martin (11.04.2006, 22:14): Es ist vielleicht ganz interessant, in diesem neuen Forum mal herauszufinden, was denn die anderen für Präferenzen und Vorlieben haben. Hier gibt es nun zwei Koordinaten im großen Koordinatensystem: Die eine Koordinate sind die Musikepochen, die andere die Musikgattungen.
Ich mache nun gar kein Geheimnis daraus, daß ich schon seit meiner Jugend vor allem von der sinfonischen Musik her komme. In meiner Jugend gab es nur eine Musikgattung, die ich ernst nehmen konnte, die Sinfonik. Und ein bißchen so ist es auch geblieben.
Konzerte dann schon weniger. Trotzdem kenne ich natürlich viele Konzerte. Trotzdem muß ich sagen, daß mich dieses musikalische Konzept des "Dialogs" zwischen dem in den Vordergrund gestellten Soloinstruments mit dem Orchester selten in dem Maße fesseln konnte wie die der Stringenz einer Sinfonie, die dabei doch alle Klangmöglichkeiten eines Orchesters ausschöpft.
Opern sind natürlich ungeheuer wichtig und ich kenne inzwischen doch so einige. Trotzdem habe ich bei vielen doch das Gefühl der Aufgeblähtheit. Oratorien, vor allem die von Händel, gefallen mir besser.
Lieder sind großartig- vor allem wenn sie von Schubert sind!
Bei der Klaviermusik fehlt mir häufig der klangliche Reiz. Es gibt natürlich großartige Klaviermusik: Die Beethoven oder Schubertklaviersonaten zum Beispiel, aber wenn Klaviermusik nicht wirklich erstklassig ist, wirkt der monotone Klavierklang ermüdend.
Bei der Kammermusik sieht es ähnlich aus. Natürlich konnte etwa Haydn der Gattung des Streichquartetts großartiges entlocken, aber trotzdem fehlen mir beim Streichquartett häufig die Klangfarben. Dagegen finde ich die Zusammenstellung von Klavier und Violine, also die Violinsonaten, schon sehr viel reizvoller.
Orgelmusik ist schön. Ich habe mir vorgenommen, mir jeden Sonntag immer mal ein bißchen Orgelmusik anzuhören, ohne religiöse Hintergedanken, aber vielleicht ein bißchen aus nostalgischen Gründen bezüglich meiner christlichen Sozialisation. Zudem komme ich ursprünglich aus Lübeck, einer Stadt mir vielen großartigen Kirchen und den entsprechenden Orgeln.
Geistliche Musik, also Messen zum Beispiel finde ich oft langweilig. Aber es kommt doch ganz darauf an!
Was sind Eure Präferenzen?
Gruß Martin
Orfeo (11.04.2006, 22:46): Klassik - Super Pop - manches Jazz - manchmal Folk - nicht mein Ding Blues - kein Zugang Rock - Himmel hilf
Rachmaninov (11.04.2006, 22:48): Original von Orfeo Klassik - Super Pop - manches Jazz - manchmal Folk - nicht mein Ding Blues - kein Zugang Rock - Himmel hilf
Er meinte die Gattungen innerhalb der "Klassik".....(siehe fett geschriebene Gattungen!) :D
Orfeo (11.04.2006, 22:57): Da habe ich an sich mit keiner Gattung ein Problem :cool
Rolf Scheiwiller (12.04.2006, 06:45): Guten Morgen zusammen. Meine Vorlieben sind sehr weit gestreut. Zu weit !! Was ich weniger höre ist Kammermusik, wenn sie nicht von Mozart, Beethoven, Schubert ist. Absoluten Vorrang bei mir haben Sinfonische Werke, Die Klavierliteratur der Wiener Klassiker, Konzerte, und die Vokalmusik in allen ihren Sparten. ( Oper, Oratorium, Kantate, Lied )
Gruss. Rolf.
Carola (12.04.2006, 10:55): Zu meiner eigenen Überraschung höre ich seit vielleicht circa einem Jahr schwerpunktmäßig Kammermusik - das war früher nicht so. Mein Faible für geistliche Musik, insbesondere die von Bach, aber auch Gregorianik und Renaissance - ist aber erhalten geblieben. Auch habe ich mich in den letzten Jahren in der Zeitskala etwas weiter nach vorn bewegt, so ist vor allem Mozart inzwischen sehr wichtig geworden; die Zeitreise endet allerdings bisher etwa bei Brahms. Plus Lili Boulanger und Gabriel Fauré seit kurzem.
Was mich überhaupt nicht interessiert sind die großen sinfonischen Werke nach Brahms, Bruckner, Mahler und all das, auch nicht Wagner. Außerdem mag ich generell keine Opern, egal von wem und aus welcher Zeit.
Soweit der musikalische Steckbrief von
Carola
Rachmaninov (12.04.2006, 12:19): Sinfonik
nicht mein Schwerpunkt aber die ein oder andere Sinfonie höre ich gerne. Aber oft fehlt mir das "Soloinstrument"
Konzerte
Ich liebe Konzerte
Opern
sehr sehr selten höre ich auch mal eine Oper
Oratorien
selten aber von Zeit zu Zeit
Lieder
habe ich mich bisher gar nicht mit beschäftigt
Klaviermusik
wunderbar
Kammermusik
von Zeit zu Zeit immer wieder gerne.
Orgelmusik
so gut wie keinen Zugane bisher
Geistliche Musik
sehr sehr wenig
Zelenka (12.04.2006, 13:12): Ich fürchte, ich unterscheide nur nach guter/interessanter Musik und schlechter/langweiliger. Das dürfte auch mein Problem sein, das Resultat ist nämlich eine ungeheuere Verzettelung. Ich höre alles von der Gregorianik bis auf den heutigen Tag, und wenn die Goldberg-Variationen gut auf einem Kamm geblasen werden, dann höre ich das auch noch mit Vergnügen. Tendenziell höre ich wohl erheblich mehr Barockmusik als generell im Forum gehört wird, etwas weniger Klaviermusik, aber dafür mehr Orgelmusik und Geistliches und mehr Cembalomusik.
Gruß,
Zelenka
Anton (12.04.2006, 18:49): Hallo,
so kann man sich musikalisch sehr schön kennen lernen!
Zunächst grenze ich ein - alles was sehr modern ist, geht derzeit an mir vorbei. Versuche gab es schon, es war aber alles sehr schwer und deshalb wende ich mich Musik zu, die mir fast immer auf Anhieb gefällt - wo sich einfach Vorlieben herauskristallisiert haben. Speziell die Spätromantik, klassische Moderne und Romantik. Klassik solala (meist empfinde ich die Musik als lanweilig - Ausnahmen gibt es aber natürlich) und was davor war (Barock etc.) gefällt mir auch recht häufig. Besonders Vokalwerke aus dieser Zeit.
Orgelmusik - gerne, aber eher selten gehört. Opern höre ich ab und zu gerne - auch eher selten. Lieder - auch gerne, wiederum selten gehört. Klaviermusik eher selten. Wie hier schon gesagt wurde: es muss erstklassig sein und mitreissen...Gerne höre ich hier Liszt's h-Moll Sonate.
Manchmal kommt es eben auf die Dosis an - wenig kann auch sehr schön sein.
Geistliche Musik und Oratorien - beides sehr gerne und mit einer schönen Regelmäßigkeit. Hauptrollen spielen hier ganz klar Mendelssohn und Haydn, aber auch Komponisten wie Lully, di Lasso, Monteverdi und einige andere.
Kammermusik - hier kommt sehr stark die Romantik zum tragen, teils auch die Klassik. Hervorzuheben sind hier Beethoven, Mozart (Violinsonaten), Mendelssohn, Brahms, Dvorák und Schubert. Missfallen hat mir zum größten Teil Boccherini - da werde ich sicher nicht mehr viel anrühren...
Fehlen die Hauptgattungen Sinfonik und Konzert. Beide bilden eindeutige Schwerpunkte neben der Kammermusik! Besonders tragend hier Romantik, Spätromantik und die klassische Moderne. Klassik eher weniger... Zu viel, um etwas zu nennen. Einfach viel, was begeisternd und mitreissend auf Leib und Geist wirkt!
Das war es. Es grüßt Anton.
nikolaus (12.04.2006, 20:56): Hallo allerseits!
Mir geht es ähnlich wie Zelenka: grundsätzlich bin ich neugierig auf alles, von alter Musik bis neuer Musik, wobei Schwerpunkte sicher bei Klaviermusik, Konzerten und Kammermusik liegen. Hauptsache die Musik ist mit viel Spaß, Gefühl und Ehrlichkeit gespielt. Das ist dann für mich "gute" Musik (natürlich ganz subjektiv). Es hängt bei mir auch viel von meiner Stimmung ab: manchmal überlege ich mir schon am Tag, was ich abends hören möchte...
Allen einen schönen vorosterlichen Abend!
Nikolaus.
Rachmaninov (24.09.2007, 11:54): Anläßlich der "Neugestalltung" des Forum's und der stärkeren Differnzierung "aktiviere" ich diesen Thread nochmals!
:engel
HenningKolf (24.09.2007, 17:42): na ja, dann oute ich mich als recht neues Mitglied weiter und trage zur Wiederbelebung des threads bei
Sinfonik Eine meiner Lieblingsmusikgattungen innerhalb der Klassik
Konzerte Die zweite Lieblingsgattung, allerdings konzentriert auf Klavier, Cello, Violine
Opern Phasenweise. Manche Monate höre ich jeden dritten Tag eine Oper, manchmal drei Monate lang nicht. Kleine Schmankerl für zwischendurch machen aber stets Freude (so etwas wie das russische Album von Netrebko oder Zusammenstellungen von Pavarotti, Caballé, Hunt Lieberson etc.)
Operette Nö
Lieder bis jetzt kein Zugang
Kammermusik sicherlich ausbaufähig, wenig Erfahrung, aber nicht abgeneigt
Klaviermusik ein bißchen Gould, ein bißchen Richter, bisher wenig Zugang
Orgelmusik im Rahmen eines Requiems oder einer Sinfonie darf es schon mal Orgel sein, ansonsten mag ich das Instrument nicht besonders
geistliche Musik durchaus gerne, wenn nicht zuviel georgelt, geflötet und gecembalot wird
soweit nach den Epochen gefragt wird: breit gefächert, wodurch sich ergibt, dass ich nirgendwo Experte bin (aber warum auch?), von alter Musik bis zu den Minimalisten..Manche ganz moderne Sachen allerdings führen bei mir zu allergischen Reaktionen, ebenso wie Renaissance - und Barockmusik, in der das Cembalo im Vordergrund steht.
Gruß Henning
Rachmaninov (24.09.2007, 18:17): Original von HenningKolf Sinfonik Eine meiner Lieblingsmusikgattungen innerhalb der Klassik
Konzerte Die zweite Lieblingsgattung, allerdings konzentriert auf Klavier, Cello, Violine
Da bist Du nah an den Interessen des Admin's :W
Klaviermusik ein bißchen Gould, ein bißchen Richter, bisher wenig Zugang
Oh, da gibt es noch sehr viel mehr zu entdecken!!!
HenningKolf (24.09.2007, 19:32): Hallo Daniel,
klar sind da die Grenzen fließend, schließlich war ursprünglich auch z.B. Mozarts "Entführung aus dem Serail" als Operette angesehen worden. Ohne dass ich jetzt Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit erhebe, denke ich, dass jedenfalls heute die "Singspiele" als Operette bezeichnet werden, die sich durch geringe Komplexität der Gesangseinlagen und eher einfache, eingängige, dem Schlager nicht unähnliche Melodien auszeichnen. Jedenfalls ist Operette wohl nie tragisch, es mag möglicherweise schwierig sein, die Grenze speziell zur "komischen" Oper zu ziehen.
