ich habe gesehen, dass ein Thread zur sinf.Dichtung "Die Toteninsel"l schon existiert. Da fehlen noch die großartigen Sinf.Tänze, die oft mit der Tioteninsel zusammen auf einer CD gekoppelt sind.
Die Sinfonischen Tänze op.45 (1940) sind das letzte große Orchesterwerk von Rachmaninow und finden sich wegen der inhaltlichen und thematischen Nähe zur Sinf.Dichtung "Die Toteninsel" (1919) oft auf einer CD. Beide Werke enthalten das berühmte DiesIare-Thema. Es ist schade das es so wenig Resonanz für dieses orchestrale Meisterwerk gibt ! Müssen es denn immer die Klavierkonzerte von Rachmaninow sein ? Auch die 3 Sinfonien halte ich für wichtige und sehr hörenswerte Musik.
Durch meinen den Kauf der Maazel-Aufnahme habe ich auch mal wieder meine anderen Aufnahmen zum I-Vergleich beschäftigt und habe feststellen müssen, das die Ashkenazy-Aufnahme auf Decca von mir bisher nicht ins richtige Licht gestellt wurde.
Zu den Interpretationen:
1.) Maazel / Berliner PH auf DG: Nach Swetlanow, Ashkenazy, Batiz und Janssons ist die Maazel-Aufnahme von 1984 (DDD) die fünfte Aufnahme, des von mit hochgeschätzen Werkes. Maazel bietet die transparenteste Aufnahme der Sinf.Tänze, die auch an den entsprechenden Stellen ihre Energie entläd. Doch Maazel läßt die Streicher stellenweise sehr in den Vordergrund treten und läßt alles wunderschön spielen - zu schön um wahr zu sein, denn es klingt wie R.Korsakows Sheherazade. Wo eigendlich andere Orchesterstimmen die Spannung einheizen müsten, da sind bei Maazel die Streicher im Vordergrund. Das ist alles gut, aber mehr nicht. Die zahlreichen Entladungen sind zwar Energiegeladen mit prägnanten Pauken, doch läßt einen die Interpretetion im Vergleich zu den anderen drei Aufnahmen kalt. Es fehlt die Spannung.
2.) Ashkenazy / Concertgebow Orch.Amsterdam auf Decca: Die Ashkenazy-Aufnahme war meine erste CD-Aufnahme nach Swetlanow (Eurodisc-LP). Da ich damals Swetlanow in der Ashkenazy-CD nicht wiederfand, hatte ich diese nicht so hoch bewertet. Heute, nach fast 20 jahren sehe ich die Interpretationen mit anderen Augen und stelle fest, wie nah Ashkenazy doch an der Qualität der Swetlanow-Aufnahme dran ist. Gleich zu Beginn baut Ashkenazy eine Spannung auf die quasi von selbst zu entstehen scheint - die richtigen Orchesterstimmen werden Akzentuiert, es klingt nicht so überromantisiert, wie bei Maazel. Der Orchesterklang des Concertgebow Orch. ist wesentlich fetter als bei Maazel und trotzdem gut durchhörbar; die Pauken sind zwar mit einem weicheren Schlägel, aber effektvoll ins Orchester integriert. Die Entladungen werden unheimlich Spannend und mit Feuer präsentiert. Am Ende des 3.Satzes (Finale) ist man "fertig"
herrlich. Diese CD habe ich quasi wiederentdeckt !
3.) Janssons / Petersburg SO auf EMI: Die Aufnahme klingt wie die "Orchesterbilder aus dem alten Russland" - allgemein schöne Aufnahme, aber wie so oft bei Janssons werden die Ecken und Kanten nicht richtig ausgespielt und belanglos übergangen. Die Klangqualität ist auch nicht ganz so prägnant geraten wie bei Decca, Naxos und DG.
4.) Batiz / Royal PO auf NAXOS: Diese Aufnahme vereint die Vorzüge der Maazel- und Askkenazy-Aufnahme und ist rundum zu einer Spitzenaufnahme gelungen. Der wirklich einzige Kritikpunkt wäre, das bei Naxos die hohen Töne (insbesondere Blechbläser)in Lauten Passagen etwas schrill, im Verbleich zur souveräneren Decca-Technik, klingen.
