Zitate - Worte von Komponisten, Interpreten, Philosophen, Schriftstellern etc. über Musik
Klassiknerd (30.12.2020, 15:55): Welche Worte großer Musiker oder Denker über Musik und ihre Bedeutung schätzt Ihr besonders oder sind vielleicht auch für Euren Zugang zur Musik bedeutsam? Kurze oder auch längere Zitate.
Bin sehr gespannt. :hello
Jan Van Karajan (30.12.2020, 16:03): " Musik ist die Sprache der Leidenschaft." Richard Wagner
Philidor (30.12.2020, 16:17): "Einer von uns beiden muss verrückt sein - ich bin es nicht" (Hanslick über Mahlers erste Sinfonie)
Ich mag dieses Zitat, weil es zeigt, wie sehr uns die Musik dazu bringen kann, extreme Positionen einzunehmen.
Eduard Hanslick war ja kein Dummer, machte zunächst seinen Doktor in den Rechtswissenschaften und wandte sich dann verstärkt der Musik zu, studierte Klavierspiel und Komposition und wurde einer der bekanntesten Musikkritiker seiner Zeit. Er erhielt schließlich eine Professur für Ästhetik und hatte in Wien einen Lehrstuhl für Musikgeschichte inne - den ersten überhaupt für dieses Fach. Als Musiker brachte er es immerhin soweit, alle Etüden von Chopin (und anderen) auf dem Klavier spielen zu können. Alle Achtung.
Ich gehe mal davon aus, dass er so etwas wie ein Streichquartett von Beethoven in Echtzeit analysieren könnte, also beim Hören formal nachvollziehen. Eine Fähigkeit, die unter Musikliebhabern offenbar selten geworden ist.
(Da passt schön das Zitat weiter unten, dass ohne handwerkliches Können die Inspiration "nur ein Schilfrohr im Winde" sei.)
Das Zitat zeigt mir desweiteren:
(1) Selbst sehr kluge und im Fach höchst gebildete Menschen dringen bisweilen nicht zu einem Verständnis bestimmter Arten von Musik durch.
(2) Musik war für Hanslick etwas Wichtiges. - Eine Nebensächlichkeit hätte er nicht mit so starken Ausdrücken kommentiert.
Und: er erklärte aufgrund des Hörens den Urheber der Musik für verrückt. Wie erstaunlich - Mahlers erste ist nun gewiss kein Werk, das heute irgendjemanden sonderlich verwundern würde. Und doch erklärt Hanslick den Gustav Mahler für verrückt ... wie wichtig muss Musik gewesen sein, welcgen Stellenwert muss sie gehabt haben, dass man in solche Zustände über ihrem Hören gerät.
Das ist meilenweit von der heute wahrnehmbaren Attitüde entfernt, die da lautet "ich höre Musik zur Entspannung, weil sie so schön ist". Wie lächerlich im Vergleich zu Hanslicks Satz.
Weder hat Mahler (oder viele andere Komponisten) seine Musik komponiert, damit wir uns an etwas Schönem erbauen können (z. B. in seiner Sechsten), noch ist sie zur Entspannung gedacht.
"Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen." (Gustav Mahler)
"Einer von uns beiden muss verrückt sein - ich bin es nicht" Vivat Hanslick! Vivat Mahler! Vivant omnes, die in der Musik die existenzielle Dimension erkennen! Beweint alle, welche darin nichts anderes als eine nette Verzierung des Alltags erkennen mögen.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (30.12.2020, 16:26): "Ohne handwerkliches Können ist die Inspiration nur ein Schilfrohr, das im Winde schwankt" (Johannes Brahms) Grüße Jan :hello
tapeesa (30.12.2020, 16:34): „Musik ist eine universelle Sprache.“— Isabel Allende „Musik spricht dort, wo Worte fehlen.“— Hans Christian Andersen
„Die Musik steckt nicht in den Noten. Sondern in der Stille dazwischen.“— Wolfgang Amadeus Mozart „Musik gibt dem Universum Seele.“— Platon
„Die Tanzenden wurden für verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten.“— Friedrich Nietzsche „Es kommt immer nur drauf an, daß, wie und wo man auch marschirt, man allerorten die Musik des Lebens hört. Die meisten hören nur die Dissonanzen.“ - Theodor Fontane
Philidor (30.12.2020, 16:38): "Ohne handwerkliches Können ist die Inspiration nur ein Schilfrohr, das im Winde schwankt" (Johannes Brahms) Das finde ich sehr schön. Und so wahr.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (30.12.2020, 16:51): Man kann bei Brahms wirklich sagen, dass er dieses Prinzip gelebt hat. Vielleicht höre ich mir heute Abend die Violinsonaten von ihm an :) . Grüße Jan :hello
Klassiknerd (30.12.2020, 17:53): Eines von vielen.......
