Muss i denn... - Das Abschiedsrätsel für das Jahr 2012
Rideamus (30.11.2012, 13:24): Liebe Ratefreunde,
manche haben es insgeheim gehofft, andere wegen der zeitlichen Belastung (und auch sonst?) befürchtet: es ist wieder Zeit für das nunmehr schon traditionelle Adventsrätsel. Diesmal wurde es besonders knapp, weil ich gerade eines abgeschlossen habe und mir langsam auch die Werke und Fragen ausgehen, die ja nicht zu abseitig sein sollen. Deshalb geht es jetzt auch genremäßig quer durch den gesamten Gemüsegarten, denn ich verfiel schließlich auf ein Thema, das von der Musik aller Gattungen besonders gerne verarbeitet wird. Obwohl es mir zunächst widerstrebte, des Thema Abschied zu Weihnachten anzusetzen, hat es doch eine gewisse Logik, denn gleich danach verabschieden wir ja auch das laufende Jahr, das nicht allen von uns nur Gutes gebracht hat. Ihnen ganz besonders gilt die Aufmunterung, die irgendwo in einer Frage steckt: jedem Abschied wohnt ein Anfang inne, oder eben eine Geburt, wie wir sie am letzten Tag dieses Rätsels wieder feiern.
Die Spielregeln sind dieselben wie zuvor, aber wie immer erläutere ich sie gerne noch einmal für alle, die erst jetzt zu unserer Rätselgemeinde stoßen. Von morgen früh an werde ich bis zum 24. jeden Tag ein Türchen mit einer neuen Frage einstellen. Wenn Ihr eine Lösung zu dieser Frage (oder einer beliebigen früheren aus diesem Rätsel) habt, schickt sie mir bitte per PN oder notfalls per Email an Rideamus@email.de. Ich werde wie immer versuchen, diese Vorschläge zeitnah zu bestätigen, kann diesmal aber nicht dafür garantieren, dass dies jeden Tag so sein wird, das ich eventuell zwischendurch noch mal ein paar Tage abwesend sein muss. In dem Fall würde Peter Brixius vorübergehend als Rätselmeister einspringen, wofür ich ihm jetzt schon danke. Wenn Ihr die Richtigkeit Eurer Lösung bestätigt bekommen habt, gebt bitte Euren Mitratern einen Tipp. Auch diesmal belohne ich jeden öffentlich gegebenen Tipp mit einem Extrapunkt – allerdings nur mit einem pro Frage.
Wie zuvor, werde ich auch diesmal das Rätsel sowohl im capriccio-kulturforum.de als auch in das-klassikforum.de laufen lassen, die beide öffentlich einsehbar sind, so dass jeder, der will, alle Tipps mitbekommen kann. Eure Tipps solltet Ihr bitte aber konsequent nur in einem der beiden Foren veröffentlichen, da ich sonst bei der Zählung durcheinander komme. Apropos: erfahrungsgemäß passieren bei der Zählung immer kleine Fehler, weil ich die PN nicht alle zur Überprüfung aufheben kann. Ich rate also jedem, dem sein Punktestand wichtig ist, sich seine eigenen Punkte zu notieren, damit Ihr mich bei Bedarf korrigieren könnt.
Eine vollständige Lösung besteht immer aus folgenden Angaben.
- die gesuchte Nummer (Arie, Lied etc.)
- ggf. das Werk, aus dem sie stammt
- der Komponist des Werkes. In den wenigen Fällen, in denen ich auf Popmusik zurückgreife, die ich diesmal gerne mit aufgenommen habe um auch diese Lieblinge einmal auftreten zu lassen, genügt auch der Interpret. Diese drei Informationen bringen zusammen einen Punkt. Ein Tipp zur richtigen Lösung bringt einen weiteren.
- und schließlich der Lösungsbuchstabe. Richtig aneinandergereiht, ergeben die Lösungsbuchstaben einen Vers aus einem sehr bekannten Abschiedslied. Das richtige Lösungswort gibt einen weiteren Punkt.
Sollte ich noch spontan Fragen für Extrapunkte einfügen, so gehören diese nicht zur richtigen Gesamtlösung, gehen aber in die Wertung ein. Das Rätsel ist jedoch auch dann vollständig gelöst, wenn "nur" alle Fragen richtig beantwortet werden und das Lösungswort stimmt.
Damit ist, so denke ich, auch für diesmal wieder alles gesagt. Rückfragen bitte ich hier einzustellen, aber bitte keine Lösungen, damit Ihr Euren Mitratern nicht den Spaß verderbt.
Bis zum morgigen Auftakt
:hello Euer Riddleamus
Rideamus (01.12.2012, 05:10): Wir beginnen ganz einfach mit einem vorübergehenden Abschied für acht Tage. Er wäre rührend, wenn er nicht so verlogen wäre.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponistennamens.
:hello Riddleamus
Heike (01.12.2012, 10:39): Tipp zu 1 Mit 1185 Meter (und natürlich ohne Abschied) könnte man auch den Gesuchten finden ...
Rideamus (01.12.2012, 11:15): Das ist ein Tipp? Bin ich froh, dass Du nicht das Rätsel stellst ?(
:hello Rideamus:wink
Heike (01.12.2012, 11:44): Und ich dachte schon, dass der Tipp viel zu deutlich ist :leb Heike
palestrina (01.12.2012, 22:35): Nr.1
Alfredo, Alfredo könnte man auch singen ,singen lassen ?!
LG palestrina
Rideamus (02.12.2012, 03:30): Ursprünglich wollte ich hier nach der Abschiedsarie eines französischen Botschafters fragen, aber dann fand ich doch, dass zum ersten Advent des Jahres eine etwas anspruchsvollere Frage angebracht sei. Sie verbirgt sich deshalb in einer Anekdote:
Eine vom Komponisten (wir wissen nicht, wie sehr) geschätzte Sängerin kehrt in ihre Heimat zurück und wird zum Abschied vom Komponisten mit einer Konzertarie beschenkt, bei deren erster Aufführung er selbst die liebevolle Klavierbegleitung spielt.
Gesucht wird neben den üblichen Informationen (Komponist und Titel der Arie) der erste Buchstabe des Vornamens der Widmungsträgerin. Wer außerdem auch noch die Abschiedsarie des Boschafters und ihre Quelle identifizieren kann, erhält einen Extrapunkt.
Mit meinen besten Wünschen an alle Ratefreunde für einen friedlichen und genussreichen Ersiten Advent Rideamus
Heike (02.12.2012, 13:39): Tipp zu 2 Der Komponist hat der Widmungsträgerin später (zusammen mit Salieri und einem sich "Cornetti" nennenden, unidentifizierten Herren) eine Kantate als Glückwunsch zur Genesung geschrieben.
p.s. jetzt auch bestätigt
Fairy Queen (02.12.2012, 16:45): Sehr schônes Rätselthema und gleich eine Frage die ich auf Anhieb wusste: Tipp zur Nummer Zwei: das Liebesleben des gesuchten Komponisten kann man nach romantischen Massstäben als eher unkonventionell bezeichnen: die Angebetete , die er eigentlich wollte bekam er nicht und musste mit der Ersatzdame vorlieb nehmen. Was ihn nicht daran hinderte mit derselben eine sehr erfüllte Ehe zu führen. Was ihn und sie wiederum nciht daran hinderte, sich auch ausserehelich zu vergnügen. Eine der(man weiss nciht genau wie weit....) ausserhelichen Vergnügungen ist die Widmungsträgerini des gesuchten Werkes. Sie muss eine hinreissende Person gewesen sein und hat auch eine der hinreissendsten Opernrollen des Kompoinisten kreiert und inspiriert. Sie tritt übrigens in einer jüngeren Verfilmung einer für Verfilmungen sehr beliebten Landsmännin mit einer Arie des gesuchten Kompoinisten auf (das aber nur am Rande, es verwirrt vielleicht eher) Von der 1 keine Ahnung. Heikes Enigma hilft mir jedenfalls nicht...... ?(
F.Q.
Heike (02.12.2012, 23:07): Liebe Fairy, mein 1185 m hohes "Enigma" zu 1 kannst du im Land der Handküsse besteigen .... und kommst so zu dem gleichnamigen verlogenen Herren, der sich für die besagten 8 Tage verabschiedet.
Rideamus (03.12.2012, 00:24): Zum Start in die neue Adventswoche erst mal etwas ganz Leichtes, den die überwältigende Masse der richtigen Lösungen zur Extrafrage 2, die ich gar nicht richtig gestellt habe, hat eine Belohnung verdient:
Hier verabschiedet man sich wortlos, aber dennoch vielfach und höchst musikalisch.
Gesucht wird der Anfangsbuchstabe des Komponisten
:hello Riddleamus
Heike (03.12.2012, 07:34): Tipp zu 3 Heute würde man sich fragen, ob sie vielleicht burnout haben? Heike
pavel (03.12.2012, 07:46): @Fairy: Ich glaube, du bist glücklich, wenn du vergisst, dass dir Heike diesen Tipp mit dem Küssdiehandland gegeben hat. (Der würde auch dort kaum weiterhelfen, dazu gibt es zu viele solche -kogel, -spitz, -stein, -berg in der fraglichen Größenordnung und der gesuchte ist nicht gerade allgemein bekannt.)
Severina (03.12.2012, 23:33): Mit einiger Verspätung - ich bin momentan nur sporadisch in Wien und somit an meinem PC - hier meine Tipps, die sicher niemand mehr benötigt, aber ich giere natürlich nach Riddles Zusatzpunkten :D:
1. Dieses Werk ist schon nahezu untrennbar mit einem ganz bestimmten Datum verbunden! (Glaubt man dem Mayakalender, werden wir das allerdings nicht mehr erleben :wink)
2. Ein singender Falke hat diesen Komponisten ebenso vereinnahmt wie der Film oder die Süßwarenindustrie! Zusatzfrage: Das Libretto ist in einer von mir in musikalischer Hinsicht ziemlich ungeliebten Sprache verfasst, der Titelheld lässt allerdings eine ganz andere erwarten!
3. Der Komponist hat sich schon lange vor Jules Verne Gedanken gemacht, wie man es sich auf unserem Erdtrabanten gemütlich machen könnte! Im gesuchten Werk wird allerdings nicht gesungen!
lg Severina :hello
Rideamus (04.12.2012, 00:15): Für die vorerst letzte etwas leichtere Frage bleiben wir bleiben im gleichen Zeitraum:
Auch dieser Abschied beginnt mit einem Sprachlosen, aber er endet fünfstimmig und mit einem passenden Verabschiedungstext
Gesucht wird der letzte Buchstabe des Textes dieses Quintetts.
:hello Riddleamus
Fairy Queen (04.12.2012, 09:27): Zur Nummer 1: die gesuchte Nummer hab ich schon selbst gesungen , obschon ich keine Unschuld vom Lande bin und dieses Ensemble eine unangenehme Lage hat- mein schandhaftes Brett vorm Kopf hat aber erst der Tipps mit dem glücklichen Vergessen gelockert- danke Pavel!
Zur Nummer Drei: offenbar hat unser Riddel derzeit seine KUK Nostalgie -Phase- auch dieser Komponist kommt aus demselben Umfeld und war zudem mit Komponist aus Nummer Zwei in vâterlicher Bewunderung lokal verbandelt. Bei der 4 fällt mir noch nix ein. F.Q.
Heike (04.12.2012, 12:53): Tipp zu 4 Liebe Fairy, wenn meine Lösung richtig ist (die Bestätigung fehlt noch), dann habe ich das Werk gerade im Kino (ähhh nein, stimmt nicht, es war in der Oper) gesehen.
Ich bin aber komischerweise auch nicht gleich drauf gekommen. Der "gleiche Zeitraum" wie bei der Vorfrage hat dann aber beim Nachdenken geholfen. Heike
Rideamus (04.12.2012, 14:16): Liebe Heike,
da ich Deinen Lösungsvorscvhlag noch nicht habe, wohl aber aus Deinem Tipp erkennen kann, dass Du das Richtige getroffen hast, erfolgt meine Bestätigung ausnahmsweise öffentlich.
:hello :helloRideamus
Heike (04.12.2012, 14:47): Lieber Rideamus, da hat wohl irgendwer irgendwas verschluckt, ich schicke das dann von zu Hause später nochmal! Heike
Severina (04.12.2012, 20:08): Ich hab zwar noch keine Bestätigung des Rätselmeisters, trotzdem wage ich einen Tipp:
Der zu Beginn des Quintetts unfreiwillig Verstummte sehnt sich nach einer Veränderung seines Familienstands!
lg Sevi :hello
PS: Bestätigung ist eben eingetrudelt!!
Rideamus (05.12.2012, 00:14): So, die kuschelige KuK-Phase ist zu Ende, und wir kommen zu den ungeliebten Gattungen, damit es auch für die Rateprofis etwas schwieriger wird. Ich vermute mal, dass kaum jemand spontan die Antwort kennen dürfte, aber mit den gegebenen Informationen lässt sie sich locker herausfinden:
Ein großer Komponist schrieb ein Abschiedslied für einen überzeugten Kommunisten. Der Mann, der Letzteren spielte und ins Bild setzte, stolperte später als Meisterdetektiv fast über eine Madonna.
Gesucht wird der Anfangsbuchstabe des Komponisten und natürlich das Lied sowie das monumentale Werk, in dem es erstmals vorgestellt wurde.
:hello Riddleamus
Rideamus (05.12.2012, 09:51): Um Euch all zu langes Suchen in die falsche Richtung zu ersparen, ergöänze ich schon mal den Hinweis, dass keiner der hier Angesprochenen Russe ist oder war.
Die Frage ist nämlichl wirklich schwer. Hier als zur Orientierung beim Suchen eine Lesehilfe:
Ein großer Komponist - ich muss mich also schon mehrmals in diesem Sinne geäußert haben, und das wohl nur, weil es nicht selbstverständlich ist
schrieb ein Abschiedslied für einen überzeugten Kommunisten - den Menschen gab es also wirklich. Zusätzliche Information: Sein berühmtestes Buch wurde 1999 von einem führenden amerikanischen Zeitschrift auf Platz 7 der hundert bedeutendsten journalistischen Werke gewählt. Das Abschiedslied muss aber nicht für ihn selbst geschrieben worden sein, sondern kann auch für jemanden gedacht sein, der ihn verkörpert(e), nämlich den
Mann, der Letzteren spielte und ins Bild setzte, - vermutlich also ein Darsteller und Regisseur in Personalunion
stolperte später als Meisterdetektiv fast über eine Madonna. - hier geht es also um eine weitere Rolle mindestens des Darstellers, und wir erinnern uns, dass ich diesmal auch einmal Popmusik einbeziehen wollte.
Gesucht wird ... das monumentale Werk, in dem es erstmals vorgestellt wurde - Von einem Werk welcher Zeit und welcher Kunstgattung könnte hier am ehesten die Rede sein, wenn man den vorigen Hinweis bedenkt?Das müsste eigentlich reichen, oder?
:hello Riddleamus
Rideamus (05.12.2012, 11:17): Die erste richtige Lösung ist gefunden, und dafür helfe ich allen anderen weiter beim Suchen, indem ich darauf hinweise, dass Che Guevara hier nicht vorkommt .
Und noch ein Tipp: Zu jeder meiner Lösungen gibt es einen passenden Clip auf You Tube. Wenn man einen Namen oder eine Idee hat, lassen die sich in der Regel leicht finden.
:hello Riddleamus
Severina (05.12.2012, 16:02): Hiiiilfe! Ich ahne zwar, welcher Regisseur über die Madonna gestolpert ist, aber das bringt mich nicht weiter, weil ich als bekennender Kinomuffel sowieso die wenigsten Filme kenne, und dieses Genre interessiert mich ganz speziell weniger als gar nicht..... :( :(
lg Sevi :hello
pavel (05.12.2012, 16:38): Hallo Severina, falls deine Ahnung bezüglich des Regisseurs/Schauspielers richtig ist, dann ergibt der gemeinsam mit einem Komponisten, der bei Rideamus nicht fehlen darf bei Google einen schönen Treffer. Du solltest aber nicht auf die nächste Sommernacht mit dem Suchen warten.
pavel
Heike (05.12.2012, 16:53): Tipp zu 5 Der verflmte Kommunist ist zwar kein Russe, aber er schrieb ein Buch über 10 ganz besondere Tage in Russland 1917
Severina (05.12.2012, 23:03): Danke!! Diesmal brauchte es alle Tipps von hier und drüben...
Daher noch schnell einer von mir:
Erst wurde ich rot vor Äger und dann rot vor Scham, dass ich nicht sofort an diesen Komponisten gedacht habe - das sollte man auch in Winternächten mit einem roten Mond am Himmel.
lg Sevi :hello
Rideamus (06.12.2012, 01:05): Da Nikolaus der Mann mit den harten Nüssen ist, die Ihr aber dennoch wieder fast alle schon brillant geknackt habt, folgt gleich noch eine aus dem gleichen Sprachraum. Danach ist wieder ein paar Fragen lang die nähere Geographie dran. Großes Nikolausehrenwort.
Vier Menschen bedauern, wie kurz ein Tag ist, denn länger dauert das Stück nun einmal nicht. Aber vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal, bei dem man das Versäumte nachholen kann.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistennamens.
Riddleamus
Heike (06.12.2012, 15:33): 6 Der Komponist hat in Berlin bald nach der Wende eine historische, weil denkwürdig freie 9. Sinfonie dirigiert. Heike
Severina (06.12.2012, 20:02): Der große Rätselmeister schweigt noch immer, aber ich wage trotzdem einen Tipp:
Den Komponisten von Nr.6 hängen sich manche um den Hals! Hätte er da noch gelebt, wäre er prädestiniert gewesen, die Musik zu "Jurassic Parc" zu komponieren :D!
lg Sevi :hello
Amadé (06.12.2012, 20:16): Der Komponist hat in Berlin bald nach der Wende eine historische, weil denkwürdig freie 9. Sinfonie dirigiert. Heike
Ich rätsele ja sonst nie mit, aber das fiel mir sofort ein, es war Leonard Bernstein mit Ensemble aus verschiedenen Orchestern und Chören nach der Wende Nov.1989.
GRuß Amadé
Rideamus (06.12.2012, 23:50): Lieber Amadé, ich glaube, dass Heike genau diese Information nicht ganz so präzise gefasst haben wollte. Aber da ihr Tipp keine Frage war, möchte ich nicht dazu aufrufen, die Spielregeln zu beachten, bei deren Erstellung ich leider nicht an die Möglichkeit gedacht habe, Tipps zu konkretisieren. Machen wir einfach weiter und kehren nach Europa zurück, aber leichter wird es vorerst noch nicht, fürchte ich:
Ein Dichter hinterließ zwei Gedichte an eine namentlich genannte Dame, die von zwei fast gleichaltrigen Zeitgenossen derselben Nationalität vertont wurden. Eines ist ein Gruß, das andere ein Abschied.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponisten des Begrüßungsliedes
:hello Rideamus
Rideamus (07.12.2012, 09:40): Ist's doch so schwer?
Hier ein erster Tipp: Die gesuchte Süße ist Französin.
Und der zweite gleich hinterher, weil die Frage so schwer ist:
Die Süße heißt weder Carmen noch Coppelia, aber beide verbinden die Komponisten.
:hello Rudeamus
Heike (07.12.2012, 12:53): 7 Bonjour, lieber Rätselmeister, das war aber schwierig, ich kenne weder das eine noch das andere, noch die besungene Dame und den Texter auch gerade mal dem Namen nach! Zum Glück haben deine Tipps dann beim Suchen geholfen! Adieux und schönes Wochenende, Heike
Rideamus (07.12.2012, 13:01): Liebe Heike,
schade dass Fairy Queen kaum noch Zeit zum Mitmachen hat. Sie würde Dir sicher Ein iges über Alfred de Musset erzählen können. Ich muss leider bis zur Auflösung warten, verweise aber gerne schon mal auf diese Seite von Wikipedia, wo man ihm bescheinigt, einer der größten romantischen Dichter Frankreichs zu sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_de_Musset
:hello Rideamus
Rideamus (08.12.2012, 00:21): So, der erste steile Anstieg ist geschafft, und jetzt kommt auf der Hochebene etwas, was fast alle kennen:
Meist nehmen in einer Oper nur zwei Leute voneinander Abschied, wenn es nicht jemand von allen tut. Hier aber sind es drei. Allerdings muss eine/r draußen bleiben.
Gesucht wird der erste oder letzte Buchstabe einer der beteiligten Personen
:hello Rideamus
Severina (08.12.2012, 12:22): Mein Tipp zu 7:
Auch Leonhard Cohen hat eine Dame dieses Namens vokal angeschmachtet, aber er dachte wohl an eine andere....
und 8:
Das Land, in dem dieser herzzerrreißende Abschied erfolgt, sorgt leider gerade wieder für Schlagzeilen. Glückliche Zeiten, als dort nur um die Gunst des Tenors gekämpft wurde!
lg Sevi :hello
Rideamus (08.12.2012, 12:43): Überholt. Danke
:hello Rideamus
Severina (08.12.2012, 13:05): Original von Rideamus Das sind schöne Tipps, nur beziehen sie sich natürlich auf die Fragen 7 und 8.
:hello Rideamus
Danke, schon korrigiert :)!
lg Sevi
Fairy Queen (08.12.2012, 13:37): Ich muss leider bis morgen warten, ehe ich mich den Fragen widmen kann. Aber im Vorüberschweben und weil ich angesprochen wurde: Alfred de Mussets hochromatisches Liebesleben wurde soeben auch in einem Kinofilm verewigt, den ich aber nicht gesehen habe, er wurde hier eher schlecht besprochen . Er war Frédéric Chopins der Vorgänger in Bett und Herz einer skandalumwitterten Französin, die mit dem who is who der frz. Romantik in mehr oder weniger intimen Beziehungen stand. Chopin ist m.E. aber deutlcih begabter gewesen.....
Beim ersten Lesen der Frage hâtte ich aber viel eher auf eine Frankfurter Bankiersgattin mit griechischem Vorbild, deren Hinscheiden einen der grössten deutschen Dichter in den Wahnsinn getrieben hat, getippt. aber ich muss wie gesagt, Musse finden die Frage und die Tipps hier und in Capriccio zu lesen, ehe ich mich zu Antworten versteige. Besonders einfach scheint mir das ja nun wahrlich nicht mehr zu sein...... ?(
Schönes Adventswochenende in nah und fern, wir sehen uns heute abend den neuen Louvre in Lens an, der heute die ganze Nacht geöffnet udn für "Nordistes" (das sind wir hier im Norden Frankreichs wenn auch ohne Schnee udn mit englischem Wetter) gratis ist.
F.Q.
Rideamus (09.12.2012, 00:14): Und schon geht's weiter bergauf, damit sich der Sonntag lohnt und die Abfahrt später mehr Spaß macht:
Ein herrliches Duett zweier Damen, die von einem Traum Abschied nehmen, klingt trauriger als das Stück zum Glück endet. Aber zunächst ist der Held weder der noch dort, der und wo er sein will.
Gesucht wird der vorletzte Buchstabe des Komponisten
:hello Rideamus
Heike (09.12.2012, 10:14): Tipp zu 8 Es gibt auch ein Musical gleichen Namens.
Zu 9 habe ich noch keine Ahnung.
Severina (09.12.2012, 11:19): Ich bin auch ahnungslos ?(. Zwar fällt mir ein Herrscher ein, der zweimal König im Osten und einmal Herzog im Westen war (Siehe Tipp bei Capriccio!), aber beim besten Willen keine Oper, in der er vorkommt, schon gar nicht als Held....
lg Sevi :hello
Heike (09.12.2012, 14:42): Tipp zu 9 Der besagte König wurde in einer Stadt geboren, nach dessen gleichnamigem Schloss ein ganzer (allerdings oft leider weggelassener) Akt einer anderen Oper benannt ist. Unser Rätselmeister hat sich heute übrigens hier ganz besonders viel Zeit für das gesuchte Werk genommen. Heike
Severina (09.12.2012, 15:14): Tja, wozu in die Ferne schweifen :D Ich habe zwar noch keine Bestätigung, die Antwort aber hoffentlich gefunden. Ich war so auf Kurfürst Friedrich August von Sachsen als Doppelkönig im Osten fixiert, der nur leider nicht veropert wurde, dass ich lange Zeit blind für alle Zaunpfähle war.
lg Sevi :hello
Severina (09.12.2012, 20:57): So, jetzt darf ich :D! Mein Tipp zu 9:
Der Stern dieses Komponisten erleuchtete schon so manches Rätsel unseres großen Rätselmeisters!
lg Sevi :hello
Rideamus (10.12.2012, 00:02): Zwei grandiose Abschiedslieder werden zu Beginn und am Ende eines einzigen Aktes gesungen. Im ersten nimmt ein Mann Abschied von einer Frau und im zweiten die Frau von ihrer Stadt und ihrem Leben.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistennamens
:hello Rideamus
Heike (10.12.2012, 17:41): 10 Kassandra warnt vergeblich vor den damals noch zu Großbauten fähigen Griechen.
Rideamus (11.12.2012, 00:07): Weiter geht's, denn jeder Adventskalender hat bekanntlich 24 Türchen, auch wenn manchmal vergessen wird, das eine oder andere zu öffnen.
Andere Sprache, anderes Genre und eine Gegend, von der die beiden Verabschieder der vorigen Frage noch gar nichts wissen konnten. Hier verabschiedet sich aber auch jemand von seiner Heimat. Wahrscheinlich hat er es satt, Bananen zu pflücken.
Gesucht wird der fünfte Buchstabe der Heimat, von der sich der Sänger verabschiedet
:hello Riddleamus
Rideamus (11.12.2012, 09:25): Hmm, entweder hat jetzt dr Vorweihnachtsstress voll zugeschlagen, oder die Frage scheint schwrer zu sein, als gedacht. Letzteres vielleicht, weil Ihr in einem zu engen Begriff der Klassik sucht. Gesucht wird zwar ein Klassiker, aber einer von einem großen Sänger, der gerade seine Autobiografie veröffentlicht hat, und dessen im Wortsinn vorbildliches Leben letztes Jahr im Zenterum eines sehr guten Dokumentarfilms stand.
:hello Rideamus
Rideamus (11.12.2012, 10:50): Was für ein dummer Fehler in meiner (inzwischen korrigierten) Frage. :S
Die Stadt hatte in der Frage natürlich nichts zu suchen. Der Sänger verabschiedet sich von seiner Heimat, die nicht nur die Stadt umfasst, die im Text namentlich genannt wird. Also noch einmal die korrekte Frage:
Andere Sprache, anderes Genre und eine Gegend, von der die beiden Verabschieder der vorigen Frage noch gar nichts wissen konnten. Hier verabschiedet sich aber auch jemand von seiner Heimat. Wahrscheinlich hat er es satt, Bananen zu pflücken.
:hello Rideamus
Heike (11.12.2012, 23:28): 11 Schwarz-Gelb-Grün ... nein, diese unwahrscheinliche Koalition ist nicht gemeint, aber woher hat sie denn ihren Namen?
Rideamus (12.12.2012, 00:18): Zurück zur Klassik
Noch ein Abschied von einem Ort, diesmal aber ein munterer. Dabei ist der Zusammenhang etwas Ultimatives mit langem Hals.
Gesucht wird der vierte Buchstabe im Vornamen des Textdichters
:hello Rideamus
Rideamus (12.12.2012, 09:49): Nachdem nun auch die Frage 12 zum ersten Mal richtig gelöst wurde und eine Ratefreundin sogar schon das Lösungswort herausgefunden hat, gebe ich gerne die ersten 12 Buchstaben des Lösungswortes bekannt, die für manche offenbar schon ausreichen um die Lösung zu finden:
01 - S 02 - N 03 - H 04 - N 05 - S 06 - E 07 - D 08 - A 09 - E 10 - E 11 - I 12 - W
Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie jemand es schafft, auf einer so schmalen Basis ein standfestes Gebäude zu errichten. Dafür meine große Hochachtung: :down :down :down
Für die anderen habe ich einen Hinweis:
Das Lösungswort ist eine Zeile aus einem weltweit zum Abschied gesungenen Lied, allerdings in einer besonderen deutschen Übersetzung.
:hello Riddleamus
Heike (12.12.2012, 12:59): 12 Muss man in die Ferne schweifen, um dem Fischermädchen am Meer ein Ständchen als Liebesbotschaft zu singen?
Fairy Queen (12.12.2012, 13:34): Mir schwant ja so Manches irgendwo im Unterbewusstsein und aus einiger Kenntnis von Rideamus Vorlieben und Ex-Rätseln, aber ich schaffe es in dieser sehr angefüllten Vorweihnachtszeit einfach nicht, mich in Ruhe um die Antworten zu kümmern. Ich bin ergo passive Mitraterin und lese sehr gerne alle Tipps- bis zur Mussestunde, die es vielleciht doch noch für die Antworten geben wird. Ich möchte jetzt lieber etwas vom Konzert gestern mit Felicity Lott erzählen. lieben Gruss an alle Rater und Tippser von Fairy Queen aus dem schneefreien aber wunderbar winterkalten und sonnigen Westen :engel
Rideamus (13.12.2012, 00:32): Und noch einmal derselbe Titel wie in der vorigen Frage. Aber hier geht die Sonne unter, und wahrscheinlich nicht nur sie. Aber, wie es so schön heißt: jedem Abschied wohnt ein Neuanfang inne.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponistenvornamens
:hello Rideamus
Heike (13.12.2012, 10:10): 13 O Schönheit!
Rideamus (14.12.2012, 00:14): Überhaupt ist der Sonnenuntergang ein beliebtes Motiv zur Illustration eines Abschieds. Zwei sehr verschiedene Lieder und Texte tragen die Konsequenz im Titel.
Gesucht ist der erste Buchstabe im Namen beider Komponisten.
:hello Rideamus
Severina (14.12.2012, 20:50): Bevor ich jetzt diverse Sonnenuntergänge Revue passieren lasse, schnell meine noch fehlenden Tipps:
10. Diese etwas groß geratene Bastelarbeit fehlt in keinem von Riddles Rätseleien!
11. Der Interpret dieses Songs macht auch immer wieder durch sein politisches und soziales Engagement von sich reden.
12. Das langhalsige Wesen ist in einem Werk eines anderen Komponisten im Transportwesen tätig!
13. Der Komponist spielte einige Zeit eine führende Rolle an einem mir sehr am Herzen liegenden Gebäude!
lg Sevi :hello
Heike (15.12.2012, 00:21): 14 Manche leiten daraus Wettervorhersagen ab.
Rideamus (15.12.2012, 00:32): Und noch ein Lied, aber aus einer ganz anderen Ecke:
Wie sich so ein Abschied anfühlt, wusste auch ein Träger sehr gut. Man weint ein wenig, man stirbt ein wenig, man fragt sich warum und wechselt von Dur zu moll.
Gesucht wird der letzte Buchstabe des Komponistennamens
:hello Riddleamus
Heike (15.12.2012, 01:20): 15 Jazzstandard (As Dur -> as moll)
Rideamus (16.12.2012, 04:44): Natürlich gibt es auch wortlose Abschiede. Diese beiden programmatischen Charakterstücke wurden zum Abschied eines Bruders bzw. eines Herrschers verfasst, aber beide enthalten den charakteristischen Ruf des Posthorns.
Gesucht wird der zweite Buchstabe im Vornamen des späteren Komponisten
Ich wünsche allen einen friedvollen und entspannenden dritten Adventssonntag
Rideamus
Rideamus (17.12.2012, 00:02): Es gibt Werke, die gleich zweimal am Ende eines Aktes einen Abschied zelebrieren. Aber so traurig ist das gar nicht, wenn einmal ein Mann zum Kretin werden soll und das andere Mal ein Mann die Frau des Kretins als Begleitung mitnehmen darf.
Gesucht wird der Vokal im Werknamen der Begleiterin
:hello Rideamus
Heike (17.12.2012, 00:26): 16 Der spätere Komponist braucht für seine Komposition gar kein echtes Posthorn.
Severina (17.12.2012, 17:36): Wegen akuter PC-Probleme hinke ich momentan mit meinen Tipps hinterher:
14. Diese Frage vereint einen ungeliebten (Von mir!) und einen dafür sehr geliebten Komponisten, die sich beide einer Himmelserscheinung angenommen haben, deren Gegenstück Schweizer Patrioten am Herzen liegen müsste!
