Tobacco, tobacco!

satie (04.01.2008, 21:17):
Meine lieben,
da ich gerade recherchiere, wollte ich die Gelegenheit nutzen, hier ein neues Thema zu beginnen, damit ich vielleicht durch euch noch auf einige weitere Ideen komme.
Ich suche zwecks verfassen eines ziemlich humoristischen, aber musikwissenschaftlich einwandfreien Essays Stücke, in denen es um Alkohol, Tabak und weitere Genussmittel geht (durchaus auch um Völlerei, Drogen etc.). Es ist ja so, dass Musik meist eine edle Kunst ist, die sich den niederen Gelüsten relativ häufig verschließt. So haben viele Komponisten gerne zur Flasche oder zur Zigarre gegriffen, selten aber dies direkt musikalisch verwertet. Ich bin drauf gekommen, als ich das witzige Stück "Tobacco" von Tobias Hume gehört habe:
Tobacco, Tobacco Sing sweetly for Tobacco, Tobacco is like love, O love it For you see I will prove it.

Love maketh leane the fatte mens tumor, So doth Tobacco, Love still dries uppe the wanton humor, So doth Tobacco, Love makes men sayle from shore to shore, So doth Tobacco, Tis fond love often makes men poor So doth Tobacco, Love makes men scorne all Coward feares, So doth Tobacco, Love often sets men by the eares, So doth Tobacco.

Tobaccoe, Tobaccoe sing sweetely for Tobaccoe, Tobaccoe is like Love, O love it, For you see I have provde it.

Anonymous lyrics, set to music by Tobias Hume in 1605

Wahrscheinlich hat Hume den Text selbst verfasst. Übrigens ist es sehr schöne Musik, und der Text ist beinahe brandaktuell, da jetzt ja das Rauchen in den Gaststätten nur noch sehr beschränkt möglich ist. Hume sieht Parallelen zwischen dem Tabak und der Liebe. Beide lassen die Leute streiten, ihre Ängste überwinden, sie von Küste zu Küste segeln etc.
http://www.meeuw.org/hume/tobacco.gif
Hier gibt es sogar ein mp3:

http://he1.magnatune.com/all/11-Tobacco (Tobias Hume)-Edward Martin and William Bastian.mp3

Nun ist natürlich der Tabak nicht das einzige Genussmittel, welches musikalisch von Bedeutung ist. Der Wein und das Trinken wird ständig in Liedern besungen, so etwa in:
Der Wein (Alban Berg)
Der trunkene im Frühling (Mahler, Lied von der Erde (dort auch der erste Satz ein Trinklied)
# Her wiert uns dürstet also sehre (Oswald von Wolkenstein)
# Wolauff wir wollen slauffen (Oswald von Wolkenstein)

Mozart: Kanon "Wo der perlende Wein im Glase blinkt" KV 347
Natürlich bei Mozart auch im Don Giovanni:

DON GIOVANNI
Hurtig, führe sie fort
Und bringe gleich allesamt sie in mein Schlösschen.
Versorge sie reichlich mit Schokolade,
Kaffee, Wein und feinen Speisen,

besonders in der berühmten Champagner-Arie:

DON GIOVANNI
Auf denn zum Feste,
Froh soll es werden,
Bis meine Gäste
Glühen von Wein!
Siehst du ein Mädchen
Nahen dem Garten,
Lass' sie nicht warten,
Führ' sie herein.
Tanzen lass' alle sie
Wirr durcheinander;
Hier Menuette,
Da rasche Walzer,
Dort Allemanden
Spiel' ihnen auf.
Ich aber leise,
Nach meiner Weise,
Führe das Liebchen
In's Kämmerlein.
Drum ohne Sorgen
Deinem Register
Schreibst du schon morgen
Zehne noch ein.

"Ei wie schmeckt der Coffee süße, lieblicher als tausend Küsse, milder als Muscatenwein." heißt es in Bachs "Kaffeekantate" (Schweigt stille, plaudert nicht (BWV 211)), die der große Meister im Zimmermann'schen Kaffeehaus zur Aufführung brachte.

Sicherlich gibt es dutzende weiterer Werke. Wer kennt was? Ich bin für jeden Hinweis dankbar!!

Herzlichst,
S A T I E
Jimi (05.01.2008, 01:03):
Hallo Satie,

das ist ja wirklich mal ein originelles Thema. Zu Tobacco usw. fällt mir gerade nichts ein, aber Trinklieder gibt es einige.
Spontan fällt mir so ein :

La traviata :" Libiamo ... "(ok das war nicht so originell)
Macbeth : "Si colmi il calice"
Cavalleria Rusticana :"Viva il Vino spumeggiante"
Entführung aus dem Serail : "Vivat Bacchus"
Hamlet : "Ô vin, dissipe la tristesse"(Thomas)

Dann natürlich der Chor der Studenten in Hoffmann's Erzählungen : "Drig, drig,drig" (am Anfang der Oper treten die "Geister von Wein und Bier" ja auch noch höchstpersönlich auf !)

In der Fledermaus gibt es auch noch einiges aber die hab ich nicht und mir fallen jetzt die Titel nicht ein, ich glaube "Im Feuerstrom der Reben" oder so ähnlich.

Zum Abschluss noch ein Barocklied von Adam Krieger : "Der Reinsche Wein tanzt gar zu fein".

Das soll erst mal genügen, es gibt aber sicher noch jede Menge. Hm jetzt hab ich tatsächlich Durst bekommen. :beer Ich trink jetzt noch einen und geh dann ins Bett.

:hello Jimi
Poztupimi (05.01.2008, 10:19):
Original von Satie


Sicherlich gibt es dutzende weiterer Werke. Wer kennt was? Ich bin für jeden Hinweis dankbar!!

Herzlichst,
S A T I E

Da bin ich ja mal gespannt, was alles zusammenkommt.

Spontan fällt mir Orff ein:

In taberna quando sumus aus Carmina Burana. Am Ende heißt es da:


Bibit hera, bibit herus,
bibit miles, bibit clerus,
bibit ille, bibit illa,
bibit servis cum ancilla,
bibit velox, bibit piger,
bibit albus, bibit niger,
bibit constans, bibit vagus
bibit rudis, bibit magnus.

Bibit pauper et egrotus,
bibit exul et ignotus,
bibit puer, bibit canus,
bibit presul et decanus,
bibit soror, bibit frater,
bibit anus, bibit mater,
bibit ista, bibit ille,
bibunt centum, bibunt mille.

Parum sexcente nummate
durant, cum immoderate
bibunt omnes sine meta.
Quamvis bibant mente leta,
sic nos rodunt omnes gentes
et sic erimus egentes.
Qui nos rodunt confundantur
et cum iustis non scribantur.
Io io io io io io io io!

(vollständiger Text hier oder in jedem guten Beiheft).

Da trinken sie alle:

die Herrin, der Herr
der Soldat, der Pfaffe
dieser, jene
der Knecht, die Magd
der Schnelle, der Faule
der Blonde, der Schwarze
der Seßhafte, der Fahrende
der Dumme, der Weise

der Arme, der Kranke
der Verbannte, der Unbekannte
der Knabe, der Graubart
der Bischof, der Dekan
die Schwester, der Bruder
die Ahne, die Mutter
dieser, jener
hundert, tausend

Sechshundert Taler
sind kaum genug, wenn alle
maßlos ohne Hemmungen trinken.


aus der Übersetzung zu dieser CD:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61QD6BNBWDL._AA240_.gif

Und der Kanon C-A-F-F-E-E von Carl Gottlieb Hering (1766-1853).

Vielleicht fällt mir ja noch was ein, mal sehen, was in meinen Schränken steht.

Ein schönes Wochenende
manrico (05.01.2008, 16:56):
Lieber Satie!

Zum Thema Rauchen fällt mir nicht gar so viel ein: Da gibt es einerseits Wolf-Ferraris komische Oper "Il segreto di Susanna", bei der der Ehemann seine Frau eines Liebhabers verdächtigt, weil er immer Zigarettenrauch bemerkt, wenn er heimkommt, und dabei raucht Susanna heimlich. Und dann fällt mir noch Bruno Granichstaedtens 1925 komponierte Operette "Der Orlow" ein. Das bekannteste Stück daraus: "Da nehm ich meine kleine Zigarette".
Die berühmteste Raucherin ist aber vermutlich die Arbeiterin Carmen in der Zigarettenfabrik und in der Arbeitspause kommen ja auch ihre Freundinnen auf den Platz vor der Fabrik und huldigen dem blauen Dunst "Dans l'air nous suivons des yeux la fumee.

Drogen kommen natürlich auch jede Menge vor allem in der französischen Musik vor: Nimm zum Beispiel Hector Berlioz "Symphonie fantastique" und die Visionen im Opiumrausch. Leo Delibes "Lakme" vergiftet sich mit dem auch heute noch beliebten Halluzinogen der Engelstrompete (Datura suavevolens), verwandt mit der Tollkirsche, dem Stechapfel oder dem Bilsenkraut (beliebt vor allem bei Hexenritten).
Meyerbeers Afrikanerin "Selica" legt sich zum Sterben unter den Manzanillabaum, dessen tödliche Düfte sie einatmet (das halte ich allerdings für einen Auswuchs von Meyerbeers (bzw. Eugen Scribes) Phantasie, denn obwohl es sich an sich um ein hochgiftiges Gewächs handelt, hab ich noch nie gehört, dass die Düfte allein schon tödlich wären.

