Über solche Sätze freue ich mich!

ab (16.03.2008, 20:32):
Weil ich hin und wieder schon gerne mich herzerfreuende Aussagen mittgeteilt hätte und bereits schon eine Rubrik zum Thema "Über solche Sätze ärgere ich mich" eröffnet habe, soll hier dazu einem Gegenpol der Raum gegeben werden.

Ich beginne - aus gegebenen Anlass - mit einem Zitat von unserem Zelenka:

Wenn Schuberts himmlische Längen zu höllischen werden, liegt es, wie Kempff geschrieben hat, am Interpreten.

Kommentar wohl überflüssig!
Zelenka (20.03.2008, 19:59):
Lieber ab:

Deine Signatur vor der aktuellen gehört auf jeden Fall hierher! Die mit dem beseelten Spiel ...

Gruß, Zelenka
Tranquillo (20.03.2008, 23:50):
Heute in einem anderen Forum gesehen, wo einige hochgelehrte Leute sich wegen einer völlig unwichtigen Frage gegenseitig verbal heruntergemacht haben - ein Einwurf eines hilflosen Forumsmitglieds:

Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, daß es äußerst schädlich ist, wenn man Musik vor allem mit dem Hirn hört.
Leider blieb der Einwurf ungehört und der Thread wurde vom Moderator geschlossen, um Schlimmeres zu verhindern.

Viele Grüsse
Andreas
Solitaire (21.03.2008, 08:22):
ZEIT: Puristen beklagen, dass Opernstars zwischen Opernaufführungen, Konzert-Events und Promotiontouren verheizt werden.

Villazón: Ja, die Puristen, die wissen genau, wo die Kunst zu sein hat: Hier bleibt die Oper – und nur wir wissen, wo sie versteckt wurde!

Recht hat er.
ab (03.04.2008, 14:16):
Heute kam von Albert Hosp (einem jener seltenen Radiomacher, die einem noch den Glauben lassen, staatlich finanzierter Rundfunk sei womöglich doch nicht so falsch...) im Radiosender des Österreichischen Rundfunks Ö1 wieder einmal so ein Satz, der mich zitiefst schmunzeln ließ. Sinngemäß sagte er - bei der Vorstellung des neuen Albums "in a state of jazz" von Marc-André Hamelin :

"Eigentlich, so könnte man meinen, hat Marc-André Hamelin in seinem Leben bereits genug Noten exekutiert, ..."
:W
nikolaus (03.04.2008, 14:17):
Original von ab
Heute kam von Albert Hosp (einem jener seltenen Radiomacher, die einem noch den Glauben lassen, staatlich finanzierter Rundfunk sei womöglich doch nicht so falsch...) im Radiosender des Österreichischen Rundfunks Ö1 wieder einmal so ein Satz, der mich zitiefst schmunzeln ließ. Sinngemäß sagte er - bei der Vorstellung des neuen Albums "in a state of jazz" von Marc-André Hamelin :

"Eigentlich, so könnte man meinen, hat Marc-André Hamelin in seinem Leben bereits genug Noten exekutiert, ..."
:W

:D
Rachmaninov (03.04.2008, 14:21):
Original von nikolaus
Original von ab
Heute kam von Albert Hosp (einem jener seltenen Radiomacher, die einem noch den Glauben lassen, staatlich finanzierter Rundfunk sei womöglich doch nicht so falsch...) im Radiosender des Österreichischen Rundfunks Ö1 wieder einmal so ein Satz, der mich zitiefst schmunzeln ließ. Sinngemäß sagte er - bei der Vorstellung des neuen Albums "in a state of jazz" von Marc-André Hamelin :

"Eigentlich, so könnte man meinen, hat Marc-André Hamelin in seinem Leben bereits genug Noten exekutiert, ..."
:W

:D

Fakt ist, er ist kein Jazzer - wie man an seiner Kapustin Aufnahme ja nun deutlich sieht. BTW, ein Romantiker ist er wohl auch nicht -> man höre sein Schumann! :ignore
ab (03.04.2008, 14:24):
Original von Rachmaninov
Fakt ist, er ist kein Jazzer - wie man an seiner Kapustin Aufnahme ja nun deutlich sieht. BTW, ein Romantiker ist er wohl auch nicht -> man höre sein Schumann! :ignore

Doch: er ist ein Cool-Jazzer - aber ein verkappter im (zum Glück) falschen Fach :J
ab (19.06.2008, 10:42):
Hier eine Rezension, die ich als Rezension sehr erfeulich finde (ohne den Interpretaen oder gar die Aufnahnme selbst gehört zu haben): Da wird das Erklingende in Worten beschrieben, so dass ich meine, mir vorstellen zu können, was mich erwartet.