15. Dieser Komponist hat gerade für einen Publikumserfolg in der Wiener Volksoper gesorgt!
16. Der ältere gesuchte Komponist hätte wohl an der Namenswahl eines befreundeten Forums seine helle Freude gehabt, der jüngere liebte es, sich in Wien und Umgebung häuslich zu verändern, und darüber freuen sich wiederum die Touristen, die auf seinen Spuren wandeln.
lg Sevi :hello
Severina (17.12.2012, 18:29): So, eben ist meine Bestätigung für 17 angekommen :D!
Also dann: Eine vitaminreiche Frage, denn die Titelheldin kann gleich mit zwei Obstsorten in Verbindung gebracht werden!
lg Sevi :hello
Heike (18.12.2012, 00:29): 17 Das ist wahre Lust und Heiterkeit
Rideamus (18.12.2012, 00:46): Ernster wird es schon, wenn sich ein Vater von seiner unbotmäßigen Tochter verabschieden muss. Deswegen dauert es auch etwas länger, bis das Teil feurig zu Ende geht.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponistennamens.
:hello Rideamus
Heike (18.12.2012, 01:03): 18 Das geht ja gar nicht zu Ende, sondern noch 2 Tage weiter.
Severina (18.12.2012, 13:45): Mein Tipp zu 18:
Was missbrauchte Gastfreundschaft so alles auslösen kann!
Grüße aus Wien, wo widerliche Winternebel wabern, von Sevi :hello
Rideamus (19.12.2012, 00:37): Zwei höchst verschiedene Versionen vom endgültigen Abschiedswunsch derselben Person stehen im Zentrum dieser Frage, die die doppelte Punktzahl bringt, weil sie von zwei ziemlich extremen Enden der Operngeschichte her rühren.
Gesucht wird der vierte Buchstabe des Vornamens des älteren (d. h. früheren) Komponisten, und wenn jemand noch weitere Werke mit dem Abschiedswunsch derselben Person nennen kann, gibt es bis zu drei Zusatzpunkte.
:hello Rideamus
Rideamus (19.12.2012, 06:30): Nachdem auch das dritte Viertel aller Fragen beantwortet wurde, gebe ich gerne die bisher gefundenen Lösungsbuchstaben frei.
01 - S 02 - N 03 - H 04 - N 05 - S 06 - E 07 - D 08 - A 09 - E 10 - E 11 - I 12 - W 13 - G 14 - S 15 - R 16 - U 17 - E 18 - W
Das Lösungswort - wie schon gesagt, eine deutschsprachig übersetzte Zeile aus einem beliebten Lied, das bald wieder weltweit gesungen wird - sollte sich jetzt schon recht konkret abzeichnen, wenn man das Thema dieses Rätsels bedenkt.
Aber noch haben es nur zwei geschafft, es zu enthüllen.
Viel Spaß beim Knobeln, wenn mal wieder ein Rätsel zu leicht ist und Zeit übrig lässt.
:hello Riddleamus
Rideamus (19.12.2012, 09:26): Hier ein erster Tipp zu dieser wohl sehr schweren Frage:
Zwischen der Uraufführung beider Werke liegen rund 304 Jahre, aber beide wurden bei ihrer Uraufführung durch einen anwesenden Herrscher geehrt.
Da frühe Werk ist nicht mehr vollständig auffindbar, und das spätere wird kaum mehr vollständig gespielt.
:hello Rideamus
Heike (19.12.2012, 23:17): 19 Eine Serie von Weltraumraketen wurde nach der Titelheldin benannt.
Rideamus (19.12.2012, 23:22): Türchen 20 kommt heute mal eine Stunde früher als sonst, damit auch die Nachteulen etwas mehr Zeit zum Raten haben:
Was die einen wünschen, befürchten andere und fragen sich, wohin die Vergangenheit entchwunden ist.
Gesucht wird der letzte Buchstaber des Titelhelden, der das Stück aber nicht selbst singt.
:hello Rideamus
Severina (19.12.2012, 23:42): Mein Tipp zu 19:
Wenn sich der Held vertschüsst, kann man sich immer noch mit einem Gott trösten!
lg Sevi :hello
Heike (20.12.2012, 10:24): 20 Das war ein idealer Schmachtsong für Rolando Villazon, als er noch gut bei Stimme war.
Severina (20.12.2012, 13:52): Original von Heike 20 Das war ein idealer Schmachtsong für Rolando Villazon, als er noch gut bei Stimme war.
O ja, und wie!! Und mit der anderen Schwester wäre ihm das nicht passiert, aber Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. (das war jetzt auch schon mein Tipp :D!)
lg Sevi :hello
Rideamus (21.12.2012, 00:57): Endgültige Abschiede brachten viele wunderschöne Musiken hervor. Eine davon ist diese ziemlich junge, die für einen guten Freund geschrieben wurde und am Baum des Lebens hängt.
Gesucht wird der vierte Buchstabe des Komponistennamens
:hello Rideamus
Rideamus (21.12.2012, 10:11): Tipp gewünscht? Bitte sehr:
Der Komponist und sein verstorbener Freund sind bzw. waren Landsleute. Der Baum des Lebens wurde aber auf einem anderen Kontinent hergestellt.
:hello Riddleamus
Heike (21.12.2012, 13:51): 21 Der "Mädchenname" des Komponisten war Kowalski.
Severina (21.12.2012, 13:56): ?( ?( ?( ?( Ich kenn nur einen Kowalski, und der ist ein Counter.... Diesmal schimmert gar nichts, denn die Frage klingt fatal nach Filmmusik, was bekanntlich überhaupt nicht meines ist :(
lg Sevi :hello
PS: Außerdem hätte ich mir passend zum heutigen Datum "O Welt ich muss Dich lassen" erwartet :wink :D
Heike (21.12.2012, 14:01): Sevi, die Musik ist keine Filmmusik (klingt aber stellenweise so). Jedoch die meiste Musik dieses Komponisten ist Filmmusik. Kowalski heißen dortzulande recht viele.
Rideamus (21.12.2012, 14:03): Liebe Sevi,
die gesuchte Musik hat als Requiem sehr viel mit "Oh Welt ich muss Dich lassen" zu tun . Sie ist auch ein veritables Requiem und wurde nur (teilweise) von einem Amerikaner als Filmmusik eingesetzt.
Der Komponist ist allerdings überwiegend für seine - großartige - Filmmusik bekannt. Ich hatte die Ehre, einnmal einen Film mitproduzieren zu dürfen, für den er die Musik schrieb, aber am bekanntesten ist er für die Musiken, die er zu den großen Filmen seines Landsmanns und verstorbenen Freundes schuf.
EDIT: ich habe mich teilweise mit Heike überschnitten, lasse das aber mal so stehen.
:hello Rideamus
Severina (21.12.2012, 23:16): 21
Ich preise all die vielen Tipps hier wie drüben, ohne die ich diesmal nie auf die Lösung gekommen wäre :wink!
lg Sevi :hello
Rideamus (22.12.2012, 00:11): Genug getrauert, und die Welt dreht sich ja auch immer noch. Also weiter mit dieser Frage, die sicher nicht so schwer ist wie die letzte, die Ihr trotzdem bravourös gemeistert habt:
Dieser Komponist schrieb vier verschiedene Bühnenwerke um einen Tanz, darunter eines, das sehr gut zum traditionellen Jahresausklang passt. Trotz mancher Ähnlichkeiten geht es aber nicht um die FLEDERMAUS.
Gesucht werden der vorletzte Buchstabe des Komponistenvornamens sowie für maximal drei Extrapunkte weitere Musikstücke mit demselben Titel wie das zum Ausklang passendste. Die müssen aber weder Lieblingsstücke noch in deutscher Sprache sein
:hello Rideamus
Severina (22.12.2012, 00:29): Lieber Wolfram,
hat der nicht stattgefundene Weltuntergang einen Tag gefressen?? Laut meiner Zählung müsste das erst Türchen 22 sein!
lg Sevi :hello
Heike (22.12.2012, 00:46): 22 (23) hihi..... da hat sich der Rätselmeister vielleicht zu viel gedreht auf dem Parkett??? Was gleich mein (noch unbestätigter) Tipp zu 22 sein soll. Heike
Severina (22.12.2012, 01:16): 22
Auch noch unbestätigt, aber ich trau mich mal:
ß, ss, s - alle guten Dinge sind drei!! (Und bei wem sich jetzt alles dreht, der ist auf der richtigen Spur!)
da habt Ihr völlig Recht mit Eurer Kritik, und nicht nur da. Ich musste deshalb die Frage leicht verändern. Euch macht das aber nichts, denn Ihr habt trotzdem schon die richtige Lösung, so dass ich Eure Tipps bestätigen kann. :down :down
:hello Rideamus
Rideamus (23.12.2012, 00:33): Zum heutigen Sonntag vor Weihnachten passt dieses Lied, das einen Sonnenuntergang auffordert, sich zu beeilen, denn, wie die gleichen Sänger in einem anderen Text feststellen, es soll ein Kind geboren werden, das weitermachen wird.
Gesucht wird der dritte Buchstabe im Vornamen des weiblichen Teils der Gruppe
Und nun wünsche ich Euch allen einen friedvollen und möglichst stressfreien Vierten Advent
Riddleamus
Rideamus (23.12.2012, 09:48): Wieder mal in Hinweis gefällig?
Das kann man schon wissen:
Es ist von einer Gruppe die Rede, die singt, also wohl kein Streichquartett.
Die Gruppe hat ein einziges weibliches Mitglied
Wenn man meine Vorlieben bedenkt, ist sie vermutlich englischsprachig
Sonnenuntergang heißt im Englischen nicht nur Sunset
Wie alle meine Fragen können die gesuchten Stücke mit Beispielen bei YouTube belegt werden.
Reicht das?
Rideamus
Heike (23.12.2012, 13:41): 23 Die beiden Herren, die mit der gesuchten Dame singen, teilen sich die Vornamen eines berühmten Malers, der gern barock beleibte Frauen ins Bild brachte. Heike
Rideamus (23.12.2012, 23:48): Die Adventszeit und damit auch dieses Rätsel gehen zu Ende, und auch das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Beides ist ein Grund zum Feiern, und zwar mit viel Licht verschiedenster Art. Für eine solch freudige Gelegenheit hat ein Komponist eine Musik geschrieben, von der ein Teil höchst passend betitelt ist.
Gesucht werden der erste Buchstabe des mittleren Namens des Komponisten und der Titel des erfreulichen Stückes in dem Gesamtwerk.
Danach gibt es natürlich noch das Lösungswort, das bislang erst zweimal geknackt wurde. Die sonstigen abschließenden Bemerkungen folgen voraussichtlich morgen, aber schon jetzt versichere ich allen, die es wissen wollen, dass ich das Rätsel erst zu Beginn des neuen Jahres auflösen werde. Jeder, der noch Lücken hat oder ganz von vorne einsteigen will, kann das also noch das ganze Jahr lang tun, und wem die letzten Fragen fehlen, der hat noch entsprechend mehr Zeit. Das nur um zusätzlichen Stress zum Heiligabend und den Feiertagen zu verhindern.
Und nun wünsche ich allen Ratefreunden und Mitlesern ein frohes Weihnachtsfest mit allem, was Ihr Euch selbst auch wünscht.
Rideamus
Rideamus (24.12.2012, 04:19): Nachdem schon die ersten richtigen Antworten auf die letzte Frage dieses Abschiedsrätsels eingegangen sind, kann ich auch die Zusammenstellung aller zu findenden Lösungsbuchstaben abschließen. Hier sind sie:
01 - S 02 - N 03 - H 04 - N 05 - S 06 - E 07 - D 08 - A 09 - E 10 - E 11 - I 12 - W 13 - G 14 - S 15 - R 16 - U 17 - E 18 - W 19 - U 20 - N 21 - I 22 - A 23 - R 24 - F
Zwei Ratefreunde haben bereits alle Aufgaben dieses Rätsels richtig gelöst, darunter Emotione, die auch schon vor einiger Zeit das Lösungswort als Erste erraten hatte. Sie darf daher als eine der Siegerinnen mit dem heute zu ratenden Musikwerk gebührend gefeiert werden:
Die übrigen dürfen noch ein wenig knobeln. Tipps zum Lösungswort dürfen natürlich auch noch gegeben werden.
Ansonsten gilt das bereits Gesagte: da einige von Euch schon vorzeitig in die Weihnachtsferien abgereist sind oder sonst vorzeitig offline leben müssen / dürfen / können, werde ich mit der Lösung erst Anfang des Jahres beginnen. Bis dahin kann jede/r, die/der will, noch mit machen und Lösungsvoschläge oder Tipps nachreichen. Danach gilt wie üblich, dass nur noch solche Lösungen angeboten werden dürfen, die hier noch nicht veröffentlicht wurden.
Euch allen einen friedvollen und erfreulichen Heiligabend
wünscht Euer
Riddleamus
Heike (24.12.2012, 11:21): 24 Hier droht eher das Gegenstück mit viel Wasser (es taut).
Heike (24.12.2012, 14:10): Lösungswort: Ich kenne nur das schottische Original (u.a. von Die Toten Hosen). Heike
Severina (29.12.2012, 01:05): Ganz schnell noch meine restlichen Tipps:
23: Der Name der gesuchten Sängerin wurde in den letzten Tagen recht häufig besungen!
24: Die Musik dürfte man dann nicht mehr hören, wenn sich übermorgen unzählige Zeitgenossen darin üben, den ersten Teil des Titels in die Tat umzusetzen!
Und zum Lösungswort:
Ohne Pfadfinder hätte ich den Weg zu dieser reichlich platten Übersetzung des wunderschönen Originals wohl nicht gefunden!
Nun bleibt mir noch, unserem Riddleamus für die Mühe beim Erstellen und Betreuen dieses Rätsels zu danken! Es hat wie immer riesigen Spaß gemacht, und jetzt freue ich mich auf den lehrreichen Teil, nämlich die Auflösungen! :thanks
lg Sevi :hello
PS: Leider war mein liebster operettiger Abschied nicht dabei, nämlich "Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände" aus "Viktoria und ihr Husar". Da kennt man endlich einmal eine Operette, und dann kommt die einfach nicht vor - also wirklich :cool
Rideamus (08.01.2013, 10:18): Liebe Sevi, diesmal wollte ich vor allem Lieblingsstücke platzieren, und gerade dieser Summer von Paul Abraham gehört eher nicht dazu. Sorry. Aber wer alles weiß, muss ja zwangsläufig noch eine Menge mehr wissen, und der Beweis, dass man das tut, ist doch auch etwas wert, oder?
Da mich die letzten Tage im Krankenhaus schmerzlich daran erinnerten, dass auch ich nicht alle Zeit der Welt habe, und da außer Calisto anscheinend niemand mehr sich bemühen möchte, sein Punktekonto aufzubessern, werde ich nachher mit den Auflösungen beginnen. Es bleibt die Regel, dass jede Rätselfrage noch beantwortet und betippst werden darf, die hier noch nicht gelöst wurde. ZUnächst einmal aber die Ehrenliste derjenigen, die (wieder einmal) das ganze Rätsel gelöst und die zuweilen sehr haRTEN Nüsse einschließlich des Lösungwortes geknackt habe. Die detaillierte Ehrenlisten folgt zum Abschluß. Hier erst einmal nur die ersten Sieger in der Reihenfolge der von ihnen erzielten Punkte, die sie ausschließlich der jeweils größeren Zahl ihrer TIpps und der angeboternen TItel für die EXtrapunkte zu verdanken haben:
Quasimodo (62)Pavel (61)Waldi (60)Calisto, Mauerblümchen und Severina (jeweils 59)Heike (58)Emotione (55)Teresa Cellini (53)Oper 337 (49) Ganz knapp vor dem Ziel, das sie aber nach ihrem Urlaub noch erreichen kann, steht mit der letzten noch zu lösenden Frage und dem Lösungswort Succubus
All diesen gleichrangigen Siegern gilt mein herzlicher Glückwunsch.
Für Ihr Interesse und ihre Teilnahme bedanken möchte ich mich wie immer auch bei allen Gewinnern, die nur Zeit für Teile der Lösungen fanden. Da sie ihre Punktzahl noch alle vermehren können, hgebe icj sie noch nicht bekannt:
ArchaeopteryxAtheneHonoria LucastaC. HuthAmelia GrimaldiFairy QueenPhilmusAreiosPalestrinaBilly BuddMusikkristin Wie immer, wäre auch ohne sie das Rätels nicht nur viel weniger unterhaltsam, sondern gar nicht erst möglich gewesen.
Bis demnächst bei den LÖsungen
Euer Rätselkoordinator R:hello deamus
Rideamus (08.01.2013, 10:28): Nun also zu den Auflösungen, die ich diesmal etwas züger als einmal täglich einstellen möchte. Das soll Euch aber nicht hindern, Euren Senf dazu zu geben, weil die Einheitswurst meines Monologes sonst zu eintöig wird
Wir beginnen ganz einfach mit einem vorübergehenden Abschied für acht Tage. Er wäre rührend, wenn er nicht so verlogen wäre.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponistennamens.
TIPPS
Da nicht immer derjenige Abschied nimmt den es betrifft, also könnte es ein - früheres Wiedersehen – geben – Oper 337
Ohne Beistand wäre es nur ein Abschied auf fünf Tage gewesen – Pavel
Da alle drei sich vergnügen wollen hat ein Haustier, bei manchen Personen, alles schon eingefädelt – Oper 337
Später in der Oper kommt ein Vogelhaus vor, so wie auch andere fliegende Gestalten ihr Unwesen treiben – Archaeopteryx
In dem Vogelhaus befindet sich eine (ein)geschlossene Gesellschaft – Calisto
Rache kann süß sein – Amelia Grimaldi
Vogelfänger würden hier in die Irre führen – Rideamus
... ich erinnere mich ebenfalls meiner Hilflosigkeit im letzten Rätsel ... .. . und habe schon wieder den pinken Baum im Kopf. … Dass ich wieder den pinken Baum im Kopf habe, liegt nicht nur daran, dass ich ebenso ratlos war wie seinerzeit – Mauerblümchen
Schon zu Beginn des fraglichen Werkes ist angeblich Federvieh entflogen – C. Huth
Die Unschuld vom Lande ist auch bei diesem Abschied beteiligt – Athene
Und diese junge Dame ist selbst schon ein personifizierter kleiner Abschied – Pavel
Und der Alfredo ist ein ganz gewitzter – Palestrina
Eine flatterhafte Geschichte - in mehr als einer Hinsicht... – Waldi
Erstaunlicherweise findet diese Abschiedsszene schon im ersten Akt statt und nicht etwa im letzten. – Teresa Cellini
Die Lösung: Johann Strauß II: Die Fledermaus – So muss allein ich bleiben Lösungsbuchstabe: S Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=_giq-6JaMmU
Da ich das vorige Rätsel relativ spontan und ziemlich dicht vor dem Adventskalender startete, hatte ich leider nicht die übliche Zeit zur Vorbereitung nicht nur der Fragen, sondern auch ihrer Abfolge. Zwar wollte ich bei dem Abschiedsrätsel so viele Lieblingswerke wie möglich unterbringen, und DIE FLEDERMAUS gehört bestimmt dazu, aber dass es mir tatsächlich passiert ist, zwei Rätsel hintereinander mit demselben Werk einzuleiten, dabei musste mich erst Mauerblümchen erwischen. Nun ja, es wurde ein Gag, der irgendwie zu dem Werk passt.
Mein Problem jetzt ist es allerdings, noch irgendetwas zu dem Werk zu schreiben, was ich nicht schon anderswo gesagt habe, zum Beispiel hier: Verruchte Locken und andere lockende Versuchungen - Ein Rätsel. Nicht einmal meine Lieblingseinspielungen haben sich in der kurzen Zeit geändert, zumal es ja kaum noch neue Aufnahmen gibt, und ich von den bisherigen das meiste zu kennen hoffe, was sich wirklich lohnt. So wiederhole ich den HInweis auf meine derzeitige Lieblings-DVD
Ich bitte also um Nachsicht, wenn ich diesmal keine Erläuterungen zur Lösung habe, zumal viele von Euch sich das Werk womöglich ohnehin gerade zu dem traditionellen Anlass des Jahreswechsels in der einen oder anderen Erscheinungsform zugeführt haben. Ich beschränke mich zur Abwechslung darauf, den Text des, zum Glück gemeinfreien, Librettos zu zitieren, der deutlich macht, warum ich das Rätsel mit einem so ein rührenden Abschied beginnen wollte:
Nr. 4 - Terzett
ROSALINDE So muss allein ich bleiben Acht Tage ohne dich? Wie soll ich dir beschreiben Mein Leid so fürchterlich? Wie werd ich es ertragen, Dass mich mein Mann verließ? Wem soll mein Leid ich klagen? O Gott, wie rührt mich dies! Ich werde dein gedenken Des Morgens beim Kaffee, Wenn ich dir ein will schenken, Die leere Tasse seh‘. Kann keinen Gruß dir winken. Aus Jammer werd ich g'wiss Ihn schwarz und bitter trinken! - Ach!
EISENSTEIN O Gott, wie rührt mich dies!
ALLE DREI O Gott, wie rührt mich dies! O je, o je, wie rührt mich dies!
ROSALINDE Wo bleibt die traute Gruppe, Kommt Mittag dann heran? Beim Rindfleisch wie zur Suppe, Zum Braten - keinen Mann! Und sinkt der nächt'ge Schleier, Gibt's wieder mir 'nen Riss, Mein Schmerz wird ungeheuer!
ALLE DREI O Gott, wie rührt mich dies! O je, o je, wie rührt mich dies!
EISENSTEIN Was soll das Klagen frommen, Den Kopf verlier ich schier,
ROSALINDE Mein Kopf ist ganz benommen.
ADELE (Den Schweinskopf nehmend) Den meinen hab ich hier!
EISENSTEIN Leb wohl, ich muss nun gehen.
ROSALINDE Leb wohl, du musst nun gehen.
ADELE Leb wohl, er muss nun gehen.
ALLE DREI Doch bleibt ein Trost so süß:
ADELE Es gibt ein Wiedersehen, es gibt ein Wiedersehen!
ALLE DREI O Gott, o je, wie rührt mich dies!
:hello Rideamus
Rideamus (08.01.2013, 11:02): Eine vom Komponisten (wir wissen nicht, wie sehr) geschätzte Sängerin kehrt in ihre Heimat zurück und wird zum Abschied vom Komponisten mit einer Konzertarie beschenkt, bei deren erster Aufführung er selbst die liebevolle Klavierbegleitung spielt.
Gesucht wird neben den üblichen Informationen (Komponist und Titel der Arie) der erste Buchstabe des Vornamens der Widmungsträgerin. Wer außerdem auch noch die Abschiedsarie des Boschafters und ihre Quelle identifizieren kann, erhält einen Extrapunkt.
TIPPS
Dazu hat der Komponist die Violine auf ein Klavier umgebaut - Pavel
Es existiert noch eine frühere Version der Arie, jedoch für Tenor und Violine. Beide nehmen inhaltlich auf eine Oper des Komponisten Bezug. – Zusatzfrage: Wie schon in der Frage 1 gibt es auch hier Identifikationsprobleme – Emotione
Es handelt sich nicht um "Man müsste Klavierspielen können", und auch heute singen Botschafter weniger, besonders nicht so schmachtend, und es ist in Brüssel gesanglich kaum was drin – Oper 337
Irgendwie hat sich bei mir gerade "Non ti scordar di me" als Ohrwurm festgesetzt - zur Zusatzfrage: der Botschafter hat noch zwei Kollegen aus anderen Staaten, die aber nicht so hoch singen - Athene....
Der Komponist hat sich mit der Schwester der Verabschiedeten getröstet. - Zusatzfrage: Der komponierende Librettist war in Geografie nicht so gut: Das Stück spielt tatsächlich gar nicht in der Gegend, von der hier Abschied genommen wird, sondern ein gutes Stück weiter nördlich! – Quasimodo
Dass der Komponist sich mit der Schwester getröstet habe, bezieht sich eher auf die Erstfassung der gesuchten Arie, denke ich. Immerhin ist es kennzeichnend, dass dem Komponisten diese Arie beide Male zur Verarbeitung einer Trennung einfiel – Rideamus
Interessanterweise haben beide Opern, um die es hier direkt oder mittelbar geht, einen direkten Bezug zum Meer – C. Huth
Dies ist eine Arie, die sowohl von Sopranen als auch von Mezzi gesungen wird und deren Klaviersolo zu dem schönsten gehört, was der Schöpfer desselben vollbracht hat - und der junge Herr, welcher die Arie in der Oper singt, ist einer der sympathischsten der Opernliteratur. - Zusatzpunkt: der Name des französischen Botschafters hat irgendetwas mit Schlössern und der Zahl neun zu tun – Archaeopteryx
Diese "Szene mit Rondo" ist wohl eines der Ergänzungsstücke zu einer Oper des Komponisten. - Zum Zusatzpünktchen: Der französische Gesandte ist wesentlich klüger als sein englischer Kollege – Calisto
Der Komponist hat der Widmungsträgerin später (zusammen mit Salieri und einem sich "Cornetti" nennenden, unidentifizierten Herren) eine Kantate als Glückwunsch zur Genesung geschrieben – Heike
Das Liebesleben des gesuchten Komponisten kann man nach romantischen Maßstäben als eher unkonventionell bezeichnen: die Angebetete , die er eigentlich wollte bekam er nicht und musste mit der Ersatzdame vorlieb nehmen. Was ihn nicht daran hinderte mit derselben eine sehr erfüllte Ehe zu führen. Was ihn und sie wiederum nicht daran hinderte, sich auch außerehelich zu vergnügen. Eine der(man weiß nicht genau wie weit....) außerehelichen Vergnügungen ist die Widmungsträgerin des gesuchten Werkes. Sie muss eine hinreissende Person gewesen sein und hat auch eine der hinreißendsten Opernrollen des Komponisten kreiert und inspiriert. Sie tritt übrigens in einer jüngeren Verfilmung einer für Verfilmungen sehr beliebten Landsmännin mit einer Arie des gesuchten Komponisten auf (das aber nur am Rande, es verwirrt vielleicht eher) – Fairy Queen
Nicht nur in diesem Werk zeigt sich: Voreilige Versprechungen sollten auch in Notfällen gut durchdacht sein. - Zum Zusatzpunkt: Die Hauptfigur der gesuchten Oper hatte als Kind wohl eigenartiges Spielzeug. Hoffentlich ist davon nichts kaputtgegangen... – Amelia Grimaldi
Der Vater der Sängerin war Italiener, die Mutter Engländerin. - Zusatz: Besungen wird ein Mädchen, das einen ziemlich eingebildeten Onkel hat – Waldi
Die bisherigen Tipps sollten eigentlich genügen, wenn Du überlegst, welcher pinke Baum hier schon wieder in der ersten Frage mitsingt, und darüber nachdenkst, dass die "storage" genannten Lagerräume nicht nur in den USA, sondern zum Beispiel auch in Frankreich gemietet werden können, etwa in Nancy – Rideamus
Manche vermuten, dass der Komponist ihr aus Liebe noch eine weitere Arie gewidmet hat, die sich in einer seiner bekanntesten Opern findet, und ursprünglich zur Partie der anderen weiblichen Hauptfigur gehört hatte. Diese Oper ist insofern recht interessant, als hier nach anfänglichen Differenzen die Frauen gegen die Männer durchaus gemeinsam vorgehen – Teresa Cellini
Die Lösung: Wolfgang Amadeus Mozart: „Ch’io mi scordi di te?“ - Konzertarie KV 505 – Lösungsbuchstabe: N für Nancy Storage s. http://www.youtube.com/watch?v=c3-oqFBwhwU
Ursprünglich wollte ich hier nach der Abschiedsarie eines französischen Botschafters fragen, aber dann fand ich doch, dass zum ersten Advent des Jahres eine etwas anspruchsvollere Frage angebracht sei. Ich habe sie deshalb in einer Anekdote versteckt, die, wie erhofft, den meisten auf die Sprünge geholfen hat. Das ging unter anderem wahrscheinlich deshalb so gut, weil ich anlässlich eines früheren Rätsels bereits nach diesem Werk gefragt und daraufhin diesen Thread eröffnet habe, der leider nicht sehr viel Resonanz fand: http://www.das-klassikforum.de/thread.php?threadid=1658. Langsam gehen mir halt doch die Werke und Nummern aus, nach denen ich fragen kann, und entsprechend muss ich mich hier auch in der Auflösung weitgehend wiederholen.
Schon dass ich nach einer Konzertarie fragte, ist für mich eher ungewöhnlich, denn eigentlich sind Arien ja nicht so sehr meine Lieblingsstücke, weil mich bekanntlich in der Musik vor allem das Zusammenspiel interessiert. So bin ich überhaupt nicht der Kenner von Konzertarien, und es bedurfte eines Hinweises von Fairy Queen darauf, dass sie die von mir sehr geschätzte Sopranistin Sylvia Sass in einer Aufnahme dieser Konzertarie schätzen gelernt hatte, um mich auf diese wunderschöne Musik aufmerksam zu machen. Es lohnt sich wirklich, sie zu kennen.
Die erste Version der Arie trägt die KV Nr. 490. Mozart schrieb sie für eine Vorabaufführung des IDOMENEO, bei der die Arie den zweiten Akt einleitete (daher das in der früheren Version etwas ausführlichere Rezitativ). Die obligate Violine dieser Fassung weist bereits auf die spätere Einführung des obligaten Klaviers in der endgültigen Fassung vom Ende des gleichen Jahres voraus, aber insgesamt hat das Stück eher Eigenschaften einer frühen, leicht flüchtigen Vorstudie.
Mozart selbst war sich wohl bewusst, dass er das besser konnte, und als er dann die "Abschiedsarie" 'Ch'io mi scordi di te' für die nach London zurückkehrende Sängerin Nancy Storace schrieb, machte er daraus das bekannte Meisterwerk, das gerne als eine in Musik gesetzte Liebeserklärung Mozarts an die Sängerin verstanden wird, mit der er am Klavier einen intimen Dialog führt.
Aufnahmen der frühen Version gibt es eine ganze Reihe, unter anderem mit Barbara Hendricks, Christiane Oelze, Kathleen Battle, Judith Blegen und nicht zuletzt diese mit Elisabeth Grümmer:
Hier kann man sie in der Tenorfassung des IDOMENEO in einer Aufnahme des Festivals Aix en Provence mit Richard Croft unter Marc Minkowski hören und sehen: "http://www.youtube.com/watch?v=yUySttCmGrw".
Das eigentliche Kunstwerk ist aber die spätere Arie KV 505. Die Londonerin Nancy Storace kam 1783 zusammen mit ihrem Bruder Stephen, der einer von Mozarts Kompositionsschülern war und später die sehr hübsche Shakespeare-Oper GLI EQUIVOCI komponierte, als Mitglied eines italienischen Opernensembles nach Wien, wo sie bis 1787 blieb und unter anderem 1786 die erste Sängerin der Susanna bei der Uraufführung von Mozarts LE NOZZE DI FIGARO war. Wir können nur darüber spekulieren, wie innig das Verhältnis von Komponist und Sängerin war, aber die Konzertarie, die Mozart für ihr Abschiedskonzert am 23. Februar 1787 schrieb, bei dem er sie höchstwahrscheinlich selbst am Klavier begleitete, ist ein qualitativer Quantensprung gegenüber der vergleichsweise konventionellen Erstfassung.
Der revidierte Text, der nötig war, weil Mozart ein konzentrierteres Rezitativ benötigte, stammte vermutlich von Lorenzo da Ponte, und die Ersetzung des Violinsolos durch das Klavier ging offensichtlich auf Mozarts Wunsch zurück, die Sängerin selbst an dem Instrument zu begleiten, das er am besten beherrschte. Der Kommentar des Musikwissenschaftlers und Mozartkenners Alfred Einstein sagt eigentlich schon alles über diese einzigartige Kombination aus Klavierkonzert und Konzertarie: “Mozart goss seine ganze Seele in diese Komposition. Heute haben wir den Eindruck, dass er die Erinnerung an Nancys Stimme darin bewahren wollte, die nicht für eine virtuose Darbietung geschaffen war, sondern voller Wärme und Zartheit. (Man möchte auch glauben ...), dass er ihr mit der Klavierstimme eine Erinnerung an die Sinnlichkeit seines Klavierspiels und die Tiefe seiner Gefühle für sie hinterlassen wollte.“ (zitiert nach The Mozart Companion. London 1956).
Nicht nur wegen der Sopranstimme der Widmungsträgerin, die, nach der Stimmlage der Susanna zu schließen, durchaus etwas dunkler getönt gewesen sein könnte, finde ich, dass die Arie etwas dunkleren Stimmen etwas besser liegt als den ganz hellen Sopranen (womit nichts gegen die Interpretation einer Diana Damrau gesagt sein soll). Ich schließe mich deshalb gerne der Auffassung von Fairy Queen an, die bei einem Blindhörtest der Version von Sylvia Sass auf einer leider vergriffenen Aufnahme den Vorzug gab. Zum Glück kann man sie auf YouTube hören, wie das zu Anfang verwiesene Beispiel belegt.