Wenn wir schon bei Meyerbeer sind - ein Blick auf den Alkohol: Da hätten wir einmal das grandiose Bacchanal aus Meyerbeers "Le Prophete": Versez! Que tout respire.
Das Trinklied aus Thomas "Hamlet" hat Jimi schon genannt. Ich hätte dann noch das Bacchanal aus Samson et Dalila zu bieten.
Aus Conrads Trinklied "Das Land hochgepriesen es sei!" (J. Offenbach: die Rheinnixen) wird schließlich Hoffmanns: "Liebe für's Leben ist nur ein Wahn".
Und der Zenobit Athanael platzt in das Gelage seines Freundes Nicias, der Massenets schöne Kurtisane "Thais" erwartet.
Die Völlerei erlernen soll auch Mustafa in Rossinis "L'Italiana in Algeri". Man verspricht ihm dafür den italienischen Ehrentitel "Pappataci", in Wirklichkeit wollen die Italiener aber nur nicht bei ihrer Flucht gestört werden.
Und schlussendlich gibt's da ja auch noch die Orgie in Wagners Tannhäuser im Venusberg.
Rossini lässt seinen Grafen Almaviva als scheinbar betrunkenen Soldaten das Haus der geliebten Rosina stürmen, um den Vormund abzulenken.
Schlussendlich soll Alkohol ja auch der Fluchthelfer bei der Entführung Konstanzes aus dem Serail sein (Vivat Bacchus).
Zu einer "notte di follia" fordert auch der als deutsche Großmeister Corrado Wallenrod verkleidete Litauer in Ponchiellis gleichnamiger wunderschöner Oper seine falschen Freunde auf (Dal letargo vi destate).
Und Rigoletto eröffnet gleich mit einer Orgie.
Alkohol vernebelt Cassios Sinne im ersten Akt, so dass er Montano gleich einmal betrunken verletzt und Jago mit dessen Degradierung schon einmal das Drama um Otello in Gang bringt (Trinklied: Inaffia l'ugola).
Denselben Trick wendet schließlich auch Kaspar gegen Max im Freischütz an (Hier im ird'schen Jammertal).
Die fröhliche Gesellschaft aus Marschners "Der Vampyr" hat für jede Jahreszeit eine Begründung, warum man trinken müsse.
Und Falstaff braucht dafür überhaupt gar keine Begründung, weder bei Verdi noch bei Otto Nicolai (Als Bübchen klein an der Mutterbrust - er hat schon zeitig angefangen).
Die Deutschen huldigen offensichtlich eher dem Bier, so auch Plumkett in Flotows Martha und seiner Hymne an das Porter-Bier.
Aber auch in Donizettis "Il duca d'Alba" simulieren die Aufständischen gegenüber den spanischen Besetzern ein harmloses Beisammensein in der Brauerei und stimmen ein Trinklied an "Liquor che inganna".
Wenn ich schon bei Donizetti bin: Dass er vergifteten Wein besingt, weiss Osino nicht, wenn er eines der schönsten Brindisi der gesamten Literatur anstimmt "Il segreto per esser felice" aus Lucrezia Borgia.

Bei Offenbach gesteht La Perichole in ihrem Schwipslied "Ah quel diner je viens de faire", dass sie bereits etwas betrunken ist, aber als es schließlich zur Heirat zwischen ihr und Piquillo kommt, ist der Rausch auf beiden Seiten ein vollkommener. Was natürlich auch in einem turbulenten Hochzeitsfinale des 1. Akts endet.
Da steht das Finale II im "Pariser Leben" natürlich nicht hinten nach: "Es dreht sich, dreht sich das Zimmer".
"Und schneller immer schneller weckt der Wein die heissen Triebe"singen Ganymed, Galathee, Mydas und Pygmalion in Suppees Brindisi "Hell im Glas".
"Kennt ihr die köstlichste der Speisen" singt schliesslich noch Offenbachs Coscoletto und huldigt den Maccaroni, bevor alle fürchten, bei diesem Gelage vergiftet worden zu sein.

So, mehr fallt mir im Moment nicht ein, ich hoff' es hilft dir weiter.

Liebe Grüße


Werner
Poztupimi (05.01.2008, 17:18):
Hallo Ihr Lieben,

wie wäre es nochmal mit Donizetti, L'elisier d'amore?

Wenn Nemorino "Caro elisir! sei mio!" anstimmt und im Folgenden "Oh! buono! Oh! caro! un altro sorso." schwärmt, trinkt er doch nichts anderes als Wein.

Und zu Beginn des zweiten Aktes, umherstehende Dorfbewohner, festlich gedeckter Tisch, und man singt - vermutlich recht fröhlich und angeheitert - "Cantiamo, faccciam brindisi a sposi così amabili.", bzw. Belcore "Per me l'amore e il vino due numi ognor saranno."

Grüße,
Wolfgang
manrico (05.01.2008, 17:27):
Stimmt, und einem geheimnisvollen Aphrodisiakum fallen ja schließlich auch Tristan und Isolde zum Opfer. Die Geschichte zitiert Adina in ihrer ersten Cavatina "Della crudel Isotta".
Poztupimi (05.01.2008, 17:47):
Auch wenn das Wort "Wein" nicht fällt, bei Eichendorff, vertont in Brahms' Tafellied, heißt es

...
Rot und golden sehn wir's blinken
...
Und so füllt man aus den Dingern 's
Glas nicht halb, nein, bis zum Rand.

Viele Grüße,
Wolfgang
Poztupimi (05.01.2008, 18:45):
Da diese CD gerade im CD-Spieler liegt:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KEX4B7JEL._AA240_.jpg

Hier wird zu Beginn des 1. Aktes am Ostersonntag in Frankfurt am Main ordentlich gefeiert, und, diesmal nicht mit Wein, sondern mit Bier!

aus dem Beiheft:

... Bogenschützen und Bürger umringen einen Bierschenk.

1. Gruppe
Hierher ein Glas!
2. Gruppe
Wir wollen zu trinken haben!
1. Gruppe
Ein Hoch -
2. Gruppe
Den Liebessachen!
1. Gruppe
Und den gefäll'gen Mädchen!
2. Gruppe
Hoch! Hoch!
Beide Gruppen zusammen (mit erhobenen Bechern)
Kommt, trinket, lacht und singt!

(natürlich auf italienisch, hier mal die Übersetzung aus besagter CD)

Grüße,
Wolfgang
manrico (05.01.2008, 19:54):
Bevor der Großmeister des Deutschen Ordens Corrado Wallenrod (I Lituani) den Tod findet, singt er noch sein trotzig-blasphemisches Brindisi "Alla tua morte bevo oh crociato".
Und auch der ehemalige evangelische Priester Giosta aus Zandonais (bester) Oper "I cavallieri d'Ekebù" hat sich dem Suff hingegeben und betritt am Weihnachtsabend völlig betrunken die Schenke und verlangt von der Wirtin "Oè! Dell'aquavite!"

Die Banditen aus Ernani eröffnen die Oper mit einem Trinklied "Evviva! Beviam! Nel vino cherchiamo almen un piacer!".
Die spanischen Soldaten in Alzira singen zu Beginn des 2. Akts ihr Trinklied "Meschi, meschi!
Vittoria!".
Attilas Horde ergötzt sich an den abgeschnittenen Köpfen Feinden, trinkt und singt "Del ciel l'immensa volta".
Die Franzosen eröffenen "I vespri siciliani" mit einem Toast auf Frankreich "A te ciel natio".
Zu Beginn des 2. Aktes feiert und trinkt Benvenuto Cellini mit seinen Freunden in der Taverne.
Tilly, die Tochter der Marketenderin, der Schnapslotte, singt ihren Soldaten eine Huldigung auf den Schnaps "Als einst der Kriegsgott nachgedacht, was den Soldaten Freude macht" (J. Strauß: Simplicius)

So, und wenn ich jetzt weiter mache, haltet ihr mich glatt noch für einen Alkoholiker !

Prost :beer
satie (05.01.2008, 20:01):
Lieber Wolfgang, lieber Werner,
ich sehe, Ihr seid Kenner der Materie! So viele wunderbare Beispiele haben wir jetzt schon...da wird das wohl ein größeres Unterfangen...selbstverständlich werde ich im Text dann eine Danksagung an alle unterbringen, die mir hier geholfen haben. Was ich vorhabe zu schreiben, ist im Grunde ein witziger Text, der aber ganz im Tonfall einer wissenschaftlichen Arbeit daherkommt, auch manche Stellen musikalisch analysiert (mit verwegensten Schlussfolgerungen und Unterstellungen). Wenn der Text fertig ist, sollt ihr natürlich alle was davon haben (ich werde ihn dann auf meiner Internetseite unterbringen). Ich bin gespannt, wie viel da wohl noch kommen wird...

Herzlichst dankend,
S A T I E
Poztupimi (05.01.2008, 20:29):
Original von manrico


So, und wenn ich jetzt weiter mache, haltet ihr mich glatt noch für einen Alkoholiker !

Prost :beer

Bewahre, aber für eine ausgewiesenen Kenner auch wenig bekannter Opern - was hier im Forum inzwischen niemand mehr überraschen dürfte!

Ich biete noch dieses:

"So long as we're able and wine' on the table,
Who cares what the troubling day is at?"
(Whores, Roaring Boys)

Aus dem Beiheft dieser CD:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V6MWDR1JL._AA240_.jpg
Strawinsky: The Rake's Progress
McNair, Rolfe-Johnson, Plishka / Saito Kinen Orchestra / Ozawa

Grüße,
Wolfgang
Jürgen (05.01.2008, 21:51):

Original aus der Götterdämmerung

Hagen:
Das Trinkhorn nehmt,
von trauten Frau'n
mit Met und Wein wonnig gefüllt!