Auch wird nicht die Interpretation kritisiert, indem unterstellt werden würde, der Rezensent hätte die Weisheit mit dem Löffel gefressen, wie die Komposition zu interprtieren sei.

Für mich ist das vorbildich. Da steckt auch richtig viel Mühe drinnen, das so auf den Punkt zu bringen!
ab (19.06.2008, 11:15):
Und gleich noch etwas im FonoForum gefunden, nämlich zu Mahlers 4. Sinfonei mit Zinman aus Zürich (RCA). Dort ist von Götz Thieme über den 4. Satz zu lesen:

Die penibel intonierende Luba Orgonásová singt im vierten Satz von den „Himmlischen Freuden“ eher im Ton der heiligen Ursula als der Naivität eines Lämmleins, doch gehört sie zu den besseren Solistinnen der weit über 100 Aufnahmen der Vierten.

Es gibt einfach treffliche Bilder, die auch schön sind!
:D
nikolaus (19.06.2008, 20:42):
Original von ab
Hier eine Rezension, die ich als Rezension sehr erfeulich finde (ohne den Interpretaen oder gar die Aufnahnme selbst gehört zu haben): Da wird das Erklingende in Worten beschrieben, so dass ich meine, mir vorstellen zu können, was mich erwartet.

Auch wird nicht die Interpretation kritisiert, indem unterstellt werden würde, der Rezensent hätte die Weisheit mit dem Löffel gefressen, wie die Komposition zu interprtieren sei.

Für mich ist das vorbildich. Da steckt auch richtig viel Mühe drinnen, das so auf den Punkt zu bringen!

In der Tat!
So werden Interesse und Neugier geweckt!
ab (29.07.2008, 14:39):
Im übrigen beneide ich allerdings niemanden um ein sicheres Urteil - es verbaut einem so viel
hier aus dem Forum von Gamaheh

Zwar würde ich es auf ästehtische Urteile einschränken wollen, aber sonst finde ich das sehr schön gesagt.

By the way: Bei dieser Aussage selbst, so vermute ich , handelt es sich doch um ein (recht) sicheres Urteil. :J
ab (23.10.2008, 10:11):
Hier eine Rezension (Beethoven von Vänskä), über die ich mich nur freuen kann, wird doch versucht, das Spezifische auf den Punkt zu bringen. Sie macht mir jeenfalls Lust, seine Thesen selbst zu überprüfen. (Mehr noch, das was er kritisiert, scheint mir, könnte geradezu von Vorteil für meinen eigenen Beethoven-Geschmack zu sein...)
HenningKolf (23.10.2008, 11:04):
@ ab

ich kann Dir nur wärmsten empfehlen, Dir einen Höreindruck zu verschaffen - mir als HIP-Banause ist Vänskä von allen Einspielungen aus der Jetztzeit und jüngeren Vergangenheit die liebste.

Glückwunsch an den Rezensenten, dem es wirklich gelingt durch Worte Klangvorstellungen hervorzurufen.

Gruß
Henning
Rachmaninov (23.10.2008, 20:04):
Original von HenningKolf
@ ab

ich kann Dir nur wärmsten empfehlen, Dir einen Höreindruck zu verschaffen - mir als HIP-Banause ist Vänskä von allen Einspielungen aus der Jetztzeit und jüngeren Vergangenheit die liebste.

Glückwunsch an den Rezensenten, dem es wirklich gelingt durch Worte Klangvorstellungen hervorzurufen.

Gruß
Henning

Ja, prima, wie hier geschrieben wir, dass durch einhaltung der Vorgabe nicht wenige schwache Stellen entstehen. Dieser beethoven wusste das wohl nicht...
HenningKolf (23.10.2008, 20:59):
Original von Rachmaninov
Original von HenningKolf
@ ab

ich kann Dir nur wärmsten empfehlen, Dir einen Höreindruck zu verschaffen - mir als HIP-Banause ist Vänskä von allen Einspielungen aus der Jetztzeit und jüngeren Vergangenheit die liebste.

