Tzimon Barto XXL

Rolf Scheiwiller (24.03.2006, 13:34):
Tag zusammen.

Eine Sendung für unsere Klavierexperten. Oder eher doch nicht?

HEUTE 24. März Bayern Beginn 01.05

Tzimon Barto - Weltbürger XXL

Pianist zwischen Lyrik und Bodybuilding.


Gruss Rolf.


PS. Wenn ich mich nicht täusche wurde diese Sendung schon einmal ausgestrahlt.
AcomA (24.03.2006, 15:53):
hallo Rolf,

danke für den tip.

gruß, siamak :)
josquin (24.03.2006, 16:03):
Original von Rolf Scheiwiller
Tag zusammen.

Eine Sendung für unsere Klavierexperten. Oder eher doch nicht?

HEUTE 24. März Bayern Beginn 01.05

Tzimon Barto - Weltbürger XXL

Pianist zwischen Lyrik und Bodybuilding.


Gruss Rolf.


PS. Wenn ich mich nicht täusche wurde diese Sendung schon einmal ausgestrahlt.

Danke auch! :beer

Norbert
aus Bayern
Rolf Scheiwiller (24.03.2006, 17:05):
ENTSCHULDIGUNG.


Der Bayrische Rundfunk hat die Sendung aus dem Programm genommen!


Bruno Jonas macht eine Spezialsendung..

Hab gerade noch mal Teletex geschaut.

Rolf.
josquin (24.03.2006, 17:24):
Original von Rolf Scheiwiller
ENTSCHULDIGUNG.


Der Bayrische Rundfunk hat die Sendung aus dem Programm genommen!


Bruno Jonas macht eine Spezialsendung..

Hab gerade noch mal Teletex geschaut.

Rolf.

01:10
Tzimon Barto - Weltbürger XXL
Pianist zwischen Lyrik und Bodybuilding
Film von Michael Valentin

02:10
Planet Erde
Arktis: Canada

02:10
Auffahrt Nockherberg
Paulaner Solo Kabarett
Präsentiert von Bruno Jonas

03:15
Space-Night
Alpha bis Omega
Die Erde erwacht
Space-Cowboys Mercury

Hallo Rolf,
auf der Seite des BR ?(

Gruß
Norbert
nikolaus (24.05.2006, 23:06):
Ja so bin ich, ich mache immer alles, was man mir sagt :wink!

Nein, Spaß bei Seite, die neue Aufnahme von Tzimon Barto mit "Keybord Jewels by Jean-Philippe Rameau" liegt mir wirklich am Herzen, deshalb ein paar Worte dazu:

Bisher habe ich Tzimon Barto nur einmal gehört, sogar live mit dem 3. Klavierkonzert von Prokofiev in der Kölner Philharmonie. Ich erinnere mich nicht mehr sehr gut an das Konzert, mit anderen Worten: es wird gut, aber nicht "überragend" gewesen sein.
Umso mehr überrascht mich diese aktuelle Aufnahme. Ich gebe zu, daß ich sie mehr oder minder blind/taub bestellt habe, alleine aufgrund positiver und v.a. interessanter Kritiken. Zudem fand ich das Cover sehr anziehend (ich kann halt Erdbeeren nicht widerstehen...)
Was ich dann beim ersten Anhören zu Ohren bekam, ist einfach gigantisch: unendlich feinfühlig, sanft und wunderschön in sich gekehrt und sehr individuell/persönlich spielt Barto diese Stücke von Rameau. Für mich pure Schönheit und Ästhetik.
Ich besitze auch eine Rameau-Aufnahme mit Alexandre Tharaud. Zum Teil haben beide die gleichen Stücke eingespielt, aber sie können sich unterschiedlicher fast nicht anhören. Da beide sehr gut sind, finde ich es ungeheuer faszinierend, was für andere Eindrücke man jeweils bekommt. Schade, daß ich sowenig vom Klavierspielen verstehe :I

Kurz: für mich eine Aufnahme für die Insel!! :down

Nikolaus im .. Himmel :engel
Rachmaninov (25.05.2006, 11:10):
Hallo,

den o.g. Film hatte ich letztlich, allerdings nur teilweise, gesehen!

