Heike (19.07.2011, 08:14): Eine Elvira gibts in Mozarts Don Giovanni und auch in Bellinis I Puritani. Ein Brief ist in Verdis Falsatff und auch in seinem Otello wichtig. Ein Schiff gibt es im fliegenden Holländer und auch im Tristan. 3 Fragen gibt es in Puccinis Turandot, aber auch in Wagners Siegfried.
Also, das Spiel geht so, ich sage ein Werk, der nächste muss ein anderes Werk finden, worin es etwas gibt, dass es in meinem Werk auch gibt. Erlaubt ist quasi alles, von Namen über spezielle Gegenstände oder Orte bis musikalische Eigenheiten. Nicht oder nur im Notfall sollten aber totale Selbstverständlichkeiten, die quasi fast überall vorkommen, genannt werden.
Erfahrungsgemäß funktioniert das Spiel am einfachsten für Bühnenwerke, aber der Wechsel in andere Genre ist natürlich erlaubt.
Also, ich gebe das erste Werk vor:
Mozart: Figaros Hochzeit
Die Antwort sollte etwa so aussehen: Im Figaro gibt es ein/e yx - im ..... gibt es das auch. (und dann kann der nächste mit dem genannten Werk weitermachen)
Heike
Jürgen (19.07.2011, 08:43): Na, ich will es mal versuchen:
In Figaros Hochzeit gibt es ein Trio.
In Bach: Ouvertüre (Suite) F-Dur, BWV 820 gibt es das auch.
Grüße Jürgen
Heike (19.07.2011, 09:41): Ui da machst du es aber gleich sehr schwierig, so dass ich relativ allgemein werden muss:
In BWV 820 gibt es ein Menuett, das gibt es in Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" auch.
Heike
Rideamus (19.07.2011, 10:57): Na, mal sehen wo das hin führt:
In Offenbachs ORPHÉE AUX ENFERS ist der Titelheld ein Geigenvirtuose. Das ist der von Franz Léhars PAGANINI auch.
:hello Rideamus
Heike (19.07.2011, 17:10): In Lehars Paganini gibt es Schmuggler, die gibt es in Bizets Carmen auch Heike
Armin70 (19.07.2011, 17:27): In Bizets Carmen gibt es Soldaten und die gibts auch in Bergs Wozzeck.
Armin
Rideamus (19.07.2011, 18:33): Wozzeck betätigt sich unter anderem als Barbier und das tut auch
IL BARBIERE DI SIVIGLIA von Paisiello und Rossini
IL BARBERILLO DE LAVAPIES von Francesco Ausensi Barbieri
und natürlich DER BARBIER VON BAGDAD von Peter Cornelius
um nur mal drei zu nennen, unter denen Ihr Euch eine Vorlage für den nächsten Schritt aussuchen könnt
:hello Rideamus
Heike (19.07.2011, 19:05): Nein nein nein lieber Rideamus, damit machst du das Spiel zu einfach, denn wenn man aussuchen kann, muss man nicht genug nachdenken! Also nennen darfst du soviel Du willst, aber Du musst bitte nächstes Mal selbst festlegen, mit welchem Werk weitergespielt wird.
Also, jetzt die Antwort: Im Barbier von Rossini tritt ein Herr (nämlich Almaviva) inkognito auf; das tut ebenso ein anderer Herr (nämlich Rodolfo) in Bellinis "La sonnambula"
Heike
Armin70 (19.07.2011, 21:05): In Bellinis "La sonnambula" wird am Ende geheiratet. In Wagners "Lohengrin" wird ebenfalls geheiratet.
Rideamus (20.07.2011, 09:07): Gut, dann machen wir es schwerer:
Lohengrin wird von einem Schwan auf die Bühne gebracht.
In Tschaikowskis Schwanensee schwant es uns aber noch gewaltiger.
:hello Rideamus
Jürgen (20.07.2011, 09:14): Im Schwanensee wird gewaltig gewaltzt.
An der schönen blauen Donau auch.
Heike (20.07.2011, 15:42): Weils mir mit den Inhalten schwerfällt, greife ich mal auf eine Rezeptionsgemeinsamkeit zurück:
In Stanley Kubricks "Odyssee im Weltraum" wird in der Filmmusik der Donauwalzer verwendet, ebenso finden wir dort "Also sprach Zarathustra" von R. Strauss.
Heike
Armin70 (20.07.2011, 16:31): "Also sprach Zarathustra" komponierte Richard Strauss frei nach Friedrich Nietzsche. Auch Gustav Mahler vertonte in seiner 3. Sinfonie im 4. Satz eine Passage aus Nietzsches "Also sprach Zarathustra" (Zarathustras Nachtwandlerlied: O Mensch, gib acht). Übrigens wollte Kubrick urspr. auch Passagen aus Mahlers 3. Sinfonie in "2001 - Odyssee im Weltraum" verwenden.
Armin
Heike (21.07.2011, 19:12): In Mahlers 3. Sinfonie spielt ein Posthorn auf - das selbige wird in Schuberts "Winterreise" im 13. Lied besungen.
Heike
Rideamus (22.07.2011, 00:35): Und damit sind wir doch glatt wieder bei Mozart und der sogenannten Posthorn-Serenade KV 320
:hello Rideamus
Heike (22.07.2011, 07:43): Die Posthorn-Serenade hat 7 Sätze - das hat Bachs Kantate "Brich dem Hungrigen dein Brot" (BWV 39) auch.
Heike
Armin70 (22.07.2011, 15:56): In Bachs Kantate BWV 39 geht es um das Thema Nächstenliebe anhand der Erzählung vom reichen Mann und dem armen Lazarus. Diese Thematik hat auch eine englische Ballade zum Inhalt, die Vaughan Williams in der Streicherkomposition "Five Variants of Dives and Lazarus" (Der reiche Diverus und Lazarus) verarbeitete.
Heike (24.07.2011, 11:35): Williams hat eine Ballade verarbeitet, das tat auch Schubert in seinem Lied "Der Erlkönig".
Rideamus (24.07.2011, 13:07): Hector Berlioz hat Schuberts Erlkönig orchestriert.
Das tat er für eine Aufführungsserie des FREISCHÜTZ an der Opéra auch mit Carl Maria von Webers Aufforderung zum Tanz
:hello Rideamus
Heike (24.07.2011, 13:57): Bei Weber wird in einem Ballsaal getanzt. Das wird es auch in Tschaikowskis "Eugen Onegin"
Heike
Billy Budd (24.07.2011, 22:15): Hier meine Fortsetzung: In "Eugen Onegin" stehen sich zwei charkterlich völlig verschiedene Frauen gegenüber, wie in "Ariadne auf Naxos" Liebe Grüße, Billy
Rideamus (24.07.2011, 23:40): In der ARIADNE AUF NAXOS singt Bacchus nicht nur selber, er wird auch besungen. Das geschieht auch in Mozarts DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL.
:hello Rideamus
Armin70 (25.07.2011, 06:13): In Mozarts "Entführung aus dem Serail" spielt die sog. Janitscharenmusik eine große Rolle. Dies ist auch in dem "Türkischen Marsch" von Beethoven aus der Musik zu "Die Ruinen von Athen" der Fall.
Armin
Heike (25.07.2011, 07:44): Der Türkische Marsch geht auf Janitscharenmusik zurück, diese findet auch in Glucks Oper "Iphigénie en Tauride" Verwendung.
Heike
Rideamus (25.07.2011, 09:29): Die Insel Taurus trägt ihren Namen von Jupiter als Stier, der Europa entführte.
Diese Europa wird zur Heldin von Antonio Salieris L'Europa riconosciuta
:hello Rideamus
Billy Budd (25.07.2011, 11:18): Sowohl in der Ouvertüre von "L'Europa riconosciuta", als auch in der des "Fliegenden Holländers" wird das Meer charakterisiert.
Billy :hello
Sfantu (25.07.2011, 15:37): Im "Fliegenden Holländer" entschweben Senta und der Holländer (zumindest in der 1860er Fassung) erlösungsselig in den Himmel.
Weniger symbolschwanger-wabernd als bei Wagner verlässt auch Herr Broucek mehrfach im Bierrausch das Hier-und-Jetzt, unter anderem zum Mond, in Leos Janaceks "Vylety pane Brouckovy" ("Die Ausflüge des Herrn Broucek".)
Von Janaceks Mondreise zu der von Paul Lincke: Frau Luna
Da gibt es Schlösser, die im Monde liegen
:hello Rideamus
Heike (25.07.2011, 19:12): In Frau Luna gibts auch eine Venus, die gibts in Mozarts Oper "Ascanio in Alba" auch
Heike
Armin70 (25.07.2011, 19:18): Die Venus aus Mozarts "Ascanio in Alba" kommt auch in Holst`s Planeten vor.
Armin
Heike (25.07.2011, 19:22): Schummel ;-) das ist eigentlich nicht erlaubt, es muss ein neues Merkmal gesucht werden! Aber ich mach trotzdem weiter:
Bei Holsts Planeten gibt es natürlich auch Jupiter, den gibts auch in Händels Oper "Semele".
Heike
Armin70 (25.07.2011, 19:28): In Händels Semele taucht auch Apollo auf. Den gibs auch in Strawinsky`s Ballett "Apollon musagete".
Rideamus (25.07.2011, 23:28): Tja, der Apollo. In der Daphne von Richard Strauss kommt er auch vor, is aber ne fiese Möp.
Deswegen mag ich bei aller Liebe zu Strauss den Apollon musagete auch lieber.
:hello Rideamus
Billy Budd (26.07.2011, 00:05): Ich kenne die Oper Daphne nicht und habe eben den Inhalt durchgelesen. Angeblich reicht Leukippos Daphne einen Wein. Hinterher kämpfen zwei Männer auf Leben und Tod. Das erinnert mich doch sehr an Mascagnis Cavalleria Rusticana. Billy :hello
Heike (26.07.2011, 07:46): In Cavalleria Rusticana wird jemand (nämlichTuriddu) erstochen. Das passiert auch mit dem Komtur in Mozarts Don Giovanni.
Heike
P.s @Rideamus: Schummel ;-) nochmal Apollo ist eigentlich nicht erlaubt, es muss ein neues Merkmal gesucht werden!
Rideamus (26.07.2011, 09:56): Abgestochen werden auch Tybalt und Mercutio in diversen Versionen von ROMEO UND JULIA. Aber es soll ja eine andere Gemeinsamkeit sein. Also nehme ich ddie rächende Statue des Komtur im DON GIOVANNI und verbinde es mit der (mit Recht) rachsüchtigen Statue der Alice in Ferdinand Hérolds ZAMPA
Zum PS: ich sehe meine Schummelei und bereue, aber das Ballett war eine ziemlich fiese Sackgasse, denn ich konnte kein Werk mit den Musen Terpsichore, Calliope oder Polyhymnia finden, und ein Ausweichen in Neoklassizismus allgemein war mir zu banal. Trotzdem sorry.
:hello Rideamus
Sfantu (26.07.2011, 12:50): Hier mal ein musikalisches Merkmal als Vergleichspunkt:
Zu "Zampa" kenn' ich leider nur die Ouvertüre. Die allerdings haut einen gleich mit den ersten Takten dermassen aus dem Sessel, dass sie in der Tat Laune auf mehr (also auf das ganze Stück) macht. Ein Opernouvertüren-Beginn mit den gleichen Eigenschaften - und dabei stilistisch und musikgeschichtlich recht nah - ist jener zu Lortzings "Waffenschmied". Ob das, was der letzteren dann szenisch folgt, mit dem erstgenannten Werk mithalten kann, steht auf einem anderen Blatt.
:hello Sfantu
Billy Budd (26.07.2011, 15:45): Und sowohl in Lortzings Waffenschmied als auch in seinem Zar und Zimmermann gibt es eine Marie. Billy :hello
Rideamus (26.07.2011, 16:32): Um eine ganz andere "Marie" geht es auch in Beethovens FIDELIO. "Hat man nicht auch Gold daneben".
:leb Rideamus
Heike (26.07.2011, 18:20): In Fidelio gibt es Gefangene. Die gibt es auch in "Aus einem Totenhaus" von Janácek.
Sfantu (26.07.2011, 21:50): In Janaceks "Aus einem Totenhaus" stellt ein (genesender) Adler ein Symbol der Hoffnung dar. Auch in Benjamin Brittens "Noye's Fludde" fungiert ein Vogel - hier eine Taube - als Symbol der Hoffnung, der Erloesung.
:hello Sfantu
Armin70 (27.07.2011, 00:58): Ebenso wie Brittens "Noye`s Fludde", so ist auch "Franziskus" von Heinz Kratochwil eine sog. Kirchenoper.
Sfantu (27.07.2011, 21:13): Na, da hast Du uns aber eine schöne harte Nuss hinterlassen mit Deinem Heinz Kratochwil, lieber Armin...Lange durft' ich stöbern um einen gemeinsamen Nenner mit einem zweiten Werk auszumachen. Gern hätt' ich ein Bühnenwerk präsentiert, in welchem es sich ebenfalls um die Grundsteinlegung eines Sakralbaus dreht - Fehlanzeige! Ein zweites Werk, in welchem ebenfalls einem kürzlich Verstorbenen durch die hinterbliebenen Freunde im retrospektiven Rollenspiel gedacht wird - Fehlanzeige! Drum zog ich mich zurück auf das stumpfe Durchforsten meiner Sammlung, wenigstens nach einer Namensgleichheit mit einer der Hauptfiguren und: ENDLICH!!
Im Kratochwils "Franziskus" gibt es also eine (heilige) Klara, in Bernsteins "On the town" eine wohl mit mehr weltlichen Vorzügen ausgestattete Claire. Immerhin...
Mit müden Fittichen freundlich winkend
:hello Sfantu
Rideamus (27.07.2011, 23:30): Danke für die Erlösung aus dieser fiesen Sackgasse. Bleiben wir in der Großstadt.
Die deutsche Filmfassung von ON THE TOWN hieß HEUTE GEH'N WIR BUMMELN, warum auch immer.