5.) Swetlanow / Och.des Bolshoi Theaters Moskau auf Eurodisc-LP: :down Diese Aufnahme ist für mich das Maß (aller Dinge) der Sinf.Tänze. Hier stimmt alles. Sogar die Klangtechnik auf der Alten aber heute verkratzten LP klingen audiophil (meine beste Eurodisc-Aufnahme). Es gab nicht umsonst von dieser Aufnahme bei einem Label in der audiophilen Gold-Serie mal eine CD-Ausgabe, von der ich leider den Kauf verpaßt habe.
6.) Swetlanow / UDSSR SO auf Regis: Selbstverständlich wurde der Wunsch wieder die hervorragende Swetlanow-Aufnahme der Sinfonischen Tänze op.45 mit dem Orchester des Bolshoi Theaters Moskau , die ich nur auf LP habe, auch auf CD zu besitzen wach. Ich bestellte mir diese Regis - CD in der Annahme es wäre diese Aufnahme: http://www.jpc.de/image/cover/front/0/2902599.jpg Symphonische Tänze op. 45 Nr. 1-3 +Prinz Rostislav; Capriccio über Zigeunerthemen USSR SO, Svetlanov REGIS 1986/1973 AAD
Die Aufnahmedaten 1973 / 1986 hatte ich falsch rum interpretiert: Tatsächlich ist die Sinf.Dichtung Prinz Rostislav und das Capriccio von 1973 und die gesuchte Aufnahme der Sinf.Tänze eine analoge Liveaufnahme vom 03.02.1986 - das ist Winterzeit und ein großteil des Publikums war ganz schön erkältet, was man deutlich hört. Nein, diese Aufnahme kommt an die alten Swetlanow-Studio-Aufnahme mit dem Orchester des Bolshoi Theaters Moskau aus den 70ern nicht heran, die Päzision des Orchesters fehlt, das Husten stört, die Spannung fehlt. Da ist auf CD eindeutig Ashkenazy und Batiz vorzuziehen !
Die "richtige" Swetlanow - Aufnahme gab es bei Eurodisc mal auf CD. Die Regis-CD biete mir allerdings Neuland an: Die Sinf.Dichtung Prinz Rostislav und das an Tschikowsky´s Capricio Italien und R.Korsakows Capriccio Espagnole angelente Stück Capriccio über Zigeunerthemen aus Rachmanonows Studienzeiten sind beide nett anzuhören - es kommt eine Stimmung auf, die ich mit den alten Eurodisc-LP-Aufschriften asoziiere: "Orchesterbilder aus dem alten Russland".
7.) Swetlanow / UDSSR SO auf Warner: Der Kauf der REGIS-CD mit Swetlanow entpuppte sich als die falsche Swetlanow-Aufnahme, die LIVE ist und an seine alte Melodia/Eurodisc-AN nicht herankommt.
Nun nachdem Eurodisc "pleite" ist hat Warner eine neue CD mit Swetlanow herausgebracht.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6002911.jpg Symphonische Tänze op. 45 Nr. 1-3 +Prinz Rostislav;Vocalise op. 34 Nr. 14 USSR State SO, Evgeny Svetlanov WARNER, 1995 ADD
Auf der CD ist an keiner Stelle vermerkt ob es eine Aufnahme in DDD oder wie bei jpc angegeben, ADD ist. Vom rauschfreien Klangeindruck und von der Logik des Aufnahmedatums 2.-7.Oktober 1995 her müßte es eine Digitalaufnahme sein. Das Textheft ist in englisch und französisch
Die Interpretation ist erwartungsgemäß sehr gut und kann mit den neueren Spitzenaufnahmen mit Batiz (Naxos) und Ashkenazy (Decca) ohne weiteres gleichziehen. Swetlanow´s Interpretation ist fern jedes Anfluges von Überromatisierungen, was seine Aufnahmen für mich so symphatisch macht.
:cool Ein Wermutstropfen bleibt: Den letzten Biss Swetlanows alter Eurodisc-Aufnahme mit dem Staatlichen Akademischen Sinf.Ochester dere UDSSR Moskau aus den 70erJahren erreicht die Aufnahme leider nicht. Daher muß ich diese auch irgendwann auf CD an Land ziehen, wenn ich diese irgendwo bekommen kann.