Konkret meinte ich halt Komponisten wie Dostal, Lehar, Kálmán oder auch Stolz, gesungen dann von Protagonisten wie Anneliese Rothenberger. Ob man dass jetzt überhaupt noch im weiteren Sinne als Thema eines Klassikforums ansieht oder nicht ist wohl Auslegungsfrage (wobei vielleicht eher nicht, Musicals würde ich in einem Klassikforum auch nicht erwarten). Jedenfalls mich kann man mit solcher Musik wegjagen....meine Eltern hörten früher immer im Wohnzimmer Operettenmelodien, ein Grund dafür dass ich zunächst für die Klassik verloren war und erst mit 28 oder 30 wieder einen Zugang fand (mit 14 wirft man dann nämlich erst mal Händel "und Dostal in den gleichen Topf und beschäftigt sich erst gar nicht mit Händel, Haydn und Beethoven)
@Rachmaninov
ich glaube Klaviersolomusik, Solostücke überhaupt, verlangen eher den ausgebildeten Musiker. Mir erschließt sich oft nicht, was eine Klavierkomposition oder eine entsprechende Interpretation ausmacht. Bei mir läuft das halt über die emotionale Schiene, und wenn Kondraschin wie ein Gehetzter durch Mahlers gewaltige 6. jagt oder Szell die selbe Sinfonie geradezu seziert und dadurch Bedrohlichkeit aufbaut, erschließt sich dass auch dem Nichtmusiker ohne weiteres - man muss nur bereit sein sich auf der Gefühlsebene ansprechen zu lassen.
Auf irgendeine Weise vermögen es gerade Gould und Richter, mich mit ihrem Spiel anzurühren. Warum das so ist und bei anderen Pianisten nicht funktioniert (sicher, ich müsste da vielleicht mehr hören, aber Geldbeutel und Zeit sind restriktive Faktoren), vermag ich beim besten Willen nicht zu erklären.
Henning
daniel5993 (24.09.2007, 20:24): Hallo,
@Henning Danke für die Aufklärung! Nichts von diesem höre ich! Vielleicht, weil ichs nicht kenne? :tongue: :thanks
Was höre ich am liebsten?
Symphonische Werke und Klavier-, Cello- und Violinkonzerte höre ich am Meisten und am Liebsten
Opern? Ohh Ja, könnte zu meiner bevorzugten Sparte werden!...
Klaviermusik ...ebenso, bin da noch auf Entdeckungsreise
Operette "keine Ahnung ob ichs mag"
Für Kammermusik bin ich ebenfalls zu begeistern
Schwachpunkte sind ganz Klar Orgelmusik, geistliche Werke, Oratorien und Lieder...............
..... davon ausgenommen sind Requien
Gruß Daniel :J
nikolaus (24.09.2007, 21:36): Original von HenningKolf
ich glaube Klaviersolomusik, Solostücke überhaupt, verlangen eher den ausgebildeten Musiker. Mir erschließt sich oft nicht, was eine Klavierkomposition oder eine entsprechende Interpretation ausmacht. Bei mir läuft das halt über die emotionale Schiene, und wenn Kondraschin wie ein Gehetzter durch Mahlers gewaltige 6. jagt oder Szell die selbe Sinfonie geradezu seziert und dadurch Bedrohlichkeit aufbaut, erschließt sich dass auch dem Nichtmusiker ohne weiteres - man muss nur bereit sein sich auf der Gefühlsebene ansprechen zu lassen.
Auf irgendeine Weise vermögen es gerade Gould und Richter, mich mit ihrem Spiel anzurühren. Warum das so ist und bei anderen Pianisten nicht funktioniert (sicher, ich müsste da vielleicht mehr hören, aber Geldbeutel und Zeit sind restriktive Faktoren), vermag ich beim besten Willen nicht zu erklären.
Henning
Hallo Henning!
Bei mir gibt es auch Parallelen zu deinem "Geschmack"!
Allerdings, was die Klaviersolomusik angeht: ich bin eigentlich fast ein Prototyp des musikalischen Laien, kann nicht einmal richtig Noten lesen. Und dennoch, das Klavier fasziniert mich ungemein - warum, kann ich eigentlich nicht sagen, vielleicht ist es Martha Argerich's Verdienst... Also: auch als "Unwissender" kann man von Klaviermusik berührt werden!
Herzliche Grüße vom Rheinländer im Exil zum Rheinländer :D
Nikolaus.
HenningKolf (24.09.2007, 21:52): Hallo Nikolaus,
Frau Argerich mag ich auch sehr, weil in den Konzerten die ich kenne, die Emotionen knistern (Rachmaninow, Beethoven)
Vielleicht sollte ich es mal mit einer Sonaten- bzw. Soloeinspielung von ihr versuchen...
bin schon länger in Meckpomm, der Mensch gewöhnt sich an vieles, aber nie zu 100%................mit kulturellen Veranstaltungen wird man im übrigen hier nicht gerade zugeschüttet....aber jetzt gleitet es ins off-topic........
Gruß Henning
nikolaus (24.09.2007, 23:04): Original von HenningKolf
Frau Argerich mag ich auch sehr, weil in den Konzerten die ich kenne, die Emotionen knistern (Rachmaninow, Beethoven)
Vielleicht sollte ich es mal mit einer Sonaten- bzw. Soloeinspielung von ihr versuchen...
Sehr zu empfehlen:
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5185078.jpg
Insgesamt hat sie ja eher wenig solo-Aufnahmen gemacht. Aus der ersten Zeit natürlich noch diese:
Konzerte Klavierkonzerte, sehr gerne insb. Rachmaninov, Beethoven
Opern Liebend gerne: Wagner, Puccini
Operette Nö
Lieder Die schöne Müllerin oder Dichterliebe sind schon toll.
Kammermusik Wenig vertreten, aber z.B. Rachmaninov Klaviertrio d-moll ist irre gut
Klaviermusik Rachmaninov, Liszt, Beethoven, Debussy, Ravel und natürlich Bach
Orgelmusik Da kenne ich fast nur Bach, aber der gefällt mir.
geistliche Musik X-mas Oratorium und einiges aus Bachs Kantaten, h-moll Messe
Balettmusik Tschaikowski (nur ausschnittsweise) aber dafür Stravisnky
Rock/Pop Hauptsächlich die Sachen, die mich in meiner Jugend geprägt haben. Zu dem neumodischen Kram finde ich einfach keinen Zugang mehr.
Grüße Jürgen
teleton (16.10.2007, 08:12): Hallo martin,
der von Dir gestartete Thread und seine Antworten wird eine Menge über die Forummitglieder verraten - sehr interessante Idee war das.
Sinfonik Mein absoluter Schwerpunkt. Auch nicht zu vergessen, die Sinfonische Dichtung, da ich Musik mit Handlung sogar absoluter Musik noch bevorzuge.
Konzerte Genau so gerne wie Sinfonik. Ich richte meine Hörsitzungen immer so ein, dass mindestens ein Konzert mit Soloinstrument dabei ist. Meistens 50:50.
Opern Ich habe keine Opern-CD´s . Live finde ich aber einen Opernbesuch ganz interessant. Ich habe schon so einiges von Wagner im Bonner Stadttheater gesehen.
Oratorien nein - gar nicht
Lieder Wenn ich Zahnschmerzen habe, gehe ich zum Zahnarzt ! Nein, soetwas finde ich ganz und gar daneben.
Klaviermusik Auch sehr gerne, da ich selber spiele. Aber lange nicht so oft, wie Sinfonik und Konzerte.
Kammermusik Ganz gerne mal, aber in Prozenten ausgedrückt 10% Kammermusik 90% Orchestermusik
Orgelmusik verschiedene Orgelwerke von Franz Liszt waren mein Einstieg. Da ich auch Elektronische Musik mit Synthesizer luebe und selber mache, wird der Orgelsound sehr gerne verwendet. so gut wie keinen Zugane bisher
Geistliche Musik nein, gar nicht.
Ballettmusik Sehr gerne, denn sonst müßte ich fast den ganzen Strawinsky ignorieren und vieles von Prokofieff. Im Prinzip sind die großen Ballette nichts anderes als Programmmusik, namlich große Sinf.Dichtúngen. Ganz mein Ding !
Popmusik Nur eingeschränkt und eher wenig. Die Randgruppen der Popmusik begeistern mich oft mehr, als die POP-Sterbnchen. Am liebsten Elektronische Musik ohne Gesang !
Jazz Den alten Jazz mag ich weniger. Ich bevorzuge modernen Jazz, wie ihn diverse Elektronik-Formationen verwenden: Dancing Fantasy, Megabyte, Tangerine Dream, Peru, Ron Boots, Interface .... das sind warscheinlich für die Meisten unbekannte Namen (bis auf TD). Dies sind aber die Randgruppen der Popmusik von denne ich schrieibe.
Nordolf (26.10.2007, 23:08): Hallo Forumianer!
ich bevorzuge nicht unbedingt Gattungen oder Instrumente, wobei der Schwerpunkt letztlich schon deutlich auf der Symphonik/Orchestermusik sowie den Violin-, Cello,- und Klavierkonzerten liegt. Der "große Atem" in der Musik beeindruckt mich wohl immer noch am stärksten. Ich mag es, wenn die Musik eine große Geschichte oder gar einen Mythos "erzählt". Auch in der Kammermusik sind es die "epischen" Werke, die mich besonders ansprechen, so im Bereich des Klaviertrios die beiden von Rachmaninov und das von Tschaikovsky oder Beethovens späte Streichquartette. Klaviermusik (solo) brauche ich auch unbedingt (z.B. Rubinstein mit Chopin).
Zudem hege ich eine Vorliebe für die "freie Phantasie" in der Musik - für sehr malerische, romantisch-überschwengliche, rauschhafte, farbige, dramatische Klangfresken. Wagner ist so etwas wie der "Übervater" dieser Art der Musik. Die strenge Rhythmik von Militär- und Trauermärschen spricht mich genauso unmittelbar an wie jede Art von Tragik in der Klangkunst - kein Wunder also, das ich Mahler und Schostakowitsch liebe. Düstere, grüblerische und spröde Klänge mag ich ebenfalls sehr gerne - als Beispiele kann ich hier etwa die Werke Hans Pfitzners, Sibelius' 4. Symphonie, Strawinskys "Sacre" oder die 2. sowie 3. Symphonie von Arthur Honegger nennen. Ein Schwerpunkt ist bei mir auch das sogenannte "Nischenrepertoire", also unbekanntere Komponisten wie z.B Ernst Boehe oder Havergal Brian.
Ansonsten bin ich ganz besonders in bestimmten Epochen zu Hause - hauptsächlich in der Romantik, Spätromantik und der Klassischen Moderne. Meine Musik beginnt so richtig erst mit Beethoven. Durch Beethoven kam der Konflikt in die Musik - zwei musikalische Themen mussten "unter Kämpfen" zur Harmonie geführt werden. Die meisten Werke des Barock und der Wiener Klassik ruhen für mich zu sehr in sich selbst. Es sind meist vorrangig formorientierte Werke. Es findet keine dramatische Entwicklung statt, sondern ein vollendeter Harmonieklang wird nach bestimmten Regeln zelebriert. Händel, Haydn und Telemann sagen mir daher nur wenig. Allerdings mag ich die Gregorianik. Sobald es mystisch wird, kann ich auch dieser rein formorientierten Richtung etwas abgewinnen. Bach mag ich durchaus und mit dem postmodernen "Abkömmling" dieser Richtung - natürlich Arvo Pärt - kann ich sehr viel anfangen.
Ich stelle auch fest, das ich eine gewisse Affinität zur Musik bestimmter Länder habe: - speziell zur Musik aus den deutschsprachigen, russischen und skandinavischen Ländern. Diese Aussage ist natürlich nicht absolut zu verstehen - letztlich bin ich offen für Komponisten aus aller Herren Länder (wie Villa-Lobos).
Ich höre gerne Opern - aber speziell in der Form des Musikdramas. Die italienische Oper konnte mein Interesse bislang überhaupt nicht wecken. Überhaupt finden sich in meiner Sammlung nur deutschsprachige Opern, was aber auch an der fehlenden Zeit zur Beschäftigung mit z.B. der russischen Oper liegt. Denn was ich etwa aus Tschaikovskys "Eugen Onegin" gehört habe, hat mir sehr sehr gut gefallen (Nicolai Gedda als Lenski - herrlich!). Ich liebe ganz besonders Wagners Opern, Webers "Freischütz", Pfitzners "Palestrina", die "Elektra" und "Salome" von Richard Strauss, Schoecks "Penthesilea" sowie Korngolds "Tote Stadt" und "Das Wunder der Heliane".