Hier noch der Text der Konzertarie mit einer groben Übersetzung von mir zum Mitlesen:
Ch'io mi scordi di te? Che a lui mi doni puoi consigliarmi? E puoi voler che in vita? Ah no! Sarebbe il viver mio di morte assai peggior. Venga la morte, intrepida l'attendo. Ma, ch'io possa struggermi ad altra face, ad altr'oggetto donar gl'affeti miei, come tentarlo? Ah, di dolor morrei!
Non temer, amato bene, per te sempre il cor sarà. Più non reggo a tante pene, l’alma mia mancando va. Tu sospiri? O duol funesto! Pensa almen, che istante è questo! Non mi posso, oh Dio! spiegar. Stelle barbare, stelle spietate, perchè mai tanto rigor? Alme belle, che vedete le mie pene in tal momento, dite voi, s’egual tormento può soffrir un fido cor?
Ich soll dich vergessen? Du kannst mir raten, mich ihm hinzugeben Solange ich noch lebe? Oh, nein, Mein Leben wäre schlimmer als der Tod. Mag der Tod kommen. Ich fürchte ihn nicht. Aber, sollte ich mich vor jemand anderem beugen, jemand anderem meine Zuneigung schenken, Brächte mir der Schmerz den Tod..
Fürchte nicht, innig Geliebter, Dein ist mein Herz für immer. Den Schmerz kann ich nicht länger tragen, Meine Seele weicht bereits, Du seufzt? Oh trauriger Schmerz. Denke nur, welch ein Augenblick dies ist. Oh mein Gott, mir fehlen die Worte! Barbarische, mitleidlose Sterne, Warum straft Ihr mich so hart?
Gute Geister, die ihr jetzt Mein so großes Leid erblickt, Sagt mir selbst, ob solchen Schmerz Ein treues Herz ertragen kann?
Und nun zu Euch: welches ist (sind) Eure Lieblingversion(en) dieser Arie?
PS: bei der Zusatzfrage ging es natürlich um die Arie "Lebe wohl, mein flandrisch Mädchen", das Bravourstück des Marquis de Chateauneuf in Lortzings ZAR UND ZIMMERMANN. Aber das braucht wohl nicht näher erläutert zu werden, wenn man es einmal von Frtiz Wunderlich gesungen gehört hat, zum Beispiel auf diesem spottbilligen Querschnitt, der den meisten als adäquater Eindruck von der beliebtesten Spieloper ihres Komponisten genügen dürfte:
:hello Rideamus
Rideamus (08.01.2013, 15:27): Hier verabschiedet man sich wortlos, aber dennoch vielfach und höchst musikalisch.
Gesucht wird der Anfangsbuchstabe des Komponisten
TIPPS Eine sehr musikalische Methode dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass Urlaub überfällig ist – Athene
Ich denke es ist ein Komponist gewesen der bei mir, im Bezirk, gewohnt hat, zumindest bis zum Ende, der das komponiert hat – Oper 337
Johannes Matthias Sperger komponierte ein Gegenstück zu dem gesuchten Werk – Pavel
Heute würde man sich fragen, ob sie vielleicht Burnout haben - Heike
Hätten Gustav Mahler oder Richard Strauss eine Bearbeitung des gesuchten Werkes geschaffen, so wäre diese konstruktionsbedingt wohl abendfüllend – Mauerblümchen
Zweiter Tipp Gegeben sind die Nummer dieser Antwort in diesem Thread und die Nummer des Rätsels in dieser Serie. Wir multiplizieren beide mit -1. Summe und Produkt dieser beiden negativen Zahlen sind die Koeffizienten p (Summe) und q (Produkt) einer normierten quadratischen Gleichung x^2 + px + q = 0. Nimmt man die größere der beiden Lösungen dieser Gleichung und erhöht diese um die Anzahl der Vorzeichen der Haupttonart des Werkes und um die Anzahl der zuletzt spielenden Musiker, so erhält man die Nummer des Werkes in der üblichen Zählung der Gattungsbeiträge des Komponisten – Mauerblümchen
Bei der Suche nach der richtigen Zahl könnte evtl. ein Stadtteil von New York behilflich sein. Oder einer von Antwerpen – Quasimodo
Auch die Sauerlandlinie kann helfen, wenn man mit quadratischen Gleichungen Probleme hat - Pavel
Das gesuchte Werk könnte man auch als Studie zu einem berühmten Stück von John Cage sehen – C. Huth
Das Werk kann man am Morgen, zu Mittag und am Abend hören. Jedes Huhn und jeder Bär kennt es und mit einem Paukenschlag ist es mir dann auch eingefallen – Amelia Grimaldi
Also wenn Jemand denkt es ist "Sag beim Abschied leise Servus" dann liegt er nicht ganz richtig. Aber fast – Oper 337
Das Werk endet in sehr kleiner Besetzung. Auch möchte ich nicht verschweigen, dass es mit Ungarn zu tun hat – Waldi
In winzig kleiner Besetzung: 2 Violinen. - Calisto
bei der 3 vermute ich einen musikalischen Scherz oder ein Erste Hilfeprogramm für überarbeitete Orchestermusiker eines mir sehr sympathischen Komponisten, der zudem beim Streiferl um die Ecke wohnte und mit Waldis besserer Hälfte in "quasi" patriotischer Beziehung steht. Mit dem Komponisten der Nummer zwei stand er auch in Beziehung, er war diesbezüglich von seltener Weitsicht und Bescheidenheit und Großherzigkeit. was man auch in seiner Musik hört... finde ich – Fairy Queen
Der Brotgeber des gesuchten Komponisten hat nichts mit dem Osterhasen zu tun, obwohl man das denken könnte – Archaeopteryx
Diesmal geht es nicht um Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Teresa Cellini
Die Lösung: Joseph Haydn – Sinfonie Nr. 45 fis-moll (Abschiedssinfonie) - IV. Satz Lösungsbuchstabe: H Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=C19VEAlprjo
Wir alle kennen wohl Beispiele dafür, wie leicht Anekdoten den Sinn eines Ereignisses in sein Gegenteil verkehren können, und für Anekdoten zur Musik, zumal zur sprachlosen, gilt das ganz besonders. Die Geschichte von Haydns originellem Urlaubsgesuch für seine Musiker hat AlexanderK in diesem leider bislang folgenlos gebliebenen Thread zu Haydns sogenannter Abschiedssinfonie sehr schön geschildert: Joseph Haydn: Symphonie fis-Moll Hob.I:45 (Huss 56). Sie beruht wohl auf Tatsachen bis hin zu dem Detail, dass die beiden letzten verbliebenen Musiker der Primgeiger des Esterhazyschen Orchesters, Luigi Tomasini, und Haydn selbst waren.
Die Eigenschaft des Werkes, auf die der Blick durch die anekdotische Pointe getrübt wird, ist die Tatsache, dass es sich bei Haydns Fis-moll – Sinfonie um eine seiner aggressivsten und traurigsten handelt. Jemand hat die Sinfonie einmal als das (protestierende) Entweichen aller Musik interpretiert, und so höre ich sie auch in der Aufnahme von Trevor Pinnock, dessen Sammlung der sogenannten „Sturm und Drang – Sinfonien“ ich jedem ans Ohr legen möchte, der nicht unbedingt die kompletten Klötze von Fischer und Dorati braucht, die bekanntlich ihre schwachen Abschnitte haben.
Für weniger als vier Euronen pro Scheibe erhält man durchweg hochrangige Aufnahmen, die sich, soweit ich Alternativen kenne, vor keiner zu verstecken brauchen, auch wenn Harnoncourt zuweilen noch aggressiver spielen last, was manchen Sinfonien mehr bekommt als anderen. Bei der Nr. 45 zum Beispiel finde ich, dass Haydn mit seinen konstant, ja penetrant stakkatierenden Achteln schon das Nötige getan hat und man den fast verzweifelnden Charakter vor allem des ersten Satzes nicht noch eigens unterstreichen muss. Auch, dass der langsame Satz bei Pinnock zwar resignativ klingt, dabei aber seine Eleganz nicht verliert, finde ich vorbildlich. Gerade hier macht Adam Fischer in seiner verschleppten Gangart deutlich, wie viel man aus einer Haydn-Sinfonie herausholen kann, wenn man nicht zu sehr mit der Zeitnot und Routine zu kämpfen hat, die bei der Jagd nach Vollständigkeit großer Werkzyklen kaum vermeidlich zu sein scheint.
Auch der dritte Satz, formal ein Menuett, ist alles andere als leichtfüßig, sollte aber nach Möglichkeit so gespielt werden, wie es wiederum Pinnock vorbildlich vorexerziert. Das hat nichts mit Glättung und Unverbindlichkeit zu tun, sondern damit, dass man dem Hörer nicht alles vorbuchstabieren sollte, auch nicht - vielleicht schon gar nicht - bei Haydn.
Es ist anscheinend nicht bekannt, ob die verhüllte Streikandrohung bereits von Haydn beabsichtigt war, als er diese Sinfonie begann – die Komposition eines solchen Werkes war zu seiner Zeit ja eine Sache von eher Tagen als Wochen - aber es ist schon auffällig, wie wenig sich Haydn bemüht, das abschließende Adagio des Finalsatzes mit seiner Modulation des Geschehens vom vollen Orchester zum Streichduo in die Sinfonie zu integrieren, deren resignativen Ton sie allerdings konsequent fortführt. Wenn man die Anekdote nicht kennt, was heutzutage kaum mehr vorstellbar ist, könnte man das abschließende, fast weinerliche Adagio für einen separaten Satz halten, und Pinnock nahm die Sinfonie auch so auf – natürlich entgegen der Konvention, aber stilistisch absolut nachvollziehbar.
Angehörs dieser sehr gelungenen Aufnahme habe ich nie das Bedürfnis verspürt, ihr eine andere entgegenzusetzen, aber wenn Ihr dafür einen von guter eigener Erfahrung gestützten Vorschlag habt, nur her damit.
:hello Rideamus
Rideamus (09.01.2013, 09:50): Auch dieser Abschied beginnt mit einem Sprachlosen, aber er endet fünfstimmig und mit einem passenden Verabschiedungstext
Gesucht wird der letzte Buchstabe des Textes dieses Quintetts.
TIPPS
In demDuett, das auf das Quintett folgt, begegnet uns der Vogel wieder, den wir aus dem ersten Auftritt des Stücks von Nr. 1 kennen – Athene
Es ist von Kinderarbeit die Rede, dabei geht es sogar um eine Führungs- und Beratungsposition – Mauerblümchen
Es geht weiterhin quasi um einen Akt der Jurisdiktion - ehe einer der handelnden Personen per ordre de mufti eine Aufgabe zugewiesen wird – C. Huth
Hm, hm, was hat denn das mit Lulu zu tun ? – Pavel
Die Zahl 3 spielt nicht nur bei höheren Gesangsstimmen eine Rolle und zwar in drei, d.h. sechs verschiedenen Partien , sondern auch ansonsten bei Tischlereiarbeiten – Oper 337
Hm! – Quasimodo
Hm, hm, ich warte besser auf die fehlende quadratische Gleichung – Calisto
Quadratisch? Pah! Die Nullstellen der folgenden kubischen Gleichung ergeben die Anzahlen der während des Quintetts singenden Männer und Frauen sowie der währenddessen erscheinenden Kinder. Vorsicht: eine doppelte Nullstelle! x^3 - 8x^2 + 21x - 18 = 0 - Mauerblümchen
Ein Schloss spielt eine wichtige Rolle in diesem Quintett – Calisto
Und zwar auch bei der Textgestaltung! – Philmus
Drei von den fünfen sind eigentlich böse, aber das weiß man zu diesem Zeitpunkt noch nicht – Waldi
Eine alteingesessene britische Lady, die (oder besser deren Charakter) leider im neuesten James-Bond-Film ums Leben kommt, singt gerne (und gut!!!) Lieder des gesuchten Komponisten – Archaeopteryx
In dieser Nummer ist die Sprachlosigkeit erzwungen, durch die Verwendung eines Gegenstandes, der sprechen nicht zulässt. In einer späteren Szene des Werkes ist dieselbe Figur ebenfalls schweigsam, hier aber freiwillig, weil sie abgelenkt ist – Teresa Cellini
Die Lösung: Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte – Quintett: Hm Hm Hm Lösungsbuchstabe: N Beispiel:http://www.youtube.com/watch?v=bya9Xf_LIkQ
Ein Ensemble, das mit den vielfach wiederholten Worten „Lebt wohl“ und „Auf Wiedersehen“ endet, durfte natürlich in diesem Rätsel nicht fehlen, zumal es eines der ältesten ist, das sich mir unauslöschlich einprägte (neben „Bald prangt, den Morgen zu verkünden“), weil es eine der ersten kleinen Platten war, die ich fast in Endlosschleife hörte. Da es aber nicht nur bei mir zu den vertrautesten zählt und die meisten vermutlich damit rechneten, dass es kommen wird, erschien es mir vernünftig, mich dieser Frage gleich zu Beginn zu entledigen, obwohl sie ein weiteres Werk anspricht, zu dem ich nicht mehr viel sagen kann, was nicht schon von anderen anders und oft besser ausgedrückt wurde. So gibt es zwei Threads, in denen das Personal der Oper sehr interessant diskutiert wird, nämlich diesen: http://www.das-klassikforum.de/thread.ph…t=Zauberfl%F6te und diesen: MOZART: Die Zauberflöte – Lauter Unsympathen?. Und auch eine relativ umfangreiche Discographie gibt es schon, nämlich die hier, in der schon so gut wie alle Aufnahmen enthalten sind, die ich auch empfehlen würde, wobei mir die Festlegung auf eine einzige unmöglich scheint: MOZART: Die Zauberflöte - Kommentierte Diskographie.
Bei den reinen Tonaufnahmen bin ich konservativ, denn die Aufnahmen der 50er und 60er Jahre, mit deren Ensemblekultur ich groß geworden bin, sind meiner Ansicht in ihrer Gesamtqualität gerade bei den deutschsprachigen Opern Mozarts nicht mehr übertroffen worden. Ich denke da vor allem an die Aufnahmen von Karl Böhm, die schon wegen des unübertrefflichen Tamino von Fritz Wunderlich ihren besonderen Rang behalten wird,
und an die in mehrfacher Hinsicht gewichtige Aufnahme Otto Klemperers,
die allerdings, wenn ich meine LP-Box richtig erinnere, leider auf die Dialoge verzichtet, was ebenso wenig eine gute Lösung ist wie die vorübergehende Mode, die Dialoge von professionellen Sprechern darbieten zu lassen, worunter leider die ansonsten vorzügliche Aufnahme Ferenc Fricsays etwas leidet.
Später gefielen mir dann auch die Aufnahmen von John Eliot Gardiner und das energievolle Hörspiel von René Jacobs besonders, aber den großen Wurf verhinderten immer leichte Schwächen in den Besetzungen, die nie schlecht, aber eben auch nicht so überragend waren um die großen Vorbilder aus der Vergangenheit aus meinem Gedächtnis zu löschen.
Die Märchenoper ZAUBERFLÖTE fordert aber, mehr noch als die meisten anderen, auch eine visuelle Darstellung, und so ziehe ich heute die besten DVD den bloßen Tonträgern vor. Zum Glück gibt es auch da eine bemerkenswerte Spannweite, sowohl inhaltlich wie qualitativ. Qualitative Einschränkungen muss man leider bei der ältesten der von mir bevorzugten Angebote machen, denn die technische Qualität der DVD von August Everdings Münchener Inszenierung aus dem Jahr 1983 verrät ihr Alter (oder eine Sorglosigkeit der DG beim Transfer). Everdings Inszenierung ist gefällig und durchaus fantasievoll, hat mit den Jahrzehnten jedoch unübersehbar etwas Staub angesetzt. Musikalisch dagegen ist sie nach wie vor erste Sahne, wie schon ein Blick auf die Besetzung nahe legt:
Lucia Popps Pamina und Edita Gruberovas Königin der Nacht wurden nur gelegentlich erreicht und nie übertroffen, und auch zur Würdigung der idealen Stimme Francisco Araizas muss man schon auf Fritz Wunderlich zurückgreifen um einen noch besseren Tamino zu finden. Auch Kurt Molls Sarastro und Wolfgang Brendels Papageno halten dieses Niveau, und allein wegen dieser geschlossenen Ensembleleistung wird die DVD immer eine der erstrebenswertesten bleiben.
Wer allerdings besonders viel Wert auf eine gelungene Inszenierung legt, der hat die schwere Wahl zwischen Benno Bessons Pariser Inszenierung aus dem Jahr 2001 und David McVicars Londoner zwei Jahre jüngeren Inszenierung, die für mich wieder einmal bestätigt, dass es seit Jean-Pierre Ponnelle wohl keinen Opernregisseur mehr gegeben hat, der in so vorbildlicher Weise ein Libretto respektiert, auf die Musik hört und dennoch ein unverkennbar eigenes Profil auf die Bühne zu bringen vermag.
Was die Pariser Aufführung betrifft, so kann ich nur jedes Wort unterstreichen, mit der Waldi in seiner hymnischen Besprechung der DVD die obige Discografie (derzeit) abschließt. Durch eine glückliche Fügung bin ich sogar im Besitz eines Mitschnitts derselben Inszenierung aus einer Übertragung des Senders Mezzo. Darin wird die Königin der Nacht von Natalie Dessay gesungen, und sie übertrifft die hochachtbare Leistung Desirée Rancatores so merklich, dass mir nur die grandios gespielte und gesungene Königin Diana Damraus in der Londoner Aufführung als vergleichbare Referenz einfällt.
Da hier die technische Qualität absolut vorbildlich ist und Dorothea Röschmanns Pamina sogar noch etwas warmherziger ist als in Paris, ist die Londoner DVD unter dem Strich für mich die noch erfreulichere. Allerdings ist nicht zu leugnen, dass von den Männerstimmen weniger Gutes zu berichten ist. Zwar hält Simon Keenleysides Papageno das Niveau der beiden Damen, aber der Tamino Willi Hartmanns und leider auch der Sarastro kommen mangels Ausstrahlung und qualitativ angemessenem Stimmklang über den Eindruck einer soliden Leistung nicht hinaus.
Wie unterschiedlich man der ZAUBERFLÖTE gerecht werden kann, zeigen die beiden Verfilmungen, die man nicht außer Acht lassen sollte, obwohl sie musikalisch mit den vorgenannten Einspielung nicht mithalten können.
Da wäre einmal die kongeniale Verfilmung Ingmar Bergmanns aus dem Jahr 1974, der seinerzeit mit Recht weltweit bewundert wurde und neue Maßstäbe für das Potenzial der Poesie dieser Oper (sowie die Möglichkeiten des Opernfilms, der danach eine Weile en vogue war) setzte:
Da die Oper schwedisch gesungen wird, wird man sie nur ausnahmsweise als einzige Einspielung haben wollen, aber sie gehört zweifellos in jede Sammlung herausragender Opernfilme. Gleiches gilt auch für die leider arg vernachlässigte Verfilmung Kenneth Branaghs.
Hier ist nicht der Ort um die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten der Oper zu diskutieren oder zu erörtern, ob die Königin der Nacht oder doch Sarastro der wahre Schurke der Oper ist, aber Branaghs Verlegung des Geschehens in die Fantasie eines Schwerverwundeten des Ersten Weltkriegs vermag auch auf diese Frage ein überraschendes Licht zu werfen, obwohl die großartige Übersetzung des englischen Dramatikers Stephen Fry den Originaltext Schikaneders nur verbessert, aber nicht wesentlich verändert.
Ich kann jedem, der einmal erleben möchte, wie vielfältig die Möglichkeiten einer überzeugenden Opernfilmregie sein können, nur empfehlen, sich einmal diese sehr verschiedenen, auf ihre Weise aber höchst gelungenen Beispiele anzusehen.
Habt Ihr noch andere?
:hello Rideamus
Rideamus (09.01.2013, 12:14): Ein großer Komponist schrieb ein Abschiedslied für einen überzeugten Kommunisten. Der Mann, der Letzteren spielte und ins Bild setzte, stolperte später als Meisterdetektiv fast über eine Madonna.
Gesucht wird der Anfangsbuchstabe des Komponisten und natürlich das Lied sowie das monumentale Werk, in dem es erstmals vorgestellt wurde.
TIPPS Um Euch all zu langes Suchen in die falsche Richtung zu ersparen, ergänze ich schon mal den Hinweis, dass keiner der hier Angesprochenen Russe ist oder war – Rideamus
Hier als zur Orientierung beim Suchen eine Lesehilfe: Ein großer Komponist - ich muss mich also schon mehrmals in diesem Sinne geäußert haben, und das wohl nur, weil es nicht selbstverständlich ist schrieb ein Abschiedslied für einen überzeugten Kommunisten - den Menschen gab es also wirklich. Zusätzliche Information: Sein berühmtestes Buch wurde 1999 von einem führenden amerikanischen Zeitschrift auf Platz 7 der hundert bedeutendsten journalistischen Werke gewählt. Das Abschiedslied muss aber nicht für ihn selbst geschrieben worden sein, sondern kann auch für jemanden gedacht sein, der ihn verkörpert(e), nämlich den Mann, der Letzteren spielte und ins Bild setzte, - vermutlich also ein Darsteller und Regisseur in Personalunion stolperte später als Meisterdetektiv fast über eine Madonna. - hier geht es also um eine weitere Rolle mindestens des Darstellers, und wir erinnern uns, dass ich diesmal auch einmal Popmusik einbeziehen wollte. Gesucht wird ... das monumentale Werk, in dem es erstmals vorgestellt wurde - Von einem Werk welcher Zeit und welcher Kunstgattung könnte hier am ehesten die Rede sein, wenn man den vorigen Hinweis bedenkt? - Rideamus
Die erste richtige Lösung ist gefunden, und dafür helfe ich allen anderen weiter beim Suchen, indem ich darauf hinweise, dass Che Guevara hier nicht vorkommt – Rideamus
Der Schauspieler/Regisseur hat eine singende, tanzende, schauspielernde Schwester, die mindestens ebenso berühmt ist wie er, aber in der Öffentlichkeit anders heißt - ihren Nachnamen ziert ein übliches schottisches Präfix – Honoria Lucasta
Zu jeder meiner Lösungen gibt es einen passenden Clip auf You Tube. Wenn man einen Namen oder eine Idee hat, wie ihn Euch zum Beispiel Honoria, die als Erste die richtige Lösung fand, wunderbar vorgelegt hat, lassen die sich in der Regel leicht finden – Rideamus
Der Regisseur und Filmschauspieler konnte 1967 in einem Film den Revolver vortrefflich bedienen. - Calisto
Zwar ist keiner der Gefragten Russe, das Land hingegen und ein Ereignis wird dennoch thematisiert – Emotione
Der Kommunist war zwar wirklich kein Russe, hat aber ein Ehrengrab an der Kremlmauer (und das für mehr als 10 Tage !) – Pavel
Barbra mit dem netten Näschen und den österreichischen Wurzeln hat dieses Lied auch aufgenommen – Waldi
Der gesuchte Komponist hat auch bei dem Detektivfilm mitgearbeitet; sein Haupttätigkeitsfeld ist aber musikdramatischer Art, auch wenn es schon mal nur die Texte sind – Quasimodo
Der verfilmte Kommunist ist zwar kein Russe, aber er schrieb ein Buch über 10 ganz besondere Tage in Russland 1917 – Heike
Erst wurde ich rot vor Äger und dann rot vor Scham, dass ich nicht sofort an diesen Komponisten gedacht habe - das sollte man auch in Winternächten mit einem roten Mond am Himmel – Severina
Wenn ich recht habe (was zutrifft) gehört zum Oeuvre des fraglichen Komponisten auch ein gar dämonischer "Barbier von...", wenn auch nur im Untertitel – C. Huth
Die "Sharks" haben verschiedene Gegner, je nachdem ob man Musical-Liebhaber ist oder Rugby-Fan mit Vorliebe für südafrikanisch-australische Begegnungen der Spitzenklasse. Egal: Beide Spuren führen zur Lösung – Mauerblümchen
Ein Lieblingskomponist des Rätselstellers, allerdings nicht mit der "befürchteten" Form des Musicals.... – Athene
Die weibliche Hauptdarstellerin des hier u. a. gesuchten Films gehörte übrigens einem teuflischen Club an – Teresa Cellini
Die Lösung: Stephen Sondheim: REDS – Goodbye for Now Lösungsbuchstabe: S Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=noBWf_Ol2fg
Mir war natürlich klar, dass bei dieser besonders schweren Frage einige Anschubinformationen nötig waren, aber dass die Lösungen dann wirklich erst nach Honoria Lucastas Hinweis auf Warren Beattys Schwester Shirley MacLaine kamen, hat mich doch etwas betrübt, zumal auch danach kaum jemand auf den Komponisten kam, bevor man ihn nachschlug.
Natürlich ist Stephen Sondheim bei uns vor allem durch seine Texte für Bernsteins WEST SIDE STORY, mit etwas Glück auch noch für SWEENEY TODD und A LITTLE NIGHT MUSIC (s. SONDHEIM: A Little Night Music - Wenn die Mitternachtssonne dreimal lächelt. Ein Werkführer) bekannt, aber schon seine Meisterwerke COMPANY, FOLLIES, SUNDAY IN THE PARK WITH GEORGE oder INTO THE WOODS sind hier nur wenigen anders als vom Hörensagen bekannt, und kein noch so intensives Werben scheint vorerst etwas daran ändern zu können. Ich werde es trotzdem weiter versuchen, solange ich kann, denn der heute 82-jährige Sondheim gehört für mich zu den ganz großen Komponisten der Welt des letzten Jahrhunderts.
Ein Aspekt seines Schaffens, den ich längere Zeit zu Unrecht als Marginalie abgetan habe, ist seine Musik für die große und kleine Leinwand, deren Bedeutung mir erst klar wurde, als mir ein Soundtrack des Gangsterfilms STAVISKY von Alain Resnais in die Hände fiel.
Es ist kennzeichnend für Sondheims Liebe zum Kriminalfilm (mit dem Hauptdarsteller seines Fernsehmusicals EVENING PRIMROSE, Anthony Perkins, zusammen schrieb er auch den Thriller THE LAST OF SHEILA, zu dem man ihn aber nicht mehr die Musik komponieren ließ), dass sein erster professioneller Filmmusikauftrag dem Gangster Stavisky und sein letzter dem Meisterdetektiv DICK TRACY galt, für den die Sängerin mit dem Künstlernamen Madonna als Gangsterliebchen „Breathless Mahoney“ drei Songs aufnahm, darunter den Hit „Sooner or Later“. Dass Warren Beatty, der Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller dieses Films, ihn nach seinem Erfolg mit dem epischen Film REDS ein weiteres Mal mit einer Filmmusik beauftragte, spricht dafür, wie sehr Sondheims Musik seinen Bedürfnissen entsprochen haben muss, obwohl Sondheims Arbeit eine der wenigen wesentlichen Beiträge war, die nicht einmal unter den vielen Oscar-Nominierungen vorkam, die der Film 1982 einheimsen konnte. Die geschlossene Clique amerikanischer Filmkomponisten, deren Gewerkschaft die Nominierungen organisiert, lässt eben nur sehr ungern einen Außenseiter zu, und das produzierende Paramount Studio hatte offenbar wenig Interesse daran, das durch eine aggressive Werbung zu ändern.
Das ändert aber nichts an dem außerordentlichen Rang von Sondheims Filmmusik, die, mit wenigen Ausnahmen, so gar nicht den für Filmepen traditionellen Klangteppich ausbreiten wollte. Der Soundtrack des Films, anhand dessen man Sondheims Musik am besten beurteilen könnte, ist leider nur noch zu Mondpreisen zu haben, aber wenigstens gibt es den Film selbst noch, den ich jedem ans Herz legen möchte, der sich zumindest für die obere Kategorie der anspruchsvolleren Filmepen interessiert. Warren Beatty war nämlich nicht nur Bonnies charismatischer Clyde, sondern ist auch ein exzellenter Regisseur. Leider ist ihm wohl die Anerkennung für diesen Film über den Kopf gewachsen, denn sowohl DICK TRACY als auch seine letzte Regiearbeit BULWORTH waren ziemlich verkorkst.
REDS erzählt die Geschichte des amerikanischen Journalisten John Reed (1887 – 1920), der mit seinen Berichten von der mexikanischen und der sowjetischen Revolution zu den ganz großen Vertretern seines Faches gehörte. Noch 1999 wählte eine Jury der New York Times Reeds Bericht von der sowjetischen Revolution, „Zehn Tage, die die Welt erschütterten", auf Platz 7 der 100 bedeutendsten journalistischen Publikationen überhaupt. Dieser Abschnitt des Lebens von John Reed, der als eine von ganz wenigen westlichen Persönlichkeiten ein Ehrengrab in der Kremlmauer erhielt, und seine berühmt gewordene Liebesgeschichte mit seiner skandalträchtigen Kollegin und späteren Ehefrau Louise Bryant stehen im Zentrum dieses Filmes.
Bezeichnenderweise geriet Sondheims Beitrag zu diesem großen Film bald in Vergessenheit, aber wenigstens nahm man ihn in Form einer Ballettnummer in das Programm der offiziellen Feier zu Sondheims 80. Geburtstag auf, und diese Nummer, die man aus seiner Melodie GOODBYE FOR NOW entwickelte, kann man neben zwei kurzen Clips aus dem Film auch auf YouTube hören und sehen: http://www.youtube.com/watch?v=PVUMTlqPlAU
Ich würde mich freuen, wenn der Film und seine Musik auch weiterhin nicht ganz im Dunkel des Vergessens verharren müssten.
:hello Rideamus
stiffelio (09.01.2013, 18:20): Original von Rideamus Die Lösung: Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte – Quintett: Hm Hm Hm ...
Habt Ihr noch andere?
Lieber Rideamus,
vermutlich werde ich nie vergessen können, dass über 20 Jahre lang das Wort "Oper" für mich nahezu gleichbedeutend mit dieser Salzburger Zauberflöten-Aufführung von 1982 (Premiere 1978) war:
Aber auch ohne Nostalgiebonus halte ich sie immer noch für eine sehr gelungene Aufführung mit vielen Pluspunkten. Peter Schreier als Tamino, Edita Gruberova als Königin der Nacht und Martti Talvela als Sarastro sowie viele Inszenierungsdetails von Ponnelle sind nur einige davon.
Dies aber nur nebenbei, eigentlich wollte ich hauptsächlich gerne auf die (gekürzte) Zauberflöten-Animation von Gianini & Luzzati hinweisen, der die Aufnahme mit Böhm und den Berliner Philharmonikern als Ton hinterlegt ist. Ich muss sie ebenfalls schon als Kind im Fernsehen gesehen haben, denn sie war mir sofort wieder präsent, als ich sie glücklicherweise vor einiger Zeit auf YT wiedergefunden habe. Derzeit gibt es dort leider nur ein paar kurze Ausschnitte davon, z.B. das Papageno-Papagena-Duett "http://www.youtube.com/watch?v=urEBJk8f2vc", das es ebenfalls geschafft hatte, sich über 20 Jahre lang in meiner Erinnerung festzugraben. Auch meine Kinder hat im Alter zwischen 5 und 10 Jahren diese Darstellung auf Anhieb begeistert.
VG, stiffelio
stiffelio (10.01.2013, 06:33): Lieber Rideamus,
jetzt bist du einmal mehr für eine weitgehend durchwachte Nacht und ein grandioses Opernerlebnis von mir verantwortlich :wink. Und zwar ist es der Zauberflöten-Film von Kenneth Branagh, mit dem du bei mir ins Schwarze getroffen hast. Ich kannte bisher nur den Film von Ingmar Bergmann und der hat durchaus seine starken poetischen Momente, aber der Film von Branagh ist da nochmal ein ganz anderes Kaliber. Insbesondere Rene Pape als Sarastro war ein reines Urerlebnis, dessen Rolle von der Steifheit befreit wurde, die dem Sarastro in so vielen Inszenierungen anhaftet. Rene Pape füllt diese Rolle mit seinem wundervollen Bass und seiner Persönlichkeit aus, als wäre sie speziell für ihn geschrieben und ich verneige mich einmal mehr vor diesem großartigen Singschauspieler :down.
Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass mich eine Zauberflöten-Adaptation nochmal derart faszinieren könnte. Danke dafür!
