ab (07.08.2006, 14:58): Vernichtende Kritiken liest man heute selten, wo doch gleich einmal etwas hoch in den Himmel gelobt wird. Dennoch können gerade solche Verrisse das Herz (entweder das zu Lesende oder gelegentlich auch - wider die Kritik - das zu Hörenden) erfreuen. Wollen wir hier nicht einmal solche zusammenstellen?
Mein erste Beitrag stammt von heute: Mozart Requiem
Viel Vergnügen!
Rachmaninov (12.08.2006, 08:33): ich führe das mal mit Herrn Rachlin weiter:
Mozart & Brahms Violinenkonzerte
Jeremias (12.08.2006, 08:40): Wo wir schon bei Herrn Rachlin sind, hier ein Rezital-Verriss:
Rachlin Rezital
Janina (14.08.2006, 20:05): Also ich muss sagen, ich bin bei solchen Kritiken immer etwas peinlich berührt... Wenn ich dann auch noch das Gefühl ahben muss, dass sie nicht mal sachlich sind, sondern wirklich ein "Verriss", mag ich sie noch nicht mal lesen. Weiß nicht, vielleicht bin ich da etwas zu sensibel... :D
Noch dazu nervt es mich etwas, wenn ich feststelle, dass ich ja tatsächlich von solchen Kritiken beeinflussbar bin... Dabei mach ich mir doch gerne eine eigene Meinung. Aber wenn man einen Verriss liest gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder es ist wirklich schlecht oder es ist unkonventionell, was jedoch auch schon wieder gut sein könnte. Wie geht ihr mit Kritiken um?
Rachmaninov (16.08.2006, 16:33): Original von Janina Wie geht ihr mit Kritiken um?
Trotz einer gelesenen Kritik versuche ich mir eine eigene Meinung zu bilden, auch wenn die sicherlich nicht mehr so einfach ist nach dem lesen einer Kritik, insb. wenn sie vernichtend war.
Es gibt aber natürlcih auch den Fall, daß man eine Aufnahme zuvor gekauft hat und die Kritik anschließend erst liest. Das ist der ideal Fall. Dann denkt man halt der andere hat keine Ahnung oder man fühlt sich total bestätigt.
Das wichtigste ist für mich aber mittlerweile von WEM ist eigentlich die Besprechung. Manche Leute nehme ich einfach nicht mehr ernst!
ab (19.08.2006, 14:07): Ein Veriss vom Zuckermann-Ensemble findt sich hier.
Rachmaninov (20.08.2006, 15:55): glaube Herr Hurwitz hatte keinen so guten Tag:
Schostakowitsch Sinfonie #9
Herrewege Bruckner
Rachmaninov Sinfonie #2
Mahler Sinfonie #4
ab (14.10.2006, 11:28): Johannes Reichert Out of Opera
ab (17.10.2006, 12:39): Norrington als Mahler Interpret: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
ab (23.10.2006, 13:26): Brixi, Franz Xaver: Judas Iscariothes
ab (28.10.2006, 21:18): Mozart Violinkonzert Nr. 1, 2 & 5 Julia Fischer (Violine), Netherlands Chamber Orchestra, Jakov Kreizberg (Leitung) Pentatone classics
Trefflich forumliert, finde ich!
ab (15.11.2006, 16:36): Timmy und die Musik in Europa Eine musikalische Fantasiereise für Kinder
ab (19.12.2006, 09:56): Mozart, Wolfgang Amadeus Zaide KV 336b / 344 von Harnoncourt.
ab (21.12.2006, 11:40): Nicht nur ein Verriß, sondern sogar tendentiell sexistisch: Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartette B-Dur KV 458, Es-Dur KV 428 Klenke Quartett Profil Edition Günter Hänssler
(Ich teile diese Einschätzung von Königsdorf übrigens nicht.)
Rachmaninov (21.12.2006, 11:42): Original von ab Nicht nur ein Verriß, sondern sogar tendentiell sexistisch: Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartette B-Dur KV 458, Es-Dur KV 428 Klenke Quartett Profil Edition Günter Hänssler
(Ich teile diese Einschätzung von Königsdorf übrigens nicht.)
Oha,
der letzte Satz ist eine Frechheit!
Rachmaninov (29.12.2006, 13:19): Eine nicht gerade positive Besprechung von Aimard Schumann Aufnahme
satie (29.12.2006, 14:29): Original von Rachmaninov Eine nicht gerade positive Besprechung von Aimard Schumann Aufnahme
Hm, natürlich kann man sich sicherlich streiten, aber über diese Kritik jedenfalls auch. Sie hat so viele sprachliche Mängel, dass es eigentlich ein Wunder ist, dass man so was veröffentlicht. Die Sphinxes sind sowieso ein Problem, das jeder Pianist wieder anders löst. Auch werde ich hier nicht richtig schlau daraus, was uns der Kritiker nun eigentlich sagen will, denn manches scheint ihm ja nun sehr gut gefallen zu haben. Der Kritiker ist also selbst eine Sphinx, und das kann verwirren...
S A T I E
AcomA (29.12.2006, 14:36): lieber Sergejewitsch,
ich habe die schumann-platte aimards nie gehört. trotzdem erscheint mir cosses kritik durchaus realistisch. ich würde diese kritik nicht als verriss sehen. hiernach würde ich mir allerdings niemals schumann mit aimard besorgen bei der wirklich reichen palette an großen schumann-interpretationen, auf die man zurückgreifen kann.
die Aimard - Aufnahmen der 1. Études Symphoniques , op. 13 , u n d
2. "Carnaval" von Robert Schumann ( beide auf einer Cd 9 habe ich mir im Rahmen meiner Auseinandersetzung mit dem Opus 13 gekaugt .
Das Booklet , so man es liest oder lesen sollte , berichtetr über einen durch Aimard abgeäbderten Schluss der Symponischen Etüden . Weiter ausgeführt wird dies leider nicht . Wer den Notentext hat , was in seltenen Fällen so sein wird , muss dann schon akribisch hinhören und die Noten lesen , um Aimards relativ unwichtigen Veränderungen gegenüber den üblicherweise gespielten Noten feststellen . Sie bringen also nichts Wesentliches .
Dass er die nachgelassenne Variationen an anderer Stelle einfügt , find eich grundsätzlich auch kein Novum in der geschichte der Wiedergabe des Werkes . Interessanter ist , d a s Aimard sie , Brahms Anregung und Schumanns wohl primärer Vorstellung folgend , überhaupt spielt . Lächerlich ist z.B. die version durch A. Schiff , der sie n a c h dem brillianten Finale ( s. : Vortragsbezeichnung durch Robert Schumann ! ) .
Die hier besonders stark zum Ausdruck kommenden Gegensätze in Schumanns Werken verflachen bei Aimard ( wie bei anderen Pianisten ) .
( Dies gilt leider auch für den glatt runtergespielten "Carnaval" . Hierzu : Siamaks Beitrag in unserem Schumann - Beitrag : Instrumentalmusik . ) .
Emil von Sauer hat in seiner sorgfältig editierten Ausgabe auf Wesentliches hingewiesen , dass wir dan beruhigt übernehmen können . Sauer lässt auch einige Fragen wegen der Metronomangaben nicht offen ! Doch die Frage der Metronomangaben bei Robert Schumann und die Sicht Claras sind ein eigenes Kapitel .
Die Technik und der Zustand des Schumannschen Metronomes sind ebenfalls eine eigene Untersuchung wert , die viele Schumannforscher leider umgehen , weil sie die räumlichen Verhäölnisse in der damaligen Schumann-Wohnung in Düsseldorf ebensowenig berücksichtigen wie rein technische , materialbedingte Grundlagen .
ich schliesse mich der meinung von Siamak , ohne die kritik von Peter Cossé an , dass ich die Aimard - Aufnahme n i c h t empfehlen würde und kann .
Viele Grüsse ,
Frank
Amadé (29.12.2006, 20:35): Lieber Frank,
ich habe diese CD leider noch nicht gehört. ZU dem abgeänderten Schluss fällt mir folgendes ein: vielleicht benutzt Aimard die Urfassung (ohne das dies im Beiheft vermerkt ist), hörbar unterscheidet sie sich nicht wesentlich von der veröffentlichten Form, außer am Ende - sie wurde von Pollini und Charles Rosen eingespielt.
Bei der Einspielung durch Andras Schiff kann ich Deine Meinung nicht teilen. Ich finde es nicht schlecht, wenn die posthumen Variationen hinten angefügt sind. Mit dem CD-Player kann man sich die favorisierte Plazierung doch selbst wählen, bei der lieben alten LP war das leider nicht möglich. Persönlich finde ich die Anordnung bei Svjatoslav Richter am Besten. Am Rande vermerkt: der deutsche Pianist Hans Richter-Haaser, den die wenigsten im Forum noch kennen werden, hat die 5 posthumen Variationen für den Rundfunk für sich allein eingespielt.
in dem von Dir angegebenen Beispiel meine ich , dass dies eher kein Verriss ist oder sein soll .
Man muss sich fast natürlich fragen , was ein Hörer von einem Werk wie "An der schönen blauen Donau" in der Schulz - Evler - Bearbeitung halten soll ( vgl. die Aufnahmen mit Josef Lhévinne ; E Wild , J Bolet oder neuerdings Simon Mulligan ) in einem Solo-Abend . Ich würde dies günstigstenfalls als stimmungsmachende Zugabe ansehen .
Es kommt natürlich auch auf die anderen Werke des Abends an . Bei dem New Yorker Abend von Jorge Bolet war es eher eine Art Zugabe als Stimmungsmache nach Chopins "Préludes" ; was ich persönlich eher für heikel ansehe . Danach gabes ja noch die "Tannhäuser" - Ouvertüre ; ebenfalls ein problemtisches stilistisches Unterfangen Bolets . Simon Mulligan spielt es am Ende seines Abends mit Brillianz und Hingabe und grossem Feingefühl . Aber dennoch : alleine die Hineinnahme des Stückes in einen Soloabend halte ich für eher nicht sehr glücklich .
Viele Grüsse ,
Frank
Rachmaninov (29.01.2007, 07:19): naja, es gibt schlimmere Kritiken aber das "Wunderhorn" wurde sicherlich in anderen Aufnahmen mehr gelobt!
uhlmann (29.01.2007, 10:38): der berüchtigte david hurwitz ist immer wieder für einen ordentlichen verriss gut:
schubert "große" - rattle
wie willkürlich solche kritiken sind, zeigt die tatsache, dass die selbe aufnahme ist beim gramophone-magazine unter den top 10 des monats war. das muss natürlich auch nichts heißen, denn egal was rattle macht, es ist dort immer mindestens top 10, meist sogar recording of the month.
ab (29.01.2007, 11:22): Original von uhlmann der berüchtigte david hurwitz ist immer wieder für einen ordentlichen verriss gut:
schubert "große" - rattle
wie willkürlich solche kritiken sind, zeigt die tatsache, dass die selbe aufnahme ist beim gramophone-magazine unter den top 10 des monats war. das muss natürlich auch nichts heißen, denn egal was rattle macht, es ist dort immer mindestens top 10, meist sogar recording of the month.
Ich kann da nicht immer eine Willkürlichkeit erkennen. Es sind halt meist unterschiedliche Aspekte, die hervorgehogen werden. Gerade diese von Hurwitz kann ich durchaus nachvollziehen (und könnte es selbst dann, wenn ich nicht gleicher Meinung wäre, wie diesmal, weil ich in die Aufnahme selbst mit maßloser Enttäsuchung reingehört habe).
Gerion (29.01.2007, 11:26): ...allerdings ist mE nicht zu verkennen, dass Gramophone bei Rezensionen namhafter englischer Ensembles nicht besonders hart zu sein scheint...
ab (29.01.2007, 11:29): ..und das nicht nur in der Bewertung, sondern auch in der CD-Auswahl!
Ganong (29.01.2007, 16:18): ...genauso ist es .
Und wird so bleiben .
Die sgilt aber auch für die meisten der deutschsprachigen Rezensenten .
Ich möchte wissen , wie die Ergebnisse ausfallen würden , wenn die Damen un d Herren die CDs persönlich kaufen müssten von ihrem Einkommen !!!
Grüsse ,
Frank
ab (31.01.2007, 01:26): Köstlich!
P. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 17 (Kleinrussische), Gothenburg Symphony Orchestra, National Orchestra of Sweden, Neeme Järvi BIS 1418
Rachmaninov (01.02.2007, 18:20): Da kommt Kissin aber nicht gut weg!
ab (02.02.2007, 11:53): P.F. Cavalli: Gli amori d'Apollo e di Dafne (Oper in einem Prolog und drei Akten)
ab (06.02.2007, 11:33): Markus Groh spielt Lizst: Vernichtende Kritik, versteckt unter einer freundlich klingenden Überschrift: hier.
satie (06.02.2007, 16:41): Da fällt mir ein, was Liszt sagte, als er gefragt wurde, wie kurz man die ersten Staccato-Töne eigentlich spielen soll, Liszt sagte sinngemäß: "Stellen Sie sich eine Kuh auf der Weide vor, die gerade einen frischen Fladen herausfallen lässt. Genau so."
ab (06.02.2007, 21:38): Original von Satie Da fällt mir ein, was Liszt sagte, als er gefragt wurde, wie kurz man die ersten Staccato-Töne eigentlich spielen soll, Liszt sagte sinngemäß: "Stellen Sie sich eine Kuh auf der Weide vor, die gerade einen frischen Fladen herausfallen lässt. Genau so." :rofl Ist dies ein Bon mot; ein Scherz von Dir, oder ist das tatsächlich überliefert?
satie (06.02.2007, 22:37): Das soll Liszt tatsächlich gesagt haben! (das bezieht sich natürlich alles auf den Anfang der h-moll-Sonate, das hätte ich noch dazu sagen sollen)
ab (06.02.2007, 22:44): Original von Satie das bezieht sich natürlich alles auf den Anfang der h-moll-Sonate, das hätte ich noch dazu sagen sollen)
Das geht eindeutig daraus hervor!
Mir fällt dazu nur noch ein Anmerkung Alfred Brendels ein, der davon berichtet (zumindest) eine Aufnahme dieser Sonate im Schrank zu haben, auf der der erste Staccato-Ton fehlt!! Er mutmaßt, die Tontechniker hätten einfach nicht gewusst, dass die sonate mit zwei Tönen beginnt und dachten, es sein bloß ein Probeanschlag gewesen, den sie einfach rausschnitten:
Da latschten wohl die Techniker in den taufrisch gesch :ignore Fladen.
Rachmaninov (28.02.2007, 16:51): Na, so sind sie auf dieser Webseite ja immer! Gefällt ihnen was nicht ist der Klang auch schlecht, ist ihrer Meinung etwas top ist auch der Klang brilliant!
J. DIestler ist auf dem gleichen Niveau wie Mr. Hurwitz!
Yundi Li
Gamaheh (28.02.2007, 21:30): Original von ab Markus Groh spielt Lizst: Vernichtende Kritik, versteckt unter einer freundlich klingenden Überschrift: hier.
Lieber ab,
ich lese diese Kritik nicht wie einen Verriß (aber natürlich auch nicht wie einen rave review). "Solide" finde ich nicht übermäßig freundlich, und meiner Meinung nach ist der Duktus des Textes dem durchaus angemessen. "Über Musik reden" eben!
Grüße, Gamaheh
ab (05.03.2007, 21:11): Ein weiterer Wunderknabe: Valeriy Sokolov: Natural Born Fiddler Kritik von Tobias Pfleger:
ab (07.03.2007, 12:19): Korsticks Beethoven bei Oehms hier.
ab (12.03.2007, 11:45): Barenboim mit der Staatskapelle Berlin und Mahlers 9. hier.
ab (12.03.2007, 11:57): Wolfgang Amadeus Mozart Violinkonzerte Nr. 1, 2 u. 5 Julia Fischer, Niederländisches Kammerorchester; Ltg.: Yakov Kreizberg hier (incl. Seitenhieb gegen ASMutter).
uhlmann (12.03.2007, 12:29): Original von ab Barenboim mit der Staatskapelle Berlin und Mahlers 9. hier.
barenboims mahler 7 wird bei klassik heute von einem anderen rezensenten hymnisch gelobt. klick da kenne sich einer aus. ?(
ich hörte auschnitte aus oben erwähnter neuter kürzlich bei klassik.com-radio. meine befürchtungen, was barenboim und mahler betrifft haben sich absolut bestätigt. das ist ganz nett und schön (was das orchester angeht) herunter gespielt. aber wie bei seinem bruckner trifft er auch bei mahler nie den kern der musik. das ganze plätschert ohne spannungsmomente dahin. angesichts der fülle an neuen (und alten) mahler-aufnahmen ist das einfach viel zu wenig.
Rachmaninov (15.03.2007, 09:29): Bocelli
ab (26.03.2007, 11:28): Johann Sebastian Bach Cellosuiten Nr.1-6 Gavriel Lipkind hier
ab (26.03.2007, 11:35): Anna Netrebko & Rolando Villazon: Duets hier
ab (27.03.2007, 11:27): Hier: Vengerov und Mozart. (Schon sein Beethoven-Konzert mit Rostropovich war eine Zumutung!)
Rachmaninov (27.03.2007, 11:48): Original von ab Hier: Vengerov und Mozart. (Schon sein Beethoven-Konzert mit Rostropovich war eine Zumutung!)
Vengerov schätze ich auch nicht. Seinen Geigenton mag ich einfach nicht.
ab (27.03.2007, 13:47): Original von Rachmaninov Vengerov schätze ich auch nicht. Seinen Geigenton mag ich einfach nicht.
schon mal live gehört? Er kommt herein und hat schon sein Publikum in der Hand: ein Mann von enormer Ausstrahlung!
Rachmaninov (27.03.2007, 14:05): Original von ab Original von Rachmaninov Vengerov schätze ich auch nicht. Seinen Geigenton mag ich einfach nicht.
schon mal live gehört? Er kommt herein und hat schon sein Publikum in der Hand: ein Mann von enormer Ausstrahlung!
Nein, da sein Geigenton mich nicht interessiert hatte ich auch nicht das Bedürfnis ihn zu hören.
ab (30.03.2007, 01:03): Ferruccio Busoni Piano Music • 3 Wolf Harden naxos hier
Rachmaninov (04.04.2007, 11:54): Aua!
nikolaus (09.04.2007, 21:10): Oh je!
Gamaheh (09.04.2007, 21:18): Original von nikolaus Oh je!
Achherrje! Und jetzt habe ich eine Karte für Barto beim SHMF!
Grüße, Gamaheh
Rachmaninov (09.04.2007, 21:24): Original von Gamaheh Original von nikolaus Oh je!
Achherrje! Und jetzt habe ich eine Karte für Barto beim SHMF!
Grüße, Gamaheh
Und? Eigene Meinung bilden! JD lobte auch überschwänglich Die J. Hatto Aufnahmen :ignore
nikolaus (09.04.2007, 21:42): Original von Rachmaninov Und? Eigene Meinung bilden! JD lobte auch überschwänglich Die J. Hatto Aufnahmen :ignore
Der Meinung bin ich auch!!
Nikolaus.
Gamaheh (09.04.2007, 21:44): Original von nikolaus Der Meinung bin ich auch!!
Ich natürlich auch! :)
ab (17.04.2007, 11:43): ‘Das Gesamte Klavierwerk’ von Robert Schumann, vom österreichischen Pianisten Franz Vorraber. Hier.
Amadé (17.04.2007, 18:21): @ab
Hallo, besitze 2 Einzel-CDs mit F.Vorraber, die Interpretationen reißen mich jedoch nicht vom Hocker. Zur Fantasie op.17 siehe meine Homepage, da ist Vorraber dabei.
Gruß Amadé
Rachmaninov (19.04.2007, 07:18): Markus Becker - Beethoven
ab (21.04.2007, 12:06): Alexander Skrjabin Préludes op. 11, Klaviersonaten Nr. 2 u. 3 Vesselin Stanev (Klavier) Sony Classical/Sony BMG 82876 76510-2 (64 Min., aufgenommen 2/2006)
hier
Rachmaninov (22.04.2007, 10:44): Original von ab Alexander Skrjabin Préludes op. 11, Klaviersonaten Nr. 2 u. 3 Vesselin Stanev (Klavier) Sony Classical/Sony BMG 82876 76510-2 (64 Min., aufgenommen 2/2006)
hier
Die Aufnahme besitze ich auch! Weder die Sonaten noch die Preludes können überzeugen.
:wink
ab (02.05.2007, 17:11): Uups! Werke von J. Sibelius London Symphony Orchestra • Colin Davis hier.
ab (10.05.2007, 11:51): Das sitzt! Hier.
Groven, Eivind: Sinfonie Nr. 1 'Towards the Mountains', op. 26 Label: BIS Records
ab (31.05.2007, 15:36): Und wieder etwas gefunden: Hier Haydn Piano Sonatas: Marc-André Hamelin
Rachmaninov (06.06.2007, 14:09): Mahler
ab (15.06.2007, 12:19): Das sitzt!
Saint-Saens, Camille: Sinfonie Nr. 2 Orchestre de Bretagne Nicolas Chalvin
Rachmaninov (19.06.2007, 09:10): Eine nicht gerade berauschende Besprechung....
Pascal Rogé - Debussy
Aber negative Besprechungen von J.D. sind fast schon ein Lob in meinen Ohren.... :cool
uhlmann (25.06.2007, 10:45): wow! hurwitz at his best.
mahler 2 - norrington
ob der norrington nicht mag? :D
Rachmaninov (25.06.2007, 10:51): Original von uhlmann wow! hurwitz at his best.
mahler 2 - norrington
ob der norrington nicht mag? :D
Naja, Isserlis kommt auch nicht richtig "gut" weg!
die eigentliche kritik ist ja sehr positiv, aber der rezensent rechnet hier mit den sog. majors ordentlich ab. ist recht amüsant, wie ich finde.
Cosima (10.07.2007, 18:22): Original von ab Und wieder etwas gefunden: Hier Haydn Piano Sonatas: Marc-André Hamelin
Nee, das finde ich nicht gerechtfertigt. Ich habe Hamelin mit Haydn live erlebt - nicht nur ich war begeistert. Sein Spiel war fein durchdacht, mit einer Prise Humor gewürzt. Mir gefällt auch seine Doppel-CD.
Solche Lobeshymnen wie Hurwitz sie bringt, sind wiederum das andere Extrem: (er vergab 10/10)
„I could go on, but there's no need. In every piece on these two well-filled discs you'll find countless examples of impressive virtuosity allied to a keen imagination and the one critical quality by which Haydn often lives or dies: a genuine sense of humor. I would dearly love to hear Hamelin romp through such singleton works as the hilarious Fantasia in C major; but then, his powerful feeling for dynamic contrast serves him just as well in the starkly grim Sonata in B minor (No. 32), and doubtless would result in a particularly harrowing account of the F minor Variations. In sum, Hamelin gives us the total Haydn package, and Hyperion has recorded him in sonics as vivid as the interpretations. Listen, and be amazed. You'll come away wanting more.“
Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. :beer
Rachmaninov (11.07.2007, 07:15): Christian Thielemann - Beethoven/Brahms
Amadé (12.07.2007, 19:16): @Rachmaninov
Gerade gestern habe ich mir die 1.Brahms mit Thielemann angehört, sehr enttäuschend. Zuerst die Einleitung, ohne auf das Ziel gespielt, wo die Celli so herrlich singen. An die wunderbare Aufnahme mit Bruno WAlter/CSO darf man da gar nicht denken. Danach schleppt man sich mehr oder weniger durch die Sätze. Am Ende des Schlusssatzes dann eine gewaltige Apotheose in extrem gedrosseltem Tempo, ohne die Hörer darauf richtig vorbereitet zu haben. Selbst Furtwängler hat das nicht so hingekriegt, bei ihm klingt es aber organisch. Auch wenn es fast alle so spielen, in der Partitur ist von einer Verlangsamung des Tempos keine Rede, Hans Swarowsky spielt es entsprechend und überzeugt. Es geht also auch anders. Die Egmont-Ouvertüre höre ich mir nachher an.
Noch etwas zum KLangbild: In letzter Zeit werden die meisten Orchester-CDs als Mitschnitte von Konzerten veröffentlicht. Leider sind diese CDs gegenüber Studio-Einspielungen klar im Nachteil. Das Klangbild ist nicht hinreichend aufgefächert, die Tiefenstaffelung ist beschränkt. Vor allem in lauten tutti-Stellen hört man oft Klangbrei, Melodieverläufe der Instrumentengruppen sind kaum nachzuvollziehen, alle spielen etwas, nur wer spielt was? Auch die Thielemann-CD ist mit diesem Manko behaftet, ein zusätzlicher Grund sie nicht zu kaufen.
Gruß Bernd
Poztupimi (13.07.2007, 22:48): Eben im ZDF:
Der Knut des Klassikbetriebs
Nicht wirklich freundlich!
Grüße, Wolfgang
nikolaus (13.07.2007, 23:28): Original von Poztupimi Eben im ZDF:
Der Knut des Klassikbetriebs
Nicht wirklich freundlich!
Grüße, Wolfgang
Ach, jetzt kann er einem schon fast leid tun. Als kleine Aufmunterung für ihn ist hier etwas positiveres zu lesen, immerhin von Hurwitz :ignore.
Nikolaus.
Poztupimi (16.07.2007, 23:34): Diese Kritik lief heute im Radio, nachzulesen hier:
Wagner ohne Worte / Dresdner Philharmonie / Frühbeck de Burgos
Auch wenn's am Ende etwas versöhnlich klingt, gut weg kommt die Aufnahme nicht!
Da gibt es aber denke ich auch ganz andere Meinungen!
ab (31.07.2007, 13:25): Original von Rachmaninov Solit - Schostakowitsch #8
Da gibt es aber denke ich auch ganz andere Meinungen!
Ich finde dies eine recht treffliche Rezension. Sowohl die Studio- als auch die Live-Produktion der 10. Sinfonie fand ich jedenfalls deutlich besser als die 8.
Poztupimi (05.08.2007, 23:48): Verriß ist noch geschmeichelt IMO:
Verdi - Ernani (DVD)
ab (16.08.2007, 17:35): Da kommen Mozarts Streichquintette durch das Quartetto Stradivari wirklich schlecht weg...
ab (24.08.2007, 02:05): uups!
Romantische Werke Schumann – Chopin – Grieg
Christiane Klonz
Rachmaninov (29.08.2007, 08:56): Beethoven
ab (29.08.2007, 11:56): Hier: 9 CDs Minimal-Music bei Brilliant Classics. Da kommt nicht nur die Aufnahme nicht gut weg, sondern diese Gattung überhaupt. Das Urteil: Allerdings sollte man die ,Minimal music’ nicht zur Kunst zählen. ist eigentlich etwas für den thread über die Sätze, über die ich mich ärgere, auch wenn immerhin hier ein Begründungsversucht vorliegt.
satie (30.08.2007, 00:52): Original von ab Hier: 9 CDs Minimal-Music bei Brilliant Classics. Da kommt nicht nur die Aufnahme nicht gut weg, sondern diese Gattung überhaupt. Das Urteil: Allerdings sollte man die ,Minimal music’ nicht zur Kunst zählen. ist eigentlich etwas für den thread über die Sätze, über die ich mich ärgere, auch wenn immerhin hier ein Begründungsversucht vorliegt.
Ein schönes Beispiel dafür, wie Kritik nicht sein sollte. Der Schreiberling offenbart auch einige Unkenntnis über diese Musikform, denn Morton Feldman würde niemand wirklich dazuzählen, Pärt eigentlich auch nicht. Das ist schon eine ganz andere Kategorie. Allerdings muss ich dem Autor in zwei Punkten Recht geben: Glass und Tiersen sind wirklich übel. Die Glass'schen Klaviersücke sind dermaßen einfallslos, dass sie allenfalls als Fahrstuhlmusik taugen (was eine Qualität sein könnte, die aber hier nicht gesucht ist). Thiersen ist eh mehr Pop als Minimal, die Musik geht nur zu den Filmen. Und ebenso korrekt: man darf das nicht rubato spielen. Aber gleich die gesamte Gattung Minimal Music so über einen Kamm zu scheren, ist deplaziert, zumal so ein Terry Riley, der sehr schöne Sachen geschrieben hat, dann auch in den Glass-Kochtopf wandert. Eine der wenigen Kritiken, die mich geärgert haben.
