Rachmaninov (13.02.2007, 07:56): Am gestrigen Abend kam mit A. Gavrilov in den Sinn.
Gavrilov gewann damals recht überraschend den Tchaikovsky Klavierwettbewerb, eine große Karriere zeichnete sich ab und die Erfolgsspur zeichnete sich nicht nur ab sondern wurde bereits eingeschlagen.
Gavrilov kam mit diesem Ruhm nicht wirklich zurecht wie ich Jahre späte in einem Interview mit ihm gelesen habe.
Seit dem hörte ich nichts mehr von ihm.....
Kennt ihr ähnliche Beispiele ??
Amadé (14.02.2007, 17:28): Hallo Rachmaninow,
da fallen mir auch einige Namen ein:
Dimitris Sgouros, zu Beginn seiner kurzen Karriere bei EMI unter Vertrag (u.a. Rach 3), dann eine Doppel CD mit den beiden Brahms-Konzerten bei Capriccio. UNd jetzt?
Ulf Hoelscher (*1942), der Geiger, Sohn des Cellisten Ludwig Hoelscher, legte Aufnahmen mit Solokonzerten vor, Violinsonaten mit dem französischen Pianisten Michel Beróff, eine schöne Aufnahme des H-dur Trios von Brahms mit Chr.Zacharias und H.Schiff (alle bei EMI). Das war in den siebziger/achtziger Jahren. Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Ich habe ihn mehrmals im Konzertsaal, u. mit den genannten Partnern, erlebt, dabei gewann ich den Eindruck, dass er um der Musik willen spielt, weniger um sein Können herauszustellen. EMI lies ihn dann fallen, man hatte ja Perlman, Kennedy....
Da gab es auch einmal eine außergewönliche israelische Geigerin namens Miriam Fried, die zu Beginn ihrer Karriere den Brüsseler Königin-Elisabeth-Wettbewerb gewann. Die damalige Jury war u.a. von ihrer Interpretation des Sibelius-Konzert begeistert. Den Mitschnitt der Aufnahme brachte damal die DGG heraus, später erschien eine Studio-Einspielung des Konzerts bei Finlandia mit O.Kamu - längst nicht so fesselnd wie in Brüssel, dafür digital. Deutsche Rundfunk-Sender haben einige Aufnahmen produziert. Vielleicht weiß ein Forianer mehr über diese Geigerin.
Holger S. (15.02.2007, 08:32): Original von Amadé Ulf Hoelscher (*1942), der Geiger, Sohn des Cellisten Ludwig Hoelscher, legte Aufnahmen mit Solokonzerten vor, Violinsonaten mit dem französischen Pianisten Michel Beróff, eine schöne Aufnahme des H-dur Trios von Brahms mit Chr.Zacharias und H.Schiff (alle bei EMI). Das war in den siebziger/achtziger Jahren. Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Ich habe ihn mehrmals im Konzertsaal, u. mit den genannten Partnern, erlebt, dabei gewann ich den Eindruck, dass er um der Musik willen spielt, weniger um sein Können herauszustellen. EMI lies ihn dann fallen, man hatte ja Perlman, Kennedy....
Hallo Amadé,
als von der Bildfläche verschwunden würde ich Ulf Hoelscher nicht unbedingt bezeichnen, nur spielt er offensichtlich nicht mehr für Labels wie EMI Musik ein. Mag mit seinem Repertoire zusammenhängen, denn für CPO hat er in den 1990er Jahren zum Teil sehr interessante Raritäten eingespielt, sowas wäre bei EMI wohl undenkbar (Gesamteinspielung der Violinkonzerte von Louis Spohr, Violinkonzerte von Siegfried Wagner, Frankel, Pettersson, Wolf-Ferrari, Kammermusik von Max Bruch). Mir ist der Name Ulf Hoelscher jedenfalls (gerade durch sein interessantes Repertoire) durchaus ein Begriff.
Viele Grüße Holger
ab (18.02.2007, 22:40): Was ist eingentlich aus Perlman geworden, unterrichtet er nur noch die Geige?
Von Sophie Mautner, der Echo-Preisträgerin, habe ich nichts mehr gehört.(Gavrilov und Sgouros sind beide noch aktiv im Konzertleben).