Das Bummeln schön ist, findet man auch in Paul Abrahams Operette BALL IM SAVOY. "Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh'n"
:hello Rideamus
Severina (28.07.2011, 00:40): Einen Ball gibt es nicht nur im Savoy, sondern auch in Stockholm, wo Giuseppe Verdis "Un Ballo in Maschera" angesiedelt ist!
lg Severina :hello
Billy Budd (28.07.2011, 00:53): Im Ballo wird der Tenor von einem Freund erstochen, was ebenso im König Kandaules von Zemlinsky vorkommt. Billy :hello
Heike (28.07.2011, 07:57): Einen Fischer gibt es sowohl in König Kandaules, als auch in "Die Stumme von Portici" von Daniel-François-Esprit Auber.
Heike
Rideamus (28.07.2011, 08:32): In DIE STUMME VON PORTICI bricht der Vesuv aus. Das tut er auch in Jacques Offenbachs COSCOLETTO.
:hello Rideamus
Heike (28.07.2011, 19:09): Da kein Offenbach_Kenner sich zu Wort meldet, habe ich mal nach dem Werk gegoogelt - da findet man kaum Infos drüber. Aber ich habe herausgefunden, dass da wohl jemand nur scheintot ist. Das passiert auch in "La Gioconda" von Amilcare Ponchielli. Heike
Severina (28.07.2011, 19:35): Das Libretto zu "La Gioconda" verfasste Arrigo Boito, ebenso wie für Giuseppe Verdis "Otello".
lg Sevi
Rideamus (28.07.2011, 22:35): In Verdis OTELLO spielt ein Taschentuch eine wichtige Rolle.
Ein anderes Taschentuch hat es sogar zur Titelheldin gebracht, nämich in der Operette DAS SPITZENTUCH DER KÖNIGIN von Johann Strauss II
:hello Rideamus
Armin70 (28.07.2011, 22:57): Strauss II fügte aus der Operette Das Spitzentuch der Königin Melodien zu seinem Walzer "Rosen aus dem Süden" zusammen. Der Süden, genauer gesagt ein Urlaub in Italien, inspirierte Edward Elgar auch zu seiner Konzertouvertüre "In the South" (Alassio).
Billy Budd (28.07.2011, 23:39): Hans Richter hätte der Dirigent der Uraufführung des von Armin genannten Werkes sein sollen. Wenn ich mich nicht irre, hat er aber den Ring des Nibelungen in Bayreuth bei der Uraufführung geleitet. Billy :hello
Armin70 (29.07.2011, 00:19): Bei der Uraufführung des "Ring des Nibelungen" war unter den Premierengästen u. a. auch Franz Liszt, der u. a. das Klavierstück "Feierlicher Marsch zum heiligen Gral aus dem Bühnenweihfestspiel 'Parsifal' von Richard Wagner" komponierte.
Rideamus (29.07.2011, 08:06): Der heilkige Gral spielt natürlich auch eine wichtige Rolle im Hintergrund des LOHENGRIN, von den vielen Varianten der Artus-Sage ganz zu schweigen.
:hello Rideamus
Heike (29.07.2011, 08:56): In Lohengrin soll ein Gottesurteil einen Kampf entscheiden, so auch in Rossinis Oper "Tancredi".
Severina (29.07.2011, 11:06): Die Uraufführung von Rossinis "Tancredi" fand ebenso im Teatro La Fenice statt wie Verdis "Simon Boccanegra".
lg Sevi :hello
Dulcamara (29.07.2011, 11:08): Tancredi geht auf eine Vorlage von Voltaire zurück, genau wie Candide von Leonard Bernstein .
Mist, ich war zu spät!
Dann mach' ich mal ähnlich weiter:
Simon Boccanegra geht auf eine Vorlage von Schiller zurück (Fiesco), genau wie Guillaume Tell von Rossini. ;-)
Rideamus (29.07.2011, 12:03): In GUILLAUME TELL gibt es ein völlig unpassendes Ballett für Soldaten, das in sich ganz hübsch ist. Das gibt es auch in der grausamen Geschichte von Meyerbeers LE PROPHÉTE, hier für Schlittschuhläufer.
:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (29.07.2011, 13:19): Weder kapiere ich das Spiel noch erschließt sich mir sein Sinn, aber ich spiele trotzdem. Mit dem Leben ist's schließlich genauso. :D
Für die Overtüre von LE PROPHÉTE hat Alkan eine Bearbeitung für Klavier solo erstellt. Das hat er auch für das 3. Klavierkonzert von Beethoven getan.
Sfantu (29.07.2011, 13:31): Mit der Etude "Le chemin de fer" beschwört Alkan das damals noch neue, respektgebietende Dampfross. Das tut auch Arthur Honegger mit seiner "Pacific 231"
Rideamus (29.07.2011, 13:57): Es lebe die sinnfreie Assoziation, zumal, wenn sie manche veranlasst mal etwas nachzuschlagen oder nachzuhören.
Beethovens drittes Klavierkonzert ist sein Opus 37. Opus 37 ist auch die Werknummer von Chopins Nocturnes. Z.B. das hier: http://www.youtube.com/watch?v=0L1RDyQ4d4w
EDIT: Ups, zu spät. Gut, denn: In Pacific 231 geht es um einen Zug. Ein Zug ist auch der Schauplatz von Cy Colemans wunderbarem Musical ON THE TWENTIETH CENTURY nach dem Film von Howard Hawks mit Carole Lombard und John Barrymore.
:hello Rideamus
Sfantu (29.07.2011, 14:10): Au weia! Fehler erkannt - ich ersuche vielmals um Excuse!!
Als "Erfinder" der Nocturnes gilt John Field
Rideamus (29.07.2011, 14:25): Sorry, im Moment spinnen der Editor oder mein Java, weswegen wir uns dauernd überkreuzen, weil es zu lange dauert, bis ich eine message abschicken kann . Meine Bemerkung von der sinnfreien Assoziation war auf Cetays Kommentar bezogen.
Wenn's mit JOhn Field weitergehen soll, brauchen wir noch ein Werk, denke ich.
:hello Rideamus
Sfantu (29.07.2011, 15:08): Da muss ich abermals bedauern und nenne nun auch artig ein dazugehöriges Werk, also:
John Field - Nocturne C-dur H 55 "Le Troubadour"
Rideamus (29.07.2011, 16:06): Verdi wäre jetzt wirklich zu naheliegend und Jürgen von Manger zu unmusikalisch, aber da die Troubadoure auch eine Art Minnesänger waren, gilt wohl auch Wagners Tannhäuser
:hello Rideamus
Heike (29.07.2011, 21:30): Im Tannhäuser gibt es eine Elisabeth - eine Dame gleichen Namens gibt es auch in Verdis "Don Carlos"
Heike
Billy Budd (29.07.2011, 22:58): Im Dom Carlos gibt es - wie auch im Parsifal - eine Stimme aus der Höhe. Billy :hello
Armin70 (30.07.2011, 00:34): In Wagners Parsifal und in Frederick Loewes Musical "Camelot" gibt es Knappen.
Rideamus (30.07.2011, 01:03): Zwar gibt es kein Camelot in Glucks L'ISLE DE MERLIN, aber es geht um nichts anderes in Isaac Albeniz' MERLIN
:hello Rideamus
Armin70 (30.07.2011, 01:21): Genauso wie Albeniz`Oper Merlin auf der Artus-Sage basiert, so ist das auch in Arnold Bax`sinfonischer Dichtung "Tintagel" der Fall.
Heike (30.07.2011, 08:38): Das Werk Tintagel hat eine Burg im Titel - so ist das auch in Bartòks "Herzog Blaubarts Burg" - auch wenn es diese real gar nicht gibt.
Heike
Rideamus (30.07.2011, 09:29): Bei dem Stichwort Blaubart muss ich natürlich unweigerlixch gleich an Jacues Offenbach und seinen Barbe-bleu denken
:hello Rideamus
Severina (30.07.2011, 12:10): "Barbe-bleu" spielt in Frankreich zur Zeit der Kreuzzüge, das tut auch SChuberts "Fierrabras"!
lg Sevi :hello
Billy Budd (30.07.2011, 23:12): Von Joseph Kuppelwieser stammt sowohl das Libretto zu Fierrabras, als auch zur Müllerin von Burgos . Billy :hello
Wooster (30.07.2011, 23:36): Eine (schöne) spanische (allerdings andalusische, nicht kastilische) Müllerin gibt es in De Fallas "El sombrero de tres picos"
Armin70 (31.07.2011, 04:02): Der Dreispitz kommt im Prinzip auch in dem Gassenhauer "Mein Hut, der hat drei Ecken" vor und dessen Melodie basiert auf einer neapolitanischen Canzonetta über die Chopin das Variationenwerk "Souvenir de Paganini" komponierte.
Rideamus (31.07.2011, 08:13): Ein ganz besonderes Souvenir hat uns Paganini mit einem Auftragswerk an Hector Berlioz gegönnt, das er dann zwar bezahlt, aber nie aufgeführt hat, weil ihm die Bratsche, für die er ein Konzert haben wollte, nicht genug virtuose Anforderungen bot: Harold en Italie
:hello Rideamus
Wooster (31.07.2011, 10:53): Souvenir de Paganini, chapeau, das war wirklich um drei Ecken :rofl
(Beim Harold wird vermutet, dass Paganini Berlioz schlicht finanziell unterstützen wollte und diese Möglichkeit war eben etwas diskreter...)
Ebenso wie Harolde en Italie bezieht sich auch Tschaikowskys "Manfred"-Sinfonie auf ein dichterisches Werk des großen Romantikers Lord Byron
Severina (31.07.2011, 12:35): Lord Byron wiederum ist Thema einer zeitgenössischen Oper, die erst im März 2011 uraufgeführt wurde: "Lord Byron - un estiu sense estiu" (ein Sommer ohne Sommer) von Agusti Charles.
lg Sevi :hello
Rideamus (31.07.2011, 12:55): Lord Byron ist aber nicht nur Thema, sondern auch Vorleger diverser Musikwerke, etwa Giuseppe Verdis IL CORSARO
:hello Rideamus
pavel (31.07.2011, 13:05): Wie Gulnara lebt auch die Konstanze aus der Entführung aus dem Serail in einem Harem und liebt einen "zugereisten" Christen.
Severina (31.07.2011, 14:09): Wie in der Entführung mit "Vivat Bacchus! Bacchus lebe" wird auch in der Cavalleria Rusticana der Weingenuss besungen: "Viva il vino spumeggiante!"
lg Sevi :hello
pavel (31.07.2011, 18:20): Wie in der Cavalleria rusticana wird im Eugen Onegin der Tenor durch den Bariton in einem Duell getötet
Severina (31.07.2011, 18:29): Wie im Eugen Onegin tritt auch im Rosenkavalier ein Tenor auf und singt eine Arie in einer anderen Sprache als der des Librettos.
lg Severina :hello
Rideamus (31.07.2011, 19:27): Wie Octavian im ROSENKAVALIER, der berkanntlich eine Hosenrolle ist, muss auch sein Vorbild Cherubino in Mozarts LE NOZZE DI FIGARO Frauenkleider anziehen und darf damit sein eigentliches Geschlecht verkörpern.
:hello Rideamus
Severina (31.07.2011, 23:18): Mozarts Nozze basiert ebenso auf der Komödie von Beaumarchais wie Giovanni Paisiellos "il Barbiere di Siviglia ossia L'Inutile Precauzione".
lg Sevi :hello
Billy Budd (31.07.2011, 23:44): Im Jahre 1782 wurde sowohl ein "Barbiere" von Giovanni Paisiello, als auch einer von Giovanni Pacini uraufgeführt (Wenn ich richtig recherchiert habe, denn gewusst habe ich das nicht.). Billy :hello
Rideamus (31.07.2011, 23:45): Den all zu nahe liegenden BARBIER von Rossini und die Wiederholung der NOZZE DI FIGARO kann ich mir zum Glück sparen, denn auch Jules Massenet hat uns Almaviva und Rosina, allerdings nur mit ihrem TItel Graf und Gräfin, auch in seinem CHERUBIN gegönnt.
EDIT: Ups, mal wieder zu spät. Oder auch nicht, denn so ganz kann das mit Pacini nicht stimmen. Der wurde nämlich erst 1796 geboren. 1816, also zeitgleich mit Rossinis BARBIERE, hatte allerdings auch eine Oper des 19-jährigen Pacini mit dem Titel LA ROSINA Premiere, aber ob das die Rosina von Beaumarchais und seinen Komponisten ist, konnte ich zumindest auf die Schnelle nicht feststellen. Ich bezweifle es, denn schon Rossini war sich ja der Kühnheit seines Unterfangens bewusst, als er den damals enorm populären Paisiello um Erlaubnis für eine Neukomposition des Stoffes bat. Aber vielleicht weiß es jemand besser.
So oder so, ich denke, wir sollten mit dem CHERUBIN weiter machen, da Pacini ja kein Werk ist.
:hello Rideamus
Armin70 (01.08.2011, 00:14): Genauso wie in Le Nozze di Figaro und im Chérubin, so spielt Sevilla auch in Albeniz "El Corpus Christie en Sevilla" aus seinem Klavierzyklus Iberia eine Rolle.
Billy Budd (01.08.2011, 15:42): Original von Rideamus EDIT: Ups, mal wieder zu spät. Oder auch nicht, denn so ganz kann das mit Pacini nicht stimmen. Der wurde nämlich erst 1796 geboren. 1816, also zeitgleich mit Rossinis BARBIERE, hatte allerdings auch eine Oper des 19-jährigen Pacini mit dem Titel LA ROSINA Premiere, aber ob das die Rosina von Beaumarchais und seinen Komponisten ist, konnte ich zumindest auf die Schnelle nicht feststellen. Ich bezweifle es, denn schon Rossini war sich ja der Kühnheit seines Unterfangens bewusst, als er den damals enorm populären Paisiello um Erlaubnis für eine Neukomposition des Stoffes bat. Aber vielleicht weiß es jemand besser.
So oder so, ich denke, wir sollten mit dem CHERUBIN weiter machen, da Pacini ja kein Werk ist.