VG, stiffelio
Rideamus (10.01.2013, 06:44): Liebe Stiffelio,
danke, dass Du mich hier nicht ganz allein monologisieren lässt. Ausgerechnet die Ponnelle - ZAUBERFLÖTE kenne ich leider nur aus ferner Fernseherinnerung, aber ich bin sicher, dass Dein Lob absolut gerechtfertigt ist. Mit Animationsversionen und Puppenspielen von Opern habe ich allgemein so meine Probleme, aber es gibt mindestens zwei Ausnahmen, die einer Erwähnung wert sind:
Lotte Reinigers zauberhafte Illustration von Papageno-Arien auds dem Jahr 1935, kurz bevor sie emigireren musste (s. http://www.youtube.com/watch?v=qP_tzGCCx3k), und der von Dir erwähnte, köstliche italienische Film zum selben Thema.
Nun aber zur nächsten Lösung:
Vier Menschen bedauern, wie kurz ein Tag ist, denn länger dauert das Stück nun einmal nicht. Aber vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal, bei dem man das Versäumte nachholen kann.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistennamens.
TIPPS Das Stück endet wie es begann, mit einem Schichtwechsel und einer Huldigung – Emotione
Das Werk wurde auch verfilmt, allerdings wurde die Originalmusik weitgehend ersetzt (und diese Musik erhielt auch einen Oscar) – Pavel
Habt Ihr schon mal über den seltsam anmutenden Gebrauch von Präpositionen im Englischen nachgedacht? "The children are playing in the street." Hier liegt ein ähnlicher Fall vor – Mauerblümchen
Der Komponist hat in Berlin bald nach der Wende eine historische, weil denkwürdig freie 9. Sinfonie dirigiert. – Heike
Den Komponisten von Nr.6 hängen sich manche um den Hals! Hätte er da noch gelebt, wäre er prädestiniert gewesen, die Musik zu "Jurassic Parc" zu komponieren ! – Severina
Das in Nr. 6 gesuchte Werk ist durch einen Tanzmeister irgendwie auch mit dem in Nr. 5 gesuchten Komponisten verbunden, wenn auch nicht in Bezug auf das in Nr. 5 gesuchte Monumentalwerk - C. Huth
Ich Ärmste, das ist bestimmt wieder ein amerikanisches Musical mit galoppierenden Pferden – Calisto
Landgang. Aber nich in Hamburch. Und keine Pferde! – Quasimodo
„Ein amerikanisches Musical“. Der Titel erinnert mich daran, dass es in meiner Jugendzeit für "Shoppen gehen" hieß, man gehe "nai der Schdadt" – Athene
Warum muss ich dabei immer an Ostsee und Harz denken? – Waldi
Matrosen amüsieren sich für kurze Zeit in einer ziemlich großen Stadt. Außerdem gibt es die "Miss U-Bahn des Juni", die Gesang und Malerei studiert - Calisto
Der gesuchte Titel wurde von einem amerikanisch-jüdischen Komponisten verfasst, der aber vor allem als Dirigent bekannt geworden ist – Archaeopteryx
Außer dem Komponisten gibt es noch eine "Straße", die touristisch genutzt wird, und viele Schmuckstücke, an denen er wenigstens als Anhänger zu finden ist – Teresa Cellini
Die Lösung: Leonard Bernstein: ON THE TOWN – Some Other Time Lösungsbuchstabe: E Beispiele: http://www.youtube.com/watch?v=A9bLMqztl0Y (Farrell/Bernstein) und http://www.youtube.com/watch?v=WV53dWisQBw (Bill Evans)
Drei Matrosen haben vierundzwanzig Stunden für ihren ersten Landgang in New York, bevor sie sich wieder zu einem Kriegseinsatz einschiffen müssen. Das Motiv der drei Seeleute, die einen Tag lang New York durchstreifen, bevor sie sich einschiffen um am Zweiten Weltkrieg teilzunehmen, entstammt dem im gleichen Jahr von Bernstein für den Meisterchoreographen Jerome Robbins komponierten Ballett FANCY FREE. Umso erstaunlicher ist es, dass Bernstein für das Musical überhaupt nicht auf die Musik des Balletts zurück griff. Eine enge stilistische Verwandtschaft beider Werke mit ihren Einflüssen sowohl vom Big Band Jazz als auch den synkopenfreudigen Balletten Strawinskys oder Prokofjews ist natürlich trotzdem unüberhörbar.
Das Buch und die Songtexte schrieben Betty Comden und Adolph Green, mit denen Bernstein eine vorübergehende Tätigkeit in deren Kabarett „The Revuers“ verband. Dabei schrieben beide sich selbst die Rollen von Claire und Ozzie auf den Leib. ON THE TOWN brachte die Gattung Musical ein großes Stück voran. Die Herkunft des Stückes von einem Ballett ist unverkennbar. So ambitioniert wie kein Musical zuvor, verwebt es Tanz, Gesang und Sprache miteinander, getreu dem Credo seiner Schöpfer, mit jeder Szene und jedem Element die Handlung und Charakterisierung der Protagonisten voran zu treiben. So sind die Tänze des Musicals, dessen Choreograph Jerome Robbins wesentlichen Einfluss auf seine Gestaltung hatte, nicht weniger wichtig als die Dialoge und Gesangsnummern. In der engen Verflechtung aller drei darstellenden Künste liegt auch das historische Verdienst Bernsteins und seiner Mitarbeiter, denn es gab zwar zuvor schon Musicals mit ausgedehnten Balletteinlagen wie Richard Rodgers' ON YOUR TOES oder das kaum zwei Jahre ältere OKLAHOMA!, aber noch nie einen Fall bei dem das Musical aus dem Tanz erwuchs statt umgekehrt. (Dieser Absatz entstammt meiner ausführlichen Würdigung des Musicals in diesem Thread: BERNSTEIN, Leonard: Die New York Musicals - I) ON THE TOWN)
Den darin ausgesprochenen discografischen Empfehlungen habe ich heute kaum etwas hinzuzufügen, sieht man von der traurigen Tatsache ab, dass es fast alle Aufnahmen nur noch antiquarisch gibt. Eine Einspielung bewerbe ich aber besonders gern. Es ist diese gescheite Kombination der Firma Naxos von dem Querschnitt des Musicals mit Mary Martin, die mit seiner originalen Fassung allerdings nichts zu tun hatte, mit der Balletmusik aus dem Musical sowie den drei Stücken aus Bernsteins FANCY FREE, die traditionell im Konzertrepertoire gegeben werden und, als überraschender Bonus, Proben aus dem Programm der „Revuers“ Comden, Green und anderen:
Die schönste Nummer dieses bahnbrechenden Musicals ist in meinen Ohren eine eher konventionelle, wenn man mal darüber hinweg sieht, dass Quartette oder allgemein Ensembles von mehr als zwei bis drei Mitwirkenden selbst in den besseren Musicals eine Rarität sind. Some Other Time (Ein andermal) wird in einer U-Bahn gesungen, in der vier der jungen Leute, die einander gerade erst kennengelernt haben, zum Höhepunkt des Musicals nach Coney Island fahren und sich bewusst werden, dass sie sich schon in wenigen Stunden wieder werden trennen müssen. Die prosaisch-poetischen Gedanken, die ihnen dabei durch den Kopf gehen, gehören zu den schönsten Abschiedstexten überhaupt, wobei die traditionelle Fassung für Einzelsänger einige der hübschesten Details auslässt:
24 hours can go so fast You look around, the day has passed When you’re in love Time is precious stuff Even a lifetime isn’t enough.
Where has the time all gone to Haven't done half the things we want to Oh well, We'll catch up some other time
This day was just a token Too many words are still unspoken Oh well, We'll catch up some other time
Can’t satisfy my craving Never have watched you, while you’re shaving Oh well, We'll catch up some other time
Leider verbieten die Vorschriften zum Copyright ein ausführlicheres Zitat, aber ich denke, Ihr bekommt auch so eine Idee von der Qualität dieses Ensembles. Man sollte halt öfter mal gute Musicals hören. Da ist nämlich wirklich Musik drin.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass Betty Comden und Adolph Green sich 1955 mit IT'S ALWAYS FAIR WEATHER / VORWIEGEND HEITER an einer Fortsetzung des Spielfilms versuchten, in der sich die drei Seeleute zehn Jahr später wieder treffen und feststellen, dass sie gar nichts mehr gemeinsam haben. Stanley Donen und Gene Kelly, der als Einziger der Originalbesetzung seine Hauptrolle wieder aufnahm, führten die Regie bei diesem Sequel, das mit seinem Vorbild leider nur wenig gemeinsam hat und keineswegs vorwiegend heiter ist. Auch Abndré Previns Musik ist erschreckend uninspiriert und findet ihren Höhepunkt ausgerechnet in einer lustigen Paraphrase der drei einander langweilenden Seeleute von Johann Strauss' AN DER SCHÖNEN BLAUEN DONAU.
:wink : Rideamus
Rideamus (10.01.2013, 14:00): Ein Dichter hinterließ zwei Gedichte an eine namentlich genannte Dame, die von zwei fast gleichaltrigen Zeitgenossen derselben Nationalität vertont wurden. Eines ist ein Gruß, das andere ein Abschied.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponisten des Begrüßungsliedes
TIPPS Hier ein erster Tipp: Die gesuchte Süße ist Französin – Rideamus
Der Name der als Rose oder Waldblume bezeichneten Dame ist weder Amandine, Aurore noch George . Das Abschiedslied hat noch ein weiterer, vom Rätselmeister sehr geschätzter, Komponist vertont - Emotione
Sogar Francesco Paolo Tosti lässt grüßen – Calisto
Die Süße heißt weder Carmen noch Coppelia, aber beide verbinden die Komponisten – Rideamus
Der Dichter hatte eine leidenschaftliche und unglücklich endende Affäre mit einer unter einem Pseudonym allgemein bekannten und als Schriftstellerin renommierten Feministin, deren eigentlicher Name Dupin war. Von den Gedichten des Herrn findet man leicht zu den Komponisten, deren einer etwas mit einem Tenor gemeinsam hat, der auch als Schriftsteller und nach der Bühnenkarriere als Filmstar bekannt wurde (er nannte sich ironisch einen echten Wiener) – Waldi
Wenn einem kein passender Name für YouTube einfällt, kann man es mit einem 41 km langen Rhonezufluss im Burgund versuchen – Pavel
Wenn er nicht die Puppen tanzen ließ, hat der Komponist auch schon mal ein Glöckchen bimmeln lassen – Quasimodo
Der mit Carmen verbundene Komponist hat noch eine (Frankreich ist schon klar?) opéra comique in einem Akt komponiert, deren Libretto ebenfalls auf den fraglichen Dichter zurückgeht.
Aber auch Waldis Tipp ist zielführend - ich sage nur: Regentropfen ... (ohne "die an mein Fenster klopfen", aber in Des-Dur) – Mauerblümchen
Merci. Aber die Verbindung, an die ich dachte, war noch eine andere. Der Anfangsbuchstabe C der Damen überbrückt nämlich die Distanz zwischen dem B und dem D der Komponisten. – Rideamus
Den Vornamen des für den Buchstaben bei 7 gesuchte Komponisten trugen u.a. auch dreizehn Päpste. In Ste-Marie-Madeleine de Vézelay begegnet man einem wichtigen Ideengeber für den anderen gesuchten Komponisten – Athene
Auch Leonhard Cohen hat eine Dame dieses Namens vokal angeschmachtet, aber er dachte wohl an eine andere....- Severina
Das hochromatische Liebesleben des Autors wurde auch in einem Kinofilm verewigt, den ich aber nicht gesehen habe, er wurde hier eher schlecht besprochen . Er war Frédéric Chopins der Vorgänger in Bett und Herz einer skandalumwitterten Französin, die mit dem Who-Is-Who der frz. Romantik in mehr oder weniger intimen Beziehungen stand. Chopin ist m.E. aber deutlich begabter gewesen.....- Fairy Queen
Die gesuchte Dame hatte großen Anteil an einer von Regentropfen inspirierten Komposition - Archaeopteryx
Indirekt hatte der Dichter wegen einer seiner Freundinnen etwas mit dem Film "Verliebt in Chopin" zu tun. Chopin war allerdings keiner der beiden Komponisten, die hier gesucht sind – Teresa Cellini
Die Lösung: Leo Delibes: Bonjour Suzon und Georges Bizet: Adieux a Suzon nach Gedichten von Alfred de Musset. Lösungsbuchstabe: D Beispiele: http://www.youtube.com/watch?v=FWOpzpIMFlc (Delibes; de los Angeles) und http://www.youtube.com/watch?v=TG9tYDIemdw (Bizet; Bruno Laplante)
Gelegentlich kommt es bei der Suche nach passenden Titeln für ein Rätsel zu echten Glücksfällen, bei denen ich sowohl eine Menge dazu wie auch schöne Musikstücke kennen lernen kann. Ein solcher ergab sich, als ich bei YouTube Musikstücke mit dem Wort Adieu recherchierte und auf das Lied Georges Bizets stieß, von dem mir bis dato nur abstrakt bekannt war, dass er nicht nur die CARMEN und die PERLENFISCHER komponiert, sondern auch diverse Gedichte vertont hatte, von denen ich nur die fünf kannte, mit denen Cecilia Bartoli ihre zusammen mit Myung Wun Chun eingespielte cd CHANT D’AMOUR einleitete.
Man kann sich vorstellen, wie erfreut ich war, als ich daraufhin das Gegenstück zu ADIEUX À SUZON entdeckte, und das noch auf YouTube in Aufnahmen mit Conchita Supervia und Victoria de los Angeles (s.o.), wobei ich mich etwas darüber wunderte, dass dieses posthum veröffentlichte Lied von Leo Delibes (GISELLE; LAKMÉ), das doch offensichtlich von einem drängenden Liebhaber angestimmt wird, bei Sängerinnen besonders beliebt ist.
Bonjour, Suzon... Bonjour, Suzon, ma fleur des bois ! Es-tu toujours la plus jolie ? Je reviens, tel que tu me vois, D'un grand voyage en Italie. Du paradis j'ai fait le tour ; J'ai fait des vers, j'ai fait l'amour. Mais que t'importe ? Je passe devant ta maison ; Ouvre ta porte. Bonjour, Suzon !
Je t'ai vue au temps des lilas. Ton coeur joyeux venait d'éclore. Et tu disais : " Je ne veux pas, Je ne veux pas qu'on m'aime encore. " Qu'as-tu fait depuis mon départ ? Qui part trop tôt revient trop tard. Mais que m'importe ? Je passe devant ta maison ; Ouvre ta porte. Bonjour, Suzon !
Eine Recherche über den Autor Alfred de Musset lieferte eine Spur. Bis dahin kannte ich ihn hauptsächlich über Diane Kurys‘ Film LES ENFANTS DU SIECLE (DIE LIEBENDEN VON VENEDIG) sowie als Autor des Erfolgsstückes LES CAPRICES DE MARIANNE, das nicht nur von Henri Sauguet veropert wurde, sondern auch die Vorlage für Jean Renoirs Meisterwerk LA RÉGLE DU JEU (DIE SPIELREGEL) schuf. Die Verbindung mit der bekennend Bisexuellen George Sand, die Kurys‘ Film nach De Mussets Erinnerungen „La Confession d’un enfant du siècle“ die Vorlage bot, gab mir dann zumindest den Ansatz einer Spur, die ich aber bislang nicht weiter verfolgte, weil mein Interesse an biographischen Pikanterien eher begrenzt ist, und weil ich ja selbst erst mit dieser Rätselfrage auf das Thema stieß. So sei hier nur erwähnt, dass der Film von Diane Kurys zwar kein Meisterwerk, nicht zuletzt dank Juliette Binoche als Georges Sand aber wesentlich besser ist, als Fairy Queens Tipp hier nahe legt. Mit ihrem Urteil über die Qualitäten des Autors De Musset kann sie sich dagegen auf keinen Geringeren als Rimbaud berufen, der De Musset beschuldigte, nicht wirklich hinzusehen und so für seine eigenen Visionen blind zu sein. Demgegenüber hält der Wikipedia-Artikel ihn für einen der führenden französischen Romantiker, und sein damaliger Erfolg dürfte das bestätigen. Allerdings verdiente er sich diesen Ruf wohl eher als Dramatiker den als Poet. Ich habe noch keine feste Meinung, aber ein zweiter Rimbaud war er sicher nicht.
Das lässt auch sein ausführlicher Abschied von jener fabelhaften Suzon erkennen, das er noch zu Lebzeiten in seinen „Poésie nouvelles“ veröffentlichte, und das eher für hochromantischen Überschwang als poetische Disziplin zeugt.
Adieux à Suzon Adieu Suzon, ma rose blonde, Qui m’as aimé pendant huit jours: Ah! les plus doux plaisirs de ce monde Souvent font les meilleurs amours. Sais-je, au moment où je te quitte, Où m’entraîne mon astre errant? Je m’en vais pourtant ma petite, Ah! bien loin, bien vite, Toujours courant. Que de tristesse et que de charmes Tendre enfant, dans tes doux adieux! Ah! tout m’enivre, jusqu’à tes larmes, Lorsque ton cœur est dans tes yeux. À vivre ton regard m’invite; Il me consolerait mourant. Je m’en vais pourtant, ma petite. Ah! bien loin, bien vite, Toujours courant. Que notre amour, si tu m’oublies, Suzon, dure encore un moment; Comme un bouquet de fleurs pâlies, Cache-le dans ton sein charmant! Adieu: le bonheur reste au gîte: Le souvenir part avec moi: Je l’emporterai, ma petite, Ah! bien loin, bien vite, Toujours à toi. Alfred de Musset (1810-1857)
Übersetzungen beider Gedichte finden sich im Netz. Leider verbietet das Copyright ihre Wiedergabe hier.
Was Delibes daraus machte ist schon etwas Besseres, aber wie überrascht war ich doch, als ich entdeckte, dass auch Emmanuel Chabrier das Lied vertont hat, das man in dieser, leider nur für viel Geld in Frankreich zu bestellenden Sammlung seiner Lieder finden kann.
Aber mit Chabrier hatte ich, wie die meisten von Euch inzwischen wissen, ja noch Anderes vor, also entschied ich mich für die Version von Delibes‘, zumal es sie, im Gegensatz zu der Version Chabriers, auf YouTube zu hören gibt.
Ansonsten nehme ich gerne weitere Hinweise zur Recherche an, denn langsam interessiert mich doch noch, ob die fabelhafte Suzon, die den Dichter für nur eine Woche geliebt haben soll, aber diese beiden Gedichte inspiriert hat, ein Pseudonym oder eine reale Person war.
:hello Rideamus
Fairy Queen (11.01.2013, 10:06): Lieber Rideamus, ich habe den Film "Les confession d'un enfant du siècle" ja nciht selbst gesehen und lediglich den Tenor der hiesigen Kritiken wiedergegeben. Juliette Binoche allein würde aber gewiss lohnen den Film anzusehen, sie ist eine meiner liebsten frz. Schauspielerinnen und in Deutschland durch den zauberhaften Film "Chocolat" bekannt geworden. Was de Mussets Dcihtkunst angeht, kenne ich jedoch etliche seiner Erzeugnisse und ich kann einhellig sagen, dass mir das nicht gefällt. Die frz. Romantik ist mir aber insgesamt viel zu pathetisch und auch von ihrem grössten Reprâsentanten Victour Hugo, gibt es nur Weniges was ich unvertont geniessen kann. Meist sträuben sich all meine Anti-Pathos und Anti-Kitsch Haare. Musset ist der internationalen Nachwelt m.E. auch eher durch seine Verbindung zu George Sand bekannt geblieben als durch seine Werke. Die Dreiecksgeschichte mit dem Arzt in Venedig wird weiterhin gerne als Beispiel romantischer Liebe par excellence zitiert, Mussets Werke eher weniger...... Was man von Chopin, den Nachfolger im Bett George Sands, den ich , wie oben gesagt, fûr wesentlich begabter halte als Musset, ja nun wahrlich nciht sagen kann! Er würde auch ganz ohne Skandale von Pianisten aller Nationen weitergespielt und von Musikliebhabern weiter gehört.
F.Q. Die Bartoli Cd oben ist sehr empfehlenswert udn zeigt eine eher wenig bekannte Facette dieser Sängerin
Rideamus (11.01.2013, 12:10): Liebe Fairy,
danke für diese Hinweise. Ich hatte gehofft, dass gerade Du Dich noch zu diesen beiden Liedern äußerst, da sie für mich Neuland waren.
Nun zur nächsten Auflösung:
Meist nehmen in einer Oper nur zwei Leute voneinander Abschied, wenn es nicht jemand von allen tut. Hier aber sind es drei. Allerdings muss eine/r draußen bleiben.
Gesucht wird der erste oder letzte Buchstabe einer der beteiligten Personen
TIPPS Zwei der drei verabschieden sich gleich von der ganzen Welt - Rideamus
Bei Nr. 8 ist nur eine/r von beiden freiwillig "drinnen" - Athene
Um Turnschuhe der Marke Adidas geht es nicht, aber ein Puma hat eine der Partien früher gesungen – Pavel
Der / die andere schleicht sich durch die Hintertür rein – Oper 337
Das Land, in dem dieser herzzerrreißende Abschied erfolgt, sorgt leider gerade wieder für Schlagzeilen. Glückliche Zeiten, als dort nur um die Gunst des Tenors gekämpft wurde! – Severina
Im finsteren Gewölbe gibt`s keinen Triumphmarsch! – Waldi
Den beiden Abschied nehmenden Personen wird bald nicht nur Licht, sondern auch Luft ausgehen – Archaeopteryx
Li'l Moses was found in a stream. Li'l Moses was found in a stream. He floated on water Till Ol' Pharaoh's daughter, She fished him, she said, from dat stream. Kann aber sein, dass ich die Dame jetzt verwechsle ... – Quasimodo
Es gibt auch ein Musical gleichen Namens - Heike
Das gesuchte Werk diente später sogar als Vorlage für ein Musical – Teresa Cellini
Die Lösung: Giuseppe Verdi: AIDA – O terra addio Lösungsbuchstabe: A Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=IzKxMveLuA4
Vor fünf Jahren startete ich mal in einem anderen Forum eine Umfrage nach den beliebtesten Verdi-Opern. Es „gewann“ der DON CARLOS, aber AIDA landete auf dem schlechtesten Platz aller bekannten Verdi-Opern außer dem NABUCCO, nämlich Platz 13, noch hinter den VESPRI SICILIANI. Das mag sicher eine Frage der Tagesform gewesen sein, gibt aber doch einen Hinweis darauf, wie sehr diese Meisteroper bei den Liebhabern der Gattung unter der Popularität ihrer Hits von der holden Aida bis hin zum Triumphmarsch und Jahrzehnten grotesk historisierender Inszenierungen zu leiden hat. Zu den bekanntesten Opern Verdis, wenn nicht der Gattung überhaupt, gehört sie nämlich allemal. Beides muss seine Gründe haben, und vielleicht ist einer davon in der treffenden Bemerkung eines Opernfreundes zu suchen, der die Oper eigentlich mochte: „Eine AIDA, die nicht erstklassig dargeboten wird, ist furchtbar langweilig“.
Unter dieser Gefahr leiden offensichtlich auch fast alle Einspielungen der Oper in der einen oder anderen Form, die in dieser Discographie aufgeführt sind. Unter ihnen befinden sich mit Ausnahme von Toscaninis Meilenstein eigentlich alle Tonaufnahmen, die eine besondere Aufmerksamkeit beanspruchen dürfen: Verdi, Aida - Kommentierte Diskographie.
Aber Toscaninis Einspielung macht schon ein Problem deutlich: Die AIDA braucht mindestens fünf hervorragende Protagonisten, und die alle zur gleichen Zeit im Studio oder auf einer Bühne zu haben, ist ein eher seltener Glücksfall. Der Dirigent ist ein sehr wichtiger Faktor, aber nicht der einzige, und so sehr ich die männliche Besetzung (auch Tucker und Valdengo) auf dieser Aufnahme schätze, so ungern mag ich mich mit den Damen und dem Klangbild anfreunden. Dennoch bedeutett die Aufnahme natürlich einen der zentralen Maßstäbe, die von anderen erst einmal erreicht, geschweige denn übertroffen werden will. Leider gibt es die Aufnahme derzeit nur antiquarisch, aber Ausschnitte der Fernsehübertragung, bei der die Platten aufgenommen wurden, kann man auf YouTube sehen, wenn man die Stichworte AIDA und Toscanini eingibt.
Über die Feststellung der rein zahlenmäßigen Anforderung hinaus maße ich mir nicht an zu wissen, warum gerade die AIDA nie optimal hinzukriegen ist. Vielleicht steht wirklich nur ein Unstern über den Aufnahmen, die eigentlich nicht schwerer zu realisieren sein sollte als, sagen wir, der SIMON BOCCANEGRA oder der OTELLO, von denen es eine Reihe sehr befriedigender oder zumindest aufregend anregender Einspielungen gibt. Vielleicht liegt es aber auch an einem Missverständnis, das wegen des historischen Hintergrundes zu sehr auf eine Protzdarbietung im Sinne Veronas und Zeffirellis hin ausgerichtet wird, während es sich eigentlich, von wenigen Sequenzen wie dem Triumphmarsch abgesehen, um eine eher intime Kammeroper handelt, die zwar starke Stimmen verlangt, aber keine Stimmprotze, sondern sehr viel Einfühlungsvermögen. Da war der sensible Held Carlo Bergonzis schon eine Idealbesetzung, und Karajan war ihm auch ein guter, wenngleich etwas vorlauter Dirigent, aber die blasse Renata Tebaldi lässt wenig Verständnis dafür aufkommen, dass Radames sich für sie opfert. Immerhin hat seine Aufnahme das Glück einer der beiden besten Besetzungen der Amneris, hier Giulietta Simionato,
Den Preis der besten (mir bekannten) Audio-AIDA würde ich jedoch der zweiten Aufnahme Karajans zuerkennen, denn sie bietet neben der besten Amneris Agnes Baltsa, Ruggero Raimondi und Piero Cappucilli ein Liebespaar, das vielleicht manchmal an Stimmkraft zu wünschen übrig lässt, dafür aber an Innigkeit nicht zu übertreffen ist und gerade abseits des üblichen Heldengetues große Wirkung erzielt. Man höre sich nur einmal das grandiose Schlussterzett an, auf das sich meine Frage bezog – eine melodische Eingebung übrigens, die für mich zu den größten der Opernliteratur gehört, bei denen man sich nur noch fragen kann, wie einem Menschen so etwas Himmlisches einfallen kann.
Ganz trübe sieht die Angelegenheit auf dem DVD-Sektor aus, weil man hier kaum um das Verona-Zeffirelli-Pomp-Klischee herum kommt und es am wichtigsten zu sein scheint, ob beim Triumphmarsch Elefanten aufkreuzen. Dabei geben sich der Westen in der Met oder der Osten in Gergievs Marinskij Oper nichts nach, und auch die Scala hat mit Luciano Pavarotti zwar eine musikalisch vorzügliche Besetzung des Radames aufzubieten, die dem Begriff Breitwand eine zusätzliche Bedeutung verleiht, aber eine Optik, die einem die Schuhe auszieht.
Im Grunde traure ich da aber ohnehin dem schlimmen Versehen nach, dass die Frankfurter Neuenfels-Inszenierung vom Anfang der 80er Jahre trotz des enormen Aufsehens, das sie erregt und des berechtigt großen Lobes, das sie – auch wegen der musikalischen Leitung Michael Gielens - eingeheimst hat, nie aufgezeichnet wurde. Frankfurt hatte halt schon immer darunter zu leiden, dass es einen der finanzschwächsten Sender beherbergt. Neuenfels‘ Inszenierung mit ihren Verweisen auf die Realität der Sklavenhaltung und den Einfluss des Risorgimento auf den vermeintlich rein ägyptischen Konflikt war nämlich eine der gelungensten Pionierleistungen des sogenannten Regietheaters. Da ich keine Hoffnung auf eine ähnlich eindrucksvolle Darbietung hatte, gebe ich zu, mich schon lange nicht mehr bemüht zu haben, eine adäquate Inszenierung zu finden und wäre für Hinweise auf nicht nur hörenswerte, sondern auch halbwegs ansehbare DVDs oder TV-Mitschnitte dankbar.
:hello Rideamus
stiffelio (12.01.2013, 09:48): Lieber Rideamus,
da uns das Verdi-Jahr hoffentlich noch reichlich Gelegenheit zu AIDA-Diskussionen bieten wird, an dieser Stelle nur ganz kurz: wie du weisst, bin ich auch noch auf der Suche nach einer wirklich überwältigenden AIDA. Aber wenn ich mich beim bisherigen Stand auf die interessanteste und trotz aller Tücken noch gelungenste AIDA-Interpretation festlegen müsste, die ich kenne, dann wäre es die Aufführung der Bregenzer Festspiele von 2009:
Il Re - Kevin Short Amneris - Iano Tamar Aida - Tatiana Serjan Radamés - Rubens Pelizzari Ramfis - Tigran Martirossi Amonasro - Iain Paterson Un messaggero - Ronald Samm Una saccerdotessa - Elisabetta Martorana WSO, Carlo Rizzi, Graham Vick
Die Interpretation des kriegerischen Konfliktes mit Ägypten als den modernen USA und dem Gegner Irak/Al Qaida und Anspielungen auf Guantanamo finde ich nicht unproblematisch aber dennoch ziemlich gut gemacht. Insbesondere das Schlussterzett, mit dem für mich jede AIDA steht oder fällt, hat mich in dieser Inszenierung sowohl musikalisch als auch mit seinen überraschenden Effekten schwer beeindruckt. Es war allerdings auch eines meiner ersten AIDA-Erlebnisse, so dass es noch nicht gegen eine Vielzahl anderer Eindrücke ankämpfen musste.
VG, stiffelio
Rideamus (12.01.2013, 12:02): Ein herrliches Duett zweier Damen, die von einem Traum Abschied nehmen, klingt trauriger als das Stück zum Glück endet. Aber zunächst ist der Held weder der noch dort, der und wo er sein will.
