Sich selbst aufnehmen?

cellodil (30.12.2009, 22:01):
Ihr Lieben,

ich bin im Moment gerade am Überlegen, ob ich mein Cellole (beziehungsweise mich und mein Cellole) mal aufnehmen soll. Ich denke, dass das hin und wieder wahrscheinlich nicht schlecht wäre - gewissermaßen zur Überprüfung (zumal sich das Cellole beim Spielen ja deutlich anders anhört als "von außen").

Habt Ihr irgendwelche Erfahrungen damit, Euch selbst aufzunehmen? Und, wenn ja: Was benutzt Ihr als Aufnahmegerät?

Merci und liebe Grüße

Sabine
(die Sägerin)
Armin70 (30.12.2009, 23:26):
Hallo Sabine,

ich bin zwar nicht unbedingt ein Technik-Experte und selbst habe ich mich mit meinem Baritonhorn auch noch nie aufgenommen. Im Internet habe ich aber mal herumgestöbert und bin dabei auf folgende Internetseite gestossen, die ich hier als Link beifüge:

Aufnahmegeräte

Dort werden 3 Geräte in verschiedenen Preisklassen vorgestellt. Interessant ist, dass alle in diesem Beitrag vorgestellten Geräte PC-Schnittstellen haben (USB) und man die gespeicherte Musik auf PC übertragen und weiterbearbeiten kann. Vielleicht hilft Dir das ja weiter. Eventuell hat ja auch noch jemand anderes einen interessanten Tipp.

Liebe Grüße
Armin

P.S.: Bitte nicht das Cello zersägen. :wink
Sarastro (30.12.2009, 23:30):
Liebe Sabine,
früher - d.h. vor sehr vielen Jahren - habe ich mich am Klavier häufig aufgenommen, mit einem Kassettenrekorder, aber fast nur beim Spielen eigener Kompositionen oder Improvisationen, seltener auch bei Hausmusik mit Flöte und Klavier. Das Aufnehmen habe ich dann aber später aufgegeben; ich muß ja nicht auftreten ...

Herzliche Grüße und gute Wünsche,
Sarastro
Heike (30.12.2009, 23:38):
Mit meinem digitalen Klavier ist das ja ganz einfach, weil als Funktion integriert und beim Übern auch sehr hilfreich - aber das nutzt dir ja leider rein gar nix, also bin ich auch schon wieder gleich weg :ignore
Heike
Nicolas_Aine (30.12.2009, 23:49):
ich nehm mich auch gelegentlich auf, entweder mit irgendso einem Billigmikro für n paar Euro oder - dann manchmal auch mit Video - mit unserer Digitalkamera. Die Qualität ist natürlich unter aller Sau, um das mal so zu sagen, aber es reicht zur Überprüfung, find ich, ich mach das hauptsächlich aus 2 Gründen, der eine ist Intonation, der andere einfach, ob irgendwo Fehler drin sind, die man so nicht hört (Dynamik, Phrasierung oder auch technische Sachen wie unsaubere Bogenwechsel etc.), und dafür reicht die Qualität aus :)
Armin70 (30.12.2009, 23:52):
Apropos digitales Klavier.....es gibt doch auch "E-Cellos" und da habe ich mal "gegoogelt" und folgenes gefunen:

E-Cello

Das ist zwar s.....teuer :ignore. Aber man kann da einen Kopfhörer anschliessen bzw. mit Adaptern an den PC oder die HIFI-Anlage anschliessen und Aufnahmen machen.

Einfacher geht es womöglich, wenn man den PC/Laptop als Aufnahmegerät benutzt. Im Internet bin ich auf ein Programm mit dem Namen "Audacity" gestossen, dass viele Features hat und man sogar mehrspurige Aufnahmen machen kann. Du kannst dann quasi ein komplettes Cello-Ensemble aufnehmen so wie z. B. die Cellisten der Berliner Philharmoniker.

Hier gibts Infos über das Programm "Audacity":

Audacity_Info 1

Audacity_Info 2

Hier kann man sich dieses Programm kostenlos downloaden:

Audacity_Download

Viele Grüße
Armin
cellodil (31.12.2009, 06:02):
Ihr Lieben,

:thanks für die vielen, schnellen Antworten.

