Vinding (01.12.2016, 12:48): Das Thema gab es wohl noch nicht, würde mich aber interessieren.
Jedenfalls meine Hörgewohnheiten haben sich durchaus geändert:
Natürlich hatte ich früher Schallplatten und ein Cassettendeck, Musik fand in dem Raum statt, in dem halt das Equipment stand. Den Wechsel auf CD habe ich recht früh vollzogen, alsbald nachdem diese neue Technik eingeführt wurde. Surround war für mich nie ein Thema, sowohl aus finanziellen als auch aus wohnästhetischen Gründen (4, 5 oder sogar 7 Lautsprecher nebst Verkabelung - ne, das muss ich wirklich nicht haben). Dann kam eine Phase intensiven CD-Kaufens, vieles sogar heute noch ungehört auf Festplatte :rolleyes: .
Da die Sammlung zusehends unübersichtlich und platzraubend wurde, habe ich als es vernünftige Software und verlustfreie, tagfähige Formate gab, alles gerippt, getaggt (viele, viele Stunden Arbeit über 2 Jahre), die booklets digitalisiert und die CDs wurden über ebay bzw. momox verkauft. Aus familiären und wohnungstechnischen Gründen habe ich dann später fast nur noch über Kopfhörer gehört und die Steroanlage zur Freude meiner Frau verschenkt. Ich höre heute überwiegend vom Desktop PC, mehr und mehr aber auch über das Smartphone, weniger unterwegs (in der Bahn allenfalls ein Hörbuch oder einen Podcast) als vielmehr in beliebigen Räumen innerhalb der Wohnung, im Garten, im Büro...
Seit kurzem nutze ich zudem Streaming, und zwar Quobuz. Letzeres ist einerseits begeisternd, andererseits frustrierend. Begeisterng weil ich ständig neue Musik entdecken kann - besonders wichtig für mich bei Neuer Musik: hier beträgt die Nichtgefallensquote sicherlich 50 %, ich habe dann schon früher bei diesbezüglichen Anschaffungen 3 mal nachgedacht und vier mal gezögert; diese Hemmschwelle existiert jetzt nicht mehr. Frustrierend ist, wie Quobuz mit den Taggings umgeht (oder diese werden von den Labeln so geliefert): Informationen wie "Sonate a-moll I" und beim Künstler "Pollini" sind dann schon mal schwierig, insbesondere wenn aus dem Cover nicht hervorgeht, welcher Komponist denn so in Frage kommt. Da nur selten booklets digitalisiert vorliegen, ist häufig Internet-Recherche gefragt. Bei amazon hatte ich auch mal reingehört, jedenfalls in der Startphase klappte dort "gapless" nicht (d.h. die Sätze gehen nahtlos ineinander über, man hört aber trotzdem eine Pause - sehr unschön) und der Klang ist mp3, was ich jedenfalls bei akustischer Musik fast immer als negativ empfinde. Leider machen manche Plattenfirmen ihr Repertoire für Streaming nicht zugänglich, bei meinem Anbieter betrifft dies unter anderem ECM und Hyperion, was ich sehr bedaure.
"Haptisch" vermisse ich nichts, den Übergang weg von der LP fand ich damals aus diesem Grund schwierig, mit der CD habe ich irgendwelche sinnlichen nicht akustischen Erlebnisse nie verbunden....
Hörbert (01.12.2016, 21:21): Hallo!
Nun, ich habe noch immer von allem etwas, ein Teil meiner CD-Sammlung liegt zwar mittlerweile auf der NAS aber das ist für mich kein Grund die Tonträger selbst nicht mehr zu gebrauchen.
Sogar noch ca. 2400 alte Schallplatten, -zum guten Teil Erstpressungen-, befinden sich neben entsprechenden Abspielgeräten nebst einer Kollektion Abtasterin meinem Besitz. Hintergrund ist vor allem der das es immer noch unzähliges gar nicht auf einem anderen Tonträger gibt-.
Natürlich ist im Laufe der Zeit auch etliches auf SACD,und -V dazugekommen. Spontify habe ich eine Weile ausprobiert, aber so ein interaktives Bezahlradio ist nicht so ganz mein Ding.
Vinding (02.12.2016, 17:27): Dann hast Du ein großes Haus mit einem speziellen Musikzimmer oder bist Single oder Dein(e) Partner(in) ist musikbegeistert... :)
2400 Schallplatten. Respekt.
Hast Du das Bezahlradio aus klanglichen Gründen oder wegen der mäßigen Suchfunktionen und der noch mäßigeren Informationen, jedenfalls im Bereich der Klassik, ad acta gelegt (Spotify habe ich allerdings bisher genauso wenig ausprobiert wie Simfy)?
Amonasro (02.12.2016, 17:36): Ich höre hauptsächlich CDs, allerdings ist meine Sammlung noch relativ überschaubar. Früher oder später werde ich dann aus Platzgründen wohl auch auf anderes umsteigen müssen. Mit Streaming, Bezahlradio, etc. habe ich mich bislang noch nicht beschäftigt.
Gruß Amonasro :hello
Hosenrolle1 (02.12.2016, 21:52): Schallplatte: Nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt, für meine Zwecke sowieso unbrauchbar. Nur in seltenen Ausnahmefällen bevorzuge ich LPs, etwa bei alten Märchen-Hörspielen, die ich mir nicht auf CD oder gar YouTube anhören könnte, obwohl es sie da gibt. Hat aber nichts mit der Qualität zu tun, sondern mit Nostalgie. Da muss doch die Schallplatte her. Aber hier geht es ja um Klassik.
CD: Für mich die beste Variante; ein Tonträger, den man ins Regal stellen kann, meist auch Booklets dabei, usw., dennoch besserer Sound und kein Knacksen, Brummen, Rumpeln und Verzerren.
Surround: Ich nehme an, hier geht es um den Surround Sound bei Filmaufnahmen. Generell: nein. Habe zwar eine Surroundanlage, verwende die aber eigentlich nur für Filme mit direktionalen Effekten. Bei Musik halte ich unkomprimiertes Stereo für die beste Variante.
DVD: Nicht, wenn es nicht sein muss, denn Blu-rays als Datenträger sind besser, und heutzutage, wo es bereits 4K Fernseher zu kaufen gibt, sind DVDs sowieso veraltet. (Die ersten DVDs wurden vor rund 20 Jahren verkauft, also so neu ist diese Technik tatsächlich nicht)
Downloads: Für mich uninteressant, weil ich Datenträger bevorzuge.
Smartphone: Aber wirklich nicht!
Streaming: s. "Downloads". Live-Streamings sind ebenfalls kein Thema für mich, weil ich nicht befürchten möchte, dass die Verbindung abbricht.
LG, Hosenrolle1
Hörbert (02.12.2016, 22:45): Hallo!
Hast Du das Bezahlradio aus klanglichen Gründen oder wegen der mäßigen Suchfunktionen und der noch mäßigeren Informationen, jedenfalls im Bereich der Klassik, ad acta gelegt Weder noch, die ganze Geschichte ist für mir nach einer Weile einfach immer uninteressanter geworden. Spontify ist unbrauchbar für direkt Interpretationsvergleiche, die Auswahl zumal bei Neuer Musik ab Schönberg/Webern ist mir zu gering, und es gibt ganz nebenbei unzählige Netzradios mit einem recht interessantem Programm, -wozu also Geld ausgeben nur um mir eine Playlist zusammenstellen zu können-. Die Werke und Interpretationen die mich interessieren kaufe ich mir doch ohnehin.
2400 Schallplatten. Respekt.
Nun ja, zum Teil sind das Interpretationen die icxh mir so nicht mehr kaufen würde, aber ich höre sie mir zuweilen noch an. Zum anderen Teil sind das (gerade bei Neuer Musik) Werke die es auf anderen Tonträgern gar nicht gibt und zum dritten halt Erstpressungen von sehr alten Interpretationen bei denen das alte Analogband vor seiner Digitalisierung stark gelitten hat hier hat dann sogar die alte Schallplatte die Nase sowohl vom Klang als auch vom Detailreichtum einmal die Nase vorn.
