Was kocht das-Klassikforum.de ?

Cetay (inaktiv) (17.05.2009, 15:37):
Original von SATIE
Ich habe soeben innerhalb des Hinterzimmers eine Plauderecke eingerichtet, wo alles hin soll, das bewusst nichts mit Klassik zu tun hat. Ich bin jetzt schon gespannt, wer auch so gerne kocht wie ich... Herzlich, S A T I E

Um die Spannung endlich aufzulösen, mache ich mal den Anfang.
Heute gibt es meiner absoluten Lieblingsrezepte. Das habe ich vor Jahren von einer echten Berliner Schnauze bekommen. Der Slang geht also nicht auf mich. :P

Bolognese a la Vegana

Jutie. Fangen wir mit den Zutaten an. Ich mache mir die Sauce immer nur für mich alleine, aber weil ich sie so gerne esse, esse ich immer für zwei. Also hab ich einfach mal alle Zutaten x 2 genommen. Ihr müsst letztlich selbst herausfinden, ob das so stimmt. Also, was brauchen wir?


1 große Tasse Olivenöl
4 große Zwiebeln (keine Gemüsezwiebeln!)
400g halbweichen Tofu
Am Besten 1 Knolle Knoblauch* (nach Geschmack, aber mindestens 2 Zehen pro Person)
1 knappes Kilo Tomaten (Strauchtomaten am besten, die haben mehr Farbe)
5 - 6 grüne Chili-Schoten
Salz
Gekörnte Gemüsebrühe
4 - 6 Pimentkörner
4 - 6 Wacholderbeeren
2 - 3 mittelgroße Lorbeerblätter
1 Zweig Estragon
2 - 3 zweige Majoran (oder, besser noch: Orenago)
1 Zweig Melisse (!)
1 Topf Basilikum
Ca. 1/2 Tube Tomatenmark
0,3 - 0,4 ltr. Wasser
Nudeln.

Gut geeignet sind Penne Rigate, schmecken tut's auch mit Tagliatelle Verde (den grünen Bandnudeln), aber mit denen hat man u.u. das Problem, sich beim essen nicht entscheiden zu können zwischen Nudel und Sauce...

Alle Kräuter *müssen* frisch sein. Mit getrockneten Kräutern zu kochen ist wie fernsehen und das gesehene für die Wirklichkeit zu halten. Worauf ihr verzichten könnt, ist die Melisse - aber ich hab rausgefunden, dass sie es ist, die der Sauce den letzten Schliff zu geben im Stande ist.
Jutie, fangen wir an... ach so! vorweg zwei Bemerkungen, nein! drei:

Eine Bolognese braucht Fett: in einer ca. 30 cm durchmessenden Pfanne sollte das Öl so ca. 2 - 3 mm hoch stehen. Keine angst: die zutaten saugen das alles auf. :)
Eine Bolognese braucht Zeit: eine "normale" Bolognese mit Fleisch braucht so um die drei oder vier Stunden. Für diese hier solltet ihr mindestens eine Stunde Kochzeit einrechnen, mit Vorbereitung vielleicht 90 Minuten.
Es gibt Tofu in drei verschiedenen Härtegraden. Kaufen kann man sie alle in einem gut sortierten Asia-laden. (ok, nehmen wir den Silken-Tofu hinzu, sind es vier härtegrade...). Man sollte für dieses Gericht den mittelharten Tofu nehmen - aber wenn's denn der harte ist (meist blau gerändert eingepackt) macht das auch nichts.
Fangen wir also an:
Das Olivenöl in der Pfanne leicht erhitzen, die in grobe Würfel geschnittenen Zwiebeln hinein geben. bei mittlerer Hitze (E-Herd: stufe 4 von 6) anschmoren.
Während die Zwiebeln ihrem Auftrag nachgehen, schneiden wir den Tofu in Würfel und zerdrücken diese mit einer Gabel zu feineren stücken. Stellt euch dabei einfach vor, ihr würdet Hackfleisch bearbeiten, dann habt ihr ungefähr eine Vorstellung davon, wie der Tofu nach der Zeremonie aussehen soll.

Salz an die Zwiebeln geben (aber nicht zu viel, da kommt später noch was dran), den zerdrückten Tofu hinzugeben und untermengen.
Das Zwiebel-Tofu Gemisch darf im Lauf der nächsten Zeit ruhig kräftig Farbe kriegen, also braun werden, denn dieses braun ist das, was nachher den Geschmack der Sauce ausmachen und ihr die Farbe geben wird. Man sollte nur darauf achten, dass der Kram nicht schwarz wird. Für den Fall empfehle ich: unter ständigem Rühren in den Ausguss kippen.

Während das Zeug so vor sich hin brutzelt, schneiden wir die Chili-Schoten möglichst fein und geben sie hinzu. Natürlich sind wir als aufmerksame Hausfrauen stets bemüht, dass der Kram nicht anbrennt und rühren immer wieder mal um.
Nun pellen wir den Knoblauch und hacken ihn recht fein - sofern wir nicht im Besitz einer Presse sind, dann können wir uns letzteren Schritt sparen.
Und wieder rühren wir um.
Aus den gewaschenen Tomaten schneiden wir den Ansatz heraus (man kann sie auch häuten, aber Bolognese ist Bolognese, und man kann sich ja auch ein Monogramm in den Allerwertesten beißen), würfeln sie und geben sie zu dem mittlerweile gut angebräunten Zwiebel-Tofu Gemisch hinzu. Wenn der Tand inzwischen angebrannt ist: umso besser, das gibt Geschmack.
Die Tomaten unterrühren, mit ca. 2 - 3 Teelöffeln gekörnter Gemüsebrühe würzen, Pimentkörner, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Knoblauch hinzugeben - umrühren und mit dem Wasser ablöschen.
Deckel drauf - Zigarette rauchen.

Wenn das Zeugs anfängt zu kochen (ich empfehle für den E-Herd stufe 5 von 6 für die ganze restliche Zeit) geben wir die Majoran Blätter hinzu (gegen den Strich abschaben geht am besten), rühren um und packen den Deckel wieder auf den Topf.
Jetzt haben wir Zeit die Wäsche aufzuhängen, uns einen :ignore oder mit der Freundin zu telefonieren...

... Ca. eine halbe bis 3/4 Stunde nachdem der Plunder angefangen hat zu kochen (natürlich haben wir zwischendurch auch das eine oder andere Mal umgerührt), können wir das Nudelwasser aufsetzen.
Wenn die Nudeln (die in der Regel so um die 8 - 10 Minuten brauchen) kochen, wird das Tomatenmark an die mittlerweile hübsch eingekochte Sauce gegeben. Achtet bitte darauf: Tomatenmark dickt an. Und je mehr ihr davon braucht, um eine sämige Sauce hinzukriegen, umso schlechter war euer Ansatz, und umso mehr wird eure Sauce nach Tomatenmark schmecken.

Auf einem E-Herd könnt ihr den Saft jetzt abdrehen.
Solange die Mixtur noch kocht, den Estragon und die Melisse abzupfen (wie gesagt: gegen den Strich - und schwupps! ist er ab) und unterrühren.

DAS BASILIKUM AUF KEINEN FALL WASCHEN! Basilikum wird schwarz und verliert seinen Geschmack, wenn es Wasser sieht. Deshalb: die Blätter abzupfen und erst kurz vor dem servieren unterrühren. That's it!

EDIT:
* Es gibt runden Knoblauch, der nur aus einer einzigen Zehe besteht. Der ist ganz besonders aromatisch.
Abweichend vom Originalrezept lasse ich das Wasser weg; die Tomaten geben genug Feuchtigkeit.
nikolaus (17.05.2009, 17:35):
Na, das könnte ja binnen kürzester Zeit zum "in-thread" werden!