Herzlich, S A T I E
ab (31.08.2007, 10:15): Skrjabin, Alexander: 24 Préludes op. 11 Label: aeon , Peter Laul hier.
„.. das schwer verdauliche Gebräu aus pseudo ravelschem Klaviersatz, martialischem Blech und kitschigen Streichern à la Hollywood kann selbst dem tolerantesten Hörer auf den Magen schlagen.“ :D
(Piano News, 5/2007)
Poztupimi (02.09.2007, 12:56): Original von Rachmaninov http://ec1.images-amazon.com/images/I/415j61ZVW2L._AA240_.jpg
Während die Aufnahme von einem bei Amazon.de 5 Sterne bekam wurde sie im FonoForum als
Talentprobe
bezeichnet und bekam einen Stern für die Musik und lediglich 3 für den Klang!
Es zeigt wie ich finde mal wieder, daß man die Kritiken zwar als Anhaltspunkt nehmen kann, aber kein Weg daran vorbei führt, wann immer es geht, die Aufnahmen zu hören. Ich erinnere mich, daß z.B. die Aufnahme veon Beethovens Violinkonzert mit Vengerow im FF ziemlich niedergemacht wurde (2/4), während sie in Rondo in den höchstten Tönen gelobt wurde (ich persönlich konnte in dem Fall FF folgen).
Grüße, Wolfgang
Rachmaninov (02.09.2007, 16:19): Original von Poztupimi
Es zeigt wie ich finde mal wieder, daß man die Kritiken zwar als Anhaltspunkt nehmen kann, aber kein Weg daran vorbei führt, wann immer es geht, die Aufnahmen zu hören. Ich erinnere mich, daß z.B. die Aufnahme veon Beethovens Violinkonzert mit Vengerow im FF ziemlich niedergemacht wurde (2/4), während sie in Rondo in den höchstten Tönen gelobt wurde (ich persönlich konnte in dem Fall FF folgen).
Grüße, Wolfgang
@Wolfgang,
i.d. Tat, Musik ist einfach auch ein sehr emotionales Thema!
ab (09.09.2007, 13:07): Bruckners 4. unter Rattle hier.
Leider als Rezension ganz schlecht, so wie ich es nicht lesen mag, weil es nicht aufzeigt, was das spezifische von Rattles Ansatz ausmacht, sondern nur etwas (unbegründet) einfordert, was für andere Dirigenten oder eine gewisse Aufführungstradition spezifisch war. :(
ab (13.09.2007, 09:53): Das Artis-Klavierquartett bei Hänssler/Profil
Man beachte den subtilen letzten Satz des Rezensienten: So kann man geschickt mit positiven Worten Kritik üben, ohne gemein zu wirken! Hier.
satie (13.09.2007, 14:48): Original von ab Das Artis-Klavierquartett bei Hänssler/Profil
Man beachte den subtilen letzten Satz des Rezensienten: So kann man geschickt mit positiven Worten Kritik üben, ohne gemein zu wirken! Hier.
Lieber ab, ausnahmsweise verstehe ich Dich diesmal nicht. Wo soll denn da der Verriss sein? Man sieht doch schon an der Punkte-Wertung, dass das alles positiv gemeint ist. Und Paul Juon ist wirklich ein ziemlich unbekannter Komponist, der aber einige gute Sachen geschrieben hat. Was hat in Dir den Eindruck erweckt, das sei eine vernichtende Kritik?
Verwirrt, S A T I E
nikolaus (13.09.2007, 14:57): Original von Satie Original von ab Das Artis-Klavierquartett bei Hänssler/Profil
Man beachte den subtilen letzten Satz des Rezensienten: So kann man geschickt mit positiven Worten Kritik üben, ohne gemein zu wirken! Hier.
Lieber ab, ausnahmsweise verstehe ich Dich diesmal nicht. Wo soll denn da der Verriss sein? Man sieht doch schon an der Punkte-Wertung, dass das alles positiv gemeint ist. Und Paul Juon ist wirklich ein ziemlich unbekannter Komponist, der aber einige gute Sachen geschrieben hat. Was hat in Dir den Eindruck erweckt, das sei eine vernichtende Kritik?
Verwirrt, S A T I E
Ich muss mich Satie anschliessen: auch ich habe nicht begriffen, worum es dir geht. Kläre uns doch bitte auf!
:thanks Nikolaus.
ab (16.09.2007, 21:58): Original von Satie Was hat in Dir den Eindruck erweckt, das sei eine vernichtende Kritik?
Hier kann auch das engagierteste Spiel nicht über gewisse uninspirierte Stellen hinwegtäuschen.
Ich bin der Ansicht, dass Uninspiriertheit nicht eine Sache des Werks, sondern der Interpreten ist. Vgl. etwa Minimal-Music: Gute Ensembles können dies stets zu Leben erwecken.
Im vielfältigen Oeuvre des Komponisten gibt es noch so manchen Schatz zu heben – das Artis-Quartett hat hiermit den Anfang gemacht, dem sich hoffentlich noch so einige Ensembles anschließen werden.
Normalerweise heißt das: Hoffentlich sind von diesem Ensemble noch andere Entdeckungen zu hören. Nicht aber ein Verweis auf andere Formationen.
Aber ich gestehe: solch subtilen Betrachtungen sind vermutlich tatsächlich etwas zu weit herbeigegriffen...
Kritik akzeptiert!
A propos Artis Quartett. Das gleichnamige Streichquartett aus Wien halte ich immer noch für eines der ganz ausgezeichneten Ensembles unserer Tage! Und dabei meine ich nicht nur die Beethoven- und Schubert-Aufnahmen, die einem bei Sony nachgeschmissen werden, sondern vor allem Zemlinsky und Zeitgenossen bei Orfeo und Nimbus sowie nun auch Pleyel beim ORF.
Rachmaninov (17.09.2007, 08:36): Pletnev - Beethoven Sinfonien
Rachmaninov (26.09.2007, 07:41): Olga Kern - Brahms
nikolaus (26.09.2007, 19:44): Original von Rachmaninov Olga Kern - Brahms
Gegendarstellung!
Nikolaus ?(
Rachmaninov (27.09.2007, 19:13): Norrington - The Romantics
HenningKolf (24.10.2007, 09:01): Paley Chopin
HenningKolf (26.10.2007, 23:28): Diese über alle Maßen unerträglich überhebliche Kritik
über Koroljows WTK - Einspielung
bringt mich zu der Frage, ob man nicht einen thread "Kritiken für den Papierkorb" oder so ähnlich aufmachen sollte.
Ich habe zwar das WTK von Koroljow noch nicht gehört, aber die Inventionen und Sinfonien 772 - 801 und die Einspielungen der BWV 831 und 971 sagen auch mir als absoluten soloklavierunerfahrenen Laien dass der Pianist und Bach die perfekte Verbindung sind........mag das WTK möglicherweise nicht ganz so perfekt sein, ist jedenfalls die Behauptung,
"Ein Pianist, der keine Ader für Bachs musikalischen Humor hat, sollte aber die Finger von seiner Musik lassen" nicht nur eine Frechheit, sondern absolute Ignoranz zeigend.
Ich habe soeben das Bookmark für "Rondo" gelöscht.
Henning
Cosima (26.10.2007, 23:54): Das ist die erste negative Kritik, die ich überhaupt über Koroliovs WTK gelesen habe… und dann gleich solch ein Hammer! (Ich kenne die Aufnahmen noch nicht – werde sie mir aber zu Weihnachten kaufen.) Anhand der anderen Bach-Aufnahmen würde ich sagen: Der Rezensent hatte einen ganz schlechten Tag… :S
ab (29.10.2007, 09:45): Original von HenningKolf Ich habe soeben das Bookmark für "Rondo" gelöscht.
ein Fehler! Rondop hat immer noch gelegentlich bessere Kritiken als andere und auch kostenpflichtige Hefte. Merke Dir lieber den Namen dieses Kritikers und entweder lies keine Kritik mehr von ihm oder aber hör' Dir in Zukunft jeden Verriss von ihm an, womöglich entspricht die Aufnahme nämlich gerade deswegen Deinem Geschmack besonders...
HenningKolf (29.10.2007, 11:12): Original von ab Original von HenningKolf Ich habe soeben das Bookmark für "Rondo" gelöscht.
oder aber hör' Dir in Zukunft jeden Verriss von ihm an, womöglich entspricht die Aufnahme nämlich gerade deswegen Deinem Geschmack besonders...
das wär vielleicht ein interessanter Versuch :W
Henning
ab (30.10.2007, 09:31): Das sitzt aber! Arme Julia Fischer...
Rachmaninov (30.10.2007, 09:34): Original von ab Das sitzt aber! Arme Julia Fischer...
Finde ich recht passend! IMO hätte sich Fischer dringend nach dem ersten Erfolg mit Kraizberg einen anderen Dirigenten suchen müssen. Bei Khachaturian und Prokofiev passt die Kombination, zeigte aber in den folgenden Aufnahmen keinerlei intellektuelle Beschäftigung mit dem Werk. Alles Einheitsbrei. Daher kam mir auch nach der Bach Soloaufnahme nicht positives mehr ins Haus von Frau Fischer.... Schade.......
ab (03.11.2007, 15:09): Kommt nicht gut weg: Taneyev. Streichquartette bei Naxos.
ab (05.11.2007, 09:44): Sehr schön formuliert, aber nicht gerade vorteilhaft für Kissin mit Mozart und Schumann.
Pollux (08.11.2007, 18:33): Einer der saftigsten Verrisse, die ich kenne: David Hurwitz erledigt Thielemanns Schumann-CD
ab (22.11.2007, 12:05): Naxos 8.557939-40 Enrique Granados Scarlatti Sonata Transcriptions Douglas Riva 2 CD • 2H 03 Min. • 2005, 2006
Deftig!
Poztupimi (25.11.2007, 15:51): Original von Pollux Einer der saftigsten Verrisse, die ich kenne: David Hurwitz erledigt Thielemanns Schumann-CD
Kann es wohl sein, dass der Herr Hurwitz hier mit seiner wie ich finde hämisch-ätzenden Kritik - für mein Geschmack deutlich unter der Gürtellinie - gewisse eigene chauvinistische Ressentiments kultiviert?
Viele Grüße, Wolfgang
ab (05.12.2007, 09:40): Weil wir schon bei den Jahrende-Resümees sind:
Die wohl vernichtendste Kritik - aber zum Glück kein Verriss -, die ich dieses Jahr gelesen habe: OehmsClassics Öhms OC 624 Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Wagner-Sinfonie) Philharmoniker Hamburg • Simone Young hier.
uhlmann (05.12.2007, 10:03): Original von ab Weil wir schon bei den Jahrende-Resümees sind:
Die wohl vernichtendste Kritik - aber zum Glück kein Verriss -, die ich dieses Jahr gelesen habe: OehmsClassics Öhms OC 624 Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Wagner-Sinfonie) Philharmoniker Hamburg • Simone Young hier.
ja ja, der cohrs. hans dampf in allen gassen. einzig legitimer neunte-finale-vervollständiger, einzig lebender bruckner-experte, perfekter bruckner-dirigent (auch wenn er es nicht besser als harding in stocklholm hätte machen können), und rezensent, der sich natürlich nur und ausschließlich objektiv äußert.
HenningKolf (05.12.2007, 11:27): Original von ab Weil wir schon bei den Jahrende-Resümees sind:
Die wohl vernichtendste Kritik - aber zum Glück kein Verriss -, die ich dieses Jahr gelesen habe: OehmsClassics Öhms OC 624 Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Wagner-Sinfonie) Philharmoniker Hamburg • Simone Young hier.
Ich kenne zwar nicht Youngs Dritte, aber ich kenne Youngs Zweite, die vom Rezensenten ja als gleich schlecht eingeschätzt wird. Wer glaubt, dass es bei Bruckner - ausgerechnet bei Bruckner!! - die allein seligmachende Interpretation gibt, würde, soweit er sich als Maler betätigen würde, sicherlich "Malen nach Zahlen" bevorzugen. Soweit es die zweite betrifft ist Frau Youngs Einspielung jedenfalls durchaus nicht misslungen, auch wenn ich sie nicht zu meinen absoluten Favoriten zähle.
Travi (06.12.2007, 10:36): Original von ab Weil wir schon bei den Jahrende-Resümees sind:
Die wohl vernichtendste Kritik - aber zum Glück kein Verriss -, die ich dieses Jahr gelesen habe: OehmsClassics Öhms OC 624 Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Wagner-Sinfonie) Philharmoniker Hamburg • Simone Young hier.
Auch Korngolds UK-Premiere seiner Oper Das Wunder der Heliane bekam ihr Fett ab (wieso liegt mir auf der Zunge zu sagen: erwartungsgemäß?). Der Kritiker des Daily Telegraph musste sich nach der Aufführung in einem abgedunkelten Raum hinlegen... :A
Die unermüdliche Jessica Duchen meint zu der Kritik in ihrem Blog, sie sei "monstrously unfair". Nun ja.
Rachmaninov (15.01.2008, 18:17): da kommt einer nicht ganz so gut weg
Barenboim
ab (28.01.2008, 09:48): Das klingt hier gar nicht gut: Skrowaczewski mit Schumann bei Oehms.
Cetay (inaktiv) (28.01.2008, 10:41): Original von ab Original von Dox Orkh Original von ab Das klingt hier gar nicht gut: Skrowaczewski mit Schumann bei Oehms.
edit
Bitte keine solchen Töne hier in diesem Forum! Persönliche Angriffe bitte entweder unter PN oder aber in einem anderen, dem entsprechenden Forum. Vielen, vielen Dank! Hier soll es um die Musik gehen.
Wenn Kritik, dann bitte nicht am Rezensenten, sondern widerleg' das, was er schreibt am konkreten Beispiel.
Danke, danke nochmals! :thanks
Dem Rezensenten kann ich ja schlecht eine PN schicken. Aber du hast recht: Letzlich ist das überflüssig, deswegen hab ich meinen Kommentar gelöscht - jetzt müsstest du entsprechend das Zitat in deinem Beitrag löschen und nichts ist passiert :)
HenningKolf (28.01.2008, 10:55): Gut dass ihr das gleich selbst geregelt habt, was immer da stand.... :)
aber da der Rezensent bedauert, dass Schumann "wie bei den Alten" und nicht "mit modernen Erkenntnissen" gespielt werde, steht die Aufnahme gleich mal auf meiner Liste, wird mir wahrscheinlich gefallen....(wobei mir Dausgaards Sichtweise durchaus auch behagt, der vom Rezensenten angesprochene Norrington allerdings überhaupt nicht)
Gruß Henning
ab (28.01.2008, 11:04): Original von HenningKolf Gut dass ihr das gleich selbst geregelt habt, was immer da stand.... :)
aber da der Rezensent bedauert, dass Schumann "wie bei den Alten" und nicht "mit modernen Erkenntnissen" gespielt werde, steht die Aufnahme gleich mal auf meiner Liste, wird mir wahrscheinlich gefallen....
Das ist der Nutzen, denn man auch - und manchmal gerade deshalb - aus solchen Rezensionen ziehen kann und sollte :tongue:
ab (28.01.2008, 11:14): Original von Dox Orkh Original von ab Original von Dox Orkh Original von ab Das klingt hier gar nicht gut: Skrowaczewski mit Schumann bei Oehms.
edit edit :thanks
Dem Rezensenten kann ich ja schlecht eine PN schicken. Aber du hast recht: Letzlich ist das überflüssig, deswegen hab ich meinen Kommentar gelöscht - jetzt müsstest du entsprechend das Zitat in deinem Beitrag löschen und nichts ist passiert :)
Dem Rezensenten kann man durchaus ein PN schicken, allerdings in einem anderen Forum als diesem hier. [Ich finde, dass man von ihm gelegentlich sehr fundierte Sachen bezüglich der Texttreue erfahren kann. Ob man dann auch seine Wertschätzung teilt, sprich: ob es uns wirklich wichtig ist, dass diese besteht oder nicht, ist natürlich eine ganz andere Frage... Mir ist letztlich Interpretation wichtiger als Texttreue.
(Zumeist wenigstens: Eine Ausnahme war jüngst das Quatuour Ebène, die Im Konzert aus Bartók flüchtige Zigeunerschmissmusik machten und über alles hinwegbügelten. Das mag auch sehr begeistern... Mir war das des Guten zuviel An diesem Abend musste ich mich darüber jedenfalls sehr ärgern.)
Während die Aufnahme in der letzten Fono Forum in den höchsten Tönen gelobt wird - insbesondere das Solisten-Ensemble - und sie zu einer der Empfehlungen des Monats gekürt wird, läßt diese Kritik gerade auch an einigen Sängerinnen und Sängern eigentlich kaum ein gutes Haar, auch wenn sich das Gesamturteil zu einem "gut" fügt.
allerdings mit "strongest buy" auf meiner Liste zu führen........
Gruß Henning
Das hier lockt sogar mich aus Grippe und Versenkung! So einen unsäglichen DRECK habe ich tatsächlich schon lange nicht mehr gehört. Der Rezensent hat völlig recht! Wäre Ravel nicht längst tot - nach dem Hören dieser Aufnahme würde ihn der Schlag treffen.
Herzlich, S A T I E
ab (12.02.2008, 15:40): Original von Satie Das hier lockt sogar mich aus Grippe und Versenkung! So einen unsäglichen DRECK habe ich tatsächlich schon lange nicht mehr gehört. Der Rezensent hat völlig recht! Wäre Ravel nicht längst tot - nach dem Hören dieser Aufnahme würde ihn der Schlag treffen.
Herzlich, S A T I E
Das lockt mich sehr, dies anzuhören, um mir ein eigenes Urteil zu bilden.
Ps. Gute Besserung!
HenningKolf (12.02.2008, 17:13): noch eine Rezension zur gleichen CD
na ja, möglicherweise hat Distler ja wirklich mal recht...auch der BBC-Rezensent findet die Art der Interpretation wohl nicht mehr werkgerecht............
@Satie
gute Besserung, hoffe es ist nicht allzu schlimm
Gruß Henning
ab (07.08.2006, 14:58): Vernichtende Kritiken liest man heute selten, wo doch gleich einmal etwas hoch in den Himmel gelobt wird. Dennoch können gerade solche Verrisse das Herz (entweder das zu Lesende oder gelegentlich auch - wider die Kritik - das zu Hörenden) erfreuen. Wollen wir hier nicht einmal solche zusammenstellen?
Mein erste Beitrag stammt von heute: Mozart Requiem
Viel Vergnügen!
Rachmaninov (12.08.2006, 08:33): ich führe das mal mit Herrn Rachlin weiter:
Mozart & Brahms Violinenkonzerte
Jeremias (12.08.2006, 08:40): Wo wir schon bei Herrn Rachlin sind, hier ein Rezital-Verriss:
Rachlin Rezital
Janina (14.08.2006, 20:05): Also ich muss sagen, ich bin bei solchen Kritiken immer etwas peinlich berührt... Wenn ich dann auch noch das Gefühl ahben muss, dass sie nicht mal sachlich sind, sondern wirklich ein "Verriss", mag ich sie noch nicht mal lesen. Weiß nicht, vielleicht bin ich da etwas zu sensibel... :D
Noch dazu nervt es mich etwas, wenn ich feststelle, dass ich ja tatsächlich von solchen Kritiken beeinflussbar bin... Dabei mach ich mir doch gerne eine eigene Meinung. Aber wenn man einen Verriss liest gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder es ist wirklich schlecht oder es ist unkonventionell, was jedoch auch schon wieder gut sein könnte. Wie geht ihr mit Kritiken um?
Rachmaninov (16.08.2006, 16:33): Original von Janina Wie geht ihr mit Kritiken um?
Trotz einer gelesenen Kritik versuche ich mir eine eigene Meinung zu bilden, auch wenn die sicherlich nicht mehr so einfach ist nach dem lesen einer Kritik, insb. wenn sie vernichtend war.
Es gibt aber natürlcih auch den Fall, daß man eine Aufnahme zuvor gekauft hat und die Kritik anschließend erst liest. Das ist der ideal Fall. Dann denkt man halt der andere hat keine Ahnung oder man fühlt sich total bestätigt.
Das wichtigste ist für mich aber mittlerweile von WEM ist eigentlich die Besprechung. Manche Leute nehme ich einfach nicht mehr ernst!
ab (19.08.2006, 14:07): Ein Veriss vom Zuckermann-Ensemble findt sich hier.
Rachmaninov (20.08.2006, 15:55): glaube Herr Hurwitz hatte keinen so guten Tag:
Schostakowitsch Sinfonie #9
Herrewege Bruckner
Rachmaninov Sinfonie #2
Mahler Sinfonie #4
ab (14.10.2006, 11:28): Johannes Reichert Out of Opera
ab (17.10.2006, 12:39): Norrington als Mahler Interpret: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
ab (23.10.2006, 13:26): Brixi, Franz Xaver: Judas Iscariothes
ab (28.10.2006, 21:18): Mozart Violinkonzert Nr. 1, 2 & 5 Julia Fischer (Violine), Netherlands Chamber Orchestra, Jakov Kreizberg (Leitung) Pentatone classics
Trefflich forumliert, finde ich!
ab (15.11.2006, 16:36): Timmy und die Musik in Europa Eine musikalische Fantasiereise für Kinder
ab (19.12.2006, 09:56): Mozart, Wolfgang Amadeus Zaide KV 336b / 344 von Harnoncourt.
ab (21.12.2006, 11:40): Nicht nur ein Verriß, sondern sogar tendentiell sexistisch: Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartette B-Dur KV 458, Es-Dur KV 428 Klenke Quartett Profil Edition Günter Hänssler
(Ich teile diese Einschätzung von Königsdorf übrigens nicht.)
Rachmaninov (21.12.2006, 11:42): Original von ab Nicht nur ein Verriß, sondern sogar tendentiell sexistisch: Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartette B-Dur KV 458, Es-Dur KV 428 Klenke Quartett Profil Edition Günter Hänssler
(Ich teile diese Einschätzung von Königsdorf übrigens nicht.)
Oha,
der letzte Satz ist eine Frechheit!
Rachmaninov (29.12.2006, 13:19): Eine nicht gerade positive Besprechung von Aimard Schumann Aufnahme
satie (29.12.2006, 14:29): Original von Rachmaninov Eine nicht gerade positive Besprechung von Aimard Schumann Aufnahme
Hm, natürlich kann man sich sicherlich streiten, aber über diese Kritik jedenfalls auch. Sie hat so viele sprachliche Mängel, dass es eigentlich ein Wunder ist, dass man so was veröffentlicht. Die Sphinxes sind sowieso ein Problem, das jeder Pianist wieder anders löst. Auch werde ich hier nicht richtig schlau daraus, was uns der Kritiker nun eigentlich sagen will, denn manches scheint ihm ja nun sehr gut gefallen zu haben. Der Kritiker ist also selbst eine Sphinx, und das kann verwirren...
S A T I E
AcomA (29.12.2006, 14:36): lieber Sergejewitsch,
ich habe die schumann-platte aimards nie gehört. trotzdem erscheint mir cosses kritik durchaus realistisch. ich würde diese kritik nicht als verriss sehen. hiernach würde ich mir allerdings niemals schumann mit aimard besorgen bei der wirklich reichen palette an großen schumann-interpretationen, auf die man zurückgreifen kann.
die Aimard - Aufnahmen der 1. Études Symphoniques , op. 13 , u n d
2. "Carnaval" von Robert Schumann ( beide auf einer Cd 9 habe ich mir im Rahmen meiner Auseinandersetzung mit dem Opus 13 gekaugt .
Das Booklet , so man es liest oder lesen sollte , berichtetr über einen durch Aimard abgeäbderten Schluss der Symponischen Etüden . Weiter ausgeführt wird dies leider nicht . Wer den Notentext hat , was in seltenen Fällen so sein wird , muss dann schon akribisch hinhören und die Noten lesen , um Aimards relativ unwichtigen Veränderungen gegenüber den üblicherweise gespielten Noten feststellen . Sie bringen also nichts Wesentliches .
Dass er die nachgelassenne Variationen an anderer Stelle einfügt , find eich grundsätzlich auch kein Novum in der geschichte der Wiedergabe des Werkes . Interessanter ist , d a s Aimard sie , Brahms Anregung und Schumanns wohl primärer Vorstellung folgend , überhaupt spielt . Lächerlich ist z.B. die version durch A. Schiff , der sie n a c h dem brillianten Finale ( s. : Vortragsbezeichnung durch Robert Schumann ! ) .
Die hier besonders stark zum Ausdruck kommenden Gegensätze in Schumanns Werken verflachen bei Aimard ( wie bei anderen Pianisten ) .
( Dies gilt leider auch für den glatt runtergespielten "Carnaval" . Hierzu : Siamaks Beitrag in unserem Schumann - Beitrag : Instrumentalmusik . ) .
Emil von Sauer hat in seiner sorgfältig editierten Ausgabe auf Wesentliches hingewiesen , dass wir dan beruhigt übernehmen können . Sauer lässt auch einige Fragen wegen der Metronomangaben nicht offen ! Doch die Frage der Metronomangaben bei Robert Schumann und die Sicht Claras sind ein eigenes Kapitel .
Die Technik und der Zustand des Schumannschen Metronomes sind ebenfalls eine eigene Untersuchung wert , die viele Schumannforscher leider umgehen , weil sie die räumlichen Verhäölnisse in der damaligen Schumann-Wohnung in Düsseldorf ebensowenig berücksichtigen wie rein technische , materialbedingte Grundlagen .
ich schliesse mich der meinung von Siamak , ohne die kritik von Peter Cossé an , dass ich die Aimard - Aufnahme n i c h t empfehlen würde und kann .
Viele Grüsse ,
Frank
Amadé (29.12.2006, 20:35): Lieber Frank,
ich habe diese CD leider noch nicht gehört. ZU dem abgeänderten Schluss fällt mir folgendes ein: vielleicht benutzt Aimard die Urfassung (ohne das dies im Beiheft vermerkt ist), hörbar unterscheidet sie sich nicht wesentlich von der veröffentlichten Form, außer am Ende - sie wurde von Pollini und Charles Rosen eingespielt.
Bei der Einspielung durch Andras Schiff kann ich Deine Meinung nicht teilen. Ich finde es nicht schlecht, wenn die posthumen Variationen hinten angefügt sind. Mit dem CD-Player kann man sich die favorisierte Plazierung doch selbst wählen, bei der lieben alten LP war das leider nicht möglich. Persönlich finde ich die Anordnung bei Svjatoslav Richter am Besten. Am Rande vermerkt: der deutsche Pianist Hans Richter-Haaser, den die wenigsten im Forum noch kennen werden, hat die 5 posthumen Variationen für den Rundfunk für sich allein eingespielt.
in dem von Dir angegebenen Beispiel meine ich , dass dies eher kein Verriss ist oder sein soll .
Man muss sich fast natürlich fragen , was ein Hörer von einem Werk wie "An der schönen blauen Donau" in der Schulz - Evler - Bearbeitung halten soll ( vgl. die Aufnahmen mit Josef Lhévinne ; E Wild , J Bolet oder neuerdings Simon Mulligan ) in einem Solo-Abend . Ich würde dies günstigstenfalls als stimmungsmachende Zugabe ansehen .
Es kommt natürlich auch auf die anderen Werke des Abends an . Bei dem New Yorker Abend von Jorge Bolet war es eher eine Art Zugabe als Stimmungsmache nach Chopins "Préludes" ; was ich persönlich eher für heikel ansehe . Danach gabes ja noch die "Tannhäuser" - Ouvertüre ; ebenfalls ein problemtisches stilistisches Unterfangen Bolets . Simon Mulligan spielt es am Ende seines Abends mit Brillianz und Hingabe und grossem Feingefühl . Aber dennoch : alleine die Hineinnahme des Stückes in einen Soloabend halte ich für eher nicht sehr glücklich .