Der Mann widerspricht fast völlig dem was und wie man sich einem Pianisten so "normalerweise" vorstellt.

Irgendwie eine "Type", aber sicherlich eine Intelektueller.
Wenn ich es richtig im Kopf habe lernt er gerade 2 weitere Sprachen und schreibt seit Jahren ein einer Sammlung von Schriften. Romanen und so weiter.

Mal sehen, Rameau gefällt mir eh, vielleicht werde ich ja schwach und bestelle mir die Aufnahme wenn sie hier so gelobt wird :cool
Rachmaninov (19.08.2006, 17:05):
Mittlerweile habe ich nun mehrfach die Rameau Aufnahme Tzimon Barto gehört.



Eine wirklich vorzügliche Aufnahme mit wundervollen Werken und einem ganz feinen innigen Klavierspiel bei dem man die Sorgfalt und die Zuneigung des Pianisten hören kann.

Wenn man diesen kantigen durchtrainierten Pianisten sieht kann man sich kaum vorstellen, daß er diese Töne erzeugt



Dabei muß ich immer an den angesprochenen Film denken. Da gab es eine Szene in der Tzimon über "Anschlagskultur" spricht

Danke an Nikolaus das er auf die Aufnahme aufmerksam gemacht hatte! :thanks

Man darf gespannt sein was noch von ihm zu hören ist!
Carola (19.08.2006, 17:17):
Original von Rachmaninov
Mittlerweile habe ich nun mehrfach die Rameau Aufnahme Tzimon Barto gehört.



Eine wirklich vorzügliche Aufnahme mit wundervollen Werken und einem ganz feinen innigen Klavierspiel bei dem man die Sorgfalt und die Zuneigung des Pianisten hören kann.



Ich sehe schon, diese CD muss ich auch haben, so, wie Ihr einem hier den Mund wässrig macht. Schon die Früchte sehen aber auch zu lecker aus. :J

Carola
Jeremias (19.08.2006, 17:27):
@ Carola: Ich bin kein Fan von Barto, aber diese CD ist vorzüglich! Ob diese leckeren wilden Erdbeeren dazu beigetragen haben? :haha
Walter (19.08.2006, 18:17):
@Carola: ich kann mich nur anschließen - ich bin mir sicher, Dir wird die CD gefallen! Richard hat nicht übertrieben.
Rachmaninov (20.02.2007, 17:37):
@Forianer,

irre ich mich oder hat Tzimon Barto seit der grandiosen Rameau Aufnahe aus dem Jahr 2004 keine weitere Aufnahme veröffentlicht?
nikolaus (20.02.2007, 21:46):
Original von Rachmaninov
@Forianer,

irre ich mich oder hat Tzimon Barto seit der grandiosen Rameau Aufnahe aus dem Jahr 2004 keine weitere Aufnahme veröffentlicht?

Du irrst dich ein bißchen: die Rameau-Aufnahme stammt aus dem Jahr 2005, erschienen ist sie dann 2006.
Also kann man ihm noch ein wenig Zeit lassen :wink ...
Ausserdem hat er wohl noch viele andere künstlerische Interessen!

Nikolaus.
Rachmaninov (21.02.2007, 06:40):
Original von nikolaus
Original von Rachmaninov
@Forianer,

irre ich mich oder hat Tzimon Barto seit der grandiosen Rameau Aufnahe aus dem Jahr 2004 keine weitere Aufnahme veröffentlicht?

Du irrst dich ein bißchen: die Rameau-Aufnahme stammt aus dem Jahr 2005, erschienen ist sie dann 2006.
Also kann man ihm noch ein wenig Zeit lassen :wink ...
Ausserdem hat er wohl noch viele andere künstlerische Interessen!

Nikolaus.

Oh ja, ein riesen Programm absolviert dieser Mensch! Sprachen, Literatur .... kaum zu glauben wenn man ihn so sieht :wink
ab (23.03.2007, 11:32):
Schon gehört?