Rachmaninov (13.02.2007, 07:56): Am gestrigen Abend kam mit A. Gavrilov in den Sinn.
Gavrilov gewann damals recht überraschend den Tchaikovsky Klavierwettbewerb, eine große Karriere zeichnete sich ab und die Erfolgsspur zeichnete sich nicht nur ab sondern wurde bereits eingeschlagen.
Gavrilov kam mit diesem Ruhm nicht wirklich zurecht wie ich Jahre späte in einem Interview mit ihm gelesen habe.
Seit dem hörte ich nichts mehr von ihm.....
Kennt ihr ähnliche Beispiele ??
Amadé (14.02.2007, 17:28): Hallo Rachmaninow,
da fallen mir auch einige Namen ein:
Dimitris Sgouros, zu Beginn seiner kurzen Karriere bei EMI unter Vertrag (u.a. Rach 3), dann eine Doppel CD mit den beiden Brahms-Konzerten bei Capriccio. UNd jetzt?
Ulf Hoelscher (*1942), der Geiger, Sohn des Cellisten Ludwig Hoelscher, legte Aufnahmen mit Solokonzerten vor, Violinsonaten mit dem französischen Pianisten Michel Beróff, eine schöne Aufnahme des H-dur Trios von Brahms mit Chr.Zacharias und H.Schiff (alle bei EMI). Das war in den siebziger/achtziger Jahren. Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Ich habe ihn mehrmals im Konzertsaal, u. mit den genannten Partnern, erlebt, dabei gewann ich den Eindruck, dass er um der Musik willen spielt, weniger um sein Können herauszustellen. EMI lies ihn dann fallen, man hatte ja Perlman, Kennedy....
Da gab es auch einmal eine außergewönliche israelische Geigerin namens Miriam Fried, die zu Beginn ihrer Karriere den Brüsseler Königin-Elisabeth-Wettbewerb gewann. Die damalige Jury war u.a. von ihrer Interpretation des Sibelius-Konzert begeistert. Den Mitschnitt der Aufnahme brachte damal die DGG heraus, später erschien eine Studio-Einspielung des Konzerts bei Finlandia mit O.Kamu - längst nicht so fesselnd wie in Brüssel, dafür digital. Deutsche Rundfunk-Sender haben einige Aufnahmen produziert. Vielleicht weiß ein Forianer mehr über diese Geigerin.
Holger S. (15.02.2007, 08:32): Original von Amadé Ulf Hoelscher (*1942), der Geiger, Sohn des Cellisten Ludwig Hoelscher, legte Aufnahmen mit Solokonzerten vor, Violinsonaten mit dem französischen Pianisten Michel Beróff, eine schöne Aufnahme des H-dur Trios von Brahms mit Chr.Zacharias und H.Schiff (alle bei EMI). Das war in den siebziger/achtziger Jahren. Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Ich habe ihn mehrmals im Konzertsaal, u. mit den genannten Partnern, erlebt, dabei gewann ich den Eindruck, dass er um der Musik willen spielt, weniger um sein Können herauszustellen. EMI lies ihn dann fallen, man hatte ja Perlman, Kennedy....
Hallo Amadé,
als von der Bildfläche verschwunden würde ich Ulf Hoelscher nicht unbedingt bezeichnen, nur spielt er offensichtlich nicht mehr für Labels wie EMI Musik ein. Mag mit seinem Repertoire zusammenhängen, denn für CPO hat er in den 1990er Jahren zum Teil sehr interessante Raritäten eingespielt, sowas wäre bei EMI wohl undenkbar (Gesamteinspielung der Violinkonzerte von Louis Spohr, Violinkonzerte von Siegfried Wagner, Frankel, Pettersson, Wolf-Ferrari, Kammermusik von Max Bruch). Mir ist der Name Ulf Hoelscher jedenfalls (gerade durch sein interessantes Repertoire) durchaus ein Begriff.
Viele Grüße Holger
ab (18.02.2007, 22:40): Was ist eingentlich aus Perlman geworden, unterrichtet er nur noch die Geige?
Von Sophie Mautner, der Echo-Preisträgerin, habe ich nichts mehr gehört.(Gavrilov und Sgouros sind beide noch aktiv im Konzertleben).