Ich denke, auf die Anschaffung eines E-Cellos werde ich wohl eher verzichten - außer ich finde noch drei Herren, mit denen ich Ravels Bolero auf einem Cello spielen kann... Aber ich werde es einfach mal - wie Nicolas - ohne aufwändiges Equipment versuchen und dann sehen, ob das hilfreich ist.

Liebe Grüße

Sabine
Heike (31.12.2009, 10:53):
In guter Qualität am einfachsten ist es wohl wirklich, sich ein vernünftiges PC- Mikro (mit Kabel) zu kaufen und mit einen kostenfreien Proigramm das ganze in guter Qualität abzuspeichern.

Ich kenne Audacity und habe damit schon vor Jahren Sprachaufnahmen auf diese Art gemacht - ganz simpel, wunderbar zu bearbeiten und man kann sogar CDs damit verschenken :-)
Das Programm ist mir übrigens auch jetzt sehr hilfreich, um zu lange MP3s (von Radioaufnahmen) zu schneiden oder zu teilen!
Heike
cellodil (31.12.2009, 11:19):
Original von Hebre
... man kann sogar CDs damit verschenken

:hello liebe Heike,

ich dachte immer, dass Geschenke eigentlich dem Beschenkten Freude machen sollen... :cool

Vielleicht warte ich damit lieber noch ein bisschen (geschätzt dürften so etwa 200-400 Jahre reichen).

Liebe Grüße

Sabine
Heike (31.12.2009, 12:26):
Ahhh du spielst bestimmt schon schön!!!!! Also ich habe das damals nicht mit Musik gemacht, sondern (für meine kleine Nichte persönlich) Geschichten erfunden und die auf eine CD gesprochen. Und wenn du z.B. zwischen Texte noch ein kleines Cellostückchen packst, ich bin sicher, das kommt super an!
Heike
cellodil (31.12.2009, 16:08):
Original von Hebre
Ahhh du spielst bestimmt schon schön!!!!! Also ich habe das damals nicht mit Musik gemacht, sondern (für meine kleine Nichte persönlich) Geschichten erfunden und die auf eine CD gesprochen. Und wenn du z.B. zwischen Texte noch ein kleines Cellostückchen packst, ich bin sicher, das kommt super an!
Heike

Liebe Heike,

schön ist immer relativ... Und das Erfinden von Geschichten ist bei mir ja nicht gerade Hobby.

Aber vielleicht versuchen wir's ja mit einem Duett?

Wünsche Dir einen guten Start ins neue Jahrzehnt und weiterhin viel Freude mit dem Klavierle.

Herzliche Grüße

Sabine
Fairy Queen (03.01.2010, 16:44):
Ich habe gute Erfahrungen mit einem sogenannten Handy-Recorder, der in vier verschiedenen Formaten, (u.A. mp3) die dan den Klangqualitäten entsprechen und entsprechend viel oder wenig Platz auf der SD-Card brauchen aufnimmt. Das Praktische ist, dass dieses Gerät serh gut transportabel udn eien gute Klangqualität hat. Die Überspielung auf den Rechner ist nciht schwierig, da mit SD -Card betrieben und leicht auf CD zu brennen. das sage ich als kompletter Technik-Nichtschwimmer!

Ich nehme mich in Sachen Gesang selbst auf und zwar serh regelmässig zur Kontrolle und zum Arbeiten/Weiterkommen. erstmal ist das schockierend und man ruft nach dem nächsten Mauseloch, aber mit der Zeit befriedigt es auch, die eigenen Fortschreitte zu erleben und man lernt sehr serh viel damit.
Ich lerne z.B. nur aus eigenen Aufnahmen, welche Stücke ich besser nciht mehr singen sollte und in welcher Richtung ich mein Repertoire eher stärken sollte.
Man muss eben selbst innerlich überzeugt sein, denn das was Andere einem sagen, reicht da nicht aus.

Ich kenne aber etlcihe Sänger, die Angst haben, sich selbst zu hören und eine Profisängerin und Lehrerin hat mir mal gesagt, sie würde das niemals wagen, aus Angst dann nie mehr einen Ton von sich zu geben.
Seltsam, wie anders man die eigene Stimme hört während man singt und wenn man nicht singt- das hängt mit der Physiologie des Gehörs zusammen, scheint mir.

Jedenfalls ist der Handy-Recorder mein bester Spiegel und so unangenehm es manchmal ist, hineinzusehen, gibt es auch Tage, da finde ich mich gar nciht so hässlich und manchmal sogar beinahe schön.
Also nur Mut!