Tzimon Barto: Werke von M. Ravel (ondine)

Sogar von Peter Cossé hier mit Höchstnote versehen.

http://www.klassik-heute.de/covers/9/18152g.jpg
AcomA (24.03.2007, 12:11):
lieber ab,

diese aufnahme muss ich mir besorgen ! danke für den hinweis.

gruß, siamak
HenningKolf (01.12.2007, 10:17):
Weil ich die wunderbare Rameau-Aufnahme erst jetzt für mich entdeckt habe, habe ich auch jetzt erst mein Interesse für die Person Barto entdeckt und daraufhin einen Artikel aus dem FF-Archiv, auf das ich als Abonnent Zugriff habe, gelesen.

Teilweise schon recht skuril, so dass ich mich schon gefragt habe, ob das alles völlig ernst gemeint ist...


Kostprobe: "Ich arbeite seit 15 Jahren an einem
Werkzyklus, der etwa 3.000 Seiten umfasst.
Darunter zwölf Romane. Der erste
davon, die 600-Seiten-Satire über eine
amerikanische Kleinstadt, ist jetzt in den
Händen eines Berliner Literaturagenten.
Sämtliche der insgesamt 3.367 Gedichte,
Prosa-Segmente und Texte sind schon
geschrieben, nur die Revidierungen werden
noch 15 bis 20 Jahre dauern."

Alte Musik wie Rameau spiele er erst jetzt, weil man mit Rachmaninov Mädchen wesentlich mehr beeindrucken könne, deshalb habe er früher halt "laut und schnell" gespielt.

Jetzt möchte er sich mit Couperin und Haydn, aber auch mit Cage und Ives beschäftigen, vielleicht auch mit Schubert...........ich warte!!

Allerdings sei die Musik nicht mehr Mittelpunkt seines Interesses, er schreibe jeden Tag 6 Stunden, übe aber nur zwei am Klavier.


Für Spielerei mit dem Interviewer/Kokketerie halte ich dann wieder solche Bemerkungen wie die, dass er jeden Tag 30 Minuten Bodybuilding trainiere, genau wie er jeden Tag Homer lese

Auch wenn ein Hang zur expressiven Individualität unverkennbar ist, unterscheidet ihn diese Aussage glücklicherweise von Herrn Gould.

"Kann man nur gut spielen, was man
gerne hat?"
TB "Sonst jedenfalls sollte man es nicht
spielen wollen. Aber man kann sich ändern.
Heute zum Beispiel gefallen mir......."

Beethoven, den Barto nicht favorisiert, wird er deswegen wohl nicht mehr einspielen. Gut so, sollte er dann wirklich denen überlassen, denen der Komponist zusagt!

Größter Pianist sei für ihn Horowitz, obwohl er "auch apollinische Musik stets auf dionysische Weise gespielt habe". Argerich sei großartig, auch Pletnew hier und da. Von den jüngeren Kollegen gefielen ihm Vladar und Mustonen.

Mustonen? Nun ja, der ist bei Ondine unter Vertrag, genau wie Barto selbst. Verstärkt meinen Eindruck: Interessante Persönlichkeit, aber man muss schon fragen, ob alle Aussagen immer 100% ernst gemeint sind....

Gruss Henning
Rachmaninov (01.12.2007, 16:09):
Original von HenningKolf

Teilweise schon recht skuril, so dass ich mich schon gefragt habe, ob das alles völlig ernst gemeint ist...


Kostprobe: "Ich arbeite seit 15 Jahren an einem
Werkzyklus, der etwa 3.000 Seiten umfasst.
Darunter zwölf Romane. Der erste
davon, die 600-Seiten-Satire über eine
amerikanische Kleinstadt, ist jetzt in den
Händen eines Berliner Literaturagenten.
Sämtliche der insgesamt 3.367 Gedichte,
Prosa-Segmente und Texte sind schon
geschrieben, nur die Revidierungen werden
noch 15 bis 20 Jahre dauern."


Er meint das sehr ernst! Es gibt einen Film über ihn, der Mann meint was er da von sich gibt.
nikolaus (24.05.2006, 23:06):
Ja so bin ich, ich mache immer alles, was man mir sagt :wink!