Gibichsmannen:
Das Trinkhorn zur Hand,
wie halten wir es dann?

Hagen:
Rüstig gezecht, bis der Rausch euch zähmt!
Alles den Göttern zu Ehren,
daß gute Ehe sie geben!



Kurzkommentar zu Gibichs Mannen: Sogar das Saufen muss man denen erklären, unmündiges Pack!

Übrigens: Bei Hagen's letztem "geben" geht so manchem Hagen die Puste aus. Ausnahme: Gottlob Frick


Grüße
Jürgen
manrico (05.01.2008, 22:11):
Danke Wolfgang

Mit Mefistofele und The Rake's progress würd ich dich aber auch nicht gerade für einen Anfänger in punkto Oper halten :D.

Jetzt hätt' ich aber tatsächlich noch was:

Die Grande-Duchesse de Gerolstein huldigt ihrem Vorfahr, einem begnadeten Trinker mit ihrem "Il etait un de mes aieux".
Und in Offenbachs "Boule de neige" gibt's nicht nur ein Trinklied "Dans ce bois, enchanteurs" sondern auch einen Lunchchor "L'Hospodar nous invite".
Johann und Schmidt huldigen Bacchus am Beginn des 2. Akts von Massenets Werther mit "Vivat Bacchus!"
In der von Jimi angesprochenen Fledermaus gibt's außerdem noch Alfreds "Trinke Liebchen, trinke schnell". Und der Amtsdiener Frosch hat sowieso die gesamte Zeit zu wenig Blut im Alkohol.
In Lortzings Undine gibt's einen Trinkchor (Auf, ihr Zecher).
Mit einer Schenkenszene eröffnet auch Verdis "I masnadieri"
Schlussendlich noch einmal Ponchielli: I promessi sposi. "Il nappo spumante m'invita al piacer", das Trinklied des Rodrigo (sollte jemand einen unliebsamen Zeitgenossen haben, den er von der Oper ganz bestimmt wegbringen möchte, empfehle ich ihm hierfür die Aufnahme dieser Oper unter Frontalini: Schlechter singt nur noch Foster-Jenkins)

Lg

Werner
Poztupimi (05.01.2008, 22:38):
Lieber Werner,

Original von manrico
Danke Wolfgang

Mit Mefistofele und The Rake's progress würd ich dich aber auch nicht gerade für einen Anfänger in punkto Oper halten :D.

Jetzt hätt' ich aber tatsächlich noch was:



Werner

vielen Dank für die Blumen, aber Deine weitere Aufzählung zeigt mir nur noch einmal, welche riesigen, geradezu abgrundtiefe Lücken meine Repertoire-Kenntnisse aufweisen! :I

Wie signiert unser Admin seine Beiträge immer so treffend:

"There is enough music for a life, but not enough life for music"
(Rachmaninov 1942)

In diesem Sinne, viele Grüße,
Wolfgang
Poztupimi (05.01.2008, 23:08):
Dies noch:

E allor sedete, e favelliamo. E intanto
un sorso. È vin di Spagna.
(Riempie il bicchiere e lo porge a Tosca.)
Un sorso per rincorarvi.

In der Übersetzung aus dem Beiheft zur Aufnahme mit Callas, di Stefano, Gobbi / de Sabata (1953):

So nehmt doch Platz und laßt uns plaudern.
Und inzwischen ein Schluck spanischen Wein.
(Er füllt den Becher und reicht ihn Tosca.)
Ein Schlückchen zur Stärkung.

(Und dann geht es wenig später richtig zur Sache :D)

Einen schönen Abend Euch allen,
Wolfgang
nikolaus (05.01.2008, 23:52):
Bei Macbeths gibt es doch auch eine feucht-fröhliche Party, oder?
Und das Trinklied aus La Traviata nicht zu vergessen!

Niko-hicks-laus
Poztupimi (05.01.2008, 23:53):
Schon wieder Wein:

Richard Strauss, Salome (Vierte Szene):

Herodes
Schenkt mir Wein ein!

(Es wird Wein gebracht)

Salome, komm, trink Wein mit mir, einen
köstlichen Wein. Cäsar selbst hat ihn mir
geschickt. Tauche deine kleinen Lippen hinein,
deine kleinen roten Lippen, dann will ich den
Becher leeren.



... Deine Schönheit hat
mich verwirrt. Oh! Oh! Bringt Wein! Mich
dürstet! Salome, Salome, laß uns wie Freunde
zueinander sein! ...



Wer hat meinen Wein getrunken? Es war Wein
in meinem Becher. Er war mit Wein gefüllt. Es
hat ihn jemand ausgetrunken. Gewiß wird
Unheil über einen kommen.

Grüße,
Wolfgang
Poztupimi (05.01.2008, 23:59):
Original von nikolaus
Bei Macbeths gibt es doch auch eine feucht-fröhliche Party, oder?
Und das Trinklied aus La Traviata nicht zu vergessen!

Niko-hicks-laus

Tutti

Sì, Sì, un brindisi.



Alfredo

Libiamo ne' lieti calici

Jimi hatte es glaub' ich genannt.

Grüße,
Wolfgang
Jimi (06.01.2008, 00:28):
Langsam wird es unübersichtlich, ich glaube das hier wurde noch nicht genannt:

In Rossini's "Le Comte Ory" verschafft sich derselbe(Ory nicht Rossini) zusammen mit seinen Rittern,als Pilgerinnen verkleidet :J, Zugang zum Schloss der Gräfin Adele von soundso. Als die Gräfin Milch und Brot servieren lässt, wird sofort der Weinkeller geplündert um das Mahl etwas aufzubessern, es folgt ein zünftiges Trinklied: "Buvons, buvons soudain( Trinken wir, trinken wir rasch! Welch guten Wein besaß doch unser Schlossherr...)
Echt witzig ist wie sich das Trinklied in ein andächtiges Gebet verwandelt als sich jemand vom Schlosspersonal nähert.

Die Musik stammt zwar, wie Werner schon in einem anderen Thread geschrieben hat, zum größten Teil aus "Il Viaggio a Reims" , macht aber trotzdem Spaß.

Ach ja, ist es nicht erstaunlich das ausgerechnet dieses Thema schon so viele Antworten bekommen hat :beer :D

Na dann Prost und gute Nacht

Jimi
Gamaheh (11.01.2008, 15:26):
Lieber Satie,

das klingt ja nach einem interessanten Projekt - mußt Du auch vorher praktische Übungen machen, damit Du das hinterher überzeugend vortragen kannst?

Denkst Du nur an Sachen aus der Klassik, oder suchst Du auch sowas wie "Lucy in the Sky"?

Lieder gibt es ja eine Unmenge, über Wein insbesondere, da fällt mir im Moment aber nur konkret - und ganz vage - das von Brahms vertonte über die Bergischen Soldaten (?) ein, die - wenn ich mich nicht irre - ein zufriedenes Mädel ihrer Kleidung beraubt nach Hause schicken - da kommt auch irgendwas mit Kaffee und Schnaps drin vor. Ich werde es suchen, falls es nicht schon auf Deiner Liste ist.

Nun habe ich hier auch noch gelernt, daß der C-A-F-F-E-E-Kanon einen Komponisten hat! (Das ist doch der mit dem "Türkentrank"?)

Beste Grüße,
Gamaheh
satie (11.01.2008, 15:30):
Liebe Gamaheh,
ja, eigentlich dachte ich schon an klassische Sachen, allerdings bieten vielleicht Songs wie Purple Haze etc. gerade bei den Drogen die besser brauchbaren Quellen (all zu viel dürfte da in der Klassik nicht zu finden sein).
Der Brahms würde mich interessieren. Wenn Du da mehr finden kannst, wäre das wunderbar!

Herzliche Grüße,
S A T I E
Gamaheh (11.01.2008, 16:27):
Original von Satie
Der Brahms würde mich interessieren. Wenn Du da mehr finden kannst, wäre das wunderbar!
S A T I E

Lieber Satie,

ich bin bei http://www.recmusic.org/lieder/ gleich fündig geworden; das Lied trägt den unschuldigen Titel "Ich stand auf hohem Berge":

Anonym
Ich stand auf hohem Berge,
schaut' hin und schaut' her,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
zwei, drei wohl bei ihr steh'n.

Der Erste war ein Maurer,
der Zweite ein Zimmermann,
und der Dritte, das war ein Husare,
und der Dritte, das war ein Husare,
den wollt' das Mädchen han.

Er führt das schöne Mädchen
in's Wirsthaus hinein,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
versoffen müssen sie sein.

Versoffen sind die Kleider,
kein Geld ist mehr da.
Ei so muß das schöne Mädchen,
ei so muß das schöne Mädchen
bei der Nacht nach Hause geh'n.

Ach Mutter, liebe Mutter,
das war ja mein' Freud'.
Denn die Bergischen Husaren,
denn die Bergischen Husaren
sind kreuzbrave Leut'!

Geh'n Abend spät schlafen,
stehn Morgens früh auf,
und da trinken sie ihren Kaffee,
und da trinken sie ihren Kaffee,
Glas Branntwein darauf.

Grüße,
Gamaheh
nikolaus (11.01.2008, 19:45):
Original von Gamaheh
Original von Satie
Der Brahms würde mich interessieren. Wenn Du da mehr finden kannst, wäre das wunderbar!
S A T I E

Lieber Satie,

ich bin bei http://www.recmusic.org/lieder/ gleich fündig geworden; das Lied trägt den unschuldigen Titel "Ich stand auf hohem Berge":

Anonym
Ich stand auf hohem Berge,
schaut' hin und schaut' her,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
zwei, drei wohl bei ihr steh'n.