Dann hast Du ein großes Haus mit einem speziellen Musikzimmer oder bist Single
:) Weder noch, eine große Wohnung reicht da auch gut aus, genauer gesagt ist das eine Wohngemeinschaft mit einer einstigen Partnerin von mir. :)
MFG Günther
Vinding (03.12.2016, 05:30): "DVD: Nicht, wenn es nicht sein muss, denn Blu-rays als Datenträger sind besser, und heutzutage, wo es bereits 4K Fernseher zu kaufen gibt, sind DVDs sowieso veraltet. (Die ersten DVDs wurden vor rund 20 Jahren verkauft, also so neu ist diese Technik tatsächlich nicht)"
Stimmt, die Variante hatte ich ganz vergessen, weil ich dieses Medium als Tonträger (auch bnicht blue-ray-Audio) nie genutzt habe und auch höchst selten Filme anschaue (wenn bei mir der Fernseher an ist - eher selten der Fall - laufen Dokus, Filme aus der Schwarz-Weiss oder zumindest 4:3 - Zeit oder gelegentlich Sport). Klar, sicherlich ein Thema insbesondere auch für Opernfans nehme ich an....(Opern auf Blu-Ray mit Bild dürften übrigens ja meist mit einer Surround-Spur ausgestattet sein - keine Ahnung ob eine nennenswerte Zahl von Musikliebhabern dies nutzt)
Hosenrolle1 (03.12.2016, 11:43): Stimmt, die Variante hatte ich ganz vergessen, weil ich dieses Medium als Tonträger (auch bnicht blue-ray-Audio) nie genutzt habe und auch höchst selten Filme anschaue Wobei man nicht vergessen darf, eine Blu-ray bietet ja nicht nur ein besseres Bild (einen ordentlichen Transfer natürlich vorausgesetzt), sondern auch einen besseren Ton, weil eine Blu-ray Disc mehr Speicherkapazität hat als eine DVD, und weniger komprimiert. Wenn man einen alten Röhrenfernseher hat mit SCART-Anschluss, dann reicht eine DVD vermutlich, aber mit einem Plasma- oder LCD Fernseher mit HDMI-Anschluss merkt man ganz schnell, dass die DVD an ihre Grenzen stößt.
(wenn bei mir der Fernseher an ist - eher selten der Fall - laufen Dokus, Filme aus der Schwarz-Weiss oder zumindest 4:3 - Zeit oder gelegentlich Sport) Auch Filme in Schwarz/Weiss, auch Stummfilme können auf Blu-ray um Welten besser aussehen und Details zeigen, die man vorher gar nicht gesehen hat, man entdeckt da Dinge, die man vorher gar nicht gesehen hat. Deswegen lohnt es sich gerade auch bei alten Filmen, einen größeren Plasma und einen Blu-ray Player zu kaufen.
Hier vier kurze Bildvergleiche mit alten Filmen, damit man selbst sieht, wie groß der Unterschied ist.
Hier ein extremer Zoom aus einer Szene aus "Ben Hur" von 1959. Hier sieht man schon, dass die DVD auf ihre Grenzen stößt, wenn es um die Details und die Farben geht.
Noch eine Szene:
Auch hier stößt die DVD an ihre Grenzen. Der Umhang wird eher Orange, die Details auf der Rüstung, die kleinen goldenen Ornamente werden nur ein verwaschener Pixelhaufen, ebenso die Steine am unteren Bildrand.
Zurück ins Jahr 1931, zum Film "Dracula" mit Bela Lugosi.
Auch hier offenbart die Blu-ray, dass das originale Bild viel detailreicher aussieht. Die Blätter rundherum sind nun klar konturiert, man erkennt die Gesichter besser, und auch Details wie die Struktur des Bodens oder die Räder des Rollstuhls sind nun erkennbar.
Noch mal 10 Jahre zurück, zu "Nosferatu" von 1921:
Hier wirkt der verwendete Fotofilter nicht so extrem, und auch hier erkennt man viel mehr Details, die Vorhänge hinter den Fenstern, die Struktur des Hauses, die Latten des Zaunes. Fast so, als würde man eine Brille aufsetzen und plötzlich alles klar sehen. Wie gesagt, die Filme BIETEN ja schon von sich aus diese Details, nur die bisherigen Datenträger wie VHS oder DVD konnten sie wegen ihrer Beschränkungen nicht sichtbar machen. Die Blu-ray kann das nun, und die nächsten Datenträgerformate werden es noch besser können.
Weil du sagst, du schaust gerne Dokus - gerade DA gibt es sehr viele Dokumentationen auf Blu-ray, teilweise sogar auf 4K Blu-ray, wo die Bilder extrem scharf sind, und überwältigend wirken auf einem größeren 16:9 Fernseher. Stell dir so eine Kamerafahrt über irgendwelche Flüsse oder Berge vor - mit der entsprechenden Qualität hast du fast das Gefühl, dass du da runterfliegen kannst!
Aber zurück zum Thema Oper: Klar, sicherlich ein Thema insbesondere auch für Opernfans nehme ich an....(Opern auf Blu-Ray mit Bild dürften übrigens ja meist mit einer Surround-Spur ausgestattet sein - keine Ahnung ob eine nennenswerte Zahl von Musikliebhabern dies nutzt) Surround-Spuren gab es auch auf der DVD. Ich habe immer nur für Opern den Stereo-Kanal benutzt, oder gleich mit Kopfhörern gehört :) Blöd ist nur, wenn es sich um 5.1 Upmixes handelt, sowas würde ich generell NIE anhören.
LG, Hosenrolle1
Vinding (03.12.2016, 12:12): Liebe Hosenrolle,
ich habe da wenig Ahnung von, weil es weniger mein Thema ist - wir haben einen 60 Zoll Fernseher in normaler HD-Auflösung, auch einen sogar insbesondere klanglich ziemlich guten blu ray player von cambridge, aber wir haben - ich habe gezählt - 6 DVDs und 1 BluRay (und 4000 Cds auf Festplatte) :)
aber den Unterschied insbesondere beim Dracula-Film finde ich schon beeindruckend - bist du sicher dass das alles auf dem Original schon drauf war? Könnte mir denken dass da jedenfalls die technische Möglichkeit besteht, digital nachzuarbeiten und so etwas auch gemacht wird, habe aber wie gesagt keinen Schimmer
ich habe da wenig Ahnung von, weil es weniger mein Thema ist - wir haben einen 60 Zoll Fernseher in normaler HD-Auflösung, auch einen sogar insbesondere klanglich ziemlich guten blu ray player von cambridge, aber wir haben - ich habe gezählt - 6 DVDs und 1 BluRay (und 4000 Cds auf Festplatte) :)
aber den Unterschied insbesondere beim Dracula-Film finde ich schon beeindruckend - bist du sicher dass das alles auf dem Original schon drauf war? Könnte mir denken dass da jedenfalls die technische Möglichkeit besteht, digital nachzuarbeiten und so etwas auch gemacht wird, habe aber wie gesagt keinen Schimmer Ich habe zwar auch keine Ahnung, aber davon genug, um sagen zu können, dass hier nicht der Unterschied zwischen DVD und Blu Ray, sondern der zwischen den Restaurierungen für die DVD und für die Blu Ray gezeigt werden. Ansonsten würde das bedeuten, dass die DVD nicht besser auflösen kann, als im unteren Bild gezeigt. Wenn Toscanins Carnegie-Hall Konzert aus dem Jahr 1931 auf SACD plötzlich viel besser klingt als auf CD, würde kaum jemand behaupten, dass dieser bessere Klang schon auf dem Originalmaster vorhanden ist.
Hosenrolle1 (03.12.2016, 13:46): aber den Unterschied insbesondere beim Dracula-Film finde ich schon beeindruckend - bist du sicher dass das alles auf dem Original schon drauf war? Könnte mir denken dass da jedenfalls die technische Möglichkeit besteht, digital nachzuarbeiten und so etwas auch gemacht wird, habe aber wie gesagt keinen Schimmer
Jep. Das ganze verschwommene, unscharfe, pixelige, das ist nicht Teil des Bildes, sondern kommt einfach daher, dass der Datenträger, in diesem Fall die DVD, aufgrund der geringeren Speicherkapazität komprimieren muss.