Nein, Spaß bei Seite, die neue Aufnahme von Tzimon Barto mit "Keybord Jewels by Jean-Philippe Rameau" liegt mir wirklich am Herzen, deshalb ein paar Worte dazu:

Bisher habe ich Tzimon Barto nur einmal gehört, sogar live mit dem 3. Klavierkonzert von Prokofiev in der Kölner Philharmonie. Ich erinnere mich nicht mehr sehr gut an das Konzert, mit anderen Worten: es wird gut, aber nicht "überragend" gewesen sein.
Umso mehr überrascht mich diese aktuelle Aufnahme. Ich gebe zu, daß ich sie mehr oder minder blind/taub bestellt habe, alleine aufgrund positiver und v.a. interessanter Kritiken. Zudem fand ich das Cover sehr anziehend (ich kann halt Erdbeeren nicht widerstehen...)
Was ich dann beim ersten Anhören zu Ohren bekam, ist einfach gigantisch: unendlich feinfühlig, sanft und wunderschön in sich gekehrt und sehr individuell/persönlich spielt Barto diese Stücke von Rameau. Für mich pure Schönheit und Ästhetik.
Ich besitze auch eine Rameau-Aufnahme mit Alexandre Tharaud. Zum Teil haben beide die gleichen Stücke eingespielt, aber sie können sich unterschiedlicher fast nicht anhören. Da beide sehr gut sind, finde ich es ungeheuer faszinierend, was für andere Eindrücke man jeweils bekommt. Schade, daß ich sowenig vom Klavierspielen verstehe :I

Kurz: für mich eine Aufnahme für die Insel!! :down

Nikolaus im .. Himmel :engel
Rachmaninov (25.05.2006, 11:10):
Hallo,

den o.g. Film hatte ich letztlich, allerdings nur teilweise, gesehen!

Der Mann widerspricht fast völlig dem was und wie man sich einem Pianisten so "normalerweise" vorstellt.

Irgendwie eine "Type", aber sicherlich eine Intelektueller.
Wenn ich es richtig im Kopf habe lernt er gerade 2 weitere Sprachen und schreibt seit Jahren ein einer Sammlung von Schriften. Romanen und so weiter.

Mal sehen, Rameau gefällt mir eh, vielleicht werde ich ja schwach und bestelle mir die Aufnahme wenn sie hier so gelobt wird :cool
Rachmaninov (19.08.2006, 17:05):
Mittlerweile habe ich nun mehrfach die Rameau Aufnahme Tzimon Barto gehört.



Eine wirklich vorzügliche Aufnahme mit wundervollen Werken und einem ganz feinen innigen Klavierspiel bei dem man die Sorgfalt und die Zuneigung des Pianisten hören kann.

Wenn man diesen kantigen durchtrainierten Pianisten sieht kann man sich kaum vorstellen, daß er diese Töne erzeugt



Dabei muß ich immer an den angesprochenen Film denken. Da gab es eine Szene in der Tzimon über "Anschlagskultur" spricht

Danke an Nikolaus das er auf die Aufnahme aufmerksam gemacht hatte! :thanks

Man darf gespannt sein was noch von ihm zu hören ist!
Carola (19.08.2006, 17:17):
Original von Rachmaninov
Mittlerweile habe ich nun mehrfach die Rameau Aufnahme Tzimon Barto gehört.



Eine wirklich vorzügliche Aufnahme mit wundervollen Werken und einem ganz feinen innigen Klavierspiel bei dem man die Sorgfalt und die Zuneigung des Pianisten hören kann.



Ich sehe schon, diese CD muss ich auch haben, so, wie Ihr einem hier den Mund wässrig macht. Schon die Früchte sehen aber auch zu lecker aus. :J

Carola
Jeremias (19.08.2006, 17:27):
@ Carola: Ich bin kein Fan von Barto, aber diese CD ist vorzüglich! Ob diese leckeren wilden Erdbeeren dazu beigetragen haben? :haha
Walter (19.08.2006, 18:17):
@Carola: ich kann mich nur anschließen - ich bin mir sicher, Dir wird die CD gefallen! Richard hat nicht übertrieben.
Rachmaninov (20.02.2007, 17:37):
@Forianer,

irre ich mich oder hat Tzimon Barto seit der grandiosen Rameau Aufnahe aus dem Jahr 2004 keine weitere Aufnahme veröffentlicht?
nikolaus (20.02.2007, 21:46):
Original von Rachmaninov
@Forianer,

irre ich mich oder hat Tzimon Barto seit der grandiosen Rameau Aufnahe aus dem Jahr 2004 keine weitere Aufnahme veröffentlicht?