Ich sag mal nicht, was das hier am Ende wird, so bleibt es spannender:

Für 4 Personen (oder zwei Hungrige):

600g Hähnchenbrust in Streifen schneiden, mit 2EL Senfkörnern, 2EL Sojasauce, 2EL Sonnenblumenöl und 1EL Speisestärke vermengen und mindestens 30 Minuten zugedeckt kalt stellen.
2 Bund Frühlingszwiebeln putzen und die weissen und hellgrünen Teile in Scheiben schneiden.
In einer Pfanne 2EL Pflanzenöl erhitzen und das Fleisch 3-4 Minuten anbraten, mit Salz, Pfeffer und eine Spur Chili würzen und aus der Pfanne nehmen.
Frühlingszwiebeln im Bratfett andünsten, das Fleisch wieder zugeben, mit ca. 100ml Geflügelfond ablöschen und etwas einkochen lassen.
Ganz am Anfang hat man schon 750g Erdbeeren gewaschen und je nach Größe geviertelt; diese gibt man zum Fleisch und lässt sie kurz erwärmen.
Dazu passt am besten Basmati-Reis.

Ausprobieren, solange Saison ist!

Nikolaus http://www.smilies.4-user.de/include/Haushalt/smilie_haus_011.gif
Gamaheh (25.06.2009, 17:14):
Original von nikolaus
Na, das könnte ja binnen kürzester Zeit zum "in-thread" werden!

Ich sag mal nicht, was das hier am Ende wird, so bleibt es spannender:

Für 4 Personen (oder zwei Hungrige):

600g Hähnchenbrust in Streifen schneiden, mit 2EL Senfkörnern, 2EL Sojasauce, 2EL Sonnenblumenöl und 1EL Speisestärke vermengen und mindestens 30 Minuten zugedeckt kalt stellen.
2 Bund Frühlingszwiebeln putzen und die weissen und hellgrünen Teile in Scheiben schneiden.
In einer Pfanne 2EL Pflanzenöl erhitzen und das Fleisch 3-4 Minuten anbraten, mit Salz, Pfeffer und eine Spur Chili würzen und aus der Pfanne nehmen.
Frühlingszwiebeln im Bratfett andünsten, das Fleisch wieder zugeben, mit ca. 100ml Geflügelfond ablöschen und etwas einkochen lassen.
Ganz am Anfang hat man schon 750g Erdbeeren gewaschen und je nach Größe geviertelt; diese gibt man zum Fleisch und lässt sie kurz erwärmen.
Dazu passt am besten Basmati-Reis.

Ausprobieren, solange Saison ist!

Nikolaus http://www.smilies.4-user.de/include/Haushalt/smilie_haus_011.gif

Ah, interessant! Ich kenne das Rezept, es heißt "Pollo con le fragole", und am besten schmeckt es, wenn man noch zwei bis drei Eßlöffel Orangenmarmelade hineinrührt (extra coarse cut) und es mit einem Gläschen Fernet Branca verfeinert.

Guten Appetit!
Gamaheh

P.S.: So der richtige "in-thread" ist das noch nicht geworden ...
nikolaus (25.06.2009, 22:15):
Original von Gamaheh

Ah, interessant! Ich kenne das Rezept, es heißt "Pollo con le fragole", und am besten schmeckt es, wenn man noch zwei bis drei Eßlöffel Orangenmarmelade hineinrührt (extra coarse cut) und es mit einem Gläschen Fernet Branca verfeinert.

Guten Appetit!
Gamaheh

P.S.: So der richtige "in-thread" ist das noch nicht geworden ...

Jetzt muss ich schreiben: ah, interessant!
Das werde ich direkt am Wochenende ausprobieren.

Mit Deinem P.S. hast Du wohl Recht!

Gruß, Nikolaus.
kreisler (25.06.2009, 22:31):
Also ich finde den Thread super!
Koche öfter mit meinem Vater zusammen, aber um auch so raffinierte Rezepte zu bieten, reichts dann doch noch nicht :)

Egal, ich muss morgen umbedingt wieder mein Lieblingskochbuch aufschlagen...:D

Liebe Grüße,
Kreisler
Brangäne (29.01.2010, 22:50):
Fairy!!! ... Ah ich meine: Euphonia!!! Fairy!!!

Bitte ich hab das Schoko-Moussé-Rezept verloren!!

Du weißt sicherlich, was ich meine! Bitte hier posten. Bei der Kälte brauchen wir das ganz dringend!
Fairy Queen (30.01.2010, 07:06):
Liebe Brangäne, dieser SOS Ruf erreciht mich morgens um 7 Uhr, aber da es dringend zu sein scheint, was ich bestens nachvollziehen kann, erstmal ganz spontan aus dem Kopf (wird wenn nötig und ich das Rezept nochmal finde dann spâter noch ergänzt)
1Tafel Bitterschokolade (am besten dunkle Dessertschokolade bester Qualität) in einem Becher Creme fraiche (gute Qualität, sonst klappt das nciht und klumpt!) auf kleiner Flamme auflösen. Einen guten Schuss Cognac oder starken Espresso oder Rum oder was immer man mag unterrühren und abkühlen lassen. Im maximal noch laumwarmen Zustand zwei sehr steifgeschlagene Eiweiss untermischen(evtl noch Zucker dazugeben, wem das nicht süss genug ist) und dann in Schälchen füllen(oder Gläser) und über Nacht kühl stellen.
Einfachste Mousse der Welt und trotzdem superlecker!
Schmeckt auch sehr gut mit einem Coulis(eine Art Sauce) aus Waldbeerren.
Gut zum Gäste beeindrucken, die denken, das sei gottsweiswie kompliziert gewesen. :D
Bon apettit

Wer will kann mich ruhig Fairy nennen, die Umtaufe sollte, wenns von Saties Seite ok ist , eh bald stattfinden.
Brangäne (30.01.2010, 10:22):
Danke Fairy! Hab ja "dein" Mousse Weihnachten 2008 serviert. Mit großem Erfolg. Und leichten Nachwirkungen, es war nämlich zu viel da und wir konnten es nicht stehen lassen.

Heuer hab ich den Zettel nicht mehr gefunden und auch aus dem Kopf nicht mehr genau nachvollziehen können. Aber jetzt gehts los....

Ich finde den Kochen-Thread sollten wir ruhig am Leben halten. Ich selber bin eher die "Meisterin der schnellen Küche" - wenn ich erfolgreich was Kreatives auprobier, dann werd ich hier reinschreiben.
Agravain (30.01.2010, 17:25):
Leute, dieser Thread muss unbedingt reichlich besucht und betextet werden. Gehört denn das Essen nicht auch zu den sinnlichen Genüssen, ebenso wie die Musik? Denken wird doch an Rossini!
Also, ich bin gerade dabei ein ganz simples, aber ebenso schmackhaftes Chili zu kochen. Überhaupt muss jetzt einfach etwas Deftiges sein. Morgen haben wir dann Besuch und ich schwinge wieder den Kochlöffel, dann Wildschweinbraten in Honigkruste.

Mein Chili:

750 kg Hackfleisch vom Rind
2 Zwiebel(n)
2 Zehe/n Knoblauch (variabel)
500 g Tomate(n), geschält (Dose)
500 g Kidneybohnen (Dose)
2 Dose/n Mais
500 g Paprikaschote(n), grün
500 g Paprikaschote(n), rot
1 Chilischote(n) oder eine, getrocknet oder Chiligewürz
etwas Salz
etwas Pfeffer
etwas Paprika, edelsüss
etwas Öl (Olivenöl)
durchwachsener Speck nach Gusto

Zubereitung
Die gehackten Zwiebeln in etwas Öl anschwitzen und dann das Hackfleisch kräftig anbraten. Den Knoblauch hinzu geben und alles mit den grob zerkleinerten Tomaten (incl. dem Tomatensaft aus der Dose) ablöschen. Je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, edelsüßem Paprika und natürlich dem Chili würzen (Vorsicht bei den getrockneten Chilischoten!). Bei kleiner bis mittlerer Hitze ca. 30 - 40 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit die Paprikaschoten waschen, putzen und grob würfeln. Kidney-Bohnen, Mais und Paprika in den Topf geben und nochmals alles ca. 10 Minuten köcheln lassen.

http://www.smilies.4-user.de/include/Essen/smilie_essen_140.gif
Severina (30.01.2010, 17:39):
Du bringst mich auf eine Idee, und zufällig habe ich die nötigen Ingedienzien daheim, sodass das Sonntagessen gerettet ist! (leider kann ich Fairys Dessert mangels Bitterschokolade nicht auch sofort ausprobieren :I
Danke!
lg Severina :hello
Fairy Queen (30.01.2010, 17:39):
Lieber Agravain, ich gehöre zu denen, die der Kochkunst sofort eine weitere Muse zuteilen würden, und Leute, die Musik UND gutes Essen schätzen, sind mir gleich doppelt sympathisch.
Ich kann bei Bedarf mit frz. Küche dienen, aber auch Italien ist(nicht nur) meine kulinarische Heimat.
Also wenn wer besondere Wünsche hat...... :hello
F.Q.
Jürgen (30.01.2010, 21:10):
http://www.selfmarket24.com/public/Products/H_Sughi_Barilla_PestoAllaSiciliana.jpg
Wir hatten letztes WE ein nettes Pärchen zu besuch.

