Stadt, Land, Fluss - ein Kettenspiel

Rideamus (28.09.2010, 17:01):
Hallo allerseits,

beim Auflösen meines Reiserätsels ist mir aufgefallen, dass es doch erstaunlich viele Lieder und Arien, ja sogar Instrumentalstücke gibt, die bestimmte Städte, Gegenden, Länder oder auch Flüsse namentlich aufführen und, meist preisend, beschreiben. In diesem Spiel möchte ich gerne versuchen, gemeinsam mit Euch eine möglichst große Liste solcher Lieder und Musikstücke zusammenzustellen. Natürlich hat jedes Spiel seine Regeln und Bedingungen. Hier die meinen:

- es gelten nur Lieder und Musikstücke, die man im weitesten Sinne zur klassischen Musik rechnen kann. Musicals, auch Filmmusicals zählen dazu, aber Schlager nur, wenn sie von etablierten Sängern der Klassikwelt eingesungen wurden.

- ein Stück gilt nur, wenn die Stadt, das Land oder der Fluss darin (oder im Titel) namentlich genannt werden

- keine Stadt etc. darf zweimal hintereinander genannt werden (Wien und New York höchstens jedes dritte Mal)

- niemand darf sich zweimal hintereinander hier eintragen, wenn nicht mindestens 48 Stunden seit dem letzten eigenen Posting vergangen sind (wohl aber direkt nach jemand anderem, auch in kürzester Zeit)

- optional, d. h. nach Möglichkeit, aber nicht zwingend, sollte ein/e Interpret/in genannt oder ein Link zu einer Darbietung des Musikstückes auf YouTube oder einer cd gesetzt werden, damit alle wissen können, wie das Stück klingt.

Das war's schon. Ich fange mal mit dem bekannten Stück aus meinem Rätsel an:

O tu Palermo - aus I VESPRI SICILIANI von Giuseppe Verdi

Cesare Siepi: http://www.youtube.com/watch?v=zezMbmgbmmM

:hello Rideamus
Heike (28.09.2010, 17:20):
Oh ein neues Spiel, wunderbar.

Ich beginne mal mit einem meiner Lieblingskomponisten und einem seiner berühmtesten Werke:

Dsch - 7. Sinfonie C-Dur op. 60 „Leningrader Sinfonie“ für Orchester (1941)
Ein großartiges Werk mit einem Ohrwurmthema und fesselnden Melodien und Rhythmen, alles in gekonnt doppelbödiger Verarbeitung; hier der Link zum entsprechenden Thread:
http://www.das-klassikforum.de/thread.php?threadid=365

Heike

P.s. ich hoffe das gilt, auch wenn die Stadt heute anders heißt
Rideamus (28.09.2010, 17:45):
Original von Heike
Oh ein neues Spiel, wunderbar.

Ich beginne mal mit einem meiner Lieblingskomponisten und einem seiner berühmtesten Werke:

Schostakowitsch - 7. Sinfonie C-Dur op. 60 „Leningrader Sinfonie“ für Orchester (1941)
Ein großartiges Werk mit einem Ohrwurmthema und fesselnden Melodien und Rhythmen, alles in gekonnt doppelbödiger Verarbeitung; hier der Link zum entsprechenden Thread:
http://www.das-klassikforum.de/thread.php?threadid=365

Heike

P.s. ich hoffe das gilt, auch wenn die Stadt heute anders heißt

Liebe Heike,

das gilt natürlich. Wir kommen ja in Kürze bei den Rätselantworten zu dem umgekehrten Phänomen. :W

Ich mache gleich mal mit einem anderen Instrumentalstück weiter, das gegensätzlicher kaum sein könnte:

Conquering New York - Leonard Bernstein: Wonderful Town

Kim Criswell und Simon Rattle, Berliner Philharmoniker - http://www.youtube.com/watch?v=3_ow4thn_LE

:hello Rideamus
miranda (29.09.2010, 00:56):
Großartig - Stadt, Land, Fluss war eines meiner Lieblingsspiele als Kind. Mein Vorschlag heute bleibt in den USA -

"Old Man River" aus "Showboat" von Kern+Hammerstein (so kommt auch einmal ein Fluss an die Reihe).

Unter zig Interpreten ist mein Favorit der wunderbare Bass Paul Robeson, dessen Weltkarriere durch die Hysterie der McCarthy-Jahre zerstört wurde.

Anzuhören unter www.youtube.com/watch?v=eh9WayN7R-s, leider in schlechter Tonqualität, dafür mit dem gesamten Text der Originalfassung.

Hoffentlich findet dieses Spiel recht viele Mitspieler!
Rideamus (29.09.2010, 01:11):
Bleiben wir doch bei den Flüssen:

Die Moldau von Bedrich Smetana

Ich hätte natürlich auch den Zyklus MEIN VATERLAND nehmen können, möchte aber mal auf das von Bert Brecht getextete Lied auf Smetanas Melodie hinweisen, hier in der Interpretation von Gisela May: http://www.youtube.com/watch?v=rE-wNvvDQIo

Und hier das Original mit Benennung der Sätze: http://www.youtube.com/watch?v=aUty8JyVUVs

:hello Rideamus
Heike (29.09.2010, 08:59):
noch mehr Flüsse:

"An der schönen blauen Donau" von Johann Baptist Strauss

Ich bin nun gar kein Walzerfreund (außer beim Tanzen), aber an der Donau bin ich oft und gern :-)
Heike
Agravain (29.09.2010, 09:25):
Na, da dann mal das Folgende. Ein Komponist, drei Orte:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VPm1qTYzL._SS500_.jpg

Death Valley, ein großer und warmer Ort.
Hudson River, ein langer und feuchter Ort.
Hollywood, ein glitz und glamour Ort.

:hello Agravain
Rideamus (29.09.2010, 09:42):
Bleiben wir bei amerikanischen Komponisten, wechseln aber den Kontinent. Cole Porter hat sein Fernsehmusical ALADDIN nach Peking verlegt, was ihm Gelegenheit zu diesem (damaligen) Hit gab:

Come to the Supermarket in Old Peking - Cole Porter: Aladdin


In diesem Soundtrack der originalen TV-Aufzeichnung singt Cyril Ritchard das Lied

:hello Rideamus
Bert (29.09.2010, 19:07):
Original von Rideamus
Bleiben wir doch bei den Flüssen:

Die Moldau von Bedrich Smetana

Ich hätte natürlich auch den Zyklus MEIN VATERLAND nehmen können...

Na, dann nehme ich halt Tabor ;)

Gruß, Bert
Rideamus (29.09.2010, 20:05):
Ich kehre zurück nach Amerika und gehe nach

OKLAHOMA! - Ruxchard Rodgers und Oscar Hammerstein II

hier mal in einer besonderen Aufmachung mit Anna Moffo: http://www.youtube.com/watch?v=2QgY9BQKhnE

:hello Rideamus
Bert (29.09.2010, 20:25):
Gilt auch
Richard Wagner: Rheingold?

Gruß, Bert
Rideamus (30.09.2010, 00:33):
Original von Bert
Gilt auch
Richard Wagner: Rheingold?

Gruß, Bert

Warum nicht?

Ich kann dann weiter machen und komme erstmals in Wien an, wenn auch etwas schräg:

Wien und der Wein - Werner Heymann/Robert Gilbert aus der Filmoperette DER KONGRESS TANZT

s. http://www.youtube.com/watch?v=dHE9gHYxzmA

:hello Rideamus
Bert (30.09.2010, 00:44):
Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg

Gruß, Bert
Rideamus (30.09.2010, 08:08):
Benjamin Britten - Tod in Venedig

Offen gestanden, fände ich es jetzt aber wenig spannend, alle Operntitel aufzulisten, in denen eine Stadt etc. vorkommt. Die kann man doch aus jedem Opern-, Operetten- oder Musicalführer entnehmen.

Der Witz sollten die Liewder bzw. Musikzitate sein, damit wir ev. auch Neues kennen lernen können, und die fallen bei ganzen Werken naturgemäß schwer.

:hello Rideamus
Nicolas_Aine (30.09.2010, 10:19):
gestern im Orchester angefangen:
Robert Schumann: Symphonie Nr. 3 "Rheinische"
Honoria Lucasta (30.09.2010, 10:26):
Dies hier gibt es als Lied und auch als Kuchen :J:

die Donauwellen = "Valurile Dunarii" von Grigoriu...

kuxtu hier mit Angela Gheorghiu
http://www.youtube.com/watch?v=LO60lmIq_2Q

Grüße!

Honoria
Cetay (inaktiv) (30.09.2010, 11:59):
Alan Hovhannes; City of Light Symphony
Hey, niemand hat gesagt, dass es die Stadt wirklich geben muss.

Der Komponist selbst dirigiert das Seattle SO.
"http://www.youtube.com/watch?v=z3SSuuYaHTE"
miranda (30.09.2010, 12:11):
Und noch einmal ein Fluss:

"Auf Flügeln des Gesanges, Herzliebchen, trag ich dich fort,
fort nach den Fluren des GANGES....."

Mendelssohns Vertonung (Op.34)des Heine-Gedichts höre ich am liebsten mit Peter Schreier und Walter Olbertz auf meiner alten Eterna-Schallplatte.

Auch auf youtube unter www.youtube.com/watch?v=UnIje_MJmfY.
Honoria Lucasta (30.09.2010, 12:49):
Das Motto scheint zu lauten: panta rhei - alles fließt...

Deswegen ein weiterer Fluß, diesmal von Robert Schumann besungen:

Flutenreicher Ebro

http://www.youtube.com/watch?v=aNsseFRz-9c

hier ausgeführt von Axel Schiotz.

Grüße!

Honoria
Sfantu (30.09.2010, 15:34):
Als wahlverwandter Rumäne von mir eine Korrektur zu Honorias Donauwellen: nix da Grigoriu...Die Valurile Dunarii hat Iosif Ivanovici geschrieben. Cel mai frumuos!

Weiter mit den wogenden Fluten:

Mississippi River-Marsch von Julius Fucik,

am liebsten mit der Ceska Filharmonie Praha unter Vaclav Neumann (Orfeo)

:hello Sfantu
Bert (30.09.2010, 18:17):
Tschaikowsky: "Francesca da Rimini" Op. 32
http://www.youtube.com/watch?v=jEOxRrT4zGQ

Hoher Wiedererkennungswert!

Gruß, Bert
Heike (01.10.2010, 09:03):
Hey, niemand hat gesagt, dass es die Stadt wirklich geben muss.
Hihi, da fällt mir ein - niemand hat gesagt, dass das Werk wirklich an dem genannten Ort spielen muss, also:

Trouble in Tahiti - Leonard Bernstein

Tahiti ist sooooo schön (ich war in den Neunzigern einmal da, ein Traum). Aber diese Oper spielt gar nicht dort, sondern in einem amerikanischen Vorort und gucken auf Tahiti nur im Kino!

Heike
Rideamus (01.10.2010, 11:21):
Südsee gibt's noch mehr:

Paul Abraham - Blume von Hawaii

Und weil das nicht nur eine Operette ist, sondern darin auch das entsprechende Lied gesungen wird, kann man es hier auch hören, wenn man sich die Schuhe ausziehen lassen will - gesungen von Richard Tauber: http://www.youtube.com/watch?v=USenSBXJ_Z0

:hello Rideamus
Honoria Lucasta (01.10.2010, 11:59):
Laßt mich mal geographisch kontern und Euch von der traumschönen Perle der Südsee weg in die eisige Kälte locken:

Richard Eilenberg, Petersburger Schlittenfahrt
oder

Schön ist's im Winter...

hier gesungen von den Tölzer Knaben
http://www.youtube.com/watch?v=AXVzIx0U2-o

Grüße!

Honoria
miranda (01.10.2010, 15:09):
Bleiben wir östlich mit den

Kaukasischen Skizzen

des fast vergessenen Mikhail Ippolitow-Iwanow. Leider nicht auf youtube; gelegentlich hört man noch die Nr.4 (Festzug des Sardar) im Radio.

Mit dem FOK Prag unter Václav Smetácek.
Bert (01.10.2010, 15:58):
Original von miranda
Bleiben wir östlich...

Aber gern!
Josef Suk: Praga - Symphonische Dichtung Op. 26

Bem. Für Rideamus:
In der Tat wäre es mir zu billig, in irgendwelchen DBs zu googeln; so habe ich mir die Regeln verschärft auf die Stücke, die ich selbst auf einem Tonträger habe, oder mindestens schon mehrfach gehört habe. Leider habe ich dieses Stück nicht finden können (ich kenne mich mit der ganzen YT-Welt überhaupt nicht aus), aber ich habe es vor etwa 30 Jahren das erste Mal gehört und habe es noch auf einer MC - vielleicht sogar noch auf Vynil (bin aber zu faul, in den alten Platten jetzt zu suchen).


Gruß, Bert
Rideamus (01.10.2010, 16:32):
Lieber Bert,

ich liebe selbst auferlegte Verschärfungen! :down

Und dass Du Deine LP oder MC nicht findest, macht uns nicht wirklich etwas, weil wir das Stück ja ohnehin nicht hören könnten. Einen Eindruck davon kann man aber hier gewinnen: http://www.youtube.com/watch?v=bCoEpG10dWg bzw. http://www.youtube.com/watch?v=5vTtl9coNWc&list=QL&feature=BF.

Nicht hochprofessionell, aber immerhin. Scheint ein schönes Stück zu sein, das ich noc gar nicht kannte.

Ich gehe noch weiter nach Osten und musste mich versichern, dass es die Stadt wirklich gibt. Tut sie.

Sie diesen Eintrag im Netz:
Sorotschinzy, Stadt im Kreise Mirgorod des russischen Gouvernements Poltawa, am Chorol; 6680 Ew.; Handel mit Korn, Vieh, Honig, Wachs, Branntwein.

Also nehme ich, nachdem ich es schon nicht in meinem Rätsel unterbringen konnte, diese Oper:

Mussorgsky: Der Jahrmarkt von Sorotschinzy

Hier ein Ausschnitt, der mir zeigt, dass ich das Werk wohl mal in einer guten Aufnahme kennenlernen sollte: http://www.youtube.com/watch?v=CmSClt4GbmY

:hello Rideamus
Bert (01.10.2010, 17:25):
OT für Rideamus

Es ist wohl eine Dichtung für, würde ich sagen, (Staats)feierliche Anlässe - nichts, was man täglich hören will, aber 2-3mal kann man sich das anhören; erinnert mich an Smetanas Ouvertüre zur Libuse (die Oper selbst habe ich nicht gehört, nur die Ouvertüre) - auch ein bißchen nationalstolzweckend...

Zu dem Mitschnitt, was du da gefunden hast:
Ich will den Schülern nicht zu nah treten, deshalb verzichte ich auf Kommentare, aber anhand dessen könnte ich da nicht viel erkennen.
Nun, bin ich doch heruntergelaufen, die LP gefunden und ein Foto von dem Cover gemacht - vielleicht kann man anhand der Angaben etwas finden...


Und da wir im Osten noch nicht fertig waren, hier noch:
Richard Addinsell: Warschauer Konzert

http://www.youtube.com/watch?v=7DaZemfnxSE&feature=related

Gruß, Bert
Rideamus (01.10.2010, 18:22):
Hallo Bert,

ich glaube, die von Dir gezeigte Aufnahme gibt es derzeit beim Dreibuchstabenversand für schlappe 12 € (für zwei cds!), nämlich hier:



Auf Track 9 der zweiten cd kann man sogar ein Stück davon hören. Klingt wirklich interessant und wird vorgemerkt. Für solche Entdeckungen soll das Spiel nämlich auch da sein. :W

Ansonsten wird mir hier langsam kalt. Deshalb begebe ich mich mal in deutlich wärmere Gefielde und sage nur

GRANADA
http://www.youtube.com/watch?v=u7moPpoXdL8

:J Rideamus
Maggie (01.10.2010, 18:23):
Ok, zwar als Stadt natürlich bereits genannt:

Wiener Blut, Wiener Blut... aus der gleichnamigen Operette.

:down

LG

Maggie
Bert (01.10.2010, 18:53):
Original von Rideamus
die von Dir gezeigte Aufnahme gibt es derzeit beim Dreibuchstabenversand für schlappe 12 € (für zwei cds!)...

Das finde ich interessant, daß du das gefunden hast; ich selbst konnte nichts finden, deshalb habe ich das Foto gemacht...

Original von Rideamus
Ansonsten wird mir hier langsam kalt. Deshalb begebe ich mich mal in deutlich wärmere


Na, da bin ich gleich dabei mit
Tschaikowsky: Capriccio Italien, Op. 45

http://www.youtube.com/watch?v=KIo5WVe9miU

Gruß, Bert
Honoria Lucasta (01.10.2010, 19:08):
Na schön. Bleiben wir in der Wärme...

D.F.E. Auber: "O Palerme! O Sicile!" aus der Oper Zerline

Bei you tube habe ich dazu nichts gefunden, aber es gibt eine Recital-CD von Marilyn Horne, auf der sie dies Kabinettstückchen singt.

Grüße!

Honoria
Bert (01.10.2010, 19:11):
Original von Honoria Lucasta
...O Palerme! O Sicile!...

Von dort aus hebe ich meinen Feldstecher und sehe:
Camille Saint-Saëns: Afrika, Phantasie für Klavier und Orchester, Op. 89

Edit: der Link ist verschwunden, also hier
http://il.youtube.com/watch?v=caFjrAqC8qE&feature=related

Gruß, Bert
Nicolas_Aine (01.10.2010, 19:43):
Antonin Dvorak: Tschechische Suite Op. 39
Bert (01.10.2010, 19:58):
Brahms: Ungarische Tänze
hier das Bekannteste in g-moll

http://www.youtube.com/watch?v=Yd98-a78eIY

Gruß, Bert
Nicolas_Aine (01.10.2010, 20:07):
oh, wenn wir schon bei Tänzen und Dvorak sind:

Slawische Tänze Op. 46 und 72.