Du irrst dich ein bißchen: die Rameau-Aufnahme stammt aus dem Jahr 2005, erschienen ist sie dann 2006.
Also kann man ihm noch ein wenig Zeit lassen :wink ...
Ausserdem hat er wohl noch viele andere künstlerische Interessen!

Nikolaus.
Rachmaninov (21.02.2007, 06:40):
Original von nikolaus
Original von Rachmaninov
@Forianer,

irre ich mich oder hat Tzimon Barto seit der grandiosen Rameau Aufnahe aus dem Jahr 2004 keine weitere Aufnahme veröffentlicht?

Du irrst dich ein bißchen: die Rameau-Aufnahme stammt aus dem Jahr 2005, erschienen ist sie dann 2006.
Also kann man ihm noch ein wenig Zeit lassen :wink ...
Ausserdem hat er wohl noch viele andere künstlerische Interessen!

Nikolaus.

Oh ja, ein riesen Programm absolviert dieser Mensch! Sprachen, Literatur .... kaum zu glauben wenn man ihn so sieht :wink
ab (23.03.2007, 11:32):
Schon gehört?

Tzimon Barto: Werke von M. Ravel (ondine)

Sogar von Peter Cossé hier mit Höchstnote versehen.

http://www.klassik-heute.de/covers/9/18152g.jpg
AcomA (24.03.2007, 12:11):
lieber ab,

diese aufnahme muss ich mir besorgen ! danke für den hinweis.

gruß, siamak
HenningKolf (01.12.2007, 10:17):
Weil ich die wunderbare Rameau-Aufnahme erst jetzt für mich entdeckt habe, habe ich auch jetzt erst mein Interesse für die Person Barto entdeckt und daraufhin einen Artikel aus dem FF-Archiv, auf das ich als Abonnent Zugriff habe, gelesen.

Teilweise schon recht skuril, so dass ich mich schon gefragt habe, ob das alles völlig ernst gemeint ist...


Kostprobe: "Ich arbeite seit 15 Jahren an einem
Werkzyklus, der etwa 3.000 Seiten umfasst.
Darunter zwölf Romane. Der erste
davon, die 600-Seiten-Satire über eine
amerikanische Kleinstadt, ist jetzt in den
Händen eines Berliner Literaturagenten.
Sämtliche der insgesamt 3.367 Gedichte,
Prosa-Segmente und Texte sind schon
geschrieben, nur die Revidierungen werden
noch 15 bis 20 Jahre dauern."

Alte Musik wie Rameau spiele er erst jetzt, weil man mit Rachmaninov Mädchen wesentlich mehr beeindrucken könne, deshalb habe er früher halt "laut und schnell" gespielt.

Jetzt möchte er sich mit Couperin und Haydn, aber auch mit Cage und Ives beschäftigen, vielleicht auch mit Schubert...........ich warte!!

Allerdings sei die Musik nicht mehr Mittelpunkt seines Interesses, er schreibe jeden Tag 6 Stunden, übe aber nur zwei am Klavier.


Für Spielerei mit dem Interviewer/Kokketerie halte ich dann wieder solche Bemerkungen wie die, dass er jeden Tag 30 Minuten Bodybuilding trainiere, genau wie er jeden Tag Homer lese

Auch wenn ein Hang zur expressiven Individualität unverkennbar ist, unterscheidet ihn diese Aussage glücklicherweise von Herrn Gould.

"Kann man nur gut spielen, was man
gerne hat?"
TB "Sonst jedenfalls sollte man es nicht
spielen wollen. Aber man kann sich ändern.
Heute zum Beispiel gefallen mir......."

Beethoven, den Barto nicht favorisiert, wird er deswegen wohl nicht mehr einspielen. Gut so, sollte er dann wirklich denen überlassen, denen der Komponist zusagt!

Größter Pianist sei für ihn Horowitz, obwohl er "auch apollinische Musik stets auf dionysische Weise gespielt habe". Argerich sei großartig, auch Pletnew hier und da. Von den jüngeren Kollegen gefielen ihm Vladar und Mustonen.

Mustonen? Nun ja, der ist bei Ondine unter Vertrag, genau wie Barto selbst. Verstärkt meinen Eindruck: Interessante Persönlichkeit, aber man muss schon fragen, ob alle Aussagen immer 100% ernst gemeint sind....