Herzliche Grüsse! Jörg
P.S.: Außerhalb der Klassik mag ich 80ziger-Gothic (Sisters of Mercy, Joy Division, Fields of the Nepilim, Siouxie usw.); avantgardistische Klangexperimente, Geräuschcollagen und Dark Ambient; Ritualmusik; progressiven, technisch anspruchsvollen oder epischen Heavy Metal aller Art; epischen Rock; modernen Jazz (Garbarek, Dennerlein); Folk. Seit zweieinhalb Jahren aber bin ich vorrangig in die beschriebenen Klassikgefilde abgetaucht...
Der Rest spielt nur eine untergeordnete Rolle für mich.
Cetay (inaktiv) (12.11.2007, 10:59): Ein schöner Thread zum warm werden :)
Original von martin Hier gibt es nun zwei Koordinaten im großen Koordinatensystem: Die eine Koordinate sind die Musikepochen, die andere die Musikgattungen.
Ich habe für mich festgestellt, dass ich die beiden genannten Koordinaten nicht trennen kann. Manche Gattungen funktionieren nur in ganz bestimmten Epochen wirklich gut. Obwohl mein Fallschirm offen ist (@ Pollux), lassen sich klare Schwerpunkte ausmachen.
Orchestermusik (Sinfonien, Konzerte) ist über alle Epochen weg immer vorne dabei. Ich mag einfach den Sound von Orchestern und bei den Neutönern gefallen mir diejenigen, die es hinbekommen, dem herkömmlichen Orchesterapparat neue Klangfacetten abzugewinnen und ihn trotzdem vertraut klingen zu lassen, ganz besonders. Kammermusik interessiert mich bis Schubert und dann wieder ab der Moderne. Was dazwischen ist, bleibt mir vorerst ein Rätsel. So sehr die Streichquartette von Shostakovich und Bartok auch gelobt werden, ich komme denen einfach nicht bei. Nächstes Jahr werde ich einen neuen Anlauf unternehmen. Noch eingeschränkter bin ich bei Solo-Klaviermusik: Mozart, Beethoven, Schubert, Debussy - das wars. Moderne und Klavier passen für mich einfach nicht zusammen, wohl auch deswegen, weil der Klang des Instruments so unflexibel ist. Wenn Modernes auf dem Klavier mit dem klassischen Klang gespielt wird, klingt es meinen Ohren oft nur falsch. Natürlich gibt es Ausnahmen wie Scelsi und bei Cage ist sowieso alles ganz anders. Bei Vokalmusik ist es gerade anderes herum: Je moderner desto besser. Sobald aufdringliche klassische Solostimmen zum Einsatz kommen, steige ich aus. Ich gebe freimütig zu, dass mir Beethovens 9. bei jedem Hören versaut wird, sobald mir jemand "Oh Freunde" entgegenschmettert und wenn sich dann noch der Sopran einschaltet, ist es völlig aus. Dagegen finde ich die Gesangseinlagen bei Mahler sehr schön und bei den Symphonien mit Sopran von Henryk Mikolaj Górecki und Gösta Nystroem sogar entrückend. Einiger Chormusik und geistlichen Werken (Bruckner!) stehe ich nahe und auch einige spätromantische Lieder haben es mir angetan. Bei allen diesen Beispielen zeichnet sich der Gesang dadurch aus, dass er immer relativ zurückhaltend bleibt und mit dem Orchesterklang verschmilzt. Es ist nur dieses auf mich affektiert und letztlich auch unnatürlich wirkende Airien-Geträller und Geschmetterte, bei dem es mich regelrecht durcheinanderschüttelt. Aber ich werde nicht aufgeben, denn die Seelenzustände von Erschütterung bis Verzückung, über die von einigen hörenden Winterreisenden berichtet wird, zeigen, dass es sich lohnen könnte. Aber ganze Opern? Unvorstellbar.
Pollux (12.11.2007, 18:44): Wie einige andere hier, mache ich meine Vorlieben nicht am Gattungsbegriff fest. Tendenzen gibt es natürlich, aber in Granit gehauen ist nichts, Schwerpunkte verschieben sich mitunter ständig.
Sinfonik bzw. Orchestermusik allgemein: jederzeit gerne, ich mag Orchesterklänge, sowohl HIP als auch mit dem "ganz großen Besteck" gespielt.
Konzerte: mit großer Vorliebe Klavierkonzerte, gerne auch Cellokonzerte, seltener Violinkonzerte. Flötenkonzerte eher nicht.
Geistliche Musik: hin und wieder. Sonderfall sind Requiems, für die ich eine ausgesprochene Schwäche habe. Mozarts Requiem z.B. gehört zu den Top Ten der meistgehörten Musik.
Kammermusik: damit habe ich mich Anfangs schwer getan, heute gefällt mir Kammermusik von Mal zu Mal besser, vorzugsweise von Beethoven und Brahms.
Soloklavier: unverzichtbar. Das Klavier ist für mich die Königin der Instrumente.
Opern: zur Zeit noch selten, habe aber meine Anfangsschwierigkeiten mit der Gattung schon hinter mir. Mozart und Puccini habe ich am häufigsten gehört, den Freischütz schon oft, bei Wagner bin ich bislang über Tristan und Isolde sowie den Fliegenden Holländer nicht hinaushgekommen.
Lieder: eher selten, in letzter Zeit aber öfter. Hatte längere Zeit keinen Zugang zu dieser Art von Liedgesang, aber etwas besser geht es nun. Favorit zur Zeit Schwanengesang und Vier Ernste Gesänge mit Thomas Quashoff sowie alles, wo Barbara Hendricks mitmacht.
Orgelmusik: Meine wohl unbeliebteste Gattung. Hin und wieder höre ich mal den Bachschen Gassenhauer Toccata und Fuge d-moll, aber das war's dann auch im wesentlichen schon.
Ausgesprochene Abneigungen hege ich eigentlich keine, vielleicht mit Ausnahme von Operette, wobei das mehr ein Reflex ist als von nennenswerter Erfahrung gespeist, kann mir mithin vorstellen, mich unter Umständen und von Fall zu Fall eines Besseren belehren zu lassen. Eine nicht kurierbare Musical-Allergie nebst einem geradezu körperlich spürbaren Widerwillen gegen Volkstümelnde "Musik" erwähne ich nur am Rande, weil's ja nicht in den Bereich der klassichen Musik gehört.
YJ (27.12.2007, 22:20): Sinfonik Die Sinfonik ist eine tolle Gattung, mit der ich sehr viel anfangen kann, nur manchmal fehlt mir ein bisschen das Soloinstrument. Trotzdem sind Werke wie Schuberts Unvollendete oder die Haydn-Variationen von Brahms einfach nur genial. Es gibt einfach die vielfältige Möglichkeit für einen bestimmten Klang, das finde ich sehr faszinierend.
Konzerte Konzerte gehören zu meinen Lieblingsgattungen, vor allem natürlich Klavierkonzerte, aber auch Violinkonzerte (Brahms) und Klarinettenkonzerte (Mozart, Weber) sind wunderschön. Einige Klavierkonzerte, die meiner Meinung nach absolute Highlights sind:
Opern Zu Opern habe ich keinen sehr großen Bezug, liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich allgemein mit Gesang nicht so viel anfangen kann.
Oratorien Zu Oratorien habe ich so gut wie keinen Bezug, kann nicht wirklich damit etwas anfangen.
Lieder Kunstlieder begleite ich ab und zu, ein paar Werke sind wirklich sehr schön, aber viel mehr Interesse zeige ich leider auch nicht.
Klaviermusik Die Klaviermusik spielt bei mir natürlich eine sehr wichtige Rolle, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mir gar nicht so oft Aufnahmen anhöre. Ich spiele sehr gerne die romantische Klaviermusik, vor allem Brahms und Liszt. Mit Schumann habe ich allerdings meine Probleme und auch der Bezug zu Chopin wird bei mir Jahr für Jahr immer weniger. Der Impressionismus ist ebenfalls sehr faszinierend, die Musik von Ravel und Debussy zeigt neue Möglichkeiten am Klavier. Auch die russische Schule mit Rachmaninov, Prokofiev und Schostakovitsch schreibt tolle Klaviermusik. In der Klassik halte ich Beethoven für ein Genie, der neue revolutionäre Ideen auf den Tasten geschaffen hat. Naja, die Musik rund um das Klavier ist halt meine Welt :D
Kammermusik Kammermusik ist für mich unverzichtbar. Ich bin der Meinung, dass der beste Solist nicht in der Lage sein wird, die Musik komplett zu verstehen, wenn er nicht Erfahrung im kammermusikalischen Bereich macht. In dieser Gattung lernt man das Zusammenspielen, das Aufeinanderhören und die vielen dichten Schichtungen und Bezüge von Melodien und Phrasen. Höhepunkt in der Kammermusk sind für mich die Klarinetten-und Violinsonaten von Brahms.
Orgelmusik Ich höre sehr selten Orgelmusik, da ich mich nicht so sehr mit dem Klang anfreunden kann. Allerdings gibt es auch Werke, die mich total fasziniert haben, z.B. von Messiaen.
Geistliche Musik Zur geistlichen Musik habe ich keinen Bezug, liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich konfessionslos bin.
satie (27.12.2007, 22:48): Original von YJ
Geistliche Musik Zur geistlichen Musik habe ich keinen Bezug, liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich konfessionslos bin.
Lieber Yi Lin, das ist aber doch kein Grund, dass man gleich mit der ganzen Gattung nichts anfangen kann !?! Ich selber fühle mich auch nicht einer bestimmten Glaubensrichtung zugehörig. Trotzdem höre ich gerne mal Bachs h-moll-Messe oder Mozarts Requiem, Haydns Schöpfung (ein fantastisches Werk! Hier gehört ein Faden her, falls wir wirklich noch keinen haben! Wir wärs, Sarastro?) oder Händels Messias. Und zwar einfach nur, weil es schöne Musik ist. Ich würde sogar sagen, dass man als "Konfessionsloser" den Vorteil hat, dass einen eben primär die Musik interessieren kann, ganz ungeachtet des textlichen Inhalts. Kann es sein, dass vielleicht noch etwas anderes dahinter steckt? Oder ist die Abneigung hier vielleicht auf gewisse Epochen beschränkt? Schließlich müsste man da ja fast das ganze Mittelalter ausklammern, wenn man die geistliche Musik weglässt. Oder ein Werk wie Monteverdis Marienvesper, das über weite Streken gar nicht nach geistlicher Musik klingt. Vielleicht könnte man Dich da doch noch begeistern für das eine oder andere Werk?
Herzliche Grüße, S A T I E
YJ (27.12.2007, 23:06): Vielleicht könnte man Dich da doch noch begeistern für das eine oder andere Werk? Ich bin für alles offen :)
Ich würde sogar sagen, dass man als "Konfessionsloser" den Vorteil hat, dass einen eben primär die Musik interessieren kann, ganz ungeachtet des textlichen Inhalts. Ich glaube, dass du genau meinen Standpunkt erfasst hast. Als Konfessionsloser kann ich natürlich meinen Schwerpunkt auf die Musik legen, die mich aber nicht sehr bewegt. Von deinen Beispielen habe ich mir sowohl schon Mozarts Requiem als auch die Schöpfung schon angehört, aber meine Begeisterung in der Hinsicht auf die Musik hielt sich in Grenzen.
Oder ist die Abneigung hier vielleicht auf gewisse Epochen beschränkt? Es ist keine wirkliche Abneigung, aber du hast schon Recht, dass ich einige Epochen mehr mag und einige weniger. Bei geistlicher Musik liegt es aber nicht an den Epochen, sondern einfach an der Gattung, sie sagt mir nicht zu. Ich verurteile auch nicht die geistliche Musik, denn sie ist genauso vielfältig und komplex wie jede andere Gattung, aber andere Bereiche liegen mir mehr :wink
Sarastro (28.12.2007, 00:48): Lieber Satie, vielen Dank für die eben entdeckte Anregung, einen Faden für die "Schöpfung" zu eröffnen - glänzende Idee, die ich im Neuen Jahr sehr gerne aufgreifen werde, falls es kein anderer vorher macht! Deine sehr positive Einschätzung dieses Werkes teile ich (ich möchte fast hinzufügen: natürlich)! Jedenfalls kann ich aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen, daß man man in der Tat keine konfessionelle Bindung braucht, um von diesem Werk ergriffen zu werden. Da ich zu Neujahr für drei Wochen beruflich verreise und dabei bin, mich darauf vorzubereiten, werde ich wohl nicht vor Ende Januar dazukommen - aber es läuft ja nicht davon.