Euphonia
katharina (19.01.2010, 10:17):
Hallo zusammen!
Wie Euphonia benutze ich einen Handy-Recorder (ich nehme damit meine Gesangsstunden auf, erleichtert das Üben und man kann sich besser kontrollieren, wenn man seine Fehler auch nochmal hört) und kenn ebenfalls nur Gutes darüber berichten - die Tonqualität ist gut, das Gerät ist klein und transportabel, die Aufzeichnung erfolgt in gängigen Formaten (mp3, mpeg, wav) und die Handhabung (Daten vom Gerät auf PC ziehen) dank USB-Anschluss kinderleicht (funktioniert genauso wie ein USB-Stick).
Sollte es mal etwas nachzubearbeiten/schneiden geben benutze ich Audacity, das ist im INternet kostenlos runterladbar und in der Handhabung selbsterklärend.
Kann das nur empfehlen!:)
lg
Fairy Queen (19.01.2010, 18:26):
Liebe Katharina, das Audacity kenne ich noch nicht- danke für den Tipp!
Mich würde mal interessieren was die Handyrecorder inzwischen so kosten, normal wird ja Alles billiger in dieser Branche, wenn es erstmal etabliert ist und die neuen Sachen kommen. Gesangstunden aufnehmen ist das Klügste, was man tun kann, man hat das Dreifache fürs Geld(so man die Stunden bezahlen muss) und das eigene Hörern ist ein zweiter serh guter Lehrer.
euphonia
katharina (19.01.2010, 21:26):
Liebe Euphonia,
hier kannst Du Dir einen kleinen Überblick über das derzeitige Angebot verschaffen, da ist zwischen 100 und 500 Euro alles dabei: http://www.thomann.de/de/portable_recorder.html :) Ich hab den Zoom H2 und bin damit sehr zufrieden, aber andere Geräte sind sicher auch gut - letztlich machen sie ja wahrscheinlich alle dasselbe.
Ja, die Stunden aufzunehmen ist wirklich eine wunderbare Sache - auch wenn es ja bei mir manchmal so Stunden gibt, in denen ich so schrecklichen Mist zusammengesungen habe, dass ichs am liebsten gar nicht wieder hören würde...;)
lg
Holger (01.10.2010, 00:00):
Hallo,

beim Aufnehmen kommt es wesentlich auf die eigenen Ansprüche an. Im Prinzip genügen ein billiges USB-Mikrofon und die Audiorecorderfunktion des Computers (unter XP: Zubehör -> Unterhaltungsmedien). Natürlich kann man auch das bereits genannte Programm "Audacity" verwenden.

Den Link zu Thomann kann ich nur unterstützen.

Ich selbst liebäugele seit langem mit der Anschaffung eines Apple-Computers. Dort gehört eine Studiosoftware namens "Garage-Band" zur Grundausstattung, die dem bekannten Cubase verwandt, jedoch einfacher zu bedienen ist. Als Ergänzung läßt sich sogar ein komplettes Sinfonieorchester dazukaufen. Hier ein (englischsprachiges, aber leicht zu verstehendes) Tutorial:

Apple Garage Band

Um ein Cello aufzunehmen, würde man ein sogenanntes Audio-Interface (ebenfalls bei Thomann erhältlich) benötigen, an das das Mikrofon angeschlossen wird. (Möglicherweise gibt es für Celli auch andere Tonabnehmer.)

Das Schöne daran: Du könntest mit Dir selbst im Duett spielen oder die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker nachahmen. Kleine Verspieler lassen sich sofort komfortabel korrigieren. Die Bedienung ist um Welten einfacher als die bei Mehrspurrecordern, die jeden Anfänger zur Verzweiflung treiben können. Zudem ist der Platzbedarf minimal, zumal bei einem Laptop.

Das Unschöne ist der Preis. Denn zur Anschaffung des Apple-PCs gesellen sich das besagte Audio-Interface sowie Mikrofon und Stativ. Und reinrassige Profi-Qualität wird man wohl nur in einem echten Studio erzielen können. Das Grundrauschen, das Mikrofonen nun einmal eigen ist, wird man mit seinen laienhaften Mitteln kaum abstellen können.

Fazit: "Den" ultimativen Rat für alle Ansprüche gibt es nicht.

