Holger S. (16.08.2006, 09:36): Schon seit längerer Zeit hatte ich die Idee, hier ein Thema zu eröffnen, das sich mit der Musik Russlands befasst. Es geht mir v.a. um unbekanntere Komponisten - Personen wie Tschaikowski, Schostakowitsch, Prokofjew, aber auch noch Glasunow oder Mjaskowski können dagegen sehr gut mit eigenen Threads "bedacht" werden. Ich habe bewusst als Titel "Russische und sowjetische Komponisten" gewählt, um mir die Möglichkeit offen zu halten, hier auch z.B. kaukasische oder ukrainische Meister vorzustellen. Das Ganze ist als eine Art Projekt über einen längeren Zeitraum gedacht. Natürlich sind auch alle anderen herzlich eingeladen, Komponisten, die ihnen besonders am Herzen liegen, vorzustellen. - Der erste Komponist, den ich hier porträtieren will, ist
Mieczyslaw Weinberg geboren 8. Dezember 1919 in Warschau gestorben 26. Februar 1996 in Moskau
Weinberg war gebürtiger Pole, flüchtete aber im Jahre 1939, als Deutschland in Polen einmarschierte, in die Sowjetunion - er war Jude. Seine Familie blieb in Polen und wurde letztlich von den Nazis ermordet. Nach Studien in Minsk sowie einem Aufenthalt in Taschkent zog Weinberg im Jahre 1943 auf Einladung Schostakowitschs nach Moskau, wo er bis zu seinem Tode blieb. Weinberg bewunderte Schostakowitsch sehr und sah ihn als seinen Lehrer an, obwohl er nie Unterricht von ihm erhalten hatte. Als Weinberg 1953 inhaftiert wurde, weil ihm (fälschlicherweise) vorgeworfen wurde, sich für die Errichtung einer jüdischen Republik in der Krim engagiert zu haben, setzte sich Schostakowitsch erfolgreich für seine Freilassung ein. Danach führte Weinberg ein offensichtlich eher beschauliches Leben als freischaffender Komponist. Übrigens war er auch ein exzellenter Pianist. Hinsichtlich der Schreibweise seines Namens gab es einige Verwirrungen: nach seiner Emigration wurde sein Name ins Kyrillische übertragen, was selbstverständlich nicht Buchstabe für Buchstabe möglich ist. Als um 1990 CDs mit seiner Musik erschienen, kamen Rücktransskriptionen wie "Moishe Vainberg" etc. in Umlauf. Dabei wurde aber übersehen, dass eine lateinische Form seines Namens ja bereits exitierte und das Kyrillische seinerseits bereits eine Transskription war.
Trotz seiner polnischen Herkunft kann Weinberg als russischer Komponist bezeichnet werden, nicht nur, weil er den Großteil seines Lebens in Moskau verbrachte. Auch sein Stil verweist klar auf das sowjetische Umfeld, wie auch seine musikalische Entwicklung vor dem Hintergrund sowjetischer Kulturpolitik zu verstehen ist. Seine allerersten Werke (1. Klaviersonate, 1. Streichquartett) sind wohl noch am meisten "polnisch" geprägt, Weinberg schreibt hier recht modern, tonale Bindungen sind kaum vorhanden. Recht bald (schon Anfang der 1940er Jahre) änderte sich aber sein Stil, wurde traditioneller, melodischer. In der Folge der sowjetischen Kulturpolitik um 1948 (Schdanow etc.) komponierte Weinberg höchst konservativ, uneingeschränkt tonal, oft unter Einbindung von (jüdischer) Folklore. Gegen Ende der 1950er Jahre nahm sich Weinberg wieder mehr Freiheiten (besonders in harmonischer Hinsicht). Doch seine Musik wurde nachdenklicher, introvertierter. Gegen 1970 experimentierte Weinberg mit der Zwölftontechnik (12. Streichquartett), ohne diesen Weg konsequent weiter zu verfolgen. Doch im Laufe der 1970er und 1980er Jahre wurde seine Musik noch schroffer, dissonanter. Weinberg interessierte sich auch für Aleatorik, setzte diese allerdings eher begrenzt ein. Vollends gab er tonale Bindungen nie auf. Völlig überraschend kommt ungefähr 1987 eine erneute stilistische Wende: die Kammersinfonien, das 2. Flötenkonzert, das letzte Streichquartett sprechen eine heitere, neoklassizistische, fast unkomplizierte Musiksprache. Insgesamt lassen sich in Weinbergs Schaffen viele Einflüsse erkennen: Schostakowitsch war sicher immer ein wichtiger Bezugspunkt für ihn, auch jüdische Folklore ist (gerade in früheren Werken) nachweibar, die häufige Verwendung von Quart- und Quintschritten verweist auf Hindemith. Weinberg war insgesamt wohl ein konservativer Komponist, der sich freilich auch für musikalische Neuerungen interessierte.
