Vincenzo Bellini : Norma

Ganong (02.04.2006, 18:27):
N O R M A

Vincenzo Bellini ( 1801 - 1835 )
EMI ; recorded 5.-12. IX . 1960 ; Teatro alla Scala di Milano

Tuuli Serfain ( cond.) , orchestra e Coro del teatro alla Scala
Norma..............Maria Callas
Pollione............ Franco Corelli
Adalgisa............Christa Ludwig
Oroveso............Nicola Zaccaria
Flavio................Piero de Palma
Clotilde.............Edda Vincenzi

Maria Callas ( 2. dezember 1923 - 16. September 1977 ) hat diese Rolle 92 mal auf der Bühne zwischen dem 30. November 1948 und dem 29. Mai 1965 gesungen . 1947 hatte Tullio Serafin , der ihre erste Norma in Florenz dirigierte wie ihre letzte im "Palais Garnier" in Paris , die expressive Stimme der Callas entdeckt und sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elvira de Hidalgo in das grosse Repertoire des 19. Jahrhunderts sorgfältig hineingeführt .
Die erste Studio - Aufnahme ( mit Mario Filippeschi als Polliione , mit dem sie live nie in dieser Oper gesungen hat) stammt aus dem Jahr 1954 und ist noch eine Monoaufnahme der EMI , die später dreimal "überarbeitet" worden ist ( dazu : E Seltzky , Oxford University Press ; 2000 und 2002 ) . warum diese Aufnahme nicht schon 1954 mit Franco Corelli , mit dem die Callas schon 1952 und 1954 achtmal auf der Bühne hervorragend zusammengearbeitet hat , aufgenommen wurde ( und mit Boris Christoff als Oroveso und Giulietta Simionato als Adalgisa im Zenith ihres Könnens ) muss rätselhaft bleiben . Am Ende ihrer Karriere als Norma hat Maria Callas die Oper 1960 dann in dieser epochalen Aufnahme mit ihrem Mentor Tullio Serfain , Franco Corelli und einer auch im italienischen Fach stimmlich überragenden Christa Ludwig und dem stimmlich gewaltigen Nicola Zaccaria in Mailand aufgenommen .
Fünf Jahre nach ihrem Triumph in Covent Garden hat die callas die Rolle - stimmlich noch immer sehr gut - nochmals überwältigend interpretiert .

Die beiden letzten Aufführungen der Pariser Neuinszenierung von Franco Corelli vom 22. Mai 1964 hat sie nochmals mit ihrem Lieblingstenor Franco Corelli gesungen , nachdem sie drei Jahre lang keine einzige Oper auf der Bühne gesungen hatte . Ein enormes Risiko !
Die Norma war neben der Lucia li Lammermoor und der Traviata seit den 1950er Jahren ihre Starrolle überhaupt gewesen . Daher war es sicherlich ein ausserordentliches Risiko , diese Rolle , die ganz in der Tradition des Belcanto verhaftet ist , in ihrer inzwischen stimmlich nicht immer perfekten Verfassung zu singen . Dies galt besonder sfür das Jahr
1965 mit ihren letzten fünf Abenden in der Pariser Oper .
zeitgleich hatte sie ihre zweite Londoner Tosca gesungen , was wesentlich einfacher für Mme. Callas war , weil die Rolle der Tosca für "eine singende Schauspielerin" geschrieben war ( N.N.: "The last renditions of Norma" , o.J. ) . Während die Aufführungen 1964 noch zu Triumphen für maria Callas wurden , und sie sängerisch wie darstellerisch an ihre Glanzzeiten anschliessen konnte ( also auch an das jahr 1960 als die hier vorliegende Aufnahme produziert worden ist ) , waren ihre letzten fünf Abende in Paris als Norma weniger erfolgreich . ( Die Fakten und subjektiven Eindrücke sind bei Franco zeffirelli nachzulesen wie in dem ausgezeichneten Buch von John Ardoin und Gerlad Fitzgerald ) Unglücklicherweise kam hinzu , dass Franco Corelli , einer der grössten bewunderer der Kunst von Maria Callas , nicht zur verfügung stand und durch Gianfranco Cecchele ersetzt werden musste , der in beiden Finalszenen der Oper bei aller stimmlichen Präsenz kein der Callas ebenbürtiger Partner war .
Giulietta Simionato , eine enorm bühnenerfahrene grosse Mezzosopranistin , glich durch ihre perfekte Übereinstimmung inden grossen Duetten Norma - Adalgisa die zeitweisen Schwächen der Callas aus . Dies gelang der jungen Fiorenza Cossotto nicht . Einge der kenntnisreichen zuhörer sprachen geradezu von Cossottos Unkollegialität . Und davon , dass diese sich nicht an die Abmachungen mit Maria Callas gehalten habe . Wir können dies auf erhaltenen Mitschnitten von drei der fünf Aufführungen auch deutlich hören . Callas konnte die Töne wegen atemtechnischer Probleme nicht mehr so lange durchhalten ( ein ganz wichtiger Punkt in dermassen heiklen , schwierigen Rollen , worauf Montserrat Caballé , die mit Mme. Callas eng befreundet gewesen war , auch später immer hingewiesen hat ) . Dennoch : Wer 1964 oder 1965 Maria Callas erleben konnte , der wird heute noch bestätigen , dass sie die Rolle voller menschlicher Emotionen mit sängerisch ganz aussergewöhnlich intensiven Momenten interpretiert hat . Ihre Norma war jetzt "reifer , realistischer , menschlicher und tiefer" ( J. Ardoin und G. Fitzgerald ) . dass die beiden Aufführungen am 21. und 29. Mai 1965 wegn nicht mehr vorhandenen bandmetriales (!) nicht vollständig aufgezeichnet werden konnten , bleibt ein nicht wieder gut zu machender verlust . Diese letzte Aufführung konnte von Maria Callas nicht zu Ende gesungen werden , weil die trotz aller physischen und psychischen Anstrengungen wegen ihrer Herz - Kreislaufsituation auf der Bühne zusammenbrach .
Die bedeutenste Sängerin und Darstellerin der Opernwelt verliess die Pariser Oper als eine gebrochene Frau ( N.N. . aaO ) . Ihre frü den Juli 1965 vorgesehenen Tosca -Abend ein London sagte sie ab .
Franco Zeffirelli , dieser grosse Mann der Openszene , Begleiter und Freund von Maria Callas sagte ." In einem Leben kann man grosse Ereignisse im Theater sehen . Aber Maria callas in Norma zu sehen : was gibt es dagegen , um es mit ihr zu vergleichen ".

Als Maria Callas begleitet von ihrem grossen Entdecker , Förderer und lebenslangen künstlerischen Begleiter Tullio Serafin , 1960 in der Mailänder Scala diese Norma aufnahm , überzeugte sie unvergleichlich , wr "die Norma aller zeiten" war und bis heute geblieben ist . Franco Corelli ist ihr kongenialer Partner mit einer hochdramtischen Stimme ( und live mit einer überragenden Bühnenpräsenz ) . und Corelli versteht es wie keiner ihrer sonstigen Partner als Pollione , die Rolle in allen Facetten auszufüllen . Die Duette sind an dramtischer intensität , an emotionelr Aufladung , an gelebter leidenschaft nicht zu überbieten . Christa Ludwig ist eine stimmlich überragende Adalgisa . Nicola Zaccaria bleibt zusammen mit Boris Christoff die Idealbesetzung des Oroveso . Orchester und Chor der mailänder Scala sind in einer superben Verfassung .

Diese Aufnahme gehörtsicherlich zu den bedeutensten Dokumenten der Opernliteratur und des einzigartigen künstlerischen Vermögens der überwältigenden Tragödin , der divina assolut a - Maria Callas .

Ganong

PS.: Ich möcht ein der nächsten Zeit mehrere der wichtigsten Aufnahmen von Opern hier vorstellen . Dies bezieht sich auch ausdrücklich auf Aufnahmen , dei aus dem Aspekt der Interpretationsgeschichte von Opern bedeutend geblieben sind .
Der künstlerische Rang hat dabei stets Vorrang vor sog. technischen Fortschritten bei Aufnahmen . G.
Mime (03.04.2006, 08:18):
Die aktuelle Norma-Inszenierung in Stuttgart wird auch auf einem für dieses Haus recht hohen Niveau gesungen.Vor allem Catherine Naglestad kann in der Hauptrolle überzeugen.
Rolf Scheiwiller (03.04.2006, 08:45):
Guten Morgen Ganong.

Ich habe erst heut morgen deinen schönen, wissenswerten Beitrag gelesen.

Ja, diese 2. EMI Aufnahme gefällt auch mir .

Ansonsten habe ich Einspielungen mit Renata Scotto und Levine,
M. Caballe und Cillario, Sutherland, Horne und Bonynge.

Kennst Du die Aufnahme die Gruberova ganz neu herausgebracht hat ?
Ich sah lediglich eine Anzeige.


Gruss.
R.
Ganong (03.04.2006, 16:13):
Lieber Rolf ,
ich denke , dass die gruberova ihre guten zeit längst hinter sich hat . Da sie derzeit noch erheblich von ihrem alten können angesichts nicht vorhandener Konkurrenz sehr gut leben kann , ist sie in der Lage - wie vor wenigen Jahren in Wien - , ihre "Vorgaben" zu diktieren .
Persönlich gibt es für mich keine Aufnahme mit ihr aus den letzten 15 Jahren , die Vergleichansprüchen gerecht würde .
grundsätzlich habe ich mir bei den Opern , die ich vorstellen und besprechen will , mich auf e i n Werk zu konzentrieren . Diese ist dann für mich subjektiv die refernzaufnahme des Werkes .
Viele Grüsse , Ganong
Rolf Scheiwiller (08.04.2006, 12:28):
Lieber Ganong.
Kennst Du (dumme Frage, bei Dir,ich weiss ! ) die DVD "CALLAS - Debut a Paris" ?
Da bringt sie die Casta Diva- Arie unvergleichlich. Also mir läufts jedesmal kalt den Rücken runter !
Der Chor allerdings. Furchtbar.
Ein unvergängliches Dokument.

Kennst Du auch die andern DVDs ? Die Hamburger Konzerte(,da gestaltet Callas die beiden CARMEN Stücke sensationell, die Stimme gehorcht ihr in jeder Beziehung).Sowie LIFE AND ART . Sowie ein grosses Interwiew mit Lord Harewood. In Farbe.
Hab diese seit Jahren. DIE würd ich auch NIE hergeben !

Gruss.
R.
Ganong (09.04.2006, 15:01):
Lieber Rolf ,
das Callas - Debut in Paris war sensationell . Leider ist Albert Lance , der damalige Haustenor der Pariser Oper , mit von der Partie .
Schon die LP und danach die CD sind einzigartige Dokumente .
Ich empfehle jedem das Buch von Michel Glotz , dem Manager , Produzenten und FReu nd von Maria Callas , sorgfältig in dem Kapitel "Maria Callas" zu lesen .
"La not ebleue . une vie pour l amusique" ; Lattès , Paris , 2002 .
das Buch ist über deutsche Buchhandlungenund z.B. über amazon.fr erhältlich .
Viele Grüsse ,
Frank
PS.: ich werd ein anderem Zusammenhang noch etwas über maria Callas schreiben .
Ich empfehle Di rnoch mindestens eine der beiden Arbeiten von Dr. E. Seletzky , London über die EMi - Produktionen der Callas . Du kannst den Artikel aus dem Internet ausdrucken ( nicht das Buch bei Oxford university Press ) . F.
manrico (23.04.2007, 23:10):
Ich würde gerne den Norma- Thread ein wenig wiederbeleben.

Ich glaube auch, dass sich jede Darstellerin der Norma an der Callas messen muss. Für meinen Geschmack hat die Callas ihre beeindruckendste Norma unter Antonino Votto zum Leben erweckt (7.12.1955, Milano). Ihre Partner waren beeindruckend (da nehme ich sogar delMonaco in Kauf). In diesem Live-Mitschnitt brodelt eine Spannung und Leidenschaft, wie ich sie von keiner anderen Norma-Interpretation der Callas kenne. Ihre Adalgisa ist hier Simionato, den Oroveso singt Niccola Zaccaria.

Und doch - es gibt sie, die Konkurrenz: Denn wieder einmal besticht mich die großartige, göttliche Leyla Gencer. Das gilt vor allem für das Finale im zweiten Akt (ab "In mia man alfin tu sei"). Keine andere kann so drohen, so verzweifelt sein und so herrliche Pianissimi singen. Zudem hat sie Bruno Prevedi den besseren Pollione.
Die Norma der Sutherland ist sicher sauberer gesungen als alle anderen mir bekannten Aufnahmen, leidet für mich aber ein wenig darunter, dass ich finde, dass es der Sutherland nur in den wenigsten Fällen gelungen ist, den Figuren Profil zu geben.
Da gefällt mir die Niederländerin Christina Deutekom schon besser, obwohl sie natürlich lange nicht so subtil ist wie die Gencer.
Mit der Caballe habe ich ein Problem, das sich für mich in der Norma so deutlich zeigt wie in keiner anderen Rolle: sie dringt praktisch nie in eine Figur ein sondern beschreibt sie von außen. Für mich hört sie sich nicht an wie eine gallische Druidenpriesterin sondern wie eine prima donna, die über eine Druidenpriesterin erzählt.
Und dann gibt es Stimmen, die mir aus unterschiedlichen Gründen absolut nicht gefallen und die ich zum Teil als echte Zumutung empfinde (Sills, Gruberova und vor allem Scotto), und die auch die Norma interpretiert haben. Da liegt es auf der Hand, dass ich zu diesen Norma- Interpretationen keinen Kommentar abgeben möchte.