:J Zu meiner Freude: Die Regis-Live-Husten-Aufnahme von 1973, mit der ich reingefallen war, wird von der neuen Warner-CD aber um Längen übertroffen.
Rachmaninov (02.10.2007, 17:09): Original von teleton Hallo Rachmaninoff-Freunde,
ich habe gesehen, dass ein Thread zur sinf.Dichtung "Die Toteninsel"l schon existiert. Da fehlen noch die großartigen Sinf.Tänze, die oft mit der Toteninsel zusammen auf einer CD gekoppelt sind.
@teleton,
natürlich müssen es nicht immer nur die Klavierkonzerte sein. Wie schon von Dir angesprochen gibt es bereits einen Thread zu "Die Toteninsel". Dieses Werk höre ich eigentlich öfters als die Sinfonischen Tänze op.45. Obwohl auch op.45 sehr reizvoll ist. Übrigends hatte ich beim Hören des 1. Satzes eben doch erheblich den Eindruck als hätte sich Ralph Vaughan Williams hier erhebliche Inspiration geholt ?!
4.) Batiz / Royal PO auf NAXOS: Diese Aufnahme vereint die Vorzüge der Maazel- und Askkenazy-Aufnahme und ist rundum zu einer Spitzenaufnahme gelungen. Der wirklich einzige Kritikpunkt wäre, das bei Naxos die hohen Töne (insbesondere Blechbläser)in Lauten Passagen etwas schrill, im Verbleich zur souveräneren Decca-Technik, klingen.
Diese Aufnahme besitze ich auch und kann sie vor allem als sehr gute "low cost" Aufnahme völlig empfehlen. Mit den schrillen lauten Passagen hast Du sicherlich nicht unrecht, aber es ist nicht all zu kritisch wie ich meine.
:hello
Cosima (02.10.2007, 20:01): Hallo,
die Sinf. Tänze gehören zu meinen Lieblingswerken dieses Komponisten. Die Empfehlung bzgl. Bátiz (Naxos) würde ich unterschreiben.
Ansonsten kenne ich noch die Interpretationen mit dem Russian Nat. Orch. unter Pletnev (DG) und Previn mit dem LSO (EMI). Pletnev empfinde ich noch als hörenswert, Previn hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck.
Nach der berühmt-berüchtigen Swetlanow-Aufnahme hatte ich im letzten Jahr - ohne Erfolg - auch gesucht, dann kurz überlegt, mir die Warner-Aufnahme zuzulegen. Dabei ist es geblieben.
Genauso gut wie die Orchesterfassung gefällt mir die ursprüngliche 2-Klavier-Fassung. Demidenko / Alexeev (Hyperion) machen das ziemlich großartig; daran reichen Donohoe / Roscoe (Naxos) IMO nicht heran.
ich habe gesehen, dass ein Thread zur sinf.Dichtung "Die Toteninsel"l schon existiert. Da fehlen noch die großartigen Sinf.Tänze, die oft mit der Tioteninsel zusammen auf einer CD gekoppelt sind.
Die Sinfonischen Tänze op.45 (1940) sind das letzte große Orchesterwerk von Rachmaninow und finden sich wegen der inhaltlichen und thematischen Nähe zur Sinf.Dichtung "Die Toteninsel" (1919) oft auf einer CD. Beide Werke enthalten das berühmte DiesIare-Thema. Es ist schade das es so wenig Resonanz für dieses orchestrale Meisterwerk gibt ! Müssen es denn immer die Klavierkonzerte von Rachmaninow sein ? Auch die 3 Sinfonien halte ich für wichtige und sehr hörenswerte Musik.
Durch meinen den Kauf der Maazel-Aufnahme habe ich auch mal wieder meine anderen Aufnahmen zum I-Vergleich beschäftigt und habe feststellen müssen, das die Ashkenazy-Aufnahme auf Decca von mir bisher nicht ins richtige Licht gestellt wurde.