Schwerpunkt seines Oeuvres sind die großen Gattungen: 26 Sinfonien (19 nummerierte, die späte Kaddish-Sinfonie, 2 Sinfonietten und 4 Kammersinfonien), etliche Sonaten für diverse Instrumente, mehrere Konzerte, 7 Opern, 17 Streichquartette bilden den Kern seines Schaffens. Nicht alle Werke haben die gleiche Qualität, die schwächeren Werke leiden manchmal unter einer gewissen Gleichförmigkeit und einer Tendenz, gewisse musikalische Formeln oft zu wiederholen. Seine stärksten Werke sind es aber wert, viel mehr Beachtung zu finden. Das Label Olympia hatte eine Weinberg-Serie herausgegeben mit insgesamt 17 CDs, leider ist dieses Label mittlerweile nicht mehr existent. Chandos wollte die Sinfonien einspielen, ist aber (bislang?) über 2 CDs nicht hinausgekommen. Melodia hat ein paar Stücke wiederveröffentlicht, und CPO plant angeblich, die Streichquartette einzuspielen.
Für den Einstieg ist vielleicht das Cellokonzert c-moll op.43 besonders gut geeignet. Derzeit ist es auf diesen beiden CDs zu haben, gespielt von Rostropowitsch bzw. Mark Drobinski:
Dies ist ein wundervolles Werk, sehr melodisch und eingängig. Es hat vier Sätze, wobei der erste Satz der langsame ist - ein elegisches, kantables Adagio. Daruf folgen zwei Scherzi, eines eher nachdenklich, eines spritzig. Im Finale kehrt in der Mitte das Thema des ersten Satzes wieder, woraufhin die Musik langsamer wird und mit einem zarten Epilog in den höchsten Lagen des Cellos sanft ausklingt.
Die beiden Chandos-CDs mit Sinfonien sind natürlich auch erhältlich:
Geboten werden die 4. und 5. Sinfonie, die beiden Sinfonietten und die Moldawische Rhapsodie. Die Vierte ist in den Außensätzen ein kerniges, energisches Werk, wobei im ausgelassenen Finalsatz jede Menge (russischer) Volkslieder in einem bunten Wirbel zitiert werden. Viel zurückgenommener und elegischer ist die Fünfte, ein für Weinberg typisches Werk. Die beiden Sinfonietten sind sehr unterschiedlich: die erste aus dem Jahre 1948 ist ein effektvolles Bravourstück mit jüdischer Folklore, die zweite (für Streicher und Pauken, übrigens in g-moll, nicht wie auf der CD angegeben in a-moll) ein introviertiertes, stilles Werk voller Schmerz. Die Moldawische Rhapsodie ähnelt in ihrer Grundhaltung der ersten Sinfonietta: schmissig, kraftvoll, eingängig.
Es gibt noch mehr Werke von Weinberg auf CD, u.a. das Violinkonzert, drei der vier Kammersinfonien, Kammermusik. Lohnenswert ist davon eigentlich alles. Von den derzeit nicht erhältlichen Werken sei auf die 12. Sinfonie hingewiesen, einem tragischen Werk, das dem Andenken Dmitri Schostakowitschs gewidmet ist (nach meinem Empfinden eines der besten Werke Weinbergs) sowie auf die Sinfonien-Triade "Auf der Schwelle des Krieges": Nr.17 op.137 "Erinnerung" (1984), Nr.18 op.138 mit Chor "Krieg - kein Wort ist grausamer" (1984) und Nr.19 op.142 "Der strahlende Mai". Sehr bewegende Werke, die die Schrecken des Krieges reflektieren. Beeindruckend z.B. die Beerdigungsszene "Sie begruben ihn in der Erde" der 18. Sinfonie wie ihr hoffnungsloser Schlusssatz "Krieg - kein Wort ist grausamer". Der 19. Sinfonie, dem Ende des 2. Weltkrieges gewidmet, ist eine zurückgenommene, sanfte Grundstimmung zueigen, besonders hervorzuheben ist ihr Schluss, ein leise verklingender E-Dur-Akkord in extremen Lagen (u.a. mit friedlich-pastoraler "Hirtenflöte"). Als Ende dieser tragischen Trilogie ist das schon sehr berührend.
Mehr Informationen über Weinberg erhält man hier - eine zwar leicht unübersichtliche, aber informative Seite. Es gibt auch noch andere Internetseiten über Weinberg, die aber z.T. nicht so aussagekräftig sind.
Viele Grüße Holger
Rachmaninov (16.08.2006, 16:26): Holger,
ersteinmal glückwunsch zu dieser schönen Eröffnung. Ein toller Thread und eine tolle und liebevoll ausgearbeitete Vorstellung Weinbergs.