Da wurde nichts nachgeschärft (das wäre auch in DIESER Art gar nicht möglich, denn man müsste Details neuzeichnen, die gar nicht da wären, und das Bild für Bild) - die Blu-ray zeigt einfach das Ausgangsmaterial unverfälschter.
Es ist ja ein Irrglaube, dass z.B. alte Fotografien wenig Details bieten. Natürlich kommt es auch auf das Gerät und den Fotografen und die Lichtverhältnisse an, keine Frage, aber wenn du dir etwa gute Starportraits aus den 20ern oder 30ern ansiehst, die unkomprimiert gezeigt werden, und da reinklickst, siehst du alles - feine Häärchen auf der Haut, die Struktur des Gewandes, Poren, usw. Der Vorgang ist ja derselbe wie beim Filmen: der Film(streifen) wird belichtet.
Es müssen aber gar keine Filmstreifen sein; schau dir einmal diese Daguerrotypie aus dem Jahr 1838 an, das den Boulevard du Temple in Paris zeigt. Hier kannst du in das Foto reinklicken und siehst relativ viele Details, die man einem derart alten Foto nicht zugetraut hätte
Also wie gesagt: auf dem Film sind die Details oben, auf der VHS oder der DVD verschwinden sie aufgrund der Kompression, die Blu-ray wiederum zeigt den Film am unverfälschtesten so, wie er tatsächlich aussieht. Deswegen meine ich ja, dass man ganz neue Dinge entdeckt, auch bei alten Filmen und Stummfilmen.
Viele sagen leider auch "Solche Dinge sind mir nicht wichtig, solange ich was erkenne". Aber so unwichtig ist die Schärfe gar nicht. Beim Film "Bram Stokers Dracula" von 1992 zum Beispiel haben die Kostümbildner auch darauf geachtet, welche Stoffe sie verwenden, und sie haben selbst gesagt, dass der Zuseher SEHEN soll, welche Stoffe es sind. Auf einer DVD sieht man es nicht, da sehen die Stoffe praktisch gleich aus, man sieht keine Struktur von Leder, Filz oder Stickereien.
(Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass es tatsächlich die Unart gibt bei manchen Filmfirmen, Filme nachzuschärfen, was sich dann oft darin äußert, dass Menschen einen "Heiligenschein" haben, also ein leichtes Leuchten um die Ränder herum. Solche Sachen kaufe ich aber nicht. Aber selbst dieses Nachschärfen könnte niemals ein derart pixeliges Bild, wie man es auf meinen DVD-Beispielbildern sieht, so detailreich und klar machen).
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (03.12.2016, 13:53): Ich habe zwar auch keine Ahnung, aber davon genug, um sagen zu können, dass hier nicht der Unterschied zwischen DVD und Blu Ray, sondern der zwischen den Restaurierungen für die DVD und für die Blu Ray gezeigt werden. Ansonsten würde das bedeuten, dass die DVD nicht besser auflösen kann, als im unteren Bild gezeigt. Natürlich spielt auch das Ausgangsmaterial eine Rolle. Aber generell kann eine Blu-ray einfach ein Bild unverfälschter darstellen, die technischen Voraussetzungen sind da. Vielleicht war bei Nosferatu wirklich ein anderes Remastering als auf der DVD, ein anderes Ausgangsmaterial. Würde man aber das Master der Blu-ray auch genau so auf DVD pressen, wäre die Blu-ray immer noch weit vorne.
Das ist ähnlich wie bei CD und Vinyl. Man kann ein super Mastering auf Vinyl pressen, und ein absolut mieses auf CD. Natürlich wird die CD es nicht verbessern, und die Vinyl wird besser klingen. Aber wenn man das selbe Master (was bei Nosferatu vielleicht nicht der Fall war? egal) verwendet, dann kann die CD die Musik besser wiedergeben.
Aber ok, ein anderer Vergleich mit noch einem älteren Film, "The Birth of a Nation" von 1915, von der selben Firma.
Hier sieht man, dass auch auf diesem alten Film viele Details drauf sind, wie etwa die Ornamente unten, und feine Konturen, obwohl das hier beides starke Zooms sind. Auf der DVD erkennt man nichts mehr.
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (03.12.2016, 15:48): Natürlich wird die CD es nicht verbessern, und die Vinyl wird besser klingen. Aber wenn man das selbe Master (was bei Nosferatu vielleicht nicht der Fall war? egal) verwendet, dann kann die CD die Musik besser wiedergeben. Das ist die ewige Diskussion zwischen den LP- und CD-Befürwortern. Zunächst mal kommt weniger auf der CD an, weil durch die Quantisierung Information verloren geht. Damit ist auf der LP auf jeden Fall mehr drauf. Dass dieser Vorsprung bei der Wiedergabe mehr als verloren geht stimmt, weil man sets Hardware aus verschiedenen Leistungsklassen -lies: derselben Preisklasse- miteinander vergleicht. Ein 200 € Plattenspieler wird gegen jede ebenso billige Digitalquelle abstinken. Wahrscheinlich ist das in der 2000 € Klasse genauso. Man kann allerdings für einen Plattenspieler auch den Gegenwert eines Eigenheims entrichten und bei dem Aufwand sollte theoretisch alles, was auf der LP ist, bei den Lautsprechern ankommen. Dagegen muss auch der teuerste CD-Dreher das Digitalmuster wieder zurück wandeln und durch die Interpolation minimal(st)e Abweichungen zum Originalmaster erzeugen. Ob das einen wahrnehmbaren Unterschied macht, bezweifle ich - aber kann es nicht sicher sagen, da ich es nie selbst nach-gehört habe.
Hosenrolle1 (03.12.2016, 15:59): Da sprichst du einen guten Punkt an.
Gegen Plattenspieler spricht m.E. auch, dass man da ERHEBLICH mehr investieren müsste, um eine möglichst gute Wiedergabe zu erzielen.
Der Plattenspieler selbst muss schon ordentlich teuer sein, man muss auf das Anti-Skating schauen, er sollte möglichst wenig Rumpelfaktor haben, Gleichlaufschwankungen sollten keine da sein, die Nadel muss sehr hochwertig sein, vielleicht braucht man auch noch Zubehör wie Nadelbürsten oder Wasserwaagen, um alles korrekt zu justieren.
Dann kann man die Platten selbst noch mit allen möglichen Mitteln reinigen, auch das kostet Zeit und Geld, besonders wenn man hunderte, wenn nicht tausende Platten hat.
Und dann noch die ganze restliche Ausrüstung. Irgendwelche superteuren Kabel die was weiß ich was für Vorteile haben, Verstärker und Lautsprecher im Luxusbereich, usw.
Also ziemlich viel Aufwand und Geld ist nötig, um die Schwächen einer mechanischen Abtastung möglichst nicht hörbar zu machen. Und WENN dann mal ein Kratzer auf der LP ist, oder ein Staubkorn, dann hört man das trotzdem, teure Anlage hin oder her.
Bei einer CD hat man das alles nicht. Da hat man mit einem, sagen wir, 200-300 Euro Gerät, einer HiFi-Komponente, schon ordentliche Leistung. Kratzer sind kein Problem mehr, Staub ebenfalls nicht. Man muss kein Zubehör kaufen, damit der Laser nicht schief liegt, keine Stroboskopscheiben, um zu prüfen, dass der Riemen nicht schon ausgeleiert ist.
Mal ganz davon abgesehen, dass man besonders bei Opern nicht ständig die LP und die Seite wechseln muss, und man Titel ganz einfach tracken kann, während das auf der LP praktisch nur mit ständigem Nadel drauf, hören, Nadel weg, Nadel drauf .... zu bewerkstelligen ist.
Die CD ist natürlich kein perfekter Tonträger - wirklich perfekt wäre eine unkomprimierte Datei.
LG, Hosenrolle1
Hörbert (03.12.2016, 16:16): Hallo!