Zu den Interpretationen:
1.) Maazel / Berliner PH auf DG: Nach Swetlanow, Ashkenazy, Batiz und Janssons ist die Maazel-Aufnahme von 1984 (DDD) die fünfte Aufnahme, des von mit hochgeschätzen Werkes. Maazel bietet die transparenteste Aufnahme der Sinf.Tänze, die auch an den entsprechenden Stellen ihre Energie entläd. Doch Maazel läßt die Streicher stellenweise sehr in den Vordergrund treten und läßt alles wunderschön spielen - zu schön um wahr zu sein, denn es klingt wie R.Korsakows Sheherazade. Wo eigendlich andere Orchesterstimmen die Spannung einheizen müsten, da sind bei Maazel die Streicher im Vordergrund. Das ist alles gut, aber mehr nicht. Die zahlreichen Entladungen sind zwar Energiegeladen mit prägnanten Pauken, doch läßt einen die Interpretetion im Vergleich zu den anderen drei Aufnahmen kalt. Es fehlt die Spannung.
2.) Ashkenazy / Concertgebow Orch.Amsterdam auf Decca: Die Ashkenazy-Aufnahme war meine erste CD-Aufnahme nach Swetlanow (Eurodisc-LP). Da ich damals Swetlanow in der Ashkenazy-CD nicht wiederfand, hatte ich diese nicht so hoch bewertet. Heute, nach fast 20 jahren sehe ich die Interpretationen mit anderen Augen und stelle fest, wie nah Ashkenazy doch an der Qualität der Swetlanow-Aufnahme dran ist. Gleich zu Beginn baut Ashkenazy eine Spannung auf die quasi von selbst zu entstehen scheint - die richtigen Orchesterstimmen werden Akzentuiert, es klingt nicht so überromantisiert, wie bei Maazel. Der Orchesterklang des Concertgebow Orch. ist wesentlich fetter als bei Maazel und trotzdem gut durchhörbar; die Pauken sind zwar mit einem weicheren Schlägel, aber effektvoll ins Orchester integriert. Die Entladungen werden unheimlich Spannend und mit Feuer präsentiert. Am Ende des 3.Satzes (Finale) ist man "fertig"
herrlich. Diese CD habe ich quasi wiederentdeckt !
3.) Janssons / Petersburg SO auf EMI: Die Aufnahme klingt wie die "Orchesterbilder aus dem alten Russland" - allgemein schöne Aufnahme, aber wie so oft bei Janssons werden die Ecken und Kanten nicht richtig ausgespielt und belanglos übergangen. Die Klangqualität ist auch nicht ganz so prägnant geraten wie bei Decca, Naxos und DG.
4.) Batiz / Royal PO auf NAXOS: Diese Aufnahme vereint die Vorzüge der Maazel- und Askkenazy-Aufnahme und ist rundum zu einer Spitzenaufnahme gelungen. Der wirklich einzige Kritikpunkt wäre, das bei Naxos die hohen Töne (insbesondere Blechbläser)in Lauten Passagen etwas schrill, im Verbleich zur souveräneren Decca-Technik, klingen.
5.) Swetlanow / Och.des Bolshoi Theaters Moskau auf Eurodisc-LP: :down Diese Aufnahme ist für mich das Maß (aller Dinge) der Sinf.Tänze. Hier stimmt alles. Sogar die Klangtechnik auf der Alten aber heute verkratzten LP klingen audiophil (meine beste Eurodisc-Aufnahme). Es gab nicht umsonst von dieser Aufnahme bei einem Label in der audiophilen Gold-Serie mal eine CD-Ausgabe, von der ich leider den Kauf verpaßt habe.