Rideamus hat ganz recht; da habe ich schlampig nachgeschlagen. Billy :hello
Severina (01.08.2011, 16:12): In diesem Klavierzyklus Iberia gibt es auch eine Habanera, ebenso wie in Bizets Oper "Carmen".
lg Sevi :hello
Rideamus (01.08.2011, 17:51): Wie bei Bizets CARMEN gibt es auch spanische Schmuggler und inkompetente Polizisten (Köstlich allein schon ihr Stiefelmarsch des bottes, des bottes) in Jacques Offenbachs fantastischer Operette LES BRIGANDS.
:hello Rideamus
Severina (01.08.2011, 19:00): Sowohl in Les Brigands wie auch in Guiseppe Verdis "Rigoletto" gibt es einen Herzog von Mantua.
lg Sevi :hello
Billy Budd (01.08.2011, 23:41): Sowohl in Verdis Rigoletto, als auch in seinem Ballo wird ein Page in einer Hosenrolle dargestellt.
Armin70 (02.08.2011, 00:08): Verdis "Un ballo in maschera" spielt in Schweden. Auch der Komponist Joseph Martin Kraus lebte die meiste Zeit in Schweden und er war an jenem Maskenball, wo das Attentat auf den schwedischen König Gustav III verübt wurde, anwesend. Aufgrund dessen komponierte er seine "Sinfonie funebre" zur Aufbahrung des Königs.
Rideamus (02.08.2011, 01:14): Zurück zu Berlioz, denn auch er schrieb eine Symphonie funèbre et triomphale
:hello Rideamus
Armin70 (02.08.2011, 07:12): Weniger "funebre" aber dafür mehr "triomphale" ist auch Smetanas "Triumph-Sinfonie", die er Kaiserin Elisabeth ("Sissi") widmete.
Sfantu (02.08.2011, 13:02): In Zusammenhang mit der erwähnten Widmung zieht sich durch Smetanas Sinfonie (mit Ausnahme des Scherzos) wie eine idee fixe Haydns Kaiserhymne aus dem gleichnamigen Streichquartett C-dur op. 76 Nr.3. Dass Smetana das als Huldigung und in der Hoffnung, das Streben der Tschechen nach Unabhängigkeit damit unterstützen zu können, tat, verstand ausser ihm wohl niemand sonst in Böhmen, weshalb es in seiner Heimat eher selten aufgeführt wurde - gelegentlich das Scherzo isoliert als Zugabenstück.
Severina (02.08.2011, 13:22): Haydns Kaiserhymne baute auch Rossini in seine "Viaggio a Reims" ein, wo sie der deutsche Baron Trombonok zum Besten gibt.
lg Sevi :hello
Rideamus (02.08.2011, 13:46): In der VIAGGIO Á REIMS wird nicht nur die deutsch-österreichische Hymne gespielt und gesungen, sondern auch Claude Joseph Rouget De Lisles Marseillaise als französische Nationalhymne.
:hello Rideamus
pavel (02.08.2011, 14:03): Die Marseillaise wird (vermutlich fälschlicherweise) auch Ignaz Joseph Pleyel zugeschrieben, von dem "Die Fee Urgel" stammt, die für das Puppentheater der Esterhazys geschrieben wurde.
Sfantu (02.08.2011, 14:44): ...Darin gibt es eine (gestrenge Königin) Bertha - so wie später in Webers "Euryanthe".
pavel (03.08.2011, 09:57): Wie in der Euryanthe wird auch in Cosi fan tutte eine Wette über die Treue der Frauen abgeschlossen.
Severina (03.08.2011, 12:42): Wie Cosi fan tutte erlebte auch Glucks "Orfeo et Euridice" seine Uraufführung am Alten Wiener Burgtheater.
lg Sevi :hello
pavel (03.08.2011, 18:09): Der Libretist (Calzabigi) des "Orpheus" lieferte auch das Libretto zu "Les Danaides" von Antonio Salieri.
Armin70 (03.08.2011, 18:57): Der römische Dichter Ovid verfasste u. a. die "Heroides", wo in fiktiven Briefen 18 Heroinen aus der Antike die Treuelosigkeit ihrer Ehemänner bzw. Liebhaber beklagen. Dazu zählt auch ein Brief, den die Danaide Hypermnestra an Lynkeus schreibt, die beide auch in Salieris Oper "Les Danaides" vorkommen. Von Ovid fühlte sich wiederum Carl Ditters von Dittersdorf angeregt, indem er seine Sinfonien nach Ovids Metarmorphosen schrieb.
Rideamus (03.08.2011, 19:12): Ovids Metamorphosen waren auch die Vorlage des Librettos der ersten Oper überhaupt, Jacopo Peris DAFNE von 1598
:hello Rideamus
Armin70 (03.08.2011, 19:29): In Peris Dafne kommt auch der Gott Apollon vor. Zu Apollons Geliebten gehörte auch Kassandra und die österreichische Komponisten Grete von Zieritz komponierte die Kassandra-Rufe.
Severina (03.08.2011, 19:51): Cassandra warnt auch in Berlioz "Les Troyens" ihre Landsleute vor dem drohenden Untergang.
lg Sevi :hello
Rideamus (04.08.2011, 13:23): Ein Untergang mittels Massenmord erwartet auch die HUgenotten in Meyerbeers LES HUGUENOTS.
:hello Rideamus
pavel (04.08.2011, 14:32): Wie in den Hugenotten verliebt sich der Tenor auch in "La Favorita" in eine unbekannte Schöne.
Rideamus (04.08.2011, 16:00): Das tut auch Shakespeare in Ambroise Thomas' eigentümlicher, aber sehr empfehlenswerter Oper SONGE D'UNE NUIT DÉTÉ (Ein Sommernachtstraum), und wie bei Meyerbeer ist die Unbekannte seine Königin, nämlich Elisabeth I.
:hello Rideamus
Severina (04.08.2011, 16:07): Elisabeth I spielt auch eine Hauptrolle in Donizettis "Maria Stuarda"!
lg Sevi :hello
pavel (04.08.2011, 17:34): Maria Stuarda geht letztlich genauso gefasst zum Richtblock wie Schwester Blanche in den Dialogues des Carmelites
Severina (04.08.2011, 20:21): Bei der italienischen Uraufführung der Carmelites 1957 in Mailand führte Margherita Wallmann die Regie, ebenso wie in unserer Wiener "Tosca".
lg Sevi :hello
Billy Budd (04.08.2011, 21:52): Im ersten Akt der "Tosca" zitiert Scapia aus dem "Otello": "Per ridurre un geloso allo sbaraglio Jago ebbe un fazzoletto ... ed io un ventaglio!"/"Um einen Eifersüchtigen ins Verderben zu stürzen, hatte Jago ein Taschentuch, und ich einen Fächer!". Billy :hello
Armin70 (04.08.2011, 23:37): Verdis "Otello" beginnt mit einem heftigen Unwetter. Auch Sibelius' Schauspielmusik zu "Der Sturm" ("The Tempest") beginnt mit einer Sturmmusik.
Rideamus (04.08.2011, 23:41): Eine Schauspielmusik zu einem Shakespeare-Stück mit einer anderen Art von Unwetter bietet auch Mendelssohns Ein Sommernachtstraum.
:hello Rideamus
Severina (05.08.2011, 00:17): Mit Shakespeares Sommernachtstraum beschäftigt sich auch Purcell in seiner "Fairy Queen".
lg Sevi :hello
Heike (05.08.2011, 08:27): Ein Poet spielt in Purcells "Fairy Queen" mit, ebenso in Puccinis "La Bohème"
Heike
pavel (05.08.2011, 09:20): Nicht nur Mimi, auch die Violetta in La traviata stirbt an Schwindsucht.
Rideamus (05.08.2011, 09:21): In LA BOHÉME singt Musette einen Walzer. Einen Walzer tanzen auch Hoffmann und Olympia in Offenbachs LES CONTES D'HOFFMANN.
:hello Rideamus
Sfantu (05.08.2011, 11:08): ..., in deren Rahmenhandlung Hoffmann mit seinem Gefolge bei Lutter zecht - die Rede (genauer: der Sang) ist zwar von "...so Bier als Wein!". Der hiermit verbundene Rausch lässt die dann folgenden "Erzählungen" in Hoffmanns Tagträumen entstehen. Beim echten "Lutter & Wegner" in Berlin, wo Hoffmann zu den Stammgästen zählte, war er aber (auch) dem Schaumwein sehr zugetan - übrigens soll der Begriff "Sekt" kurz darauf durch Ludwig Devrient eben dort geprägt worden sein. An allem Schuld ist der Champagner bekanntlich auch in der Fledermaus.
Solch unterhaltsame Ergebnisse kann also die friedliche & kontrollierte Nutzung von Rauschmitteln zutage fördern. Passend dazu der Sponti-Spruch von Wolfgang Neuss:
"Auf deutschem Boden darf nie wieder ein Joint ausgehen!"
:hello Sfantu
Severina (05.08.2011, 12:12): Auch wenn er in Wahrheit nur von Wein singt (Finch' han dal vino....), so gibt es auch in Mozarts "Don Giovanni" eine so genannte Champagnerarie!
lg Sevi :hello
Rideamus (05.08.2011, 14:45): Da ich nicht wieder die Kette mit der Statue von Hérolds ZAMPA schließen möchte, besinne ich mich darauf, dass es im DON GIOVNNI auch eine Makerade gibt. Die gibt es öfter, und manche, wie bei aber wenige außer bei Auber, Verdi und Raymond, heißen auch danach. Ich denke aber an Carl Nielsens MASKARADE.
:hello Rideamus
pavel (05.08.2011, 17:29): Maskerade geht auf ein Schauspiel von Holberg zurück, dem Edvard Grieg die Suite aus Holbergs Zeit widmet.
Rideamus (07.08.2011, 16:13): Aus Holbergs Zeit und sogar von Ludvig Holberg selbst stammt der Roman Niels Klims underjordiske Rejse / Miels Klims unterirdische Reise. Eine unterirdische Reise bis zum Mittelpunkt der Erde beschrieb auch JUles Verne, einer der Ideengeber für Paul Linkes Parodie FRAU LUNA.
:hello Rideamus
Severina (07.08.2011, 16:20): Um eine zwar nur vorgetäuschte Reise zum Mond geht es auch in Haydns "Il mondo della luna".
lg Sevi :hello
PS: Puh, ich dachte schon, dass niemand die Kurve zu Holberg kriegt - ich musste jedenfalls passen!
pavel (07.08.2011, 18:05): Il mondo della luna wurde auch von Baldassare Galuppi vertont, der auch eine Oper Artaserse schrieb.
Severina (07.08.2011, 18:51): Artaserse beruhte ebenso auf einem Stück von Metastasio wie Antonio Caldaras Oper "Demofoonte".
lg Severina
Armin70 (07.08.2011, 23:04): Soweit ich das herausfinden konnte geht es in der Oper "Demofoonte" darum, dass jedes Jahr eine Jungfrau geopfert werden soll. In Igor Strawinskys Ballett "Le sacre du printemps" wird auch ein junges Mädchen geopfert.
Rideamus (08.08.2011, 00:14): Einen printemps, bzw. primavera gibt es natürllich auch in Vivaldis VIER JAHRESZEITEN.
:hello Rideamus
pavel (08.08.2011, 13:00): Und der Sommer aus den 4 Jahreszeiten führt uns zu Mendelsohns Musik zu Ein Sommernachtstraum.
Rideamus (08.08.2011, 14:23): ... aus dem der Herrscher der Feenwelt wiederum direkt zu Carl Maria von Webers OBERON führt.
:hello Rideamus
Sfantu (08.08.2011, 16:41): Hier nicht viel mehr als eine Komparsenrolle, dort eine der Hauptpartien, kommt doch im Oberon als auch in Schuberts "Fierrabras" Karl der Grosse vor.
:hello Sfantu
Rideamus (08.08.2011, 16:53): FIERRABRAS spielt (auch) unter Muselmanen. Das tut nicht zuletzt Donizettis ALAHOR IN GRANATA.
:hello Rideamus
Billy Budd (08.08.2011, 19:40): Sowohl in "Alahor in Granata", als auch in "Nabucco" gibt es einen Ismaele. Billy :hello
Armin70 (08.08.2011, 21:29): Verdis "Nabucco" spielt u. a. in Babylon. Davon handelt auch J. S. Bachs Choralfantasie "An Wasserflüssen Babylon" BWV 653.
Severina (11.08.2011, 00:42): Von einem "Wasserfluss" handelt natürlich auch Johann Strauß' Walzer "An der schönen blauen Donau".
lg Severina :hello
Rideamus (11.08.2011, 10:03): Womit wir wiedr beim Walzer wären. Ein solcher, zu den Worten "Mit dir ... ohne dich", beschließt auch den zweiten Akt des ROSENKAVALIER von Richard Strauss
:hello Rideamus
Billy Budd (11.08.2011, 12:25): In "Capricco" gibt es - wie im "Rosenkavalier" - einen italienischen Sänger. Billy :hello
Severina (11.08.2011, 14:59): In Capriccio geht es um den Wettstreit des Dichters mit dem Komponisten, und genau dieses Thema vertonte Antonio Salieri in seinem Einakter "Prima la musica, poi le parole!"
lg Severina :hello
Rideamus (11.08.2011, 15:29): Nun, um einen Wettstreit geht es bei Salieri eigentlich nicht. Eher um eine wörtliche Wiedergabe des Titels, denn ein überforderter Dichter muss da eine bereits existierende Musik betexten, was er mit Hilfe einer Sängerin auch schafft.
Salieris Operchen behandelt also die Entstehung einer Oper unter chaotischen Umständen. Das tut auch Mozart in seiner Oper DER SCHAUSPIELDIREKTOR.
:hello Rideamus
Sfantu (11.08.2011, 19:16): Mozart würde ich nicht gerade als einen meiner Favoriten bezeichnen. Was bei mir aber unbedingt Sympathie und Zustimmung auslöst, ist im Schauspieldirektor wie in der Entführung die jeweilige Moral von der Geschicht´, welche im Finale ultimo hier wie dort vom gesamten Ensemble gesungen wird - Hohelieder auf Menschlichkeit, auf Toleranz. Das liegt sicher nicht zuletzt auch daran, dass der Librettist identisch ist.
Drum erheb´ich hiermit feierlich die geballte Faust und grüsse mit "Freundschaft!"
