Hosenrolle1 (01.09.2015, 22:48):
I. Allegro
II. Romance (Larghetto)
III. Allegro
Orchesterbesetzung:
Clarinetto I, II in B
Fagotto I, II
Corno principale in Es
Violino I
Violino II
Viola I, II
Violoncello e Basso
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Das Autograph kann man hier ansehen.
Die von mir verwendeten Noten stammen aus einer Urtext-Ausgabe aus dem Bärenreiter-Verlag, wobei es da einen interessanten Hinweis bezüglich der Notenschreibweise von Mozart gibt:
Mozart notiert einzeln stehende 16tel, 32stel etc. stets durchstrichen; bei Vorschlägen ist somit eine Unterscheidung hinsichtlich kurzer oder langer Ausführung nicht möglich.
Die Beschreibung der drei Sätze spiegelt natürlich nur meine eigene Interpretation wieder; auf andere Interpretationsansätze bin ich gespannt und neugierig!
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1. Satz
Der erste Satz beginnt in Es-Dur direkt mit dem unbeschwerten, ein wenig verspielten Hauptthema, das von den Violinen vorgestellt wird.
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Doch sie scheinen keinen wirklichen Schluss dafür zu finden und rasen in wilden 16teln und Achteln dahin, bis sie doch noch zu einem Ende kommen.
Nach 28 Takten setzt das Solohorn ein, das den Beginn des Themas (s.o.) aufgreift, dann allerdings statt der Raserei eine Art alternativen Schluss „anbietet“, der wesentlich kompakter und eleganter ist:
http://www.pbrixius.de/Andreas/mozart%20horn%20ende.jpg
Es wird von den Violinen wiederholt, doch im weiteren Verlauf bleiben sie, wenn sie das Thema spielen, wieder bei der Raserei, das Horn bleibt seinerseits bei seinem eleganten Schluss.
Dann entspinnt sich ein Dialog zwischen Horn und Streichern, bei dem ein zweites, kleines Motiv, von den Streichern vorgegeben und vom Horn aufgegriffen wird.
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Die Klarinetten und Fagotte halten sich oft zurück und bleiben stumm. In den Tutti verstärken sie die Streicher, ansonsten verwendet sie Mozart meist für länger ausgehaltene Liegetöne oder kurze, strahlende Einwürfe, wie etwa in diesem schönen Beispiel, als die Streicher das vom Horn gespielte Ende des Hauptthemas wiederholen.
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2. Satz
In dieser Romance in As-Dur beginnt diesmal das Horn mit einem verträumten Thema, das mich übrigens an „Deh vieni non tardar“ aus Mozarts „Figaro“ erinnert.
Nachdem das Horn das Thema vorgetragen hat, wird es von den Streichern wiederholt, begleitet von einem strahlenden As-Dur Akkord der Holzbläser.
Man beachte hier auch die unterschiedliche Begleitung, wenn Horn (links) und Streicher (rechts) es spielen:
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3. Satz
Der dritte Satz, ein Jagdsatz, der wiederum in Es-Dur steht, erinnert an den Jagdsatz des KV 417, wobei mir letzterer besser gefällt ... In fröhlichen Triolen brausen die Streicher und das Horn dahin, es wird ein zweites, kurzes Thema vorgestellt, doch der Eröffnungsthema dominiert das Stück. Es gibt einen etwas langsameren Mittelteil, doch der hält nicht lange und wird nahtlos von einem Lauf des Horns wieder in die Stimmung des Anfangs zurückgeführt.
LG,
Hosenrolle1