Der Erste war ein Maurer,
der Zweite ein Zimmermann,
und der Dritte, das war ein Husare,
und der Dritte, das war ein Husare,
den wollt' das Mädchen han.

Er führt das schöne Mädchen
in's Wirsthaus hinein,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
versoffen müssen sie sein.

Versoffen sind die Kleider,
kein Geld ist mehr da.
Ei so muß das schöne Mädchen,
ei so muß das schöne Mädchen
bei der Nacht nach Hause geh'n.

Ach Mutter, liebe Mutter,
das war ja mein' Freud'.
Denn die Bergischen Husaren,
denn die Bergischen Husaren
sind kreuzbrave Leut'!

Geh'n Abend spät schlafen,
stehn Morgens früh auf,
und da trinken sie ihren Kaffee,
und da trinken sie ihren Kaffee,
Glas Branntwein darauf.

Grüße,
Gamaheh

Tse, tse, das sind ja Zustände! :B
satie (13.01.2008, 17:00):
Meine Lieben,
die Arbeit ist geschrieben und kann ab sofort unter
www.nils-guenther.de/tobacco_tobacco_musik_und_genussmittel.pdf
abgerufen werden.
Poztupimi (14.01.2008, 21:10):
Lieber Satie,

Original von Satie
Meine Lieben,
die Arbeit ist geschrieben und kann ab sofort unter
www.nils-guenther.de/tobacco_tobacco_musik_und_genussmittel.pdf
abgerufen werden.

wie ich beim Überfliegen sehe - ich hatte noch nicht die Muße, es konzentriert komplett zu lesen -, ist es Dir ja gelungen, doch noch einiges zu den Genuß- oder Suchtmitteln über den Alkohol hinaus zu finden.
Laßt uns also jetzt mit Genuß lesen!

Viele Grüße,
Wolfgang
Cetay (inaktiv) (14.01.2008, 22:35):
Original von Nils
Der Zweivierteltakt ist als typische
Taktart für Musik einzustufen, die unter dem Einfluss von Genussmitteln steht (dies wird noch
näher erläutert), da unter dem Einfluss besagter Substanzen gewisse algebraische Fähigkeiten stark
eingeschränkt sein können und, einhergehend mit dem „Tunnelblick“ oft eine weitere
Fehlsichtigkeit anzutreffen ist, welche den Alkoholkonsumenten halluzinieren und Dinge in
verdoppelter Anzahl wahrnehmen lässt.
:rofl

Eine sehr unterhaltsame Abhandlung, aber in der B-Note gibt es Abzüge für das Fehlen des Opium (naja, ok, nicht unbedingt ein Genussmittel) samt der Mutter aller trippy Musik, der Symphonie phantastique.

Originalprogramm von Berlioz 1855
Ein junger Musiker von krankhafter Phantasie hat sich in einem Anfalle verliebter Verzweiflung mit Opium vergiftet. Zu schwach, den Tod herbeizuführen, versenkt ihn die narkotische Dosis in einen langen Schlaf, den die seltsamsten Visionen begleiten. In diesem Zustand geben sich seine Empfindungen, seine Gefühle und Erinnerungen durch musikalische Bilder in seinem kranken Gehirne kund. Die Geliebte selbst wird für ihn zur Melodie, gleichsam zu einer fixen Idee, die er überall wiederfindet, überall hört.

:hello Jochen
satie (15.01.2008, 09:01):
Lieber Jochen,
Du hast Recht. Aber ich habe die Drogen bewusst weggelassen, aus zwei Gründen: einerseits gibt es zum Thema Musik und Drogen tatsächlich genügend Schriften (ernsthafte wie humorvollere), also brauchte ich da nicht unbedingt auch noch etwas beisteuern. Andererseits war mein Text so schon 17 Seiten lang, und da er eventuell auch als Vortrag vor einem nichtsahnenden Fachpublikum gedacht war, sollte er nicht zu lang werden.
Ich freue mich, dass er Dir gefallen hat.

Herzliche Grüße,
S A T I E
Gamaheh (16.01.2008, 16:11):
Lieber Satie,

das ist mal wieder ein echter Satie - eine wahrhaft gelehrte Arbeit (und dazu noch unterhaltsam!).

Schade nur, daß Du die Materialsammlung so früh abgebrochen hast, da wäre sicher im Laufe der Zeit noch einiges zusammengekommen.

Danke, daß Du das Hoffmann-Zitat vervollständigt hast. Ich meine, es ist im selben Text, daß er auch Theorien über den wohltuenden Einfluß von geistigen Getränken auf die schöpferische Tätigkeit von Dichtern und Komponisten äußert, mit einer Zuordnung von verschiedenen Weinen und musikalischen Gattungen, und insbesondere auf die beflügelnde Wirkung der Feuerzangenbowle eingeht .

Wenn Du mal einen wirklich süffigen Text über Völlerei suchst, empfehle ich das "Gastmahl des Trimalchio" aus Petrons Satyricon. Vielleicht würde Dich das sogar zu einer Komposition inspirieren, mit einem großen Solo für Kontrafagott!

Darauf einen Underberg!

Und Grüße.
Gamaheh
satie (16.01.2008, 16:24):
Dankesehr, Gamaheh!

Ist witzig, dass Du das Satyricon erwähnst. Es ist eines meiner Lieblingsbücher, gerade diese Orgie ist einfach toll. Leider verfolge ich als Komponist eine völlig andere Ästhetik, daher wird das wohl nichts. In meinen wilden Jahren hatte ich aber mal ein Stück geschrieben, der Titel war "Tafelmusik", bei dem die Musiker keine Musiker waren, sondern essende Menschen an einem Tisch, mit Kontaktmikrophonen am Hals und am Tisch. Das Stück bestand nur aus den Essgeräuschen. Wegen dieses Stücks wurde ich fast enterbt und verstoßen... Das waren noch Zeiten...
Gamaheh (16.01.2008, 16:32):
Original von Satie
Dankesehr, Gamaheh!
In meinen wilden Jahren hatte ich aber mal ein Stück geschrieben, der Titel war "Tafelmusik", bei dem die Musiker keine Musiker waren, sondern essende Menschen an einem Tisch, mit Kontaktmikrophonen am Hals und am Tisch. Das Stück bestand nur aus den Essgeräuschen. Wegen dieses Stücks wurde ich fast enterbt und verstoßen... Das waren noch Zeiten...

Das würde ich schon gern mal hören ...
satie (04.01.2008, 21:17):
Meine lieben,
da ich gerade recherchiere, wollte ich die Gelegenheit nutzen, hier ein neues Thema zu beginnen, damit ich vielleicht durch euch noch auf einige weitere Ideen komme.
Ich suche zwecks verfassen eines ziemlich humoristischen, aber musikwissenschaftlich einwandfreien Essays Stücke, in denen es um Alkohol, Tabak und weitere Genussmittel geht (durchaus auch um Völlerei, Drogen etc.). Es ist ja so, dass Musik meist eine edle Kunst ist, die sich den niederen Gelüsten relativ häufig verschließt. So haben viele Komponisten gerne zur Flasche oder zur Zigarre gegriffen, selten aber dies direkt musikalisch verwertet. Ich bin drauf gekommen, als ich das witzige Stück "Tobacco" von Tobias Hume gehört habe:
Tobacco, Tobacco Sing sweetly for Tobacco, Tobacco is like love, O love it For you see I will prove it.

Love maketh leane the fatte mens tumor, So doth Tobacco, Love still dries uppe the wanton humor, So doth Tobacco, Love makes men sayle from shore to shore, So doth Tobacco, Tis fond love often makes men poor So doth Tobacco, Love makes men scorne all Coward feares, So doth Tobacco, Love often sets men by the eares, So doth Tobacco.

Tobaccoe, Tobaccoe sing sweetely for Tobaccoe, Tobaccoe is like Love, O love it, For you see I have provde it.

Anonymous lyrics, set to music by Tobias Hume in 1605

Wahrscheinlich hat Hume den Text selbst verfasst. Übrigens ist es sehr schöne Musik, und der Text ist beinahe brandaktuell, da jetzt ja das Rauchen in den Gaststätten nur noch sehr beschränkt möglich ist. Hume sieht Parallelen zwischen dem Tabak und der Liebe. Beide lassen die Leute streiten, ihre Ängste überwinden, sie von Küste zu Küste segeln etc.
http://www.meeuw.org/hume/tobacco.gif
Hier gibt es sogar ein mp3:

http://he1.magnatune.com/all/11-Tobacco (Tobias Hume)-Edward Martin and William Bastian.mp3

Nun ist natürlich der Tabak nicht das einzige Genussmittel, welches musikalisch von Bedeutung ist. Der Wein und das Trinken wird ständig in Liedern besungen, so etwa in:
Der Wein (Alban Berg)
Der trunkene im Frühling (Mahler, Lied von der Erde (dort auch der erste Satz ein Trinklied)
# Her wiert uns dürstet also sehre (Oswald von Wolkenstein)
# Wolauff wir wollen slauffen (Oswald von Wolkenstein)

Mozart: Kanon "Wo der perlende Wein im Glase blinkt" KV 347
Natürlich bei Mozart auch im Don Giovanni:

DON GIOVANNI
Hurtig, führe sie fort
Und bringe gleich allesamt sie in mein Schlösschen.
Versorge sie reichlich mit Schokolade,
Kaffee, Wein und feinen Speisen,

besonders in der berühmten Champagner-Arie:

DON GIOVANNI
Auf denn zum Feste,
Froh soll es werden,
Bis meine Gäste
Glühen von Wein!
Siehst du ein Mädchen
Nahen dem Garten,
Lass' sie nicht warten,
Führ' sie herein.
Tanzen lass' alle sie
Wirr durcheinander;
Hier Menuette,
Da rasche Walzer,
Dort Allemanden
Spiel' ihnen auf.
Ich aber leise,
Nach meiner Weise,
Führe das Liebchen
In's Kämmerlein.
Drum ohne Sorgen
Deinem Register
Schreibst du schon morgen
Zehne noch ein.