Glückwunsch an den Rezensenten, dem es wirklich gelingt durch Worte Klangvorstellungen hervorzurufen.

Gruß
Henning

Ja, prima, wie hier geschrieben wir, dass durch einhaltung der Vorgabe nicht wenige schwache Stellen entstehen. Dieser beethoven wusste das wohl nicht...

Darauf kommt es mir nicht an. Das ist eine Wertung des Rezensenten die mich wenig interessiert. Aber ich weiss - u.a. - dass Vorgaben eben eingehalten werden. 90, ach was 95 Prozent der Berufskritik beschränkt sich auf eine Anhäufung subjektiv wertender Adjektive wie eben "schwach" etc. ohne dass ich erfahre, was den Rezensenten zu seinem Werturteil bringt. Ich finde die Rezension ausgesprochen aufschlussreich (na gut, wieso eigentlich Vänskä zunehmend "glatter" klingen soll, erklärt der Rezensent nicht wirklich), wobei ich die Aufnahme besitze und zu einer anderen Bewertung gelange. Aber wie gesagt: Werturteile in Rezensionen interessieren mich nur, wenn ich von einem Autor viele Rezensionen und viele der von ihm rezensierten Einspielungen kenne, weil ich dann auch - wenigstens ein bißchen - den subjektiven Geschmack des Rezensenten einzuschätzen vermag. Natürlich sind die Grenzen zwischen vermeintlich objektiver Beschreibung und subjektiverr Bewertung fließend.........

Gruß
Henning
ab (23.10.2008, 22:31):
Original von HenningKolf
Werturteile in Rezensionen interessieren mich nur, wenn ich von einem Autor viele Rezensionen und viele der von ihm rezensierten Einspielungen kenne, weil ich dann auch - wenigstens ein bißchen - den subjektiven Geschmack des Rezensenten einzuschätzen vermag. Natürlich sind die Grenzen zwischen vermeintlich objektiver Beschreibung und subjektiverr Bewertung fließend.........

@ Henning: :beer

@ Rachmaninov: Beethoven konnte ja nicht ahnen, dass dereinst einmal ein Herr Vänskä das Licht der Welt erblicken würde, der anderes im Sinn haben würde, als die Konventionen der Beethoven-Zeit, deren Kenntnis stillschweigend vorausgesetzt sind, zu befolgen...

:hello
Rachmaninov (23.10.2008, 22:32):
Original von ab
@ Rachmaninov: Beethoven konnte ja nicht ahnen, dass dereinst einmal ein Herr Vänskä das Licht der Welt erblicken würde, der anderes im Sinn haben würde, als die Konventionen der Beethoven-Zeit, deren Kenntnis stillschweigend vorausgesetzt sind, zu befolgen...

:hello

Nun, im wird ja vorgeworfen er würde drauf achten !?
ab (23.10.2008, 23:42):
Original von Rachmaninov

Nun, im wird ja vorgeworfen er würde drauf achten !?

Nicht auf die Konventionen, sondern auf die Bezeichnungen in der Partitur! - dachte zumindest ich...
Cetay (inaktiv) (26.07.2009, 08:15):
Original von daniel5993
Ein Glück, dass ich damals weniger den Tipps, sondern eher meinem Eigensinn nachgegangen bin!

:beer
Das heisst nicht, dass Tips wertlos wären. Tips, eine Aufnahme zu kaufen, folge ich immer wieder mal gerne; Tips eine Aufnahme zu meiden, fordern dagegen meinen Eigensinn geradezu heraus. :D
Gamaheh (17.09.2009, 19:31):
Hier mal ein schöner Satz über einen Pianisten, den ich sehr schätze: "Was hat denn Philippe Bianconi so Außergewöhnliches gemacht, werden gewisse Leute, etwas von oben herab, fragen? Etwas sehr Einfaches, sehr Schwieriges und außerordentlich Seltenes: Musik, und nur Musik."

Grüße,
Gamaheh
ab (09.06.2010, 15:27):
Hier einige schöne Sätze. Besonders gut gefällt mir das:

und eine tief verankerte Unfähigkeit zu Sentiment und Heroismus, die Beethoven-Adepten älterer Prägung lustvoll verstört.