Ich stell grad bloß fest, dass ich hier eine Bildungslücke habe: Ist Slawien denn tatsächlich ein geografisches Gebiet? Oo
Rideamus (01.10.2010, 20:32):
Original von Nicolas_Aine
oh, wenn wir schon bei Tänzen und Dvorak sind:

Slawische Tänze Op. 46 und 72.

Ich stell grad bloß fest, dass ich hier eine Bildungslücke habe: Ist Slawien denn tatsächlich ein geografisches Gebiet? Oo

Eine interessante Frage. Laut Google muss man dazu ins Mittelalter zurückkehren, also lange vor Dvorak, denn da war das Herzogtum Pommern-Stettin unter dem Namen Slawien tatsächlich ein eigenes Land. Der Name findet sich in unserer zetilichen Nähe noch in Jugoslawien, aber das gibt es auch nicht mehr. Bleibt also die Bezeochnung für eine vage ethnische oder Sprachgruppe.

Für Stadt. Land, Fluss ist mir ds nicht konkret genug, aber da es nun mal da steht, lassen wir es stehen und gelben besserung. Es gelten wirklich nur geographische Namen, die real existieren oder zum Zeitpunkt der Omposition unter diesem Namen existiert haben. OK?

Ich bleibe aber bei Dvorak und berichte aus der neuen Welt:

Aus dem gleichnamigen musikalischen Katastrophenfilm hören wir Jeanette MacDonald mit San Francisco

http://www.youtube.com/watch?v=QvK_gD3ulaw

:hello Rideamus
Armin70 (01.10.2010, 21:55):
Ralph Vaughan Williams: A London Symphony (2. Sinfonie)

1. Satz - Part I
1. Satz - Part II
Nicolas_Aine (01.10.2010, 21:57):
vielen Dank, wieder was gelernt :)

um die gelobte Besserung gleich unter Beweis zu stellen, bemühe ich ein weiteres mal Herrn Dvorak:

Streichquartett F - Dur Op. 96 "Amerikanisches"
Armin70 (01.10.2010, 22:07):
George Gershwin: An American in Paris

Part 1
Part 2
Part 3

New York Philharmonic, Lorin Maazel (live in Pöngjang, Nordkorea)
Bert (01.10.2010, 22:15):
Original von Nicolas_Aine
Ist Slawien denn tatsächlich ein geografisches Gebiet? Oo

Nein, Slawen sind eine Volksgruppe; sie hatten kein einheitliches Land. Zu dieser Gruppe gehören z.B. die Slowaken, Polen, Russen, Tschechen...

Aber zu den Tänzen habe ich hier einen:

Edvard Grieg: Peer-Gynt-Suite Nr.2: Arabischer Tanz (Allegretto vivace)

http://www.youtube.com/watch?v=q17uJk1UzZI

Gruß, Bert
Nicolas_Aine (01.10.2010, 22:35):
dass das zunächst eine Volksgruppe ist, wusste ich, sooo groß ist die Bildungslücke dann doch nicht :P


was glaub ich auch noch nicht fiel:

J.S. Bach: Brandenburgische Konzerte
Severina (01.10.2010, 22:40):
Ich bin reif für die Inseln(n):

Felix Mendelssohn-Bartholdy, Die Hebriden


lg Severina :hello
Bert (01.10.2010, 22:53):
Camille Saint-Saëns:
Klavierkonzert Nr.5 in F-dur Op. 103 Ägyptisches Konzert

http://www.youtube.com/watch?v=g5KccBKQPv4

Gleich die Noten dabei, falls jemand mitspielen möchte...

Gruß, Bert
Nicolas_Aine (01.10.2010, 23:09):
um mal den Geiger raushängen zu lassen:

Pablo de Sarasate: Caprice basque
Bert (01.10.2010, 23:15):
Eine Geige bleibt nie allein...

Bedrich Smetana: Aus Böhmens Hain und Flur; symphonische Dichtung aus dem Zyklus Mein Vaterland
(mag ich sehr gern)

http://www.youtube.com/watch?v=eGVzgIarN3s

Gruß, Bert
Rideamus (02.10.2010, 00:23):
Na, das läuft doch! :down :times10

Ich werde wieder exotisch, denn "The American and Florence" aus dem Musical CHESS von den Abbas Benny Andersson und Björn Ulvaeus ist kein Pendant zum Amerikaner in Paris bzw. Florenz.

Aber aus dem gleichen Musical ist One Night in Bangkok

Passend zur Nachtstunde das Original mit Murray Head: http://www.youtube.com/watch?v=iKTHIn-v2jk

:hello Rideamus
Heike (02.10.2010, 08:38):
Nixon in China - Oper von John Adams
(auch etwas, was ich erst durch Rideamus' Rätseleien kennengelernt habe)


Ich verlinke mal keinen musikalischen Ausschnitt, sondern "John Adams discusses Nixon In China"
http://www.youtube.com/watch?v=6vJ5axtiUYo&feature=related

Heike
Agravain (02.10.2010, 08:44):
Na und dann noch: Bernstein

I like to be in America - West Side Story

:hello Agravain
Bert (02.10.2010, 09:46):
Tschaikowsky: Souvenir de Florence, Sextett in d-moll Op. 70

hier mit Jascha Heifetz
http://www.youtube.com/watch?v=6gd2aOzR0uw&feature=related

Gruß, Bert
Rideamus (02.10.2010, 09:53):
Na, dann widmen wir uns doch mal einer Stadt, zu der sowohl Amerika als auch China besondere Beziehungen haben. Dazu kehren wir noch einmal in die Nähe von Bangkok zurück:

Miss Saigon von Claude-Michel Schönberg (Musik) und Alain Boubli (Buch)

Insonderheit natürlich der Eröffnungssong "The Heat is on in Saigon": http://www.youtube.com/watch?v=do-j6ZnpCEE

:hello Rideamus
Nicolas_Aine (02.10.2010, 15:39):
und nochmal Geige:

Max Bruch: Schottische Fantasie Op. 46
miranda (02.10.2010, 15:55):
Wärme!!!

Espana Rhapsodie von Chabrier,

gespielt vom Philharmonischen Orchester Rom unter René Leibowitz.

Bei youtube unter /www.youtube.com/watch?v=tbjGkTZ1dLM.
Rideamus (02.10.2010, 17:20):
Noch mehr Wärme:

Bizet: ROMA

http://www.youtube.com/watch?v=mEEFbh6bY4U

:hello Rideamus
Armin70 (02.10.2010, 17:33):
Richard Strauss: Aus Italien

1. Satz
Severina (02.10.2010, 18:32):
Tschaikovsky, Capriccio Italien

lg Sevi :hello
Rideamus (02.10.2010, 18:48):
Original von Severina
Tschaikovsky, Capriccio Italien

lg Sevi :hello

War leider schon dran. Es gibt aber noch was Ähnliches von Rimsky, wenn ich aushelfen darf:

Capriccio Espagnol

hier mit dem Rotterdam PO unter David Zinman:

Allerdings ist Derartiges nicht so ganz regelkonform, denn wir suchen ja eigentlich Städtenamen etc., nicht Eigenschaften.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (02.10.2010, 18:50):
Hier kann ja jetzt nur die römische Trilogie von Respighi kommen:

Fontane di Roma (1916) - La Fontana in Valle Giulia all’ Alba; La Fontana di Tritone al Mattino; La Fontana di Trevi al Meriggio; La Fontana di Villa Medici al Tramonto.
Pini di Roma (1924) - Die Pinien der Villa Borghese; Pinien in der Nähe einer Katakombe; Die Pinien auf dem Gianicolo; Die Pinien der Via Appia.
Feste Romane (1928) - Circenses, Das Jubiläum; Ottobrata; Befana.

Das auf YT zu finden dürfte leicht sein.

Edit: Da hat sich doch glatt ein Spanier in die italienische Glückseligkeit eingemischt...
Armin70 (02.10.2010, 19:17):
Heinrich Isaac (1450 - 1517): Innsbruck, ich muss dich lassen

Innsbruck

Die Melodie verwendete später Johann Sebastian Bach in dem Choral "O Welt, ich muss dich lassen".
Sfantu (03.10.2010, 00:07):
Lieber Bert,

ich schreib´s ja nicht gerne aber ich schreib´s: das nenn´ich mal einen selbstbewusst-beherzten Schritt mitten in den Fettnapf, Nicolas Aines Malheur mit den Slawen zu monieren um gleich darauf mit demselben Formfehler fortzufahren :J Wo, bitte schön, ist denn die staatliche Einheit der Araber?? Von Marokko im Westen bis zum Irak im Osten zähle ich über ein Dutzend arabische Länder!

Zurück in etwas leichter mittelbare Grenzen: Schwedische Tänze op. 63 von Max Bruch - zunächst für Violine und Klavier geschrieben, dann aber auf Wunsch der Wiener Philharmoniker (sic!) vom Komponisten selbst orchestriert.

Mit dem Gewandhaus unter Masur auf Philips (ursprünglich Eterna / VEB Deutsche Schallplatten).
Ich schliesse mich übrigens Berts selbst auferlegter Regel an, nur Werke aus eigener Hörerfahrung beizusteuern - ohne Anleihen aus dem web.

:hello Sfantu
Rideamus (03.10.2010, 09:16):
Wie schon weiter vorne gesagt: ich liebe ja auch selbst auferlegte Limits - wenn man sie sich leisten kann.

Es wäre aber schade, wenn Leute, deren Sammlung nicht in die Tausende geht, sich hier ausgeschlossen fühlen, denn es geht ja vor allem darum, möglichst viele Nummern zu sammeln, die geographische Begriffe ansprechen.

Wie zum Beispiel dieser Klassiker zahlreicher Vierbeiner:

Bald gras' ich am Neckar, bald gras'ich am Rhein

Gilt nicht? Gilt doch! Wetten?

Mein Fürsprecher ist Thomas Hampson: http://www.youtube.com/watch?v=1jnYweJK0k0

:hello Rideamus
Severina (03.10.2010, 12:04):
Weil gerade die Mittagsglocken läuten und ich Hunger verspüre:

Salzburger Nockerl - eine Operette von Fred Raymond

Leider kann ich keine Aufnahme dazu finden (Und schaffe es ohnehin immer noch nicht, over einzustellen, trotz unzähliger (Fehl-)versuche :S )

lg Sevi :hello
Rideamus (03.10.2010, 13:56):
Liebe Severina,

hier ist der passende Link zur Version mit Peter Alexander:leb

Bleiben wir im Genre, gehen aber weiter nach Ungarn bzw. nach Kroatien, um genau zu sein:

Imre Kalmann: Komm mit nach Varaždin


Hier geht's lang mit Anneliese Rothenberger, Nicolai Gedda u.a.: http://www.youtube.com/watch?v=Bs_P87NVfJ8

:hello Rideamus
Armin70 (03.10.2010, 14:07):
Antonio Vivaldi:

Concerto per l'Orchestra di Dresda g-moll, RV 577

Vivaldi_Dresden
Sfantu (03.10.2010, 14:56):
Felix Mendelssohn - Sinfonie für Streichorchester Nr.9 c-moll, genannt "Schweizer Symphonie"

Wohl aus eher unterschiedlichen Blickwinkeln an die Sache herangehend, haben sicherlich das Gewandhaus mit Masur einerseits (Eterna / VEB Deutsche Schallplatten resp. Berlin Classics) als auch das Concerto Köln andererseits (Teldec) überzeugende Aufnahmen der Jugend-Sinfonien realisiert, welche ich nur ausschnittweise aus dem Radio kenne.

Lieb gewonnen habe ich meine schwungvolle Version mit den Wiener Solisten von 1967 - selbstverständlich auf dem von mir favorisierten schwarzen Gold (amadeo).

:hello Sfantu
Bert (03.10.2010, 15:34):
OT

Hallo Sfantu.

Original von Sfantu
...das nenn´ich mal einen selbstbewusst-beherzten Schritt mitten in den Fettnapf, Nicolas Aines Malheur mit den Slawen zu monieren um gleich darauf mit demselben Formfehler fortzufahren :J Wo, bitte schön, ist denn die staatliche Einheit der Araber??

Erstens:
Es wurde eine Frage gestellt:
Original von Nicolas_Aine
Ist Slawien denn tatsächlich ein geografisches Gebiet?
Die Frage habe ich nach meinem besten Wissen höflich beantwortet. Unter "monieren" verstehe ich etwas ganz anderes.

Zweitens:
Über Araber habe ich nichts geschrieben, sondern:
Original von Bert
Edvard Grieg: Peer-Gynt-Suite Nr.2: Arabischer Tanz (Allegretto vivace)

Es gibt (zumindest zu meiner Schulzeit gab es) Vereinigte Arabische Emirate

Edit: Und die nächste:

Tschaikowsky: Die Jungfrau von Orleans

http://il.youtube.com/watch?v=CcKY2hL_TXA&feature=related

Gruß, Bert
Agravain (03.10.2010, 17:15):
Da ich gerade mal wieder selbiges höre:

Sir Hamilton Harty: In Ireland für Flöte und Klavier

http://www.youtube.com/watch?v=NiVoAeunNto

:hello Agravain
pavel (03.10.2010, 18:36):
Wieder in (etwas) wärmere Gebiete:

G.Puccini: Gianni Schicchi
Firenze è un albero fiorito

Als Zeugen gewählt Saimir Pirgu (beim Abschiedskonzert für Dir.Holender)
http://www.youtube.com/watch?v=w6DpP69fHTc
miranda (03.10.2010, 20:02):
Warum nicht gleich ganz weit weg:

Sieben Jahre lebt ich in Batavia

aus "Der Vetter aus Dingsda" von Künneke.

Auf youtube leider nur in Englisch: www.youtube.com/watch?v=xqHahMOl0Pk
pavel (03.10.2010, 21:52):
Lieber doch nicht so weit:

Johann Staruss: Die Tänzerin Fanny Elsler
Draussen in Sievering
in einer idiomatisch etwas merkwürdigen Version mit Christina Deutekom:
http://www.youtube.com/watch?v=w2MIwrcq8Fk
Armin70 (03.10.2010, 22:44):
Anton Bruckner:

Helgoland für Männerchor und Orchester

Bruckner_Helgoland
Rideamus (03.10.2010, 23:50):
...und wieder geht es ganz weit weg, weiter noch als Batavia, Illinois, nämlich ganz präzise in die

Grant Avenue, San Francisco, California, USA - ein Song aus em Musical FLOWER DRUM SONG von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein. Näheres kommt in der morgigen Rätsellösung.

Wer schon mal reinhören will (die Amateuraufnahme ist allerdings nicht die Beste), kann das hier tun: http://www.youtube.com/watch?v=_x-pODJwS9M&feature=related

:hello Rideamus
Armin70 (04.10.2010, 01:05):
Aaron Copland:

El Salon Mexico

Mexico
Sfantu (04.10.2010, 09:29):
Bei Symons "Ich knüpfte manche zarte Bande" aus dem Bettelstudenten von Carl Millöcker kann man sich ja kaum entscheiden ob solch ethnographischer Fülle - nehm' ich doch mal den Ganges (an seinen Ufern so manchen Kuss zu tauschen - ein schöner Gedanke...).

Klar ist Jopi Heesters auf diesen Hit abonniert. Da der aber aus mehreren Gründen problematisch erscheint und weil ihm folgender Kollege, zumindest stimmlich, haushoch überlegen ist:

Nicolai Gedda in der Gesamtaufnahme unter Franz Allers (EMI).
pavel (04.10.2010, 09:30):
Ich mag nicht so weit fahren und gehe von Sievering ein paar Schritte, um den
G'schichten aus dem Wienerwald von Johann Strauss zu lauschen.

http://www.youtube.com/watch?v=Udn2UxDf7_A
miranda (04.10.2010, 17:31):
Wieder mal was Nördliches:

Finlandia von Sibelius.

www.youtube.com/watch?v=Fgwr3wrenkQ
Sfantu (04.10.2010, 20:03):
Die Ouvertüren-Suite "Alster-Echo" F-dur TWV 55 F 11 von Georg Philipp Telemann, dem notorisch unterbewerteten Barock-Genius.

Akademie für Alte Musik Berlin (hmc).
Armin70 (04.10.2010, 21:34):
Mal was nördlich-asiatisch-orientalisches:

Carl Nielsen: Chinesischer Tanz aus Aladdin hier

P.S.: Der chinesische Tanz erklingt gleich zu Beginn des Clips.
Nicolas_Aine (04.10.2010, 22:10):
Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau

ein faszinierendes Werk, das hat mich richtig gepackt.
Severina (04.10.2010, 23:41):
Zu Ehren des Geburtstagskindes auch hier ausnahmsweise etwas von der leichten Muse:

Granada



lg Severina :hello
Armin70 (05.10.2010, 00:51):
Original von Nicolas_Aine
Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau

ein faszinierendes Werk, das hat mich richtig gepackt.

Dem kann ich nur zustimmen: Mir gehts genauso wenn ich dieses Werk höre.

Hier kann man es sich anhören und ansehen.

Was ganz anderes:

J. S. Bach: Italienisches Konzert hier: (1. Satz)
Rideamus (05.10.2010, 07:40):
Zum guten Morgen bleibe ich bei der leichten Muse mit einem Doppelschlag von zwei Enden der Welt (mit Paris n der Mitte):

Paul Abraham Meine Mama war aus Yokohama aus BLUME VON HAWAII

Kronzeugin: Lizzi Waldmüller: http://www.youtube.com/watch?v=6sWnls4FFJ4

und nachtröglich "Happy Birthday, Francisco!"

:hello Rideamus
Honoria Lucasta (05.10.2010, 09:58):
Hier wieder etwas Bodenständiges - das zweite Werk von Richard Eilenberg, das immer noch populär ist:

Die Mühle im Schwarzwald

anzuhören und zu schauen hier:

http://www.youtube.com/watch?v=t_lXHKv9_jU

Grüße!