Wir haben abwechselnd gekocht und ich war für den Pasta-Gang zuständig.
Ich wollte ein Sizilianisches Pesto machen, das ich schon als Barilla-Fertig-Gläßchen kannte.
Aber da ich noch einen großen Sack Walnüsse habe, wollte ich sie selbst machen. Ich war überrascht, wie einfach es geht.


Sonnenblumenöl
Ricotta
Tomatenfruchtfleisch und Tomatenmark
Gemahlene Walnüsse
Gemahlene Cashews oder Pinienkerne
Basilikum
Zucker
Gewürze


Alles in den Mixer und fein pürrieren.
Nach dem Abschmecken war es mir zu süß und zu Tomatig.
Deswegen habe ich noch ein paar Oliven und Kapern hinzugefügt.

So einfach das Sugo, so langwierig die Tagliatelle.
Ich habe mich total verzettelt. Das Pesto habe ich schon im Vorfeld gemacht. Aber als der Besuch schon in der Küche stand, habe ich noch an der Nudelmaschine gekurbelt.

Aber es hat sich gelohnt, es hat super geschmeckt.

Und wie das bei solchen Abenden so ist, haben wir anstatt Telemann, Pink Floyd, Porcupine Tree und Sufjan Stevens gehört.
Ich bin in meinem Bekanntenkreis der einzige, der ausgiebig klassische Musik hört. :I

Grüße
Jürgen
EinTon (31.01.2010, 09:37):
Original von Fairy Queen
Wer will kann mich ruhig Fairy nennen, die Umtaufe sollte, wenns von Saties Seite ok ist , eh bald stattfinden.

Ach, Du bist das!! http://www.smiliemania.de/smilie132/00000116.gif


http://www.smiliemania.de/smilie132/00008268.gif
Fairy Queen (31.01.2010, 10:47):
Ja, leider! :ignore :haha :engel
cellodil (01.02.2010, 02:50):
:hello Jürgen,

das Pesto klingt lecker, vor allem die Walnüsse finde ich originell (ich kenne das nur mit Pinienkernen).

Original von Jürgen
So einfach das Sugo, so langwierig die Tagliatelle.
Ich habe mich total verzettelt. Das Pesto habe ich schon im Vorfeld gemacht. Aber als der Besuch schon in der Küche stand, habe ich noch an der Nudelmaschine gekurbelt.


Und das Nudelrezept? Vielleicht die piemonteser Variante (nur Eigelb, kein Wasser - sehr lecker, aber nötigt leider zur Mäßigung, weil man nach ein paar Gabeln pappsatt ist)?

Liebe Grüße

Sabine
Fairy Queen (01.02.2010, 07:56):
Guten Morgen,
Ihr macht die Pasta selbst????
Complimenti und Chapeau! :down
Das ist mir ehrlich gesagt, zuviel Arbeit und bisher hat mich noich niemand überzeugt, dass das die Mühe wirklich lohnt.
Pesto-Varianten gibt es auch mit Ricotta oder Kürbiskernen, aber das ist die Erste ohne Knoblauch, wofür ich sehr dankbar bin.
F.Q.
Jürgen (01.02.2010, 13:01):
Original von cellodil
Und das Nudelrezept? Vielleicht die piemonteser Variante (nur Eigelb, kein Wasser - sehr lecker, aber nötigt leider zur Mäßigung, weil man nach ein paar Gabeln pappsatt ist)?

Ja, nur Eier und Mehl. Ich habe mir lediglich zwei- dreimal die Hände angefeuchtet beim Kneten, als es zu sehr bröselte.
Um das übermäßige Austrocknen zu verhindern, habe ich neben der Arbeitsfläche einen Topf Wasser kochen lassen. Natürlich keine Abzugshaube und alle Schotten dicht, damit die Luftfeuchtigkeit nahe 100% beträgt.


Original von Fairy Queen
Guten Morgen,
Ihr macht die Pasta selbst????
Complimenti und Chapeau! :down
Das ist mir ehrlich gesagt, zuviel Arbeit und bisher hat mich noich niemand überzeugt, dass das die Mühe wirklich lohnt.

Ich habe es auch erst zum zweiten mal überhaupt gemacht. Und die Nudelmaschine hatte Premiere.
Ich denke, dass ich es auch in Zukunft nicht öfter als 1-2 mal pro Jahr machen werde. Also nur zu besonderen Anlässen.
Aber es hat Spaß gemacht und die Arbeit mit der Nudelmaschine wird beim nächsten mal nicht mehr so lange dauern, weil man dort eine Lernkurve durchmacht.

Original von Fairy Queen
Pesto-Varianten gibt es auch mit Ricotta oder Kürbiskernen, aber das ist die Erste ohne Knoblauch, wofür ich sehr dankbar bin.
F.Q.
Es tut mir schrecklich leid, aber Knoblauch gehört dazu. Allerdings nur dezent eingesetzt, weswegen ich es in obiger Auflistung hinter Gewürze verbarg. Ich denke, es wird Dir auch ohne schmecken.

Ich hingegen gehöre der Fraktion an, die bei mediterraner Küche - abgesehen von Süßspeisen - schwerlich ohne Knoblauch auskommt.


Grüße
Jürgen
cellodil (01.02.2010, 20:20):
Original von Jürgen
Und die Nudelmaschine hatte Premiere.
Ich denke, dass ich es auch in Zukunft nicht öfter als 1-2 mal pro Jahr machen werde. Also nur zu besonderen Anlässen.
Aber es hat Spaß gemacht und die Arbeit mit der Nudelmaschine wird beim nächsten mal nicht mehr so lange dauern, weil man dort eine Lernkurve durchmacht.

Ich mache das nach der Methode von Mamma... Nehme die Nudelmaschine nur für den ersten Arbeitsgang und drehe die Nudeln mit Hilfe der Maschine zu langen, dünnen Teigstreifen, die rolle ich dann (mit etwas Mehl bestäubt) auf, schneide die Rollen dann von Hand mit dem Messer und werfe den Kladderadatsch dann in die Luft, damit sich die Nudeln aufrollen und das Mehl wieder (teilweise) rausfällt. Wieso auch immer (vielleicht ist es auch nur Einblidung) halten die dann die Sauce besser.

Original von Jürgen
Ich hingegen gehöre der Fraktion an, die bei mediterraner Küche - abgesehen von Süßspeisen - schwerlich ohne Knoblauch auskommt.

Süßspeisen mit Knoblauch... Naja. Hatte ich einmal (Knoblaucheis) und fand, dass das doch kein Mensch braucht... Dann doch lieber salzige Vanillesauce zu den Raviolini...