Gesucht wird der vorletzte Buchstabe des Komponisten
TIPPS Ich gestehe zwar, dass mir die Nähe dieser Fragestellung zum ROSENKAVALIER gar nicht aufgegangen war, muss Euch aber enttäuschen. Sophie und Octavian heißen ihren gelebten Traum doch willkommen und verabschieden sich nicht von ihm. Das gesuchte Werk ist zwar genauso gut, aber weniger bekannt und nicht deutschsprachig. Auch der zweite Teil der Frage mit dem Helden ist viel wörtlicher zu verstehen, als Ihr unterstellt. Denkt mal lieber in eine ganz andere Richtung, die seltsamerweise zugleich in die Nachbarschaft nach Osten (geografisch) und Westen (musikalisch) führt - Rideamus
Der Held war im wahren Leben mal für rund ein Jahr Herrscher gleich dreier europäischer Monarchien (zweimal König und einmal Großherzog; einmal im Westen, zweimal im Osten). Der wusste wohl wirklich nicht, wo er sein wollte. P.S.: Zwei seiner Schwestern waren ebenfalls bedeutende Opernheldinnen - Quasimodo
Ist die Auflösung für Nr. 9 eigentlich so nahe (im Forum) liegend, wie ich glaube? – Succubus
Wie Succubus schreibt, gibt es nicht nur ein Tippchen, sondern einen Holzhammer im Forum, der die Bildungslücke schließen kann – Pavel
Ich glaube, der Knackpunkt ist, dass auf die "Tippchen" eventuell allerjüngst hingewiesen wurde. Könnte jedenfalls sein. – Mauerblümchen
Der besagte König wurde in einer Stadt geboren, nach dessen gleichnamigem Schloss ein ganzer (allerdings oft leider weggelassener) Akt einer anderen Oper benannt ist. Unser Rätselmeister hat sich heute übrigens hier ganz besonders viel Zeit für das gesuchte Werk genommen - Heike
Tja, wozu in die Ferne schweifen. Ich habe zwar noch keine Bestätigung, die Antwort aber hoffentlich gefunden. Ich war so auf Kurfürst Friedrich August von Sachsen als Doppelkönig im Osten fixiert, der nur leider nicht veropert wurde, dass ich lange Zeit blind für alle Zaunpfähle war - Severina
Wie einige Komponisten vor ihm, begann auch der hier Gefragte ein Jurastudium und erhielt anschließend eine Stelle im Innenministerium. – Calisto
Der Komponist interessierte sich auch für eine bekannte Gestalt der ungarischen Geschichte, deren Söhne László und Mátyás hießen. Die betreffende Oper wurde allerdings nie vollendet – Waldi
Der gesuchte Komponist studierte dasselbe außermusikalische Fach wie Karl Böhm. Die beiden haben noch etwas gemeinsam: Das Geburtsdatum des Komponisten enthält dieselben Ziffern wie das Sterbedatum des Dirigenten - wenn man von jahrhundertbedingt notwendigen Unterschied absieht (alles im Format tt.mm.jjjj, nein, dieses Mal keine Gleichung ). Das gesuchte Werk ist der letzte vollendete Gattungsbeitrag des Komponisten – Mauerblümchen
Der Stern dieses Komponisten erleuchtete schon so manches Rätsel unseres großen Rätselmeisters – Severina
Ein weiteres Werk eines Komponisten, für den Rideamus in seinen Rätseln immer wieder wirbt – Teresa Cellini
Die Lösung: Emmanuel Chabrier: LE ROI MALGRÉ LUI – O rêve éteint (Verlosch’ner Traum) Lösungsbuchstabe: E Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=3QFPEoQ8nxw
Ich habe zwar, wie Ihr sehr richtig erkannt habt, schon mehrfach für das Werk und insbesondere für seinen Komponisten intensiv Reklame gemacht, aber mir war natürlich klar, dass kaum jemand dieses Duett kennen, geschweige denn allein auf der Basis meiner Frageformulierung erkennen dürfte. Über große Schönheit nur zu verfügen, genügt eben nicht. Man muss sie auch bewundern können. Das aber war lange Zeit mangels Angeboten an Einspielungen von Chabriers Hauptwerk so gut wie unmöglich. Inzwischen hat sich das zum Glück etwas gebessert, und deswegen lohnte es sich, kurz nach der Fragestellung diesen Thread aufzumachen, in dem eigentlich alles zu lesen ist, was ich, ohne allzu sehr ins Detail der musikalischen Analyse zu gehen, die mich überfordern würde, als allgemeine Einleitung zu dieser Oper zu sagen habe, die nicht von ungefähr immer wieder in meinen Bestenlisten auftaucht: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper/4606-chabrier-le-roi-malgr%C3%A9-lui-%E2%80%93-meisterwerk-im-pech/
Die oben genannte Verbindung zu YouTube bietet übrigens eine ganze Reihe von Kostproben aus dem Werk an, die absolut hörenswert sind, denn auch die Lyoner Aufnahme einer Aufführung unter Leitung von Evelyn Pido mit Magali Leger, Maryline Fallot, Nicolas Rivenq und Yann Beuron ist absolut hörenswert. Ich kann an dieser Stelle also nur noch einmal jedem, der den Rat in meinem Thread noch nicht befolgt hat, empfehlen, sich diese Aufnahmen mal anzuhören. Ich bezweifle nicht, dass danach ganz viele sich diese derzeit spottbillige Aufnahme werden zulegen wollen, die dem Werk in sehr hohem Maße gerecht wird:
Den Mangel des Textheftes kann vielleicht der o. g. Thread etwas kompensieren, und für Rückfragen gerade zu diesem Werk stehe ich natürlich auch gerne zur Verfügung.
:hello Rideamus
Rideamus (13.01.2013, 10:57): Zwei grandiose Abschiedslieder werden zu Beginn und am Ende eines einzigen Aktes gesungen. Im ersten nimmt ein Mann Abschied von einer Frau und im zweiten die Frau von ihrer Stadt und ihrem Leben.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistennamens
TIPPS Den Akt eröffnet eine Randfigur mit einer Heimwehballade - Emotione
Italie! Italie! Italie! - Calisto
Achtung ! Der einzige Akt ist nicht der einzige Akt der Oper, d.h. es handelt sich um alles andere als einen Einakter – Pavel
Nach diesem Stück fragt Rideamus in (fast) allen seinen Rätseln! – Quasimodo
Kassandra warnt vergeblich vor den damals noch zu Großbauten fähigen Griechen – Heike
Das war halt was, als ein Stadt eine andere so unterstützte und dabei unterging. Und es blieb nicht bei einem Akt, da gab es schon mehr – Oper 337
Ein Pferd, ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd? Nein, ein Pferd für ein Königreich... und später: Höhlenbesuch zu zweit ist ohne Trauschein keine Garantie für Treue – Waldi
Wer sich durch den Tipp mit den „Italies“ verleiten lässt, die Herkunft des Librettisten und/oder des Komponisten einzugrenzen oder gar den Schauplatz der Handlung näher zu bestimmen, der ist ja so was von auf dem Holzweg. Bedenkt man es vor dem Hintergrund der Handlung recht, so müsste man bestimmte Formen schädlicher Software eigentlich "Griechen" nennen – Mauerblümchen
Diese etwas groß geratene Bastelarbeit fehlt in keinem von Riddles Rätseleien! – Severina
Mein erster Gedanke war - ist es etwa die Butterfly? Aber Cio-Cio-San nimmt von ihrem Kind Abschied und nicht von ihrer Stadt. Pinkertons "Abschied vom Blütenreich" ist bereits ohnehin nur mehr sentimentale Pose, denn verlassen hat er sie schon längst – Teresa Cellini
Die Lösung: Hector Berlioz: LES TROYENS - Inutiles regrets…Ah quand viendra L'instant du supreme adieu und Adieu fière cité Lösungsbuchstabe: E
Beispiele: http://www.youtube.com/watch?v=16XbPRdOqFg und http://www.youtube.com/watch?v=l3HsRWDwLs0
Ihr habt ja Recht, aber ich bereue nicht. Das Werk kommt nämlich keineswegs in fast jedem meiner Rätsel vor. Aber Reklame habe ich dafür wirklich intensiv gemacht, und ich habe den Eindruck, dass manche auch recht dankbar dafür waren. Immerhin konnte vor gut drei Jahren der Verein von Capriccio gegründet werden, als man sich zu einer Aufführung der beiden Teile in Duisburg und Düsseldorf traf (s. http://www.youtube.com/watch?v=l3HsRWDwLs0).
Zumindest einen Ansatz zu einer Diskussion des Werkes selbst hatte ich zunächst in diesem Thread versucht, der mal wieder aus seinem Dämmerzustand erweckt und fortgeführt werden könnte: BERLIOZ: Les Troyens – Cherchez la femme
Rideamus (14.01.2013, 08:56): Andere Sprache, anderes Genre und eine Gegend, von der die beiden Verabschieder der vorigen Frage noch gar nichts wissen konnten. Hier verabschiedet sich aber auch jemand von seiner Heimatstadt. Wahrscheinlich hat er es satt, Bananen zu pflücken.
Gesucht wird der fünfte Buchstabe der Stadt, von der sich der Sänger verabschiedet
TIPPS Die Frage scheint schwerer zu sein, als gedacht. Letzteres vielleicht, weil Ihr in einem zu engen Begriff der Klassik sucht. Gesucht wird zwar ein Klassiker, aber einer von einem großen Sänger, der gerade seine Autobiografie veröffentlicht hat, und dessen im Wortsinn vorbildliches Leben letztes Jahr im Zentrum eines sehr guten Dokumentarfilms stand - Rideamus
Denkt nur an eine Insel in der Sonne, wenn euch dann eine Kokosnuss auf den Kopf fällt, dann seid ihr nahe an der Lösung – Pavel
So manches Schiff mit Bananen und Kokosnüssen verlässt diese sonnige Insel – Emotione
Die langjährige Geliebte eines Mannes mit endlos langem Heimweg spielt eine Schlüsselrolle für diese Frage! Sie gehört aber streng genommen, so oder so betrachtet, auf eine andere Insel... – Quasimodo
Formelles Oberhaupt des gesuchten Inselstaats ist Elizabeth II – Waldi
Zum Glück kein Musical . Erleben Sie die Atmosphäre der Karibik: Reggae und Rum, traumhafte Strände, wunderbares Klima, Erdbeben und Wirbelstürme – Calisto
Schwarz-Gelb-Grün ... nein, diese unwahrscheinliche Koalition ist nicht gemeint, aber woher hat sie denn ihren Namen? – Heike
In jeder Beziehung betreten wir politisches Terrain: Die gesuchte Heimat ist gefürchteter Gegner der USA auf einem Gebiet schneller Fortbewegung. Die Heimat diente aber auch schon mal als Inspiration für koalitionskoloristische Metaphorik – Mauerblümchen
Da hat es einmal bei Donald Duck auch einen Schlager gegeben "Sie kommt zurück nach...., wenn John genug Moneten hat" - Oper 337
Der Interpret dieses Songs macht auch immer wieder durch sein politisches und soziales Engagement von sich reden – Severina
Am besten, die Angaben von Rideamus per Google nachvollziehen und dabei an eine sonnige Insel denken. Das führt zum Interpreten und zum gesuchten Abschied – Teresa Cellini
Die Lösung: JAMAICA FAREWELL (Komponist u. Texter: Lloyd Burgess) gesungen von Harry Belafonte Lösungsbuchstabe: I
Ich hatte mir für dieses Abschiedsrätsel ja einmal vorgenommen, lauter Lieblingsstücke aus allen möglichen Gattungen auszuwählen, und dieses von Harry Belafonte zum Klassiker gesungene Lied ist eines der frühesten, die ich kennen lernte und heute, gut ein halbes Jahrhundert danach, noch immer sehr gern höre. Natürlich konnte ich mit dem Text erst später etwas anfangen – ebenso, wie ich die Bissigkeit von Belafontes anderem Klassiker, auf den ich anspielte, den BANANA BOAT SONG erst viel später würdigen konnte, schon weil ich den Text nur rudimentär verstand und mich lange fragte, wieso Bananen nachts gepflückt werden (Daylight’s comin‘. I wanna go home). Erst eine Recherche ergab, dass der Song gar nicht von Bananenpflückern gesungen wurde, wie ich vermutete, sondern von Hafenarbeitern, die in der Nachtschicht Kühlschiffe beluden.
Down the way where the nights are gay and the sun shines daily on the mountain's top I took a trip on a sailing ship and when I reached Jamaica I made a stop.
And I'm sad to say I'm on my way won't be back for many a day my heart is down my head is burning around I've had to leave a little girl in the Kingston town.
Das Lied, das der in New York geborene Lloyd Burgess womöglich aus Versatzstücken von Melodien zusammensetzte, die er von seiner in Barbados geborenen Mutter gehört hatte, ist ein enorm einschmeichelnder Beleg für die melodische Musik der Westindischen Inseln – natürlich interpretiert durch den Filter der Musik Nordamerikas, und Harry Belafonte, dessen erste LP mit dem Titel CALYPSO diesen Hitsong enthielt, war der ideale Interpret dafür. So ideal, dass er geraume Zeit brauchte um aus dem relativ engen Image eines Calypsosängers auszubrechen. Auch Belafonte stammt eigentlich aus New York, aber seine Eltern kamen aus diesem Winkel der Welt, und er selbst zog im Alter von fünf Jahren für eine Weile zu seiner Großmutter in Jamaica, wo von der Musik dieser Region geprägt wurde. Eine ausführliche Würdigung seines Lebensweges, der ihn jüngst 85 Jahre alt werden ließ, findet man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Belafonte
Eine cd-Empfehlung ist wahrscheinlich überflüssig, denn wer Belafonte kennt und mag, wird die einschlägigen Songs schon längst haben, und die anderen werden sich jetzt wohl auch nicht mehr dafür interessieren. Wer ihn aber mit seinen besten Nummern hören möchte, ist mit diesem Sampler vorwiegend älterer Titel nicht schlecht bedient:
Die wahren Qualitäten des Sängers und Entertainers Harry Belafonte kommen für mich aber erst in seinen Konzertmitschnitten zum Ausdruck, von denen zum Glück noch eine ganze Reihe greifbar ist. Besonders empfehlenswert finde ich da vor allem den Mitschnitt seiner Konzerte in der new yorker Carnegie Hall mit Odetta, Miriam Makeba und dem Chad Mitchell Trio. Sehr gut gefällt mir auch diese Platte mit seinem vielleicht letzten großen Hit, SKIN TO SKIN, mit der er sich in dem Kampf gegen die Apartheit in Südafrika engagierte:
Leider scheint sie derzeit nur noch als Download oder als Sammlerstück zu Mondpreisen greifbar zu sein.
Vor einigen Jahren brachte es eine missglückte Stimmbandoperation mit sich, dass Belafonte nicht mehr als Sänger auftreten konnte. Als Bürgerrechtsaktivist und neuerdings Autor einer sehr lesenswerten Biografie sorgte er dankenswerterweise jedoch weiterhin dafür, dass man ihn nicht vergaß.
:hello Rideamus
Rideamus (16.01.2013, 05:06): Noch ein Abschied von einem Ort, diesmal aber ein munterer. Dabei ist der Zusammenhang etwas Ultimatives mit langem Hals.
Gesucht wird der vierte Buchstabe im Vornamen des Textdichters
TIPPS Seine Satiren brachten dem Textdichter (der in diesem Fall nur einer von dreien ist) mehrere Wochen Haft ein – Pavel
„Ein Pferd, ein Pferd“ (Zitat von Waldi) - Hier scharrt es mit den Hufen – Emotione
Muss man in die Ferne schweifen, um dem Fischermädchen am Meer ein Ständchen als Liebesbotschaft zu singen? – Heike
Mir schwant ja so manches – Fairy Queen
Eine Landkartensammlung folgt nach – Quasimodo
Der "ultimative Zusammenhang mit dem langem Hals" fliegt üblicherweise zwischen Pegasus, dem geflügelten Pferd, und dem Drachen. Folgt man dem milchigen Sternenschleier vom langen Hals über den Adler zum nächsten Wesen, so trifft man auf den Komponisten, der auch so etwas Ultimatives geschaffen hat – Mauerblümchen
Das singende Federvieh tauchte auch schon einmal in einem Rideamusrätsel auf – Calisto
Das langhalsige Wesen ist in einem Werk eines anderen Komponisten im Transportwesen tätig! – Severina
Lohengrin ist nicht der einzige, den ein gewisses Federvieh zum Abschied abholt. Seines singt allerdings keinen Abschied – Teresa Cellini
Die Lösung: Franz Schubert: SCHWANENGESANG – Abschied Lösungsbuchstabe: W
Das Kunstlied spielt gegenüber der Musik im Allgemeinen eine ähnliche Rolle wie die Poesie in der Literatur. Man kennt allgemein ein paar besondere Stücke – meist noch aus der Schule – und bewundert es pflichtschuldig, aber die Ziselierkunst auf kleinstem Raum bleibt eine Sache für eine relative kleine, immerhin aber sehr engagierte Gemeinde von Spezialisten und Liebhabern. Zum Glück gibt es die unter den besonders begabten, ausübenden Künstlern, die solche Feinarbeit besonders zu schätzen wissen, in nicht geringer Zahl.
Ich sage das so unbekümmert, weil es mir die meiste Zeit meines Lebens ähnlich ging. Es ist halt viel einfacher, sich dem Rausch einer Sinfonie oder gar einer mitreißenden Oper anheim zu geben, als den differenzierten Tönen eines Schubertliedes nachzulauschen, das oft schon vorbei ist, bevor man sich richtig eingehört hat.
Dabei gibt es wenig Ungerechteres, denn es finden sich bei kaum einem Komponisten mehr glückliche Einfälle, die mit wenigen Noten der Klaviereinleitung ein Bild oder eine Stimmung nachfühlbarer zu evozieren, als es selbst die erlesenste Dichtung vermag, etwa DER ERLKÖNIG (s. Schubert: Der Erlkönig - "Ein sichtbares Bild") oder DIE FORELLE. Schubert schrieb mehrere Lieder mit dem Titel ABSCHIED, nämlich Abschied D475 (Über die Berge zieht ihr fort) nach Johann Mayrhofer, ABSCHIED VON EINEM FREUNDE D578, wohl das einzige Lied Schuberts, dessen Text er selbst schrieb, und das Melodram ABSCHIED D829 (Leb wohl du schöne Erde) nach Adolf von Pratobevera. ABSCHIED D957 (Ade! Du muntre, du fröhliche Stadt) Aus dem SCHWANENGESANG ist aber das bekannteste, und natürlich meinte ich dieses Lied mit meiner Frage. Aber es gibt von Franz Schubert auch noch HECTORS ABSCHIED D 312 nach Friedrich Schiller, ABSCHIED VON DER HARFE D406 und weitere Lieder, in denen "Abschied" thematisiert ist, auf die ich vielleicht noch zurückkommen werde.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass einige der schönsten Lieder sich auf eine Poesie stützen, die den Rang des Kombinierten nicht erreicht. Ludwig Rellstabs etwas schwülstige Poesie gehört für mich dazu, wie ich schon – Calisto erinnerte das sehr richtig – in meinem leisen Sommerrätsel anlässlich meiner Frage nach dem STÄNDCHEN ausführte, dem jetzt mein Eröffnungsbeitrag in diesem Thread über Schuberts posthum veröffentlichten Liederzyklus gilt: http://www.capriccio-kulturforum.de/kuns…engesang-d-957- lieder-zum-lebwohl/
Ade! du muntre, du fröhliche Stadt, ade! Schon scharret mein Rösslein mit lustigen Fuß; Jetzt nimm noch den letzten, den scheidenden Gruß. Du hast mich wohl niemals noch traurig gesehn, So kann es auch jetzt nicht beim Abschied geschehn.
Ade, ihr Bäume, ihr Gärten so grün, ade! Nun reit ich am silbernen Strome entlang. Weit schallend ertönet mein Abschiedsgesang; Nie habt ihr ein trauriges Lied gehört, So wird euch auch keines beim Scheiden beschert!
Ade, ihr freundlichen Mägdlein dort, ade! Was schaut ihr aus blumenumduftetem Haus Mit schelmischen, lockenden Blicken heraus? Wie sonst, so grüß ich und schaue mich um, Doch nimmer wend ich mein Rößlein um.
Ade, liebe Sonne, so gehst du zur Ruh, ade! Nun schimmert der blinkenden Sterne Gold. Wie bin ich euch Sternlein am Himmel so hold; Durchzieh‘n wir die Welt auch weit und breit, Ihr gebt überall uns das treue Geleit.
Ade! du schimmerndes Fensterlein hell, ade! Du glänzest so traulich mit dämmerndem Schein Und ladest so freundlich ins Hüttchen uns ein. Vorüber, ach, ritt ich so manches Mal, Und wär es denn heute zum letzten Mal?
Ade, ihr Sterne, verhüllet euch grau! Ade! Des Fensterlein trübes, verschimmerndes Licht Ersetzt ihr unzähligen Sterne mir nicht, Darf ich hier nicht weilen, muss hier vorbei, Was hilft es, folgt ihr mir noch so treu!
Ludwig Rellstab (1799-1860)
Eins-zwei,-Eins zwei, Eins zwei – Eins zwei drei vier – Eins,-zwei – Eins,-zwei…
Man hört förmlich die Hufe des Pferdes scharren, das sich jetzt auf den Weg machen will - und muss. Der folgende Text ist eher Illustration und Begründung, also eine Begleitung der Musik und nicht, wie üblich, umgekehrt. Dietrich Fischer-Dieskau und Klaus Billing machen das in dem oben verwiesenen Beispiel ganz hervorragend. Nie verlieren sie das stürmische Vorandrängen dieses Textes aus den Augen, das doch nur, und das gefällt mir an diesem Lied so besonders, den Schmerz überdecken soll und damit um so mehr ohrenfällig macht, den jeder Abschied von etwas Geliebtem bedeutet. Insofern ist die Formulierung meiner Frage natürlich nicht korrekt, denn der muntere Ton, in dem dieser Abschied vorgetragen wird, ist eine Lüge, wie im letzten Vers deutlich wird.
Ich kenne zu wenig Aufnahmen dieses Liederzyklus um einen kompetenten Vergleich starten zu können, finde aber nach dem Hineinhören in diverse Clips von diesem Lied, dass der junge Dietrich-Fischer-Dieskau, begleitet von Klaus Billing, die vorgebliche Leichtigkeit des Liedes und damit auch den ambivalenten Ton des Liedes ganz besonders gut trifft. Sage einer noch, Schubert hätte keine Ironie verstanden – oder Fischer-Dieskau seinen Schubert erst im Lauf der Zeit.
Welche Empfehlungen habt Ihr für dieses Lied und den Schwanengesang im Allgemeinen? Teilweise habt Ihr das ja schion in dem o. g. Thread mitgeteilt, also kann es da auch ruhig weiter gehen. HIer schreibtb ja eh kaum einer mehr.
:hello Rideamus
Rideamus (16.01.2013, 10:28): Und noch einmal derselbe Titel wie in der vorigen Frage. Aber hier geht die Sonne unter, und wahrscheinlich nicht nur sie. Aber, wie es so schön heißt: jedem Abschied wohnt ein Neuanfang inne.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponistenvornamens
TIPPS Ein zweiteiliger Text, der auch auf zwei verschiedene, recht ferne Autoren zurückgeht - Quasimodo
Auf d’Nacht, Herr Direktor – Pavel
O Schönheit! – Heike
Der Komponist äußerte sich zum Werk, es sei das persönlichste was er je machte. Leider konnte er es nie hören – Emotione
Da hat einer, der keine "Neunte" schreiben wollte, ein wenig gemogelt ... – Mauerblümchen
Der Komponist fragte sich, ob sein Werk jemanden dazu bringen könnte, sich umzubringen.
Der Komponist spielte einige Zeit eine führende Rolle an einem mir sehr am Herzen liegenden Gebäude! – Severina
Was bleibt beim Abschied - die Ewigkeit – Teresa Cellini
Die Lösung: Gustav Mahler: DAS LIED VON DER ERDE – Der Abschied Lösungsbuchstabe: G
Einen größeren Kontrast wie den zwischen Gustav Mahlers intensivstem Abschiedslied und dem von Franz Schubert kann es wohl nicht geben, und das nicht nur, weil Schubert sich mit Klavierbegleitung begnügt, während Mahler ein großes Sinfonieorchester beschäftigt. Zu diesem Werk, das eigentlich Mahlers 9. Sinfonie ist, die er sich aus Aberglauben aber nicht so zu nennen getraute, weil er fürchtete, dass sie wie die von Beethoven, Dvorak oder Bruckner seine letzte sein könnte (welche Ironie, dass er genau das damit erreichte), gibt es so ungeheuer viel zu sagen, dass es eine einfache Rätselantwort sprengen würde. Zum Glück gibt es zwei der ergiebigsten Threads beider Foren dazu, deren vollständige Lektüre ich jedem nahe legen möchte: Mahler - Das Lied von der Erde sowie http://www.das-klassikforum.de/thread.ph…ght=Mahler+ERde
Rideamus (17.01.2013, 09:56): Überhaupt ist der Sonnenuntergang ein beliebtes Motiv zur Illustration eines Abschieds. Zwei sehr verschiedene Lieder und Texte tragen die Konsequenz im Titel.
Gesucht ist der erste Buchstabe im Namen beider Komponisten.
TIPPS Der jüngere Komponist verwendete im gesuchten Lied ein Motiv aus einer früheren Komposition mit der Opuszahl 24, das passt ja zum Adventsrätsel – Mauerblümchen
„Der jüngere Komponist“ ist im Gegensatz zu dem anderen ein alter Mann geworden – Quasimodo
Beide Komponisten vertonten auch Gedichte, die das gegensätzliche Phänomen thematisieren – Emotione
Es sei darauf hingewiesen, dass der Sonnenuntergang vor allem wegen seiner Farbspiele bei Fotografen noch viel beliebter ist als früher bei Dichtern und Komponisten - Rideamus
Manche leiten daraus Wettervorhersagen ab - Heike
Man kann beim älteren Komponisten auch bedauern, dass er sich mal wieder auf einen Text mit fragwürdiger poetischer Qualität eingelassen hat. Oder habt Ihr schon mal blinkende Wolken oder geschlürftes Licht gesehen? - Mauerblümchen
Als der "jüngere" Komponist berufsbedingt in die Heimat des "älteren" kam, war er bereits älter, als der "ältere" je wurde – Pavel Zitat Eure Hinweise lassen 14 und 15 immer kryptischer erscheinen. Bei 14 habe ich schon eine ganze Reihe Abschiede und Sonnenuntergänge abgeklopft, aber es passt nie zusammen. Dabei wäre Capri so stimmungsvoll gewesen – Waldi Warum ist der Himmel blau? Nun, der Himmel hat eigentlich gar keine Farbe: Die Luft ist durchsichtig (wenn es nicht gerade wolkig ist), und das Weltall ist schwarz mit Ausnahme der weit verstreuten Sterne. Warum ist der Himmel also nicht schwarz?
Das Sonnenlicht enthält alle Spektralfarben, darum kommt es uns weiß vor. Nun haben die Luftmoleküle eine für uns wichtige Eigenschaften: Sie streuen die Lichtquanten. Ein Quant trifft auf ein Molekül und sein Weg wird verändert.
Dieses Streuen ereignet sich nicht in gleicher Weise über alle Frequenzen. Rotes Licht, das langwellige, wird nur wenig gestreut und breitet sich auch in unserer Atmosphäre nahezu geradlinig aus. Blaues Licht hingegen wird ca. sechzehnmal stärker gestreut, d. h. blaue Lichtquanten werden in der Atmosphäre zig mal über Bande gespielt.
Das heißt aber, dass wir die roten Anteile des Sonnenlichtes vor allem sehen, wenn wir in Richtung der Sonne blicken. Blicken wir woanders hin, so sehen wir blaue Lichtquanten, die zwar auch von der Sonne kamen, aber zig mal im Zickzack geflogen sind, bis sie unser Auge erreichten. Und sei es aus der der Sonne entgegen gesetzten Richtung.
Im Ergebnis erscheint uns der Himmel überall blau, außer in der Umgebung der Sonne.
Ganz besonders auffällig ist das bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu sehen. Da müssen die Sonnenstrahlen einen viel längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen als bei einer zenitnahen Position. Darum haben die blauen Quanten so gut wie keine Chance, unser Auge direkt zu erreichen. Was übrig bleibt, sind die roten. Die Sonne und ihre Umgebung erscheinen uns dann rot bzw. rötlich. Man nennt das dann auch, je nach Tageszeit, ... – Mauerblümchen
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich die CAPRIFISCHER in einem Rätsel einbauen würde, das nicht explizit auf die musikalische Schrotthalde abzielt? Eher will ich künftig nur noch Morgenrot sehen und nie mehr einen Abend – Rideamus
Diese Frage vereint einen ungeliebten (Von mir!) und einen dafür sehr geliebten Komponisten, die sich beide einer Himmelserscheinung angenommen haben, deren Gegenstück Schweizer Patrioten am Herzen liegen müsste! – Severina
Der eine Abschied hatte für seine Vorlage den besseren Schriftsteller, der anderen den in diesem Genre bekannteren Komponisten. Das Werk mit der literarisch besseren Vorlage beschäftigt sich mit der Lebensreise und deutet zuletzt den Tod an, das andere Werk ist verhaltener Hymnus auf die Natur und Gebet – Teresa Cellini
Der Ältere "hat nie ein Geld gehabt", der Jüngere lebte "gutbürgerlich" - Calisto
Die Lösungen: Franz Schubert: Im Abendrot (O wie schön ist deine Welt) D 799 Richard Strauss: VIER LETZTE LIEDER – Im Abendrot Lösungsbuchstabe: S Beispiele: http://www.youtube.com/watch?v=oInNy1oAa-k und http://www.youtube.com/watch?v=6YD_8E4ZVxY
In der großen Menge von Abschiedsliedern, von denen ich leider nur wenige in dieses Rätsel einbeziehen konnte, spielt die Bildkraft der Romantik eine herausragende Rolle. Eines jener Bilder, die seither immer wieder als Symbol für den Abschied von der Welt aufgegriffen werden, ist jenes spektakuläre Spektralphänomen, das Mauerblümchen in seinem Tipp so ausführlich beschrieben hat, das Abendrot. Karl Gottlieb Lappe, Joseph von Eichendorff und Franz Schubert liefern ja nur einige der bekanntesten Beispiele. Fast gleichzeitig mit Eichendorff bemächtigte sich auch William Turner dieses Motivs, das er mit Napoleons Untergang verband, dem damals welterschütternden Ereignis, mit dem er die Vergeblichkeit jenes menschlichen Strebens illustriert, das über das menschlich Erreichbare hinaus geht (s. http://www.tate.org.uk/art/artworks/turn…k-limpet-n00529).
Auffallend ist, dass ein großer Teil der Werke, die dieses Bild aufgriffen, bevor sich die Kitschiers aller Darstellungsformen seiner bemächtigten, nicht einfach resignativ daher kommt, sondern von einer tröstenden Akzeptanz beseelt zu sein scheint. Man bedauert nicht nur, dass die Sonne verschwindet, sondern akzeptiert das auch und genießt im Bewusstsein der nahen Nacht die Schönheit seiner Nachwirkung.
Schubert vertonte dafür diesen Text von Karl Gottlieb Lappe (1773-1843)
O wie schön ist deine Welt, Vater, wenn sie golden strahlet! Wenn dein Glanz herniederfällt Und den Staub mit Schimmer malet, Wenn das Rot, das in der Wolke blinkt, In mein stilles Fenster sinkt! Könnt ich klagen, könnt ich zagen? Irre sein an dir und mir? Nein, ich will im Busen tragen Deinen Himmel schon allhier. Und dies Herz, eh' es zusammenbricht, Trinkt noch Glut und schlürft noch Licht.
Auch hier bringt ihn die Dichtung gefährlich nahe an die biedermeierliche Simplifizierung und damit den Kitsch heran, aber Schuberts anscheinend schlichte Musik ist dennoch über jeden Verdacht erhaben. Empfehlenswerte Aufnahmen dieses Liedes, das eines von Schuberts beliebtesten ist, gibt es natürlich in Hülle und Fülle, aber auf eine, die man nicht gleich zu den üblichen Verdächtigen von FiDi bis Schwarzkopf zählt, möchte ich hier hinweisen, zumal sie gerade sehr preisgünstig zu haben ist:
Barbara Bonney gehört bekanntlich ohnehin zu meinen Lieblingssängerinnen, und diese von Geoffrey Parsons ungemein sensibel begleitete Liederplatte liefert einen Grund, warum das nicht nur für ihre Opernpartien gilt.
Wer das Lied lieber von einer Männerstimme hört, kann sich zum Beispiel diese Scheibe zulegen, auf der Fritz Wunderlich ebenfalls den zurückhaltend schlichten Ton findet, der das Lied vom Kitschverdacht fern hält:
Ein solcher Verdacht kommt für mich nicht einmal im Entferntesten bei dem Gedicht von Eichendorff auf, das Richard Strauss zu einem seiner letzten großen Werke inspirierte, und ohne das ich nie auf einer Insel oder sonst wo sein möchte.
Wir sind durch Not und Freude gegangen Hand in Hand; vom Wandern ruhen wir nun überm stillen Land. Rings sich die Täler neigen, es dunkelt schon die Luft. Zwei Lerchen nur noch steigen nachträumend in den Duft. Tritt her und lass sie schwirren, bald ist es Schlafenszeit. Dass wir uns nicht verirren in dieser Einsamkeit. O weiter, stiller Friede! So tief im Abendrot. Wie sind wir wandermüde-- Ist dies etwa der Tod?
Leider hatten wir kürzlich Gelegenheit, an die großartige Interpretation dieses Liedes durch Lisa Della Casa und Karl Böhm zu erinnern, die man hier hören kann:"http://www.youtube.com/watch?v=K7U7U-fRgD8". Es gibt jedoch eine ganze Reihe hervorragender Aufnahmen, und sie alle werden in diesem Thread so vorzüglich behandelt, dass ich dem nichts hinzu fügen kann oder will: Strauss, Richard: Vier letzte Lieder AV 150
Oder vielleicht doch noch eines, nämlich diese Empfehlung einer spottbilligen und dennoch absolut lohnenden Aufnahme mit Charlotte Margiono und dem holländischen Rundfunkorchester unter Edo de Waart:
Habt Ihr noch weitere Empfehlungen?
:hello Rideamus
Rideamus (18.01.2013, 09:36): Wie sich so ein Abschied anfühlt, wusste auch ein Träger sehr gut. Man weint ein wenig, man stirbt ein wenig, man fragt sich warum und wechselt von Dur zu moll.