Honoria
pavel (05.10.2010, 16:42):
Noch zum 130.Todestag

Jacques Offenbach: Souvenir d'Aix-les-Bains
miranda (05.10.2010, 16:59):
"Granada" hatten wir schon zweimal, deshalb schnell nach Norwegen:

"Hochzeitstag auf Troldhaugen" von Grieg,

gespielt von Svjatoslav Richter, /www.youtube.com/watch?v=yHglevYbchA&feature=related.
Sfantu (05.10.2010, 18:43):
Sergeij S. Prokofieff - Am Dnjepr, Ballettmusik op.51

Habe nur die Konzertsuite als Mitschnitt aus dem Radio auf Minidisc - dort spielt das WDR-Sinfonieorchester Köln unter Michail Jurowskij.

Die haben die Musik auch komplett eingespielt. Diese Doppel-CD (cpo) steht auf einem der vorderen Plätze meiner Anschaffungsliste - auch, wenn ich weiter hoffe, sie nochmal auf Vinyl aufzuspüren (da gibt's doch bestimmt 'ne sowjetische Aufnahme, also melodya...?)

Übrigens hat Prokofieff noch zwei weiteren Flüssen Titelehren zukommen lassen, sogar in ein und demselben Werkitel - jenes Stück habe ich selbst jedoch noch nicht gehört, daher überlass' ich's jemand Anderem...viel Spass beim Suchen und lauschen!

:hello Sfantu
Rideamus (05.10.2010, 19:14):
Nicht nur Offenbach hat Souvenirs geschrieben. Es gibt noch mehr, aber ich denke erst einmal an das Streichsextett d-moll op. 70 von Peter Tschaikowski:
Souvenir de Florencehttp://www.youtube.com/watch?v=zN2sfgsrgbY

:hello Rideamus
Sfantu (05.10.2010, 22:07):
...In Norderney kehrt' ich gestern ein...heisst es in Odins Meeresritt op.118 von Carl Loewe - mustergültig gestaltet mit Gänsehaut-Garantie von Hermann Prey (für mich der Loewe-Sänger) und Karl Engel (Philips).
Bert (05.10.2010, 22:09):
Original von Rideamus
...ich denke erst einmal an das Streichsextett d-moll op. 70 von Peter Tschaikowski:
Souvenir de Florence...
Habe ich schon gepostet ( 02.10.2010 09:46)


Anton Arensky: Traum auf der Wolga; Op.16

Ich glaube, über Wolga dürfte es viele Kompositionen gegeben haben...

Gruß, Bert
Armin70 (06.10.2010, 00:02):
Sir Malcolm Arnold:

English Dances

Hier ein Ausschnitt daraus.
Rideamus (06.10.2010, 00:53):
Original von Bert
Original von Rideamus
...ich denke erst einmal an das Streichsextett d-moll op. 70 von Peter Tschaikowski:
Souvenir de Florence...
Habe ich schon gepostet ( 02.10.2010 09:46)
Gruß, Bert

Upps, Sorry :B

Der Thread wird langsam unübersichtlich. Also andere Souvenirs:

Emmanuel Chabrier: Souvenirs de Munich
http://www.youtube.com/watch?v=bCrSzBeGADo

und ein paar neue:

Gabriel Fauré: Souvenirs de Bayreuth
http://www.youtube.com/watch?v=e5Im_TEJ7pU

:hello Rideamus
miranda (06.10.2010, 16:52):
Aus Lehars "Zigeunerliebe":

"Hör ich Zymbalklänge......mein süßes Ungarland".

Z.B. mit Hilde Güden unter www.youtube.com/watch?v=huB2zFBu_RQ&feature=related.
Armin70 (06.10.2010, 17:08):
William Walton:

Portsmouth Point-Overture: hier
Sfantu (06.10.2010, 21:55):
Bleiben wir noch im englischen Süden, genauer, in Cornwall:
The Pirates of Penzance.

Auf der Operettenbühne können neben Sullivan nur Suppé und (bedingt) Johann Strauss mithalten hinsichtlich musikalischen Erfindungsreichtums und Theaterinstinkts. Ein Kabinettstück für sich das Lied des Major-General "I am the very model of a modern major-gineral, I've informations vegetable, animal and mineral..." - Prestissimo-Parlando, angesichts dessen die Signori Rossini und Donizetti sich warm anziehen müssen (und nebenbei eine weitere Fundgrube für dieses Kettenspiel)! Ein Hörvergnügen vom ersten bis zum letzten Takt - mustergültig in Szene gesetzt in der luxuriös besetzten GA unter Mackkerras (Telarc).
Schade nur, dass die schmissige Ouvertüre nicht mehr auf die CD passte - auch, wenn dies mit dem Umstand begründet wird, dass eine solche erst anlässlich der amerikanischen Erstaufführung nachkomponiert wurde.
Bert (06.10.2010, 23:29):
Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie in d-moll
http://www.youtube.com/watch?v=wVRRihsd6LE

Gruß, Bert
Rideamus (06.10.2010, 23:46):
Original von Sfantu
Bleiben wir noch im englischen Süden, genauer, in Cornwall:
The Pirates of Penzance.

Auf der Operettenbühne können neben Sullivan nur Suppé und (bedingt) Johann Strauss mithalten hinsichtlich musikalischen Erfindungsreichtums und Theaterinstinkts.

Mit dem Lob für Sullivan bin ich ja absolut einverstanden, aber bei den Vergleichbaren fehlt mir beispielsweise Jacques Offenbach, der sich auch geographisch betätigt hat.

Fangen wir zum Beispiel an mit LES FÉES DU RHIN

Dass die Rheintöchter die ersten waren, welche die Barcarole sangen, dürfte bekannt sein und dafür noch Beispiele zu bringen überflüssig. Aber vielleicht will jemand einen Querschnitt sehen? Hier ist einer: http://www.youtube.com/watch?v=Mq3bgnmUl-U

:hello Rideamus
Bert (06.10.2010, 23:54):
Dvorak: Symphonie Nr. 1 in c-moll Op. 3 "Die Glocken von Zlonice"; höre ich gerade mit der Tschechischen Philharmonie und Vaclav Neumann
Sfantu (07.10.2010, 23:28):
Concerto symphonique Nr.3 Es-dur op. 45 "National Hollandais" von Henry Litolff.

Zumindest orchestral wird die entsprechende Veröffentlichung im Rahmen der "The Romantic Piano Concerto"-Serie (Hyperion) meiner Aufnahme aus den 70ern wohl überlegen sein, da auf letzterer das etwas fragwürdige (und inzwischen ehemalige) Berliner Symphonische Orchester (Dirigent: Volker Schmidt-Gertenbach) mitwirkt. Solches Manko macht aber der Tasten- und Repertoire-Löwe Michael Ponti mit seinem mitreissenden Spiel mehr als wett (vox). Warum der schmückende Werktitel? Litolff zitiert die holl. Nationalhymne als Reverenz an das Land, in welchem er als Flüchtling aus englischer Haft Asyl erhielt.
miranda (07.10.2010, 23:58):
Warum nicht die

ROM-Erzählung

aus Wagners "Tannhäuser"?

Mit Rene Kollo auf www.youtube.com/watch?v=ZIRRLzCc-hs.
Rideamus (08.10.2010, 00:09):
In der Tat: warum nicht? Vielleicht, weil der lange Monolog diesen Titel gar nicht trägt, sondern von Anderen angehängt bekam und darin auch von Rom höhstens als Reiseziel mit Glockentürmen die Rede ist, denn wie immer bei Wagner redet der Mann nur von sich selbst. :A

Ich bleibe erst noch bei Offenbach und komme in eine Kleinstadt in der Eifel

DIE GROSSHERZOGIN VON GEROLSTEIN

Hier in der superben Darstellung von Felicity Lott: http://www.youtube.com/watch?v=usq9ZmX-fJI

:hello Rideamus
Bert (08.10.2010, 00:10):
Bedrich Smetana: Die Brandenburger in Böhmen.

Gruß, Bert
Sfantu (08.10.2010, 00:29):
...Von wo aus es nur ein Spaziergang rüber nach Sachsen ist. Dort, in Dresden nämlich, spielt das Gershwin-Musical "Pardon my English". Zwar stecken da bereits zwei verwertbare Topographien drin - interessanter aber, weil exotischer und vermutlich nirgendwo sonst namentlich bedacht (korrigiert mich bitte): Gitas Song

"My cousin in Milwaukee".

Kongenial von Bruder Ira getextet, kongenial und unwiderstehlich swingend von Buder George vertont.
Arnetia Walker gestaltet ihren Part sehr ansprechend innerhalb der musicalarchäologischen, liebevoll edierten Gershwin-Originalklang-Reihe bei nonesuch - Dirigent in diesem Fall: Eric Stern.
Bert (08.10.2010, 00:59):
Antonin Dvorak: Klänge aus Mähren (Moravian Duets) Op. 32

Habe eine deutsche Aufnahme gefunden...

http://www.youtube.com/watch?v=aePrYtabygA

würde jedoch die Originalsprache empfehlen...

http://www.youtube.com/watch?v=GTuVius2uLI&feature=related

Hier noch eines mit Edita Gruberova
http://www.youtube.com/watch?v=gjIujji_K2Y


Gruß, Bert
miranda (08.10.2010, 01:19):
...und noch einmal ein Fluss:

"..grüß die heilige Flut unseres Jordans"

heißt es im berühmten Gefangenenchor in Verdis "Nabucco".
Rideamus (08.10.2010, 07:14):
In dem Tebnor hat Verdi noch Einiges mehr zu bieten, etwa in seiner vierten Oper, I LOMBARDI ALLA ORIMA CROCIATA. Da gibt es nämlich das Pendant zu dem Gefangenenchor, diesmal gesungen von lombardischen Kreuzrittern, die von ihrer Heimat träumen:

O signore, dal tetto natio
...

Da wird die Heimat wie folgt gepriesen:

Oh fresc aure volanti sui vaghi
Ruscelletti de prati lombardi
Fronti eterne! Purissimi laghi!
O vigneti indorati del sol!

(Oh, ihr frischen Lüfte, die ihr über die lieblichen Bäche der lombardischen Wiesen weht! Ewige Quellen! Kristallene Seen! Oh ihr Weinberge, welche die Sonne vergoldet hat!)

Ein wunderschöner Chor, der eine ähnlioche Beliebtheit verdient hätte wie der Gefangenenchor. Man sollte ihn in der Version des Chors der Mailänder Scala kennen, aber YouTube bietet leider nur eine ordentlich gesungene argentinische Version: http://www.youtube.com/watch?v=mMVUv57TzVQ&feature=related

Außerdem gibt's da auch noch ein Gerusalem! Gerusalem!

:hello Rideamus
Agravain (08.10.2010, 08:00):
Einigermaßen unterschiedliche Gegenden vereint die folgende Nummer:

Eliza The rain in Spain stays mainly in the plain!
Henry By George, she's got it! By George, she's got it! Now, once again where does it rain?
Eliza On the plain! On the plain!
Henry And where's that soggy plain?
Eliza In Spain! In Spain!
The three The rain in Spain stays mainly in the plain! The rain in Spain stays mainly in the plain!
Henry In Hartford, Hereford, and Hampshire...?
Eliza Hurricanes hardly happen.

Woher stammt's? OK, war eine rhetorische Frage: My Fair Lady - ist doch klar!

:hello Agravain
Sfantu (08.10.2010, 09:47):
Konzertrondo F-dur op. 14 "Krakowiak" von Chopin,

als Hommage an eine der schönsten Städte, die ich je gesehen habe - unbedingt sehr viel mehr als nur eine Reise wert!

Trotz namhafterer Konkurrenz bleibt meine auch klanglich ordentliche Lieblingsaufnahme: Stefan Avrenski, Budapester Philharmoniker - Alexander Taminov, vor etwa 18 Jahren für 6 Mark neu gekauft unter dem ziemlich nebulösen Labelnamen "Classical Disk Company".
miranda (08.10.2010, 10:57):
Die schönen Tage von Aranjuez......(Schiller)

...nicht vorüber mit dem

Concierto di Aranjuez

für Gitarre und Orchester von Joaquin Rodrigo.

Mit Narciso Yepes auf www.youtube.com/watch?v=CY29JlyAH7c.
Rideamus (08.10.2010, 12:34):
Ein Fund aus meiner letzten Rätsellösung:

Stephen Sondheim: SWEENEY TODD - There's no place like London

http://www.youtube.com/results?search_query=no+place+like+london&aq=0

:hello Rideamus
Sfantu (09.10.2010, 00:47):
Nochmal Chopin: Drei Ecossaisen op. 72.

Am liebsten mit Regina Smendzianka im Rahmen der kompletten Chopin-Ausgabe des polnischen Staatslabels Muza aus den 50ern (bereits stereo!).
Severina (09.10.2010, 01:16):
Um diese Uhrzeit fällt mir nur etwas zur leichteren Muse ein:

Schenkt man sich Rosen in Tirol - aus Carl Zellers "Vogelhändler"!

lg Sevi :hello
Cetay (inaktiv) (09.10.2010, 06:26):
Ich tue auch mal wieder was für den Beitragszähler.
Streng genommen ist das weder Stadt, noch Land noch Fluss, aber dennoch ein Ort, der hier her passt.

Les Mariées de la Tour Eiffel

Dieses Ballett ist eine Besonderheit in der egozentrierten Klassikwelt, denn es wurde von einem Komponistenkollektiv komponiert: Auric, Milhaud, Tailleferre, Honegger und Poulenc. Fehlt nur noch Drurey, dann wäre die Group des Six beisammen.
Sfantu (09.10.2010, 19:15):
Tschaikowskij - Sinfonie Nr. 2 c-moll op. 17 "Ruthenische" oder "Kleinrussische", also quasi = Ukrainische.

Sowohl auf Schallplatte als auch CD habe ich von keiner anderen Tschaikowskij-Sinfonie so viele Aufnahmen wie von dieser: ein brilliantes und erfrischendes Werk ohne Schmalz und ohne Längen.

Die meisten gelungenen Momente vereint in einer Aufnahme höre ich beim (New) Philharmonia Orchestra London mit Riccardo Muti (EMI).
miranda (09.10.2010, 22:05):
Lieber Sfantu,

ich dachte immer, "Ecossaises" seien Tänze - sind es auch Städte, Länder, Flüsse?

Für Aufklärung Dank im voraus.


Mein Vorschlag:

Kamenoi-Ostrow (eine Insel in der Newa bei St.Petersburg)

von Anton Rubinstein.

Auf youtube leider nur als Amateurversion unter www.youtube.com/watch?v=VU0XK4B8n3g.
Armin70 (09.10.2010, 22:27):
Hallo Miranda,

das Wort "Ecossaise" ist französisch und bedeutet so viel wie "schottisch" und bezeichnet urspr. einen Rundtanz im 3/2- oder 3/4-Takt, der mit Dudelsack begleitet wurde. Seit dem 18. Jahrhundert, von Frankreich ausgehend, nennt man so einen in Hofgesellschaften getanzten Kontratanz von lebhafter Bewegung im 2/4-Takt. Dieser Tanz wurde auch mit aufgenommen unter dem Sammelnamen Anglaise.

Die Ecossaise war besonders Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Frankreich und England populär. Beispiele für Klavier wurden unter anderem von Beethoven, Schubert und Frédéric Chopin komponiert.
(Quelle: Wikipedia.de)

Mein Vorschlag:

Joseph Canteloube (1879 - 1957):

Chants d’Auvergne (Lieder der Auvergne).

Die Auvergne ist eine Region in Zentralfrankreich, die von einigen Vulkanketten geprägt ist. Canteloube gab zwischen den Jahren 1923 und 1955 insgesamt 5 Bände mit verschiedenen Volkslied-Arrangements für Sopran bzw. Mezzo-Sopran und Kammerorchester aus dieser Gegend heraus. Gesungen werden diese Lieder in dem Dialekt der Auvergne.

Hier ein schöner Ausschnitt aus dieser Sammlung. Das Stück heisst "Bailero" und wird hier von Kate Royal, begleitet von der Academy-of-St. Martin-in-the-Fields, gesungen.

Gruß
Armin
miranda (09.10.2010, 23:12):
Danke für die Erklärung, Armin.

Deine Chants d'Auvergne brachten mir einen alten Liebling in Erinnerung:

Les Filles de CADIX von Leo Delibes,

gesungen von der unvergesslichen Rita Streich unter www.youtube.com/watch?v=dT5N7st3Im8&feature=related.
Sfantu (09.10.2010, 23:41):
Nicolas de Flue, Oratorium für Rezitator, Chor und Orchester von Arthur Honegger.
Flüeli ist der Name eines Dorfes im Kanton Obwalden und Herkunftsort von Bruder Klaus von Flüe, eben jenes Nicolas de Flue, dem Nationalheiligen und Schutzpatron der Eidgenossenschaft.

Das Exemplar in meiner Sammlung, auf Vinyl, (Firmen-Edition des Nestle-Konzerns) beschäftigt Francois Simon als Sprecher, den Choer de la Radio Suisse Romande, Choer de Jeunes filles de l'Ecole normale, Le Petit Choer du College de Villamont sowie das Orchestre de Chambre de Lausanne unter Pierre Colombo.
Rideamus (10.10.2010, 00:02):
Nach dem französischen Cadix ein französisches Nürnberg:

Adolphe Adam: La poupée de Nuremberg

Leider gibt's hier nur die Ouvertüre: http://www.youtube.com/watch?v=kpzBDS4Jmuo&feature=related

:hello Rideamus
miranda (10.10.2010, 02:17):
Und noch einmal etwas von meiner alten Rita-Streich-Platte:

Dorfschwalben aus ÖSTERREICH

von Johann Strauß, www.youtube.com/watch?v=bey4hJWlCAo.
Sfantu (10.10.2010, 18:02):
Die "Dorfschwalben" sind von Josef , nicht von Johann Strauss.