Original von Holger S. Für den Einstieg ist vielleicht das Cellokonzert c-moll op.43 besonders gut geeignet. Derzeit ist es auf diesen beiden CDs zu haben, gespielt von Rostropowitsch bzw. Mark Drobinski: http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6095771.jpg
Danke Deines Threads habe ich eben die o.g. Aufnahme des Cello Konzerts erstmalig gehört. Auch wenn Weinberg, wie Du berichtet hast, und man dies teilweise im Konzert erkennen kann findet er doch zu seiner eigenen Tonsprache.
Durchaus interessant, auch wenn dieses Werk sicherlich öfters gehört werden muß um es zu "verstehen" :engel
Holger S. (17.08.2006, 16:30): Original von Rachmaninov Auch wenn Weinberg, wie Du berichtet hast, und man dies teilweise im Konzert erkennen kann findet er doch zu seiner eigenen Tonsprache.
Hallo Richard,
stimmt genau. Weinberg wird leider des öfteren als Schostakowitsch-Kopie oder gar -Epigone rezensiert, das ist aus meiner Sicht nicht korrekt. Natürlich hört man, dass Weinberg Schostakowitsch sehr bewunderte, seine Musik unterscheidet sich von der Schostakowitschs aber doch merklich, hat ein ganz eigenes Profil. Es gibt z.B. bestimmte musikalische Wendungen, melodische "Floskeln", die man in Weinbergs Oeuvre immer wieder vorfindet. Weinberg war eben "Weinberg" und kein zweitklassiger Schostakowitsch o.ä.
Viele Grüße Holger
Holger S. (18.08.2006, 09:10): Heute möchte ich einen armenischen Komponisten vorstellen:
Alexander Arutjunjan geboren 23. September 1920 in Eriwan
Arutjunjan ist einer der wichtigsten armenischen Komponisten nach Chatschaturjan. Er studierte in Eriwan und von 1944 bis 1946 in Moskau. Danach kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er bis heute lebt. Seit 1954 unterrichtet er Komposition am Konservatorium in Eriwan (ab 1977 als Professor). Letztes Jahr wurden anlässlich seines 85. Geburtstages einige Konzerte zu seinen Ehren gegeben (Bericht, Interview).
Arutjunjans Personalstil ist frisch, lebendig und unkompliziert. Man kann sein Schaffen grob in drei Perioden unterteilen, wobei keine wirklich einschneidenden Stilwandel vorliegen. Zunächst komponierte Arutjunjan im Geiste der armenischen Folklore, mitunter romantisch-pathetisch, mit Anklängen an Chatschaturjan. Er schrieb zu dieser Zeit auch patriotische Kantaten und dergleichen. In den 1960ern wandte er sich dann stärker einer neobarocken Schreibweise zu, seine Musik erhielt hierbei einen leicht herben, nicht so unmittelbar wirkungsvollen Einschlag. Seine reifen Werke verbinden seine beiden vorherigen Tendenzen: vor einem neoklassizistischen Hintergrund mischen sich armenische Folklore, romantische Emotionalität und vitale Musizierfreudigkeit. Atonalität, Zwölftontechnik und andere moderne Tendenzen interessieren Arutjunjan nicht.
Arutjunjan ist besonders durch seine Werke für Blechbläser bekannt geworden, sein Trompetenkonzert erlangte Weltruhm. Daher wird er oft als Blechbläserspezialist angesehen. Das ist aber eine etwas einseitige Sicht. Arutjunjan hat sich besonders der konzertanten Gattung gewidmet und nahezu jedes Instrument mit einem Solokonzert bedacht. Wahrscheinlich wurden die Blechbläserkonzerte besonders deshalb so gut aufgenommen, weil das Repertoire dort nicht die Dimensionen hat wie etwa beim Klavier oder der Violine. Neben etlichen Konzerten hat Arutjunjan eine Sinfonie, eine Sinfonietta, Kantaten, eine Oper und Kammermusik geschrieben.
Wenn man sich mit Arutjunjans Musik bekannt machen will, geht natürlich kein Weg am Trompetenkonzert As-Dur vorbei. Als Entstehungsdatum wird 1950 genannt, kürzlich las ich aber, dass Arutjunjan es schon 1943 für einen befreundeten Trompeter schrieb, welcher dann im 2. Weltkrieg fiel. So wurde es erst 1950 von Timofei Dokschizer (der auch die Kadenz schrieb) aus der Taufe gehoben. Das Konzert gehört zum Standardrepertoire der Trompeter und ist vielleicht das bekannteste Trompetenkonzert des 20. Jahrhundert. Es ist auch wirklich effektvoll, durchaus als Meisterwerk zu bezeichnen. Ein einsätziges Werk: es beginnt mit einer Art Rezitativ der Trompete, mündet in einen Sonatensatz mit einem prägnanten, marschartigen Thema und einem lyrischen, gesanglichen Seitenthema. Der Mittelteil ist langsam und elegisch, die Trompete spielt hier mit Dämpfer eine Art Nocturne mit starkem armenischen Kolorit. Schließlich beginnt die Reprise, die aber alsbald in eine große Kadenz mündet. Diese steigert sich gegen Ende immer mehr und führt zu einem kurzen, kraftvollen Schluss. Ich besitze das Konzert in drei Interpretationen, von denen nur eine (Chandos mit Bibi Black) derzeit auf dem Markt ist. Diese überzeugt mich allerdings am wenigsten, das Konzert wird hier für mein Empfinden nicht packend, fesselnd genug dargeboten. Eine Empfehlung vermag ich daher nicht abzugeben, es sind aber mehrere Einspielungen erhältlich.
