Werke von 1655 Komponisten gespielt mit historischen Instrumenten auf CD

Cetay (inaktiv) (29.07.2020, 02:03):
HIP-Maniacs seien auf diese Wahnsinnsresource hingewiesen. Ich poste das nicht im Link-Thread, sondern hier als eigenen Faden, damit das leichter auffindbar bleibt. Diejengen, die -so wie ich- immer rumheulen, dass stets dasselbe Repertoire eingespielt wird und es kaum noch etwas Neues zu entdecken gibt, schauen und lernen hier:

https://www.wissensdrang.com/picds1.htm
Guenther (29.07.2020, 17:12):
Wahnsinn!

Wie hast Du das gefunden? Toll!

Herzlichen Dank!
:)
Sfantu (29.07.2020, 21:17):
Dem Dank an Cetay schließe ich mich an!
& was für eine Heidenarbeit, die Peters sich da aufgehalst hat...
Trotzdem muß ich einen winzigen Schuss Wasser in den Wein gießen: auch, wenn man die Kopfnoten & Einschränkungen berücksichtigt: es fehlen einige Aufnahmen.
Bei einem Komponisten wie Bartók darf man vorsichtig fragen, was HIP hier noch genau beinhaltet? Bei den Chopin-Konzerten wird nur das Orchester, nicht aber der Solist genannt.
Peters' Verdienst soll das aber nicht schmälern.
Cetay (inaktiv) (30.07.2020, 02:16):
Ich habe das gefunden, als ich Informationen zu der neuen Einspielung der Sonaten für Violine und Cembalo von J.S. Bach mit Roberto Noferini am Bogen gesucht habe. Das Netz schweigt sich dazu aus.

Es ist immer wieder erstaunlich, was für Enthusiasten im WWW unterwegs sind. So wie ich die Kopfnote verstehe, will er sich -von Ausnahmen abgesehen- pro Werk auf eine Aufnahme beschränken. Falls Werke komplett fehlen, freut er sich bestimmt über eine Email. Bei Bartók sind die Violinduette aus dem Jahr 1931 genannt. Die Frage, ob sich an den Instrumenten (oder der Spielpraxis) seither noch etwas wesentlich geändert hat, kann vielleicht @Nicolas_Aine beantworten.
Nicolas_Aine (04.09.2020, 00:12):
Liebe Leute,

bitte entschuldigt, ich war im Urlaub, und am Samstag muss ich noch umziehen.

Also meine Geige ist aus dem Jahr 1932, insofern würde ich behaupten, dass sich am Geigenbau seither nichts wesentliches geändert hat. Gleiches gilt für Bögen. Was sich geändert hat, sind die Saitenmaterialen, wenn ich das noch recht im Kopf habe, sind Kunststoffsaiten erst nach dem Krieg aufgekommen. Ob das den Klang aber wirklich stark beeinflusst, würde ich eher anzweifeln. Natürlich gibt das andere Farben, aber ich denke im hier genannten Rahmen sollte das keinen Unterschied machen. Wobei ich mich da auch erst einlesen müsste, welche Art von Saiten wann genau in Mode gekommen ist.
Die Spielpraxis hat sich seither durchaus ordentlich gewandelt, z.B. die ganze HIP Bewegung war ja in den 30er Jahren noch nicht so richtig in Sichtweite, aber das muss ich euch ja nicht erzählen :)
Aber Bartok als HIP Fassung ist sicher auch nicht uninteressant, weil sich die Praxis des Geigenspiels ja um 1900 herum auch nochmal ziemlich geändert hat, man vergleiche z.B. Szigeti, Sarasate oder Joachim mit Oistrach oder Heifetz.