Von C. P. E. Bach die Wuerttembergischen Sonaten Wq 49,
Alle sechse mit Siegfried Petrenz am Cembalo bei Intercord. Etwas aufregender koennte ich mir das manchmal schon vorstellen. Wuenschte mir beispielsweise, Christopher Hinterhuber haette wenigstens eine davon in seinem C. P. E. Recital auf Naxos gespielt.
Armin70 (10.10.2010, 18:06):
Joseph Lanner:

Steyrische Tänze, siehe hier.
miranda (10.10.2010, 20:41):
Danke für die Berichtigung, Sfantu. Bei den vielen Sträußen bzw. Sträussen in der Klassik muss man schon aufpassen!

Heute noch einmal östlich:

RUSSISCHE Ostern Ouvertüre von Rimsky-Korsakov,

mit dem Concertgebouw Orchestra unter Markevitch.
Heike (10.10.2010, 22:47):
Dann bleib ich doch im Osten:
Schostakowitsch - Lady Macbeth von Mzensk
http://www.youtube.com/watch?v=Qo4aA9PTBg0

Weil Stalin das nicht mochte und die Prawda das Werk daraufhin als "Chaos statt Musik" verunglimpfte, kam der erst 27jährige Schostakowitsch ins Visier der russischen Geheimpolizei - und musste seitdem den Balanceakt zwischen Selbstverwirklichung in einer Diktatur und auftragsgemäßer Anpassung schaffen. Wahrscheinlich hat er deshalb keine weitere Oper mehr geschrieben. Was ich einen Jammer finde!

Heike
Bert (10.10.2010, 23:38):
Dvorak: Schottische Tänze Op. 41

http://www.youtube.com/watch?v=Xi_L7EWxmug

Gruß, Bert
Rideamus (11.10.2010, 00:12):
Nach der tschechisch-schottischen Coproduktion nun eine französisch-italienische mit Grüßen vom Reiserätsel aus dem Golf von Neapel:

Daniel Francois Esprit Auber: LA MUETTE DE PORTICI

Hier ein Ausschnitt mit Alfredo Kraus ubnd Text: http://www.youtube.com/watch?v=my8ypJd-URA

:hello Rideamus
Sfantu (11.10.2010, 16:56):
Von Schostakowitsch die Ouvertüre über russische und kirgisische Volksthemen op. 115.

Koniklijk Concertgebouworkest Amsterdam - Bernard Haitink (Decca)
miranda (11.10.2010, 22:40):
Kaum zu glauben, noch niemand hat die

ITALIENISCHE Sinfonie Nr.4 von Mendelssohn erwähnt!

Auf YT eine schwungvolle Version mit dem jungen Simon Bolivar Sinfonieorchester aus Venezuela unter www.youtube.com/watch?v=bWaGq3HIojs&feature=related.
Rideamus (11.10.2010, 22:46):
Die Gefahr der Wiederholung wächst, aber da waren wir bestimmt noch nicht, und es wäre sehr schade um diese wunderbare Komposition, wenn wir nie hin kämen.

Samuel Barber - Knoxville: Summer of 1915

hier gesungen von der Auftraggeberin Eleanor Steber (leider nicht mit Orchester): http://www.youtube.com/watch#!v=NOdssUKWHAw&feature=related

Mehr darüber hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Knoxville:_Summer_of_1915

:hello Rideamus
Sfantu (11.10.2010, 23:20):
Nachdem hier bereits ein stählerner Aussichtsturm als geographischer Bezugspunkt durchging, brauchen wir uns, denk' ich, um die seiende oder gewesene Eigenstaatlichkeit eines Grüppchens oder eines Landstriches nicht mehr zu streiten, daher nun:

Schlesische Lieder op. 20 für Orchester von Benjamin Bilse.

Kein Meilenstein der Musik, dafür sehr charmant und den erwähnten "Steyrischen" von Lanner nicht unähnlich.

WDR-Rundfunkorchester Köln - Christian Simonis (cpo)
Nicolas_Aine (11.10.2010, 23:42):
ich hoff, ich habs nicht übersehen:

Mendelssohn: Symphonie Nr. 3 a - moll "Schottische" und Nr. 4 A - Dur "Italienische"
Sfantu (12.10.2010, 10:00):
Frederick Delius - Florida Suite.

Zu seinen frühesten Werken zählend (1887) einerseits Frucht seiner Studien am Leipziger Konservatorium als auch Reminiszenz oder "Frucht" im doppelten Wortsinn seiner Zeit als Betreiber einer Orangen-Plantage in Florida.

The Ulster Orchestra Belfast - Vernon Handley (Chandos)
Rideamus (12.10.2010, 10:22):
In Griechenland waren wir, glaube ich, noch gar nicht:

Ludwig van Beethoven: Die Ruinen von Athen

Und daraus, weil wir ja wissen, wie sehr sich die beiden Nationen schätzen, der Türkische Marsch: http://www.youtube.com/watch#!v=jwxZoq8xuHA&feature=related

:hello Rideamus
Sfantu (12.10.2010, 11:56):
Aber ja doch - die Griechen!!

La siège de Corinthe.

Rossini auf seiner musiktheatralischen Zielgeraden und als Wegbereiter der Grand Opéra.
Kenne bisher nur die Ouvertüre: Donnerndes Schlagwerk, dramatische Zuspitzung - erfrischend anders als das Gros seiner "lachenden" Ouvertüren-Feinkost.

- Erwartungsgemäss zupackend mit dem Philharmonia Orchestra London mit Muti (EMI)

- Mit gezügelten Tempi, zunächst fast stoisch wirkend, dennoch das Kunststück zustande bringend, dabei den Spannungsbogen zu halten: das Philharmonische Orchester Plovdiv mit Ruslan Raychev (laserlight) - Grete Wehmeyer hätte ihre helle Freude daran...

:hello Sfantu
miranda (12.10.2010, 21:39):
Wie wär's mit Griegs

NORWEGISCHEN Tänzen,

auf yt vielfach vorhanden, z.B. die hübsche Nr.2...
Rideamus (13.10.2010, 00:56):
Berlioz fehlt noch. Er führt uns zurück in die Ewige Stadt mit

LE CARNAVAL ROMAIN

Hier interpretiert von Colin Davis und dem LPO: http://www.youtube.com/watch?v=04YHr7__kBU

Man könnte natürlich auch den abgekoppelten Teil von LES TROYENS Á CARTHAGE nehmen, aber die beiden Städte gibt's ja nicht mehr. Und mit dessen letzten Stück, der Prophezeiung Didos von dem Rächer Hannibal, kehren wir ohnehin wieder nach Rom zurück.

:hello Rideamus
Sfantu (13.10.2010, 10:17):
Konzertsuite "Aus Thüringen" von Joseph Joachim Raff.

Hier in meinem Gastland hat Raff einen gewissen Stellenwert, immerhin ist er in Lachen / Schwyz geboren, hat hier die steinigen Anfangsjahre seiner Laufbahn durchlebt. Hie und da gab es häppliwies inner-und ausserschweizerische Aufnahmen seiner Werke - den verdienstvollen ersten kompletten Sinfonien-Zyklus brachte aber vor nicht allzu langer Zeit Tudor mit den Bamberger Symphonikern unter Hans Stadlmair heraus.
Hier gibt es auch Zugaben satt, unter anderem eben auch diese Thüringer Extrawurscht.
Bert (13.10.2010, 18:43):
Eine habe ich noch:

Tschaikowsky: Dänische Ouvertüre in D-Dur Op. 15

Gruß, Bert
Armin70 (13.10.2010, 19:05):
Igor Strawinsky: Four Norwegian Moods (1943/44) für Orchester.
Bert (13.10.2010, 19:09):
Es ist schon lange her, aber von Dvorak habe ich mal "Prager Walzer" gehört. Leider habe ich die Stückchen nicht, aber ich bin mir 100 % sicher, daß es sie gibt.

Gruß, Bert
miranda (13.10.2010, 20:58):
Wir hatten auch noch nicht

Siegfrieds RHEINfahrt

aus Wagners Götterdämmerung.

Bei yt z.B. unter www.youtube.com/watch?v=BdfEOIPpjYs, ein Ausschnitt aus einer ungewöhnlichen Inszenierung in Valencia 2008 unter Zubin Mehta.
Bert (13.10.2010, 23:31):
Ein bißchen Klavier für gute Nacht...

Camille Saint-Saëns: Eine Nacht in Lissabon Op. 63

Gruß, Bert
pavel (14.10.2010, 09:13):
Und wieder einmal etwas weiter in den Osten

Modest Mussorgsky: Hört, was einst in der Stadt Kasan geschehen
(Warlaams Lied aus Boris Godunow)

http://www.youtube.com/watch?v=pyneuEda8VA
Rideamus (14.10.2010, 11:30):
Ich bleibe noch in Rom, verabschiede mich aber von dort mit Monteverdis

L'INCORONAZIONE DI POPPEA - Addio Roma

Meine Lieblingsaufnahme ist eine mit Janet Baker, aber YouTube bietet leider nur diese als (relativ) beste: http://www.youtube.com/watch?v=I1b1w_ENOgw&feature=related

:hello Rideamus
miranda (14.10.2010, 22:53):
Ich glaube, wir hatten noch nicht das

SCHWARZWALDmädel von Leon Jessel.

Ein Duett darin enthält noch mehr Geografisches:

Wir sind auf der Walz vom RHEIN nach der PFALZ .... in BAYERN, in SACHSEN und SCHWABEN (ziemlich kuriose Reiseroute...)
Sfantu (15.10.2010, 10:49):
A Shropshire Lad,

Rhapsodie für grosses Orchester von George Butterworth (1885 - 1916). ASMF - Marriner (Decca, 1976)
miranda (15.10.2010, 19:54):
Auch in der bekannten Arie

Ach ich hab sie ja nur auf die Schulter geküßt...

aus dem Bettelstudent von Millöcker findet man folgende Ortsangaben:

Einen Helden, den in POLEN, den in SACHSEN jeder kennt, den WOLHYNIEN und PODOLIEN nur mit höchster Achtung nennt, der am PRUTH und an der WEICHSEL, an der ELBE Sieg errang, der in GRODNO, BAUTZEN, WURZEN alle Feinde niederzwang.....
Sfantu (15.10.2010, 21:14):
Kompliment - der lag mir auch noch auf der Zunge, der olle Ollendorf...Nur einen Steinwurf nach Westen, nochmal zurück nach Thüringen:

Die Jenaer Sinfonie C-dur von Friedrich Witt (eine zeitlang irrtümlich Beethoven zugeschrieben)

Auf meine Schallplatte (Acanta) ist eine grundsolide Aufnahme mit den Münchner Philharmonikern unter Marc Andrae gepresst. Es gibt auch eine etwas weniger alte Aufnahme mit der Westdeutschen Sinfonia und Dirk Joeres (IMP).
Rideamus (16.10.2010, 07:01):
Da wir schon länger kein Musical hatten, komme ich mal mit Cole Porter:

CAN CAN - I Love Paris

EIne kleine Führung durch die Geschichte des Songs und die Stadt gibt es hier: http://www.youtube.com/watch?v=URH8k70kvdc

:hello Rideamus
Sfantu (16.10.2010, 18:06):
Da wohl niemand die Steilvorlage aufgreifen möchte, spring ich von der Seine nochmal zurück zur Themse und Arthur Sullivan (resp. William Schwenk Gilbert) und den wilden Kerlen von Penzance, und wiederum zum Lied des Major-General: "...I know the kings of England and I quote the fights historical, from Marathon to Waterloo in order categorical..."

:hello Sfantu
miranda (16.10.2010, 22:11):
In seiner Register-Arie in Mozarts Don Giovanni reist Leporello den Eroberungen seines Herrn nach:

In ITALIEN 640 - in DEUTSCHLAND 230 - 100 in FRANKREICH und 90 in PERSIEN - in SPANIEN schon 1003.
Rideamus (16.10.2010, 22:23):
Vorlage hin oder her, ich bleibe erst einmal in Frankreich. Das Werk kam schön öfter im Spielzimmer vor aber zu meiner Schande noch nicht in diesem Thread:

Gioacchino Rossini: Il viaggio à Reims

Hier der Höhepunkt, an dem die Reise doch noch stattfinden kann. Allerdings führt sie nunmehr direkt nach Paris :wink

:hello Rideamus
Sfantu (16.10.2010, 23:30):
"Wie war zu Köln es doch vordem
Mit Heinzelmännchen so bequem!"

Lautmalerische Delikatesse und, wie immer bei Carl Loewe, meisterliche Textbehandlung (August Kopisch) in der Ballade "Die Heinzelmännchen" op. 83.
Die Moral von der Geschicht: Es hätte alles so schön weiter gehen können in Colonia schlaraffia, hätte die verflixte Neugier nicht alles vermasselt - Satan, Dein Name ist Weib! :cool

Mit Wandlungsfähigkeit und beweglicher Stimmgebung überraschte Kurt Moll, begleitet von Cord Garben 1986 (harmonia mundi FRANCE)
Bert (16.10.2010, 23:53):
Ich hoffe, den gab's noch nicht...

Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung, 7. Satz: Der Marktplatz von Limoges.

Und hier geht die Post ab...
http://www.youtube.com/watch?v=YTlGrlLNpzs


Gruß, Bert
Sfantu (17.10.2010, 00:43):
Da war doch noch was: Richtig - Luigi Cherubini, die graue Eminenz des Pariser Conservatoire, bedient gleich sowohl Stadt, Land als auch Berg in verschiedenen Operntiteln:

L'Hotellerie portugaise

Les Abencerages, ou L'Etendard de Grenade

Eliza, ou Le Voyage aux glaciers du Mont St-Bernard

Das Ganze auf nur einen Blick erheischt, nämlich auf der Trackliste meiner Cherubini-Ouvertüren-CD mit der ASMF und Marriner von 1992 (EMI).
Allein repertoiremässig schon sehr verdienstvoll, tönt die klangliche Umsetzung IMO oft etwas zu leichtfüssig, zwar virtuos und sauber abgeschnurrt, hie und da aber etwas ohne Saft, ohne den wünschenswerten Aplomb.
Da dies aber auf hohem Niveau gejammert ist und mangels Konkurrenz trotzdem eine klare Empfehlung.

:hello Sfantu
Rideamus (17.10.2010, 06:29):
Ich habe auch noch einen französischen Komponisten zu bieten, nämlich Emmanuel Chabrier und seine Oper LE ROI MALGRÉ LUI. Da gibt es eine wunderbare "Fete Polonaise".

YT bietet sogar meine Lieblingsaufnahme von diesem herrlichen Reißer mit Charles Dutoit: http://www.youtube.com/watch?v=TbNhugsSW7c

:hello Rideamus
Sfantu (17.10.2010, 13:59):
Im 3. Akt des Balletts "Gayane" von Aram Khatchaturian gibt es den "Tanz der jungen Kurden".

GA mit dem Grossen Sinfonieorchester des sowjetischen Rundfunks unter Djansug Kakhidze, 1980 (Melodya)

:hello Sfantu
Armin70 (17.10.2010, 15:08):
Ich denke, dass geht auch:

Beatles: Penny Lane, gesungen von den King`s Singers: hier

Penny Lane ist eine Strasse in Liverpool und diese liegt in dem Stadtteil Liverpools, aus dem John Lennon und Paul McCartney stammen.
Sfantu (17.10.2010, 16:15):
Sinfonie Nr. 4 "Deliciae Basiliensis" von Arthur Honegger.

Mit dem Orchestre de chambre de Lausanne und Jesus Lopez-Cobos, 1992 (Virgin).
Rideamus (17.10.2010, 16:30):
Bleiben wir in klimatisch erträglichen Gegenden und kehren nach Granada zurück:

Gaetano Donizetti: ALAHOR IN GRANATA

Hier ein Ausschnitt mit dem jungen Juan Diego Florez: http://www.youtube.com/watch?v=gSavbWpTeoc

:hello Rideamus
miranda (17.10.2010, 21:48):
Wieder in den Süden mit Bizets

L'ARLESIENNE Suiten.

Unter www.youtube.com/watch?v=xZKYXD_YdoE&NR=1 kann man die Nr.1 der Suite Nr.1 mit dem Philharmonia Orchestra unter Karajan hören.
Sfantu (18.10.2010, 11:59):
Bei Bizet bleibend, können wir endlich auch Australien abdecken:

La Jolie Fille de Perth,
GA mit June Anderson, Alfredo Kraus, George Pretre (EMI)
Rideamus (18.10.2010, 13:15):
Gemeint hat Bizet zwar das schottische Perth von Sir Walter Scott, aber sei's drum. Ich bleibe exotiscvh, bediene mich bei einem anderen Franzosen mit B und rufe Boieldieus LE CALIFE DE BAGDAD auf.

Auch davon gibt es eine Ouvertüre, und zwar hier: http://www.youtube.com/watch?v=LJOs7mbZIxU

:hello Rideamus
Sfantu (18.10.2010, 17:46):
Mea maxima culpa! Wollte Australien halt auch gern die Ehre erweisen, dachte, es merkt schon keiner...
Ausserdem ist's beim heutigen Regietheater fast schon egal, in welchem Perth es spielt, oder ob die Boheme in Paris / France bzw. Paris / Texas :P

Da recycle ich doch mal meinen Beitrag aus dem "Alphabetischen" zu Hanns Eisler:

Konzertsuite op. 26 aus der Musik zu dem Film "Kuhle Wampe" (Name einer Bucht des grossen Müggelsees in Berlin)

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin - Heinz Rögner (VEB Deutsche Schallplatten, neu ediert: Berlin Classics)
miranda (18.10.2010, 22:56):
Vom Klassenkampf zur Kahnfahrt:

Eine Nacht in VENEDIG

von Johann Strauß II. Die Ouvertüre kann man unter www.youtube.com/watch?v=8rnN1ErutDk
anhören.
Rideamus (19.10.2010, 00:38):
Ich bleibe gerne in Venedig und schlage THE VENICE GAVOTTE aus Leonard Bernsteins CANDIDE vor.

Hier eine Aufnahme vor Ort, nämlich dem Teatro La Fenice: http://www.youtube.com/watch?v=SS9-OUgvndk

:hello Rideamus
Sfantu (19.10.2010, 08:30):
Von der "besten aller Welten" in die sehr konkrete und überschaubare des landgräflich hessischen Hofes zu Darmstadt:

Die Darmstädter Ouvertüren von Georg Philipp Telemann.