Auf folgende CD aber möchte ich nachdrücklich hinweisen:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8199993.jpg
Ein schönes Portrait des Komponisten, leider etwas kurz geraten (gerade mal gut 52 Minuten Spieldauer, angesichts der Tatsache, dass Arutjunjans Werke meist eher kanpp gehalten sind, hätte man ruhig noch ein Werk mehr einspielen können). Enthalten sind: das Violinkonzert "Armenia-88" von 1988, die Sinfonietta für Streichorchester von 1966 sowie das Concertino für Klavier und Orchester von 1951, gespielt vom Moskauer Kammerorchester unter Constantine Orbelian. Solisten sind Ilja Grubert (Violine) und Narine Arutjunjan (die Tochter des Komponisten). Über das verhältnismäßig ernste, konzentrierte Violinkonzert (komponiert anlässlich eines schweren Erdbebens) hatte ich bei den Violinkonzerten des 20. Jahrhunderts schon einmal berichtet. Die Sinfonietta ist charakteristisch für den neobarocken Arutjunjan der mittleren Periode - gezügelte Emotion, ein wenig herb. Das frühe Concertino zeigt seinerseits schon neoklassizistische Züge, es ist nicht so opulent wie das Trompetenkonzert, eher heiter und spielerisch, mit schönen, national angehauchten Melodien und einem wunderschönen langsamen Mittelsatz. Empfehlenswert!
Es gibt noch ein bisschen mehr von Arutjunjan auf CD: da wäre noch das Posaunenkonzert von 1990/91, wiederum ein Werk, das einfach "Spaß" macht. Das putzige Tubakonzert von 1992 ist auch auf CD eingespielt worden, und zwar vor gar nicht langer Zeit. Seltsamerweise ist die CD nicht einfach zu bekommen - ich habe lange nach ihr gesucht und sie schließlich über einen Blechbläser-Spezialversand gekauft. Manches ist früher auch auf Schallplatte erschienen, u.a. die Sinfonie. Einmal habe ich diese LP schon gesehen, bei einem amerikanischen LP-Händler, leider war PayPal als Zahlungsmethode nicht zulässig, weswegen ich mir die Platte nicht kaufen konnte. Schade eigentlich. Auf jeden Fall ist Arutjunjan ein Komponist, dessen Werke ich mir immer gerne anhöre.
Viele Grüße Holger
Rachmaninov (18.08.2006, 21:56): @Holger,
auch wieder danke für den Bericht zu Alexander Arutjunjan.
Du hattest auch im Thread zu den Klavierkonzerten des 20. Jahrhunderts auf sein Klavierkonzert und die Chandos Aufnahme hingewiesen. Leider bin ich Deiner Empfelung bisher nicht gefolgt.
Aber Du kennst das ja, es gibt so Vieles was man gerne hätte! :wink
Jetzt habe ich mir die Aufnahme aber auf meinen virtuellen Wunschzettel geschrieben. :hello
Holger S. (19.08.2006, 07:49): Original von Rachmaninov Du hattest auch im Thread zu den Klavierkonzerten des 20. Jahrhunderts auf sein Klavierkonzert und die Chandos Aufnahme hingewiesen.
Recht hast du! Das war mir ganz "entfallen". Der Ordnung halber hier noch einmal der entsprechende Link.
Aber Du kennst das ja, es gibt so Vieles was man gerne hätte! :wink
Jetzt habe ich mir die Aufnahme aber auf meinen virtuellen Wunschzettel geschrieben. :hello
Mein Wunschzettel ist in der Tat auch immer prall gefüllt, ich habe den Eindruck, dass für jede CD, um die ich ihn leere, gleich wieder mindestens zwei neue Wünsche hinzukommen. Wenn ich dann noch bedenke, nach wie vielen vergriffenen CDs und Schallplatten ich quasi nebenbei Ausschau halte...
Viele Grüße Holger
Holger S. (06.09.2006, 09:51): Original von Holger S.
Mieczyslaw Weinberg geboren 8. Dezember 1919 in Warschau gestorben 26. Februar 1996 in Moskau
Chandos wollte die Sinfonien einspielen, ist aber (bislang?) über 2 CDs nicht hinausgekommen.
Ich habe in Erfahrung bringen können, dass demnächst die Sinfonien Nr.14 und 16 als Vol.3 erscheinen sollen! Nr.16 war bisher nicht auf CD erhältlich, eine sehr lohnenswerte Angelegenheit also. Werde ich mir schon mal vormerken!