Herzliche Grüße, Sarastro
daniel5993 (28.12.2007, 17:57): Satie schrieb: Ich würde sogar sagen, dass man als "Konfessionsloser" den Vorteil hat, dass einen eben primär die Musik interessieren kann, ganz ungeachtet des textlichen Inhalts.
Das umwerfende ist nur, wenn die Musik einen bewegt und der Text, wenn beides ins Herz geht. Da fliegen dann wirklich ein Haufen Engel um dich herum, und das ganze ohne Wodka. Und erst da kann ich sagen: Dieses Werk ist Vollkommen! Das Beste Beispiel ist für mich die Matthäus-Passion.
:engel :engel :engel
martin (11.04.2006, 22:14): Es ist vielleicht ganz interessant, in diesem neuen Forum mal herauszufinden, was denn die anderen für Präferenzen und Vorlieben haben. Hier gibt es nun zwei Koordinaten im großen Koordinatensystem: Die eine Koordinate sind die Musikepochen, die andere die Musikgattungen.
Ich mache nun gar kein Geheimnis daraus, daß ich schon seit meiner Jugend vor allem von der sinfonischen Musik her komme. In meiner Jugend gab es nur eine Musikgattung, die ich ernst nehmen konnte, die Sinfonik. Und ein bißchen so ist es auch geblieben.
Konzerte dann schon weniger. Trotzdem kenne ich natürlich viele Konzerte. Trotzdem muß ich sagen, daß mich dieses musikalische Konzept des "Dialogs" zwischen dem in den Vordergrund gestellten Soloinstruments mit dem Orchester selten in dem Maße fesseln konnte wie die der Stringenz einer Sinfonie, die dabei doch alle Klangmöglichkeiten eines Orchesters ausschöpft.
Opern sind natürlich ungeheuer wichtig und ich kenne inzwischen doch so einige. Trotzdem habe ich bei vielen doch das Gefühl der Aufgeblähtheit. Oratorien, vor allem die von Händel, gefallen mir besser.
Lieder sind großartig- vor allem wenn sie von Schubert sind!
Bei der Klaviermusik fehlt mir häufig der klangliche Reiz. Es gibt natürlich großartige Klaviermusik: Die Beethoven oder Schubertklaviersonaten zum Beispiel, aber wenn Klaviermusik nicht wirklich erstklassig ist, wirkt der monotone Klavierklang ermüdend.
Bei der Kammermusik sieht es ähnlich aus. Natürlich konnte etwa Haydn der Gattung des Streichquartetts großartiges entlocken, aber trotzdem fehlen mir beim Streichquartett häufig die Klangfarben. Dagegen finde ich die Zusammenstellung von Klavier und Violine, also die Violinsonaten, schon sehr viel reizvoller.
Orgelmusik ist schön. Ich habe mir vorgenommen, mir jeden Sonntag immer mal ein bißchen Orgelmusik anzuhören, ohne religiöse Hintergedanken, aber vielleicht ein bißchen aus nostalgischen Gründen bezüglich meiner christlichen Sozialisation. Zudem komme ich ursprünglich aus Lübeck, einer Stadt mir vielen großartigen Kirchen und den entsprechenden Orgeln.
Geistliche Musik, also Messen zum Beispiel finde ich oft langweilig. Aber es kommt doch ganz darauf an!
Was sind Eure Präferenzen?
Gruß Martin
Orfeo (11.04.2006, 22:46): Klassik - Super Pop - manches Jazz - manchmal Folk - nicht mein Ding Blues - kein Zugang Rock - Himmel hilf
Rachmaninov (11.04.2006, 22:48): Original von Orfeo Klassik - Super Pop - manches Jazz - manchmal Folk - nicht mein Ding Blues - kein Zugang Rock - Himmel hilf
Er meinte die Gattungen innerhalb der "Klassik".....(siehe fett geschriebene Gattungen!) :D
Orfeo (11.04.2006, 22:57): Da habe ich an sich mit keiner Gattung ein Problem :cool
Rolf Scheiwiller (12.04.2006, 06:45): Guten Morgen zusammen. Meine Vorlieben sind sehr weit gestreut. Zu weit !! Was ich weniger höre ist Kammermusik, wenn sie nicht von Mozart, Beethoven, Schubert ist. Absoluten Vorrang bei mir haben Sinfonische Werke, Die Klavierliteratur der Wiener Klassiker, Konzerte, und die Vokalmusik in allen ihren Sparten. ( Oper, Oratorium, Kantate, Lied )
Gruss. Rolf.
Carola (12.04.2006, 10:55): Zu meiner eigenen Überraschung höre ich seit vielleicht circa einem Jahr schwerpunktmäßig Kammermusik - das war früher nicht so. Mein Faible für geistliche Musik, insbesondere die von Bach, aber auch Gregorianik und Renaissance - ist aber erhalten geblieben. Auch habe ich mich in den letzten Jahren in der Zeitskala etwas weiter nach vorn bewegt, so ist vor allem Mozart inzwischen sehr wichtig geworden; die Zeitreise endet allerdings bisher etwa bei Brahms. Plus Lili Boulanger und Gabriel Fauré seit kurzem.
Was mich überhaupt nicht interessiert sind die großen sinfonischen Werke nach Brahms, Bruckner, Mahler und all das, auch nicht Wagner. Außerdem mag ich generell keine Opern, egal von wem und aus welcher Zeit.
Soweit der musikalische Steckbrief von
Carola
Rachmaninov (12.04.2006, 12:19): Sinfonik
nicht mein Schwerpunkt aber die ein oder andere Sinfonie höre ich gerne. Aber oft fehlt mir das "Soloinstrument"
Konzerte
Ich liebe Konzerte
Opern
sehr sehr selten höre ich auch mal eine Oper
Oratorien
selten aber von Zeit zu Zeit
Lieder
habe ich mich bisher gar nicht mit beschäftigt
Klaviermusik
wunderbar
Kammermusik
von Zeit zu Zeit immer wieder gerne.
Orgelmusik
so gut wie keinen Zugane bisher
Geistliche Musik
sehr sehr wenig
Zelenka (12.04.2006, 13:12): Ich fürchte, ich unterscheide nur nach guter/interessanter Musik und schlechter/langweiliger. Das dürfte auch mein Problem sein, das Resultat ist nämlich eine ungeheuere Verzettelung. Ich höre alles von der Gregorianik bis auf den heutigen Tag, und wenn die Goldberg-Variationen gut auf einem Kamm geblasen werden, dann höre ich das auch noch mit Vergnügen. Tendenziell höre ich wohl erheblich mehr Barockmusik als generell im Forum gehört wird, etwas weniger Klaviermusik, aber dafür mehr Orgelmusik und Geistliches und mehr Cembalomusik.
Gruß,
Zelenka
Anton (12.04.2006, 18:49): Hallo,
so kann man sich musikalisch sehr schön kennen lernen!
Zunächst grenze ich ein - alles was sehr modern ist, geht derzeit an mir vorbei. Versuche gab es schon, es war aber alles sehr schwer und deshalb wende ich mich Musik zu, die mir fast immer auf Anhieb gefällt - wo sich einfach Vorlieben herauskristallisiert haben. Speziell die Spätromantik, klassische Moderne und Romantik. Klassik solala (meist empfinde ich die Musik als lanweilig - Ausnahmen gibt es aber natürlich) und was davor war (Barock etc.) gefällt mir auch recht häufig. Besonders Vokalwerke aus dieser Zeit.
Orgelmusik - gerne, aber eher selten gehört. Opern höre ich ab und zu gerne - auch eher selten. Lieder - auch gerne, wiederum selten gehört. Klaviermusik eher selten. Wie hier schon gesagt wurde: es muss erstklassig sein und mitreissen...Gerne höre ich hier Liszt's h-Moll Sonate.
Manchmal kommt es eben auf die Dosis an - wenig kann auch sehr schön sein.
Geistliche Musik und Oratorien - beides sehr gerne und mit einer schönen Regelmäßigkeit. Hauptrollen spielen hier ganz klar Mendelssohn und Haydn, aber auch Komponisten wie Lully, di Lasso, Monteverdi und einige andere.
Kammermusik - hier kommt sehr stark die Romantik zum tragen, teils auch die Klassik. Hervorzuheben sind hier Beethoven, Mozart (Violinsonaten), Mendelssohn, Brahms, Dvorák und Schubert. Missfallen hat mir zum größten Teil Boccherini - da werde ich sicher nicht mehr viel anrühren...
Fehlen die Hauptgattungen Sinfonik und Konzert. Beide bilden eindeutige Schwerpunkte neben der Kammermusik! Besonders tragend hier Romantik, Spätromantik und die klassische Moderne. Klassik eher weniger... Zu viel, um etwas zu nennen. Einfach viel, was begeisternd und mitreissend auf Leib und Geist wirkt!
Das war es. Es grüßt Anton.
nikolaus (12.04.2006, 20:56): Hallo allerseits!
Mir geht es ähnlich wie Zelenka: grundsätzlich bin ich neugierig auf alles, von alter Musik bis neuer Musik, wobei Schwerpunkte sicher bei Klaviermusik, Konzerten und Kammermusik liegen. Hauptsache die Musik ist mit viel Spaß, Gefühl und Ehrlichkeit gespielt. Das ist dann für mich "gute" Musik (natürlich ganz subjektiv). Es hängt bei mir auch viel von meiner Stimmung ab: manchmal überlege ich mir schon am Tag, was ich abends hören möchte...
Allen einen schönen vorosterlichen Abend!
Nikolaus.
Rachmaninov (24.09.2007, 11:54): Anläßlich der "Neugestalltung" des Forum's und der stärkeren Differnzierung "aktiviere" ich diesen Thread nochmals!
:engel
HenningKolf (24.09.2007, 17:42): na ja, dann oute ich mich als recht neues Mitglied weiter und trage zur Wiederbelebung des threads bei
Sinfonik Eine meiner Lieblingsmusikgattungen innerhalb der Klassik
Konzerte Die zweite Lieblingsgattung, allerdings konzentriert auf Klavier, Cello, Violine
Opern Phasenweise. Manche Monate höre ich jeden dritten Tag eine Oper, manchmal drei Monate lang nicht. Kleine Schmankerl für zwischendurch machen aber stets Freude (so etwas wie das russische Album von Netrebko oder Zusammenstellungen von Pavarotti, Caballé, Hunt Lieberson etc.)
Operette Nö
Lieder bis jetzt kein Zugang
Kammermusik sicherlich ausbaufähig, wenig Erfahrung, aber nicht abgeneigt
Klaviermusik ein bißchen Gould, ein bißchen Richter, bisher wenig Zugang
Orgelmusik im Rahmen eines Requiems oder einer Sinfonie darf es schon mal Orgel sein, ansonsten mag ich das Instrument nicht besonders
geistliche Musik durchaus gerne, wenn nicht zuviel georgelt, geflötet und gecembalot wird
soweit nach den Epochen gefragt wird: breit gefächert, wodurch sich ergibt, dass ich nirgendwo Experte bin (aber warum auch?), von alter Musik bis zu den Minimalisten..Manche ganz moderne Sachen allerdings führen bei mir zu allergischen Reaktionen, ebenso wie Renaissance - und Barockmusik, in der das Cembalo im Vordergrund steht.
Gruß Henning
Rachmaninov (24.09.2007, 18:17): Original von HenningKolf Sinfonik Eine meiner Lieblingsmusikgattungen innerhalb der Klassik
Konzerte Die zweite Lieblingsgattung, allerdings konzentriert auf Klavier, Cello, Violine
Da bist Du nah an den Interessen des Admin's :W
Klaviermusik ein bißchen Gould, ein bißchen Richter, bisher wenig Zugang
Oh, da gibt es noch sehr viel mehr zu entdecken!!!