Gesucht wird der letzte Buchstabe des Komponistennamens
TIPPS Jazzstandard (As Dur -> as moll) – Heike
Schlag (nicht) nach bei Shakespeare … – Pavel
… doch jederzeit beim Träger – Emotione
Wende dich über den großen Teich. Trinke ein kühles Porter. – Calisto
Porter, das Getränk, kommt zwar in zwei Opern vor - ist aber nicht gemeint – Oper 337
Ursprünglich eine Nummer aus einem musikalischen Bühnenwerk der Art, dass mich die bereits vorliegende Lösung Calistos denn doch in höchstes Erstaunen versetzt! – Quasimodo
In Wien sagt man bei solchen Gelegenheiten eher leise "Servus", aber Cola (bitte die Aussprache etwas variieren) musste das natürlich anders ausdrücken – Waldi
Der munt'ren Künste sind es sieben - auch Strawinsky und Dali lieferten ihre Beiträge! – Mauerblümchen
Dieser Komponist hat gerade für einen Publikumserfolg in der Wiener Volksoper gesorgt! – Severina
Auf Wiedersehen können wir zu jeder Zeit sagen, brauchen wir dazu wirklich ein Porter? Teresa Cellini
Die Lösung: Cole Porter: THE SEVEN LIVELY ARTS – Ev’ry Time We Say Goodbye Lösungsbuchstabe: R Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=jqa5kNNaMlc
Von den Einnahmen seines Riesenerfolges mit Hammersteins Musicalisierung von Bizet, CARMEN JONES, kaufte sich der Produzent Billy Rose, der notorisch an Großmannssucht litt, das Ziegfeld Theater und wollte es mit einer gigantischen Revue eröffnen, zu der nicht nur Porter und Benny Goodman, der einige Starauftritte hatte, sondern auch Persönlichkeiten anderer Kunstformen wie Salvador Dalí (Dekorationen) und Igor Strawinsky ein Ballett beisteuerten. Der Titel der Revue, THE SEVEN LIVELY ARTS, war Programm, aber leider kein selbsterfüllendes. Die Gründe fasste Wilella Waldorf in der New York Post so zusammen:
„Es ist so etwas wie eine dieser All-Star Wohltätigkeitsgalas, in der altmodische Girls in Pink sich an Lianen von Rosen und bunten Lichtern über das Publikum schwingen, während irgendein primitiver Spaßmacher einen endlosen Monolog über die Schönheit weiblicher Formen absondert und irgendjemand Perlen aus AIDA vorführt – natürlich mit Elefanten. Wenn sich das ein bisschen wirr anhört, dann ist das ein passender Ausdruck für unseren Geisteszustand, als wir zehn Minuten vor Mitternacht das Ziegfeld Theater verließen.“
Natürlich hatte die Show auch ihre Höhepunkte, und wer sattelfest genug im Englischen ist und ein wenig von der Zeit weiß, kann diese Radiorekonstruktion eines Dialoges von Bert Lahr, dem furchtsamen Löwen aus THE WIZARD OF OZ, und der großartigen englischen Komikerin Beatrice Lillie sicher Einiges abgewinnen, unter anderem auch einige nette Anspielungen auf AIDA und die MET, in der beide sogar Florence Foster Jenkins in den Schatten stellen: http://www.youtube.com/watch?v=oAphs9LQN-E
Während Strawinskys Beitrag, eine von Delibes‘ GISELLE inspirierte Ballettmusik, vermutlich aufgeführt vor Prospekten Salvador Dalís, immerhin noch gelegentlich eingespielt wird, etwa hier,
hat von Cole Porters Beiträgen nur der hier erfragte Song überlebt, der immerhin zu einem Standard wurde. Auch im siebten Jahr nach seinem tragischen Reitunfall (s. PORTER, Cole - Anything Goes) gelang Porter nämlich nur gelegentlich eine Nummer, die zu einem Großerfolg wurde. Die übrigen Nummern dieser Revue, die textlich durchaus vergnüglich, musikalisch aber nicht sehr einprägsam sind, kann man heute kaum noch zu hören bekommen, wenn man nicht gerade mein Glück hatte, frühzeitig eine dieser höchst empfehlenswerten, leider aber schon lange vergriffenen und teuren Scheiben zu erwerben:
Bleibt also dieses Lied, ob dessen Konzentriertheit ich schon in der Frage fast das Copyright verletzt hätte:
Ev’ry time we say goodbye, I die a little Ev’ry time we say goodbye, I wonder why a little … There’s no love song finer But how strange The change From major to minor Ev’ry time we say goodbye, Ev’ry single time we say goodbye
Die Aufnahmen des Liedes sind annähernd Legion, aber mit die beste bietet immer noch Ella Fitzgerald auf ihrem klassischen Cole Porter – Album.
Wer es gerne etwas näher am Original hat, dem sei dieser vorzügliche Sampler der Musicalspezialistin Rebecca Luker empfohlen, die ein sicheres Gespür für die Notwendigkeit an den Tag legt, Cole Porter richtig zu singen, dabei aber auch sehr flexibel zu sein.
Sehr ansprechend finde ich aber auch die Mischung aus Jazz und melodischem Parlando, welche die Schauspielerin Julie London hier anbietet:
Wer bietet mehr?
:hello Rideamus
Rideamus (18.01.2013, 15:14): Natürlich gibt es auch wortlose Abschiede. Diese beiden programmatischen Charakterstücke wurden zum Abschied eines Bruders bzw. eines Herrschers verfasst, aber beide enthalten den charakteristischen Ruf des Posthorns.
Gesucht wird der zweite Buchstabe im Vornamen des späteren Komponisten
TIPPS "Rudolph, the red-nosed reindeer" ist nicht gemeint. Vielmehr nähern wir uns den heiligsten Zentren österreichisch-deutscher Komposition und bleiben doch ganz in diesem Forum – Mauerblümchen
"Run, run, Rudolph" ist auch nicht gemeint - Chuck Berrys Instrument hat zu wenig Saiten! Hier werden in beiden Fällen erheblich mehr benötigt!
Imitationen, Imitationen - Emotione
Da ist wohl jemand auf der Flucht? Im dritten Satz gibt es Gott sei Dank ein Wiedersehen – Calisto
Beide Werke deutscher Komponisten haben Untertitel in einer romanischen Sprache – Pavel Zitat Jetzt dachte ich, es wird doch mir wer mit einem neuen Tipp helfen, aber ich weiß mit einem Rudolf nichts anzufangen. Ich kenne ja Rudolfs in der Geschichte, aber ob die da reingehören? - Oper 33 Bei einem in der Wolle gefärbten Österreicher wie Dir müsste der Name Rudolf eigentlich ein ganzes Geläut anschlagen lassen. Aber konzentriere Dich lieber auf Deine Prüfungen, für die ich Dir alle Daumen drücke, damit die nicht den Bach runter gehen - Rideamus
Na ja, und einer musste mal erzschnell aus Wien weg, aus politischen Gründen. Da hat ihm sein Schützling ein Lebewohl komponiert. Wegen des anderen Komponisten hat Rideamus ja schon mit dem Zaunpfahl nach Dir geworfen - Quasimodo
Angenommen, Ihr wäret nicht Rätsellöser, sondern Rätselsteller - welche Klavierwerke welcher superbekannter Komponisten würden Euch denn im Kontext von "Abschied" einfallen, um sie den Ratern als Aufgabe zu geben? – Mauerblümchen
Klavierwerke superbekannter Komponisten würden mir wahrscheinlich nicht einfallen. Als Rätselstellerin würde ich an die Posthornserenade denken. Im zweiten Trio des zweiten Menuetts deutet doch das Posthorn auf eine Abreise bzw. Abschied hin, oder? Als Rätsellöserin würde mir das natürlich nicht im Traum einfallen, obwohl auch dieser Komponist superbekannt ist. Aber hier zu Nr. 16 sind natürlich zwei andere superbekannte Komponisten gemeint – Calisto
Alles richtige Vermutungen. Als Rätselsteller, der ja auch nicht an alles denken, geschweige denn alles wissen kann, würde ich auch mal nach Titeln möglichst bekannter Stücke und Komponisten suchen, die in das jeweilige Konzept passen. Genau so habe ich auch das ältere Werk gefunden, während das jüngere u. a. so bekannt ist, weil es nicht nur einen Abschied im Titel führt - Rideamus
Der spätere Komponist braucht für seine Komposition gar kein echtes Posthorn – Heike
Mich hat auch der "Herrscher" lange verwirrt, denn der geht mit Rudolf in diesem Fall schlecht zusammen (man könnte allenfalls von fürstlichem Rang sprechen, aber der Betreffende - wenn ich ihn nunmehr richtig identifiziert habe - hat in seinem Leben einen besonderen Rang erreicht, der zwar mit Purpur verbunden ist, doch darf man dabei nicht an Kaiser oder Könige denken) – Waldi
Der ältere gesuchte Komponist hätte wohl an der Namenswahl eines befreundeten Forums seine helle Freude gehabt, der jüngere liebte es, sich in Wien und Umgebung häuslich zu verändern, und darüber freuen sich wiederum die Touristen, die auf seinen Spuren wandeln – Severina
Der ältere Komponist gilt nicht als kapriziöser Fluss, beim jüngeren findet sich kein Addio oder Lebewohl, obwohl beide Sprachen naheliegender gewesen wären – Teresa Cellini
Die Lösungen: Johann Sebastian Bach: Capriccio in B sopra la lontananza del fratello dilettissimo BWV 992 Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=l8D6sHKgYws Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 26 Es-Dur "Les Adieux" Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=amiyF3nubIE Lösungsbuchstabe: U
Ich bin ja immer froh, wenn ich mal einen so weitgehend wortlosen Komponisten wie Johann Sebastian Bach in einem Rätsel unterbringen kann, und so empfand ich es als einen glücklichen Fund, als ich in einem Artikel über Beethovens Sonate auf Bachs Capriccio gestoßen wurde. Der Fund erwies sich aber auch insofern als glücklich, als er mich auf ein Instrumentalstück hinwies, das mir ausnehmend gut gefällt. Ob es auch hier mit dem programmatischen Charakter der Musik zu tun hat?
Bach schrieb das Stück „über die Abreise des überaus geliebten Bruders“ für seinen Bruder Johann Jacob Bach, der eine Stelle als Trompeter bei dem schwedischen König Karl XII angetreten hatte. Das Capriccio umspielt die Anstrengungen seines Bruders und seiner Freunde, ihn von dieser Reise abzuhalten. Zunächst, im liebevollen ersten Satz (Arioso. Adagio), versucht man es mit Schmeicheln. Als das nicht hilft, gibt man ihm im Tempo eines Andante „eine Vorstellung unterschiedlicher Casuum, die ihm in der Fremde könnten vorfallen“. Dem folgt adagissimo „ein allgemeines Lamento der Freunde“. Dieser Satz ist einer der anspruchsvollsten und weist voraus auf den Umstand, dass Bach ein solches Programm später nur noch in seinen Oratorien in seiner Wirkung steigern konnte.
Nachdem sie genug getrauert haben, finden sich die Freunde damit ab, dass der Abschied unvermeidlich ist: Adagio poco: „Allhier kommen die Freunde (weil sie doch sehen, dass es nicht anders sein kann) und nehmen Abschied.“ Immerhin scheint es eine große Schar von Freunden zu sein, denn das Gedränge um den Reisenden ist erheblich. Der fünfte Satz, bezeichnet mit Allegro poco. Aria di postigliopne, bringt dann das bereits angesprochene Posthornmotiv, über das Bach zum Abschluss eine „Fuga all’imitatione di Posta“ baut.
Da ich das Stück erst über dieses Rätsel kennen lernte, kann ich nichts zu den Einspielungen sagen, aber die auf YT hörbaren Einspielungen von Gustav Leonhardt (s.o.) und Roberto Alessandrini (http://www.youtube.com/watch?v=PNgQKEy3KU0) gefallen mir so gut, dass ich gar nicht das Bedürfnis nach einer Alternative auf dem Klavier habe. Was nicht heißen soll, dass diese Alternativen schlecht sind, wie z.B. die Darbietung Friedrich Guldas beweist, der die einzelnen Motive so schön heraus arbeitet, dass der Zugang zu dem Werk auch ohne Kenntnis des Programms leicht wird: http://www.youtube.com/watch?v=IqUcv_pfq2o. Mir scheint aber der Klang des Cembalo hier deutlich angemessener zu sein. Aber vielleicht wisst Ihr ja mehr oder habt andere Lieblinge.
Zu dem Stück mit den Abschieden, das eigentlich den Anstoß zu dieser Frage gab, muss ich zunächst wieder mal eine meiner anscheinend unvermeidlichen Selbstkorrekturen anbringen, denn der Erzherzog, Kardinal und Prinz Rudolf von Österreich (1788-1831) war natürlich nie ein Herrscher, zu dem ich ihn in meiner Frage leichtfertig gemacht habe. Trotzdem hätte schon der erste Tipp mit dem rotnasigen Rudolf eigentlich genügen müssen um diesen Teil der Lösung zu finden, denn dieser Rudolf war bekanntlich ein Schüler und intensiver Förderer Ludwig van Beethovens, der ihm eine ganze Reihe von Werken gewidmet hat. Man denke nur an das ERZHERZOGTRIO op. 97 oder die MISSA SOLEMNIS. Die Aufnahme der ihm gewidmeten Klaviersonate Es-Dur in dieses Rätsel lag schon deswegen nahe, weil sie doch den Namen „Les Adieux“ trägt und ein für Beethoven ungewöhnliches Stück Programmmusik beinhaltet, die er selbst als „Sonate caracteristique“ bezeichnete. Er schrieb sie zum Abschied und späteren Wiederbegrüßung des Erzherzogs, als dieser im Jahr 1909 vor den herannahenden Truppen Napoleons aus Wien fliehen musste.
Das Programm selbst ist relativ einfach: schon die ersten Töne des einleitenden Adagio (Das Lebewohl – Les adieux) beginnen mit einer Intonation der Silben „Le-be wohl“, die nicht zufällig mit den damals vertrauten Tönen des Posthorns identisch sind, das auch im weiteren Verlauf des Satzes immer wieder anklingt. Die folgenden Sätze führen das Programm fort. Das Adagio trägt die Satzbezeichnung „L’absence – Die Abwesenheit“, bevor ein freudiges Finale mit dem Titel „Le retour – Die Rückkehr“ die Sonate formgerecht abschließt.
Zu dieser Sonate gibt es noch keinen eigenen Thread, was bei einem Angebot von 111 Werken auch kein Wunder ist, selbst wenn sie schon wegen ihrer anekdotischen Geschichte zu den populäreren zählt. Leider bin ich auch in keiner Weise prädestiniert dafür, dies zu ändern, so dass ich hier nur auf diesen Thread hinweisen kann, in dem Einspielungen von Beethovens Sonatenwerk verglichen werden: Beethovens Klaviersonaten im Interpretationsvergleich. Auch ich hätte mir gerne, wie Mauerblümchen, die Aufnahme dieser Sonate von Friedrich Gulda angehört, die ich in dem Klotz seiner Gesamteinspielung hatte. Oder besser zu haben meinte, denn leider ist gerade bei der entsprechenden Scheibe ein Produktionsfehler passiert, und ich habe sie gar nicht und dafür eine andere doppelt. Euren eigenen Empfehlungen sind daher Tür und Tor geöffnet.
Ich bleibe jedenfalls Gulda treu, denn so viel Klaviermusik höre ich nicht, dass ich noch zahlreiche Alternativen brauche.
:hello Rideamus
Rideamus (19.01.2013, 07:32): Es gibt Werke, die gleich zweimal am Ende eines Aktes einen Abschied zelebrieren. Aber so traurig ist das gar nicht, wenn einmal ein Mann zum Kretin werden soll und das andere Mal ein Mann die Frau des Kretins als Begleitung mitnehmen darf.
Gesucht wird der Vokal im Werknamen der Begleiterin
TIPPS Was in hier als heiteres Inselhopping seinen Anfang nimmt, endet leider auf dem Festland in anderen Werken tragisch – Emotione
Im Akt dazwischen funkt der verfrüht heimkehrende Kretin dazwischen – Quasimodo Hm, sollte die Oper ein Thema haben, das es ganz aktuell sogar bis in den "Tatort" nebst Jauch-Talk geschafft hat? Oder, frei nach Schiller: "Töchter auf Elysium"? – Mauerblümchen Nein, hier geht es weder um Prostitution noch um Zwang. Die meisten meinen sogar, es sei nicht einmal eine Oper, und tatsächlich findet man das Werk kaum in den einschlägigen Opernführern, obwohl es ziemlich populär ist – Rideamus
Aber das Thema hängt (entfernt) mit dem Thema von Nr. 10 zusammen – Pavel Ich hatte auch einige Opern verschiedenster Komponisten aus (im weitesten Sinne) mythologisch-elektrischem Umfelde in Verdacht, ohne irgendwo das Gefühl eines Treffers zu haben ... – Mauerblümchen Der Verdacht ist nicht unbegründet. Denk mal an eine Obstsorte, die eine gewisse Hildegard ganz besonders empfahl – Emotione
Hä? Hildegard? Der Kerl hieß Auguste! … – Quasimodo
…und in Loriot's Pappa ante portas wird über das korrekte Rezept gestritten – Pavel
Oh ja! Offenbahr dachte ich viel zu ernst! Doch mythologisch-elektrisch war im weitesten Sinne richtig! Danke an alle Tippgeber, da war meine Birne an diesem Montag einfach zu matschig. Vermutlich zu viel heiße Schokolade am Wochenende genascht ... – Mauerblümchen
Es geht um Schönheit, unter anderem auch um eine einschlägige Konkurrenz; Heroentum und ähnliches Klassikerbe wird hingegen kräftig durch den Kakao gezogen – Waldi
Und das ganze dauert dann lange Jahre und alles wegen Göttervorhersagen, heute macht das der Benedicterl, aber es ist auch nicht besser – Oper 337
Die Mutter der Birne schmuste mit einem Schwan – Calisto
An allem war ein Apfel schuld, doch nicht wegen seines Falls – Teresa Cellini
Das ist wahre Lust und Heiterkeit – Heike
Die Lösung: Jacques Offenbach: LA BELLE HÉLÈNE – I: Pars pour la Crète … III Pars pour Cythère Lösungsbuchstabe: E Beispiele:"http://www.youtube.com/watch?v=48zhdW_2nUQ" und "http://www.youtube.com/watch?v=7trldSOwvoA" (ab ca. 7‘)
Wäre ich nicht nur grammatikalisch, sondern auch politisch „korrekt“ gewesen, hätte ich natürlich Kreter schreiben müssen, aber wo wäre dann noch das Rätsel geblieben? Mögen mir die echten Kreter also das Wortspiel verzeihen, das schon so alt ist wie der Mythos, nehme ich an. Ich habe sie ebenso wenig gemeint wie Offenbach selbst.
Ein Werk, in dem jemand andauernd aufgefordert wird, sich zu irgendeiner Insel zu verabschieden, dürfte in diesem Rätsel nicht einmal fehlen, wenn es sich nicht um die Lieblingsoperette meines liebsten Operettenkomponisten handeln würde und dann noch so köstlich inszeniert wurde, wie von Laurent Pelly in dem oben genannten Beispiel. Übrigens haben die Tipps, die an die Birne Hélène erinnern, ihren Ursprung tatsächlich bei der nämlichen Helena, denn der berühmte französische Chefkoch Escoffier hat dieses Gericht kreiert, als Offenbachs Operette pünktlich zur Weltausstellung erstmals gespielt wurde, und es zu Ehren von Offenbachs neuestem Erfolg so genannt. So will es jedenfalls die Legende, an die auch Wikipedia glaubt.
Was über dem großen Vergnügen, das diese Operette machen kann, leicht verloren geht, ist die Schärfe der Satire, die darinnen steckt. Die Librettisten Meilhac und Halévy, selbst bestens bestallt in den hohen Kreisen des Ancien Régime, haben sich mit der bösen Karikatur ihrer nur vorgeblich griechischen Könige sehr dicht an die gefährlichen Nesseln der Zensur gewagt, die eine Zeit lang das Stück wegen der häretischen Figur des Priesters Kalchas verbieten wollte. Einem weniger populären Komponisten als Offenbach wäre das sicher passiert. Der aber konnte sich auf die guten Beziehungen seines Stars Hortense Schneider stützen, die dafür sorgte, dass einflussreiche Männer, denen sie zu Gefallen war, ihr den Gefallen taten, sie diese Prachtrolle aufführen zu lassen. Das leicht masochistische Vergnügen der Haute Volée, sich dem Spott dieses Satirikers sich im Wissen, dass man selbst gemeint war, genießerisch auszusetzen, hat nicht wenig zu dem weltweiten Ruhm dieser Operette beigetragen. Zur damaligen Zeit war das nämlich in kaum einem anderen Land denkbar.
So war Jacques Offenbach stets das zugleich bewunderte wie beneidete Vorbild Arthur Sullivans, das es zu übertreffen galt. Ein noch größerer Fan war jedoch William Gilbert, der vor seiner Zeit mit Sullivan mehrere Texte von Meilhac und Halévy übersetzt und selbst parodistische Verse zu Offenbach-Melodien geschrieben hatte. Dem im Grunde erzkonservativen Victorianer Gilbert behagten jedoch die erotisch suggestiven Aspekte der Satiren Offenbachs überhaupt nicht, und so ist es kein Zufall, dass die Operette THESPIS aus dem Jahr 1871, die erste und fast zufällig zustande gekommene, gemeinsame Arbeit Gilberts und Sullivans, ihre einzige blieb, die dem Vorbild Offenbachs nahe kam. Immerhin ist es mit seiner Geschichte einer Schauspielertruppe, welche die antiken Götter vertritt und ein Chaos anrichtet, während diese in der echten Welt herausfinden, warum niemand sie mehr anbetet, zwar weitaus harmloser als das Libretto von Meilhac und Halévy, das fraglos eines der besten ist, das je für die Bühne geschrieben wurde, aber doch auch sehr hübsch.
Natürlich war von den beiden Engländern, die mit ihrer Gesellschaftsform von Herzen einverstanden waren, nicht ein ähnlich kritischer Scharfblick zu erwarten, wie ihn die drei Franzosen an den Tag legten. Eine Parodie wie das Gänsespiel, mit dem sie eine bekannte Vorliebe des napoleonischen Hofes veralberten, wäre auch im England der gestrengen Königin Viktoria undenkbar gewesen, und mindestens Gilbert dürfte es, im Gegensatz zu dem lebenslustigen Sullivan, sogar als gerechte Strafe für die verlotterten Sitten seiner Epoche empfunden haben, dass Napoleon III den Krieg von 1871 gegen Preußen verlor.
Im Dezember 1864, dem Uraufführungsjahr der BELLE HÉLÈNE, gab es jedoch außer in den Köpfen Bismarcks und einiger preußischer Generäle noch keinen Gedanken daran. Auch Offenbach war eher damit beschäftigt und darauf angewiesen, einen erfolgreichen Nachfolger seiner sechs Jahre alten Operette ORPHÉE AUX ENFERS zu finden, denn er hatte zwar mit Werken wie GENEVIÉVE DE BRABANT, LE PONT DES SOUPIRS oder LES BAVARDS ordentliche Prestigeerfolge erzielt, mit seiner Oper DIE RHEINNIXEN aber auch einen empfindlichen Misserfolg einstecken müssen und mit seinen Unternehmungen viel Geld verloren.
Andererseits hatten Meilhac und der hohe Staatsbeamte Ludovic Halévy, ein Neffe des Komponisten der JUIVE, Jacques Fromental Halévy, große Lust, den vergangenen Erfolg zu wiederholen, zumal Halévy keinen offiziellen Anteil an dem ORPHÉE hatte, weil er damals um die Folgen einer frechen Satire für seine Position fürchtete. Halévy war es, der den Einfall hatte, aus der Welt der Götter in die der antiken Helden umzusteigen und eine Satire auf die Entstehung des trojanischen Krieges zu verfassen. Offenbach war begeistert. Hier bot sich eine großartige Chance, in dem vermeintlich antiken Sparta das Frankreich der Gegenwart zu reflektieren, das mitsamt den übrigen griechischen Königen so dekadent ist, dass es einem schlagfertigen Ausländer ein Leichtes ist, seine arroganten Herrscher zu übertölpeln.
Dieser Ausländer heißt Paris und ist der berühmte Apfelmann, der "homme à la pomme", von dem alle Welt weiß, dass er den Preis für die schönste Göttin der Venus zuerkannt und dafür die Hand und natürlich auch das Bett der schönsten Frau der Welt versprochen bekommen hatte. Diese ist bekanntlich Helena, die Gattin des langweiligen Herrscher der Spartaner, Menelaus, der sich mit dem lächerlichen Reim einführt:
Je suis l'époux de la reine Poux de la reine, poux de la reine Le roi Menelas
Ich bin Adept der Helene Dept der Helene, Dept der Helene Ihr Gatte Menelas.
Dass dabei ein Depp heraus kommt, verwundert niemanden, und so verbündet sich Paris, mit dem doppelzüngigen Priester Kalchas. Diesem ist es ein Leichtes, Menelaus auf Pilgerfahrt in die Berge von Kreta zu schicken, damit Paris im Bett von dessen Frau freie Bahn hat. Da auch die anderen finden, dass Menelaus dem Befehl des Jupiter gehorchen muss, wird er von allen nach Kreta geschickt.
Va, pars, va, pars, pars pour la Crète Que rien t'arrète Ni flots, ni tempete Va, pars pour la Crète.
Ab, ab, ab geh nach Kreta Schreckliches steht da Sonst im Magnet, ja, Ab geh nach Kreta.
Bekanntlich verabschiedet sich Menelaus tatsächlich, verliert aber unterwegs die Lust an der weiteren Pilgerfahrt und erwischt seine Frau dabei, wie sie nicht nur ihre Contenance verliert. Paris ist deshalb gezwungen, sie zu entführen und die Griechen müssen wiederum den Trojanischen Krieg erklären - sehr wider ihren Willen, natürlich. Pikant daran ist, dass die erste Darstellerin der Helena, die berühmte Hortense Schneider, die Rolle unter anderem deshalb annehmen konnte, weil ihr weltweit bekannter Geliebter Caderousse auf einer längeren Reise in Ägypten weilte, was natürlich tout Paris wusste - und viele hochadelige Besucher auch, die sie in ihrer Garderobe empfing – und manche wohl nicht nur dort.
Diese klassische Operette hat zum Glück zahlreiche vorzügliche Aufnahmen gewidmet bekommen, die alle das Kennenlernen lohnen (die deutschsprachigen lasse ich mal aus naheliegenden Gründen außen vor), von der klassischen Aufnahme Jules Gressiers mit Fanely Revoil (1947)
über die ebenfalls sehr schätzenswerte Aufnahme von René Leibowitz (1952)
bis hin zu der ebenfalls sehr guten Aufnahme von Michel Plasson mit Jessye Norman (1984).
Sie alle stehen jedoch klar im Schatten zweier Mitschnitte auf DVD. Da wäre zum einen die Zürcher Inszenierung Helmut Lohners, welche die klassische Vorlage hübsch illustriert und dank der vorzüglichen Vesselina Kasarova und Deon van der Walt sowie der straffen Leitung Nikolaus Harnoncourts auch musikalisch überzeugen kann:
Sie wird jedoch in jeder Hinsicht noch übertroffen von der grandiosen Inszenierung Laurent Pellys mit einer hinreißenden Felicity Lott, dem sehr guten Yannick Beuron und Michel Sénéchal als Menelaus sowie einem superben Marc Minkowski am Pult. Schon die cd-Box ist ein Genuss:
Wirklich unschlagbar aber ist die DVD, denn sie zeigt auch Pellys großartige Umsetzung seines genialen Einfalls, das Geschehen in die Gegenwart einer frustrierten Ehefrau zu verlagern, welche sich die erotischen Abenteuer mit dem schönen Paris und die weltbewegenden Folgen ihrer Schönheit erträumt. Ein wunderbares Beispiel dafür gibt der oben zitierte YouTube-Ausschnitt, neben dem es für Interessierte auch noch eine ganze Reihe anderer gibt.
Das gibt der überwältigenden Komödiantin Felicity Lott reichhaltig Gelegenheit, ihren doppelbödigen Humor auszuspielen und dennoch als die schönste Frau der Welt glaubwürdig zu bleiben.
Wenn Ihr im ganzen Jahr keine andere Aufnahme mehr kauft, dann sollte es trotzdem diese sein. Bis jetzt habe ich noch von niemandem gehört, der diesen Kauf bereut hat. Im Gegenteil.
:hello Rideamus
Rideamus (20.01.2013, 09:50): Und nun mal wieder etwas, das zum Widerspruch reizen dürfte:
Ernster wird es schon, wenn sich ein Vater von seiner unbotmäßigen Tochter verabschieden muss. Deswegen dauert es auch etwas länger, bis das Teil feurig zu Ende geht.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponistennamens.
TIPPS Das geht ja gar nicht zu Ende, sondern noch 2 Tage weiter - Heike
Er muss nicht, er will. Später will er dann nix mehr, das aber feste! – Quasimodo
Eine Insel, eine Insel, .... noch eine. Das (unter anderem) von Max Reger und Sergej Rachmaninow vertonte Eiland stand Modell für die Zentenarinszenierung dieses Abschieds – Mauerblümchen
Die Tochter macht einen ausgiebigen Schönheitsschlaf … - Pavel
… und wird von einem "Helden" geweckt, der voller Angst nach seiner Mutter ruft – Calisto
Gewissermaßen eine zauberhafte Angelegenheit! – Waldi
Ja, aber eine ziemlich lange - lieber Waldi!, und sie darf Heidi machen! Dafür die dürfen die Leute auch heimgehen und ein andermal wiederkommen und sehen was weiter geschieht. Falls nicht Schlafmittel ausgegeben wurden. – Oper 337
Was missbrauchte Gastfreundschaft so alles auslösen kann! Grüße aus Wien, wo widerliche Winternebel wabern – Severina
Zum Finale äußerte sich ein Satiriker in etwa: Zunächst wird der Tochter Berufsverbot erteilt, um sie dann in Dornröschen zu verwandeln. Aus dem Schlaf soll sie erst erwachen, wenn jemand sie findet und heiraten möchte. Dem Freier sei jedoch dringend empfohlen, sich mit einer gehörigen Menge an Brandsalbe zu versorgen. – Emotione
Wie schon Loriot treffend bemerkte: So sind sie, die Männer. Da sieht er die erste Frau seines Lebens, und was macht er? Er ruft nach Mama – Mauerblümchen
Dabei ist seine Mutti ja auch nur froh, dass sie ihn angebracht hat, wo sich der in der letzte Zeit nur im Zoo aufgehalten hat – Oper 337
Da diese Frage recht leicht ist (Oper und Komponist sowie Musikstück sind sehr bekannt) zur Abwechslung ein Spezialtipp für Literaturwissenschaftler/innen: Das gesuchte Stück wird in einem Prosawerk von Theodor Fontane erwähnt, als ein junger Mann seinen ersten Auftritt hat, der einem älteren Mann in der Folge die Ehefrau abspenstig machen wird – Teresa Cellini
Die Lösung: Richard Wagner: DIE WALKÜRE – Leb‘ wohl, du kühnes, herrliches Kind Lösungsbuchstabe: W Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=hNPBclhziXE
Auf diese Frage schienen alle nur gewartet zu haben, denn so schnell und zahlreich wie hier trafen noch keine Lösungen ein, nicht einmal zu den leichten Fragen am Anfang. Dabei hat sich niemand gewundert, dass ich ausgerechnet bei diesem Rätsel, in dem ich erklärtermaßen nur besonders geschätzte Werke erfragen wollte, einen Teil des „Rings, der nie gelungen“ ansteuerte. Gerade an diesem Teil lässt sich aber auch belegen, warum ich Wagner gegenüber so gemischte Gefühle hege.
Um mit dem Negativen zu beginnen, der Dichtung. Ich weiß, dass sie von vielen hoch geschätzt wurde oder sogar noch wird – so sehr, dass August Everding es sich einst leisten konnte, den gesamten RING als Sprechdrama aufzuführen. Das Weltbild, das Wagner da entwirft, hat auch in der Tat etwas Großartiges. Wenn er sich dessen nur nicht so furchtbar bewusst gewesen wäre und alles endlos deklamieren muss, was er sich dabei gedacht und in seinen Leitmotiven musikalisch auch sehr gekonnt verwoben hat. Man nehme nur Wotans Abschied, der hier zur Debatte steht, und der sich wortreich darum bemüht, das Ende der banal inzestuösen Vater-Tochter – Beziehung, die eigentlich nicht weniger tabubeladen ist als die Geschwisterliebe des ersten Aktes, zu verschwiemeln und zu überhöhen:
Leb' wohl, du kühnes, herrliches Kind! Du meines Herzens heiligster Stolz! Leb' wohl! Leb' wohl! Leb' wohl! Muss ich dich meiden, und darf nicht minnig mein Gruss dich mehr grüssen; sollst du nun nicht mehr neben mir reiten, noch Met beim Mahl mir reichen; muss ich verlieren dich, die ich liebe, du lachende Lust meines Auges: ein bräutliches Feuer soll dir nun brennen, wie nie einer Braut es gebrannt! Flammende Glut umglühe den Fels; mit zehrenden Schrecken scheuch' es den Zagen; der Feige fliehe Brünnhildes Fels! - Denn einer nur freie die Braut, der freier als ich, der Gott!