6.) Swetlanow / UDSSR SO auf Regis: Selbstverständlich wurde der Wunsch wieder die hervorragende Swetlanow-Aufnahme der Sinfonischen Tänze op.45 mit dem Orchester des Bolshoi Theaters Moskau , die ich nur auf LP habe, auch auf CD zu besitzen wach. Ich bestellte mir diese Regis - CD in der Annahme es wäre diese Aufnahme: http://www.jpc.de/image/cover/front/0/2902599.jpg Symphonische Tänze op. 45 Nr. 1-3 +Prinz Rostislav; Capriccio über Zigeunerthemen USSR SO, Svetlanov REGIS 1986/1973 AAD
Die Aufnahmedaten 1973 / 1986 hatte ich falsch rum interpretiert: Tatsächlich ist die Sinf.Dichtung Prinz Rostislav und das Capriccio von 1973 und die gesuchte Aufnahme der Sinf.Tänze eine analoge Liveaufnahme vom 03.02.1986 - das ist Winterzeit und ein großteil des Publikums war ganz schön erkältet, was man deutlich hört. Nein, diese Aufnahme kommt an die alten Swetlanow-Studio-Aufnahme mit dem Orchester des Bolshoi Theaters Moskau aus den 70ern nicht heran, die Päzision des Orchesters fehlt, das Husten stört, die Spannung fehlt. Da ist auf CD eindeutig Ashkenazy und Batiz vorzuziehen !
Die "richtige" Swetlanow - Aufnahme gab es bei Eurodisc mal auf CD. Die Regis-CD biete mir allerdings Neuland an: Die Sinf.Dichtung Prinz Rostislav und das an Tschikowsky´s Capricio Italien und R.Korsakows Capriccio Espagnole angelente Stück Capriccio über Zigeunerthemen aus Rachmanonows Studienzeiten sind beide nett anzuhören - es kommt eine Stimmung auf, die ich mit den alten Eurodisc-LP-Aufschriften asoziiere: "Orchesterbilder aus dem alten Russland".
7.) Swetlanow / UDSSR SO auf Warner: Der Kauf der REGIS-CD mit Swetlanow entpuppte sich als die falsche Swetlanow-Aufnahme, die LIVE ist und an seine alte Melodia/Eurodisc-AN nicht herankommt.
Nun nachdem Eurodisc "pleite" ist hat Warner eine neue CD mit Swetlanow herausgebracht.
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6002911.jpg Symphonische Tänze op. 45 Nr. 1-3 +Prinz Rostislav;Vocalise op. 34 Nr. 14 USSR State SO, Evgeny Svetlanov WARNER, 1995 ADD
Auf der CD ist an keiner Stelle vermerkt ob es eine Aufnahme in DDD oder wie bei jpc angegeben, ADD ist. Vom rauschfreien Klangeindruck und von der Logik des Aufnahmedatums 2.-7.Oktober 1995 her müßte es eine Digitalaufnahme sein. Das Textheft ist in englisch und französisch
Die Interpretation ist erwartungsgemäß sehr gut und kann mit den neueren Spitzenaufnahmen mit Batiz (Naxos) und Ashkenazy (Decca) ohne weiteres gleichziehen. Swetlanow´s Interpretation ist fern jedes Anfluges von Überromatisierungen, was seine Aufnahmen für mich so symphatisch macht.
:cool Ein Wermutstropfen bleibt: Den letzten Biss Swetlanows alter Eurodisc-Aufnahme mit dem Staatlichen Akademischen Sinf.Ochester dere UDSSR Moskau aus den 70erJahren erreicht die Aufnahme leider nicht. Daher muß ich diese auch irgendwann auf CD an Land ziehen, wenn ich diese irgendwo bekommen kann.
:J Zu meiner Freude: Die Regis-Live-Husten-Aufnahme von 1973, mit der ich reingefallen war, wird von der neuen Warner-CD aber um Längen übertroffen.
Rachmaninov (02.10.2007, 17:09): Original von teleton Hallo Rachmaninoff-Freunde,
ich habe gesehen, dass ein Thread zur sinf.Dichtung "Die Toteninsel"l schon existiert. Da fehlen noch die großartigen Sinf.Tänze, die oft mit der Toteninsel zusammen auf einer CD gekoppelt sind.
@teleton,
natürlich müssen es nicht immer nur die Klavierkonzerte sein. Wie schon von Dir angesprochen gibt es bereits einen Thread zu "Die Toteninsel". Dieses Werk höre ich eigentlich öfters als die Sinfonischen Tänze op.45. Obwohl auch op.45 sehr reizvoll ist. Übrigends hatte ich beim Hören des 1. Satzes eben doch erheblich den Eindruck als hätte sich Ralph Vaughan Williams hier erhebliche Inspiration geholt ?!