HenningKolf (24.09.2007, 19:32): Hallo Daniel,
klar sind da die Grenzen fließend, schließlich war ursprünglich auch z.B. Mozarts "Entführung aus dem Serail" als Operette angesehen worden. Ohne dass ich jetzt Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit erhebe, denke ich, dass jedenfalls heute die "Singspiele" als Operette bezeichnet werden, die sich durch geringe Komplexität der Gesangseinlagen und eher einfache, eingängige, dem Schlager nicht unähnliche Melodien auszeichnen. Jedenfalls ist Operette wohl nie tragisch, es mag möglicherweise schwierig sein, die Grenze speziell zur "komischen" Oper zu ziehen.
Konkret meinte ich halt Komponisten wie Dostal, Lehar, Kálmán oder auch Stolz, gesungen dann von Protagonisten wie Anneliese Rothenberger. Ob man dass jetzt überhaupt noch im weiteren Sinne als Thema eines Klassikforums ansieht oder nicht ist wohl Auslegungsfrage (wobei vielleicht eher nicht, Musicals würde ich in einem Klassikforum auch nicht erwarten). Jedenfalls mich kann man mit solcher Musik wegjagen....meine Eltern hörten früher immer im Wohnzimmer Operettenmelodien, ein Grund dafür dass ich zunächst für die Klassik verloren war und erst mit 28 oder 30 wieder einen Zugang fand (mit 14 wirft man dann nämlich erst mal Händel "und Dostal in den gleichen Topf und beschäftigt sich erst gar nicht mit Händel, Haydn und Beethoven)
@Rachmaninov
ich glaube Klaviersolomusik, Solostücke überhaupt, verlangen eher den ausgebildeten Musiker. Mir erschließt sich oft nicht, was eine Klavierkomposition oder eine entsprechende Interpretation ausmacht. Bei mir läuft das halt über die emotionale Schiene, und wenn Kondraschin wie ein Gehetzter durch Mahlers gewaltige 6. jagt oder Szell die selbe Sinfonie geradezu seziert und dadurch Bedrohlichkeit aufbaut, erschließt sich dass auch dem Nichtmusiker ohne weiteres - man muss nur bereit sein sich auf der Gefühlsebene ansprechen zu lassen.
Auf irgendeine Weise vermögen es gerade Gould und Richter, mich mit ihrem Spiel anzurühren. Warum das so ist und bei anderen Pianisten nicht funktioniert (sicher, ich müsste da vielleicht mehr hören, aber Geldbeutel und Zeit sind restriktive Faktoren), vermag ich beim besten Willen nicht zu erklären.
Henning
daniel5993 (24.09.2007, 20:24): Hallo,
@Henning Danke für die Aufklärung! Nichts von diesem höre ich! Vielleicht, weil ichs nicht kenne? :tongue: :thanks
Was höre ich am liebsten?
Symphonische Werke und Klavier-, Cello- und Violinkonzerte höre ich am Meisten und am Liebsten
Opern? Ohh Ja, könnte zu meiner bevorzugten Sparte werden!...
Klaviermusik ...ebenso, bin da noch auf Entdeckungsreise
Operette "keine Ahnung ob ichs mag"
Für Kammermusik bin ich ebenfalls zu begeistern
Schwachpunkte sind ganz Klar Orgelmusik, geistliche Werke, Oratorien und Lieder...............
..... davon ausgenommen sind Requien
Gruß Daniel :J
nikolaus (24.09.2007, 21:36): Original von HenningKolf
ich glaube Klaviersolomusik, Solostücke überhaupt, verlangen eher den ausgebildeten Musiker. Mir erschließt sich oft nicht, was eine Klavierkomposition oder eine entsprechende Interpretation ausmacht. Bei mir läuft das halt über die emotionale Schiene, und wenn Kondraschin wie ein Gehetzter durch Mahlers gewaltige 6. jagt oder Szell die selbe Sinfonie geradezu seziert und dadurch Bedrohlichkeit aufbaut, erschließt sich dass auch dem Nichtmusiker ohne weiteres - man muss nur bereit sein sich auf der Gefühlsebene ansprechen zu lassen.
Auf irgendeine Weise vermögen es gerade Gould und Richter, mich mit ihrem Spiel anzurühren. Warum das so ist und bei anderen Pianisten nicht funktioniert (sicher, ich müsste da vielleicht mehr hören, aber Geldbeutel und Zeit sind restriktive Faktoren), vermag ich beim besten Willen nicht zu erklären.
Henning
Hallo Henning!
Bei mir gibt es auch Parallelen zu deinem "Geschmack"!
Allerdings, was die Klaviersolomusik angeht: ich bin eigentlich fast ein Prototyp des musikalischen Laien, kann nicht einmal richtig Noten lesen. Und dennoch, das Klavier fasziniert mich ungemein - warum, kann ich eigentlich nicht sagen, vielleicht ist es Martha Argerich's Verdienst... Also: auch als "Unwissender" kann man von Klaviermusik berührt werden!
Herzliche Grüße vom Rheinländer im Exil zum Rheinländer :D
Nikolaus.
HenningKolf (24.09.2007, 21:52): Hallo Nikolaus,
Frau Argerich mag ich auch sehr, weil in den Konzerten die ich kenne, die Emotionen knistern (Rachmaninow, Beethoven)
Vielleicht sollte ich es mal mit einer Sonaten- bzw. Soloeinspielung von ihr versuchen...
bin schon länger in Meckpomm, der Mensch gewöhnt sich an vieles, aber nie zu 100%................mit kulturellen Veranstaltungen wird man im übrigen hier nicht gerade zugeschüttet....aber jetzt gleitet es ins off-topic........
Gruß Henning
nikolaus (24.09.2007, 23:04): Original von HenningKolf
Frau Argerich mag ich auch sehr, weil in den Konzerten die ich kenne, die Emotionen knistern (Rachmaninow, Beethoven)
Vielleicht sollte ich es mal mit einer Sonaten- bzw. Soloeinspielung von ihr versuchen...
Sehr zu empfehlen:
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5185078.jpg
Insgesamt hat sie ja eher wenig solo-Aufnahmen gemacht. Aus der ersten Zeit natürlich noch diese:
Konzerte Klavierkonzerte, sehr gerne insb. Rachmaninov, Beethoven
Opern Liebend gerne: Wagner, Puccini
Operette Nö
Lieder Die schöne Müllerin oder Dichterliebe sind schon toll.
Kammermusik Wenig vertreten, aber z.B. Rachmaninov Klaviertrio d-moll ist irre gut
Klaviermusik Rachmaninov, Liszt, Beethoven, Debussy, Ravel und natürlich Bach
Orgelmusik Da kenne ich fast nur Bach, aber der gefällt mir.
geistliche Musik X-mas Oratorium und einiges aus Bachs Kantaten, h-moll Messe
Balettmusik Tschaikowski (nur ausschnittsweise) aber dafür Stravisnky
Rock/Pop Hauptsächlich die Sachen, die mich in meiner Jugend geprägt haben. Zu dem neumodischen Kram finde ich einfach keinen Zugang mehr.
Grüße Jürgen
teleton (16.10.2007, 08:12): Hallo martin,
der von Dir gestartete Thread und seine Antworten wird eine Menge über die Forummitglieder verraten - sehr interessante Idee war das.
Sinfonik Mein absoluter Schwerpunkt. Auch nicht zu vergessen, die Sinfonische Dichtung, da ich Musik mit Handlung sogar absoluter Musik noch bevorzuge.
Konzerte Genau so gerne wie Sinfonik. Ich richte meine Hörsitzungen immer so ein, dass mindestens ein Konzert mit Soloinstrument dabei ist. Meistens 50:50.
Opern Ich habe keine Opern-CD´s . Live finde ich aber einen Opernbesuch ganz interessant. Ich habe schon so einiges von Wagner im Bonner Stadttheater gesehen.
Oratorien nein - gar nicht
Lieder Wenn ich Zahnschmerzen habe, gehe ich zum Zahnarzt ! Nein, soetwas finde ich ganz und gar daneben.
Klaviermusik Auch sehr gerne, da ich selber spiele. Aber lange nicht so oft, wie Sinfonik und Konzerte.
Kammermusik Ganz gerne mal, aber in Prozenten ausgedrückt 10% Kammermusik 90% Orchestermusik
Orgelmusik verschiedene Orgelwerke von Franz Liszt waren mein Einstieg. Da ich auch Elektronische Musik mit Synthesizer luebe und selber mache, wird der Orgelsound sehr gerne verwendet. so gut wie keinen Zugane bisher
Geistliche Musik nein, gar nicht.
Ballettmusik Sehr gerne, denn sonst müßte ich fast den ganzen Strawinsky ignorieren und vieles von Prokofieff. Im Prinzip sind die großen Ballette nichts anderes als Programmmusik, namlich große Sinf.Dichtúngen. Ganz mein Ding !
Popmusik Nur eingeschränkt und eher wenig. Die Randgruppen der Popmusik begeistern mich oft mehr, als die POP-Sterbnchen. Am liebsten Elektronische Musik ohne Gesang !
Jazz Den alten Jazz mag ich weniger. Ich bevorzuge modernen Jazz, wie ihn diverse Elektronik-Formationen verwenden: Dancing Fantasy, Megabyte, Tangerine Dream, Peru, Ron Boots, Interface .... das sind warscheinlich für die Meisten unbekannte Namen (bis auf TD). Dies sind aber die Randgruppen der Popmusik von denne ich schrieibe.
Nordolf (26.10.2007, 23:08): Hallo Forumianer!
ich bevorzuge nicht unbedingt Gattungen oder Instrumente, wobei der Schwerpunkt letztlich schon deutlich auf der Symphonik/Orchestermusik sowie den Violin-, Cello,- und Klavierkonzerten liegt. Der "große Atem" in der Musik beeindruckt mich wohl immer noch am stärksten. Ich mag es, wenn die Musik eine große Geschichte oder gar einen Mythos "erzählt". Auch in der Kammermusik sind es die "epischen" Werke, die mich besonders ansprechen, so im Bereich des Klaviertrios die beiden von Rachmaninov und das von Tschaikovsky oder Beethovens späte Streichquartette. Klaviermusik (solo) brauche ich auch unbedingt (z.B. Rubinstein mit Chopin).
Zudem hege ich eine Vorliebe für die "freie Phantasie" in der Musik - für sehr malerische, romantisch-überschwengliche, rauschhafte, farbige, dramatische Klangfresken. Wagner ist so etwas wie der "Übervater" dieser Art der Musik. Die strenge Rhythmik von Militär- und Trauermärschen spricht mich genauso unmittelbar an wie jede Art von Tragik in der Klangkunst - kein Wunder also, das ich Mahler und Schostakowitsch liebe. Düstere, grüblerische und spröde Klänge mag ich ebenfalls sehr gerne - als Beispiele kann ich hier etwa die Werke Hans Pfitzners, Sibelius' 4. Symphonie, Strawinskys "Sacre" oder die 2. sowie 3. Symphonie von Arthur Honegger nennen. Ein Schwerpunkt ist bei mir auch das sogenannte "Nischenrepertoire", also unbekanntere Komponisten wie z.B Ernst Boehe oder Havergal Brian.
Ansonsten bin ich ganz besonders in bestimmten Epochen zu Hause - hauptsächlich in der Romantik, Spätromantik und der Klassischen Moderne. Meine Musik beginnt so richtig erst mit Beethoven. Durch Beethoven kam der Konflikt in die Musik - zwei musikalische Themen mussten "unter Kämpfen" zur Harmonie geführt werden. Die meisten Werke des Barock und der Wiener Klassik ruhen für mich zu sehr in sich selbst. Es sind meist vorrangig formorientierte Werke. Es findet keine dramatische Entwicklung statt, sondern ein vollendeter Harmonieklang wird nach bestimmten Regeln zelebriert. Händel, Haydn und Telemann sagen mir daher nur wenig. Allerdings mag ich die Gregorianik. Sobald es mystisch wird, kann ich auch dieser rein formorientierten Richtung etwas abgewinnen. Bach mag ich durchaus und mit dem postmodernen "Abkömmling" dieser Richtung - natürlich Arvo Pärt - kann ich sehr viel anfangen.
Ich stelle auch fest, das ich eine gewisse Affinität zur Musik bestimmter Länder habe: - speziell zur Musik aus den deutschsprachigen, russischen und skandinavischen Ländern. Diese Aussage ist natürlich nicht absolut zu verstehen - letztlich bin ich offen für Komponisten aus aller Herren Länder (wie Villa-Lobos).