Herzliche Grüße

Sabine
Heike (05.02.2010, 18:54):
Liebe Fairy,
Ich kann bei Bedarf mit frz. Küche dienen, ..... . Also wenn wer besondere Wünsche hat......
Ich hätte bitte gern das ultimative Crepe- Rezept!!! Gern mit diversen Variationen !
Heike
Fairy Queen (06.02.2010, 07:15):
Liebe Hebre, das ultimative Crepe-Rezept gibts nur in der Bretagne. Ich hab aber eine Freundin in St Malô, die werde ich mal anrufen.....
Crepes sind eines der wenigen Dinge, die ich auswärts essen gehe, weil sie wahnsinnig viel Arbeit machen und die vielen superleckeren Sorten, die es in einer guten Creperie gibt, kann ich eh in heimischer Küche nciht produzieren.
Mein Lieblingscrepes ist mit Caramel aus gesalzener Butter, gedünsteten äpfeln und Speculos-Eis(das schmeckt ein bisschen wie Spekulatius). Delicieux!
Du weisst sciher, dass nur die süssen Varianten Crepes heissen. Die salzigen heissen Galette und werden aus einem ganz anderen Teig gemacht.
Aber das ist eine bretonische Wissenschaft, der Rest dieses Landes komt da so gut mit, wie in Deutschland die Weisswürste ausserhalb Bayerns.
F.Q.
satie (06.02.2010, 07:50):
Meine Lieben,
nachdem ich gesehen habe, dass hier doch viele respektable Köchinnen und Köche dabei sind und mir das Wasser regelmäßig beim durchlesen ds Threads im Munde zusammenläuft, muss ich jetzt doch auch mal was dazu von mir geben. Um es vorweg zu nehmen: ich verfolge nicht das Ideal von Erik Satie, nur weiße Lebensmittel zu mir zu nehmen, auch ist mir das Essen nicht nur Mobiliar. Ich gehöre übrigens zu denen, die gerne mal zu viel in sich reinstopfen, wenn es besonders lecker ist...ich habe hir leider sehr wenig Selbstdisziplin, ganz anders sieht es beim Alkohol aus, da kann ich ganz diszipliniert trinken, bis ich umfalle.

Aber nun mal zurück in die Küche. Ich habe ein Vorliebe für asiatische (vor allem chinesische) Küche, besonders seit meinem Aufenthalt in Shanghai. Ich hatte einmal Schritt für Schritt gelernt, mit Wok und Dampfkorb Dim-Sum und co. zuzubereiten, allerdings fehlt mir dazu in der Regel die Zeit, ich habe seit Jahren keine Topfhocker oder Dattelröllchen mehr gemacht... :I Ich koche auch gerne indisch, nutze hier allerdings gerne im Handel erhältliche Pasten (für Tandoori beispielsweise), weil mir die Sachen sonst oft auch schlecht werden und sich die Mixerei da einfach nicht lohnt. Ihr müsst wissen, dass ich sehr sehr heikle Mitbewohner habe, die leider meine kulinarischen Interessen nur sehr begrenzt teilen und lieber Kartoffeln mit Quark :I :I :I essen... Indischen Rahmkäse mache ich allerdings selbst, das ist auch nicht schwer: man nimmt Vollmilch (2 Liter) und bringt diese zum kochen. Wenn sie aufkocht, gibt man einen guten Esslöffel Essig dazu (Branntwein-Essig am besten, ich habs aber auch schon mit Apfelessig gemacht). Nun wartet man, bis die Chose geronnen ist, was sehr schnell geht. Nun gießt man alles in ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb und lässt die Flüssigkeit abfließen. Dann muss man die Masse im Tuch pressen, am besten legt man für eine Stunde einige dicke Bücher drauf, damit möglichst viel Wasser herausgedrückt wird. Dann ist der Käse fest und kann, etwa wie Mozzarella, in Stücke geschnitten werden. Kann man auch braten, ein ganz neutraler Rahmkäse, den man in vielen indischen Gerichten verwenden kann. Sehr beliegt bei uns: Panir (das ist der Käse) mit Spinat, Erbsen und (natürlich! :I)Kartoffeln.

Aber ich koche auch sehr gerne italienisch oder freestyle mit allem, was da ist. Ich habe eine Vorliebe für Pastasaucen mit Früchten. Ein Klassiker ist natürlich die Zitronensauce, die zu Bandnudeln wie Fettuccine herrlich schmeckt. Einer meiner Favoriten ist aber Pasta mit Feigen:
Man nimmt getrocknete Feigen und schneidet diese in kleine Würfelchen. Diese werden in Butter leicht angebraten und ein wenig gesalzen. Abgelöscht wird mit einem guten Glas Grappa, den man ein Weilchen reduzieren lässt, um nicht am Ende doch noch besoffen zu werden vom Essen. Am Schluss etwas Sahne unterziehen und fertig. Mag ich auch am liebsten mit Bandnudeln der breiteren Sorte wie Pappardelle. Pasta habe ich früher oft selbst gemacht, heute scheitert es an den oben genannten Umständen (selbst den Nudeln ziehen sie Kartoffeln vor, ich sage immer: der alte Fritz hätte euch einen Orden verliehen, wenn er euch gekannt hätte! :I).

So, genug, ich werde hungrig von meinem eigenen Geschreibsel. Ich bin gespannt, welch leckere Sachen hier noch so aufgetischt werden. Bis jetzt könnte ich mir ja glatt ein Klassikforum-Kochstudio vorstellen. Na, und so hübsch wie Zacherl bin ich auch...

Herzlichst,
SpAghetT I E
Heike (06.02.2010, 08:30):
Liebe Fairy,
ich liebe leckere Crepes/ Galette - süß oder herzhaft - aber wie du schon sagst, das ist eine Wissenschaft für sich, deshalb hab ich ja auch gefragt :-) Ich hoffe ja immer noch auf ein einigermaßen einfaches und zugleich unschlagbares Rezept Also über das eine oder andere Bretagne-Geheimnis würde ich mich irgendwann sehr freuen!!!!

Hallo Satie,
das mit dem Käse klingt fast wie Ricotta?
Ich mag auch die asiatische Küche sehr, also nur her mit weiteren Rezepten!!!
Heike
Heike (07.02.2010, 11:50):
Liebe Fairy,
ich hab gestern für Besuch heute mal dein Schoko-Moussé gemacht (und eben schon ausgiebig genascht) - eine Sünde! Mal sehen ob die nachher noch was abkriegen .....
Heike
Fairy Queen (07.02.2010, 12:11):
Liebe Heike, ist das nciht superpraktisch? Geht total schnell und macht richtig was her! Solche Rezepte liebe ich!
Um die Crepe kümmere ich mich noch. Im Kochbuch "Tante Marie" sind eigentlcih immer die einfachsten und klassischsten Rezepte und ein richtgi chices frz. Kochbuch hab ich auch -dann geb ich Dir zwei zur Wahl.

F.Q.
Fairy Queen (07.02.2010, 13:23):
Liebe Heike, hier das bisher beste Crepe-Rezept(für süsse Crepe), das ich gefunden habe. Mir ist das Backen der Crepe zu viel Arbeit und ich esse sie lieber in der Creperie, daher mache ich sie serh selten, aber der Teig hier ist wirklich gut.

2 Eier
10g geschmolzene Butter(ein Esslöffel)
100g Mehl
1/2 Teellöffel Salz
1/4l Milch
1 Esslöffel Grand Marneir oder coganc oder was du willst
1 ausgekrtzte Vanilleschote oder Vanillearoma (nach Belieben)

Mehl in eine Schüssel sieben,mit Salz, den vorher verschlagenen Eiern und der flüssigen Butter mischen, Alkohol zufügen, alles gut verquirlen und zwei Stunden ruhen lassen(nciht im Kühlschrank!!!)
Vor dem Gebracuh noch enen Löffel Wasser dazu geben.
In einer beschichteten oder Spezial-Crepe-Pfanne in Butter dünne Crepes backen. Das ist allerdings eine Kunst für sich........ Garnitur der 1000 Möglichkeiten, die einfachste Variante Crepe au sucre et beurre, mit Butter und Zucker oder mit confiture. Ansosnten unbegrenzt. Helfe da gerne weiter.
Bon apettit!
Heike (07.02.2010, 17:29):
Merci :-) Heike
Cetay (inaktiv) (28.02.2010, 14:31):
Nach einer vormittaglichen indischen Kochsession (das kann man gut vorher machen und später einfach aufwärmen; schmeckt dann sogar noch intensiver) ist mir dieser Faden wieder in den Sinn gekommen.