Alternativen, die sich auf Augenhöhe begegnen, sind der Concentus musicus Wien mit Nikolaus Harnoncourt (Teldec) und das Kölner Kammerorchester mit Helmut Müller aus Brühl (Naxos).
miranda (19.10.2010, 23:38):
In "Gräfin Mariza" von Kalman gibt es die Arie

"Wenn es Abend wird.....und der Geige Lied von der PUSZTA klingt......Grüß mir die süßen, die reizenden Frauen im schönen WIEN......grüß mir die DONAU und grüß mir den Walzer ....

Mit Fritz Wunderlich unter /www.youtube.com/watch?v=sWgsnb_ZQbU.
Rideamus (20.10.2010, 00:37):
Ich verabschiede mich erst noch gebührend von Venedig mit

Benjamin Brittens DEATH IN VENICE

auch da mit einer Aufführung vor Ort: http://www.youtube.com/watch?v=KXjuprJb9w8

:hello Rideamus
Sfantu (20.10.2010, 08:20):
Von der Lagune aus könnte man eine Reise als Flucht in den Frühling unternehmen und folgende Musik auflegen:

Johannesburg Festival Overture
von William Walton.

RSO Basel - Richard Müller-Lampertz (Tudor)

:hello Sfantu
miranda (20.10.2010, 22:26):
Weit weg nach Lateinamerika:

Bachianas BRASILEIRAS von Heitor Villa-Lobos.

Hier die Nr.5 mit Victoria de los Angeles: www.youtube.com/watch?v=sPf5GZYzhJk&feature=related.
Sfantu (20.10.2010, 23:13):
...& von dort aus ein paar Wochen Schiffspassage wieder zurück in heimatliche, hanseatische Gefilde:

In seiner Ouvertüren-Suite B-dur TWV 55 D: 18 "Les Nations" bedenkt Georg Philipp Telemann jeweils mit eigenem Satz:

- Les Turcs
- Les Suisses
- Les Moscovites
- Les Portugais

Herrlich musikantisch und virtuos dargeboten von der Akademie für Alte Musik Berlin (harmonia mundi France)
Rideamus (20.10.2010, 23:59):
Sparsam geht's weiter hiermit.

Max Bruch: Schottische Fantasie op. 86

http://www.youtube.com/watch?v=-xFl6TaXRc0

:hello Rideamus
Honoria Lucasta (21.10.2010, 10:20):
Weiteres in ungefähr der selben Gegend

Die Hebriden - Ouvertüre von Felix Mendelssohn-Bartholdy
http://www.youtube.com/watch?v=UehaeOp4Ayk

Grüße!

Honoria
Nicolas_Aine (21.10.2010, 14:29):
Original von Rideamus
Sparsam geht's weiter hiermit.

Max Bruch: Schottische Fantasie op. 86

http://www.youtube.com/watch?v=-xFl6TaXRc0

:hello Rideamus


Original von Nicolas_Aine
und nochmal Geige:

Max Bruch: Schottische Fantasie Op. 46


:P


In der Steppe Zentralasiens von Borodin
Rideamus (21.10.2010, 15:39):
Na, dann leiste ich doch gleich aktive Reue und ersetze die schottische Fantasie mit einer schottischen Melodie in der Bearbeitung von

Ralph Vaughan Williams: Loch Lomond

hier gesungen von Bryn Terfel: http://www.youtube.com/watch?v=s568FpSp38o&p=7EE522B4FF734E3F&playnext=1&index=3

... und rufe den Menschen in Zentralasien zu:

"Erhebt Euch, Menschen von Russland" aus Sergej Prokoffiefs ALEXANDER NEWSKI

http://www.youtube.com/watch?v=xqm-7fqZZbM&p=E699A0A155696644&playnext=1&index=27

:hello Rideamus
miranda (21.10.2010, 23:31):
Nachdem wir die "Hebriden" auch schon zweimal hatten, eilen wir nach Osten zum

Großen Tor von KIEW

aus Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung"

Mit dem NHK Syphony Orchestra unter Gergiev bei www.youtube.com/watch?v=r7Uz3qGsu5Q&feature=related.
Sfantu (25.10.2010, 16:15):
Die Chichester Psalms von Leonard Bernstein.

Mit dem Komponisten am Pult des New York Philharmonic, dazu die Camerata Singers (Sony).
Rideamus (25.10.2010, 18:42):
Aus Chichester kehre ich nach Europa zurück mit Antonin Dvorak und seinen MÄHRISCHEn DUETTEn.

Ich habe und mag sie besonders mit Elisabeth Schwarzkopf und Irmgard Seefried hier:


Aber auch Edita Gruberova und Vesselina Kassarova sind hier großartig: http://www.youtube.com/watch?v=gjIujji_K2Y&feature=related

:hello
Sfantu (25.10.2010, 19:20):
Aus Chichester kehrst Du nach Europa zurück, lieber Rideamus? Lese ich da eine kleine ironische Spitze gegen die Inselbewohner heraus? Chichester/Sussex liegt jedenfalls nicht viel mehr als eine gute Flugstunde von Genf entfernt (war am Wochenende da). Und für die dortige Kathedrale schrieb Lennie damals seine Psalmen.

Die Brücke nach Osten zu schlagen fällt leicht, da ich dort an der englischen Riviera auffällig viel polnisch gehört und gelesen habe. Schlesischer Gänseschmalz und marinierter Fsch aus Polen sind dort leichter zu bekommen als Döner Kebab.
Daher nun ein ganz faszinierender Komponist von eben dort:

Die Litauische Rhapsodie von Mieczyslaw Karlowicz.

Filharmonia Narodova Warszawa - Antoni Wit (Karlowicz, Symphonic Poems Vol. 2, Naxos)

:hello Sfantu
Rideamus (25.10.2010, 19:53):
Nun, die Spitze hätten die Engländer zwar verdient, aber meine Gedanken waren eher in Conncecticut, wo Bernstein die Chichester Psalms komponierte.

Ich fahre jetzt aber weiter an die Grenzen Europas und besinge mit Leo Fall die ROSE VON STAMBUL.

Fritz Wunderlich singt uns vor: http://www.youtube.com/watch?v=AsxLqPvMlYo

:hello Rideamus
miranda (25.10.2010, 21:56):
Vom Bosporus nach Nordafrika:

Suite ALGERIENNE von Saint-Saens.

Vom Komponisten selbst gespielt die Nr.3 und 4 unter www.youtube.com/watch?v=1R4sC0Fd8cs.
Sfantu (26.10.2010, 09:38):
Eine schöne touristische Sourcrowd 'n beer-Route bietet Heinrich Heine dem Deutschland-Reisenden im letzten Teil seiner "Dichterliebe" - von Robert Schumann kongenial nachempfunden und durchlitten. Wer könnte das in höherer Vollendung gestalten als Fritz Wunderlich mit Hubert Giesen (DG)? Und dann noch das Nachspiel - herzzerreissend schön!!

...der Sarg muss sein noch grösser wie's Heidelberger Fass.

Und holt eine Totenbahre, von Brettern fest und dick, auch muss sie sein noch länger als wie zu Mainz die Brück'.

Und holt mir auch zwölf Riesen. Die müssen noch stärker sein als wie der starke Christoph im Dom zu Köln am Rhein.

(Mit der letzten Strophe könnte ein Kulturschaffender bei der Gagen-Aushandlung, und nach deren Scheitern, bei einem Banküberfall glänzen... :P)

:hello Sfantu
miranda (27.10.2010, 01:06):
Noch mehr deutsche Orte?

Es war einmal am Hofe von EISENACH ...

aus Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach.

Mit einem jungen Neil Shicoff unter www.youtube.com/watch?v=zFhROaMN-Yk&NR=1.
Rideamus (27.10.2010, 06:27):
In Deutschland ist es mir derzeit zu kalt. Deshalb gehe ich nach Süden, an einen besonders heißen Tag in der Vergangenheit.

Giovanni Pacini: L'ULTIMO GIORNO DI POMPEI

Eindrucksvolle Ausschnitte aus dieser Oper des im Schatten Verdis bedauerlich ignorierten Komponisten gibt es hier, nämlich ein Duett: http://www.youtube.com/watch?v=4ObureUu5jg&NR=1
und die erste Enembleszene, wenn der Vesuv sich rührt: http://www.youtube.com/watch?v=VL2d4bnL9Pg

Mit Englischkenntnissen kann man da auch einiges über die Oper erfahren, die nicht von ungefähr stark an den mittleren Rossini erinnert.

:hello Rideamus
Sfantu (27.10.2010, 09:11):
Mich schreckt der herannahende Winter nicht - freu' mich auf Glühwein, Lebkuchen und Kaminfeuer. Daher geht's fluchs fluchs wieder zurück nach Norden:

Die Zwickauer Sinfonie g-moll von Robert Schumann (RSO Stuttgart - Neville Marriner auf Capriccio).
Rideamus (27.10.2010, 10:08):
Ich bleibe in südlicheren Gefilden, wechsle aber den Kontinent und höre klassische Filmmusik:

LOUISIANA STORY.

Einen Ausschnitt aus der restaurierten Fassung des Films mit der magischen Musik von Virgil Thomson gibt es hier: http://www.youtube.com/watch?v=efCDe-ZH-Dk&NR=1

oder hier:

:hello Rideamus
Sfantu (27.10.2010, 18:09):
Bei vorhaltendem England-Fernweh denk' ich an das

Mouvement symphonique Nr. 2 "Rugby" von Arthur Honegger.

SO des BR, München - Charles Dutoit (Warner (Erato)).
miranda (27.10.2010, 22:59):
Wir hatten schon lange keine Ballade mehr -

In Loewes "Prinz Eugen, der edle Ritter" heißt es:

..lustge Nacht am DONAUufer...

Hier mit Hans Hotter: www.youtube.com/watch?v=GTDCgKfAwIU.
Rideamus (27.10.2010, 23:37):
... und die letzte Operette ist auch schobn wieder eine Weile her. Leider kam ich nicht drauf, als ich meine Reise um die Welt vorbereitete. Das wäre nämlich wahrscheinlich noch so ein Ort ohne weitere Werke geworden.

Eduard Künneke: Hochzeit in Samarkand

YouTUbe bietet leider nur echte Hochzeiten, aber es gibt auch diese Aufnahme unter Franz Marszalek:

:hello Rideamus
pavel (28.10.2010, 09:05):
Auch bei Samarkand hätte sich zumindest ein weiteres Werk gefunden:

Nicolas Dalayrac (1753-1809): Gulistan ou Le Hulla de Samarcande !
Sfantu (28.10.2010, 22:34):
Von Honeggers "Rugby" kehr' ich noch einmal zum sportlichen Sujet zurück:

The Yale-Princeton Football Game for Orchestra von Charles Ives

Orchestra New England - James Sinclair, 1990 (Koch)
miranda (28.10.2010, 23:44):
Ich bleibe mal bei den Balladen: In "Die beiden Grenadiere"von Schumann heißt es:

Nach FRANKREICH zogen zwei Grenadier/die waren in RUSSLAND gefangen/und als sie kamen ins DEUTSCHE Quartier ......

Mit Hans Hotter unter /www.youtube.com/watch?v=UB7uXIWfxGU&feature=related.
Rideamus (29.10.2010, 06:51):
Ich gehe mal wieder nach Spanien, wenn auch auf sehr amerikanische Art:

Mitch Leigh; Man of La Mancha

Hier mit Placido Domingo und Mandy Patinkin: http://www.youtube.com/watch?v=TEWesAvzvuQ

:hello Rideamus
Sfantu (29.10.2010, 17:07):
Vom Ritter von der traurigen Gestalt hinüber zum gegenüberliegenden Ende des romanischen Sprachraums, ins Reich der Vampyre:

Rapsodia romana (Rumänische Rhapsodie) für Klavier von Ciprian Porumbescu.
Da der Komponist selbst die Uraufführung der Orchesterfassung durch Constantin Bobescu 1882 in Brasov dirigierte, darf man sie wohl als autorisiert betrachten.
Die mit Herzblut gespielte Version in meiner Sammlung (habe sie sowohl als Schallplatte wie als CD) fiel technisch leider eher bescheiden aus:

Orchestra Radioteleviziunii din Bucuresti - Paul Popescu (Electrecord)
miranda (29.10.2010, 22:24):
Noch eine Ballade: Loewes "Heinrich der Vogler"-

...hoch lebe Kaiser Heinrich, hoch/des SACHSENlandes Stern!...

Mit Ferdinand Franz unter www.youtube.com/watch?v=-svYc9YiCC0&feature=related.
Sfantu (29.10.2010, 22:57):
Im Fugato zurück zu Don Rideamos' iberischen Gefilden:

Die Freunde von Salamanca.

Die Ouvertüre zu Franz Schuberts / Johann Mayrhofers Singspiel musizierte 1983 das RSO Stuttgart unter der Leitung von Paul Angerer (Pantheon).

:hello Sfantu
miranda (30.10.2010, 18:40):
Na, dann doch lieber ins verruchte Frankreich:

..les Grisettes de PARIS...

aus der "Lustigen Witwe" von Lehar.

Uropas Porno unter /www.youtube.com/watch?v=ycdIe-i0PME&NR=1.
Rideamus (30.10.2010, 19:52):
Ich bleibe mal in Paris mir Jacques Iberts Suite symphonique Paris, wunderbar gespielt von Charles Dutoit und "seinem" Montréaler Orchester.

:hello Rideamus
Sfantu (30.10.2010, 21:54):
Gut, dann bleib' ich noch ein bisschen bei unseren atomkraftverliebten Nachbarn:

Konzertsuite Nr. 7 "Scenes alsaciennes" von Jules Massenet.

Auf gleich hohem Niveau: 1.) Das Orchestre National de l'Opera de Monte-Carlo mit John Eliot Gardiner (auf Erato, hab' ich noch auf Vinyl - s'ächts Läckerli!) und 2.) das New Zealand Symphony Orchestra Wellington unter Jean-Yves Ossonce - hier gibt's die kompletten Suiten auf zwei CDs(Naxos).
Rideamus (30.10.2010, 23:39):
Ich gehe an die Küste desselben Landes mit einer absoluten Rarität, die meines Wissens nur einmal vom französischen Rundfunk mit der üblichen Besetzung (Lina Dachary etc.) von Jean Doussard eingespielt, leider aber nicht in der Tube eingestellt wurde und auch auf Scheiben nicht greifbar ist:

Charles Lecoq: Le barbier de Trouville

Manchmal habe ich das Gefühl, man könnte aus Werken um Barbiere ein eigenes Kettenspiel machen.

:hello Rideamus
Sfantu (31.10.2010, 00:21):
Bestimmt war auch dieser Gentleman eifriger Coiffeur-Gänger - bei dem Wucht-Schnäutzer...Edward Elgar schrieb als Hommage ans heimatliche Worcestershire seine

Severn Suite op. 87, im 1. von 5 Sätzen Worcester Castle betitelt.

Namensgebend für das Werk ist der Fluss, der diesen Landstrich gar lieblich durchschlängelt.

1970 vom Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Charles Groves für die EMI eingespielt.

:hello Sfantu
Rideamus (31.10.2010, 05:05):
Die Nacht der Zeitumstellung, in der wir eine ganze Stunde doppelt erleben durften, scheint mir eine gute Gelegenheit zu sein, des musikalischen Weltreisenden Albert Ketelby zu gedenken:

In a Persian Market: http://www.youtube.com/watch?v=Q2lANtTxKYw&feature=related

In the Mystic Land of Egypt: http://www.youtube.com/watch?v=4Skx2YyIAS4

In a Chinese Temple Garden: http://www.youtube.com/watch?v=qyTgwMh2tFw

By the Blue Hawaiian Waves: http://www.youtube.com/watch?v=gChB3Ya8dso

Und schließlic darf noch jeder, dem es jetzt die Schuhe ausgezogen hat, mit einem Theremin in einen Klostergarten gehen: http://www.youtube.com/watch?v=wYx2Gw_5oDE

:hello Rideamus
Sfantu (31.10.2010, 10:15):
Mit Joseph Marx (1882-1964) zurück in die ewige Stadt:

Castelli romani ist sein zweites Klavierkonzert betitelt.
David Lively ist der Solist in der Ersteinspielung von 2005, begleitet von den Bochumer Symphonikern unter Steven Sloane (Teil einer verdienstvollen und überfälligen Marx-Reihe auf ASV).
miranda (31.10.2010, 22:40):
Nach so viel Ferne wieder mal felix Austria...

Im Weißen Rössl am WOLFGANGSEE...

von Ralph Benatzky.

Zu hören unter www.youtube.com/watch?v=9htxzB9veLI&feature=related.
Rideamus (31.10.2010, 23:55):
Wir hatten das zwar schon bei anderen Spielen, aber hier noch nicht:

Otto Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor

hier vertreten durch eine der schönsten Opernouvertüren überhaupt, gespielt von den Wiener Philharmonikern unter Georges Pretre beim letzten Neujahrskonzert: http://www.youtube.com/watch?v=p4riXaQM8VY

:hello Rideamus
miranda (01.11.2010, 12:26):
Auf zum Norden:

Der König von THULE

von Schubert, hier mit Angelika Kirchschlager: www.youtube.com/watch?v=DWH-QBi1Lwg&p=8EDB34CDEA4AE64B&playnext=1&index=8.
Sfantu (01.11.2010, 14:11):
Der Mittelsatz aus Darius Milhauds kleiner Klaviersuite "L'Automne" ist dem Lissaboner Stadtviertel Alfama gewidmet.

1989 zusammen mit anderer Piano solo-Literatur Milhauds von Billy Eidi für das Label Discover eingespielt.
Rideamus (01.11.2010, 15:46):
Das ist das richtige Stichwort für eine der großartigsten musikalischen Revuen überhaupt, Federico Chuecas LA GRAN VIA.

Die "Geschichte" ist einfach: eine Reihe von Madrider Straßen versammeln und beklagen sich, dass sie dem Neubau der großen neuen Straße, eben der GRAN VIA, weichen müssen.