Ich höre gerne Opern - aber speziell in der Form des Musikdramas. Die italienische Oper konnte mein Interesse bislang überhaupt nicht wecken. Überhaupt finden sich in meiner Sammlung nur deutschsprachige Opern, was aber auch an der fehlenden Zeit zur Beschäftigung mit z.B. der russischen Oper liegt. Denn was ich etwa aus Tschaikovskys "Eugen Onegin" gehört habe, hat mir sehr sehr gut gefallen (Nicolai Gedda als Lenski - herrlich!). Ich liebe ganz besonders Wagners Opern, Webers "Freischütz", Pfitzners "Palestrina", die "Elektra" und "Salome" von Richard Strauss, Schoecks "Penthesilea" sowie Korngolds "Tote Stadt" und "Das Wunder der Heliane".
Herzliche Grüsse! Jörg
P.S.: Außerhalb der Klassik mag ich 80ziger-Gothic (Sisters of Mercy, Joy Division, Fields of the Nepilim, Siouxie usw.); avantgardistische Klangexperimente, Geräuschcollagen und Dark Ambient; Ritualmusik; progressiven, technisch anspruchsvollen oder epischen Heavy Metal aller Art; epischen Rock; modernen Jazz (Garbarek, Dennerlein); Folk. Seit zweieinhalb Jahren aber bin ich vorrangig in die beschriebenen Klassikgefilde abgetaucht...
Der Rest spielt nur eine untergeordnete Rolle für mich.
Cetay (inaktiv) (12.11.2007, 10:59): Ein schöner Thread zum warm werden :)
Original von martin Hier gibt es nun zwei Koordinaten im großen Koordinatensystem: Die eine Koordinate sind die Musikepochen, die andere die Musikgattungen.
Ich habe für mich festgestellt, dass ich die beiden genannten Koordinaten nicht trennen kann. Manche Gattungen funktionieren nur in ganz bestimmten Epochen wirklich gut. Obwohl mein Fallschirm offen ist (@ Pollux), lassen sich klare Schwerpunkte ausmachen.
Orchestermusik (Sinfonien, Konzerte) ist über alle Epochen weg immer vorne dabei. Ich mag einfach den Sound von Orchestern und bei den Neutönern gefallen mir diejenigen, die es hinbekommen, dem herkömmlichen Orchesterapparat neue Klangfacetten abzugewinnen und ihn trotzdem vertraut klingen zu lassen, ganz besonders. Kammermusik interessiert mich bis Schubert und dann wieder ab der Moderne. Was dazwischen ist, bleibt mir vorerst ein Rätsel. So sehr die Streichquartette von Shostakovich und Bartok auch gelobt werden, ich komme denen einfach nicht bei. Nächstes Jahr werde ich einen neuen Anlauf unternehmen. Noch eingeschränkter bin ich bei Solo-Klaviermusik: Mozart, Beethoven, Schubert, Debussy - das wars. Moderne und Klavier passen für mich einfach nicht zusammen, wohl auch deswegen, weil der Klang des Instruments so unflexibel ist. Wenn Modernes auf dem Klavier mit dem klassischen Klang gespielt wird, klingt es meinen Ohren oft nur falsch. Natürlich gibt es Ausnahmen wie Scelsi und bei Cage ist sowieso alles ganz anders. Bei Vokalmusik ist es gerade anderes herum: Je moderner desto besser. Sobald aufdringliche klassische Solostimmen zum Einsatz kommen, steige ich aus. Ich gebe freimütig zu, dass mir Beethovens 9. bei jedem Hören versaut wird, sobald mir jemand "Oh Freunde" entgegenschmettert und wenn sich dann noch der Sopran einschaltet, ist es völlig aus. Dagegen finde ich die Gesangseinlagen bei Mahler sehr schön und bei den Symphonien mit Sopran von Henryk Mikolaj Górecki und Gösta Nystroem sogar entrückend. Einiger Chormusik und geistlichen Werken (Bruckner!) stehe ich nahe und auch einige spätromantische Lieder haben es mir angetan. Bei allen diesen Beispielen zeichnet sich der Gesang dadurch aus, dass er immer relativ zurückhaltend bleibt und mit dem Orchesterklang verschmilzt. Es ist nur dieses auf mich affektiert und letztlich auch unnatürlich wirkende Airien-Geträller und Geschmetterte, bei dem es mich regelrecht durcheinanderschüttelt. Aber ich werde nicht aufgeben, denn die Seelenzustände von Erschütterung bis Verzückung, über die von einigen hörenden Winterreisenden berichtet wird, zeigen, dass es sich lohnen könnte. Aber ganze Opern? Unvorstellbar.
Pollux (12.11.2007, 18:44): Wie einige andere hier, mache ich meine Vorlieben nicht am Gattungsbegriff fest. Tendenzen gibt es natürlich, aber in Granit gehauen ist nichts, Schwerpunkte verschieben sich mitunter ständig.
Sinfonik bzw. Orchestermusik allgemein: jederzeit gerne, ich mag Orchesterklänge, sowohl HIP als auch mit dem "ganz großen Besteck" gespielt.
Konzerte: mit großer Vorliebe Klavierkonzerte, gerne auch Cellokonzerte, seltener Violinkonzerte. Flötenkonzerte eher nicht.
Geistliche Musik: hin und wieder. Sonderfall sind Requiems, für die ich eine ausgesprochene Schwäche habe. Mozarts Requiem z.B. gehört zu den Top Ten der meistgehörten Musik.
Kammermusik: damit habe ich mich Anfangs schwer getan, heute gefällt mir Kammermusik von Mal zu Mal besser, vorzugsweise von Beethoven und Brahms.
Soloklavier: unverzichtbar. Das Klavier ist für mich die Königin der Instrumente.
Opern: zur Zeit noch selten, habe aber meine Anfangsschwierigkeiten mit der Gattung schon hinter mir. Mozart und Puccini habe ich am häufigsten gehört, den Freischütz schon oft, bei Wagner bin ich bislang über Tristan und Isolde sowie den Fliegenden Holländer nicht hinaushgekommen.
Lieder: eher selten, in letzter Zeit aber öfter. Hatte längere Zeit keinen Zugang zu dieser Art von Liedgesang, aber etwas besser geht es nun. Favorit zur Zeit Schwanengesang und Vier Ernste Gesänge mit Thomas Quashoff sowie alles, wo Barbara Hendricks mitmacht.
Orgelmusik: Meine wohl unbeliebteste Gattung. Hin und wieder höre ich mal den Bachschen Gassenhauer Toccata und Fuge d-moll, aber das war's dann auch im wesentlichen schon.
Ausgesprochene Abneigungen hege ich eigentlich keine, vielleicht mit Ausnahme von Operette, wobei das mehr ein Reflex ist als von nennenswerter Erfahrung gespeist, kann mir mithin vorstellen, mich unter Umständen und von Fall zu Fall eines Besseren belehren zu lassen. Eine nicht kurierbare Musical-Allergie nebst einem geradezu körperlich spürbaren Widerwillen gegen Volkstümelnde "Musik" erwähne ich nur am Rande, weil's ja nicht in den Bereich der klassichen Musik gehört.
YJ (27.12.2007, 22:20): Sinfonik Die Sinfonik ist eine tolle Gattung, mit der ich sehr viel anfangen kann, nur manchmal fehlt mir ein bisschen das Soloinstrument. Trotzdem sind Werke wie Schuberts Unvollendete oder die Haydn-Variationen von Brahms einfach nur genial. Es gibt einfach die vielfältige Möglichkeit für einen bestimmten Klang, das finde ich sehr faszinierend.
Konzerte Konzerte gehören zu meinen Lieblingsgattungen, vor allem natürlich Klavierkonzerte, aber auch Violinkonzerte (Brahms) und Klarinettenkonzerte (Mozart, Weber) sind wunderschön. Einige Klavierkonzerte, die meiner Meinung nach absolute Highlights sind:
Opern Zu Opern habe ich keinen sehr großen Bezug, liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich allgemein mit Gesang nicht so viel anfangen kann.
Oratorien Zu Oratorien habe ich so gut wie keinen Bezug, kann nicht wirklich damit etwas anfangen.
Lieder Kunstlieder begleite ich ab und zu, ein paar Werke sind wirklich sehr schön, aber viel mehr Interesse zeige ich leider auch nicht.
Klaviermusik Die Klaviermusik spielt bei mir natürlich eine sehr wichtige Rolle, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mir gar nicht so oft Aufnahmen anhöre. Ich spiele sehr gerne die romantische Klaviermusik, vor allem Brahms und Liszt. Mit Schumann habe ich allerdings meine Probleme und auch der Bezug zu Chopin wird bei mir Jahr für Jahr immer weniger. Der Impressionismus ist ebenfalls sehr faszinierend, die Musik von Ravel und Debussy zeigt neue Möglichkeiten am Klavier. Auch die russische Schule mit Rachmaninov, Prokofiev und Schostakovitsch schreibt tolle Klaviermusik. In der Klassik halte ich Beethoven für ein Genie, der neue revolutionäre Ideen auf den Tasten geschaffen hat. Naja, die Musik rund um das Klavier ist halt meine Welt :D
Kammermusik Kammermusik ist für mich unverzichtbar. Ich bin der Meinung, dass der beste Solist nicht in der Lage sein wird, die Musik komplett zu verstehen, wenn er nicht Erfahrung im kammermusikalischen Bereich macht. In dieser Gattung lernt man das Zusammenspielen, das Aufeinanderhören und die vielen dichten Schichtungen und Bezüge von Melodien und Phrasen. Höhepunkt in der Kammermusk sind für mich die Klarinetten-und Violinsonaten von Brahms.
Orgelmusik Ich höre sehr selten Orgelmusik, da ich mich nicht so sehr mit dem Klang anfreunden kann. Allerdings gibt es auch Werke, die mich total fasziniert haben, z.B. von Messiaen.
Geistliche Musik Zur geistlichen Musik habe ich keinen Bezug, liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich konfessionslos bin.
satie (27.12.2007, 22:48): Original von YJ
Geistliche Musik Zur geistlichen Musik habe ich keinen Bezug, liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich konfessionslos bin.
Lieber Yi Lin, das ist aber doch kein Grund, dass man gleich mit der ganzen Gattung nichts anfangen kann !?! Ich selber fühle mich auch nicht einer bestimmten Glaubensrichtung zugehörig. Trotzdem höre ich gerne mal Bachs h-moll-Messe oder Mozarts Requiem, Haydns Schöpfung (ein fantastisches Werk! Hier gehört ein Faden her, falls wir wirklich noch keinen haben! Wir wärs, Sarastro?) oder Händels Messias. Und zwar einfach nur, weil es schöne Musik ist. Ich würde sogar sagen, dass man als "Konfessionsloser" den Vorteil hat, dass einen eben primär die Musik interessieren kann, ganz ungeachtet des textlichen Inhalts. Kann es sein, dass vielleicht noch etwas anderes dahinter steckt? Oder ist die Abneigung hier vielleicht auf gewisse Epochen beschränkt? Schließlich müsste man da ja fast das ganze Mittelalter ausklammern, wenn man die geistliche Musik weglässt. Oder ein Werk wie Monteverdis Marienvesper, das über weite Streken gar nicht nach geistlicher Musik klingt. Vielleicht könnte man Dich da doch noch begeistern für das eine oder andere Werk?
Herzliche Grüße, S A T I E
YJ (27.12.2007, 23:06): Vielleicht könnte man Dich da doch noch begeistern für das eine oder andere Werk? Ich bin für alles offen :)
Ich würde sogar sagen, dass man als "Konfessionsloser" den Vorteil hat, dass einen eben primär die Musik interessieren kann, ganz ungeachtet des textlichen Inhalts. Ich glaube, dass du genau meinen Standpunkt erfasst hast. Als Konfessionsloser kann ich natürlich meinen Schwerpunkt auf die Musik legen, die mich aber nicht sehr bewegt. Von deinen Beispielen habe ich mir sowohl schon Mozarts Requiem als auch die Schöpfung schon angehört, aber meine Begeisterung in der Hinsicht auf die Musik hielt sich in Grenzen.