Ich freu mich schon auf eure Einschätzung der Interpretationen einer meiner absoluten Lieblingsopern.


Liebe Grüße

Werner
Ganong (24.04.2007, 15:53):
Lieber manrico ,

ja , die Norma war eine der nicht wenigen besten Rollen von Maria Callas .

Aber welche ihrer Norma - Aufnahmen / Mitschnitte .

Du wirst es wahrscheinlich nicht gelesen haben , sonst hättest Du sicherlich dazu etwas geschrieben . Das letzte Heft von BC Musivc Magazine hat die "20 besten Sopranistinnen alller Zeiten" durch Opernfachrezensenten "wählen" lasen .

Nachdem mir angesichts der Einleitung zu dem Artikel eher der Atem gestockt hatte , fand ich die Divina assoluta dann doch an erster Stelle . Ohne darauf näher einzugehen mit der Refernzaufnahme "Norma" .

Allerdings in der 1960 aufgenommenen Version mit dem überragenden Franco Corelli ( bis heute unerreicht ; Wien wusste , was es an diesem Ausnahmetenor hatte ! Und zum Leidwesen von Jürgen Kestinmg ist Franco Corelli vor wenigen Jahren auch noch in den USA von den Höreren alllgemein zum Tenor Nr. 1 gekürt worden . ) Christa Ludiwig sang eine traumhaft gute Adalgisa ( nicht Callas ' beste Freundin auf der Bühne Simionato ) . Zaccaria überzeugt , wie immer auch in dieser Rolle , souverän . Die Studio-Produktion der EMI halte ich persönlich für die beste , nicht ideale , Aufnahme . Nicht nur der Callas .

Nach der Callas dürfte tatsächlich Leyla Gencer in dieser Rolle kommen .

Und solltest Du , manrico , einmal eine herausragende Leonora in der Staatsoper benötigen , so kann ich Dir auch hiefr Leyla Gencer nur dringend empfehlen !

Viele Grüsse ,

Frank
Jimi (30.04.2007, 22:24):
Hallo Werner ,

Vielleicht hast du beim stöbern ja schon entdeckt dass deine Lieblingsnorma auch in meiner Top 10 Opernliste auftaucht:


Original von Jimi

Vincenco Bellini (1801-1835) - Norma:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9964020.jpg



Ich bevorzuge genau diese Aufnahme vor allem wegen der Kombination Callas – Simionato, für mich trotz Stignani und Ludwig die beeindruckendste Adalgisa der div. Callas-Normaeinspielungen.
Da über Maria Callas als Norma und ihre Konkurrentinnen schon einiges gesagt wurde, möchte ich zuerst etwas näher auf die Rolle des Pollione eingehen.

Original von manrico
Ihre Partner waren beeindruckend (da nehme ich sogar delMonaco in Kauf).


Du bist anscheinend kein besonderer Fan von Mario del Monaco(zumindest nicht als Pollione).
Na gut dann sind wir mindestens schon zu zweit :rofl, wobei ich doch zugeben muss, ich finde ihn immer noch besser als Mario Filippeschi in der ersten Studio-Norma von Maria Callas.

Original von Ganong

N O R M A

Daher war es sicherlich ein ausserordentliches Risiko , diese Rolle , die ganz in der Tradition des Belcanto verhaftet ist , in ihrer inzwischen stimmlich nicht immer perfekten Verfassung zu singen .

Frank hat völlig Recht – Die Rolle der Norma ist ganz der Tradition des Belcanto verhaftet -
Und es ist der große Verdienst von Maria Callas das wieder bewusst gemacht zu haben, nachdem manche ihrer Vorgängerinnen die Norma im Prinzip nicht viel anders als (späte) Verdi- oder Verismorollen gesungen haben.

Worauf ich hinaus will ist, nicht nur die Norma ist ganz der Tradition des Belcanto verhaftet, sondern die gesamte Oper und damit auch die Rolle des Pollione.
Genau deswegen finde ich es generell problematisch(also keine spezielle Kritik an del Monaco) den Pollione mit ausgesprochen dramatischen Tenören zu besetzen, zumal wenn sie stilistisch eher dem Verismo zuzuordnen sind.

Ich bevorzuge hier eine etwas leichtere beweglichere Stimme die z.B auch in der Lage ist die in der Rolle enthaltenen Verzierungen genau auszuführen, aber trotzdem die nötige Durchschlagskraft für die dramatischen Stellen hat.

Also einen Belcanto- Heldentenor sozusagen.

Blöderweise sind die ziemlich selten , (na gut sehr selten)zumal zu der Zeit von Maria Callas.

Der italienische Tenor Giacomo Lauri-Volpi(1892-1979) hat 1928 die Arie „Meco all alltar di Venere“ aus Norma aufgenommen, für mich deutlich die beste Aufnahme der Arie die ich bisher gehört habe, eine Gesamtaufnahme der Norma mit ihm ist mir leider nicht bekannt. :I


http://ec1.images-amazon.com/images/I/31N57NKF7BL._AA240_.jpg



Wer nachvollziehen will was ich geschrieben habe, sollte die Pollione’s der Callas-Aufnahme(oder auch andere) einmal kritisch im Vergleich zu Lauri-Volpi hören, dann wird vielleicht klar was ich meine.

Also, alle Fans von del Monaco und Co bitte nicht böse sein, eure Lieblinge dürfen natürlich weiterhin gerne Othello, Andrea Chenier usw. singen. :wink,
das finde ich vollkommen in Ordnung.


Viele Grüße von

Jimi
manrico (01.05.2007, 14:57):
Hallo Jimi !

Also, bei Giacomo Lauri-Volpi hast du natürlich meine vollste Unterstützung. Welcher andere Tenor hat "A te oh cara" und "Dio, mi potevi scagliar" adäquat singen können. Ich schätze vor allem seine Aufnahmen aus den späten 20er Jahren bis Anfang der 40er Jahre. Ich kenne von ihm auch nur das Meco all'altar aus Norma, ich weiss nicht, ob es einen vollständigen Norma-Mitschnitt mit Lauri-Volpi gibt, aber der wäre sicherlich spannend.

Und was delMonaco angeht: Ich habe ihn nie auf der Bühne gesehen (das geht sich altersmäßig nicht ganz aus), aber ich vermute, dass er einer der Sänger ist, der hauptsächlich durch seine Bühnenpräsenz fasziniert hat. Wer ihn nicht gesehen hat, für den ist er einer unter vielen. Bei Lauri-Volpi, Callas, Taddei, Gencer,....sehe ich das anders. Wenn Lauri-Volpi das Improvviso singt, dann steht ein Intellektueller vor mir, der glühend und nuanciert um sein Anliegen kämpft. Bei delMonaco.....na, ja - es ist zumindest nicht zu überhören.
Von den delMonaco Fans hat sich bisher niemand noch gemeldet. Aber allzu viele Opernfans sind wir ja hier im Forum offensichtlich nicht - schade eigentlich - (quasi eine kuriose Minderheit) - vielleicht gibt's da gar keine, denen wir auf die Zehen getreten sind.

Liebe Grüße aus Wien



Werner
manrico (10.09.2007, 01:06):
Man sollte es ja nicht für möglich halten, aber die Ricciarelli hat auch die Norma gesungen - mir ist gerade der Live-Mitschnitt in die Hände gefallen.
Ich hätte nicht gedacht, dass sie tatsächlich eine derart rollendeckende Norma bietet. Eine Priesterin, die in erster Linie liebt und erst in zweiter Linie rächt. Bei den dramatischen Stellen (Terzett 1. Akt) forciert sie ein bißchen, aber ansonsten spielt sie ihre Hauptqualitäten (lyrische Empfindsamkeit, Authentizität und Identifikation mit den Rollen und den Aufbau großer Spannungsbögen) beeindruckend aus. Sehr differenziert klingt ihr Dormono entrambi".
Damit deklassiert sie schon eine ganze Reihe berühmter Kolleginnen. Ich muss mir die Aufnahme sicherlich noch einmal anhören, um Genaueres zu berichten, aber der erste Eindruck ist sehr bestrickend.

Liebe Grüße


Werner
daniel5993 (14.09.2007, 08:14):
Hallo Ihr wenigen Opernfreunde!

Wollte mir noch Heute die Oper Norma mit Callas zulegen!
Es gibt aber mind. 7 Aufnahmen!
Bitte um Hilfe und Empfehlung! :thanks

http://ec1.images-amazon.com/images/I/41CK6T4A0AL._AA240_.jpg http://ec1.images-amazon.com/images/I/3174AG6K1AL._AA240_.jpg
http://ec1.images-amazon.com/images/I/61VDFX50XRL._AA240_.gif http://ec1.images-amazon.com/images/I/51NNTNXACRL._AA240_.jpg
http://ec1.images-amazon.com/images/I/51Ars1uMfdL._AA240_.jpg http://ec1.images-amazon.com/images/I/410FCSFF8DL._AA240_.jpg

Ich würde mich für diese entscheiden!
Norma Live 1952 London, Stignani Callas, Sutherland, Picchi, Vaghi,
Covent Garden Orchestra, Gui
http://ec1.images-amazon.com/images/I/419Z7S9EZCL._AA240_.jpg

Dank für eure Hilfe!

Gruß
Daniel
:thanks
Zelenka (14.09.2007, 14:51):
Original von daniel5993

Ich würde mich für diese entscheiden!
Norma Live 1952 London, Stignani Callas, Sutherland, Picchi, Vaghi,
Covent Garden Orchestra, Gui
http://ec1.images-amazon.com/images/I/419Z7S9EZCL._AA240_.jpg

Dank für eure Hilfe!

Gruß
Daniel
:thanks

Lieber Daniel:

Diese Woche hatte ich übrigens in meinen Faden "Aus der internationalen Presse" die Ergebnisse eines Vergleichshörens von Aufnahmen der Oper gestellt. Dort kommen zwei andere Aufnahmen mit Callas vor, aber nicht die von Dir ins Auge Gefaßte.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (14.09.2007, 18:43):
Original von Zelenka
Original von daniel5993

Ich würde mich für diese entscheiden!
Norma Live 1952 London, Stignani Callas, Sutherland, Picchi, Vaghi,
Covent Garden Orchestra, Gui
http://ec1.images-amazon.com/images/I/419Z7S9EZCL._AA240_.jpg

Dank für eure Hilfe!

Gruß
Daniel
:thanks

Lieber Daniel:

Diese Woche hatte ich übrigens in meinen Faden "Aus der internationalen Presse" die Ergebnisse eines Vergleichshörens von Aufnahmen der Oper gestellt. Dort kommen zwei andere Aufnahmen mit Callas vor, aber nicht die von Dir ins Auge Gefaßte.

Gruß, Zelenka

:I
daniel5993 (14.09.2007, 19:23):
Noch kurz vorm Kauf umgeschwenkt auf diese Aufnahme!

http://ec1.images-amazon.com/images/I/41CK6T4A0AL._AA240_.jpg

Bellini: Norma (Gesamtaufnahme(ital.),Aufnahme Mailand 1960), stereo
Callas, Corelli, Ludwig, Zaccaria,
Orchester der Scala, Serafin
Zelenka (14.09.2007, 19:24):
Original von daniel5993

:I


Dann hast Du offenbar schon bestellt?

Gruß, Zelenka
daniel5993 (14.09.2007, 20:25):
Hallo Zelenka!

Dann hast Du offenbar schon bestellt?

Ja, schon bestellt!
Den kommenden Sonntag wird den ganzen Tag nur die Callas gespielt, anlässlich des 30sten Todestages! Aus Norma spielen Sie sehr viel, vielleicht entdecke ich etwas aus "meine" Aufnahme darunter?

Gruß
Daniel :hello
manrico (14.09.2007, 23:20):
Lieber Daniel!

Ich denke, du wirst mit der Norma Callas viel Freude haben. Welche Aufnahme man sich letztlich zulegt, ist möglicherweise sekundär, für mich scheint die Callas so etwas wie die Mensch-Werdung der Norma. Für deine Aufnahme spricht sicher auch Christa Ludwig als Adalgisa.
Warum alle vom Corelli so begeistert sind, versteh ich nicht. Ich finde, dass er keine besonders attraktive Stimme hat und außerdem lispelt. Möglicherweise schwingt aber - ähnlich wie bei delMonaco - mit, dass man ihn live erlebt haben muss. Da kann ich nicht mitreden.
Wenn schon undifferenzierte, ungeschliffene Italianità, dann bin ich für Franco Bonisolli. Seine Stimme gefällt mir weitaus besser, ihn habe ich aber in Wien sehr oft gesehen (Otello, Manrico,...).

Meine Lieblingsaufnahme mit der Callas als Norma stammt vom 7.12.1955 (trotz delMonaco). Besetzung: Callas, delMonaco, Simionato, Zaccaria, Zampieri, Carturan, Votto.