Viele Grüße Holger
Holger S. (16.08.2006, 09:36): Schon seit längerer Zeit hatte ich die Idee, hier ein Thema zu eröffnen, das sich mit der Musik Russlands befasst. Es geht mir v.a. um unbekanntere Komponisten - Personen wie Tschaikowski, Schostakowitsch, Prokofjew, aber auch noch Glasunow oder Mjaskowski können dagegen sehr gut mit eigenen Threads "bedacht" werden. Ich habe bewusst als Titel "Russische und sowjetische Komponisten" gewählt, um mir die Möglichkeit offen zu halten, hier auch z.B. kaukasische oder ukrainische Meister vorzustellen. Das Ganze ist als eine Art Projekt über einen längeren Zeitraum gedacht. Natürlich sind auch alle anderen herzlich eingeladen, Komponisten, die ihnen besonders am Herzen liegen, vorzustellen. - Der erste Komponist, den ich hier porträtieren will, ist
Mieczyslaw Weinberg geboren 8. Dezember 1919 in Warschau gestorben 26. Februar 1996 in Moskau
Weinberg war gebürtiger Pole, flüchtete aber im Jahre 1939, als Deutschland in Polen einmarschierte, in die Sowjetunion - er war Jude. Seine Familie blieb in Polen und wurde letztlich von den Nazis ermordet. Nach Studien in Minsk sowie einem Aufenthalt in Taschkent zog Weinberg im Jahre 1943 auf Einladung Schostakowitschs nach Moskau, wo er bis zu seinem Tode blieb. Weinberg bewunderte Schostakowitsch sehr und sah ihn als seinen Lehrer an, obwohl er nie Unterricht von ihm erhalten hatte. Als Weinberg 1953 inhaftiert wurde, weil ihm (fälschlicherweise) vorgeworfen wurde, sich für die Errichtung einer jüdischen Republik in der Krim engagiert zu haben, setzte sich Schostakowitsch erfolgreich für seine Freilassung ein. Danach führte Weinberg ein offensichtlich eher beschauliches Leben als freischaffender Komponist. Übrigens war er auch ein exzellenter Pianist. Hinsichtlich der Schreibweise seines Namens gab es einige Verwirrungen: nach seiner Emigration wurde sein Name ins Kyrillische übertragen, was selbstverständlich nicht Buchstabe für Buchstabe möglich ist. Als um 1990 CDs mit seiner Musik erschienen, kamen Rücktransskriptionen wie "Moishe Vainberg" etc. in Umlauf. Dabei wurde aber übersehen, dass eine lateinische Form seines Namens ja bereits exitierte und das Kyrillische seinerseits bereits eine Transskription war.
Trotz seiner polnischen Herkunft kann Weinberg als russischer Komponist bezeichnet werden, nicht nur, weil er den Großteil seines Lebens in Moskau verbrachte. Auch sein Stil verweist klar auf das sowjetische Umfeld, wie auch seine musikalische Entwicklung vor dem Hintergrund sowjetischer Kulturpolitik zu verstehen ist. Seine allerersten Werke (1. Klaviersonate, 1. Streichquartett) sind wohl noch am meisten "polnisch" geprägt, Weinberg schreibt hier recht modern, tonale Bindungen sind kaum vorhanden. Recht bald (schon Anfang der 1940er Jahre) änderte sich aber sein Stil, wurde traditioneller, melodischer. In der Folge der sowjetischen Kulturpolitik um 1948 (Schdanow etc.) komponierte Weinberg höchst konservativ, uneingeschränkt tonal, oft unter Einbindung von (jüdischer) Folklore. Gegen Ende der 1950er Jahre nahm sich Weinberg wieder mehr Freiheiten (besonders in harmonischer Hinsicht). Doch seine Musik wurde nachdenklicher, introvertierter. Gegen 1970 experimentierte Weinberg mit der Zwölftontechnik (12. Streichquartett), ohne diesen Weg konsequent weiter zu verfolgen. Doch im Laufe der 1970er und 1980er Jahre wurde seine Musik noch schroffer, dissonanter. Weinberg interessierte sich auch für Aleatorik, setzte diese allerdings eher begrenzt ein. Vollends gab er tonale Bindungen nie auf. Völlig überraschend kommt ungefähr 1987 eine erneute stilistische Wende: die Kammersinfonien, das 2. Flötenkonzert, das letzte Streichquartett sprechen eine heitere, neoklassizistische, fast unkomplizierte Musiksprache. Insgesamt lassen sich in Weinbergs Schaffen viele Einflüsse erkennen: Schostakowitsch war sicher immer ein wichtiger Bezugspunkt für ihn, auch jüdische Folklore ist (gerade in früheren Werken) nachweibar, die häufige Verwendung von Quart- und Quintschritten verweist auf Hindemith. Weinberg war insgesamt wohl ein konservativer Komponist, der sich freilich auch für musikalische Neuerungen interessierte.