Oder ist die Abneigung hier vielleicht auf gewisse Epochen beschränkt? Es ist keine wirkliche Abneigung, aber du hast schon Recht, dass ich einige Epochen mehr mag und einige weniger. Bei geistlicher Musik liegt es aber nicht an den Epochen, sondern einfach an der Gattung, sie sagt mir nicht zu. Ich verurteile auch nicht die geistliche Musik, denn sie ist genauso vielfältig und komplex wie jede andere Gattung, aber andere Bereiche liegen mir mehr :wink
Sarastro (28.12.2007, 00:48): Lieber Satie, vielen Dank für die eben entdeckte Anregung, einen Faden für die "Schöpfung" zu eröffnen - glänzende Idee, die ich im Neuen Jahr sehr gerne aufgreifen werde, falls es kein anderer vorher macht! Deine sehr positive Einschätzung dieses Werkes teile ich (ich möchte fast hinzufügen: natürlich)! Jedenfalls kann ich aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen, daß man man in der Tat keine konfessionelle Bindung braucht, um von diesem Werk ergriffen zu werden. Da ich zu Neujahr für drei Wochen beruflich verreise und dabei bin, mich darauf vorzubereiten, werde ich wohl nicht vor Ende Januar dazukommen - aber es läuft ja nicht davon.
Herzliche Grüße, Sarastro
daniel5993 (28.12.2007, 17:57): Satie schrieb: Ich würde sogar sagen, dass man als "Konfessionsloser" den Vorteil hat, dass einen eben primär die Musik interessieren kann, ganz ungeachtet des textlichen Inhalts.
Das umwerfende ist nur, wenn die Musik einen bewegt und der Text, wenn beides ins Herz geht. Da fliegen dann wirklich ein Haufen Engel um dich herum, und das ganze ohne Wodka. Und erst da kann ich sagen: Dieses Werk ist Vollkommen! Das Beste Beispiel ist für mich die Matthäus-Passion.
:engel :engel :engel
Solitaire (11.03.2008, 19:12): Konzerte
Manchmal.
Opern
Opern sind mein Lebensellixir. Es vergeht kein Tag ohne. Nicht immer ganze Werke, dafür fehlt mir die Zeit und ich kann die geballte Emotion auch nicht ständig am Stück ertragen, aber irgednwas wird immer gehört.
Oratorien Oh ja.
Lieder Ich habe erst vor einiger Zeit angefangen, sie für mich zu entdecken. Schuld war Fritz Wunderlich :down
Klaviermusik Da habe ich viel zu wenig Ahnung von. Mozart mag ich, bei Chopin und Liszt graust es mich. Ich bin in der Beziehung ein fürchterlicher Banause, ich weiß es wohl...
Kammermusik
Eher selten.
Orgelmusik
Auch eher selten.
Geistliche Musik Ja, ja,jaaa. Alles: Die Bach-Passionen, die Oratorien, die Motetten, Verdi Requiem, Mozart Requiem, Schubert Messe in As-Dur, (die anderen kenne ich noch nicht) Weihnachtsorarorium, Bruckner Te Deum, Dvorak Te Deum, Krönungsmesse, Spatzenmessee "h-moll Messe", Vespere solennes de confessore und, und, und... aktiv, wie passiv. Ich höre das nicht täglich, aber ich liebe alles davon. Wie man unschwer sieht, bin ich also eindeutig auf die menschliche Stimme fixiert.
Cetay (inaktiv) (12.03.2008, 13:48): Schön, dass dieser Faden wieder hochgespült wurde. Da kann man mal sehen, was sich während der kurzen Mitgliedschaft beim besten Klassikforum im WWW verändert hat.
Original von Dox Orkh Orchestermusik (Sinfonien, Konzerte) ist über alle Epochen weg immer vorne dabei. Ich mag einfach den Sound von Orchestern und bei den Neutönern gefallen mir diejenigen, die es hinbekommen, dem herkömmlichen Orchesterapparat neue Klangfacetten abzugewinnen und ihn trotzdem vertraut klingen zu lassen, ganz besonders. Das kann man so stehen lassen, allerdings schwindet hier mein Interesse am klassisch-romantischen Repertoire rapide. Bei Beethoven frage ich mich hinsichtlich parallel laufender Verschlankungsbestrebungen der Sammlung, ob es nicht eine Gesamteinspielung der Sinfonien mit Mackerras und der KKs mit Afanassiev täte und der Rest einem guten Zweck zugeführt werden sollte. Mit der Riege von Schumann bis Brahms bin ich eh noch nie warm geworden. :ignore Da gibt es bis Bach und ab Schönberg einfach viel mehr Ersprießliches zu finden.
Bei Vokalmusik: Es ist nur dieses auf mich affektiert und letztlich auch unnatürlich wirkende Airien-Geträller und Geschmetterte, bei dem es mich regelrecht durcheinanderschüttelt. Aber ich werde nicht aufgeben, denn die Seelenzustände von Erschütterung bis Verzückung, über die von einigen hörenden Winterreisenden berichtet wird, zeigen, dass es sich lohnen könnte. Aber ganze Opern? Unvorstellbar. Hier ist die größte Veränderung zu verzeichnen. Auch hier wird das Repertoire zwischen Mozart und Schönberg weitgehend ausgeklammert, aber ansonsten habe ich die Schönheit von Vokalmusik endlich zu schätzen gelernt. Ich kann sogar einige Opern mit Genuß hören. Vor allem im Bereich der Alten Musik schlummern ungeahnte vokale (und auch instrumentale) Schätze - alleine die Italiener mit Belli, Caccini, Saraccini... :engel
HenningKolf (12.03.2008, 14:00): Original von HenningKolf
Klaviermusik ein bißchen Gould, ein bißchen Richter, bisher wenig Zugang
das hat sich aber ziemlich geändert. Gould kommt gar nicht mehr vor, dafür liegt der Höranteil der Klaviermusik bei derzeit mindestens 30 Prozent! Das ist eine unmittelbare Auswirkung dieses Forums! Sogar die Pianonews habe ich abonniert. Ich staune..........
HenningKolf (08.11.2008, 16:15): Original von HenningKolf na ja, dann oute ich mich als recht neues Mitglied weiter und trage zur Wiederbelebung des threads bei
Solange ist das ja nun wirklich nicht her, dass ich das geschrieben hatte, und trotzdem
Original von HenningKolf Opern Phasenweise. Manche Monate höre ich jeden dritten Tag eine Oper, manchmal drei Monate lang nicht. Kleine Schmankerl für zwischendurch machen aber stets Freude (so etwas wie das russische Album von Netrebko oder Zusammenstellungen von Pavarotti, Caballé, Hunt Lieberson etc.)
Kaum noch zurzeit, jedenfalls nicht das übliche Repertoire. Ab und zu Britten vielleicht.......
Original von HenningKolf Lieder bis jetzt kein Zugang
Das ändert sich gerade. Vermutlich muss man sich erst fürs Klavier begeistern und von dort zum Lied finden??
Original von HenningKolf Klaviermusik ein bißchen Gould, ein bißchen Richter, bisher wenig Zugang
kein bißchen Gould, kein bißchen Richter, aber umso mehr Kempff, Sokolov, Kocsis, Argerich, Sudbin, Pletnjow, Gulda, Osborne, Aimard, Chauzu, Glemser, Perahia, Lupu, Koroljow...................................
Ich frage mich schon, wie so etwas kommt. Klassische Musik in Form von Sinfonien und Konzerten höre ich ja wirklich nicht erst seit gestern, ebenso wusste ich schon länger dass es Soloklaviermusik gibt (aber wahrscheinlich soll man da nicht mit Gould starten, dass verbaut den Blick gewaltig und führt zu falschen Schlüssen....)
Bin ich eigentlich hier der einzige Wankelmütige?
Gruß Henning
Dr. Schön (08.11.2008, 17:48): Original von HenningKolf Bin ich eigentlich hier der einzige Wankelmütige?
Gruß Henning
Nö, allerdings bin ich noch weniger lange hier als Du konnte meine Vorlieben von vor ca. 2 Jahren bisher nicht posten.
Ist übrigens etwas gegenteilig als bei Dir.
Sinfonik und Oper (viel mehr Wagner und Russland als Italien; wenn ich viel Muße habe auch unbedingt Mozart) sind seit ich begann klassische Musik zu hören wohl stets mein Steckenpferd geblieben.
Einen längeren Zeitraum war ich mal völlig Soloklavier besessen. Ich war zB regelrecht Chopin Süchtiger und habe wie ein solcher Aufnahmen von dessen Klavierwerk gekauft, bis ich letztlich jedes seiner Werke in x-facher Ausführung besaß. Aber ich war nicht nur Anhänger von Chopin. Auch Robert Schumann hätte ich ob seines Klavierwerkes noch vor einem Jahr zu einem meiner absoluten Lieblingskomponisten gezählt. Überhaupt musste ich alles an Klaviermusik von Scarlatti oder Rameau bis Debussy oder Skrijabin unbedingt kennen und mehrfach besitzen.
Und irgendwann war das einfach vorbei. Ich höre nach wie vor sehr gerne die Klaviersonaten von Beethoven und Schubert. Da ist alles ungebrochen, ja Schubert ist sogar sehr gestiegen. Ab und an ganz gerne noch etwas Schumann (wobei ich mich auf 3 bis 4 Werke beschränke, die ich besonders schätze), wenn auch mit wesentlich weniger Leidenschaft als es einst der Fall war. Am schlimmsten hat es Chopin erwischt. Ich verstehe beim besten Willen nicht mehr, wie er mich einst so wahnsinnig begeistern konnte - ein regelrechter Unwille, mir nochmal was von ihm anzuhören. Ich dürfte 50+ CDs an Chopin bei ebay versteigert haben. Was hat mich geritten von Magaloff über Hofmann bis Perlemutter wirklich ALLES was Rang und Namen hat besitzen und kennen zu müssen? So bin ich sonst nicht einmal bei Mahler, und das sagt eine ganze Menge.
Ich habe überall eine Aufnahme behalten (meist Pollini, den ich zu meiner Hochphase der Chopinbegeisterung nicht mal übermäßig geschätzt hatte), kann mir aber im Moment nicht vorstellen sie noch mal hören zu wollen ohne dabei zu sterben. Naja, ich übertreibe. Manch einzelnes Stück aus Nostalgie. Ich habe sonst noch nie erlebt, dass mir ein unbedingter Liebling so stark weggestorben wäre wie Chopin.
Konstant blieb sonst nur die Klaviermusik von Liszt, der ich nie sonderlich viel abgewinnen konnte. Brahms habe ich auch immer aufgeschoben...
Die Klaviermusik von Debussy mag ich nach wie vor sehr gerne. Auch Bach's ist mir nach wie vor wichtig. Die Pollini CD mit dem Schönberg Oeuvre höre ich ganz gerne. Auch noch manches mehr.
Aber gemessen daran, dass ich mich mal als regelrechten Klavierexperten bezeichnet hätte interessiert mich diese Gattung heute überhauptnicht mehr.
Von den Pianisten, die ich mal besonders geliebt habe, dürfte Martha Argerich den größten Schaden getragen haben, ich führe sie zwar noch in Pianistenlisten (müsste eh mal längst überdenken wer eigentlich heute meine Liebsten sind), mag sie aber eigentlich gar nicht mehr hören.
Bei den anderen Gattungen bin ich eigentlich an allem interessiert. An Klavier ja auch, aber eben sehr eingeschränkt und selten.
Aber wer weiß, vielleicht spreche ich mich schon in ein paar Monaten entsprechend negativ über Wagner aus und bin der Meinug, dass ich mir nichts mehr würde anhören können, was vor 1781 komponiert wurde. :)
Dr. Schön
HenningKolf (08.11.2008, 18:20): @ Dr. Schön
Chopin und Schumann sind bei mir die Komponisten, mit denen ich mich sehr schwer tue. Also nicht wie bei Dir eine verflossene Liebe. Mein Gefühl sagt mir, dass mich die Soloklavierkompositionen beider Komponisten auch in Zukunft nicht werden begeistern können.
In meiner Opernphase war es übrigens gerade Wagner, um den ich immer einen großen Bogen gemacht habe, weil mir die Art des Gesangs nicht gefiel. Aber vor gar nicht langer Zeit hätte ich den Gesang in Zemlinskys Lyrischer Sinfonie auch noch als höchst gewöhnungsbedürftig empfunden und ausgeschlossen, dass mich Schubertlieder ansprechen könnten. Vielleicht sollte ich deshalb irgendwann noch mal einen ernsthaften Versuch mit Wagner starten, womöglich gleich mit Aufnahmen aus den 50ern, da ist ja jetzt auch viel wieder veröffentlicht worden (Knappertsbusch, Keilberth etc.).