Viel Spaß aber mit deiner Norma


Liebe Grüße

Werner
daniel5993 (15.09.2007, 08:21):
Hallo Werner!

Die Aufnahme vom 7. Dezember 1955 kostet leider 60 Euro und das ist mir zu teuer! :B
Hast du die Aufnahme zu einem ähnlich hohen Preis gekauft?


Gruß
Daniel
:hello
manrico (15.09.2007, 10:42):
Lieber Daniel!

Nein, ganz bestimmt nicht. Bei mir hat sie schätzungsweise €15-20 gekostet, ich weiss es nicht mehr so genau, aber es ist eine Gala-Einspielung, und die sind in Wien nicht sehr teuer. Wenn du aber willst, kann ich beim daCaruso schauen, was die Aufnahme kostet und sie dir schicken. Ich bin heut abend eh in der Oper (I Puritani mit der Gruberova). Du kannst mir ja ein e-mail schicken, wenn du magst.

Liebe Grüße


Werner
Jimi (15.09.2007, 10:44):
Original von daniel5993
Hallo Werner!

Die Aufnahme vom 7. Dezember 1955 kostet leider 60 Euro und das ist mir zu teuer! :B
Hast du die Aufnahme zu einem ähnlich hohen Preis gekauft?


Gruß
Daniel
:hello

Hallo Daniel und Werner,


http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9964020.jpg

Ich habe diese Aufnahme für unter 10 € gekauft. :)


:hello Jimi
daniel5993 (15.09.2007, 12:10):
Hallo manrico, hallo Jimi!

So sieht die für 60 Euro aus!
http://ec1.images-amazon.com/images/I/51TD6VYWBEL._AA240_.jpg

Hab gerade JPC geguckt und habe diese Aufnahme für 6,99 entdeckt!
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9964020.jpg

Danke Werner für das Angebot, aber das hat sich jetzt wohl erledigt!
Bei dem Preis kann ich mir auch noch diese leisten!

Gruß
Daniel
manrico (16.09.2007, 09:27):
Ich habe auch die Gala-Einspielung, für die dir irgendein Wucherer 60€ abluchsen wollte. Sind bei euch in Celle die Aufnahmen generell so teuer oder war das die Ausnahme? Labels wie Gala, opera d'oro, Cantus,... sind bei uns fast immer nur in Wühlkartons, aus denen man sich halt das beste aussuchen muss. Ins Regal wandern die bei uns so gut wie nie.

Werner
daniel5993 (16.09.2007, 10:06):
Original von manrico
Ich habe auch die Gala-Einspielung, für die dir irgendein Wucherer 60€ abluchsen wollte. Sind bei euch in Celle die Aufnahmen generell so teuer oder war das die Ausnahme? Labels wie Gala, opera d'oro, Cantus,... sind bei uns fast immer nur in Wühlkartons, aus denen man sich halt das beste aussuchen muss. Ins Regal wandern die bei uns so gut wie nie.

Werner

Hallo Werner!

Nein, das Angebot mit den 60 Euro habe ich bei amazon gefunden!
Nicht hier in Celle! Ich freu mich schon auf die Opern! In Celle gibt es kaum Opern auf CD! Und wenn, dann wirklich teuer! Ich halte mich da mehr ans Internet!
Kenne ja noch nicht allzuviel von Opern, aber meine Vorliebe geht immer mehr in Richtung Oper! Damit wird auch dieser Bereich des Forums nicht aussterben!

Dir einen schönen Sonntag,
Gruß
Daniel :hello
daniel5993 (11.10.2007, 10:56):
Ich hab eine Frage,
Diese beiden CD's sind die selben Aufnahmen, der Preis unterscheidet sich aber um 20 €! Kann mir jemand eventuelle Schwachpunkte der billigeren Aufnahme nennen! Kann ich das "Risiko" eingehen und ruhig die billigere Aufnahme nehmen?

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9969469.jpg
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6917906.jpg

Covent Garden 1952
daniel5993 (11.10.2007, 11:03):
Hallo!

Ich habe jetzt zu Genüge, die beiden Bellini - Norma - Callas Opern verglichen!

1. Bellini - Norma - 1960/stereo, Callas, Corelli, Ludwig, Zaccaria, de Palma, Vincenzi, Tullio Serafin
2. Bellini - Norma - 1955/ Aufführungsmittschnitt (7.12.1955), Callas, del Monaco, Simionato,Zaccaria, Zampieri, Carturan, Antonini Votto


http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9964020.jpg http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5037610.jpg


Die Norma in Form von Maria Callas singt herrlich, in beiden Aufnahmen!
Auch mit del Monaco und Corelli bin ich sehr zufrieden, die machen beide Ihre Arbeit gut!

Zum 1955/Live-Mittschnitt
Das Publikum, welches auch, manchmal deutlich zu hören ist, stört garnicht, von der ersten Minute des hörens an, setzt man sich mitten unter Sie, dem Publikum vom 7.Dezember 1955 und wird wie diese damals, wenn auch 60 Jahre später, regelrecht verzaubert! Diese begeisterte Kulisse (nicht zu überhören), lässt den Funken auf jeden Zuhörer überspringen! Ein Erlebnis der besonderen Art!

zur 1960/Stereo-Studioaufnahme
Die Stereo-Studioaufnahme ist natürlich musikalisch, durch den Ton unterstützt, brillianter! Keine Störgeräusche, ebenfalls eine Super aufgelegt Callas! Für diejenigen geeignet, welche Mono ablehnen und welche sich von Publikumgeräuschen gestört fühlen!

Kurzum: Beide Aufnahmen ergänzen sich Perfekt, so dass weitere Anschaffungen von der Callas eigentlich nicht nötig sind! Doch die Covent Garden Aufnahme von 1952 muss ich noch haben!

Eine tolle Oper, die Bellini hier geschaffen hat!
Manche Schätze kommen erst ans Tageslicht, wenn man tiefer danach gräbt! Eine Gute Oper braucht nun einmal Zeit um in Ihrer vollen Größe erkannt zu werden! Ich bin auch nicht gleich, beim ersten mal hören, in einen Freudentaumel ausgebrochen! Das kam nach und nach!
Wie Gut, das ich dran geblieben bin!
Allein, wie die Callas Arien, wie "Costa Diva!" oder "Oh, rimembranza" singt, ist unbeschreiblich!

Grandios! :down Grandios! :down


Gruß
(Daniel in Ekstase)
:leb
daniel5993 (11.10.2007, 11:29):
Original von Jimi
Original von daniel5993
Hallo Werner!

Die Aufnahme vom 7. Dezember 1955 kostet leider 60 Euro und das ist mir zu teuer! :B
Hast du die Aufnahme zu einem ähnlich hohen Preis gekauft?


Gruß
Daniel
:hello

Hallo Daniel und Werner,


http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9964020.jpg

Ich habe diese Aufnahme für unter 10 € gekauft. :)


:hello Jimi

Hallo Jimi!

In dieser Aufnahme gibt es bei mir z.B bei (Akt 1, Oh, rimembranza und das darauf folgende) immer ein paar Komplett-Aussetzer! Man hört einen kleinen Moment nichts mehr und erst dann gehts wieder weiter!
Ist das auch bei dir so? Das stört nämlich langsam enorm!
Wäre schön wenn du dir die genannte Arie mal anhörst!

Gruß
Daniel
:thanks
Jimi (11.10.2007, 12:35):
Original von daniel5993


Hallo Jimi!

In dieser Aufnahme gibt es bei mir z.B bei (Akt 1, Oh, rimembranza und das darauf folgende) immer ein paar Komplett-Aussetzer! Man hört einen kleinen Moment nichts mehr und erst dann gehts wieder weiter!
Ist das auch bei dir so? Das stört nämlich langsam enorm!
Wäre schön wenn du dir die genannte Arie mal anhörst!

Gruß
Daniel
:thanks

Hallo Daniel,

ich habe mir Oh, rimembranz mal angehört und konnte nichts feststellen, es gibt ein paar winzige Störgeräusche aber keine Aussetzer. Kannst du mir sagen ob die Fehler immer an der gleichen Stelle kommt zb 1min:17sek?

:helloJimi
daniel5993 (11.10.2007, 13:20):
Hallo Jimi!

Track 17, 18 und 19 (CD 1)! Da kommt es regelmäßig!

Bei Track 17, bei 1:29, mal 1:23, 1:51 immer verschieden, also im 25 sekundentakt! Und wenn ich dann zurrückspule, wieder an einer anderen Stelle!

Habe mehrere andere CD's ausprobiert und die Laufen fehlerfrei!
Es scheint so, als ob es speziell diese CD- Art ist, mit dem mein Cd-Player einige Probleme hat!

Aber das verrückte ist, das das zwischen Track 1 und Track 17, keine Vorkommnisse sind!

Nur Track 17, 18 und 19!
Die CD ist natürlich rein und unbeschadet!

Es ist sehr traurig, da genau Track 17 in dieser Live- aufnahme zu schön, zu überragend ist! :I

Ich höre gleich nochmal die 2 CD, aber letztens lief die auch ohne Probleme!
Übrigens, es sind richtige Sekundenaussetzer!


Gruß
Daniel
Jimi (11.10.2007, 14:48):
Hallo Daniel,

spiele doch die cd mal auf einem anderen Player ab , ob der gleiche Fehler auftritt, oder brenne dir eine Kopie von der Cd, ob da der Fehler auch auftritt.

Es gibt da ein gutes Freewareprogramm das nennt sich "Exact Audio Copy", (einfach mal bei google eingeben) das zeigt beim rippen der Tracks ob Fehler drauf sind.

:hello Jimi
daniel5993 (12.10.2007, 18:49):
Original von Jimi
Hallo Daniel,

spiele doch die cd mal auf einem anderen Player ab , ob der gleiche Fehler auftritt, oder brenne dir eine Kopie von der Cd, ob da der Fehler auch auftritt.

Es gibt da ein gutes Freewareprogramm das nennt sich "Exact Audio Copy", (einfach mal bei google eingeben) das zeigt beim rippen der Tracks ob Fehler drauf sind.

:hello Jimi

Hallo Jimi!

Auch in anderen CD-Playern hat diese CD, die gleichen Aussetzer!
Habs auch mit brennen probiert, der Fehler bleibt ebenfalls!

Gruß
Daniel
:hello
daniel5993 (24.10.2007, 14:24):
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9969469.jpg

Diese Aufnahme ist sehr unscharf, stimmlich und musikalisch!
Selbst für den Zuhörer hört es sich so an, als ob man auf den letzten Plätzen l diese Aufnahme verfolgt! Keine klaren Stimmen, viele kleinigkeiten gehen unter!
Es liegt wohl auch daran, dass ich die Stereoaufnahme zu gut kenne und als Maßtab gesetzt habe! Dagegen ist selbst die 1955 - Aufnahme unter Votto "Perfekt"!

Mir fehlt die Klang und Stimmschärfe, alles ist auf einer Linie und weit weg!
Vielleicht wurde aber auch die Aufnahme im Studio zerschnitten!
Allein die Callas kommt mit Ihrer Stimme meistens durch, aber auch da ist keine Klangliche Klarheit! zudem finde ich, dass neben der Klangqualität, auch die Callas nicht Ihren Besten Abend hatte :ignore

@ Jimi, manrico und alle anderen!

Kennt Ihr die Covent Garden Aufnahme?
Teil Ihr meine Ansicht?
Mich würde eure Meinung interessieren!

Von den drei Callas - Aufnahmen würde ich die 1955 (VOTTO - Mailand) Aufnahme an 1. Stellen, dicht gefolgt von der Stereoaufnahme von 1960!
Covent Garden am Schluss!


Gruß
Daniel
manrico (26.10.2007, 22:27):
Hi Daniel!

Nein, die Aufnahme aus London kenne ich ich nicht. Ich hab von der Callas nur noch die Norma aus Mexico 1950 (Baum, Simionato). Ich hör sie aber kaum, weil mir die Aufnahme von 1955 viel besser gefällt. Man merkt richtig gehend, wie die Callas in dieser Zeit an der Norma gearbeitet hat. Ich müsste sie mir aber wieder einmal anhören, um was Konkretes zu sagen. Ich weiss halt nur, dass ich praktisch nie zu der Aufnahme greif.

lg

Werner
daniel5993 (29.10.2007, 22:57):
Original von manrico
Hi Daniel!

Nein, die Aufnahme aus London kenne ich ich nicht. Ich hab von der Callas nur noch die Norma aus Mexico 1950 (Baum, Simionato). Ich hör sie aber kaum, weil mir die Aufnahme von 1955 viel besser gefällt. Man merkt richtig gehend, wie die Callas in dieser Zeit an der Norma gearbeitet hat. Ich müsste sie mir aber wieder einmal anhören, um was Konkretes zu sagen. Ich weiss halt nur, dass ich praktisch nie zu der Aufnahme greif.

lg

Werner

Hallo Werner,

Ja, die 1955 Einspielung gefällt mir auch am Besten!
Das Publikum reist einen mit und gibt der Aufnahme ein Hauch von "ich bin dabei gewesen". Stimmlich ist die Callas hier auch am schönsten, wenn auch ab und zu durch ein Husten im Hintergrund gestört. Alles klar und von Herzen! Zwar kann die Raumklang Stereo Aufnahme in Sachen "Klang" mehr punkten, aber dafür fehlt mir die Nähe des Publikums ein wenig, welches insgesamt den Ausschlag zu 1955 Einspielung gegeben hat!
Noch Anzumerken ist, das die Maria in der Stereo - Aufnahme von 1960 stimmlich ebenfalls auf dem Höhepunkt ist und nicht wie einige meinen, stark nachgelassen hat, diese Behauptung teile ich keinesfalls! jedenfalls nicht in Sachen Norma.