:hello Sfantu
Billy Budd (11.08.2011, 19:25): Wie in Mozarts "Entführung" erhält auch in seiner "Nozze" ein Mann von seiner Geliebten eine Ohrfeige. Billy :hello
Severina (11.08.2011, 20:25): Wie in der Nozze gibt es auch in Verdis "Un ballo in maschere" einen Pagen als Hosenrolle!
lg Severina :hello
Rideamus (11.08.2011, 23:17): Ein solcher Page, der es in sich hat, ist auch der Isolier in Rossinis LE COMTE ORY
:hello Rideamus
Billy Budd (12.08.2011, 08:32): "Le comte Ory" ist Rossinis letzte komische Oper. Verdis letzte komische Oper heißt "Falstaff". Billy :hello
golioni (12.08.2011, 16:37): Der gute Sir John Falstaff ist nicht nur die Hauptperson in Verdi's "Falstaff", sondern auch in Nicolai's "Die lustigen Weiber von Windsor"
Billy Budd (12.08.2011, 19:45): In den "Lustigen Weibern" geht es darum, dass eine Person (Falstaff) in einem Wäschetrog in den Fluss geworfen wird. Ähnliches geschieht auch in "Rigoletto": Die Leiche des Herzogs soll in einem Sack ebenfalls dem Fluss übergeben werden. Billy :hello
Dulcamara (12.08.2011, 21:19): In Rigoletto verliebt sich die weibliche Hauptfigur in jemanden, der es nicht gut mit ihr meint. Ebenso geht es Marguerite in Gounods Faust.
Rideamus (13.08.2011, 00:48): Ähnlich teuflisch wie Fausts Mephisto empfinden viele auch den Dr. Mirakel in Offenbachs Oper LES CONTES D'HOFFMANN. Allerdings hat Antonia nicht dessen Faust im Nacken (das wäre ja von Bernstein), sondern sie ist "nur" Wachs in seiner Hand, deshalb aber nicht weniger todgeweiht..
:hello Rideamus
Billy Budd (13.08.2011, 13:00): "Billy Budd" hat ebenso wie "Hoffmanns Erzählungen" eine Rahmenhandlung. Billy :hello
Rideamus (13.08.2011, 19:59): In BILLY BUDD geht es um den Kapitän einer englischen Brigg. Das war auch Lord Nelson, bevor er der Liebhaber der LADY HAMILTON wurde und in Eduard Künnekes gleichnamiger Operette auftauchte.
:hello Rideamus
Sfantu (16.08.2011, 22:07): Um aus dieser riddleanischen Sackgasse wieder herauszukommen und gleichzeitig einen Kontrapunkt gegen die Bühnenlastigkeit dieses Spiels zu setzen, bin ich mir für einen billigen kleinen Trick nicht zu schade:
Künnekes "Lady Hamilton" trägt eine Opuszahl, und zwar die 23. Die vergab Frederic Chopin an seine Ballade Nr.1 g-moll.
Für mich das romantische Klavierstück schlechthin - Schönheit, Zartheit, Raffinement, Ungestüm, Herz, Schmerz...hach!!!
:hello Sfantu
Armin70 (17.08.2011, 19:14): Mit "Ballade" ist auch der Mittelsatz aus Sibelius' "Karelia-Suite" überschrieben.
Rideamus (18.08.2011, 17:28): Die KARELIA-SUITE hat nicht nur eine Ballade, sondern auch ein Intermezzo - seltsamerweise gleich zu Beginn, und so heißt auch von Anfang bis Ende die Oper, zu der Richard Strauss das einzige Mal selbst das Libretto geschrieben hat, weil niemand sonst es wollte.
:hello Rideamus
Sfantu (18.08.2011, 22:10): Im II. Aufzug gibt es eine Kartenspielszene. Dem gleichen Thema widmet sich nicht nur in einer Szene, sondern von Anfang bis Ende: das Ballett "Jeu de cartes" von Igor Strawinskij.
:hello Sfantu
Armin70 (18.08.2011, 22:42): In Strawinskys "Jeu de Cartes" geht es um Pokern. Bei Mozart stand auch ein Spiel Pate und zwar das Kegeln zu seinem Kegelstatt-Trio Es-Dur KV 498.
Rideamus (19.08.2011, 06:58): Spiele haben überhaupt eine lange Tradition. So gab es schon am Hof der antiken Griechen das Gänsespiel, wie uns in Jacques Offenbachs LA BELLE HÉLÉNE berichtet wird.
:hello Rideamus
Armin70 (19.08.2011, 23:24): In Offenbachs "Die schöne Helena" kommt u. a. Paris vor. Auch um Paris, wobei es sich hier allerdings um die französische Hauptstadt handelt, geht es in Frederick Delius' Orchesterwerk "Paris the Song of a great City".
Cetay (inaktiv) (20.08.2011, 06:18): Auch Aulis Sallinens 5. Sinfonie ist einer Hauptstadt gewidmet: "Washington Mosaics"
Rideamus (20.08.2011, 07:14): Mosaike sind auch die Kirchenfenster, die VETRATE DI CHIESA, denen Ottorino Respighi eine sehr schöne Komposition gewidmet hat.
:hello Rideamus
Armin70 (21.08.2011, 01:03): Der erste Satz von Respighis "Vetrate di chiesa" heisst La fuga in egitto. Von Ägypten liess sich auch Saint-Saens bei der Komposition seines 5. Klavierkonzerts inspieren, das den Beinamen "Ägyptisches Konzert" hat.
Cetay (inaktiv) (22.08.2011, 07:26): Egypt heisst ein Balett von Bantock, dem Widmungsträger der 3. Sinfonie von Sibelius, dem Komponisten von Lunnotar, uraufgeführt in Gloucester, dem Geburtsort von William Hayes, dem Schöpfer von 8 Concerti Grossi, 2 mehr als es von Schnittke gibt, in dessen 1. Sinfonie ein Beethoven-Zitat vorkommt, so wie auch bei Credo in US von John Cage, dem Schöpfer von 4'33'', unter anderem aufgeführt von Frank Zappa, der einen Song Charles Ives betitelt hat, nach dem Komponisten der Robert Browing Overtüre, benannt nach dem Dichter von Fifine at the Fair, das von Bantock, dem Schöpfer der Hebridian Symphony, vertont wurde.
Rideamus (22.08.2011, 10:16): Zu den Hebriden, genauer gesagt, in Fingals Höhle, führt uns auch Felix Mendelssohn-Bartholdys Konzertouvertüre op. 26 Die Hebriden.
:hello Rideamus
Billy Budd (22.08.2011, 13:04): Kehren wir wieder zur Oper zurück. Ein anderer Name für die von Rideamus erwähnte Konzertouvertüre Mendelsson-Bartholdys ist "Die Fingalshöhle". Eine Höhle findet auch in Wagners "Siegfried" Erwähnung. Billy :hello
Rideamus (22.08.2011, 14:51): Fingals Höhle hätte es auch noch in Griegs PEER GYNT gegeben. Aber weiter zur Oper und SIEGFRIED. Den belehrt ein Waldvogel an prominenter Stelle. Einen belehrenden Vogel gibt es auch in DIE FRAU OHNE SCHATTEN von Richard Strauss.
:hello Rideamus
Armin70 (22.08.2011, 15:17): In Richard Strauss' Oper "Die Frau ohne Schatten" kommt eine Amme vor. In Igor Strawinskys Ballet "Petrushka" kommen die im "Tanz der Ammen" auch vor.
pavel (22.08.2011, 23:55): Petrushka ist eine Jahrmarktsattraktion so wie "Der Riese vom Steinfeld" in der Oper von Friedrich Cerha,
Rideamus (23.08.2011, 00:23): Ein Riese, der auch, aber nicht nur auf steinernem Gelände zugange ist, wurde auch von Carl Maria von Weber zur Titelfigur seiner, leider nur noch fragmentarisch erhaltenen, Oper RÜBEZAHL, erkoren.
:hello Rideamus
pavel (23.08.2011, 18:25): Vom Rübezahl ist eigentlich nur die Ouverture erhalten, die unter dem Titel "Der Beherrscher der Geister" populär wurde und das wieder führt zu Keikobad, dem Geisterfürsten, der zwar in der Frau ohne Schatten nicht auftritt und dennoch eine wichtige Rolle spielt.
Severina (23.08.2011, 20:25): Geistererscheinungen spielen eine zentrale Rolle in Benjamin Brittens "The Turn of the Screw".
lg Severina :hello
Armin70 (23.08.2011, 23:11): Metaphysische Erscheinungen waren auch namensgebend für Beethovens sog. "Geistertrio" op. 70, Nr. 1.
Severina (23.08.2011, 23:24): Eine tragische Rolle spielen Geistererscheinungen im Leben Robert Schumanns, kompositorische schlugen sie sich in den "Geistervariationen" nieder.
lg Severina :hello
Rideamus (24.08.2011, 00:53): Achtung, mir wurde mal von der Threaderfinderin auf die Finger gehauen, als ich mich auf dieselbe Gemeinsamkeit bezog, wie das vorangehende Zitat (hier: die Geister). Deshalb jetzt diese Variante: Heimliche Variationen, sind auch die Metamorphosen von Richard Strauss.
:hello Rideamus
pavel (24.08.2011, 10:49): In den Metamorphosen des Ovid findet sich auch Pigmalion, der von Donizetti in Il Pigmalione zu einer kleinen Oper (eigentlich ein langes Tenorsolo mit einem abschließenden Duett) verarbeitet wurde.
Severina (24.08.2011, 12:09): Ein re di creta wie Pigmalione ist auch die Titelfigur in Mozarts "Idomeneo"!
lg Severina :hello
pavel (24.08.2011, 12:22): Poseidon macht bei der Heimkehr des Idomeneo ebenso Schwierigkeiten wie bei der Ritorna d'Ullise in patria.
Rideamus (24.08.2011, 12:59): Die Rückkehr des Odysseus in seine Heimat ist auch Thema des TELEMACO von Gluck.
:hello Rideamus
Severina (24.08.2011, 16:39): In meiner Wohnung hat's 30° (Im Wohnzimmer sogar 32°), und mit brodelnder Gehirnmasse bin ich leider zu keinen intellektuellen Sprüngen fähig, weshalb ich mir ein sehr banales Paar gestatte:
Glucks "Telemaco" steht in der nächsten Saison ebenso am Spielplan des ThadW wie Ambrois Thomas' "Hamlet". lg Severina :hello
pavel (24.08.2011, 18:39): Eine der bekanntesten Nummern aus dem AMLETO ist das Trinklied. Ein solches ist auch ein Reisser in der Cavalleria rusticana.
Armin70 (24.08.2011, 18:50): Das ist mir hier schon wieder zu "opernlastig"... :wink
Karl Goldmark ließ sich bei seiner 1. Sinfonie mit dem Beinamen "Ländliche Hochzeit" auch von ländlichen Szenen inspirieren.
Cetay (inaktiv) (24.08.2011, 19:05): Ein ländliche Hochzeit - Bryllupsdag pa Troldhaugen (Band 8 Op. 65 No 6) - gibt es auch bei Griegs Lyrischen Stücken.
pavel (24.08.2011, 20:20): In den lyrischen Stücken gibt es auch ein Wiegenlied, was uns zu "Guten Abend, gut Nacht" von Brahms führt.
Severina (24.08.2011, 21:43): Am Abend gehen bekanntlich die Sterne auf, und da fällt mir doch gleich "o Du mein holder Abendstern" aus dem "Tannhäuser" ein!
lg Severina :hello
PS: Sorry, Armin :engel!
Billy Budd (24.08.2011, 21:56): Wie in dem "Tannhäuser" tritt auch in der "Tosca" ein Hirte auf und singt ein recht einfaches Lied. Billy :hello
Rideamus (24.08.2011, 22:42): Tosca liebt einen Maler. Ein solcher hat auch die Hauptrolle in Maury Yestons GOYA.
:hello Rideamus
Severina (24.08.2011, 23:58): Maury Yestons Goya entstand auf Anregung Placido Domingos, ebenso wie Daniel Catans "Il Postino". Placido Domingo sang in beiden Uraufführungen.
lg Severina :hello
Armin70 (25.08.2011, 02:11): Postboten hatten früher, wenn sie mit Postkutschen unterwegs waren, ein Posthorn dabei. Ein solches kommt in Mozarts sog. "Posthorn-Serenade" (KV 320) zum Einsatz.
pavel (25.08.2011, 08:23): Von der Straße her ein Posthorn klingt gührt uns zur Winterreise (und weg von der aktuellen Hitze).
Heike (25.08.2011, 09:56): In der Winterreise wird die Einsamkeit besungen. Einsamkeit gibts auch in "Solitude" von Duke Ellington.
pavel (25.08.2011, 16:40): Im Jahr 1934, in dem Duke Ellington "Solitude" in 20 Minuten komponierte, wird im Leningrader Marinskij-Theater Schostakowitsch "Lady Macbeth von Mzensk" uraufgeführt. (Die solange erfolgreich blieb, bis einmal Stalin eine Aufführung besuchte ...)
Severina (25.08.2011, 17:21): Genau wie die Katerina in der "Lady Macbeth" ist auch Leos Janaceks Katja Kabanova mit einem langweiligen Ehemann verheiratet, betrügt ihn mit einem anderen, der sie aber nur ausnützt und letztlich ins Unglück stürzt.
lg Severina :hello
Rideamus (25.08.2011, 19:04): Katja, Käthe oder auf deutsch DIE TEUFELSKÄTHE hieß auch die Heldin von Dvorkas Oper Cert a Kaca von Antonin Dvorak
:hello Rideamus
Armin70 (25.08.2011, 19:32): Teuflisch ist auch die sog. "Teufelstriller-Sonate" von Giuseppe Tartini.
pavel (26.08.2011, 12:34): Tartini behauptet, dass diese Sonate auf einen Traum beruht, in dem ihm der Teufel eine Sonate vorgesipielt hat. In Strawinskis Histoire du Soldat geht es auch um den Teufel und eine Geige.