Schwerpunkt seines Oeuvres sind die großen Gattungen: 26 Sinfonien (19 nummerierte, die späte Kaddish-Sinfonie, 2 Sinfonietten und 4 Kammersinfonien), etliche Sonaten für diverse Instrumente, mehrere Konzerte, 7 Opern, 17 Streichquartette bilden den Kern seines Schaffens. Nicht alle Werke haben die gleiche Qualität, die schwächeren Werke leiden manchmal unter einer gewissen Gleichförmigkeit und einer Tendenz, gewisse musikalische Formeln oft zu wiederholen. Seine stärksten Werke sind es aber wert, viel mehr Beachtung zu finden. Das Label Olympia hatte eine Weinberg-Serie herausgegeben mit insgesamt 17 CDs, leider ist dieses Label mittlerweile nicht mehr existent. Chandos wollte die Sinfonien einspielen, ist aber (bislang?) über 2 CDs nicht hinausgekommen. Melodia hat ein paar Stücke wiederveröffentlicht, und CPO plant angeblich, die Streichquartette einzuspielen.
Für den Einstieg ist vielleicht das Cellokonzert c-moll op.43 besonders gut geeignet. Derzeit ist es auf diesen beiden CDs zu haben, gespielt von Rostropowitsch bzw. Mark Drobinski:
Dies ist ein wundervolles Werk, sehr melodisch und eingängig. Es hat vier Sätze, wobei der erste Satz der langsame ist - ein elegisches, kantables Adagio. Daruf folgen zwei Scherzi, eines eher nachdenklich, eines spritzig. Im Finale kehrt in der Mitte das Thema des ersten Satzes wieder, woraufhin die Musik langsamer wird und mit einem zarten Epilog in den höchsten Lagen des Cellos sanft ausklingt.
Die beiden Chandos-CDs mit Sinfonien sind natürlich auch erhältlich:
Geboten werden die 4. und 5. Sinfonie, die beiden Sinfonietten und die Moldawische Rhapsodie. Die Vierte ist in den Außensätzen ein kerniges, energisches Werk, wobei im ausgelassenen Finalsatz jede Menge (russischer) Volkslieder in einem bunten Wirbel zitiert werden. Viel zurückgenommener und elegischer ist die Fünfte, ein für Weinberg typisches Werk. Die beiden Sinfonietten sind sehr unterschiedlich: die erste aus dem Jahre 1948 ist ein effektvolles Bravourstück mit jüdischer Folklore, die zweite (für Streicher und Pauken, übrigens in g-moll, nicht wie auf der CD angegeben in a-moll) ein introviertiertes, stilles Werk voller Schmerz. Die Moldawische Rhapsodie ähnelt in ihrer Grundhaltung der ersten Sinfonietta: schmissig, kraftvoll, eingängig.
Es gibt noch mehr Werke von Weinberg auf CD, u.a. das Violinkonzert, drei der vier Kammersinfonien, Kammermusik. Lohnenswert ist davon eigentlich alles. Von den derzeit nicht erhältlichen Werken sei auf die 12. Sinfonie hingewiesen, einem tragischen Werk, das dem Andenken Dmitri Schostakowitschs gewidmet ist (nach meinem Empfinden eines der besten Werke Weinbergs) sowie auf die Sinfonien-Triade "Auf der Schwelle des Krieges": Nr.17 op.137 "Erinnerung" (1984), Nr.18 op.138 mit Chor "Krieg - kein Wort ist grausamer" (1984) und Nr.19 op.142 "Der strahlende Mai". Sehr bewegende Werke, die die Schrecken des Krieges reflektieren. Beeindruckend z.B. die Beerdigungsszene "Sie begruben ihn in der Erde" der 18. Sinfonie wie ihr hoffnungsloser Schlusssatz "Krieg - kein Wort ist grausamer". Der 19. Sinfonie, dem Ende des 2. Weltkrieges gewidmet, ist eine zurückgenommene, sanfte Grundstimmung zueigen, besonders hervorzuheben ist ihr Schluss, ein leise verklingender E-Dur-Akkord in extremen Lagen (u.a. mit friedlich-pastoraler "Hirtenflöte"). Als Ende dieser tragischen Trilogie ist das schon sehr berührend.
Mehr Informationen über Weinberg erhält man hier - eine zwar leicht unübersichtliche, aber informative Seite. Es gibt auch noch andere Internetseiten über Weinberg, die aber z.T. nicht so aussagekräftig sind.
Viele Grüße Holger
Rachmaninov (16.08.2006, 16:26): Holger,
ersteinmal glückwunsch zu dieser schönen Eröffnung. Ein toller Thread und eine tolle und liebevoll ausgearbeitete Vorstellung Weinbergs.