"Die tollsten Momente in der Kunst finden dann statt, wenn Gefühle explodieren."
N. Harnoncourt
Cetay (inaktiv) (31.12.2020, 04:22): Structure without life is dead. But life without structure is unseen. Pure life expresses itself within and through structure. A structure is like a bridge from nowhere to nowhere, and anyone may go on it. (John Cage, Lecture on Nothing)
Dieser Auschnitt hat mich als Teenager 'umgehauen' und 'wirkt' heute noch. Die Lecture war mein Portal in die Neue Musik und von dort aus ging es dann Schritt für Schritt rückwarts bis zur Klassik i.e.S.
Jan Van Karajan (31.12.2020, 10:19): "Wenn ich Chopin gespielt habe, fühle ich mich, als hätte ich über Sünden geweint, die ich nie begangen habe und über Tragödien getrauert, die nicht meine eigenen waren." (Oscar Wilde)
Amonasro (01.01.2021, 12:16): "Musik ist genug für ein Leben, aber das Leben ist nicht genug für die Musik." (Sergei Rachmaninow)
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." (Victor Hugo)
Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (01.01.2021, 18:58): "Meine Musik ist nicht modern, sie wird bloß schlecht gespielt"(Arnold Schönberg)
Jan Van Karajan (09.01.2021, 22:19): "Die Musik trägt das Leben." (Lorin Maazel)
Cetay (inaktiv) (10.01.2021, 11:22): Mit einer europäischen Denkweise... fokussieren wir uns immer hauptsächlich auf die Intention des Komponisten... sehr wenig Aufmerksamkeit konzertiert sich auf die tatsächlichen Wirkungen, die Schnittstelle wenn die Musik den Hörer trifft - was läuft dabei ab, was macht es mit mir? (Esa-Pekka Salonen)
Cetay (inaktiv) (10.01.2021, 11:24): Musik ist die stärkste Form der Magie (Marylin Manson)
Jan Van Karajan (26.01.2021, 22:05): Gäbe es keine Musik, hätte man in der Tat einen Grund, verrückt zu werden. Pjotr I. Tschaikowsky
Philidor (26.01.2021, 23:01): Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.
Über Versmaß kann man streiten, aber dies scheint die richtige, von Wilhelm Busch stammende Fassung des Bonmots zu sein.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (27.01.2021, 18:59): „Jeder Dirigent ist ein verkappter Diktator, der sich glücklicherweise mit der Musik begnügt.“ Sergiu Celibidache
tapeesa (24.04.2021, 06:51): „Ich kann mir keine Kunst vorstellen, die sich nicht zum Himmel, zum Vollkommenen, zum Absoluten wendet.“ Sofia Gubaidulina
tapeesa (05.06.2021, 10:21): "Die jungen Menschen, an die Wagner sein Wort und seine Gestikulation richtete, waren nicht bei sich. Mit den Augen von Wüst-Fanatisierten, mit dem schlaff-offenen Mund von Trunkenen, mit den pfeifenden Atemstößen von Ekstatikern tranken sie die Worte, die sie nicht verstanden, nein, nicht die Worte tranken sie, sie tranken die Laute, sie tranken das Leben dieses Menschen, ein Leben zehnfach weiterer Dimension und höherer Potenz, wie es schien, als jedes andere."