"Ei wie schmeckt der Coffee süße, lieblicher als tausend Küsse, milder als Muscatenwein." heißt es in Bachs "Kaffeekantate" (Schweigt stille, plaudert nicht (BWV 211)), die der große Meister im Zimmermann'schen Kaffeehaus zur Aufführung brachte.

Sicherlich gibt es dutzende weiterer Werke. Wer kennt was? Ich bin für jeden Hinweis dankbar!!

Herzlichst,
S A T I E
Jimi (05.01.2008, 01:03):
Hallo Satie,

das ist ja wirklich mal ein originelles Thema. Zu Tobacco usw. fällt mir gerade nichts ein, aber Trinklieder gibt es einige.
Spontan fällt mir so ein :

La traviata :" Libiamo ... "(ok das war nicht so originell)
Macbeth : "Si colmi il calice"
Cavalleria Rusticana :"Viva il Vino spumeggiante"
Entführung aus dem Serail : "Vivat Bacchus"
Hamlet : "Ô vin, dissipe la tristesse"(Thomas)

Dann natürlich der Chor der Studenten in Hoffmann's Erzählungen : "Drig, drig,drig" (am Anfang der Oper treten die "Geister von Wein und Bier" ja auch noch höchstpersönlich auf !)

In der Fledermaus gibt es auch noch einiges aber die hab ich nicht und mir fallen jetzt die Titel nicht ein, ich glaube "Im Feuerstrom der Reben" oder so ähnlich.

Zum Abschluss noch ein Barocklied von Adam Krieger : "Der Reinsche Wein tanzt gar zu fein".

Das soll erst mal genügen, es gibt aber sicher noch jede Menge. Hm jetzt hab ich tatsächlich Durst bekommen. :beer Ich trink jetzt noch einen und geh dann ins Bett.

:hello Jimi
Poztupimi (05.01.2008, 10:19):
Original von Satie


Sicherlich gibt es dutzende weiterer Werke. Wer kennt was? Ich bin für jeden Hinweis dankbar!!

Herzlichst,
S A T I E

Da bin ich ja mal gespannt, was alles zusammenkommt.

Spontan fällt mir Orff ein:

In taberna quando sumus aus Carmina Burana. Am Ende heißt es da:


Bibit hera, bibit herus,
bibit miles, bibit clerus,
bibit ille, bibit illa,
bibit servis cum ancilla,
bibit velox, bibit piger,
bibit albus, bibit niger,
bibit constans, bibit vagus
bibit rudis, bibit magnus.

Bibit pauper et egrotus,
bibit exul et ignotus,
bibit puer, bibit canus,
bibit presul et decanus,
bibit soror, bibit frater,
bibit anus, bibit mater,
bibit ista, bibit ille,
bibunt centum, bibunt mille.

Parum sexcente nummate
durant, cum immoderate
bibunt omnes sine meta.
Quamvis bibant mente leta,
sic nos rodunt omnes gentes
et sic erimus egentes.
Qui nos rodunt confundantur
et cum iustis non scribantur.
Io io io io io io io io!

(vollständiger Text hier oder in jedem guten Beiheft).

Da trinken sie alle:

die Herrin, der Herr
der Soldat, der Pfaffe
dieser, jene
der Knecht, die Magd
der Schnelle, der Faule
der Blonde, der Schwarze
der Seßhafte, der Fahrende
der Dumme, der Weise

der Arme, der Kranke
der Verbannte, der Unbekannte
der Knabe, der Graubart
der Bischof, der Dekan
die Schwester, der Bruder
die Ahne, die Mutter
dieser, jener
hundert, tausend

Sechshundert Taler
sind kaum genug, wenn alle
maßlos ohne Hemmungen trinken.


aus der Übersetzung zu dieser CD:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61QD6BNBWDL._AA240_.gif

Und der Kanon C-A-F-F-E-E von Carl Gottlieb Hering (1766-1853).

Vielleicht fällt mir ja noch was ein, mal sehen, was in meinen Schränken steht.

Ein schönes Wochenende
manrico (05.01.2008, 16:56):
Lieber Satie!

Zum Thema Rauchen fällt mir nicht gar so viel ein: Da gibt es einerseits Wolf-Ferraris komische Oper "Il segreto di Susanna", bei der der Ehemann seine Frau eines Liebhabers verdächtigt, weil er immer Zigarettenrauch bemerkt, wenn er heimkommt, und dabei raucht Susanna heimlich. Und dann fällt mir noch Bruno Granichstaedtens 1925 komponierte Operette "Der Orlow" ein. Das bekannteste Stück daraus: "Da nehm ich meine kleine Zigarette".
Die berühmteste Raucherin ist aber vermutlich die Arbeiterin Carmen in der Zigarettenfabrik und in der Arbeitspause kommen ja auch ihre Freundinnen auf den Platz vor der Fabrik und huldigen dem blauen Dunst "Dans l'air nous suivons des yeux la fumee.

Drogen kommen natürlich auch jede Menge vor allem in der französischen Musik vor: Nimm zum Beispiel Hector Berlioz "Symphonie fantastique" und die Visionen im Opiumrausch. Leo Delibes "Lakme" vergiftet sich mit dem auch heute noch beliebten Halluzinogen der Engelstrompete (Datura suavevolens), verwandt mit der Tollkirsche, dem Stechapfel oder dem Bilsenkraut (beliebt vor allem bei Hexenritten).
Meyerbeers Afrikanerin "Selica" legt sich zum Sterben unter den Manzanillabaum, dessen tödliche Düfte sie einatmet (das halte ich allerdings für einen Auswuchs von Meyerbeers (bzw. Eugen Scribes) Phantasie, denn obwohl es sich an sich um ein hochgiftiges Gewächs handelt, hab ich noch nie gehört, dass die Düfte allein schon tödlich wären.

Wenn wir schon bei Meyerbeer sind - ein Blick auf den Alkohol: Da hätten wir einmal das grandiose Bacchanal aus Meyerbeers "Le Prophete": Versez! Que tout respire.
Das Trinklied aus Thomas "Hamlet" hat Jimi schon genannt. Ich hätte dann noch das Bacchanal aus Samson et Dalila zu bieten.
Aus Conrads Trinklied "Das Land hochgepriesen es sei!" (J. Offenbach: die Rheinnixen) wird schließlich Hoffmanns: "Liebe für's Leben ist nur ein Wahn".
Und der Zenobit Athanael platzt in das Gelage seines Freundes Nicias, der Massenets schöne Kurtisane "Thais" erwartet.
Die Völlerei erlernen soll auch Mustafa in Rossinis "L'Italiana in Algeri". Man verspricht ihm dafür den italienischen Ehrentitel "Pappataci", in Wirklichkeit wollen die Italiener aber nur nicht bei ihrer Flucht gestört werden.
Und schlussendlich gibt's da ja auch noch die Orgie in Wagners Tannhäuser im Venusberg.
Rossini lässt seinen Grafen Almaviva als scheinbar betrunkenen Soldaten das Haus der geliebten Rosina stürmen, um den Vormund abzulenken.
Schlussendlich soll Alkohol ja auch der Fluchthelfer bei der Entführung Konstanzes aus dem Serail sein (Vivat Bacchus).
Zu einer "notte di follia" fordert auch der als deutsche Großmeister Corrado Wallenrod verkleidete Litauer in Ponchiellis gleichnamiger wunderschöner Oper seine falschen Freunde auf (Dal letargo vi destate).
Und Rigoletto eröffnet gleich mit einer Orgie.
Alkohol vernebelt Cassios Sinne im ersten Akt, so dass er Montano gleich einmal betrunken verletzt und Jago mit dessen Degradierung schon einmal das Drama um Otello in Gang bringt (Trinklied: Inaffia l'ugola).
Denselben Trick wendet schließlich auch Kaspar gegen Max im Freischütz an (Hier im ird'schen Jammertal).
Die fröhliche Gesellschaft aus Marschners "Der Vampyr" hat für jede Jahreszeit eine Begründung, warum man trinken müsse.
Und Falstaff braucht dafür überhaupt gar keine Begründung, weder bei Verdi noch bei Otto Nicolai (Als Bübchen klein an der Mutterbrust - er hat schon zeitig angefangen).
Die Deutschen huldigen offensichtlich eher dem Bier, so auch Plumkett in Flotows Martha und seiner Hymne an das Porter-Bier.
Aber auch in Donizettis "Il duca d'Alba" simulieren die Aufständischen gegenüber den spanischen Besetzern ein harmloses Beisammensein in der Brauerei und stimmen ein Trinklied an "Liquor che inganna".
Wenn ich schon bei Donizetti bin: Dass er vergifteten Wein besingt, weiss Osino nicht, wenn er eines der schönsten Brindisi der gesamten Literatur anstimmt "Il segreto per esser felice" aus Lucrezia Borgia.