Original von Holger S. Für den Einstieg ist vielleicht das Cellokonzert c-moll op.43 besonders gut geeignet. Derzeit ist es auf diesen beiden CDs zu haben, gespielt von Rostropowitsch bzw. Mark Drobinski: http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6095771.jpg
Danke Deines Threads habe ich eben die o.g. Aufnahme des Cello Konzerts erstmalig gehört. Auch wenn Weinberg, wie Du berichtet hast, und man dies teilweise im Konzert erkennen kann findet er doch zu seiner eigenen Tonsprache.
Durchaus interessant, auch wenn dieses Werk sicherlich öfters gehört werden muß um es zu "verstehen" :engel
Holger S. (17.08.2006, 16:30): Original von Rachmaninov Auch wenn Weinberg, wie Du berichtet hast, und man dies teilweise im Konzert erkennen kann findet er doch zu seiner eigenen Tonsprache.
Hallo Richard,
stimmt genau. Weinberg wird leider des öfteren als Schostakowitsch-Kopie oder gar -Epigone rezensiert, das ist aus meiner Sicht nicht korrekt. Natürlich hört man, dass Weinberg Schostakowitsch sehr bewunderte, seine Musik unterscheidet sich von der Schostakowitschs aber doch merklich, hat ein ganz eigenes Profil. Es gibt z.B. bestimmte musikalische Wendungen, melodische "Floskeln", die man in Weinbergs Oeuvre immer wieder vorfindet. Weinberg war eben "Weinberg" und kein zweitklassiger Schostakowitsch o.ä.
Viele Grüße Holger
Holger S. (18.08.2006, 09:10): Heute möchte ich einen armenischen Komponisten vorstellen:
Alexander Arutjunjan geboren 23. September 1920 in Eriwan
Arutjunjan ist einer der wichtigsten armenischen Komponisten nach Chatschaturjan. Er studierte in Eriwan und von 1944 bis 1946 in Moskau. Danach kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er bis heute lebt. Seit 1954 unterrichtet er Komposition am Konservatorium in Eriwan (ab 1977 als Professor). Letztes Jahr wurden anlässlich seines 85. Geburtstages einige Konzerte zu seinen Ehren gegeben (Bericht, Interview).
Arutjunjans Personalstil ist frisch, lebendig und unkompliziert. Man kann sein Schaffen grob in drei Perioden unterteilen, wobei keine wirklich einschneidenden Stilwandel vorliegen. Zunächst komponierte Arutjunjan im Geiste der armenischen Folklore, mitunter romantisch-pathetisch, mit Anklängen an Chatschaturjan. Er schrieb zu dieser Zeit auch patriotische Kantaten und dergleichen. In den 1960ern wandte er sich dann stärker einer neobarocken Schreibweise zu, seine Musik erhielt hierbei einen leicht herben, nicht so unmittelbar wirkungsvollen Einschlag. Seine reifen Werke verbinden seine beiden vorherigen Tendenzen: vor einem neoklassizistischen Hintergrund mischen sich armenische Folklore, romantische Emotionalität und vitale Musizierfreudigkeit. Atonalität, Zwölftontechnik und andere moderne Tendenzen interessieren Arutjunjan nicht.
Arutjunjan ist besonders durch seine Werke für Blechbläser bekannt geworden, sein Trompetenkonzert erlangte Weltruhm. Daher wird er oft als Blechbläserspezialist angesehen. Das ist aber eine etwas einseitige Sicht. Arutjunjan hat sich besonders der konzertanten Gattung gewidmet und nahezu jedes Instrument mit einem Solokonzert bedacht. Wahrscheinlich wurden die Blechbläserkonzerte besonders deshalb so gut aufgenommen, weil das Repertoire dort nicht die Dimensionen hat wie etwa beim Klavier oder der Violine. Neben etlichen Konzerten hat Arutjunjan eine Sinfonie, eine Sinfonietta, Kantaten, eine Oper und Kammermusik geschrieben.
Wenn man sich mit Arutjunjans Musik bekannt machen will, geht natürlich kein Weg am Trompetenkonzert As-Dur vorbei. Als Entstehungsdatum wird 1950 genannt, kürzlich las ich aber, dass Arutjunjan es schon 1943 für einen befreundeten Trompeter schrieb, welcher dann im 2. Weltkrieg fiel. So wurde es erst 1950 von Timofei Dokschizer (der auch die Kadenz schrieb) aus der Taufe gehoben. Das Konzert gehört zum Standardrepertoire der Trompeter und ist vielleicht das bekannteste Trompetenkonzert des 20. Jahrhundert. Es ist auch wirklich effektvoll, durchaus als Meisterwerk zu bezeichnen. Ein einsätziges Werk: es beginnt mit einer Art Rezitativ der Trompete, mündet in einen Sonatensatz mit einem prägnanten, marschartigen Thema und einem lyrischen, gesanglichen Seitenthema. Der Mittelteil ist langsam und elegisch, die Trompete spielt hier mit Dämpfer eine Art Nocturne mit starkem armenischen Kolorit. Schließlich beginnt die Reprise, die aber alsbald in eine große Kadenz mündet. Diese steigert sich gegen Ende immer mehr und führt zu einem kurzen, kraftvollen Schluss. Ich besitze das Konzert in drei Interpretationen, von denen nur eine (Chandos mit Bibi Black) derzeit auf dem Markt ist. Diese überzeugt mich allerdings am wenigsten, das Konzert wird hier für mein Empfinden nicht packend, fesselnd genug dargeboten. Eine Empfehlung vermag ich daher nicht abzugeben, es sind aber mehrere Einspielungen erhältlich.
