Musikalische Aussichten und Wünsche 2013

Jeremias (19.12.2012, 17:24):
Welche persönlichen Ausischten und Wünsche habt Ihr an das Musikjahr 2013?

Ich persönlich würde mir wünschen, David Garrett und Lang Lang ENDLICH von der Mattscheibe und aus der Klassikszene zu verbannen....
Heike (19.12.2012, 20:03):
Ich würde mir wünschen, dass im Radio wieder ganze Musikstücke gespielt werden statt einzelner Sätze.
Und dass im Konzertsaal weniger gehustet wird.
Heike
P.s. Lang Lang hat doch nun gerade jetzt eine hörbare Chopin-CD aufgenommen (jedenfalls klang das, was ich im Radio davon hörte, ganz ordentlich).
Hörbert (19.12.2012, 20:47):
Hallo!

Schwierig, vielleicht endlich mal wieder wesentlich mehr qualitativ hochwertige Studioaufnahmen auf Tonträgern anstatt dieser klanglich ungenügenden Live-Aufnahmen.

MFG Günther
Hyacinth (19.12.2012, 22:33):
Heikes Hustenpunkt unterschreibe ich sofort! Letztens in La Boheme an der WSO wurde im Publikum so viel gehustet, dass Mimi dagegen putzmunter wirkte :wink

Ich wünsche mir weiter so viele tolle Neuentdeckungen an Sängern, Komponisten und Werken (in meinem Alter gibts logischerweise noch fast alles zu entdecken)! Außerdem wünsche ich mir für die Saison 2013/2014, dass vielleicht wieder mehr meiner Lieblinge an der WSO singen und das Niveau generell wieder ein bisschen steigt.

lg,
Hyacinth :hello
Fairy Queen (19.12.2012, 23:17):
Ich wünsche mir, dass ich wieder ein Gesamtkunstwerk von Sidi Labri Cherkaoui zu sehen bekomme. Und dass es DVDS davon gibt. Mich hat selten etwas so beeindruckt wie "Puz/zle und solche sensationnellen Werke mûssen einfach rund um den Globus Erfolg haben.
Und dass die Oper Lalla Roukh von Felicien David eingespielt wird. Wir führen sie mit unserem Atelier Lyrique im Juni auf und es gibt nichtmal eine Aufnahme an der man/frau sich orientieren kônnte.

F.Q.
Severina (20.12.2012, 00:35):
Original von Hyacinth

Ich wünsche mir weiter so viele tolle Neuentdeckungen an Sängern, Komponisten und Werken (in meinem Alter gibts logischerweise noch fast alles zu entdecken)! Außerdem wünsche ich mir für die Saison 2013/2014, dass vielleicht wieder mehr meiner Lieblinge an der WSO singen und das Niveau generell wieder ein bisschen steigt.

lg,
Hyacinth :hello

Wie ich Dich darum beneide! Ich erinnere mich noch gut an die aufregenden Jahre, in denen ich die Welt der Oper für mich entdecken durfte, an die erregte Vorfreude vor jeder Aufführung, das Herzklopfen, wenn der Vorhang aufging.... Nach 35 Jahren ist man da (leider) doch schon abgeklärter...
Deinem zweiten Wunsch kann ich mich voll und ganz anschließen!
Ich wünsche mir überdies, dass es endlich auch Aufzeichnungen von den vielen tollen Aufführungen am ThadW gibt! Es ist ein Jammer, dass Produktionen wie "Il Trittico" oder Claus Guths Monteverdi-Zyklus nach einer Serie in der Versenkung verschwinden, ohne dass sie dokumentiert werden.

Und da Wünsche bekanntlich auch unrealistisch sein dürfen, wünsche ich mir, dass Rolando Villazón wieder zu seiner Form von 2005 zurückfindet :I

lg Severina :hello
ab (27.12.2012, 21:21):
Weniger routinierte Konzerte, oder in den Worten von Carlos Kleiber ausgedrück: Mehr Fleisch, nicht Noten.