Bei Offenbach gesteht La Perichole in ihrem Schwipslied "Ah quel diner je viens de faire", dass sie bereits etwas betrunken ist, aber als es schließlich zur Heirat zwischen ihr und Piquillo kommt, ist der Rausch auf beiden Seiten ein vollkommener. Was natürlich auch in einem turbulenten Hochzeitsfinale des 1. Akts endet.
Da steht das Finale II im "Pariser Leben" natürlich nicht hinten nach: "Es dreht sich, dreht sich das Zimmer".
"Und schneller immer schneller weckt der Wein die heissen Triebe"singen Ganymed, Galathee, Mydas und Pygmalion in Suppees Brindisi "Hell im Glas".
"Kennt ihr die köstlichste der Speisen" singt schliesslich noch Offenbachs Coscoletto und huldigt den Maccaroni, bevor alle fürchten, bei diesem Gelage vergiftet worden zu sein.

So, mehr fallt mir im Moment nicht ein, ich hoff' es hilft dir weiter.

Liebe Grüße


Werner
Poztupimi (05.01.2008, 17:18):
Hallo Ihr Lieben,

wie wäre es nochmal mit Donizetti, L'elisier d'amore?

Wenn Nemorino "Caro elisir! sei mio!" anstimmt und im Folgenden "Oh! buono! Oh! caro! un altro sorso." schwärmt, trinkt er doch nichts anderes als Wein.

Und zu Beginn des zweiten Aktes, umherstehende Dorfbewohner, festlich gedeckter Tisch, und man singt - vermutlich recht fröhlich und angeheitert - "Cantiamo, faccciam brindisi a sposi così amabili.", bzw. Belcore "Per me l'amore e il vino due numi ognor saranno."

Grüße,
Wolfgang
manrico (05.01.2008, 17:27):
Stimmt, und einem geheimnisvollen Aphrodisiakum fallen ja schließlich auch Tristan und Isolde zum Opfer. Die Geschichte zitiert Adina in ihrer ersten Cavatina "Della crudel Isotta".
Poztupimi (05.01.2008, 17:47):
Auch wenn das Wort "Wein" nicht fällt, bei Eichendorff, vertont in Brahms' Tafellied, heißt es

...
Rot und golden sehn wir's blinken
...
Und so füllt man aus den Dingern 's
Glas nicht halb, nein, bis zum Rand.

Viele Grüße,
Wolfgang
Poztupimi (05.01.2008, 18:45):
Da diese CD gerade im CD-Spieler liegt:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KEX4B7JEL._AA240_.jpg

Hier wird zu Beginn des 1. Aktes am Ostersonntag in Frankfurt am Main ordentlich gefeiert, und, diesmal nicht mit Wein, sondern mit Bier!

aus dem Beiheft:

... Bogenschützen und Bürger umringen einen Bierschenk.

1. Gruppe
Hierher ein Glas!
2. Gruppe
Wir wollen zu trinken haben!
1. Gruppe
Ein Hoch -
2. Gruppe
Den Liebessachen!
1. Gruppe
Und den gefäll'gen Mädchen!
2. Gruppe
Hoch! Hoch!
Beide Gruppen zusammen (mit erhobenen Bechern)
Kommt, trinket, lacht und singt!

(natürlich auf italienisch, hier mal die Übersetzung aus besagter CD)

Grüße,
Wolfgang
manrico (05.01.2008, 19:54):
Bevor der Großmeister des Deutschen Ordens Corrado Wallenrod (I Lituani) den Tod findet, singt er noch sein trotzig-blasphemisches Brindisi "Alla tua morte bevo oh crociato".
Und auch der ehemalige evangelische Priester Giosta aus Zandonais (bester) Oper "I cavallieri d'Ekebù" hat sich dem Suff hingegeben und betritt am Weihnachtsabend völlig betrunken die Schenke und verlangt von der Wirtin "Oè! Dell'aquavite!"

Die Banditen aus Ernani eröffnen die Oper mit einem Trinklied "Evviva! Beviam! Nel vino cherchiamo almen un piacer!".
Die spanischen Soldaten in Alzira singen zu Beginn des 2. Akts ihr Trinklied "Meschi, meschi!
Vittoria!".
Attilas Horde ergötzt sich an den abgeschnittenen Köpfen Feinden, trinkt und singt "Del ciel l'immensa volta".
Die Franzosen eröffenen "I vespri siciliani" mit einem Toast auf Frankreich "A te ciel natio".
Zu Beginn des 2. Aktes feiert und trinkt Benvenuto Cellini mit seinen Freunden in der Taverne.
Tilly, die Tochter der Marketenderin, der Schnapslotte, singt ihren Soldaten eine Huldigung auf den Schnaps "Als einst der Kriegsgott nachgedacht, was den Soldaten Freude macht" (J. Strauß: Simplicius)

So, und wenn ich jetzt weiter mache, haltet ihr mich glatt noch für einen Alkoholiker !

Prost :beer
satie (05.01.2008, 20:01):
Lieber Wolfgang, lieber Werner,
ich sehe, Ihr seid Kenner der Materie! So viele wunderbare Beispiele haben wir jetzt schon...da wird das wohl ein größeres Unterfangen...selbstverständlich werde ich im Text dann eine Danksagung an alle unterbringen, die mir hier geholfen haben. Was ich vorhabe zu schreiben, ist im Grunde ein witziger Text, der aber ganz im Tonfall einer wissenschaftlichen Arbeit daherkommt, auch manche Stellen musikalisch analysiert (mit verwegensten Schlussfolgerungen und Unterstellungen). Wenn der Text fertig ist, sollt ihr natürlich alle was davon haben (ich werde ihn dann auf meiner Internetseite unterbringen). Ich bin gespannt, wie viel da wohl noch kommen wird...

Herzlichst dankend,
S A T I E
Poztupimi (05.01.2008, 20:29):
Original von manrico


So, und wenn ich jetzt weiter mache, haltet ihr mich glatt noch für einen Alkoholiker !

Prost :beer

Bewahre, aber für eine ausgewiesenen Kenner auch wenig bekannter Opern - was hier im Forum inzwischen niemand mehr überraschen dürfte!

Ich biete noch dieses:

"So long as we're able and wine' on the table,
Who cares what the troubling day is at?"
(Whores, Roaring Boys)

Aus dem Beiheft dieser CD:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V6MWDR1JL._AA240_.jpg
Strawinsky: The Rake's Progress
McNair, Rolfe-Johnson, Plishka / Saito Kinen Orchestra / Ozawa

Grüße,
Wolfgang
Jürgen (05.01.2008, 21:51):

Original aus der Götterdämmerung

Hagen:
Das Trinkhorn nehmt,
von trauten Frau'n
mit Met und Wein wonnig gefüllt!

Gibichsmannen:
Das Trinkhorn zur Hand,
wie halten wir es dann?

Hagen:
Rüstig gezecht, bis der Rausch euch zähmt!
Alles den Göttern zu Ehren,
daß gute Ehe sie geben!



Kurzkommentar zu Gibichs Mannen: Sogar das Saufen muss man denen erklären, unmündiges Pack!

Übrigens: Bei Hagen's letztem "geben" geht so manchem Hagen die Puste aus. Ausnahme: Gottlob Frick


Grüße
Jürgen
manrico (05.01.2008, 22:11):
Danke Wolfgang

Mit Mefistofele und The Rake's progress würd ich dich aber auch nicht gerade für einen Anfänger in punkto Oper halten :D.

Jetzt hätt' ich aber tatsächlich noch was:

Die Grande-Duchesse de Gerolstein huldigt ihrem Vorfahr, einem begnadeten Trinker mit ihrem "Il etait un de mes aieux".
Und in Offenbachs "Boule de neige" gibt's nicht nur ein Trinklied "Dans ce bois, enchanteurs" sondern auch einen Lunchchor "L'Hospodar nous invite".
Johann und Schmidt huldigen Bacchus am Beginn des 2. Akts von Massenets Werther mit "Vivat Bacchus!"
In der von Jimi angesprochenen Fledermaus gibt's außerdem noch Alfreds "Trinke Liebchen, trinke schnell". Und der Amtsdiener Frosch hat sowieso die gesamte Zeit zu wenig Blut im Alkohol.
In Lortzings Undine gibt's einen Trinkchor (Auf, ihr Zecher).
Mit einer Schenkenszene eröffnet auch Verdis "I masnadieri"
Schlussendlich noch einmal Ponchielli: I promessi sposi. "Il nappo spumante m'invita al piacer", das Trinklied des Rodrigo (sollte jemand einen unliebsamen Zeitgenossen haben, den er von der Oper ganz bestimmt wegbringen möchte, empfehle ich ihm hierfür die Aufnahme dieser Oper unter Frontalini: Schlechter singt nur noch Foster-Jenkins)

Lg

Werner
Poztupimi (05.01.2008, 22:38):
Lieber Werner,

Original von manrico
Danke Wolfgang

Mit Mefistofele und The Rake's progress würd ich dich aber auch nicht gerade für einen Anfänger in punkto Oper halten :D.

Jetzt hätt' ich aber tatsächlich noch was:



Werner

vielen Dank für die Blumen, aber Deine weitere Aufzählung zeigt mir nur noch einmal, welche riesigen, geradezu abgrundtiefe Lücken meine Repertoire-Kenntnisse aufweisen! :I

Wie signiert unser Admin seine Beiträge immer so treffend:

"There is enough music for a life, but not enough life for music"
(Rachmaninov 1942)

In diesem Sinne, viele Grüße,
Wolfgang
Poztupimi (05.01.2008, 23:08):
Dies noch:

E allor sedete, e favelliamo. E intanto
un sorso. È vin di Spagna.
(Riempie il bicchiere e lo porge a Tosca.)
Un sorso per rincorarvi.