Zunächst mal kommt weniger auf der CD an, weil durch die Quantisierung Information verloren geht. Damit ist auf der LP auf jeden Fall mehr drauf. Sorry aber das stimmt so nicht, alleine schon durch den Produktionsprozess (Schneiden der Matritze, Galvanisierung der Matritze und die zwei zusätzlichen Kopiervorgänge bei denen von der ursprünglichen Matritze zuerst ein Negativ und von dem wieder ein Positiv gezogen wird und der anschließende Pressvorgang auf eine PVC-Platte läßt von der ursprünglichen Information nicht allzuviel übrig. Klar das menschliche Ohr ist damit immer noch zufrieden aber rein rechnerisch bleibt hier noch ein Informationsvolumen von ca. 12-bit bei einer Abtastrate von 32 KHz (=16 Khz pro Kanal) übrig.Das ist im direkten Vergleich zu einen handelsüblichen CD sehr, sehr wenig an Informationen.
Man kann allerdings für einen Plattenspieler auch den Gegenwert eines Eigenheims entrichten und bei dem Aufwand sollte theoretisch alles, was auf der LP ist, bei den Lautsprechern ankommen. Das ist schon viel, viel früher der Fall, die absolute Obergrenze dessen was hier möglich ist sollte schon bei einem Gerät wie dem bekannten (leider nicht mehr gebauten) Technics SL-12xx MK-II mit einem Abtastsysten zwischen 300 und 600 Euro erreicht sein. Informationstechnisch gesehen geht da eigentlich nicht mehr, -allerdings läßt sich klangkosmetisch noch einiges machen.
Ein 200 € Plattenspieler wird gegen jede ebenso billige Digitalquelle abstinken. Wahrscheinlich ist das in der 2000 € Klasse genauso.
:( Da kannst du getrost anstatt 2000 Euro auch 20.000 Euro einsetzen und das Ergebnis wird sich nicht ändern. Die Schallplatte selbst mit ihren technischen Parametern setzt hier die Grenzen und die sind (leider) sehr eng gefasst. :(
Die CD ist natürlich kein perfekter Tonträger - wirklich perfekt wäre eine unkomprimierte Datei. Die Dateien auf CD´s sind unkomprimierte PCM-Dateien mit einer Auflösung von 16-Bit (=32768 mögliche Lautstärkeschritte oder eine Dynamikspanne von 96 dB) mit höheren Auflösungen oder abtastraten gewinnst du eigentlich nur noch bei Mehrkanalsystemen etwas nicht aber bei Zweikanalsystemen.
MFG Günther
Cetay (inaktiv) (03.12.2016, 23:00): Sorry aber das stimmt so nicht, alleine schon durch den Produktionsprozess (Schneiden der Matritze, Galvanisierung der Matritze und die zwei zusätzlichen Kopiervorgänge bei denen von der ursprünglichen Matritze zuerst ein Negativ und von dem wieder ein Positiv gezogen wird und der anschließende Pressvorgang auf eine PVC-Platte läßt von der ursprünglichen Information nicht allzuviel übrig. Klar das menschliche Ohr ist damit immer noch zufrieden aber rein rechnerisch bleibt hier noch ein Informationsvolumen von ca. 12-bit bei einer Abtastrate von 32 KHz (=16 Khz pro Kanal) übrig.Das ist im direkten Vergleich zu einen handelsüblichen CD sehr, sehr wenig an Informationen. Da ist was dran. Ich habe mal eine theoretische Rechnung gesehen, bei der so getan wurde, als ob die Information auf der LP quantisiert wäre. Da gingen so Sachen wie Nadeldurchmesser und Rillenquerschnitt mit ein und es blieben -rein theoretische- 60 dB übrig, was sogar nur 10 bit entspräche. Letzlich gilt: Grau ist alle Theorie – entscheidend is auf der Ohrmuschel.
Obwohl die Daten-reduzierten Formate immer wieder als Untergang der Hörkultur gegeißelt werden, oute ich mich jetzt mal: ich höre mittlerweile hauptsächlich über Spotify.
Mit dem Premium-Abo hat man die Option des "Extreme Quality Streaming" (und -wichtiger noch- des "Extreme Quality Download" samt Offline-Betrieb). Damit verfügt man über eine Bitrate von 320 kbit/sec in Ogg Vorbis Codierung. Letzterer sagt man nach, bei identischer Bitrate deutlich weniger verlustbehaftet als MP3 zu sein - und es gibt Stimmen, die behaupten, schon 320 k/bit MP3 wäre von CD-Qualität nicht zu unterscheiden. Aber entscheidend is... ihr wisst schon. Smartphone: aber wirklich! Es kommt darauf an, wie man die Daten ausliest und da sind die internen Lautsprecher natürlich Tabu und der Klinkenausgang für den Kopfhörer (AKG 451) kommt nur bei Flug- oder Zugreisen zum Einsatz. Aber via Bluetooth Empfänger und Digital-Kabel an meine Profi-Digital-Aktivboxen geströmt habe ich für einen Tausender ein System das meinen durchaus nicht geringen Ansprüchen voll und ganz genügt und Fragen nach FLAC oder HiRes gar nicht erst aufkommen lässt. Ob Spotify für Interpretationsvergleiche brauchbar ist, hängt davon ab, wie viel Auswahl man erwartet. Bei der Suche nach der idealen Mozart-Messe (KV 427) musste ich mit schlappen 29 Aufnahmen Vorlieb nehmen. Wie viel man findet, ist auch eine Frage der richtigen Suchstrategie, weil die Verschlagwortung -scheinbar eine Krankheit aller Streamingdienste- miserabel ist. Bei Neuer Musik ist die Trefferquote nicht schlecht. Die spezialisierten Schwergewichte Kairos und mode sind fast vollzählig vertreten und bei einer versuchsweise Eingabe von "Webern" bekam ich weit über 100 Alben als Treffer angezeigt. Wenn ich nach meinem Spezi "Scelsi" suche, finde ich zwar 23 Alben, aber kein einziges aus der mode-Serie. Suche ich aber gezielt nach den entsprechenden Künstlern oder -wenn das nicht hilft- nach Titeln von einzelnen Stücken, dann finden sich alle Zehne und so komme ich auf 33 - das ist mehr als jpc im Angebot hat. Mein Umgang mit Künstlern oder Labeln, die sich dem Streaming verweigern, ist recht nonchalant: sie finden nicht statt.
Hörbert (04.12.2016, 07:41): Hallo!
Rein Gehörmäßig dürften schon 256 KB MP-3 (VBR-Codierung) keinen Unterschied zu einer CD mehr aufweisen.
Das Gehör selbst ist eigentlich mit recht wenig zufrieden und größere Datenmengen werden ganz einfach nicht mehr wirklich verarbeitet, klar tust du dir z.B. bei der idendifizierung bestimmter Instrumente bei einer guten Aufnahme auf CD leichter als z.B. bei der Indendifizierung auf einer alten Schallplatte mit all ihren Abtastverzerrungen und mangelnder Auflösung, aber so etwas äußert sich dann allenfalls in der Spanne in der konzentriertes ermüdungsfreies hören möglich ist,-wobei dir hier paradoxerweise eine Fülle von Details und eine gut durcchhörbare Binnenstruktur wieder einen Strich durch die Rechnung machen können da dich die Komplexität schon mal gehörmäßig überforden kann und dann schaltest man einfach ab.
Interpretationsvergleiche so wie ich sie vornehme, (also z.B. mit direkt verglichenen ausschnitten wichtiger Stellen, und was der Dinge mehr sind) ist mit den mir bekannten Funktionen der Bezahlradios nicht möglich, verblindetes anhören längerer zurechgeschnittener Passagen ebenfalls nicht. Möglicherweise gibt es ja diese Funktion aber ich habe sie jedenfalls nicht gefunden.