Aber: Erst wenn ich diese Einspielung ebenfalls geprüft habe, hat mein Norma-Herz Ruhe!

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5037601.jpg

Callas, Filippeschi, Stignani, Rossi-Lemeni,
Orchester der Scala, Serafin


Leider habe ich keine Jahreszahl dieser Aufnahme, vielleicht kannst du oder Jimi das verfollständigen, Danke!

Gruß
Daniel
:beer
manrico (30.10.2007, 01:01):
Hi Daniel!

Datum wird prompt geliefert geliefert: Die erste Studioeinspielung der Norma mit der Callas stammt von 1954.

lg

Werner
Ganong (02.04.2006, 18:27):
N O R M A

Vincenzo Bellini ( 1801 - 1835 )
EMI ; recorded 5.-12. IX . 1960 ; Teatro alla Scala di Milano

Tuuli Serfain ( cond.) , orchestra e Coro del teatro alla Scala
Norma..............Maria Callas
Pollione............ Franco Corelli
Adalgisa............Christa Ludwig
Oroveso............Nicola Zaccaria
Flavio................Piero de Palma
Clotilde.............Edda Vincenzi

Maria Callas ( 2. dezember 1923 - 16. September 1977 ) hat diese Rolle 92 mal auf der Bühne zwischen dem 30. November 1948 und dem 29. Mai 1965 gesungen . 1947 hatte Tullio Serafin , der ihre erste Norma in Florenz dirigierte wie ihre letzte im "Palais Garnier" in Paris , die expressive Stimme der Callas entdeckt und sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elvira de Hidalgo in das grosse Repertoire des 19. Jahrhunderts sorgfältig hineingeführt .
Die erste Studio - Aufnahme ( mit Mario Filippeschi als Polliione , mit dem sie live nie in dieser Oper gesungen hat) stammt aus dem Jahr 1954 und ist noch eine Monoaufnahme der EMI , die später dreimal "überarbeitet" worden ist ( dazu : E Seltzky , Oxford University Press ; 2000 und 2002 ) . warum diese Aufnahme nicht schon 1954 mit Franco Corelli , mit dem die Callas schon 1952 und 1954 achtmal auf der Bühne hervorragend zusammengearbeitet hat , aufgenommen wurde ( und mit Boris Christoff als Oroveso und Giulietta Simionato als Adalgisa im Zenith ihres Könnens ) muss rätselhaft bleiben . Am Ende ihrer Karriere als Norma hat Maria Callas die Oper 1960 dann in dieser epochalen Aufnahme mit ihrem Mentor Tullio Serfain , Franco Corelli und einer auch im italienischen Fach stimmlich überragenden Christa Ludwig und dem stimmlich gewaltigen Nicola Zaccaria in Mailand aufgenommen .
Fünf Jahre nach ihrem Triumph in Covent Garden hat die callas die Rolle - stimmlich noch immer sehr gut - nochmals überwältigend interpretiert .

Die beiden letzten Aufführungen der Pariser Neuinszenierung von Franco Corelli vom 22. Mai 1964 hat sie nochmals mit ihrem Lieblingstenor Franco Corelli gesungen , nachdem sie drei Jahre lang keine einzige Oper auf der Bühne gesungen hatte . Ein enormes Risiko !
Die Norma war neben der Lucia li Lammermoor und der Traviata seit den 1950er Jahren ihre Starrolle überhaupt gewesen . Daher war es sicherlich ein ausserordentliches Risiko , diese Rolle , die ganz in der Tradition des Belcanto verhaftet ist , in ihrer inzwischen stimmlich nicht immer perfekten Verfassung zu singen . Dies galt besonder sfür das Jahr
1965 mit ihren letzten fünf Abenden in der Pariser Oper .
zeitgleich hatte sie ihre zweite Londoner Tosca gesungen , was wesentlich einfacher für Mme. Callas war , weil die Rolle der Tosca für "eine singende Schauspielerin" geschrieben war ( N.N.: "The last renditions of Norma" , o.J. ) . Während die Aufführungen 1964 noch zu Triumphen für maria Callas wurden , und sie sängerisch wie darstellerisch an ihre Glanzzeiten anschliessen konnte ( also auch an das jahr 1960 als die hier vorliegende Aufnahme produziert worden ist ) , waren ihre letzten fünf Abende in Paris als Norma weniger erfolgreich . ( Die Fakten und subjektiven Eindrücke sind bei Franco zeffirelli nachzulesen wie in dem ausgezeichneten Buch von John Ardoin und Gerlad Fitzgerald ) Unglücklicherweise kam hinzu , dass Franco Corelli , einer der grössten bewunderer der Kunst von Maria Callas , nicht zur verfügung stand und durch Gianfranco Cecchele ersetzt werden musste , der in beiden Finalszenen der Oper bei aller stimmlichen Präsenz kein der Callas ebenbürtiger Partner war .
Giulietta Simionato , eine enorm bühnenerfahrene grosse Mezzosopranistin , glich durch ihre perfekte Übereinstimmung inden grossen Duetten Norma - Adalgisa die zeitweisen Schwächen der Callas aus . Dies gelang der jungen Fiorenza Cossotto nicht . Einge der kenntnisreichen zuhörer sprachen geradezu von Cossottos Unkollegialität . Und davon , dass diese sich nicht an die Abmachungen mit Maria Callas gehalten habe . Wir können dies auf erhaltenen Mitschnitten von drei der fünf Aufführungen auch deutlich hören . Callas konnte die Töne wegen atemtechnischer Probleme nicht mehr so lange durchhalten ( ein ganz wichtiger Punkt in dermassen heiklen , schwierigen Rollen , worauf Montserrat Caballé , die mit Mme. Callas eng befreundet gewesen war , auch später immer hingewiesen hat ) . Dennoch : Wer 1964 oder 1965 Maria Callas erleben konnte , der wird heute noch bestätigen , dass sie die Rolle voller menschlicher Emotionen mit sängerisch ganz aussergewöhnlich intensiven Momenten interpretiert hat . Ihre Norma war jetzt "reifer , realistischer , menschlicher und tiefer" ( J. Ardoin und G. Fitzgerald ) . dass die beiden Aufführungen am 21. und 29. Mai 1965 wegn nicht mehr vorhandenen bandmetriales (!) nicht vollständig aufgezeichnet werden konnten , bleibt ein nicht wieder gut zu machender verlust . Diese letzte Aufführung konnte von Maria Callas nicht zu Ende gesungen werden , weil die trotz aller physischen und psychischen Anstrengungen wegen ihrer Herz - Kreislaufsituation auf der Bühne zusammenbrach .
Die bedeutenste Sängerin und Darstellerin der Opernwelt verliess die Pariser Oper als eine gebrochene Frau ( N.N. . aaO ) . Ihre frü den Juli 1965 vorgesehenen Tosca -Abend ein London sagte sie ab .
Franco Zeffirelli , dieser grosse Mann der Openszene , Begleiter und Freund von Maria Callas sagte ." In einem Leben kann man grosse Ereignisse im Theater sehen . Aber Maria callas in Norma zu sehen : was gibt es dagegen , um es mit ihr zu vergleichen ".

Als Maria Callas begleitet von ihrem grossen Entdecker , Förderer und lebenslangen künstlerischen Begleiter Tullio Serafin , 1960 in der Mailänder Scala diese Norma aufnahm , überzeugte sie unvergleichlich , wr "die Norma aller zeiten" war und bis heute geblieben ist . Franco Corelli ist ihr kongenialer Partner mit einer hochdramtischen Stimme ( und live mit einer überragenden Bühnenpräsenz ) . und Corelli versteht es wie keiner ihrer sonstigen Partner als Pollione , die Rolle in allen Facetten auszufüllen . Die Duette sind an dramtischer intensität , an emotionelr Aufladung , an gelebter leidenschaft nicht zu überbieten . Christa Ludwig ist eine stimmlich überragende Adalgisa . Nicola Zaccaria bleibt zusammen mit Boris Christoff die Idealbesetzung des Oroveso . Orchester und Chor der mailänder Scala sind in einer superben Verfassung .

Diese Aufnahme gehörtsicherlich zu den bedeutensten Dokumenten der Opernliteratur und des einzigartigen künstlerischen Vermögens der überwältigenden Tragödin , der divina assolut a - Maria Callas .

Ganong

PS.: Ich möcht ein der nächsten Zeit mehrere der wichtigsten Aufnahmen von Opern hier vorstellen . Dies bezieht sich auch ausdrücklich auf Aufnahmen , dei aus dem Aspekt der Interpretationsgeschichte von Opern bedeutend geblieben sind .
Der künstlerische Rang hat dabei stets Vorrang vor sog. technischen Fortschritten bei Aufnahmen . G.
Mime (03.04.2006, 08:18):
Die aktuelle Norma-Inszenierung in Stuttgart wird auch auf einem für dieses Haus recht hohen Niveau gesungen.Vor allem Catherine Naglestad kann in der Hauptrolle überzeugen.
Rolf Scheiwiller (03.04.2006, 08:45):
Guten Morgen Ganong.

Ich habe erst heut morgen deinen schönen, wissenswerten Beitrag gelesen.

Ja, diese 2. EMI Aufnahme gefällt auch mir .

Ansonsten habe ich Einspielungen mit Renata Scotto und Levine,
M. Caballe und Cillario, Sutherland, Horne und Bonynge.

Kennst Du die Aufnahme die Gruberova ganz neu herausgebracht hat ?
Ich sah lediglich eine Anzeige.


Gruss.
R.
Ganong (03.04.2006, 16:13):
Lieber Rolf ,
ich denke , dass die gruberova ihre guten zeit längst hinter sich hat . Da sie derzeit noch erheblich von ihrem alten können angesichts nicht vorhandener Konkurrenz sehr gut leben kann , ist sie in der Lage - wie vor wenigen Jahren in Wien - , ihre "Vorgaben" zu diktieren .
Persönlich gibt es für mich keine Aufnahme mit ihr aus den letzten 15 Jahren , die Vergleichansprüchen gerecht würde .
grundsätzlich habe ich mir bei den Opern , die ich vorstellen und besprechen will , mich auf e i n Werk zu konzentrieren . Diese ist dann für mich subjektiv die refernzaufnahme des Werkes .
Viele Grüsse , Ganong
Rolf Scheiwiller (08.04.2006, 12:28):
Lieber Ganong.
Kennst Du (dumme Frage, bei Dir,ich weiss ! ) die DVD "CALLAS - Debut a Paris" ?
Da bringt sie die Casta Diva- Arie unvergleichlich. Also mir läufts jedesmal kalt den Rücken runter !
Der Chor allerdings. Furchtbar.
Ein unvergängliches Dokument.

Kennst Du auch die andern DVDs ? Die Hamburger Konzerte(,da gestaltet Callas die beiden CARMEN Stücke sensationell, die Stimme gehorcht ihr in jeder Beziehung).Sowie LIFE AND ART . Sowie ein grosses Interwiew mit Lord Harewood. In Farbe.
Hab diese seit Jahren. DIE würd ich auch NIE hergeben !

Gruss.
R.
Ganong (09.04.2006, 15:01):
Lieber Rolf ,
das Callas - Debut in Paris war sensationell . Leider ist Albert Lance , der damalige Haustenor der Pariser Oper , mit von der Partie .
Schon die LP und danach die CD sind einzigartige Dokumente .
Ich empfehle jedem das Buch von Michel Glotz , dem Manager , Produzenten und FReu nd von Maria Callas , sorgfältig in dem Kapitel "Maria Callas" zu lesen .
"La not ebleue . une vie pour l amusique" ; Lattès , Paris , 2002 .
das Buch ist über deutsche Buchhandlungenund z.B. über amazon.fr erhältlich .
Viele Grüsse ,
Frank
PS.: ich werd ein anderem Zusammenhang noch etwas über maria Callas schreiben .
Ich empfehle Di rnoch mindestens eine der beiden Arbeiten von Dr. E. Seletzky , London über die EMi - Produktionen der Callas . Du kannst den Artikel aus dem Internet ausdrucken ( nicht das Buch bei Oxford university Press ) . F.
Jimi (21.04.2006, 00:46):
Zitat von Ganong : Die beiden letzten Aufführungen der Pariser Neuinszenierung von Franco Corelli vom 22. Mai 1964 hat sie nochmals mit ihrem Lieblingstenor Franco Corelli gesungen

Hallo zusammen, hallo Ganong,

ich lese gerade in einem Buch über Maria Callas im Zusammenhang mit einer Aufführung von La Vestale (1954 die CD hör ich gerade) die folgenden Zeilen:

Es kam hinzu, dass sie ihren Tenorpartner Franco Corelli nicht mochte, weil er sehr attraktiv war… Corelli irritierte sie, machte sie nervös und eifersüchtig.