Auf folgende CD aber möchte ich nachdrücklich hinweisen:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8199993.jpg
Ein schönes Portrait des Komponisten, leider etwas kurz geraten (gerade mal gut 52 Minuten Spieldauer, angesichts der Tatsache, dass Arutjunjans Werke meist eher kanpp gehalten sind, hätte man ruhig noch ein Werk mehr einspielen können). Enthalten sind: das Violinkonzert "Armenia-88" von 1988, die Sinfonietta für Streichorchester von 1966 sowie das Concertino für Klavier und Orchester von 1951, gespielt vom Moskauer Kammerorchester unter Constantine Orbelian. Solisten sind Ilja Grubert (Violine) und Narine Arutjunjan (die Tochter des Komponisten). Über das verhältnismäßig ernste, konzentrierte Violinkonzert (komponiert anlässlich eines schweren Erdbebens) hatte ich bei den Violinkonzerten des 20. Jahrhunderts schon einmal berichtet. Die Sinfonietta ist charakteristisch für den neobarocken Arutjunjan der mittleren Periode - gezügelte Emotion, ein wenig herb. Das frühe Concertino zeigt seinerseits schon neoklassizistische Züge, es ist nicht so opulent wie das Trompetenkonzert, eher heiter und spielerisch, mit schönen, national angehauchten Melodien und einem wunderschönen langsamen Mittelsatz. Empfehlenswert!
Es gibt noch ein bisschen mehr von Arutjunjan auf CD: da wäre noch das Posaunenkonzert von 1990/91, wiederum ein Werk, das einfach "Spaß" macht. Das putzige Tubakonzert von 1992 ist auch auf CD eingespielt worden, und zwar vor gar nicht langer Zeit. Seltsamerweise ist die CD nicht einfach zu bekommen - ich habe lange nach ihr gesucht und sie schließlich über einen Blechbläser-Spezialversand gekauft. Manches ist früher auch auf Schallplatte erschienen, u.a. die Sinfonie. Einmal habe ich diese LP schon gesehen, bei einem amerikanischen LP-Händler, leider war PayPal als Zahlungsmethode nicht zulässig, weswegen ich mir die Platte nicht kaufen konnte. Schade eigentlich. Auf jeden Fall ist Arutjunjan ein Komponist, dessen Werke ich mir immer gerne anhöre.
Viele Grüße Holger
Rachmaninov (18.08.2006, 21:56): @Holger,
auch wieder danke für den Bericht zu Alexander Arutjunjan.
Du hattest auch im Thread zu den Klavierkonzerten des 20. Jahrhunderts auf sein Klavierkonzert und die Chandos Aufnahme hingewiesen. Leider bin ich Deiner Empfelung bisher nicht gefolgt.
Aber Du kennst das ja, es gibt so Vieles was man gerne hätte! :wink
Jetzt habe ich mir die Aufnahme aber auf meinen virtuellen Wunschzettel geschrieben. :hello
Holger S. (19.08.2006, 07:49): Original von Rachmaninov Du hattest auch im Thread zu den Klavierkonzerten des 20. Jahrhunderts auf sein Klavierkonzert und die Chandos Aufnahme hingewiesen.
Recht hast du! Das war mir ganz "entfallen". Der Ordnung halber hier noch einmal der entsprechende Link.
Aber Du kennst das ja, es gibt so Vieles was man gerne hätte! :wink
Jetzt habe ich mir die Aufnahme aber auf meinen virtuellen Wunschzettel geschrieben. :hello
Mein Wunschzettel ist in der Tat auch immer prall gefüllt, ich habe den Eindruck, dass für jede CD, um die ich ihn leere, gleich wieder mindestens zwei neue Wünsche hinzukommen. Wenn ich dann noch bedenke, nach wie vielen vergriffenen CDs und Schallplatten ich quasi nebenbei Ausschau halte...
Viele Grüße Holger
Holger S. (06.09.2006, 09:51): Original von Holger S.
Mieczyslaw Weinberg geboren 8. Dezember 1919 in Warschau gestorben 26. Februar 1996 in Moskau
Chandos wollte die Sinfonien einspielen, ist aber (bislang?) über 2 CDs nicht hinausgekommen.
Ich habe in Erfahrung bringen können, dass demnächst die Sinfonien Nr.14 und 16 als Vol.3 erscheinen sollen! Nr.16 war bisher nicht auf CD erhältlich, eine sehr lohnenswerte Angelegenheit also. Werde ich mir schon mal vormerken!