Viele Grüsse ,
Frank
Rachmaninov (29.01.2007, 07:19): naja, es gibt schlimmere Kritiken aber das "Wunderhorn" wurde sicherlich in anderen Aufnahmen mehr gelobt!
uhlmann (29.01.2007, 10:38): der berüchtigte david hurwitz ist immer wieder für einen ordentlichen verriss gut:
schubert "große" - rattle
wie willkürlich solche kritiken sind, zeigt die tatsache, dass die selbe aufnahme ist beim gramophone-magazine unter den top 10 des monats war. das muss natürlich auch nichts heißen, denn egal was rattle macht, es ist dort immer mindestens top 10, meist sogar recording of the month.
ab (29.01.2007, 11:22): Original von uhlmann der berüchtigte david hurwitz ist immer wieder für einen ordentlichen verriss gut:
schubert "große" - rattle
wie willkürlich solche kritiken sind, zeigt die tatsache, dass die selbe aufnahme ist beim gramophone-magazine unter den top 10 des monats war. das muss natürlich auch nichts heißen, denn egal was rattle macht, es ist dort immer mindestens top 10, meist sogar recording of the month.
Ich kann da nicht immer eine Willkürlichkeit erkennen. Es sind halt meist unterschiedliche Aspekte, die hervorgehogen werden. Gerade diese von Hurwitz kann ich durchaus nachvollziehen (und könnte es selbst dann, wenn ich nicht gleicher Meinung wäre, wie diesmal, weil ich in die Aufnahme selbst mit maßloser Enttäsuchung reingehört habe).
Gerion (29.01.2007, 11:26): ...allerdings ist mE nicht zu verkennen, dass Gramophone bei Rezensionen namhafter englischer Ensembles nicht besonders hart zu sein scheint...
ab (29.01.2007, 11:29): ..und das nicht nur in der Bewertung, sondern auch in der CD-Auswahl!
Ganong (29.01.2007, 16:18): ...genauso ist es .
Und wird so bleiben .
Die sgilt aber auch für die meisten der deutschsprachigen Rezensenten .
Ich möchte wissen , wie die Ergebnisse ausfallen würden , wenn die Damen un d Herren die CDs persönlich kaufen müssten von ihrem Einkommen !!!
Grüsse ,
Frank
ab (31.01.2007, 01:26): Köstlich!
P. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 17 (Kleinrussische), Gothenburg Symphony Orchestra, National Orchestra of Sweden, Neeme Järvi BIS 1418
Rachmaninov (01.02.2007, 18:20): Da kommt Kissin aber nicht gut weg!
ab (02.02.2007, 11:53): P.F. Cavalli: Gli amori d'Apollo e di Dafne (Oper in einem Prolog und drei Akten)
ab (06.02.2007, 11:33): Markus Groh spielt Lizst: Vernichtende Kritik, versteckt unter einer freundlich klingenden Überschrift: hier.
satie (06.02.2007, 16:41): Da fällt mir ein, was Liszt sagte, als er gefragt wurde, wie kurz man die ersten Staccato-Töne eigentlich spielen soll, Liszt sagte sinngemäß: "Stellen Sie sich eine Kuh auf der Weide vor, die gerade einen frischen Fladen herausfallen lässt. Genau so."
ab (06.02.2007, 21:38): Original von Satie Da fällt mir ein, was Liszt sagte, als er gefragt wurde, wie kurz man die ersten Staccato-Töne eigentlich spielen soll, Liszt sagte sinngemäß: "Stellen Sie sich eine Kuh auf der Weide vor, die gerade einen frischen Fladen herausfallen lässt. Genau so." :rofl Ist dies ein Bon mot; ein Scherz von Dir, oder ist das tatsächlich überliefert?
satie (06.02.2007, 22:37): Das soll Liszt tatsächlich gesagt haben! (das bezieht sich natürlich alles auf den Anfang der h-moll-Sonate, das hätte ich noch dazu sagen sollen)
ab (06.02.2007, 22:44): Original von Satie das bezieht sich natürlich alles auf den Anfang der h-moll-Sonate, das hätte ich noch dazu sagen sollen)
Das geht eindeutig daraus hervor!
Mir fällt dazu nur noch ein Anmerkung Alfred Brendels ein, der davon berichtet (zumindest) eine Aufnahme dieser Sonate im Schrank zu haben, auf der der erste Staccato-Ton fehlt!! Er mutmaßt, die Tontechniker hätten einfach nicht gewusst, dass die sonate mit zwei Tönen beginnt und dachten, es sein bloß ein Probeanschlag gewesen, den sie einfach rausschnitten:
Da latschten wohl die Techniker in den taufrisch gesch :ignore Fladen.
Rachmaninov (28.02.2007, 16:51): Na, so sind sie auf dieser Webseite ja immer! Gefällt ihnen was nicht ist der Klang auch schlecht, ist ihrer Meinung etwas top ist auch der Klang brilliant!
J. DIestler ist auf dem gleichen Niveau wie Mr. Hurwitz!
Yundi Li
Gamaheh (28.02.2007, 21:30): Original von ab Markus Groh spielt Lizst: Vernichtende Kritik, versteckt unter einer freundlich klingenden Überschrift: hier.
Lieber ab,
ich lese diese Kritik nicht wie einen Verriß (aber natürlich auch nicht wie einen rave review). "Solide" finde ich nicht übermäßig freundlich, und meiner Meinung nach ist der Duktus des Textes dem durchaus angemessen. "Über Musik reden" eben!
Grüße, Gamaheh
ab (05.03.2007, 21:11): Ein weiterer Wunderknabe: Valeriy Sokolov: Natural Born Fiddler Kritik von Tobias Pfleger:
ab (07.03.2007, 12:19): Korsticks Beethoven bei Oehms hier.
ab (12.03.2007, 11:45): Barenboim mit der Staatskapelle Berlin und Mahlers 9. hier.
ab (12.03.2007, 11:57): Wolfgang Amadeus Mozart Violinkonzerte Nr. 1, 2 u. 5 Julia Fischer, Niederländisches Kammerorchester; Ltg.: Yakov Kreizberg hier (incl. Seitenhieb gegen ASMutter).
uhlmann (12.03.2007, 12:29): Original von ab Barenboim mit der Staatskapelle Berlin und Mahlers 9. hier.
barenboims mahler 7 wird bei klassik heute von einem anderen rezensenten hymnisch gelobt. klick da kenne sich einer aus. ?(
ich hörte auschnitte aus oben erwähnter neuter kürzlich bei klassik.com-radio. meine befürchtungen, was barenboim und mahler betrifft haben sich absolut bestätigt. das ist ganz nett und schön (was das orchester angeht) herunter gespielt. aber wie bei seinem bruckner trifft er auch bei mahler nie den kern der musik. das ganze plätschert ohne spannungsmomente dahin. angesichts der fülle an neuen (und alten) mahler-aufnahmen ist das einfach viel zu wenig.
Rachmaninov (15.03.2007, 09:29): Bocelli
ab (26.03.2007, 11:28): Johann Sebastian Bach Cellosuiten Nr.1-6 Gavriel Lipkind hier
ab (26.03.2007, 11:35): Anna Netrebko & Rolando Villazon: Duets hier
ab (27.03.2007, 11:27): Hier: Vengerov und Mozart. (Schon sein Beethoven-Konzert mit Rostropovich war eine Zumutung!)
Rachmaninov (27.03.2007, 11:48): Original von ab Hier: Vengerov und Mozart. (Schon sein Beethoven-Konzert mit Rostropovich war eine Zumutung!)
Vengerov schätze ich auch nicht. Seinen Geigenton mag ich einfach nicht.
ab (27.03.2007, 13:47): Original von Rachmaninov Vengerov schätze ich auch nicht. Seinen Geigenton mag ich einfach nicht.
schon mal live gehört? Er kommt herein und hat schon sein Publikum in der Hand: ein Mann von enormer Ausstrahlung!
Rachmaninov (27.03.2007, 14:05): Original von ab Original von Rachmaninov Vengerov schätze ich auch nicht. Seinen Geigenton mag ich einfach nicht.
schon mal live gehört? Er kommt herein und hat schon sein Publikum in der Hand: ein Mann von enormer Ausstrahlung!
Nein, da sein Geigenton mich nicht interessiert hatte ich auch nicht das Bedürfnis ihn zu hören.
ab (30.03.2007, 01:03): Ferruccio Busoni Piano Music • 3 Wolf Harden naxos hier
Rachmaninov (04.04.2007, 11:54): Aua!
nikolaus (09.04.2007, 21:10): Oh je!
Gamaheh (09.04.2007, 21:18): Original von nikolaus Oh je!
Achherrje! Und jetzt habe ich eine Karte für Barto beim SHMF!
Grüße, Gamaheh
Rachmaninov (09.04.2007, 21:24): Original von Gamaheh Original von nikolaus Oh je!
Achherrje! Und jetzt habe ich eine Karte für Barto beim SHMF!
Grüße, Gamaheh
Und? Eigene Meinung bilden! JD lobte auch überschwänglich Die J. Hatto Aufnahmen :ignore
nikolaus (09.04.2007, 21:42): Original von Rachmaninov Und? Eigene Meinung bilden! JD lobte auch überschwänglich Die J. Hatto Aufnahmen :ignore
Der Meinung bin ich auch!!
Nikolaus.
Gamaheh (09.04.2007, 21:44): Original von nikolaus Der Meinung bin ich auch!!
Ich natürlich auch! :)
ab (17.04.2007, 11:43): ‘Das Gesamte Klavierwerk’ von Robert Schumann, vom österreichischen Pianisten Franz Vorraber. Hier.
Amadé (17.04.2007, 18:21): @ab
Hallo, besitze 2 Einzel-CDs mit F.Vorraber, die Interpretationen reißen mich jedoch nicht vom Hocker. Zur Fantasie op.17 siehe meine Homepage, da ist Vorraber dabei.
Gruß Amadé
Rachmaninov (19.04.2007, 07:18): Markus Becker - Beethoven
ab (21.04.2007, 12:06): Alexander Skrjabin Préludes op. 11, Klaviersonaten Nr. 2 u. 3 Vesselin Stanev (Klavier) Sony Classical/Sony BMG 82876 76510-2 (64 Min., aufgenommen 2/2006)
hier
Rachmaninov (22.04.2007, 10:44): Original von ab Alexander Skrjabin Préludes op. 11, Klaviersonaten Nr. 2 u. 3 Vesselin Stanev (Klavier) Sony Classical/Sony BMG 82876 76510-2 (64 Min., aufgenommen 2/2006)
hier
Die Aufnahme besitze ich auch! Weder die Sonaten noch die Preludes können überzeugen.
:wink
ab (02.05.2007, 17:11): Uups! Werke von J. Sibelius London Symphony Orchestra • Colin Davis hier.
ab (10.05.2007, 11:51): Das sitzt! Hier.
Groven, Eivind: Sinfonie Nr. 1 'Towards the Mountains', op. 26 Label: BIS Records
ab (31.05.2007, 15:36): Und wieder etwas gefunden: Hier Haydn Piano Sonatas: Marc-André Hamelin
Rachmaninov (06.06.2007, 14:09): Mahler
ab (15.06.2007, 12:19): Das sitzt!
Saint-Saens, Camille: Sinfonie Nr. 2 Orchestre de Bretagne Nicolas Chalvin
Rachmaninov (19.06.2007, 09:10): Eine nicht gerade berauschende Besprechung....
Pascal Rogé - Debussy
Aber negative Besprechungen von J.D. sind fast schon ein Lob in meinen Ohren.... :cool
uhlmann (25.06.2007, 10:45): wow! hurwitz at his best.
mahler 2 - norrington
ob der norrington nicht mag? :D
Rachmaninov (25.06.2007, 10:51): Original von uhlmann wow! hurwitz at his best.
mahler 2 - norrington
ob der norrington nicht mag? :D
Naja, Isserlis kommt auch nicht richtig "gut" weg!
die eigentliche kritik ist ja sehr positiv, aber der rezensent rechnet hier mit den sog. majors ordentlich ab. ist recht amüsant, wie ich finde.
Cosima (10.07.2007, 18:22): Original von ab Und wieder etwas gefunden: Hier Haydn Piano Sonatas: Marc-André Hamelin
Nee, das finde ich nicht gerechtfertigt. Ich habe Hamelin mit Haydn live erlebt - nicht nur ich war begeistert. Sein Spiel war fein durchdacht, mit einer Prise Humor gewürzt. Mir gefällt auch seine Doppel-CD.
Solche Lobeshymnen wie Hurwitz sie bringt, sind wiederum das andere Extrem: (er vergab 10/10)
„I could go on, but there's no need. In every piece on these two well-filled discs you'll find countless examples of impressive virtuosity allied to a keen imagination and the one critical quality by which Haydn often lives or dies: a genuine sense of humor. I would dearly love to hear Hamelin romp through such singleton works as the hilarious Fantasia in C major; but then, his powerful feeling for dynamic contrast serves him just as well in the starkly grim Sonata in B minor (No. 32), and doubtless would result in a particularly harrowing account of the F minor Variations. In sum, Hamelin gives us the total Haydn package, and Hyperion has recorded him in sonics as vivid as the interpretations. Listen, and be amazed. You'll come away wanting more.“
Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. :beer
Rachmaninov (11.07.2007, 07:15): Christian Thielemann - Beethoven/Brahms
Amadé (12.07.2007, 19:16): @Rachmaninov
Gerade gestern habe ich mir die 1.Brahms mit Thielemann angehört, sehr enttäuschend. Zuerst die Einleitung, ohne auf das Ziel gespielt, wo die Celli so herrlich singen. An die wunderbare Aufnahme mit Bruno WAlter/CSO darf man da gar nicht denken. Danach schleppt man sich mehr oder weniger durch die Sätze. Am Ende des Schlusssatzes dann eine gewaltige Apotheose in extrem gedrosseltem Tempo, ohne die Hörer darauf richtig vorbereitet zu haben. Selbst Furtwängler hat das nicht so hingekriegt, bei ihm klingt es aber organisch. Auch wenn es fast alle so spielen, in der Partitur ist von einer Verlangsamung des Tempos keine Rede, Hans Swarowsky spielt es entsprechend und überzeugt. Es geht also auch anders. Die Egmont-Ouvertüre höre ich mir nachher an.
Noch etwas zum KLangbild: In letzter Zeit werden die meisten Orchester-CDs als Mitschnitte von Konzerten veröffentlicht. Leider sind diese CDs gegenüber Studio-Einspielungen klar im Nachteil. Das Klangbild ist nicht hinreichend aufgefächert, die Tiefenstaffelung ist beschränkt. Vor allem in lauten tutti-Stellen hört man oft Klangbrei, Melodieverläufe der Instrumentengruppen sind kaum nachzuvollziehen, alle spielen etwas, nur wer spielt was? Auch die Thielemann-CD ist mit diesem Manko behaftet, ein zusätzlicher Grund sie nicht zu kaufen.
Gruß Bernd
Poztupimi (13.07.2007, 22:48): Eben im ZDF:
Der Knut des Klassikbetriebs
Nicht wirklich freundlich!
Grüße, Wolfgang
nikolaus (13.07.2007, 23:28): Original von Poztupimi Eben im ZDF:
Der Knut des Klassikbetriebs
Nicht wirklich freundlich!
Grüße, Wolfgang
Ach, jetzt kann er einem schon fast leid tun. Als kleine Aufmunterung für ihn ist hier etwas positiveres zu lesen, immerhin von Hurwitz :ignore.
Nikolaus.
Poztupimi (16.07.2007, 23:34): Diese Kritik lief heute im Radio, nachzulesen hier:
Wagner ohne Worte / Dresdner Philharmonie / Frühbeck de Burgos
Auch wenn's am Ende etwas versöhnlich klingt, gut weg kommt die Aufnahme nicht!
Da gibt es aber denke ich auch ganz andere Meinungen!
ab (31.07.2007, 13:25): Original von Rachmaninov Solit - Schostakowitsch #8
Da gibt es aber denke ich auch ganz andere Meinungen!
Ich finde dies eine recht treffliche Rezension. Sowohl die Studio- als auch die Live-Produktion der 10. Sinfonie fand ich jedenfalls deutlich besser als die 8.
Poztupimi (05.08.2007, 23:48): Verriß ist noch geschmeichelt IMO:
Verdi - Ernani (DVD)
ab (16.08.2007, 17:35): Da kommen Mozarts Streichquintette durch das Quartetto Stradivari wirklich schlecht weg...
ab (24.08.2007, 02:05): uups!
Romantische Werke Schumann – Chopin – Grieg
Christiane Klonz
Rachmaninov (29.08.2007, 08:56): Beethoven
ab (29.08.2007, 11:56): Hier: 9 CDs Minimal-Music bei Brilliant Classics. Da kommt nicht nur die Aufnahme nicht gut weg, sondern diese Gattung überhaupt. Das Urteil: Allerdings sollte man die ,Minimal music’ nicht zur Kunst zählen. ist eigentlich etwas für den thread über die Sätze, über die ich mich ärgere, auch wenn immerhin hier ein Begründungsversucht vorliegt.
satie (30.08.2007, 00:52): Original von ab Hier: 9 CDs Minimal-Music bei Brilliant Classics. Da kommt nicht nur die Aufnahme nicht gut weg, sondern diese Gattung überhaupt. Das Urteil: Allerdings sollte man die ,Minimal music’ nicht zur Kunst zählen. ist eigentlich etwas für den thread über die Sätze, über die ich mich ärgere, auch wenn immerhin hier ein Begründungsversucht vorliegt.
Ein schönes Beispiel dafür, wie Kritik nicht sein sollte. Der Schreiberling offenbart auch einige Unkenntnis über diese Musikform, denn Morton Feldman würde niemand wirklich dazuzählen, Pärt eigentlich auch nicht. Das ist schon eine ganz andere Kategorie. Allerdings muss ich dem Autor in zwei Punkten Recht geben: Glass und Tiersen sind wirklich übel. Die Glass'schen Klaviersücke sind dermaßen einfallslos, dass sie allenfalls als Fahrstuhlmusik taugen (was eine Qualität sein könnte, die aber hier nicht gesucht ist). Thiersen ist eh mehr Pop als Minimal, die Musik geht nur zu den Filmen. Und ebenso korrekt: man darf das nicht rubato spielen. Aber gleich die gesamte Gattung Minimal Music so über einen Kamm zu scheren, ist deplaziert, zumal so ein Terry Riley, der sehr schöne Sachen geschrieben hat, dann auch in den Glass-Kochtopf wandert. Eine der wenigen Kritiken, die mich geärgert haben.
Herzlich, S A T I E
ab (31.08.2007, 10:15): Skrjabin, Alexander: 24 Préludes op. 11 Label: aeon , Peter Laul hier.
„.. das schwer verdauliche Gebräu aus pseudo ravelschem Klaviersatz, martialischem Blech und kitschigen Streichern à la Hollywood kann selbst dem tolerantesten Hörer auf den Magen schlagen.“ :D
(Piano News, 5/2007)
Poztupimi (02.09.2007, 12:56): Original von Rachmaninov http://ec1.images-amazon.com/images/I/415j61ZVW2L._AA240_.jpg
Während die Aufnahme von einem bei Amazon.de 5 Sterne bekam wurde sie im FonoForum als
Talentprobe
bezeichnet und bekam einen Stern für die Musik und lediglich 3 für den Klang!
Es zeigt wie ich finde mal wieder, daß man die Kritiken zwar als Anhaltspunkt nehmen kann, aber kein Weg daran vorbei führt, wann immer es geht, die Aufnahmen zu hören. Ich erinnere mich, daß z.B. die Aufnahme veon Beethovens Violinkonzert mit Vengerow im FF ziemlich niedergemacht wurde (2/4), während sie in Rondo in den höchstten Tönen gelobt wurde (ich persönlich konnte in dem Fall FF folgen).
Grüße, Wolfgang
Rachmaninov (02.09.2007, 16:19): Original von Poztupimi
Es zeigt wie ich finde mal wieder, daß man die Kritiken zwar als Anhaltspunkt nehmen kann, aber kein Weg daran vorbei führt, wann immer es geht, die Aufnahmen zu hören. Ich erinnere mich, daß z.B. die Aufnahme veon Beethovens Violinkonzert mit Vengerow im FF ziemlich niedergemacht wurde (2/4), während sie in Rondo in den höchstten Tönen gelobt wurde (ich persönlich konnte in dem Fall FF folgen).
Grüße, Wolfgang
@Wolfgang,
i.d. Tat, Musik ist einfach auch ein sehr emotionales Thema!
ab (09.09.2007, 13:07): Bruckners 4. unter Rattle hier.
Leider als Rezension ganz schlecht, so wie ich es nicht lesen mag, weil es nicht aufzeigt, was das spezifische von Rattles Ansatz ausmacht, sondern nur etwas (unbegründet) einfordert, was für andere Dirigenten oder eine gewisse Aufführungstradition spezifisch war. :(
ab (13.09.2007, 09:53): Das Artis-Klavierquartett bei Hänssler/Profil
Man beachte den subtilen letzten Satz des Rezensienten: So kann man geschickt mit positiven Worten Kritik üben, ohne gemein zu wirken! Hier.
satie (13.09.2007, 14:48): Original von ab Das Artis-Klavierquartett bei Hänssler/Profil
Man beachte den subtilen letzten Satz des Rezensienten: So kann man geschickt mit positiven Worten Kritik üben, ohne gemein zu wirken! Hier.
Lieber ab, ausnahmsweise verstehe ich Dich diesmal nicht. Wo soll denn da der Verriss sein? Man sieht doch schon an der Punkte-Wertung, dass das alles positiv gemeint ist. Und Paul Juon ist wirklich ein ziemlich unbekannter Komponist, der aber einige gute Sachen geschrieben hat. Was hat in Dir den Eindruck erweckt, das sei eine vernichtende Kritik?
Verwirrt, S A T I E
nikolaus (13.09.2007, 14:57): Original von Satie Original von ab Das Artis-Klavierquartett bei Hänssler/Profil
Man beachte den subtilen letzten Satz des Rezensienten: So kann man geschickt mit positiven Worten Kritik üben, ohne gemein zu wirken! Hier.
Lieber ab, ausnahmsweise verstehe ich Dich diesmal nicht. Wo soll denn da der Verriss sein? Man sieht doch schon an der Punkte-Wertung, dass das alles positiv gemeint ist. Und Paul Juon ist wirklich ein ziemlich unbekannter Komponist, der aber einige gute Sachen geschrieben hat. Was hat in Dir den Eindruck erweckt, das sei eine vernichtende Kritik?
Verwirrt, S A T I E
Ich muss mich Satie anschliessen: auch ich habe nicht begriffen, worum es dir geht. Kläre uns doch bitte auf!
:thanks Nikolaus.
ab (16.09.2007, 21:58): Original von Satie Was hat in Dir den Eindruck erweckt, das sei eine vernichtende Kritik?
Hier kann auch das engagierteste Spiel nicht über gewisse uninspirierte Stellen hinwegtäuschen.
Ich bin der Ansicht, dass Uninspiriertheit nicht eine Sache des Werks, sondern der Interpreten ist. Vgl. etwa Minimal-Music: Gute Ensembles können dies stets zu Leben erwecken.
Im vielfältigen Oeuvre des Komponisten gibt es noch so manchen Schatz zu heben – das Artis-Quartett hat hiermit den Anfang gemacht, dem sich hoffentlich noch so einige Ensembles anschließen werden.
Normalerweise heißt das: Hoffentlich sind von diesem Ensemble noch andere Entdeckungen zu hören. Nicht aber ein Verweis auf andere Formationen.
Aber ich gestehe: solch subtilen Betrachtungen sind vermutlich tatsächlich etwas zu weit herbeigegriffen...
Kritik akzeptiert!
A propos Artis Quartett. Das gleichnamige Streichquartett aus Wien halte ich immer noch für eines der ganz ausgezeichneten Ensembles unserer Tage! Und dabei meine ich nicht nur die Beethoven- und Schubert-Aufnahmen, die einem bei Sony nachgeschmissen werden, sondern vor allem Zemlinsky und Zeitgenossen bei Orfeo und Nimbus sowie nun auch Pleyel beim ORF.
Rachmaninov (17.09.2007, 08:36): Pletnev - Beethoven Sinfonien
Rachmaninov (26.09.2007, 07:41): Olga Kern - Brahms
nikolaus (26.09.2007, 19:44): Original von Rachmaninov Olga Kern - Brahms
Gegendarstellung!
Nikolaus ?(
Rachmaninov (27.09.2007, 19:13): Norrington - The Romantics
HenningKolf (24.10.2007, 09:01): Paley Chopin
HenningKolf (26.10.2007, 23:28): Diese über alle Maßen unerträglich überhebliche Kritik
über Koroljows WTK - Einspielung
bringt mich zu der Frage, ob man nicht einen thread "Kritiken für den Papierkorb" oder so ähnlich aufmachen sollte.
Ich habe zwar das WTK von Koroljow noch nicht gehört, aber die Inventionen und Sinfonien 772 - 801 und die Einspielungen der BWV 831 und 971 sagen auch mir als absoluten soloklavierunerfahrenen Laien dass der Pianist und Bach die perfekte Verbindung sind........mag das WTK möglicherweise nicht ganz so perfekt sein, ist jedenfalls die Behauptung,
"Ein Pianist, der keine Ader für Bachs musikalischen Humor hat, sollte aber die Finger von seiner Musik lassen" nicht nur eine Frechheit, sondern absolute Ignoranz zeigend.
Ich habe soeben das Bookmark für "Rondo" gelöscht.
Henning
Cosima (26.10.2007, 23:54): Das ist die erste negative Kritik, die ich überhaupt über Koroliovs WTK gelesen habe… und dann gleich solch ein Hammer! (Ich kenne die Aufnahmen noch nicht – werde sie mir aber zu Weihnachten kaufen.) Anhand der anderen Bach-Aufnahmen würde ich sagen: Der Rezensent hatte einen ganz schlechten Tag… :S
ab (29.10.2007, 09:45): Original von HenningKolf Ich habe soeben das Bookmark für "Rondo" gelöscht.
ein Fehler! Rondop hat immer noch gelegentlich bessere Kritiken als andere und auch kostenpflichtige Hefte. Merke Dir lieber den Namen dieses Kritikers und entweder lies keine Kritik mehr von ihm oder aber hör' Dir in Zukunft jeden Verriss von ihm an, womöglich entspricht die Aufnahme nämlich gerade deswegen Deinem Geschmack besonders...
HenningKolf (29.10.2007, 11:12): Original von ab Original von HenningKolf Ich habe soeben das Bookmark für "Rondo" gelöscht.
oder aber hör' Dir in Zukunft jeden Verriss von ihm an, womöglich entspricht die Aufnahme nämlich gerade deswegen Deinem Geschmack besonders...
das wär vielleicht ein interessanter Versuch :W
Henning
ab (30.10.2007, 09:31): Das sitzt aber! Arme Julia Fischer...
Rachmaninov (30.10.2007, 09:34): Original von ab Das sitzt aber! Arme Julia Fischer...
Finde ich recht passend! IMO hätte sich Fischer dringend nach dem ersten Erfolg mit Kraizberg einen anderen Dirigenten suchen müssen. Bei Khachaturian und Prokofiev passt die Kombination, zeigte aber in den folgenden Aufnahmen keinerlei intellektuelle Beschäftigung mit dem Werk. Alles Einheitsbrei. Daher kam mir auch nach der Bach Soloaufnahme nicht positives mehr ins Haus von Frau Fischer.... Schade.......
ab (03.11.2007, 15:09): Kommt nicht gut weg: Taneyev. Streichquartette bei Naxos.
ab (05.11.2007, 09:44): Sehr schön formuliert, aber nicht gerade vorteilhaft für Kissin mit Mozart und Schumann.
Pollux (08.11.2007, 18:33): Einer der saftigsten Verrisse, die ich kenne: David Hurwitz erledigt Thielemanns Schumann-CD
ab (22.11.2007, 12:05): Naxos 8.557939-40 Enrique Granados Scarlatti Sonata Transcriptions Douglas Riva 2 CD • 2H 03 Min. • 2005, 2006
Deftig!