:( Bei der Suche in Sachen "Neuer Musik " hatte ich z.B. bei Donald Erb oder bei Philippe Boesmans genau null Trefferobwohl das eigentlich recht bekannte Komponisten sind von denen ich auch einige Werke im Regal stehen habe. :(
MFG Günther
Hosenrolle1 (04.12.2016, 08:00): Die Dateien auf CD´s sind unkomprimierte PCM-Dateien mit einer Auflösung von 16-Bit (=32768 mögliche Lautstärkeschritte oder eine Dynamikspanne von 96 dB) mit höheren Auflösungen oder abtastraten gewinnst du eigentlich nur noch bei Mehrkanalsystemen etwas nicht aber bei Zweikanalsystemen. Oh, na das ist ja umso besser :D Die CD ist auf jeden Fall ein technischer Fortschritt, der auch sinnvoll war, im Gegensatz zu manchen anderen technischen Geräten, von denen die Leute momentan meinen, sie bräuchten das jetzt. Ich war auch eine ganze Zeit der Meinung, die Vinylplatte sei das beste Medium zum Musikhören, wobei da auch viel Nostalgie eine Rolle gespielt hat. Bis ich gemerkt habe, dass das völlig Unsinn ist. Die Leute haben immer nach besseren technischen Möglichkeiten gesucht. Nach der Schellackplatte kam die Vinylplatte, nach der Vinylplatte die CD. Wenn ein Datenträger so viele massive Vorteile bringt wie die CD, dann verzichte ich gerne auf das große Cover oder die - für mich - rein optisch schönere Schallplatte, denn schlussendlich zählt doch eigentlich, wie die Musik klingt, und auf der CD klingt sie ohne Kratzer, Knackser und Brummen.
Aber wie sieht es aus bei CDs, wo über 70 Minuten drauf sind? Muss da nicht zumindest ein bisschen komprimiert werden, damit alles draufpasst? Ähnlich wie bei einem DVD-Rohling?
Zumindest ist hiermit widerlegt, dass auf einer Vinylplatte nicht mehr musikalische Informationen drauf sind. Manche Vinylfreaks hören solche technischen Fakten nicht so gern, oder sagen dann "Naja, aber mit MEINEN Luxus-Abspielgeräten klingt die Platte trotzdem besser als jede CD" :D
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (04.12.2016, 08:31): Zumindest ist hiermit widerlegt, dass auf einer Vinylplatte nicht mehr musikalische Informationen drauf sind. Manche Vinylfreaks hören solche technischen Fakten nicht so gern, oder sagen dann "Naja, aber mit MEINEN Luxus-Abspielgeräten klingt die Platte trotzdem besser als jede CD" :D Das ist m. E. etwas vorschnell geurteilt. Es sind tatsächlich weniger Information drauf und damit weniger nutzbare Dynamik, aber der Nachteil, dass bei der Wiederherstellung des Analogsignals durch die Interpolation minimal(st)e Abweichungen zum Originalmaster erzeugt werden, welche keinem natürlichen Signal entsprechen, ist damit nicht aus der Welt. Theorien, ob das Gehirn ständig mit der Korrektur dieser Anomalien beschäftigt ist und deshalb konzentriertes oder versunkenes Musikhören von CD erschwert wird, werden wissenschaftlich diskutiert und sind noch nicht abschließend geklärt.
Hörbert (04.12.2016, 08:43): Hallo!
Aber wie sieht es aus bei CDs, wo über 70 Minuten drauf sind? Auch hier findet keine Kompression statt, -das ist schon rein Formatbedingt gar nicht möglich, in den 80ger Jahren als die CD auf den Markt kam war digitale Datenkompression noch ein Zukunftsthema-, Dias hier verwendete PCM-Format lässt solches gar nicht zu. Vielmehr werden hier die "Spuren" mit den "Pits und Lands" etwas enger zusammengelegt und auf einen Teil der redundanten Daten verzichtet, die CD ist immerhin ein "Spätes Kind" des kalten Krieges und war ursprünglich eigentlich als Massendatenspeicher für Lenkflugkörper konzipiert, -daraus wurde aber nichts, allerdings ist die vergleichsweise hohe Datenredundanz seinerzeit im "Red-Book" davon übriggeblieben.
Höherauflösende Medien wie SACD und/oder DVD-A/-V bieten hier nur noch klangliche Vorteile wenn die Mehrkanaloption genutzt wird, -im reinen Stereobetrieb kommen die Vorteile dieser Formate gar nicht zum tragen (im übrigen findet hier eine verlustfreie Kompression der Daten durchaus statt, -ebernso bei den BR-Datenträgern.
:) So gesehen ist also das alte bei den CD´s verwendete PCM-Format das einzige unkomprimierte Format das überhaupt auf dem Markt ist, aber das spielt keine Rolle da die bei den höherauflösenden Formaten verwendeten Kompressionsalgorithmen verlustfrei arbeiten. :)
Interessant ist allerdings bei den höherauflösenden Formaten die bessere Übersteuerungsfestigkeit die solche Formate vor allem für die Aufnahme geeigneter macht als das alte 16-Bit/48 KHz-Abtastfrequenz Format.
Naja, aber mit MEINEN Luxus-Abspielgeräten klingt die Platte trotzdem besser als jede CD" Der Glaube versetzt halt Berge, wie schon weiter oben geschrieben reicht eigentlich jeder Technics SL-12xx MK-II oder jedes vergleichbare Gerät mit z.B. einem Ortofon OM(S)-40 aus um alles was die Schallplatte eigentlich zu bieten hat auch an die Lautsprecherklemmen zu bringen.
Hier gibt es dann noch einiges was man am "schönen" Klang drehen kann aber was den reinen Informationsgehalt einer Schallplatte betrifft bist du mit dem genannten Equipment schon jenseits von gut und böse. :D -Der Rest ist halt Hobby- :D .
minimal(st)e Abweichungen zum Originalmaster erzeugt werden, welche keinem natürlichen Signal entsprechen, Nun die Abtastverzerrungen, die durch den Schneide- und Pressvorgang erzeugten Verformungen des Signals auf einer Schallplatte entsprechen ebenfalls keinem natürlichem Signal, insofern würden sich diese beiden Formate nichts schenken, -immer unter der voraussetzung das diese "minimalsten Abweichungen" in der Tat vorhanden wären was keinesfalls nachgewiesen ist.
MFG Günther
Cetay (inaktiv) (04.12.2016, 09:13): Hallo!
Rein Gehörmäßig dürften schon 256 KB MP-3 (VBR-Codierung) keinen Unterschied zu einer CD mehr aufweisen.
Das Gehör selbst ist eigentlich mit recht wenig zufrieden und größere Datenmengen werden ganz einfach nicht mehr wirklich verarbeitet, klar tust du dir z.B. bei der idendifizierung bestimmter Instrumente bei einer guten Aufnahme auf CD leichter als z.B. bei der Indendifizierung auf einer alten Schallplatte mit all ihren Abtastverzerrungen und mangelnder Auflösung, aber so etwas äußert sich dann allenfalls in der Spanne in der konzentriertes ermüdungsfreies hören möglich ist,-wobei dir hier paradoxerweise eine Fülle von Details und eine gut durcchhörbare Binnenstruktur wieder einen Strich durch die Rechnung machen können da dich die Komplexität schon mal gehörmäßig überforden kann und dann schaltest man einfach ab.
Interpretationsvergleiche so wie ich sie vornehme, (also z.B. mit direkt verglichenen ausschnitten wichtiger Stellen, und was der Dinge mehr sind) ist mit den mir bekannten Funktionen der Bezahlradios nicht möglich, verblindetes anhören längerer zurechgeschnittener Passagen ebenfalls nicht. Möglicherweise gibt es ja diese Funktion aber ich habe sie jedenfalls nicht gefunden.
:( Bei der Suche in Sachen "Neuer Musik " hatte ich z.B. bei Donald Erb oder bei Philippe Boesmans genau null Trefferobwohl das eigentlich recht bekannte Komponisten sind von denen ich auch einige Werke im Regal stehen habe. :(
MFG Günther Bei wie viel KB die Grenze liegt, daran scheiden sich wiederum die Geister. Manche glauben, den Unterschied zwischen 256 und den 1411 von CD zu hören. Nicht unbedingt im A/B Vergleich, aber der ist für so eine Untersuchung auch untauglich. Es geht um die Befindlichkeit beim Langzeithören (siehe oben) und da sind manche von MP3 einfach genervt. Allerdings kenne ich keine Studie, bei dem Probanden über einen längeren Zeitraum hinweg nach jeder Hörsitzung unter heimischen Bedingungen ein Urteil abgeben, ohne zu wissen, welches Format sie gerade gehört haben. Ich denke die Trefferquote läge um die 50%. 8)
Dass es nach unten eine deutliche Grenze gibt, habe ich vorurteilsfrei hörend erfahren. Unlängst dachte ich mir: warum klingt Spotify auf einmal so besch*? Bis mir wieder eingefallen ist, dass die App abgeschmiert war und neu installiert werden musste. Und damit hatte ich die Voreinstellung "Normale Qualität" drin. Wer behauptet, man könne über Spotify die Klangqualität von Aufnahmen nicht beurteilen, hat nur dann recht, wenn von der freien Version die Rede ist. Die Premuim-Qualität ist "wie CD".