Gruss Henning
Rachmaninov (01.12.2007, 16:09):
Original von HenningKolf

Teilweise schon recht skuril, so dass ich mich schon gefragt habe, ob das alles völlig ernst gemeint ist...


Kostprobe: "Ich arbeite seit 15 Jahren an einem
Werkzyklus, der etwa 3.000 Seiten umfasst.
Darunter zwölf Romane. Der erste
davon, die 600-Seiten-Satire über eine
amerikanische Kleinstadt, ist jetzt in den
Händen eines Berliner Literaturagenten.
Sämtliche der insgesamt 3.367 Gedichte,
Prosa-Segmente und Texte sind schon
geschrieben, nur die Revidierungen werden
noch 15 bis 20 Jahre dauern."


Er meint das sehr ernst! Es gibt einen Film über ihn, der Mann meint was er da von sich gibt.
Heike (08.04.2010, 19:13):
Ich habe mir unlängst diese CD gekauft:



Ich mag Rameau sehr, und Barto spielt ihn meiner Meinung nach ganz großartig, sinnlich und sehr weit weg von jeglichen Cembalo-Erinnerungen, die ich daran habe (wobei ich Rameau auf dem cembalo auch schon ziemlich gut gehört habe - aber man meint, das wäre ganz andere Musik). Viele kleine liebevolle Details hört man bei Barto. Und ich versenke mich richtig tief in die mitunter melancholische Stimmung und träume vor mich hin. Gefällt mir sehr gut, dieses fließende Spiel.

Ich überlege, ob ich mir jetzt als nächstes Ravel oder doch lieber Haydn mit Barto kaufen sollte - reizen würde mich eher Haydn - kennt jemand die CD?
Heike
nikolaus (08.04.2010, 22:16):
Liebe Heike,

Bartos Haydn kenne ich zwar nicht, aber in seine Ravel-Aufnahme habe ich 'reingehört: sie konnte mich gar nicht überzeugen, er gestaltet dort sehr unausgewogen (? mir fehlt mal wieder das richtige Wort).
In grauer Vorzeit in diesem Forum sind die eine oder andere Meinung dazu gepostet worden, ich finde sie nur gerade nicht.

Seinen Rameau mag ich auch sehr gerne, und sein Haydn würde mich auch interessieren. Also, wenn Du Dich für letztere entscheidest: berichte bitte!

Nikolaus.
Armin70 (08.04.2010, 22:28):
Hallo,

über Bartos Ravel-Aufnahme habe ich zwar nichts gefunden aber vielleicht hilft folgende Rezension der Haydn-Aufnahme weiter oder auch nicht...Der Kritiker konnte sich wohl nicht so richtig zwischen Lob oder Kritik entscheiden.

Gruß
Heike (08.04.2010, 22:32):
Hallo Armin,
das liest sich für mich eher interessant als abschreckend: "wie transzendent Haydn klingen kann: so als sei er der Welt abhanden gekommen ...."
So eine freie Interpretation mit Seele ist mir für gewöhnlich lieber als eine formtreue, aber kalte Darbietung.
Heike
Heike (08.04.2010, 22:36):
Hallo Nikolaus,
da wir in der Vergangenheit schon öfter mal einer Meinung waren, macht mich dein Beitrag erst mal etwas misstrauisch und ich werde die Ravel-CD sicher nicht kaufen, ohne selbst reingehört zu haben. Danke!
Heike
Gamaheh (09.04.2010, 23:07):
Ich habe Barto mit den Miroirs vor ein paar Jahren beim SHMF gehört und hier darüber berichtet. Etwas ausführlicher meine ich noch anderswo darüber geschrieben zu haben, kann es aber im Moment nicht wiederfinden ...

Grüße,
Gamaheh
Gamaheh (11.04.2010, 11:19):
Original von Gamaheh
Ich habe Barto mit den Miroirs vor ein paar Jahren beim SHMF gehört und hier darüber berichtet. Etwas ausführlicher meine ich noch anderswo darüber geschrieben zu haben, kann es aber im Moment nicht wiederfinden ...

Ich habe es wiedergefunden: hier!

Grüße,
Gamaheh