"Verdis Blick sah zuerst ein fragendes, betroffenes und gleichsam gestörtes Auge. Aber sogleich verschwand die Hemmung, und die diesem Auge eingeborene Strahlung flammte auf: Liebeswerben, Einbeziehenwollen, etwas fast Weiblich-Mächtiges, etwas Ewig-Stürmisches, ein stummer, selbstbegeisterter Ruf: "Sei mein!""
aus dem Roman "Verdi" von Franz Werfel, Seiten 16 & 17
tapeesa (05.06.2021, 11:10): Der einleitende Satz aus: Sven Friedrich - Richard Wagners Opern: Ein musikalischer Werkführer => "Wenig mag die Gemeinde der Musikliebhaber so tief zu spalten wie eine Oper von Richard Wagner."
tapeesa (05.07.2021, 12:56): Eher off-topic, da nicht über Musik, sondern durch ein Villa-Lobos CD-Cover inspiriert, und da mich der Dschungel auch musikalisch zunehmend "gefangen nimmt", jetzt doch die Zeilen des Gedichts, die mich beschäftigen:
aus William Blake: The Tyger
Tyger! Tyger! burning bright, In the forests of the night; What immortal hand or eye, Could frame thy fearful symmetry?
(1794 veröffentlicht)
Sfantu (05.07.2021, 22:58): Wenn schon off topic, wenn schon Tiger, darf für mich einer der gereimten Berner-Witze von Ueli dem Schreiber nicht fehlen:
Ein Berner namens Eddie Gyger Traf unversehends einen Tiger Der im Gebüsche kauerte, Auf seine Opfer lauerte. Er war im ersten Augenblick Verdutzt, trat einen Schritt zurück Und brummte "Eh, was ischo das?" Dann ging er frohgemut fürbaß. Der Tiger, den es heftig kränkte, Daß man ihm nicht Beachtung schenkte, Entfernte sich in seinem Schmerz Schaffhausen-und-Sibirienwärts. Drum gibt es heut, dank Eddie Gyger Z'Bern so guet wie keine Tiger.
tapeesa (06.07.2021, 10:38): Noch nie von gehört.
tapeesa (30.07.2021, 14:42): Bin immer noch bei Franz Werfels Verdi-Roman:
"Siehst du, das sind alles Götter, denen auch die Unwilligen opfern müssen. Da hilft nichts. Aber ich habe meinen klaren Kopf behalten. Die drei ersten Sätze sind gut. Der letzte Teil eine Katastrophe, ein ödes empfindungsloses Durcheinanderschreien. Ein Egoist umarmt theoretisch die Millionen. Wenn sie singen wollen, zeigen diese Überzivilisierten, daß sie Barbaren sind." (aus Franz Werfel: Verdi, S. 28)
Cetay (inaktiv) (30.07.2021, 15:31): Ich weiss nicht, wer es gesagt hat, aber es will gesagt sein:
Wie erlangt man ewiges Glueck? - Streiten Sie nicht mit Narren. So einfach kann das nicht sein. - Da haben Sie vollkommen recht.
tapeesa (02.08.2021, 23:30): Über Schostakowitsch:
„Ich finde seine Musik schrecklich. Es ist das erste Mal, dass ich die Musik nicht höre, wenn ich die Partitur lese. Aber das ist unwichtig. Die Zukunft gehört nicht mir, sondern diesem Jungen.“ Alexander Glasunow _________
“Art destroys silence.” “The majority of my symphonies are tombstones” Dmitri Shostakovich
Guenther (24.09.2021, 23:55): Von Mozart gibt es etliche...
Beispiele gefällig? Hier:
Bei der Oper muß schlechterdings die Poesie der Musik gehorsame Tochter sein. (...) weil aber die Leidenschaften, heftig oder nicht, niemals bis zum Ekel ausgedrückt sein müssen (eigentlich: "dürfen"; Anm. von mir), und die Musik, auch in der schaudervollsten Lage, das Ohr niemals beleidigen, sondern doch dabei vergnügen muß, folglich allzeit Musik bleiben. (Von mir geglättet und mit heutiger Rechtschreibung versehen) Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo. (Aus dem Zusammenhang von mir extrahiert)
Mit ersterem hatten seine Librettisten so ihre liebe Not ... Bei seiner ersten ernstzunehmenden Oper (Idomeneo) weilte er bereits in München, wo die Oper aufgeführt werden sollte, während der Librettist Varesco in Salzburg verblieb. Das war Mozarts Chance: Er strich einfach ohne Nachfrage die Stellen aus dem Libretto, von denen er meinte, daß sie dort nichts zu suchen hätten. Varesco blieb nichts übrig, als sich bei Vater Leopold zu beschweren ...