Rideamus (26.08.2011, 14:32): Ich spiele die Kugel mal über zwei Banden, denn die Violine erinnert mich an D. W. Griffiths stummen Kurzfilm THE VIOLIN MAKER OF CREMONA. Dummerweise ist zu dem keine Musik erhalten, also muss die Kugel weiter zu diesem Film springen, zu dem kein Geringerer als John Corigliano eine fantastische Filmmusik geschrieben hat
DIE ROTE VIOLINE von dem kanadischen Regisseur Francis Mankiewicz (32 SHORT FILMS ABOUT GLENN GOULD) handelt von dem fiktionalen Geigenbauer Noccoló Bussotti und dem Schicksal seiner legendären roten Violine durch die Generationen bis heute.
Nicht nur eine tolle Musik, auch ein sehr sehenswerter Film, den es auch mit einem grässlichen Cover auf deutsch gibt.
:hello Rideamus
pavel (27.08.2011, 00:22): Francis Mankiewicz war ein entfernter Verwandter von Joseph Mankiewicz, der Regie bei "Guys and dolls" führte, einem Musical mit Musik von Frank Loesser. (Und das in der letzten Saison an der Wr. Volksoper als Musical aufgeführt wurde.)
Armin70 (27.08.2011, 00:34): In dem Musical "Guys and Dolls" kommt u. a. ein Leutnant vor. Ein solcher ist auch, wenn auch nur imaginärer, Protagonist in der "Leutnant Kije-Suite", op. 60 von Serge Prokofieff.
Rideamus (27.08.2011, 07:42): Na ja, der Leutnant bei den schweren Jungs und leichten Mädchen ist einer von der Heilsarmee, aber der Leutnant Kije führt mich direkt zu Ernst Lubitschs Film THE SMILING LIEUTENANT mit Claudette Colbert und Maurice Chevalier nach der Operette EIN WALZERTRAUM von Oscar Straus.
:hello Rideamus
Severina (27.08.2011, 09:43): Um einen Traum geht es auch in der berühmten Traumerzählung (En ferment les yeux) in Charles Gounods "Manon".
lg Sevi :hello
Rideamus (27.08.2011, 10:17): Um Manons Onkel geht es dann in Manon Tanto.
Im Ernst: Manon will nach Paris und was Tolles erleben. Das will und gelingt auch Kunegonde in Bernsteins CANDIDE
:hello Rideamus
pavel (28.08.2011, 13:02): Ein weiteres Werk, in dem ein Krieg zwischen Westfalen und Bulgarien vorkommt, dürfte schwer zu finden sein, aber eine Ketzerverbrennung durch die Inquisition findet sich natürlich in Verdis Don Carlos.
Rideamus (28.08.2011, 14:38): Mir fällt gerade kein Werk ein, in dem jemand noch seine Schwiegermutter liebt, aber was passieren kann, wenn ein Kögin zu Recht glaubt, dass seine Frau ihn nie geliebt hat (und das, obwohl er blind ist), kann man sehr eindrucksvoll in Italo Montemezzis L'AMORE DEI TRE RE erfahren.
:hello Rideamus
pavel (29.08.2011, 09:48): Dirigent der Uraufführung von L'amore dei tre re war Tullio Serfain, der auch die Oper Cyrano de Bergerac von Franco Alfao aus der Taufe hob.
Rideamus (29.08.2011, 10:19): Cyrano de Bergeray war ein begabter Lügner, der zufällig auch eine markante Nase hatte. Ein Anderer dagegen hatte eine lange Nase, weil er log, und 2007 machte ihn Jonathan Dove zur Titelfigur seiner Oper THE ADVENTURES OF PINOCCHIO - natürlich nach Carlo Collodis märchenhaftem Roman.
:hello Rideamus
pavel (29.08.2011, 18:42): Im Pinocchio (hoffentlich auch in der Oper von Dove) kommt ein Fuchs vor, wie im Schlauen Füchslein von Leos Janacek. (Wir bleiben wirklich opernlastig :S
Billy Budd (29.08.2011, 19:35): Meines Wissens nach hat Janacek in diese Oper bekannte Kinderlieder eingebracht, wie es auch Humperdinck in "Hänsel und Gretel" getan hat. Billy :hello
Sfantu (29.08.2011, 20:57): Die Oper "Hänsel und Gretel" ist das Produkt eines Teamworks unter Geschwistern: Librettistin ist Adelheid Wette, die Schwester Humperdincks. Das funktionierte mehrfach ganz vorzüglich beim Brüderpaar George und Ira Gershwin - stellvertretend genannt sei das Musical
Lady, be good!
:hello Sfantu
Armin70 (30.08.2011, 00:07): In dem Musical "Lady be good" gibt es eine Nummer die heisst "Carnival Time". Vom Karneval ließ sich auch Robert Schumann zu seinem Klavierzyklus Carneval, op. 9 anregen.
Rideamus (30.08.2011, 00:08): GUte Idee! Ich bleibe mal gleich bei den Gershwins. In LADY BE GOOD kommt ein Lied um eine "Swiss Miss" vor. Schweizer Mad'ln gibt es auch in Gershwins STRIKE UP THE BAND, denn dieses Musical handelt von einem Krieg der USA gegen die Schweiz (wegen schweizer Käse, natürlich), und da singen die Siss Misses "Oh This Is Such a Lovely War"
:hello Rideamus
pavel (30.08.2011, 12:09): Nachdem Armin der etwas schnellere war, gehe ich mit Karneval weiter und komme zur Karneval-Ouverture von Antonin Dvorak. (Schade, dass sie nicht Fassnacht-Ouverture heit, dann wären beide Vorgänger zufrieden zu stellen :W)
Rideamus (30.08.2011, 12:36): Da es mit Fastnacht, Fasching oder Karneval ja nicht ewig weiter gehen soll, beziehe ich mich mal auf den Wortstamm carne vale. Allem Fleischlichen "Adieu" sagt unter anderem Jochanaan, bevor er wegen der wildeschen Salome von Richard Strauss gerade deshalb den Kopf verliert.
:hello Rideamus
Billy Budd (30.08.2011, 14:55): Strauss' "Salome" hat doch mit seiner "Elektra" recht viele Gemeinsamkeiten:
Salome: Schleiertanz. Elektra: "Wer glücklich ist wie wir, dem ziemt nur eins: schweigen und tanzen ...".
Salome: Drei der fünf Hauptpersonen (darunter die Titelrollenträgerin) sterben: Salome, Jochanaan, Narraboth. Elektra: Detto: Klytämnestra, Elektra, Aegisth.
Das Judenquintett der Salome ähnelt dem Mägdeensemble der Elektra.
Beide Opern beginnen mit einem kurzen Vorspiel.
Franz Endler in seinem Buch "Endlers neuer Opernverführer": "Herodes ist, am besten wie Aegisth, mit einem etwas ausgesungenen Heldentenor zu besetzen." (frei aus dem Gedächnis zitiert).
etc.
Billy :hello
Severina (30.08.2011, 16:29): Pavel hat mich dankenswerter Weise auf ein peinliches Hoppala aufmerksam gemacht: "Manon" ist natürlich von Jules Massenet und nicht von Gounod :S! Leider ist die Korrekturzeit schon abgelaufen. Die Hitze hat meine kleinen grauen Zellen wohl nachhaltiger geschädigt, als ich befürchtet hatte.
lg Sevi, zerknirscht
Rideamus (30.08.2011, 17:29): Liebe Sevi,
ich bezweifle, dass Deine Zellen wirklich geschädigt sind. Auber rein gar nicht, und wenn, dann nur "ma non tanto", denn so weit sind Gounod und Puccini ja auch nicht voneinander entfernt, und Massenet ist nett in der Mitten von allen.
Zur Fortführung des Spiels: Neben der Elektra gibt es bei Strauss auch den Orest, und den gibt es qua Antike schon bei Gluck in seiner IPHIGENIE EN TAURIDE.
:hello Rideamus
Billy Budd (30.08.2011, 19:49): "Iphigenie auf Tauris" spielt zu Beginn in einem Tempel der Göttin Diana. Über Prinzessin Diana hat Jonathan Dove eine Oper geschrieben: "When She Sied ... Death of a Princess". Billy :hello
Sfantu (30.08.2011, 23:36): Da schreibt also jemand eine Oper über das tragische Ende einer Royal, eines Regenbogenpresse-Sternchens? Gut - Ludwig zwo oder Sissi ist es ja ähnlich ergangen. Keine Ahnung, ob dort die Ground-zero-Rhetorik angestimmt wird, die heutzutage üblich zu sein scheint...aber lassen wir meine reflektorische Aggression gegenüber dem Personenkult, gleich welcher Couleur, mal beiseite. Die spärlichen Informationen zu Dove's "Death of a princess" hat mir - klar, wer auch sonst - Tante Google geliefert. Und denen (den Informationen) entnehme ich das Detail, dass es sich hier um eine Fernseh-Oper handelt. Somit ergibt sich eine Gemeinsamkeit mit "The Tender Land" von Aaron Copland, einem, wie alles von ihm, unmittelbar berührenden Werk.
:hello Sfantu
Rideamus (31.08.2011, 00:35): Ich schließe mich gerne dem Lob für den Komponisten Aron Copland an. Da das Spiel aber auf dem Prinzip des Wechsels beruht, greife ich das Thema von THE TENDER LAND auf. Opern über Bauernschicksale findet man allerdings nicht nur im Fernsehen eher selten.
Es gibt aber einen berühmten Kinofilm von Pare Lorenz über dasselbe Thema mit einer großartigen Musik von Virgil Thomson. Er heißt passenderweise THE PLOW THAT BROKE THE PLAINS, und so heißt auch Thompsons Suite nach dieser Filmmusik.
:hello Rideamus
pavel (31.08.2011, 10:44): Virgil Thomson studierte unter anderem bei Eric Satie, der mit den Vexations eines der längsten Werke schuf. (Es wird eine Seite Musik 840 mal wiederholt, was einer Spielzeit von 12 bis 18 Stunden entspricht.)
Sfantu (31.08.2011, 11:21): Mit dem Titel "Vexations" ("Quälereien") lässt Satie keinen Zweifel darüber, was die Hörer erwarten dürfen.
Das tut ihm Jean Francaix gleich, wenn auch auf sehr viel angenehmere Art in seiner "Musique pour faire plaisir".
Hallo Pavel, schau' doch mal auf S.1 nach der genauen Aufgabenstellung für dieses Spiel... :wink
Die kleine Anekdote für meine geplante Antwort auf Riddles Virgil-Thomson-Beitrag möcht' ich schnell noch unterbringen: Die letzten 49 Jahre seines Lebens wohnte Thomson im berühmten Chelsea Hotel, Manhattan. Nachdem er einmal die Aufzuggondel verliess, wurde er von seinem fassungslosen Begleiter gescholten, da er der ebenfalls dort wohnenden Janis Joplin im Lift nicht mit Herzklopfen oder sonstiger Ehrerbietung huldigte & stattdessen teilnahmslos dastand. Darauf Thomson: "Muss ich die kennen?"
:hello Sfantu
Armin70 (31.08.2011, 23:51): Soweit ich das herausfinden konnte bezeichnet die "Musique pour faire plaisir" von Jean Francaix kein konkretes Werk, sondern es handelt sich quasi um sein Motto als Komponist, dass er eben nur Musik schreiben wollte, die Freude bereitet aber egal.
Ebenfalls Freude bereitet der Chanson "Plaisir d’amour" von Jean-Paul-Égide Martini, der von Hector Berlioz 1859 für Bariton und Orchester bearbeitet wurde.
Rideamus (01.09.2011, 00:44): "Plaisir d’amour" von Jean-Paul-Égide Martini ist eine der schönsten Nummern auf einer herrlichen Scheibe von Liebesliedrn mit Janet Baker, die von der Academy of St. Martin in the Fields unter Neville Marriner begleitet wurde. Leider ist sie nur noch - aber immerhin - in dieser Box greifbar:
Die Platte hieß "Arie amorose" und beginnt mit dem nicht weniger schönen "Caro mio ben" von Giuseppe Giordani (1753-1798). Aber auch die anderen Platten mit Arien von Händel, Gluck, Mozartm, Berlioz, Ravel und vielen anderen sind ein Schatz, so dass sich die Anschaffung der Box in jedem Fall lohnt.
:hello Rideamus
Sfantu (01.09.2011, 13:47): Durch "Caro mio ben" (gibt es ein schöneres Liebeslied??) wurde Giordani sozusagen zu einem One-Hit-Composer, also zu jemandem, dessen Restschaffen praktisch niemand kennt, dessen Namen ausschliesslich mit diesem Mega-Hit assoziiert wird. Das Gleiche gilt für Jeremiah Clarkes "Trumpet Voluntary"
Hätte mir übrigens sehr schön Evelyn Hamann und Loriot in folgendem Sketch vorstellen können:
Sie hat als Geburtstagsständchen für ihn "Caro mio ben" einstudiert. Die in Feiertags-Toilette versammelte Familie steht andächtig lauschend da. Kaum hat sie die erste Zeile vollendet, unterbricht er den Vortrag wutschnaubend, mit hochrotem Kopf, wie Rumpelstielzchen im Veitstanz hüpfend und sich das Resthaar raufend "WER ZUM TEUFEL IST B E N ??!!"
@ Armin,
das erwähnte Werk existiert: Jean Francaix - Dezett für 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte und 2 Hörner "Musique pour faire plaisir" (1984)
Die Satzbezeichnungen:
I Elégie II L'embarquement pour Cythère III Grande valse démocratique
:hello Sfantu
pavel (01.09.2011, 20:24): Der ursprüngliche Titel von Trumpet Voluntary war The Prince of Denmark's March- Da ist die Assoziation zu Hamlet naheliegend und um nicht wieder bei Thomas zu landen, die Schauspielmusik von Shostakovitsch-
Rideamus (02.09.2011, 09:52): Schostakowitsch hat iht nur die Musik zu Kosintsews Verfilmung des HAMLET geschrieben, sondern auch Kosintzews eindrucksvolle Verfilmung von Shakespeares KÖNIG LEAR vertont. Der gemeinsame Nenner ist hier natürlich nicht der Komponist, der ja nicht gilt, sondern der Regisseur der Verfilming.
:hello Rideamus
pavel (02.09.2011, 18:46): Im König Lear gibt es eine Cordelia und eine solche hat es auch bis zur Titelfigur in Konradin Kreutzers Cordelia geschafft.