In der Übersetzung aus dem Beiheft zur Aufnahme mit Callas, di Stefano, Gobbi / de Sabata (1953):

So nehmt doch Platz und laßt uns plaudern.
Und inzwischen ein Schluck spanischen Wein.
(Er füllt den Becher und reicht ihn Tosca.)
Ein Schlückchen zur Stärkung.

(Und dann geht es wenig später richtig zur Sache :D)

Einen schönen Abend Euch allen,
Wolfgang
nikolaus (05.01.2008, 23:52):
Bei Macbeths gibt es doch auch eine feucht-fröhliche Party, oder?
Und das Trinklied aus La Traviata nicht zu vergessen!

Niko-hicks-laus
Poztupimi (05.01.2008, 23:53):
Schon wieder Wein:

Richard Strauss, Salome (Vierte Szene):

Herodes
Schenkt mir Wein ein!

(Es wird Wein gebracht)

Salome, komm, trink Wein mit mir, einen
köstlichen Wein. Cäsar selbst hat ihn mir
geschickt. Tauche deine kleinen Lippen hinein,
deine kleinen roten Lippen, dann will ich den
Becher leeren.



... Deine Schönheit hat
mich verwirrt. Oh! Oh! Bringt Wein! Mich
dürstet! Salome, Salome, laß uns wie Freunde
zueinander sein! ...



Wer hat meinen Wein getrunken? Es war Wein
in meinem Becher. Er war mit Wein gefüllt. Es
hat ihn jemand ausgetrunken. Gewiß wird
Unheil über einen kommen.

Grüße,
Wolfgang
Poztupimi (05.01.2008, 23:59):
Original von nikolaus
Bei Macbeths gibt es doch auch eine feucht-fröhliche Party, oder?
Und das Trinklied aus La Traviata nicht zu vergessen!

Niko-hicks-laus

Tutti

Sì, Sì, un brindisi.



Alfredo

Libiamo ne' lieti calici

Jimi hatte es glaub' ich genannt.

Grüße,
Wolfgang
Jimi (06.01.2008, 00:28):
Langsam wird es unübersichtlich, ich glaube das hier wurde noch nicht genannt:

In Rossini's "Le Comte Ory" verschafft sich derselbe(Ory nicht Rossini) zusammen mit seinen Rittern,als Pilgerinnen verkleidet :J, Zugang zum Schloss der Gräfin Adele von soundso. Als die Gräfin Milch und Brot servieren lässt, wird sofort der Weinkeller geplündert um das Mahl etwas aufzubessern, es folgt ein zünftiges Trinklied: "Buvons, buvons soudain( Trinken wir, trinken wir rasch! Welch guten Wein besaß doch unser Schlossherr...)
Echt witzig ist wie sich das Trinklied in ein andächtiges Gebet verwandelt als sich jemand vom Schlosspersonal nähert.

Die Musik stammt zwar, wie Werner schon in einem anderen Thread geschrieben hat, zum größten Teil aus "Il Viaggio a Reims" , macht aber trotzdem Spaß.

Ach ja, ist es nicht erstaunlich das ausgerechnet dieses Thema schon so viele Antworten bekommen hat :beer :D

Na dann Prost und gute Nacht

Jimi
Gamaheh (11.01.2008, 15:26):
Lieber Satie,

das klingt ja nach einem interessanten Projekt - mußt Du auch vorher praktische Übungen machen, damit Du das hinterher überzeugend vortragen kannst?

Denkst Du nur an Sachen aus der Klassik, oder suchst Du auch sowas wie "Lucy in the Sky"?

Lieder gibt es ja eine Unmenge, über Wein insbesondere, da fällt mir im Moment aber nur konkret - und ganz vage - das von Brahms vertonte über die Bergischen Soldaten (?) ein, die - wenn ich mich nicht irre - ein zufriedenes Mädel ihrer Kleidung beraubt nach Hause schicken - da kommt auch irgendwas mit Kaffee und Schnaps drin vor. Ich werde es suchen, falls es nicht schon auf Deiner Liste ist.

Nun habe ich hier auch noch gelernt, daß der C-A-F-F-E-E-Kanon einen Komponisten hat! (Das ist doch der mit dem "Türkentrank"?)

Beste Grüße,
Gamaheh
satie (11.01.2008, 15:30):
Liebe Gamaheh,
ja, eigentlich dachte ich schon an klassische Sachen, allerdings bieten vielleicht Songs wie Purple Haze etc. gerade bei den Drogen die besser brauchbaren Quellen (all zu viel dürfte da in der Klassik nicht zu finden sein).
Der Brahms würde mich interessieren. Wenn Du da mehr finden kannst, wäre das wunderbar!

Herzliche Grüße,
S A T I E
Gamaheh (11.01.2008, 16:27):
Original von Satie
Der Brahms würde mich interessieren. Wenn Du da mehr finden kannst, wäre das wunderbar!
S A T I E

Lieber Satie,

ich bin bei http://www.recmusic.org/lieder/ gleich fündig geworden; das Lied trägt den unschuldigen Titel "Ich stand auf hohem Berge":

Anonym
Ich stand auf hohem Berge,
schaut' hin und schaut' her,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
zwei, drei wohl bei ihr steh'n.

Der Erste war ein Maurer,
der Zweite ein Zimmermann,
und der Dritte, das war ein Husare,
und der Dritte, das war ein Husare,
den wollt' das Mädchen han.

Er führt das schöne Mädchen
in's Wirsthaus hinein,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
versoffen müssen sie sein.

Versoffen sind die Kleider,
kein Geld ist mehr da.
Ei so muß das schöne Mädchen,
ei so muß das schöne Mädchen
bei der Nacht nach Hause geh'n.

Ach Mutter, liebe Mutter,
das war ja mein' Freud'.
Denn die Bergischen Husaren,
denn die Bergischen Husaren
sind kreuzbrave Leut'!

Geh'n Abend spät schlafen,
stehn Morgens früh auf,
und da trinken sie ihren Kaffee,
und da trinken sie ihren Kaffee,
Glas Branntwein darauf.

Grüße,
Gamaheh
nikolaus (11.01.2008, 19:45):
Original von Gamaheh
Original von Satie
Der Brahms würde mich interessieren. Wenn Du da mehr finden kannst, wäre das wunderbar!
S A T I E

Lieber Satie,

ich bin bei http://www.recmusic.org/lieder/ gleich fündig geworden; das Lied trägt den unschuldigen Titel "Ich stand auf hohem Berge":

Anonym
Ich stand auf hohem Berge,
schaut' hin und schaut' her,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
zwei, drei wohl bei ihr steh'n.

Der Erste war ein Maurer,
der Zweite ein Zimmermann,
und der Dritte, das war ein Husare,
und der Dritte, das war ein Husare,
den wollt' das Mädchen han.

Er führt das schöne Mädchen
in's Wirsthaus hinein,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
versoffen müssen sie sein.

Versoffen sind die Kleider,
kein Geld ist mehr da.
Ei so muß das schöne Mädchen,
ei so muß das schöne Mädchen
bei der Nacht nach Hause geh'n.

Ach Mutter, liebe Mutter,
das war ja mein' Freud'.
Denn die Bergischen Husaren,
denn die Bergischen Husaren
sind kreuzbrave Leut'!

Geh'n Abend spät schlafen,
stehn Morgens früh auf,
und da trinken sie ihren Kaffee,
und da trinken sie ihren Kaffee,
Glas Branntwein darauf.

Grüße,
Gamaheh

Tse, tse, das sind ja Zustände! :B
satie (13.01.2008, 17:00):
Meine Lieben,
die Arbeit ist geschrieben und kann ab sofort unter
www.nils-guenther.de/tobacco_tobacco_musik_und_genussmittel.pdf
abgerufen werden.
Poztupimi (14.01.2008, 21:10):
Lieber Satie,

Original von Satie
Meine Lieben,
die Arbeit ist geschrieben und kann ab sofort unter
www.nils-guenther.de/tobacco_tobacco_musik_und_genussmittel.pdf
abgerufen werden.

wie ich beim Überfliegen sehe - ich hatte noch nicht die Muße, es konzentriert komplett zu lesen -, ist es Dir ja gelungen, doch noch einiges zu den Genuß- oder Suchtmitteln über den Alkohol hinaus zu finden.
Laßt uns also jetzt mit Genuß lesen!

Viele Grüße,
Wolfgang
Cetay (inaktiv) (14.01.2008, 22:35):
Original von Nils
Der Zweivierteltakt ist als typische
Taktart für Musik einzustufen, die unter dem Einfluss von Genussmitteln steht (dies wird noch
näher erläutert), da unter dem Einfluss besagter Substanzen gewisse algebraische Fähigkeiten stark
eingeschränkt sein können und, einhergehend mit dem „Tunnelblick“ oft eine weitere
Fehlsichtigkeit anzutreffen ist, welche den Alkoholkonsumenten halluzinieren und Dinge in
verdoppelter Anzahl wahrnehmen lässt.
:rofl

Eine sehr unterhaltsame Abhandlung, aber in der B-Note gibt es Abzüge für das Fehlen des Opium (naja, ok, nicht unbedingt ein Genussmittel) samt der Mutter aller trippy Musik, der Symphonie phantastique.