Sie beginnen gemeinsam mit der Polka der Straßen, der "Polka de las calles": http://www.youtube.com/watch?v=dK4tphiL_GY

Es folgt eine Höhepunkt nach dem anderen. Besonders eingängig ist die
Chotis del elisedo madrileno
Yo soy el "Elísedo",
un baile de mistó;
yo tengo mis salones
al lao de un parador.
( Ich bin die "Elísedo",
Ein geheimnisvoller Tanz
Ich habe meine Salons
neben einer Kneipe).

Das sang niemand besser als Teresa Berganza, aber dieser Ausschnitt gibt immerhin eine Idee davon, wie das klingen kann: http://www.youtube.com/watch?v=dK4tphiL_GY

:hello Rideamus
Sfantu (01.11.2010, 20:09):
In Fortsetzung unserer klimatischen Wechselbäder (das härtet ab für den Winter :)) kehr ich zurück ins Mythische:

Der König von Thule,

diesmal in der IMO viel packenderen, bildhafteren Version von Heinrich August Marschner, seinem op. 160 Nr. 1.

Olaf Bär, begleitet von Helmut Deutsch (EMI).

:hello Sfantu
Rideamus (02.11.2010, 09:10):
Bei der Abhärtung mache ich mit, und zwar bei guter Luft durch alle vier Jahreszeiten.

Astor Piazzolla: THE FOUR SEASONS OF BUENOS AIRES

Hier mitr Gidon Kremer und der Kremerata Baltica: http://www.youtube.com/watch?v=GkGeNd32qks&feature=&p=555D23963DD72688&index=0&playnext=1

:hello Rideamus
Sfantu (02.11.2010, 09:39):
Lieber Rideamus, da hab' ich doch gerade dank Deines Denkanstosses was über Piazzolla gelernt - an anderer Stelle mehr dazu (weiss bloss nicht, wo).
Dann geht's mal wieder etliche Meilen die Transamericana hoch Richtung Norden zu den Gebrüdern G(ershwin):

Strike up the band

In der herrlich absurden Handlung erklären die Vereinigten Staaten der Schweiz den Krieg, da Präsidentschaftskandidat Fletcher, seines Zeichens Käsefabrikant, erfährt, dass die Schweizer Milch, auf die er als Rohstoff schwört, nur die Güteklasse B hat (wie soll die auch nicht umkippen, in den Zwanzigern nur mit Luftkühlung von der Alm übern grossen Teich verschickt?).
Bei der Mobilmachung singt der Chor der aufgepeitschten Massen:

"Three cheers for the union, siss for the swiss!"

In einem Duett gestehen zwei GI's freimütig gegenüber ihren Schweizer Gschpusis:

"I left my mademoiselle in New Rochelle, 'cause what the hell, You're twice as well!"

Mal wieder eine klare Empfehlung für die entsprechende GA unter John Mauceri im Rahmen der Gershwin-archäologischen Musical-Reihe auf Nonesuch.

:hello Sfantu
Rideamus (02.11.2010, 12:12):
Lieber Sfantu,

Deiner Empfehlung gerade für diese Musical-Einspielung schließe ich mich besonders gerne an
:times10
und führe sie fort mit einer weiteren vorbildlichen Gesamtaufnahme eines Gershwin-Musicals, diesmal durch Eric Stern:


In diesem köstlichen PARDON MY ENGLISH gibt es gleich drei relevante Nummern:

The Lorelei mit Arnetia Walker (es gibt auch eine herrliche Aufnahme mit Kim Criswell),
My Cousin in Milwaukee ebenfalls mit Arnetia Walker
und Dresden Northwest Mounted vom ganzen Ensemble um William Katt und Michelle Nicastro.

:hello Rideamus
Sfantu (02.11.2010, 12:44):
Lieber Riddle,
den Hinweis auf "My cousin in Milwaukee" gab's schonmal auf S. 6.

Zurück in Europa schwenken wir etwas nach Süden zu seiner (unserer) kulturellen Wiege, nach Griechenland mit der Basskantate

"Ich bin eine Blume zu Saron"

von Dietrich Buxtehude. Jakob Stämpfli und die Schola Cantorum Basiliensis unter der Leitung von Hans-Martin Linde - 1970 auf DGA eingespielt.

:hello Sfantu
Rideamus (02.11.2010, 13:45):
Lieber Sfantu,

tut mir Leid, dass ich Deinen schönen Eintrag übersehen bzw. vergessen habe. Da liefere ich doch gleich ein anderes Stück aus der gleichen Serie nach. In diesem Musical


ebenfalls eingespielt von Eric Stern, besingen Lara Teeter und Ann Morrison nach einer Vorlage der Gershwins nämlich eine Nachbarin, die genau so heißt wie ein Film mit Laurel & Hardy:

SWISS MISS

YouTube bietet leider nur einen Swiss Dog, aber den gönne ich Euch gerne: http://www.youtube.com/watch?v=hrC91FJ5XZ0

:hello Rideamus
Sfantu (02.11.2010, 14:31):
Lieber Rideamus, danke für diesen Beitrag!
der Swiss Miss-Song ist zu "unserem" Song geworden, seit meine Freundin in die Schweiz ging bzw. ich ihr dorthin folgte. Die Musik macht auf Knopfdruck gute Laune!

Die "Swiss Miss"-Nummer spielt zwar "nur" sinnbildlich in der Schweiz, denn sie ist ja einer von vielen Versuchen dieser Figur, eine erfolgreiche Shownummer zu kreieren (also folgerichtig in "I'd rather Charleston" von ihrem Bruder beklagt: "...I've got a sister who's got her brains in her dancing shoes.") - trotzdem greife ich diesen Schauplatz auf zur Weiterreise auf den Apennin:

Franz Joseph Haydn - Lo Speziale ("Der Apotheker")

"Questa un'altra novità - o sentite, come sta: Fra l'arena di Verona e la torre di Cremona..." Hier eine and're Neuigkeit: Zwischen der Arena von Verona und dem Turm von Cremona entbrach ein Streit, wer von beiden grossartiger sei...Schliesslich musste das römische Colosseum als Schlichter einschreiten.

Dies berichtet in seiner Arie, I. Akt, der Apotheker Sempronio seinem gelangweilten (Undercover-)Gehilfen Mengone, aus seiner Gazetta, welcher er alles glaubt, vorlesend.
Im Weiteren gibt's noch mehr Seite 3-Meldungen wie:

In Moskau sei ein Mann von einem gesunden Kinde entbunden worden und, dass es einem Apotheker-Kollegen auf den Molukken gelungen sei, Perücken aus Eisen herzustellen.

Lo Speziale war eine meiner ersten Opern-Gesamtaufnahmen, infiziert durch eine Vorstellung der (inzwischen nicht mehr existierenden) Dortmunder Musikhochschule in unserer Sek. II, 1986:

Magdar Kalmar, Attila Fülöp u. a. mit dem Liszt Ferenc-Kammerorchester Budapest unter György Lehel (Hungaroton).

:hello Sfantu
Sfantu (02.11.2010, 14:33):
P. S. Apropos: Gilt "I'd rather Charleston" eigentlich auch?
Rideamus (02.11.2010, 22:04):
Da es sich nicht um den Ort Charleston, sondern den Tanz handelt, würde ich die Nummer nicht gelten lassen, denn im Text geht es ja nicht darum, dass jemand in Charleston Charleston tanzt. :W

Dafür habe ich ganz in der Nähe etwas gefunden:

Hans Pfitzner: Käthchen von Heilbronn op. 17

Christian Thielemann hat auf dieser Scheibe die Ouvertüre eingespielt:

:hello Rideamus
miranda (03.11.2010, 00:06):
Da wir unlängst einmal eine Ecossaise für Schottland hatten, hier die

HAVANAise von Saint-Saens

mit Heifetz unter www.youtube.com/watch?v=NeApec5uZMU.
Armin70 (03.11.2010, 00:34):
Das Dresdner Amen, wird ja bekanntlich in Wagners Parsifal zitiert. Aber auch in Mendelssohn-Bartholdys 5. Sinfonie "Reformationssinfonie" wird es im 1. Satz verwendet.

Hier in einer Aufnahme mit dem HR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Pinchas Zukerman.
Sfantu (03.11.2010, 13:02):
In seinen "Hölderlin-Fragmenten" vertonte Hanns Eisler als deren Nr. 2 "Andenken". Drin heisst es:

"Geh aber nun, grüss mir die schöne Garonne und die Gärten von Bordeaux"

Fi-Di mit Hartmut Höll, 1987 (Teldec)
Rideamus (03.11.2010, 13:24):
Ich kehre zu den Musicals zurück und plädiere für

Lorenz Hart und Richard Rodgers: The Boys from Syracuse

Hier die Ouvertüre mit einigen der Hits der Show: http://www.youtube.com/watch?v=tEEf702R3JI&feature=related

:hello Rideamus
Sfantu (03.11.2010, 14:47):
Hanns Eisler gibt noch mehr her - enthalten auf demselben Lied-Album mit Fi-Di & Höll wie in meinem letzten Beitrag - diesmal mit Bert Brecht als Textdichter:

Die Landschaft des Exils

Aber auch ich auf dem letzten Boot
Sah noch den Frohsinn des Frührots im Takelzeug
Und der Delphine gräuliche Leiber tauchten
Aus der chinesischen See.
Die Pferdewäglein mit dem Goldbeschlag,
Die rosa Armschleier der Matronen
In den Gassen des gezeichneten Manila
Sah auch der Flüchtling mit Freude.
Und die Öltürme und die duftenden Gärten von Los Angeles
Und die abendlichen Schluchten Kaliforniens
Liessen den Boten des Unglücks nicht kalt.

:hello Sfantu
miranda (03.11.2010, 18:37):
Eigentlich ist die Titelpartie dieser Oper aus Indien, aber sie heißt trotzdem

Die AFRIKAnerin

und wurde erst nach Meyerbeers Tod uraufgeführt. Heute leider fast vergessen außer der Arie "O Paradiso", hier mit Jussi Björling: www.youtube.com/watch?v=TscVCfHAJvc.
Sfantu (04.11.2010, 08:01):
Hermann Suter (1870-1926) schrieb das Oratorium op. 25 "Le Laudi di San Francesco d'Assisi".

Edith Mathis, Sopran - Norma Procter, Alt - Eric Tappy, Tenor - Fernando Corena, Bass - Basler Gesangverein - Eliten des Humanistischen Gymnasiums Basel, Orchester der Basler Orchestergesellschaft - Hans Münch (nicht näher datiert, mehrere Indizien sprechen aber für die frühen 70er. 2 LPs auf CTS (Communauté de travail pour la diffusion de la musique suisse))

:hello Sfantu
Rideamus (04.11.2010, 10:27):
Ich begebe mich wieder in etwas wärmere Gefielde, und Ihr dürft raten, wem die Stunde schlägt.

Maurice Ravel: L'HEURE ESPAGNOLE

Ich könnt Euch natürlich auch das ganze Werk in einer wunderbaren Inszenierung ab hier ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=1Sv9OGg2KMs

:hello Rideamus
miranda (04.11.2010, 19:44):
Ganz weit weg:

"Popolo di PEKINO"

aus "Turandot" von Puccini.

Hier von der Wiedereröffnung des Liceu in Barcelona: www.youtube.com/watch?v=RPjO-c2QhRU.
pavel (05.11.2010, 09:46):
Und wieder auf einen anderen Kontinent

There's A Boat Dat's Leavin' Soon For New York
(Gershwin: Porgy and Bess)

http://www.youtube.com/watch?v=lh5ijrsHx5Q&feature=related

Allerdings:
Ich war noch niemals in New York (Udo Jürgens)
miranda (05.11.2010, 12:00):
Wenn wir schon bei der leichten Muse sind:

Es steht ein Soldat am WOLGAstrand...

aus dem "Zarewitsch" von Lehar. Mit Fritz Wunderlich unter www.youtube.com/watch?v=fCDid5z44ps.
Rideamus (05.11.2010, 13:48):
PORGY AND BESS = Leichte Muse???? Ich weiß nicht...

Ich bleibe aber in der Nachbarschaft und bediene mich bei meinem Rätsel mit

Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II: Grant Avenue, San Francisco, California, USA aus IHREM Musical FLOWER DRUM SONG

Hier mal eine andere Darbietung: http://www.youtube.com/watch?v=IBYcFD7lCyM

:hello Rideamus
miranda (06.11.2010, 19:17):
"Leichte Muse" bezog sich natürlich auf den Schlager "Ich war noch niemals in New York" am Ende des Beitrags. Übrigens, lieber Rideamus, hattest du Grant Avenue etc. auf Seite 4 schon einmal.

In "Don Carlos" von Verdi stirbt der edle Posa mit den Worten:

"Rette FLANDERN!"

Mit Hvorostovsky unter www.youtube.com/watch?v=qcHZ8SdSToU&NR=1.
Sfantu (06.11.2010, 19:38):
Wenn ich's recht überblicke, dann haben wir bisher "Mio caro Figaro" noch gar nicht zu Wort kommen lassen:

"...In Madrid io debuttai...in Castiglia e nella Mancia, nell'Asturie, in Catalogna, poi passai l'Andalusia e girai l'Estremadura: come ancor Sierra Morena ed in fin nella Galizia...or qui in Siviglia fo permanenza heisst es da in seiner Arie I. Akt "Scorsi gia molti paesi".

Zur Abwechslung mal Paisiello statt Rossini - damit sind wir dann auch zeitlich und stilistisch näher an Mozarts "Fortsetzung", die dann auch chronologisch diesen Namen verdient, denn dieser Barbiere di Siviglia ging 1782, also vier Jahre vor Le Nozze di Figaro erstmals über die Bühne.

Also, die GA des A sevillai borbely unter Adam Fischer von 1985 auf Hungaroton möcht' ich hier der wärmsten Empfehlung versichern!

:hello Sfantu
Rideamus (06.11.2010, 22:16):
Original von miranda
"Leichte Muse" bezog sich natürlich auf den Schlager "Ich war noch niemals in New York" am Ende des Beitrags. Übrigens, lieber Rideamus, hattest du Grant Avenue etc. auf Seite 4 schon einmal.



Menno, hier braucht man langhsam wirklich eine Tabelle von allem, was schon dran war. Dann nehme ich mal zwei Lieblingskomponisten von mir, bleibe bei Straßen und nehme mit dem gehörigen Dreierabstand (eins zum Ersatz, einmal neu) zwei New York-Songs:

Richard Rodgers und Lorenz Hart: Manhattan

Hier eine gut verständliche Version: http://www.youtube.com/watch?v=AK3ZqLXxacs&p=BEC458C9CA8AA529&playnext=1&index=2

Der Text hat noch mehr zu bieten:
We have Manhattan
The Bronx and Staten Island too
It's lovely going to the zoo.
It's very fancy
On old Delancey Street, you know....
And tell me what street
Compares with Mott Street in July ...

usw. Ein Song, den man nur mit einem Stadtplan von Manhattan hören sollte.

Und das neue Lied? Bleibt im Rahmen:

Stephen Sondheim: Broadway Baby (aus FOLLIES)

Hier vorgetragen von der unvergleichlichen Elaine Stritch (wenn man sie dazu kommen lässt): http://www.youtube.com/watch?v=f1xthO7eYhM

:hello Rideamus
Sfantu (06.11.2010, 23:29):
Zurück in Europa soll noch einmal das Baltikum bedacht werden:

I Lituani von Amilcare Ponchielli.

Welchem italienischen Opernkomponisten hätte man ein derartig frostig-kontinentales Sujet zugetraut (Schauplätze sind Litauen und Ostpreussen) ausser vielleicht Otto Nicolai, dem echten Ostpreussen, der ja immerhin auch in Italien Opernerfolge erzielen konnte?

Wie vermutlich für die Meisten, auf den Namen Ponchielli angesprochen, ist "La Gioconda" das einzige Werk, das ich wirklich kenne.
Ausgesprochen bereichernd fand ich daher bald nach Anschaffung meiner ersten Gioconda-GA die Bongiovanni-CD mit einer Auswahl seiner Orchesterwerke - darunter auch die sehr gekonnt gefügte und effektvolle Ouvertüre zu eben diesen "Lituani": Mittlerer Verdi, hie & da Anklänge des heraufziehenden Verismo - warum findet sowas keinen Einzug ins Repertoire?

Recht überzeugende Anwälte in jener Einspielung von 1990 sind das Philharmonische Orchester Minsk unter Silvano Frontalini.

:hello Sfantu
Rideamus (07.11.2010, 06:44):
Nun, nach Litauen hat sich auch ein anderer Italiener begeben, dem man das genauso wenig zutraut. Allerdings hat er es beim Namen des Herrschers und seines Großreiches belassen:

PIETRO IL GRANDE, TSAR Di TUTTE LE RUSSIE

Der Beweis hibt's hier in Form eines wunderbaren Ensembles: http://www.youtube.com/watch?v=HoFhXYc85i0&feature=related

und hier: http://www.youtube.com/watch?v=KikiaNYczNs&feature=related

:hello Rideamus
pavel (07.11.2010, 10:09):
Und sogar weit in den Osten des Riesenreiches ging dieser Komponist mit seinen Libretti:

Gli Esiliati in Siberia

auch wenn dieser Ausschnitt http://www.youtube.com/watch?v=giq5EQkbAYg nach ganz etwas anderem klingt.
Rideamus (07.11.2010, 18:04):
Sibirien ist auch ein gutes Stichwort für Cole Porter. In seinem Musicalremake des Films NINOTCHKA, gibt es eine Nummer, die Siberia heißt und u. a. so geht:

When we’re sent to dear Siberia,
To Siberi-eri-a,
Where they say all day the sun shines bright,
And they also say that it shines all night,
The aurora borealis is
Not as heated as a palace is.
If on heat you dote
You can shoot a sable coat
In cheery Siberi-a.