Der Augen leuchtendes Paar, das oft ich lächelnd gekost, wenn Kampfeslust ein Kuss dir lohnte, wenn kindisch lallend der Helden Lob von holden Lippen dir floss: dieser Augen strahlendes Paar, das oft im Sturm mir geglänzt, wenn Hoffnungssehnen das Herz mir sengte, nach Weltenwonne mein Wunsch verlangte aus wild webendem Bangen: zum letzten Mal letz' es mich heut' mit des Lebewohles letztem Kuss! Dem glücklichen Manne glänze sein Stern: dem unseligen Ew'gen muss es scheidend sich schließen. Denn so kehrt der Gott sich dir ab, so küsst er die Gottheit von dir!
Ging’s wirklich nicht etwas straffer? Etwa so?
Leb‘ wohl, meiner Triebe treidelnder Tross. Darf ich mir nicht gönnen, was oft ich genoß, So wisse, Walhalla ist wonniger Herd. Drum öffne Dein Schoß sich fortan niemand's Schwert. Und wenn eines Mannes Brunft sich brüstet Und Dich begehrt vom Gurt zum Knie, Wenn der meines Speeres Spitze fürchtet, Durchschreit' er dies Feuer nie.
Da steht eigentlich auch alles drin, wenn auch nahe an der Grenze, die eine Musterung durch die Prüfstelle für jugendgefährdende Schriften erfordert. Aber das tut das Original mit seiner doppelten Verklärung des Inzests auch
Dabei ist dieser Schluss fraglos einer der Höhepunkte des ganzen RING, und er entschädigt er für viele Mühe mit dem bis dato Vorangegangenen. Das liegt aber kaum am Gesang, und schon gar nicht an den geschraubten Worten, mit denen er sich dem sehnlich erwarteten Ende entgegen hangelt. Mir ist jedenfalls der Wunsch nach Weltenwonne schon jedes Mal lange vergangen, bevor diese explizit angesprochen wird.
Aber dann gibt es ja noch die Musik, und was das Orchester hier vorzutragen hat, ist wirklich vom Allerfeinsten. Irgendwo, wahrscheinlich in einem anderen Forum, hat Edwin mal gescherzt, dass Wagner einer der genialsten Komponisten für das Orchester ist, und dass es doch zu viel verlangt sei, von seiner Behandlung des Gesangs etwas ähnlich Großartiges zu verlangen. Er hat es natürlich ironisch gemeint, aber ich bin geneigt, dieser Feststellung ohne jede Brechung zuzustimmen. Genau deswegen wünschte ich mir ja, dass Wagner nicht so ungeheuer selbstverliebt endlose Wortkaskaden ausgießen würde. Mir ist schon klar, dass ich diese Steine in einem brüchigen Glashaus werfe, aber man sollte des Kaisers abgetragene Kleidung durchaus als solche benennen dürfen, selbst wenn die eigenen noch schäbiger sind.
So kann es denn wenig überraschen, dass meine Lieblingsversion der WALKÜRE der orchestrale Digest George Szells auf dieser Scheibe ist, die sich zu dem gegenwärtigen Spottpreis jeder zulegen sollte, der sich mit Wagner ähnlich schwer tut wie ich.
Ein besseres Plädoyer für den genialen Komponisten, der Richard Wagner zweifellos auch war, gibt es nicht.
Aber natürlich sollte man auch das ganze Stück kennen. Ich habe zwar schon längst aufgegeben, einen Überblick über die zahllosen Mitschnitte alter und neuer RING-Aufführungen zu behalten, die alleine anzuhören oder zu sehen einen Teil an Lebenszeit kostet, der mir entschieden zu erheblich ist. Deswegen bin ich auch nicht wirklich kompetent, die einzelnen Aufführungen zu kommentieren. Wer sich dafür interessiert, wird hier aber problemlos fündig:
Meine ganz subjektiven Vorlieben seien aber nicht vorenthalten. Bei der WALKÜRE gibt es sogar drei, obwohl ich die selten ganz gehört habe, nachdem meine ursprüngliche Neugier gestillt war.
Die älteste ist die Studioeinspielung Erich Leinsdorfs mit einem starken George London als Wotan sowie Gré Brouwenstijn, Birgit Nilsson und Jon Vickers als optimale Ergänzung:
Die Einspielung sollte der Auftakt zu einer Gesamtaufnahme des RING werden, die leider nie zustande kam. Vielleicht unterstreicht aber gerade das ihren besonderen Rang.
Wenn schon der RING als Höroper sein soll, dann möchte ich das Orchester in voller Entfaltung und Durchhörbarkeit erleben, und das schaffte in meinen Ohren niemand so gut wie Herbert von Karajan. Für seinen RING hat sich das Klischee der kammermusikalischen Interpretation eingebürgert, das ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn Karajan ist durchaus in der Lage, gehörig aufzudrehen, wenn nötig. Seine fast einzigartige Entscheidung, die wohl auch nur im Studio tragfähig war, die Hauptpartien mit relativ leichten Stimmen wie Regine Crespin, Gundula Janowitz oder Thomas Stewart zu besetzen (womit er bei Verdi manch vielversprechendem Talent die Karriere verkürzte), ist für mich aber das einzig richtige Rezept der permanenten Inbrunst des Werkes genug Differenzierung abzugewinnen um es, zumindest für mich, genießbarer zu machen, als es gemeinhin auf mich wirkt.
In aller Regel, und damit treibe ich die Häresie auf die Spitze, genügt mir jedoch Loriots intelligent-humorvolle Zusammenfassung, die sich ebenfalls der Gesamtaufnahme Karajans bedient. Wer vor dem Gesamtwerk zurück schreckt, findet hier nicht den schlechtesten Einstieg:
Kurzweiliger ist der RING aber zweifellos, wenn man auch etwas zu sehen bekommt, und da ist trotz manch spektakulärer, aber doch eher kurzlebiger Angebote wie dem RING der Fura dels Baus aus Valencia oder dem musikalisch achtbaren Antonio Pappanos aus London, der sogenannte Jahrhundertring Patrice Chéreaus ungeschlagen, zumal auch die musikalische Leistung von Pierre Boulez sogar mich überzeugt, soweit die Partitur das zulässt. Das liegt nicht zuletzt an den Leistungen von Gwyneth Jones als Brünnhilde und dem großartig spielenden Wotan von Donald McIntyre, dessen herausragender Rang als Wagnersänger für meine Begriffe viel zu wenig gewürdigt wird.
So. Und jetzt dürft Ihr über mein Banausentum gegenüber dem anderen Jubilar dieses Jahres herfallen.
:hello Rideamus
Rideamus (21.01.2013, 04:04): Zwei höchst verschiedene Versionen vom endgültigen Abschiedswunsch derselben Person stehen im Zentrum dieser Frage, die die doppelte Punktzahl bringt, weil sie von zwei ziemlich extremen Enden der Operngeschichte her rühren.
Gesucht wird der vierte Buchstabe des Vornamens des älteren (d. h. früheren) Komponisten, und wenn jemand noch weitere Werke mit dem Abschiedswunsch derselben Person nennen kann, gibt es bis zu drei Zusatzpunkte.
TIPPS Zwischen der Uraufführung beider Werke liegen rund 104 Jahre, aber beide wurden bei ihrer Uraufführung durch einen anwesenden Herrscher geehrt. Das frühe Werk ist nicht mehr vollständig auffindbar, und das spätere wird kaum mehr vollständig gespielt – Rideamus
Ich bin nach dendrometamorphoslichen Überlegungen bei einer Passacaglia in g-moll hängen geblieben, aber das war dann ja wohl falsch ... - Mauerblümchen
… und ich habe den Faden verloren – Pavel
… Und ich denke ich habe ihn gefunden, Danke Pavel, dass Du ihn verloren hast – Oper 337
Manche Männer sind eben undankbar und verkrümeln sich schnell. Deswegen muss man sich doch nicht gleich den Tod wünschen. - Calisto Ach .... schon wieder eine Insel? - Mauerblümchen
Kein Grund zum Lamentieren, wenn am Ende ein Gott gegangen kommt – Emotione
Angesichts des Fragmentes des älteren Stückes möchte man in Klagen ausbrechen! – Quasimodo
Beim jüngeren Lösungsteil kommt mir immer ein bekanntes, börsenfreundliches Label in den Sinn - Waldi
Eine Serie von Weltraumraketen wurde nach der Titelheldin benannt – Heike
Wenn sich der Held vertschüsst, kann man sich immer noch mit einem Gott trösten! - Severina
Die Dame, die Abschied vom Leben nimmt, ist vor allem durch ihre Klage bekannt geworden. Aber wer jammert, verliert meistens doch nicht das Leben. Während aus dem ersten Werk nur ihr Geklage überlebt hat, erhält sie im zweiten Werk als Folge ihres Geklages praktische Tipps von Frau zu Frau im Umgang mit Männern – Teresa Cellini
Die Lösungen: Claudio Monteverdi: L’ARIANNA – Lamento d’Arianna „Lasciatemi morire“ Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=LARI9cIub1k Richard Strauss: ARIADNE AUF NAXOS – Es gibt ein Reich Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=_H9LTixHHug
Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Verbindungen es zwischen Werken gibt, die man oft nur oberflächlich in einem Kontext sieht. Jedenfalls fiel mir das während der Recherche für diese Frage auf, als sich plötzlich ganz überraschende Gemeinsamkeiten zwischen so extrem verschiedenen Komponisten und Werken wie Jacopo Peri, Claudio Monteverdi, Hector Berlioz, Jacques Offenbach und Richard Strauss auftaten, die deutlich über ihren gemeinsamen Hintergrund antiker Sagenstoffe hinaus gehen.
Erst kürzlich habe ich mich am Beispiel Monteverdis hier (Verruchte Locken und andere lockende Versuchungen - Ein Rätsel) damit beschäftigt, wie schlimm sich das Los der Hofkomponisten bis mindestens tief in das 17. Jahrhundert hinein gestalten konnte. Ich verweise deshalb auf meine Ausführungen dazu, denn das Schicksal von Monteverdis zweiter Oper L’ARIANNA (uraufgeführt 1608) erklärt sich nicht zuletzt dadurch. Monteverdis Arbeitgeber, der spätere Herzog Vincenzo Gonzaga von Mantua, hatte sie nach dem Erfolg seines L’ORFEO bei Monteverdi in Auftrag gegeben um seine Hochzeit mit Margerita von Savoyen gebührend zu feiern.
Wie alle Fürstenhochzeiten diente auch dieses Ereignis primär dazu, die Finanzkraft und kulturelle Macht des jeweiligen Herrschers zu demonstrieren; und so wurden keine Mühen und Kosten gescheut, dieses Fest möglichst prachtvoll auszugestalten. Monteverdi sollte deshalb in kürzester Zeit neben der Oper auch noch eine komische Oper namens L’IDROPICA und mehrere Ballette schreiben, die heute verloren sind. Die damit verbundenen Belastungen waren so groß, dass Monteverdi sich noch Jahrzehnte danach in einem Brief an einen Freund beklagte, dass sie ihn an den Rand des Grabes gebracht hätten. Leider gilt der anscheinend totale Verlust auch für den größten Teil der ARIANNA, die irgendwann nach einer glorreichen Neubelebung in Venedig drei Jahrzehnte später verloren ging, während immerhin das Libretto des Florentiners Ottavio Rinucci erhalten blieb. Lediglich das berühmte Lamento „Lasciatemi morire“, dessen außergewöhnliche Qualität schon von Monteverdis Zeitgenossen anerkannt wurde, hat überlebt, weil Monteverdi es noch mehrfach in anderen Zusammenhängen nutzte - und weil es vielfack kopiert wurde, so dass sich diese außergewöhnlich ergreifende Arie bis heute im Konzertleben gehalten hat.
Das Libretto Rinuccis, der für die Entwicklung der frühen Oper nicht weniger bedeutend war als Calzabigi für Gluck ein halbes Jahrhundert später (der Erfolg von Monteverdis Lamenti führte sogar direkt zu Orfeos Klage „Che faro senz‘ Euridice“), erzählt die bekannte Geschichte der Ariadne, die von Theseus, der ihrer überdrüssig geworden war, nachdem sie ihm geholfen hatte, den Minotaurus zu besiegen, auf Naxos zurückgelassen wurde. Rinucci beschied sich aber nicht mit der x-ten Wiedergabe dieses Mythos, sondern zog auch andere antike Quallen heran, darunter ein aus diesem Rätsel (und anderen ) schon vertrautes Stück aus Vergils ÄNEIS, nämlich das Lamento der von Äneas verlassenen Dido von Karthago (s. Frage 10). Damit machte Rinucci aus der ätherischen Heldin, wie man sie seit seinem wohl allerersten Opernlibretto überhaupt, nämlich für Jacopo Peris zehn Jahre älterer DAFNE, kannte, eine Frau aus Fleisch und Blut, beseelt mit ungeheurer Tatkraft und Leidenschaft, der man die starke Liebe zutrauen konnte, die sie zur Komplizin des Totschlags an dem Liebling ihres Vaters Minos befähigte. Mit diesem superreichen und wohl berühmtesten Kreter schließt sich dann auch ein weiterer Kreis zu einem anderen Kretin (s. Frage 17). Ariadnes große Klage setzt ein, als sie ihren ehemaligen Geliebten in die Ferne davon segeln sieht, verzweifelt am Strand von Naxos zusammenbricht und, in Zerbinettas bekannten Worten aus einem weit späteren Jahrhundert, den Tod herbei sehnt.
Nach seiner aufwändigen Uraufführung gab es zwar etliche Anläufe, die Oper auch andernorts aufzuführen, und Monteverdi, der dieses Werk sehr geschätzt haben muss, nahm auch zahlreiche Ergänzungen und Verbesserungen vor, aber er bekam seine Oper erst drei Jahrzehnte später wieder zu hören, als sie in dem von ihm mitbegründeten Opernhaus S. Moise mit viel Erfolg wieder aufgeführt wurde – um kurz darauf von dem noch erfolgreicheren RITORNO D’ULISSE IN PATRIA verdrängt zu werden. Irgendwann danach ging die Oper, deren Partitur wie fast alle der damaligen Zeit nie gedruckt und wohl auch nicht aufbewahrt wurde, wohl endgültig verloren.
Immerhin blieb uns die Klage der Ariadne erhalten, weil Monteverdi sie noch mehrfach in andere Kontexte einbrachte, so 1614 als fünfstimmiges Madrigal, das damals eine enorme Popularität errang und von Monteverdi in sein sechstes Madrigalbuch aufgenommen wurde. 1640 schließlich wandelte er das Lamento in eine Klage der Maria über den Verlust ihres Sohnes Jesus, wobei fast nur dessen Name gegen den von Theseus ausgetauscht werden musste. 1910 brachte Ottorino Respighi eine orchestrierte Bearbeitung des Lamentos heraus, die ein beachtliches Eigenleben entwickelte. Eine ausführliche und sehr kenntnisreiche Würdigung dieser vielleicht bewegendsten Komposition Monteverdis findet man bei Wikipedia hier: http://en.wikipedia.org/wiki/L%27Arianna.
Rideamus (22.01.2013, 10:02): Was die einen wünschen, befürchten andere und fragen sich, wohin die Vergangenheit entschwunden ist.
Gesucht wird der letzte Buchstabe des Titelhelden, der das Stück aber nicht selbst singt.
TIPPS Sehr passend zur Winterszeit. (Und es gibt beim letzten Buchstaben des Titelhelden keine Probleme mit der Transkription.) – Pavel
Nach der Rückbesinnung kommt es zu einer Katastrophe. Ich frage mich immer, wer hier wohl auf wen eifersüchtig ist – Calisto
Das war ein idealer Schmachtsong für Rolando Villazon, als er noch gut bei Stimme war – Heike
O ja, und wie!! Und mit der anderen Schwester wäre ihm das nicht passiert, aber Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. (das war jetzt auch schon mein Tipp !) - Severina
Dieser Abschied beruht auf einer merkwürdigen Auffassung von Freundschaft und Ehre – Quasimodo
Das hätte ich ohne Wacholderschnaps nie herausbekommen! – Mauerblümchen
Natürlich geht es mit Gin oder Wodka leichter es zu erraten, aber Briefescheiben kann man auch – Oper 337
Wachholderschnaps? Bei mir war's bei Tagesanbruch der Getreideschnaps. Calisto
Diese Arie höre ich am liebsten von Fritz Wunderlich, der sich damit nicht im deutschen, italienischen oder französischen Repertoire aufhält, sondern in kälteren Regionen – Waldi
Wahrscheinlich wäre alles anders gekommen, wenn die Figur, die hier den Buchstaben für das Lösungswort liefert, zu Hause geblieben wäre, statt einen gewisse Tanzveranstaltung zu besuchen – Teresa Cellini
Die Lösung: Peter Tschaikowski: JEWGENJI ONEGIN – Kuda, kuda (Wohin bist du entschwunden?) Lösungsbuchstabe: N Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=vsn-sJ8jPis
Als Peter Tschaikowski 1876 auf der Suche nach einem Stoff für seine vierte Oper war, wiesen ihn Freunde auf Alexander Puschkins Versroman hin. Darin hatte dieser die Geschichte eines blasierten Lebemannes erzählt, der seine Unfähigkeit zur Kommunikation mit anderen Menschen hinter einer Maske überheblichen Dandytums verschleierte. Zahlreiche darin eingebaute Kommentare und Verweise machten deutlich, dass Puschkin den Helden als kritisches Selbstbildnis aufgefasst hatte. So ähnelte sein eigenes Auftreten in Petersburg in mancher Hinsicht dem seines Helden zu Beginn der Geschichte: weltgewandt, hochmodisch und substanzarm, vorwiegend durch seine sarkastischen Kommentare über seine Umwelt dieser vermeintlich überlegen. Als Puschkin im Alter von 24 Jahren mit dem Roman, an dem er acht Jahre lang arbeiten sollte, begann, war er gerade wegen seiner frechen Spottverse aus St. Petersburg auf das Land verbannt worden.
Was zunächst als ironische Verarbeitung seiner eigenen Erfahrung angelegt war, wuchs im Laufe der Jahre jedoch zu einem immer tiefer lotenden Werk, als dessen bestimmender Faktor sich immer mehr Puschkins eigener existenzieller Pessimismus erwies. Dies wurde nirgendwo so deutlich wie in der von der erfragten Abschiedsarie eingeleiteten Duellszene, in der zwei Freunde wider bessere Einsicht aufeinander schießen müssen. Es ist unmöglich, in diesem Zusammenhang die schreckliche Parallele zu Puschkins eigenem Leben zu übersehen, der ebenfalls infolge eines nichtswürdigen Streites mit einem Verwandten seiner Frau im Duell getötet wurde.
Die Fatalität, die Unausweichlichkeit, die alles Handeln der Helden auf Grund gesellschaftlicher Konventionen und ihrem Selbstbild bestimmt, das sie nicht ändern können oder wollen, musste den zu dieser Zeit gerade besonders labilen Tschaikowski zutiefst erschüttern. Er sah nicht nur in Onegin, in dem er durchaus verwandte Züge entdeckte, sondern mehr noch in der immerfort sich nach Erfüllung sehnenden Tatjana, die stets das Richtige bei den Falschen sucht, ein ihm nur zu vertrautes Erleben ausgedrückt. Dies gilt nicht nur vordergründig autobiographisch, obwohl der Zufall wirklich frappant ist, dass Tschaikowski selbst von einer Schülerin einen ähnlich unverblümten Antrag angetragen bekommen hatte, wie ihm Tatjana in ihrem unerhörten Brief Onegin macht. Tschaikowski selbst verwies jedoch auf die Oberflächlichkeit dieser Parallele, indem er größtes Einfühlungsvermögen in Tatjana zeigt, während er eigentlich mehr Verständnis für Onegins Reaktion aus seiner eigenen Erfahrung hätte schöpfen müssen. Anders als dieser hatte Tschaikowski den Antrag nämlich nicht abgewiesen, sondern die Schreiberin geheiratet und so eine traumatische Ehe akzeptiert.
Der autobiographische Aspekt, den Tschaikowski selbst in aller Drastik empfand und noch verstärkte, galt vor allem der Aussichtslosigkeit eines Zusammengehens seiner beiden Helden, die er wohl als repräsentativ für zwei Seelen in seiner eigenen Brust empfand. Er sah sich zugleich melancholisch und lebensuntüchtig wie Onegin und träumerisch und sehnsuchtsvoll wie Tatjana, und er litt ein Leben lang an der Unvereinbarkeit seiner Bedürfnisse, zu denen natürlich auch die sexuellen gehörten.
Das aufrüttelnde Erlebnis der Lektüre schlug sich sofort in einem Szenarium für die Oper nieder, das Tschaikowski in kürzester Zeit niederschrieb und seinem Freund und gelegentlichen Reisebegleiter Konstantin Schilowski zur Ausarbeitung übergab. Dieses Szenarium verkürzte Puschkins Vorlage auf eine lose Folge emotionaler Höhepunkte, deren abrupte Abfolge jeglicher dramatischen Konvention widersprach. Tschaikowski, der sich der dramaturgischen Schwächen seines Szenariums durchaus bewusst war, zog es daher vor, seine Oper nicht als solche, sondern als „Lyrische Szenen“ zu bezeichnen. Zwar war schon bei Puschkin die Erzählung auf einzelne Schlüsselsequenzen konzentriert. Dieser hatte jedoch die Handlungssprünge durch eine konstante Reflexion des Geschehens, die ein anonymer Ich-Erzähler einbrachte, geschickt verkleidet.
Die geniale Rekonstruktion dieser Reflexionen in der sehr gelungenen, deutschen Fernsehfassung des ZDF, die geschickt Karl Michael Vogler als Puschkin einsetzte und dessen originale Verbindungstexte sprechen ließ, war sicher ein wesentlicher Grund dafür, dass diese Oper eine der wenigen ist, die von Anfang an von meiner Reserviertheit gegenüber osteuropäischen Opern ausgenommen war, die ich weder leugnen noch mir schlüssig erklären kann. Leider gab es diese Inszenierung von Vaclav Kaslik mit Hermann Prey, Teresa Stratas und Wieslaw Ochman nur für kurze Zeit Anfang der 70er als Kassette, als wir sie in dem kurzlebigen Topaz-Label herausgebracht hatten. Dort findet sich auch mein Einführungstext, den ich hier in einer gekürzten und überarbeiteten Fassung zitiert habe.
Wie Tschaikowski vorhergesehen hatte, stieß sein Werk zunächst auf eine eher zurückhaltende, sogar negative Resonanz. Erst im letzten Jahrhundert, als die Gesetze der Form – nicht nur in der Oper – immer mehr zugunsten einer psychologischen Aufbrechung der Erzählung aufgeweicht wurden, fand der EUGEN ONEGIN den verdienten Widerhall, der sich u. a. auch in diesen verdienstvollen Threads niederschlug:
TSCHAIKOWSKI: Eugen Onegin http://www.das-klassikforum.de/thread.ph…56421#post56421
Da mein Russisch nicht existent ist, kann ich das am Original auch mit Untertiteln nur bedingt nachvollziehen. Ich habe mir aber vorgenommen, gelegentlich meine anderen ONEGINs noch einmal anzusehen und zu hören um das zu überprüfen. Neben der genannten sind das immerhin acht DVD und sechs cd-Einspielungen, von denen ich aus dem Gedächtnis vor allem die Solti-Einspielung mit Teresa Kubiak und Bernd Weikl in der filmischen Interpretation durch Peter Weigl empfehlen möchte:
:hello Rideamus
Rideamus (23.01.2013, 09:37): Endgültige Abschiede brachten viele wunderschöne Musiken hervor. Eine davon ist diese ziemlich junge, die für einen guten Freund geschrieben wurde und neben anderen am Baum des Lebens hängt.
Gesucht wird der vierte Buchstabe des Komponistennamens
TIPPS Der Komponist und sein verstorbener Freund sind bzw. waren Landsleute. Der Baum des Lebens wurde aber auf einem anderen Kontinent hergestellt – Rideamus
Vielleicht sollte man es allen sagen: Kleine grüne Drachen haben nichts mit der Lösung zu tun! – Mauerblümchen
Die für einen Freund geschriebene Musik ist ein Requiem und der Baum des Lebens ein Film - Rideamus
Mit dem verstorbenen Freund arbeitete der Komponist auch dreifarbig zusammen - Emotione
Der "Mädchenname" des Komponisten war Kowalski – Heike
Der Komponist versteckte sich manchmal auch hinter einem erfundenen niederländischen Komponisten – Pavel
Zu Nr. 21 hat mir Heike aus dem gegenüberliegenden Forum gerade die Augen geöffnet. Glaube ich jedenfalls – Calisto
Also, das ist wirklich eine komplizierte Gemengelage. Vielleicht kann man doch so viel sagen: Zu dem von Rideamus gemeinten Film gibt es einen offiziell genannten Komponisten der Filmmusik. Das ist aber nicht der, den wir suchen. Und das Requiem mit dem gesuchten Satz kommt nicht komplett in dem Film vor. Dafür kommen dort noch mehr Requien und requiemähnliche Werke vor. Wenn man weder den Komponisten noch dessen Freund kennt, muss man weder an seiner Allgemeinbildung noch an seinen musikalischen Kenntnissen zweifeln. Selbst bei den einschlägigen Versendern ist das Angebot eher schmal. Der dreifarbige Tipp sollte zusammen mit der Gattungsbezeichnung aber reichen, um die Suchmaschinen zu befragen! - Mauerblümchen
Mir fällt da ein österreichisches Tonträgerunternehmen ein – Calisto
Auch hier kommt mir ein zu preisendes Label in den Sinn, das allerdings nicht so börsenfreundlich anbietet. Und der Komponist ist der Landsmann einer gewissen schlagfertigen Laura
Ein Nicht-Film-Stück von einem Filmmusikkomponisten – Quasimodo
Die Totenmesse für den Freund gilt einem, der drei Farben und zwei Doppelgängerinnen abgedreht hat – Teresa Cellini
Die Lösung: Zbigniew Preisner: REQUIEM FOR MY FRIEND - Lacrimosa Lösungsbuchstabe: I Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=nV9xgGtpWxY
Vorab: leider erfuhr ich erst im Rahmen der Erarbeitung dieser Rätsellösung, dass Preisner ein sehr liebenswertes Album mit eigenen Kompositionen auf Texte polnischer Dichter zur Weihnachtszeit herausgebracht hat, so dass dieser Hinweis für diese Saison etwas spät kommt. Ursprünglich erschien es unter dem Titel Carols for the End of the Century, heute bekommt man es aber in dieser Fassung, in der die Lieder von zwei Instrumentalkompositionen eingerahmt werden. Man kann es sich auf Zbigniew Preisners Homepage anhören: http://music.preisner.com/.
Mancher mag sich danach vielleicht das Album bzw. den Download für die nächste derartige Gelegenheit vormerken. Sehr gut anzuhören ist es aber auch zu anderen Jahreszeiten:
Nunmehr gestehe ich besser gleich, dass dies eine Fanpost wird. Um es unmissverständlich zu sagen: für mich gehört Zbigniew Antoni Preisner (* 20.5.1955 im polnischen Bielsko Biala als Zbigniew Kowalski) zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart und des letzten Jahrhunderts. Schon länger versuche ich deshalb, einmal etwas von ihm in meinen Rätseln unterzubringen, aber bislang scheiterte das stets daran, dass entweder seine Musiken oder die Filme, in die sie eingebettet waren, zu unbekannt oder, zumindest in diesem Forum, zu schwer zu raten waren. Woran es sicher nicht scheiterte, waren Qualität und Anspruch seiner Musik. Um so froher war ich, als ich neulich in einem Thread darauf gestoßen wurde, dass zumindest das LACRYMOSA aus seinem REQUIEM FOR MY FRIEND an prominenter Stelle in Terence Malicks leider glorios gescheitertem Film (dem Vernehmen nach jedenfalls. Ich kenne ihn noch nicht) TREE OF LIFE gespielt wird, da es mir die Hoffnung gab, dass man vielleicht auch außerhalb engerer Cinéastenkreise von ihm gehört haben könnte. In der Tat machte es zwar die Frage nicht einfach, aber immerhin die Lösung möglich, wie sich zeigen sollte.
Meine eigene Verbindung zu Preisner war leider nur eine sehr mittelbare und hat nie zu einer persönlichen Begegnung geführt. Immerhin war ich vor zwei Jahrzehnten einmal Koproduzent eines Films, für den er die Musik schrieb (eine sehr gute übrigens, wenn auch total unbekannte), nämlich den portugiesischen Film FLUCHTPUNKT (O FIO DO HORIZONTE; 1992) von Fernando Lopes mit Claude Brasseur.
Sein bislang bedeutendstes Werk außerhalb der Filmmusik ist fraglos sein REQUIEM FÜR EINEN FREUND. Leider ist die einzige Einspielung dieser meisterhaften Komposition derzeit nur antiquarisch und zu Mondpreisen zu haben, lohnt sich aber im Grunde sogar dafür:
Immerhin gibt es diese Version auch zu einem vernünftigen Preis und als Dowenload sogar recht preiswert:
Mit dem Freund war der 1996 verstorbene polnische Regisseur Krzysztof Kieslowski gemeint, für dessen beste Filme, darunter den zehnteiligen DEKALOG (DIE ZEHN GEBOTE), die Trilogie der DREI FARBEN: BLAU-WEISS-ROT sowie, seine in meinen Ohren schönste Filmmusik unter vielen großartigen, LA DOUBLE VIE DE VÉRONIQUE schrieb.
Aber auch für andere Regisseure und Meisterwerke war Preisner kreativ tätig, so u. a. für Agnieszka Hollands THE SECRET GARDEN
und Louis Malles DAMAGE (VERHÄNGNIS).
Die Komposition des REQUIEM war ursprünglich als Schauspielmusik für eine Inszenierung Kieslowskis gedacht, wurde von Preisner aber nach dessen Tod zu diesem Requiem umgeformt. Es beweist, dass der Versuch, Preisner auf einen bloßen Filmkomponisten von einiger Begabung zu reduzieren, ungefähr so falsch und oberflächlich ist, als wolle man das mit Korngold oder Bernstein tun. Oder anders gesagt: auch Rossini, Donizetti oder sogar Verdi waren Gebrauchsmusiker für das Medium Oper, bevor diese Musikgattung einen eigenen Kunstanspruch entwickelte (rechtfertigen tat sie ihn ja auch schon von Anfang an). An anderer Stelle habe ich bereits seine „Zehn leichten Klavierstücke“ lobend erwähnen können, deren Schwierigkeitsgrad ich gerne mal von einem Pianisten beurteilt bekommen würde:
Bei all dem besonders bemerkenswert ist, dass Preisner ein reiner Autodidakt ist, d. h. er hat nie formell Musik studiert, sondern sich seine Kenntnisse beim Abhören und Notieren von Schallplatten erworben (vielleicht ein Ansporn zumindest für manch Jüngeren von uns?). Ein wenig davon schlägt sich in seiner Instrumentation nieder, die sich sehr stark auf zwei Elemente stützt: den satten Klang seiner Streicher und eine Vorliebe, die er mit einem anderen großen Filmkomponisten teilt, nämlich Ennio Morricone, der noch vor Preisner den Einsatz höchster Frauen- und Kinderstimmen sowie exponierter Flötentöne als eine Art Markenzeichen entwickelte. Dennoch sind beide Komponisten vollkommen unverwechselbar, und wenn es ein Charakteristikum für einen großen Komponisten ist, dass man seine Werke in einem Blindtest sofort inmitten lauter ähnlich arbeitender Komponisten erkennen würde, dann erfüllt Preisner dieses Kriterium besser als die große Mehrzahl führender Komponisten der Gegenwart.