Rideamus (02.09.2011, 19:24): CORDELIA könnte leicht eine Sackgasse sein, denn wer kennt schon den Inhalt dieser Oper oder ihrer Erstfassung ADELE VON BUDOY? So kann ich nur vermuten, dass auch diese Cordelia zwei böse Schwestern hat wie die Tochter Lears und Angiolina, die Heldin von Rossinis LA CENERENTOLA.
:hello Rideamus
Billy Budd (02.09.2011, 21:07): Sowohl in "La Cenerentola", als auch in "La Bohéme" begegnet und ein Philosoph (Natürlich wird er jedesmal von einem Bass gesungen.). Billy :hello
Armin70 (03.09.2011, 00:24): "La Boheme" spielt in Paris. Das trifft auch auf Gershwins "An American in Paris" zu.
Rideamus (03.09.2011, 01:12): Es gibt nicht nur Amerikaner in einem ziemlich unechten Paris, sondern auch ziemlch unechte Pariserinnen in Amerika, zum Beispiel, wenn Shirley MacLaine die IRMA LA DOUCE von Marguerite Monnot spielt und dabei kaum singen darf (außer "Dis-donc").
:hello Rideamus
Armin70 (03.09.2011, 16:45): Die Filmmusik zu "Irma la Douce" stammt z. T auch von Andre Previn, der u. a. auch Orchesterwerke wie z. B. die "Diversions" als Auftragsarbeit für die Wiener Philharmoniker komponierte.
Rideamus (04.09.2011, 07:55): Previns DIVERSIONS sind ein Orchesterkonzert, dass nach dem Katalog des Auftraggebers "not too intensely profound" sein sollte. Gattung und dieser Charakter der Vorgabe sind auch wichtige Merkmale der JUBILEE GAMES zu, die Leonard Bernstein zum 50. Geburtstag der Israel Philharmonic schrieb.
:hello Rideamus
Armin70 (05.09.2011, 17:00): Bei einem "Spiel" handelt es sich auch um den 2. Satz aus Bartoks Konzert für Orchester "Giuoco delle coppie" (Spiel der Paare).
Sfantu (05.09.2011, 22:53): Zugegeben, etwas trivial - aber subtilere Parallelen krieg' ich nunmal nicht hin zu dieser fortgeschrittenen Stunde: "Da geh' ich ins Maxim", die Hymne des gehobenen Schmalz-Entertainments im Prä-, Intra- und Post-Nazi-Deutschland aus Lehars "Lustiger Witwe" hat ihren gespenstischen Auftritt im 4. Satz aus Bartoks Konzert für Orchester wie im 1. Satz aus Schostakowitschs 7. Sinfonie .
Sfantu
pavel (07.09.2011, 10:34): Im 4.Satz dieser Symphonie verwendet Schostakowitsch eine Sarabande. Eine Sarabande ist auch die Arie Lascia ch'io pianga der Almira aus Händels Rinaldo. (Die von Händel aus seiner Almira übernommen hat.)
Rideamus (07.09.2011, 11:04): Sarahs Bande ist auch der TItel von Sarah Brightmans...
Nein, im Ernst: Die Sarabande ist das gemeinsame Element der Suiten für Cello von Johann Sebastian Bach.
Aber nochmal nein. Ich soll ja eine neue Gemeinsamkeit finden. Also nehme ich die Aufforderung des alten Germont an Violetta Valery "Piangi! Piangi! (Weine! Weine!) in Verdis LA TRAVIATA.
:hello Rideamus
Sfantu (07.09.2011, 13:27): Bleiben wir bei Verdi. In der "Traviata" ertönt das berühmte, zündende "Brindisi", also Trinklied. Ein solches stimmt auch der finster-intrigante Iago im "Otello" an. Da fliegen dann auch nicht nur die Tassen hoch...
:hello Sfantu
Billy Budd (07.09.2011, 15:43): Ich mache auch mit Verdi weiter: Ebenso wie in "Otello" stirbt in "Simon Boccanegra" die Titelfigur. Billy :hello
Rideamus (08.09.2011, 08:32): Simon Boccanegra sehnt sich nach dem Meer ("Il mar, il mar!").
Noch mehr Meer gibt es in Debussys Orchesterbildern LA MER
:hello Rideamus
pavel (09.09.2011, 09:37): Der zweite Satz ist Jeux de vagues (Spiel der Wellen) sozusagen: Weia! Waga! Woge, du Welle wie im Rheingold.
Rideamus (09.09.2011, 10:51): "Und das Rheingold, das ist mein Gold" findet auch der Siegfried der LUSTIGEN NIBELUNGEN von Oscar Straus und dem besseren
:hello Rideamus
Billy Budd (09.09.2011, 13:56): Wie die "Lustigen Nibelungen" ist auch "Tannhäuser und die Keilerei auf der Wartburg" eine Parodie über eine Wagner-Oper. Billy :hello
Rideamus (09.09.2011, 16:09): Noch bevor er die Musik für die beiden Spielfilme von Loriot schrieb, vertonte Rolf Wilhelm ebenfalls einen Sängerkrieg, allerdings unter Aussparung des Venusberges. Seine Vorlage war ein Text von James Krüss mit dem Titel LODENGRÜN oder DER SÄNGERKRIEG DER HEIDEHASEN.
:hello Rideamus
Armin70 (10.09.2011, 00:44): Es grünt auch im vierten Satz (Green: Grün, die Farbe der Smaragde, der Hoffnung, der Jugend, der Freude, des Frühlings und des Sieges) der "Colour Symphony" von Arthur Bliss
Rideamus (12.09.2011, 16:25): Wie in der COLOUR SYMPHONY wimmelt es auch bei Gilbert and Sullivan von "bliss". So, wenn die vier Hauptpersonen um Buttercup sich vor dem Schlussquartett von HMS PINAFORE mit einem "Oh bliss! Ohr rapture!" umarmen.
:hello Rideamus
Armin70 (13.09.2011, 07:31): Der Handlungsort von "HMS Pinafore" ist Portsmouth. Das gleiche gilt auch für die "Portsmouth Point-Overture" von William Walton.
Sfantu (15.09.2011, 17:26): Asche über mein Haupt - aber dieses Stück kenn' ich leider immer noch nur dem Namen nach. Drum hab' ich mit etwas Heimtücke eine aussermusikalische Gemeinsamkeit mit einem anderen Werk ausgemacht:
Ort der Uraufführung war 1926 Zürich - & das trifft eben (mit 12 Jahren Abstand) auch auf Hindemiths Mathis der Maler zu (die Oper, wohlgemerkt).
:hello Sfantu
Severina (15.09.2011, 17:40): Ein Maler spielt auch in Puccinis Oper "Tosca" eine Hauptrolle!
lg Sevi :hello
Armin70 (15.09.2011, 21:52): Original von Sfantu Asche über mein Haupt - aber dieses Stück kenn' ich leider immer noch nur dem Namen nach.
Hier gibts zumindest einen ca. 3 Minuten langen Ausschnitt aus Waltons Ouvertüre: Portsmouth Point-Overture
Zur Fortsetzung des Spiels:
Eine der bekanntesten Arien aus Tosca ist "E lucevan le stelle". Um Sterne geht es auch in Olivier Messiaens "Des Canyons aux etoiles".
Rideamus (15.09.2011, 22:00): ... und das führt zwangsläufig direkt zu Ferde Grofés Grand Canyon Suite
:hello Rideamus
Billy Budd (16.09.2011, 13:48): Der vierte Satz der "Grand Canyon Suite" heit "Abenddämmerung" ("Sunset"). Bei Beginn von Richard Strauss' "Elektra" dämmert es ebenfalls. Billy :hello
Heike (16.09.2011, 19:31): In Elektra gibt es singende Mägde - die gibts in Bachs Matthäuspassion auch. Heike
Rideamus (16.09.2011, 21:31): Die Matthäus Passion hat dieselbe Hauptperson wie Webbers JESUS CHRIST SUPERSTAR.
:hello Rideamus
Armin70 (16.09.2011, 23:15): Auch um Superstars geht es in der "Seven Stars-Symphony" von Charles Koechlin, wo er 7 Filmstars (Douglas Fairbanks, Lilian Harvey, Greta Garbo, Carla Bow, Marlene Dietrich, Emil Jannings und Charlie Chaplin) ein musikalisches Denkmal setzt.
Severina (17.09.2011, 12:04): Zu Sternen fällt mir gleich einmal Debussys "Nuits d'etoiles" ein!
lg Severina :hello
pavel (22.09.2011, 09:28): Wenn mich meine Französischkentnisse nicht total im Stich lassen, so ist die Situation in diesem Lied die gleiche wie in E lucevan le stelle aus der Tosca.
Billy Budd (22.09.2011, 13:22): Sowohl in der "Tosca", als auch in der "Zauberflöte" gibt es eine versuchte Vergewaltigung. Billy :hello
Rideamus (22.09.2011, 14:57): In DIE ZAUBERFLÖTE gibt es eine Königin der Nacht, die bekanntlich der Katus des Jahres 2009 war. Um einen Kaktus geht es auch in Bert Reisfelds bekanntem Lied "Mein kleiner grüner Kaktus". Das Lied kann man mitsingen, bis die Ärzte kommen: http://www.youtube.com/watch?v=sT2k9NMIPng
:hello Rideamus
Heike (24.09.2011, 07:59): Das Kaktus ist auf dem Balkon, da ist auch Coppélia im Ballett von Léo Delibes Heike
Rideamus (24.09.2011, 09:46): Die Hauptgestalt von Coppelia ist eine Puppe, die wir schon aus E. T. A. Hoffmanns Erzählungen kennen. Ich beziehe mich aber nicht auf Offenbach, sondern auf DIE PUPPE VON NÜRNBERG (LA POUPÉE DE NUREMBERG) von Adolphe Adam.
:hello Rideamus
Billy Budd (24.09.2011, 11:29): Die "Meistersinger wären wiklich zu naheliegend; deshalb beziehe ich mich auf eine Namensgleichheit: Eine "Berta" kommt sowohl in der "Puppe von Nürnberg", als auch in dem "Barbier von Sevilla" vor. Billy :hello
Sfantu (29.09.2011, 13:31): Im "Barbiere" (bei Rossini weniger als bei Paisiello) kommt ein auskomponiertes Gähnen vor. Das ist auch in Schostakowitschs "Die Nase" der Fall. Auf CD hab' ich nur die Konzertsuite - in einer Radio-Besprechung gab es letzte Woche aber Ausschnitte aus der aktuellen Produktion der Zürcher Oper zu hören, und da war der Gähner mit dabei. Bei den unverschämten Preisen in Zürich muss ich mir den Kartenkauf leider noch gründlich überlegen...
im Paisiellos BARBIERE DI SIVIGLIA gibt es keine Berta, und das auskomponierte Gähnen der Diener ist tatsächlich ein Niesen.
Backmesser-Modus aus.
Ist aber egal, ich nehme die Nase und weise darauf hin, dass diese auf einem Stück von Gogol beruht. Das tut auch Giselher Klebes Chlestakows Wiederkehr, denn die ist eine Veroperung von Gogols "Der Revisor".
:hello Rideamus
Sfantu (29.09.2011, 18:46): MacRiddle, mein lieber Freund & Haarespalter! Auch ich schwing' gern mal das nämliche Hackebeilchen:
In meiner Hungaroton-GA sind die Dienerrollen wie folgt besetzt:
Lo Svegliato - Csaba Réti Giovinetto - Miklós Mersei.
Réti singt niesend, Mersei singt gähnend.
Das Libretto (Giuseppe Petrosellini) zum Abschluss dieser 2. Szene im 2. Aufzug legt Bartolo folgende Worte in den Mund:
Certo meglio assai sarà. (contraffaccendoli) Chi starnuta, chi sbadiglia. Lungi andate cento miglia!
zu deutsch:
Das wird wirklich besser sein. (sie nachahmend) Der eine niest, der Andere gähnt. Hundert Meilen fort mit euch!
"Sbadiglia" von Infinitiv: "Sbadigliare"=Gähnen.
Mir ist gerade auch danach, drum muss Kaffee her.
:hello Sfantu
Severina (08.10.2011, 10:45): Chlestakow zitiert am Schluss seiner Oper aus Falstaffs Schlussfuge "Tutto nel mondo è burla!" - also Giuseppe Verdi, Falstaff.
lg Sevi :hello
PS: Falls MacBeckmesser etwas zu meckern hat - Tante Google ist Schuld, nicht ich :D :D!
Rideamus (08.10.2011, 17:42): Meck(er)besser ist ja schon ruhig :ignore:ignore:ignore
Falstaff war Page des Duca di Norfolk. Der oder ein solcher spielt auch eine wichtige Rolle in Rossinis ELISABETTA, REGINA D'INGHILTERRA
:hello Rideamus
Billy Budd (08.10.2011, 18:50): Machen wir mit einer Namensgleichheit weiter: In Rossinis "Elisabetta" gibt es wie auch in Mozarts "Così" einen Guglielmo. Billy :hello
Rideamus (09.10.2011, 13:13): In Cosi fan tutte suchen sechs Personen nach einem Ausweg aus einem moralischen bzw. emotionalen Dilemma. Auf der Suche, allerdings nach einem Autor, sind auch die sechs Titelpersonen der Veroperung von Pirandellos Sechs Personen suchen einen Autor durch Hugo Weisgall.
:hello Rideamus
Severina (10.10.2011, 01:17): Auch ein weiteres Drama von Pirandello wurde "veropert", nämlich "Enrico" (Heinrich IV) mit der Musik von Manfred Trojahn.
lg Severina :hello
Rideamus (10.10.2011, 10:21): Trojahns ENRICO handelt von einem Mann, der sich für Kaiser Heinrich IV hält, weil er ihn bei einem Unfall verkörpert hat. Einen ebenfalls sehr fragwürdigen Adeligen verkörpert ein Affe in Hans Werner Henzes DER JUNGE LORD.