Poztupimi (25.11.2007, 15:51): Original von Pollux Einer der saftigsten Verrisse, die ich kenne: David Hurwitz erledigt Thielemanns Schumann-CD
Kann es wohl sein, dass der Herr Hurwitz hier mit seiner wie ich finde hämisch-ätzenden Kritik - für mein Geschmack deutlich unter der Gürtellinie - gewisse eigene chauvinistische Ressentiments kultiviert?
Viele Grüße, Wolfgang
ab (05.12.2007, 09:40): Weil wir schon bei den Jahrende-Resümees sind:
Die wohl vernichtendste Kritik - aber zum Glück kein Verriss -, die ich dieses Jahr gelesen habe: OehmsClassics Öhms OC 624 Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Wagner-Sinfonie) Philharmoniker Hamburg • Simone Young hier.
uhlmann (05.12.2007, 10:03): Original von ab Weil wir schon bei den Jahrende-Resümees sind:
Die wohl vernichtendste Kritik - aber zum Glück kein Verriss -, die ich dieses Jahr gelesen habe: OehmsClassics Öhms OC 624 Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Wagner-Sinfonie) Philharmoniker Hamburg • Simone Young hier.
ja ja, der cohrs. hans dampf in allen gassen. einzig legitimer neunte-finale-vervollständiger, einzig lebender bruckner-experte, perfekter bruckner-dirigent (auch wenn er es nicht besser als harding in stocklholm hätte machen können), und rezensent, der sich natürlich nur und ausschließlich objektiv äußert.
HenningKolf (05.12.2007, 11:27): Original von ab Weil wir schon bei den Jahrende-Resümees sind:
Die wohl vernichtendste Kritik - aber zum Glück kein Verriss -, die ich dieses Jahr gelesen habe: OehmsClassics Öhms OC 624 Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Wagner-Sinfonie) Philharmoniker Hamburg • Simone Young hier.
Ich kenne zwar nicht Youngs Dritte, aber ich kenne Youngs Zweite, die vom Rezensenten ja als gleich schlecht eingeschätzt wird. Wer glaubt, dass es bei Bruckner - ausgerechnet bei Bruckner!! - die allein seligmachende Interpretation gibt, würde, soweit er sich als Maler betätigen würde, sicherlich "Malen nach Zahlen" bevorzugen. Soweit es die zweite betrifft ist Frau Youngs Einspielung jedenfalls durchaus nicht misslungen, auch wenn ich sie nicht zu meinen absoluten Favoriten zähle.
Travi (06.12.2007, 10:36): Original von ab Weil wir schon bei den Jahrende-Resümees sind:
Die wohl vernichtendste Kritik - aber zum Glück kein Verriss -, die ich dieses Jahr gelesen habe: OehmsClassics Öhms OC 624 Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Wagner-Sinfonie) Philharmoniker Hamburg • Simone Young hier.
Auch Korngolds UK-Premiere seiner Oper Das Wunder der Heliane bekam ihr Fett ab (wieso liegt mir auf der Zunge zu sagen: erwartungsgemäß?). Der Kritiker des Daily Telegraph musste sich nach der Aufführung in einem abgedunkelten Raum hinlegen... :A
Die unermüdliche Jessica Duchen meint zu der Kritik in ihrem Blog, sie sei "monstrously unfair". Nun ja.
Rachmaninov (15.01.2008, 18:17): da kommt einer nicht ganz so gut weg
Barenboim
ab (28.01.2008, 09:48): Das klingt hier gar nicht gut: Skrowaczewski mit Schumann bei Oehms.
Cetay (inaktiv) (28.01.2008, 10:41): Original von ab Original von Dox Orkh Original von ab Das klingt hier gar nicht gut: Skrowaczewski mit Schumann bei Oehms.
edit
Bitte keine solchen Töne hier in diesem Forum! Persönliche Angriffe bitte entweder unter PN oder aber in einem anderen, dem entsprechenden Forum. Vielen, vielen Dank! Hier soll es um die Musik gehen.
Wenn Kritik, dann bitte nicht am Rezensenten, sondern widerleg' das, was er schreibt am konkreten Beispiel.
Danke, danke nochmals! :thanks
Dem Rezensenten kann ich ja schlecht eine PN schicken. Aber du hast recht: Letzlich ist das überflüssig, deswegen hab ich meinen Kommentar gelöscht - jetzt müsstest du entsprechend das Zitat in deinem Beitrag löschen und nichts ist passiert :)
HenningKolf (28.01.2008, 10:55): Gut dass ihr das gleich selbst geregelt habt, was immer da stand.... :)
aber da der Rezensent bedauert, dass Schumann "wie bei den Alten" und nicht "mit modernen Erkenntnissen" gespielt werde, steht die Aufnahme gleich mal auf meiner Liste, wird mir wahrscheinlich gefallen....(wobei mir Dausgaards Sichtweise durchaus auch behagt, der vom Rezensenten angesprochene Norrington allerdings überhaupt nicht)
Gruß Henning
ab (28.01.2008, 11:04): Original von HenningKolf Gut dass ihr das gleich selbst geregelt habt, was immer da stand.... :)
aber da der Rezensent bedauert, dass Schumann "wie bei den Alten" und nicht "mit modernen Erkenntnissen" gespielt werde, steht die Aufnahme gleich mal auf meiner Liste, wird mir wahrscheinlich gefallen....
Das ist der Nutzen, denn man auch - und manchmal gerade deshalb - aus solchen Rezensionen ziehen kann und sollte :tongue:
ab (28.01.2008, 11:14): Original von Dox Orkh Original von ab Original von Dox Orkh Original von ab Das klingt hier gar nicht gut: Skrowaczewski mit Schumann bei Oehms.
edit edit :thanks
Dem Rezensenten kann ich ja schlecht eine PN schicken. Aber du hast recht: Letzlich ist das überflüssig, deswegen hab ich meinen Kommentar gelöscht - jetzt müsstest du entsprechend das Zitat in deinem Beitrag löschen und nichts ist passiert :)
Dem Rezensenten kann man durchaus ein PN schicken, allerdings in einem anderen Forum als diesem hier. [Ich finde, dass man von ihm gelegentlich sehr fundierte Sachen bezüglich der Texttreue erfahren kann. Ob man dann auch seine Wertschätzung teilt, sprich: ob es uns wirklich wichtig ist, dass diese besteht oder nicht, ist natürlich eine ganz andere Frage... Mir ist letztlich Interpretation wichtiger als Texttreue.
(Zumeist wenigstens: Eine Ausnahme war jüngst das Quatuour Ebène, die Im Konzert aus Bartók flüchtige Zigeunerschmissmusik machten und über alles hinwegbügelten. Das mag auch sehr begeistern... Mir war das des Guten zuviel An diesem Abend musste ich mich darüber jedenfalls sehr ärgern.)
Während die Aufnahme in der letzten Fono Forum in den höchsten Tönen gelobt wird - insbesondere das Solisten-Ensemble - und sie zu einer der Empfehlungen des Monats gekürt wird, läßt diese Kritik gerade auch an einigen Sängerinnen und Sängern eigentlich kaum ein gutes Haar, auch wenn sich das Gesamturteil zu einem "gut" fügt.
allerdings mit "strongest buy" auf meiner Liste zu führen........
Gruß Henning
Das hier lockt sogar mich aus Grippe und Versenkung! So einen unsäglichen DRECK habe ich tatsächlich schon lange nicht mehr gehört. Der Rezensent hat völlig recht! Wäre Ravel nicht längst tot - nach dem Hören dieser Aufnahme würde ihn der Schlag treffen.
Herzlich, S A T I E
ab (12.02.2008, 15:40): Original von Satie Das hier lockt sogar mich aus Grippe und Versenkung! So einen unsäglichen DRECK habe ich tatsächlich schon lange nicht mehr gehört. Der Rezensent hat völlig recht! Wäre Ravel nicht längst tot - nach dem Hören dieser Aufnahme würde ihn der Schlag treffen.
Herzlich, S A T I E
Das lockt mich sehr, dies anzuhören, um mir ein eigenes Urteil zu bilden.
Ps. Gute Besserung!
HenningKolf (12.02.2008, 17:13): noch eine Rezension zur gleichen CD
na ja, möglicherweise hat Distler ja wirklich mal recht...auch der BBC-Rezensent findet die Art der Interpretation wohl nicht mehr werkgerecht............
@Satie
gute Besserung, hoffe es ist nicht allzu schlimm
Gruß Henning
Poztupimi (03.03.2008, 20:33): Hallo Ihr Lieben,
Vielleicht Offensichtlich reicht mein Englisch tatsächlich nur dazu, geowissenschaftliche Texte zu verstehen, nicht jedoch den "Sprachwitz" eines Musikkritikers. In jedem Fall wird mir nicht ganz klar, wie Hurwitz angesichts dieses Textes zum Ergebnis 7/7 kommt.
Einmal mehr verdichtet sich - trotzt aller "schönen" Worte - bei mir der Eindruck Hurwitz' tiefsitzender Animositäten gegenüber den Berlinern unter Rattle.
Grüße, Wolfgang
uhlmann (04.03.2008, 09:36): Original von Poztupimi Hallo Ihr Lieben,
Vielleicht Offensichtlich reicht mein Englisch tatsächlich nur dazu, geowissenschaftliche Texte zu verstehen, nicht jedoch den "Sprachwitz" eines Musikkritikers. In jedem Fall wird mir nicht ganz klar, wie Hurwitz angesichts dieses Textes zum Ergebnis 7/7 kommt.
Einmal mehr verdichtet sich - trotzt aller "schönen" Worte - bei mir der Eindruck Hurwitz' tiefsitzender Animositäten gegenüber den Berlinern unter Rattle.
Grüße, Wolfgang
angesichts hurwitz' sonstiger kritiken neuerer rattle-aufnahmen ist 7/7 schon fast eine überschwängliche lobpreisung. (zb. kürzlich haydn symphonien 2/7, schubert große 2/8)
ab (06.03.2008, 09:57): Nigel Kennedy und seine Neuaufnahme des Beethoven Violinkozerts wird hier mit Mitteln der Ironie verrissen. Vermutlich eine Aufnahme die mehr Spaß zu Hören machen als seine alte schwankungsreiche mit Tennstedt - vorausgesetzt man ist nicht Purist. :D
Ich bin schon gespannt!
Poztupimi (06.03.2008, 20:54): Original von ab Nigel Kennedy und seine Neuaufnahme des Beethoven Violinkozerts wird hier mit Mitteln der Ironie verrissen. Vermutlich eine Aufnahme die mehr Spaß zu Hören machen als seine alte schwankungsreiche mit Tennstedt - vorausgesetzt man ist nicht Purist. :D
Ich bin schon gespannt!
Hallo ab,
ich erwarte ja - so die Aufnahme denn wider Erwarten Eingang in meine Sammlung finden wird (seinen polnischen Geist habe ich mir denn doch verkniffen) - nach dieser Schilderung eher ein Übermaß an Schwankungen aller Art. Ich fürchte, sie wird in meiner persönlichen Rangliste noch hinter Vengerov landen - und damit beim op. 61 die gleiche Position einnehmen, die - für mich - bei Vivaldis Jahreszeiten Vanessa Mae einnimmt. An diese Aufnahme mußte ich beim Lesen der Kritik unwillkürlich denken. http://www.smileygarden.de/smilie/Musik/geige.gif
Aber vielleicht bin ich in meinem Geschmack ja doch konventioneller als ich mir immer einrede - puristischer mit Sicherheit. :D
Grüße, Wolfgang
ab (07.03.2008, 09:41): Original von Poztupimi eher ein Übermaß an Schwankungen aller Art. Ich fürchte, sie wird in meiner persönlichen Rangliste noch hinter Vengerov landen
Ich kann mir denken, dass es mir genauso gehen könnte (incl. der Wertschätzung Vengerovs)! Erst will ich es aber hören...
Ganz allgemein: Ich schätze es, wenn Künstler versuchen, die Musik mit den Mitteln unserer Zeit zum Leben zu erwecken. Leider scheitern sie oft an der Umsetzung oder - noch viel öffter - wirken epigonenhaft, so wie heute jede Popsänger und jedes Model die ewig gleichen, austauschbaren Pos(s)en zeigt.
ab (04.04.2008, 13:28): Hier eine fundierte, vernichtende Kritik der Neune Sibelius/Schönberg-CD von Hillery Hahn und Sallonen.
ab (05.05.2008, 10:49): uups: hier ein Todesstoß zeitgenösischer Klavierkompositionen aus Ungarn, gespielt von György Selmeczi.
teleton (06.05.2008, 10:24): Original von ab Hier eine fundierte, vernichtende Kritik der Neune Sibelius/Schönberg-CD von Hillery Hahn und Sallonen.
Hallo ab,
aus dieser Kritik habe ich schon im Schönberg-Thread zitiert. Ich finde auch das diese Kritik fundiert geschrieben ist und nicht auf eigenen Vorlieben des Kritikers aufgebaut ist.
Alles kann nicht immer GOLD sein !
ab (06.05.2008, 12:33): Original von ab uups!
Romantische Werke Schumann – Chopin – Grieg
Christiane Klonz
Hier kommt sie mit einem anderen Programm nicht nur besser weg, sondern es wird ihr sogar interpretatorische Flexibilität und Individualität bescheinigt. ?(
von Vivaldis Concerti op. 8 Nr. 1-4 "Vier Jahreszeiten" kommt hier alles andere als gut weg.
Grüße, Wolfgang
ab (27.05.2008, 22:54): Nigel Kennedys zweite Bergtour auf den Beethoven hier.
ab (28.05.2008, 09:52): Die franck/Schostakowitsch-CD von Sergej Chatschatrjan kommt hier gar nicht gut weg.
satie (28.05.2008, 11:02): Wenn ich mal zitieren darf:
"Auch die späte Violinsonate op. 134 von Schostakowitsch fasst das Duo Chatschatrjan recht romantisierend auf – das konstruktive Element der Komposition, die immerhin in weiten Teilen dodekaphon angelegt ist, kommt auf diese Weise kaum zum Tragen. "
Das zeigt wieder mal deutlich, dass die Kritiker mitunter sehr einseitig gebildet sind, denn Romantik und Dodekaphonie als Gegensätze aufzufassen ist grundsätzlich eher falsch als sie generell als zusammengehörend zu betrachten, schließlich sah sich Schönberg ja schon als der romantischen Traditionslinie verpflichtet. Meinetwegen könnte man beim Serialismus davon sprechen, dass er sich (wenn auch nur in gewisser Weise und gewissen Aspekten) der Romantik bewusst entzieht. Und außerdem gibt es keinerlei zwingenden Grund, warum ein konstruktives Element, welches sich hier offensichtlich primär auf Tonhöhen bezieht durch eine "romantisierende" Gestaltung verschleiert werden soll. Also ein schönes Beispiel, wie wenig man mitunter auf Kritiken geben darf. Eigentlich wäre das Zitat auch wieder ein Fall den Thread zum Thema ärgerliche Sätze...
Herzlich, S A T I E
ab (28.05.2008, 11:19): Original von Satie Eigentlich wäre das Zitat auch wieder ein Fall den Thread zum Thema ärgerliche Sätze...
Herzlich, S A T I E
Nicht nur dieses Zitat wegen! Schließlich fällt diese Rezension wieder einmal unter die RubriK:" Eine Aufnahme muss deshalb verrissen werden, weil sie den Kriterien, die ich als Rezensent anlege, nicht entspricht."
Persönliche Präferenzen machen noch lang kein Qulitätsurteil aus!
Zugutehalten muss man immerhin, dass man aus diese Worten entnehmen kann, was man in Etwa bei dieser Aufnahme zu erwarten hat.
Poztupimi (19.07.2008, 10:32): Eigentlich habe ich was anderes gesucht, dabei bin ich auf eine Kritik dieser Aufnahme http://magazin.klassik.com/records/covers/13196.jpg mit Richter gestoßen. Sie schneidet in dieser Kritik nicht wirklich gut ab.
Und diese http://magazin.klassik.com/records/covers/13313.jpg kommt auch nicht gerade gut weg.
Gruß Wolfgang
Cosima (19.07.2008, 11:28): Original von Poztupimi Eigentlich habe ich was anderes gesucht, dabei bin ich auf eine Kritik dieser Aufnahme http://magazin.klassik.com/records/covers/13196.jpg mit Richter gestoßen. Sie schneidet in dieser Kritik nicht wirklich gut ab.
Ja, ich hatte die Rezension auch schon gelesen, habe sie aber absichtlich in meinem Beitrag über die DVD nicht erwähnt – dazu liebe ich Richter zu sehr. :) Aber wenn der Rezensent am Ende schreibt: „Doch als würdige Hommage an den Maestro taugt diese DVD definitiv nicht.“… dann hat er leider recht damit. Ich habe mich auch gefragt, was Richter dazu bewogen haben mochte, ausgerechnet die sehr schweren Chopin-Etüden zu spielen. (Und Mozart lag ihm m.E. auch in seinen Glanzzeiten nicht besonders.) Gerade im Vergleich zu den enthaltenen Bonus-Tracks mit älteren Aufnahmen der Etüden wird deutlich, was zu leisten Richter einmal imstande gewesen war. Man hört dann mit Wehmut die späten Aufnahmen.
Aber als „Hommage an den Maestro“ darf man diese DVD eben nicht betrachten. Sie ist für jene interessant, die ihr Bild auf den Künstler komplettieren möchten und sich einen Eindruck von der einzigartigen Atmosphäre der späten Richter-Konzerte (ich schrieb ja über die spärliche Beleuchtung etc.) verschaffen möchten. In diesem Sinne ist die DVD ein sehr wichtiges und bewegendes Dokument.
Gruß, Cosima
Poztupimi (19.07.2008, 13:01): Liebe Cosima,
Original von Cosima
Ja, ich hatte die Rezension auch schon gelesen, habe sie aber absichtlich in meinem Beitrag über die DVD nicht erwähnt – dazu liebe ich Richter zu sehr. :) Aber wenn der Rezensent am Ende schreibt: „Doch als würdige Hommage an den Maestro taugt diese DVD definitiv nicht.“… dann hat er leider recht damit. Ich habe mich auch gefragt, was Richter dazu bewogen haben mochte, ausgerechnet die sehr schweren Chopin-Etüden zu spielen. (Und Mozart lag ihm m.E. auch in seinen Glanzzeiten nicht besonders.) Gerade im Vergleich zu den enthaltenen Bonus-Tracks mit älteren Aufnahmen der Etüden wird deutlich, was zu leisten Richter einmal imstande gewesen war. Man hört dann mit Wehmut die späten Aufnahmen.
Aber als „Hommage an den Maestro“ darf man diese DVD eben nicht betrachten. Sie ist für jene interessant, die ihr Bild auf den Künstler komplettieren möchten und sich einen Eindruck von der einzigartigen Atmosphäre der späten Richter-Konzerte (ich schrieb ja über die spärliche Beleuchtung etc.) verschaffen möchten. In diesem Sinne ist die DVD ein sehr wichtiges und bewegendes Dokument.
Gruß, Cosima
War mir doch so, daß Du da was geschrieben hattest. Bei der Hommage stimme ich Dir natürlich zu, solange die DVD hoffentlich nicht als solche vermarktet wird sondern klar ist, daß es sich wirklich um ein Dokument handelt, daß für Liebhaber Richters natürlich zur Vervollständigung ihrer Sammlung dazu gehört.
Viele Grüße, Wolfgang (in dessen Sammlung sich – wie ich zu meiner Schande gestehen muß – gerade einmal drei alte Richter-LPs befinden
Cosima (19.07.2008, 13:09): Original von Poztupimi (in dessen Sammlung sich – wie ich zu meiner Schande gestehen muß – gerade einmal drei alte Richter-LPs befinden
Oh... :B
Die "Richter in Leipzig"-CD solltest Du Dir aber wirklich vormerken. Zumindest mal reinhören, wenn möglich! Das ist allerfeinstes Beethoven-Spiel, auch klangtechnisch ist der Live-Mitschnitt sehr gut (wenn Parnassus da ähnlich gut arbeitet wie Music & Arts). Auch Amadé hat sie in seiner Liste sehr weit oben platziert. Ich habe in all den Jahren nicht ein einzige negative Stimme dazu gelesen - im Gegenteil: Man war sich überall einig, dass dies eine der besten Richter-Scheiben aller Zeiten ist!
Gruß, Cosima
ab (29.07.2008, 10:31): hier
Rachmaninov (18.08.2008, 09:38): Hat jemand in der FF die Kritik zur neuen Koroliov Händel Aufnahme gehört, die hier schon von einigen erwartet wurde?
Cetay (inaktiv) (13.11.2008, 14:02): Original von Rachmaninov Krivine - Dvorak's 9.
Das Zitat am Schluss hat mir so gut gefallen, dass ich es sofort als Signatur übernommen habe.
V
Rachmaninov (13.11.2008, 14:14): Original von Dox Orkh Original von Rachmaninov Krivine - Dvorak's 9.
Das Zitat am Schluss hat mir so gut gefallen, dass ich es sofort als Signatur übernommen habe.
V
Klingt a in Englishc einfach viel besser und nehme ich b ggf. in meine Signatur auf der Arbeit auf...
Jürgen (13.11.2008, 17:45): Das Zitat von Heinlein
"Sense is never common."
würde ich eher mit Wahrnehmung ist niemals gewöhnlich übersetzen.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (13.11.2008, 18:17): Original von Jürgen Das Zitat von Heinlein
"Sense is never common."
würde ich eher mit Wahrnehmung ist niemals gewöhnlich übersetzen.
Grüße Jürgen
Natürlich, aber bei Heinlein ist das ein (m.E. geniales) Wortspiel, das nur in "meiner" Übersetzung herauskommt.
Rachmaninov (13.11.2008, 18:46): Original von Dox Orkh Original von Jürgen Das Zitat von Heinlein
"Sense is never common."
würde ich eher mit Wahrnehmung ist niemals gewöhnlich übersetzen.
Grüße Jürgen
Natürlich, aber bei Heinlein ist das ein (m.E. geniales) Wortspiel, das nur in "meiner" Übersetzung herauskommt.
DEINE Übersetzung im Vgl. zu Original ist mir nicht entgangen :wink
Cetay (inaktiv) (14.11.2008, 07:59): Original von ab Mustonen mit Beethoven
Hier gibt es noch einen deftigen Nachschlag!
ab (03.12.2008, 10:40): Annette Dasch hier
uhlmann (04.12.2008, 09:02): david hurwitz hat wieder mal zugeschlagen:
er und rattle werden wohl keine freunde mehr: hier hier offenbar gräßliche bilder einer ausstellung.
Gerion (04.12.2008, 09:59): Original von uhlmann david hurwitz hat wieder mal zugeschlagen:
er und rattle werden wohl keine freunde mehr: hier hier offenbar gräßliche bilder einer ausstellung.
Der Mann ist nicht bei Sinnen. Einen Verriss "abzukürzen" und faktisch kaum zu begründen, weil man gerade ja sooo viel Zeit in den detaillierten Verriss einer anderen Platte investiert hat, zeugt von fehlender Achtung vor einer künstlerischen Leistung, Arroganz und Faulheit. Sorry. Aber das gibt's ja wohl nicht... :S
PS: Weiß jemand, ob seine Bücher ebenfalls so arroganzgetränkt sind? Ich liebäugelte mit einem Beethoven- und dem Mahler-Buch...
Rachmaninov (04.12.2008, 10:24): Original von Gerion Original von uhlmann david hurwitz hat wieder mal zugeschlagen:
er und rattle werden wohl keine freunde mehr: hier hier offenbar gräßliche bilder einer ausstellung.
Der Mann ist nicht bei Sinnen. Einen Verriss "abzukürzen" und faktisch kaum zu begründen, weil man gerade ja sooo viel Zeit in den detaillierten Verriss einer anderen Platte investiert hat, zeugt von fehlender Achtung vor einer künstlerischen Leistung, Arroganz und Faulheit. Sorry. Aber das gibt's ja wohl nicht... :S
PS: Weiß jemand, ob seine Bücher ebenfalls so arroganzgetränkt sind? Ich liebäugelte mit einem Beethoven- und dem Mahler-Buch...
Es gibt nicht ohne Grund englischsprachige Foren in denen offen "I hate ...." geschrieben wird. :wink
ab (15.12.2008, 10:03): Joseph Haydn Streichquartette Quatuor Modigliani
Rachmaninov (18.12.2008, 14:47): Janine Jansen mit Tchaikowsky
ab (18.12.2008, 15:35): Original von ab Joseph Haydn Streichquartette Quatuor Modigliani
sorry falschen Beitrag erwischt..
ab (18.12.2008, 15:36): Original von Rachmaninov Janine Jansen mit Tchaikowsky
Da hat der Rezensent ja gleich die Weisheit nicht nur mit dem Löffel, sondern gleich mit einer ganzen Mistgabel gefressen.
Ob er wohl seine Interpetationsdogmen von "dramaturgischen Zug" (er meint wohl eigentlich "dramatisch") über "reißende Fluss" bis zum "entscheidenden Schritt zu weit" wohl begründen mag? Außederm wäre es zumindest redlich, mir scheint sogar unbedingt erforderlich, nicht pauschl auf ungenannte Geiger zu verweisen, sondern sie auch beim Namen zu nennen, die diese von ihm genannten Kriterien erfüllen...
So aber wirkt das nach wortreichem, aber zu wenig aussagekräftigem Ausdruck seines persönlichen Geschmacks. Pfui :S
HenningKolf (18.12.2008, 19:38): Original von ab Original von Rachmaninov Janine Jansen mit Tchaikowsky
Da hat der Rezensent ja gleich die Weisheit nicht nur mit dem Löffel, sondern gleich mit einer ganzen Mistgabel gefressen.
Ob er wohl seine Interpetationsdogmen von "dramaturgischen Zug" (er meint wohl eigentlich "dramatisch") über "reißende Fluss" bis zum "entscheidenden Schritt zu weit" wohl begründen mag? Außederm wäre es zumindest redlich, mir scheint sogar unbedingt erforderlich, nicht pauschl auf ungenannte Geiger zu verweisen, sondern sie auch beim Namen zu nennen, die diese von ihm genannten Kriterien erfüllen...
So aber wirkt das nach wortreichem, aber zu wenig aussagekräftigem Ausdruck seines persönlichen Geschmacks. Pfui :S
Polarisierender Zugriff wäre besser - aha - na ja......es wird schon ziemlich viel konfabuliert im Kritikerwald (und nein, ich bin keineswegs ein besonderer Fan von Frau Jansen) - wenn ich solche Kritiken lese beglückwünsche ich mich immer mehr dazu, die International Record Review abonniert zu haben
Gruß Henning
HenningKolf (18.12.2008, 19:45): Original von Gerion Original von uhlmann david hurwitz hat wieder mal zugeschlagen:
er und rattle werden wohl keine freunde mehr: hier hier offenbar gräßliche bilder einer ausstellung.
Der Mann ist nicht bei Sinnen.
(( :ignore :ignore als moderator moderier ich das auf Cosimas Anregung halt mal, als User steh ich zu der Aussage, die hier stand ignore :ignore ))
Hurwitz hat sich für mich spätestens seit dem Moment erledigt, in dem ich seine Kritik zu den Rachmaninow-Konzerten mit Berezowsky gelesen habe..seitdem bin ich fast sicher, dass er nicht alles vorher hört was er bewertet
Gruß Henning
HenningKolf (18.12.2008, 19:52): Original von ab Annette Dasch hier
vor wenigen Tagen wurde auf arte oder 3sat, ich weiss nicht mehr genau, Idomeno ausgestrahlt. Ich bin dort beim durchzappen für wenige Minuten gelandet. Dasch gab die Elletra. Wie schreibt der Rezensent? Druckbelastet! Das ist noch gechmeichelt. Ich hatte den Eindruck, dass gleich die Lungen und/oder der Kopf platzt.....ich fürchte, dass die 1Stern-Bewertung der zitierten Rezension zutreffen könnte.