Eine legale Schneidemöglichkeit gibt es auch bei Downloads nicht, damit sind Passagen-weise Vergleiche in der Tat nicht drin. Die genannten Komponisten (man müsste mal definieren, was "recht bekannt" heißt - ich hatte bis eben von beiden noch nie etwas gehört) sind vertreten. Boesmans mit 8 vollen Alben und auf zwei Kompilationen und Erb mit 5 Alben.
Hörbert (04.12.2016, 10:51): Hallo!
Es geht um die Befindlichkeit beim Langzeithören (siehe oben) und da sind manche von MP3 einfach genervt. Wie du ja angeführt hast sind hier keine verblindeten Ergebnisse bekannt, da bestimmt wohl in vielen Fällen das Bewußtsein das Sein. Allerdings gibt es, egal wie hoch ich die Bitrate setze-, einen ganz bestimmten Kreis von Hörern denen MP-3´s immer ins Ohr sticht, -allerdigs sind das Leute die ein auf eine bestimmte Art geschädigtes Gehör haben und die an einiges Stellen deswegen starkes Rauschen anstelle von Musik wahrnehmen, hier liegt der Verdeckungseffekt genau dort wo der laute Ton der den leiseren den sie hören würden falls das Gehörorgan korrekt funktionieren wüde maskiert auf einen ihrer Frequenzgangeinbrüche trifft. In meinem Bekanntenkreis gibt es im übrigen genau so ein Fall.
Na ja Erb und Boesmans sind schon recht bekannt, auch wenn sie nie den Bekanntheitsgrad von Hans Werner Henze oder auch nur Georg Friedrich Haas erreicht haben so sollten sie ( genau wie z.B. Francis Miroglio oder Hans Holewa ) eigentlich ein Begriff sein ( :) müssen aber nicht :) ). Aber man kann natürlich nie alle Komponisten kennen, -so ist auch ganz sicher nicht jedem Hörer der (alten) "neudeutschen Schule" Ludwig Thuille ein Begriff sowie vermutlich auch nicht jeder Hörer der klassisch/romantischen Ära Johann Nepomuk Hummel oder Friedrich Kalkbrenner kennt.
MFG Günther
Vinding (04.12.2016, 11:01): Also da widerspreche ich mal, natürlich aus rein subjektiver Sicht:
Was mp3 betrifft: bei elektronischer Musik mit Gesangsstimmen tiefer als Sopran reicht mir mp3 mit 320 CBR oder 245 VBR aus, da höre ich zur CD keinen Unterschied und fühle mich nicht unentspannt. Bei Klassik und akustischem Jazz bzw. Stimmen in hohen Lagen höre ich im A - B Vergleich meist keinen Unterschied, bin allerdings nach spätestens 1 Stunde angestrengt und genervt, ähnlich wie mir das mit vielen Kopfhörern von Beyer geht (die gut klingen, die ich aber nicht länger mit einem entspannten Gefühl hören kann). Bei Sinfonischer Musik aber auch z.B. beim Cello kann ich Unterschiede im A - B Vergleich zu über 80 Prozent reproduzieren, dem Cello fehlt bei mp3 "Körper" (da fällt mir ein mit Cassandra Wilson und Allison Moyet krieg ich´s auch hin, auch da fehlt "Körper"), Orchester klingen weniger transparent. Die hörbaren Unterschiede sind allerdings nicht riesig und würden mich von mp3-Streaming nicht abhalten, das Anstrengungsgefühl aber schon.....
Bei Quobuz streame ich mit CD-Qualität (es würde auch HIRes gehen, aber wenn es da Unterschiede geben sollte, höre ich sie mit meinem Equipment nicht)
Falls Nachfragen kommen:
Ich höre überwiegend über Dektop mit einer ASUS Xonar Soundkarte, die eine regelbare Kopfhörerverstärkung hat und auch HiRes umwandeln kann. Ich hatte mal testweise zwei USB-Kophörerverstärker von Cambridge und - recht teuer - Grace da, wenn überhaupt klang es mit dem Cambridge eine Spur "wärmer", aber ich fand nicht, dass dies eine weitere Geldausgabe rechtfertigt.
Als Kopfhörer kommen ein modifizierter AKG 701, ein AKG 271 III (geschlossen) und für manche schlechte Aufnahmen ein gebraucht gekaufter Sennheiser mit abgeblätteter Typenbezeichnung (450+, 460+ oder so, weiß nicht mehr) zum Einsatz. Nicht mehr im Einsatz sind - aber ausgiebige Hörerfahrung habe ich mit - Beyer 880 (250 Ohm), AKG 601 (der "lineare" mit ganz wenig Bass), einem grässlichen Grado dessen Modellbezeichnung ich vergessen habe und einem Sennheiser 600 (kaputt, den Klang mochte ich, fand ihn aber nicht sehr komfortabel), zum Testen hatte ich noch einige andere Hörer da.
Zum Smartphone:
Da gibt es ziemliche Unterschiede. Meins (HTC 10) hat einen recht guten DAC und einen vergleichsweise kräftigen KHV, mit dem AKG 271 III funktioniert es klanglich und lautstärkemäßig bestens (die mäßige Kamera nehme ich dafür gerne in Kauf). Mit dem 701 klingt es allerdings etwas "zurückhaltend". Auch von LG gibt es ein auf Klang ausgerichtetes Modell, allerdings mit einem steckbaren Modul von B & O, klang auch sehr gut, die Steckverbindung hatte aber etwas von einer Sollbruchstelle. Ach ja, ich streame in CD-Qualität, HiRes ginge mit meinem Smartphone auch....
Ich habe hier noch ein Samsung S 4, Musik möchte ich damit aber nicht hören......
Dass man Schallplatten klanglich bevorzugt, kann ich allerdings gut nachempfinden. Da geht es glaube ich nicht darum, was an Information fehlt, sondern was hinzukommt. Da wo der Schneidstichel kurz parkt wird die Spur beim Bremsen und wieder anfahren breiter, was dann sozusagen eine eigentlich nicht der Aufnahmesituation entsprechende akustische Information hinzuaddiert. Auch Röhrenklang lebt von "Verunreinigungen". Ich mags, kann aber nachempfinden wenn man es nicht mag. Das einzige was ich mir bei anderer Wohnsituation und zuviel Geld vorstelllen könnte ist ein McIntosh - Röhrenverstärker mit einem Linn Plattenspieler und Elektro- oder Magnetostaten. CDs vermisse ich jedenfalls nicht.
Ach ja @Cetay Die Suche und Kennzeichnung per Tags bei Deinem Dienst genauso suboptimal wie bei meinem?
Hosenrolle1 (04.12.2016, 11:35): Dass man Schallplatten klanglich bevorzugt, kann ich allerdings gut nachempfinden. Da geht es glaube ich nicht darum, was an Information fehlt, sondern was hinzukommt. Da wo der Schneidstichel kurz parkt wird die Spur beim Bremsen und wieder anfahren breiter, was dann sozusagen eine eigentlich nicht der Aufnahmesituation entsprechende akustische Information hinzuaddiert. Auch Röhrenklang lebt von "Verunreinigungen". Ich mags, kann aber nachempfinden wenn man es nicht mag. Das einzige was ich mir bei anderer Wohnsituation und zuviel Geld vorstelllen könnte ist ein McIntosh - Röhrenverstärker mit einem Linn Plattenspieler und Elektro- oder Magnetostaten. Bei mir hat das nichts mit mögen oder nicht mögen zu tun - ich möchte einfach nur eine möglichst authentische Wiedergabe haben, ohne irgendwelche Störgeräusche, und das ist mit der CD gegeben.