:hello Rideamus
Billy Budd (28.01.2012, 14:17): Ich versuche, dieses Spiel wiederzubeleben, aber mir fällt leider keine bessere Gemeinsamkeit ein: Sowohl in "Der junge Lord", als auch in "Un ballo in maschera" gibt es einen von einem Bariton gesungenen Sekretär. Billy :hello
Severina (28.01.2012, 14:33): Wie im Ballo gibt es auch in Verdis "Ernani" eine Verschwörung gegen den König - beides brachte dem Komponisten Probleme mit der Zensurbehörde, im Fall von "Ernani" allerdings mit weniger weit reichenden Folgen.
lg Severina :hello
Billy Budd (28.01.2012, 15:45): Eine Namensgleichheit mit einer Person einer anderen Oper (Da gäbe es ja einige: Don Carlos, Don Giovanni, I Puritani, Rigoletto, Anna Bolena, Ballo, Otello) wäre zu naheliegend, aber ich bleibe trotztdem bei Verdi: Wie auch in seinem "Otello" ersticht sich die Titelfigur am Ende. Billy :hello
Rideamus (28.01.2012, 22:38): Wie im OTELLO spielt auch im ROSENKAVALIER ein Taschentuch eine hintergründige Rolle (ich hoffe, wir hatten das nicht schon)
:hello Rideamus
Heike (29.01.2012, 00:11): Der Rosenkavalier spielt in Wien; dort spielt auch Arabella (Strauss) Heike
Billy Budd (29.01.2012, 18:05): Auch in Bizets "Carmen" werden Karten gelegt. Billy :hello
Severina (03.02.2012, 20:18): "Carmen" spielt in Sevilla, ebenso wie Rossinis "Il Barbiere di Siviglia". lg Severina :hello
Billy Budd (03.02.2012, 23:15): Wie der "Barbiere" wurde auch Verdis "I due Foscari " am Teatro Argentina in Rom uraufgeführt. Billy :hello
Rideamus (04.02.2012, 11:18): Adria e Liguria hanno patria comune
Wie I DUE FOSCARI hat auch SIMON BOCCANEGRA einen Dogen
:hello Rideamus
Severina (04.02.2012, 13:20): Wie im "Simon Boccanegra" wird auch in Donizettis "Lucrezia Borgia" mit Gift gemeuchelt - hier allerdings der Tenor.
lg Sevi :hello
Heike (04.02.2012, 23:48): Lucrezia Borgia basiert auf einem Stoff von Viktor Hugo. Ebenso Verdis Ernani.
Heike
Rideamus (05.02.2012, 11:19): Ernani und Falstaff machen sehr verschiedene Erfahrungen mit Hörnern und gehörnt werden
:hello Rideamus
Sfantu (07.02.2012, 16:35): Im Fallstaff (ebenso wie bei den "Lustigen Weibern...") gibt es einen Quoten-Franzmann, Cajus. Das ist auch in Tschaikowskijs Jevgenij Onjegin in Gestalt des Triquet der Fall.
:hello Sfantu
Billy Budd (09.02.2012, 11:59): Auch in Rossinis "Otello" spielt ein Liebesbrief eine wichtige Rolle. Billy :hello
Rideamus (09.02.2012, 15:43): Rossinis OTELLO (ver-)braucht drei Tenöre, und Venedig spielt eine wichtige Rolle. Beides trifft auch auf Saverio Mercadantes IL BRAVO zu.
Wer die Oper noch nicht kennt, sollte mal hier hinein hören: http://www.youtube.com/watch?v=z7ALJEv-tX4
:hello Rideamus
Severina (09.02.2012, 17:36): Ebenso wie im "Bravo" heißt auch in Verdis "Traviata" der Sopran Violetta.
lg Severina :hello
Billy Budd (09.02.2012, 23:00): Wie die Violetta stibrt auch die Mimì in der "Bohème" an Schwindsucht. Billy :hello
Rideamus (10.02.2012, 10:20): In der BOHÉME gibt es sie nur - aber immerhin auch - als Gemälde. Orchestral dargestellt wird die Durchquerung des Roten Meeres durch Moses in Rossinis MOSE IN EGITTO.
Die bildliche Darstellung zur Musik von Elmer Bernstein in Cecil B. DeMille DIE ZEHN GEBOTE lassen wir mal außen vor.
:hello Rideamus
pavel (14.02.2012, 14:31): Während Rossini seine italienische Oper später zur französischen Oper Moise et Pharao umarbeitete, machte Giuseppe Verdi aus seiner Grand Opera Don Carlos später die vieraktige italienische Oper.
Severina (14.02.2012, 15:10): Im "Don Carlos" tritt Kaiser Karl V als geheimnisvoller Mönch kurz in Erscheinung, die Hauptperson ist er dafür in Ernst Kreneks "Karl V".
lg Severina :hello
pavel (14.02.2012, 16:47): In Kreneks Karl V. tritt ein Moritz von Sachsen in einer Sprechrolle auf. In der Adriana Lecouvreur von Cilea ist ein Namensvetter eine Hauptpartie.
Severina (14.02.2012, 17:18): Adriana wird durch einen präparierten Veilchenstrauß vergiftet, in Bizets "Carmen" ist es eine Rose, die im übertragenen Sinn José "vergiftet" und den Tod bringt.
lg Severina :hello
Rideamus (14.02.2012, 19:56): Carmen lässt sich die Karten legen. Da war wohl die PIQUE DAME dabei.
:hello Rideamus
Billy Budd (14.02.2012, 22:08): In "Pique Dame" gibt es, wie in "Lady Macbeth von Mszenk" einen Selbstmord durch Sprung in den Fluss. Billy :hello
pavel (15.02.2012, 11:07): Wie in der "Lady Macbeth von Mszenk" wird in der Jenufa im dritten Akt eine Hochzeit gefeiert.
Rideamus (15.02.2012, 11:35): Wie Janacek mit Gabriele Preiß' "Szenen aus einem Bauernleben" vertonte auch Richard Strauss mit der SALOME von Oscar Wilde den Text eines Theaterstückes, der gar nicht für Musik geschrieben worden war.
:hello Rideamus
pavel (15.02.2012, 12:46): Wie Narraboth in der Salome besingt auch Rusalka den Mond.
Rideamus (15.02.2012, 14:27): Mondsüchtig, und zwar derart, dass sie ihn gleich stehlen, sind auch vier Burschen in Carl Orffs DER MOND
:hello Rideamus
pavel (16.02.2012, 12:15): Einen Tag vor dem Mond wurde in Stuttgart die Operette Die ungarische Hochzeit von Nico Dostal uraufgeführt.
Severina (17.02.2012, 13:46): In der "Ungarischen Hochzeit" gibt sich eine junge Adelige, Janka, als einfaches Bauermädel aus - ähnlich verhält es sich auch in Flotows "Martha, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven.
lg Severina :hello
Rideamus (17.02.2012, 14:15): In MARTHA besingt ein Quartett die Mitternacht. Das tun auch Mrs. Quickly und später das Feenensemble in Verdis FALSTAFF
:hello Rideamus
Heike (19.02.2012, 10:53): Im Falstaff sind wir in Windsor, also geht es da weiter mit Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai.
Heike
Severina (19.02.2012, 15:50): "Horch, die Lerche singt im Hain!" heißt es in den "Lustigen Weibern" - auch in Gounods "Romeo et Juliette" verkündet die Lerche den neuen Tag ("L'alouette déjà nous anoonce le jour")
lg Sevi :hello
Rideamus (19.02.2012, 16:00): Sogar mehr als einen Vogel hat auch Papageno in Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE
:hello Rideamus
Severina (19.02.2012, 16:28): Nicht nur die Königin der Nacht in der Zauberflöte dürstet nach Rache, dies tut auch ein nicht unbeträchtlicher Teil des gesamten Opernpersonals. Ich nominiere stellvertretend - weil diese Oper mE noch nicht vorgekommen ist - das Quartett "No, vendetta piu tremenda..." aus Verdis "Ernani".
lg Sevi :hello
pavel (20.02.2012, 00:41): Im Ernani tritt Karl V. nach als Carlos I von Spanien auf, im Don Carlo agiert er nur noch als abgedankter König und Mönch.
Severina (20.02.2012, 00:46): Im "Don Carlo" brennen die Ketzer, in Honeggers "Johanna auf dem Scheiterhaufen" die Jungfrau von Orleans.
lg Severina :hello
Rideamus (20.02.2012, 07:36): Bevor sie auf dem Scheiterhaufen lodert, entbrennt Johanna in Verdis GIOVANNA D'ARCO auch noch in Liebe zu Carlo. Gemeint ist hier allerdings der französische Dauphin Charles.
:hello Rideamus
Severina (20.02.2012, 10:36): Da könnte ich natürlich wieder sofort die Kurve zurück zum "Don Carlo" nehmen, aber das wäre doch zu simpel, weshalb ich einen anderen Verdi'schen Carlo nominiere, nämlich Carlo di Vargas aus "La Forza del Destino".
lg Sevi :hello
pavel (20.02.2012, 12:52): Die Schlacht von Velletri, in der sich Carlos und Alvaro wieder treffen, fand im Österreichischen Erbfolgekrieg statt, für den auch Graf Homonay im Zigeunerbaron Soldaten wirbt.
Heike (20.02.2012, 18:52): Im Zigeunerbaron gibt es einen Schatz, den gibt es auch in Schrekers "Der Schatzgräber"
Heike
Severina (20.02.2012, 19:37): Schreker hat das Libretto zu seiner Oper selbst verfasst, ebenso wie Richard Wagner für seinen "Lohengrin".
lg Sevi :hello
Heike (20.02.2012, 20:50): im Lohengrin gibt es eine stumme Rolle (Elsas Bruder), eine stumme Rolle gibt es auch in Les Troyens von Berlioz
Heike
pavel (21.02.2012, 11:00): Wie der erschlagene Hector in den Troyens gibt im Hamlet von Thomas der Geist eines Erschlagenen dem Hauptdarsteller Handlungsanweisungen.
Severina (21.02.2012, 13:00): Den ermordeten Vater will nicht nur Hamlet rächen, sondern auch Alahor in Donizettis "Alahor in Granata"!
lg Severina :hello
Rideamus (21.02.2012, 13:05): Einen rachedurstigen, maurischen Muselmanen gibt es auch in Mozarts DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL
:hello Rideamus
pavel (21.02.2012, 18:36): Johann Gottlieb Stephanie der Jüngere war der Librettist der Entführung, aber auch von Doktor und Apotheker von Carl Ditter von Dittersdorf.
Billy Budd (21.02.2012, 19:11): Auch im "Rosenkavalier" tritt ein Polizeikommissar in Erscheinung. Billy :hello
Rideamus (21.02.2012, 19:49): "Herrliche Affen" gibt's nicht nur, "wenn Durchlaucht schaffen", sondern es gibt auch einen in Werner Henzes DER JUNGE LORD.
:hello Rideamus
Severina (21.02.2012, 23:33): Auch für Henzes "Prinz von Homburg" schrieb Ingeborg Bachmann das Libretto.
lg Severina :hello
pavel (22.02.2012, 12:43): Vorlage für das Bachmannsche Libretto war Heinrich von Kleist's Drama. Seinen "Zerbrochenen Krug" vertonto Viktor Ullmann.
lg Pavel
Severina (22.02.2012, 15:10): Ein korrupter Richter kommt auch in Werner Egks "Revisor" vor!
lg Severina :hello
Billy Budd (22.02.2012, 15:40): Die literarische Vorlage des "Revisor" stammt von Nikolai Gogol. Über ihn schrieb Lera Auerbach eine Oper, die unlängst am Theater an der Wien uraufgeführt wurde. Billy :hello
pavel (23.02.2012, 06:49): Auch in Les contes de Hoffmann steht ein Dichter im Mittelpunkt
lg Pavel
Rideamus (23.02.2012, 10:05): Ob Coppelius in LES CONTES D'HOFFMANN oder COPPELIA von Delibes, beide basieren auf einem Sandmann, und zwar auf dem von E.T.A. Hoffmann
:hello Rideamus
pavel (24.02.2012, 15:37): Im dritten Akt gibt es einen Valse des Heures, wie es in der Gioconda ebenfalls im 3.Akt einen Danza delle ore gibt.
lg pavel
Heike (25.02.2012, 00:48): La Gioconda spielt in Venedig, da mache ich dann weiter ebenda mit Brittens "Death in Venice" Heike
pavel (25.02.2012, 09:38): In Brittens Oper sind wesentliche Partien (Tadzio) Tänzern anvertraut, in La muette de Portici sogar die Titelpartie.
pavel
Cetay (inaktiv) (25.02.2012, 09:44): Auch Salvator Rosa von Antonio Carlos Gomes spielt in Neapel.