Gruß Henning
Gamaheh (19.12.2008, 00:08): Original von Dox Orkh Original von Jürgen Das Zitat von Heinlein
"Sense is never common."
würde ich eher mit Wahrnehmung ist niemals gewöhnlich übersetzen.
Grüße Jürgen
Natürlich, aber bei Heinlein ist das ein (m.E. geniales) Wortspiel, das nur in "meiner" Übersetzung herauskommt.
Ich habe ein gutes Stück gesucht, aber "Deine" Übersetzung kann ich nicht finden ... Es würde mich schon sehr interessieren, wie das jemand im Deutschen bringt, ohne daß was verloren geht.
Jürgen, Deine Übersetzung kann ich nicht nachvollziehen, vielleicht kannst Du sie erklären?
Oder fragen wir Frank alias Lazarus Long, wie das gemeint war?
Grüße, Gamaheh
HenningKolf (19.12.2008, 09:40): Hmm, ich bin zwar kein Anglizist, aber trotzdem hatte ich, als ich das Zitat das erste Mal gelesen habe - vor den insoweit Zweifel sähenden anderslautenden Beiträgen - eigentlich gedacht, dass die Bedeutung offensichtlich ist. "common sense" ist das, was man hier mit "gesundem Menschenverstand" bezeichnet.Gemeint sein wird, dass es den "gesunden Menschenverstand" eben nicht gebe. Man kann eben nicht alles Wort für Wort und wörtlich übersetzen..........ich bin geneigt an meiner Meinung festzuhalten bis mir jemand das Gegenteil beweist.
Gruß Henning
Gamaheh (19.12.2008, 19:41): Original von HenningKolf Hmm, ich bin zwar kein Anglizist, aber trotzdem hatte ich, als ich das Zitat das erste Mal gelesen habe - vor den insoweit Zweifel sähenden anderslautenden Beiträgen - eigentlich gedacht, dass die Bedeutung offensichtlich ist. "common sense" ist das, was man hier mit "gesundem Menschenverstand" bezeichnet.Gemeint sein wird, dass es den "gesunden Menschenverstand" eben nicht gebe. Man kann eben nicht alles Wort für Wort und wörtlich übersetzen..........ich bin geneigt an meiner Meinung festzuhalten bis mir jemand das Gegenteil beweist.
Lieber Henning,
ich glaube, es ist unstrittig, daß common sense üblicherweise mit "gesunder Menschenverstand" ins Deutsche übersetzt wird. Wir können uns wahrscheinlich auch darauf einigen, daß "Menschenverstand ist niemals gesund" keine gelungene Übersetzung des Zitats wäre.
Meine Frage war genau die, die ich formuliert habe: Wie kann man das so übersetzen, daß das Wortspiel (und wie da genau gespielt wird, bleibt noch festzustellen) verständlich wird? Wenn man eine fest verfugte Wendung in ihre Bestandteile zerlegt, sieht man ja schnell, daß die (verschiedenen möglichen) Bedeutungen der Einzelteile nicht notwendig die der Wendung ergeben.
Sense ist nicht "Wahrnehmung", sondern ihre Voraussetzung ("Sinn", pl. Sinne) oder die Folge eines der Wahrnehmung folgenden Prozesses, der bei vielen Menschen stattfindet ("Sinn", kein pl.). Wenn ich "Wahrnehmung ist niemals gewöhnlich" ins Englische übersetzen wollte, würde gewiß nicht "sense is never common" herauskommen.
Soweit ich feststellen kann, äußert diese Behauptung (die sicher keine Feststellung ist) eine fiktive Gestalt namens Lazarus Long; es geht die Bemerkung voraus, daß common sense ein Widerspruch in sich sei. Da ich dieses Buch (oder ein anderes von R. Heinlein) nicht kenne, kenne ich auch den Kontext nicht und kann nicht beurteilen, was er uns damit sagen will (ist es im übrigen ein Glaubenssatz oder ein bloßes Bonmot?).
So kann ich nur vermuten, daß gemeint ist, daß nach Meinung des Autors die Menschen auf unterschiedliche Weise der Welt einen Sinn geben, ein unterschiedliches Verständnis von den Dingen haben; eine Aussage, die weniger kontrovers wird, wenn man sagt "sense is rarely common".
Ein weites Feld und wenig geneigt, unserem Verständnis der Musik zu dienen. Oder??
Grüße, Gamaheh
HenningKolf (19.12.2008, 20:56): Original von Gamaheh
Ein weites Feld und wenig geneigt, unserem Verständnis der Musik zu dienen. Oder??
Grüße, Gamaheh
Ich hatte nur geantwortet......und mir genügt es, wenn ich englische Texte der Bedeutung nach verstehe, ich übersetze eh nicht für mich gedanklich, wenn ich Englisches lese...widmen wir uns also wieder der Musik
Gruß Henning
Cosima (21.12.2008, 14:07): Original von HenningKolf (( :ignore :ignore moderiert :ignore :ignore ))
Da regt man sich hier über "vernichtende Kritiken" auf und gleichzeitig wird ein solche Beleidigung ausgesprochen. Ein Richter (aber nicht nur ein solcher) sollte es eigentlich besser wissen...
HenningKolf (21.12.2008, 14:47): Das Urteil über die Herren Hurwitz und Distler ergibt sich zwangsläufig aus der Art und Weise, wie sie über Jahre zu kritisieren pflegen....da müsste ich nichts besser wissen und da nehme ich auch nichts zurück.............................
Rachmaninov (15.01.2009, 19:19): J. Fsicher - Bach VK
ab (29.01.2009, 13:15): Werke von Salonen bei der DG
Yefim Bronfman • Los Angeles Philharmonic Orchestra • Esa-Pekka Salonen
hier
http://www.klassik-heute.de/covers/9/19050g.jpg
HenningKolf (02.02.2009, 21:38): @ab
ich muss sagen, dass mich der Verriss durchaus neugierig auf die Musik macht..........
ab (05.02.2009, 10:47): Original von HenningKolf @ab
ich muss sagen, dass mich der Verriss durchaus neugierig auf die Musik macht..........
Das vielleicht noch mehr.
HenningKolf (06.02.2009, 06:22): In der Tat! Ich hab die CD mal auf "die Liste" gesetzt, sogar ziemlich oben!
Henning
ab (02.03.2009, 10:41): OehmsClassics OC 598 Corelli à la Mode Wolfgang Temmingh • Olga Watts hier
:rofl
Cetay (inaktiv) (02.03.2009, 11:11): Original von ab OehmsClassics OC 598 Corelli à la Mode Wolfgang Temmingh • Olga Watts hier
:rofl
:J :J :J
Ich vermute mal, der Rezensent hat eine ganze Flasche von erwähntem Likör gebraucht, um die CD zu ertragen und gleich anschließend im Vollrausch diesen Ausbund an Inkoheränz auf die Tastatur gelassen.
ab (10.03.2009, 22:12): Ruppiger Mozart aus Frankreich bei Virgin hier
Jérémie Rhorer und das Orchester ‚Le Cerlce de l’Harmonie’
ab (02.04.2009, 15:33): Köstlich formuliert: "Kurzum, diese Telemann-Interpretationen eskalieren zur Geschmacksache ersten Grades und zweiter Qualität."
Georg Philipp Telemann: Passion Cantatas Klaus Mertens • Accademia Daniel • Shalev Ad-El cpo
ab (05.05.2009, 14:13): Mendelssohn Bartholdy, Felix: Klavierkonzert Nr. 1 op. 25 Andrea Bacchetti Arts music hier
ab (17.06.2009, 16:54): Filmmusik von Hans Zimmer hier.
ab (30.07.2009, 14:51): Das Debut Album bei der DG mit der Chinesin Yuja Wang hier.
Sie wird übrigens in den kommenden Tagen das Luzerner Festival mit Prokofjews Konzert für Klavier Nr. 3 mit Abbado eröffnen ( incl. Mahlers Sinfonie Nr. 1).
Schon allein deshalb bin ich den Worten des Rezenseten höchst skeptisch gegenüber.
Solche Wortwahl, übrigens, findet man eigentlich nur über asiatische Musiker; und eventuell etabliertere Musikerinnen Deutschlands, warum nur? ein Akt des Chauvinismus ?(
Gamaheh (30.07.2009, 16:10): Original von ab Das Debut Album bei der DG mit der Chinesin Yuja Wang hier.
Schon allein deshalb bin ich den Worten des Rezenseten höchst skeptisch gegenüber.
Wieso - die sind doch eigentlich ziemlich aussagelos. Ich entnehme ihnen noch nicht einmal, daß die Platte dem Rezensenten nicht gefallen hat, sondern lediglich, daß er ein Mäkler ist.
Grüße, Gamaheh
ab (30.07.2009, 18:25): Original von Gamaheh Original von ab Das Debut Album bei der DG mit der Chinesin Yuja Wang hier.
Schon allein deshalb bin ich den Worten des Rezenseten höchst skeptisch gegenüber.
Wieso - die sind doch eigentlich ziemlich aussagelos.
Grüße, Gamaheh
Also Aussage wie: fehlende Impulsivität und Signifikanz, Strahlkraft und Kantabilität dafür verkrampft und angestrengt mit ziemlich schwerfälliger und inkohärenter Phrasierung sowie übertriebener Verwendung von Rubati, scheint mir nicht gerade "ziemlich aussagelos".
:hello
Einen Kommentar zum anderen Teil meiner Aussage hätte ich womöglich fruchtbarer gefunden:
Solche mäkelnde Wortwahl, übrigens, findet man eigentlich nur über asiatische Musiker; und eventuell etabliertere Musikerinnen Deutschlands, warum nur? ein Akt des Chauvinismus? ?(
..aber das gehört womöglich in die Rubrik: "Über solche Worte ärgere ich mich"
Gamaheh (30.07.2009, 20:52): Original von ab Original von Gamaheh Original von ab Das Debut Album bei der DG mit der Chinesin Yuja Wang hier.
Schon allein deshalb bin ich den Worten des Rezenseten höchst skeptisch gegenüber.
Wieso - die sind doch eigentlich ziemlich aussagelos.
Grüße, Gamaheh
Also Aussage wie: fehlende Impulsivität und Signifikanz, Strahlkraft und Kantabilität dafür verkrampft und angestrengt mit ziemlich schwerfälliger und inkohärenter Phrasierung sowie übertriebener Verwendung von Rubati, scheint mir nicht gerade "ziemlich aussagelos".
:hello
Einen Kommentar zum anderen Teil meiner Aussage hätte ich womöglich fruchtbarer gefunden:
Solche mäkelnde Wortwahl, übrigens, findet man eigentlich nur über asiatische Musiker; und eventuell etabliertere Musikerinnen Deutschlands, warum nur? ein Akt des Chauvinismus? ?(
..aber das gehört womöglich in die Rubrik: "Über solche Worte ärgere ich mich"
Lieber ab,
nicht nur diese Rezension, aber diese insbesondere, weil der Autor für mich ein völlig unbeschriebenes Blatt ist, hat für mich keine Aussagekraft. Ich habe keine Ahnung von seinen Standards von Impulsivität, Signifikanz, Strahlkraft usw. Wieviel Rubato ist für ihn angemessen?
Da ich die Erfahrung gemacht habe, daß ich häufig anderer Meinung bin als Rezensenten (und sicher nicht nur ich), gibt mir all dies keinerlei Anhaltspunkt. Das, was er über den langsamen Satz sagt, finde ich (nach meinen Kriterien) eher interessant.
Ich weiß nicht einmal, unter welchen Voraussetzungen dieser Rezensent schreibt: Ist er ein professioneller Kritiker, der Zeilen für Geld abliefert und ohnehin nur abschnittsweise die ersten Takte hört? Schreibt er, um sich zu profilieren? Weil er seine Meinung gerne im Druck sieht?
Darüber hinaus habe ich die Erfahrung gemacht, daß einige nur schreiben, wenn sie etwas Positives zu sagen haben, andere nur zufrieden sind, wenn sie ein Haar in der Suppe finden. Wie soll ich mir da aufgrund einer Kritik eine Meinung bilden?
Ich glaube übrigens wirklich, daß Mörike in seinem von Wolf vertonten Gedicht "Abschied" (wenn ich mich nicht irre) Abschließendes über Rezensenten gesagt hat. Die Künstler sind es, insbesondere die, die (noch) nicht über derlei Geschreibe erhaben sind, denen so etwas unter Umständen sehr nahe geht - ich weiß noch gut, wie ich einem einmal die eigentlich positive Bedeutung einer für ihn sehr negativen Kritik erklärte. Kritiker, die ich schätze, schreiben so nicht. Allerdings sind Kritiker auch nur Menschen, die durch alle möglichen anderen Dinge beeinflußt werden (vielleicht haben sie schlecht geschlafen, haben einen Affen oder sonstwas). Fazit: einige Kilo Salz.
Nur wenn ich über lange Zeit die Erfahrung gemacht habe, daß ein Rezensent die gleichen Vorlieben hat wie ich und ich ihn aufgrund seiner ausgewogenen und abwägenden Schreibweise für ernstzunehmend halte, neige ich dazu, seine Meinung als für mich aussagekräftig anzusehen. Ein einziges Mal habe ich mich durch mehrere positive Beiträge in diesem Forum verleiten lassen, eine CD zu kaufen - und war enttäuscht ...
Übrigens nehme ich diesen Kritiker schon nicht mehr ernst, wenn er schreibt: "An Lang Langs pianistischen Fähigkeiten scheiden sich bekanntlich die Geister", denn daran scheiden sie sich wohl kaum, sondern eher an seinen musikalischen Fähigkeiten.
Was Deine andere Frage betrifft, so kann ich dazu nichts sagen, weil ich nicht genügend Kritiken lese. Gleichwohl ist es ein Allgemeinplatz, über die "asiatischen Nähmaschinen" abfällig zu reden/schreiben - es soll wohl zeigen, daß man zu den wahren Kennern und Verteidigern der abendländischen Kultur gehört und sich nicht durch Virtuosität blenden läßt, mehr verlangt als die richtigen Noten, schnell gespielt. Genauso ein Allgemeinplatz ist es, sich abfällig über die "Majors" zu äußern und deren börsenähnliche Spekulationen. Sowas kommt immer an, ist aber nicht gerade sehr erhellend oder gar originell.
Wen Du mit mit den "etablierteren Musikerinnen Deutschlands" meinst, weiß ich nicht. Falls es um Pianistinnen geht, fällt mir eigentlich nur Ragna Schirmer ein, aber da habe ich noch nichts Abfälliges dieser Art gelesen. Vielleicht nennst Du mal ein paar Namen (und möglichst auch Hinweise auf solche Kritiken)?
Beste Grüße, Gamaheh
Rachmaninov (16.08.2009, 10:08): Aua
ab (22.10.2009, 18:36): Da kommt die neue Schuber-CD von David Fray gar nicht gut weg.
Heike (22.10.2009, 19:25): Interessant. Ich habe ja die CD jetzt schon einige Male gehört. Dem Verriss kann ich mich nicht anschließen, ich finde sie jetzt keine absolute Glanzleistung, aber insgesamt doch gelungen und gut anzuhören. Z.B. "Liedhafte Innigkeit oder gar Schlichtheit sind Frays Sache nicht" - verstehe ich gar nicht. Ich meine, dass er das sehr zart, fast meditativ spielt und überhaupt nicht zäh oder gar selbstdarstellerisch. Ja, es ist melancholisch, einsam, vielleicht auch quälend, aber so kann man Schubert spielen, warum nicht. Aber ich finde nicht, dass er es "sentimental" spielt. Ich finde es sogar ziemlich klar. Heike
nikolaus (22.10.2009, 21:53): Ich habe zwar die CD nicht gehört, aber im Radio eine Besprechung mitbekommen, in der einige Ausschnitte gebracht wurden. Und ich kann mich Heike anschliessen: das wirkte alles sehr weich, introvertiert, und auch in sich stimmig. Mir hat das durchaus gefallen. Sicherlich entfuhr mir kein "Wow" oder so, aber ich habe es gerne gehört. Danach habe ich dann die Impromptus mit Zimerman gehört, den ich im Vgl. dann stellenweise schon fast schroff fand...
Nikolaus.
Heike (08.12.2009, 13:53): Johann Sebastian Bach: Gambensonaten Martin Stadtfeld, Jan Vogler,
Poztupimi (05.03.2010, 18:07): Beim Nachlesen der von ab hier zitierten Kritik des Violinkonzertes von Elgar mit Znaider (ich stimme ab zu: deutlich besser bewertet was die Punktezahl betrifft, als dies der Text erwarten läßt), bin ich auf eine Kritik zu dieser Aufnahme gestoßen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/414DlIwdR5L._SL500_AA300_.jpg Antonín Dvorák Violinkonzert op. 53, Violinsonate op. 57, Sonatine op. 100 Jack Liebeck, Violine / Katya Apekisheva, Klavier / Royal Scottish National Orchestra / Garry Walker
Die wird hier aber so ziemlich verrissen!
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (20.03.2010, 11:31): Während diese CD
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41GJEw7ArSL._SL500_AA240_.jpg Bach - Violin and Voice Hilary Hahn, Christine Schäfer & Matthias Goerne / Münchener Kammerorchester / Alexander Liebreich
bei den Kundenrezensionen bei Amazon ja ziemlich gut wegkommt und die Amazon-Redaktion sich in ihrer Kritik nach meinem Eindruck eigentlich mehr am Konzept zu stören scheint, wird sie hier ja doch ziemlich verrissen.
Grüße, Wolfgang
Armin70 (20.03.2010, 14:24): Ehrlich gesagt brauche ich solche Aufnahmen überhaupt nicht. Unabhängig davon, wie gut oder schlecht die Interpretationen sind aber solche in meinen Augen wahllosen Zusammenstellungen von angenehm zu hörenden Stücken, in dem Fall von Werken J. S. Bachs, finde ich überflüssig.
Diese CD ist für mich mal wieder ein Beispiel, wie gerade die DG immer wieder versucht, große Namen für eine CD gemeinsam vor das Mikro zu bekommen, in der Hoffnung, dass sich die CD dann wie von ganz alleine verkauft, weil die Kunden allein schon aufgrund der Interpreten-Namen blind zugreifen. Vermutlich geht dieses Konzept sogar auch auf.
Wems gefällt, der soll sich die Scheibe halt kaufen. Ich tue es jedenfalls nicht.
Rachmaninov (20.03.2010, 17:00): Original von Armin70
Diese CD ist für mich mal wieder ein Beispiel, wie gerade die DG immer wieder versucht, große Namen für eine CD gemeinsam vor das Mikro zu bekommen, in der Hoffnung, dass sich die CD dann wie von ganz alleine verkauft, weil die Kunden allein schon aufgrund der Interpreten-Namen blind zugreifen. Vermutlich geht dieses Konzept sogar auch auf.
:down :D :ignore
Cetay (inaktiv) (20.03.2010, 17:45): Original von Armin70 Ehrlich gesagt brauche ich solche Aufnahmen überhaupt nicht. Unabhängig davon, wie gut oder schlecht die Interpretationen sind aber solche in meinen Augen wahllosen Zusammenstellungen von angenehm zu hörenden Stücken, in dem Fall von Werken J. S. Bachs, finde ich überflüssig.
Diese CD ist für mich mal wieder ein Beispiel, wie gerade die DG immer wieder versucht, große Namen für eine CD gemeinsam vor das Mikro zu bekommen, in der Hoffnung, dass sich die CD dann wie von ganz alleine verkauft, weil die Kunden allein schon aufgrund der Interpreten-Namen blind zugreifen. Vermutlich geht dieses Konzept sogar auch auf.
Wems gefällt, der soll sich die Scheibe halt kaufen. Ich tue es jedenfalls nicht.
Vergessen wir nicht, dass die DGG eine Plattenfirma ist. Und der Zweck einer Firma ist (zumindest in unserer gegenwärtigen Wirtschaftsordnung) Geld zu vedienen. Um Geld zu verdienen, sind 5 Schritte notwendig: 1) Die Zielgruppe festlegen, 2) Herausfinden welche Bedürfnisse diese Zielgruppe hat, 3) Produkte anbieten, die die Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllen, 4) Die Produkte zu dem Preis anbieten, den die Zielgruppe bereit ist, zu bezahlen, 5) Die Produkte so herstellen und vertreiben, dass der Preis die Kosten überdeckt. Nichts anderes macht die DGG. Das hat nichts mit Hoffnung zu tun, dass die Kunden blind zugreifen. Man weiß schon vorher, dass die Kunden ganz bewußt zugreifen, sonst wäre die Realisierung erst gar nicht erfolgt. Natürlich gibt es immer wieder mal Flops, die eine Folge davon sind, dass bei den Punkten 2 und 4 nicht genügend oder genau genug Marktforschung betrieben wurde. Dann rollen Köpfe im Produktmanagement und man verramscht das Produkt, um wenigstens die Verluste zu begrenzen. Fast jede Firma arbeitet nach diesen simplen Regeln. Warum ist das gerade bei Klassik-CDs so bemerkenswert, während wir uns bei 1000 anderen Produkten keinerlei Gedanken dazu machen?
Armin70 (20.03.2010, 20:22): Original von Cetay Vergessen wir nicht, dass die DGG eine Plattenfirma ist. Und der Zweck einer Firma ist (zumindest in unserer gegenwärtigen Wirtschaftsordnung) Geld zu vedienen. Um Geld zu verdienen, sind 5 Schritte notwendig: 1) Die Zielgruppe festlegen, 2) Herausfinden welche Bedürfnisse diese Zielgruppe hat, 3) Produkte anbieten, die die Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllen, 4) Die Produkte zu dem Preis anbieten, den die Zielgruppe bereit ist, zu bezahlen, 5) Die Produkte so herstellen und vertreiben, dass der Preis die Kosten überdeckt. Nichts anderes macht die DGG. Das hat nichts mit Hoffnung zu tun, dass die Kunden blind zugreifen. Man weiß schon vorher, dass die Kunden ganz bewußt zugreifen, sonst wäre die Realisierung erst gar nicht erfolgt. Natürlich gibt es immer wieder mal Flops, die eine Folge davon sind, dass bei den Punkten 2 und 4 nicht genügend oder genau genug Marktforschung betrieben wurde. Dann rollen Köpfe im Produktmanagement und man verramscht das Produkt, um wenigstens die Verluste zu begrenzen. Fast jede Firma arbeitet nach diesen simplen Regeln. Warum ist das gerade bei Klassik-CDs so bemerkenswert, während wir uns bei 1000 anderen Produkten keinerlei Gedanken dazu machen?
Danke für die Gratisstunde in BWL und Marketing. :wink (Das liest sich fast wie ein offizielles Statement aus dem DGG-Haus). Mir ist schon klar, dass die DGG natürlich eine Firma ist, die nicht allein von Luft und der Liebe zur Kunst, sondern eben letztlich durch den Verkauf seiner Produkte lebt.
Dennoch darf man gelegentlich bei einigen Produktionen (egal von welchem Label), die zu offensichtlich auf den Geldbeutel der Konsumenten abzielen als dass sie einen künstlerischen Anspruch oder Repertoirewert haben, oder wie immer man das bezeichnen will, Kritik üben.
Das ist jedenfalls meine Meinung.
Rachmaninov (20.03.2010, 20:32): Original von Armin70 Original von Cetay Vergessen wir nicht, dass die DGG eine Plattenfirma ist. Und der Zweck einer Firma ist (zumindest in unserer gegenwärtigen Wirtschaftsordnung) Geld zu vedienen. Um Geld zu verdienen, sind 5 Schritte notwendig: 1) Die Zielgruppe festlegen, 2) Herausfinden welche Bedürfnisse diese Zielgruppe hat, 3) Produkte anbieten, die die Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllen, 4) Die Produkte zu dem Preis anbieten, den die Zielgruppe bereit ist, zu bezahlen, 5) Die Produkte so herstellen und vertreiben, dass der Preis die Kosten überdeckt. Nichts anderes macht die DGG. Das hat nichts mit Hoffnung zu tun, dass die Kunden blind zugreifen. Man weiß schon vorher, dass die Kunden ganz bewußt zugreifen, sonst wäre die Realisierung erst gar nicht erfolgt. Natürlich gibt es immer wieder mal Flops, die eine Folge davon sind, dass bei den Punkten 2 und 4 nicht genügend oder genau genug Marktforschung betrieben wurde. Dann rollen Köpfe im Produktmanagement und man verramscht das Produkt, um wenigstens die Verluste zu begrenzen. Fast jede Firma arbeitet nach diesen simplen Regeln. Warum ist das gerade bei Klassik-CDs so bemerkenswert, während wir uns bei 1000 anderen Produkten keinerlei Gedanken dazu machen?
Danke für die Gratisstunde in BWL und Marketing. :wink (Das liest sich fast wie ein offizielles Statement aus dem DGG-Haus). Mir ist schon klar, dass die DGG natürlich eine Firma ist, die nicht allein von Luft und der Liebe zur Kunst, sondern eben letztlich durch den Verkauf seiner Produkte lebt.
Dennoch darf man gelegentlich bei einigen Produktionen (egal von welchem Label), die zu offensichtlich auf den Geldbeutel der Konsumenten abzielen als dass sie einen künstlerischen Anspruch oder Repertoirewert haben, oder wie immer man das bezeichnen will, Kritik üben.
Das ist jedenfalls meine Meinung.
:times10
Dulcamara (20.03.2010, 21:37):
Diese CD ist für mich mal wieder ein Beispiel, wie gerade die DG immer wieder versucht, große Namen für eine CD gemeinsam vor das Mikro zu bekommen, in der Hoffnung, dass sich die CD dann wie von ganz alleine verkauft, weil die Kunden allein schon aufgrund der Interpreten-Namen blind zugreifen. Vermutlich geht dieses Konzept sogar auch auf.
Abgesehen davon, dass die DGG nur deshalb die Streichquartette von Bartok o.ä. produzieren kann, weil sie viele ihrer Produkte auch für den Massenmarkt konzipiert, ist dieser Vorwurf bei dieser CD eher nicht gerechtfertigt. Ich habe die drei Interpreten mit dem CD-Programm letztes oder vorletztes Jahr in Baden Baden erlebt und das war ein wirklich schöner Abend. Auch die Auswahl der Stücke ist durchaus bewusst erfolgt, da gezielt solche Arien ausgewählt wurden, bei denen das Gesangssolo durch eine Solo-Violine begleitet wird.
Und zumindest ich finde den Versuch, bekannte und auch weniger bekannte Stücke in neuen Konstellationen miteinander zu kontrastieren wesentlich spannender und auch von der Programmpolitik wesentlich anspruchsvoller als die 412. Aufnahme der Beethoven Klavierkonzerte vorzulegen - und dann die reduzierte Anzahl Streicher oder eine andere Orchesteraufstellung o.ä. als großes Feature herauszustellen.
Die zitierte Kritik aus dem Rondo Magazin finde ich übrigens nicht besonder geglückt, denn der Hauptvorwurf ist ja schließlich, dass Hilary Hahn keine HIP Interpretin sei. Fortgesponnen würde das ja bedeuten, dass künftig NUR NOCH HIP-Interpretationen erlaubt sind?
Cetay (inaktiv) (21.03.2010, 07:17): Original von Armin70 Original von Cetay Vergessen wir nicht, dass die DGG eine Plattenfirma ist. Und der Zweck einer Firma ist (zumindest in unserer gegenwärtigen Wirtschaftsordnung) Geld zu vedienen. Um Geld zu verdienen, sind 5 Schritte notwendig: 1) Die Zielgruppe festlegen, 2) Herausfinden welche Bedürfnisse diese Zielgruppe hat, 3) Produkte anbieten, die die Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllen, 4) Die Produkte zu dem Preis anbieten, den die Zielgruppe bereit ist, zu bezahlen, 5) Die Produkte so herstellen und vertreiben, dass der Preis die Kosten überdeckt. Nichts anderes macht die DGG. Das hat nichts mit Hoffnung zu tun, dass die Kunden blind zugreifen. Man weiß schon vorher, dass die Kunden ganz bewußt zugreifen, sonst wäre die Realisierung erst gar nicht erfolgt. Natürlich gibt es immer wieder mal Flops, die eine Folge davon sind, dass bei den Punkten 2 und 4 nicht genügend oder genau genug Marktforschung betrieben wurde. Dann rollen Köpfe im Produktmanagement und man verramscht das Produkt, um wenigstens die Verluste zu begrenzen. Fast jede Firma arbeitet nach diesen simplen Regeln. Warum ist das gerade bei Klassik-CDs so bemerkenswert, während wir uns bei 1000 anderen Produkten keinerlei Gedanken dazu machen?