LG, Hosenrolle1
Vinding (04.12.2016, 12:18): Dieser vorgestellte Traum oben wäre auch keineswegs als Alternative gedacht, sondern als Ergänzung zur CD bzw. bei mir zu Download u. Streaming... mehr als haptisches, visuelles und akustisches Erleben in besonderen Momenten, aber egal, ich werde weder das Geld haben noch die entprechenden Räumlichkeiten.
Cetay (inaktiv) (04.12.2016, 12:22): Also da widerspreche ich mal, natürlich aus rein subjektiver Sicht:
Was mp3 betrifft: bei elektronischer Musik mit Gesangsstimmen tiefer als Sopran reicht mir mp3 mit 320 CBR oder 245 VBR aus, da höre ich zur CD keinen Unterschied und fühle mich nicht unentspannt. Bei Klassik und akustischem Jazz bzw. Stimmen in hohen Lagen höre ich im A - B Vergleich meist keinen Unterschied, bin allerdings nach spätestens 1 Stunde angestrengt und genervt, ähnlich wie mir das mit vielen Kopfhörern von Beyer geht (die gut klingen, die ich aber nicht länger mit einem entspannten Gefühl hören kann). Bei Sinfonischer Musik aber auch z.B. beim Cello kann ich Unterschiede im A - B Vergleich zu über 80 Prozent reproduzieren, dem Cello fehlt bei mp3 "Körper" (da fällt mir ein mit Cassandra Wilson und Allison Moyet krieg ich´s auch hin, auch da fehlt "Körper"), Orchester klingen weniger transparent. Die hörbaren Unterschiede sind allerdings nicht riesig und würden mich von mp3-Streaming nicht abhalten, das Anstrengungsgefühl aber schon..... Das ist kein Widerspruch. Meine Ausführungen galten nur für die Ogg Vorbis Codierung, der man nachsagt, bei identischer Bitrate deutlich weniger verlustbehaftet als MP3 zu sein. Ich meine auch, Unterschiede zwischen 320 MP3 und CD zu hören obwohl ich das nicht sollte. Ich empfinde MP3 als etwas "dünner" -dein Bild vom fehlenden "Körper" trifft es sehr gut- und halte es auch nicht für tauglich zum Langzeithören.
Da gibt es ziemliche Unterschiede. Meins (HTC 10) hat einen recht guten DAC und einen vergleichsweise kräftigen KHV, mit dem AKG 271 III funktioniert es klanglich und lautstärkemäßig bestens (die mäßige Kamera nehme ich dafür gerne in Kauf). Mit dem 701 klingt es allerdings etwas "zurückhaltend". Auch von LG gibt es ein auf Klang ausgerichtetes Modell, allerdings mit einem steckbaren Modul von B & O, klang auch sehr gut, die Steckverbindung hatte aber etwas von einer Sollbruchstelle. Ach ja, ich streame in CD-Qualität, HiRes ginge mit meinem Smartphone auch.... Auch der Verstärkerbauer Marshall London hat letztes Jahr ein Smartphone raus gebracht, das speziell auf die Bedürfnisse von Musikhörern zugeschnitten sein soll. Das würde würde mich schon brennend interessieren... :whistling:
Ach ja, McIntosh... :love: :love:
Cetay (inaktiv) (04.12.2016, 12:41): Na ja Erb und Boesmans sind schon recht bekannt, auch wenn sie nie den Bekanntheitsgrad von Hans Werner Henze oder auch nur Georg Friedrich Haas erreicht haben so sollten sie ( genau wie z.B. Francis Miroglio oder Hans Holewa ) eigentlich ein Begriff sein ( :) müssen aber nicht :) ). Aber man kann natürlich nie alle Komponisten kennen, -so ist auch ganz sicher nicht jedem Hörer der (alten) "neudeutschen Schule" Ludwig Thuille ein Begriff sowie vermutlich auch nicht jeder Hörer der klassisch/romantischen Ära Johann Nepomuk Hummel oder Friedrich Kalkbrenner kennt.
MFG Günther Ich habe die beiden mal Probe gehört. Ich habe einige Komponisten dieser Couleur gehört, aber ehrlich zugegeben für mich noch keine Möglichkeit gefunden, Qualitätsunterschiede über gefällt mir oder gefällt mir nicht hinaus zu beschreiben.
Bei den Altvorderen haben wir den -sehr zweifelhaften- Vorteil, dass die Musikwissenschaftsgeschichte für uns schon die Selektion getroffen hat und wir deshalb "wissen", dass Beethoven größer war als Pleyel oder Spohr - auch wenn das dem damaligen Publikum ganz und gar nicht klar gewesen ist. Also warten wir noch ein Paar Jahrzehntchen, dann wissen wir auch wie Erb und Boesmans gegenüber einem Norgard oder Lindberg einzustufen sind. 8)
Hörbert (04.12.2016, 13:57): Hallo!
:S Ja, der Filter der Zeit wird zeigen was übrigbleibt, allerdings sehe ich hier wie auch zu früheren Zeiten eine Mischung aus musikalischem Qualitätsurteil und vielen ausermusikalischen Einflüssen gewürzt mit einer gehörigen Prise Zufall. :S
Bei Donald Erb interessiert mich z.B. sein experimentelles Schaffen auf dem Gebiet der Live-Elektronik aus den 70ger und 80ger Jahren das man z.Z. leider weder bei Spontify noch als aktuell verlegte CD findet. -Hier bin ich also nach wie vor auf die alte spärliche Dokumentation auf alten Schallplatten angewiesen-. Na, schaun wir mal, schließlich hat Warner ja schon seit geraumer Zeit Nonsuch übernommen, möglicherweise veröffentlichen sie zumindest einmal einen Teil der alten Sachen neu, -bei Carter hat das ja auch geklappt-.
MFG Günther
Vinding (04.12.2016, 13:58): Ach ja:
Boesmanns gibt es bei Quobuz 8 mal plus 9 Mal zusammen mit weiteren Komponisten, Erb nur auf 4 Compilations, jedenfalls wenn ich diese Namen in der Suche eingebe...die Erfahrung zeigt, dass es bei Quobuz CDs gibt von denen Quobuz selbst nichts weiss.....
Cetay (inaktiv) (04.12.2016, 14:47): Ach ja
@Cetay Die Suche und Kennzeichnung per Tags bei Deinem Dienst genauso suboptimal wie bei meinem? Suboptimal ist sehr freundlich ausdrückt. :cursing: Beispiel:
Auf der "Artist"-Seite von Giacinto Scelsi -> Nix "Scelsi" als Suchbegriff eingeben und gefunde "Albums" durchscrollen -> Fehlanzeige "Scelsi" und "Lin" eingeben und hoffen unter "Songs" etwas zu finden -> Nö Nur "Weiping Lin" eingeben --> Nein "The Violin Works"... -> Treffer. Dass ich da nicht gleich drauf gekommen bin. :rolleyes:
Cetay (inaktiv) (04.12.2016, 15:02): Hallo!
:S Ja, der Filter der Zeit wird zeigen was übrigbleibt, allerdings sehe ich hier wie auch zu früheren Zeiten eine Mischung aus musikalischem Qualitätsurteil und vielen außermusikalischen Einflüssen gewürzt mit einer gehörigen Prise Zufall. :S So war mein Post zu verstehen; mit der Feststellung sehr zweifelhaft und den " " um das Wort 'wissen'. Schlimmer noch ist freilich, dass das heute kaum mehr jemand nachprüft. Sicher taucht hier und da immer wieder mal jemand auf, der uns belehrt, dass z. B. Beethovens Zeitgenossen heute sträflich unterbelichtet seien, aber dennoch werden sie schlichtweg ignoriert. Das wäre aber eher eine Diskussion zum Thema "Starkult", der in puncto Komponisten nicht weniger ausgeprägt ist als hinsichtlich der Interpreten.
