlung von Rostropovich wurde Maisky 1974 Meisterschüler von Gregor Piatigorsky. Er ist damit der einzige Cellist, der sowohl bei ihm als auch bei Rostropovich Unterricht hatte.

Große musikalische Freundschaften verbinden ihn u.a. mit Leonard Bernstein, Gidon Kremer und natürlich Martha Argerich.

Einige seiner Aufnahmen:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41K2FM4MFNL._AA240_.jpg

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41G5Y45BQ5L._AA240_.jpg

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cellodil (29.01.2008, 08:41):
Lieber Jeremias,

Du hast die Überschrift zu diesem Thread ja mit einem Fragezeichen versehen... Trotzdem möchte ich mal nachfragen, wieso Du glaubst, dass Maisky der letzte einer "großen Tradition" sein könnte? Das klingt so ein bisschen nach "endangered species"...

Was ist, wenn Du dabei an Rostropovich-Schüler gedacht hattest, denn - zum Beispiel - mit Natalia Gutman (die ich sehr eindrucksvoll im letzten Herbst mit Saint-Saens gehört hatte) oder David Geringas?

Und: Worin besteht Deiner Meinung nach diese "große Tradition"?

Ich persönlich würde Maisky nicht in die Reihe der Ausnahmekünstler vom Schlage Rostropovichs einreihen wollen. Da würde ich - von den lebenden Cellisten - allenfalls Yo-Yo Ma (zu dem es hier bisher gleichfalls noch keinen Thread gibt) hinsortieren.

Herzliche Grüße

Sabine
daniel5993 (29.01.2008, 23:12):
Guten Abend Jeremias,

http://ecx.images-amazon.com/images/I/516W6V340VL._AA240_.jpg

Eine CD, welche du oben schon angesprochen hast, gehört zu meinen absoluten Lieblingen! Brahms Doppelkonzert (Maisky/Kremer/Bernstein)!
Einfach nur Mitreißend!


http://www.jpc.de/image/w300/front/0/0028944557428.jpg

Schumanns und Dvoraks Cellokonzerte mit Maisky sind bereits auf dem Weg zu mir. Dazu komm ich dann später. Diese beiden Konzerte gibts zur Zeit sehr Günstig bei JPC, 7,99.

Gruß
Daniel
Gerion (30.01.2008, 08:28):
@Daniel: Freu Dich auf die Schumann/Dvorak-Aufnahme- ich habe sie seit langem und bin jedesmal begeistert, wenn ich sie höre. :)
Heike (14.02.2010, 11:43):
In der ZEIT stand unlängst ein Interview mit Maisky, vielleicht interessiert es den einen oder anderen:

"Es ist eine große Verantwortung, zeitgenössische Musik zu spielen"

Heike