Danke für die Gratisstunde in BWL und Marketing. :wink (Das liest sich fast wie ein offizielles Statement aus dem DGG-Haus). Mir ist schon klar, dass die DGG natürlich eine Firma ist, die nicht allein von Luft und der Liebe zur Kunst, sondern eben letztlich durch den Verkauf seiner Produkte lebt.
Dennoch darf man gelegentlich bei einigen Produktionen (egal von welchem Label), die zu offensichtlich auf den Geldbeutel der Konsumenten abzielen als dass sie einen künstlerischen Anspruch oder Repertoirewert haben, oder wie immer man das bezeichnen will, Kritik üben.
Mir ging es nicht um Kritik an der Kritik, sondern um das Hinterfragen der Motivation dazu. Es ist mittlerweile Mode geworden, auf Produktionen herumzuhaken, die zu offensichtlich auf den Geldbeutel der Konsumenten abzielen als dass sie einen künstlerischen Anspruch oder Repertoirewert haben, insbesondere dann, wenn das noch durch "fragwürdige" Marketingmethoden unterstützt wird. Meine Gratisstunde sollte lediglich zeigen, dass fast immer auf den Geldbeutel der Kunden abgzezielt werden muss (auch bei anderen Künstlern und Projekten, nur eben weniger offensichtlich). Im konkreten Fall will das Publikum offenbar keinen Repertoirewert sondern einen Bach-Querschnitt mit Simmen, Geige und drei Stars und dieses Bedürfnis wird erfüllt. Dass ordentlich Umsatz gemacht wird und damit Arbeit -auch für Marketingleute- erhalten bleibt und Mittel für riskantere Projekte wie die erwähnten Bartokquartette übrig bleiben, schafft eine Gewinn-Gewinn Situation, an der ich nichts zu kritisieren habe.
Severina (21.03.2010, 11:41): Ich sehe das genauso wie Cetay. Was ist schlimm daran, wenn mit einer, nennen wir es massentauglichen CD die Kohle gescheffelt wird, die es einem Label erlaubt, dann auch für die Nische zu produzieren?? Umgelegt auf mein Spezialgebiet Oper: Für mich ist die 185 675. Einspielung von "Und furtiva lagrima" und anderer Tenorhits absolut entbehrlich, aber diese Scheiben gehen weg wie warme Semmeln und gestatten es dann z.B. Decca, mit Juan Diego Flórez nicht nur diese 0815-CD zu produzieren, sondern auch "Arias for Rubini", zu der sicher niemand greift, der bloß auf Opernschmachtfetzen oder Interpreten mit Latin-Lover-Image steht.
Die "hehre Kunst" ist zu allen Zeiten durch die weniger hehre finanziert worden - so what?
lg Severina :hello
Dulcamara (21.03.2010, 13:40): Original von Severina Umgelegt auf mein Spezialgebiet Oper: Für mich ist die 185 675. Einspielung von "Und furtiva lagrima" und anderer Tenorhits absolut entbehrlich, aber diese Scheiben gehen weg wie warme Semmeln und gestatten es dann z.B. Decca, mit Juan Diego Flórez nicht nur diese 0815-CD zu produzieren, sondern auch "Arias for Rubini", zu der sicher niemand greift, der bloß auf Opernschmachtfetzen oder Interpreten mit Latin-Lover-Image steht.
Bin ja prinzipiell absolut der gleichen Meinung, allerdings würde ich die "Arias for Rubini"-CD von Florez jetzt auch nicht als Beleg für eine besonders anspruchsvolle Programmgestaltung heranziehen. Diese ganze Masche, CDs Opernstars der Vergangheit fakemäßig zu widmen (ähnlich ja z.B. die Bartoli mit "Maria" oder diDonato mit "Colbran the Muse") ist für mich fast schon ein Paradebeispiel für eine eher kommerzielle Herangehensweise an die Klassikvermarktung - zusammen mit dem Aufwärmen jahrhundertealter Klatschgeschichten zu den jeweiligen Helden. ;-)
Severina (21.03.2010, 14:35): Lieber Dulcamara,
ich denke, dass es heutzutage gar nicht so einfach für einen Sänger ist, ein "anspruchsvolles" Programm zu bieten. Als anspruchslos gilt unter Fachleuten in der Regel, was (fast) alle kennen, die Hits sozusagen, und darunter fällt "Arias for Rubini" wohl kaum, weshalb diese Scheibe bei meinen Bekannten, deren Belcantoverständnis sich in der Regel von 3 Opern ableitet, glatt durchgefallen ist: "Das ist doch alles fad, kein Vergleich mit dem Barbier, und wer ist überhaupt Rubini???" Für den Kenner hingegen gibt es wohl kaum Überraschungen, denn was soll z.B. Flórez in seinem Fachgebiet aufnehmen, was wirklich "neu" ist?? Vergessene Belcantowerke sind es meist zurecht, das hat sich mir bestätigt, als ich vor einiger Zeit das Projekt durchzog, wirklich alle Opern von Rossini und Donizetti kennen zu lernen, sofern auch nur eine einzige Aufnahme davon existiert. Nun, viele von ihnen will ich wirklich kein zweites Mal hören :(. Das ist meiner Meinung nach auch einer der Gründe, warum Barockmusik (egal ob vokal oder instrumental) im Moment so boomt, weil das eben noch nicht so abgenudelt ist und da noch wirkliche Schätze zu heben sind. (Siehe Simone Kermes "Lava") Aber auch das wird ja einem Sänger sofort verübelt, wenn er sich auf ein Terrain "verirrt", wo er nach langläufiger Meinung nichts zu suchen hat. (Siehe Villazón und Händel! Spielt er dann aber das x-te Verdirecital ein, heißt`s von den gleichen Leuten, die ihm jede Berechtigung für Barockmusik absprechen :"Wie einfallslos!") Ich kann mich außerdem noch gut erinnern, wie Bartolis erste Versuche jenseits des Mainstreams kommentiert wurden: "Die nimmt doch nur deshalb so "komische" Sachen auf, weil man sie da mit niemandem vergleichen kann!" Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die bekanntlich niemand kann!
lg Severina :hello
Armin70 (21.03.2010, 14:36): Alles schön und richtig. Komischerweise schaffen aber auch kleinere Labels sog. "Risikoproduktionen" wie Bartoks Streichquartette oder anderes Randrepertoire, ohne solche Marketingproduktionen, wie man sie gerade bei dem Gelb-Label oft findet, auf den Markt bringen zu müssen.
Aber sei´s drum: Wenn das Publikum solche Produktionen haben will, dann soll es diese auch bekommen. Schliesslich hat man als Verbraucher ja auch das Recht, nicht alles kaufen zu müssen, was auf dem Markt geschleudert wird.
Meine Kritik an solchen Produktionen richtete sich übrigens an die Plattenfirma und nicht an die Künstler, die daran beteiligt sind.
Jimi (09.04.2010, 16:04): Original von Dulcamara
Bin ja prinzipiell absolut der gleichen Meinung, allerdings würde ich die "Arias for Rubini"-CD von Florez jetzt auch nicht als Beleg für eine besonders anspruchsvolle Programmgestaltung heranziehen. Diese ganze Masche, CDs Opernstars der Vergangheit fakemäßig zu widmen (ähnlich ja z.B. die Bartoli mit "Maria" oder diDonato mit "Colbran the Muse") ist für mich fast schon ein Paradebeispiel für eine eher kommerzielle Herangehensweise an die Klassikvermarktung - zusammen mit dem Aufwärmen jahrhundertealter Klatschgeschichten zu den jeweiligen Helden. ;-)
Sorry Dulcamara, da bin ich anderer Meinung.
Man kann zu der von Dir kritisierten kommerziellen Klassikvermarktung stehen wie man will, aber mit der Qualität der Programmgestaltung hat das doch rein gar nichts zu tun. Florez 1. Cd enthält ausschließlich Stücke von Rossini. Die 2, dann Bellini und Donizetti. Bei der 3. erweitert er das Ganze mit ein wenig Verdi Gluck und Cimarosa... . Einiges davon wie "Orphee et Euridice" und "Rigoletto” hat er inzwischen komplett gesungen. Mit "Arias for Rubini” kehrt er zu seiner Spezialität, dem romantischen Belcantorepertoir zurück und singt wie auf den ersten beiden Cds Rossini, Bellini und Donizetti. Wenn die Plattenfirma die gleiche Cd, was weis ich, "Great Arias from Rossini,Bellini and Donizetti” genannt hätte, was dann? Wäre dann die Programmgestaltung anspruchsvoller oder die Cd besser?
:hello Jimi
ab (12.04.2010, 10:19): dieser Rezension zufolge ruinieren Chang und Masur die Violinkonzerte von Brahms und Bruch.
Wobei mir schleierhaft bleibt, wie schlecht eine Aufnahme sein muß, damit sich der Kritiker dazu durchringen kann, max. einen Stern für eine "unterdurchschnittliche" Leistung zu vergeben. Denn mehr kann er meiner Auffassung nach bei der Schilderung eigentlich nicht vergeben Mit einer Bewertung als "durchschnittlich" tut er doch fast all' den Aufnahmen Unrecht, die zwar nicht gut sind, aber doch sicher noch besser als diese hier zu sein scheint (was ich mir gut vorstellen kann, wenn ich so an ihre Vivaldi-Aufnahme denke).
Grüße, Wolfgang
ab (12.04.2010, 19:04): Original von Poztupimi Original von ab dieser Rezension zufolge ruinieren Chang und Masur die Violinkonzerte von Brahms und Bruch.
Wobei mir schleierhaft bleibt, wie schlecht eine Aufnahme sein muß, damit sich der Kritiker dazu durchringen kann, max. einen Stern für eine "unterdurchschnittliche" Leistung zu vergeben. Denn mehr kann er meiner Auffassung nach bei der Schilderung eigentlich nicht vergeben
Mir ist das gar nicht schleierhaft, weil ja doch immer in den Köpfen als Objektivitätsmaßstab solcher Berwertungen rumspukt, sich auf technische Mängel zu beziehen. Und solche lassen sich bei Chang sicher nicht nachweisen; höchstens bei Masurs Dirigat. :hello
Poztupimi (14.05.2010, 22:36): Unter der Überschrift "Grobe Wiedergabe" kommt Claudio Abbados jüngste Pergolesi-Aufnahme
Wobei ich mich beim Lesen dann aber frage, wieso die Autorin nach dem, was sie kritisiert, immer noch 2/5 Punkten (durchschnittlich) vergibt. Ihre Anmerkungen klingen für mich eher nach weniger als Durchschnitt.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.05.2010, 22:43): Noch so eine Kritik, bei der der Autor auch 2/5 vergibt, obwohl sich sein Text für mich auch hier nach noch weniger liest.
Michael Schlechtriem (15.05.2010, 21:36): Auweia, der Kritiker ist ausgebildeter Instrumentalpädagoge (Violine) und Musikwissenschaftler,
Er meint also zu wissen, wie es geht. Das ist aber schon alles. Ich kenne die verissene Aufnahme nicht, vielleicht hat er ja Recht.
Aber trotzdem bleibt bei mir ein flaues Gefühl im Magen bei solchen Kritikern, die alles besser wissen. Eunuchen halt, sie wissen, wie es geht.
Armin70 (16.05.2010, 00:12): Früher, vor vielleicht 20 - 25 Jahren wäre ich gerne Musikkritker geworden, weil ich mir das in meiner damaligen Naivität toll vorstellte, sein Geld damit zu verdienen, dass man sich den ganzen Tag CD`s anhören und Konzerte und Opernvorstellungen besuchen kann.
Heute bin ich heilfroh, diesen Beruf nicht ergriffen zu haben, weil ich Musikkritiker eigentlich nur bedauere bzw. fast schon bemitleide. Ein Musikkritiker kann sich doch gar nicht mehr unbelastet und unvoreingenommen eine CD oder ein Konzert anhören, ohne in sein Berufsmuster zu verfallen, dass er in seinem Geiste die Musikdarbietung analysiert. Das stelle ich mir furchtbar vor. Natürlich wird jeder Musikkritiker sowas abstreiten aber ich nehme denen das nicht ab.
Genauso wenig kann ein Restaurant-Kritiker unbelastet ein Essen in einem Restaurant geniessen, obwohl er privat und nicht in Ausübung seines Kritiker-Berufs dort ist.
Wenn ich mir manche negativen CD- oder Konzertkritiken durchlese, denke ich mir schon manchmal in Richtung des Kritiker: "Machs doch besser wenn du kannst". Vielleicht sind einige Kritiker gescheiterte Musik-Akademie-Studenten, die kläglich beim Vorspielen scheiterten und jetzt beim Verfassen ihrer Kritiken ihren Frust ablassen. Ja ich weiss: Klischees wohin man blickt aber vielleicht ist ja doch was dran...
Michael Schlechtriem (16.05.2010, 00:37): Ein Musikkritiker kann sich doch gar nicht mehr unbelastet und unvoreingenommen eine CD oder ein Konzert anhören, ohne in sein Berufsmuster zu verfallen Hi, ich kenne einige Kritiker, vor denen ich wirklichen Respekt habe, da diese sehr objektiv schreiben und selber schwer was auf dem Kasten haben.
Und genau diese wirklich von mir geschätzten sehr fachkundigen Kritiker lassen eben nicht einen solchen Sermon los.
Wenn etwas schlecht war, dann wird das auch unverblümt ausgesprochen, der jeweilige Musiker weiß das selber sowieso.
Das geht in Ordnung. Kritiker wie Christoph Schlüren oder Christoph Schulte im Walde sind echte Könner und Koryphäen auf Ihrem Gebiet. Und sie sind fair! Und Ihre Kritik wird angenommen, da profund!
Es gibt noch weitere Kritiker, welche man sehr ernst nehmen sollte, die beiden Christophs sind nur ein herausragendes Beispiel für exzellente Musikkritik.
Es gibt halt Unterschiede, auch bei Kritikern.
Nicht jeder Wichtigtuer kann von vornherein davon ausgehen, daß er ein guter Kritiker ist. Auch einen guten Ruf und Respekt muß man sich als Kritiker erarbeiten.
Ansonsten könnte ja jeder Geigenlehrer vorbeikommen und Heifetz kritisieren, und das geht einfach nicht.
ab (16.05.2010, 09:18): Original von Michael Schlechtriem Auweia, der Kritiker ist ausgebildeter Instrumentalpädagoge (Violine) und Musikwissenschaftler,
Er meint also zu wissen, wie es geht. Das ist aber schon alles. Aber trotzdem bleibt bei mir ein flaues Gefühl im Magen bei solchen Kritikern, die alles besser wissen. Eunuchen halt, sie wissen, wie es geht.
Irendwie stößt es mir negativ auf, wie hier und auch an anderer Stelle im Forum von Dir eine Kluft zwischen "guten" Musikern einersteits und "bösen" Kritikern andererseits aufgerissen wird.
Gute Kritiker können einem helfen, die Aufmerksamkeit auf einen Aspekt zu richten, den man womöglich selber gar nicht gehört hätte. Und auch bei Kritikern verhält es sich wie bei allen Behauptungen: Sie können wahr oder falsch sein: Was soll dann die Aufregung? Letztlich müssen wir sowieso immer es selbst sein, die entscheiden, ob wir das, was behauptet wird, als richtig ist oder nicht anerkennen. Von falschen Behauptungen können wir in der Regel viel mehr lernen als von richtigen, einfach weil wir es selbst sind, die eingesehen haben, warum sich der Kritiker geirrt hat.
Und Theorie gegen Praxis auszuspielen und erstere als "Eunuchen" lächerlich zu machen, wird schlicht und einfach dem eigentlichen Verhältnis von Theorie und Praxis nicht gerecht. Ich bitte da freundlich, um mehr Tolleranz - gerade wegen aller Hochachtung und dem vollsten Verständiss Deinem "flauen Gefühl" gegenüber.
@ Armin Heute bin ich heilfroh, diesen Beruf nicht ergriffen zu haben, weil ich Musikkritiker eigentlich nur bedauere bzw. fast schon bemitleide. Ein Musikkritiker kann sich doch gar nicht mehr unbelastet und unvoreingenommen eine CD oder ein Konzert anhören, ohne in sein Berufsmuster zu verfallen, dass er in seinem Geiste die Musikdarbietung analysiert.
Ich habe den Eindruck bekommen, dass es keinen Unterschied macht ob Musiker oder Kritiker. Bei beiden gibt es Persönlichkeiten, die im "Berufsmuster" verharren aber auch solche, für die die Arbeit des Analysierens hinterher beginnt und die das Konzert unvoreingenommen genießen können. Musikerkollegen sind übrigens fast immer die kritischesten Kritiker (jetzt im gemeinten negativen Sinne).
Dein Bedauern sollte also, scheint mir, nicht einer Sparte gelten als vielmehr einzelnen Charaktären.
Außerdem: Goethe glaube ich war es, der einmal irgendwo gesagt hat: "Man sieht, was man weiß" und so ist es auch beim Hören: Je mehr man weiß (sprich: analysieren kann), desto mehr kann man auch hörend erkennen. Das ist per se sehr wertvoll. Da gibts wohl nichts zu bedaueren. :hello
Rideamus (16.05.2010, 10:02): Seltsam, dass das gleiche Thema zur selben Zeit gleich in mehreren Musikforen hoch kocht. Vielleicht ist das ein ganz passender Anlass, einmal eine alte Hommage an Fritz Kreisler zum Thema Musikkritiker aufzupolieren:
Beißend Kreisler umkreißend
Heute findet keine Zeitung Irgendwo noch mehr Verbreitung Durch Musikkritiker.
Drum geht, wer Musik erkoren Posten in verschied'nen Foren Als Musikkritiker.
Hat man ein bisschen Ahnung, was Musik ist. Hat man mehr gehört als viele Leut’, Weiß noch, was dem eig’nen Ohr ein Glück ist. Warnt man gern andere vor dem, was einen reut.
Weil man aber große Ziele Besser trifft bei diesem Spiele Als Musikkritiker,
Zielt man gerne auf was Hehres Und dazu noch Populäres Als Musikkritiker.
Weil man kein Banause ist von Haus aus, Drum gefällt Gefälliges gar nicht, Und so ficht' man seinen Strauß mit Strauss aus, Nicht der Johann, nein, der and’re ist der Wicht.
Wer dem Publikum zu willig, Findet man, ist viel zu billig, Als Musikkritiker.
Schwärmen alle für die Schöne, Sagen and're nur: "Ich stöhne!" Als Musikkritiker.
Wie könnt’ man mit ihr zufrieden sein, Hat man doch ein absolutes, manisch' Ohr? Niemals kriegt sie wirklich saub're Töne rein, Und sogar ihr russisch kommt uns spanisch vor.
Wer mag auf der Bühne eine Puppe, Wenn sie stimmlich kleine Brötchen bäckt. Karajan und Schönklang sind uns schnuppe, Sind sie doch am Orff auch noch verdregkt.
Doch sind wir konsequent Verkennen kein Talent, Solang' es möglichst unbeliebt Ist und nur Wenige vergnügt.
Doch schreit das Publikum „Hurra!'', Das nützt euch nichts, dann sind wir da! Wenn ich dann lese Wie mancher bese auf mich dann reagiert, ist's Recht. Denn nur wer kontrovers ist, ist nicht schlecht!
Dass die Welt es wisse, Lest die lustigen Verrisse Des Musikritikers!
Es lebe die Kritik!
(sehr frei nach Georg Kreisler)
:hello Rideamus
Armin70 (16.05.2010, 14:22): Meiner Meinung nach sind Kritiken von CD`s und DVD`s durchaus sinnvoll, weil sie evtl. den ein oder anderen Fehlkauf verhindern.
Ein Problem habe ich mit Konzert-Kritiken: Wenn man selbst in einem Konzert war und man fand das entweder großartig oder man war kaum bis gar nicht begeistert bzw. man fand es sogar grottenschlecht dann ist es natürlich interessant zu lesen, wie ein Kritiker dieses Konzert fand. Entweder hat der Kritiker die gleiche Meinung wie man selbst und man kann sich dann innerlich auf die Schulter klopfen, weil man sich durch den Profii-Musikkenner bestätigt fühlt oder der Kritiker hat die genau entgegensetzte Meinung und man fragt sich dann ob man selbst keine Ahnung hat oder ob der Kritiker Bullshit geschrieben hat. Wobei es dann sicherlich auf die Art und Weise ankommt, wie der Kritiker seine Rezension formuliert. Aber allein der Gebrauch von vielen Fachausdrücken kann auch darüber hinwegtäuschen, dass es bei dem Kritiker mit der Fachkompetenz in Wirklichkeit gar nicht so weit her ist. Sinnvoller sind da meiner Meinung nach Opernkritiken, wenn es von einer Oper mehrere Vorstellungen gibt und in der Zeitung dann z. B. die 1. Vorstellung besprochen wird. Wenn diese Rezension positiv ist, kann man sich dafür entscheiden, auch in diese Aufführung zu gehen. Andererseits kann eine mittelmäßige bis schlechte Kritik einem von einem Opernbesuch abhalten. Wobei das auch interessant sein kann, wenn es z. B. eine provokante Inszenierung ist an der sich der Kritker stört und das gerade die Neugier weckt, eben deshalb in diese Opern-Vorstellung zu gehen.
Ich will gar nicht abstreiten, dass es Musikkritiker gibt, die wirklich ein profundes Wissen haben, die nicht nur korpulent sonder auch kompetent sind und die bei Musikern/innen auch anerkannt sind. Wenn aber andererseits Musiker/innen ihre eigenen schärfsten Kritiker sind und die z. B. wissen, wenn ein Konzert nicht so gut gelaufen ist wie man es sich vorgenommen hatte, frage ich mich, ob einem Künstler/in die Kritik iin der Zeitung/Internet überhaupt interessiert. Entweder bestätigt der Kritker die negativen Eindrücke des Künstlers oder der Kritker fand das Konzert entweder trotzdem gut aber dann hat der Kritker keine Ahnung oder er ist ein Schleimer...
Zuckermann (16.05.2010, 18:55): Mit Kritik ist es natürlich immer so eine Sache. Niemand wird wirklich gern kritisiert, das weiß jeder (auch Nicht-Musiker) aus dem Berufsleben. Künstler/Musiker gelten ja schon als legendär dünnhäutig.
Insofern passt Michaels Äußerung da ins Bild; Kritiker an sich sind da schnell "Eunuchen". Ich halte das für unsinnig. Tatsächlich gehören doch Kritiker einfach dazu. Dass (sinngemäß) "Musiker selbst wissen, wenn etwas schlecht war", bringt doch niemanden weiter. Ohne Kritiker würde beispielsweise ein Konzert nun mal nicht über die Zahl der Beteiligten (Musiker, Publikum) hinaus bekannt werden. Dieses Bekanntmachen ist einfach die Rolle der Kritiker.
Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass eben ein Kritiker auch nur seine Meinung äußern kann. Die ist im guten Fall fachlich fundiert, bleibt aber letztlich zwingend subjektiv. Insofern nehme ich Kritiken als Informationen, nicht als Wahrheiten. Mit so einer Haltung sollten doch eigentlich alle ganz gut leben können.
Gruß, Ekkehard.
Michael Schlechtriem (17.05.2010, 01:40): Insofern passt Michaels Äußerung da ins Bild; Kritiker an sich sind da schnell "Eunuchen". Ich halte das für unsinnig. Aber ich habe doch schon zurückgerudert und beschrieben, daß mir einige wirklich sehr kompetente Kritiker bekannt sind, deren Urteil ich auch schätze und annehme.
Im Prinzip geht es mir nur um eine Oberlehrerhafte Art von Kritikern, die gibt es, daran wird ja hoffentlich niemand zweifeln.
Und mimosenhaft....na ja, das kommt darauf an.
Ich finde, ein Kritiker sollte erst einmal neutral bleiben. Mir ist vor Jahren z.B. passiert, daß mir nach der Aufführung eines hochromantischen Cellokonzertes der Kritiker über den Weg lief und mir sagte: "Schön gespielt, aber warum spielst Du solch einen Mist?"
Ich habe Ihm dann verdutzt zu Verstehen gegeben, daß ich das eben gespielte Werk sehr liebe, warum sollte ich es wohl sonst aufführen?
Die Kritik war dann für mich zwar gut, aber das Werk wurde völlig durch den Kakao gezogen. Und das tut auch weh, dem Publikum scheint das Werk (übrigens das Cellokonzert von Miaskowsky) sehr, sehr gut gefallen zu haben. Nur nicht dem Herrn Kritiker.......
Auch die Sonate meines besten Freundes auf meiner Genuin-CD wurde von einer jungen Kritikerin verrissen, da Ihrer unwesentlicher Meinung nach tonal komponiert.
Das Teil ist zwölftönig, aber sie hat es nicht gemerkt, sondern gleich geschrieben "die Ersteinspielung der Sonate für Cello und Klavier enttäuscht......stellt immer noch die Frage der Tonalität und verhilft der klassischen Sonatenform nur bedingt zu neuem Leben."
Ja, muß sie das denn, was soll so etwas? Wenn es Ihr nicht gefällt, dann soll Sie bitteschön nicht nach Verklausulierungen suchen, welche Ihre Einschätzung als allgemeingültig hinstellen, sondern ganz einfach sagen: Mir gefällt das Werk nicht. Ich habe dann nach dem Namen dieser Kritikerin gegoogelt. Alles, was ich fand, waren Schülerzeitungsdinger. Also wohl eine Studentin im ersten Semester oder so.Und die darf dann in einer großen Zeitschrift wie "Das Orchester" rezensieren?
Es gibt nämlich 'ne Menge Leute, denen diese Sonate sehr gut gefällt, ein britischer Kritiker war da völlig anders drauf, nämlich enthusisastisch.
In all diesen Fällen geht es nicht um mich-für mich selber waren die Kritiken sehr gut-sondern um die Werke.
Und als Interpret setze ich mich auf die Bühne, um Musik, welche mir etwas bedeutet, vorzustellen.
Und von einem Kritiker möchte ich erwarten, daß er seine persönlichen Vorlieben erst einmal zuhause läßt und neutral schreibt, so gut es halt geht.
Wir hatten mal einen Kritiker, der jede Aufführung unseres Sinfonieorchesters mit seiner CD-Sammlung verglich.
Im Prinzip ist dies nichts schlimmes, aber all diese Kritiken gingen nicht mehr um mein Orchester, sondern es ging alleine um die CD-Sammlung des Kritikers.
Es wird immer dann schwierig, wenn der Kririker irgendwie selber am Konzert/Aufnahme teilhaben möchte. Wenn Tips gegeben werden, Geschmacksvorzüge des Kritikers wichtig sind usw.
Das ist ein schmaler Grat......... Tips können brauchbar sein, aber dann bitte nicht öffentlich und nicht, um das große Fachwissen des Kritikers zu beweisen. Jedenfalls ERSTMAL nicht, auch ein Harold C. Schonberg ist nicht vom Himmel gefallen, sondern hat sich seinen Status als Starkritiker erarbeitet.
Also, ich möchte mal vorsichtig so sagen: Wenn ich bei einer Kritik überwiegend informiert werde über den Geschmack des Kritikers,seine CD-Sammlung oder seine große Fachkompetenz, dann stimmt für mich in einer solchen Kritik etwas nicht.
Und es geht um "überwiegend" ...... :beer :hello
Michael
P.S. In Münster haben wir übrigens einen "Kritiker" (ich werde mich hüten, den Namen zu sagen), der grundsätzlich im ersten Teil des Konzertes einschläft und dann nach Hause geht, was Ihn aber nicht daran hindert, höchstkritisch auch über den zweiten Teil zu berichten.