Vinding (04.12.2016, 15:56): @Cetay
"Suboptimal ist sehr freundlich ausdrückt. Beispiel:...."
Mode gibt es bei Qobuz als "Beschränktes Streamen", d.h. 30 Sekunden, also eigentlich gar nicht..... aber ansonsten ist die Suboptimalität sehr vergleichbar......
Sag mal, gibt es bei Spotify ECM und Hyperion? Diese beiden Labels vermisse ich beim Streaming wirklich.....
Cetay (inaktiv) (04.12.2016, 16:37): Nein, Hyperion ist nicht dabei, wohl aber in deren Besitz befindliche Lables wie Signum, Collegium, LSO Live, ... Ob das langfristig hilft, ist fraglich. Der Klassikanteil unter der Hörerschaft in UK liegt gerade mal bei 3,2% (BPI) und hat sich damit seit 1999 (5,9% (BPI)) beinahe halbiert (-> hier). Da fürchtet man zurecht um jeden CD-Käufer, den man möglicherweise an das Streaming (mit dem nichts zu verdienen ist - siehe den zitierten Artikel)) verliert, andererseits gewinnt man mit der Abstinenz garniert keine Neukunden. Eine zweischneidige Sache. ECM war dabei und hat sich dann zum Ärger Gemeinde vollständig zurückgezogen.
Hörbert (04.12.2016, 18:26): Hallo! Das wäre aber eher eine Diskussion zum Thema "Starkult", der in puncto Komponisten nicht weniger ausgeprägt ist als hinsichtlich der Interpreten Die Crux bei Konservenmusik ist halt das sie der Rezeption des altvertrauten Gleichen zuungunsten von unvertrautem Neuem Vorschub leistet. Das ist nun mal nicht zu ändern und zeigt sich eben nicht nur im Falle der "Neuen Musik" sondern auch bei der Rezeption alter Musik so das es im klassischen Genre mehr User mit etlichen Interpretationen von Beethovens Werken gibt als User mit nur einer Interpretation von Beethovens Werken dafür aber mit einer veritablen Sammlung von Beethovens Zeitgenossen. Oder auch in der Popmusik wo uraltes Zeug (eigentlich schon historische Aufnahmen bei Lichte besehen) den Markt dominieren.
Das ist halt der Preis den wir für stets verfügbare Musik zahlen müssen und die Streamingdienste die ja Marktwirtschaftlich iorientiert sind werden wohl nach und nach ihr Angebot diesen Erfordernissen stringent anpassen.
Auch ein Grund um nicht zu sehr mit diesem Zug mitzufahren.
MFG Günther
Vinding (05.12.2016, 14:27): Ich habe mir das unter 33 verlinkte Dokument durchgelesen, war zunächst etwas überrascht, dass nach tracks und nicht nach Minuten abgerechnet wird, ein klarer Nachteil für Klassik-Label. Andererseits würde dies durchaus nahelegen, dass sich diverse kleine und mittelgroße Unternehmen zusammenschließen und selber etwas auf die Beine stellen, mit einer vernünftigen Datenbanksuche bzw. Metadaten und digitalen booklets - jedenfalls bei mir könnte man damit durchaus einen moderat höheren Preis durchsetzen. Das genannte Streamingportal idagio und das noch im Planungsstadium befindliche Portal MeloMe scheinen in diese Richtung zu gehen. Beim letzteren soll wohl Chandos mit im Boot sein, die waren auch schon was Downloadangebote betrifft ein frühzeitiger Pioneer (deren "Classical-Shop" gab es schon drei oder vier Jahre, als z.B. FonoForum noch immer schrieb, man könne Klassik nicht verlustfrei downloaden). Angesichts der an Streaming und Smartphone gewohnten nachwachsenden Generation werden Klassiklabel, die nicht rechtzeitig auf den Streamingmarkt aufspringen, mittel - und langfristig eher schlechte Überlebenschancen haben. Da in dem Artikel gut nachvollziehbar beschrieben ist, dass es insbesondere problematisch wäre, wenn alle Konsumenten auf einmal oder jedenfalls eine große Zahl vom CD-Kauf bzw. vom Download zum - ausschließlichen - Streaming wechseln würde, dies allerdings vom gegenwärtigen Klassikpublikum noch nicht zu erwarten ist, haben die kleinen und mittleren Label durchaus noch etwas Zeit, dürfen aber wohl letztendlich nicht zu spät auf den Zug aufspringen.
Idagio und MeloMe (falls dieses Portal über die Planung hinauskommt) werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen, auch wenn mit einem eher überschaubaren Angebot zu rechnen ist, was die Anzahl der streambaren Alben betrifft.
EDIT: Ok, Idagio ist jedenfalls z.Zt. keine ernsthafte Alternative, gebe ich dort Kalevi Aho ein werden mir drei tracks angezeigt, ohne coverbilder, sodass ich nicht weiss ob da ein einziges Album online ist oder möglicherweise von drei Alben jeweils ein track freigegeben ist, sehr mager und wenig informativ.......
Bei Melome kann man noch nicht einmal die Newsletterbestellung in die Wege leiten, der Button bleibt sowohl in Mozilla als auch im Edge "tot". Angekündigt ist ein Start für Ende 2016, Newsletterbesteller sollten eigentlich Beta-Tester werden können - sieht so aus als wenn das möglicherweise nichts wird, andererseits ist die Seite noch nicht vom Netz genommen, schaun wir mal.....
Vinding (05.12.2016, 17:24): Hier noch mehr zum Thema (dort dann audio-Datei zum downloaden)
Sfantu (11.11.2020, 13:44): Mein Hauptmedium ist allerdings die Stereoanlage. Ist bequemer, wenn man abends bequem im Bett liegt und die Platte nicht umdrehen möchte Lieber Jan,
definiere: Plattenspieler definiere: Stereoanlage
Für mich ist der Erstere Bestandteil der Letzteren bzw. mit ihr verbunden. Bei Dir nicht?
Jan Van Karajan (11.11.2020, 13:59): Lieber Sfantu, Mein Plattenspieler hat tatsächlich eigene Lautsprecher eingebaut und ist dementsprechend mit keiner anderen Anlage oder irgendwelchen Boxen verbunden. Meine Stereoanlage hat einen ganz normalen CD-Player, wie man es kennt, mit zugehörigen Boxen und USB-Anschluss. Ich bin technisch allerdings nicht sonderlich gebildet :D . Grüße Jan
Sfantu (11.11.2020, 14:54): Ah, jetzt hab' ich's verstanden. Bist Du bei dem Plattendreher zufrieden mit dem Sound?
Jan Van Karajan (11.11.2020, 14:58): Lieber Sfantu, Da kann ich nicht klagen. Ich weiß, dass es bessere Modelle gibt, für meine Bedürfnisse reicht es jedoch absolut aus. Mein Hauptmedium ist ohnehin die CD. Grüße Jan :hello
Philidor (11.11.2020, 15:00): ... verursachen eingebaute Lautsprecher denn nicht Schwingungen, welche die Klangqualität beeinträchtigen?
Der Legende nach ist die Firma LINN so entstanden, dass Gründer Ivor Tiefenbrunn um 1970 herum den Plattenspieler zufällig mal in einem anderen Raum als die Boxen hatte (vermutlich wollte er beim Tapezieren Musik hören oder so ... :D ) und sich wunderte, dass die Musik wesentlich freier strömte als sonst ... das war der Ausgangspunkt zur Entwicklung eines vom Außengehäuse mechanisch entkoppelten Subchassis und damit die Grundsteinlegung für den LINN Sondek LP 12.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (11.11.2020, 15:05): Auch mir ist schon aufgefallen, dass der Klang nicht hundertprozentig ideal ist :D . Hatte aber keinen Einfluss darauf, weil mein Modell ein Geburtstagsgeschenk war :D
Marcie (11.11.2020, 17:14): Ich höre über meine Nubert nuVero 110 Standlautsprecher (in lackweiss) und einem ganz guten Marantzverstärker (silber), an dem hängen ein Universal-Player von Denon (silber) und auch mein iMac, alles verbunden mit Kabeln von Oehlbach.
Also nichts High-Endinges, aber ich bin sehr zufrieden damit.