Hier die köstliche Quelle:



:hello Rideamus
Sfantu (08.11.2010, 00:57):
Wie wär's mal mit einem musikalischen Phantom, nämlich der sogenannten

Gmunden-Gasteiner-Sinfonie

von Franz Schubert? Da diese nach der Forschung letzten Standes mit der grossen C-dur-Sinfonie D 944 identisch ist, gibt es reichlich Möglichkeiten, das Phantom zu hören.

Unter ebenfalls reichlich hochrangigen Aufnahmen ist keine mein eindeutiger Favorit - die Pistole auf die Brust gesetzt, würd' ich mich dennoch knapp für das Cleveland Orchestra mit Christoph von Dohnanyi (Telarc) entscheiden: herausragende Klangqualität, gediegenes Spiel unter Ausnutzung allerlei Gelegenheiten, Glanzpunkte zu setzen. Ausserdem wird hier im Finalsatz nicht der Diminuendo-Schlussakkord gespielt sondern kräftiges Tutti mit knackigem Paukenwirbel - und das gefällt mir einfach besser.

:hello Sfantu
miranda (08.11.2010, 01:18):
Noch einmal nach Österreich:

WIEN wird schön erst bei Nacht

von Robert Stolz,

mit Eric Helgar unter www.youtube.com/watch?v=hQUdS7MObug&feature=related.
Rideamus (08.11.2010, 10:45):
Ich bleibe bei der Operette, gehe aber nach Mexico oder, genauer genommen, nur bis Paris und benenne

Francis Lopez: Le Chanteur de Mexico

Die Titelmelodie Mexico, gesungen von Luis Mariano, gehört zu den Nummern, die jeder kennt, von der aber kaum jemand weiß, woher dsie eigentlich stammt. Hier ist sie im Original, bzw. dessen Verfilmung: http://www.dailymotion.com/video/x26chu_mariano-luis-le-chanteur-de-mexico_music

:hello Rideamus
miranda (08.11.2010, 17:34):
Na ja, dann noch einmal die Stadt der Liebe -

Musette singt in "La Boheme":

"Will ich allein des Abends in PARIS mich ergehn..."

Unter www.youtube.com/watch?v=CBDYuHU44Fw mit Gitta Alpar, eine der vielen von den Nazis ins Exil gejagten Künstlerinnen.
Rideamus (08.11.2010, 19:09):
Na, dann bleibe ich doch auch in Paris und konstatiere mit Offenbachs LA VIE PARISIENNE:
"A Paris, nous arrivons en masse".

Hier ein Eindruck von der besten Inszenierung des Stückes: http://www.youtube.com/watch?v=CANlA6HnqkI

:hello Rideamus
pavel (09.11.2010, 09:20):
Dann bleiben wir doch in Paris:

Darius Milhaud: Le boeuf sur le toit

ist ein Pariser Lokal.
Sfantu (09.11.2010, 09:45):
Igor Strawinskij schrieb 1937/38 sein Konzert für Kammerorchester

Dumbarton Oaks
als Auftragswerk für die Besitzer des gleichnamigen Anwesens in Washington D. C. Die dazugehörigen weitläufigen Gartenanlagen sind sehr sehenswert und öffentlich zugänglich.

Mitglieder des SO des NDR, Hamburg und Günter Wand (RCA) spielen das natürlich "so und nicht anders", was bei dieser trocken-lakonischen Musik in mir auch keinerlei Widerstand weckt...

:hello Sfantu
miranda (09.11.2010, 23:36):
Großer Sprung, räumlich und zeitlich:

Israel in EGYPT

von Händel,

hier das Ende: www.youtube.com/watch?v=U0nMXunT3A4&feature=related, gesungen vom Monteverdi Chor aus Würzburg.
Rideamus (10.11.2010, 05:14):
Dem November zum Trotz bleibe ich in sonnigen Gefielden und berichte

From the sunny Spanish shores

Überraschenderweise wird das in Venedig gesungen, wie man hier sehen kann: http://www.youtube.com/watch?v=yGFzlW7o54E

Das Stück stammt nämlich aus der Savoy Opera bzw. Operette THE GONDOLIERS von William S. Gilbert und Arthur Sullivan.

:hello Rideamus
miranda (11.11.2010, 00:24):
Im Walzertakt:

Die SCHÖNBRUNNER

von Joseph Lanner, gespielt vom Jess-Trio unter www.youtube.com/watch?v=9258atFlkps.
Sfantu (12.11.2010, 17:10):
Nachdem ich das gleichnamige, ältere aber jenseits der rumänischen Staatsgrenzen praktisch unbekannte Werk Ciprian Porumbescus bereits bedachte, nun die ungleich populäreren

Rumänischen Rhapsodien

op. 11 Nr. 1 A-dur und Nr. 2 D-dur von George Enescu.
Insbesondere die erste mit ihrer mitreissenden, sogartigen Wirkung ist discographisch einigermassen gut vertreten und ebenso in meiner Sammlung.
Knapp die Nase vorn hat immer noch das Orchestra Simfonica a Filarmonicii de Stat "George Enescu" din Bucuresti unter George Georgescu (ca. 1960, auf dem Staatslabel Electrecord, bei mir auf bestens erhaltenem und gepflegten 10-Zoll-Vinyl).
Im web gibt es auch den Mitschnitt einer sehr temperamentvollen Aufführung unter Sergiu Celibidache, der auf dem Dirigentenpult als Tanzbär reüssiert.
http://www.youtube.com/watch?v=M5yc3yRjEe4

:hello Sfantu
miranda (12.11.2010, 17:44):
Und hier ein Lieblingsstück meiner Großmutter:

Aus dem "Trompeter von SÄCKINGEN" von Viktor Nessler die Arie

"Behüt dich Gott, es wär so schön gewesen"

mit Hermann Prey unter www.youtube.com/watch?v=oRqXUpJ2UnE.
Holger (12.11.2010, 18:59):
Original von miranda
Und hier ein Lieblingsstück meiner Großmutter:

Aus dem "Trompeter von SÄCKINGEN" von Viktor Nessler die Arie

"Behüt dich Gott, es wär so schön gewesen"

mit Hermann Prey unter www.youtube.com/watch?v=oRqXUpJ2UnE.


Wenn ich mal kurz klugscheißen (Ihr werdet NIE erraten, wofür die Sternchen stehen :D) darf:

Text von Julius Wolff

Natürlich hoffnungslos altmodisch, kitschig, verachtenswert und nichtswürdig - im Grunde genommen bereits zu seiner Zeit. Aber in gewissen Lebenslagen eben doch ans Herz gehend, seufz!

Das ist im Leben häßlich eingerichtet,
daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn,
und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,
zum Schlusse kommt das Voneinandergehn.
In deinen Augen hab’ ich einst gelesen,
es blitzte drin von Lieb und Glück ein Schein:
Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen,
behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein.
Behüt dich Gott, es wär so schön gewesen,
behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Liebe Grüße von Holger
Sfantu (13.11.2010, 01:32):
Von Zeit zu Zeit sentimentalen Erinnerungen nachzuhängen, finde ich völlig legitim - solang' das in therapeutischen Dosen geschieht.

Vom pittoresken Säckingen, wo eine historische, überdachte Holzbrücke den Rhein überquert, eine knappe Woche mit der Postkutsche weiter nördlich zum Unterlauf eines Zuflusses, an dessen recht franke Furt - und flutenreich bleibt das Metier:

Georg Philipp Telemann wohnte während seiner Frankfurter Zeit in dem Haus, in dessen Parterre das dortige Börsenparkett verlegt war. Seine Ouvertüren-Suite H-dur "La Bourse" thematisiert denn auch die Sorgen und Nöte der gepuderten und perückenbehängten Ahnen der heutigen Aktentaschen-Fuzzies.
Deren (der Suite) Finalsatz ist

"L'Esperance de Mississippi"

betitelt - eine Anspielung auf die damals massgbliche Aktie der Mississippi-Gesellschaft.
"Il Fondamento" spielen unter Paul Dombrechts Leitung (1996, Vanguard Classics).

Sich bei einem lezten Bier & dem letzten Karton CDs für den Umzug packend die Äuglein reibend:

:hello Sfantu
Rideamus (13.11.2010, 10:11):
Umzug? Herzliches Beileid, Sfantu.

Ich bleibe nostalgisch, allerdings in einer anderen Ecke, nämlich bei Gilbert und Sullivan.

In ihrer Oper(ette) IOLANTHE singen die Peers "When Britain Really Ruled the Waves"

Dieses parodistische Stück gibt's hier: http://www.youtube.com/watch?v=n1-jhje-AjI&NR=1

Man kann natürlich auch gleich zum Original greifen und Thomas Arnes Rule Britannia ansteuern. Hier vibratolos mit Sir Roger Norrington und sogar gälisch mit Bryn Terfel: http://www.youtube.com/watch?v=n1-jhje-AjI&NR=1


:hello Rideamus
miranda (13.11.2010, 19:09):
Lieber Rideamus, du hast uns statt Bryn Terfel mit deiner YouTube-Adresse zum zweiten Mal die Crew von Iolanthe serviert. WAHRSCHEINLICH wolltest du uns diesen Link bieten: www.youtube.com/watch?v=qR_bJFpilu8.

Ich bleibe noch bei den Lieblingsstücken meiner Großmutter mit dem

Postillon von LONJUMEAU von Adolphe Adam,

hier mit Nicolai Gedda: www.youtube.com/watch?v=zlpOA1wvAMQ.
Rideamus (13.11.2010, 22:13):
Liebe Miranda,

Du hast mich erwischt. Ich meinte zwar noch einen anderen Link, aber dasselbe Konzert. Das scheint die ideale Gelegenheit, einmal das Wortspiel "Britannia waives the rules" anzuwenden und ein zweites Beispiel zu bringen, diesmal mit einer Dame, nämlich Sarah Connolly: http://www.youtube.com/watch?v=rB5Nbp_gmgQ&feature=related

Aber bleiben wir bei den Regeln - und den Proms - und erwähnen JERUSALEM nach William Blake von Sir Hubert Parry.

Hier das Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=bggV_Dbj87w&feature=related

:hello Rideamus
Sfantu (14.11.2010, 10:59):
Lieber Rideamus,
danke für Dein Mitgefühl! Möchte gern im typischen Zugaben-Reigen der "Last Night" bleiben. Da meine CDs aus besagtem Grund derzeit gut verpackt sind und ich anderweitig keinen Zugriff auf den Text finde, zitiere ich mal recht vage:
In Thomas Augustin Arnes handlungsarmer "A Masque of Alfred", deren Finale ultimo das berühmte Rule Britannia bildet, ist es irgendwann - Wickie und die starken Männer nahen über die rauhe Nordsee - von dem

"Danish raven"

die Rede, besser gesagt, der Sang.

In der (späten und nach wie vor einzigen (?)) Gesamtaufnahme unter Nicholas McGegan bei der Deutschen Harmonia Mundi.

:hello Sfantu
miranda (15.11.2010, 00:46):
Er gilt bei Wikipedia als der bedeutendste deutsche Opernkomponist zwischen Weber und Wagner - Heinrich Marschner. Hier seine Schauspielmusik zu Kleists

Prinz Friedrich von HOMBURG:

www.youtube.com/watch?v=6KvrvLrwjY0.
Rideamus (15.11.2010, 07:56):
Ich kehre mal wieder nach New York zurück und erinnere an einen der bedeutendsten Komponisten des letzten Jahrhunderts.

Giancarlo Menotti: THE SAINT OF BLEEKER STREET

Hier das Finale mit Catherine Malfitano: http://www.youtube.com/watch?v=RxipHKoLSuM

:hello Rideamus
miranda (15.11.2010, 23:58):
Für den herausragenden Film "X" (über die Ermordung des Abgeordneten Lambrakis durch Faschisten) schrieb Mikis Theodorakis die Musik. Daraus

To Treno fevgi stis okto/taxidi gia ti KATERINI.....

hier mit Agnes Baltsa und Friedrich Gulda am Klavier: www.youtube.com/watch?v=JE1vLAdsqHA.
Sfantu (16.11.2010, 08:53):
Da ich heute morgen zum erstenmal in diesem Herbst mein Auto als wandernde Schneewehe bewegen durfte, begeb' ich mich furchtlos in den kühlen Norden, an die finnische Südküste:
Oft und offenbar gern zu Besuch bei Verwandten im malerischen Hafenstädtchen Loviisa, östlich von Helsinki, schrieb der junge Sibelius hier 1888 sein

"Lovisa"-Klaviertrio

(Sibelius wählte die schwedische Schreibweise mit einfachem /i/).

Finlandia, 1988, Tapiola-Trio

:hello Sfantu
miranda (16.11.2010, 23:34):
Von Franz Schubert, orchestriert von Anton Webern:

DEUTSCHE Tänze,

hier gespielt vom SWR Sinfonieorchester unter Cambreling: www.youtube.com/watch?v=YkkMUkwkV6c&NR=1.
Sfantu (17.11.2010, 09:43):
In Lortzings Wildschütz singt Baculus im II. Akt seine Arie "Fünftausend Taler!", worin er aufgeregt über die Möglichkeiten spekuliert, dieses Kapital (welches er für den Verkauf seiner Braut in Aussicht bestellt bekommt) einzusetzen. Unter Anderem heisst es dort:

"Kaufe ich mir Staatspapiere oder schenk' ich bayr'sche Biere?"

Kurt Böhme in der Gesamtaufnahme aus den frühen 60ern unter Robert Heger (EMI). Böhme füllt diese Rolle fast mustergültig aus, allein an manchen Stellen, wie in dieser Arie, stösst er hörbar an stimmliche Grenzen - der ein oder andere Spitzenton liegt aber auch schmerzhaft hoch für einen Bass...

:hello Holger
Rideamus (17.11.2010, 10:11):
Manchmal liegt das Offensichtliche einfach zu nahe um gesehen zu werden.

Ich bleibe im Kalten, allerdings in Schottland, und nominiere ein Werk, das zwar schon in den Lieblingsopern und im Spiel X oder Y vorkam, aber hier noch nicht. Dabei gibt es dieses Moor wirklich, und nicht nur bei Walter Scott bzw. Gaetano Donizetti:

Lucia di Lammermoor

Hier das großartige Sextett "Chi mi frena in tal momento" nebst anschließender Szene aus meiner Lieblingsaufnahme desr Oper mit Anna Moffo und Carlo Bergonzi: http://www.youtube.com/watch?v=eGUUVwXkFKg

:hello Rideamus
miranda (17.11.2010, 16:53):
Von schottischen Höhen ins eher flache Land:

Das ist die BERLINer Luft

aus "Frau Luna" von Paul Lincke, hier mit Lizzy Waldmüller: www.youtube.com/watch?v=jgKiAb5b2LI&NR=1.
Sfantu (19.11.2010, 19:55):
Was einem nicht alles in die Hände fällt, wenn man für den Umzug Schallplatten, CDs und Bücher in mehrfach vierstelligen Massen packen darf (muss):

Mazurek d-moll op. 3 Nr. 1 "Wsomnienie z Poznanian" (Souvenir aus Posen von Henryk Virtuoseritsch Wieniawski.

Barbara Gorzynska, Violine / Anna Wesolowska, Klavier (1989 auf WIFON - Festpreis 1000 Zloty).

:hello Sfantu
miranda (20.11.2010, 17:10):
Da ist's ja nicht mehr weit ins Memelland:

Ännchen von THARAU

hier mit Fritz Wunderlich: www.youtube.com/watch?v=QnThNIvS7rI.
Rideamus (20.11.2010, 20:25):
Ich besinne mich mal der vielen schönen Zarzuelas, gehe nach Spanien und beginne historisch korrekt gleich mit der ersten "modernen Zarzuela, die nach einem Stadtteil von Madrid benannt ist:

Francisco Asenjo Barbieri: EL BARBERILLO DE LAVAPIES

Das Stück heißt nicht von ungefähr so ähnlich wie DER BARBIER VON SEVILLA, und deshalb gibt es hier auch eine Auftrittsarie für den Barbier: http://www.youtube.com/watch?v=4UVT_3pHGI4&feature=related

Anhören sollte man sich aber auch die anderen Nummern aus der Zarzuela, etwa das Lied der Paloma mit Pilar Lorengar oder Elina Garanca: http://www.youtube.com/watch?v=KyTTZi70dtg

:hello Rideamus
Sfantu (01.12.2010, 10:49):
Da die zugegeben famose Lizzy Waldmüller sich auf zwei Strophen der Berliner Luft beschränkt, fehlt bei ihr folglich dieses Topograhikum:

"Ick fragt een Kind mit jelbe Schuh'
Wie alt bist du denn, Kleene?
Da sagt se zu mir keck "Nanu!
Ick werd schon nächstens zehne!"
Nach Britz, da fuhr sie mit Maman,
da sprach die kleene Hexe
zum Schaffner von der Strassenbahn:
"Ick werd' erst nächstens sechse!"

:hello Sfantu
Rideamus (04.12.2010, 08:38):
Charles Ives war bisher nur einmal dran, dabei hat er doch Einiges zur musikalischen Geographie beigetragen, darunter gleich THREE PLACES IN NEW ENGLAND und CENTRAL PARK IN THE DARK

:hello Rideamus
Sfantu (06.12.2010, 14:41):
Vom therapieresistenten Beharren der Franzosen auf eine Ballettmusik als nicht verhandelbarem Bestandteil einer Opernaufführung angenervt, schrieb der betagte Giuseppe Verdi seinen letzten Beitrag dieser Art für eine Pariser Inszenierung seines Otello: ein knappes, fetziges, hie & da mit trockener Lakonik gewürztes Juwel.
Die Satz- / Tanzbezeichnungen lauten:

Allegro vivace (das klingt als wär's gut 60 Jahre später von Henry Mancini für eine Krimi-Klamotte komponiert worden) - Arabisches Lied - Tanz - Tanz aus Murano - Kriegslied.

Antonio de Almeida und das monegassische Opernorchester in ihrer Verdi-Ballett-Totale auf Philips. Das RIAS-Orchester unter Fricsay (DGG) spielt eine andere Notenausgabe, die mir weniger zusagt.