Ist da jemandem etwas genaueres bekannt. Haben die beiden sich eventuell erst später besser vertragen, oder ist das nur übertrieben?
Die meisten ihrer Aufnahmen hat sie ja, warum auch immer, mit Giuseppe di Stefano gemacht(Lucia, Tosca, Rigoletto, Purtitani, Un ballo, La Traviata…).

Viele Grüße
Jimi ?(
Rolf Scheiwiller (21.04.2006, 07:51):
Guten Tag Jimi.

Eine DVD hab ich zu erwähnen vergessen.
Fabio Biondi ( !!! ) dirigiert eine Aufführung in einem kleineren Opernhaus Italiens. ( Parma )
Und er macht es nicht schlecht. Mt seinem Orchester " Europa Galante "
Norma ist June Anderson, Adalgisa Daniela Bacellona. Die Männer weniger prominent.

Anderson liefert eine gute, aber keine überragende Leistung. Ist ja auch nach ihren besten Jahren entstanden. ( März 2001 )

Der Chor steht nur dumm herum.

Der Star eindeutig Barcellona.

Gruss.
Rolf.
manrico (23.04.2007, 23:10):
Ich würde gerne den Norma- Thread ein wenig wiederbeleben.

Ich glaube auch, dass sich jede Darstellerin der Norma an der Callas messen muss. Für meinen Geschmack hat die Callas ihre beeindruckendste Norma unter Antonino Votto zum Leben erweckt (7.12.1955, Milano). Ihre Partner waren beeindruckend (da nehme ich sogar delMonaco in Kauf). In diesem Live-Mitschnitt brodelt eine Spannung und Leidenschaft, wie ich sie von keiner anderen Norma-Interpretation der Callas kenne. Ihre Adalgisa ist hier Simionato, den Oroveso singt Niccola Zaccaria.

Und doch - es gibt sie, die Konkurrenz: Denn wieder einmal besticht mich die großartige, göttliche Leyla Gencer. Das gilt vor allem für das Finale im zweiten Akt (ab "In mia man alfin tu sei"). Keine andere kann so drohen, so verzweifelt sein und so herrliche Pianissimi singen. Zudem hat sie Bruno Prevedi den besseren Pollione.
Die Norma der Sutherland ist sicher sauberer gesungen als alle anderen mir bekannten Aufnahmen, leidet für mich aber ein wenig darunter, dass ich finde, dass es der Sutherland nur in den wenigsten Fällen gelungen ist, den Figuren Profil zu geben.
Da gefällt mir die Niederländerin Christina Deutekom schon besser, obwohl sie natürlich lange nicht so subtil ist wie die Gencer.
Mit der Caballe habe ich ein Problem, das sich für mich in der Norma so deutlich zeigt wie in keiner anderen Rolle: sie dringt praktisch nie in eine Figur ein sondern beschreibt sie von außen. Für mich hört sie sich nicht an wie eine gallische Druidenpriesterin sondern wie eine prima donna, die über eine Druidenpriesterin erzählt.
Und dann gibt es Stimmen, die mir aus unterschiedlichen Gründen absolut nicht gefallen und die ich zum Teil als echte Zumutung empfinde (Sills, Gruberova und vor allem Scotto), und die auch die Norma interpretiert haben. Da liegt es auf der Hand, dass ich zu diesen Norma- Interpretationen keinen Kommentar abgeben möchte.

Ich freu mich schon auf eure Einschätzung der Interpretationen einer meiner absoluten Lieblingsopern.


Liebe Grüße

Werner
Ganong (24.04.2007, 15:53):
Lieber manrico ,

ja , die Norma war eine der nicht wenigen besten Rollen von Maria Callas .

Aber welche ihrer Norma - Aufnahmen / Mitschnitte .

Du wirst es wahrscheinlich nicht gelesen haben , sonst hättest Du sicherlich dazu etwas geschrieben . Das letzte Heft von BC Musivc Magazine hat die "20 besten Sopranistinnen alller Zeiten" durch Opernfachrezensenten "wählen" lasen .

Nachdem mir angesichts der Einleitung zu dem Artikel eher der Atem gestockt hatte , fand ich die Divina assoluta dann doch an erster Stelle . Ohne darauf näher einzugehen mit der Refernzaufnahme "Norma" .

Allerdings in der 1960 aufgenommenen Version mit dem überragenden Franco Corelli ( bis heute unerreicht ; Wien wusste , was es an diesem Ausnahmetenor hatte ! Und zum Leidwesen von Jürgen Kestinmg ist Franco Corelli vor wenigen Jahren auch noch in den USA von den Höreren alllgemein zum Tenor Nr. 1 gekürt worden . ) Christa Ludiwig sang eine traumhaft gute Adalgisa ( nicht Callas ' beste Freundin auf der Bühne Simionato ) . Zaccaria überzeugt , wie immer auch in dieser Rolle , souverän . Die Studio-Produktion der EMI halte ich persönlich für die beste , nicht ideale , Aufnahme . Nicht nur der Callas .

Nach der Callas dürfte tatsächlich Leyla Gencer in dieser Rolle kommen .

Und solltest Du , manrico , einmal eine herausragende Leonora in der Staatsoper benötigen , so kann ich Dir auch hiefr Leyla Gencer nur dringend empfehlen !

Viele Grüsse ,

Frank
Jimi (30.04.2007, 22:24):
Hallo Werner ,

Vielleicht hast du beim stöbern ja schon entdeckt dass deine Lieblingsnorma auch in meiner Top 10 Opernliste auftaucht:


Original von Jimi

Vincenco Bellini (1801-1835) - Norma:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9964020.jpg



Ich bevorzuge genau diese Aufnahme vor allem wegen der Kombination Callas – Simionato, für mich trotz Stignani und Ludwig die beeindruckendste Adalgisa der div. Callas-Normaeinspielungen.
Da über Maria Callas als Norma und ihre Konkurrentinnen schon einiges gesagt wurde, möchte ich zuerst etwas näher auf die Rolle des Pollione eingehen.

Original von manrico
Ihre Partner waren beeindruckend (da nehme ich sogar delMonaco in Kauf).


Du bist anscheinend kein besonderer Fan von Mario del Monaco(zumindest nicht als Pollione).
Na gut dann sind wir mindestens schon zu zweit :rofl, wobei ich doch zugeben muss, ich finde ihn immer noch besser als Mario Filippeschi in der ersten Studio-Norma von Maria Callas.

Original von Ganong

N O R M A

Daher war es sicherlich ein ausserordentliches Risiko , diese Rolle , die ganz in der Tradition des Belcanto verhaftet ist , in ihrer inzwischen stimmlich nicht immer perfekten Verfassung zu singen .

Frank hat völlig Recht – Die Rolle der Norma ist ganz der Tradition des Belcanto verhaftet -
Und es ist der große Verdienst von Maria Callas das wieder bewusst gemacht zu haben, nachdem manche ihrer Vorgängerinnen die Norma im Prinzip nicht viel anders als (späte) Verdi- oder Verismorollen gesungen haben.

Worauf ich hinaus will ist, nicht nur die Norma ist ganz der Tradition des Belcanto verhaftet, sondern die gesamte Oper und damit auch die Rolle des Pollione.
Genau deswegen finde ich es generell problematisch(also keine spezielle Kritik an del Monaco) den Pollione mit ausgesprochen dramatischen Tenören zu besetzen, zumal wenn sie stilistisch eher dem Verismo zuzuordnen sind.

Ich bevorzuge hier eine etwas leichtere beweglichere Stimme die z.B auch in der Lage ist die in der Rolle enthaltenen Verzierungen genau auszuführen, aber trotzdem die nötige Durchschlagskraft für die dramatischen Stellen hat.

Also einen Belcanto- Heldentenor sozusagen.

Blöderweise sind die ziemlich selten , (na gut sehr selten)zumal zu der Zeit von Maria Callas.

Der italienische Tenor Giacomo Lauri-Volpi(1892-1979) hat 1928 die Arie „Meco all alltar di Venere“ aus Norma aufgenommen, für mich deutlich die beste Aufnahme der Arie die ich bisher gehört habe, eine Gesamtaufnahme der Norma mit ihm ist mir leider nicht bekannt. :I


http://ec1.images-amazon.com/images/I/31N57NKF7BL._AA240_.jpg



Wer nachvollziehen will was ich geschrieben habe, sollte die Pollione’s der Callas-Aufnahme(oder auch andere) einmal kritisch im Vergleich zu Lauri-Volpi hören, dann wird vielleicht klar was ich meine.

Also, alle Fans von del Monaco und Co bitte nicht böse sein, eure Lieblinge dürfen natürlich weiterhin gerne Othello, Andrea Chenier usw. singen. :wink,
das finde ich vollkommen in Ordnung.


Viele Grüße von

Jimi
manrico (01.05.2007, 14:57):
Hallo Jimi !

Also, bei Giacomo Lauri-Volpi hast du natürlich meine vollste Unterstützung. Welcher andere Tenor hat "A te oh cara" und "Dio, mi potevi scagliar" adäquat singen können. Ich schätze vor allem seine Aufnahmen aus den späten 20er Jahren bis Anfang der 40er Jahre. Ich kenne von ihm auch nur das Meco all'altar aus Norma, ich weiss nicht, ob es einen vollständigen Norma-Mitschnitt mit Lauri-Volpi gibt, aber der wäre sicherlich spannend.

Und was delMonaco angeht: Ich habe ihn nie auf der Bühne gesehen (das geht sich altersmäßig nicht ganz aus), aber ich vermute, dass er einer der Sänger ist, der hauptsächlich durch seine Bühnenpräsenz fasziniert hat. Wer ihn nicht gesehen hat, für den ist er einer unter vielen. Bei Lauri-Volpi, Callas, Taddei, Gencer,....sehe ich das anders. Wenn Lauri-Volpi das Improvviso singt, dann steht ein Intellektueller vor mir, der glühend und nuanciert um sein Anliegen kämpft. Bei delMonaco.....na, ja - es ist zumindest nicht zu überhören.
Von den delMonaco Fans hat sich bisher niemand noch gemeldet. Aber allzu viele Opernfans sind wir ja hier im Forum offensichtlich nicht - schade eigentlich - (quasi eine kuriose Minderheit) - vielleicht gibt's da gar keine, denen wir auf die Zehen getreten sind.

Liebe Grüße aus Wien



Werner
manrico (10.09.2007, 01:06):
Man sollte es ja nicht für möglich halten, aber die Ricciarelli hat auch die Norma gesungen - mir ist gerade der Live-Mitschnitt in die Hände gefallen.
Ich hätte nicht gedacht, dass sie tatsächlich eine derart rollendeckende Norma bietet. Eine Priesterin, die in erster Linie liebt und erst in zweiter Linie rächt. Bei den dramatischen Stellen (Terzett 1. Akt) forciert sie ein bißchen, aber ansonsten spielt sie ihre Hauptqualitäten (lyrische Empfindsamkeit, Authentizität und Identifikation mit den Rollen und den Aufbau großer Spannungsbögen) beeindruckend aus. Sehr differenziert klingt ihr Dormono entrambi".
Damit deklassiert sie schon eine ganze Reihe berühmter Kolleginnen. Ich muss mir die Aufnahme sicherlich noch einmal anhören, um Genaueres zu berichten, aber der erste Eindruck ist sehr bestrickend.

Liebe Grüße


Werner
daniel5993 (14.09.2007, 08:14):
Hallo Ihr wenigen Opernfreunde!

Wollte mir noch Heute die Oper Norma mit Callas zulegen!
Es gibt aber mind. 7 Aufnahmen!
Bitte um Hilfe und Empfehlung! :thanks

http://ec1.images-amazon.com/images/I/41CK6T4A0AL._AA240_.jpg http://ec1.images-amazon.com/images/I/3174AG6K1AL._AA240_.jpg
http://ec1.images-amazon.com/images/I/61VDFX50XRL._AA240_.gif http://ec1.images-amazon.com/images/I/51NNTNXACRL._AA240_.jpg
http://ec1.images-amazon.com/images/I/51Ars1uMfdL._AA240_.jpg http://ec1.images-amazon.com/images/I/410FCSFF8DL._AA240_.jpg

Ich würde mich für diese entscheiden!
Norma Live 1952 London, Stignani Callas, Sutherland, Picchi, Vaghi,
Covent Garden Orchestra, Gui
http://ec1.images-amazon.com/images/I/419Z7S9EZCL._AA240_.jpg

Dank für eure Hilfe!

Gruß
Daniel
:thanks
Zelenka (14.09.2007, 14:51):
Original von daniel5993

Ich würde mich für diese entscheiden!
Norma Live 1952 London, Stignani Callas, Sutherland, Picchi, Vaghi,
Covent Garden Orchestra, Gui
http://ec1.images-amazon.com/images/I/419Z7S9EZCL._AA240_.jpg

Dank für eure Hilfe!

Gruß
Daniel
:thanks

Lieber Daniel:

Diese Woche hatte ich übrigens in meinen Faden "Aus der internationalen Presse" die Ergebnisse eines Vergleichshörens von Aufnahmen der Oper gestellt. Dort kommen zwei andere Aufnahmen mit Callas vor, aber nicht die von Dir ins Auge Gefaßte.

