Zeitartikel über "Neoklassik" / "Modern Classical"

EinTon (11.06.2013, 23:35):
Hier gibts einen neuen Artikel über sog. "Neoklassik" bzw. Klassik-Crossover:

http://www.zeit.de/kultur/musik/2013-06/neo-klassik-crossover/komplettansicht

Ich habe mich mal per youtube durch einige der Werke der vorgestellten Komponisten / Produzenten gehört (zugegebenermaßen nur auszugsweise)... ....mein erstes Fazit ist ein eindeutiges "Na ja! http://www.sequencer.de/synthesizer/images/smilies/icon_rolleyes.gif

Das meiste klingt ein wenig wie weichgekochte Minimal Music, aber da höre dann doch lieber Steve Reich...

Gruß,

Normann
Cetay (inaktiv) (12.06.2013, 07:48):
Ich halte nichts vom Zusammenlumpen der Neo-Klassik Bewegung mit Sachen wie Play Bach, Rockoper, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung à la Emerson Lake & Palmer, sinfonischer Metal - was wirklich Crossover darstellt und weswegen der Begriff zurecht mit negativen Konnotationen belegt ist (mit Davondo Garrettiana fangen wir erst gar nicht an). Man muss unterscheiden zwischen Künstlern, die Genres zusammenmixen und Komponisten, die mit einem weissen Blatt anfangen und alles, was die Musikgeschichte bis heute -in allen Genres und überall auf der Welt- hervorgebracht hat, als potentielles Ausgangsmaterial in Betracht ziehen. Dort entsteht hinter der populären Neoklassik-Fassade, die jetzt auch von den poulären Blättern entdeckt wird, im Untergrund wirklich gute Musik.
Der Unterschied wird am Selbstverständnis der Plattenfirmen klar. Das im dem Zeit-Artkel vorgestellte Label Erased Tape Records will die verschiedenen Welten (electronic and acoustic, the pop and the classical world) zusammenbringen und das beste daraus verwenden (utilise the best of both sides and make it into something exciting). Ein Label wie Innova Recordings -über die plane ich schon ewig einen Faden und hätte auch Zeit, bin aber zu faul- akzeptiert dagegen von vorne herein keine Grenzen (pushes and challenges the boundaries of contemporary music) sondern nur Klasse (focus on world class music—regardless of its genre (or lack of one, even though for convenience we use words like New Classical, Jazz, Experimental, Electronic and World)).
Es ist halt wie immer. Was uns die Mainstream-Medien zeigen - ob Zeitung, TV oder Rundfunk, samt deren Online-Ablegern- ist die Oberfäche und erlaubt kein Urteil.
Hörbert (12.06.2013, 13:06):
Hallo!

Ist das eigentlich nicht ein ganz alter Hut?

Seit den 80ger Jahren bringen z.B. das Label ECM sowie das Label Wergo jedes Jahr eine ganze Reihe von Tonträgern mit solcher Musik auf den Markt die sehr wohl ihre Liebhaber hat Auch davor gabt es z.B. bei der EMI Serien wie die bekannte East Meets West Reihe.

Ich jedenfalls kann darin weder etwas neues noch etwas umwälzendes erkennen.

MFG Günther