Original von Satie
Ich koche auch gerne indisch, nutze hier allerdings gerne im Handel erhältliche Pasten (für Tandoori beispielsweise), weil mir die Sachen sonst oft auch schlecht werden und sich die Mixerei da einfach nicht lohnt.

In dieser Beziehung bin ich Purist. Ich will vor allem die Zutaten variieren können und nicht immer die selbe Grundpaste nehmen. Man kann das Haltbarkeits-Problem umgehen, wenn man die Sachen im unpulverisierten bevorratet und die Paste just-in-time zubereitet. Also brauchen wir braunen und grünen Kardamon als Kapseln, Kreuz- und Schwarzkümmel als Samen, Zimt als Stange, Curry in Form von getrockneten Blättern - und alles wird in Schraubgläsern aufbewahrt. Ingwer-Knoblauchpaste macht man im Häcksler, steicht sie auf Alufolie, friert kurz an, bricht das Ganze dann in Portionsstücke und ab in die Truhe damit. Fehlt noch was? Kurkuma und Kardamon, aber das ist wohl wirklich nur als Pulver tauglich. Der Trick, dass daraus eine homogene Paste wird, besteht im kontrollierten anbrennen lassen. Erst mal Zwiebeln in Öl kräftig bräunen und dann alles andere dazu kippen. Den Kardamon haben wir natürlich vorher grob zerbröselt. Wenn es richtg dunkel wird, kommt ganz wenig Wasser dazu, gerade soviel wie nötig, damit nichts festklebt. Kurz bevor der Farbton ins Schwarze kippt, kommt noch etwas Naturjoghurt dran. Und oh Wunder, die Stücke haben sich in Wohlgefallen aufgelöst (außer der Zimtstange natürlich, bis die soweit ist, kann man den Rest wegkippen...) oder sind zumindest ganz weich geworden.

Noch raffinierter ist die Methode, das ganze Zeugs erst mal ohne Öl dafür samt dem (Hühner-)Fleisch langsam im eigenen Saft zu kochen. Man lässt das so 15-20 Minuten zugedeckt vor sich hinschmürgeln, kippt dann Öl dazu und dreht auf volle Pulle bis die Flüssigkeit weg ist. Dann weiter wie oben. Als Ergebnis bekommt man das Ganze gleich in-situ mariniert.

Für mein heutiges Gericht, sind noch Kichererbsen, Tomaten und Pepperoni dazugekommen. Als Gemüsebeilage gibt es Auberginen-Kartoffeln mit Paprika, natürlich auch auf Basis einer selbstgemachten Paste.
Und jetzt läuft mir das Wasser im Mund zusammen und weiß nicht wie ich das bis heute abend noch aushalten soll.
Fairy Queen (28.02.2010, 16:57):
Lecker, ich wünschte, ich kônnte mich an den gedeckten Tisch setzen!
Ich habe ein Rezept anzubieten, das ich gerade für 8 Erwachsene und drei Kleinkinder gekocht habe und das sich gut vorbereiten lässt und eben auch für die Kinder(1-3 Jahre) gut geht:

10 Lachsfilets ohne Haut
1,5 kg kg Kartoffeln
1 grosse Sellerieknolle
1 Becher Creme fraiche
10-20 dünne Scheiben Chorizo
geriebener Käse, z.B. Emmentaler mit Gruyere und Mozzarella gemisch oder was man gerne mag)

Lachs mit Zitrone beträufeln , salzen; in gebutterte Feuerfeste Formen legen, darauif die Chorizoscheiben(für die Kinder kann man die weglassen oder vo nden Eltern futtern lassen) aus den Kartoffeln und dem Sellerie ein Püree kochen, und mit der Creme fraiche, Muskat, Pfeffer, Sakz abschmecken. Auf den Lachs geben udn mit Käse bestreuen.Bei 200g etwa 30 minuten garen.
Bon appetit!
Die Kleinen haben genauso gefuttert wie die Grossen!
Menge reduzieren für weniger Leute-logisch! :wink

F.Q.

Als Nachtisch hab ich eine ngenialen Bananen- Birnen- Schoko Crumble gemacht. Falls wer das Rezept will.....
Cetay (inaktiv) (15.05.2010, 17:53):
Mein absolutes Paradegericht ist Chili-Fleisch mit Aprikosen. Wann immer es beim Familienrat mehr als 3 Minuten dauert, zu überlegen, was am Wochende gekocht werden soll, fallen die Blicke auf mich. Und es ist klar, dass ich das zum gefühlten 3087sten Mal zubereiten werde. Dennoch gibt es absolut keine Verschleißerscheinungen, die Begeisterung bei mir und den Bekochten bleibt ungebrochen. Und es geht ruck-zuck.

Benötigt werden:

400g Hühnerbrustfilet
Je nach Nehmerqualitäten bis zu einer halben Knolle Knoblauch
dito - bis zu 7 getrocknete Chilischoten
2-3 Eßlöffel Sesamöl
1 Teelöffel Piment (frisch gemahlen)
1 große Zwiebel
50g Erdnüsse (geröstet und gesalzen)
Eine große Dose Pfirsiche
100g tiefgefrorene Brechbohnen
Sauerrahm
Das Fleisch schnetzeln (ich nehme dazu eine Textilschere mit hartgummierten Griffen, dagegen kann man jedes Messer vergessen), den Knoblauch und die Chilischoten in einem Mini-Mulithäcksler -oder so was in der Art- kleinhacken, mit dem Piment (es müssen unbedingt frisch gemahlene Körner aus der Mühle sein) und dem Sesamöl zum Fleisch geben, gut durchmischen und im Kühlschrank marinieren; 2 Stunden reichen, 24 sind besser.
Die Zwiebel in etwas Öl kräftig anrösten, das marinierte Fleisch zugeben und bei großer Hitze bräunen. Nebenher die Bohnen blanchieren und die abgetropften Pfirsiche auf die Größe der Fleischstücke bringen. Erdnüsse zum Fleisch geben und eine Minute mitbraten, dann die Pfirsiche und die Bohnen dazugeben und das ganze richtig heiss werden lassen. Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle dran. Fertig!
Dazu gibt es Basmati-Reis und auf dem Teller oder (wenn man es stilecht mit Stäbchen isst) in der Schüssel kommmt noch ein Klecks Sauerrahm obendrauf.

Ich kenne kein anderes Rezept, das so unnachgiebig gegen Abweichungen ist. Jedes Experiment wird sofort bestraft. Frische Pfirische? Zuckerschoten statt Bohnen? Frisch gepulte Erdnüsse? Pimentpulver? Erdnussöl, weil das Sesamöl ausgegangen ist? Röstzwiebeln, weil keine frischen im Haus sind? Die Kommentare sind immer die gleichen: Also heute schmeckt es irgendwie nicht ganz so gut wie sonst. Es ist schon gut, aber irgendwas ist diesmal anders...
jünter (20.05.2010, 18:46):
@Cetay:
Dein Rezept hat uns schwer neugierig aufs Nachkochen gemacht. Aber:
Nimmst du zu deinem "Chili-Fleisch mit Aprikosen" tatsächlich Pfirsiche oder doch Aprikosen?
Und kann/darf/muss man das Ganze zum Schluss ein bisschen angiessen, damit so etwas wie eine Sauce entsteht?

Gruß, jünter
Cetay (inaktiv) (20.05.2010, 20:40):
Ha! Es doch jemand bemerkt. :D
Die Aprikosen in der Überschrift sind ein Fehler. Damit das keine gar so trockene Angelegenheit wird, lässt man die Pfirsiche nur kurz abtropfen und kann in der letzten Phase auch noch etwas von der Abtropfflüssigkeit zugeben, aber schwimmen sollte das Zeugs nicht. Das Sossen-Feeling kommt vom Sauerrahm.
Ich bin gespannt, wie es euch schmecken wird!
jünter (23.05.2010, 19:05):
Original von Cetay
Ich bin gespannt, wie es euch schmecken wird!