Gruß, Zelenka
daniel5993 (14.09.2007, 18:43):
Original von Zelenka
Original von daniel5993

Ich würde mich für diese entscheiden!
Norma Live 1952 London, Stignani Callas, Sutherland, Picchi, Vaghi,
Covent Garden Orchestra, Gui
http://ec1.images-amazon.com/images/I/419Z7S9EZCL._AA240_.jpg

Dank für eure Hilfe!

Gruß
Daniel
:thanks

Lieber Daniel:

Diese Woche hatte ich übrigens in meinen Faden "Aus der internationalen Presse" die Ergebnisse eines Vergleichshörens von Aufnahmen der Oper gestellt. Dort kommen zwei andere Aufnahmen mit Callas vor, aber nicht die von Dir ins Auge Gefaßte.

Gruß, Zelenka

:I
daniel5993 (14.09.2007, 19:23):
Noch kurz vorm Kauf umgeschwenkt auf diese Aufnahme!

http://ec1.images-amazon.com/images/I/41CK6T4A0AL._AA240_.jpg

Bellini: Norma (Gesamtaufnahme(ital.),Aufnahme Mailand 1960), stereo
Callas, Corelli, Ludwig, Zaccaria,
Orchester der Scala, Serafin
Zelenka (14.09.2007, 19:24):
Original von daniel5993

:I


Dann hast Du offenbar schon bestellt?

Gruß, Zelenka
daniel5993 (14.09.2007, 20:25):
Hallo Zelenka!

Dann hast Du offenbar schon bestellt?

Ja, schon bestellt!
Den kommenden Sonntag wird den ganzen Tag nur die Callas gespielt, anlässlich des 30sten Todestages! Aus Norma spielen Sie sehr viel, vielleicht entdecke ich etwas aus "meine" Aufnahme darunter?

Gruß
Daniel :hello
manrico (14.09.2007, 23:20):
Lieber Daniel!

Ich denke, du wirst mit der Norma Callas viel Freude haben. Welche Aufnahme man sich letztlich zulegt, ist möglicherweise sekundär, für mich scheint die Callas so etwas wie die Mensch-Werdung der Norma. Für deine Aufnahme spricht sicher auch Christa Ludwig als Adalgisa.
Warum alle vom Corelli so begeistert sind, versteh ich nicht. Ich finde, dass er keine besonders attraktive Stimme hat und außerdem lispelt. Möglicherweise schwingt aber - ähnlich wie bei delMonaco - mit, dass man ihn live erlebt haben muss. Da kann ich nicht mitreden.
Wenn schon undifferenzierte, ungeschliffene Italianità, dann bin ich für Franco Bonisolli. Seine Stimme gefällt mir weitaus besser, ihn habe ich aber in Wien sehr oft gesehen (Otello, Manrico,...).

Meine Lieblingsaufnahme mit der Callas als Norma stammt vom 7.12.1955 (trotz delMonaco). Besetzung: Callas, delMonaco, Simionato, Zaccaria, Zampieri, Carturan, Votto.

Viel Spaß aber mit deiner Norma


Liebe Grüße

Werner
daniel5993 (15.09.2007, 08:21):
Hallo Werner!

Die Aufnahme vom 7. Dezember 1955 kostet leider 60 Euro und das ist mir zu teuer! :B
Hast du die Aufnahme zu einem ähnlich hohen Preis gekauft?


Gruß
Daniel
:hello
manrico (15.09.2007, 10:42):
Lieber Daniel!

Nein, ganz bestimmt nicht. Bei mir hat sie schätzungsweise €15-20 gekostet, ich weiss es nicht mehr so genau, aber es ist eine Gala-Einspielung, und die sind in Wien nicht sehr teuer. Wenn du aber willst, kann ich beim daCaruso schauen, was die Aufnahme kostet und sie dir schicken. Ich bin heut abend eh in der Oper (I Puritani mit der Gruberova). Du kannst mir ja ein e-mail schicken, wenn du magst.

Liebe Grüße


Werner
Jimi (15.09.2007, 10:44):
Original von daniel5993
Hallo Werner!

Die Aufnahme vom 7. Dezember 1955 kostet leider 60 Euro und das ist mir zu teuer! :B
Hast du die Aufnahme zu einem ähnlich hohen Preis gekauft?


Gruß
Daniel
:hello

Hallo Daniel und Werner,


http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9964020.jpg

Ich habe diese Aufnahme für unter 10 € gekauft. :)


:hello Jimi
daniel5993 (15.09.2007, 12:10):
Hallo manrico, hallo Jimi!

So sieht die für 60 Euro aus!
http://ec1.images-amazon.com/images/I/51TD6VYWBEL._AA240_.jpg

Hab gerade JPC geguckt und habe diese Aufnahme für 6,99 entdeckt!
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9964020.jpg

Danke Werner für das Angebot, aber das hat sich jetzt wohl erledigt!
Bei dem Preis kann ich mir auch noch diese leisten!

Gruß
Daniel
manrico (16.09.2007, 09:27):
Ich habe auch die Gala-Einspielung, für die dir irgendein Wucherer 60€ abluchsen wollte. Sind bei euch in Celle die Aufnahmen generell so teuer oder war das die Ausnahme? Labels wie Gala, opera d'oro, Cantus,... sind bei uns fast immer nur in Wühlkartons, aus denen man sich halt das beste aussuchen muss. Ins Regal wandern die bei uns so gut wie nie.

Werner
daniel5993 (16.09.2007, 10:06):
Original von manrico
Ich habe auch die Gala-Einspielung, für die dir irgendein Wucherer 60€ abluchsen wollte. Sind bei euch in Celle die Aufnahmen generell so teuer oder war das die Ausnahme? Labels wie Gala, opera d'oro, Cantus,... sind bei uns fast immer nur in Wühlkartons, aus denen man sich halt das beste aussuchen muss. Ins Regal wandern die bei uns so gut wie nie.

Werner

Hallo Werner!

Nein, das Angebot mit den 60 Euro habe ich bei amazon gefunden!
Nicht hier in Celle! Ich freu mich schon auf die Opern! In Celle gibt es kaum Opern auf CD! Und wenn, dann wirklich teuer! Ich halte mich da mehr ans Internet!
Kenne ja noch nicht allzuviel von Opern, aber meine Vorliebe geht immer mehr in Richtung Oper! Damit wird auch dieser Bereich des Forums nicht aussterben!

Dir einen schönen Sonntag,
Gruß
Daniel :hello
daniel5993 (11.10.2007, 10:56):
Ich hab eine Frage,
Diese beiden CD's sind die selben Aufnahmen, der Preis unterscheidet sich aber um 20 €! Kann mir jemand eventuelle Schwachpunkte der billigeren Aufnahme nennen! Kann ich das "Risiko" eingehen und ruhig die billigere Aufnahme nehmen?

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9969469.jpg
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6917906.jpg

Covent Garden 1952
daniel5993 (11.10.2007, 11:03):
Hallo!

Ich habe jetzt zu Genüge, die beiden Bellini - Norma - Callas Opern verglichen!

1. Bellini - Norma - 1960/stereo, Callas, Corelli, Ludwig, Zaccaria, de Palma, Vincenzi, Tullio Serafin
2. Bellini - Norma - 1955/ Aufführungsmittschnitt (7.12.1955), Callas, del Monaco, Simionato,Zaccaria, Zampieri, Carturan, Antonini Votto


http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9964020.jpg http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5037610.jpg


Die Norma in Form von Maria Callas singt herrlich, in beiden Aufnahmen!
Auch mit del Monaco und Corelli bin ich sehr zufrieden, die machen beide Ihre Arbeit gut!

Zum 1955/Live-Mittschnitt
Das Publikum, welches auch, manchmal deutlich zu hören ist, stört garnicht, von der ersten Minute des hörens an, setzt man sich mitten unter Sie, dem Publikum vom 7.Dezember 1955 und wird wie diese damals, wenn auch 60 Jahre später, regelrecht verzaubert! Diese begeisterte Kulisse (nicht zu überhören), lässt den Funken auf jeden Zuhörer überspringen! Ein Erlebnis der besonderen Art!

zur 1960/Stereo-Studioaufnahme
Die Stereo-Studioaufnahme ist natürlich musikalisch, durch den Ton unterstützt, brillianter! Keine Störgeräusche, ebenfalls eine Super aufgelegt Callas! Für diejenigen geeignet, welche Mono ablehnen und welche sich von Publikumgeräuschen gestört fühlen!

Kurzum: Beide Aufnahmen ergänzen sich Perfekt, so dass weitere Anschaffungen von der Callas eigentlich nicht nötig sind! Doch die Covent Garden Aufnahme von 1952 muss ich noch haben!

Eine tolle Oper, die Bellini hier geschaffen hat!
Manche Schätze kommen erst ans Tageslicht, wenn man tiefer danach gräbt! Eine Gute Oper braucht nun einmal Zeit um in Ihrer vollen Größe erkannt zu werden! Ich bin auch nicht gleich, beim ersten mal hören, in einen Freudentaumel ausgebrochen! Das kam nach und nach!
Wie Gut, das ich dran geblieben bin!
Allein, wie die Callas Arien, wie "Costa Diva!" oder "Oh, rimembranza" singt, ist unbeschreiblich!

Grandios! :down Grandios! :down


Gruß
(Daniel in Ekstase)
:leb
daniel5993 (11.10.2007, 11:29):
Original von Jimi
Original von daniel5993
Hallo Werner!

Die Aufnahme vom 7. Dezember 1955 kostet leider 60 Euro und das ist mir zu teuer! :B
Hast du die Aufnahme zu einem ähnlich hohen Preis gekauft?


Gruß
Daniel
:hello

Hallo Daniel und Werner,


http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9964020.jpg

Ich habe diese Aufnahme für unter 10 € gekauft. :)


:hello Jimi

Hallo Jimi!

In dieser Aufnahme gibt es bei mir z.B bei (Akt 1, Oh, rimembranza und das darauf folgende) immer ein paar Komplett-Aussetzer! Man hört einen kleinen Moment nichts mehr und erst dann gehts wieder weiter!
Ist das auch bei dir so? Das stört nämlich langsam enorm!
Wäre schön wenn du dir die genannte Arie mal anhörst!

Gruß
Daniel
:thanks
Jimi (11.10.2007, 12:35):
Original von daniel5993


Hallo Jimi!

In dieser Aufnahme gibt es bei mir z.B bei (Akt 1, Oh, rimembranza und das darauf folgende) immer ein paar Komplett-Aussetzer! Man hört einen kleinen Moment nichts mehr und erst dann gehts wieder weiter!
Ist das auch bei dir so? Das stört nämlich langsam enorm!
Wäre schön wenn du dir die genannte Arie mal anhörst!

Gruß
Daniel
:thanks

Hallo Daniel,

ich habe mir Oh, rimembranz mal angehört und konnte nichts feststellen, es gibt ein paar winzige Störgeräusche aber keine Aussetzer. Kannst du mir sagen ob die Fehler immer an der gleichen Stelle kommt zb 1min:17sek?

:helloJimi
daniel5993 (11.10.2007, 13:20):
Hallo Jimi!

Track 17, 18 und 19 (CD 1)! Da kommt es regelmäßig!

Bei Track 17, bei 1:29, mal 1:23, 1:51 immer verschieden, also im 25 sekundentakt! Und wenn ich dann zurrückspule, wieder an einer anderen Stelle!

Habe mehrere andere CD's ausprobiert und die Laufen fehlerfrei!
Es scheint so, als ob es speziell diese CD- Art ist, mit dem mein Cd-Player einige Probleme hat!

Aber das verrückte ist, das das zwischen Track 1 und Track 17, keine Vorkommnisse sind!

Nur Track 17, 18 und 19!
Die CD ist natürlich rein und unbeschadet!

Es ist sehr traurig, da genau Track 17 in dieser Live- aufnahme zu schön, zu überragend ist! :I

Ich höre gleich nochmal die 2 CD, aber letztens lief die auch ohne Probleme!
Übrigens, es sind richtige Sekundenaussetzer!


Gruß
Daniel
Jimi (11.10.2007, 14:48):
Hallo Daniel,

spiele doch die cd mal auf einem anderen Player ab , ob der gleiche Fehler auftritt, oder brenne dir eine Kopie von der Cd, ob da der Fehler auch auftritt.

Es gibt da ein gutes Freewareprogramm das nennt sich "Exact Audio Copy", (einfach mal bei google eingeben) das zeigt beim rippen der Tracks ob Fehler drauf sind.

:hello Jimi
daniel5993 (12.10.2007, 18:49):
Original von Jimi
Hallo Daniel,

spiele doch die cd mal auf einem anderen Player ab , ob der gleiche Fehler auftritt, oder brenne dir eine Kopie von der Cd, ob da der Fehler auch auftritt.

Es gibt da ein gutes Freewareprogramm das nennt sich "Exact Audio Copy", (einfach mal bei google eingeben) das zeigt beim rippen der Tracks ob Fehler drauf sind.

:hello Jimi

Hallo Jimi!

Auch in anderen CD-Playern hat diese CD, die gleichen Aussetzer!
Habs auch mit brennen probiert, der Fehler bleibt ebenfalls!