Ich wünsche Ihm das Schicksal eines anderen mir bekannten Kritikers, der das vor Jahrzehnten in einer anderen Stadt genauso gehandhabt und im zweitenTeil eines Konzertes(in welchem er nicht mehr zugegen war) einen Sänger total verrissen hat.
Dumm war nur, daß dieser Sänger krank war und überhaupt nicht aufgetreten ist.
Dieser Kritiker wurde dann zu Recht von seinen Aufgaben entbunden...Hach, daß ich das erleben durfte :D
ab (17.05.2010, 09:08): Original von Michael Schlechtriem Aber ich habe doch schon zurückgerudert und beschrieben, daß mir einige wirklich sehr kompetente Kritiker bekannt sind, deren Urteil ich auch schätze und annehme.
Im Prinzip geht es mir nur um eine Oberlehrerhafte Art von Kritikern, die gibt es, daran wird ja hoffentlich niemand zweifeln.
:beer
Severina (17.05.2010, 17:06): Original von Armin70 innvoller sind da meiner Meinung nach Opernkritiken, wenn es von einer Oper mehrere Vorstellungen gibt und in der Zeitung dann z. B. die 1. Vorstellung besprochen wird. Wenn diese Rezension positiv ist, kann man sich dafür entscheiden, auch in diese Aufführung zu gehen. Andererseits kann eine mittelmäßige bis schlechte Kritik einem von einem Opernbesuch abhalten. Wobei das auch interessant sein kann, wenn es z. B. eine provokante Inszenierung ist an der sich der Kritker stört und das gerade die Neugier weckt, eben deshalb in diese Opern-Vorstellung zu gehen.
Lieber Armin,
also ehrlich gesagt wäre ich noch nie auf die Idee gekommen, einen Opernbesuch von einer Kritik abhängig zu machen - schon der Gedanke ist für mich völig absurd. Entweder interessieren mich das Werk und/oder die Besetzung, oder nicht, aber ob einem mir unbekannten Herrn XY diese Produktion gefallen hat, ist mir reichlich gleichgültig. Meistens lese ich Kritiken überhaupt nicht, und wenn, dann immer erst hinterher, um sie mit meinen Eindrücken zu vergleichen. Und was die so genannte fachliche Kompetenz betrifft, die ich natürlich keinem Rezensenten absprechen möchte, so wundere ich mich immer wieder, wie Fachleute zu einer völlig verschiedenen Einschätzung ein und derselben Leistung gelangen können. Und damit meine ich nicht das Timbre, das immer Gechmackssache ist, sondern die Bewertung der Gesangstechnik. Eine "gepresste, forcierte Höhe" müsste doch für jeden Experten als solche konstatierbar sein, meine ich jetzt einmal ganz naiv als Laie, und trotzdem passiert es nicht selten, das Kritiker A das bemängelt, während Kritiker B ins Schwärmen gerät über die "fulminanten Höhen" desselben Sängers. (Wohlgemerkt: Bei ein und derselben Vorstellung, denn kaum ein Sänger unterliegt innerhalb einer Serie nicht gewissen Formschwankungen. Da ich mir von meinen Lieblingen immer nach Möglichkeit die ganze Serie anhöre, weiß ich das nur zu gut.) Irren jetzt die Fachleute, oder urteilen sie eben subjektiv nach ihrem Geschmack?
Ich mag z.B. sehr virbratoreiche Stimmen nicht, obwohl mir schon xmal plausibel erklärt worden ist, dass das per se kein Fehler ist. Trotzdem gefällt es mir nicht, weshalb mich ein mit diesem "Makel" behafteter Sänger nie wirklich begeistern kann, mag sein Timbre auch noch so schön sein. Ich frage mich also, ob sich ein Berufskritiker von solchen Aversionen wirklich frei machen und einen Sänger "objektiv" beurteilen kann. Objektiv in Gänsefüßchen, denn für mich kann das immer nur ein Annäherungswert sein, ein Ziel, das man aber nie wirklich erreicht.
lg Severina :hello
PS: Was Micha schreibt, kenne ich vom Theater - auch da gab es einen Kritiker (Er ruhe in Frieden!), der nach spätestens einer halben Stunde selig entschlummerte und offensichtlich auch seine Kritiken noch im Halbschlaf verfasste, denn manchmal scheint ihm nicht einmal so richtig klar gewesen zu sein, in welchem Stück er sich eigentlich befunden hatte. in meinem Freundeskreis gab es das beliebte Spiel "Wer findet am schnellsten einen Fehler in der XY-Kritik?" :D
Heike (17.05.2010, 18:03): Liebe Sivi, also ehrlich gesagt wäre ich noch nie auf die Idee gekommen, einen Opernbesuch von einer Kritik abhängig zu machen - schon der Gedanke ist für mich völig absurd. Das liegt vielleicht daran, dass du dich selbst sehr gut in dem Genre auskennst und somit über ganz solides Wissen über diverse Werke, Interpreten und Regisseure verfügst bzw. das Repertoire recht gut überblicken kannst?
Ich lasse mich nämlich durchaus von Kritiken leiten, wenn ich meine Opernbesuche auswähle. Zum Beispiel kenne ich viele Werke gar nicht, wenn ich aber begeisterte Artikel drüber lese, dann werde ich neugierig und gehe vielleicht hin (eben geschehen mit" L'etoile")
Andererseits sind die Ticketpreise so, dass ich es mir dreimal überlege, in eine Vorstellung zu gehen, die schon vorab hart kritisiert wurde. Ist die Kritik dann auch noch gut begründet, dann ändere ich auch schon mal meine Pläne.
Bei den 3 großen Opernhäusern hier in Berlin (plus diversen Konzertangeboten, die ich ja auch regelmäßig nutzen will) wüsste ich sonst gar nicht, wie ich mangels eigener Kompetenz speziell im Operngenre sonst eine Auswahl treffen sollte. Heike
Severina (17.05.2010, 19:03): Liebe Heike,
das stimmt zum Teil sicher, denn die meisten Sänger, die an der WSO auftreten, kenne ich gut, was aber natürlich immer noch viele Unsicherheitsfaktoren zulässt, denn ein Tenor, der vor vier Jahren großartig war, muss es heute nicht mehr sein, daher endet auch so manche Wiedersehensfreude in einer kleinen Enttäuschung. (Siehe Giordanos Don José :() Sänger sind außerdem Menschen und unterliegen einer Tagesform, daher ist eine Kritik auch immer relativ - der Ton, den XY am Montag vergeigt hat, kann ihm am Freitag super gelingen. Glaube ich also dem Kritiker, der dem Sänger seine Höhensicherheit völlig abspricht, und gehe nicht hin, weil ich mir diese Qual gar nicht erst antun will, bringe ich mich vielleicht um einen schönen Opernabend.
Was die Regisseure betrifft, so weiß ich auch, welchem "Lager" sie zuzuordnen sind und was mich in etwa erwartet. Es könnte mir also nicht passieren, von einer Bieito-Inszenierung überrumpelt zu werden. Trotzdem gibt es auch da immer wieder Ausreißer in beide Richtungen. Marco Arturo Marelli z.B., unser Hauregisseur, der für mich immer für langweilige Ästhetik gestanden ist, hat mich mit seiner großartigen "Medea" wirklich positiv überrascht.
Aber natürlich kenne ich nicht alle Werke, und speziell in den letzten Jahren - nicht zuletzt durch den Einfluss diverser Foren :wink - ist meine Neugierde auf Unbekanntes gewaltig gestiegen. So freue ich mich schon sehr auf Schrekers "Ferner Klang" in Zürich, für mich eine Erstbegegnung.
Prinzipiell gebe ich jeder Produktion die Chance, mir zu gefallen :D, was natürlich in Wien dank der 500 Stehplätze leicht ist, denn 3€ ist wirklich jede Aufführung wert.
Natürlich tausche ich mich sehr gerne über meine Eindrücke aus, aber was mich interessiert, ist nicht die Meinung eines mir unbekannten Kritikers, sondern von Freunden, denn da ist der Erkenntnisgewinn für mich wesentlich größer. Den Geschmack meiner Freunde kenne ich, daher hat da ein Daumen nach oben oder unten mehr Gewicht. Auch hier im Forum (auch bei Capriccio, wo ich die Opernrezensionen verfolge) kann ich recht gut einschätzen, wer auf meiner Linie liegt und wer nicht. Fairy hat z.B. ganz ähnliche Vorlieben, was Sänger betrifft, punkto Regie denke ich ein bisschen radikaler als sie, aber auch da liegen wir nicht so weit auseinander, dass eine von der Begeisterung der anderen schockiert wäre. Wenn sie also eine Aufführung, eine DVD oder CD in höchsten Tönen preist, würde mir die wahrscheinlich auch gefallen. Daher gibt mir ehrlich gesagt die Kritik von Laien (was auf Fairy natürlich nicht wirklich zutrifft) wesentlich mehr als die von Fachleuten, weil bei Ersteren meist die Aspekte im Mittelpunkt stehen, um die es mir auch geht. Von Euren Konzertrezensionen habe ich z.B. schon eine Menge gelernt, weil es in ihnen für mich viele Ansatzpunkte gibt, worauf ich hören/achten muss, während eine Zeitungskritik mich immer ziemlich ratlos macht, weil mir der tiefere Sinn hinter den Worten meist verborgen bleibt.
lg Sevi :hello
Heike (17.05.2010, 19:12): Liebe Sevi, Natürlich tausche ich mich sehr gerne über meine Eindrücke aus, aber was mich interessiert, ist nicht die Meinung eines mir unbekannten Kritikers, sondern von Freunden, denn da ist der Erkenntnisgewinn für mich wesentlich größer. In dem Punkt sind wir absolut d’accord. :times10 Ich hab es auch schon öfter erlebt, dass ich ganz anderer Meinung war als ein Kritiker. Oder dass 2 Kritiker ganz gegensätzliche Kritiken schrieben ?( Und manchmal gefällt mir sogar was, was vielleicht wirklich real keine Meisterleistung war - na und? Heike
Severina (17.05.2010, 22:19): Original von Heike Liebe Sevi, Natürlich tausche ich mich sehr gerne über meine Eindrücke aus, aber was mich interessiert, ist nicht die Meinung eines mir unbekannten Kritikers, sondern von Freunden, denn da ist der Erkenntnisgewinn für mich wesentlich größer. In dem Punkt sind wir absolut d’accord. :times10 Ich hab es auch schon öfter erlebt, dass ich ganz anderer Meinung war als ein Kritiker. Oder dass 2 Kritiker ganz gegensätzliche Kritiken schrieben ?( Und manchmal gefällt mir sogar was, was vielleicht wirklich real keine Meisterleistung war - na und? Heike
Liebe Heike, genau so ist es! Wenn mich eine Stimme oder ein Rollenporträt berührt, ist es mir herzlich gleichgültig, ob mir jemand anhand der Partitur nachweisen will, dass es mir gar nicht gefallen darf, weil dieser und jener Ton nicht exakt getroffen worden ist. (Falls Du das für übertrieben hältst: Diese Typen gibt es wirklich, die mit der Partitur am Schoß eine Aufführung verfolgen und dann mit dem Bleistift jede Abweichung markieren...) Bei einem Konzert verstehe ich ja noch, wenn man die Noten mitlesen will, aber bei einer Oper??? Da geht es schließlich nicht nur um die Umsetzung von Notenwerten (Bei einem Konzert auch nicht, schon klar!), sondern um die szenische Realisierung eines Musikdramas, die zumindest für mich ein ganz wesentliches Bewertungskriterium ist!!
lg Sevi :hello
ab (18.05.2010, 09:26): Original von Severina Und was die so genannte fachliche Kompetenz betrifft, die ich natürlich keinem Rezensenten absprechen möchte, so wundere ich mich immer wieder, wie Fachleute zu einer völlig verschiedenen Einschätzung ein und derselben Leistung gelangen können. Und damit meine ich nicht das Timbre, das immer Gechmackssache ist, sondern die Bewertung der Gesangstechnik. Eine "gepresste, forcierte Höhe" müsste doch für jeden Experten als solche konstatierbar sein, meine ich jetzt einmal ganz naiv als Laie, und trotzdem passiert es nicht selten, das Kritiker A das bemängelt, während Kritiker B ins Schwärmen gerät über die "fulminanten Höhen" desselben Sängers.
Mir scheint viel mehr, dass hier eben nicht "dieselbe Leistung" beurteilt wird, sondern von verschiedenen Aspekten die Rede ist. Mag der eine z.B. auf die Stimmequalität achten, die er pepresst und forciert hört, achtet die andere womöglich darauf, dass die Höhen intonationssauber gesungen werden und eine dritte mag auf den Ausdruck in der Stimme achten, ein vierter auf die Fähigkeit, auch in den Höhen noch gestaltende Linien zu ziehen usw.usf..
Da können durchaus alle recht haben. Es ist dann nur der Fall, dass jeweils die anderen Aspekt entweder nicht wahrgenommen werden, oder auf diese nicht geachtet wird, oder dieses als wenig oder gar unerheblich nicht näher in Betracht gezogen werden oder zumindest keiner Erwähnung für Wert befunden werden.
Der Reiz des Sprechens über Musik macht es doch gerade aus, herauszufinden, welcher Aspekt es nun ist, den unsere Gesprächspartnerin oder unser Gesprächspartner so beachtlich oder verächtlich findet.
Meine Erfahrung ist es, dass man dann, sobald man wirklich gemeinsam nach dem Aspekt sucht, auch sehr schnell zu übereinstimmenden Urteilen kommt. (Ich meine nun Urteile, welcher Aspekt vorliegt; natürich nicht den der Einschätzung, der Bewertung, die ja oft vom Geschmack abhängt, der bekanntlich unterschiedlich ausfällt.) Fast alle Uneinigkeiten stellen sich dann als bloß vermeintliche heraus, bloß weil wir die Worte zunächst verschieden gebraucht habe. :hello
Severina (18.05.2010, 11:00): Lieber ab,
da hast Du schon Recht, und das erklärt natürlich, warum der eine einen Sänger mag - weil er die negativen Aspekte ausblendet - und der andere nicht, weil er genau das eben nicht kann. Nur: Von einem Berufskritiker erwarte ich mir eigentlich schon, dass er alle Aspekte berücksichtigt und nicht alles unterschlägt, was einem von ihm geschätzten Sänger schaden könnte. Schließlich setzen sich seine Leser aus allen von Dir oben genannten Gruppen zusammen, und eigentlich sollte er doch für alle schreiben, oder? Oder wir sind eben ehrlich und sagen: Auch ein Kritiker urteilt nur subjektiv, und in einer Rezension eine objektive Bewertung zu erwarten, ist naiv. (Dieser Ansicht neige ich ja schon lange zu...)
Auch ich als Laie bemühe mich, möglichst viele Aspekte zu berücksichtigen, selbst wenn das für meine Lieblinge nicht immer positiv ist, für deren Fehler ich aber nicht taub bin. In der Konklusio kommt dann das zu tragen, was Du oben ansprichst: "Ich höre zwar, dass Kriterium A und B nur unzulänglich erfüllt sind, aber das ist mir egal, weil für mich C und D mehr zählen."
lg Severina :hello
ab (18.05.2010, 11:48): Original von Severina Lieber ab,
da hast Du schon Recht, und das erklärt natürlich, warum der eine einen Sänger mag - weil er die negativen Aspekte ausblendet - und der andere nicht, weil er genau das eben nicht kann. Nur: Von einem Berufskritiker erwarte ich mir eigentlich schon, dass er alle Aspekte berücksichtigt und nicht alles unterschlägt, was einem von ihm geschätzten Sänger schaden könnte. Schließlich setzen sich seine Leser aus allen von Dir oben genannten Gruppen zusammen, und eigentlich sollte er doch für alle schreiben, oder? Oder wir sind eben ehrlich und sagen: Auch ein Kritiker urteilt nur subjektiv, und in einer Rezension eine objektive Bewertung zu erwarten, ist naiv. (Dieser Ansicht neige ich ja schon lange zu...)
lg Severina :hello
Was subjektiv ist, ist die Auswahl worüber er schreibt oder was er auslässt. Subjektiv ist auch, welche Worte er dafür verwendet, die ja auch dann wenn sie beschreibend gemeint sind, (fast immer auch) eine bewertenden Beigeschmack haben: Man kann ja vom halbvollen oder aber halbleeren Glas berichten. Aber gute Kritiker, so scheint mir, erheben jedenfalls, wenn auch relativ zu dieser ihrer subjektiven Auswahl, den Objektivitätsanspruch: Das, was sie schreiben, unterschreiben sie auch, dass es so war, und sind davon überzeugt, dass es nicht nur subjektiv war. Bessere Kritiker irren sich halt seltener :P
(Mir scheint, darin liegt auch der wahre Kern Deiner Ansicht oben, und daher würde ich sie wie folgt umformulieren: „Natürlich erwarte ich in einer Rezension eine objektive Bewertung, nur wäre es naiv, zu erwarten, dass die dabei ausgewählten Aspekte nicht subjektiv wären.“)
Zwei Sachen scheinen mir noch wichtig: Erstens steht in der Regel den Kritikern in der Tagespresse kaum Platz zur Verfügung, sodass sie sich ganz genau überlegen müssen (resp. sollten), was sie hervorheben. In den 70er wurde ihnen noch der vierfache Platz eingeräumt. Zweitens: Von einem Berufskritiker zu erwarten, dass er alle Aspekte kennen müsse, kommt mir fast so vor, wie von den Normalsprechen zu verlangen, dass sie z.B. genau angeben können, wo nun in einer Landschaft der eine Berg genau aufhört und wo genau der nächste beginnt. Aspekte sind nicht so offensichtlich abgetrennt wie Legosteine , aus denen sich das Gesamte zusammensetzt. Das bedarf viel Erfahrung, welche zusammenhängende Nuancen überhaupt wertvoll sein können. Und es bedarf viel Sprachgefühl, dies auch in Worte kleiden zu lernen. (Für Schmerzen etwa kursiert eine Medizin-Liste von allein 37 Schmerzadjektiven.) Das ist nicht so wie ein Küchenrezept: Man nehme eine Prise Fluss der Musik, eine Schwups Farblichkeit etc. Das muss sich jeder erst einmal selber immer besser und weiter herausfinden.
Vor Jahren wollte ein Forenser (ich glaube, es war im schon seit langem eingestellten Klassikakzente-Forum) eine solche Liste von musikrelevanten Vokabeln zusammenstellen. Es ist kaum etwas daraus geworden und dieser Faden rasch eingeschlafen. :hello
Auch ich als Laie bemühe mich, möglichst viele Aspekte zu berücksichtigen, selbst wenn das für meine Lieblinge nicht immer positiv ist, für deren Fehler ich aber nicht taub bin. In der Konklusio kommt dann das zu tragen, was Du oben ansprichst: "Ich höre zwar, dass Kriterium A und B nur unzulänglich erfüllt sind, aber das ist mir egal, weil für mich C und D mehr zählen."
:beer
Seltene Gunst gibts auch: Jüngst war ich im Konzert derart im Fluss des Pianistens (Mustonen) "drinnen", dass ich schlicht nicht darauf zu achten Zeit fand, mich auch nur einen Moment darauf zu konzentrieren, z.B. wie sehr diesmal der Steinway verstimmt oder gut getuned war. Das war mir gleichgültig, obwohl viele Aspekte C und D bei diesem Piansiten absolut nicht "für mich mehr zählen". :tongue:
ab (30.08.2010, 10:05): Felix Mendelssohn Bartholdy Klavierkonzert Nr. 1, Solowerke Yu Kosuge, Mito Chamber Orchestra, Seiji Ozawa Sony Classical
Hier gründlich vernichtet.
Bert (28.09.2010, 22:40): Eine konstruktive Kritik würde jeder ambitionierte Künstler annehmen, um aus den eigenen Fehlern zu lernen und seine Fähigkeiten zu verbessern, wenn...
Wenn ich von den (Pionier)Künstlern absehe, die ihrer Zeit "voraus" sind, den Mut haben, neue Elemente einzuführen, und bereit sind, schlechte Kritiken einzustecken, weil sie wissen, daß das Publikum (viel) Zeit braucht, das Neue anzunehmen, so fürchten fast alle Künstler schlechte Kritiken aus wirtschaftlichen Gründen. Ein Opernsänger singt nicht deshalb, um mir (Zuschauer/Zuhörer) mit seinem Gesang zu gefallen u/o Freude zu machen. Er singt, um Geld zu verdienen; um seine Familie zu ernähren oder sich ein neues Sportflugzeug zu kaufen, aber meine Zufriedenheit kümmert ihn wenig. Meine Bereitschaft, die Eintrittskarte oder die neue Aufnahme auf CD zu kaufen, interessiert ihn mehr, und zu diesem Schritt werde ich (mit)bewegt durch (positive) Kritiken. Früher hatten Musiker/Sänger noch einen zweiten Job, mit dem sie ihren Lebensunterhalt sicherten; heute verdienen Musiker mit ihren Auftritten Millionen - da erreichen Kritiken ganz andere Dimensionen an Bedeutung. So wurde auch die Kunst entfremdet.
Anstatt von Kritiken würde ich es begrüßen, wenn man in unseren Opernhäusern und Konzertsälen statt Eintrittsgeld das Austrittsgeld einführen würde - ich gehe in die Oper und zahle erst nach der Vorstellung; wurde ich gut unterhalten, gefiel mir die Leistung der Künstler, so würde ich auch ein großzügiges Austrittsgeld bezahlen. Fand ich die Leistung miserabel, würde auch die Belohnung flachausfallen.
Dann bräuchten wir keine Kritiker mehr, denn mir (Zuschauer/Zuhörer) braucht keiner zu sagen, was mir zu gefallen hat...
Gruß, Bert
Fairy Queen (29.09.2010, 02:05): Lieber Bert, das ist ja ein interessanter Standpunkt, aber meinst du das ernst? Einerseits hälst du Sänger für so materialistisch, dass es ihnen nicht um die Kunst oder ums Publikum sondern nur um die Gage geht. Andererseits scheint bei Dir das Publikum von einer anderen Spezies Mensch zu sein als die Sänger, denn es ist so idealistisch, dass es ohne Zwang freiwillig Austrittsgeld bezahlt, wenn ihm ein Konzert gefallen hat??? Wer keine Lust hat zu zahlen, sagt dann einfach: nee, war nciht so toll und die Musiker gehen leer aus? Die Behauptung, dass Sänger frïuher nur nebenberuflich gesungen hätten, ist SEHR abenteuerlich. Bereits die Kastraten im Barockzeitalter waren intenational gefeierte Stars und haben Millionen verdient. In der Romantik gab es Diven und Divos die mit ihrem Gesang steinreich wurden- ich nenne mal nur als Beispiele Maria Malibran, Pauline Viardot-Garcia, den Tenor Rubini oder Jenny Lind. Desgleichen das gesamte 19. Und 20Jh hindurch bis heute. Nebenberuflch zu singen war zwar immer auch möglich, aber fast alle grossen Sänger haben sich vollkommen dem Gesang verschrieben. Was ab einem gewissen fGrad der Intensität auch kaum anders zu handeln ist. Und durchaus auch mit echter musikalischer Leidenschaft und nciht nur um des Mammons willen getan wurde und wird. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen :D :hello Fairy Queen
Rachmaninov (29.09.2010, 07:05): Original von Bert Anstatt von Kritiken würde ich es begrüßen, wenn man in unseren Opernhäusern und Konzertsälen statt Eintrittsgeld das Austrittsgeld einführen würde - ich gehe in die Oper und zahle erst nach der Vorstellung; wurde ich gut unterhalten, gefiel mir die Leistung der Künstler, so würde ich auch ein großzügiges Austrittsgeld bezahlen. Fand ich die Leistung miserabel, würde auch die Belohnung flachausfallen.
Dann bräuchten wir keine Kritiker mehr, denn mir (Zuschauer/Zuhörer) braucht keiner zu sagen, was mir zu gefallen hat...
Gruß, Bert
Interessante These. Würde aber zumindestens in Deutschland IMHO nicht funktionieren, da den Deutschen meist geschenkt noch nicht reicht! :ignore
Bert (29.09.2010, 19:30): Original von Fairy Queen Lieber Bert, das ist ja ein interessanter Standpunkt, aber meinst du das ernst? Einerseits hälst du Sänger für so materialistisch, dass es ihnen nicht um die Kunst oder ums Publikum sondern nur um die Gage geht...
Nein, das war schon ein bißchen was zum Schmunzeln, obwohl... (s.u.)
Nein, ich halte Künstler nicht für geldgierig, im Gegenteil - sie müssen mit ihrer Kunst auch ihr Brot verdienen, was die von mir genannten Konflikte vorprogrammiert: Eine vernichtende Kritik bedeutet für den Künstler (wirtschaftlich gesehen) einen Existenzverlust. Und auch umgekehrt - eine positive Kritik könnte zum Tingeltangel in Fußballstadien, wo der Künstler Millionen verdienen kann, und zum Vernachlässigen von Opernhäusern verleiten...
Mit meinem Beitrag wollte ich auf die Problematik der Kommerzialisierung der Kunst und die enge Verknüpfung von Kritik und wirtschaftlichen Interessen hinweisen. Aus dem Alter, mich als Kulturbanause zu fühlen, wenn ein Stück, das mir gefiel, von namhaften Kritikern verrissen wurde (oder umgekehrt), bin ich schon lange raus.
@Rachmaninov Nun, der Gedanke des Austrittsgeldes kam bei mir häufiger; in vielen Fällen war ich erstaunt, was ich für 40 Euro an kulturell wertvoller Unterhaltung erhalten hatte (da hätte ich beim Verlassen des Hauses gern das Dreifache bezahlt). In anderen Fällen mußte ich herbe Enttäuschungen erleben, so daß ich das Jahresabo nach etwa einem Vierteljahr habe verfallen lassen...
Das deutsche Publikum im Ganzen kenne ich nicht, doch zähle ich mich zu seinem Teil (vermag aber nicht zu beurteilen, wie repräsentativ mein Anteil ist). Von Kindesbeinen an (und ich bin schon im Grauhaaralter) sah ich mich "in der Pflicht", Künstler finanziell zu unterstützen; ich war immer davon fest überzeugt, daß meine Eintrittskarte (Buch-, Schallplatten- oder CD-Kauf) dazu beiträgt, unsere Kultur am Leben zu erhalten. Selbst in den finanziell dünnsten Jahren (Studium etc.) hatten Kulturausgaben einen festen Platz in meinem Budget. Leere Kulturhäuser erlebe ich selten, eher kriege ich wegen "Ausverkauft" keine Karte mehr; so glaube ich, daß dieses Bewußtsein, Kultur finanziell zu unterstützen und sie damit am Leben zu erhalten, auch der Mehrheit des deutschen Publikums eigen ist.
Dennoch ist meine Idee nicht zu realisieren, weil schon das Einstudieren eines Stücks eine immense Arbeit erfordert, die bezahlt werden muß, von daher bin ich eindeutig für die Subventionierung unserer Kulturhäuser.
Gruß, Bert
Fairy Queen (29.09.2010, 23:21): Jetzt bin ich aber beruhigt und kann gut schlafen. :engel
nikolaus (18.12.2010, 09:50): Verriss der neuen Aufnahme der Lukrezia Borgia von Donizetti mit Edita Gruberova...
Ich mag die Gruberova ehrlich gesagt gar nicht, aber dieser Verriss ist doch zu heftig.
Nikolaus.
Gamaheh (18.12.2010, 13:03): Ich bin überzeugt davon, daß jede Kritik einen positiven Effekt für den Künstler hat, auch eine negative.
Grüße, Gamaheh
Interessante Frage: Was macht einen Künstler bekannt und erfolgreich?
Gamaheh (18.12.2010, 13:04): Original von Rachmaninov Interessante These. Würde aber zumindestens in Deutschland IMHO nicht funktionieren, da den Deutschen meist geschenkt noch nicht reicht! :ignore Der Meinung bin ich (leider) auch.