Billy Budd (25.02.2012, 12:21): Eine Isabella gibt es auch in Rossinis "L'Italiana in Algeri". Billy :hello
pavel (26.02.2012, 09:05): Taddeo ist der "Rollenname" von Tonio in Pagliacci
Pavel
Billy Budd (26.02.2012, 11:58): Auch in Janáceks "Totenhaus" gibt es Theater auf dem Theater. Billy :hello
pavel (27.02.2012, 13:09): Auch für den Spieler von Prokoffiew lieferte ein Werk von Dostojewski die Vorlage
pavel
Heike (29.02.2012, 17:47): Im Spieler gibt es eine Blanche, die gibt es auch in Poulencs "Les Dialogues des Carmélites"
Heike
pavel (29.02.2012, 23:35): Eine Woche nach den Karmeliterinnen fiel André Chenier der Guillotine zum Opfer.
pavel
Rideamus (01.03.2012, 10:45): Einen französischen Dichter gibt es auch in Richard Strauss' CAPRICCIO
:hello Rideamus
pavel (01.03.2012, 12:41): Um das Primat von Musik und Libretto geht es schon in Salieri's Prima la musica, poi le parole
pavel
Heike (04.03.2012, 10:00): Salieris Oper entstand im Auftrag Kaiser Josephs II. für ein „Frühlingsfest an einem Wintertage“. Zum gleichen Anlass komponierte Mozart die Musik zum Singspiel Der Schauspieldirektor KV 486
Severina (04.03.2012, 10:47): Einen Theaterdirektor gibt es auch in Richard Strauss' "Capriccio".
lg Severina :hello
Billy Budd (04.03.2012, 10:52): Und einen Haushofmeister finden wir auch in Strauss' "Ariadne". Billy :hello
pavel (04.03.2012, 13:02): Auf einer wüsten Insel spielt auch L'isola disabitata von Joseph Haydn
pavel
Severina (04.03.2012, 14:14): Einen Schiffbruch erleidet auch Candide in Leonard Bernsteins gleichnamiger Oper.
lg Severina :hello
Rideamus (04.03.2012, 15:59): Eine leicht geschürzte Juwelenarie singt nicht nur Bernsteins Kunegonde, sondern auch Marguerite in Gounods FAUST
:hello Rideamus
pavel (07.03.2012, 10:59): Einen Mord an einem unerwünschten Kind gibt es auch in der Jenufa
pavel
Billy Budd (07.03.2012, 15:35): Die Geschwister Laca und Števa sind sehr unterschiedliche Charaktere, wie auch Tatjana und Olga in "Eugen Onegin". Billy :hello
pavel (07.03.2012, 16:12): Im Eugen Onegin singt Monsieur Triquet ein französisches Couplet wie die Gräfin in der Pique Dame
pavel
Billy Budd (07.03.2012, 16:22): Auch in Massenets "Werther" erschießt sich die Hauptfigur. Billy :hello
pavel (08.03.2012, 15:09): Um nicht wieder zum Faust zurückzukehren, auch die Mignon von Thomas bezieht sich auf einen Text von Goethe.
pavel
Rideamus (08.03.2012, 16:52): Wie die Philine in Thomas' MIGNON ist auch L'Ensoileillad in Massenets CHERUBIN eine lebenslustige Schauspielerin und Tänzerin
:hello Rideamus
pavel (08.03.2012, 22:08): Mary Garden war der Cherubin der Uraufführung und auch die erste Melisande in Pelleas et Melisande
pavel
Severina (08.03.2012, 23:31): Wie Melisande ist auch Francesca in Zandonais "Francesca da Rimini"mit dem falschen Bruder verheiratet - ihre verbotene Liebe zum anderen bringt beiden den Tod.
lg Severina :hello
pavel (09.03.2012, 11:14): Die beiden Brüder heißen Malatesta wie der Arzt im Don Pasquale
pavel
Severina (09.03.2012, 13:13): Wie Don Pasquale wird auch Sir Morosus in Strauss' "Schweigsamer Frau" durch eine Scheinheirat ausgetrickst!
lg Severina :hello
Rideamus (09.03.2012, 13:34): Nicht nur Sir Morosus war ein Schiffskapitän, neben dem manches Geschoß explodierte, das war auch Admiral NELSON, die Titelfigur von Lenox Berkeleys gleichnamiger Oper.
:hello Rideamus
pavel (10.03.2012, 09:06): Aus der Ecke herauszukommen ist etwas schwierig, aber Admiral Nelson hieß mit dem Vornamen Horatio, wie der Freund von Hamlet in Thomas' Oper.
pavel
Rideamus (10.03.2012, 09:50): Nun ja, über Nelsons Frau Lady Hamilton oder den Schauplatz Neapel hätte es da schon auch noch einige andere Möglichkeiten gegeben. Aber sei's drum.
Auch in Ferdinand Hérolds Oper ZAMPA macht ein Geist auf einen Mord aufmerksam. Hier ist es allerdings eine Frau.
:hello Rideamus
Severina (10.03.2012, 19:29): Piraten gibt es auch in Giuseppe Verdis "Il Corsaro"!
lg Severina :hello
Heike (11.03.2012, 13:23): In "Il Corsaro gibt es Eunuchen, die gibt es auch in Rossinis Die Italienerin in Algier
Billy Budd (11.03.2012, 13:31): In der "Italiana" wird Mustafà von einigen hereingelegt und erkennt erst am Schluss die Zusammenhänge. Ähnliches geschieht auch in Verdis "Falstaff". Billy :hello
Rideamus (11.03.2012, 14:36): Um mal von den all zu nahe liegenden Nicolai, Salieri und Vaughan Williams wegzukommen:
Am Schluss des FALSTAFF ist der Titelheld dein Gehörnter. Im übertragenen Sinne sind das auch die Einwohner von Virgilio Ranzatos IL PAESE DEI CAMPANELLI.
:hello Rideamus
Severina (12.03.2012, 10:47): "Il Paese dei Campanelli" wurde ebenso am Teatro Lirico di Milana uraufgeführt wie Donizettis "L'Elisir d'amore"!
lg Severina :hello
Rideamus (12.03.2012, 16:23): Von Tristan und Isolde erzählt nicht nur Adina im LIEBESTRANK, sondern auch Hans Sachs in DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
:hello Rideamus
Sfantu (12.03.2012, 22:48): In Gestalt des Stolzing kommt hier in DSDS-Manier ein Gesangstalent ganz gross raus... Ähnliches widerfährt auch Chapelous in Adolphe Adams "Le Postillion de Lonjumeau".
pavel (13.03.2012, 12:46): Chapelous hat den selben Arbeitgeber wie die Postchristl in Zellers Vogelhändler
pavel
Rideamus (13.03.2012, 13:39): Beim Vogelhändler denkt wohl jeder an Papageno, der es auch mit Vögeln hat, aber ich nehme LA BOHÉME, aber die von Leoncavallo, denn da gibt's auch eine Mimi, allerdings keine Gräfin wie bei Zeller.
:hello Rideamus
Heike (13.03.2012, 20:05): In Leoncavallos La Boheme gibt es eine Canzonetta - die gibt es auch in Tschaikowskis Violinkonzert.
Heike
Sfantu (13.03.2012, 20:27): Auch Strawinskijs "Sacre" entstand in dem selben Vorort Montreux', nämlich in Clarens.
pavel (14.03.2012, 10:56): Im Sacre wird eine Jungfrau dem Frühlingsgott geopert, in Schöbergs Moses und Aron werden gleich vier Jungfrauen geopfert.
pavel
Rideamus (14.03.2012, 15:55): Ein goldenes Götzenbild, hier in Form eines Schafsfells, führte auch Jason in die Arme von MEDÉE, wie Cherubini berichtet.
:hello Rideamus
Karolus Minus (14.03.2012, 23:07): "Medea" gibt es nicht nur bei Cherubini sondern auch bei Aribert Reimann
Womit ich mich wieder unter den Lebenden melde:-))))
Heike (15.03.2012, 08:36): Reimanns Medea beruht auf Grillparzers Werk, Grillparzer schrieb das Libretto zu Conradin Kreutzers Oper Melusina
pavel (15.03.2012, 11:00): Im ersten Akt jagt Raimund einen Hirsch, der Kaiser in Die Frau ohne Schatten jagt eine Gazelle.
Rideamus (15.03.2012, 11:32): DAS MÄRCHEN VON DER SCHÖNEN MELUSINE ist auch das Thema der Ouvertüre op. 32 von Felix Mendelssohn-Bartholdy
:hello Rideamus
Rideamus (15.03.2012, 11:34): Ups, zu spät. Machen wir trotzdem weiter in dem Text:
Sowohl die schöne Melusine als auch die Kaiserin in DIE FRAU OHNE SCHATTEN sind Fabelwesen, die menschliche Gestalt annehmen, weil sie sich in einen Menschen verlieben. Das tut auch die UNDINE von Lortzing
:hello Rideamus
Sfantu (15.03.2012, 13:57): Für dieses Stück würde sich die Bregenzer Seebühne als passender Rahmen anbieten. Oder vielleicht noch origineller: eine öffentliche Badeanstalt - in Dortmund etwa das Südbad oder die "Schöne Flöte": Das Orchester am Beckenrand, der Maestro auf einem der Startblöcke, die Protagonisten auf Surfboards.
Das passte auch ganz gut bei Peter Grimes - & zu den See Interludes kommt das Whirlpool zum Einsatz...
:hello Sfantu
Heike (19.03.2012, 17:52): In Peter Grimes gibt es ebenso wie in Donizettis "Il campanello" einen Apotheker.
Heike
Rideamus (19.03.2012, 17:57): In Neapel spielt auch COSCOLETTO von Jacques Offenbach
:hello Rideamus
pavel (21.03.2012, 17:09): Coscolletto ist ein Lazzarone (ein neapolitanischer Herumtreiber)
Jacques Frommenthal Halevy schrieb auch eine Oper: Le lazzarone
pavel
Heike (22.03.2012, 19:23): Der Librettist von Le lazzarone, Henri Vernoy de Saint-Georges, schrieb auch das Libretto zur Oper "L’éclair" - ebenfalls von Jacques Fromental Halévy.
Heike
pavel (22.03.2012, 20:50): L'éclair spielt auf einer Plantage bei Boston, wohin die Zensur den Schwedenkönig Gustav als Gouverneur Riccardo in Un ballo in maschere verbannt hat.
Billy Budd (22.03.2012, 21:00): Wie im "Ballo" tötet auch im "Eugen Onegin" ein Mann seinen ehemaligen Freund. Billy :hello
Heike (23.03.2012, 18:39): Auf Puschkin geht auch die Operette "Polenblut"von Oskar Nedbal zurück. Heike
pavel (24.03.2012, 19:47): Im Wiener Carltheater wurde nicht nur Polenblut, sondern (u.a.) auch Boccaccio von Suppe uraufgeführt.
pavel
Rideamus (24.03.2012, 21:25): Eine Fiametta gibt es nicht nur bei BOCCACCIO, sondern auch in THE GONDOLIERS von Gilbert & Sullivan
:hello Rideamus
Heike (03.04.2012, 18:43): Duke and Duchess finden sich auch in Busonis Oper "Doktor Faust"
EinTon (03.04.2012, 19:50): Faust gibt es auch in Mahlers 8.
Heike (04.04.2012, 22:24): In Mahlers 8. werden genau wie in Bachs Matthäuspassion 2 Chöre benötigt. Heike
Severina (07.06.2012, 22:28): Die Matthäuspassion wurde ebenso in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt wie Felix Menelssohn-Bartholdys "Lobgesang".
lg Severina :hello
Heike (10.06.2012, 10:02): Der Lobgesang ist eine Sinfoniekantate, genau wie Igor Strawinskis Psalmensinfonie. Heike
Rideamus (20.06.2012, 09:50): Psalmen hat auch LIli Boulanger vertont, sum Beispiel den 24. oder den Psaum 130: Au fond de l'abime
:hello Rideamus
Heike (20.07.2012, 23:30): Boulangers Werk entstand 1917, im selben Jahr vollendete auch Prokofjev seine Oper "Der Spieler"
Billy Budd (18.08.2012, 14:21): Auch in Tschaikowskis "Pique dame" gibt es eine Polina. Billy :hello
Sfantu (04.02.2022, 09:58): Um geschmolzenes Gestein geht es im Orchesterwerk
Liquid Marble von Anders Hillborg
ebenso wie im Streichtrio
Magma von David Philip Hefti
Philidor (04.02.2022, 10:10): Oh - ich hatte das als Kettenspiel verstanden ...
Um Magma geht es im gleichnamigen Streichtrio von David Philip Hefti,
dasselbe thematisiert Erkki-Sven Tüür in seiner Sinfonie Nr. 4, die den Beinamen "Magma" trägt.
Sfantu (04.02.2022, 10:28): Ui, erwischt! Wie krieg` ich da im Nachhinein noch die Kurve?? Naja - mit faulen Tricks halt: Der "Jewgenij Onjegin" geht auf Puschkin zurück. Puschkin schrieb ebenso den "Steinernen Gast". Somit paßt es, wenn auch vage, zu Marmor und Magma.
Also, wie von Philidor erkoren, weiter mit Erkki-Sven Tüür und der Sinfonie Nr. 4 "Magma"
Andréjo (04.02.2022, 11:56): Die vierte Sinfonie von Erkki-Sven Tüür ist ein Solokonzert für Schlagzeug und Orchester. Ein solches - recht kurzes - gibt es auch von Darius Milhaud.
Philidor (04.02.2022, 12:40): Das "Concerto pour batterie et petit orchestre" op. 109 von Darius Milhaud ist Paul Collaer gewidmet.
Dasselbe gilt für die "Preghiera di Maria Stuarda per voci miste e alcuni strumenti" von Luigi Dallapiccola.
Cetay (04.02.2022, 14:44): Dallapiccola schrieb die Oper Il prigioniero. Giovanni Giacomo Gastoldi schrieb 1594 ein Madrigal gleichen Namens.
Philidor (04.02.2022, 14:49): ?( Ich muss nochmal den Spielemeister zur Regelklärung befragen:
Gemeint war doch eine Gemeinsamkeit der Werke, nicht der Komponisten, oder?
Cetay (04.02.2022, 15:03): Die Gemeinsamkeit der Werke ist der Name. :P
Cetay (04.02.2022, 15:32): Also gut. Es gibt im genannten Werk "Preghiera di Maria Stuarda" eine Anrufung (Invocazione). Das finden wir auch in Andre Jolivets "Suite Delphique".
Sfantu (04.02.2022, 18:26): Ich muss nochmal den Spielemeister zur Regelklärung befragen:
Gemeint war doch eine Gemeinsamkeit der Werke, nicht der Komponisten, oder? Die Spielmeisterin namens Heike macht ihre Vorgaben in Beitrag 1 auf Seite 1. Sie räumt uns zwar von Beginn an eine recht großzügige Bandbreite ein. Aber ja - so, wie ich es verstehe, soll es sich auf das/die Werk/e und nicht auf die Komponisten beziehen.
Philidor (04.02.2022, 19:18): Andre Jolivets "Suite Delphique" Ich versuche die Rückkehr in halbwegs erforschtes Gelände ...
Die "Suite Delphique" von André Jolivet ist wohl nicht ad usum delphini bestimmt, sondern vielmehr ein groß besetztes Kammermusikwerk: Flöte, Oboe, Klarinette, 2 Hörner, Trompete, Posaune, Ondes Martenot, Harfe, Pauken und 2 Schlagzeuger dürfen und sollen mitwirken.
Als ob Trompete, Posaune, Pauke und zwei weitere Schlagzeuger nicht exotisch genug wären - die Ondes Martenot sind mit dabei und fungieren in diesem Spiel als Bindeglied zum nächstem Werk, welches ebenfalls zum Reich der Kammermusik gehört und die Ondes Martenot fordert:
Bohuslav Martinu: Fantaisie für Ondes Martenot, Klavier, Oboe & Streichquartett