:hello
ab (18.07.2011, 18:39):
Amadé über einen Konzerteindruck hier mim Forum desConcerto pathetique für 2 Klaviere von Franz Liszt, das er als sehr äußerlich, viel Gedonnere und Getöse, gespickt mit den größten pianistischen Schwierigkeiten an allen Ecken und Kanten empfand, bei dem sich trefflich beobachten ließ, wie sich die beiden Pianistinnen durch Liszts hohl scheinende Notenwelt kämpften:

Auf mich machte es den Eindruck von Musik als Wirkung ohne Ursache.
:times10

Nur das Auge war gefangen vom Totaleinsatz der Musikerinnen.
ab (06.02.2013, 23:51):
Heute schrieb Hyacinth in diesem Forum zu einem Konzert der Mozartwoche 2013:

Das Programm war eine ziemliche Promenadenmischung - alles auf seine Weise gut, aber zusammen zu viel des Guten.

:thanks
ab (22.03.2013, 14:08):
Heute in einer Rezension eines Konzertmitschnitts von Emil Gilels aus Schwetzingen:

Seine gelegentlichen „Unpässlichkeiten im Bereich der Treffsicherheit" (Peter Cossé) sind nicht von der Hand zu weisen.
Cetay (inaktiv) (18.08.2014, 12:11):
Kunst ist nicht da, um schön zu sein, sondern um das Leben zu reflektieren (...) Unsere Ohren sind heute doch verschmutzt von der Perfektion, wie sie in den Studios produziert wird und dann auf den CDs zu hören ist (...) Sollen die Leute doch ruhig Buh rufen, ihre Meinung äußern (...) Ich spiele Mozart so, als säße er heute im Konzertsaal. Wir sind Menschen von heute. Wir kennen Autolärm, elektrisches Licht, die Atombombe, Elvis Presley und die Rolling Stones. Warum soll das nicht auch in meine Interpretationen eingehen?
http://patriciakopatchinskaja.com/interviews-2006-patkop.htm
Cantus Arcticus (19.08.2014, 12:48):
Original von Cetay
Kunst ist nicht da, um schön zu sein, sondern um das Leben zu reflektieren (...) Unsere Ohren sind heute doch verschmutzt von der Perfektion, wie sie in den Studios produziert wird und dann auf den CDs zu hören ist (...) Sollen die Leute doch ruhig Buh rufen, ihre Meinung äußern (...) Ich spiele Mozart so, als säße er heute im Konzertsaal. Wir sind Menschen von heute. Wir kennen Autolärm, elektrisches Licht, die Atombombe, Elvis Presley und die Rolling Stones. Warum soll das nicht auch in meine Interpretationen eingehen?
http://patriciakopatchinskaja.com/interviews-2006-patkop.htm

Hallo Cetay

Dem ist nichts hinzuzufügen..... :thanks Patricia!

Gruss Stefan
Cetay (inaktiv) (16.11.2014, 19:24):
Im Prinzip dasselbe, jedoch ohne die punkig-revolutuionäre Attitude, sagt ein Hörtester des Rondomagazins (->hier), wenn er feststellt:

Die »Symphonie fantastique« so hörbar zu machen, wie Berlioz und seine Zeitgenossen sie gehört haben könnten, ist illusorisch. Selbst wenn eine Identität oder Ähnlichkeit des Klangbildes und der Musizierhaltung vorausgesetzt werden könnte – wir haben inzwischen andere Ohren, nehmen anders wahr und haben grundsätzlich veränderte ästhetische Maßstäbe.
Durchaus Nachdenkens-wert, angesichts des Schwachsinns, der von prätentiösen Rhetorik-Spitzhackern in ihren Kritiken über moderne Interpreten, die versuchen, unsere veränderten Hörmaßstäbe zu berücksichtigen, manchmal verzapft wird.
ab (20.11.2014, 21:33):
Original von Cetay
Im Prinzip dasselbe, jedoch ohne die punkig-revolutuionäre Attitude, sagt ein Hörtester des Rondomagazins (->hier), wenn er feststellt:

Die »Symphonie fantastique« so hörbar zu machen, wie Berlioz und seine Zeitgenossen sie gehört haben könnten, ist illusorisch. Selbst wenn eine Identität oder Ähnlichkeit des Klangbildes und der Musizierhaltung vorausgesetzt werden könnte – wir haben inzwischen andere Ohren, nehmen anders wahr und haben grundsätzlich veränderte ästhetische Maßstäbe.
Durchaus Nachdenkens-wert, angesichts des Schwachsinns, der von prätentiösen Rhetorik-Spitzhackern in ihren Kritiken über moderne Interpreten, die versuchen, unsere veränderten Hörmaßstäbe zu berücksichtigen, manchmal verzapft wird.