Grüße, Gamaheh
Rachmaninov (24.02.2011, 08:47): Repin Lugansky
Autsch!
Rachmaninov (24.02.2011, 08:51): Batiashvilli's
ab (08.03.2011, 17:28): Mahler 9 & 10 aus Zürich mit Zinman wird hier verrissen.
http://www.rondomagazin.de/kritiken/7401.jpg
Dulcamara (08.03.2011, 18:45): Original von Gamaheh Ich bin überzeugt davon, daß jede Kritik einen positiven Effekt für den Künstler hat, auch eine negative.
Das stimmt nicht uneingeschränkt. In einem Beitrag zu einer der weltweit angesehensten wissenschaftlichen Marketingzeitschriften "Marketing Science" haben das mehrere Autoren vor kurzem untersucht (am Beispiel von Buchrezensionen). Stark negative Rezensionen haben bei vorher unbekannten Künstlern einen positiven Effekt auf die Abverkaufszahlen, weil der Künstler dadurch bekannter wird. Bei bereits sehr bekannten Künstlern ist der Effekt von schlechten Rezensionen aber negativ. Also übertragen auf die Klassik würde das bedeuten: Anna Netrebko schaden negative Rezensionen, einer bislang völlig unbekannten Sängerin würden sie nutzen.
Hier kann der ganze Beitrag heruntergeladen werden (allerdings nur gegen eine Gebühr):
Rachmaninov (09.03.2011, 06:57): Original von Dulcamara Original von Gamaheh Ich bin überzeugt davon, daß jede Kritik einen positiven Effekt für den Künstler hat, auch eine negative.
Das stimmt nicht uneingeschränkt. In einem Beitrag zu einer der weltweit angesehensten wissenschaftlichen Marketingzeitschriften "Marketing Science" haben das mehrere Autoren vor kurzem untersucht (am Beispiel von Buchrezensionen). Stark negative Rezensionen haben bei vorher unbekannten Künstlern einen positiven Effekt auf die Abverkaufszahlen, weil der Künstler dadurch bekannter wird. Bei bereits sehr bekannten Künstlern ist der Effekt von schlechten Rezensionen aber negativ. Also übertragen auf die Klassik würde das bedeuten: Anna Netrebko schaden negative Rezensionen, einer bislang völlig unbekannten Sängerin würden sie nutzen.
Hier kann der ganze Beitrag heruntergeladen werden (allerdings nur gegen eine Gebühr):
Mir scheint Gamaheh meinte den Künstler als Menschen, nicht als Marketingaspekt! :wink
Cantus Arcticus (09.03.2011, 11:25): Original von ab Mahler 9 & 10 aus Zürich mit Zinman wird hier verrissen.
http://www.rondomagazin.de/kritiken/7401.jpg
Lieber ab
Ich habe den gesamten Zinman-Mahler-Zyklus mit dem Tonhalle-Orchester erworben, dass aber mehr aus Solidarität den aus Begeisterung. Nun, die Rezensionen des FONO FORUM Magazins decken sich in etwa mit der oben aufgeführten. Für mich ist es jedenfalls so: Zinman dirigiert die Partitur, aber nicht das Werk. Schade, denn das Tonhalle-Orchester könnte mit dem richtigen Dirigenten diesen Werken erstaunliches abgewinnen. Zinman hat grosse Dinge herausgebracht wie den Beethoven -Zyklus nach DelMar oder die 4 Symphonien Schumanns. Aber das Zerbrochene und Tragische in Mahlers symphonischem Werk geht im ab. Alles wirkt wie gefriergetrocknet....
Ausserdem nervt es mich hier (wie auch auf anderen Aufnahmen), Mahlers 10te immer in irgendwelchen Fassungen zu hören, die meiner Meinung nach belanglos sind. Sie ist unvollendet und damit Basta..... Entschuldige, wenn ich mich hier so ereifere :ignore
Pierre Boulez macht meiner Meinung nach das einzig Richtige:
Fazit: Es ist Mahlerjahr und somit werden wir - wie schon bei Mozarts Jubiläum - überschwemmt werden mit Mahlerinterpretationen aller Qualitätsstufen. Das wird inflationäre Ausmasse annehmen, denn die Major Labels entbehren einer vernünftigen Verkaufsstrategie und Planung. Ebenso sind manche Rezensionen und Kritiker zu hinterfragen.
Auch hier gilt: Die Symphonie muss sein wie die Welt, sie muss alles umfassen. (Frei nach G. Mahler)
Gruss Stefan
Jürgen (09.03.2011, 11:47): Original von Cantus Arcticus Ausserdem nervt es mich hier (wie auch auf anderen Aufnahmen), Mahlers 10te immer in irgendwelchen Fassungen zu hören, die meiner Meinung nach belanglos sind. Sie ist unvollendet und damit Basta..... Entschuldige, wenn ich mich hier so ereifere :ignore
Den Einen nervt es, den Anderen erfreut es.
Ich sehe das nicht so eng. Wenn eine Fassung der 10. wie z.B. von Barshai gut ankommt, und mir gefällt sie (alles andere als belanglos), so hat sie durchaus ihre Berechtigung. Dies ganz allgemein, die von Zinman verwendete Vervollständigung durch Carpenter kenne ich allerdings nicht. Mag sein, dass sie belanglos ist.
Grüße Jürgen
ab (09.03.2011, 12:10): Danke für Deine Einschätzung! Ich freue mich in diesem Jahr insbesondere auf die Fortführung des Zyklus' des Schweizer Labels Tudor mit den Bamberger Symphonikern mit Jonathan Nott. Denn Nott kann mir dabei neue Welten erschließen.
Apropos dieser Anspruch "Die Symphonie muss sein wie die Welt, sie muss alles umfassen": Bald wird die CD herauskommen mit der Symphonie Nr. 2 von Michael F.P. Huber, auf die ich angespannt warte und warte und warte: Genau das ist eine solche Symphonie! :leb Huber schätze ich als den ersten wirklich wieder bedeutsame Symphoniker aus Österreich seit der Symphonie Nr. 9 von Gustav Mahler ein. Hier wird nicht bloß in dieser tonalen Tradition großer Symphonien komponiert, sondern diese wirklich weitergeführt. Das ist nicht Neo oder Retro - oder besser (frei mit Lachenmann gesprochen): Huber wurzelt in dieser Tradition, aber wurstelt nicht darin herum. Ein absoluter Geheimtipp! Bereits jetzt wärmstens und dringendstens empfohlen! :times10
nikolaus (14.03.2011, 20:23): Hurwitz hat wieder zugeschlagen:
Yuja Wang spielt Rachmaninov
Oh je...
Nikolaus.
Cantus Arcticus (14.03.2011, 21:05): Original von nikolaus Hurwitz hat wieder zugeschlagen:
Yuja Wang spielt Rachmaninov
Oh je...
Nikolaus.
Hallo Nikolaus, hab's gerade auch gelesen...
.... Autsch :A das tut weh... Hurwitz ist nicht gerade zimperlich...
Gruss Stefan
Rachmaninov (15.03.2011, 07:10): Original von Cantus Arcticus Original von nikolaus Hurwitz hat wieder zugeschlagen:
Yuja Wang spielt Rachmaninov
Oh je...
Nikolaus.
Hallo Nikolaus, hab's gerade auch gelesen...
.... Autsch :A das tut weh... Hurwitz ist nicht gerade zimperlich...
Gruss Stefan
Ist er nie! Das ist auch der Grund warum er so bekannt ist. Beim ihm wird alles 10/10 oder verriss. Schlimmer Mensch, der offensichtlich mit sich selbst unzufrieden scheint!
Jürgen (15.03.2011, 08:38): Original von Rachmaninov Original von Cantus Arcticus Original von nikolaus Hurwitz hat wieder zugeschlagen:
Yuja Wang spielt Rachmaninov
Oh je...
Nikolaus.
Hallo Nikolaus, hab's gerade auch gelesen...
.... Autsch :A das tut weh... Hurwitz ist nicht gerade zimperlich...
Gruss Stefan
Ist er nie! Das ist auch der Grund warum er so bekannt ist. Beim ihm wird alles 10/10 oder verriss. Schlimmer Mensch, der offensichtlich mit sich selbst unzufrieden scheint!
Ich weiß nicht, ob eine Benotung von 5/8 ein Verriss ist. Die Skala reicht doch von 0 bis 10. Im Text wählt er natürlich markige Worte. Aber formulierte er Kritiken wie Arbeitszeugnisse, würde sie keiner mehr lesen. Ich für meinen Teil kann aus seinen Kritiken nicht herauslesen, ob er ein unzufriedener schlimmer Mensch ist. Eher ein Vollprofi.
Grüße Jürgen
Rachmaninov (15.03.2011, 09:23): Original von Jürgen Original von Rachmaninov Original von Cantus Arcticus Original von nikolaus Hurwitz hat wieder zugeschlagen:
Yuja Wang spielt Rachmaninov
Oh je...
Nikolaus.
Hallo Nikolaus, hab's gerade auch gelesen...
.... Autsch :A das tut weh... Hurwitz ist nicht gerade zimperlich...
Gruss Stefan
Ist er nie! Das ist auch der Grund warum er so bekannt ist. Beim ihm wird alles 10/10 oder verriss. Schlimmer Mensch, der offensichtlich mit sich selbst unzufrieden scheint!
Ich weiß nicht, ob eine Benotung von 5/8 ein Verriss ist. Die Skala reicht doch von 0 bis 10. Im Text wählt er natürlich markige Worte. Aber formulierte er Kritiken wie Arbeitszeugnisse, würde sie keiner mehr lesen. Ich für meinen Teil kann aus seinen Kritiken nicht herauslesen, ob er ein unzufriedener schlimmer Mensch ist. Eher ein Vollprofi.
Grüße Jürgen
eine 5 ist in der heutigen Gesellschaft schon ein Verriss! Ein Befriedigend bei einer akad. Arbeit z.B. ist ja als ein heimliches Berufsverbot so sehen!
Cantus Arcticus (15.03.2011, 11:13): Original von Rachmaninov Original von Jürgen Original von Rachmaninov Original von Cantus Arcticus Original von nikolaus Hurwitz hat wieder zugeschlagen:
Yuja Wang spielt Rachmaninov
Oh je...
Nikolaus.
Hallo Nikolaus, hab's gerade auch gelesen...
.... Autsch :A das tut weh... Hurwitz ist nicht gerade zimperlich...
Gruss Stefan
Ist er nie! Das ist auch der Grund warum er so bekannt ist. Beim ihm wird alles 10/10 oder verriss. Schlimmer Mensch, der offensichtlich mit sich selbst unzufrieden scheint!
Ich weiß nicht, ob eine Benotung von 5/8 ein Verriss ist. Die Skala reicht doch von 0 bis 10. Im Text wählt er natürlich markige Worte. Aber formulierte er Kritiken wie Arbeitszeugnisse, würde sie keiner mehr lesen. Ich für meinen Teil kann aus seinen Kritiken nicht herauslesen, ob er ein unzufriedener schlimmer Mensch ist. Eher ein Vollprofi.
Grüße Jürgen
eine 5 ist in der heutigen Gesellschaft schon ein Verriss! Ein Befriedigend bei einer akad. Arbeit z.B. ist ja als ein heimliches Berufsverbot so sehen!
Ich bin der gleichen Meinung wie Rachmaninov
Zu David Hurwitz: Man muss sehen, dass im englischsprachigen Raum gerne mit der verbalen Brechstange ausgeholt wird, wenn es z.B. darum geht, Leser zu fesseln und für Rezensionen zu interessieren. Nur geraten manchmal solche "Fachartikel" auch unter die Gürtellinie. David schrammt für meinen Geschmack hart an dieser Gürtellinie vorbei.
Wenn die Verwendung einer gewissen Polemik der Preis für gesteigerte Leserzahl ist... ?(
Mein Fazit: Nicht jeder ist ein Eduard Hanslick und das ist gut so.
Gruss Stefan
ab (15.03.2011, 11:15): Im Englischen besteht eine Tradition, seine Ansichten unverblümt und direkt zu äußern (was natürlich nichts über ev. Gemütslagen von Autoren aussagen soll). Eine solche Diskussionskultur, in der man ein Argument sachlich vorbringen kann, ohne Angst haben zu müssen, das Gegenüber zutiefst persönlich zu treffen, vermisse ich bei uns oft sehr!
:hello
Cantus Arcticus (15.03.2011, 12:57): Original von ab Im Englischen besteht eine Tradition, seine Ansichten unverblümt und direkt zu äußern (was natürlich nichts über ev. Gemütslagen von Autoren aussagen soll). Eine solche Diskussionskultur, in der man ein Argument sachlich vorbringen kann, ohne Angst haben zu müssen, das Gegenüber zutiefst persönlich zu treffen, vermisse ich bei uns oft sehr!
:hello
Lieber ab Du sprichst hier ein Phänomen an, dass wir hier in der Schweiz noch antreffen. Eine sachliche Diskussion beginnt erst nach dem "Abarbeiten" einer imaginären Checkliste, die sicherstellt, dass der Gesprächspartner sich auch wirklich auf den Sachverhalt konzentrieren kann (z.B. ....das ist kein Vorwurf gegen Dich, ich sehe das so und so... )
oder:
(...wir können dies besser machen.... (hier wird der Betroffene über die erste Person im Plural angesprochen. Er weiss damit, dass ER gemeint ist. Mit WIR hat das gar nichts zu tun)). Andererseits sind viele leider auch nicht in der Lage, Diskussionen sachlich zu führen, oder Themen zu formulieren (siehe das tägliche Leben).
Ich arbeite mehrheitlich mit Mitarbeitenden aus Deutschland (West und Ost) zusammen und hier ist es auch so, wie Du es beschrieben hast (direkt und unverblümt). Ich komme damit bestens klar, aber das gilt nicht für alle meine Landsleute :wink
Viele Grüsse :hello Stefan
Zefira (15.03.2011, 14:50): ...wir können dies besser machen.... (hier wird der Betroffene über die erste Person im Plural angesprochen. Er weiss damit, dass ER gemeint ist. Mit WIR hat das gar nichts zu tun)
Das erinnert mich an das Bonusmaterial zu meiner "L'Orfeo"-DVD. René Jacobs sagte zu den Chorsängern über eine bestimmte Chorpassage: "Das ist ein so schöner Chor, und ich habe Angst, wir singen ihn nicht gut genug!" Was im Klartext wohl bedeutet: "Das muss noch erheblich besser werden, Leute!" :rofl Gruß von Anna
satie (15.03.2011, 15:04): Original von Zefira ...wir können dies besser machen.... (hier wird der Betroffene über die erste Person im Plural angesprochen. Er weiss damit, dass ER gemeint ist. Mit WIR hat das gar nichts zu tun)
Das erinnert mich an das Bonusmaterial zu meiner "L'Orfeo"-DVD. René Jacobs sagte zu den Chorsängern über eine bestimmte Chorpassage: "Das ist ein so schöner Chor, und ich habe Angst, wir singen ihn nicht gut genug!" Was im Klartext wohl bedeutet: "Das muss noch erheblich besser werden, Leute!" :rofl Gruß von Anna
Es wäre zumindest eine erstaunliche - wenn auch späte - Selbsterkenntnis von Jacobs... :ignore
ab (15.03.2011, 15:07): Original von Cantus Arcticus Original von ab Im Englischen besteht eine Tradition, seine Ansichten unverblümt und direkt zu äußern (was natürlich nichts über ev. Gemütslagen von Autoren aussagen soll). Eine solche Diskussionskultur, in der man ein Argument sachlich vorbringen kann, ohne Angst haben zu müssen, das Gegenüber zutiefst persönlich zu treffen, vermisse ich bei uns oft sehr!
:hello
Lieber ab Du sprichst hier ein Phänomen an, dass wir hier in der Schweiz noch antreffen. Eine sachliche Diskussion beginnt erst nach dem "Abarbeiten" einer imaginären Checkliste, die sicherstellt, dass der Gesprächspartner sich auch wirklich auf den Sachverhalt konzentrieren kann (z.B. ....das ist kein Vorwurf gegen Dich, ich sehe das so und so... )
oder:
(...wir können dies besser machen.... (hier wird der Betroffene über die erste Person im Plural angesprochen. Er weiss damit, dass ER gemeint ist. Mit WIR hat das gar nichts zu tun)). Andererseits sind viele leider auch nicht in der Lage, Diskussionen sachlich zu führen, oder Themen zu formulieren (siehe das tägliche Leben).
Ich arbeite mehrheitlich mit Mitarbeitenden aus Deutschland (West und Ost) zusammen und hier ist es auch so, wie Du es beschrieben hast (direkt und unverblümt). Ich komme damit bestens klar, aber das gilt nicht für alle meine Landsleute :wink
Viele Grüsse :hello Stefan
Tja, Gastarbeiter aus unserem Land in eurem berichten immer wieder, dass in der Schweiz in puncto Gründlichkeit, Genauigkeit und iPunkttüpflerei alles noch akkurater zugehe als in Deutschland, die Schweizer also die in dieser Hinsicht die "strengeren Deutschen" seien; ich kann nur euch wünschen, dass im Zusammenhang des hier Besprochen die Schweizer sich nicht auch noch als die "strengeren Österreicher" erweisen. :wink
Aber genug der Stereotypen....
Fairy Queen (15.03.2011, 15:13): Lieber Cantus, sei froh, dass du nciht in Frankreich lebst! Wer hier offen sagt, was er denkt, ist schlecht erzogen, hat keine Manieren und miserable Umgangsformen. Heuchelei gilt als Politesse und Direktes ist verpônt. Auslânder bekommen gottseidank einen Sonderbonus, die kônnen sich dann ein etwas anderes Verhalten erlauben und manche Franzosen finden das als Ausnahme von der Regel sogar "charmant". Meistens aber versteht man überhaupt nicht, was man von den Äusserungen des Gegenüber zu halten hat, wenn man die Regeln nciht genau kennt. Manches im öffentlichen Leben wird dadurch zwar leichter, aber im Ganzen und schon gar nicht im privaten Rahmen, kann ich dieses Herumgeeiere und Konfliktvermeidungsprogramm nciht ausstehen. Eines der Dinge, die ich als Deutsche im Ausland wirklich vermisse, ist die Fähigkeit, auch Negatives und Kritik in einer Conversation ausdrücken zu dürfen. Romansiche Völker bekommen das offenbar schon als Kleinkinder abtrainiert.... In italien ist ja keinen Deut besser, aber immerhin darf man da lamentieren und grosse Oper spielen.... :D F.Q.
ab (15.03.2011, 16:04): Original von Fairy Queen Lieber Cantus, sei froh, dass du nciht in Frankreich lebst! Wer hier offen sagt, was er denkt, ist schlecht erzogen, hat keine Manieren und miserable Umgangsformen. Heuchelei gilt als Politesse und Direktes ist verpônt. Auslânder bekommen gottseidank einen Sonderbonus, die kônnen sich dann ein etwas anderes Verhalten erlauben und manche Franzosen finden das als Ausnahme von der Regel sogar "charmant". Meistens aber versteht man überhaupt nicht, was man von den Äusserungen des Gegenüber zu halten hat, wenn man die Regeln nciht genau kennt. Manches im öffentlichen Leben wird dadurch zwar leichter, aber im Ganzen und schon gar nicht im privaten Rahmen, kann ich dieses Herumgeeiere und Konfliktvermeidungsprogramm nciht ausstehen. Eines der Dinge, die ich als Deutsche im Ausland wirklich vermisse, ist die Fähigkeit, auch Negatives und Kritik in einer Conversation ausdrücken zu dürfen. Romansiche Völker bekommen das offenbar schon als Kleinkinder abtrainiert.... In italien ist ja keinen Deut besser, aber immerhin darf man da lamentieren und grosse Oper spielen.... :D F.Q.
Oh Supergau der Post-Aufklärung! :ignore
Heike (18.05.2011, 22:59): Original von nikolaus Hurwitz hat wieder zugeschlagen:
Yuja Wang spielt Rachmaninov
Oh je...
Nikolaus.
hier gerade hochgelobt: http://www.kulturradio.de/rezensionen/cd/2011/sergej_rachmaninow.html
Heike
ab (27.11.2011, 23:57): Gabriel Fauré Kammermusik (Gesamtaufnahme)
Renaud Capuçon, Gérard Caussé, Gautier Capuçon, Nicholas Angelich, Michel Dalberto, Quatuor Ebène
Heike (26.12.2011, 20:39): wer nicht von Sokolov besitzt und sich diese 10CD Box nicht kauft.... Ähm... da bist du sicherlich im falschen Thread gelandet?
Ansosnsten, meine Zustimmung: kaufen! Heike
ab (04.03.2012, 11:33): Ludwig van Beethoven Klaviersonaten Vol. I HJ Lim EMI http://www.rondomagazin.de/kritiken/7852.jpg Deutlich drastischer Worte als ich jüngst fand: "Wo haben die Produzenten der EMI ihre Ohren? Kein Label verneigt sich in unseren Tagen so traditionsbewusst vor der eigenen Geschichte und fördert einen Archivschatz nach dem anderen aus den Kellern. Mit solchen Produktionen aber häufen sie keine Werte für die Zukunft an, sondern allenfalls Denkmäler des interpretatorischen Verfalls." hier
ab (11.11.2012, 14:44): Rachmaninoff, Sergei - Sinfonie Nr. 2 op. 27 Unter Vasily Petrenko kommt hier gar nicht gut weg.
ab (10.05.2013, 15:56): Orchesterwerke Rimskij-Korsakows unter der Leitung von Jurij Temirkanow und den St. Petersburger scheinen mies zu sein.
ab (10.05.2013, 16:04): sorry
palestrina (10.05.2013, 21:47): Hallo ab,
Auf diese Kritiken kann man nichts geben , das sollte man selbst anhören !
LG palestrina
Ich jedenfalls gebe nichts darauf , für mich sind das seltsame Rezensionen !
Maurice inaktiv (10.05.2013, 22:11): Auf diese Kritiken kann man nichts geben , das sollte man selbst anhören !
Ich jedenfalls gebe nichts darauf , für mich sind das seltsame Rezensionen !
Ich kann an den Kritiken nicht wirklich etwas finden,die mir "seltsam" erscheinen würden.Kannst Du das näher begründen?Kennst Du die Aufnahmen?
Allerdings möchte ich gerne bestätigen,dass man dort doch eher sparsam ist,was das Loben von Einspielungen angeht.So habe ich mir einzelne Kritiken durchgelesen,die mich interessiert haben,davon auch jene über die Draeseke-Sinfonien von CPO,die ich alle besitze und schätze.
Die Kritik scheint mir gerade bei Petrenko wohl begründet zu sein,da ja die vorherige Einspielung sehr gelobt wurde.
Allerdings gebe ich Dir recht,sich im Zweifelsfalle durch eigenes Anhören sich ein Bild zu machen.
Wirklich absurde Kritiken habe ich nur sehr selten erlebt,was jene Aufahmen betrifft,die ich selbst hatte oder mir gekauft hatte.
VG,Maurice
palestrina (10.05.2013, 22:35): Hallo Maurice,
ich lese schon lange diese Rezensionen und kann immer damit nichts anfangen. Habe nie was darauf gegeben , wenn mich mal was interessiert hat ob ja oder nein ,bin ich immer in den Laden und habe mir was angehört . Lese immer noch das Fono Forum und bei diese Rezensionen , bin ich seltenst auf die Schnautze gefallen! Im großen und ganzen höre ich immer in die CD's, die ich kaufe, Rezensionen sind immer nur ein Anreiz !
LG palestrina
Maurice inaktiv (10.05.2013, 22:52): Lese immer noch das Fono Forum und bei diese Rezensionen , bin ich seltenst auf die Schnautze gefallen!
Ich habe auch da schon manche mir doch höchst merkwürdige Kritik gelesen.Allerdings kommt das,wie gesagt,eher selten vor,so auch im FF.
Es hat mich einfach nur interessiert.Wenn mehrere Kritiker in verschiedenen Zeitschriften eine Aufnahme weitgehend ähnlich bewerten,ist das für MICH uU. doch nicht so ganz unwichtig.
VG,Maurice
ab (01.06.2013, 21:43): Ludwig van Beethoven Klaviersonaten Vol. 3 François-Frédéric Guy Zig-Zag Territoires ZZT318
kommt hier ganz schlecht weg und bestätigt meinen ratlosen Eindruck von Vol I.
Heike (22.06.2013, 10:20): Christian Thielemanns zweiter „Ring“-Mitschnitt:
Zitat aus der kulturradio-Rezension: "Dass die Wiener Staatsoper und die Deutsche Grammophon ein solches Produkt an die Öffentlichkeit lassen, spricht dafür, dass die Verantwortlichen nicht mehr recht bei Trost sein können."
Billy Budd (22.06.2013, 10:24): Original von Heike "Dass die Wiener Staatsoper und die Deutsche Grammophon ein solches Produkt an die Öffentlichkeit lassen, spricht dafür, dass die Verantwortlichen nicht mehr recht bei Trost sein können." Ja, das denke ich auch. Billy :hello
Maurice inaktiv (22.06.2013, 10:27): Zitat aus der kulturradio-Rezension: "Dass die Wiener Staatsoper und die Deutsche Grammophon ein solches Produkt an die Öffentlichkeit lassen, spricht dafür, dass die Verantwortlichen nicht mehr recht bei Trost sein können."
Ich befürchte,dass das noch lange nicht der Tiefpunkt gewesen sein wird....
Selten aber habe ich so deutliche Worte in einer Kritik gelesen.Zum Glück bin ich kein Opernfreund,aber wer soll sich das denn 14 CDs antun?Verrückt!!!
Da fragt man sich auch,was sich Thielemann dabei denkt.Es trifft ja auch letztendlich ihn,egal wie man jetzt zu ihm stehen mag.
VG,Maurice
Billy Budd (22.06.2013, 10:30): Ja, es gibt so viele gute Ring-Aufnahmen - warum sollte man sich dann so mittlelmäßige antun?
Ich kenne die CDs nicht, war aber bei allen Vorstellungen dabei. Billy :hello
Heike (22.06.2013, 10:33): Selten aber habe ich so deutliche Worte in einer Kritik gelesen Man soll ja nicht immer auf Kritiken vertrauen - aber dieser Kritiker versteht ne Menge von Musik, ich verfolge seine Beiträge seit vielen Jahren.
palestrina (22.06.2013, 10:35): Vielen DANK, €uronen gespart !!!!
LG palestrina
Billy Budd (22.06.2013, 10:46): Die Wiener Philharmoniker sind auf übrigens 444 Hz gestimmt, nicht - wie er schreibt - auf 448!
Severina (22.06.2013, 11:31): Nun ja, dass man in der Direktion Meyer "nicht recht bei Trost" ist, beweist dem leidenden Wiener Opernfan nicht nur dieser Ring...... :ignore Aber gut, dass das endlich auch einmal von unverdächtiger Seite festgestellt wird!
lg Severina :hello
abendroth (23.06.2013, 01:06): Die Box, die in der Kulturradiorezension abgebildet ist, ist merkwürdigerweise aber nicht die, die besprochen wird.
Heike (23.06.2013, 08:29): Das kommt öfter mal vor, dass die online-Redaktion da ein falsches Bild zuordnet.
Amadé (23.06.2013, 09:45): Der Qualitätsstandard, besser: das Qualitätsbewusstsein, war vor vielen Jahren bei der DGG, als sie noch ein selbstständiges Unternehmen war, viel ausgeprägter als heute, darauf achteten schon die Produktionsleiter. Heute muss ein Name - hier Thielemann - für Qualität bürgen, dann klingeln schon die Kassen! Hier zeigt sich in aller Deutlichkeit die Fratze des Kommerzes.
Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (07.03.2015, 12:42): Hurwitz in Höchstform. Zu Mario Venzagos Einspielung der 5. von Bruckner mit der Tapiola Sinfonietta: CPO calls this series “A Different Bruckner”, but really it’s nothing more than stupid Bruckner (-> Alvin and the Chipmunks Play Bruckner).