Gruß
Daniel
:hello
daniel5993 (24.10.2007, 14:24):
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9969469.jpg

Diese Aufnahme ist sehr unscharf, stimmlich und musikalisch!
Selbst für den Zuhörer hört es sich so an, als ob man auf den letzten Plätzen l diese Aufnahme verfolgt! Keine klaren Stimmen, viele kleinigkeiten gehen unter!
Es liegt wohl auch daran, dass ich die Stereoaufnahme zu gut kenne und als Maßtab gesetzt habe! Dagegen ist selbst die 1955 - Aufnahme unter Votto "Perfekt"!

Mir fehlt die Klang und Stimmschärfe, alles ist auf einer Linie und weit weg!
Vielleicht wurde aber auch die Aufnahme im Studio zerschnitten!
Allein die Callas kommt mit Ihrer Stimme meistens durch, aber auch da ist keine Klangliche Klarheit! zudem finde ich, dass neben der Klangqualität, auch die Callas nicht Ihren Besten Abend hatte :ignore

@ Jimi, manrico und alle anderen!

Kennt Ihr die Covent Garden Aufnahme?
Teil Ihr meine Ansicht?
Mich würde eure Meinung interessieren!

Von den drei Callas - Aufnahmen würde ich die 1955 (VOTTO - Mailand) Aufnahme an 1. Stellen, dicht gefolgt von der Stereoaufnahme von 1960!
Covent Garden am Schluss!


Gruß
Daniel
manrico (26.10.2007, 22:27):
Hi Daniel!

Nein, die Aufnahme aus London kenne ich ich nicht. Ich hab von der Callas nur noch die Norma aus Mexico 1950 (Baum, Simionato). Ich hör sie aber kaum, weil mir die Aufnahme von 1955 viel besser gefällt. Man merkt richtig gehend, wie die Callas in dieser Zeit an der Norma gearbeitet hat. Ich müsste sie mir aber wieder einmal anhören, um was Konkretes zu sagen. Ich weiss halt nur, dass ich praktisch nie zu der Aufnahme greif.

lg

Werner
daniel5993 (29.10.2007, 22:57):
Original von manrico
Hi Daniel!

Nein, die Aufnahme aus London kenne ich ich nicht. Ich hab von der Callas nur noch die Norma aus Mexico 1950 (Baum, Simionato). Ich hör sie aber kaum, weil mir die Aufnahme von 1955 viel besser gefällt. Man merkt richtig gehend, wie die Callas in dieser Zeit an der Norma gearbeitet hat. Ich müsste sie mir aber wieder einmal anhören, um was Konkretes zu sagen. Ich weiss halt nur, dass ich praktisch nie zu der Aufnahme greif.

lg

Werner

Hallo Werner,

Ja, die 1955 Einspielung gefällt mir auch am Besten!
Das Publikum reist einen mit und gibt der Aufnahme ein Hauch von "ich bin dabei gewesen". Stimmlich ist die Callas hier auch am schönsten, wenn auch ab und zu durch ein Husten im Hintergrund gestört. Alles klar und von Herzen! Zwar kann die Raumklang Stereo Aufnahme in Sachen "Klang" mehr punkten, aber dafür fehlt mir die Nähe des Publikums ein wenig, welches insgesamt den Ausschlag zu 1955 Einspielung gegeben hat!
Noch Anzumerken ist, das die Maria in der Stereo - Aufnahme von 1960 stimmlich ebenfalls auf dem Höhepunkt ist und nicht wie einige meinen, stark nachgelassen hat, diese Behauptung teile ich keinesfalls! jedenfalls nicht in Sachen Norma.

Aber: Erst wenn ich diese Einspielung ebenfalls geprüft habe, hat mein Norma-Herz Ruhe!

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5037601.jpg

Callas, Filippeschi, Stignani, Rossi-Lemeni,
Orchester der Scala, Serafin


Leider habe ich keine Jahreszahl dieser Aufnahme, vielleicht kannst du oder Jimi das verfollständigen, Danke!

Gruß
Daniel
:beer
manrico (30.10.2007, 01:01):
Hi Daniel!

Datum wird prompt geliefert geliefert: Die erste Studioeinspielung der Norma mit der Callas stammt von 1954.

lg

Werner
Jimi (27.07.2008, 14:23):
Original von Jimi

Der italienische Tenor Giacomo Lauri-Volpi(1892-1979) hat 1928 die Arie „Meco all alltar di Venere“ aus Norma aufgenommen, für mich deutlich die beste Aufnahme der Arie die ich bisher gehört habe, eine Gesamtaufnahme der Norma mit ihm ist mir leider nicht bekannt.
Wer nachvollziehen will was ich geschrieben habe, sollte die Pollione’s der Callas-Aufnahme(oder auch andere) einmal kritisch im Vergleich zu Lauri-Volpi hören, dann wird vielleicht klar was ich meine.


Die Aufnahme ist inzwischen bei YouTube aufgetaucht:

Lauri-Volpi singt „Meco all alltar di Venere“

:hello Jimi
daniel5993 (31.07.2008, 23:05):
Ich komm von dieser Oper einfach nicht los! Ein Higlight folgt dem anderen. letztens hab ich mich mal wieder dabei ertappt, als ich die komplette Oper am Stück hörte. :down :down
So ganz konnte mich die Sutherland beim Probehören nicht überzeugen, obwohl diese Aufnahme doch unter Zelenkas "Presseberichten" auf Nr. 1 herrumturnt. Da bin ich bei Callas geblieben, denn wie Werner mal sagte...
für mich scheint die Callas so etwas wie die Mensch-Werdung der Norma
kann ich mir das bei der grandiosen "Show" auch garnicht anders oder sogar besser vorstellen.


Eben bestellt: Norma Nr. 4 & 5

https://www.jpc.de/image/w183/front/0/8014399501538.jpg
Callas, Monaco, Simionato, Zaccaria, Zampieri, La Scala Orchestra, Votto

https://www.jpc.de/image/w600/front/0/0724358683424.jpg
Callas, Filippeschi, Stignani, Rossi-Lemeni, Caroli, La Scala Orchestra, Serafin, 1954
Musikkristin (11.09.2008, 21:13):
Original von Ganong


Nachdem mir angesichts der Einleitung zu dem Artikel eher der Atem gestockt hatte , fand ich die Divina assoluta dann doch an erster Stelle . Ohne darauf näher einzugehen mit der Refernzaufnahme "Norma" .

Allerdings in der 1960 aufgenommenen Version mit dem überragenden Franco Corelli ( bis heute unerreicht ; Wien wusste , was es an diesem Ausnahmetenor hatte ! Und zum Leidwesen von Jürgen Kestinmg ist Franco Corelli vor wenigen Jahren auch noch in den USA von den Höreren alllgemein zum Tenor Nr. 1 gekürt worden . )

Frank

Hallo miteinander,

dies ist nun mein 1. Eintrag in diesem Forum, denn ich bin ganz neu und oute mich hiermit gleich als großer Franco Corelli-, Cesare Siepi- und Ruggero Raimondi-Fan.

Ich kann mich dem Beitrag von Frank nur anschließen, denn ich finde auch, daß diese Norma einfach grandios ist und das nicht nur wegen Maria Callas sondern eben auch wegen Franco Corelli (damit will ich Maria Callas und Christa Ludwig nichts von ihren großen Leistungen absprechen).

Schöne Grüße aus München

Kristin
satie (11.09.2008, 21:19):
Hallo Kristin,
auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum!

S A T I E
Musikkristin (11.09.2008, 21:27):
Hallo Satie,

danke für das freundliche Willkommen.

Schönen Abend noch

Kristin
daniel5993 (25.07.2009, 23:23):
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0724356642829.jpg

Der Auftritt der Callas in dieser letzten Studioproduktion bei EMI von 1960 löst bei mir immer mehr Begeisterung aus. Die Aussage vieler Kritiker, dass Callas nicht mehr ganz auf der Höhe Ihrer stimmlichen Kunst sei, tritt nur wenig zu Tage. Im Gegenteil sehe ich diese Studioaufnahme als die Beste an, in der Callas je mitgewirkt hat, bei der Norma jedenfalls. Man spührt jederzeit, für was das Herz der Callas schlägt und wie sie diese Aufgabe des Singens meistert und mit welcher Hingabe :engel....... Tullio Serafin, von dem ich in der 1954 Normaeinspielung mit der Callas sehr enttäuscht war, dirigiert hier im Vergleich wie Neu geboren. Diese Aufnahme hat endlich Rythmus und dümpelt nicht vor sich hin. Die Besetzung ist ebenfalls weit besser mit der Ludwig als Adalgisa und vor allem Franco Corelli als Pollione :down :down :down

Dem Tipp vieler, sich diese (Stereo!)Aufnahme von 1960 nicht zuzulegen, da Ihre Stimme angeblich nicht mehr die Beste war, kann ich mich nur entgegenstellen. Ein Glück, dass ich damals weniger den Tipps, sondern eher meinem Eigensinn nachgegangen bin!

Feuriger und mitreißender erlebt man die Callas jedoch auf Ihren Live Aufnahmen wie z.B. aus Covent Garden (1952) oder im Dezember 1955 in Mailand..... Hier teile ich die Auffassung von manrico, welcher sich schon vor längerer Zeit dazu geäußert hatte.

Grüße
Daniel
Agravain (05.08.2009, 18:47):
Hallo -

da der Titel des Threads ankündigt, dass es um Bellinis "Norma" gehen soll, dann allerdings vorwiegend (und vielleicht zu Recht?) eine Diskussion über die Darstellung der Partie durch die Callas darstellt, möchte ich, der ich bekennendermaßen kein genuiner Callassianer bin, auf meine favorisierte Aufnahme hinweisen, in der Hoffnung, sie möge zum Hören anregen, nicht zuletzt, weil sie sich in der Gesamtanlage, von der Anlage des Orchesterklangs bis hin zur Psychologisierung der einzelnen Charaktere doch deutlich von den genannten Callas-Einspielungen unterscheidet und somit die Möglichkeit zu neuen Einsichten eröffnet.

Also:

RCA The Victor Series
aus dem Jahre 1972

Norma - Montserrat Caballé (zwei Jahre nach ihrem Norma-Debut am Liceo)
Adalgisa - Fiorenza Cossotto
Pollione - Plácido Domingo
Orovoso - Ruggiero Raimondi

Ambrosian Opera Chorus
London Philharmonic Orchestra
unter
Carlo Felice Cillario

Mehr "bel canto" geht im Grunde kaum.

Viel Spaß beim Hören.

Agravain
peter337 (08.01.2010, 14:16):
Meine Lieben!

Ich selbst besitze die Norma nur 4 mal aber die Aufnahme Callas / Ludwig / Corelli ist bis heute unerreicht. :down :down

Jedoch hatte auch Renata Scotto die Norma eingesungen, wobei mir da die Frauenstimmen besser gefallen Giuseppe Giacomini recht als Pollione nicht an Franco Corelli heran, jedoch ist das Orchester, unter James Levine, hier wieder sehr gut.

Die Callas / Del Monaco / Simionato Aufnahme wurde schon oben lobend erwähnt

Um auf Callas / Corelli zurückzukommen dieses Traumpaar hat ja nur eine Live Tosca und die Vestalin und Polliiuto eingesungen, wobei bei letzterer Oper Maria Callas sich etwas hervortat und Corelli einige Szenen streichen ließ.

Liebe Grüße sendet Euch Peter aus dem verschneiten Wien. :hello :hello
palestrina (16.05.2013, 19:48):
Hallo allerseits !

Heut ein ganz neues NORMA Klangerlebnis .
New critical edition by Maurizio Biondi &Riccardo Minasi

Also von den Hörgewohnheiten , die von der Callas kennt , muss man sich hier völlig verabschieden.
Das heißt, man sollte sich auf was neues einlassen!
Das Orchester spielt auf historischen Instrumenten, ich fand diesen Klang schon in der Sonnambula
toll.
Und dann Cecilia Bartoli als NORMA , ungewohnt , mit allen ihren Eigenheiten, aber durchaus
hoerenswert und gut . Sumi Jo's Stimme ist voller und runder geworden und die beiden ergänzen
sich in den Duetten sehr gut. Der Rossini geschulte Tenor John Osborn wird ebenfalls seiner Rolle
gerecht. Im Booklett stehen eine Menge Details zur neuen Ausgabe! Warum weshalb!

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0794881942923.jpg

LG palestrina
palestrina (16.05.2013, 19:52):
Das war das völlig falsche Cover , SORRY!!!!!!!
Das sollte woanders hin.
Hier das richtige.

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947835172.jpg

LG palestrina
stiffelio (16.05.2013, 20:54):
Hallo palestrina,

da ich gerade auf dem Gregory Kunde-Trip bin, hab ich mir letztes Wochenende auch eine NORMA angesehen: die vom Bellini Festival 2012 aus Taormina mit ihm und Daniela Dessì, Géraldine Chauvet, Dario Russo, Massimiliano Chiarolla, Maria Motta unter Giuliano Carella.
Kennst du diese Aufzeichnung?

VG, stiffelio
palestrina (16.05.2013, 21:18):
Hallo stiffelio ,
nein die kenne ich nicht, aber wie du vielleicht vergessen hast , ich schaue mir ganz , ganz selten
DVDs an, wenn dann mal im Fernseher auf Classica .
Ich habe mir eben nochmals die Norma angehört , sie ist schon super gut , und ungewöhnlich !
Die Tempi sind zum Teil sehr schnell , dadurch ist das ganze etwas flüssiger , in den Callas
Aufnahmen ist das manchmal etwas behäbig !