Hallo Cetay,

habe dein Rezept heute nachgekocht. Der erste Versuch ist mir ordentlich scharf und knoblauchig geraten. Das Gericht hat uns sehr gut geschmeckt und wurde ab sofort ins Repertoire aufgenommen!

Zu deinem Fehler in der Überschrift: Meine Frau und ich sind uns sicher, dass das Ganze auch mit Aprikosen statt Pfirsichen schmeckt.

Gruß und noch schöne Pfingsten, jünter
peter337 (18.11.2010, 21:04):
Mahlzeit - das klingt ja wirklich gut -und man kann es auch zu Weihnachten machen, ich habe schon jetzt einen Hunger, aber nein ich will noch abnehmen.

Liebe Grüße sendet Peter aus Wien.
Peter Brixius (18.11.2010, 22:11):
Lieber Peter,

noch mehr abnehmen?

Liebe Grüße Peter
Jürgen (19.11.2010, 00:34):
Gut, dass das Thema nochmal hochkam.

Wir kochten heute abend mit Freunden ein leckeres Käse-Fondue.
Völlig unvirtuos und trotzdem so toll.

Allerdings darf man nicht ans Abnehmen denken.

Grüße
Jürgen
Severina (19.11.2010, 00:44):
Könnt Ihr bitte von etwas anderem reden? Die Erwähnung von Käsefundue ist für jemanden, der mit knurrendem Magen vor dem Compi sitzt und nix essen darf, weil er nicht schon VOR Weihnachten zunehmen will, die reinste Folter!!! X( X( X( :D

lg Sevi :hello (die gleich die Tastatur annagt....)
Heike (19.11.2010, 09:23):
Ich koche ja zur Zeit ganz viel mit Kürbis, das finde ich so lecker! Hat vielleicht noch jemand ein schönes Rezept für mich?
Heike
p.s. die ultimative Kräuter-Kürbis-Kombination finde ich übrigens Kürbis (als Suppe, im Gemüse-Ragout oder als Pürree) mit Sahne und viel frischem Schnittlauch, einfach umwerfend.
Jürgen (19.11.2010, 10:13):
Original von Severina
Könnt Ihr bitte von etwas anderem reden? Die Erwähnung von Käsefundue ist für jemanden, der mit knurrendem Magen vor dem Compi sitzt und nix essen darf, weil er nicht schon VOR Weihnachten zunehmen will, die reinste Folter!!! X( X( X( :D

lg Sevi :hello (die gleich die Tastatur annagt....)

Liebe Sevi,

vielleicht hilft es Dir, wenn ich sage, dass es gestern zwar schön und lecker war, ich aber heute morgen noch immer nichts zu Essen anrühren konnte und außerdem etwas zermatscht bin vom Kirsch. :A

Grüße
Jürgen
Fairy Queen (19.11.2010, 11:57):
Liebe Heike kennst du shcon Kürbis-Risotto?

Wenn nicht: das ist ein Risotto (mit italiensichem Reis versteht sich) unter das geraspelter Kürbis gemischt und mitgekocht wird. Frische Salbeiblâtter, Walnüsse und Parmesankâse machen das Ganze zu einem echtem Genuss. Risotto mit Weisswein und guter Brühe kochen,das weisst du ja sicher.
Ich habe das Rezept von meiner Mutter bekommen udn werde es morgen testen.
Buon appeitito!

F.Q.
Severina (19.11.2010, 12:22):
Meine Lieben,

ich bin ein totaler Kürbisfan, gerade eben ruht weder eine Scheibe im Kühlschrank und wirdheute noch teilweise verarbeitet. Kürbisrisotto mag ich auch sehr, allerdings anders als Fairy ihn macht. Wenn ich bei meinem nächsten Provinzaufenthalt aus unserem Garten noch ein paar Salbeiblätter retten kann, werde ich es sofort ausprobieren, denn Walnüsse haben wir auch in Hülle und Fülle. Gibst Du die grob zerkleinert oder im Ganzen dazu? (Ja, ich weiß, man muss sie vorher knacken :wink :D )

Eines meiner Lieblingsrezepte ist seeeehr kalorienreich, aber köstlich: Kürbispenne
Zwiebel und Speckwürfel mit gewürfeltem Kürbisfleisch anrösten, salzen. Zitronensaft, Obers und etwas Gorgonzola unterrühren und leicht köcheln lassen, je nachdem, wie weich Du den Kürbis haben willst. Dann mit Penne mischen - fertig!
Guten Appetit!

lg Sevi :hello
Heike (19.11.2010, 13:30):
Hmmm göttlich, ich danke euch ihr zwei! Das Kürbis_Risotto kenne ich noch nicht - werde ich demnächst ausprobieren, ich kann mir schon richtig vorstellen, wie lecker das ist, ich liebe auch Walnüsse sehr :-)
Sevis Penne klingen auch total lecker, das habe ich auch alles hier, das werde ich mir vermutlich gleich am Sonntag machen - wundervoll, danke für die Anregung!
Heike
Fairy Queen (19.11.2010, 13:50):
Liebe Sevi, ich werde mir heute so oder so einen Kürbis besorgen und am Wochenende sowohl die Penne als auch das Risotto machen. Walnüsse grob zerkleinern. Kalorien sind mir egal, die werden halt wieder abtrainiert oder als winterspeck deklariert. Wenn's bald friert braucht man was zum Schützen, gel?
In der Emilia Romagna gibt es auch mit Kürbis gefüllte Ravioli. ich habe die mal in ferrara, übrigens eine der schönsten Stâdte des Landes, das wahrlich nicht arm an schönsten Städten ist, gegessen. ein bisschen süsslich aber nciht unlecker!
Ich habe übringens geade den rest von einem Super-Crumble verdrückt, zusammen mit einem Espresso.

Bananen-Birnen-Schoko-Crumble

Backofen auf 200Grad vorheizen.

Drei Bananen und zwei Birnen (oder umgekehrt, was halt gerade da ist) klein schneiden, mit zitronensaft beträufeln und in etwas Butter in einer Pfanne andünsten.

50 g weiche Butter mit 1 Löffel braunem Zucker gemahlenen Mandeln und Mehl zu Streuseln kneten (mehr Mandeln oder mehr Mehl je nach Geschmack)
Obst in eine ofenfeste Form geben, 1/2 Tafel schwarze Dessertschokolade in Stückchen brechen und zu dem Obst geben. Den Streuselteig drüberkrümeln und bei 200 gr etwa 20 Minuten backen.
Schmeckt warm und kalt. Mir besser kalt. Man kann mit Amaretto oder Bittermandelaroma noch verfeinern.

Gut für Gäste vorzubereiten, sie sind 100% begeistert!!!!!

F.Q.
miranda (19.11.2010, 19:03):
Auch ich bin ein großer Kürbis-Fan und möchte ein peruanisches Gericht beisteuern, das sich gut in Mengen herstellen lässt und Vegetarier glücklich macht:

LOKRO

500 g Muskatkürbis, geschält und grob gewürfelt
500 g Kartoffeln, dito (etwas kleiner würfeln)
1 kleine Dose Mais
200 g TK-Erbsen
1 große Zwiebel, geschält und kleingehackt
2 Zehen Knoblauch (oder mehr, wenn's beliebt), dito
2 EL Öl
Salz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle
1 TL Rosenpaprika
1 dicke Scheibe Schafskäse

Kürbis und Kartoffeln in großem Topf anbraten. Falls der Kürbis nicht genug Wasser abgibt, etwas (!) Wasser zufügen. Auf kleiner Flamme etwa 15 Minuten dünsten. Mais abtropfen lassen, mit den Erbsen zum Kürbis geben, untermischen, weiterdünsten. Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch goldbraun braten. Wenn Kürbis und Kartoffeln weich, aber nicht zerfallen sind, Zwiebelmischung, Gewürze und zuletzt den zerbröckelten Schafskäse unterziehen.

Für Puristen: Es geht natürlich auch mit frischen Maiskörnern und Erbsen, dann entsprechend länger garen. Und wer's schärfer mag, darf gern den Rosenpaprika durch Chilies ersetzen!