Gruß Henning
Uhrwerker (08.11.2008, 18:33): Sinfonik
Aber immer, wobei ich in der Klassik und der Romantik der HIP den Vorzug gebe. Mein diesbezüglicher Schwerpunkt liegt aber jetzt ca. in der ersten Hälfte des 20. JHdt und - als Wegbereiter dahin - bei Bruckner.
Konzerte
Da gilt grundsätzlich das gleiche wie bei der Sinfonik, wobei ich gewisse Probleme mit Klavierkonzerten habe. D.h. Bachs Clavier- bzw. Cembalokonzerte schätze ich sehr und dann erst wieder solche aus dem 20. Jhdt., wobei sich die 27 von Mozart (in HIP)und die fünf von Beethoven (in HIP) genauso in meiner Sammlung befinden, wie die von Chopin, Brahms, Tschaikowsky plus noch einige andere primär spätromantische.
Oper
Ich bin ein Verdianer, der seinen Wagner kennt. Oper liebe ich, besonders ab 2. Drittel 19. Jhdt. aufwärts, wobei ich besonders Wagner und Strauss kritisch gegenüberstehe.
Oratorium
Mit Ausnahme des Messias bevorzugt weltliche.
Lieder
Mit Ausnahme von Schuberts Winterreise und die Lieder von Mahler kaum. Hängt vielleicht mit meinen Problemen mit dem Klavier zusammen.
Klavier
Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert gerade noch und dann mit großer Hingabe die 24 Preludes und Fugen von Schostakowitsch.
Kammermusik
Durchaus, wobei da auch grundsätzlich das gleiche gilt, wie bei der Sinfonik und den Konzerten. Ausnahme dabei sind die Werke für Violine solo und Cello solo von Bach.
Orgel
Eigentlich nur, wenn die Orgel konzertant eingesetzt ist, wie bei den Orgelkonzerten von Händel, Haydn und der Orgelsinfonie von Saint Saens. Für Soloorgel habe ich so gut wie nichts.
geistliche Musik
Grundsätzlich ja, aber primär aus der katholischen Ecke, also mehr Messen, denn Kantaten.
sonstiges
kein Jazz, ein bißchen Blues, Rock'n Roll und Rock und eine kleine, aber feine Sammlung von Arbeiterliedern und die Internationale in allen möglichen Interpretationen und Sprachen (übrigens auch eine unter der Leitung von Toscanini).
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich in meiner musikalische Entwicklung sehr früh chronologisch vorgegangen und eben jetzt im 20. Jhdt. angekommen bin. Dabei habe ich mir angewöhnt, auch in "die Breite" zu hören. D.h. mich interessieren immer auch die Zeitgenossen der ganz großen Meister und was parallel bzw. in zeitlicher Nachbarschaft zu deren großen Werken gelaufen ist
Beste Grüße Uhrwerker
Dr. Schön (08.11.2008, 18:40): Original von HenningKolf @ Dr. Schön
Vielleicht sollte ich deshalb irgendwann noch mal einen ernsthaften Versuch mit Wagner starten, womöglich gleich mit Aufnahmen aus den 50ern, da ist ja jetzt auch viel wieder veröffentlicht worden (Knappertsbusch, Keilberth etc.).
Gruß Henning
Bei mir waren es ja die Dirigenten wie Boulez, Kegel, Runnicles, Kleiber, Dohnanyi und durchaus Böhm, die Wagner etwas schlanker, gemäßigter und moderner dirigieren, die meinen Bezug zu dieser Musik erheblicher gefestigt und mich auf eine neue Ebene der Begeisterung für diese gehoben haben.
Der Gesang bei Wagner, und ich bin völlig süchtig danach, ist auch wenn man ihn mag ein riesiges Problem, wie ich finde. Ein eher nüchterner und wortdeutlicher Vortrag wie er bei manchen der o.g. zumindest - oder leider - teilweise (bei Kegel übrigens auf der vollen Linie!) vorherrscht, ist mir persönlich viel lieber. Ich mag das gar nicht mehr anders hören. Vielleicht tun sie sich so leichter.... mal als Tip.... :cool :J :)
Ob so oder so bleibt das ein schwieriges Thema.
Ich bedauere immer, dass Boulez in Sachen Wagner keine richtigen Nachfolger fand. Ich bin auch unbedingt für hip bei Wagner. Irgendwann wird das hoffentlich kommen.
HenningKolf (08.11.2008, 20:22): Original von Dr. Schön Original von HenningKolf @ Dr. Schön
Vielleicht sollte ich deshalb irgendwann noch mal einen ernsthaften Versuch mit Wagner starten, womöglich gleich mit Aufnahmen aus den 50ern, da ist ja jetzt auch viel wieder veröffentlicht worden (Knappertsbusch, Keilberth etc.).
Gruß Henning
Bei mir waren es ja die Dirigenten wie Boulez, Kegel, Runnicles, Kleiber, Dohnanyi und durchaus Böhm, die Wagner etwas schlanker, gemäßigter und moderner dirigieren, die meinen Bezug zu dieser Musik erheblicher gefestigt und mich auf eine neue Ebene der Begeisterung für diese gehoben haben.
Der Gesang bei Wagner, und ich bin völlig süchtig danach, ist auch wenn man ihn mag ein riesiges Problem, wie ich finde. Ein eher nüchterner und wortdeutlicher Vortrag wie er bei manchen der o.g. zumindest - oder leider - teilweise (bei Kegel übrigens auf der vollen Linie!) vorherrscht, ist mir persönlich viel lieber. Ich mag das gar nicht mehr anders hören. Vielleicht tun sie sich so leichter.... mal als Tip.... :cool :J :)
Ob so oder so bleibt das ein schwieriges Thema.
Ich bedauere immer, dass Boulez in Sachen Wagner keine richtigen Nachfolger fand. Ich bin auch unbedingt für hip bei Wagner. Irgendwann wird das hoffentlich kommen.
Beurteilen werde ich das ja erst können, wenn ich mich mal ausgiebiger damit beschäftige...man liest halt nur allenthalben, Windgassen, Uhde, Varnay, Hotter und Konsorten seien die wahren Wagnerdarsteller gewesen. Aber Kegel klingt interessant, der hat Schönbergs Gurrelieder auch lobenswerter Weise ohne Kitsch und Pathos eingespielt. Und wenn ich deutsches Libretto nicht ohne nachzulesen begreife, mag ich das sowieso nicht.......
@ Uhrwerker Schön dass Du hier was geschrieben hast, da weiß man gleich mehr voneinander........ :W
Dr. Schön (08.11.2008, 20:31): Original von HenningKolf Aber Kegel klingt interessant, der hat Schönbergs Gurrelieder auch lobenswerter Weise ohne Kitsch und Pathos eingespielt. Und wenn ich deutsches Libretto nicht ohne nachzulesen begreife, mag ich das sowieso nicht.......
Wenn Du beides auch so siehst, zumal bezüglich seiner hervorragenden Gurre Lieder, kann ich das vorbehaltslos empfehlen! Zudem haben wir bei Kegels Parsifal mit Theo Adam und einem hier sehr disziplinierten René Kollo echte Darsteller.
Aber jetzt sind wir off Topic. :hello
Und ich will dich ja nicht zu deinem Glück beschwatzen.....
Nicolas_Aine (08.11.2008, 21:51): hi,
also ich höre überwiegend Violinkonzerte, da ich selber auch Geige spiele. Aber auch Klavierkonzerte höre ich gern, und ab und zu rutscht auch mal Cellokonzert dazwischen. Zeitlich beschränken sich die letzen beiden auch die Romantik, Violinkonzerte höre ich aus allen Epochen, bevorzugt Romantik und seit einer Weile auch modernere Sachen, wie Khachaturian oder Elgar z.B.
Ansonsten höre ich auch sehr viel sonstige Violinliteratur, hauptsächlich aus der Romantik und dem Barock, und ab und zu auch mal was neueres, Ysaye Solosonaten höre mir seit neuestem z.B. sehr gern an.
Neben der Violin- und Solokonzertliteratur höre ich noch öfter mal Symphonische Werke, hauptsächlich aus der Romantik, grade höre ich z.B. Dvoraksymphonien mal wieder an.
Mit Kammermusik beschäftige ich mich wenig, eigenltich nur, wenn ichs spiele.
Ansonsten hör ich eigentlich nix, vor allem mit Vokalmusik, egal ob Opern, Operetten oder Lieder, ich kann mit allem nix anfangen, genauso wenig wie mit geistlicher Musik.
Die Orgel als Instrument gefällt mir prinizipiell sehr gut, aber ich hör trotzdem iwie keine Orgelmusik.
Grüße, Cornelius
Heike (09.11.2008, 14:09): Hallo, interessant, diesen ausgegrabenen thread zu lesen! Bei mir ist es so:
Sinfonik: liebe ich sehr, aber am allerliebsten live. Ich habe mit den Jahren immer mehr das Gefühl, meine Wohnung ist zu klein, wenn ich eine Sinfonie auf CD höre. Ich muss mich da auch voll konzentrieren auf die Musik, und das geht am besten im Konzertsaal.
Konzerte stehen in meiner Präferenzliste ziemlich weit oben, vor allem Klavier- und Cellokonzerte finde ich faszinierend. Dieses Genre ist am gefährlichsten für mein Portemonnaie - was die CD-Käufe bzgl. verschiedener Interpretationen angeht.
Bei Opern bevorzuge ich auch, sie inclusive Bildern anzuschauen, also mit Bühne oder DVD. Da mag ich sowohl das Barock (schade, dass es keine Kastraten mehr zu sehen gibt ;-) nee das war ein Witz! ) als auch Romantik bis zu Wagners monumentalen Werken, die ich mir erst in den letzten Jahren erschlossen habe und die mich jetzt sehr begeistern. Opern-Inszenierungen finde ich ungeheuer spannend, oft gehe ich in eine Oper (die ich rel . gut kenne), um sie neu zu sehen (und damit neu zu hören).
Mit Oratorien habe ich mich wenig befasst, aber sie sind mir tendenziell eher sympatisch.
Lieder kenne ich gar nicht sooo gut. Die Winterreise ist großartig, ich denke dann immer ein wenig: dass wars und besser geht eh nicht. Daher habe ich die Lieder ziemlich vernachlässigt.
Ohne Klaviermusik lgeht hingegen gar nichts (ich bin ja über jazzige oder minimalistische Klaviersolos von z.B. Keith Jarrett ursprünglich mal zur Klassik gekommen). Diese Passion ist mir bis heute vollauf erhalten geblieben. Klaviersonaten, -variationen etc höre ich sehr oft zu Hause, hier finde ich immer was passendes zu meiner aktuellen Stimmung und kann so richtig drin versinken. Bisher bevorzuge ich aber Aufnahmen mit modernen Konzertflügeln, "Klavier"-HIP mit Cembalo, Hammerklavier etc. mag ich im Gegensatz zu konzertanter HIP (die ich sehr an- und aufregend finde) nicht besonders
Kammermusik wird mir immer wichtiger. Auch diese höre ich sehr oft zu Hause bzw. auch im Auto. Es gibt so viele unglaublich schöne Streichquartette, diese Gattung berührt mich immer wieder ganz heftig, so als ob ich mitten drin sitze. Ich liebe es, jede einzelne Stimme raushören zu können - und sie dann zusammen zu erleben. Hier darf es auch gern moderne Kammermusik sein. Kammermusik mit Klavier muss ich mir erst noch weiter erschließen - komischerweise bevorzuge ich da bisher das Soloklavier.
Orgelmusik mag ich, wenn überhaupt, nur im Dom. Aber vielleicht kenne ich da auch zu wenig.
Geistliche Musik hingegen finde ich viel spannender, die Messen von Bach oder die berühmten Passionen, auch verschiedene Requien höre ich sehr gerne. Das "Erbarme dich" zum Beispiel aus Bachs Matthäus-Passion bringt mich reghelmäßig zum Heulen, obwohl ich kein religöser Mensch bin. Hebre