Endlich eine zufriedenstellende Aufnahme der entzückenden Violinkonzerte von Josef Myslivecek.

Endlich mehr Aufnahmen der Sinfonik aus dem 20. Jahrhundert.

Langsam wieder mehr Sinfonien, die im 21. Jahrhundert komponiert werden; und weg auch von den anödenden orchestralen Kurzwerkchen, in denen sich keine Entwicklungen nachvollziehen lassen.

Ein Bartók Streichquartett-Zyklus, mehr Sinfonien Sibelius' und Mahlers am Konzertplan, wieder Mut zu Liederabenden und auch zu Konzertabenden mit den wirklich großen Werken der seriellen Tradition der letzten 50 Jahre. Wieder einige Uraufführungen von neuen Werken Michael FP Hubers und endliche einmal Werke von Per Nørgård im Konzert hören dürfen.

:hello
jünter (03.01.2013, 19:41):
Ich persönlich bin - und zwar sehr gerne - ein bisschen süchtig nach dem "Sound" der Staatskapelle Dresden und sehr gespannt auf die Hervorbringungen des neuen Chefs Christian Thielemann (zu dem ich bisher ehrlich gesagt gar keine Meinung habe).
Heike (08.01.2013, 00:58):
Langsam wieder mehr Sinfonien, die im 21. Jahrhundert komponiert werden; und weg auch von den anödenden orchestralen Kurzwerkchen, in denen sich keine Entwicklungen nachvollziehen lassen.
:times10

Und dann fällt mir noch was ein, weil ich gerade eben mal wieder als eine der wenigen Nachteulen spät im Forum rumgeistere:

Mehr späte Anfangszeiten für Konzerte!
20 Uhr schaffe ich ja meist gerade so. Aber 21 Uhr wäre oft entspannter.
Ganz furchtbar: Matinéen. Da wundern sich die Veranstalter immer, wenn die Matinéen (insbesondere die Lied-Matinéen) so leer sind. Also, Sonntag um 11 Uhr, das ist doch keine Zeit, um schon in der Stadt umherzufahren! Schade um so manches schöne Programm ....
Heike
Jeremias (08.01.2013, 09:14):
@ Heike: die meisten Altenheime haben doch eine Sperrstunde, die hustenden Senioren müssen um 22 Uhr im Bett sein! Deshalb gehen die so früh...

Spätere Anfangszeiten sind aber auch für die Musiker problematisch da zu spät, vor allem Solisten. Und das Orchester hat einen Tarifvertrag mit Arbeitszeiten....
Heike (08.01.2013, 09:52):
HiHi ... wobei die Huster meist gar nicht die Alten sind, sondern eher die jungen Touristen und diejenigen, die von ihren musikinteressierten Partnern zwangsweise mitgeschleppt werden :-( Und die Alten haben ja wenigstens noch Taschentücher.

Ja, klar, spät ist für die Ausführenden weniger schön. Aber ich glaube, dass da auch einer der Gründe für die Überalterung des Klassikpublikums liegt. Speziell Opern fangen oft schon 18 oder 19 Uhr an - in der Woche für mich fast nicht machbar. 20 Uhr schaffe ich nach der Arbeit, aber meist ohne Abendessen :-(

Heike
ab (08.01.2013, 16:54):
Außerdem gibts noch die armen Damen und Herren RezensentInnen von der Presse, für die das Nachtarbeit bedeutet...
:hello
nikolaus (08.01.2013, 19:25):
Original von Heike

Mehr späte Anfangszeiten für Konzerte!

Heike

Oh ja, für mich auch, bitte!!

Nikolaus :beer
Amadé (08.01.2013, 19:58):
Bei den langen Anfahrtswegen von mehr als einer Stunde pro Fahrt kann ich nur für die Beibehaltung der üblichen Anfangszeiten plädieren.

Gruß Amadé