Originalprogramm von Berlioz 1855
Ein junger Musiker von krankhafter Phantasie hat sich in einem Anfalle verliebter Verzweiflung mit Opium vergiftet. Zu schwach, den Tod herbeizuführen, versenkt ihn die narkotische Dosis in einen langen Schlaf, den die seltsamsten Visionen begleiten. In diesem Zustand geben sich seine Empfindungen, seine Gefühle und Erinnerungen durch musikalische Bilder in seinem kranken Gehirne kund. Die Geliebte selbst wird für ihn zur Melodie, gleichsam zu einer fixen Idee, die er überall wiederfindet, überall hört.

:hello Jochen
satie (15.01.2008, 09:01):
Lieber Jochen,
Du hast Recht. Aber ich habe die Drogen bewusst weggelassen, aus zwei Gründen: einerseits gibt es zum Thema Musik und Drogen tatsächlich genügend Schriften (ernsthafte wie humorvollere), also brauchte ich da nicht unbedingt auch noch etwas beisteuern. Andererseits war mein Text so schon 17 Seiten lang, und da er eventuell auch als Vortrag vor einem nichtsahnenden Fachpublikum gedacht war, sollte er nicht zu lang werden.
Ich freue mich, dass er Dir gefallen hat.

Herzliche Grüße,
S A T I E
Gamaheh (16.01.2008, 16:11):
Lieber Satie,

das ist mal wieder ein echter Satie - eine wahrhaft gelehrte Arbeit (und dazu noch unterhaltsam!).

Schade nur, daß Du die Materialsammlung so früh abgebrochen hast, da wäre sicher im Laufe der Zeit noch einiges zusammengekommen.

Danke, daß Du das Hoffmann-Zitat vervollständigt hast. Ich meine, es ist im selben Text, daß er auch Theorien über den wohltuenden Einfluß von geistigen Getränken auf die schöpferische Tätigkeit von Dichtern und Komponisten äußert, mit einer Zuordnung von verschiedenen Weinen und musikalischen Gattungen, und insbesondere auf die beflügelnde Wirkung der Feuerzangenbowle eingeht .

Wenn Du mal einen wirklich süffigen Text über Völlerei suchst, empfehle ich das "Gastmahl des Trimalchio" aus Petrons Satyricon. Vielleicht würde Dich das sogar zu einer Komposition inspirieren, mit einem großen Solo für Kontrafagott!

Darauf einen Underberg!

Und Grüße.
Gamaheh
satie (16.01.2008, 16:24):
Dankesehr, Gamaheh!

Ist witzig, dass Du das Satyricon erwähnst. Es ist eines meiner Lieblingsbücher, gerade diese Orgie ist einfach toll. Leider verfolge ich als Komponist eine völlig andere Ästhetik, daher wird das wohl nichts. In meinen wilden Jahren hatte ich aber mal ein Stück geschrieben, der Titel war "Tafelmusik", bei dem die Musiker keine Musiker waren, sondern essende Menschen an einem Tisch, mit Kontaktmikrophonen am Hals und am Tisch. Das Stück bestand nur aus den Essgeräuschen. Wegen dieses Stücks wurde ich fast enterbt und verstoßen... Das waren noch Zeiten...
Gamaheh (16.01.2008, 16:32):
Original von Satie
Dankesehr, Gamaheh!
In meinen wilden Jahren hatte ich aber mal ein Stück geschrieben, der Titel war "Tafelmusik", bei dem die Musiker keine Musiker waren, sondern essende Menschen an einem Tisch, mit Kontaktmikrophonen am Hals und am Tisch. Das Stück bestand nur aus den Essgeräuschen. Wegen dieses Stücks wurde ich fast enterbt und verstoßen... Das waren noch Zeiten...

Das würde ich schon gern mal hören ...
Sarastro (15.03.2008, 22:46):
Lieber Satie,
gerade eben stoße ich auf diesen amüsanten Faden. Abgesehen von Don Giovannis Champagner-Arie, die ja hier schon erwähnt wurde, fallen mir spontan zwei Sachen ein: Einmal das Duett in der Entführung aus dem Serail, zweiter Akt, Nr. 14:
Pedrillo: Vivat Bachus, Bachus lebe, Bachus war ein braver Mann.
Osmin: Ob ich´s wage? Ob ich trinke, ob´s wohl Allah sehen kann?
Pedrillo: Was hilft das Zaudern? Hinunter, hinunter, nicht lange gefragt.
O: Nun wär´s geschehen, nun wär´s hinunter,
das heiß´ ich gewagt!
(Nach dem Loblied auf die Mädchen, die blonden, die braunen, heißt es dann)
P+O: Das schmeckt trefflich/herrlich! Ach, das heiß´ ich Göttertrank!
Vivat Bachus, Bachus lebe, Bachus, der den Wein erfand!


Dann gibt es zum Thema Wein den grandiosen, genialen großen Chor in Haydns Jahreszeiten, natürlich im "Herbst", Nr. 28:
Juchhe, juchhe! der Wein ist da,
die Tonnen sind gefüllt, nun laßt uns fröhlich sein,
und juchhe, juchhe, juch (so!)! aus vollem Halse schrein!
Laßt uns trinken! trinket Brüder, laßt uns fröhlich sein!
Laßt uns singen! singet alle, laßt uns fröhlich sein!
Juchhe, juchhe, juch! es lebe der Wein!
Es lebe das Land, wo er uns reift!
Juchhe, juch! Es lebe der Wein!
Es lebe das Faß, das ihn verwahrt! (Juchhe, juch! Es lebe der Wein!)
Es lebe der Krug, woraus er fließt! (Juchhe, juch! Es lebe der Wein! ...)
Kommt, ihr Brüder! Füllt die Kannen, leert die Becher, laßt uns fröhlich sein!
(...)
Nun tönen die Pfeifen und wirbelt die Trommel, und wirbelt, und wirbelt die Trommel.
Hier kreischet die Fiedel, da schnarret die Leier,
und dudelt der Bock, und dudelt, und dudelt der Bock.
Schon hüpfen die Kleinen und springen, und springen, und springen die Knaben,
dort fliegen die Mädchen, im Arme der Bursche (so!), den ländlichen Reihn (so!).
Heisa, hopsa, laßt uns hüpfen! Ihr Brüder kommt!
Die Kannen füllt, die Kannen füllt!
Laßt uns tanzen!
Die Becher leert, die Becher leert!
(...)
Jauchzet, lärmet, jauchzet, lärmet!
Tanzet, lachet, singe, lärmet!
(...)
Nun fassen wir den letzten Krug,
und singen dann im vollen Chor dem freudenreichen Rebensaft:
Heisasa, hei, juchhe, juch, hopsasa, ho, juchhe, juch, heisasa, juch!
Es lebe der Wein, der edle Wein, der Grillen und Harm verscheucht!
Sein Lob ertöne laut und hoch in tausendfachen Jubelschall!
Heida, laßt uns fröhlich sein (...)
und juchhe, juchhe, juch! aus vollem Halse schrein (...), juch, juch!

Wahrlich eine Apotheose des Weines, wie sie ihresgleichen sucht!
Man muß diese Musik natürlich unmittelbar hören und auf sich wirken lassen, der Text allein ist kein Ersatz ... H.E. Jacob in seiner Haydnbiographie S.348 schreibt dazu sehr lebhaft: "Wir sehen, wie der Alkohol in die Pfeifen, Fiedeln und Trommeln hineinläuft. Trunkene Polyphonie regiert. Unten sorgt eine feste Fuge dafür, daß die Dinge vertikal bleiben - oben liegt das Winzervolk bereits horizontal über seinen Stühlen".
(Ob Haydn dieses "geniale Bacchanal" wirklich als seiner Feder unwürdig gehaßt hat, wie Jacob meint, weiß ich nicht, wenngleich er die "Schöpfung" bekanntlich über die Jahreszeiten stellte).

Herzliche Grüße,
und viel Erfolg und Inspiration für Dein Unternehmen,
Sarastro
Sarastro (22.03.2008, 16:41):
Lieber Satie,
bei der Durchsicht der Bach-Edition „Soli Deo Gloria“ (Edition History), die ich gerade erst heute erhalten habe, entdecke ich die in diesem Thread, glaube ich, nicht erwähnte Arie für Gesangstimme und Basso continuo "So oft ich meine Tabakspfeife mit gutem Knaster angefüllt" BWV 515 (Aufnahme mit dem Tenor Gérard Souzay aus dem Jahr 1950). Text und Noten dieses erbaulich-beschaulichen sechsstrophigen Stückes habe ich dann unter http://www.kantorei-noten.de/pdf/ges/bach-tabakspfeife.pdf
gefunden.
Für Deine Zwecke, falls Du nicht ohnehin schon darauf gestoßen bist, kommt es vermutlich schon zu spät, und von orgiastischer Stimmung kann hier natürlich ohnehin keine Rede sein, aber zum Thema "Tobacco" paßt es allemal.

Mit österlichen Grüßen,
Sarastro
satie (22.03.2008, 20:08):
Lieber Sarastro,
vielen Dank für die ergänzenden Informationen, die hier trotz des bereits fertiggestellten Artikels gut aufgehoben sind. Ich bin immer interessiert an solcherlei Kuriositäten, wie man wahrscheinlich schon zur Genüge bemerkt haben dürfte. Also: immer her damit, wenn weiteres Material gesichtet wird!

Herzliche Grüße,
S A T I E
JuSaBe (19.10.2012, 17:49):
Hallo ihr Lieben,

schönes Thema habt ihr in diesem Forum!

Ich bin auf der Suche nach dem Klavierauszug von dem Schwipslied "Ah quel diner je viens de faire" aus La Perichole von Offenbach. Leider ist das etwas schwer zu finden - hat jemand eine Idee, oder hat sogar jemand vielleicht den Auszug?

Gruß