Liebe Grüße von Holger
Bert (01.10.2010, 00:21):
Hallo cellodil,

vor fünfundzwanzig Jahren habe ich mir zwei Mikrofone (für je etwa 20-30 DM) gekauft und habe mich über eine Stereoanlage (Verstärker und Tape) auf eine Kassette (bessere Qualität) in Stereo aufgenommen. Das Ergebnis war nicht nur besser, als ich damals dachte, sondern auch besser, als es mir je mit einem PC gelang.

Gruß, Bert
Sfantu (19.10.2010, 13:57):
Hallo zusammen,

wenn die Aufnahmen auch dort stattfinden können, wo zufällig eine Stereo-Anlage steht, dann ist Berts Variante sicherlich die klanglich überlegendste - High Fidelity ist nun mal High Fidelity, da kommt keine PC-Technik mit.
Bequemer und verschleissärmer wäre dann noch (alternativ zum Tape)eine digitale Aufnahme, bspw. Minidisc - ein leider fast ausgestorbenes Medium, das ich gern und oft weiter propagiere, weil es eben HiFi-Qualität einerseits und eine unschlagbare Bedienfreundlichkeit mit vielen Editierungsmöglichkeiten andererseits, miteinander vereint.

Was mir immer einen Riesenspass machte: Wenn ich einen Rollentext auswendig lernen musste, hab' ich die Parts der anderen Personen auf der Szene jeweils mit veränderter Stimmgebung auf Tape gesprochen und, wenn ich dran war, schweigend die übliche Zeit für meinen eigenen Text mitlaufen lassen bis ich mit dem nächsten Einsatz der Mitspieler wieder mit deren Texten fortfuhr.
Auf diese Weise konnte ich immer und überall, ob übers Tapedeck daheim, über den Walkman oder das Autoradio das Stück hören und meine Einsätze bringen, wenn das Band schwieg.
Das Lernen ging damit kinderleicht - mit dem vergnüglichen Nebeneffekt, dass ich bald nicht nur meinen Part sondern den kompletten Text drauf hatte und somit bei den Proben den anderen soufflieren konnte, wenn die einen Hänger hatten.

:hello Sfantu
satie (19.10.2010, 14:27):
Original von katharina
Liebe Euphonia,
hier kannst Du Dir einen kleinen Überblick über das derzeitige Angebot verschaffen, da ist zwischen 100 und 500 Euro alles dabei: http://www.thomann.de/de/portable_recorder.html :) Ich hab den Zoom H2 und bin damit sehr zufrieden, aber andere Geräte sind sicher auch gut - letztlich machen sie ja wahrscheinlich alle dasselbe.
Ja, die Stunden aufzunehmen ist wirklich eine wunderbare Sache - auch wenn es ja bei mir manchmal so Stunden gibt, in denen ich so schrecklichen Mist zusammengesungen habe, dass ichs am liebsten gar nicht wieder hören würde...;)
lg

Ich bin seit kurzem Besitzer des relativ neuen Zoom H1, welches im Grunde die Technik des H2 benutzt, lediglich in der übrigen Ausstattung etwas billiger ist, man merkt es am extremsten am Gehäuse und den etwas anfälligeren Knöpfen. In Puncto Aufnahmequalität ist das Ding genauso gut wie das H2, Kostenpunkt 99 Euro. Kann ich nur empfehlen.

Herzlich

S A T I E
Fairy Queen (20.10.2010, 08:22):
Da ich vor einigen Jahren dreimal soviel bezahlt habe, sollte ich mich nun eigentlich ärgern..... aber gut, dass die Geräte nun billiger sind!
F.Q.
ab (23.12.2010, 12:21):
Mir wurde von einem Tontechniker gesagt, man solle zum KORG MR-2 HIGH-RESOLUTION MOBILE RECORDER greifen, weil dieses Gerät in SACD ultra-high quality aufnehmen können, was PCM-Audio bis zu 24-bit/192 kHz liefern könne. Das sei das beste Preis/Leistungsverhältnis in Richtung hochauflösender Technologie.
Da könne man etwas für eine CD produzieren, was oft besser klingt als vieles von dem, was man so von den Labels ins Ohr gespült bekommt.

http://www.korg.co.uk/images/products/digital_recording/mr/hero_mr2.png
Holger (25.12.2010, 18:21):
Lieber ab,

ich versteh zwar nur Bahnhof, aber trotzdem danke für den Tip!

Liebe Grüße von Holger