Gut geeignet für Kessel überm Lagerfeuer.
Maria-Anna (24.11.2010, 10:02):
Bei mir gibt's heute Frankfurter Grüne Soße! :cool

Ich bin heute morgen aufgewacht und mir war just danach! Ist zwar nicht unbedingt die Saison dafür, aber was soll's....
Zefira (24.11.2010, 17:58):
Hach, schöner Faden, ich habe auch noch ein Kürbisrezept:

Einen Hokkaido-Kürbis kleinschneiden (mit der Schale), Kerne dabei rauskratzen. In wenig Gemüsebrühe (sonst wird das fertige Gericht zu wässrig) ca. 20 Minuten kochen, dann mit einem Pürierstab pürieren. Eine Dose Kokosmilch kräftig durchschütteln, aufmachen und den Inhalt zum Kürbis geben. Mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack Curry abschmecken. Ich gebe immer noch gern eine Stange in Butter angeschwitzten Lauch dazu - muss nicht, sieht aber netter aus mit ein bisschen Grün darin.
Das Ganze mit körnig gekochtem Reis servieren.
Flerischesser können Geschnetzeltes oder Putenschnitzel dazu essen, es geht aber auch ohne.

Schönen Gruß und guten Appetit
Zefira
Jürgen (24.11.2010, 19:22):
Original von Zefira
Einen Hokkaido-Kürbis kleinschneiden (mit der Schale), Kerne dabei rauskratzen. In wenig Gemüsebrühe (sonst wird das fertige Gericht zu wässrig) ca. 20 Minuten kochen, dann mit einem Pürierstab pürieren.

Bis hierhin kenne ich es als Kürbissuppe.

Aber Deine Variante muss ich auch mal testen.

Grüße
Jürgen
Zefira (24.11.2010, 19:48):
Die Kokosmilch ist das Entscheidende!
Guten Appetit!
Fairy Queen (24.11.2010, 20:45):
Ich würde erst noch kleingeschnittenen Ingwer in Sesamöl anbraten und dann erst den Kürbis zugeben- dann wird es noch exotischer!
Man kann dann auch Krabben oder garnelen als Einlage dazu tun. Koriander stelle ich mir auch nicht schlecht vor... eine Art Thai-Kürbissuppe.
Guten Appetit allerseits, mit oder ohne Kürbis!

Bei mir gab es heute Kaninchen, noch von gestern- ganz klasssisch mit Schalortten, Speck und Möhren in Weisswein.
Jürgen (24.11.2010, 22:16):
Original von Fairy Queen
Ich würde erst noch kleingeschnittenen Ingwer in Sesamöl anbraten

Verwendest Du dazu das Öl von geröstetem Sesam? Das ist natürlich der Knaller, sehr intensiv. Ich verwende es fast nur noch. Aber ich liebe ja auch Rosmarin und Salbei und höre Wagner!!

Original von Fairy Queen
Koriander stelle ich mir auch nicht schlecht vor... eine Art Thai-Kürbissuppe.

Koriander ist aber eventuell schon in der Curry-Mischung enthalten. Mischt Ihr Curry selbst?

Original von Fairy Queen
Bei mir gab es heute Kaninchen, noch von gestern- ganz klasssisch mit Schalortten, Speck und Möhren in Weisswein.

Du sprichst das so gelassen aus, als sei es eine Bulette. Aber gut, kommt der Weisswein von der Loire?

Grüße
Jürgen
Fairy Queen (25.11.2010, 08:40):
Lieber Jürgen, ja ich nehme geröstetes Sesamöl, aber nur in so hömöopathischen Mengen wie Knoblauch und Wagner. :D

Für meinen frz. Haushalt ist Kaninchen das, was Bulette für Berliner ist- Alltagkost. Bevor ich nach Frankreich gezogen bin, hätte ich das auch nicht geglaubt, aber es ist so, wie es ist. (Die spinnen, die... :ignore)
Der Wein zum Trinken beim Kaninchen war gestern ein Beaujolais,zum Kochen mit dem Kaninchen tatsächlich ein Muscadet von der Loire.
Nein, Curry mische ich nicht selbst, ist das zu empfehlen udn lohnt den Aufwand?
Ich meinte allerdings frischen Koriander für eine Thai-Kürbissuppe mit Kokosmilch. Der ist unvergleichlich im Geschmack und zusammen mit dem Sesamöl wirklich der Hammer.

Kulinarische Grüsse

F.Q.
Jürgen (25.11.2010, 09:37):
Original von Fairy Queen
Lieber Jürgen, ja ich nehme geröstetes Sesamöl, aber nur in so hömöopathischen Mengen wie Knoblauch und Wagner. :D

Für meinen frz. Haushalt ist Kaninchen das, was Bulette für Berliner ist- Alltagkost. Bevor ich nach Frankreich gezogen bin, hätte ich das auch nicht geglaubt, aber es ist so, wie es ist. (Die spinnen, die... :ignore)
Der Wein zum Trinken beim Kaninchen war gestern ein Beaujolais,zum Kochen mit dem Kaninchen tatsächlich ein Muscadet von der Loire.
Nein, Curry mische ich nicht selbst, ist das zu empfehlen udn lohnt den Aufwand?
Ich meinte allerdings frischen Koriander für eine Thai-Kürbissuppe mit Kokosmilch. Der ist unvergleichlich im Geschmack und zusammen mit dem Sesamöl wirklich der Hammer.

Kulinarische Grüsse

F.Q.

Das Öl verwende auch ich sparsam, weil es einerseits nicht billig ist und andererseits die restlichen Komponenten überdecken würde. Mit dem Knoblauch bin ich gerne großzügiger, weil er ja so gesund ist. :rofl

Und von Wagner lasse ich mich gerne zudecken.

Buletten bzw. Frikadellen mache ich recht häufig. Man kann da so viel variieren. Kaninchen so gut wie nie. Ich könnte mal meinen Nachbarn fragen, der hat immer etwa 12 Stück im Stall. Wieviele brauche ich denn, wenn vier Personen satt werden sollen? (Eine davon im so genannten Fressalter - Kühlschrank chronisch leer!)

Mit dem Loire-Wein, das war ein Glückstreffer. Ich hatte Dich in die nördliche Frankreich-Hälfte getippt und dann einfach geraten.

Curry mische ich schon selber. Aber nicht im Stile einer indischen Hausfrau, die aus tausenden von Zutaten wählt und ihre eigene Geheimmischung verwendet. Mein Curry basiert auf Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma und Chili. Ich kann es mal scharf, mal mild oder einfach nur gelb mischen.
Außerdem macht das Mischen Spaß.



Grüße
Jürgen

P.S: Frankreich und Kochen hat schon was. Im Frühsommer war ich für ein paar Tage in den nördlichen Vogesen. Der Einkauf in einem Supermarkt dort war ein Fest für mich. Meeresfrüchte waren überraschend günstig. Und der Käse, vor allem aber die Vielfalt an leckeren Pasteten. :down
Solitaire (11.08.2011, 11:14):
Frau Solitaire und Gatte stellen zur Zeit ihre Ernährung um: ER hat Übergewicht das nicht mehr ignoriert werden kann und so langsam terfelsche Ausmaße annimmt, SIE hat Cholesterinwerte bei denen es jeden Arzt graust. :I :A
Zeit also, etwas zu ändern. Da Diäten doof sind und ohnehin nicht durchgehalten werden können, bin ich auf der Suche nach leckeren Rezepten bei denen man einfach gut isst und gar nicht auf die Idee kommt, daß es sich hier um eine Diät handeln könnte. Außerdem geht es nicht darum, Modelmaße zu erreichen, sondern „nur“ darum, den Schaden etwas in Grenzen zu halten. Mit 44 ist man definitiv zu alt sich beim Essen zu kasteien. :engel
„Light“-Produkte zum Beispiel kommen mir nicht in meine Küche, auch wenn sie in manchen Rezepten stehen.
So, langer Rede kurzer Sinn, ich werde ab und zu ein paar Rezepte die ich besonders lecker finde posten.
Hier sind zwei:

Gefüllte Paprika
(für zwei Personen)

Zutaten:
4 Paprikaschoten
1 Packung Schafskäse (im Rezept steht „light“, aber wie gesagt...)
Pro Paprikaschote ca. 5 Champignons, frisch oder aus dem Glas
Salz, Pfeffer, Kräuter nach Geschmack

Den Schafskäse in Würfel schneiden
Die Paprika aushöhlen und mit Pilzen und Käsewürfeln füllen.
Nach Belieben würzen.
Jede Paprika einzeln in Alufolie wickeln und bei 180 Grad (Umluft)
ca. 30 Minuten im Backofen garen.