4.) Batiz / Royal PO auf NAXOS: Diese Aufnahme vereint die Vorzüge der Maazel- und Askkenazy-Aufnahme und ist rundum zu einer Spitzenaufnahme gelungen. Der wirklich einzige Kritikpunkt wäre, das bei Naxos die hohen Töne (insbesondere Blechbläser)in Lauten Passagen etwas schrill, im Verbleich zur souveräneren Decca-Technik, klingen.
Diese Aufnahme besitze ich auch und kann sie vor allem als sehr gute "low cost" Aufnahme völlig empfehlen. Mit den schrillen lauten Passagen hast Du sicherlich nicht unrecht, aber es ist nicht all zu kritisch wie ich meine.
:hello
Cosima (02.10.2007, 20:01): Hallo,
die Sinf. Tänze gehören zu meinen Lieblingswerken dieses Komponisten. Die Empfehlung bzgl. Bátiz (Naxos) würde ich unterschreiben.
Ansonsten kenne ich noch die Interpretationen mit dem Russian Nat. Orch. unter Pletnev (DG) und Previn mit dem LSO (EMI). Pletnev empfinde ich noch als hörenswert, Previn hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck.
Nach der berühmt-berüchtigen Swetlanow-Aufnahme hatte ich im letzten Jahr - ohne Erfolg - auch gesucht, dann kurz überlegt, mir die Warner-Aufnahme zuzulegen. Dabei ist es geblieben.
Genauso gut wie die Orchesterfassung gefällt mir die ursprüngliche 2-Klavier-Fassung. Demidenko / Alexeev (Hyperion) machen das ziemlich großartig; daran reichen Donohoe / Roscoe (Naxos) IMO nicht heran.
aufgrund einer vielversprechenden Empfehlung habe ich mir die Kondraschin-Aufnahme der Sinfonischen Tänze op.45 - Melodiya-Aufnahme 1963 zugelegt:
??? Kann diese überhaupt gegen die drei grossen Swetlanow - Aufnahmen punkten ?
Die Melodiya-Aufnahme mit Kondraschin 1963 ist in der Originalen Melodiya-CD-Ausgabe nicht gerade preiswert. Deshalb hatte ich den Kauf erstmal zurückgestellt, gleichzeitig eine Entdeckung gemacht: Diese Aufnahme wird von dem portugisischen Label AudiphileClassics als GoldCD im neuen DSD-Remastering (genau so genial, wie die Schostakowitsch-Sinfonien mit Kondrschin bei AULOS) für lasche 7,99Euro angeboten; gekoppelt mit Ravel-La Valse.
Für das Aufnahmedatum 1963 haben die Techniker die Aufnahme TOP- hinbekommen. Die Pauken gleich nach dem ruhigen Anfang vom ersten Satz klingen sehr präsent und voll sonor mit "schmackes". Der positive Eindruck setzt sich fort. Auch der 2.Satz beginnt mit den schneidenenden Blechbläsern - da wird genau wie bei Swetlanow nichts geschönt oder romantisiert, wie in den langweilen Aufnahmen mit Pletnev oder Maazel (DG). Beim 3.Satz sind nur die Effekte bei Kondraschin wirklich gut - Swetlanow akzentuiert ganze Passagen insgesamt weit präziser, wo Kondraschion nur darüber hinweggeht. Fulminanter Abschluss durch einen lang anhalten Power-Gongschlag am Schluss. Insgesamt eine tolle Aufnahme von Kondraschin, die zu den Besten gehört.
Fazit: Damit steht nach den * 3 Swetlanow-Aufnahmen (1968 - 1986 - 1995) Kondraschin (Melodiya, 1963) immerhin an 2.Stelle, zusammen mit Ashkenazy (Decca), der die weit besser Klangqualität für sich verbuchen kann. An die 3.Stelle würde ich *Jansons mit den Leningradern (EMI) und Batiz (Naxos) setzen.
PS: La Valse ist auf der Kondraschin-CD (hier unter dem unbekannten Dirigenten Dudarova ) ganz gut und einigermasser fetzig gespielt, aber an die Ansermet-Referenz kommt sie lange nicht heran.