:hello Sfantu
pavel (11.12.2010, 22:57):
Artur Sullivan: Symphony in E ("Irish")

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0761203917129.jpg
Sfantu (13.12.2010, 23:05):
In Berlioz´ Scene lyrique "La Mort de Cleopatre" auf einen Text von Vieillard, der 3. seiner 4 "Gebt-mir-den-Rompreis-oder-ich-schlag´-euch-tot"-Kantaten memoriert die sterbende Königin gar manchen Ort:

"...im Triumph an den Ufern des Kydnos erschien! (...) Denn meinetwegen ist Ägypten Rom jetzt unterworfen, (...) Meinetwegen sind unsere Götter aus Alexandria geflohen, (...) Götter des Nils, ihr habt mich betrogen!"

Zwei auf ihre jeweilige Art für sich einnehmend und daher kein Entweder-Oder zulassend:

1. Yvonne Minton, BBC Symphony Orchestra - Pierre Boulez (CBS, 1977)
2. Jessye Norman, Orchestre de Paris - Daniel Barenboim (DGG, 1982)

:hello Sfantu
Rideamus (16.12.2010, 07:10):
Dem noch sehr jungen Rolando Villazon verdanken wir eine exotische Entdeckung, von der es sogar eine Videoaufzeichnung gibt:

José Pablo Moncayo: La Mulata di Cordoba

Hier kann man ihn mit einem Ausschnit aus diesem Werk hören: http://www.youtube.com/watch?v=2cT2VjHUlZM

:hello Rideamus
Sfantu (16.12.2010, 15:12):
Wieder Porumbescu, wieder die Donau - diesmal:

"Zana dunarii" (Donaufee) für Klavier

Findet sich auf demselben klanglich enttäuschenden aber leider konkurrenzlosen Porumbescu-Sampler (Electrecord) wie die erwähnte Rumänische Rhapsodie. Am Klavier: Cristea Zalu.

:hello Sfantu
Karolus Minus (17.12.2010, 07:12):
ich möchte etwas recht Internationales beisteuern, nämlich die Erwähnung einer englischen Stadt in der italienischen Oper eines deutschsprachigen Komponisten.
Wenn Mozarts Figaro im Rezitativ vor seiner ersten Arie über die Pläne des Grafen sinniert meint er nämlich "A Londra, è vero"
Liebe Grüße
Karolus -
Sfantu (19.12.2010, 00:17):
Selbst, wo Lemuren und Chamäleons sich "Gute Nacht" sagen, schlummert Inspiration für abendländische Kunstmusik:

Chansons madecasses op.78

für Gesang, Flöte, Violoncello und Klavier von Maurice Ravel auf Texte von Evariste Parny.
Dietrich Fischer-Dieskau, Karlheinz Zöller, Wolfgang Boettcher und Wolfgang Sawallisch, 1976 auf BASF.

Tropische Grüsse im Angesicht der Schneewehe also von

Sfantu
Karolus Minus (19.12.2010, 06:24):
Mit wärmeren Gefilden kann ich leider nicht dienen, Ich fürchte, auch in Windsor, wo "Die lustigen Weiber von ..." spielen, könnte Schnee liegen.
Eingefallen ist mir das aus doppeltem Anlass. Zum einen hatte die Wiener Volksoper gestern damit Premiere, und zum anderen sendete Radio Vltava eine tschechisch!!! gesungene Aufnahme aus dem Archiv, die mit Maria Tauberova, Beno Blachut, Vaclav Bednar, Eduard Haken und Karel Kalas gleich einen ganzen Haufen der Prager Top-Sänger jener Zeit aufzubieten hatte.
Liebe Grüße
Karolus -
Sfantu (20.12.2010, 09:59):
Zurück auf den Kontinent mit den

Drei ungarischen Volksliedern aus dem Csik-Distrikt für Klavier

von Bela Bartok. Mit Zoltan Kocsis auf Philips.
Rideamus (20.12.2010, 11:23):
Da kann ich doch mit wärmeren Gefilden dienen (Windsor erstickt derzeit im Schnee).

Von Nino Rota gbt es nämlich die Oper NAPOLI MILIONARIA

Hier ein Ausschnitt einer Aufführung von Bruno Bartoletti aus Spoleto mit Mariella Devia

:hello Rideamus
Sfantu (20.12.2010, 19:34):
Und wir bleiben in milden klimatischen Verhältnissen (aktuell heiter bis wolkig mit einzelnen Schauern bei 26°C):

Souvenir de Porto-Rico

von Louis Moreau Gottschalk. Noel Lee, 1985 auf Erato

:hello Sfantu
Karolus Minus (20.12.2010, 21:13):
Da häng ich doch gleich noch einen Nino Rota hinterher, nämlich Il Cappello di Paglia di Firenze.
Ich hoff, das ist jetzt keine Doublette, als Forumsneuling hab ich nicht alles gelesen :(
Karolus -
Rideamus (20.12.2010, 21:58):
Nein, der Strohhut war keine Doublette. Florenz hatten wir bislang nur mit GIANNI SCHICCHI. Hier ein Ausschnitt aus der Oper mit Juan Diego Florez: http://www.youtube.com/watch?v=VP7JWbUiN0k

Ich bleibe bei NIno Rota und bringe Filmmusik: TOD AUF DEM NIL

Hier hört man sie: http://www.youtube.com/watch?v=sqqkpL4GPOw

:hello Rideamus
Sfantu (20.12.2010, 22:14):
Vom kunstschätzeumsäumten Arno zurück über'n Teich in ungleich mächtigere Fluten, die statt Museen und architektonischen Trouvaillen nicht weniger eindrucksvolle wilde Natur durchströmen:

"High row the boatmen row
Floatin' down the river, the Ohio..."

heisst es in den Anfangszeilen des ersten der "Old American Songs", nämlich "The Boatmen's Dance" von Aaron Copland.

Ich empfehle die Orchesterversion mit Sherill Milnes, dem Cincinatti Pops Orchestra und Erich Kunzel, 1987 auf Telarc. Allein schon der letzte Song, Nr. 5 "I Bought Me A Cat", ein humoriger Kehraus, lohnt die Anschaffung! Hatte bis dahin Mr. Milnes nicht halb soviel Wandlungsfähigkeit zugetraut. Das Ganze natürlich im sprichwörtlich audiophilen Telarc-Sound. Ausserdem zu hören: John Henry - A Railroad Ballad for Orchestra, Jubilee Variations, Ceremonial Fanfare, An Outdoor Overture und schliesslich das Lincoln Portrait, in welchem man die betagte und von Krankheit gezeichnete Katharine Hepburn mit dem Sprecherpart erlebt - eine in mehrfacher Hinsicht ergreifende Alternative zu Henry Fonda ( & die "Eiserne Lady" verbietet sich ja wohl von selbst...)

:hello Sfantu
Rideamus (28.12.2010, 06:38):
Wer sich auf eine musikalische Kreuzfahrt durch die Welt begeben will, der fährt wohl auf keinem Traumschiff zu mehr und vielseitigeren Zielen als mit Cole Porter. Besonders gerne ging er nach Paris, was wenig überraschen dürfte. Das tat er aber nicht erst 1953 mit CAN-CAN (s. http://www.youtube.com/watch?v=JEzTsq5vZ-4), aus dem wir das "I Love Paris" schon hatten, denn bereits 1928 veröffentlichte er ein Musical mit dem schon damals wenig originellen Titel PARIS, aus dem der folgende Evergreen stammt, dessen erster Refrain allein tägliche Meldungen nicht nur für den Rest des Jahres bestreiten könnte. Weil gerade Weihnachten war und bald ein neues Jahr anbricht, das von ferne an den 11.11. erinnert, spende ich gleich den ganzen ersten Refrain von "Let's Fall in Love":

And that's why Chinks do it, Japs do it,
Up in Lapland, little Laps do it
Let's do it, let's fall in love.
In Spain the best upper sets do it,
Lithuanians and Letts do it
Let's do it, let's fall in love.
The Dutch in Old Amsterdam do it,
Not to mention the Finns,
Folks in Siam do it,
Think of Siamese twins.
Some Argentines, without means, do it,
People say, in Boston even beans do it,
Let's do it, let's fall in love.

Genug für heute? Noch nicht ganz. Erst sollte man diese Version mit Alanis Morisette und Kevin Kline als Cole Proter aus der Filmbiografie DE-LOVELY hören: http://www.youtube.com/watch?v=ElPKuJGWjjQ

Rideamus
Sfantu (28.12.2010, 08:46):
Nach so viel kleinen Köstlichkeiten schon am frühen Morgen jetzt mal mit Dr. John Bull zurück zu trocken Brot und Tee:

Dutch Dance

Am Cembalo: Bob van Asperen, Teldec, 1983
Rideamus (30.12.2010, 07:17):
Ich bleibe noch eine Weile in der Obhut von Cole Porter, verabschiede mich zunächst einmal von dem Paris des Films SILK STOCKINGS mit seinem Paris Loves Lovers (That's anti-communistic) und reise weiter durch Europa.

Da bleibe ich erst einmal an einem der höchsten Berge der Alpen hängen, auf den wir nichtsdestoweniger hinab blicken dürfen :W

Gazing down on the Jungfrau
From our secret chalet for two.
Let us drink, Liebchen mein,
In the moonlight benign
To the joy of our dream come true.

Die Quelle ist natürlich das Duett "Wunderbar" aus Cole Porters KISS ME KATE.

Hier könnt Ihr Eure Erinnerung mit einer frühen Fernsehproduktion auffrischen: http://www.youtube.com/watch?v=205BqSO6lwk

KISS ME KATE enthält übrigens noch einen Baedeker, aber der kommt demnächst, wenn mir keiner zuvor kommen will.

Rideamus
Sfantu (30.12.2010, 15:04):
Vom Broadway-Glamour zurück zur intimen romantischen Miniatur aus Troldhaugen:

Fransk Serenade (Französische Serenade) für Klavier op. 62 Nr. 3

von Edvard Grieg. Gerhard Oppitz, aus seiner GA der Lyrischen Stücke auf RCA.

:hello Sfantu
Rideamus (31.12.2010, 00:53):
Ich gehe ndes mit Cole Porter weiter nach Süden, behalte also vorerst mal den Musical-Glamour bei.

Der versprochene Baedeker findet sich noch mindestens dreimal in KISS ME KATE, nämlich etwas verballhornt im Eröffnungslied
Another op'nin, another show
In Philly, Boston or Baltimo'e

Dann im Eröffnungslied der Showtruppe innerhalb der Show, das den Beginn über einer völlig anderen Melodie variiert:
We open in Venice
We next play Verona
Then on to Cremona
(Lotsa laughs in Cremona)
Our next jump is Parma
That dopey, mopey menace
Then Mantua, then Padua
Then we open again where?
...

Nun, auf jeden Fall kommen wir wieder nach Padua, nämlich mit Petruichios Auftrittslied, das sogar einen Ausflug zu einem weiteren Berg weit im Süden macht:

I've come to wive it wealthily in Padua
I've heard you say "Good God, but what a cad you are"
Do I mind if she fret and fuss
If she fume like Vesuvius
...

Zugegeben, es gibt bessere Reime und eine übersichtlichere Geographie, aber kaum eine reichhaltigere.

All das kann man in dieser sehr schönen Fernsehproduktion nachvollziehen: http://www.youtube.com/watch?v=9d6DMbtKxdc

Mit den besten Wünschen für den Jahreswechsel und einen guten, aber nicht wörtlichen Rutsch

Rideamus
Sfantu (06.01.2011, 18:17):
In seiner Buehnenmusik op. 37 zu Balzacs "La Comedie Humaine" malt Dmitrij Schostakowitsch u. a. das "Panorama von Paris".

Eduard Serov leitete 1984 das Leningrader Kammerorchester, Melodya.

:hello Sfantu
Sfantu (28.11.2021, 13:59):
Da hier schon das ein oder andere Mal Parks und sogar Lokale genannt wurden, bringe ich nun ebenfalls eine prominente Grünanlage ins Spiel. Auf diesem Klavier-Album widmet sich Kolja Lessing ganz dem Schaffen des Österreichers Felix Petyrek (1892-1951).
Unter seinen "Sechs grotesken Stücken" findet sich auch der

Wurstelprater (1919).

Das parodistische Stück klingt ein wenig nach einer defekten Spieluhr mit einem Wiener Walzer. Nicht unpassend - ist doch das Habsburger Reich nur ein Jahr zuvor untergegangen.



Franz Schrekers Meisterklassen in Wien und Berlin vol. 1
Felix Petyrek
Klavierwerke 1915-1928

Kolja Lessing, Klavier
(CD, EDA, 2000)
Cetay (28.11.2021, 15:41):
Da sollte sich doch unter den zahllosen britannischen Lautenstuecken und -liedern, die juengst mein Ohr erfreuten, einiges finden. Zum Beispiel The Earl of Essex, his Galliard, P. 42, "Can she excuse" von John Dowland. Hier dargeboten von Ronn McFarlane:
Sfantu (17.02.2022, 22:51):
Während ich Heissers de Falla-Album nach einer Ewigkeit erneut hörte, fiel mir auf, daß ich nicht (oder nicht mehr?) wußte, was bética bedeutet. Seine Fantasia Bética trägt diesen Namen. Ein Blick in meine geliebte einundzwanzigste (und leider zugleich letzte) Brockhaus-Ausgabe liefert zuverlässig Auskunft: Baetica war im Römischen Reich der Name für Andalusien. Und dieser Name gründet sich wiederum auf den diese Provinz durchziehenden Fluß Baetis (oder Betis), welchem später die Mauren den Namen Guadalquivir gaben.




Manuel de Falla - Klavierwerke

Jean-François Heisser
(CD, Erato, 1990)
Cetay (18.02.2022, 02:31):
Hier ist gerade ein Album, auf dem ein Icelandic Lullaby (Bí Bí Og Blaka) drauf ist, fuer eine spaetere Audition auf meiner Spielliste gelandet:



Tim Garland - The Mystery
Northern Sinfonia, Clark Rundel w/ Tim Garlannd (Sopran- & Tenorsaxophon, Bassfloete) & Chic Corea (Klavier)
Sfantu (08.08.2022, 23:39):
Vier Orte,
die zu Schauplätzen des Grauens wurden, wurden hier musikalisch bedacht:

Bohuslav Martinů - Památník Lidicím
Andrzej Panufnik - Katyn Epitaph
Dmitrij Schostakowitsch - Nr. 13 b-moll "Babi Yar"
Krzysztof Penderecki - Den Opfern von Hiroshima. Threnos für 52 Streichinstrumente

Hier Beispiele für Aufnahmen in meiner Sammlung:



Bohuslav Martinů - Památník Lidicím

Česká filharmonie - Karel Ančerl
(LP, Supraphon, ℗ 1977, AD: ?)




Andrzej Panufnik - Katyn Epitaph

Konzerthausorchester Berlin - Lukasz Borowicz
(CD, cpo, ℗ der Gesamt-Box 2017)




Dmitrij Schostakowitsch - Sinfonie Nr. 13 b-moll "Babi Yar"

Männerchor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks München - Kirill Kondrashin
(LP, Philips, 1981)



Krzysztof Penderecki - Den Opfern von Hiroshima. Threnos für 52 Streichinstrumente

Orkiestra Symfoniczna Filharmonii Narodowej Warszawa - Witold Rowicki
(LP, Philips, Lizenz: Polskie Nagrania, ℗ 1984)
MichaelWalter (28.08.2022, 17:32):
Ivan Rebroff - Wolgalied

https://www.youtube.com/watch?v=iPNYG3RAnZ4
Sfantu (31.12.2022, 17:59):
Friedrich Kiel

"Am Bodensee" - Nr. 10 aus dem Liederkreis op. 38




Sehr apart und von eigenem Ausdruck zeigt sich diese Musik in den Klangschnipseln bei jpc - das ist zumindest mal eine Merkzettel-Kandidatin.
Insbesondere für die hier enthaltene Klaviermusik hat das Gültigkeit. Für die Lieder prinzipiell zwar auch - Frau Ganschow überzeugt allerdings nicht restlos. Intonationsschwächen hie und da? Verzeihlich. Gekünstelte Artikulation hie und da? Mmmmh - ja, meinetwegen auch. Wenn aber pauschal jedes /r/ alveolar gebildet wird (also in der ersten Artikulationszone, also als "Zungenspitzen-r"), dann ist es für mich keine mitschöpfende Gestaltung mehr. So bleibt leider ein gutes Stück Poesie auf der Strecke.
Nicolas_Aine (31.12.2022, 19:31):
wäre das Werk Bodensee von F. Kiel nicht auch was für das Spiel "Gegensätzliches"? ?(
Sfantu (31.12.2022, 19:43):
Sehr spitzfindig, mein Lieber!
In dem Zusammenhang muß ich an den "Zipfelbund" denken > mal bingen (oder googlen, wenn´s sein muß ;) ).
Sfantu (07.04.2023, 11:35):


Deodat de Severac
setzte zwischen 1904 und 1911 einer Grenzregion im Nordosten Spaniens samt einer kleinen Exklave auf der französischen Seite der Grenze ein musikalisches Denkmal.

Cerdaña, cinq Études pittoresques.

Und einer der Sätze trägt den Titel Les muletiers devant le Christ de Llivia

Pianistische Feinkost, die allerlei Bilder evoziert.
Unentschieden, ob mir die Vorstellung mystisch oder kitschig vorkommt - jedenfalls ist sie am Ende doch irgendwie fesselnd:
Maultiertreiber, den Christus von Llivia anbetend.
Diese Schallplatte war für mich heute Morgen der perfekte Begleiter zur ersten Tasse Kaffee bei schwer zu beschreibender Dämmerung und heftigstem Schneefall. Bei knappen Plusgraden überstand er nicht mehr als ein Viertelstündchen als zarter Puderzucker auf der Weide.

Bei mir heute in dieser gepflegten Einspielung mit
Jean-Joël Barbier, Klavier
(LP, BAM, 1972)