Selbst wenn wir tatsächlich andere Ohren hätten (was ich in der kurzen Zeit bei den Zeiträumen evolutionärer Veränderung nicht annehme) und ich nicht wüsste, wie ich eine Ahnung davon bekommen könnte, was es heißen solle, früher sei "anders wahrgenommen worden als heute", so habe ich keinen Zweifel, dass wir grundsätzlich immer an Gehörtes mit verschiedenen ästhetischen Maßstäben lauschend herangehen können; und damit prinzipiell verschiedene - und damit auch vergangene - Kritereien zugrundelegen können. Ich meine daher, dass es gar nicht illusorisch ist, die »Symphonie fantastique« so hörbar zu machen, wie Berlioz und seine Zeitgenossen sie gehört haben. Illusorisch ist es nur, sich dessen gewiss werden zu können: Vieles bleibt reine Spekulation...
ab (03.03.2016, 23:12):
An diesem Abend hatte es im Großen Saal der Philharmonie ein Konzert mit dem berühmten Wiener Pianisten Schachtmeier gegeben. Seine tiefe Unterwassermusik, erfüllt von jenem erhabenen und sonderbaren Gefühl, das weder Trauer noch Extase genannt werden kann, hatte die Zuhörer erschüttert. Schweigend gingen die Leute auseinader, erschreckt und erfreut durch die neuen und ungekannten Tiefen und Höhen des Lebens, von denen Schachtmeier in der elementaren Sprache der Musik erzählt hatte.

aus: Andreij Platonov: Der Ätherstrom
(Novelle aus dem Nachlass, übersetzt von Alfred Schrank)
Cetay (inaktiv) (10.04.2016, 08:34):
“It’s not necessary to own 50 Beethoven cycles, 46 of which you never play, when you can be just as happy with 20 of them, 16 of which you never play” – David Hurwitz (zitiert -> hier)

So isses! :J
Andréjo (10.04.2016, 11:25):
Herrlich mild-ironischer Spruch in der Tat! Und doch - es gibt diese Phasen des Wahnsinns. Hattest Du sie nicht einst beim Sibelius-Konzert? Und ich besitze mittlerweile über zehn Gesamteinspielungen der Klaviersonaten von Skrjabin (auf fünfzig kann man nicht kommen, auf zwanzig kaum)- und höre sie - so grob über den Daumen gepeilt - einmal im Jahr durch (respektive habe ich das weiterhin vor ... ) :cool

Es grüßt: Wolfgang
Cetay (inaktiv) (10.04.2016, 13:46):
Original von Andréjo
Herrlich mild-ironischer Spruch in der Tat! Und doch - es gibt diese Phasen des Wahnsinns. Hattest Du sie nicht einst beim Sibelius-Konzert? (...)


Und als Konsequenz I own an unknown number of Sibelius concerts, all of which I never play. :cool
Hosenrolle1 (06.05.2016, 02:58):
In Woody Allens Buch "Pure Anarchie" gibt es einen herrlichen Satz, der an den alten Woody Allen erinnert:

Spinoza hingegen ernährte sich spärlich, weil Gott für ihn in allen Dingen wohnte und weil man nicht so ohne Weiteres einen Fleischklops verschlingen kann, wenn man das Gefühl hat, Senf auf den Urgrund allen Seins zu streichen.



LG,
Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (28.03.2017, 21:02):
"The problem with listening, of course, is that we don't. There's too much noise going on in our heads, so we never hear anything." (Philp Glass, Sekundärzitat)

Angesichts der Tatsache, wie das Gehörte oft (gelegentlich auch von mir selbst) zerredet wird, ist da was dran.
EinTon (01.04.2017, 21:23):
Wobei freilich Kompositionen von Glass - zumindest die, die ich so gehört habe - auch überdurchschnittlich stark zum Abschalten und Weghören verleiten... :whistling:
Cetay (inaktiv) (17.08.2017, 10:45):
Beethoven-Sinfonien sind super, aber, Entschuldigung, im Vergleich zu den Quartetten ist das Kindermusik, das ist Orangensaft! (Mathieu Herzog, ex-Bratschist des Quatuor Ébène, hier zitiert von Raphaël Merlin, Cellist desselben)