Seine Vorliebe für weitgehend tonale Klänge und die beschriebene Klangwelt bringt ihn zuweilen nahe an die Grenze des Schwulstes. Wie Tom Tykwer und andere, darunter Simon Rattle als Dirigent, mit ihrem unsäglichen Soundtrack zu der Verfilmung des Romans DAS PARFÜM bewiesen haben, kann nämlich mit nur einigen Steigerungen und Wiederholungen preisnerscher Spezialitäten ein schwer erträglicher Schwall von Kitsch produziert werden. Preisner wusste dies jedoch fast immer zu vermeiden, getreu seinem Motto, das er einmal in einem Interview verraten hat: "Man muss immer gegen den Strom zur Quelle schwimmen, denn mit dem Strom fließt der Müll"
:hello Rideamus
Rideamus (23.01.2013, 09:43): Dieser Komponist schrieb vier verschiedene Bühnenwerke um einen Tanz, darunter eines, das sehr gut zum traditionellen Jahresausklang passt. Trotz mancher Ähnlichkeiten geht es aber nicht um die FLEDERMAUS.
Gesucht werden der vorletzte Buchstabe des Komponistenvornamens sowie für maximal drei Extrapunkte weitere Musikstücke mit demselben Titel wie das zum Ausklang passendste. Die müssen aber weder Lieblingsstücke noch in deutscher Sprache sein.
TIPPS hihi.....da hat sich der Rätselmeister vielleicht zu viel gedreht auf dem Parkett??? Was gleich mein (noch unbestätigter) Tipp zu 22 sein soll - Heike
Aller guten Dinge sind drei, ab und an auch einmal vier – Emotione
ß, ss, s - alle guten Dinge sind drei!! (Und bei wem sich jetzt alles dreht, der ist auf der richtigen Spur!) – Severina
Zu einem Film mit einem anderen Tanz im Titel schrieb er auch die Musik (Pavel)
Und zu einem späteren Film des Regisseurs komponierte er seinen wirklich letzten ...... – Emotione
Tango? Nicht wirklich . Der Komponist war ein Schüler von Max Bruch – Calisto
Natürlich ein Tanz, der als wienerisch gilt - aber Stück nix Wien, aber auch nix Trepak – Waldi
Fragt die fantastische freche Fritzi! – Quasimodo
Der gesuchte Komponist schrieb auch ein Bühnenwerk auf einen Text von - Rideamus! – Mauerblümchen
Diesmal ist es nicht der Traum von einem bestimmten Tanz und auch nicht der letzte Tanz, aber wenigstens ein letzter Tanz – Teresa Cellini
Die Lösung(en): Oscar Straus: Der letzte Walzer; Ein Walzertraum; Trois valses; Ihr erster Walzer Beispiele für den letzten Walzer gibt es leider nur als Hörschnipsel hier, die sich auch noch um das eigentliche Walzerthema drücken:
Allein von der Zahl seiner Bühnenwerke mit diesem Tanz im Namen sollte eigentlich Oscar Straus und nicht Johann Strauß II den Ehrentitel “Der Walzerkönig” tragen, zumal selbst Johann es nicht geschafft hat, so grundverschiedene Walzer zu komponieren wie die, welche diese Werke dominieren. Andererseits sind zwei der drei „Valses“ von Johann Strauß Vater und Sohn, und kann man kann das zuletzt genannte Werk in diesem Zusammenhang wohl außer Acht lassen, denn es handelt sich dabei um eine Ausschmückung von Straus‘ erstem Erfolgsschlager DIE MUSIK KOMMT auf den berühmten Text von Detlev von Liliencron (s. http://www.youtube.com/watch?v=rIK7TlIp4Nw), dem man diesen – übrigens schon damals nur noch vermeintlich - publikumswirksamen Titel gegeben hat.
Mehr über Oscar Straus findet sich in diesem immer besser werdenden Thread: STRAUS, Oscar: Er komponierte nicht nur "Ein Walzertraum"!. Darin erfährt man auch von Waldi, dass die von mir primär gesuchte Abschiedsmusik von Straus‘ gleichnamiger Operette DER LETZTE WALZER zweimal verfilmt wurde: "Der letzte Walzer" wurde auch zweimal verfilmt: Zuerst von Georg Jacoby 1934 mit Adele Sandrock und Camilla Horn, und dann 1953 von Arthur Maria Rabenalt mit der skandalumwitterten Eva Bartok und Curd Jürgens (die 1955 heirateten und 1956 wieder geschieden wurden) sowie O.E.Hasse als Prinz Paul.In beiden Fällen wurde die Originalmusik bearbeitet, 1934 von Paul Hühn, 1953 von Bruno Uher. Ich kenne selbst nur die spätere Version, in der Jürgens mit seiner umwerfenden Männlichkeit die Musik fast vergessen machen würde - aber er zeigt, das er Walzer tanzen kann.“
Den Inhalt der eigentlichen Operette hat unser Streifenpeter hier sehr schön beschrieben, so dass mir wenig zur Ergänzung übrig bleibt, denn Straus‘ Hauptwerke sind natürlich andere, darunter, neben den LUSTIGEN NIBELUNGEN und den PERLEN DER CLEOPATRA die beiden anderen Walzertitel: Wiener Streif(en)-Lichter – der etwas andere Opernführer. Hinzu käme noch der von Berlioz‘ mephistophelischen Irrlichtern inspirierte Walzer für Max Ophüls‘ filmisches Meisterwerk LA RONDE
Bekannter als Straus‘ letzter Walzer wurden natürlich Barry Masons Schlager THE LAST WALTZ, ein Titel, der auch für Martin Scorseses großartige Dokumentation des letzten Konzertes von THE BAND herhalten musste. Aber Ihr habt wieder auch eine ganze Reihe weiterer letzter Walzer gefunden, was mich inzwischen schon gar nicht mehr überrascht. Eher deren (teilweise) Qualität:
Barry Mason/Les Reed: The last waltz (Engelbert Humperdinck, Mireille Matthieu, Peter Alexander u.a.) (Pavel, Emotione) Film von Martin Scorsese über Abschiedskonzert von The Band (Pavel)
Besonders gefreut hat mich Emotiones Erinnerung an das von mir vergessene Lied „La dernière valse“ von Reynaldo Hahn, hier mit Felitiy Lott http://www.youtube.com/watch?v=i7A788Mk3vg und Elly Ameling: http://www.youtube.com/watch?v=jQ-P4guCCBc
Weitere Hinweise Emotiones galten Chopins berühmtem op. 69 Valse de l'Adieu, hier interpretiert von Serge Gainsbourg: http://www.youtube.com/watch?v=XJ9p7G7wXbk und Schuberts letzten Walzern op. 127, die das meines Wissens aber nur waren und nicht auch so hießen.
Dann wurden noch genannt: Von "The Rasmus" gibt es noch einen "Last waltz" http://www.youtube.com/watch?v=VIX_GzTH6ww, und auch von "Old Boy" gibt es einen "Last waltz" - http://www.youtube.com/watch?v=1mbKjV5OChA (Mauerblümchen)
Dann komme ich statt dessen mit "L'ultimo Valzer" von Oliver Onions aus irgend so 'nem Bud-Spencer-Terence-Hill-Film, den ich auch nicht kenne und den ich, da ich mich an die Band erinnere, glaube ich, auch nicht kennenlernen will - Quasimodo
Hier ist er trotzdem : http://www.youtube.com/watch?v=ErxWgLypeE8
:hello Rideamus
Rideamus (23.01.2013, 14:39): Ich muss heute mal vorarbeiten, da ich morgen wahrscheinlich nicht dazu komme:
Zum heutigen Sonntag vor Weihnachten passt dieses Lied, das einen Sonnenuntergang auffordert, sich zu beeilen, denn, wie die gleichen Sänger in einem anderen Text feststellen, es soll ein Kind geboren werden, das weitermachen wird.
Gesucht wird der dritte Buchstabe im Vornamen des weiblichen Teils der Gruppe
TIPPS Das kann man schon wissen: Es ist von einer Gruppe die Rede, die singt, also wohl kein Streichquartett. Die Gruppe hat ein einziges weibliches Mitglied Wenn man meine Vorlieben bedenkt, ist sie vermutlich englischsprachig Sonnenuntergang heißt im Englischen nicht nur Sunset Wie alle meine Fragen können die gesuchten Stücke mit Beispielen bei YouTube belegt werden – Rideamus
Zu der Dame mit dem passenden Vornamen gehören noch zwei sommerliche Herren – Quasimodo
Und es hat DOCH dieses Mal ein Drache entfernt mit der Lösung zu tun ... - Mauerblümchen
Die windige Gruppe besingt auch schon einmal die Unmöglichkeit, die Frucht eines bestimmten Baumes zu essen, benötigt ein Werkzeug oder erzählt von einem Tier, dessen Name etwas frag8würdig ist – Emotione
Was die Namen betrifft, kann ich nur sagen: heilig, heilig, heilig. Und bei den Herren auch fürstlich (mit etwas davor). Deren Namenspatrone findet man sehr oft paarweise an Altären oder sonstigen passenden Stellen – Waldi
Rideamus hat doch schon die Hilfe gegeben: "Sonnenuntergang" heißt nicht nur "Sunset". Jetzt googelt man nach Schlüsselwörtern dieser Rätselstellung Zitat von »Rideamus« dieses Lied, das einen Sonnenuntergang auffordert, sich zu beeilen, in der naheliegenden Sprache ... – Mauerblümchen
Die beiden Herren, die mit der gesuchten Dame singen, teilen sich die Vornamen eines berühmten Malers, der gern barock beleibte Frauen ins Bild brachte - Heike
Und hätte ich einen Hammer gehabt, wäre ich früher auf die Lösung gekommen – Pavel
Ah, ich wusste gar nicht, dass es davon auch eine Version von Peter, Paul & Mary gab; es war sogar die allererste, noch bevor Laura Nyro den Titel selbst aufgenommen hat. Allerdings bezweifle ich stark, dass sie mit "There'll be one child born in our world to carry on" das Weihnachts-Kind gemeint hat (Mary Travers vielleicht schon ) – Quasimodo (kein Tipp)
Den Tipp mit dem Maler und dem Sonnenuntergang, der im Englischen nicht nur "sunset" bedeutet, würde ich hier weiter verfolgen – Teresa Cellini
Der Name der gesuchten Sängerin wurde in den letzten Tagen recht häufig besungen! - Severina
Das berühmte Gesangstrio übernahm auch den Bob-Dylan-Song: In den Wind gepustet. - Calisto
Die Lösung: Peter Paul and Mary: Hurry Down Sundown und And when I Die Beispiele: http://www.youtube.com/watch?v=_nImlqaQAtA und http://www.youtube.com/watch?v=9C5WncqIv98
Zu den stärksten Erinnerungen meines Lebens gehört eine Klassenfahrt nach Rom im Jahr 1967. Damals schwappte gerade die Welle amerikanischer Folksongs um die Welt, und wir sangen unter der Ponte Sesto die Lieder von Woody Guthrie (This Land is Your Land) Peter Seeger (We Shall Overcome) und anderen Leuchttürmen der Bewegung einschließlich der neuesten wie Bob Dylan, Joan Baez und vielen anderen. Im Gegensatz zu Quasimodo blieb mir der Name Laura Nyo seltsamerweise lange unbekannt, aber die meisten und für mich besten Songs dieses Repertoires kannte und liebte ich ohnehin in den melodiösen Arrangements von Mary Travers, Peter Yarrow und Paul Stokes, allgemein bekannt als Peter, Paul and Mary. Sie verfassten nur einige ihrer Songs selbst, trugen aber mehr als jede andere Gruppe zur Popularisierung der führenden amerikanischen Songwriter bei, deren Engagement für Bürgerrechte und Gewaltfreiheit sie aufgriffen und weiter führten, indem sie ihre Kunst auch bei jenen populär machten, die nicht nur auf die Texte achteten, sondern auch kunstvolle Arrangements liebten.
So entbehrt es nicht einer gewissen sarkastischen Note, dass Peter Yarrow später die Nichte des berühmten Kommunistenfressers Senator Joseph McCarthy heiratete, der in den 50ern ein Berufsverbot für Earl Robinson (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Earl_Robinson), den Autor eines ihrer schönsten Lieder, HURRY SUNDOWN erwirkt hatte, weshalb dieser seine späten Jahre als Leiter der Musikabteilung einer High School verbringen musste. Da half es Robinson auch nicht, dass er eine Kantate auf den Text der amerikanischen Verfassung komponierte und einige der patriotischsten Schnulzen des US-Reperoires verfasste, darunter Frank Sinatras THE HOUSE I LIVE IN (is America for Me). Aber auch einige der besten Musiken jener Zeit stammen von ihm, und HURRY SUNDOWN, das später auch einem Film Otto Premingers mit Michael Caine, Jane Fonda und Faye Dunaway den Titel gab, gehört dazu.
Der Text dieses wunderbaren Abschieds- und Wiederbegrüßungsliedes, und hier schließt sich der Kreis zu meinen sonstigen Vorlieben, stammt von E. Y. Harburg, dem Texter vieler der besten Lieder Harold Arlens (darunter alle Songs von THE WIZARD OF OZ). Leider kann ich ihn hier nur teilweise wiedergeben:
My seed is sown now, my field is plowed; My flesh is bone now, my back is bowed.
So hurry, sundown, be on your way, And hurry me a sun-up from this beat-up sundown day. Hurry down, sundown, be on your way; Weave me tomorrow out of today. … Hurry down, sundown, get thee be gone, Get lost in the sunrise, of a new dawn. Hurry down, sundown, take the old day, Wrap it in new dreams, send it my way! Send it my way! Send it my way!
"AND WHEN I DIE" stammt von der Sängerin Laura Nyro (1947 – 1997 s. http://en.wikipedia.org/wiki/Laura_Nyro). Peter, Paul and Mary waren aber die ersten, welche (1966) diesen Song aufnahmen, bevor Laura Nyro das ein Jahr später auf ihrem Debütalbum ebenfalls tat (s. http://www.youtube.com/watch?v=GDX27aWnL88)
Auch hier darf ich den Text nur teilweise wiedergeben:
And when I die and when I'm dead, dead and gone, there'll be one child born and a world to carry on, to carry on.
I'm not scared of dying and I don't really care. If it's peace you find in dying, well, then let the time be near. If it's peace you find in dying, when dying time is here, just bundle up my coffin cause it's cold way down there, Give me my freedom for as long as I be. All I ask of living is to have no chains on me. All I ask of living is to have no chains on me, and all I ask of dying is to go naturally, only want to go naturally. … And when I die and when I'm gone, there'll be one child born, there'll be one child born.
Ich glaube auch nicht, dass Laury Nyro oder Mary Travers bei der letzten Zeile an das Kind in der Krippe gedacht haben, aber wie schon bei den meisten anderen großen Abschiedsliedern beeindruckt die Konsequenz, mit der das Unabänderliche akzeptiert und hier sogar als Voraussetzung dafür angenommen wird, dass das Leben allgemein weitergehen wird.
Was für eine Einsicht für eine 19-Jährige, die leider ihren 50. Geburtstag nicht mehr erleben sollte, da sie im selben Alter wie ihre Mutter ebenso wie diese an Gebärmutterhalskrebs starb. Um genauso persönlich zu schließen, wie dieser Text begann: ich hoffe, ich brauche nicht zu erklären, warum mir diese Lieder ein Leben lang besonders viel bedeuteten. Und jetzt erst Recht, weshalb sie m. E. völlig zu Recht ihren Platz unter den vielen Lieblingsklassikern dieses Rätsels verdient haben. Oder sieht das jemand anders?
Was die besten Aufnahmen von PPM betrifft, so kann man eigentlich bedenkenlos jede Platte kaufen, aber der wahre Fan wird natürlich den hohen Preis nicht scheuen, der für diese Box mit 5 cd mit nahezu allen ihren Songs verlangt wird:
:hello Rideamus
Rideamus (25.01.2013, 14:40): Die Adventszeit und damit auch dieses Rätsel gehen zu Ende, und auch das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Beides ist ein Grund zum Feiern, und zwar mit viel Licht verschiedenster Art. Für eine solch freudige Gelegenheit hat ein Komponist eine Musik geschrieben, von der ein Teil höchst passend betitelt ist.
Gesucht werden der erste Buchstabe des mittleren Namens des Komponisten und der Titel des erfreulichen Stückes in dem Gesamtwerk.
TIPPS Von wegen, historisch informierte Aufführungspraxis wäre immer klein besetzt! So ein Quatsch! – Mauerblümchen
Angeblich sorgte die sehr erfolgreiche Generalprobe für ein Verkehrschaos, während die Uraufführung zu einem Desaster wurde – Emotione
Ja dort war, verkehrsmäßig, immer etwas los, dabei war damals gar keine Hochzeit - schon bestätigt – Oper 337
Mit solchen Sachen muß man ja auch vorsichtig umgehen! Zum Glück gibt es heute gut eingespielte Helferteams für sowas - leider ist zu befürchten, dass sie in den nächsten Tagen übermäßig viel Arbeit bekommen werden - Quasimodo
Königlich! – Waldi
Ohne Musik ist es fester Bestandteil bei den Mörbischer Operettenfestspielen – Pavel
Hier droht eher das Gegenstück mit viel Wasser (es taut) – Heike
Es ist auch nicht die Operette von einem gewissen Paul B., sondern das Werk von einem Komponisten, der bei Rideamus im Oster- und Weihnachtsrätsel gewöhnlich nie fehlt – Teresa Cellini
Die Musik dürfte man dann nicht mehr hören, wenn sich übermorgen unzählige Zeitgenossen darin üben, den ersten Teil des Titels in die Tat umzusetzen! – Severina
Bei diesem Musikstück kommt wirklich Freude auf. -Calisto
Die Lösung: G. F. Händel: Music fort he Royal Fireworks – La Réjouissance Lösungsbuchstabe: F Beispiele: http://www.youtube.com/watch?v=vX9NYzg39As und http://www.youtube.com/watch?v=tsTq46JK7EU
Johann Gottfried Walther definierte die „Réjouissance“ in seinem Musikalischen Lexicon von 1734 folgendermaßen: Rejouissance heisset so viel, als Laetitia, gaudium Freude, Tröstlichkeit: und kommt in Ouverturen vor, da einige lustige Piéces also pflegen titulieret zu werden. (Quelle: Wikipedia) Das Wörterbuch ergänzt: Fröhlichkeit (n) (gaieté) Geselligkeit (n) (gaieté) Jubel (n) (jubilation) Unbändige Freude (n) (jubilation)
Mir schien das ein dringend notwendiger Abschluss für ein Rätsel, das ja nicht nur unbändige Freude zum Thema hatte. Aber wie jedes Jahr (in aller Regel) mit Freuden verabschiedet wird, so sollte es auch mit diesem Rätsel geschehen, zumal der Anlass dieses damit beendeten Adventskalenders auch ein Freudenfest war.
Zu Händels FEUERWERKSMUSIK selbst gibt es hier anscheinen noch keinen Thread, aber diese festliche Musik, eine der letzten, die Händel anlässlich des 1748 geschlossenen Aachener Friedens zur Beendigung des österreichischen Erbfolgekrieges komponierte, bevor er erblindete, gehört neben der anderen großen Freiluftmusik Händels, der WASSERMUSIK fraglos zu den beliebtesten Kompositionen überhaupt. Es gibt wohl kaum eine Hochzeitsfeier gebildeterer Stände, auf der nicht irgendwann LA RÉJOUISSANCE ertönt, wenn es mal nicht Mendelssohn oder Wagner sein dürfen.
Auf ausdrücklichen Wunsch des Königs musste Händel ein kriegerisches Programm komponieren, weshalb er widerwillig bei der Uraufführung auf Streicher verzichten und sich ganz auf kriegerische Instrumente wie „Toot, Whistle und Boom“ konzentrieren musste, um einen wunderschönen musikologischen Lehrfilm Faith Hubleys aus der Produktion von Walt Disney zitieren. Das stellt HIP-Fanatiker vor nicht unerhebliche Probleme, denn Händel fertigte natürlich eine Konzertfassung für volles Orchester an, sobald er das konnte und durfte. In gewisser Weise wurde die dann auch die eigentliche Urfassung, denn das königliche Feuerwerk fiel wegen technischer Probleme und Dauerregen weitgehend ins Wasser.
Aber das ist wirklich ein Stück, das man hören muss und keine Aufgabe für das Lernprogramm. Also genießt die oben angegebenen Clips mit der passenden Illustration oder kauft Euch eine dieser Aufnahmen:
Wer dann noch mehr wissen will, findet hier fast alles, was man wissen kann: http://de.wikipedia.org/wiki/Feuerwerksmusik
Damit sind die 24 Fragen beantwortet. Bleibt noch das mysteriöse österreichische Lösungswort.
:hello Rideamus
Rideamus (26.01.2013, 10:57): TIPPS ZUM LÖSUNGSWORT Auch die hier gesuchte Musik kommt von der Insel und wird traditionell nächste Woche gesungen - Quasimodo
Und der Text in der österreichischen Übersetzung (drum hab ich auch länger gebraucht ) - Pavel
Beim letzten Wort bitte den Apostroph anwenden – Emotione
Auf dem Weg von der WATERLOO BRIDGE zu ihrem APARTMENT konstatierten HARRY AND SALLY: " IT'S A WONDERFUL WORLD", bevor sie dem GOLD RUSH verfielen – Emotione
Ich kenne nur das schottische Original (u.a. von Die Toten Hosen) – Heike
Mit Hängen und Würgen und mit Rideamus als Notarzt habe ich das Ziel erreicht. Ja, Pfadfinder müsste man sein, dann käme man leichter auf die Lösung, denn von der österreichischen Version dieses sonst wirklich sehr bekannten Liedes hatte ich keine Ahnung – Waldi
Wikipedia hat alle zur Auflösung notwendigen Übersetzungen, nur der Titel des Originalliedes muss zuerst gefunden werden. Doch da können einem die Toten Hose oder die Pfadfinder schon weiterhelfen – Teresa Cellini
Die Melodie, auf die der Text gesungen wird, aus dem die gesuchte Zeile entnommen ist, ist inoffizieller Bestandteil jeder "Last Night of the Proms". Man kann das Lösungswort, genauer: die Lösungswörter erraten, ohne die Textversion zu kennen, wenn man von einer deutschen Allerweltsgrußformel ausgeht, die zum Motto dieser Rätselserie passt. Wie bei allen Wortratespielen beginnt man am besten mit den eher seltenen Konsonanten und nicht unbedingt mit dem Erraten der Positionen von "E" und "N" – Mauerblümchen
Ohne Pfadfinder hätte ich den Weg zu dieser reichlich platten Übersetzung des wunderschönen Originals wohl nicht gefunden! – Severina
Das Lied taucht auch in einer Klavierfassung in Chaplins Film Goldrausch auf – Calisto
Das Lösungswort:Wir sagen uns Auf Wiedersehn
Auld Lang Syne („Längst vergangene Zeit“) ist eines der beliebtesten englischsprachigen Lieder überhaupt und wohl weltweit bekannt. Vor allem in England und Amerika wird es traditionsgemäß zur Jahreswende gesungen. Urprünglich wollte man mit dem Lied der im vergehenden Jahr Verstorbenen gedenken, aber heute gilt es mehr als eine allgemeine Bekundung tiefer Freundschaft, die auch gerne am Ende größerer Veranstaltungen gesungen wird.
Der Text basiert auf der Ballade Old Long Syne von James Watson aus dem Jahr 1711. Bekannt wurde es jedoch erst im 19 Jahrhundert, als man eine Version des Dichters Robert Burns in einer Sammlung schottischer Lieder veröffentlichte.
Zum „offiziellen“ Lied zum Jahreswechsel machte es der kanadische kanadische Bandleader Guy Lombardo, der es in seiner ersten Übertragung einer Neujahrsparty vom Waldorf Astoria am 31. Dezember 1929, dem Jahr des großen Börsencrashs, als Hintergrundmusik zum finalen Countdown des Jahres spielte. Chaplins Zitat der Nummer in der späteren Tomspur seines Stummfilms THE GOLDRUSH ist also leicht anachronistisch, das Zitat in Billy Wilders Meisterwerk THE APARTMENT jedoch absolut authentisch.
Hier der Text von Robert Burns:
Should auld acquaintance be forgot And never brought to mind? Should auld acquaintance be forgot, And days of auld lang syne?
For auld lang syne, my dear For auld lang syne We'll take a cup o'kindness yet For auld lang syne
And surely ye'll be your pint-stowp And surely I'll be mine And we'll tak a cup o'kindness yet For auld lang syne.
We twa hae rin aboot the braes, And pu'd the gowans fine But we've wander'd mony a weary fit, Sin auld lang syne.
We twa hae paidl'd i'the burn, Frae morning sun till dine But seas between us braid hae roar'd, Sin' auld lang syne.
And there's a hand, my trusty fiere And gie's a hand o'thine And we'll tak a right gude willie-waught For auld lang syne.
Vor seiner Erhebung zum offiziellen Neujahrslied war das Lied vor allem in den europäischen Pfadfinderbewegungen populär. Dennoch hat die Übersetzung der österreichischen Pfadfinderversion, die ich ausschließlich der passenden Schlusszeile wegen auswählte, Einige bei der Lösung irritiert. Aber passen tat sie doch zu einem Abschiedsrätsel, oder?
Nun Brüder dieses Lebewohl, soll es für immer sein? Ein Abschied ohne Wiederkehr, der lässt uns traurig sein.
Wir sagen uns auf Wiedersehen, Auf Wiedersehen, Gut Pfad. Wir sagen uns auf Wiedersehen, Auf Wiedersehen, Gut Pfad. Die Nacht bricht ein ins stille Land, das Feuer knistert leis', Reicht euch die Hände Brüder mein, und schließet so den Kreis. Wir sagen uns auf Wiedersehen… Am selben Feuer sitzen wir, und fest hält unser Band, Es bleibt mein Bruder immerdar, der mit bei uns hier stand. Wir sagen uns auf Wiedersehen…
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Damit findet auch das letztjährige Weihnachtsrätsel ein Ende. Sein Thema war zwar nicht Programm, wie manche befürchteten, denn ich habe durchaus vor, noch eine geraume Weile unter Euch zu bleiben, und ich hoffe auch nicht, dass daraus eine selbsterfüllende Prophezeiung wird. Zwei Faktoren waren jedoch ausschlaggebend, dieses Rätsel um möglichst viele Lieblingsstücke, an dem ich schon länger arbeitete, gerade jetzt zu starten.
Zum einen meine ich, eine gewisse Rätselmüdigkeit zu beobachten. Das ist nach den mittlerweise fünf Jahren gleichartiger Rätselstellerei, über die hinweg mich viele von Euch inzwischen begleitet haben, auch kein Wunder. Das Repertoire denkbarer Fragen ist zwar lange nicht erschöpft, wie Teresa Cellini gerade wieder beweist, aber sie müssen einem auch präsent sein, wenn sie gefragt werden sollen. Und da bin ich dann doch an meine Grenzen gestoßen, denn nur Nachschlagen um entlegene Dinge zu finden, so schön sie im Einzelfall sein mögen, macht ja auch keinen Spaß. Zudem zeigte sich schon eine gewisse Kluft zwischen den Rätselcracks, die weiter anspruchsvoll unterhalten sein wollten, und den anderen, die immer wieder gerne mitmachten, irgendwann aber aufgeben mussten, weil sie einfach nicht die Zeit hatten, so intensiv zu forschen, wie manche Fragen das erforderten. Zumindest eine längere Generalpause schien mir also angezeigt, solange die „Einschaltquoten“ noch gut waren und keine Absetzung erzwingen.
Der andere Faktor ist zu meinem Leidwesen der Zustand meiner Gesundheit, der es mir immer schwerer macht, lange Rätsel zu betreuen und vor allem die Auflösungen weiterhin in der gebührenden Ausführlichkeit abzufassen, wie Ihr sie mittlerweile von mir gewohnt seid. Schließlich sollen ja auch noch andere Themen zu ihrem Recht kommen, wie zum Beispiel jetzt Giuseppe Verdi. Langfristige Versprechungen, und das Ausrichten eines umfangreichen Rätsels betrachte ich als eine solche, sind für mich daher immer riskanter, und ich möchte mich ungern selbst auf etwas festlegen, was ich womöglich nicht mehr einhalten kann. Ich verspreche aber gerne, dass noch das eine oder andere Quickie von mir zu erwarten ist, als Nächstes vielleicht schon das zu Ostern schon fast traditionelle Dreierrätsel.
Inzwischen hoffe ich darauf, mich auch des Öfteren als Ratefreund an Euren Rätseln beteiligen zu können. Hoffentlich sind sie nicht alle so schwer wie das derzeit in Capriccio laufende von Teresa Cellini, denn deren Nüsse zu knacken bedarf es wohl eher eines Einhorns als eines Eichhörnchens.
An der „Siegertabelle“ hat sich seit dem Posting Nr. 336 nichts Wesentliches mehr geändert, so dass ich sie hier nicht wiederholen muss. Abschließend würde mich natürlich wie immer interessieren, welche Musikstücke aus diesem Rätsel für Euch besonders neu und/oder welche Auflösungen besonders interessant waren.
Bis zum nächsten Mal, in welchem Thread auch immer
:hello Rideamus
Rideamus (28.01.2013, 14:08): Vertippt. Sorry
:hello Rideamus
Severina (28.01.2013, 15:12): Lieber Riddleamus,
mit großer Betrübnis habe ich die Ankündigung von Deiner Rätselpause vernommen, aber Deine Beweggründe sind natürlich zu akzeptieren und ich kann sie teilweise nur zu gut nachvollziehen. Nur das mit der Rätselmüdigkeit unsererseits sehe ich absolut nicht so, denn der harte Kern hält sich doch sehr gut! Hier im KF bilden die Opernfans halt eine Minderheit, und die Schnittmenge mit den Rätselgfans fällt dann wirklich bescheiden aus, was aber meinen Spaß am Knobeln nicht mindert.
Daher ein dickes :thanks :thanks :thanks für die vielen vergnüglichen Stunden mit Deinen Kopfnüssen! Das waren sie für mich wirklich, daher gleich zu Deiner Frage nach den Werken, die mir zuvor völlig unbekannt gewesen sind:
Nr. 5 Stephen Sondheim "Reds" Nr. 7 Delibes, Bonjour Suzan Nr. 9 Chabrier, Le Roi malgré lui Nr. 15 Cole Porter, The seven lively arts Nr. 21 Preisner, Requiem for my friend Nr. 23 Peter Paul und Mary, Hurry down sundown
Wobei mir diese letzte Frage die größten Schweißausbrüche (und Flüche!) kostete, weil ich von diesem Trio noch nie in meinemLeben gehört hatte und ich bei Tante google auch keine brauchbare Songliste finden konnte.
Was Deine Auslösungen betrifft, so stellt jede einzelne eine Bereicherung dar, sodass ich mich weigere, eine Reihung vorzunehmen :down.
An dieser Stelle wäre wieder einmal meine Absichtserklärung fällig, die Lücken in meinem Musikkosmos, die Du mir so drastisch vor Augen geführt hast, zu füllen. Aber ich weiß von den letzten Rätseln: Der Geist ist willig, allein..... Ich kann nicht so pausenlos Musik hören wie viele hier und bei Capriccio, dazu interessieren mich auch zu viele andere Dinge, und wenn ich es tue, lande ich halt doch immer wieder bei meinen Lieblingskomponisten/Lieblingsepochen, bei denen es noch genug für mich zu entdecken gibt. So z.B. gerade bei Deinem Verdiprojekt, das mich animiert, mich auch den Werken zu widmen, die ich kaum/überhaupt noch nicht kenne.
Aber steter Tropfen höhlt den Stein, und für so manche Deiner Lieblinge hast Du mich auch schon erfolgreich gewonnen :D!
lg Sevi :hello
Fairy Queen (31.01.2013, 21:13): Lieber Rideamus, ich musste leider nach wenigen Fragen schon aussteigen, weil ich in einer sehr vollgefüllten Phase und dann auch noch verreist war. Was ich nciht sofort auf Anhieb wusste, war leider verloren. Vieles fiel mir zwar dann spâter ein, aber die von Sevi genannten Werke kenne ich allesamt auch nicht, nicht mal das Delibes Lied!!!!! Es ist immer interessant, an deinem enzyklopädischen Wissens teilhaben zu dürfen- mich setzt das immer wieder in Erststauen und wirft bei mir die Frage auf, wie Leute die soviel wissen und kennen, das nicht vollberuflich einsetzen können. Schade, dass es dafür einen Markt zu geben scheint, das wäre eine grosse Bereicherung Ich komme mir daneben jedenfalls immer wie ein sehr beschränkter Musik-Dilettant vor. Ich mag besonders gerne die originellen Tipps die oft eigene Rätsel sind oder genau die Äxte die meine Bretter vorm Kopf spalten. Wenn Du wieder Kraft und Lust und noch Einfâlle hast, weiterzumachen, sind deine inteligenten und eleganten Rätsel mir immer willkommen. Ob ich nun aktiv mitmache oder nciht. Merci; FQ