Sei lieb gegrüßt
palestrina
palestrina (21.02.2016, 13:36):
Hallo zusammen , bzw.Norma Fans.....

http://ecx.images-amazon.com/images/I/513z7BTfmtL._SY350_.jpg

Hier passt leider alles nicht zusammen angefangen von der Norma der Eaglen , warum veruchen soviele der Sängerinnen die Callas zu immitieren das funktioniert einfach nicht , so auch hier .
Die Adalgisa von Eva Mei ist gut aber auch sie bringt nichts eigenständiges mit und ist dazu noch sehr verhalten im Ausdruck.
Der Pollione von V.la Scola ist so ganz und gar nicht mein Fall , und wie schon erwähnt müht er sich einfach nur ab in seiner Arie , allerdings ist er in den Duetten und im Terzett um einiges besser .
Und Kavrakos als Oroveso , naja, da gibt es auch wesentlich bessere , wogegen seine Stimme der Kraft nicht entbehrt aber leider fehlt es am Ausdruck !
Musikalisch ist das für meine bescheidenen Begriffe auch nur ordentlich , nicht mehr !
Nein, eine Empfehlung ist das nicht wirklich !

LG palestrina
palestrina (21.02.2016, 13:41):
Eine Norma jenseits der Callas Interpretation oder , "Keine Norma für die ewig gestrigen "

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51vHlfcAqvL._SY350_.jpg

Natürlich habe ich das überspitzt formuliert und die Callas bleibt auf ihrem Sockel als Norma Interpretin , aber wenn man diese GA hört sollte man sich von den Hörgewohnheiten die man von der Callas kennt ganz und gar verabschieden.
Allerdings war das auch für mich nicht ganz einfach , gebe ich gerne zu, kommt man aber auf den Geschmack endeckt man schließlich eine außergewöhnliche Norma .
Aus dem Booklet :
Bellini schrieb die Norma für G.Pasta .Sie und M.Malibran, die eiden beliebtesten Interpretinnen der Bellini Zeit , sangen viele Rollen , die heute als Rollen für Mezzosopran angesehen werden.
Die Adalgisa hingegen übernahm G.Grisi , die eine hellere Sopranstimme besaß. Elvira und Norina schrieb Bellini für sie.
Der virtuose Draufgänger Pollione wurde von D.Donzelli gesungen , dessen Repertoire viele Rossini Tenor Rollen umfasste , und der folglich eine flexiblere Stimme gehabt haben muss, als man es aus dem letzten JH gewöhnt ist .
Die Entscheidung , die von Bellini ursprünglich vorgesehenen Stimmfarben zu verwenden, machte es endlich möglich, die Original Tonarten und Klangcharakteristika einzusetzen und üblicherweise herausgestrichene Teile mit einzubeziehen .
Gemäß der damals üblichen Praxis werden natürlich Wiederholungen verziert , und im Falle Normas sind diese häufig von Variationen inspiriert, die von Schülerinnen G.Pastas überliefert sind !
Eine neue kritische Ausgabe der Partitur von M.Biondi und R.Minasi erlaubte es uns , Bellinis ursprüngliche Orchestrierung zu rekonstruieren .Diese Aufn.folgt im Allgemeinen den Angaben des Komponisten bez.Dynamik und Tempi .Damit werden Beziehung und Balance zwischen den Tempi-welche die Tempodramaturgie der Oper bextimmen -wiederhergestellt.
Das Ergebnis beweist, wie außergewöhnlich differenziert und vielseitig Bellinis Orchesterkomposition wirklich war !

Soviel dazu, und ich kann dem nur zustimmen bez.des Ergebnisses ! Denn nur durch diese Angaben die man in seinem Gedächtnis speichern sollte ergiebt es einen Schuh.
Bei den Sängerinnen und Sängern komme ich auf folgendes , Bartoli bleibt Bartoli , wer ihre Stimme nicht mag für den ist diese Aufn.auch nicht wirklich geeignet.
Ich allerdings mochte ich ihre Stimme immer sehr gerne so auch hier , was sie aus der Partie macht ist schon sehr außergewöhnlich und gut , so hat man die Norma noch nie gehört , sollte man vielleicht doch mal probieren !
Und Sumi Jo ist eine perfekt dazu passende Adalgisa, die Stimme ist dunkler geworden und hat viel mehr Substanz bekommenund somit ist ihre Adalgisa ebenfalls ein Erlebnis .
Was mich aber am meisten erstaunt hat ist der Pollione von J.Osborn , den man von Rossini her kennt s.o. , ein flexibler Tenor mit sehr guter Höhe und viel Substanz im Ausdruck.
M.Pertusi ist nicht so ganz mein Oroveso , aber er macht seine Sache sehr gut besonders im Schlussteil gibt er einen brührenden Oroveso ab.
Ja der Schluss ist besonders berührend und entbehrt keiner Dramatik , grosse Klasse !
Und durch dieses HIP Orchester "La Scintilla" unter G.Antonini gibt es auf einmal eine Durchsichtigkeit die wundervoll ist und einem auch Orchestermäßig eine neue Sicht auf das Werk bringt !
Nach vielem hören der Aufnahme bin ich voll begeistert!


LG palestrina
Amonasro (21.02.2016, 15:18):
Ich besitze drei Aufnahmen:


Callas, Filippeschi, Stignani, Rossi-Lemeni; Serafin (1954)
Callas, Corelli, Ludwig, Zaccaria; Serafin (1960)
Sutherland, Alexander, Horne, Cross; Bonynge (1964)


Für die Rolle der Norma ist die erste Callas-Aufnahme am besten, hier klingt sie deutlich müheloser als in der späteren Aufnahme. Mario Filippeschi finde ich auch sehr gut, aber als Gesamtpaket ziehe ich die zweite Callas-Aufnahme vor, da mir hier Christa Ludwig und Nicola Zaccaria besser gefallen und die Tonqualität natürlich viel besser ist. Die frühere Aufnahme empfinde ich dagegen als ruhiger und getragener, obwohl die Spielzeit fast identisch ist.

Die Sutherland-Aufnahme ist im Vergleich ganz anders, viel lyrischer, aber sehr interessant. Bei Joan Sutherland baut sich zwar nicht diese Spannung auf wie in den Callas-Aufnahmen, aber das Casta diva habe ich noch nicht schöner gehört. Außerdem wird hier in der Original-Tonhöhe gesungen, während bei den Callas-Aufnahmen angeblich nach unten transponiert wurde (kann ich leider selbst nicht wirklich hören).

Insgesamt mochte ich andere Bellini-Opern (I Capuleti e i Montecchi, Beatrice di Tenda und I Puritani) immer mehr, mittlerweile höre ich die Norma aber immer häufiger - seit ich die Callas-Aufnahmen besitze. :wink

Gruß Amonasro :hello
palestrina (16.06.2017, 21:49):
Hallo liebe Belcantisten, liebe Norma Fans, ich habe mal eine Massenet Pause gemacht und eine Norma gehört abseits der Callas ...

AD 1973
Beverly Sills Norma
Shirley Verret Adalgisa
Enrico Di Giuseppe Pollione
Paul Plishka Oroveso
Della Wallis Clorinda
Robert Tear Flavio
New Philharmonia Orchestra
James Levine

Hier geht es nicht in einem Rutsch durch, trotz der schnellen Tempi die Levine hier anschlägt, aber er kostet die Gefühlvollen Teile sehr aus wie z.B.die Casta Diva Arie und die Duette mit Adalgisa, dagegen geht im ersten Finale so richtig die Post ab, vom Orchester sowie von den Sängern!

Beverly Sills ist eine gute bis sehr gute Norma, vielleicht fehlt ihr hier in der Norma etwas Gefühl, was sie in den Tudor Opern besser zeigt besonders im Roberto Devereux, ihr feines Vibrato mag manchen stören mich nicht und ich finde in einer Belcanto Oper darf das sein und zum Teil gehört das auch zum Ausdruck.
Der Knüller der Aufnahme ist jedoch Shirley Verret eine Adalgisa mit schöner Stimme und ganz starkem Ausdruck und Gefühle für die Rolle. ☆☆☆☆☆☆
Ja und nun zum Pollione von Enrico di Giuseppe, stilistisch ist das vollkommen o.k., aber was er daraus macht ist nicht so mein Geschmack das ist quasi eine dieser Allerweltsstimmen, klingt irgendwie negativ
Ist aber nicht ganz so schlimm, nur er hat nichts was man in dieser Stimme heraushört und wiedererkennt.
Paul Plishka ist ein guter Oroveso, sein Bass ist geschmeidig mit Ausdruck und zum Schluss dann auch noch mit Gefühl, ich habe sowieso meine Probleme mit dieser Rolle!
Ergo, eine GA mit einer hervorragenden Adalgisa, aber die Oper heißt nunmal Norma und bei der Sills sind die Erwartungen hoch gesteckt die sie nicht ganz erfüllen kan, obwohl sie die Norma in der Original Tonart singt, und das bekommt sie ohne Probleme toll hin.
Für mich als Sills Fan trotzdem ein Muss, trotz meiner Kritik!

LG palestrina

PS: Bitte keine Vergleiche mit der Callas, erstens ist die Stimme ganz anders und zweitens ist über die Norma der Callas hier schon ausführlich geplaudert worden! ;)
Falstaff (04.09.2018, 00:44):
Ich besitze drei Aufnahmen:



Callas, Filippeschi, Stignani, Rossi-Lemeni; Serafin (1954)

Callas, Corelli, Ludwig, Zaccaria; Serafin (1960)
Lieber Amonasro, nach mehr als 2 Jahren mache ich hier mal weiter.

Die beiden Studio-Aufnahmen der Callas sind sicherlich für die Norma-Rezeption und Interpretation unerlässlich. Meine liebsten von ihr sind sie allerdings nicht. Filippeschi ist wirklich ein Fall für sich und zur Zeit der 2. Aufnahme war die Partie für die Callas leider schon nicht mehr ideal. Wobei Ludwig und Corelli ein wirklicher Gewinn sind.

Persönlich greife ich am liebsten zu Live-Aufnahmen. Zunächst eigentlich immer zum 1955-Mitschnitt aus der Scala:



Wenn ich die Wahl habe zwischen Corelli und del Monaco würde ich persönlich dem ersteren immer den Vorzug geben. Aber leider kann man sich Besetzungen nicht zurechtschneidern. Aber 1955 war für die Callas ein offensichtlich grandioses Jahr, denn eine noch (relativ) intakte Stimme traf auf eine ganz besondere Ausdrucksintensität. Und damit auf eine Schönheit des Gesangs, die mit einer rein äußerlichen Schönheit nichts zu tun hat.
Callas brennt den ganzen Abend hindurch. Und man höre nur ihr 'Son' io' zum Ende hin. Das ist einer der magischen Momente des Theaters! Und man hat Simionato als Adalgisa!!!

Daneben würde ich auch immer die leider nur in Ausschnitten vorhandene Triester Aufführung von 1953 stellen.




Callas bei exzellenter Stimme und zudem Corelli in seinen jungen Jahren. Eine wirklich unwiderstehliche Kombination.


LG Falstaff
Falstaff (04.09.2018, 00:50):
Ups, da habe ich doch glatt noch einen Mitschnitt vergessen:



Picchi war sicherlich kein Corelli, aber ich mag ihn eigentlich wirklich. Stignani war immer eine zuverlässige, oftmals großartige Partnerin und Callas ist, wie eigentlich immer in diesen Jahren, in bestechender Form. Es sind die Nuancen, die sie später besser ausgearbeitet und intensiver herübergebracht hat. Und man hat hier auch noch die ganz, ganz junge Sutherland in der kleinen Rolle der Clothilde.

Es ist bei Callas immer die Frage, was man bevorzugt. Die intakte Stimme oder die intensive Durchdringung der Partie. 1955, wie ich finde, traf beides geradezu ideal zusammen. 1952, 1953 muss man einerseits Abstriche machen, nach 1955 in anderer Hinsicht.

LG Falstaff
Amonasro (04.09.2018, 21:44):
Wenn ich die Wahl habe zwischen Corelli und del Monaco würde ich persönlich dem ersteren immer den Vorzug geben.
Lieber Falstaff, das sehe ich ganz genauso. Die Callas-Live-Aufnahmen kenne ich noch nicht, dafür diese Studio-Aufnahme unter Silvio Varviso, die hier noch nicht genannt wurde:



Elena Souliotis gefällt mir sehr gut als Norma, deutlich dramatischer als Sutherland, aber dennoch mit genug Schönklang an den richtigen Stellen wie dem Casta diva. Auch Fiorenza Cossotto als sehr jung klingende Adalgisa ist ein Genuss und harmoniert sehr gut mit Souliotis in den Duetten. Der Rest ist allenfalls Durchschnitt; Del Monaco ist Del Monaco, aber noch nicht mal in Bestform; Varviso ist eher zügig unterwegs, aber hat einiges gestrichen (Gesamtdauer etwa 2 Stunden). Für Souliotis und Cossotto sehr hörenswert, als Gesamtaufnahme aber nicht erste Wahl.

Gruß Amonasro :hello