Auch da Ponte mußte mit Änderungen, Strichen und auch Ergänzungen leben, die Mozart forderte. Die beiden waren jedoch ein gutes Team in Wien.
Das zweite Zitat findet sich in einem äußerst interessanten Brief vom 26.09.1781 und stammt aus einer Schilderung an den Vater Leopold über seine neue Oper "Die Entführung aus dem Serail". Die besagte Stelle bezieht sich auf die Arie des Osmin "Drum beim Barte des Propheten", in der der sich immer weiter steigernde Zorn Osmins ausgedrückt wird. Die ganze Stelle und der ganze Brief hier:
Das dritte Zitat ist von mir aus dem Originaltext herausgenommen und in einen Aussagesatz gebracht worden. Im Original heißt es:
"Stein ist völlig in seine Tochter vernarrt. Sie ist 8 einhalb Jahre alt, sie lernt nur noch alles auswendig. Sie kann werden. Sie hat Genie. Aber auf diese Art wird sie nichts. Sie wird niemals viel Geschwindigkeit bekommen, weil sie sich völlig befleißt (soll wohl heißen: "einübt"; Anm. von mir), die Hand schwer zu machen. Sie wird das Notwendigste und Härteste und die Hauptsache in der Musique niemals bekommen, nämlich das Tempo, weil sie sich von Jugend auf völlig beflissen hat, nicht auf den Takt zu spielen." (Von mir ein wenig geglättet und in heutige Rechtschreibung gesetzt)
Mozart legte unglaublich viel Wert auf das "richtige" Tempo. Er hat, neben den damals üblichen Taktarten und Notenwerten, die das Grundtempo vorgaben, auch zusätzliche Angaben zum Charakter und zum Tempo des Stückes gemacht. Wen es näher interessiert, der sei auf die Untersuchungen von Helmut Breidenstein verwiesen:
https://www.mozarttempi.de/worauf.html
Schönes Wochenende! :)
Joe Dvorak (29.06.2022, 06:46): Der 2011 mit dem Literaturnobelpreis bedachte und 2015 verstorbene schwedische Poet Tomas Tranströmer hat in einigen Gedichten an Komponisten gedacht. Von Allegro ueber Joseph Haydn gibt es auf der offiziellen Netzseite eine Uebersetzung ins Deutsche. Sorrow Gondola No. 2 handelt von Liszt und Wagner - und der letzte Abschnitt ist echt spooky. Um wen es in Balakirevs Dream 1905 geht, kann man aufgrund des Titels errraten. Und schliesslich hat The Indoors is Endless zwar nur im ersten Satz mit Beethoven zu tun - aber was ist das fuer ein Satz!
Retrobrain (15.07.2022, 11:26): Na dann…
Zunächst werde ich spielen und dir später erklären, was es ist.” Miles Davis
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PixelPiet (14.08.2022, 10:43): „Musik ist eine universelle Sprache.“— Isabel Allende
Das finde ich sehr schön. Ich höre sehr viel unterschiedliche Musik, ob mit oder ohne Vocals und das auch oft aus Ländern und in Sprachen, die ich nicht kenne. Das finde ich aber nicht schlimm, da Musik einfach wirklich eine universelle Sprache ist
MichaelWalter (28.08.2022, 17:15): "Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde." - Albert Einstein
a-way (21.09.2022, 23:23): „Da in dieser Oper sehr viele Bühnenbilder und Maschinen bewegt werden müssen, was nicht geschehen kann, wenn sich Personen auf der Bühne aufhalten (was ohne ihre Gefährdung nicht möglich wäre), hofft man, dass niemand, noch nicht einmal die Subskribenten, es übelnehmen, dass sie nicht auf der Bühne zugelassen werden.“ – Daily Courant. London 1715, zu Amadigi di Gaula, Händel
Joe Dvorak (22.09.2022, 02:39): "Paganini ist der Wendepunkt in der Geschichte der Virtuosität" (Robert Schumann)
palestrina (22.09.2022, 10:56): "ll divino Claudio""Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 16.3.1833)
:I Ja, dem ist so!
LG palestrina
Sfantu (22.09.2022, 19:08): Paul Hindemith auf die Frage, woran er kurz vor Konzertbeginn denke: "An das Bier danach".