Das funktioniert natürlich auch auf dem Grill. Man kann das Gemüse als Beilage essen oder als Hauptmahlzeit. Wir haben es als Hauptmahlzeit gegessen, und auch mein Mann, der den Appetit eines jungen Hobbits hat, war danach pappsatt.
Es ist wirklich verboten lecker! :tongue:


Pute mit Kokosmilch
(für zwei bis drei Personen)

500 gr. Putenbrustfilet
200 ml Kokosmilch
ca. 350 gr. tiefgekühlte Erbsen und Möhren
Currypulver, Gemüsebrühe-Pulver, Sternanis, Salz, Pfeffer.
Etwas Ziebelschmalz.

Das Fleisch in feine Streifen schneiden und in wenig Zwiebelschmalz durchbraten.
200 ml Kokosmilch und das Gemüse hinzugeben.
Mit dem Gemüsebrühe-Pulver und den Gewürzen abschmecken und köcheln lassen bis das Gemüse gar ist.
Fertig.

Man kann dazu natürlich Reis servieren, aber wenn man, wie wir, seine Hauptmahlzeit Abends isst, ist es eventuell besser, den Reis wegzulassen (Kohlehydrathe!).
War ebenfalls superlecker und hat am nächsten Mittag noch zu einem kleinen Imbiß für Herrn Solitaire gereicht.
Ach ja: ich habe etwas mehr von der Kokosmilch genommen. Sie hat verboten viele Kalorien, aber Pute und Gemüse gleichen das wieder etwas aus und wie gesagt: ich bin zu alt um mich zu kasteien.
Außerdem war in meiner Gemüsemischung noch etwas Blumenkohl und ein bißchen Mais.
Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot...
Jürgen (11.08.2011, 11:40):
Schön, dass Du den Koch-Thread wieder belebt hast

Original von Solitaire
Gefüllte Paprika
(für zwei Personen)

Zutaten:
4 Paprikaschoten
1 Packung Schafskäse (im Rezept steht „light“, aber wie gesagt...)
Pro Paprikaschote ca. 5 Champignons, frisch oder aus dem Glas
Salz, Pfeffer, Kräuter nach Geschmack

Den Schafskäse in Würfel schneiden
Die Paprika aushöhlen und mit Pilzen und Käsewürfeln füllen.

Hast Du die Pilze auch geschnippelt oder komplett hineingestopft?
:D



Außerdem war in meiner Gemüsemischung noch etwas Blumenkohl und ein bißchen Mais.

Deine Gemüsemischung kenne ich. Ich glaube wir haben den gleichen Gemüsehändler.

Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot...
Kommt drauf an was und wieviel drauf ist.
Kennst Du noch die Wasa-Werbung aus den 70ern?


„Light“-Produkte zum Beispiel kommen mir nicht in meine Küche, auch wenn sie in manchen Rezepten stehen.
Das geht mir genauso. Butter statt Lätta und manchmal gönne ich mir sogar Milch direkt vom Bauern.
Ein absolutes No-Go sind kalorienreduzierte Kartoffelchips oder Schokolade. Dann lieber richtig aber seltener.

Einzig das hier lasse ich mir gefallen:
http://www.saint-gobain-oberland.de/og/fotos/Erdinger_Alkoholfrei-Sixpack.jpg

Grüße
Jürgen
Solitaire (11.08.2011, 14:42):
Hallo Jürgen!
Die Pilze waren am Stück, aber ich glaube, man kriegt mehr rein wenn man sie kleinschnibbelt. :D
Und ja: Knäckebrot KANN sehr lecker sein, stimmt.
Als Kind habe ich das Wasa „Mjölk“ sehr geliebt. Wenn ich es mir so überlege...eigentlich könnte ich doch noch mal 'ne Packung kaufen.
Severina (11.08.2011, 14:53):
Hallo Mina,
uh, die gefüllten Paprika klingen sehr verlockend, die gibt es demnächst bei mir! Ich bin sowieso ein Gemüsefreak, Fleisch kommt nur höchst selten bei mir auf den Tisch. Weniger aus ideologischen Gründen, es schmeckt mir einfach nicht so. Falls Du jetzt aber glaubst, ich bin rank und schlank, weil ich so gesund lebe, sage ich nur: Wiener Mehlspeisen! In zwei Wochen werden unsere Zwetschken (äh: Pflaumen) reif, da steige ich dann vorsichtshalber einige Zeit nicht auf die Waage :D! (Nein, ich esse sie nicht im Naturzustand!)

lg Sevi :hello
nikolaus (13.08.2011, 19:37):
Bei diesem tristen Sommer habe ich mir etwas Sonne auf den Tisch geholt:

1 Zitrone
ca. 1/4 Tasse Zucker
Wasser
Spaghetti (je nach Anzahl der Esser)
eine Hand voll Fenchel- oder Anissamen
Olivenöl
Salz, Pfeffer
evtl. eine Knoblauchzehe
evtl. ein paar Chilifäden

Die Zitrone in dünne Scheiben schneiden.
Den Zucker in eine Pfanne geben und mit Wasser ca. 1cm bedecken. Erhitzen und die Zitronen darin leicht golden garen und den Sirup dabei einkochen lassen.
Zitronenscheiben herausnehmen und auf Backpapier legen. Die Pfanne vom Herd nehmen.

Spaghetti kochen und dem Kochwasser eine Hand voll Fenchel- oder Anissamen zugeben.

Zu dem eingekochten Sirup Olivenöl geben und erhitzen.
Riesengarnelen salzen und pfeffern und darin ein paar Minuten von beiden Seiten garen. Je nach gusto kann man noch Knoblauchzehe und/oder Chili dazugeben.
Evtl. mit etwas Spaghetti-Kochwasser ablöschen.

Die Spaghetti abgiessen und mit den Zitronenscheiben zu den Garnelen geben. Alles noch einmal kurz erhitzen, dann servieren.

Nikolaus :hello
Solitaire (17.08.2011, 09:11):
Das Spaghetti-Rezept klingt sehr lecker! Wird an einem der kommenden Sonntage mal ausprobiert!


Hier ein ganz einfaches Rezept mit Fisch für 2 Personen:

4 Pangasiusfilets
Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Currypulver
frischer Knoblauch


Den Fisch mit Zitronensaft beträufeln.
Mit Salz, Pfeffer und Currypulver von beiden Seiten würzen
Pro Filet etwa 1 bis zwei Knoblauchzehen durchschneiden und auf die Filets legen.
Die Filets einzeln in Alufolie verpacken und für ca. 20 Minuten bei etwa 200 Grad in den Backofen geben (Umluft)

Ich habe dazu einen frischen Gurkensalat gemacht.
War sehr lecker, aber da ich leider zuwenig Filets hatte (nur 1 pro Nase) hatte ich danach noch Hunger und mußte leider, leider noch ein großes Käsebrot und zwei Riegel Schoki essen.
Der „keine-Kohlehydrate-am-Abend-Effekt“ war damit beim Teufel. :A :J
Auf der anderen Seite ist es ja kein Fehler beim Essen eingesparte Kohlehydrate in ein bisschen Schokolade zu investieren...
Memo an mich: beim nächstenmal mehr Fisch, kein Käsebrot aber trotzdem Schokolade. :engel
Heike (18.10.2011, 21:06):
ups, falscher Thread, gelöscht