Joe Dvorak (23.09.2022, 02:50): Paul Hindemith auf die Frage, woran er kurz vor Konzertbeginn denke: "An das Bier danach". Joe gefällt das.
:thumbsup:
Jan Van Karajan (03.07.2023, 15:39): "Die Symphonie muss sein wie die Welt: Sie muss alles umfassen. (Gustav Mahler)
Nicolas_Aine (04.07.2023, 00:27): Paul Hindemith auf die Frage, woran er kurz vor Konzertbeginn denke: "An das Bier danach". Joe gefällt das. :thumbsup: meiner Erfahrung nach gefällt das den meisten Musikern :D
Joe Dvorak (08.10.2023, 04:14): Es kommt alles aus der gleichen Quelle. Es gibt eine Entwicklung, ganz klar, es gibt einen Unterschied in der Musik von Schubert und Beethoven und ganz klar Haydn, aber es ist eigentlich alles eine Variation von ein und derselben Sache. Es ist genau dieselbe Sinfonie, die Haydn geschrieben hat, die dann erweitert, variiert, schockierender, lebendiger, vielleicht zeitgenössischer gemacht wird (je nach der Zeit, in der der Komponist lebte) - aber alles lässt sich auf die Musik von Haydn zurückführen.
Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
Paavo Järvi in einem Interview das bei prestomusic veröffentlicht wurde (Paavo Järvi on Haydn's 'London' symphonies | Presto Music)
Gerd (10.11.2023, 09:08): Hallo und guten Morgen, kannte ich nicht, aber das Zitat von P.Järvi überzeugt mich auf Anhieb. Es ist immer noch eine Art Wunder, wie Haydn in seiner verarmten Lage als junger Erwachsener sich so schnell entwickeln konnte, vielleicht gerade deshalb weil er Autodidakt war und keine wichtigen "Lehrer" hatte. Schönes Zitat!
Joe Dvorak (15.03.2024, 01:58): Ernste Musik kann komplex oder einfach sein, aus intensiven theoretischen Betrachtungen entstehen oder aus der spontanen Improvisation. Sie kann klassisch, populär oder volkstümlich sein und jedweder Kultur angehören; sie kann notiert oder improvisiert, progressiv oder altmodisch sein, sie kann Schlüsse aus zentralen und lebenswichtigen Gefühlen ziehen, oder frei von jeglicher kompositorischer Intention sein. Tatsächlich können wir Millionen von Merkmalen anführen, doch wird keines davon "nötig oder ausreichend" sein, um festzustellen, ob ein Musikstück "ernsthaft" ist oder nicht. Und doch wissen wir, was gemeint ist. Patrick Ozzard-Low (0015067KAI_ozzardlow_webbooklet.pdf (kairos-music.com))
classicana87 (08.05.2024, 15:21): Mein Lieblingszitat stammt von Ludwig van Beethoven:
"Die Kunst vereinigt alle Welt, wieviel mehr wahre Künstler"
Sfantu (26.12.2024, 21:35): Wenn morgen die Welt unterginge, welche Musik würden Sie spielen/singen?
Irgendwas Leichtes. Fröhliches. Auf jeden Fall etwas dem Anlass entsprechendes. (Martin Stadtfeld)
Joe Dvorak (02.03.2025, 07:37): Hier ein Zitat eines Schriftstellers, genauer gesagt seines Romanerzählers, der als eine besonders gelungene Spielart des flexiblen Erzählers gilt, also eines Erzählers, der zwischen auktorialer und personaler Erzählweise wechselt. Joe ist heute im Angeber-Modus... Jedenfalls lässt John M. Harrison seinen Erzähler in dem im Jahr 2400 spielenden Handlungsstrang der Licht-Trilogie Folgendes sagen, was von Sachkenntnis, Geschmack und einem sehr feinen Sinn für hintergründige Ironie des Autors zeugt:
"The Photographer von Philip Glass (eine Neubearbeitung anhand von fünf noch identifizierbaren Noten auf einer verdorbenen Audio-CD durch den Komponisten Onotodo-Ra, 22. Jahrhundert) verblasste zu der Berieselung, für die sich diese Musik so gut eignete." (Harrison, 2014, S. 312)
Harrison, J. M. (2014). Licht. (A. Schmidt, Übers.). München: Wilhelm Heyne Verlag. (Originalwerk erschienen 2002).